[0001] Die Erfindung betrifft eine insbesondere seilmechanische Aufzuganlage für Personen
und/oder Lasten zur Verbindung mehrerer Erschließungsebenen in einem Gebäude mit einem
Aufzugschacht, der einen Schachtboden, eine Schachtdecke und eine mit einer Schachttür
verschließbare Schachtöffnung aufweist und einen Aufzug, welcher mit einem Antrieb,
einer Steuerung, einem Grundgerüst und zumindest einer Aufzugkabine ausgestattet ist,
wobei die Aufzugkabine Kabinenwände, eine Kabinentür, einen Kabinenboden und eine
Kabinendecke umfasst und an dem Grundgerüst angeordnet ist.
[0002] Zum vertikalen Transport von Personen und/oder Lasten in Gebäuden sind Aufzuganlagen
bekannt. Die Aufzuganlagen bestehen prinzipiell aus der technischen Komponente des
Aufzugs und der baulichen Komponente des Aufzugschachts. Ein Aufzug mit einem Seilzug
zum vertikalen Transport von Personen und/oder Lasten zwischen verschiedenen vertikal
übereinander liegenden Ebenen eines Gebäudes ist unter anderem aus der Druckschrift
US 1,164,115 bekannt.
[0003] Bei modernen Aufzügen sind das Grundgerüst, also die tragende Struktur, und die eigentliche
Aufzugkabine unabhängige Elemente der Aufzugvorrichtung. Das Grundgerüst ist meist
in Form eines flachen Rahmens mit einer kragarmförmigen Aufnahme ausgestaltet, wobei
die Aufzugkabine stehend auf dieser Aufnahme befestigt ist und das Grundgerüst in
vertikaler Richtung eine größere Ausdehnung aufweist als die Aufzugkabine.
[0004] Zur Unterbringung der für den Betrieb der Aufzuganlage notwendigen Technik und als
Schutzraum für Servicepersonal vorgeschrieben erstreckt sich der Aufzugschacht an
seinen Enden über die Rohdecke der obersten Erschließungsebene und unter den Rohboden
der untersten Erschließungsebene hinaus. Daher muss in einem Gebäude in den Geschossen
ober- und unterhalb der Erschließungsebenen zusätzlicher Raum, Über- und Unterfahrt
genannt, vorgesehen werden und/oder bei bestehenden Gebäuden vorhanden sein. Dabei
ist die Unterfahrt zum einen notwendig, um bei der Anfahrt der untersten Erschließungsebene
einen Teil des Aufzugs, beispielsweise einen Teil des Grundgerüsts, aufnehmen zu können,
zum anderen dient die Unterfahrt als Schutzraum für Servicepersonal, welches sich
am Schachtboden, also in dem Schacht unter dem Aufzug, aufhalten könnte. Für die Schachtdecke
bestehen analog dazu Anforderungen, wodurch eine Überfahrt üblich ist.
[0005] Bei der Nachrüstung von Aufzügen in bestehenden Gebäuden ist es oft nicht oder nur
unter hohem Aufwand möglich, eine Unterfahrt zu realisieren. Die
DE 202005 016 050 U1 beschreibt einen Aufzug, bei dem eine Unterfahrt geringer Höhe realisierbar ist.
Dies ist möglich, da die Aufzugkabine an der tragenden Struktur des Grundgerüsts hängend
angeordnet ist.
[0006] Müssen bei einem außerregelmäßigen Halt des Aufzugs, insbesondere zwischen zwei Erschließungsebenen,
Personen aus der Aufzugkabine aussteigen, so besteht die Gefahr, dass diese Personen
durch die geöffnete Schachttür in den Schacht stürzen und sich verletzen. Zur Vermeidung
ist üblicherweise an der Unterseite der Aufzugkabine eine feststehende Verkleidung,
eine sogenannte Schürze vorgesehen, welche die Schachtöffnung unterhalb der Aufzugkabine
verschließt. Beim Anfahren der untersten Ebene taucht die Schürze in die ausreichend
dimensionierte Unterfahrt ein.
[0007] Eine Aufzuganlage muss aufgrund der räumlichen Zwänge üblicherweise frühzeitig in
der Planung eines Gebäudes berücksichtigt werden. Umso schwieriger ist der nachträgliche
Einbau einer Aufzuganlage in ein bestehendes Gebäude, insbesondere wenn die Aufzuganlage
nicht alle Geschosse eines Gebäudes erschließen soll. Aus
US 6 202 797 B1 ist eine automatische Schutzeinrichtung für Liftmechaniker bekannt geworden. Es geht
bei dieser Schutzeinrichtung darum, zu vermeiden, dass ein Liftmechaniker, der sich
im Liftschacht aufhält, von der fahrenden Liftkabine verletzt werden kann. Hierzu
soll vermieden werden, dass er, wenn er auf dem Schachtboden steht, von der nach unten
fahrenden Liftkabine erdrückt werden kann wie gleichermassen, dass er - wenn er auf
der Liftkabine steht - durch deren Aufwärtsfahrt zwischen Kabine und Schachtdecke
erdrückt werden kann. Hierfür wird offenbart, dass der Liftmechaniker 9 ein portables
Gerät 11 in seiner Uniform 10 bzw. in seinen Überkleidern mit sich trägt, das drahtlos
mit Sensoren 25,26 oder Sendern zusammenwirkt, welche unten und oben an der Liftkabine
17 angebracht sind. Der Liftmechaniker 6 muss erstens dieses Gerät 11 stets mit sich
führen und vor seinem Einsatz muss er dessen Funktion überprüfen. Das Gerät 11 ist
batteriebetrieben und es ist denkbar, dass die Batteriekapazität zur Neige geht, während
der Liftmechaniker im Liftschacht am Arbeiten ist, wodurch sein Schutz nicht mehr
gewährleistet ist.
EP 1 110 900 A1 zeigt ein Schacht-Sicherheitssystem, welches zum Ziel hat, einen sicheren Arbeitsraum
im Liftschacht zu gewährleisten, wenn sich eine Person darin aufhält. Gemäss Spalte
3, Zeile 53 wird ein Kontroll-System aktiviert, welches eine Liftkabinen-Fahrt verhindert,
ausser aus jener Position im Liftschacht heraus, welche nahe der Schachttür liegt,
die mit dem Kontroll-System ausgerüstet ist. Das Kontrollsystem verhindert also, dass
eine Liftkabine unterhalb eine gewisse Höhe hinterunterfahren kann, um einen Sicherheitsraum
mit einer Mindesthöhe einzuhalten, wie er für Maschinenräume gültig ist. Wie in Spalte
5 ab letzter Zeile bis Spalte 6, Zeile 4 beschrieben, kann das das Kontroll-System
vom Innern des Schachtes aus übersteuert werden, das heisst durch eine bewusste Steuerung
kann die Liftkabine weiter in den Schachtraum hinabfahren, selbst wenn der Liftmonteur
sich auf dem Boden des Lichtschachtes aufhält! Ein Monteur könnte also versehentlich
in dieser Weise die Liftkabine auf sich selbst herunterfahren lassen und zu spät merken
was passiert, und die Fahrt nicht mehr stoppen. Er würde zerdrückt!
WO 97/23399 A zeigt motorbetriebene Aktuatoren, welche direkt mit Stützen gekoppelt sind, die im
Bedarfsfall ausgefahren werden und dann in vertikaler Lage ein weitere Hinunterfahren
der Liftkabine verhindern. Die Lösung erfordert aber zwei Aktuatoren, die elektrisch
betrieben werden und ausfallen können.
WO 2006/067542 schliesslich zeigt eine Detektionseinrichtung in Form eines Infrarot-Vorhangs, womit
die Anwesenheit einer Person in der Gefahrenzone feststellbar ist, sodass eine Überfahrt
der Gefahrenzone unterbunden wird, wenn die Anwesenheit festgestellt wird.
[0008] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Aufzuganlage derart auszuführen,
dass diese flexibel in einem bestehenden Gebäude nachrüstbar oder in einem neu zu
errichtenden Gebäude individuell planbar ist, wobei das Servicepersonals besonderes
gut geschützt ist, vorallem dann, wenn der Schachtboden betreten werden muss. Dies
hierfür nötige Schutzeinrichtung soll möglichst einfach Dabei soll das Personal keinerlei
batteriebetriebe Geräte mit sich tragen müssen, ja überhaupt keine Geräte für die
Realisierung des Schutzes mittragen müssen. Vielmehr soll der Schutz unweigerlich
vor und mit dem Betreten des Schachtbodens absolut sicher und einfach gewährleistet
sein.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Vorrichtung gemäß den Merkmalen des
Anspruchs 1 gelöst. Die weitere Ausgestaltung der Erfindung ist den Unteransprüchen
zu entnehmen.
[0010] Erfindungsgemäß ist also eine Aufzuganlage vorgesehen, bei der die lichte vertikale
Erstreckung der Aufzuganlage zwischen dem Schachtboden und der Schachtdecke geringer
und/oder gleich dem Abstand zwischen einer Rohdecke der obersten Erschließungsebene
und einem Rohboden der untersten Erschließungsebene ist. Hierdurch ist es möglich,
die Aufzuganlage flexibel in einem bestehenden Gebäude zu errichteten oder mit der
Planung der Aufzuganlage bei einem Neubau zu einem wesentlich späteren Zeitpunkt,
insbesondere nach Fertigstellung des Rohbaus, zu beginnen.
[0011] Vorteilhaft ist es, dass die Aufzugkabine von drei Seiten durch Schachtöffnungen
betretbar ist. Hierdurch ist es möglich, die Aufzuganlage auch in Gebäuden mit unregelmäßigen
Grundrissen oder komplizierten Geometrien zu betreiben.
[0012] Damit sich die Aufzugkabine in dem Aufzugschacht nicht pendelnd bewegt oder gar die
Wände des Aufzugschachts in ungewollter Weise berührt, ist die Aufzugkabine mittels
vertikal im Aufzugschacht angeordneten Fahrschienen geführt. Das Grundgerüst ist über
einen Seilzug mit dem Antrieb verbunden, wobei der Seilzug an einer Umlenkrolle anliegt.
Bei seilmechanischen Aufzügen ist an einem ersten Ende des Seilzugs das Grundgerüst
befestigt und an dem anderen Ende des Seilzugs ein Gegengewicht befestigt. Die Umlenkrolle
ist ein Element des Antriebs. Günstig ist es, dass der Antrieb auf den Fahrschienen
seitlich eines Bewegungsraumes der Aufzugkabine angeordnet ist. Hierdurch ist es möglich,
dass der Antrieb nicht in den Bewegungsraum der Aufzugkabine hineinragt.
[0013] Günstig ist es, dass bei einem Halt der Aufzugkabine in der obersten Erschließungsebene
die Kabinendecke niveaugleich oder oberhalb des Antriebs positioniert ist. Hierdurch
ist es möglich, dass die Schachtdecke niedriger oder niveaugleich zu der Rohdecke
der obersten Erschließungsebene angeordnet ist.
[0014] Vorteilhaft ist weiterhin, dass der Seilzug im Umfeld des Kabinenbodens mit dem Grundgerüst
verbunden ist, wobei das Umfeld vom Kabinenboden ausgehend das erste Drittel der vertikalen
Erstreckung der Aufzugkabine umfasst. Hierdurch ist es möglich, dass der Antrieb derart
im Aufzugschacht positionierbar ist, dass bei einem Halt der Aufzugkabine in der obersten
Erschließungsebene die Kabinendecke oberhalb oder im Bereich des Antriebs positioniert
ist.
[0015] Günstig ist es, dass das Grundgerüst einen Kragarm im Bereich der Kabinendecke aufweist,
an dem eine Zugstange mit einem ersten Ende befestigt ist, wobei an einem zweiten
Ende der Zugstange eine Auflage vorgesehen ist. Hierdurch ist es möglich, dass die
Lasten des Kabinenbodens und/oder der Aufzugkabine über die Auflage abgetragen werden.
Da auch das Grundgerüst eine Auflage aufweist, ist der Kabinenboden zumindest zweiseitig
gelagert. Hierdurch ist es möglich, dass der Kabinenboden eine geringe Bauhöhe aufweist.
[0016] Ein elektrisches oder manuelles Öffnen der Kabinentür und der Schachttür ist üblicherweise
möglich, wenn sich der Kabinenboden im Bereich von zirka 150 mm ober- oder unterhalb
vom Geschossniveau befindet. Damit ist es möglich, während eines Niveauausgleichs
zwischen Kabinenboden und Erschließungsebene den Öffnungsvorgang von Kabinentür und
Schachttür bereits zu beginnen und so die Aufenthaltszeit der Aufzugkabine in einer
Erschließungsebene zu verkürzen. Günstig ist es, dass mittels einer Zusatz-Türverriegelung
ein Öffnen der Kabinentür und der Schachttür ausschließlich bei einer Aufwärtsfahrt,
einer Bewegung der Aufzugkabine in Richtung Schachtdecke, möglich ist. Hierdurch ist
es möglich, dass die Schürze nicht ständig parallel zur Schachttür positioniert sein
muss.
[0017] Günstig ist auch, dass am Kabinenboden zumindest eine Schürze beweglich, insbesondere
schwenk-, falt- und/oder klappbar, angeordnet ist. Hierdurch ist es möglich, dass
die Schürze bei einer Störung der Aufzugvorrichtung aus einer Halteeinrichtung gelöst
wird und aufgrund der Schwerkraft der Schürze oder mit Hilfe eines beispielsweise
elektrischen Antriebs in eine Position, die im Wesentlichen parallel zur Kabinentür
ist, bewegt wird. Durch die bewegliche Schürze kann, im Gegensatz zu einer starren
Schürze, auf eine Unterfahrt unterhalb der untersten Erschließungsebene weitestgehend
verzichtet werden. Dadurch reduzieren sich die Baukosten für den Einbau oder die Nachrüstung
eines Aufzugs.
[0018] Eine Notbefreiung der eingeschlossenen Fahrgäste kann nur durch eingewiesenes Personal
erfolgen. So ist sichergestellt, dass vor dem Öffnen der Kabinentür die Schürze parallel
zur Schachttür positioniert ist. Hierdurch ist es möglich, einen Absturz der zu bergenden
Fahrgäste in den Aufzugschacht zu vermeiden. Als weitere Sicherheitsmaßnahme ist die
Steuerung mit dem Auslösen der Schürze abgeschaltet.
[0019] Günstig ist es, dass die Schürze parallel zum Kabinenboden zumindest mittelbar an
diesem anlegbar ist. Hierdurch ist es möglich, dass für die Schürze, die im Regelbetrieb
mit der Halteeinrichtung in waagerechter Ausrichtung zum Kabinenboden arretiert ist
und so stets in waagerechter Ausrichtung eng am Kabinenboden anliegt, kein großer
Bauraum unterhalb der untersten Er schließungsebene benötigt wird.
[0020] Günstig ist es, dass die Schürze einteilig oder mehrteilig ist. Hierdurch ist es
möglich, auch bei Aufzügen mit kleiner Grundfläche bei der Notbefreiung eine große
vertikale Schachtöffnung zu überdecken.
[0021] Im Zusammenwirken mit der Zusatz-Türverriegelung, welche die Kabinen- und Schachttür
erst öffnet, wenn die Niveaudifferenz zwischen Kabinenboden und dem Geschoss kleiner
als 25 mm ist, ist es vorteilhaft, dass ein Schutzstreifen feststehend am Kabinenboden
angeordnet ist. Hierdurch ist es möglich, zu verhindern, dass eine auf den Aufzug
wartende Person ihre Füße durch die während des Niveauausgleichs öffnende Schachttür
bewegt und diese dann zwischen der Aufzugkabine und der Geschossdecke einklemmt.
[0022] Günstig ist es, dass der Schutzstreifen und die Schürze sich über die gesamte Breite
der Schachtöffnung erstrecken und aus einem festen Material ausgeführt sind. Durch
diese Ausbildung ist einerseits sichergestellt, dass die Schürze eine sich ergebende
Öffnung des Schachts in der gesamten Breite des Schachts abdeckt. Durch die Ausführung
in einem festen Material wird im Einsatzfall ein Nachgeben des Schutzstreifens und/oder
der Schürze vermieden.
[0023] Günstig ist es, dass der Schutzstreifen einen abgewinkelten Bereich aufweist, der
zu einer von der Schachtöffnung abgewandten Seite des Schutzstreifens orientiert ist.
Hierdurch ist es möglich, die Quetschgefahr für die Füße zu verringern.
[0024] Besonders vorteilhaft ist es, dass die Schürze mittels einer insbesondere seitlich
der Schürze positionierten Schiene führbar ist. Hierdurch ist es möglich, eine ein-
oder mehrteilige Schürze derart auszuführen, dass diese keiner gesonderten Auslösung
bedarf, sondern sich stets in einer Einsatzposition befindet. Dabei ist es möglich,
die Schürze bei der Annäherung des Aufzugs an den Schachtboden aus einer im Wesentlichen
vertikalen Position in eine raumsparende, insbesondere horizontale Position mittels
der Schiene zu bewegen. Bewegt sich die Aufzugkabine wieder nach oben, bewegt sich
die Schürze zurück in die Einsatzposition.
[0025] Dabei ist es günstig, dass der Schutzstreifen auf einer der Schachtöffnung zugewandten
Seite zwischen Schürze und Schachtöffnung angeordnet ist. Hierdurch ist es möglich,
den Schutzstreifen möglichst dicht an der Schachtöffnung anzuordnen, wodurch die Effektivität
des Schutzstreifens, die Quetschgefahr für die Füße zu verringern, verbessert wird.
[0026] Zum Schutz der Fahrgäste ist es weiterhin vorteilhaft, Vorrichtungen zur Gefährdungsverhinderung
vorzusehen. Besonders günstig ist es, dass die Kabinentür eine Zusatzsicherung aufweist.
Hierdurch ist es möglich, dass die Kabinentür bei einem Halt der Aufzugkabine zwischen
den Geschossen nicht aus dem Inneren der Aufzugkabine zu öffnen ist. Eingeschlossene
Personen können die Tür nicht selbstständig öffnen, wodurch die Absturzgefahr unterbunden
wird.
[0027] Um bei Wartungsarbeiten die Verletzung von Servicepersonal im Aufzugschacht zu vermeiden,
ist es günstig, dass Aufsetzelemente auf der Kabinendecke und im Bereich des Schachtbodens
vorgesehen sind. Hierdurch ist es möglich, dass die Aufzugkabine nicht bis zur Schachtdecke
und/oder zum Schachtboden bewegt werden kann, wenn die Aufsetzelemente in Funktionsstellung
gebracht worden sind. Besonders günstig ist es, dass die Aufsetzelemente als Stützen
von einer Wand des Aufzugschachts ausklappbar sind. Hierdurch ist es möglich, diese
im Regelbetrieb des Aufzugs außerhalb des den Aufzugschacht abschließenden Schachtbodens
aufzubewahren, wodurch das erforderliche Raumvolumen zwischen dem Schachtboden und
der Aufzugkabine geringer als üblich ausfallen kann.
[0028] Vorteilhaft ist es, dass mittels der Steuerung der Betrieb der Aufzuganlage in einem
Regelfahrbetrieb, einer Inspektionsfahrt und einem Notbetrieb möglich ist. Hierdurch
ist es möglich, die Aufzuganlage in unterschiedlichen Betriebszuständen zu betreiben.
[0029] Zum Schutz des Servicepersonals ist es weiterhin vorteilhaft, Vorrichtungen zur Gefährdungsverhinderung
vorzusehen. Erfindungsgemäss ist es, dass der Schachtboden nur durch die untere Schachtöffnung
betretbar ist. Erfindungsgemäss ist es weiterhin, dass eine Notentriegelung der Schachttür
der unteren Schachtöffnung sensorisch überwacht ist. Hierdurch ist es möglich, dass
die Steuerung des Aufzugs beim Betreten des Schachtbodens für den Regelfahrbetrieb
abgeschaltet ist.
[0030] Besonders günstig ist es, dass bei einer Abwärtsfahrt, einer Bewegung der Aufzugkabine
in Richtung Schachtboden, während der Notentriegelung der Schachttür der unteren Schachtöffnung
die Abwärtsfahrt von einer Fangvorrichtung des Aufzugs unterbrochen ist. Hierdurch
ist es möglich, bei Wartungsarbeiten am Boden des Aufzugschachts eine Abwärtsfahrt
des Aufzugs in jedem Fall auszuschließen.
[0031] Die Steuerung des Aufzugs ist bei Wartungsarbeiten mittels eines Not-Aus-Tasters
abschaltbar. Besonders günstig ist es, dass bei der Notentriegelung der Schachttür
der unteren Schachtöffnung das Servicepersonal mittels einer optischen und/oder akustischen
Signalisierung an das Aufrichten und/oder Ausklappen der Aufsetzelemente erinnerbar
ist. Dabei können Aufsetzelemente eingesetzt werden, bei denen die Steuerung durch
das Aufrichten und/oder Ausklappen der Aufsetzelemente für den Regelfahrbetrieb abschaltbar
ist.
[0032] Um Verletzungen des zu Wartungsarbeiten auf der Kabinendecke mitfahrenden Servicepersonals
zu vermeiden, ist die Steuerung des Antriebs von Sicherheitsmitteln beeinflussbar.
Besonders günstig ist es, dass die Kabinendecke nur durch sensorisch überwachte Schachtöffnungen
zugänglich ist. Hierdurch ist es möglich, beim Öffnen einer der die Schachtöffnungen
verschließenden Schachttüren die Steuerung auf den Betriebszustand "Inspektionsfahrt"
umzustellen, wodurch der Betrieb des Aufzugs durch Innen- und Außenkommandos gesperrt
ist.
[0033] Günstig ist es, dass mittels eines Not-Aus-Tasters die Steuerung für den Regelfahrbetrieb
abschaltbar ist. Hierdurch ist es möglich, während der Wartungsarbeiten eine ungewollte
Fahrt des Aufzugs zu verhindern.
[0034] Günstig ist es weiterhin, dass mit dem Aufrichten und/oder Ausklappen der Aufsetzelemente
auf der Kabinendecke die Inspektionsfahrt möglich ist. Hierdurch ist es möglich, dass
für die Person auf der Aufzugskabine stets ein ausreichender Schutzraum vorhanden
ist. Grundsätzlich ist der Fahrweg einer Inspektionsfahrt mittels einer Sicherheitsschaltung
zirka 2000 mm vor dem theoretischen Kontakt der Aufzugkabine mit der Schachtdecke
beendet, wobei bei einem Versagen der Steuerung der Inspektionsfahrt mittels eines
zweiten Sicherheitsschalters die Inspektionsfahrt abschaltbar ist. Weiterhin ist es
durch diese technischen Schutzvorrichtungen möglich, die Schachtdecke in einem Niveau
mit der Rohdecke der oberen Erschließungsebene zu realisieren. Dies ist besonders
beim nachträglichen Einbau, beispielsweise in denkmalgeschützten Gebäuden, vorteilhaft,
da ein Raum oberhalb der oberen Erschließungsebene nicht benötigt wird.
[0035] Besonders günstig ist es, dass eine Person beim Betreten der Kabinendecke mittels
einer optischen und/oder akustischen Signalisierung an das Aufrichten und/oder Ausklappen
der Aufsetzelemente erinnerbar ist. Ob bei Wartungsarbeiten am Schachtboden oder bei
Inspektionsfahrten auf der Kabinendecke, vorteilhaft ist es, dass nach Rückstellung
aller Sicherheitsschalter und dem Schließen der Schachttüren die Steuerung für den
Regelfahrbetrieb abgeschaltet ist. Hierdurch ist eine ungewollte Wiederaufnahme des
Regelfahrbetriebs durch das Servicepersonal oder durch Dritte vermeidbar.
[0036] Außerdem ist es vorteilhaft, dass nach Betätigung eines Schalters in einem Schaltschrank
der Aufzuganlage die Steuerung auf Regelfahrbetrieb zurückgesetzt ist. Hierdurch ist
es möglich, dass das Servicepersonal den Regelfahrbetrieb des Aufzugs erst wieder
einleiten kann, wenn alle Sicherheitsmaßnahmen aufgehoben wurden.
[0037] Die Erfindung lässt verschiedene Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung
ihres Grundprinzips ist eine davon in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend
beschrieben. Diese zeigt in
- Fig. 1
- einen Schnitt durch ein Gebäude mit einer Aufzuganlage;
- Fig. 2
- eine geschnittene und vergrößerte Darstellung eines Abschnitts der in Figur 1 gezeigten
Aufzuganlage in der obersten Erschließungsebene;
- Fig. 3
- eine geschnittene und vergrößerte Darstellung eines Abschnitts der in Figur 1 gezeigten
Aufzuganlage in einer beliebigen Erschließungsebene;
- Fig. 4
- eine geschnittene und vergrößerte Darstellung eines Abschnitts der in Figur 1 gezeigten
Aufzuganlage in der untersten Erschließungsebene;
- Fig. 5
- eine geschnittene und vergrößerte Darstellung eines in Figur 4 gezeigten Aufsetzelements
in Ruhestellung;
- Fig. 6
- eine geschnittene und vergrößerte Darstellung eines in Figur 4 gezeigten Aufsetzelements
in Funktionsstellung.
[0038] Figur 1 zeigt einen Schnitt durch ein Gebäude 3 mit einer Aufzuganlage 1. Die Aufzuganlage
1 besteht aus einem Aufzugschacht 4 und einem Aufzug 9. Die Elemente des Aufzugs 9
sind eine Aufzugkabine 13, die an einem Grundgerüst 12 befestigt ist, wobei das Grundgerüst
12 über einen Seilzug 21 mit einem Antrieb 10 verbunden ist. Zum Betrieb der Aufzuganlage
1 ist der Aufzug 9 weiterhin mit einer Steuerung 11 ausgestattet, mittels welcher
eine Aufwärtsfahrt 28 und eine Abwärtsfahrt 27 der Aufzugkabine 13 in verschiedenen
Betriebszuständen möglich ist. Das Grundgerüst 12 des Aufzugs 9 wird an einer Fahrschiene
20 geführt, auf welcher der Antrieb positioniert ist. Die Aufzuganlage 1 ist in einem
Gebäude 3 eingebaut. Die Aufzuganlage 1 erstreckt sich dabei nur über drei Erschließungsebenen
2 der fünf Geschosse des Gebäudes 3. Die vertikale Erstreckung der Aufzuganlage 1
wird begrenzt von dem Schachtboden 5 und der Schachtdecke 6. Diese vertikale Erstreckung
zwischen dem Schachtboden 5 und der Schachtdecke 6 ist geringer und/oder gleich dem
Abstand zwischen einer Rohdecke 18 der obersten Erschließungsebene und einem Rohboden
19 der untersten Erschließungsebene 2. Eine solche Aufzuganlage 1 kann flexibel in
einem bestehenden Gebäude 3 errichtet werden, da nur die Decken und Böden zwischen
der obersten Erschließungsebene 2 und der untersten Erschließungsebene 2 durchbrochen
werden müssen. Die Geschosse ober- und unterhalb der Erschließungsebenen 2 bleiben
von der Aufzuganlage 1 unbeeinflusst. Die Rohdecke 18 der obersten Erschließungsebene
2 und der Rohboden 19 der untersten Erschließungsebene 2 müssen für den Einbau und
den Betrieb der Aufzuganlage 1 nicht durchbrochen werden. Die Erschließungsebenen
2 sind mit dem Aufzugschacht 4 durch Schachtöffnungen 8 verbunden, welche mittels
Schachttüren 7 verschließbar sind.
[0039] Die Figuren 2, 3 und 4 zeigen eine geschnittene und vergrößerte Darstellung der in
Figur 1 gezeigten Aufzuganlage 1. Dabei ist ein Kabinenboden 16 der Aufzugkabine 13
in demselben Niveau wie die Oberkante eines Fußbodenaufbaus 32 in der Erschließungsebene
2. Der Fußbodenaufbau 32 umfasst alle Aufbauten, die auf dem Rohboden 19 aufgetragen
sind, beispielsweise Fußbodenheizung, Estrich, Hohlböden mit Leitungstechnik und Bodenbelag.
Der Raumabschluss der Aufzugkabine 13 wird mittels zumindest einer Kabinenwand 14,
dem Kabinenboden 16 und der Kabinendecke 17 erreicht. Der Kabinenboden ist aus Holz
oder einem Verbundmaterial, insbesondere Alucobond-Platte, gefertigt und weist eine
Materialstärke von zirka 20 mm auf. Von der Erschließungsebene 2 ist die Aufzugkabine
durch die Schachtöffnung 8 zugänglich. Die Aufzugkabine 13 ist von zumindest einer
Auflage 26, die über eine Zugstange 25 mit einem Kragarm 24 des Grundgerüsts 12 verbunden
ist, gehalten. Das Grundgerüst 12 ist über einen Seilzug 21 mit dem Antrieb 10 verbunden
und wird in dem Aufzugschacht 4 mittels einer Fahrschiene 20 geführt. Der Antrieb
10 ist auf der Fahrschiene 20, jedoch unter der Rohdecke 18 der Erschließungsebene
2 positioniert. Der Seilzug 21 ist an dem Grundgerüst 12 in einem Umfeld des Kabinenbodens
16 befestigt. Das Umfeld umfasst vom Kabinenboden 16 ausgehend das erste Drfttel der
vertikalen Erstreckung der Aufzugkabine 13. Bei einer Störung der Aufzugvorrichtung
1 könnte die Aufzugkabine 13 zwischen zwei Erschließungsebenen 2 feststehen. Werden
in der Aufzugkabine 13 eingeschlossene Personen befreit, besteht die Gefahr, dass
diese bei geöffneter Schachttür 7 unterhalb der Aufzugkabine 13 durch die Schachtöffnung
8 gleiten und in den Aufzugschacht 4 stürzen. Um einen solchen Absturz zu verhindern,
ist es möglich, eine am Kabinenboden 16 beweglich angeordnete Schürze 29 aus einer
Halteeinrichtung zu lösen und in eine Position, die im Wesentlichen parallel zur Kabinentür
15 ist, zu bewegen. Die Kabinentür 15 und die Schachttür 7 werden üblicherweise erst
geöffnet, wenn die Niveaudifferenz zwischen Kabinenboden 16 und der Oberkante des
Fußbodenaufbaus 32 der Erschließungsebene 2 kleiner als 25 mm ist. Um zu verhindern,
dass eine auf die Fahrt mit dem Aufzug 9 wartende Person ihre Füße durch die während
des Niveauausgleichs öffnende Schachttür 7 bewegt und den Fuß dann zwischen der Aufzugkabine
13 und dem Fußbodenaufbau 32 ein klemmt, ist ein feststehender Schutzstreifen 30 am
Kabinenboden 16 angeordnet.
[0040] Figur 2 zeigt eine geschnittene und vergrößerte Darstellung eines Abschnitts der
in Figur 1 gezeigten Aufzuganlage 1 mit einem Aufzugschacht 4 und einem Aufzug 9,
wobei die Aufzugkabine 13 unterhalb der Schachtdecke 6 in der obersten Erschließungsebene
2 positioniert ist. Figur 2 zeigt weiterhin, dass die Schachtöffnung 8 mittels der
in einer Türführung 35 bewegten Schachttür 7 schließbar ist. Im Bereich der Schachttür
7 ist in der Aufzugkabine 13 eine Kabinentür 15 mit einem Kabinentürantrieb 36 angeordnet.
[0041] Figur 3 zeigt eine geschnittene und vergrößerte Darstellung eines Abschnitts der
in Figur 1 gezeigten Aufzuganlage 1, wobei die Aufzugkabine 13 in dem Aufzugschacht
4 im Bereich einer beliebigen Erschließungsebene 2 positioniert ist. Die Figur 2 zeigt
einen seilmechanischen Aufzug 9. Beim seilmechanischen Aufzug 9 wird der Seilzug 21,
der an einem Ende über das Grundgerüst 12 die Aufzugkabine 13 und am anderen Ende
ein Gegengewicht 33 trägt, über eine Treibscheibe des Antriebs 10 geführt. Der Seilzug
21 ist nicht an der Treibscheibe befestigt, sondern wird durch die Reibung gehalten
und bewegt. Der Schutzstreifen 30 weist einen zu einer von der Schachtöffnung 8 abgewandten
Seite des Schutzstreifens 30 orientierten abgewinkelten Bereich 31 auf, der es ermöglicht,
die Quetschgefahr für die Füße zu verringern. Ein Aufsetzen des Grundgerüsts 12 auf
dem in den Figuren 1 und 4 dargestellten Schachtboden 5 wird durch einen Puffer 34
gedämpft.
[0042] Figur 4 zeigt eine geschnittene und vergrößerte Darstellung eines Abschnitts der
in Figur 1 gezeigten Aufzuganlage 1, wobei die Aufzugkabine 13 in dem Aufzugschacht
4 im Bereich der untersten Erschließungsebene 2 positioniert ist. Durch die bewegliche
Schürze 29 kann, im Gegensatz zu einer starren Schürze, auf eine Unterfahrt verzichtet
werden. Der Rohboden 18 der untersten Erschließungsebene 2 muss nicht durchbrochen
werden und das Geschoss unterhalb der untersten Erschließungsebene 2 bleibt unbeeinflusst.
Der in Figur 4 dargestellte Rohboden 18 weist lediglich eine Ausnehmung auf. Um bei
Wartungsarbeiten die Verletzung von Servicepersonal im Aufzugschacht 4 zu vermeiden,
sind Aufsetzelemente 22 im Bereich des Schachtbodens 5 vorgesehen. Die Aufzugkabine
13 kann beim Einsatz der Aufsetzelemente 22 nicht bis zum Schachtboden 5 bewegt werden.
[0043] Die Figuren 5 und 6 zeigen eine geschnittene und vergrößerte Darstellung eines in
Figur 4 gezeigten Aufsetzelements 22. Das im Bereich des Schachtbodens 5 angeordnete
Aufsetzelement 22 ist als eine Art Stütze von einer Wand des Aufzugschachts 4 aus
klappbar. Im Regelbetrieb des Aufzugs 9 liegt das Aufsetzelement 22 an der Wand des
Aufzugschachts 4 an. Wird das Aufsetzelement 22 in Funktionsstellung gebracht, kann
die Aufzugkabine 13 nicht bis zum Schachtboden 5 bewegt werden.
1. Aufzuganlage für Personen und/oder Lasten zur Verbindung mehrerer Erschließungsebenen
(2) in einem Gebäude mit einem Aufzugschacht (4), der einen Schachtboden (5), eine
Schachtdecke (6) und eine mit einer Schachttür (7) verschließbare Schachtöffnung aufweist
und einen Aufzug, welcher mit einem Antrieb (10), einer Steuerung (11), einem Grundgerüst
(12) und zumindest einer Aufzugkabine (13) ausgestattet ist, wobei die Aufzugkabine
(13) Kabinenwände (14), eine Kabinentür (15), einen Kabinenboden (16) und eine Kabinendecke
(17) umfasst und an dem Grundgerüst (12) angeordnet ist, wobei der Schachtboden (5)
einzig durch die untere Schachtöffnung betretbar ist, wobei dieselbe mit einer Notentriegelung
ausgerüstet ist, die sensorisch überwacht ist, sodass während der Notentriegelung
der Schachtür (7) der Schachtöffnung (8) der untersten Erschliessungsebene (2) die
Steuerung (11) des Aufzugs (9) bei jeglichem Betreten des Schachtbodens (5) für den
Regelfahrbetrieb abgeschaltet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die lichte vertikale Erstreckung der Aufzuganlage (1) zwischen dem Schachtboden (5)
und der Schachtdecke (6) geringer oder gleich dem Abstand zwischen einer Rohdecke
(18) der obersten Erschließungsebene (2) und einem Rohboden (19) der untersten Erschließungsebene
(2) ist.
2. Aufzuganlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Abwärtsfahrt (27), einer Bewegung der Aufzugkabine in Richtung Schachtboden
(5), während der Notentriegelung der Schachtür (7) der Schachtöffnung (8) der untersten
Erschliessungsebene (2) die Abwärtsfahrt (27) von einer Fangvorrichtung des Aufzuges
(9) unterbrochen ist.
3. Aufzuganlage nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Notentriegelung einer Schachttür (7) das Servicepersonal mittels einer
optischen und/oder akustischen Signalisierung an das Aufrichten und/oder Ausklappen
des Aufsetzelements (22) erinnerbar ist.
4. Aufzuganlage nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung (11) durch das Aufrichten und/oder Ausklappen des Aufsetzelements (22)
für den Regelfahrbetrieb abschaltbar ist.
5. Aufzuganlage nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kabinendecke (17) nur durch sensorisch überwachte Schachtöffnungen (8) zugänglich
ist.
6. Aufzuganlage nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mittels eines Not-Aus-Tasters die Steuerung (11) für den Regelfahrbetrieb abschaltbar
ist.
7. Aufzuganlage nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Aufrichten und/oder Ausklappen des Aufsetzelements (22) auf der Kabinendecke
(17) die Inspektionsfahrt möglich ist.
8. Aufzuganlage nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Versagen der Steuerung (11) der Inspektionsfahrt mittels eines zweiten
Sicherheitsschalters die Inspektionsfahrt abschaltbar ist.
9. Aufzuganlage nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Person beim Betreten der Kabinendecke (17) mittels einer optischen und/oder
akustischen Signalisierung an das Aufrichten und/oder Ausklappen des Aufsetzelements
(22) erinnerbar ist.
10. Aufzuganlage nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach Rückstellung aller Sicherheitsschalter und dem Schließen der Schachttüren (7)
die Steuerung (11) für den Regelfahrbetrieb abgeschaltet ist.
11. Aufzuganlage nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach Betätigung eines Schalters in einem Schaltschrank des Aufzugs (9) die Steuerung
(11) auf Regelfahrbetrieb zurückgesetzt ist.
1. Elevator system for persons and/or loads for connecting multiple access levels (2)
in a building, comprising an elevator shaft (4) which has a shaft floor (5), a shaft
ceiling (6) and a shaft opening which can be closed by a shaft door (7), and an elevator
which is equipped with a drive (10), a control system (11), a base frame (12) and
at least one elevator car (13), wherein the elevator car (13) comprises car walls
(14), a car door (15), a car floor (16) and a car ceiling (17) and is arranged on
the base frame (12), wherein the shaft floor (5) can only be accessed through the
lower shaft opening, the latter being equipped with emergency unlocking which is monitored
by sensors so that, during emergency unlocking of the shaft door (7) of the shaft
opening (8) of the lowermost access level (2), the control system (11) of the elevator
(9) is switched off for regular operation whenever the shaft floor (5) is accessed,
characterized in that
the clear vertical extension of the elevator system (1) between the shaft floor (5)
and the shaft ceiling (6) is less than and/or equal to the distance between a bare
ceiling (18) of the uppermost access level (2) and a bare floor (19) of the lowermost
access level (2).
2. Elevator system according to claim 1, characterized in that, in the event of downward travel (27), i.e. a movement of the elevator car towards
the shaft floor (5), the downward travel (27) is interrupted by a safety gear of the
elevator (9) during emergency unlocking of the shaft door (7) of the shaft opening
(8) of the lowermost access level (2).
3. Elevator system according to at least one of the preceding claims, characterized in that, in the event of emergency unlocking of a shaft door (7), the service personnel can
be reminded to erect and/or fold out the landing element (22) by means of a visual
and/or acoustic signal.
4. Elevator system according to at least one of the preceding claims, characterized in that the control system (11) can be switched off for regular operation by erecting and/or
unfolding the landing element (22).
5. Elevator system according to at least one of the preceding claims, characterized in that the car ceiling (17) is only accessible through sensor-monitored shaft openings (8).
6. Elevator system according to at least one of the preceding claims, characterized in that the control system (11) can be switched off for regular operation by means of an
emergency stop button.
7. Elevator system according to at least one of the preceding claims, characterized in that the inspection run is possible due to the erection and/or folding out of the landing
element (22) on the car ceiling (17).
8. Elevator system according to at least one of the preceding claims, characterized in that, in the event of a failure of the control system (11) for the inspection run, the
inspection run can be switched off by means of a second safety switch.
9. Elevator system according to at least one of the preceding claims, characterized in that a person accessing the car ceiling (17) can be reminded to erect and/or fold out
the landing element (22) by means of a visual and/or acoustic signal.
10. Elevator system according to at least one of the preceding claims, characterized in that, after resetting all safety switches and closing the shaft doors (7), the control
system (11) is switched off for regular operation.
11. Elevator system according to at least one of the preceding claims, characterized in that, after actuation of a switch in a control cabinet of the elevator (9), the control
system (11) is reset to regular operation.
1. Installation d'ascenseur pour personnes et/ou charges pour la liaison de plusieurs
niveaux desservis (2) dans un bâtiment comportant une cage d'ascenseur (4) qui présente
un fond de cage (5), un plafond de cage (6) et une ouverture de cage pouvant être
fermée par une porte palière (7), et un ascenseur qui est équipé d'un entraînement
(10), d'une commande (11), d'une structure de base (12) et d'au moins une cabine d'ascenseur
(13), dans laquelle la cabine d'ascenseur (13) présente des parois de cabine (14),
une porte de cabine (15), un plancher de cabine (16) et un plafond de cabine (17)
et est disposée sur la structure de base (12), dans laquelle le fond de cage (5) est
accessible uniquement par l'ouverture inférieure de cage, dans laquelle ladite ouverture
est équipée d'un moyen de déverrouillage d'urgence qui est surveillé par des capteurs,
de sorte que, pendant le déverrouillage d'urgence de la porte palière (7) de l'ouverture
de cage (8) du niveau desservi (2) le plus bas, la commande (11) de l'ascenseur (9)
est désactivée pour le fonctionnement régulier lors de tout accès au fond de cage
(5),
caractérisée en ce que
l'extension verticale libre de l'installation d'ascenseur (1) entre le fond de cage
(5) et le plafond de cage (6) est inférieure et/ou égale à la distance entre un plafond
brut (18) du niveau desservi (2) le plus élevé et un plancher brut (19) du niveau
desservi (2) le plus bas.
2. Installation d'ascenseur selon la revendication 1, caractérisée en ce que, en cas de descente (27), d'un déplacement de la cabine d'ascenseur en direction du
fond de cage (5), pendant le déverrouillage d'urgence de la porte palière (7) de l'ouverture
de cage (8) du niveau desservi (2) le plus bas, la descente (27) est interrompue par
un dispositif d'arrêt de l'ascenseur (9).
3. Installation d'ascenseur selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que, en cas de déverrouillage d'urgence d'une porte palière (7), le relevage et/ou le
déploiement de l'élément de retenue (22) peuvent être rappelés au personnel de maintenance
au moyen d'une signalisation optique et/ou sonore.
4. Installation d'ascenseur selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la commande (11) peut être désactivée par le relevage et/ou le déploiement de l'élément
de retenue (22) pour le fonctionnement régulier.
5. Installation d'ascenseur selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le plafond de cabine (17) n'est accessible que par des ouvertures de cage (8) surveillées
par des capteurs.
6. Installation d'ascenseur selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moyen d'un bouton d'arrêt d'urgence, la commande (11) peut être désactivée pour
le fonctionnement régulier.
7. Installation d'ascenseur selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le trajet d'inspection est permis au moyen du relevage et/ou du déploiement de l'élément
de retenue (22) sur le plafond de cabine (17).
8. Installation d'ascenseur selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que, en cas de défaillance de la commande (11) du trajet d'inspection, le trajet d'inspection
peut être désactivé au moyen d'un second interrupteur de sécurité.
9. Installation d'ascenseur selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que, lorsqu'une personne accède au plafond de cabine (17), une signalisation optique et/ou
acoustique peut lui rappeler de relever et/ou de déployer l'élément de retenue (22).
10. Installation d'ascenseur selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'après le réarmement de tous les interrupteurs de sécurité et la fermeture des portes
palières (7), la commande (11) est désactivée pour le fonctionnement régulier.
11. Installation d'ascenseur selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'après l'actionnement d'un interrupteur dans une armoire de distribution de l'ascenseur
(9), la commande (11) est réinitialisée dans le fonctionnement régulier.