[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine neuartige Vorrichtung beinhaltend zwei Applikatoren
zum Auftragen von kosmetischen Komponenten.
[0002] Applikatoren sind beispielsweise pinsel-, stift-, röhren-, düsen- oder stabförmige
Hilfsmittel zum Auftragen von kosmetischen Komponenten. Ein Beispiel für häufig verwendete
und bekannte Applikatoren sind Lippenstifte. Lippenstifte enthalten grundsätzlich
mindestens eine kosmetische Komponente. In einer bekannten Ausführungsform eines Lippenstiftes
ist die Lippenstiftmine aus mindestens einer kosmetischen Komponente gebildet. Durch
das Führen der Lippenstiftmine entlang einer Lippe, verteilt sich diese Komponente
auf der Lippe. Beim Lippenstift besteht der Applikator dementsprechend aus der Lippenstiftmine
und daher aus der kosmetischen Komponente selbst.
[0003] Darüber hinaus sind viele weitere Applikatoren zum Auftragen von kosmetischen Komponenten
bekannt. Ein Beispiel ist ein sogenannter Lippenkonturstift. Ein Lippenkonturstift
kann entweder aus einer festen kosmetischen Komponente bestehen, der sogenannten Lippenkonturstiftmine,
oder kann in flüssiger Form über einen filzstiftähnlichen Applikator aufgetragen werden.
Lippenkonturstifte werden zumeist verwendet, um ein Verlaufen oder Verschmieren des
aufgetragenen Lippenstiftes zu verhindern. Ein weiteres Beispiel für einen Applikator
ist ein sogenannter Lipgloss, der zumeist aus einer verflüssigten, häufig mit Pflegestoffen
und feuchtigkeitsspendenden Stoffen angereicherten Lippenfarbe besteht und mittels
eines pinselähnlichen Applikators aufgetragen wird. Des Weiteren sind andere kosmetische
Produkte und verschiedenste dafür vorgesehene Applikatoren bekannt.
[0004] Üblicherweise verwendet ein Benutzer zumeist mehrere verschiedene Applikatoren zum
Auftragen verschiedener kosmetischer Komponenten. So verwendet ein Benutzer beispielsweise
zunächst einen Lippenstift und zeichnet anschließend die Lippenkontur mit einem Lippenkonturstift
nach. Auch kann ein Benutzer beispielsweise ein transparentes Lipgloss verwenden,
um dem aufgetragenen Lippenstift mehr Glanz zu verleihen, wobei der Lipgloss auf den
schon aufgetragenen Lippenstift mittels eines pinselähnlichen Applikators aufgetupft
wird und durch ein anschließendes kurzes Zusammenpressen der Lippen verteilt wird.
[0005] Für ein komplettes Make-up beziehungsweise für die Pflege der Lippen oder anderer
Gesichtpartien muss der Benutzer dementsprechend nicht nur mehrerer Gegenstände mit
führen, sondern diese auch nacheinander handhaben.
[0006] Eine Mehrfachapplikatorvorrichtung, welche dem Benutzer die Handhabung dadurch erleichtern,
dass sie die Funktionalität von mehreren Gegenständen in einem Gegenstand vereint,
ist beispielsweise aus
US 2002/0071707 A1 bekannt.
US 2002/0071707 A1 zeigt ein an zwei Enden offenes Gehäuse mit Aufsteckhülsen. Auf diese Hülsen können
Applikatoren für kosmetische Komponenten aufgesteckt werden. Hierbei kann es sich
beispielsweise um Lippenstifte mit unterschiedlichen Farben oder um einen Lippenstift
und einen Lipgloss handeln. Die Applikatoren selbst werden dabei in die Hülsen aufgesteckt
und mittels Deckeln verschlossen. Die Deckel schützen die Applikatoren, wenn diese
nicht in Benutzung sind. Bei Applikatoren zum Auftragen einer flüssigen kosmetischen
Komponente, dient der Deckel des Applikators als Behältnis für die flüssige kosmetische
Komponente. In diesem Fall taucht der Applikator somit in die flüssige Komponente
ein. Bei einem Lipgloss wird beispielsweise der pinselähnliche Applikator in die Aufsteckhülse
gesteckt, der Deckel mit dem flüssigen Lipgloss befüllt und dann der Applikator mit
dem Deckel verschlossen. Die in
US 2002/0071707 A1 gezeigte Vorrichtung hat allerdings den Nachteil, dass durch die beschriebene Verwendung
des Gehäuses, die gesamte Vorrichtung größer ist, als die beiden Applikatoren zusammen.
Das bedeutet, dass der Benutzer zwar nur einen Gegenstand mitführen muss, dieser aber
größer ist, als die zwei einzelnen Gegenstände. Gerade in der Situation in der der
Benutzer nur eine kleine Handtasche mit sich führt oder der Gegenstand nur in der
Hosentasche Platz findet, sind die größeren Außenmaße des Gegenstandes unvorteilhaft.
Des Weiteren muss der Benutzer bei der Handhabung der Vorrichtung immer darauf achten,
dass die Vorrichtung in der richtigen Position geöffnet wird, um zu verhindern, dass
beim Öffnen beispielsweise Flüssigkeit aus dem Deckel austritt.
[0007] Eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist aus der
US 2 964 045 A bekannt.
[0008] Es stellt sich daher die Aufgabe, eine Vorrichtung bereitzustellen, die die vorher
benannten Nachteile nicht aufweist und insbesondere sehr kompakt ist. Erfindungsgemäß
wird diese Aufgabe durch eine Vorrichtung gemäß dem unabhängigen Anspruch 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0009] Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist ein Gehäuse, einen ersten Applikator zum Auftragen
mindestens einer kosmetischen Komponente und einen zweiten Applikator zum Auftragen
von mindestens einer kosmetischen Komponente auf. Erfindungsgemäß ist in dem Gehäuse
zumindest teilweise der erste Applikator angeordnet. Dieser erste Applikator besteht
aus einer ersten kosmetischen Komponente zum Auftragen, das heißt der Benutzer kann
die erste Komponente beispielsweise auf eine Lippe auftragen. Dabei werden an der
mit der Lippe in Kontakt tretenden Fläche des Applikators, Teile der kosmetischen
Komponente abgetragen und auf die Lippe transferiert. Der erste Applikator kann beispielsweise
ein Lippenstift sein, der aus einer Lippenstiftmine besteht. Die Lippenstiftmine selbst
ist in diesem Fall der erste Applikator. Erfindungsgemäß ist im ersten Applikator
ein Deckel angeordnet und in diesem Deckel ist wiederum der zweite Applikator entnehmbar
angeordnet. Der Deckel ist eine Wand, die den Bereich des ersten Applikators von dem
Bereich des zweiten Applikators abgrenzt. Durch den Deckel wird ein zumindest einseitig
geschlossener Raum gebildet, in dem der zweite Applikator angeordnet sein kann. Der
Deckel schützt dadurch den zweiten Applikator nicht nur vorm austrocknen, sondern
stellt auch eine Abgrenzung des Applikators von der Umgebung dar. Dieses ist insbesondere
deshalb nötig, da erfindungsgemäß der Deckel des zweiten Applikators, zumindest teilweise,
in dem ersten Applikator angeordnet ist. Der Deckel erstreckt sich dabei durch einen
wesentlichen Teil des ersten Applikators. Der Deckel bildet einen Raum innerhalb des
ersten Applikators aus, der von dem ersten Applikator getrennt ist und in welchen
der zweite Applikator einführbar und in welchem der zweite Applikator verstaubar ist.
Je nach Länge des ersten Applikators und je nachdem wie weit der Deckel im ersten
Applikator angeordnet ist, wird vom Deckel nicht nur der zweite Applikator sondern
auch an diesem angeordnete Teile bedeckt. Der in dem Deckel verstaute zweite Applikator
und die eventuellen weiteren Teile sind erfindungsgemäß zur Benutzung aus dem Deckel
entnehmbar. Der Deckel selbst kann dabei im ersten Applikator verbleiben. Ist der
zweite Applikator nicht in Benutzung, so kann er wieder im Deckel innerhalb des ersten
Applikators verstaut werden. Mit Hilfe des Deckels kann der zweite Applikator somit
im ersten Applikator angeordnet werden, ohne dass die beiden Applikatoren dabei in
direkten Kontakt treten.
[0010] Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung wird dem Benutzer zum ersten Mal eine Vorrichtung
bereitgestellt, in welcher zwei Applikatoren zum Auftragen von kosmetischen Komponenten
sehr kompakt angeordnet werden können und die Vorrichtung dem Benutzer trotzdem eine
einfache Handhabung der beiden Applikatoren gewährleistet. Die kompakte Ausgestaltung
der Vorrichtung wird dadurch ermöglicht, dass sich der zweite Applikator zumindest
teilweise in dem ersten Applikator befindet und von diesem durch den Deckel getrennt
ist. Durch diese klare Trennung kommt der zweite Applikator nicht in direkte Berührung
mit dem ersten Applikator und kann nicht verschmutzt werden. Die kompakte Anordnung
der Applikatoren ineinander hat den Vorteil, dass der Benutzer nur einen sehr kompakten
Gegenstand mit sich führen muss aber trotzdem in der Lage ist, zwei unterschiedliche
kosmetische Komponenten aufzutragen. Dabei ist die Größe der Vorrichtung mit den zwei
ineinander angeordneten Applikatoren nur unwesentlich größer als ein einzelner Applikator
für sich allein genommen. Ist der erste Applikator beispielsweise ein Lippenstift
und der zweite Applikator ein Konturstift, zum Auftragen einer flüssigen Komponente,
so ist die Größe der erfindungsgemäßen Vorrichtung in der beide Applikatoren ineinander
angeordnet sind nicht viel größer, als der Lippenstift für sich allein genommen.
[0011] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, ist der zweite
Applikator an einer Seite aus der Vorrichtung entnehmbar. Dies ist die Seite, die
der Fläche zum Auftragen der kosmetischen Komponente des ersten Applikators gegenüber
liegt. Also gegenüberliegend einer Fläche, an der Teile des ersten Applikators abgetragen
werden und beispielsweise auf eine Lippe aufgetragen werden. Nach der Benutzung kann
der zweite Applikator dann wieder in dem Deckel verstaut werden. Durch diese Entnahme-/Einführrichtung
wird die Handhabung der Vorrichtung für den Benutzer dadurch wesentlich erleichtert,
dass die Vorrichtung zur Verwendung der beiden Applikatoren nicht gedreht werden muss.
So kann beispielsweise die obere Seite der Vorrichtung verwendet werden, um mittels
des ersten Applikators einen Lippenstift aufzutragen und an der Unterseite des Lippenstiftes
kann der zweite Applikator entnommen/eingeführt werden. Dadurch entfällt eine Drehung
der Vorrichtung, wie es beispielsweise bei bekannten Mehrfachapplikatorvorrichtungen
nötig ist.
[0012] Vorzugsweise weist die Vorrichtung auch Mittel auf, um den ersten Applikator unabhängig
von dem zweiten Applikator, zumindest teilweise, aus dem Gehäuse heraus und in das
Gehäuse hinein zu bewegen. Dabei ist das Mittel vorzugsweise durch einen Drehmechanismus
realisiert. Vorzugsweise weist der Drehmechanismus ein Drehelement auf, wobei das
Drehelement relativ zum Gehäuse drehbar ist. Das Drehelement ist somit nicht fest
mit dem Gehäuse verbunden. Des Weiteren weist der Drehmechanismus vorzugsweise ein
Gewinde auf. Dieses Gewinde kann entweder an der Innenseite des Gehäuses angeordnet
sein oder an der Außenseite des Deckels, das heißt an der Seite des Deckels, die in
direkter Verbindung mit dem ersten Applikator steht. Mit Hilfe dieses Drehmechanismus
kann das Bewegen des ersten Applikators auf einfache Weise, ohne platzraubende und
komplizierte Bauteile realisiert werden.
[0013] Vorzugsweise ist der erste Applikator in einem Korb angeordnet. Dieser Korb wird
in einer bevorzugten Ausführungsform mit Hilfe des Gewindes und des Drehelementes
hoch und runter bewegt, um den ersten Applikator je nach Wunsch aus dem Gehäuse heraus
oder in das Gehäuse hinein zu bewegen. Der Korb weist dabei vorzugsweise eine Öffnung
in der Mitte auf, durch die der Deckel beziehungsweise der zweite Applikator geführt
werden kann. Die Öffnung ermöglicht es, dass der Korb entlang des zweiten Applikators
geführt werden kann.
[0014] In einer bevorzugten Ausführungsform ist an dem zweiten Applikator ein Fuß angeordnet.
Der Fuß kann beispielsweise aus Metall oder Kunststoff sein. Der Fuß hat vorzugsweise
den gleichen oder einen ähnlichen Querschnitt wie das Gehäuse der erfindungsgemäßen
Vorrichtung, so dass der Fuß des zweiten Applikators, wenn dieser im Deckel verstaut
ist, eine Basis der erfindungsgemäßen Vorrichtung bildet, auf der beispielsweise die
Vorrichtung stehen kann. Des Weiteren kann der Fuß so ausgestaltet sein, dass er eine
Aufnahme für verschiedene Applikatoren und andere daran angeordnete Teile aufweist.
Durch diese Aufnahme ist es dem Benutzer dann möglich, den Applikator zu wechseln.
[0015] Der Fuß ist vorzugsweise drehfest mit dem Drehelement des Drehmechanismus verbindbar,
so dass der Drehmechanismus sehr kompakt ausgestaltet werden kann, dem Benutzer jedoch
immer noch eine komfortable Handhabung ermöglicht wird. Wenn der Fuß drehfest mit
dem Drehelement verbindbar ist, braucht der Benutzer nicht mehr am Drehelement selbst
anzugreifen, um den ersten Applikator aus dem Gehäuse heraus beziehungsweise in dieses
hinein zu bewegen. Stattdessen kann der Benutzer am Fuß angreifen. In dieser Ausführungsform
wird der Fuß zusammen mit dem Drehelement relativ zum Gehäuse gedreht, um den ersten
Applikator in das Gehäuse hinein beziehungsweise aus dem Gehäuse heraus zu bewegen.
Die drehfeste Verbindung kann dabei beispielsweise durch ineinander greifende Zahnungen
realisiert werden. Aber auch andere dem Fachmann bekannte drehfeste Verbindungen sind
denkbar. Dabei ist nur darauf zu achten, dass die Komplexität der Verbindung nicht
die Handhabung beeinträchtigt. Der Fuß des zweiten Applikators muss einfach mit dem
Drehelement verbindbar sein und sich auch schnell wieder lösen lassen, um die einfache
Benutzung des zweiten Applikators zu gewährleisten. Dadurch dass der Fuß mit dem Drehelement
verbindbar ist, kann das Drehelement selbst sehr kompakt ausgestaltet werden, so dass
die Größe der Vorrichtung insgesamt sehr klein gehalten werden kann.
[0016] Alternativ kann aber auch das Gehäuse der Vorrichtung drehfest mit dem Fuß des zweiten
Applikators verbindbar sein. Bei dieser Ausführungsform führt eine Drehung des Fußes
auch zu einer Relativbewegung zwischen Drehelement und Gehäuse. Diese Ausgestaltung
erlaubt es dem Benutzer am Drehelement und am Fuß anzugreifen, ohne dass das Gehäuse
berührt werden muss. Dieses hat beispielsweise bei Metallgehäusen oder bei hochglänzenden
Gehäusen den Vorteil, dass diese nicht verschmutzt werden. Dass das Gehäuse nicht
direkt berührt werden muss, um den ersten Applikator aus dem Gehäuse heraus beziehungsweise
in dieses hinein zu bewegen, hat auch den Vorteil, dass das Gehäuse sehr dünnwandig
ausgestaltet werden kann, da nicht die Gefahr besteht, dass es durch zu starken Druck
zusammengedrückt wird und dadurch entweder der Applikator und/oder der Drehmechanismus
beeinträchtigt wird. Auch hier sollte der Fuß des zweiten Applikators einfach mit
dem Gehäuse verbindbar sein und sich auch schnell wieder lösen lassen, um die einfache
Benutzung des zweiten Applikators zu gewährleisten.
[0017] In einer weiteren alternativen Ausführungsform können der Fuß und das Drehelement
beziehungsweise das Gehäuse aber auch nicht-drehfest miteinander verbunden sein. Hierdurch
wird dem Benutzer zum Beispiel die Zweiteiligkeit der Vorrichtung zusätzlich verdeutlicht.
[0018] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform besteht der zweite Applikator aus einer
zweiten kosmetischen Komponente zum Auftragen, beispielsweise aus einer Lippenkonturstiftmine.
Die Lippenkonturstiftmine ist dabei von dem Deckel umschlossen, so dass sie ohne direkt
in Kontakt mit dem ersten Applikator zu treten, in dem ersten Applikator angeordnet
werden kann. Bei der Verwendung der Lippenkonturstiftmine verbleibt der Deckel im
ersten Applikator und bildet dort den Raum aus, in welchem die Lippenkonturstiftmine
nach Benutzung wieder verstaut werden kann. Dieses hat des Weiteren den Vorteil, dass
die Lippenkonturstiftmine vorm austrocknen geschützt wird.
[0019] Alternativ kann es sich bei dem zweiten Applikator auch um einen Stift zum Auftragen
einer flüssigen kosmetischen Komponente handeln. Dabei kann sich beispielsweise die
flüssige kosmetische Komponente in einem Behälter befinden, der an dem zweiten Applikator
angeordnet ist. Der Behälter kann dabei beispielsweise auch teilweise in dem Deckel
angeordnet sein. Auch kann der Fuß des zweiten Applikators den Behälter für die flüssige
kosmetische Komponente beinhalten. Alternativ können der Fuß und der Behälter auch
einstückig ausgestaltet sein. Auch können beispielsweise der Fuß und der Behälter
so zusammenwirken, dass wenn der Fuß zusammengedrückt wird, sich der Druck im Behälter
erhöht und die flüssige kosmetische Komponente am Applikator austreten kann. Zwischen
Applikator und Behälter kann dabei beispielsweise eine Art Rückschlagventil angeordnet
sein, das nur bei entsprechendem Druck im Behälter, die flüssige kosmetische Komponente
zum Applikator durchlässt. Dieses hat den Vorteil, dass wenn der Applikator nicht
verwendet wird und im Deckel verstaut ist, ein versehentlich ausgeübter Druck nicht
dazu führt, dass die flüssige kosmetische Komponente am Applikator austreten kann
und sich im Deckel ansammeln kann. Auch können zwischen dem Behälter und dem Applikator
andere dem Fachmann bekannte Mechanismen angeordnet sein, die die flüssige kosmetische
Komponente im Behälter zurückhalten, solange der Applikator nicht in Verwendung ist.
[0020] Alternativ kann es sich bei dem zweiten Applikator auch um einen sogenannten Automatikstift
handeln, der vor und zurück gedreht werden kann. Bei einem derartigen Automatikstift
sind der Fuß und das Drehelement beziehungsweise das Gehäuse vorzugsweise nicht-drehfest
miteinander verbunden. Die Mine des Automatikstiftes kann dann durch das Drehen des
Fußes und durch Festhalten des Drehelementes beziehungsweise des Gehäuses hoch und
runter gedreht werden. Alternativ kann es sich auch bei dem zweiten Applikator um
einen Pinsel handeln mit dem zum Beispiel etwas aufgetragen werden kann oder die durch
den ersten Applikator aufgetragene kosmetische Komponente nachbearbeitet werden kann.
[0021] In einer bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei dem ersten Applikator um
eine Lippenstiftmine.
[0022] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist die erfindungsgemäße
Vorrichtung auch einen Gehäusedeckel auf. Mit Hilfe des Gehäusedeckels wird die Vorrichtung,
insbesondere der erste Applikator geschützt, wenn die Vorrichtung gerade nicht benutzt
wird.
[0023] Vorzugsweise handelt es sich beim ersten Applikator um einen Lippenstift und bei
dem zweiten Applikator um einen im Lippenstift angeordneten stiftähnlichen Applikator
zum Auftragen einer flüssigen kosmetischen Komponente.
[0024] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung sind der nachfolgenden detaillierten
Beschreibung zu entnehmen, in welcher die Erfindung detailliert und in Bezug auf die
in den beigefügten Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele beschrieben wird.
[0025] In den Zeichnungen zeigt:
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung beinhaltend zwei Applikatoren;
und
- Fig. 2
- Querschnitte durch verschiedene Bauteile der erfindungsgemäßen Vorrich- tung, wie
gezeigt in Fig. 1.
[0026] Figur 1 zeigt beispielhaft die vorliegende Erfindung anhand eines Querschnittes durch
eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1. Die Vorrichtung 1 weist
ein Gehäuse 2 auf, in welchem ein erster Applikator 3 angeordnet ist. Das Gehäuse
2 ist dabei beispielsweise aus Kunststoff oder Metall. In dem gezeigten Beispiel hat
das Gehäuse 2 eine zylindrische Form. Andere Formen, beispielsweise mit ovalem oder
rechteckigem Querschnitt, sind jedoch auch denkbar.
[0027] In dem in Figur 1 gezeigtem Ausführungsbeispiel ist der erste Applikator 3 eine Lippenstiftmine.
Die Lippenstiftmine 3 ist zumindest teilweise in dem Gehäuse 2 angeordnet. Zur Veranschaulichung
ist ein Ausführungsbeispiel gezeigt, bei dem die Lippenstiftmine 3 an der Auftragsfläche
6, das heißt an der Fläche, die bei Benutzung des Lippenstiftes mit den Lippen in
Kontakt kommt, abgeschrägt ist. Die Lippenstiftmine 3 besteht aus einer ersten kosmetischen
Komponente. Diese erste kosmetische Komponente besteht aus einem Material oder aus
einer Materialzusammensetzung, welche geeignet und bestimmt ist, auf eine Lippe aufgetragen
zu werden. Die Lippenstiftmine 3 weist vorzugsweise einen runden Querschnitt auf und
hat vorzugsweise einen Durchmesser in der Größenordnung von 8 bis 25 mm. Grundsätzlich
können die Formen und Größenverhältnisse der Lippenstiftmine 3 beziehungsweise des
ersten Applikators 3 jedoch frei gewählt werden.
[0028] In dem in Figur 1 gezeigtem Ausführungsbeispiel weist die Vorrichtung 1 weiter einen
zweiten Applikator 4 auf. Zur Veranschaulichung ist ein Ausführungsbeispiel gezeigt,
bei dem der zweite Applikator 4 an der Vorderseite, das heißt an der Seite, die bei
Benutzung des Applikators 4 mit den Lippen in Kontakt kommt, konisch zugespitzt ist.
In dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel ist der zweite Applikator 4 ein Stift zum
Auftragen einer flüssigen kosmetischen Komponente, beispielsweise einer flüssigen
Lippenkontur oder eines Lipgloss. Durch die stift-ähnliche Form des zweiten Applikators
4 kann ein präzises Auftragen gewährleistet werden. Grundsätzlich bietet die Stiftform
auch den Vorteil, dass der Applikator 4 nicht in die flüssige kosmetische Komponente
eingetaucht werden muss, sondern sich diese innerhalb eines an dem zweiten Applikators
4 angeordneten Behälters 11 befindet. Ähnlich wie bei einem Filzstift kann die flüssige
kosmetische Komponente beispielsweise durch Kapillarwirkung zum zweiten Applikator
4 transportiert werden. Die Ausgestaltung der Form des Applikators 4 ist grundsätzlich
der Verwendung anzupassen. Alternativ kann der zweite Applikator 4, wie auch der erste
Applikator 3, vollständig aus einer weiteren kosmetischen Komponente geformt sein,
beispielsweise kann der zweite Applikator 4 eine Lippenkonturstiftmine sein, mittels
der eine Kontur auf die Lippen aufgetragen werden kann, um ein Verwischen des aufgetragenen
Lippenstiftes zu verhindern.
[0029] In dem in Figur 1 gezeigtem Ausführungsbeispiel weist die Vorrichtung 1 beziehungsweise
der zweite Applikator 4 einen Deckel 5 auf und der Deckel 5 ist, zumindest teilweise,
in dem ersten Applikator 3 angeordnet. Der Deckel 5 trennt einen inneren Raum in dem
ersten Applikator 3 ab. In diesen Raum ist der zweite Applikator 4 einführbar und
verstaubar. Bei Benutzung des zweiten Applikators 4 kann dieser aus dem Deckel 5 wieder
entnommen werden, wobei der Deckel 5 innerhalb des ersten Applikators 3 verbleibt.
Wenn der zweite Applikator 4 in dem Deckel 5 verstaut ist, sorgt der Deckel 5 dafür,
dass der zweite Applikator 4 nicht austrocknet und nicht in direkten Kontakt mit dem
ersten Applikator 3 kommt. Der Deckel 5 weist in diesem Ausführungsbeispiel einen
runden Querschnitt auf und hat vorzugsweise einen Durchmesser in der Größenordung
von 5 bis 22 mm. Grundsätzlich können aber die Formen und Größenordnungen variieren
und sind so anzupassen, dass der Deckel 5 einen ähnlichen Querschnitt und eine korrespondierende
Größe, wie der zweite Applikator 4 hat.
[0030] In dem in Figur 1 gezeigtem Ausführungsbeispiel ist der Deckel 5 so im ersten Applikator
3 angeordnet, dass die Öffnung des Deckels 5, das heißt die Öffnung aus der der zweite
Applikator 4 entnehmbar ist, an einer der Auftragsfläche 6 gegenüberliegenden Seite
liegt. Der zweite Applikator 4 ist in diesem Ausfiihrungsbeispiel also nach unten
hin entnehmbar. Der Deckel 5 erstreckt sich in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel
durch den gesamten ersten Applikator 3 und bildet mit einem Fuß 9 des zweiten Applikators
4 einen geschlossenen Raum innerhalb des ersten Applikators 3. In dem hier gezeigten
Ausführungsbeispiel hat der Deckel 5 eine längliche Form und bedeckt nicht nur den
zweiten Applikator 4, sondern auch teilweise den an diesem angeordneten Behälter 11.
[0031] Das in Figur 1 gezeigte Ausführungsbeispiel weist weiter Mittel auf, um die Lippenstiftmine
3 beziehungsweise den ersten Applikator 3 unabhängig von dem zweiten Applikator 4,
zumindest teilweise, aus dem Gehäuse 2 heraus und in das Gehäuse 2 hinein zu bewegen.
Das hier gezeigte Mittel weist einen Drehmechanismus auf, der die Bewegung der Lippenstiftmine
3 ermöglicht. Grundsätzlich weiß der Fachmann allerdings, dass auch ein anderer Mechanismus
wie beispielsweise ein Schiebemechanismus möglich ist. In dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel
ist der Drehmechanismus mit Hilfe eines Gewindes 7 an der Innenseite des Gehäuses
2 und mit Hilfe eines Drehelementes 10 realisiert. Dabei ist das Drehelement 10 relativ
zum Gehäuse 2 drehbar. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Lippenstiftmine
3 in einem Korb 8 angeordnet. Der Korb 8 weist geeignete Vorsprünge 15 auf, welche
durch das Drehelement 10 in das Gewinde 7 greifen. Wird nun das Drehelement 10 relativ
zum Gehäuse 2 gedreht, so wird der Korb 8 entlang des Gewindes 7 nach oben beziehungsweise
unten bewegt. Um die Drehbewegung für den Benutzer zu vereinfachen, ist in dem hier
gezeigten Ausführungsbeispiel der Fuß 9 des zweiten Applikators 4 über ein Verbindungselement
14 mit dem Drehelement 10 drehfest verbunden. Das heißt, wenn der zweite Applikator
4 nicht in Benutzung ist und im Deckel 5 verstaut ist, so erhöht sich die Grifffläche
des Drehelementes 10 um die Oberfläche des Fußes 9. Der Fuß 9 hat dabei vorzugsweise
eine Höhe von 12 mm, um eine komfortable Benutzung zu ermöglichen. Allerdings sind
auch andere Höhen und Ausgestaltungen des Fußes 9 möglich, je nachdem wie der zweite
Applikator 4 ausgestaltet ist und je nachdem wie die Gesamtausgestaltung der Vorrichtung
1 angelegt ist. Durch die Verbindung des Drehelementes 10 mit dem Fuß 9 kann die Vorrichtung
1 sehr kompakt hergestellt werden, da das Drehelement 10 nur bedingt allein bedienbar
sein muss und daher sehr klein ausgestaltet werden kann. Der Fuß 9, der über das Verbindungselement
14 mit dem Drehelement 10 verbindbar ist, ermöglicht dem Benutzer die Lippenstiftmine
3 komfortabel über den Drehmechanismus zu bewegen. Dabei wird das Drehelement 10 zusammen
mit dem Verbindungselement 14 sowie dem Fuß 9 relativ zum Gehäuse 2 gedreht.
[0032] Alternativ kann auch nur das Verbindungselement 14 mit dem Drehelement 10 verbunden
sein, so dass der Fuß 9 sich nicht mitbewegen muss, wenn die Lippenstiftmine 3 bewegt
wird. Eine weitere Alternative kann beispielsweise sein, dass der Fuß 9 des zweiten
Applikators 4 mit dem Gehäuse 2 drehfest verbindbar ist und der Benutzer dann den
Fuß 9 relativ zum Drehelement 10 drehen kann, um die Lippenstiftmine 3 zu bewegen.
Dieses ist besonders dann vorteilhaft, wenn der Benutzer das Gehäuse 2 nicht anfassen
möchte, da dieses beispielsweise aus einem hoch glänzenden Material besteht und der
Benutzer dieses nicht verschmutzen möchte. Auch kann das Gehäuse 2 beispielsweise
aufgrund einer besonders schlanken Ausgestaltung der Vorrichtung 1 sehr dünnwandig
ausgestaltet sein, so dass es bei einem zu starkem Druck auf das Gehäuse 2 zu einer
Beeinträchtigung des Drehmechanismus beziehungsweise der Lippenstiftmine 3 kommen
könnte und es deshalb vorteilhaft ist, dass das Gehäuse 2 nicht berührt werden muss.
[0033] Auch wenn in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel ein Verbindungselement 14 gezeigt
ist, welches den Fuß 9 sowie das Drehelement 10 verbindet, so ist auch eine direkte
Verbindung der beiden Bauteile möglich. Dabei kann beispielsweise der Fuß 9 direkt
mit dem Drehelement 10 verbindbar sein, oder der Fuß 9 kann direkt mit dem Gehäuse
2 verbindbar sein. Alternativ kann auch das Verbindungselement 14 sehr kompakt ausgestaltet
sein, so dass dieses beispielsweise nur die Funktion hat, dass Drehelement 10 und
den Fuß 9 drehfest miteinender zu verbinden.
[0034] Das in Figur 1 gezeigte Ausführungsbeispiel weist weiter einen Gehäusedeckel 12 auf,
welcher den ersten Applikator 3 schützt, wenn dieser nicht in Benutzung ist.
[0035] Figur 2 zeigt Querschnitte durch verschiedene Bauteile der Vorrichtung 1, wie gezeigt
in Figur 1.
[0036] Figur 2 (a) zeigt den Deckel 5 des zweiten Applikators 4 mit dem Verbindungselement
14. Das Verbindungselement 14 ermöglicht, in der hier gezeigten Ausführungsform, dass
der Fuß 9 des zweiten Applikators 4 und das Drehelement 10 des Drehmechanismus 13
drehfest miteinander verbindbar sind. Der in diesem Ausführungsbeispiel gezeigte Deckel
5 bedeckt nicht nur den zweiten Applikator 4 selbst sondern auch teilweise den an
dem Applikator 4 angeordneten Behälter 11, in welchem sich die flüssige kosmetische
Komponente zum Auftragen befmdet. Der Deckel 5 hat dementsprechend eine längliche
Ausgestaltungsform. Allerdings sind auch andere Formen denkbar, je nachdem welcher
Teil des zweiten Applikators 4 abgedeckt werden soll und welche Form der zweite Applikator
4 aufweist.
[0037] Figur 2 (b) zeigt einen Querschnitt des zweiten Applikators 4. Zur Veranschaulichung
ist ein Ausführungsbeispiel gezeigt, bei dem der zweite Applikator 4 an der Vorderseite,
das heißt an der Seite, die bei Benutzung des zweiten Applikators 4 mit den Lippen
in Kontakt kommt, konisch zugespitzt ist. Hier sind aber auch andere Formen denkbar,
je nachdem welche kosmetische Komponente zum Auftragen sich in dem Behälter 11 befindet
und welcher kosmetische Effekt damit erzielt werden soll. So wird ein Konturstift
eher einen konisch zulaufenden Applikator 4 aufweisen mit welchem präzise Linen gezogen
werden können, wohingegen andere Applikatoren eher einen rechteckigen Querschnitt
aufweisen, so dass mehr der flüssigen kosmetischen Komponente auf eine größere Fläche
aufgetragen werden kann. Die Form des Applikators 4 richtet sich dabei immer nach
dem Zweck der kosmetischen Komponente zum Auftragen und wo diese aufgetragen wird.
Das in Figur 2 (b) gezeigte Ausführungsbeispiel weist weiter einen Fuß 9 auf, welcher
vorzugsweise so ausgestaltet ist, dass der zweite Applikator 4 auf diesem Fuß 9 stehen
kann, wenn er aus dem Deckel 5 entnommen ist. Dabei kann der Fuß 9 beispielsweise
so ausgestaltet sein, dass der Applikator 4 und der Behälter 11 auswechselbar sind.
In dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel hat der Fuß 9 beispielsweise ein Loch in
der Mitte, in welches der Applikator 4 und der Behälter 11, die zusammen stiftartig
ausgestaltet sind, eingeführt werden können. Alternativ kann aber auch der Behälter
11 einstückig mit dem Fuß 9 ausgestaltet sein, so dass sich das Volumen, welches für
die kosmetische Komponente zur Verfügung steht, vergrößert. Auch kann anstelle des
gezeigten Applikators 4 mit dem Behälter 11, der Applikator 4 komplett aus einer kosmetischen
Komponente bestehen, beispielsweise aus einer Lippenkonturstiftmine. Diese Mine kann
beispielsweise auch stiftartig ausgeformt sein und durch ein Loch im Fuß 9 einführbar
sein. Auch kann beispielsweise der Fuß 9 anstelle eines durchgängigen Loches eine
Aufnahme oder Aufsteckhülse aufweisen, die verschiedene stiftartige Applikatoren 4
aufnehmen kann, so das der Benutzer beispielsweise die Farben oder die Komponenten
auswechseln kann.
[0038] Figur 2 (c) zeigt den Drehmechanismus 13 mit dem der erste Applikator 3 beziehungsweise
die Lippenstiftmine 3 aus dem Gehäuse 2 heraus und in das Gehäuse 2 hinein bewegt
werden kann. Der Drehmechanismus 13 besteht dabei aus dem Korb 8, in welchem die Lippenstiftmine
3 angeordnet ist, dem Drehelement 10 und dem Gewinde 7 an der Innenseite des Gehäuses
2. Der Korb 8 weist geeignete Vorsprünge 15 auf, welche durch das Drehelement 10 in
das Gewinde 7 an der Innenseite des Gehäuses 2 greifen. Das Drehelement 10 ist relativ
zum Gehäuse 2 drehbar. Wird das Drehelement 10 relativ zum Gehäuse 2 gedreht, so wird
der Korb 8 mit den Vorsprüngen 15 entlang des Gewindes 7 an der Innenseite des Gehäuses
2 bewegt und der Korb 8 bewegt sich entsprechend hinauf beziehungsweise herunter.
[0039] Die in Figur 2 gezeigten Querschnitte der einzelnen Bauteile der in Figur 1 gezeigten
erfindungsgemäßen Vorrichtung 1, zeigen einen weiteren Vorteil der erfmdungsgemäßen
Vorrichtung 1 auf. Die einzelnen Bauteilgruppen sind vom Benutzer frei wählbar. So
ist es beispielsweise möglich, dass der Benutzer mehrere unterschiedliche Lippenstiftminen
3 mit dazugehörigen Drehmechanismen 13 auswählen kann. Auch ist es beispielsweise
möglich, dass der Benutzer mehrere unterschiedliche zweite Applikatoren 4 auswählen
kann, beispielsweise einen Lipgloss oder einen Lippenkonturstift. Mittels des Verbindungsstückes
14 lassen sich diese unterschiedlichen Applikatoren 3, 4 miteinander in der in Figur
1 gezeigten Weise zu einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 kombinieren. Die erfindungsgemäße
Vorrichtung 1 bietet daher dem Benutzer nicht nur eine kompakte Vorrichtung 1 beinhaltend
zwei unterschiedliche Applikatoren 3, 4, sondern bietet dem Benutzer auch eine große
Flexibilität in Bezug auf die Auswahl der kosmetischen Komponenten.
1. Vorrichtung (1) zum Auftragen von kosmetischen Komponenten, aufweisend:
ein Gehäuse (2);
einen ersten Applikator (3) aus einer kosmetischen Komponente zum Auftragen, wobei
der erste Applikator (3) zumindest teilweise in dem Gehäuse (2) angeordnet ist;
einen zweiten Applikator (4) zum Auftragen einer kosmetischen Komponente;
dadurch gekennzeichnet, dass
die Vorrichtung einen in dem ersten Applikator (3) zumindest teilweise angeordneten
Deckel (5) aufweist und
der zweite Applikator (4) in dem Deckel (5) entnehmbar angeordnet ist.
2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Applikator (4) an einer Seite aus der Vorrichtung (1) entnehmbar ist,
die einer Auftragsfläche (6) zum Auftragen der kosmetischen Komponente des ersten
Applikators (3) gegenüberliegt.
3. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) weiter Mittel aufweist, um den ersten Applikator (3) unabhängig
von dem zweiten Applikator (4) zumindest teilweise aus dem Gehäuse (2) heraus und
in das Gehäuse (2) hinein zu bewegen.
4. Vorrichtung (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel einen Drehmechanismus (13) aufweist.
5. Vorrichtung (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehmechanismus (13) ein Drehelement (10) aufweist, wobei das Drehelement (10)
relativ zum Gehäuse (2) drehbar ist.
6. Vorrichtung (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an dem zweiten Applikator (4) ein Fuß (9) angeordnet ist.
7. Vorrichtung (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehelement (10) drehfest mit dem Fuß (9) des zweiten Applikators (4) verbindbar
ist.
8. Vorrichtung (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (2) drehfest mit dem Fuß (9) des zweiten Applikators (4) verbindbar ist.
9. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehmechanismus (13) ein Gewinde (7) an der Innenseite des Gehäuses (2) aufweist.
10. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Applikator (3) in einem Korb (8) angeordnet ist.
11. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Applikator (4) aus einer zweiten kosmetischen Komponente zum Auftragen
besteht.
12. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Applikator (4) ein Stift zum Auftragen einer flüssigen kosmetischen Komponente
ist.
13. Vorrichtung (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass an dem zweiten Applikator (4) ein Behälter (11) angeordnet ist, in dem sich die flüssige
kosmetische Komponente befindet.
14. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Applikator (3) eine Lippenstiftmine ist.
15. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) einen Gehäusedeckel (12) aufweist.
1. Apparatus (1) for applying cosmetic components, comprising:
a cover (2);
a first applicator (3) consisting of a cosmetic component for applying, wherein the
first applicator (3) is at least in part arranged in the cover (2);
a second applicator (4) for applying a cosmetic component;
characterized in that
the apparatus comprises a cap (5) at least in part arranged in the first applicator
(3) and
the second applicator (4) is withdrawable from the cap (5).
2. Apparatus (1) according to claim 1, characterized in that the second applicator (4) is withdrawable from a side of the apparatus (1) which
opposes an applying surface (6) for applying the cosmetic component of the first applicator
(3).
3. Apparatus (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the apparatus (1) further comprises means for moving the first applicator (3) partially
out of the cover (2) and into the cover (2) independently from the second applicator
(4).
4. Apparatus (1) according to claim 3, characterized in that the means comprises a rotation mechanism (13).
5. Apparatus (1) according to claim 4, characterized in that the rotation mechanism (13) comprises a rotation element (10), wherein the rotation
element (10) can be rotated relatively to the cover (2).
6. Apparatus (1) according to claim 5, characterized in that a base (9) is arranged at the second applicator (4).
7. Apparatus (1) according to claim 6, characterized in that the rotation element (10) is torque-proof connectable to the base (9) of the second
applicator (4)
8. Apparatus (1) according to claim 6, characterized in that the cover (2) is torque-proof connectable to the base (9) of the second applicator
(4).
9. Apparatus (1) according to one of claims 4 to 8, characterized in that the rotation mechanism (13) comprises a thread (7) at the inner side of the cover
(2).
10. Apparatus (1) according to one of claims 4 to 9, characterized in that the first applicator (3) is arranged in a basket (8).
11. Apparatus (1) according to one of claims 1 to 10, characterized in that the second applicator (4) is consisting of a second cosmetic component for applying.
12. Apparatus (1) according to one of claims 1 to 10, characterized in that the second applicator (4) is a cosmetic pencil for applying a liquid cosmetic component.
13. Apparatus (1) according to claim 12, characterized in that at the second applicator (4) a reservoir (11) is arranged in which the liquid cosmetic
component is contained.
14. Apparatus (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the first applicator (3) is a lipstick mine.
15. Apparatus (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the apparatus (1) comprises a cover lid (12).
1. Dispositif (1) pour appliquer des composants cosmétiques, comportant un boîtier (2),
un premier applicateur (3) composé d'un composant cosmétique à appliquer, le premier
applicateur (3) étant disposé au moins partiellement dans le boîtier (2), un deuxième
applicateur (4) pour appliquer un composant cosmétique, caractérisé en ce que le dispositif comporte un couvercle (5) disposé au moins partiellement dans le premier
applicateur (3), et le deuxième applicateur (4) est disposé dans le couvercle (5)
de manière amovible.
2. Dispositif (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le deuxième applicateur (4) peut être retiré du dispositif (1) par un côté opposé
à une surface d'application (6) permettant l'application du composant cosmétique du
premier applicateur (3).
3. Dispositif (1) selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif (1) comporte en outre un moyen pour faire sortir le premier applicateur
(3) au moins partiellement du boîtier (2) et le faire entrer dans le boîtier (2) indépendamment
du deuxième applicateur (4).
4. Dispositif (1) selon la revendication 3, caractérisé en ce que le moyen comporte un mécanisme de rotation (13).
5. Dispositif (1) selon la revendication 4, caractérisé en ce que le mécanisme de rotation (13) comporte un élément de rotation (10), lequel élément
de rotation (10) peut tourner par rapport au boîtier (2).
6. Dispositif (1) selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'un pied (9) est disposé sur le deuxième applicateur (4).
7. Dispositif (1) selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'élément de rotation (10) peut être relié de manière solidaire en rotation avec
le pied (9) du deuxième applicateur (4).
8. Dispositif (1) selon la revendication 6, caractérisé en ce que le boîtier (2) peut être relié de manière solidaire en rotation avec le pied (9)
du deuxième applicateur (4).
9. Dispositif (1) selon une des revendications 4 à 8, caractérisé en ce que le mécanisme de rotation (13) comporte un filetage (7) du côté intérieur du boîtier
(2).
10. Dispositif (1) selon une des revendications 4 à 9, caractérisé en ce que le premier applicateur (3) est disposé dans un panier (8).
11. Dispositif (1) selon une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le deuxième applicateur (4) est composé d'un deuxième composant cosmétique à appliquer.
12. Dispositif (1) selon une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le deuxième applicateur (4) est un bâton permettant d'appliquer un composant cosmétique
liquide.
13. Dispositif (1) selon la revendication 12, caractérisé en ce qu'un réservoir (11) dans lequel se trouve le composant cosmétique liquide est disposé
sur le deuxième applicateur (4).
14. Dispositif (1) selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier applicateur (3) est un raisin de bâton à lèvres.
15. Dispositif (1) selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif (1) comporte un couvercle de boîtier (12).