| (19) |
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(11) |
EP 2 323 918 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.02.2012 Patentblatt 2012/05 |
| (22) |
Anmeldetag: 30.07.2009 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2009/059906 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2010/018077 (18.02.2010 Gazette 2010/07) |
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| (54) |
BLISTERVERPACKUNG
BLISTER PACK
EMBALLAGE À BLISTER
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
11.08.2008 EP 08162175
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.05.2011 Patentblatt 2011/21 |
| (73) |
Patentinhaber: Boehringer Ingelheim International GmbH |
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55216 Ingelheim am Rhein (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- KURTZE, Stephan
55216 Ingelheim am Rhein (DE)
- LUSTENBERGER, Stefan
55216 Ingelheim am Rhein (DE)
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| (74) |
Vertreter: Hammann, Heinz et al |
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Boehringer Ingelheim GmbH
CD-Patents
Binger Straße 173 55216 Ingelheim am Rhein 55216 Ingelheim am Rhein (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-2007/009127 DE-U1- 20 314 741
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DE-A1-102004 062 864
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- PACO PHARMACEUTICAL SERVICES ET AL: "Child resistant blister package (Paco Pharmaceutical
Services, Inc)" RESEARCH DISCLOSURE, MASON PUBLICATIONS, HAMPSHIRE, GB, Bd. 372, Nr.
28, 1. April 1995 (1995-04-01), XP007120319 ISSN: 0374-4353
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Blisterverpackung mit einer Bodenfolie und einer
Deckfolie zur Ausbildung mehrerer durch Perforationen voneinander separierbarer Folienbehälter
mit jeweils einer Aufnahmekammer für ein Füllgut, insbesondere eine pharmazeutische
Wirkstoffformulierung, wobei die Aufnahmekammern am peripheren Umfang der Blisterverpackung
angeordnet sind.
[0002] Im Weiteren bezieht sich die Erfindung auf eine Blisterverpackung mit einer Bodenfolie
und einer Deckfolie zur Ausbildung mehrerer durch Perforationen voneinander separierbarer
Folienbehälter mit jeweils einer Aufnahmekammer für ein Füllgut, insbesondere eine
pharmazeutische Wirkstoffformulierung, wobei die viereckförmigen Folienbehälter matrixförmig
angeordnet sind.
WO 2007/009127A offenbart eine Blisterpackung gemäß den Öberbegriffender Ansprüche 1 und 6.
[0003] Folienbehälter dienen unter anderem dazu, pharmazeutische Wirkstoffformulierungen
vor Umwelteinflüssen von außen zu schützen, die unter Umständen die pharmazeutische
Qualität der Wirkstoffformulierung beeinflussen können, und bestehen in der Regel
aus einer Deckfolie und einer Bodenfolie, wobei in der Bodenfolie Kavitäten für das
Füllgut ausgebildet sind. Die Deckfolie und die Bodenfolie können aus einer oder mehreren
Schichten verschiedener oder gleicher Materialien aufgebaut sein. Die Deckfolie wird
mit der Bodenfolie z.B. durch Kleben, Schweißen oder Versiegeln abgedichtet verbunden.
Die Deckfolie und/oder die Bodenfolie sind in der Regel als Metall- und/oder Kunststoff-
und/oder Papierfolie ausgebildet. Diese Materialien können in mehreren Schichten vorhanden
sein. Typische Metallfolien umfassen beispielsweise Aluminiumfolien und Aluminiumverbundfolien,
die aus Aluminium und z.B. einem Kunststoff gefertigt sind. Als Material für die Kunststofffolien
kann Polyvinylchlorid (PVC) Cycloolefin-Copolymer (COC), Polychlortrifluorethylen
(PCFE), Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyethylenterephtalat (PET), Polycarbonat
(PC), Polyester (UP), Polyacrylat, Polyamid (PA) oder ein anderer Kunststoff oder
eine mehrschichtige Kunststoffverbundfolie, beispielsweise bestehend aus einer Kombination
von Polychlortrifluorethylen (PCTFE), das insbesondere unter dem für die Honeywell
International, Inc. geschützten Handelsnamen Aclar® bekannt ist, mit Polyvinylchlorid
(PVC) oder Polyvinylchlorid (PVC) mit Polyvinylidenchlorid (PVdC), verwendet werden.
Häufig besteht ein Folienbehälter bzw. Blister aus einer Deckfolie aus Aluminium,
die die Bodenfolie zur Aufnahme des pharmazeutischen Produktes bzw. Wirkstoffes verschließt.
Diese tiefgezogene Bodenfolie kann ebenfalls eine Aluminiumfolie umfassen, um den
Eintritt von Wasser in die Kavität zur Aufnahme des pharmazeutischen Produktes zu
verhindern. Zur Schaffung einer weiteren Diffusionsbarriere bzw. zur Erhöhung der
mechanischen Stabilität des Blisters kann optional die Aluminiumfolie der Bodenfolie
aber auch die Deckfolie ein oder beidseitig mit weiteren Kunststoff- und/oder Papierfolien
bedeckt sein.
[0004] In einigen Staaten werden Vorschriften zur kindersicheren Verpackung von medizinischen
Produkten in Erwägung gezogen oder existieren bereits, um insbesondere Arzneimittel,
die eine toxische Wirkung aufweisen bzw. bei einer unsachgerechten Verwendung ein
verhältnismäßig hohes gesundheitliches Risiko darstellen, für Kinder schwer zugänglich
zu machen.
[0005] Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Folienbehälter der eingangs genannten Art zu
schaffen, bei dem die Entnahme eines Füllgutes durch die Formgebung des Folienbehälters
vorgegeben ist und der eine hohe Kindersicherheit aufweist.
[0006] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass das Zentrum der Blisterverpackung
durch einen heraustrennbaren Folienabschnitt gebildet ist, nach dessen Entfernen ein
Öffnungsbereich zum Öffnen der Aufnahmekammer vorhanden ist.
[0007] Aufgrund dieser Maßnahmen ist es erforderlich, zunächst den Folienabschnitt aus dem
mittleren Bereich der Blisterverpackung heraustrennen, um nachfolgend auf den Öffnungsbereich
der einzelnen Folienbehälter zugreifen zu können und die entsprechende Aufnahmekammer
zur Entnahme des Füllgutes zu öffnen. Durch die Vielzahl der Handhabungsschritte ist
eine zusätzliche Kindersicherung für die Blisterverpackung bereitgestellt, denn die
Art der Öffnung der Aufnahmekammer ist unüblich und damit für ein Kind erschwert.
Ein Erwachsener kann dahingegen die Vorgänge zur Öffnung der Aufnahmekammer leicht
erfassen und bewerkstelligen.
[0008] Im Rahmen der Erfindung ist unter dem Begriff "Perforation" sowohl eine tatsächliche
Durchstanzung eines Materials oder mehrerer Materiallagen oder -schichten der Blisterverpackung
als auch eine Materialverdünnung, Knicklinie, Falzlinie, Prägemarkierung oder dergleichen
zu verstehen. Derartige Perforationen können bei der Herstellung der Blisterverpackung
maschinell erzeugt werden, um das Abreißen oder Trennen einzelner Folienbehälter zu
ermöglichen.
[0009] Um das Heraustrennen des Folienabschnittes aus der Blisterverpackung zu vereinfachen,
ist zweckmäßigerweise dem Folienabschnitt eine kreisförmig um diesen verlaufende Perforation
zugeordnet.
[0010] Damit ein Nutzer auch einen Teil der Blisterverpackung mit sich führen kann, sind
die Folienbehälter segmentweise separierbar.
[0011] Bevorzugt verläuft die Perforation zwischen den Folienbehältern nicht bis zum äußeren
Umfang der Blisterverpackung. Somit ist ein auch unbeabsichtigtes Einreißen oder Abtrennen
des Folienbehälters entlang der Perforationen vom Rand bzw. Umfang der Blisterverpackung
her wirkungsvoll vermieden. Dadurch kann ein Nutzer den Folienbehälter nur vom Zentrum
aus abtrennen, um auf die Aufnahmekammer zugreifen zu können bzw. den Folienbehälter
von der restlichen Blisterverpackung abzutrennen.
[0012] In Ausgestaltung sind die Folienbehälter mit der Außenkontur eines Vielecks, Kreises
oder Ovals zueinander angeordnet. Durch die Anordnung lässt sich eine Vielzahl von
Folienbehältern zu einer Blisterverpackung zusammensetzen, wobei jeder Folienbehälter
nur vom Zentrum aus zu öffnen ist.
[0013] Alternativ wird die Aufgabe nach der Erfindung bei einer Blisterverpackung mit einer
Bodenfolie und einer Deckfolie zur Ausbildung mehrerer durch Perforationen voneinander
separierbarer Folienbehälter mit jeweils einer Aufnahmekammer für ein Füllgut, insbesondere
eine pharmazeutische Wirkstoffformulierung, wobei die viereckförmigen Folienbehälter
matrixförmig angeordnet sind, dadurch gelöst, dass die Folienbehälter spiralförmig
separierbar sind, wobei zwischen jeweils zwei benachbarten Folienbehältern bereichsweise
die Perforation und im Bereich der Perforation ein Öffnungsbereich zur Entnahme des
Füllgutes aus der Aufnahmekammer vorhanden ist.
[0014] Durch die spiralförmige Anordnung der Folienbehälter und damit auch der Aufnahmekammern
ist eine Reihenfolge der Öffnung bzw. der Trennung der einzelnen Aufnahmekammern,
die jeweils mit einer pharmazeutischen Wirkstoffformulierung befüllt sind, vorgegeben.
Die Folienbehälter müssen nach einer bestimmten Reihenfolge, die eine Spirale ergibt,
separiert werden, damit der Nutzer an den Öffnungsbereich gelangt. Die Spiralform
wird beispielsweise durch entsprechende nicht perforierte Bereiche zwischen den Folienbehältern
sichergestellt. Selbstverständlich ist an jeden Folienbehälter nur ein Öffnungsbereich
vorgesehen. Durch die unübliche Handhabung ist eine Kindersicherung realisiert, denn
die Art der Öffnung der Aufnahmekammer ist unüblich und damit für ein Kind erschwert.
Ein Erwachsener kann dahingegen die Vorgänge zur Öffnung der Aufnahmekammer leicht
erfassen und bewerkstelligen.
[0015] Nach einer Weiterbildung ist der Öffnungsbereich als eine Anfasslasche zum Abziehen
der Deckfolie ausgebildet. Die Deckfolie ist in dem Öffnungsbereich nicht vollflächig
mit der Bodenfolie verbunden oder weniger fest gesiegelt. Somit kann die Deckfolie,
die relativ lose auf der Bodenfolie aufliegt oder relativ einfach von der Bodenfolie
abziehbar ist, in dem Öffnungsbereich zum Öffnen der Aufnahmekammer und zur Entnahme
des Füllgutes leicht von einem Nutzer von der Bodenfolie abgehoben und abgezogen oder
abgerissen werden, um auf das Füllgut in der Aufnahmekammer zugreifen zu können.
[0016] Alternativ weist der Öffnungsbereich eine Kerbe oder einen Schnitt als Schwächung
der Bodenfolie und/oder der Deckfolie auf. Zweckmäßigerweise verläuft die Kerbe bzw.
der Schnitt von einem Randbereich des Folienbehälters mittig in Richtung zur Aufnahmekammer.
Entlang der Kerbe oder des Schnittes ist der Folienbehälter zur Entnahme des Füllgutes
bis zur Aufnahmekammer aufzureißen.
[0017] Selbstverständlich kann die Blisterverpackung mit entsprechenden Beschriftungen oder
Aufdrucken versehen sein kann, die aus Ziffern, Wochentagsangaben oder dergleichen
bestehen, um die richtige Reihenfolge der Entnahme des Füllgutes aus den Aufnahmekammern
zu verdeutlichen.
[0018] Bevorzugt besteht die Bodenfolie aus Kunststoff, Aluminium oder einem Verbund dieser
Werkstoffe. Die Formgebung, Größe und Anzahl der jeweiligen Kavitäten der Aufnahmekammern
in der Bodenfolie ist auf das aufzunehmende Füllgut, wie beispielsweise eine Tablette
oder dergleichen, abgestimmt. Natürlich kann eine einzige Blisterverpackung eine Vielzahl
von Folienbehältern mit der entsprechenden Anzahl Aufnahmekammern umfassen. Die Bodenfolie
ist beispielsweise auf der dem Füllgut zugewandten Seite aus einer ca. 60 µm dicken
Schicht aus Polyvinylchlorid (PVC), auf die eine ca. 45 µm dicke Aluminiumfolie folgt,
die wiederum mit einer ca. 25 µm dicken Folie aus einem orientierten Polyamid (oPA)
verbunden ist, gefertigt.
[0019] Vorteilhafterweise ist die Deckfolie eine AluminiumVerbundfolie, die beispielsweise
auf der dem Füllgut zugewandten Seite aus einer ca. 20 µm dicken Aluminiumfolie und
einer damit verbundenen ca. 23 µm dicken Folie aus einem Polyethylenterephtalat (PET)
besteht. Selbstverständlich können die Bodenfolie und die Deckfolie auch identisch
sein oder aus anderen Materialien gefertigt werden.
[0020] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen verwendbar sind. Der Rahmen der Erfindung ist nur durch die Ansprüche
definiert.
[0021] Die Erfindung wird im Folgenden anhand mehrerer Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme
auf die zugehörige Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
- Fig.1
- eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Blisterverpackung,
- Fig.2
- eine Draufsicht auf einen alternativen Folienbehälter der Blisterverpackung nach Fig.
1 und
- Fig.3
- eine Draufsicht auf eine Blisterverpackung in alternativer Ausgestaltung.
[0022] Die mehrere Folienbehälter 1 aufweisende Blisterverpackung 7 umfasst eine Bodenfolie
mit Kavitäten 8 und eine Deckfolie, die in geeigneter Weise, vorzugsweise durch einen
Heißsiegellack, mit der Bodenfolie verbunden ist, um im Bereich der Kavitäten 8 geschlossene
Aufnahmekammern 2 für jeweils mindestens ein Füllgut, insbesondere eine pharmazeutische
Wirkstoffformulierung, zu bilden.
[0023] Nach Fig. 1 sind bei der Blisterverpackung 7 die einzelnen Folienbehälter 1 in Form
eines Vielecks zueinander angeordnet und die einzelnen Aufnahmekammern 2 befinden
sich am peripheren Umfang der Blisterverpackung 7. Im Zentrum der Blisterverpackung
7 ist ein Folienabschnitt 4 angeordnet, in dem keine Aufnahmekammer 2 ausgebildet
ist und der durch eine im Wesentlichen kreisförmige Perforation 3 aus der Blisterverpackung
7 heraustrennbar ist. An den Folienabschnitt 4 schließen sich definierte Öffnungsbereiche
5 zum Öffnen der Aufnahmekammern 2 der segmentförmigen Folienbehälter 1 an. Die einzelnen
Folienbehälter 1 sind durch Perforationen 10, die von der Perforation 3 abgehen, voneinander
trennbar, wobei sich die Perforationen 10 zwischen den Folienbehältern 1 nicht bis
zum Umfang der Blisterverpackung 7 erstrecken, damit ein Abtrennen der Folienbehälter
1 von außen schwer und aus der Richtung des Zentrums nach dem Entfernen des Folienabschnittes
4 leicht zu bewerkstelligen ist.
[0024] Zum Öffnen der Aufnahmekammern 2 der Folienbehälter 1 muss zunächst der Folienabschnitt
4 im Zentrum der Blisterverpackung 7 entlang der Perforation 3, die um seinen Umfang
durchgehend ausgebildet ist, herausgetrennt werden. Nachfolgend kann ein Nutzer der
Blisterverpackung 7 die Folienbehälter 1 durch Auftrennen der sternförmig verlaufenden
Perforationen 10 von einander trennen, wodurch das Öffnen der Aufnahmekammern 2 wesentlich
erleichtert ist. Der Öffnungsbereich 5 ist als eine Anfasslasche 9 zum Abziehen der
Deckfolie von der Bodenfolie ausgebildet, wobei die Deckfolie in dem Öffnungsbereich
5 nicht vollflächig mit der Bodenfolie verbunden oder weniger fest gesiegelt ist.
[0025] Bei der alternativen Ausführung des Folienbehälters 1 ist gemäß Fig. 2 in dem Öffnungsbereich
5 ein Schnitt 6 als Schwächung der Bodenfolie und der Deckfolie und damit als Aufreißhilfe
vorgesehen, der von einem in das Zentrum der Blisterverpackung 7 weisenden Randbereich
des Folienbehälters 1 mittig in Richtung der Aufnahmekammer 2 verläuft. Zur Entnahme
des Füllgutes reißt der Nutzer den Folienbehälter 1 bis zur Aufnahmekammer 2 auf.
[0026] Nach Fig. 3 sind bei der alternativen Blisterverpackung 7 viereckförmige Folienbehälter
1 matrixförmig angeordnet, die spiralförmig separierbar sind. Zwischen jeweils zwei
benachbarten Folienbehältern 1 ist bereichsweise eine Perforation 11 und im Bereich
der Perforation 11 der Öffnungsbereich 5 zur Entnahme des Füllgutes aus der Aufnahmekammer
2 vorhanden, wobei der Öffnungsbereich 5, wie zuvor erläutert, ausgebildet sein kann.
In einigen Bereichen der Blisterverpackung 7 ist zwischen den Folienbehältern 1 keine
Perforation 11 vorhanden, um das spiralförmige Separieren sicherzustellen. In den
Bereichen ohne Perforation 11 kann eine Materialschwächung der Bodenfolie und der
Deckfolie ausgebildet sein, um das Abtrennen der Folienbehälter 1 zwar zu erschweren,
aber dennoch zu ermöglichen. Zur Veranschaulichung der Reihenfolge der Entnahme der
einzelnen Folienbehälter 1 ist die Blisterverpackung 7 mit Ziffern 1 bis 30 entsprechend
bedruckt.
1. Blisterverpackung mit einer Bodenfolie und einer Deckfolie zur Ausbildung mehrerer
durch Perforationen (10) voneinander separierbarer Folienbehälter (1) mit jeweils
einer Aufnahmekammer (2) für ein Füllgut, insbesondere eine pharmazeutische Wirkstoffformulierung,
wobei die Aufnahmekammern (2) am peripheren Umfang der Blisterverpackung (7) angeordnet
sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Zentrum der Blisterverpackung (7) durch einen heraustrennbaren Folienabschnitt
(4) gebildet ist, nach dessen Entfernen ein Öffnungsbereich (5) zum Öffnen der Aufnahmekammer
(2) vorhanden ist.
2. Blisterverpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Folienabschnitt (4) eine kreisförmig um diesen verlaufende Perforation (3) zugeordnet
ist.
3. Blisterverpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Folienbehälter (1) segmentweise separierbar sind.
4. Blisterverpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Perforation (10) zwischen den Folienbehältern (1) nicht bis zum äußeren Umfang
der Blisterverpackung (7) verläuft.
5. Blisterverpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Folienbehälter (1) mit der Außenkontur eines Vielecks, Kreises oder Ovals zueinander
angeordnet sind.
6. Blisterverpackung mit einer Bodenfolie und einer Deckfolie zur Ausbildung mehrerer
durch Perforationen (11) voneinander separierbarer Folienbehälter (1) mit jeweils
einer Aufnahmekammer (2) für ein Füllgut, insbesondere eine pharmazeutische Wirkstoffformulierung,
wobei die viereckförmigen Folienbehälter (1) matrixförmig angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Folienbehälter (1) spiralförmig separierbar sind, wobei zwischen jeweils zwei
benachbarten Folienbehältern (1) bereichsweise die Perforation (11) und im Bereich
der Perforation (11) ein Öffnungsbereich (5) zur Entnahme des Füllgutes aus der Aufnahmekammer
(2) vorhanden ist.
7. Blisterverpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Öffnungsbereich (5) als eine Anfasslasche (9) zum Abziehen der Deckfolie ausgebildet
ist.
8. Blisterverpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Öffnungsbereich (5) eine Kerbe oder einen Schnitt (6) als Schwächung der Bodenfolie
und/oder der Deckfolie aufweist.
9. Blisterverpackung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Kerbe bzw. der Schnitt (6) von einem Randbereich des Folienbehälters (1) mittig
in Richtung zur Aufnahmekammer (2) verläuft.
10. Blisterverpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeichnet durch Beschriftungen oder Aufdrucke, die aus Ziffern, Wochentagsangaben oder dergleichen
bestehen.
11. Blisterverpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenfolie aus Kunststoff, Aluminium oder einem Verbund dieser Werkstoffe besteht.
12. Blisterverpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckfolie eine Aluminium-Verbundfolie ist.
1. Blister pack having a bottom film and a top film for forming a plurality of film containers
(1), which through perforations (10) can be separated from one another, each having
one accommodating chamber (2) for a filling, particularly a pharmaceutical active
substance formulation, the accommodating chambers (2) being arranged around the peripheral
boundary of the blister pack (7), characterised in that the centre of the blister pack (7) is formed by a detachable film section (4), after
the removal of which an opening region (5) is available for opening the accommodating
chamber (2).
2. Blister pack according to claim 1, characterised in that associated with the film section (4) is a perforation (3) that runs in a circle around
it.
3. Blister pack according to claim 1, characterised in that the film containers (1) can be separated into segments.
4. Blister pack according to one of claims 1 to 3, characterised in that the perforation (10) between the film containers (1) does not extend right up to
the outer periphery of the blister pack (7).
5. Blister pack according to one of claims 1 to 4, characterised in that the film containers (1) are arranged relative to one another with the outer contour
of a polygon, circle or oval.
6. Blister pack having a bottom film and a top film for forming a plurality of film containers
(1) that can be separated from one another by perforations (11), each having one accommodating
chamber (2) for a filling, particularly a pharmaceutical active substance formulation,
the quadrilateral film containers (1) being arranged to form a matrix, characterised in that the film containers (1) can be separated in a spiral configuration, while between
pairs of adjacent film containers (1) the perforation (11) is provided in certain
areas, and in the region of the perforation (11) an opening region (5) is provided
for removing the filling from the accommodating chamber (2).
7. Blister pack according to one of claims 1 to 6, characterised in that the opening region (5) is configured as a gripping tab (9) for pulling off the top
film.
8. Blister pack according to one of claims 1 to 6, characterised in that the opening region (5) has a notch or a cut (6) as a weakened area in the bottom
film and/or top film.
9. Blister pack according to claim 8, characterised in that the notch or the cut (6) extends centrally from an edge region of the film container
(1) towards the accommodating chamber (2).
10. Blister pack according to one of claims 1 to 9, characterised by inscriptions or print consisting of numbers, information relating to days of the
week or the like.
11. Blister pack according to one of claims 1 to 10, characterised in that the bottom film consists of plastics, aluminium or a composite of these materials.
12. Blister pack according to one of claims 1 to 10, characterised in that the top film is a composite aluminium film.
1. Emballage à blister avec un film de fond et un film de recouvrement pour la réalisation
de plusieurs récipients de film (1) pouvant être séparés les uns des autres par des
perforations (10) avec respectivement une chambre de réception (2) pour un matériau
de remplissage, en particulier une formulation de substance active pharmaceutique,
sachant que les chambres de réception (2) sont disposées sur la périphérie de l'emballage
à blister (7), caractérisé en ce que le centre de l'emballage à blister (7) est formé par une section de film (4) séparable,
après le retrait de laquelle une zone d'ouverture (5) est présente pour l'ouverture
de la chambre de réception (2).
2. Emballage à blister selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une perforation (3) s'étendant autour de la section de film (4) comme un cercle est
associée à celle-ci.
3. Emballage à blister selon la revendication 1, caractérisé en ce que les récipients de film (1) peuvent être séparés par segment.
4. Emballage à blister selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la perforation (10) entre les récipients de film (1) ne s'étend pas jusqu'à la périphérie
extérieure de l'emballage à blister (7).
5. Emballage à blister selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les récipients de film (1) présentant le contour extérieur d'un polygone, d'un cercle
ou d'un ovale sont disposés les uns par rapport aux autres.
6. Emballage à blister avec un film de fond et un film de recouvrement pour la réalisation
de plusieurs récipients de film (1) pouvant être séparés les uns des autres par des
perforations (11) avec respectivement une chambre de réception (2) pour un matériau
de remplissage, en particulier une formulation de substance active pharmaceutique,
sachant que les récipients de film (1) carrés sont disposés en forme de matrice, caractérisé en ce que les récipients de film (1) peuvent être séparés en spirale, sachant qu'entre respectivement
deux récipients de film contigus (1), la perforation (11) est présente par endroits
et dans la zone de la perforation (11), une zone d'ouverture (5) est présente pour
le retrait du matériau de remplissage de la chambre de réception (2).
7. Emballage à blister selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la zone d'ouverture (5) est réalisée comme une languette de saisie (9) pour le retrait
du film de recouvrement.
8. Emballage à blister selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la zone d'ouverture (5) présente une entaille ou une coupure (6) servant d'affaiblissement
du film de fond et/ou du film de recouvrement.
9. Emballage à blister selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'entaille ou la coupure (6) s'étend d'une zone de bord du récipient de film (1)
au milieu dans la direction de la chambre de réception (2).
10. Emballage à blister selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé par des inscriptions ou surimpressions qui se composent de chiffres, indications de jours
de la semaine ou similaires.
11. Emballage à blister selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le film de fond se compose de plastique, d'aluminium ou d'un composé de ces matériaux.
12. Emballage à blister selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le film de recouvrement est un film composite d'aluminium.


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