[0001] Die Erfindung betrifft einen Straßenfertiger gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Das variable Ballastsystem des aus
DE 10 2008 049 409 A1 (
US 7,497,641 B1) bekannten Straßenfertigers weist im Chassisrahmen einen vorderen und einen hinteren
Flüssigkeitstank auf, zwischen denen eine flüssige Ballastmasse über ein Rohrleitungssystem
und eine Pumpe hin- und herpumpbar ist. Die Pumpe dient als Aktuator zum Verstellen
der Ballastmasse in Abhängigkeit davon, ob sich die Einbaubohle relativ zum Chassisrahmen
in der abgesenkten Einbaustellung oder der ausgehobenen Transportstellung befindet.
Eine Sensoreinrichtung tastet die Stellung der Einbaubohle ab und liefert über eine
Steuerung die Signale zum Verstellen der Ballastmasse. Die Ballastmasse kann alternativ
ein fließfähiges Gut sein, wie beispielsweise Kugellagerkugeln. In jedem Fall wird
der Aktuator von der Einbaubohlensteuerung oder einem Satz Einbaubohlensteuerungen
betätigt, um basierend auf der Stellung der Einbaubohle die Lage des Schwerpunkts
des Straßenfertigers zu verändern. Anstelle flüssiger Ballastmasse könnte ein festes
Ballastelement mittels eines Aktuators bewegt werden. Das bewegliche feste Ballastelement
könnte von an unterschiedlichen Positionen des Straßenfertigers angeordneten mechanischen
Ballasttragelementen getragen werden. Für das feste Ballastelement könnte der Aktuator
hydraulisch oder ausfahrbar sein.
[0003] Zweck des variablen Ballastsystems in einem Straßenfertiger ist es, für Einbauarbeitsfahrten
mit abgesenkter Einbaubohle ausreichende Traktion an der Hinterachse sicherzustellen,
und für Transportfahrten auf öffentlichen Straßen wahlweise die bei ausgehobener Einbaubohle
hohe Hinterachslast den Straßenverkehrsordnungs-Vorschriften zu verringern.
[0004] Weiterer Stand der Technik zu Straßenfertigern, der sich mit Verlagerungen des Schwerpunkts,
der Hinterachslaständerung, oder der Hinterachs-Traktion befasst, ist enthalten in
DE 299 20 556 U1 (wahlweise aktivierbare Vorrichtung zum teilweisen Entlasten der Hinterachse),
DE 195 13 195 A1 (Hinterachsentlastung durch Verlagerung der Einbaubohle in der ausgehobenen Stellung
nach vorne über die Verteilerschnecke),
FR 2 761 703 A (Entlastung der Hinterachse durch zusätzliche Abdrückrollen zwischen der Hinterachse
und der Einbaubohle),
US 3,584,547 A (variable Achslasten für jeweils zwei Vorderräder pro Seite des Straßenfertigers.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen baulich einfachen und funktionssicheren
Straßenfertiger anzugeben, der universell an unterschiedliche Fahrtbedingungen anpassbar
ist.
[0006] Die gestellte Aufgabe wird mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0007] Dank des verschiebbaren Metallzusatzgewichts im Rahmenrost lässt sich der Straßenfertiger
auf baulich einfache und funktionssichere Weise an unterschiedliche Fahrtbedingungen
anpassen. Wird z.B. am Betriebsartenwahlschalter die Transportfahrtstellung eingestellt,
damit der Straßenfertiger mit relativ hoher Geschwindigkeit auf öffentlichen Straßen
bewegt werden kann, lässt sich das Metallzusatzgewicht so verstellen, dass die Hinterachslast
die vorgeschriebenen Lastgrenzen nicht überschreitet, und gleichzeitig wegen höherer
Vorderachslast die Seitenführung des Straßenfertigers über die lenkbaren Vorderräder
verbessert ist. Wird der Schalter z.B. in die Einbaufahrtstellung geschaltet, damit
der Straßenfertiger mit außenordentlich geringer Einbaufahrtgeschwindigkeit auf der
Baustelle bewegt werden kann, kann das Metallzusatzgewicht nach hinten verschoben
werden, um die Hinterachslast so einzustellen, dass optimale Traktion an der Hinterachse
erzielt wird. Der als Rahmenrost ausgebildete Chassisrahmen zur Integration dieses
variablen Ballastsystems benötigt gegenüber bekannten und bewährten Chassiskonzepten
keine oder nur geringfügige Modifikationen. Das Metallzusatzgewicht lässt sich nach
Bedarf in beliebige unterschiedliche Verschiebepositionen innerhalb des Rahmenrosts
einstellen.
[0008] Die Kombination des als Rahmenrost mit zumindest Längs- und Querverstrebungen ausgebildeten
Chassisrahmens mit dem variablen Ballastsystem nutzt in idealer Weise die baulichen
Gegebenheiten im Rahmenrost zur strukturell einfachen Integration des Metallzusatzgewichtes
auf dem, unter dem oder innerhalb des Rahmenrosts.
[0009] Baulich einfach ist das Metallzusatzgewicht aus Stahlblech hergestellt, wie es beispielsweise
auch zur Erstellung des Rahmenrosts verwendet wird. Das Stahlblech kann, gegebenenfalls,
mit Schwermetall kombiniert werden, um schwere Massen auf kleinem Raum zu konzentrieren.
[0010] Zweckmäßig ist es ferner, zumindest zwei vorbestimmte unterschiedliche Verschiebepositionen
für das Stahlzusatzgewicht im Rahmenrost vorzusehen. Diese vorbestimmten Verschiebepositionen
werden zweckmäßig so gewählt, dass bei Transportfahrt auf öffentlichen Straßen die
Hinterachslast des Straßenfertigers den Vorschriften entsprechend begrenzt und die
Lenkbarkeit der Vorderräder verbessert werden, hingegen bei Einbau-Arbeitsfahrt genügend
Traktion im Hinterachsbereich erzielt wird, wenn der Straßenfertiger mit geringer
Einbauarbeitsfahrt-Geschwindigkeit auf der Baustelle bewegt wird.
[0011] Zweckmäßig ist sogar die eine vorbestimmte Verschiebeposition jeweils der Transportfahrtstellung
und die andere Verschiebeposition der Einbaufahrtstellung des Betriebsartenwahlschalters
zugeordnet. Hier kann eine Automatik vorgesehen werden, die sicherstellt, dass beim
Umschalten des Schalters und/oder falls der Schalter in der jeweiligen Stellung ist,
das Metallzusatzgewicht die richtige Verschiebeposition innerhalb des Rahmenrosts
einnimmt oder eingenommen hat.
[0012] Zweckmäßig befindet sich das Metallzusatzgewicht in der der Transportfahrtstellung
zugeordneten Verschiebeposition in Längsrichtung des Rahmenrosts näher beim Bunker,
hingegen in der der Einbaufahrtstellung zugeordneten Verschiebeposition näher bei
der Einbaubohle. Konkret könnte sich für die Transportfahrt das Metallzusatzgewicht
im Bereich wenigstens einer Vorderachse (bei zwei Vorderrädern pro Fertigerseite oberhalb
der Achsen der beiden Vorderräder) befinden, hingegen in der anderen Verschiebeposition
im Bereich wenigstens einer Hinterachse (im Falle zweier Hinterräder pro Fertigerseite
oberhalb der beiden Hinterachsen). Alternativ lässt sich das variable Ballastsystem
mit dieser Auslegung auch für einen Straßenfertiger mit einem Raupenfahrwerk oder
mit einer Kombination eines Raupenfahrwerks mit einem Räderfahrwerk verwenden.
[0013] Um sicherzustellen, dass trotz fahrbedingter Erschütterungen oder Seitenkräfte bzw.
Verzögerungen und Beschleunigungen das Metallzusatzgewicht die eingestellte Verschiebeposition
einhält, kann es zweckmäßig sein, das Metallzusatzgewicht zumindest in den vorbestimmten
Verschiebepositionen mechanisch zu verriegeln, zweckmäßig gegenüber dem Rahmenrost.
[0014] Bei einer baulich einfachen Ausführungsform umfasst der Aktuator einen Kettentrieb,
Spindeltrieb oder Hydrozylinder. Der Kettentrieb, Spindeltrieb oder Hydrozylinder
kann, vorzugsweise, zur selbsttätigen Verstellung des Metallzusatzgewichts jeweils
in die vorbestimmte Verschiebeposition betätigungsseitig mit dem Betriebsartenwahlschalter
in einer Verbindung stehen, über die Stellbefehle übertragen werden, so dass der Fahrzeugführer
nicht für die Verstellung des Metallzusatzgewichtes zu sorgen braucht, sondern das
Metallzusatzgewicht in die jeweils richtige Verschiebeposition gebracht wird, wenn
der Fahrzeugführer den Betriebsartenwahlschalter entsprechend betätigt. Dies soll
jedoch nicht ausschließen, eine gesonderte Betätigung des variablen Ballastsystems
vorzusehen, die vom Fahrzeugführer wahlweise aktiviert wird, wenn er den Schwerpunkt
des Straßenfertigers in Längsrichtung zu verstellen wünscht. Gegebenenfalls ist sogar
nur oder zusätzlich ein mechanischer Antrieb, z.B. mit einer Kurbel, einer Handpumpe,
oder dergleichen, vorgesehen, der es ermöglicht, das Metallzusatzgewicht auch bei
nicht betriebenem Straßenfertiger von Hand zu verstellen.
[0015] Auf baulich einfache Weise kann das Metallzusatzgewicht über in Führungsschienen
laufende Laufrollen abgestützt sein, wobei die Laufrollen entweder am Metallzusatzgewicht
oder am Rahmenrost angeordnet sind. Der Rahmenrost bietet ideale Voraussetzungen zum
Unterbringen speziell der Führungsschienen, weil gegebenenfalls Längsverstrebungen
des Rahmenrosts für diese Aufgabe mit herangezogen werden können.
[0016] Damit das Metallzusatzgewicht zumindest in den vorbestimmten Verschiebepositionen
für Transportfahrt oder Einbauarbeitsfahrt keine Eigenbewegungen relativ zum Rahmenrost
auszuführen vermag, ist es zweckmäßig, eine mechanische Zentrierung vorzusehen, beispielsweise
mit in Zentrieraufnahmen einfahrbaren Zentrierdornen am Metallzusatzgewicht oder am
Rahmenrost.
[0017] Baulich einfach kann das Metallzusatzgewicht in eine Kettentriebschlaufe montiert
werden, die über Umlenkräder und ein Antriebsrad verläuft, welches mit einem Antriebsmotor
gekoppelt ist, beispielsweise mit einem Hydromotor oder einem Elektromotor oder mit
einem Spindeltrieb kombiniert werden.
[0018] Schließlich ist bei einer zweckmäßigen Ausführungsform das Metallzusatzgewicht, mit
den Führungsschienen und dem Aktuator, vorzugsweise einem Kettentrieb, Spindeltrieb
oder Hydrozylinder, vollständig in den Rahmenrost integriert. Der Rahmenrost ist mit
dem variablen Ballastsystem als eine vorfertigbare Baugruppe gestaltbar. Dies soll
nicht ausschließen, schon fest konzipierte Rahmenroste nachträglich mit dem variablen
Ballastsystem nachzurüsten oder das Ballastsystem oben auf oder unter dem Rahmenrost
anzuordnen.
[0019] Anhand der Zeichnung wird eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Schemaseitenansicht eines Straßenfertigers mit einem variablen Ballastsys- tem,
- Fig. 2
- eine Frontansicht des Straßenfertigers von Fig. 1, und
- Fig. 3
- eine Schemadraufsicht auf einen Chassisrahmen des Straßenfertigers der Fig. 1 und
Fig. 2 mit integriertem variablem Ballastsystem.
[0020] Die Fig. 1, 2 und 3 verdeutlichen eine von verschiedenen möglichen Ausführungsformen
eines Straßenfertigers F mit einem variablen Ballastsystem V.
[0021] Der Straßenfertiger F in Fig. 1 weist als Fahrwerk 1 ein Radfahrwerk an einem Chassisrahmen
2 auf. Das Fahrwerk 1 umfasst pro Fertigerseite ein lenkbares Vorderrad 3 an einer
Vorderachse 4 und ein Hinterrad 5, das an einer Hinterachse 6 angetrieben ist. Gegebenenfalls
kann auch das Vorderrad 3 permanent oder wahlweise angetrieben werden. Bei einer nicht
gezeigten Alternative könnten pro Fertigerseite zwei Vorderräder 3 hintereinander
an einer Wippe angeordnet sein, und/oder zwei Hinterräder 5 an zwei Hinterachsen,
wobei zumindest ein Hinterrad oder beide Hinterräder angetrieben werden, und gegebenenfalls
permanent oder wahlweise auch zumindest eines der Vorderräder 3 (nicht gezeigt). Als
weitere Alternative könnte das Fahrwerk 1 ein Raupenfahrwerk, gegebenenfalls kombiniert
mit einem Radfahrwerk, umfassen.
[0022] Der Chassisrahmen 2 ist als Rahmenrost mit zumindest Längs- und Querverstrebungen
33, 34 (Fig. 3) und inneren Hohlräumen ausgebildet. Im Chassisrahmen 2 ist am Vorderende
des Straßenfertigers F ein Bunker 7 für Einbaumaterial angeordnet, der über Zylinder
21 verstellbare Bunkerwände 20 aufweisen kann. Hinter dem Bunker 7 ist ein Antriebsaggregat
9 auf dem Chassisrahmen 2 platziert. Dahinter befindet sich ein Führerstand 10 mit
einer Steuerkonsole 11, der ein Betriebsartenwahlschalter 12 zugeordnet ist. Mit dem
Schalter 12 kann der Fahrzeugführer den Straßenfertiger zwischen Transportfahrt auf
öffentlichen Straßen und mit relativ hoher Fahrgeschwindigkeit und Einbaufahrt auf
einer Baustelle mit sehr niedriger Einbaufahrtgeschwindigkeit umstellen. Hinter dem
Chassisrahmen 2 befindet sich zumindest eine Einbaubohle B, die über Zugholme 14 an
Anlenkstellen 13 des Chassisrahmens 2 angelenkt ist, wobei die Anlenkstellen 13 höhenverstellbar
sein können. Vom Bunker 7 erstreckt sich in dem Chassisrahmen 2 ein Längsförderer
8 zum hinteren Chassisrahmenende, an welchem eine Querverteilervorrichtung 16 montiert
ist. An den Zugholmen 14 (oder an der Einbaubohle B) sind Hydrozylinder 15 angeschlossen,
die sich entweder am Chassisrahmen 2 oder am Führerstand 10 auf dem Chassisrahmen
2 abstützen. Die Hydrozylinder 15 haben mehrere Aufgaben: Für eine Transportfahrt,
beispielsweise auf öffentlichen Straßen, wird die Einbaubohle B, wie in Fig. 1 gezeigt,
abgehoben und arretiert, wobei das relativ hohe Gewicht der Einbaubohle B die Hinterachse
6 zusätzlich belastet. Bei Einbauarbeitsfahrt wird die Einbaubohle B auf das Planum
bzw. das Einbaumaterial abgesenkt und schwimmend geschleppt (Schwimmstellung der Hydrozylinder
15), wobei das Gewicht der Einbaubohle B die Hinterachse 6 nicht mehr belastet, so
dass für die Hinterräder 5 genügend Traktion erforderlich ist, um den Schleppwiderstand
der Einbaubohle B überwinden zu können. Ferner kann die Einbaubohle gegebenenfalls
bei Einbauarbeitsfahrt über die Hydrozylinder 15 teilentlastet und/oder gegen Hochsteigen
hydraulisch blockiert werden.
[0023] Der Straßenfertiger F in Fig. 1 weist ein variables Ballastsystem V mit wenigstens
einem Metallzusatzgewicht 17 auf, das in Führungen 18 in Längsrichtung oberhalb, unterhalb,
oder wie gezeigt, innerhalb des Chassisrahmens 2, d.h. des Rahmenrosts, verschiebbar
ist, um bei Transportfahrt (wie in ausgezogenen Linien gezeigt) die Achslast an der
Vorderachse 4 zu erhöhen und die Achslast an der Hinterachse 6 zu reduzieren, oder
(gestrichelt angedeutet) bei Einbauarbeitsfahrt die Achslast an der Vorderachse 4
zu reduzieren und für ausreichende Traktion der Hinterräder 5 die Achslast an der
Hinterachse 6 zu erhöhen.
[0024] Das Metallzusatzgewicht 17 ist in zumindest zwei vorbestimmte Verschiebepositionen
im Chassisrahmen 2 bringbar (beispielsweise die beiden in Fig. 1 gezeigten Positionen
im Bereich der Vorderachse 4 oder im Bereich der Hinterachse 6), kann ggf. jedoch
auch in beliebig viele oder mehrere vorbestimmte Zwischenpositionen eingestellt werden.
Die hier zwei vorbestimmten Verschiebepositionen sind mit I und II hervorgehoben.
Zur Verstellung des Metallzusatzgewichtes 17, das aus Stahlblech hergestellt sein
kann, wie auch der Chassisrahmen 2, dient ein Aktuator 19, der, vorzugsweise, mit
dem Schalter 12 funktionell so verknüpft ist, dass dann die Verschiebeposition I des
Metallzusatzgewichtes 17 eingestellt wird, wenn oder nachdem der Schalter 12 in die
Transportfahrtstellung umgeschaltet wurde, oder die Verschiebeposition II eingestellt
wird, wenn oder nachdem der Schalter 12 in die Einbaufahrtstellung umgeschaltet worden
ist oder sich in dieser befindet. Alternativ oder additiv könnte der Aktuator 19 auch
über eine eigene Steuerung betätigt werden, die der Fahrzeugführer unabhängig von
der Betätigung des Schalters 12 aktivieren kann. Als weitere Alternative (oder zusätzlich)
ist es denkbar, das Metallzusatzgewicht 17 durch einen mechanischen/hydraulischen
Antrieb, z.B. über eine Kurbel oder mit einer Handpumpe, zu verstellen.
[0025] Fig. 2 zeigt in einer Vorderansicht des Straßenfertigers F von Fig. 1 die Bunkerwände
20 des Bunkers 7 in ausgezogenen Linien, beispielsweise für die Einbaufahrt, wobei
die Bunkerwände 20 über den Außenumriss des Chassisrahmens 2 vorstehen. In gestrichelten
Linien sind die Bunkerwände 20 in eingeklappten Positionen dargestellt, um die Transportbreite
für Transportfahrt zu minimieren. Das variable Ballastsystem V ist so angeordnet,
dass sich das Metallzusatzgewicht 17 zwischen den Vorderrädern 3 und den Hinterrädern
5, beispielsweise unterhalb der Ebene des Bodens des Bunkers 7 befindet. Die Führungen
18 für das Metallzusatzgewicht 17 können Führungsschienen 23 sein, in welchen am Metallzusatzgewicht
17 montierte Laufrollen 22 geführt werden. Die Führungsschienen 23 können beispielsweise
Längsverstrebungen 33 des Rahmenrosts sein, der den Chassisrahmen 2 bildet (Fig. 3).
Das Metallzusatzgewicht 17, das aus Stahlblech hergestellt sein kann, kann durch Schwermetalleinsätze
ergänzt sein.
[0026] In Fig. 3 ist eine Ausführungsform des variablen Ballastsystems V im Chassisrahmen
2 angedeutet. Die am Metallzusatzgewicht 17 angeordneten, seitlichen Laufrollen 22
laufen in Führungsschienen 23. An den vorderen und hinteren Enden des Metallzusatzgewichts
17 können Zentrierbolzen 29 vorstehen, die zumindest in der jeweiligen vorbestimmten
Verschiebeposition I oder II in Zentrieraufnahmen 30 einfahren, um das Metallzusatzgewicht
17 zu zentrieren. Die Zentrieraufnahmen 30 können mit Anschlägen 33 ferner die vorbestimmten
Verschiebepositionen I, II definieren. Ferner ist es möglich, das Metallzusatzgewicht
in der jeweils vorbestimmten Verschiebeposition I oder II mechanisch zu verriegeln,
beispielsweise über verstellbare Verriegelungselemente 31 der Zentrieraufnahmen 30
und Gegenaufnahmen 32, beispielsweise in den Zentrierdornen 29.
[0027] Zum Verschieben des Metallzusatzgewichtes 17 dient in Fig. 3 als Aktuator 19 ein
Kettentrieb 27, wobei das Metallzusatzgewicht 17 in eine Kettentriebschlaufe 26 eingesetzt
ist, die über Umlenkrollen 28 im Rahmenrost verläuft, und auch über ein Antriebsrad
24, das mit einem Antriebsmotor 25 (Elektromotor oder Hydromotor) gekoppelt ist. Der
Antriebsmotor 25 ist, vorzugsweise, mit dem Schalter 12 in Stellbefehle übertragender
Verbindung. Für den Schalter 12 sind in Fig. 3 beispielsweise die beiden Schaltstellungen:
Transportfahrt und Einbaufahrt, angedeutet. Um das Metallzusatzgewicht 17 automatisch
in die jeweils richtige Verschiebeposition I oder II zu verstellen, kann der Antriebsmotor
25 beim Umschalten des Schalters 12 oder nachdem dieser umgeschaltet worden ist, betätigt
werden. Die Führungsschienen 23 könnten Längsverstrebungen des Rahmenrostes sein,
und/oder durch Querverstrebungen 34 (zusätzliche oder des Rahmenrosts) abgestützt,
oder an Längsverstrebungen 33 angeordnet sein. Die Führungsschienen 23 können sich
auf, oberhalb, unter, unterhalb oder innerhalb des Rahmenrostes befinden.
[0028] Das variable Ballastsystem V gemäß Fig. 3 könnte auch vollständig in den Rahmenrost
integriert sein, z.B. in einer vorfertigbaren Baueinheit, derart, dass nur mehr der
Antriebsmotor 5 in Verbindung mit dem Schalter 12 gebracht zu werden braucht, sobald
der Straßenfertiger auf dem Rahmenrost aufgebaut worden ist.
[0029] Bei einer nicht gezeigten Alternative könnte das Metallzusatzgewicht 17 auch durch
mindestens einen Spindeltrieb oder einen Hydrozylinder grundsätzlich und/oder zumindest
zwischen den vorbestimmten Verschiebepositionen I und II verstellt und in diesen beispielsweise
hydraulisch blockiert werden. Ferner ist bei allen Ausführungsformen möglich, das
Metallzusatzgewicht 17 in beliebigen und/oder vorbestimmten Zwischenstellungen zwischen
den vorbestimmten Verschiebepositionen I und II einzustellen.
1. Straßenfertiger (F), mit einem an einem Chassisrahmen (2) angeordneten Fahrwerk (1),
insbesondere einem Radfahrwerk (1), einem Bunker (7) für Einbaumaterial, einem Längsförderer
(8), einer Antriebsquelle (9) und einem Führerstand (10) an dem Chassisrahmen (2),
einem zumindest zwischen einer Transportfahrtstellung und einer Einbaufahrtstellung
umschaltbaren Betriebsartenwahlschalter (12), einer hinten am Chassisrahmen (2) eingeschlossenen
Einbaubohle (B), die relativ zum Chassisrahmen zwischen einer abgesenkten Einbauposition
und einer ausgehobenen Transportposition verstellbar ist, und einem variablen Ballastsystem
(V) mit einer zumindest in Längsrichtung des Chassisrahmens (2) mittels eines Aktuators
(19) verstellbaren Ballastmasse, dadurch gekennzeichnet, dass der Chassisrahmen (2) als Rahmenrost mit zumindest Längs- und Querverstrebungen (33,
34) ausgebildet ist, und dass als Ballastmasse zumindest ein Metallzusatzgewicht (17)
in wenigstens einer Führung (8) unter dem, unterhalb, auf dem, oberhalb oder innerhalb
des Rahmenrosts verschiebbar angeordnet ist.
2. Straßenfertiger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Metallzusatzgewicht (17) aus Stahlblech besteht.
3. Straßenfertiger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei oder auch mehrere vorbestimmte, unterschiedliche Verschiebepositionen
(I, II) für das Metallzusatzgewicht (17) vorgesehen sind.
4. Straßenfertiger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verschiebeposition (I) der Transportfahrtstellung und eine weitere Verschiebeposition
(II) der Einbaufahrtstellung des Schalters (12) zugeordnet sind, und dass, vorzugsweise,
das Metallzusatzgewicht (17) automatisch in Abhängigkeit von der Umschaltung und/oder
Schaltstellung des Schalters (12) in eine der vorbestimmten Verschiebepositionen (I,
II) bringbar ist.
5. Straßenfertiger nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die der Transportfahrtstellung zugeordnete Verschiebeposition (I) in Längsrichtung
des Rahmenrosts näher beim Bunker (7) und die der Einbaufahrtstellung zugeordnete
Verschiebeposition (II) näher bei der Einbaubohle (B) befinden.
6. Straßenfertiger nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich die der Transportfahrtstellung zugeordnete Verschiebeposition (I) im Bereich
wenigstens einer Vorderachse (4) und die der Einbaufahrtstellung zugeordnete Verschiebeposition
im Bereich wenigstens einer Hinterachse (6) des Fahrwerks (1) befinden.
7. Straßenfertiger nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Metallzusatzgewicht (17) zumindest in den vorbestimmten Verschiebepositionen
(I, II), vorzugsweise gegenüber dem Rahmenrost, mechanisch verriegelt ist.
8. Straßenfertiger nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktuator (19) einen Kettentrieb, einen Spindeltrieb oder wenigstens einen Hydrozylinder
(27) umfasst, der, vorzugsweise, zur automatischen Verstellung des Metallzusatzgewichts
(17) in die vorbestimmten Verschiebepositionen (I, II) betätigungsseitig mit dem Schalter
(12) in Stellbefehle übertragender Verbindung ist.
9. Straßenfertiger nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Metallzusatzgewicht (17) über in Führungsschienen (23) laufende Laufrollen (22)
abgestützt ist, wobei entweder die Laufrollen (22) oder die Führungsschienen (23)
am Metallzusatzgewicht (17) angeordnet sind.
10. Straßenfertiger nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Metallzusatzgewicht (17) zumindest in den vorbestimmten Verschiebepositionen
(I, II) zusätzlich zentriert ist, vorzugsweise mittels in Verschieberichtung orientierter,
in Zentrieraufnahmen (30) einfahrbarer Zentrierdorne (29) am Metallzusatzgewicht (17)
oder am Rahmenrost.
11. Straßenfertiger nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Metallzusatzgewicht (17) in einer Kettentriebsschlaufe (26) montiert ist, die
über Umlenkräder (28) und wenigstens ein Antriebsrad (24) verläuft, das mit einem
Antriebsmotor (25), insbesondere einem Hydromotor oder einem Elektromotor, gekoppelt
ist.
12. Straßenfertiger nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Metallzusatzgewicht (17), die Führungsschienen (23) und der Aktuator (19), vorzugsweise
der Kettentrieb, der Spindeltrieb oder der Hydrozylinder, innen in den Rahmenrost
integriert sind.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Straßenfertiger (F), mit einem an einem Chassisrahmen (2) angeordneten Fahrwerk (1),
insbesondere einem Radfahrwerk (1), einem Bunker (7) für Einbaumaterial, einem Längsförderer
(8), einer Antriebsquelle (9) und einem Führerstand (10) an dem Chassisrahmen (2),
einem zumindest zwischen einer Transportfahrtstellung und einer Einbaufahrtstellung
umschaltbaren Betriebsartenwahlschalter (12), einer hinten am Chassisrahmen (2) eingeschlossenen
Einbaubohle (B), die relativ zum Chassisrahmen zwischen einer abgesenkten Einbauposition
und einer ausgehobenen Transportposition verstellbar ist, und einem variablen Ballastsystem
(V) mit einer zumindest in Längsrichtung des Chassisrahmens (2) mittels eines Aktuators
(19) verstellbaren Ballastmasse, dadurch gekennzeichnet, dass der Chassisrahmen (2) als Rahmenrost mit zumindest Längs- und Querverstrebungen (33,
34) ausgebildet ist, dass als Ballastmasse zumindest ein Metallzusatzgewicht (17)
aus Stahlblech in wenigstens einer Führung (8) unter dem, unterhalb, auf dem, oberhalb
oder innerhalb des Rahmenrosts verschiebbar angeordnet ist, dass zumindest zwei oder
auch mehrere vorbestimmte, unterschiedliche Verschiebepositionen (I, II) für das Metallzusatzgewicht
(17) vorgesehen sind, das zumindest in den vorbestimmten Verschiebepositionen (I,
II) gegenüber dem Rahmenrost mechanisch verriegelt und zusätzlich zentriert ist.
2. Straßenfertiger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verschiebeposition (I) der Transportfahrtstellung und eine weitere Verschiebeposition
(II) der Einbaufahrtstellung des Betriebsartenwahlschalters (12) zugeordnet sind,
und dass, vorzugsweise, das Metallzusatzgewicht (17) automatisch in Abhängigkeit von
der Umschaltung und/oder Schaltstellung des Betriebsartenwahlschalters (12) in eine
der vorbestimmten Verschiebepositionen (I, II) bringbar ist.
3. Straßenfertiger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die der Transportfahrtstellung zugeordnete Verschiebeposition (I) im Bereich
wenigstens einer Vorderachse (4) und die der Einbaufahrtstellung zugeordnete Verschiebeposition
im Bereich wenigstens einer Hinterachse (6) des Fahrwerks (1) befinden.
4. Straßenfertiger nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktuator (19) einen Kettentrieb, einen Spindeltrieb oder wenigstens einen Hydrozylinder
(27) umfasst, der, vorzugsweise, zur automatischen Verstellung des Metallzusatzgewichts
(17) in die vorbestimmten Verschiebepositionen (I, II) betätigungsseitig mit dem Betriebsartenwahlschalter
(12) in Stellbefehle übertragender Verbindung ist.
5. Straßenfertiger nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Metallzusatzgewicht (17) über in Führungsschienen (23) laufende Laufrollen (22)
abgestützt ist, wobei entweder die Laufrollen (22) oder die Führungsschienen (23)
am Metallzusatzgewicht (17) angeordnet sind.
6. Straßenfertiger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Metallzusatzgewicht (17) mittels in Verschieberichtung orientierter, in Zentrieraufnahmen
(30) einfahrbarer Zentrierdorne (29) am Metallzusatzgewicht (17) oder am Rahmenrost
zusätzlich zentrierbar ist.
7. Straßenfertiger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Metallzusatzgewicht (17) in einer Kettentriebsschlaufe (26) montiert ist, die
über Umlenkräder (28) und wenigstens ein Antriebsrad (24) verläuft, das mit einem
Antriebsmotor (25), insbesondere einem Hydromotor oder einem Elektromotor, gekoppelt
ist.
8. Straßenfertiger nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Metallzusatzgewicht (17), die Führungsschienen (23) und der Aktuator (19), vorzugsweise
der Kettentrieb, der Spindeltrieb oder der Hydrozylinder, innen in den Rahmenrost
integriert sind.