(19)
(11) EP 2 325 010 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
13.06.2018  Patentblatt  2018/24

(21) Anmeldenummer: 10189743.7

(22) Anmeldetag:  03.11.2010
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B41F 33/00(2006.01)

(54)

Verfahren zur Bestimmung von Eigenschaften eines bedruckten Bedruckstoffs

Method for determining characteristics of a printed material

Procédé destiné à la détermination de caractéristiques d'une matière imprimée


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 19.11.2009 DE 102009046853

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
25.05.2011  Patentblatt  2011/21

(73) Patentinhaber: manroland sheetfed GmbH
63075 Offenbach (DE)

(72) Erfinder:
  • Boosmann, Thomas
    48291 Telgte-Westbevern (DE)
  • Fejfar, Florian
    81476 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 0 143 744
DE-U1- 29 721 199
EP-A1- 0 408 507
US-A- 5 182 721
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bestimmung von Eigenschaften eines bedruckten Bedruckstoffs nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0002] Aus der Praxis ist es bekannt, zur Regelung eines Druckprozesses, so zum Beispiel zur Farbregelung, in einer Druckmaschine bedruckte Bedruckstoffe mit Hilfe einer Messeinrichtung zu vermessen und so Eigenschaften des bedruckten Bedruckstoffs messtechnisch zu erfassen, um so auf Grundlage der messtechnisch erfassten Eigenschaften des bedruckten Bedruckstoffs den Druckprozess zu regeln. Unter den Eigenschaften des bedruckten Bedruckstoffs ist das Zusammenspiel des Bedruckstoffs mit der auf denselben aufgetragenen Druckfarbe zu verstehen, wobei auf das Zusammenspiel des Bedruckstoffs mit der auf denselben aufgetragenen Druckfarbe viele Druckbedingungen des Druckprozesses Einfluss haben.

    [0003] Dabei kann die Messeinrichtung, die zum Vermessen des bedruckten Bedruckstoffs verwendet wird, in die Druckmaschine integriert sein, um den bedruckten Bedruckstoff inline zum Druckprozess in Druckmaschinengeschwindigkeit zu vermessen. Alternativ ist es möglich, dass die Messeinrichtung an der Druckmaschine verbaut ist, um den bedruckten Bedruckstoff online zum Druckprozess jedoch nicht in Druckmaschinengeschwindigkeit zu vermessen. Unabhängig davon, ob der bedruckte Bedruckstoff inline zum Druckprozess in Druckmaschinengeschwindigkeit oder online zum Druckprozess nicht in Druckmaschinengeschwindigkeit vermessen wird, werden die messtechnisch erfassten Eigenschaften dem Druckprozess zugänglich gemacht.

    [0004] Aus der EP 2 033 789 A2 ist ein Verfahren zur Bestimmung von farbmetrischen Eigenschaften eines bedruckten Bedruckstoffs bekannt, wobei nach diesem Verfahren mithilfe einer ungenauen, als Farbmessgerät ausgebildeten Messeinrichtung relative Farbmesswerte und mithilfe einer genauen, ebenfalls als Farbmessgerät ausgebildeten Messeinrichtung absolute Farbmesswerte erfasst werden, und wobei mittels der Messwerte des genauen Farbmessgeräts eine Kalibrierung des ungenauen Farbmessgeräts vorgenommen werden kann. Da sowohl das genaue Farbmessgerät als auch das ungenaue Farbmessgerät farbmetrische Farbmesswerte bereitstellen kann, beruhen beide Farbmessgeräte auf demselben Messprinzip.

    [0005] Aus der DE 10 2006 014 657 B4 ist ein Verfahren zur Farbregelung einer Druckmaschine bekannt, bei welchem zwei Messeinrichtungen zum Einsatz kommen, die auf unterschiedlichen Messprinzipien beruhen. Mithilfe einer Dichtemesswerte bereitstellenden, als Densitometer ausgebildeten Messeinrichtung erfolgt in einer Einrichtephase der Druckmaschine die Einstellung von Farbwerken. Zur Farbregelung wird im Fortdruckbetrieb der Druckmaschine der bedruckte Bedruckstoff mithilfe einer als Kamera ausgebildeten Messeinrichtung, die farbmetrische Messwerte bereitstellt, vermessen. Auf Grundlage der farbmetrischen Messwerte der Kamera kann die auf Grundlage der Dichtemesswerte des Densitometers vorgenommene Einstellung der Farbwerke angepasst werden, um die Farbregelung zu verbessern.

    [0006] Aus EP 0 408 507 A1 ist ein Verfahren zur Bestimmung der Farbmaßzahldifferenzen zwischen zwei mit Hilfe einer Druckmaschine gedruckten Rasterfeldern sowie ein Verfahren zur Farbsteuerung oder Farbregelung des Druckes einer Druckmaschine bekannt. Dabei werden Rasterfelder, vorzugsweise Graubalancefelder, mit Hilfe eines Densitometers abgetastet. Die sich bei vergleichenden Messungen ergebenden Rasterdichtedifferenzen werden mit Hilfe einer experimentell bestimmten Transformationsmatrix in Farbmaßzahldifferenzen eines empfindungsmäßig gleichabständig abgestuften Farbraumes transformiert, so dass einerseits die Vorteile genutzt werden können, die sich durch eine Qualitätsbeurteilung in einem echten Farbmaßsystem statt in einem densitometrischen Maßsystem ergeben und andererseits der Einsatz von Regelstrategien möglich ist, die ein Farbmaßsystem, wie beispielsweise das L*a*b*-System oder das LUV-System benötigen. Die Transformationsmatrix wird experimentell dadurch bestimmt, dass ein Referenz-Eichdruck sowie mehrere Zusatz-Eichdrucke erzeugt werden, die jeweils ein Graubalancefeld und drei Volltonfelder aufweisen. Bei jedem Zusatz-Eichdruck ist die Schichtdicke eines anderen Volltonfeldes vergrößert. Durch Erfassen der Farbmaßzahldifferenzen und der Rasterdichtedifferenzen und Einsetzen derselben in ein Gleichungssystem, das den Zusammenhang zwischen den Rasterdichtedifferenzen und den Farbmaßzahldifferenzen angibt, können die Elemente der Transformationsmatrix bestimmt werden, die den Zusammenhang zwischen Rasterdichteänderungen und zugeordneten Farbmaßzahländerungen beschreibt.

    [0007] Aus US 5,182,721 A ist ein Verfahren zur Farbauftragssteuerung bei einer Druckmaschine, eine entsprechend ausgerüstete Druckanlage und eine Messvorrichtung für eine solche Druckanlagen bekannt. Zur Verbesserung der Farbführungssteuerung einer Offset-Druckmaschine werden dabei auf den Druckbogen vorgesehene Farbmessfelder nicht wie bisher densitometrisch, sondern farbmetrisch durch spektrale Messung ausgewertet. Für das Abstimmen der Farbe werden spektrale Remissionen verwendet oder daraus Farbkoordinaten errechnet und mit entsprechenden Soll-Remissionen bzw. Soll-Farbkoordinaten verglichen. Die sich dabei ergebenden Farbabstände werden zur Steuerung der Farbführung herangezogen. Für die Fortdruckstabilisierung werden die spektralen Remissionen in Filter-Farbdichten umgerechnet, und die Farbführung erfolgt aufgrund dieser Farbdichten konventionell.

    [0008] Aus EP 0 143 744 A1 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Beurteilung der Druckqualität und/oder Regelung der Farbführung bei einer Offset-Druckmaschine und eine mit einer entsprechenden Vorrichtung ausgestattete Offset-Druckmaschine bekannt. Die Abtastung der Druckbögen erfolgt unmittelbar nach dem letzten Druckwerk. Die Druckbögen werden bildelementweise mit einem oder mehreren Messköpfen abgetastet. Auf jedem Bildelement wird die Remission in vier spektralen Bereichen (Infrarot für Black, Rot für Cyan, Grün für Magenta und Blau für Yellow) gemessen. Die gemessenen Remissionswerte werden anhand der Neugebauer-Gleichungen in Flächenbedeckungen umgerechnet (demaskiert) und einem Rechner zur Auswertung zugeführt. Mit der gleichen Messeinrichtung werden sowohl die Sollwerte (OK-Bogen) als auch die Istwerte (Fortdruck) gemessen. Der Rechner vergleicht die gemessenen Daten, gewichtet sie je nach Flächenbedeckung, Fremdfarbanteil und Umgebung des jeweiligen Bildelements und liefert pro Zone und Farbe ein Regelsignal zur Steuerung der Farbführung. Aus den Flächenbedeckungswerten der vier Farben können in einem parallelen Rechenprozess für jedes Bildelement die Farbkoordinaten (X, Y, Z) bestimmt werden. Mit diesem Verfahren ist es möglich, die Farbführung einer Mehrfarben-Druckmaschine ohne Verwendung eines Farbmessstreifens durch direkte Messung im gedruckten Bild on-line zu kontrollieren.

    [0009] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung das Problem zugrunde ein neuartiges Verfahren zur Bestimmung von Eigenschaften eines bedruckten Bedruckstoffs zu schaffen.

    [0010] Dieses Problem wird durch ein Verfahren zur Bestimmung von Eigenschaften eines bedruckten Bedruckstoffs gemäß Anspruch 1 gelöst.

    [0011] Erfindungsgemäß wird auf Grundlage der oder jeder mit Hilfe der Messeinrichtung messtechnisch erfassten ersten Eigenschaft unter Zugriff auf eine Datenbank mindestens eine zweite Eigenschaft des bedruckten Bedruckstoffs ermittelt, die mit der Messeinrichtung messtechnisch nicht erfassbar ist, um die oder jede zweite Eigenschaft ebenso wie die oder jede erste Eigenschaft dem Druckprozess zugänglich zu machen.

    [0012] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es möglich, im Betrieb einer Druckmaschine auf Grundlage der Messwerte einer Messeinrichtung, die auf einem definierten Messprinzip beruht, unter Zugriff auf eine Datenbank Eigenschaften des vermessenen, bedruckten Bedruckstoffs zu ermitteln, die aufgrund des Messprinzips der Messeinrichtung mit der Messeinrichtung messtechnisch nicht erfasst werden können. Hierdurch ist es möglich, die Anzahl der im Druckprozess eingesetzten Messeinrichtungen zu reduzieren.

    [0013] Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung. Ausführungsbeispiele der Erfindung werden, ohne hierauf beschränkt zu sein, an Hand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt:
    Fig. 1
    eine Bogendruckmaschine zur Verdeutlichung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Bestimmung von Eigenschaften eines bedruckten Bedruckstoffs.


    [0014] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bestimmung von Eigenschaften eines in einer Druckmaschine bedruckten Bedruckstoffs. Unter Bezugnahme auf Fig. 1 wird das erfindungsgemäße Verfahren exemplarisch an einer Bogendruckmaschine, in der bogenförmige Bedruckstoffe bedruckt werden, beschrieben. Die Erfindung ist jedoch auch bei Rollendruckmaschinen, in welchen ein bahnförmiger Bedruckstoff bedruckt wird, einsetzbar.

    [0015] Unter Eigenschaften des bedruckten Bedruckstoffs ist das Zusammenspiel des Bedruckstoffs mit der auf denselben aufgetragenen Druckfarbe zu verstehen, wobei auf das Zusammenspiel des Bedruckstoffs mit der auf denselben aufgetragenen Druckfarbe die Druckbedingungen des Druckprozesses Einfluss haben.

    [0016] Fig. 1 zeigt schematisiert eine Bogendruckmaschine 10, die einen Anleger 11, einen Ausleger 12, mehrere zwischen dem Anleger 11 und dem Ausleger 12 positionierte Druckwerke 13 bzw. 14 sowie zwei Lackwerke 15 umfasst. Die Druckwerke 13 dienen dem Bedrucken einer ersten Seite eines zu bedruckenden Bedruckstoffs und die Druckwerke 14 dem Bedrucken einer zweiten Seite des zu bedruckenden Bedruckstoffs, wobei zwischen den Druckwerken 13 und den Druckwerken 14 eine Wendeeinrichtung 16 positioniert ist. Gemäß Fig. 1 ist der Bogendruckmaschine 10 eine Messeinrichtung 17 zugeordnet, mithilfe derer im gezeigten Ausführungsbeispiel ein bedruckter Bedruckstoff zwischen den Druckwerken 14 und den Lackwerken 15 vermessen werden kann.

    [0017] Die Messeinrichtung 17 beruht auf einem definierten Messprinzip und kann auf Grundlage dieses Messprinzips mindestens eine erste Eigenschaft des bedruckten Bedruckstoffs messtechnisch erfassen und dem Druckprozess zugänglich machen, so zum Beispiel zur Anzeige der oder jeder ersten Eigenschaft auf einem Leitstand 18 der Druckmaschine 10.

    [0018] Im Sinne der hier vorliegenden Erfindung wird vorgeschlagen, auf Grundlage der oder jeder mithilfe der Messeinrichtung 17 messtechnisch erfassten ersten Eigenschaft unter Zugriff auf eine Datenbank 19 mindestens eine zweite Eigenschaft des bedruckten Bedruckstoffs zu ermitteln, wobei die oder jede unter Zugriff auf die Datenbank 19 ermittelte zweite Eigenschaft mit der Messeinrichtung 17 messtechnisch nicht erfasst werden kann.

    [0019] Die oder jede auf Grundlage der Datenbank 19 sowie der oder jeder ersten Eigenschaft erfasste zweite Eigenschaft kann zusammen mit der oder jeder ersten Eigenschaft dem Druckprozess zugänglich gemacht werden, so zum Beispiel zur Anzeige auf dem Leitstand 18 der Druckmaschine.

    [0020] Es liegt demnach im Sinne der hier vorliegenden Erfindung, mithilfe einer auf einem definierten Messprinzip beruhenden Messeinrichtung 17 bedruckte Bedruckstoffe zu vermessen und so messtechnisch mindestens eine erste Eigenschaft des bedruckten Bedruckstoffs zu ermitteln. Ferner wird auf Basis der oder jeder messtechnisch ermittelten ersten Eigenschaft unter Zugriff auf die Datenbank 19 mindestens eine zweite Eigenschaft des bedruckten Bedruckstoffs ermittelt, die mit der Messeinrichtung 17 auf Grundlage ihres Messprinzips messtechnisch nicht erfasst werden kann. Die oder jede erste Eigenschaft sowie die oder jede zweite Eigenschaft werden dem Druckprozess zugänglich gemacht, so zum Beispiel zur Anzeige der Eigenschaften auf dem Leitstand 18 und/oder zur Speicherung der Eigenschaften im Leitstand 18 oder einem anderen nicht-gezeigten Speichermedium und/oder zur Steuerung und/oder Regelung des Druckprozesses.

    [0021] In der Datenbank 19 werden mit einer weiteren, in Fig. 1 nicht gezeigten, auf einem zweiten Messprinzip beruhenden Messeinrichtung erfasste Messwerte abgelegt bzw. verwendet, auf Grundlage derer dann mithilfe der oder jeder mit der ersten Messeinrichtung 17 erfassten ersten Eigenschaft die oder jede zweite Eigenschaft ermittelt wird.

    [0022] Die Messeinrichtung 17, mithilfe derer demnach die oder jede erste Eigenschaft messtechnisch ermittelt wird, und die zweite Messeinrichtung, deren Messwerte in die Datenbank 19 einfließen, beruhen demnach auf unterschiedlichen Messprinzipien.

    [0023] Auf Grundlage der oder jeder mithilfe der Messeinrichtung 17 erfassen ersten Eigenschaft kann unter Bezugnahme auf die Datenbank 19, in welcher bzw. in welchem mit der weiteren, auf dem zweiten unterschiedlichen Messprinzip beruhenden Messeinrichtung erfasste Messwerte abgelegt sind, mindestens eine zweite Eigenschaft für das Druckprodukt ermittelt werden, die mit der Messeinrichtung 17 messtechnisch nicht erfasst werden kann.

    [0024] Nach einer ersten Weiterbildung der Erfindung handelt es sich bei der auf dem ersten Messprinzip beruhenden Messeinrichtung 17, mithilfe derer die oder jede erste Eigenschaft des Druckprodukts messtechnisch erfasst wird, um ein farbmetrische und/oder spektrale Messwerte bereitstellendes Farbmessgerät. In diesem Fall ist dann die auf dem zweiten Messprinzip beruhende Messeinrichtung, deren Messwerte in die Datenbank 19 einfließen, als ein Dichtemesswerte bereitstellendes Densitometer ausgeführt, welches entweder mit Polfilter oder ohne Polfilter die Dichtemesswerte aufnimmt.

    [0025] Nach einer zweiten, alternativen Weiterbildung der Erfindung ist es auch möglich, dass die auf dem ersten Messprinzip beruhende Messeinrichtung, mithilfe derer die oder jede erste Eigenschaft des Druckprodukt messtechnisch erfasst wird, ein Dichtemesswerte bereitstellendes Densitometer ist, welches mit Polfilter oder ohne Polfilter arbeitet. In diesem Fall ist die auf dem zweiten Messprinzip beruhende Messeinrichtung, deren Messwerte in die Datenbank 19 einfließen, als farbmetrische und/oder spektrale Messwerte bereitstellende Messeinrichtung aufgeführt.

    [0026] Vorzugsweise ist die auf dem ersten Messprinzip beruhende Messeinrichtung 17, die während des Druckbetriebs der Druckmaschine 10 den Bedruckstoff messtechnisch erfasst, in die Druckmaschine 10 integriert, und zwar derart, dass mit derselben die oder jede erste Eigenschaft des bedruckten Bedruckstoffs inline zum Druckprozess in Druckmaschinengeschwindigkeit erfasst und dem Druckprozess zugänglich gemacht wird.

    [0027] In diesem Fall wird dann auch die oder jede auf Grundlage der oder jeder messtechnisch erfassten ersten Eigenschaft unter Zugriff auf die Datenbank 19 ermittelte zweite Eigenschaft inline zum Druckprozess in Druckmaschinengeschwindigkeit ermittelt und dem Druckprozess zugänglich gemacht.

    [0028] Alternativ ist es jedoch auch möglich, dass die auf dem ersten Messprinzip beruhende Messeinrichtung 17, die der messtechnischen Erfassung der oder jeder ersten Eigenschaft des Bedruckstoffs dient, derart an der Druckmaschine verbaut ist, das mit derselben die oder jede erste Eigenschaft online zum Druckprozess jedoch nicht in Druckmaschinengeschwindigkeit erfasst und dem Druckprozess zugänglich gemacht wird.

    [0029] In diesem Fall wird dann auch die oder jede auf Grundlage der oder jeder messtechnisch erfassten ersten Eigenschaft unter Zugriff auf die Datenbank 19 ermittelte zweite Eigenschaft online zum Druckprozess nicht in Druckmaschinengeschwindigkeit ermittelt und dem Druckprozess zugänglich gemacht.

    [0030] Dann, wenn auf eine Datenbank 19 zugegriffen wird, um auf Grundlage der oder jeder messtechnisch erfassten ersten Eigenschaft die oder jede zweite Eigenschaft, die mit der Messeinrichtung 17 nicht messtechnisch erfassbar ist, zu ermitteln, werden in der Datenbank 19 Referenzmesswerte bedruckter Bedruckstoffe abgelegt.

    [0031] Hierbei werden sowohl Referenzmesswerte in der Datenbank 19 abgelegt, die mit einer auf dem ersten Messprinzip beruhenden Messeinrichtung 17 erfasst werden, als auch Referenzmesswerte, die an demselben Bedruckstoff mit einer auf dem zweiten, unterschiedlichen Messprinzip beruhenden, nichtgezeigten weiteren Messeinrichtung erfasst werden.

    [0032] Bei der Ermittlung der Referenzmesswerte müssen nicht exakt die Messeinrichtungen der Druckmaschine verwendet werden, vielmehr können baugleiche, auf den jeweiligen Messprinzipien beruhende Messeinrichtung verwendet werden.

    [0033] Dabei werden die Referenzmesswerte, die mit den auf unterschiedlichen Messprinzipien beruhenden Messeinrichtungen erfasst werden, sowie gegebenenfalls daraus abgeleitete Größen in Korrelation zueinander gesetzt. Vorzugsweise wird die Datenbank 19 dann fortlaufend aktualisiert, nämlich fortlaufend erweitert und/oder verändert.

    [0034] Bei den in der Datenbank abgelegten Referenzmesswerten handelt es sich um Referenzmesswerte, die für unterschiedliche Bedruckstofftypen und/oder unterschiedliche Druckfarben und/oder unterschiedliche Druckfarbentypen abgelegt werden.

    [0035] So ist es möglich, für Bedruckstoffe unterschiedlicher Dicken und unterschiedlichen Qualität entsprechende Referenzmesswerte in der Datenbank 19 abzulegen. Ebenso ist es möglich, für die Prozessfarben des autotypischen Zusammendrucks, also für die Prozessfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz, entsprechende Referenzmesswerte in der Datenbank 19 abzulegen.

    [0036] Weiterhin können für Prozessfarben unterschiedlicher Hersteller, also für unterschiedliche Druckfarbentypen, in der Datenbank entsprechende Referenzmesswerte abgelegt werden.

    [0037] Weiterhin können auch für den unbedruckten Bedruckstoff in der Datenbank 19 entsprechende Referenzmesswerte abgelegt werden.

    [0038] Dann, wenn auf ein an sich bekanntes Modell 20 zugegriffen wird, welches nicht Bestandteil der vorliegenden Erfindung ist, um auf Grundlage der oder jeder messtechnisch ermittelten ersten Eigenschaft mindestens eine zweite Eigenschaft für den bedruckten Bedruckstoff zu ermitteln, werden über das Modell 20 aus den messtechnisch erfassten ersten Eigenschaften die zweiten Eigenschaften errechnet oder abgeleitet. Hierbei sind dann im Unterschied zu Vorgehensweise mit der Datenbank 19 keine Referenzmessungen mit beiden auf unterschiedlichen Messprinzipien beruhenden Messeinrichtungen des identischen bedruckten Bedruckstoffs erforderlich.

    [0039] Vielmehr kann unter Verwendung eines Modells 20 so vorgegangen werden, dass dann, wenn beispielsweise mit einer als Densitometer ausgebildeten Messeinrichtung 17 als erste Eigenschaft eine Dichte gemessen wird, hieraus für eine bestimmte Bedruckstoff-Druckfarbe-Kombination das zugehörige Remissionsspektrum bestimmt wird. Die Bestimmung des zum Dichtewert korrespondierenden Remissionsspektrums kann beispielsweise über eine physikalische Modellierung der Schichtdicke erfolgen, wobei die Schichtdicke iterativ in infinitesimalen Schritten verändert wird, bis die gemessene Dichte erreicht ist. Alternativ kann die Schichtdicke auch in mathematisch geschlossener Form bestimmt werden. Aus dem so bestimmten Remissionsspektrum kann die Berechnung von Farbwerten erfolgen, wobei sich aus einem Remissionsspektrum zum einen über die Normspektralwertkurven die Normfarbwerte und hieraus andere Farbwerte (wie beispielsweise CIELAB oder DIN99) berechnen lassen. Dieses gilt über andere Spektralwertkurven in gleicher Weise auch für andere Farbwerte.

    [0040] Ergänzend kann auf Basis des Modells 20 eine Umrechnung von Remissionsspektren in Spektren mit Polfilter bzw. umgekehrt erfolgen, wenn Dichten ermittelt werden sollen bzw. gegeben sind, die mit Polfilter gemessen werden. Die Umrechnung von Spektren, die mit Polfilter gemessen wurden, in Spektren, die ohne Polfilter gemessen wurden, kann über empirische Methoden oder Verfahren, wie beispielsweise in DE 10 2004 040 621 beschrieben, erfolgen.

    [0041] In analoger Weise können unter Zugriff auf ein Modell 20 als zweite Eigenschaften Dichtewerte aus einem als erste Eigenschaft gemessenem Farbwert bestimmt werden, da die Filtercharakteristika ebenso wie die Normspektralwertkurven standardisiert sind. Durch das Remissionsspektrum lässt sich eine Beziehungen zwischen Dichtewerten und farbmetrischen Werten herstellen. Einem Farbwert ist somit bei einer bestimmten Bedruckstoff-Druckfarbe-Kombination über das Remissionsspektrum eindeutig eine Dichte zugeordnet und umgekehrt.

    [0042] Wie bereits ausgeführt wird dann, wenn auf ein Modell 20 zugegriffen wird, um auf Grundlage der oder jeder messtechnisch ermittelten ersten Eigenschaft mindestens eine zweite Eigenschaft für den bedruckten Bedruckstoff zu ermitteln, über das Modell aus den messtechnisch erfassten ersten Eigenschaften die oder jede zweite Eigenschaft errechnet oder abgeleitet. Das Modell 20 verfügt dabei über Parameter, die auf Grundlage systemdynamischer bzw. systemtheoretischer Modellierungen theoretisch abgeleitet und/oder auf Grund von Messwerten ermittelt werden. Die Messwerte werden dabei mit einer Messeinrichtung gewonnen, die auf einem anderen Messprinzip beruht wie die auf dem ersten Messprinzip beruhende Messeinrichtung 17. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um die Referenzmesswerte am identischen bedruckten Bedruckstoff, die für die Datenbanklösung benötigt werden.

    [0043] Die Parameter des Modells 20 werden für unterschiedliche Bedruckstofftypen und/oder unterschiedliche Druckfarben und/oder unterschiedliche Druckfarbentypen vorab einmalig je Druckauftrag oder einmalig je Bedruckstofftyp-Druckfarbetyp-Kombination ermittelt und können z. B. in einem Speicher hinterlegt sein, auf dem dieselben dann im Bedarfsfall zuzugreifen.

    Bezugszeichenliste



    [0044] 
    10
    Bogendruckmaschine
    11
    Anleger
    12
    Ausleger
    13
    Druckwerk
    14
    Druckwerk
    15
    Lackwerk
    16
    Wendeeinrichtung
    17
    Messeinrichtung
    18
    Leitstand
    19
    Datenbank
    20
    Modell



    Ansprüche

    1. Verfahren zur Bestimmung von Eigenschaften eines bedruckten Bedruckstoffs, wobei ein bedruckter Bedruckstoff entweder durch eine auf einem ersten Messprinzip beruhende Messeinrichtung inline zum Druckprozess in Druckmaschinengeschwindigkeit oder online zum Druckprozess nicht in Druckmaschinengeschwindigkeit vermessen wird, um mindestens eine erste Eigenschaft eines bedruckten Bedruckstoffs messtechnisch zu erfassen und dem Druckprozess zugänglich zu machen, dadurch gekennzeichnet, dass auf Grundlage der oder jeder mit Hilfe der Messeinrichtung messtechnisch erfassten ersten Eigenschaft unter Zugriff auf eine Datenbank mindestens eine zweite Eigenschaft des bedruckten Bedruckstoffs ermittelt wird, die mit der Messeinrichtung messtechnisch nicht erfassbar ist, um die oder jede zweite Eigenschaft ebenso wie die oder jede ersten Eigenschaft dem Druckprozess zugänglich zu machen und
    dass in der Datenbank mit einer weiteren, auf einem zweiten Messprinzip beruhenden Messeinrichtung erfasst Messwerte ablegt sind bzw. werden, auf Grundlage derer mit Hilfe der oder jeder ersten Eigenschaft die oder jede zweite Eigenschaft ermittelt wird,
    wobei in der Datenbank Referenzmesswerte bedruckter Bedruckstoffe abgelegt werden, nämlich sowohl Referenzmesswerte, die mit einer auf dem ersten Messprinzip beruhenden Messeinrichtung erfasst werden, als auch Referenzmesswerte, die an demselben Bedruckstoff mit einer auf dem zweiten Messprinzip beruhenden, weiteren Messeinrichtung erfasst werden.
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die auf dem ersten Messprinzip beruhende Messeinrichtung, mit Hilfe derer die oder jede erste Eigenschaft messtechnisch erfasst wird, eine farbmetrische und/oder spektrale Messwerte bereitstellende Messeinrichtung ist, und dass die auf dem zweiten Messprinzip beruhende Messeinrichtung, deren Messwerte in der Datenbank ablegt sind, ein mit oder ohne Polfilter Dichtmesswerte bereitstellendes Densitometer ist.
     
    3. Verfahren nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die auf dem ersten Messprinzip beruhende Messeinrichtung, mit Hilfe derer die oder jede erste Eigenschaft messtechnisch erfasst werden, ein mit oder ohne Polfilter Dichtmesswerte bereitstellendes Densitometer ist, und dass die auf dem zweiten Messprinzip beruhende Messeinrichtung, deren Messwerte in der Datenbank ablegt sind, eine farbmetrische und/oder spektrale Messwerte bereitstellende Messeinrichtung ist.
     
    4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die auf dem ersten Messprinzip beruhende Messeinrichtung derart in die Druckmaschine integriert ist, dass mit derselben die oder jede erste Eigenschaft inline zum Druckprozess in Druckmaschinengeschwindigkeit erfasst und dem Druckprozess zugänglich gemacht wird, wobei dann auf Grundlage der oder jeder messtechnisch erfassten ersten Eigenschaft unter Zugriff auf die Datenbank die oder jede zweite Eigenschaft ebenfalls in Druckmaschinengeschwindigkeit ermittelt und dem Druckprozess zugänglich wird.
     
    5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die auf dem ersten Messprinzip beruhende Messeinrichtung derart an der Druckmaschine verbaut ist, dass mit derselben die oder jede erste Eigenschaft online zum Druckprozess nicht in Druckmaschinengeschwindigkeit erfasst und dem Druckprozess zugänglich gemacht wird, wobei dann auf Grundlage der oder jeder messtechnisch erfassten ersten Eigenschaft unter Zugriff auf die Datenbank die oder jede zweite Eigenschaft ebenfalls nicht in Druckmaschinengeschwindigkeit ermittelt und dem Druckprozess zugänglich wird.
     
    6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Referenzmesswerte, die mit der auf dem ersten Messprinzip beruhenden Messeinrichtung erfasst werden, und die Referenzmesswerte, die mit der auf dem zweiten Messprinzip beruhenden, weiteren Messeinrichtung erfasst werden, sowie gegebenenfalls daraus abgeleitete Größen in Korrelation zueinander gesetzt werden.
     
    7. Verfahren nach Anspruch 6,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Datenbank fortlaufend aktualisiert wird.
     
    8. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 oder 7,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass in der Datenbank Referenzmesswerte für unterschiedliche Bedruckstofftypen und/oder unterschiedliche Druckfarben und/oder unterschiedliche Druckfarbetypen abgelegt werden.
     
    9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die oder jede erste Eigenschaft zusammen mit der oder jeder zweiten Eigenschaft dem Druckprozess derart zugänglich gemacht wird, dass die oder jede erste Eigenschaft und/oder die oder jede zweite Eigenschaft insbesondere an einem Leitstand angezeigt und/oder gespeichert und/oder zur Steuerung und/oder Regelung des Druckprozesses verwendet wird.
     


    Claims

    1. A method for determining characteristics of a printed material, wherein a printed material is either measured by means of a measuring device, which is based on a first measuring principle, inline to the printing process in printing press speed or online to the printing process not in printing press speed, to detect at least a first characteristic of a printed printing material by measurement and to make it accessible to the printing process, characterized in that, based on the or each first characteristic detected with the help of the measuring device by measurement with access to a database, at least a second characteristic of the printed printing material is determined, which cannot be detected by means of the measuring device by measurement, in order to make the or each second characteristic as well as the or each first characteristic accessible to the printing process, and
    that measuring values detected by means of a further measuring device, which is based on a second measuring principle, are stored in the database, based on which the or each second characteristic is determined with the help of the or each first characteristic,
    wherein reference measuring values of printed printing materials are stored in the database, namely both reference measuring values, which are detected by means of a measuring device, which is based on the first measuring principle, and reference measuring values, which are detected on the same printing material by means of a further measuring device, which is based on the second measuring principle.
     
    2. The method according to claim 1,
    characterized in
    that the measuring device, which is based on the first measuring principle, with the help of which the or each first characteristic is detected by measurement, is a measuring device, which provides colorimetric and/or spectral measuring values, and that the measuring device, which is based on the second measuring principle, the measuring values of which are stored in the database, is a densitometer, which provides density measuring values with or without pole filter.
     
    3. The method according to claim 1,
    characterized in
    that the measuring device, which is based on the first measuring principle, with the help of which the or each first characteristic are detected by measurement, is a densitometer, which provides density measuring values with or without pole filter, and that the measuring device, which is based on the second measuring principle, the measuring values of which are stored in the database, is a measuring device, which provides colorimetric and/or spectral measuring values.
     
    4. The method according to one of claims 1 to 3,
    characterized in
    that the measuring device, which is based on the first measuring principle, is integrated into the printing press in such a way that the or each first characteristic is detected inline to the printing process in printing press speed and is made accessible to the printing process with said printing press, wherein the or each second characteristic is then also determined in printing press speed and is made accessible to the printing process based on the or each first characteristic detected by measurement.
     
    5. The method according to one of claims 1 to 3,
    characterized in
    that the measuring device, which is based on the first measuring principle, is installed on the printing press in such a way that the or each first characteristic is detected by means of said measuring device online to the printing process not in printing press speed and is made accessible to the printing process, wherein the or each second characteristic is then also not determined in printing press speed by accessing the database and is made accessible to the printing process.
     
    6. The method according to one of claims 1 to 5,
    characterized in
    that the reference measuring values, which are detected by means of the measuring device, which is based on the first measuring principle, and the reference measuring values, which are detected by means of the further measuring device, which is based on the second measuring principle, as well as variables, which are possibly derived therefrom, are correlated with one another.
     
    7. The method according to claim 6,
    characterized in
    that the database is updated continuously.
     
    8. The method according to one of claims 6 or 7,
    characterized in
    that reference measuring values for different printing material types and/or different printing inks and/or different printing ink types are stored in the database.
     
    9. The method according to one of claims 1 to 8,
    characterized in
    that the or each first characteristic, together with the or each second characteristic, is made available to the printing process in such a way that the or each first characteristic and/or the or each second characteristic is in particular displayed and/or stored and/or used to control and/or regulate the printing process at a control station.
     


    Revendications

    1. Procédé de détermination des propriétés d'un support d'impression imprimé, un support d'impression imprimé étant mesuré soit par un premier dispositif de mesure reposant sur un premier principe de mesure en ligne pour un processus d'impression à la vitesse de la machine d'impression ou en ligne pour un processus d'impression non à la vitesse de la machine d'impression afin de détecter par technologie de mesure au moins une première propriété d'un support d'impression imprimé et de la rendre accessible au processus d'impression, caractérisé en ce que,
    sur la base de la ou de chaque première propriété détectée à l'aide du dispositif de mesure par technologie de mesure, en accédant à une banque de données, il est déterminé au moins une seconde propriété du support d'impression imprimé qui n'est pas détectable par technologie de mesure au moyen du dispositif de mesure afin de rendre accessible la ou chaque seconde propriété aussi bien que la ou chaque première propriété au processus d'impression et
    que, dans la banque de données, sont enregistrées des valeurs de mesure détectées sur un dispositif de mesure reposant sur un second principe de mesure et sur la base desquelles la ou chaque seconde propriété est déterminée à l'aide de la ou de chaque première propriété,
    sachant que sont enregistrées dans la banque de données des valeurs de mesure de référence de supports d'impression imprimés, à savoir aussi bien des valeurs de mesure de référence qui sont détectées à l'aide d'un dispositif de mesure reposant sur le premier principe de mesure que des valeurs de mesure de référence qui sont détectées sur le même support d'impression à l'aide d'un autre dispositif de mesure reposant sur le second principe de mesure.
     
    2. Procédé selon la revendication 1,
    caractérisé en ce que
    le dispositif de mesure reposant sur le premier principe de mesure à l'aide duquel la ou chaque première propriété et détectée par technologie de mesure est un dispositif de mesure mettant à disposition des valeurs de mesure colorimétriques et/ou spectrales et que le dispositif de mesure reposant sur le second principe de mesure dont les valeurs de mesure sont enregistrées dans la banque de données est un densitomètre avec ou sans filtre polaire mettant à disposition des valeurs de mesure d'étanchéité.
     
    3. Procédé selon la revendication 1,
    caractérisé en ce que
    le dispositif de mesure reposant sur le premier principe de mesure à l'aide duquel la ou chaque première propriété est enregistrée par technologie de mesure est un densitomètre avec ou sans filtre polaire mettant à disposition des valeurs de mesure d'étanchéité et que le dispositif de mesure reposant sur le second principe de mesure dont les valeurs de mesure sont enregistrées dans la banque de données est un dispositif de mesure mettant à disposition des valeurs de mesures colorimétriques et/ou spectrales.
     
    4. Procédé selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le dispositif de mesure reposant sur le premier principe de mesure est intégré dans la machine d'impression de manière à ce que, à l'aide de celui-ci, la ou chaque première propriété soit déterminée en ligne pour le processus d'impression à la vitesse de la machine d'impression et soit rendue accessible au processus d'impression, sachant que, ensuite, sur la base de la ou de chaque première propriété enregistrée par technologie de mesure, en accédant à la banque de données, la ou chaque seconde propriété soit également déterminée à la vitesse de la machine d'impression et rendue accessible au processus d'impression.
     
    5. Procédé selon une des revendications 1 à 3,
    caractérisé en ce que
    le dispositif de mesure reposant sur le premier principe de mesure est intégré dans la machine d'impression de manière à ce que, à l'aide de celui-ci, la ou chaque première propriété soit détectée en ligne pour le processus d'impression non à la vitesse de la machine impression et soit rendue accessible au processus d'impression, sachant que, ensuite, sur la base de la ou de chaque première propriété détectée par technologie de mesure, en accédant à la banque de données, la ou chaque seconde propriété n'est également pas déterminée à la vitesse de la machine d'impression et rendue accessible au processus d'impression.
     
    6. Procédé selon une des revendications 1 à 5,
    caractérisé en ce que
    les valeurs de mesure de référence qui sont détectées à l'aide du dispositif de mesure reposant sur le premier principe de mesure et les valeurs de mesure de référence qui sont détectées à l'aide de l'autre dispositif de mesure reposant sur le second principe d'impression et éventuellement les valeurs en découlant sont mises en corrélation entre elles.
     
    7. Procédé selon la revendication 1,
    caractérisé en ce que
    la banque de données est actualisée en continu.
     
    8. Procédé selon une des revendications 6 ou 7,
    caractérisé en ce que
    des valeurs de mesure de référence pour divers types de supports d'impression et/ou diverses encres d'impression et/ou divers types d'encres d'impression sont enregistrées dans la banque de données.
     
    9. Procédé selon une des revendications 1 à 8,
    caractérisé en ce que
    la ou chaque première propriété est rendue accessible avec la où chaque seconde propriété au processus d'impression de manière à ce que la ou chaque première propriété et/ou la ou chaque première propriété soit en particulier affichée et/ou sauvegardée sur un poste de contrôle et/ou utilisé pour la commande et/ou le réglage du processus d'impression.
     




    Zeichnung








    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente