(19)
(11) EP 2 322 060 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
18.05.2011  Patentblatt  2011/20

(21) Anmeldenummer: 09176052.0

(22) Anmeldetag:  16.11.2009
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A47C 23/06(2006.01)
A47C 27/14(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA RS

(71) Anmelder: Recticel Bedding (Schweiz) AG
6233 Büron (CH)

(72) Erfinder:
  • Herak, Andrej
    4665, Oftringen (CH)
  • Weiss, Martin
    79541, Lörrach (DE)

(74) Vertreter: BOVARD AG 
Optingenstrasse 16
3000 Bern 25
3000 Bern 25 (CH)

   


(54) Matratzensystem für ein Bett


(57) Ein Matratzensystem für ein Bett umfasst eine Untermatratze (14) und eine auf diese auflegbare Matratze (2). Die Untermatratze (14) ist mit Stützelementen (17) ausgestattet, die mit Haltemitteln (26) versehen sind, in welche Federleisten (27) eingesetzt sind, welche die Auflagefläche (28) für die Matratze (2) bilden. Die Federleisten (27) jedes Stützelementes (17) bilden einen Bereich dieser Auflagefläche (28), welcher sich über die gesamte Breite der Untermatratze (14) erstreckt und eine Breite B aufweist. Die Matratze (2) umfasst einen Kern (1), der Ausnehmungen (7) aufweist, in welche aus einem elastischen Material bestehende Kernelemente (8) unterschiedlicher Härte eingesetzt sind. Jedes Kernelement (8) ist aus einem eine prismatische Form aufweisenden Körper gebildet, welcher sich über die gesamte Breite der Matratze (2) erstreckt und welcher eine Breite A aufweist, die im wesentlichen der Breite B des Bereichs der Auflagefläche (28) entspricht, der durch die Federleisten (27) eines Stützelementes (17) gebildet ist. Durch diese Anordnung der Kernelemente (8) bezüglich der Federleisten (27) eines Stützelementes (17) wird in optimaler Weise eine synchrone Abstützung eines auf der Matratze (2) liegenden Körpers erreicht.




Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Matratzensystem für ein Bett, umfassend eine Untermatratze und eine auf diese auflegbare Matratze, welche Untermatratze mit auf Längsträgern angebrachten Stützelementen ausgestattet ist, die quer zu den Längsträgern ausgerichtet sind und in einer senkrecht zu den Längsträgern stehenden Ebene federnd bewegbar sind, welche Stützelemente mit Haltemitteln versehen sind, in welche Federleisten eingesetzt sind, die parallel zu den Stützleisten ausgerichtet sind, und welche die Auflagefläche für die Matratze bilden, und die Federleisten jedes Stützelements einen Bereich dieser Auflagefläche bilden, welcher sich über die gesamte Breite der Untermatratze erstreckt und eine Breite B aufweist, und die Matratze einen aus einem elastischen Material bestehenden Kern umfasst, der Ausnehmungen aufweist, in welche aus einem elastischen Material bestehende Kernelemente unterschiedlicher Härte einsetzbar sind.

[0002] Untermatratzen, auf welchen eine Matratze aufgelegt werden kann, sind in vielfältiger Weise bekannt. So zeigt beispielsweise die europäische Patentanmeldung mit der Anmeldenummer 08019829 eine derartige Untermatratze, die mit auf Längsträgern angebrachten Stützelementen ausgestattet ist, welche der Halterung von Federleisten dienen. Die Stützelemente sind hierbei so ausgebildet, dass die über die Längsträger vorstehenden Seitenteile bei Belastung der Federleisten gleichzeitig nach unten ausschwenken, unabhängig davon, ob die Belastung im mittleren Bereich oder gegen einen Randbereich der Auflagefläche hin erfolgt. Durch diese Ausgestaltung der Stützelemente wird ein optimaler Liegekomfort auf dieser Untermatratze erreicht. Wenn das entsprechende Stützelement unter Belastung einfedert, entsteht keine Neigung der Federleisten gegen die Seitenbereiche der Untermatratze hin. Die Einfederung dieses einen Seitenteils wird auch auf den anderen Seitenteil hin übertragen.

[0003] Es sind auch in vielfältiger Weise Matratzen bekannt, die auf Untermatratzen aufgelegt werden. Derartige Matratzen können einen mehrteiligen Kern umfassen, der aus einem elastischen Material gebildet ist, wobei dieser mehrteilige Kern unterschiedliche Härtebereiche aufweisen kann, wie dies beispielsweise aus der EP-A 1031302 bekannt ist. Die Ausgestaltung derartiger Matratzen hat zum Ziel, den Liegekomfort für eine auf dieser Matratze liegenden Person zu verbessern, insbesondere soll die Abstützung im Schulterbereich und im Hüftbereich optimal angepasst werden können.

[0004] Derartige Matratzen, die den Liegekomfort eines Benutzers verbessern, werden auf Untermatratzen gelegt, die auch entsprechend ausgestattet sind, um den Liegekomfort zu verbessern. Durch die Kombination einer derartigen Matratze mit einer Untermatratze ist aber nicht gewährleistet, dass sich der Liegekomfort von Untermatratze und Matratze summiert, da vielfach die Untermatratze und die darauf aufgelegte Matratze nicht aufeinander abgestimmt sind.

[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht somit darin, ein Matratzensystem, bestehend aus einer Untermatratze und einer Matratze, welche Matratze auf die Untermatratze aufgelegt wird, zu schaffen, die derart aufeinander abgestimmt sind, dass der Liegekomfort für einen Benutzer dieses Systems verbessert wird.

[0006] Erfindungsgemäss erfolgt die Lösung dieser Aufgabe dadurch, dass jedes Kernelement der Matratze aus mindestens einem eine prismatische Form aufweisenden elastischen Körper gebildet ist, welcher sich über die gesamte Breite der Matratze erstreckt, und welcher eine Breite A aufweist, die im wesentlichen der Breite B des Bereichs der Auflagefläche entspricht, der durch die Federleisten eines Stützelements gebildet ist.

[0007] Mit diesem Matratzensystem wird ein optimaler Liegekomfort erreicht und die vorteilhafte Ausgestaltung der Matratze wird durch die vorteilhafte Ausgestaltung der Untermatratze vollumfänglich unterstützt, da die einzelnen Bereiche mit unterschiedlichen Härten oder Einfederungswegen genau aufeinander ausgerichtet und abgestimmt sind, was sich durch die gewünschte Liegekomfortverbesserung auszeichnet.

[0008] In vorteilhafter Weise besteht jedes Kernelement aus einem einzigen prismatischen Körper mit einer im Wesentlichen rechteckförmigen Querschnittsgrundform, wodurch ein einfacher Aufbau der Matratze erhalten werden kann.

[0009] In vorteilhafter Weise sind die Längskanten des prismatischen Körpers des Kernelementes abgerundet und sind die der Auflagefläche abgewandte erste Fläche und die dieser ersten Fläche gegenüberliegenden zweiten Fläche mit jeweils einer längsverlaufenden Einbuchtung versehen, wodurch sich eine bessere Durchlüftung der Matratze ergibt.

[0010] Dies wird insbesondere dadurch erreicht, dass sich die jeweilige Einbuchtung jeweils über die gesamte Länge der ersten Fläche bzw. der zweiten Fläche erstreckt.

[0011] In vorteilhafter Weise weist der Kern der Matratze eine erste Schicht und eine zweite Schicht aus einem elastischen Material auf, zwischen welchen die einen prismatischen Körper aufweisenden Kernelemente angeordnet sind und sind die prismatischen Körper mit ihren Längskantenbereichen mit der ersten Schicht und der zweiten Schicht verklebt, woraus eine weitere Verbesserung des Liegekomforts erreicht wird, indem bei Belastung die Übergangsbereiche von einem prismatischen Körper auf den anderen ohne Abstufungen erreicht wird.

[0012] Einen einfachen Aufbau des Kerns der Matratze erhält man dadurch, dass in den schmalseitigen Endbereichen der Matratze zwischen der ersten Schicht und der zweiten Schicht jeweils ein Abschlusselement eingesetzt und mit den beiden Schichten verklebt sind.

[0013] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung erhält man dadurch, dass die Matratze von einem schmalseitigen Endbereich bis zum anderen schmalseitigen Endbereich zwischen den beiden Abschlusselementen einen ersten Härtebereich, einen ersten Zwischenbereich, einen zweiten Härtebereich, einen zweiten Zwischenbereich und einen dritten Härtebereich aufweist. Der erste Härtebereich ist im Bereich der Schultern einer auf der Matratze liegenden Person vorgesehen, der zweite Härtebereich im Bereich der Hüften, der dritte Härtebereich im Bereich der Füsse, wodurch sich eine optimale Abstützung der auf der Matratze liegenden Person ergibt.

[0014] In vorteilhafter Weise weisen der erste Härtebereich und der dritte Härtebereich die gleiche Härte auf. Dadurch kann die Matratze in beliebiger Weise gedreht werden und der Liegekomfort bleibt derselbe.

[0015] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass in die den prismatischen Körpern abgewandten Oberflächen der ersten Schicht und/oder der zweiten Schicht des Kerns längs- und/oder querverlaufende Kerben eingelassen sind. Dadurch kann die gewünschte Verformbarkeit dieser beiden Schichten erreicht werden.

[0016] Der Kern der Matratze ist in vorteilhafter Weise mit weiteren Schichten aus unterschiedlichen Materialien und einer Umhüllung versehen. Die Materialien der weiteren Schichten können so ausgewählt werden, dass sie die gewünschten Anforderungen eines Benutzers vollumfänglich erfüllen können.

[0017] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass der Einfederweg bzw. die Einfederkraft der Stützelemente der Untermatratze einstellbar sind, wodurch sich eine optimale Einstellung des Liegekomforts ergibt.

[0018] Eine Ausführungsform der Erfindung wird nachfolgend anhand der beiliegenden Zeichnung beispielhaft näher erläutert.

[0019] Es zeigt:

Fig. 1 eine Seitenansicht auf den Kern der Matratze des erfindungsgemässen Matratzensystems;

Fig. 2 in räumlicher Darstellung der Kern der Matratze des erfindungsgemässen Matratzensystems;

Fig. 3 eine Ansicht, teilweise im Schnitt durch die Matratze, die auf die Untermatratze aufgelegt ist, im belasteten Zustand; und

Fig. 4 in räumlicher Darstellung ein Ausschnitt der Untermatratze des erfindungsgemässen Matratzensystems mit dem quer zu den Längsträgern verlaufenden Stützelement und den Federleisten.



[0020] Wie in Fig. 1 und Fig. 2 dargestellt ist, besteht der Kern 1 der Matratze 2 (Fig. 3) aus einer ersten Schicht 3 und einer zweiten Schicht 4, die aus einem elastischen Material, beispielsweise Schaumstoff, Latex oder einem anderen geeigneten Material gebildet sind. An den beiden schmalseitigen Endbereichen 5 dieser beiden Schichten 3 und 4 ist jeweils ein Abschlusselement 6 eingesetzt, das im Wesentlichen eine rechteckige Querschnittform aufweist und jeweils mit der ersten Schicht 3 und der zweiten Schicht 4 verklebt ist. Diese Abschlusselemente 6 bestehen ebenfalls aus einem elastischen Material. Durch diese Anordnung der ersten Schicht 3 und der zweiten Schicht 4 und den beiden Abschlusselementen 6 ergibt sich im Kern 1 eine Ausnehmung 7, die sich über die gesamte Breite des Kernes 1 ausdehnt.

[0021] Diese Ausnehmung 7 erstreckt sich auch zwischen den beiden Abschlusselementen 6 über die ganze Länge des Kerns 1. Selbstverständlich wäre es auch denkbar, diese Ausnehmung durch Einsetzen von Zwischenstücken zu unterteilen. In diese Ausnehmung 7 können Kernelemente 8 eingesetzt werden, die ebenfalls aus einem elastischen Material bestehen. Jedes dieser Kernelemente 8 ist aus einem prismatischen Körper mit einer im Wesentlichen rechteckförmigen Querschnittsgrundform gebildet. Jedes dieser Kernelemente 8 erstreckt sich über die gesamte Breite des Kerns 1.

[0022] Um eine gute Durchlüftung und eine optimale Verformbarkeit dieser Kernelemente 8 zu erhalten, sind die Längskanten 9 des prismatischen Körpers abgerundet. Die erste Fläche 10 des Kernelementes 8, die der ersten Schicht 3 zugewandt ist und die zweite Fläche 11 des Kernelementes 8, die der zweiten Schicht 4 des Kerns 1 zugewandt ist, sind jeweils mit einer längsverlaufenden Einbuchtung 12 ausgestattet. Diese Einbuchtungen 12 erstrecken sich jeweils über die gesamte Länge der ersten Fläche 10 bzw. der zweiten Fläche 11. Diese Kernelement 8 sind mit ihren Längskanten 9 mit der ersten Schicht 3 und der zweiten Schicht 4 jeweils verklebt. Diese Kernelemente 8, die in die Ausnehmung 7 parallel zueinander eingesetzt werden, können jeweils aus einem elastischen Material unterschiedlicher Härte gebildet sein, wie später noch im Detail beschrieben wird.

[0023] In die aussenliegenden Oberflächen der ersten Schicht 3 und der zweiten Schicht 4 sind in bekannter Weise längs- und querverlaufende Kerben 13 angebracht. Diese Kerben 13 dienen einer besseren Verformung der ersten Schicht 3 bzw. der zweiten Schicht 4, wenn der Kern 1 belastet wird.

[0024] In Fig. 4 ist ein Teil einer Untermatratze 14 dargestellt. Dieser umfasst zwei Längsträger 15 und 16, die sich über die gesamte Länge der Untermatratze 14 und demzufolge des Betts erstrecken. Über die gesamte Länge der Längsträger 15 und 16 sind Stützelemente 17 angebracht, von welchen in Fig. 4 eines dargestellt ist. Diese Stützelemente 17 sind quer zu den Längsträgern 15 und 16 ausgerichtet und in Auflagen 18 gehalten, welche Auflager 18 an den Längsträgern 15 und 16 befestigt sind.

[0025] Jedes der Stützelemente 17 weist zwei Seitenteile 19 und 20 auf, die jeweils seitlich über den Längsträger 15 bzw. 16 vorstehend sind. Jeder Seitenteil 19 und 20 ist mit einem Brückenelemente 21 ausgestattet. Die Brückenelemente 21 der beiden Seitenteile 19 und 20 sind gegeneinander gerichtet und an den beiden den Seitenteilen 19 und 20 abgewandten Endbereichen über ein Gelenk 22 beweglich miteinander verbunden.

[0026] Die beiden Seitenteile 19 und 20 mit den Brückenelementen 21 sind in den Auflagern 18 schwenkbar gehalten, die entsprechenden Schwenkachsen 23 sind parallel zu den Längsträgern 15 und 16 ausgerichtet. Unterhalb der beiden Brückenelemente 21 ist in bekannter Weise ein (nicht sichtbares) blattfedernförmiges Elemente 24 angebracht, das über Verstellmittel 25 in bekannter Weise bezüglich der Brückenelemente 21 unterschiedlich vorspannbar ist.

[0027] An den Endbereichen der über die Längsträger 15 und 16 vorstehenden Seitenteile 19 und 20 sind in bekannter Weise Haltemittel 26 angebracht, in welchen zwei Federleisten 27 gehalten sind, die oberhalb der Seitenteile 19 und 20 und somit der Längsträger 15 und 16 quer zu diesen angeordnet sind und die Auflagefläche 28 für die Matratze 2 (Fig. 3) bilden.

[0028] Die zwei Federleisten 27, die über die Haltemittel 26 in einem Stützelement 17 gehalten sind, bilden einen Bereich der Auflagefläche 28, welcher sich über die gesamte Breite der Untermatratze erstreckt und welcher Bereich eine Breite B aufweist. Selbstverständlich wäre auch denkbar, ein Stützelement mit nur einer Federleiste mit entsprechender Breite auszurüsten, es wäre auch denkbar, ein Stützelement beispielsweise mit drei nebeneinander liegenden Federleisten mit der entsprechenden Breite auszustatten.

[0029] Bei auf die Federleisten 27 wirkenden Belastung können einerseits diese Federleisten durchgebogen werden, die Belastung wird aber auch auf die Seitenteile 19 und 20 übertragen, die um die Auflager 18 in gleichem Masse verschwenkt werden können, die Haltemittel 26 werden somit nach unten gedrückt, der Einfederweg dieser Stützelemente 17 lässt sich über die Verstellmittel 25 in bekannter Weise einstellen.

[0030] Fig. 3 zeigt die Matratze 2, die auf die Untermatratze 14 aufgelegt ist. Der Kern 1, wie er zu den Fig. 1 und 2 beschrieben worden ist, ist in bekannter Weise mit weiteren Schichten 29 ausgestattet, die aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Der Kern 1 mit den weiteren Schichten 29 ist zudem ebenfalls in bekannter Weise mit einer Umhüllung 30 versehen, wodurch die Matratze 2 gebildet wird. Die Untermatratze 14 ist aus Stützelementen 17 gebildet, wie sie vorgängig beschrieben worden sind, diese Stützelemente 17 mit den darauf angebrachten Federleisten 27 weisen, wie bereits erwähnt worden ist, eine Breite B auf. Die in den Kern 1 der Matratze eingesetzten Kernelemente 8 weisen eine Breite A auf, die der Breite B entspricht. Dadurch kommt über jedes Stützelement 17 der Untermatratze 14 ein Kernelement 8 der Matratze 2 zu liegen. Das erste Stützelement und das letzte Stützelement der Untermatratze 14 weisen eine Breite auf, die der Breite des Abschlusselementes 6 entspricht, die im Kern 1 angeordnet sind.

[0031] Wenn nun eine Person auf der Matratze 2 liegt, wie dies in Fig. 3 schematisch dargestellt ist, wird die Matratze 2 und dadurch auch die Untermatratze 14 im Schulterbereich 31 und im Hüftbereich 32 am stärksten belastet, einerseits wird die Matratze in diesen Bereich am stärksten zusammengedrückt, andererseits werden die Stützelemente 17 der Untermatratze 14 in diesen Bereichen am stärksten einfedern. Die beiden Kernelemente 8a, die im Schulterbereich 31 angeordnet sind, weisen somit eine grössere Härte auf, als die Anschlusselemente 6 und die anschliessend an diesen Bereich angebrachten Kernelemente 8b. Die Kernelemente 8c im Hüftbereich 32 sind vorteilhafterweise wiederum härter ausgebildet, als die benachbarten Kernelemente 8b. Die im Fussbereich 33 angeordneten Kernelemente 8a weisen vorteilhafterweise die gleiche Härte auf, wie die im Schulterbereich 31 angeordneten Kernelemente 8a. Die beiden Kernelemente 8a bilden somit einen ersten Härtebereich bzw. einen dritten Härtebereich, die Kernelemente 8c bilden einen zweiten Härtebereich, die zwischen den Kernelementen 8a und 8c angeordneten Kernelemente 8b bilden somit einen ersten Zwischenbereich bzw. einen zweiten Zwischenbereich. Durch die Anordnung dieser Kernelemente 8a bis 8c im Kern 1 der Matratze 2 können Matratzen hergestellt werden, die die gewünschten Härtebereiche aufweisen. Da die Kernelemente 8 jeweils über einem Stützelement 17 der Untermatratze 14 zu liegen kommen, und der Einfederweg bzw. die Einfederkraft dieser Stützelemente entsprechend angepasst werden können, erhält man im Bereich der einzelnen Kernelemente 8 jeweils auch die gewünschte Einfederung der Stützelemente, dieses Matratzensystem bietet somit einen optimalen Liegekomfort für eine auf der Matratze liegende Person. Durch diese Anordnung und das synchrone Zusammenwirken der Stützelemente 17 der Untermatratze 14 und den Kernelementen 8 der Matratze 2 wird eine optimale Anpassung an die Konturen eines auf diesem Matratzensystem liegenden Person erreicht, die Abstützung der einzelnen Körperbereiche ist optimal, was sich insbesondere auch auf die Schlafqualität einer Person auswirkt, die dieses Matratzensystem verwendet.


Ansprüche

1. Matratzensystem für ein Bett, umfassend eine Untermatratze (14) und eine auf diese auflegbare Matratze (2), welche Untermatratze (14) mit auf Längsträgern (15, 16) angebrachten Stützelementen (17) ausgestattet ist, die quer zu den Längsträgern (15, 16) ausgerichtet sind und in einer senkrecht zu den Längsträgern (15, 16) stehenden Ebene federnd bewegbar sind, welche Stützelemente (17) mit Haltemitteln (26) versehen sind, in welche Federleisten (27) eingesetzt sind, die parallel zu den Stützelementen (17) ausgerichtet sind und welche die Auflagefläche (28) für die Matratze (2) bilden, und die Federleisten (27) jedes Stützelementes (17) einen Bereich dieser Auflagefläche (28) bilden, welcher sich über die gesamte Breite der Untermatratze (14) erstreckt und eine Breite B aufweist, und die Matratze (2) einen aus einem elastischen Material bestehenden Kern (1) umfasst, der Ausnehmungen (7) aufweist, in welche aus einem elastischen Material bestehende Kernelemente (8) unterschiedlicher Härte einsetzbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Kernelement (8) aus mindestens einem eine prismatische Form aufweisenden Körper gebildet ist, welcher sich über die gesamte Breite der Matratze (2) erstreckt, und welcher eine Breite A aufweist, die im Wesentlichen der Breite B des Bereichs der Auflagefläche (28) entspricht, der durch die Federleisten (27) eines Stützelementes (17) gebildet ist.
 
2. Matratzensystem für ein Bett nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Kernelement (8) aus einem einzigen prismatischen Körper mit einer im Wesentlichen rechteckförmigen Querschnittsgrundform gebildet ist.
 
3. Matratzensystem für ein Bett nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Längskanten (9) des prismatischen Körpers des Kernelementes (8) abgerundet sind und dass die der Auflagefläche (28) abgewandte erste Fläche (10) und die dieser ersten Fläche (10) gegenüberliegende zweite Fläche (11) mit jeweils einer längs verlaufenden Einbuchtung (12) versehen sind.
 
4. Matratzensystem für ein Bett nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Einbuchtung (12) jeweils über die gesamte Länge der ersten Fläche (10) bzw. der zweiten Fläche (11) erstreckt.
 
5. Matratzensystem für ein Bett nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (1) der Matratze (2) eine erste Schicht (3) und eine zweite Schicht (4) aus einem elastischen Material aufweist, zwischen welchen die einen prismatischen Körper aufweisenden Kernelemente (8) angeordnet sind, und dass die prismatischen Körper mit ihren Längskantenbereichen (9) mit der ersten Schicht (10) und der zweiten Schicht (11) verklebt sind.
 
6. Matratzensystem für ein Bett nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass in den schmalseitigen Endbereichen (5) der Matratze (2) zwischen der ersten Schicht (3) und der zweiten Schicht (4) jeweils ein Abschlusselement (6) eingesetzt und mit den beiden Schichten (3, 4) verklebt sind.
 
7. Matratzensystem für ein Bett nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Matratze (2) vom einen schmalseitigen Endbereich (5) bis zum anderen schmalseitigen Endbereich (5) zwischen den beiden Abschlusselementen (6) einen ersten Härtebereich, einen ersten Zwischenbereich, einen zweiten Härtebereich, einen zweiten Zwischenbereich und einen dritten Härtebereich aufweist.
 
8. Matratzensystem für ein Bett nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Härtebereich und der dritte Härtebereich die gleiche Härte aufweisen.
 
9. Matratzensystem für ein Bett nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass in die den Kernelementen (8) abgewandte Oberflächen der ersten Schicht (3) und/oder der zweiten Schicht (4) des Kerns (1) mit längs- und/oder querverlaufenden Kerben (13) ausgestattet sind.
 
10. Matratzensystem für ein Bett nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (1) der Matratze (2) mit weiteren Schichten (29) aus unterschiedlichen Materialien und einer Umhüllung (30) versehen ist.
 
11. Matratzensystem für ein Bett nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Einfederweg bzw. die Einfederkraft der Stützelemente (17) der Untermatratze (14) einstellbar sind.
 




Zeichnung










Recherchenbericht










Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente