[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Verpackung in Form einer Flasche mit einem auf
in ihr Füllvolumen eingebbares Verpackungsgut einwirkenden und zwischen Verpackungsgut
und Flaschenwandung angeordneten Dämpfungs- und/oder Polstermittel.
[0002] Im Bereich der pharmazeutischen Industrie werden pharmazeutische Wirkstoffformulierungen
in Tablettenform als Dragees oder als befüllte Kapseln unter anderem auch in Glas-
oder Kunststoffflaschen verpackt vertrieben. Hierbei liegen die Tabletten, Dragees
oder befüllten Kapseln in Form einer losen Schüttung innerhalb der jeweiligen Verpackungsflasche.
Dies ist insofern nachteilig, als Erschütterungen, Stöße oder Stoßeinwirkungen, die
beim Transport dieser Verpackung oder beim Herunterfallen der Verpackung und Aufschlagen
der Verpackung auf eine feste Bodenfläche auftreten können, dazu führen, dass sich
Tablettenbruch oder Verformungen der Kapseln ergeben. Diese Folgen treten zum einen
deshalb auf, weil die Stöße, Erschütterungen oder Stoßeinwirkungen unmittelbar von
der Flaschenwand auf die in der Flasche befindlichen Tabletten, Dragees oder Kapseln
übertragen wer-den, und zum anderen weil die Tabletten, Dragees oder Kapseln in einem
solchen Falle gegeneinander schlagen.
[0003] Zur Vermeidung von Tablettenbruch und Kapselverformungen werden in der Praxis daher
nach Befüllung der Flasche mit dem Verpackungsgut zusätzlich luftgefüllte Beutel,
Kissen oder Watte zur Dämpfung und Abfederung der äußeren Stoßeinwirkungen und zum
Schutze der Tabletten, Dragees oder Kapseln oben auf dem Verpackungsgut aufliegend
in die jeweilige Flasche eingelegt. Auch ist es bekannt, Verschlüsse mit daran angeordneten
Federelementen zu verwenden, wobei die Federelemente in der Verschlussposition der
Verschlüsse auf das jeweilige Verpackungsgut in Form von Tabletten, Dragees oder Kapseln
drücken und so deren Lage innerhalb der Verpackungsflasche stabilisieren.
[0004] So offenbart die
US 3826358 (A) einen Behälter mit einem Polster das auf Haltemittel wirkt und zudem ein Trocknungsmittel
enthält.
[0005] Die
EP1352844 B1 beschreibt ein flaschenartiges Gefäß mit einem Innenbehälter und einer Abdeckkappe
die über ein Scharnier mit dem Gefäß verbunden ist. An der Abdeckkappe, die trocknungsaktive
Mittel enthalten kann, ist ein Felder-element angeordnet.
[0006] Die
FR 2694270 (A1) zeigt ein röhrenförmiges Gefäß mit einem Innenbehälter der federnd zwischen Gefäßdeckel
und Gefäßboden angeordnet ist. Am Boden des Gefäßes ist ein Trocknungsmittel befestigt.
[0007] Die
US 4282984 (A) beschreibt einen Behälter mit einen komprimierten Einlegeelement.
[0008] Diese Maßnahmen sind bezüglich der Stabilisierung des Verpackungsinhaltes noch nicht
gänzlich zufrieden stellend, da in der Regel immer noch Relativbewegungen der einzelnen
Tabletten, Dragees oder Kapseln zueinander möglich sind. Außerdem ist die Dämpfung
oder Abfederung von von außen einwirkenden Stößen weiter verbesserungsfähig, da immer
noch Beschädigungen des Verpackungsinhaltes in Form von Tablettenbruch oder Kapselverformungen
festgestellt werden.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verpackung der eingangs genannten
Art für pharmazeutisches Verpackungsgut in Form von Tabletten, Dragees oder Kapseln
zu schaffen, die einen verbesserten Transportschutz des Verpackungsgutes gewährleistet
und das Auftreten von Tablettenbruch oder Kapselverformungen vermindert.
[0010] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Dämpfungs- und/oder Polstermittel
als schirmförmiges Federelement ausgebildet ist, das insbesondere mit seinem Wölbungszentrum
auf dem Flaschenboden aufliegt und somit sich im Maße der Befüllung des Füllvolumens
mit Verpackungsgut zumindest im Wesentlichen selbsttätig ausrichtend und/oder entfaltend
oder komprimierend sowie zumindest bis zum Erreichen einer Teilentnahmemenge sich
im Maße der Verpackungsgutentnahme zusammenziehend oder ausdehnend und/oder entfaltend
ausgebildet ist.
[0011] Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen.
[0012] Durch die Erfindung wird eine Verpackung in Flaschenform mit einem weichen, flexiblen
Dämpfungs- und/oder Polstermittel bereitgestellt, das auf dem Flaschenboden angeordnet
ist und sich bei Befüllung des inneren Füllvolumens oder Füllraumes der Flasche durch
Beaufschlagung mit Füllgut und der dadurch ausgeübten Krafteinwirkung, insbesondere
der Gewichtskraft, selbsttätig ausrichtet. Ein solches Dämpfungs- und/oder Polstermittel
ist ein schirmartig ausgeformtes, von einem Zentrum abspreizende Federarme aufweisendes
Federelement, das mit seiner Wölbungsspitze oder seinem Wölbungszentrum auf dem Flaschenboden
aufliegt oder aber auch um 180° gedreht mit seinen gespreizten Federarmen auf dem
Flaschenboden aufliegt. Beim Einfüllen von Verpackungsgut in Form von Tabletten, Dragees
oder befüllten Kapseln dringt Verpackungsgut zunächst ins Zentrum dieses sich dem
Verpackungsgut leicht gewölbt geöffnet (oder im um 180° gedrehten Fall geschlossen)
darbietenden Federelementes und drückt dann mit steigendem Füllvolumen die gespreizten
Arme auseinander. Auf diese Weise richtet das auf das Federelement auftreffende Verpackungsgut
das Dämpfungs- und/oder Polstermittel aus und entfaltet das Dämpfungs- und/oder Polstermittel.
Gemäss einer nicht erfindungsgemässen Ausführungsform kann das Dämpfungs- und/oder
Polstermittel aber auch ein flexibles Luft- oder Polsterkissen sein, das bei Auftreffen
von Verpackungsgut sich über der Füllquerschnittsfläche der Bodenfläche des Flaschenbodens
ausbreitet und auf diese Weise selbsttätig ausrichtet und entfaltet. Gemäss einer
weiteren nicht erfindungsgemässen Ausführungsform kann das Dämpfungs- und/oder Polstermaterial
als eine aus elastisch komprimierbarem Material ausgebildete Einlage oder in Form
eines faltenbalgartigen Federelementes oder Polsterkissen ausgebildet sein. Gemäss
einer weiteren nicht erfindungsgemässen Ausführungsform kann das Dämpfungs- und/oder
Polstermittel ein federkraftgestützter Einlegeboden sein, dessen Federelementbereich
sich bei der Flaschenbefüllung komprimiert und später im Maße der Verpackungsgutentnahme
wieder expandiert.
[0013] Neben der Ausrichtung des Dämpfungs- und/oder Polstermittels bewirkt die Gewichtskraft
des darauf aufliegenden Verpackungsgutes darüber hinaus auch, dass das jeweilige Dämpfungs-
und/oder Polstermittel gegenüber seinem unbelasteten Ausgangszustand komprimiert oder
bei dem Federelement mit spreizbaren Federarmen entfaltet wird. Wird aus der Verpackung
nun Verpackungsgut entnommen, verringert sich die auf das jeweilige Dämpfungs- und/oder
Polstermittel einwirkende Gewichtskraft und das jeweilige Dämpfungs- und/oder Polstermittel
kann sich wieder entfalten und ausdehnen oder expandieren oder aber wie bei dem Federelement
mit den spreizbaren Federarmen wieder zusammenziehen. Insofern sind die Dämpfungs-
und/oder Polstermittel zumindest bis zum Erreichen einer Teilentnahmemenge als sich
im Maße der Verpackungsgutentnahme ausdehnend und/oder entfaltend ausgebildet.
[0014] Das jeweilige Dämpfungs- und/oder Polstermittel bewirkt, dass von außen auf die Flasche
einwirkende Stöße oder Erschütterungen nur bedingt auf das Verpackungsgut übertragen
werden und durch das Dämpfungs- und/oder Polstermittel gepuffert, d. h. abgefedert
und gedämpft, werden. Dadurch ist ein verbesserter Transportschutz gewährleistet und
das Auftreten von Tablettenbruch oder Kapselverformungen vermindert.
[0015] Von besonderem Vorteil ist die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Verpackung auch
im Hinblick darauf, dass nun ein eventuell benötigtes Trockenmittel, beispielsweise
ein Silicagel, das das Verpackungsprodukt vor Feuchtigkeitseinfluss schützen soll,
geschickt in der Verpackung untergebracht und insbesondere auch ohne Kontakt zum Verpackungsgut
in der Verpackung untergebracht werden kann. Bevorzugt weist daher der Flaschenboden
oder das Dämpfungs- und/oder Polstermittel einen mit einem Trockenmittel gefüllten
Bereich auf.
[0016] Zweckmäßigerweise ist hierbei der mit dem Trockenmittel befüllte Bereich zwischen
einer dem mit Verpackungsgut zu befüllenden Füllvolumen der Flasche zugewandten Fläche
des Dämpfungs- und/oder Polstermittels und dem Flaschenboden angeordnet. Das Trockenmittel
kann somit unter einer quasi einen flexiblen Einlegeboden und eine Füllbodenfläche
der Flasche ausbildenden oberseitigen Fläche des jeweiligen Dämpfungs- und/oder Polstermittels
und der flascheninnenseitigen Oberfläche des Flaschenbodens angeordnet werden. Das
Trockenmittel hat dann keinen unmittelbaren Kontakt zum Verpackungsgut. Dies ist insbesondere
für Verpackungsflaschen mit Induktionssiegel vorteilhaft.
[0017] Damit das Dämpfungs- und/oder Polstermittel die Funktion eines in Abhängigkeit von
der darauf einwirkenden Gewichtskraft des Verpackungsgutes variabel komprimierbaren
und wieder expandierbaren Einlegebodens mit Füllbodenfläche realisiert, ist nach einer
Weiterbildung das Dämpfungs- und/oder Polstermittel als den Füllquerschnitt oberhalb
des Flaschenbodens überdeckendes, flexibel komprimierbares oder sich ausstreckendes
Einlegeelement ausgebildet. Gemäss einer nicht erfindungsgemässen Ausführungsform
kann das Einlegeelement ein federkraftgestützter Einlegeboden sein. Demnach ist in
Ausgestaltung das Dämpfungs- und/oder Polstermittel als federkraftgestützter Einlegeboden
ausgebildet. Das Einlegeelement ist erfindungsgemäss als schirmförmiges Federelement
ausgeführt. Daher ist das Dämpfungs- und/oder Polstermittel als schirmförmiges Federelement
ausgebildet, das insbesondere mit seinem Wölbungszentrum auf dem Flaschenboden aufliegt.
Gemäß einer weiteren nicht erfindungsgemässen Alternative ist das Dämpfungs- und/oder
Polstermittel als faltenbalgartiges Federelement oder Polsterkissen ausgebildet.
[0018] Wichtig ist in diesem Zusammenhang lediglich, dass die verschiedenen Ausbildungsformen
des Dämpfungs- und/oder Polstermittels jeweils bei Beaufschlagung mit Verpackungsgut
zumindest bereichsweise flexibel nachgiebig komprimierbar oder sich streckend oder
ausstreckend ausgebildet sind und sich bei Verpackungsgutentnahme im Maße der Verpackungsgutentnahme
zumindest bis zum Erreichen einer Teilentnahmemenge entweder wieder expandieren und
entfalten oder wieder zusammenziehen und darüber hinaus sich bei erstmaliger Beaufschlagung
mit Verpackungsgut innerhalb der Flasche selbsttätig derart ausrichten, dass sie insbesondere
den bodenseitigen Füllquerschnitt ganz oder zumindest im Wesentlichen ganz überdecken.
[0019] Gemäss einer nicht erfindungsgemässen Ausführungsform kann das Dämpfungs- und/oder
Polstermittel aber auch als ein in der Flasche angeordneter flexibler und/oder elastischer
Folieninnenbeutel ausgebildet sein, wobei insbesondere zwischen der Innenwandfläche
der Flasche und der Außenfläche des Folieninnenbeutels zumindest bereichsweise ein
hohler Zwischenraum ausgebildet ist. Der Folieninnenbeutel kann sich zumindest teilweise
selbsttätig elastisch zusammenziehend und/oder bei ausgebildetem Zwischenraum durch
Krafteinwirkung eines in dem Zwischenraum angeordneten weiteren Dämpfungs- und/oder
Polstermittels zumindest bereichsweise komprimierbar und/oder kollabierbar ausgebildet
sein. Der Folieninnenbeutel legt sich an das darin eingefüllte Verpackungsgut an und
drückt dieses aneinander. Hierdurch wird eine besondere Fixierung des Verpackungsgutes
innerhalb der Flasche und eine weitere Verbesserung des Schutzes gegen Tablettenbruch
und Kapselverformungen erreicht.
[0020] Gemäß Ausgestaltung dieser Ausführungsform kann dann vorgesehen sein, bei Verwendung
eines solchen Folieninnenbeutels den dabei entstehenden hohlen Zwischenraum mit einem
weichen, flexiblen Dämpfungs- und/oder Polstermittel der vorher beschriebenen Art
auszustatten.
[0021] Von ganz besonderem Vorteil ist die erfindungsgemäße Verpackung für die Verpackung
und den Transport von pharmazeutischer Wirkstoffformulierung in Form von Tabletten,
Dragees oder befüllten Kapseln, da diese besonders bruchempfindlich sind und pharmazeutische
Kapseln relativ leicht deformierbar sind. Sonach ist bevorzugt die Flasche mit pharmazeutischer
Wirkstoffformulierung in Form von Tabletten, Dragees oder befüllten Kapseln befüllt.
[0022] Schließlich ist zweckmäßigerweise die Flasche eine Kunststoffflasche. Derartige Flaschen
sind insbesondere im Blasverfahren, auch in Koextrusion mehrerer Materialschichten,
kostengünstig herstellbar. Von besonderem Vorteil ist es, dass die Kunststoffflasche,
der Folieninnenbeutel und/oder das Dämpfungs- und/oder Polstermittel aus einem Polyurethan-Elastomer,
einem zelligen Polyurethan-Elastomer, einem thermoplastischen Werkstoff, insbesondere
aus Polypropylen oder Polyethylen hoher Dichte, oder einem Folienlaminat bestehen.
Für die Kunststoffflasche oder den Folienbeutel können Kunststofffolien aus Polyvinylchlorid
(PVC), Cyclo-Olefin-Copolymer (COC), Polychlortrifluorethylen (PCFE), Polyethylen
(PE), Polypropylen (PP), Polyethylenterephthalat (PET), Polycarbonat (PC), Polyester
(UP), Polyacrylat, Polyamid (PA) oder ein anderer Kunststoff oder eine mehrschichtige
Kunststoffverbundfolie, beispielsweise bestehend aus einer Kombination von Polychlortrifluorethylen
(PCTFE), das insbesondere unter dem für die Honeywell International, Inc. geschützten
Handelsnamen Aclar® bekannt ist, mit Polyvinylchlorid (PVC) oder Polyvinylchlorid
(PVC) mit Polyvinylidenchlorid (PVdC) oder aber auch Laminatfolien aus diesen Materialien
oder in Form von Aluminiumfolien oder Aluminiumverbundfolien Verwendung finden.
[0023] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen verwendbar sind. Der Rahmen der Erfindung ist durch die Ansprüche definiert.
[0024] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die zugehörigen Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Längsschnittes durch eine Verpackung nach einem
ersten nicht erfindungsgemässen Ausführungsbeispiel,
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung eines Längsschnittes durch eine erfindungsgemäße Verpackung,
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung eines Längsschnittes durch eine Verpackung nach einem
zweiten nicht erfindungsgemässen Ausführungsbeispiel,
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung eines Längsschnittes durch eine Verpackung nach einem
weiteren nicht erfindungsgemässen Ausführungsbeispiel und
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung eines Längsschnittes durch eine Verpackung nach einem
weiteren nicht erfindungsgemässen Ausführungsbeispiel,
[0025] Die in den Fig. 1 bis 5 dargestellten Verpackungen 1, 1', 1", 1"' und 1"" unterscheiden
sich lediglich hinsichtlich der Ausbildung eines Dämpfungs- oder Polstermittels. Demzufolge
sind bei allen Ausführungsbeispielen jeweils gleiche Elemente oder Gegenstände mit
demselben Bezugszeichen versehen.
[0026] Die Fig. 1 zeigt eine nicht erfindungsgemässe Verpackung in Form einer Flasche 1,
die bis auf die Mündungsöffnung 2 geschlossenen ist und in ihrem Inneren das Füllvolumen
3 oder einen Füllraum aufweist. In gleicher Weise sind auch die Flaschen 1' bis 1""
der Fig. 2 bis 5 ausgebildet.
[0027] Auf dem Flaschenboden 4 der Flaschen 1 bis 1"" ist jeweils ein Dämpfungs- und/oder
Polstermittel 5 angeordnet. Das jeweilige Dämpfungs- und/oder Polstermittel 5 ist
somit in dem Füllvolumen 3 vorgesehen und wird auf seiner jeweiligen Oberfläche bei
Befüllung der Flaschen 1 bis 1"" mit Verpackungsgut auf seiner jeweiligen Oberseite
9 mit diesem beaufschlagt. Bei den Flaschen 1"' und 1"" gemäß Fig. 4 und Fig. 5 wird
die Innenseite des jeweiligen Folienbeutels 21 mit Verpackungsgut 24 beaufschlagt.
[0028] Bei einer befüllten Flasche 1, 1', 1" wirkt das jeweilige Dämpfungs- und/oder Polstermittel
5 auf das in der jeweiligen Flasche 1, 1', 1" befindliche Verpackungsgut ein und ist
zwischen der Flaschenwandung, in diesem Falle dem Flaschenboden 4, und angrenzenden
Flaschenwandbereichen sowie dem nicht dargestellten Verpackungsgut angeordnet. Das
jeweilige Dämpfungs- und/oder Polstermittel 5 weist jeweils flexible, federnde, komprimierbare
Federelementbereiche 6, 7, 8 auf, deren jeweilige Oberseite 9 eine Füllbodenfläche
innerhalb der jeweiligen Flasche 1, 1', 1" ausbildet. Jedes der Dämpfungs- und/oder
Polstermittel 5 ist als oberhalb des Flaschenbodens 4 den dortigen Füllquerschnitt
des Füllvolumens 3 überdeckendes, flexibel komprimierbares Einlegeelement ausgeführt.
Mit Füllquerschnitt ist die Querschnittsfläche innerhalb der jeweiligen Flasche 1,
1', 1" bezeichnet, die mit Verpackungsgut befüllt wird. Das jeweilige Einlegeelement
wird beispielsweise schräg in die Mündungsöffnung 2 eingeführt und fällt dann auf
den Flaschenboden 4 herab und bleibt dort liegen. Durch eine leichte Rüttelbewegung
kann der jeweilige Einlegeboden 10, 18, 27 bzw. das jeweilige Dämpfungs- und/oder
Polstermittel 5 grob ausgerichtet werden. Die genaue Ausrichtung erfolgt dann später
durch das in die jeweilige Flasche 1, 1', 1" eingefüllte Verpackungsgut, das den jeweiligen
Einlegeboden dann in die in den Fig. 1 bis 3 dargestellte jeweilige Gebrauchsposition
drückt und entsprechend ausrichtet.
[0029] Bei der nicht erfindungsgemässen Ausführungsform nach der Fig. 1 ist das Dämpfungs-
und/oder Polstermittel 5 als flexibel komprimierbares Einlegeelement in Form eines
federkraftgestützten Einlegebodens 10 ausgebildet. Der Einlegeboden 10 umfasst auf
seiner Oberseite 9 eine Füllbodenfläche 11, die von einer auf dem Flaschenboden 4
aufliegenden Druckfeder 12 gestützt wird.
[0030] Bei der erfindungsgemässen Ausführungsform der Fig. 2 ist das Dämpfung- und/oder
Polstermittel 5 als flexibel komprimierbares Einlegeelement mit einem Einlegeboden
27 in Form eines schirmförmigen Federelementes 13 ausgebildet, das mit der gespreizten
Seite seiner von einem Zentrum 15 ausgehend gespreizten Federarme 14 auf dem Flaschenboden
4 aufliegt. Es ist aber auch möglich, das schirmförmige Federelement 13 derart auf
dem Flaschenboden 4 anzuordnen, dass es mit seinem Zentrum 15 auf dem Flaschenboden
4 aufliegt. Die dann jeweils dem Füllvolumen 3 zugeordnete Oberseite 9 bildet dann
eine Füllbodenfläche 26 des Einlegebodens 27 der Flasche 1' aus.
[0031] Beim nicht erfindungsgemässen Ausführungsbeispiel nach der Fig. 3 ist das dortige
Dämpfungs- und/oder Polstermittel 5 als flexibles, komprimierbares Einlegeelement
in Form eines faltenbalgartigen Federelementes 16 oder Polsterkissens ausgebildet.
Das faltenbalgartige Federelement 16 besteht aus komprimierbaren Seitenwandbereichen
17 und einem darauf angeordneten Einlegeboden 18, der auf seiner Oberseite 9 eine
Füllbodenfläche 28 ausbildet. Weiterhin ist innerhalb des faltenbalgartigen Federelementes
16 ein Bereich 19 vorhanden, der mit einem Trockenmittel 20 befüllt ist. Der mit dem
Trockenmittel 20 befüllte Bereich 19 ist zwischen der Oberseite 9 des Einlegebodens
18, die die dem mit Verpackungsgut zu befüllenden Füllvolumen 3 der Flasche 1" zugewandte
Füllbodenfläche 28 des Dämpfungs- und/oder Polstermittels 5 ausbildet, und dem Flaschenboden
4 angeordnet.
[0032] Jedes der in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Dämpfungs- und/oder Polstermittel 5 ist
aufgrund seiner federnden, flexiblen und komprimierbaren Ausgestaltung mit Federelementbereichen
6, 7, 8 zum einen so ausgestaltet, dass es sich bei Befüllung des Füllvolumens 3 mit
Verpackungsgut durch auf seine jeweilige Oberseite 9 auftreffendes Verpackungsgut
selbsttätig auf dem Flaschenboden 4 derart ausrichtet, dass sein jeweils einen Einlegeboden
10, 18, 27 oder eine Füllbodenfläche 11, 26, 28 ausbildender Bereich oberhalb des
Flaschenbodens 4 den Füllquerschnitt des Füllvolumens 3 überdeckt. Des Weiteren ist
das jeweilige Dämpfungs- und/oder Polstermittel 5 aufgrund seiner flexiblen, komprimierbaren
und federnden Ausgestaltung derart ausgebildet, dass es sich unter der Gewichtskraft
der Verpackungsgutbefüllung komprimiert, sich dann aber im Maße einer Verpackungsgutentnahme
aus dem Füllvolumen 3 auch wieder ausdehnt und entfaltet oder expandiert. Zumindest
behält das jeweilige Dämpfungs- und/oder Polstermittel 5 diese Eigenschaft und Funktion
bis zum Erreichen einer Teilentnahmemenge an Verpackungsgut aufrecht.
[0033] Als Verpackungsgut ist für die in den Fig. 1 bis 5 dargestellten Flaschen 1 bis 1""
eine pharmazeutische Wirkstoffformulierung in Form von Tabletten, Dragees oder befüllten
Kapseln vorgesehen, die in einer solchen Verpackung einen erhöhten Transportschutz
erfahren.
[0034] Die Flasche 1 bis 1"" sowie die Dämpfungs- und/oder Polstermittel 5 können aus allen
gängigen und üblichen Kunststoffen hergestellt sein, die für die Verpackung pharmazeutischer
Wirkstoffformulierungen geeignet und zugelassen sind. Die jeweilige Flasche 1 bis
1"" ist vorzugsweise mittels eines Kunststoffblasverfahrens, insbesondere eines Extrusionsverfahrens,
hergestellt, wobei die Dämpfungs- und/oder Polstermittel 5 im Spritzgussverfahren
hergestellt sein können.
[0035] Die Fig. 4 und 5 zeigen nicht erfindungsgemässe Verpackungen in Form von Flaschen
1"', 1"", die innenseitig einen das Dämpfungs- und/oder Polstermittel 5 bildenden
Folieninnenbeutel 21 aufweisen. Der Folieninnenbeutel 21 ist sich zumindest teilweise
selbsttätig elastisch zusammenziehend und/oder durch Krafteinwirkung eines in einem
hohlen Zwischenraum 22 angeordneten weiteren Dämpfungs- und/oder Polstermittels 23
zumindest bereichsweise komprimierbar und/oder kollabierbar ausgebildet. Der Folieninnenbeutel
21 legt sich, das darin befindliche Verpackungsgut 24 aneinanderdrückend, umhüllend
an dieses Verpackungsgut 24 an. An der Innenseite der Mündungsöffnung 2 der jeweiligen
Flasche 1"', 1"" ist der Folieninnenbeutel 21 durch Verschweißung oder Verklebung
oder Versiegelung befestigt. Zur Befüllung wird an die jeweilige Flasche 1"', 1""
durch eine in der Flaschenwand ausgebildeten Öffnung 25 ein Unterdruck an den Flascheninnenraum
angelegt, wodurch sich der Folieninnenbeutel 21 an die Innenseite der Flaschenwandung
anlegt. Anschließend wird der Innenraum des Folieninnenbeutels 21 mit dem Verpackungsgut
24 befüllt und der Unterdruck aufgehoben. Der Folieninnenbeutel 21 zieht sich nun
selbsttätig zusammen, da er elastisch dehnbar ausgebildet ist. Außerdem zieht er sich
später im Maße der Verpackungsgutentnahme zumindest bis zum Erreichen einer Teilentnahmemenge
weiter zusammen. Insofern ist auch der Folieninnenbeutel 21 als Dämpfungsund/oder
Polstermittel zu verstehen, das sich im Maße der Befüllung des Füllvolumens 3 mit
Verpackungsgut 24 selbsttätig ausrichtend und/oder zumindest bis zum Erreichen einer
Teilentnahmemenge sich im Maße der Verpackungsgutentnahme ausdehnend und/oder entfaltend
ausgebildet ist. Hierbei bewirken die Wandung des Folienbeutels 21 sowie der Zwischenraum
22, insbesondere wenn dieser mit dem weiteren Dämpfungs- und/oder Polstermittel 23
versehen ist, eine Pufferung und Dämpfung von von außen auf die jeweilige Flasche
1"', 1"" einwirkenden Stößen oder Erschütterungen. Das weitere Dämpfungs- und/oder
Polstermittel 23 kann eines der Einlegeelemente 10, 13, 16, aber auch eine Einlage
aus flexibel komprimierbarem Material, beispielsweise Schaumstoff, sein.
1. Verpackung in Form einer Flasche (1') mit einem auf in ihr Füllvolumen (3) eingebbares
Verpackungsgut einwirkenden und zwischen Verpackungsgut und Flaschenwandung angeordneten
Dämpfungs- und/oder Polstermittel (5), wobei das Dämpfungs- und/oder Polstermittel
(5) sich im Maße der Befüllung des Füllvolumens (3) mit Verpackungsgut im Wesentlichen
selbsttätig ausrichtend und/oder entfaltend oder komprimierend sowie zumindest bis
zum Erreichen einer Teilentnahmemenge sich im Maße der Verpackungsgutentnahme zusammenziehend
oder ausdehnend und/oder entfaltend ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das Dämpfungs- und/oder Polstermittel (5) als schirmförmiges Federelement (13) ausgebildet
ist, das insbesondere mit seinem Wölbungszentrum (15) auf dem Flaschenboden (4) aufliegt.
2. Verpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämpfungs- und/oder Polstermittel (5) im das Verpackungsgut aufnehmenden Füllvolumen
(3), insbesondere auf dem Flaschenboden (4), angeordnet ist.
3. Verpackung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Flaschenboden (4) oder das Dämpfungs- und/oder Polstermittel (5) einen mit einem
Trockenmittel (20) befüllten Bereich (19) aufweist.
4. Verpackung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der mit dem Trockenmittel (20) befüllte Bereich (19) zwischen einer dem mit Verpackungsgut
zu befüllenden Füllvolumen (3) der Flasche (1') zugewandten Fläche (9) des Dämpfungs-
und/oder Polstermittels (5) und dem Flaschenboden (4) angeordnet ist.
5. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Flasche (1') mit einer pharmazeutischen Wirkstoffformulierung in Form von Tabletten,
Dragees oder befüllten Kapseln befüllt ist.
6. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Flasche (1') eine Kunststoffflasche ist.
1. Package in the form of a bottle (1') having damping and/or cushioning means (5) which
acts on goods for packaging that may be placed in its fill volume (3) and which are
disposed between the goods and the wall of the bottle, the damping and/or cushioning
means (5) being embodied to be substantially automatically aligned and/or unfolded
or compressed as the fill volume (3) is filled with goods, and to contract or expand
and/or unfold as goods are removed, at least until a certain proportion has been removed,
characterised in that the damping and/or cushioning means (5) is constructed as an umbrella-shaped spring
element (13) that rests in particular with the centre (15) of its convexity on the
base (4) of the bottle.
2. Package according to claim 1, characterised in that the damping and/or cushioning means (5) is disposed in the fill volume (3) that holds
the goods, particularly on the base (4) of the bottle.
3. Package according to claim 1 or 2, characterised in that the bottle base (4) or the damping and/or cushioning means (5) comprises a region
(19) filled with a desiccant (20).
4. Package according to claim 3, characterised in that the region (19) filled with the desiccant (20) is disposed between a surface (9)
of the damping and/or cushioning means (5) facing the fill volume (3) of the bottle
(1') that is to be filled with goods and the base (4) of the bottle.
5. Package according to one of claims 1 to 4, characterised in that the bottle (1') is filled with a pharmaceutical active substance formulation in the
form of plain or coated tablets or filled capsules.
6. Package according to one of claims 1 to 5, characterised in that the bottle (1') is a plastic bottle.
1. Emballage sous forme d'une bouteille (1') avec moyen amortisseur et/ou atténuateur
(5) agissant sur le produit emballé pouvant être introduit dans son volume de remplissage
(3) et disposé entre le produit emballé et la paroi de la bouteille, le moyen amortisseur
et/ou atténuateur (5) étant conçu en fonction du remplissage du volume de remplissage
(3) avec le produit emballé essentiellement s'alignant et/ou se déployant ou se comprimant
de lui-même et se contractant ou se dilatant et/ou se déployant en fonction du prélèvement
du produit d'emballage au moins jusqu'à atteindre une quantité de prélèvement partielle,
caractérisé en ce que le moyen amortisseur et/ou atténuateur (5) est conçu comme un élément à ressort (13)
en forme de parapluie qui repose en particulier par son centre de courbure (15) sur
le fond de la bouteille (4).
2. Emballage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le moyen amortisseur et/ou atténuateur (5) est disposé dans le volume de remplissage
(3) recevant le produit d'emballage, en particulier sur le fond de la bouteille (4).
3. Emballage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le fond de la bouteille (4) ou le moyen amortisseur et/ou atténuateur (5) présente
une zone (19) remplie d'un agent dessiccatif (20).
4. Emballage selon la revendication 3, caractérisé en ce que la zone (19) remplie d'agent dessiccatif (20) est disposée entre une surface (9)
du moyen amortisseur et/ou atténuateur (5) tournée vers le volume de remplissage à
remplir avec le produit d'emballage de la bouteille (1') et le fond de la bouteille
(4).
5. Emballage selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la bouteille 1' est remplie avec une formulation de substance active pharmaceutique
sous la forme de comprimés, de dragées ou de capsules remplies.
6. Emballage selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la bouteille 1' est une bouteille en matière plastique.