Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein Überwachungssystem zur Detektion und/oder Verfolgung von
mindestens einem bewegten Überwachungsobjekt in einem Überwachungsbereich mit einer
Mehrzahl von Überwachungssensoren, welche in dem Überwachungsbereich räumlich verteilt
und/oder verteilbar sind und welche zur Erfassung des Überwachungsobjekts und zur
Ausgabe von erfassten Objektinformationen ausgebildet sind, mit einer Auswerteeinrichtung,
welche zur Detektion und/oder Verfolgung des Überwachungsobjekts durch Vergleich von
erfassten Objektinformationen mit einer Objektsignatur des Überwachungsobjekts ausgebildet
ist, und mit einer Signaturschleuse mit mindestens zwei Signatursensoren, die zur
Erfassung des Überwachungsobjekts und zur Ausgabe von Objektsignaturinformationen
ausgebildet und/oder angeordnet sind. Die Erfindung betrifft des Weiteren ein Verfahren
zur Detektion und/oder Verfolgung eines Überwachungsobjektes und ein Computerprogramm.
[0002] Bei üblichen Videoüberwachungssystemen, wie sie beispielsweise zur Überwachung von
öffentlichen bzw. privaten Gebäuden oder Plätzen, Straßen, Kreuzungen, Bahnhöfen etc.
eingesetzt werden, werden durch Überwachungskameras Überwachungsbereiche aufgenommen
und die Bilddatenströme der Überwachungskameras meist in einer Überwachungszentrale
zusammen geführt. Die Auswertung der Bilddatenströme kann durch Überwachungspersonal
erfolgen, vielfach wird jedoch auf Bildverarbeitungsalgorithmen zurückgegriffen, um
eine automatisierte Auswertung der Bilddatenströme zu ermöglichen.
[0003] Ein übliches Vorgehen bei der automatisierten Auswertung über Bildverarbeitungsalgorithmen
ist es, bewegte Überwachungsobjekte von (im wesentlichen statischen) Szenenhintergrund
des Überwachungsbereiches zu trennen, über die Zeit zu verfolgen und zum Beispiel
bei relevanten Bewegungen Alarme auszulösen. Es sind auch Überwachungssysteme bekannt,
welche andere Sensorsystem anstatt von Überwachungskameras einsetzen.
[0004] Besonders erschwert wird die Verfolgung von Überwachungsobjekten, wenn der Überwachungsbereich
sehr weiträumig ist und die Überwachungskameras bzw. anderen Sensoren nur Teilbereiche
des Überwachungsbereiches abdecken.
[0005] Die Druckschrift
DE 10 138 763 A1 betrifft ein anderes technisches Gebiet, nämlich die Zugangsberechtigung für Personen
zu einem Sicherheitsbereich. In dieser Druckschrift wird vorgeschlagen, eine Mehrzahl
von Biometriesensoren zu verwenden, um Biometriedaten bereit zu stellen, die dann
Zugangsberechtigungen für verschlossene Bereiche in dem Sicherheitsbereich definieren.
[0006] Die Druckschrift
US 7,175,528. die wohl den nächstkommenden Stand der Technik bildet, offenbart ein Verfolgungssystem
z.B. für Spielhallen, wobei in Zutrittsbereichen zu einzelnen Geräten oder bei einzelnen
Geräten selbst Sensoreinrichtungen zur Aufnahme von biometrischen Daten der Spieler
angeordnet sind. Die biometrischen Daten werden mit biometrischen Datensätzen in einer
Datenbank verglichen, um auf diese Weise den Spieler zu identifizieren. Falls keine
Identifizierung möglich ist, wird ein neuer biometrischer Datensatz in der Datenbank
angelegt.
[0007] Aus der
US 2004/0117638 A1 ist ein Multimedia-Überwachungssystem bekannt, wobei in das Multimedia-Überwachungssystem
eine Gesichtserkennung integriert ist.
Offenbarung der Erfindung
[0008] Die Erfindung betrifft ein Überwachungssystem mit den Merkmalen des Anspruches 1,
ein Verfahren zur Detektion und/oder Verfolgung eines Überwachungsobjektes mit den
Merkmales des Anspruchs 9 sowie ein Computerprogramm mit den Merkmalen des Anspruchs
10. Bevorzugte oder vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus
den Unteransprüchen, der nachfolgenden Beschreibung sowie den beigefügten Figuren.
[0009] Im Rahmen der Erfindung wird ein Überwachungssystem vorgeschlagen, welches zur Detektion
und/oder Verfolgung von mindestens einem bewegten Überwachungsobjekt in einem Überwachungsbereich
geeignet und/oder ausgebildet ist. Das bewegte Überwachungsobjekt ist bevorzugt als
Person ausgebildet, bei abgewandelten Ausführungsformen kann das bewegte Überwachungsobjekt
auch als ein Fahrzeug, ein sich aus eigener Kraft bewegendes Objekt und/oder als ein
durch Fremdkraft bewegtes Objekt ausgebildet sein. Selbstverständlich ist es möglich,
dass das Überwachungssystem zeitgleich mehr als ein Überwachungsobjekt detektiert
bzw. verfolgt.
[0010] Der Überwachungsbereich kann Einzelbereiche unter freiem Himmel und/oder Bereiche
in, auf und/oder unter einem Bauwerk, insbesondere Gebäude, umfassen. Die Einzelbereiche
können zusammenhängend ausgebildet sein oder bei alternativen Ausführungsformen auch
voneinander getrennt angeordnet sein. In einem Gebäude ist es beispielsweise möglich,
mehrere Stockwerke des Gebäudes als Überwachungsbereich zu überwachen.
[0011] Das Überwachungssystem weist eine Mehrzahl von Überwachungssensoren auf, welche in
dem Überwachungsbereich räumlich verteilt und/oder verteilbar sind. Die Überwachungssensoren
können sich mit den Erfassungsbereichen überlappen oder zumindest teilweise überlappungsfrei
angeordnet sein.
[0012] Das Überwachungssystem umfasst eine Signaturschleuse, welche im allgemeinsten Fall
als unbegrenzter Schleusenbereich ausgebildet sein kann. Bei anderen Ausführungsformen
ist der Schleusenbereich durch konstruktive Maßnahmen begrenzt oder als Schleusenzimmer
oder Schleusenvorrichtung ausgebildet. In dem Schleusenbereich ist mindestens ein
Signatursensor angeordnet, welcher zur Erfassung des Überwachungsobjekts und zur Ausgabe
von Objektsignaturinformationen ausgebildet ist. Der Signatursensor kann analog zu
einem der Überwachungssensoren ausgebildet sein. Die Sensoren, also die Überwachungs-
und/oder Signatursensoren, sind zur Registrierung von verschiedenen Objekt-Eigenschaften
des Überwachungsobjektes ausgebildet, die zur Überwachung, Detektion und/oder Verfolgung
des Überwachungsobjektes geeignet und/oder einsetzbar sind und als Objektinformationen
bzw. Objektsignaturinformationen ausgebbar sind.
[0013] Eine Auswerteeinrichtung, welche einen Teil des Überwachungssystems bildet, ist zur
Detektion und/oder Verfolgung, insbesondere Identifikation, des Überwachungsobjektes
durch Vergleich von Objektinformationen von mindestens einem Überwachungssensor mit
einer Objektsignatur des Überwachungsobjektes ausgebildet. Die Objektsignatur ist
vorzugsweise als eine Zusammenstellung von Objektsignaturinformationen ausgebildet,
welche selektiv und/oder individuell für ein einziges Überwachungsobjekt erstellt
wurde.
[0014] Erfindungsgemäß umfasst die Signaturschleuse mindestens zwei, vorzugsweise mindestens
drei und insbesondere mindestens vier oder mehr Signatursensoren, wobei die Signaturschleuse
so ausgebildet ist, dass die Objektsignaturinformationen der mindestens zwei Signatursensoren
dem Überwachungsobjekt eindeutig und/oder unverwechselbar zugeordnet werden.
[0015] Ein Vorteil des Überwachungssystems liegt darin, dass durch die Bildung der Objektsignatur
durch die Objektsignaturinformationen aus der Signaturschleuse sichergestellt ist,
dass alle Objektsignaturinformationen, die zur Bildung der Objektsignatur beitragen,
tatsächlich von einem einzigen Überwachungsobjekt stammen. Vergleicht man das erfindungsgemäße
Konzept beispielsweise mit einem Konzept eines kontinuierlichen Aufbaus der Objektsignatur,
wobei unkorrelierte Überwachungssensoren an der Bildung der Objektsignatur mitwirken,
so besteht stets die Gefahr, dass eine Verwechslung der Überwachungsobjekte stattfindet
und fehlerhafte Signaturdaten in die Objektsignatur eingetragen werden. Durch die
vollständige oder nahezu vollständige Erfassung von Objektsignaturdaten von einem
Überwachungsobjekt zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort oder Bereich
ist die Erstellung einer robusten Objektsignatur für das Überwachungsobjekt möglich.
[0016] Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, dass nach dem Passieren der
Signaturschleuse für das Überwachungsobjekt bzw. für jedes nachfolgende Überwachungsobjekt
eine vollständige oder zumindest umfassende individuelle Objektsignatur gebildet ist,
welche auf Basis der Erfassungen vorzugsweise aller Signatursensoren in der Signaturschleuse
erzeugt wurde. Bevorzugt ist nämlich vorgesehen, dass die Objektsignatur in der Signaturschleuse
vollständig gebildet wird, also, dass die Signaturschleuse alle diejenigen Signatursensoren
aufweist, welche die notwendigen Objektsignaturinformationen zur Bildung der Objektsignatur
bereit stellen können.
[0017] Bei einer ersten möglichen Konkretisierung der Erfindung sind mindestens zwei Signatursensoren
zur räumlich überlappenden und/oder zeitlich überlappenden Erfassung des Überwachungsobjekts
und/oder zur zeitlich und/oder räumlich korrelierten Erfassung des Überwachungsobjektes
ausgebildet und/oder angeordnet sind. Beispielsweise wird das Überwachungsobjekt von
allen Seiten mit einer entsprechenden Auswahl von Signatursensoren gleichzeitig oder
zeitgleich erfasst. Hierbei können auch mehrere gleichartige Signatursensoren eingesetzt
werden. Besonders bevorzugt ist es, wenn mindestens zwei Überwachungskameras zur gleichzeitigen
oder simultanen Erfassung von unterschiedlichen Ansichten des Überwachungsobjektes
vorgesehen sind Beispielsweise wird ein Vorder- und eine Rückansicht oder eine Seitenansicht
und eine Seitenansicht der gegenüberliegenden Seite des Überwachungsobjekts aufgenommen.
Insbesondere sind die Signatursensoren zur Aufnahme der Objektsignatur so positioniert,
dass sie sich nicht gegenseitig stören.
[0018] Bei einer anderen möglichen Ausführungsform weist die Signaturschleuse eine Vereinzelungseinrichtung
zur Vereinzelung des Überwachungsobjektes auf, wobei die mindestens zwei Signatursensoren
in einem Vereinzelungsbereich angeordnet sind, um dort das vereinzelte Überwachungsobjekt
zu erfassen. Bei dieser konstruktiven Ausführungsform wird die zeitliche und/oder
räumliche Korrelation dadurch erreicht, dass es sichergestellt ist, dass nur ein einzelnes
Überwachungsobjekt in einem spezifischen Bereich der Signaturschleuse vorhanden sein
kann, so dass alle sensorspezifischen Erfassungen in dem Vereinzelungsbereich zwingend
zu dem vereinzelten Überwachungsobjekt gehören müssen.
[0019] Besonders bevorzugt ist es, wenn die Signaturschleuse an einem Eingang des Überwachungsbereichs
angeordnet ist. Bei dieser Ausführungsform wird vorteilhaft erreicht, dass das Überwachungsobjekt
bei Betreten oder Eindringen in den Überwachungsbereich vollständig als Objektsignatur
erfasst wird, so dass eine Detektion und/oder Verfolgung des Überwachungsobjektes
in dem Überwachungsbereich auf Basis der Objektsignatur überall möglich ist. Es ist
auch möglich, dass mehrere Signaturschleusen an mehreren Eingängen des Überwachungsbereiches
angeordnet sind.
[0020] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Signaturschleuse
mit einer automatisierten Aktivierung zur Erfassung des Überwachungsobjektes ausgebildet.
Es ist somit kein Benutzereingriff von zum Beispiel Überwachungspersonal oder dem
Überwachungsobjekt selbst notwendig, um die Bildung der Objektsignatur zu starten.
Beispielsweise wird die Bildung der Objektsignatur gestartet, sobald sich das Überwachungsobjekt
an einer bestimmten Position befindet.
[0021] Bei einer alternativen Ausführungsform der Erfindung ist die Signaturschleuse zur
manuellen Aktivierung zum Beispiel durch das Überwachungsobjekt oder durch Überwachungspersonal
ausgebildet. Es kann beispielsweise vorgesehen sein, dass das Überwachungsobjekt eine
bestimmte Aktion durchführen muss, um die Bildung der Objektsignatur zu starten. Diese
Ausführungsform kann sinnvoll sein, wenn zum Beispiel aus Gründen des Datenschutzes
zunächst eine Zustimmung des Überwachungsobjektes zur Erzeugung der Objektsignatur
eingeholt wird.
[0022] Optional kann bei allen Ausführungsformen Mittel vorgesehen sein, die ein einen Zugang
zu dem Überwachungsbereich erst dann öffnen, wenn die Objektsignatur gebildet ist.
[0023] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Signatursensoren und die Überwachungssensoren,
eine oder mehrere der nachfolgenden Gattungen von Sensoren umfassen:
- Überwachungskameras, vorzugsweise stationäre oder bewegte (z. B. Pan-Tilt-Zoom-Kameras)
Überwachungskameras mit verschiedenen Beobachtungswellenlängen (UV, VIS, NIR, IR),
insbesondere zur Rundumerfassung der Ansicht des Überwachungsobjektes und/oder zur
Vermessung der realen Größe oder der Ausmaße des Überwachungsobjekts;
- Geruchssensoren zur Aufnahme einer olifaktorischen Objekteigenschaft;
- Temperatursensoren zur Aufnahme einer Temperatur des Überwachungsobjektes;
- Waage zur Bestimmung des Gewichts des Überwachungsobjektes;
- Akustische Sensoren, z.B. Mikrofone, zur Aufnahme von typischen Geräuschen, wie z.B.
Atmung, Herzschlag, Motorgeräusche etc..
- Sensoren zur Erfassung von elektromagnetischer Strahlung, beispielsweise Terahertzstrahlung;
Strahlungsmessung zur Erfassung von Signalen von Computern, Handys, RFID etc.
- Ergänzend können durch Sensoren biometrische Daten, wie zum Beispiel Gesichtsanalysen,
Fingerabdrücke und/oder kinematische Daten, wie zum Beispiel Bewegungsmuster, erfasst
werden.
[0024] Die Objektinformationen bzw. Objektsignaturinformationen können Merkmale hinsichtlich
der Farbe, Textur, Merkmale aus der digitalen Bildverarbeitung, Größe, Gewicht, Strahlungseigenschaft,
Temperatur etc. enthalten.
[0025] Bei einer erfindungsgemäßen Ausführung des Überwachungssystems ist vorgesehen, dass
die Gesamtheit der Signatursensoren alle der Gattungen der Überwachungssensoren abdeckt.
Auch hier ist die Idee umgesetzt, zunächst alle Signatursensoren für eine vollständige
Objektsignatur für alle Arten oder Gattungen der Überwachungssensoren bereit zu stellen,
um an anderen Orten in dem Überwachungsbereich diejenigen Überwachungssensoren anzubringen,
die die beste Erkennungsrate für das jeweilige Umfeld liefern.
[0026] Signaltechnisch ist vorzugsweise vorgesehen, dass die Überwachungssensoren und/oder
die Signatursensoren in einem Sensornetzwerk zum Beispiel in Form eines LSN-Bus (LSN:
Lokales Sicherheitsnetzwerk) angeordnet und/oder verschaltet sind. Das Sensornetzwerk
erstreckt sich innerhalb des zum Beispiel in Form von Gebäuden und/oder als freies
Gelände ausgebildeten Überwachungsbereiches.
[0027] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung betrifft ein Verfahren zur Detektion und/oder
Verfolgung eines Überwachungsobjektes in einem Überwachungsbereich mit den Merkmalen
des Anspruchs 9. Vorzugsweise wird das Verfahren in dem Überwachungssystem nach einem
vorhergehende Ansprüche bzw. wie es zuvor beschrieben wurde, umgesetzt. Bei dem Verfahren
wird zunächst eine Objektsignatur des Überwachungsobjektes auf Basis von Objektsignaturinformationen
von einer Mehrzahl von Signatursensoren vorzugsweise automatisiert gebildet, wobei
Mittel vorgesehen sind, so dass die Objektsignaturinformationen eindeutig und/oder
unverwechselbar dem Überwachungsobjekt zugeordnet werden können.
[0028] Ein weiterer Gegenstand betrifft ein Computerprogramm mit den Merkmalen des Anspruchs
10.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0029] Weitere Merkmale, Vorteile und Wirkungen der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung. Dabei zeigt:
- Figur 1
- eine schematische Blockdarstellung eines Überwachungssystems als ein erstes Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
Ausführungsform(en) der Erfindung
[0030] Die Figur 1 zeigt in einer schematischen Blockdarstellung ein Überwachungssystem
1 als ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Das Überwachungssystem 1 ist ausgebildet,
in einem Überwachungsbereich 2, welcher schematisch durch Linien 3 begrenzt ist, Überwachungsobjekte
4 in Form von Passanten zu detektieren und/oder zu verfolgen.
[0031] In dem Überwachungsbereich 2 sind in einem Gebäude 5 mehrere Überwachungssensoren
6 angeordnet, welche verschiedene Teilbereiche 7 in dem Überwachungsbereich 2 bzw.
in dem Gebäude 5 überwachen.
[0032] In der Figur 1 sind die Teilbereiche 7 so verteilt, dass diese zumindest manchmal
überlappungsfrei nebeneinander angeordnet sind. Bei einer Detektion bzw. Verfolgung
der Überwachungsobjekte 4 ist nun schwierig, das Überwachungsobjekt 4 bei einem Übergang
von einem Teilbereich 7 zum nächsten Teilbereich 7 wieder zu erkennen, um auf eine
Verfolgung des Überwachungsobjekts 4 über den gesamten Überwachungsbereich 2 zu ermöglichen.
Vielmehr stellt es eine mögliche Fehlerquelle dar, dass das Überwachungsobjekt 4 den
einen Teilbereich 7 verlässt und in einem nächsten Teilbereich 7 als neues Überwachungsobjekt
4 in die Verfolgung aufgenommen wird. Eine robuste Verfolgung des Überwachungsobjektes
4 in dem Überwachungsbereich 2 wird durch diese Fehlerquelle erschwert.
[0033] Um die Detektion, Identifikation bzw. Verfolgung des Überwachungsobjektes 4 zu vereinfachen,
weist der Überwachungsbereich 2 in diesem Beispiel vier Signaturschleusen 8a, b, c
und d auf, welche in dem Eingangsbereich des Überwachungsbereiches 2 angeordnet sind.
Damit ein Überwachungsobjekt 4 den Überwachungsbereich 2 betreten kann, muss es eine
der Signaturschleusen 8a, b, c oder d durchqueren. Selbstverständlich ist es möglich,
dass der Überwachungsbereich 2 mehr oder weniger Signaturschleusen 8a, b, c, d aufweist.
[0034] Jede der Signaturschleusen 8a, b, c, d weist in diesem Beispiel vier Signatursensoren
9 auf, welche derart angeordnet und/oder ausgebildet sind, dass von dem Überwachungsobjekt
4 beim Durchqueren der Signaturschleusen 8a, b, c, oder d sensorspezifische Messsignale
als Basis für Objektsignaturinformationen aufgenommen werden, welche nachfolgend in
einer Auswerteeinrichtung 10 zu einer Objektsignatur zusammengefasst werden. Dabei
sind die Signatursensoren 9 derart in den Signaturschleusen 8a, b, c, d angeordnet,
dass eine insbesondere räumlich und/oder zeitlich korrelierte Erfassung des Überwachungsobjektes
4 erfolgt. Durch diese Korrelation ist sichergestellt, dass die sensorspezifischen
Messsignale mit Sicherheit von ein und demselben Überwachungsobjekt 4 aufgenommen
werden. Die aus den sensorspezifischen Messsignalen der Signatursensoren 9 resultierende
Objektsignatur zeichnet sich somit dadurch aus, dass diese mit Sicherheit auf Basis
von nur einem Überwachungsobjekt 4 gebildet ist.
[0035] Die Auswahl der Signatursensoren 9 ist so getroffen, dass für jede Gattung eines
Überwachungssensors 6 oder zumindest für den Großteil aller Gattungen der Überwachungssensoren
6 ein Signatursensor 9 in der gleichen Gattung oder mit einem dazu kompatiblen sensorspezifischen
Messsignal ausgestattet ist. In der Figur 1 ist sind die unterschiedlichen Sensorgattungen
durch Dreiecke, Vierecke, Fünfecke und Sechsecke visualisiert.
[0036] Eine Idee des Überwachungssystems 1 ist es, dass für jeden Signatursensor 9 in der
Signaturschleuse 8a, b, c, d sensorspezifische Messsignale als Basis für Objektsignaturinformationen
aufgenommen werden und als Objektsignatur abgespeichert werden. Dieses Vorgehen hat
den Vorteil, dass in dem Überwachungsbereich 2 nur einzelne Überwachungssensoren 6
angeordnet werden müssen, welche z.B. in Bezug auf die aktuelle Umgebung die beste
Erkennungsleistung und/oder Umweltverträglichkeit zeigen. Auch kann die Auswahl der
Überwachungssensoren 6 auf wirtschaftlichen Überlegungen beruhen. Aufgrund der Vollständigkeit
der Objektsignatur ist es pro Teilbereich 7 ausreichend einen Überwachungssensor 6
zu platzieren, um mit dessen sensorspezifischen Messsignalen auf Basis der gespeicherten
Objektsignatur das entsprechende Überwachungsobjekt 4 sicher zu identifizieren bzw.
wieder zuerkennen und dadurch eine Detektion bzw. Verfolgung zu ermöglichen. Damit
wird ein robustes Wiedererkennen von Überwachungsobjekten 4 innerhalb des Überwachungsbereiches
2 erreicht, wobei einmalig im Zugangsbereich des Überwachungsbereiches 2 eine möglichst
vollständige und umfassende Sammlung von Informationen über das zu verfolgende Überwachungsobjekt
4 angelegt wird. Als Überwachungssensoren 6 bzw. Signatursensoren 9 können verschiedenste,
auch sehr unterschiedliche Sensoren zum Einsatz kommen, wie zum Beispiel Überwachungskameras,
welche eine Rundumerfassung der Ansicht des Überwachungsobjektes 4 erlauben und beispielsweise
die Vermessung der realen Größe und Ausmaße bzw. des Volumens des Überwachungsobjektes
4 ermöglichen. Als Spezialausführung zu den Überwachungskameras können auch Infrarot-Kameras,
mit einer Wellenlänge oberhalb von 1.000 nm verwendet werden, welche beispielsweise
die Temperatur und/oder die Temperaturverteilung des Überwachungsobjektes 4 registrieren
können. Auch Geruchssensoren sind möglich, welche einen spezifischen Geruch des Überwachungsobjektes
4 aufnehmen können. Eine Waage zur Aufnahme des Gewichtes des Überwachungsobjektes
4 ist ebenfalls denkbar. Eine weitere Möglichkeit besteht in der Verwendung eines
akustischen Sensors, zum Beispiel eines Mikrofons, welcher typische Geräusche, wie
zum Beispiel Atmung, Herzschlag, aber auch Motorgeräusche oder Schrittgeräusche registriert.
Weitere Sensoren zur Aufnahme von elektromagnetischen Strahlungen, beispielsweise
Terrahertzstrahlungen, befinden sich im Rahmen der Möglichkeiten.
[0037] Es ist auch möglich, eine Strahlungsmessung, zur Erfassung zum Beispiel von Computern,
Handys, RFID und ähnlichen, zu verwenden, um eine Objektsignatur zu erstellen bzw.
das Überwachungsobjekt 4 wieder zu erkennen. Beispielsweise kann auch der Informationsinhalt
der Strahlung, also z.B. eine Handy-Kennung oder eine RFID-Identifikationsinformation
als Objektsignaturinformation genutzt werden. Diese Rundumerfassung von zeitlich und
räumlich korrelierten Informationen über das Überwachungsobjekt 4 bietet den verteilt
liegenden Überwachungssensoren 6 die für sie benötigten Daten zur robusten Wiedererkennung
des Überwachungsobjektes 4.
[0038] Die Signatursensoren 9 zur Aufnahme der sensorspezifischen Messsignale zur Bildung
der Objektsignatur sind in den Signaturschleusen 8a, b, c, d so angeordnet, dass sie
sich nicht gegenseitig stören. Bei den Signaturschleusen 8a und b sind die Signatursensoren
9 so angeordnet, dass das Überwachungsobjekt 4 von allen Seiten zeitgleich erfasst
werden kann. Es können auch mehrere gleichartige Signatursensoren 9 gleichzeitig eingesetzt
werden, zum Beispiel Überwachungskameras zur gleichzeitigen Erfassung mehrerer oder
aller Ansichten des Überwachungsobjektes 4.
[0039] Bei der Signaturschleuse 8c sind die Signatursensoren 9 in einer Reihe nacheinander
angeordnet, wobei die Erfassungsbereiche der Signatursensoren überlappend oder nicht
überlappend angeordnet sein können. Um die räumliche bzw. zeitliche Korrelation der
Sensorsignale der Signatursensoren 9 sicherzustellen, weist die Signaturschleuse 8b
eine Vereinzelungseinrichtung 11 auf, welche es ermöglicht, dass ausschließlich ein
einzelnes Überwachungsobjekt 4 in die Signaturschleuse 8b eintreten kann.
[0040] Die Signaturschleuse 8d ist analog zu der Signaturschleuse 8 a oder b aufgebaut,
wobei jedoch im Gegensatz zu diesen die Erfassung des Überwachungsobjektes 4 nicht
automatisiert erfolgt, sondern durch Betätigung einer Einrichtung 12 durch das Überwachungsobjekt
aktiviert wird. Die Einrichtung 12 kann beispielsweise als ein Computerterminal ausgebildet
sein und optional mit einer Schließeinrichtung 13 verbunden sein, die den Zugang in
das Gebäude 5 erst dann freigibt, wenn die Objektsignatur gebildet wurde.
[0041] Die Überwachungssensoren 6 in dem Überwachungsbereich 2 können beispielsweise über
eine Sicherheitsnetzwerk LSN 14 miteinander und mit der Auswerteeinrichtung 10 verbunden
sein.
[0042] Das Verfahren zur Durchführung der Detektion, Wiedererkennung bzw. Verfolgung des
Überwachungsobjektes wird nachfolgend erläutert: In einem ersten Schritt werden in
einer der Signaturschleusen 8a, b, c, d durch die Signatursensoren 9 sensorspezifische
Messsignale zur Registrierung von Objekteigenschaften des Überwachungsobjektes 4 aufgenommen
und als Objektsignaturinformationen über ein Netzwerk 15, welches ebenso einen Teil
des Sicherheitsnetzwerkes 14 bilden kann, an die Auswerteeinrichtung 10 weitergeleitet.
In der Auswerteeinrichtung 10 werden die Objektsignaturinformationen in Objektsignaturen
16, beispielsweise in Form Datensätzen, zusammengefasst, wobei jeder Datensatz einem
Überwachungsobjekt 4 individualisiert zugeordnet ist. Optional werden die Datensätze
durch weitere Informationen einer anderen Datenbank ergänzt. Bei alternativen Ausführungsformen
werden die Messsignale der Signatursensoren 9 an die Auswerteeinrichtung 10 übermittelt
und erst dort in Objektsignaturinformationen gewandelt.
[0043] Betritt das Überwachungsobjekt 4 den Überwachungsbereich 2, wird es in einem weiteren
Schritt von einem beliebigen der Überwachungssensoren 6 registriert. Die sensorspezifischen
Messsignale des Überwachungssensors 6 werden über das Sicherheitsnetzwerk 14 an die
Auswerteeinrichtung 10 weitergeleitet und in originaler oder nachbearbeiteter Form
als Objektinformationen in einem Vergleichsmodul 17 mit den auf Basis der sensorspezifischen
Messsignale der Signatursensoren 9 erstellten Objektsignatur 16 verglichen. Bei einer
Übereinstimmung oder ausreichender Ähnlichkeit wird dem Überwachungsobjekt 4 die Identität
des zu dem Datensatz 16 gehörigen Überwachungsobjekt 4 zugeordnet.
[0044] Geht das Überwachungsobjekt 4 von einem ersten der Teilbereiche 7 in einen zweiten
Teilbereich 7, so wird die Prozedur mit dem im nächsten Teilbereich 7 angeordneten
Überwachungssensor 6 wiederholt. Die Gesamtheit der Positionen bzw. weiteren Sensordaten
eines über die Objektsignatur 16 zugeordneten Überwachungsobjektes 4 wird gesammelt
und kann dann ausgewertet werden, um das Überwachungsobjekt 4 in dem Überwachungsbereich
2 zu detektieren, zu identifizieren bzw. zu verfolgen.
1. Überwachungssystem (1) zur Detektion und/oder Verfolgung von mindestens einem bewegten
Überwachungsobjekt (4) in einem Überwachungsbereich (2) mit mehreren Teilbereichen,
welche zumindest teilweise überlappungsfrei angeordnet sind,
mit einer Mehrzahl von Überwachungssensoren (6), welche in dem Überwachungsbereich
(2) räumlich verteilt und/oder verteilbar sind und welche zur Erfassung des Überwachungsobjekts
(4) und zur Ausgabe von erfassten Objektinformationen ausgebildet sind, wobei die
Überwachungssensoren (6) mehrere Gattungen von Sensoren aus Überwachungskameras, Geruchssensoren,
Temperatursensoren, Waagen, akustische Sensoren, Sensoren zur Erfassung von elektromagnetischer
Strahlung und/oder Sensoren zur Erfassung von biometrischen Daten umfassen,
mit einer Signaturschleuse (8a, b, c, d) mit mindestens zwei Signatursensoren die
zur Erfassung des Überwachungsobjekts (4) und zur Ausgabe von Objektsignaturinformationen
ausgebildet und/oder angeordnet sind, wobei die Signaturschleuse (8a, b, c, d) derart
ausgebildet ist, dass die Objektsignaturinformationen der mindestens zwei Signatursensoren
(9) dem Überwachungsobjekt eindeutig und/oder unverwechselbar zugeordnet werden, wobei
die Gesamtheit der Signatursensoren (9) alle der Gattungen der Überwachungssensoren
(6) abdeckt, und
mit einer Auswerteeinrichtung (10), wobei die Auswerteeinrichtung (10) ausgebildet
ist, Objektsignaturinformationen in Objektsignaturen (16) zusammenzufassen, wobei
die Auswerteeinrichtung (10) zur Bildung und/oder Ergänzung einer Objektsignatur (16)
des Überwachungsobjekts (4) auf Basis der Objektsignaturinformationen und zur Detektion
und/oder Verfolgung des Überwachungsobjekts (4) durch Vergleich von erfassten Objektinformationen
mit der Objektsignatur (16) des Überwachungsobjekts (4) ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
pro Teilbereich nur ein einzelner Überwachungssensor (6) platziert ist, und mindestens
ein Signatursensor (9) ein Sensor zur elektromagnetischen Strahlungsmessung ist, um
eine Objektsignatur (16) zu erstellen.
2. Überwachungssystem (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinrichtung (10) ausgebildet ist, die Objektsignatur (16) ausschließlich
auf Basis der durch die Signatursensoren (9) erfassten Objektsignatur informationen
zu bilden.
3. Überwachungssystem (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Signatursensoren (9) zur räumlich überlappenden und/oder zeitlich
überlappenden Erfassung des Überwachungsobjekts (4) angeordnet und/oder ausgebildet
sind.
4. Überwachungssystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Signaturschleuse (8a, b, c, d) zur Vereinzelung des Überwachungsobjekts (4) ausgebildet
ist, wobei die mindestens zwei Signatursensoren (9) in einem Vereinzelungsbereich
zur Erfassung des vereinzelten Überwachungsobjekts angeordnet sind.
5. Überwachungssystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Signaturschleuse (8a, b, c, d) an einem Eingang des Überwachungsbereichs (2)
angeordnet ist.
6. Überwachungssystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Signaturschleuse (8a, b, c, d) zur automatisierten Aktivierung der Erfassung
des Überwachungsobjekts (4) ausgebildet ist.
7. Überwachungssystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Signaturschleuse (8a, b, c, d) zur manuellen Aktivierung der Erfassung des Überwachungsobjekts
(4) ausgebildet ist.
8. Überwachungssystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Überwachungssensoren (6) und/oder die Signatursensoren (9) in einem Sensornetzwerk
(14,15) angeordnet sind.
9. Verfahren zur Detektion und/oder Verfolgung eines Überwachungsobjekts (4) in dem Überwachungssystem
(1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei in der Signaturschleuse (8a, b,
c, d) durch die Signatursensoren (9) sensorspezifische Messsignale zur Registrierung
von Objekteigenschaften des Überwachungsobjektes (4) aufgenommen werden und als Objektsignaturinformationen
über ein Netzwerk (15) an die Auswerteeinrichtung (10) weitergeleitet werden, wobei
eine Objektsignatur des Überwachungsobjekts (4) auf Basis von Objektsignaturinformationen
einer Mehrzahl von Signatursensoren gebildet wird, wobei die Objektsignaturinformationen
dem Überwachungsobjekt eindeutig und/oder unverwechselbar zugeordnet werden.
10. Computerprogramm mit Programmcode-Mitteln, um alle Schritte des Verfahrens nach Anspruch
9 durchzuführen, wenn das Programm auf einem Computer und/oder einem Überwachungssystem
nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 8 ausgeführt wird.
1. Monitoring system (1) for detecting and/or tracking at least one moving monitoring
object (4) in a monitoring area (2) having a plurality of sections which are at least
partially arranged without an overlap,
having a plurality of monitoring sensors (6) which are spatially distributed and/or
can be spatially distributed in the monitoring area (2) and are designed to capture
the monitoring object (4) and to output captured object information, wherein the monitoring
sensors (6) comprise a plurality of types of sensors comprising monitoring cameras,
odour sensors, temperature sensors, scales, acoustic sensors, sensors for capturing
electromagnetic radiation and/or sensors for capturing biometric data,
having a signature lock (8a, b, c, d) with at least two signature sensors (9) which
are designed and/or arranged to capture the monitoring object (4) and to output object
signature information, wherein the signature lock (8a, b, c, d) is designed such that
the object signature information from the at least two signature sensors (9) is uniquely
and/or unmistakably assigned to the monitoring object, wherein all of the signature
sensors (9) cover all of the types of monitoring sensors (6), and
having an evaluation device (10), wherein the evaluation device (10) is designed to
combine object signature information in object signatures (16), wherein the evaluation
device (10) is designed to form and/or supplement an object signature (16) of the
monitoring object (4) on the basis of the object signature information and to detect
and/or track the monitoring object (4) by comparing captured object information with
the object signature (16) of the monitoring object (4),
characterized in that
only a single monitoring sensor (6) is placed for each section, and
at least one signature sensor (9) is a sensor for measuring electromagnetic radiation
in order to create an object signature (16).
2. Monitoring system (1) according to Claim 1, characterized in that the evaluation device (10) is designed to form the object signature (16) solely on
the basis of the object signature information captured by the signature sensors (9).
3. Monitoring system (1) according to Claim 1 or 2, characterized in that the at least two signature sensors (9) are arranged and/or designed to capture the
monitoring object (4) in a spatially overlapping and/or temporally overlapping manner.
4. Monitoring system (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the signature lock (8a, b, c, d) is designed to isolate the monitoring object (4),
wherein the at least two signature sensors (9) are arranged in an isolating region
for capturing the isolated monitoring object.
5. Monitoring system (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the signature lock (8a, b, c, d) is arranged at an entrance to the monitoring area
(2).
6. Monitoring system (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the signature lock (8a, b, c, d) is designed to automatically activate the capture
of the monitoring object (4).
7. Monitoring system (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the signature lock (8a, b, c, d) is designed to manually activate the capture of
the monitoring object (4).
8. Monitoring system (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the monitoring sensors (6) and/or the signature sensors (9) are arranged in a sensor
network (14, 15).
9. Method for detecting and/or tracking a monitoring object (4) in the monitoring system
(1) according to one of the preceding claims, wherein sensor-specific measurement
signals for registering object properties of the monitoring object (4) are recorded
in the signature lock (8a, b, c, d) by the signature sensors (9) and are forwarded,
as object signature information, to the evaluation device (10) via a network (15),
wherein an object signature of the monitoring object (4) is formed on the basis of
object signature information from a plurality of signature sensors, wherein the object
signature information is uniquely and/or unmistakably assigned to the monitoring object.
10. Computer program having program code means for carrying out all steps of the method
according to Claim 9 when the program is executed on a computer and/or a monitoring
system according to one of the preceding Claims 1 to 8.
1. Système de surveillance (1) pour la détection et/ou le suivi d'au moins un objet à
surveiller (4) dans une zone de surveillance (2) comportant plusieurs sous-zones qui
sont disposées au moins partiellement sans chevauchement, comprenant
une pluralité de capteurs de surveillance (6) qui sont et/ou peuvent être répartis
spatialement dans la zone de surveillance (2) et qui sont conçus pour détecter l'objet
à surveiller (4) et pour délivrer des informations d'objet détectées, dans lequel
les capteurs de surveillance (6) comprennent plusieurs types de capteurs parmi des
caméras de surveillance, des capteurs d'odeur, des capteurs de température, des balances,
des capteurs acoustiques, des capteurs pour la détection de rayonnement électromagnétique
et/ou des capteurs pour la détection de données biométriques,
un sas de signature (8a, b, c, d) muni d'au moins deux capteurs de signature (9) qui
sont conçus et/ou disposés de manière à détecter l'objet à surveiller (4) et à délivrer
des informations de signature d'objet, dans lequel le sas de signature (8a, b, c,
d) est conçu de manière à ce que les informations de signature d'objet desdits au
moins deux capteurs de signature (9) soient associées de manière unique et/ou non
équivoque à l'objet à surveiller, dans lequel les capteurs de signature (9) englobent
tous les types de capteurs de surveillance (6), et
un dispositif d'évaluation (10), dans lequel le dispositif d'évaluation (10) est conçu
pour combiner des informations de signature d'objet afin d'obtenir des signatures
d'objet (16), dans lequel le dispositif d'évaluation (10) est conçu pour établir et/ou
compléter une signature d'objet (16) de l'objet à surveiller (4) sur la base des informations
de signature d'objet et pour la détection et/ou le suivi de l'objet à surveiller (4)
en comparant les informations d'objet détectées à la signature d'objet (16) de l'objet
à surveiller (4),
caractérisé en ce qu'un seul capteur de surveillance individuel (6) est placé par sous-zone et au moins
un capteur de signature (9) est un capteur destiné à la mesure de rayonnement électromagnétique
afin de créer une signature d'objet (16).
2. Système de surveillance (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif d'évaluation (10) est conçu pour établir la signature d'objet (16)
exclusivement sur la base des informations de signature d'objet détectées par les
capteurs de signature (9).
3. Système de surveillance (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que lesdits au moins deux capteurs de signature (9) sont disposés et/ou conçus pour l'acquisition
spatialement superposée et/ou temporellement superposée de l'objet à surveiller (4)
.
4. Système de surveillance (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le sas de signature (8a, b, c, d) est conçu pour séparer l'objet à surveiller (4),
dans lequel lesdits au moins deux capteurs de signature (9) sont disposés dans une
zone de séparation permettant de détecter l'objet à surveiller séparé.
5. Système de surveillance (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le sas de signature (8a, b, c, d) est disposé à une entrée de la zone de surveillance
(2).
6. Système de surveillance (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le sas de signature (8a, b, c, d) est conçu pour activer automatiquement la détection
de l'objet à surveiller (4) .
7. Système de surveillance (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le sas de signature (Sa, b, c, d) est conçu pour activer manuellement la détection
de l'objet à surveiller (4).
8. Système de surveillance (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les capteurs de surveillance (6) et/ou les capteurs de signature (9) sont disposés
dans un réseau de capteurs (14, 15).
9. Procédé pour la détection et/ou le suivi d'un objet à surveiller (4) dans le système
de surveillance (1) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel des signaux
de mesure spécifiques du capteur, destinés à acquérir des propriétés de l'objet à
surveiller (4), sont acquis par les capteurs de signature (9) dans le sas de signature
(8a, b, c, d) et transmis au dispositif d'évaluation (10) en tant qu'informations
de signature d'objet par l'intermédiaire du réseau (15), dans lequel une signature
d'objet de l'objet à surveiller (4) est établie sur la base d'informations de signature
d'objet d'une pluralité de capteurs de signature, dans lequel des informations de
signature d'objet sont associées de manière unique et/ou non équivoque à l'objet à
surveiller.
10. Programme d'ordinateur comportant des moyens à code de programme destinés à mettre
en oeuvre toutes les étapes du procédé selon la revendication 9 lorsque le programme
est exécuté sur un ordinateur et/ou sur un système de surveillance selon l'une des
revendications 1 à 8 précédentes.