[0001] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Auftragen einer Flüssigkeit
auf ein Seil sowie eine Anordnung aus einem Seil und einer Vorrichtung zum Auftragen
einer Flüssigkeit auf ein Seil. Verfahren und Anordnung lassen sich insbesondere zur
Untersuchung, Reinigung, zur Reparatur und zum Auftrag von Beschichtungen und zur
Markierung von tragenden Seilen, wie sie beispielsweise an Brücken oder ähnlichen
Bauwerken eingesetzt werden, anwenden.
[0002] Seile oder Stäbe, die zur Übertragung von Zugkräften stationär in technische Strukturen,
wie beispielsweise Seil- oder Hängebrücken eingebaut werden, sind regelmäßig zu inspizieren,
um die Gefährdung Dritter und der Bauwerke selber durch unerwartete Brüche der Seile
oder Stäbe zu verhindern. Dazu ist es häufig erforderlich, flüssige Untersuchungssysteme
oder Indikatorflüssigkeiten auf die Seile aufzutragen, um Beschädigungen oder Korrosionen
festzustellen. Zudem müssen die Seile gereinigt, beschichtet und markiert sowie deren
Beschichtungen repariert werden. Bisher haben diese Arbeiten an Seilen oder Stäben
über bemannte Inspektionsgeräte und Hubarbeitsbühnen stattgefunden. Auch unbemannte
Inspektionsgeräte sind bekannt, beispielsweise aus der
DE 203 11 395 U1 sowie der nicht vorveröffentlichen deutschen Patentanmeldung
DE 10 2008 049 942.0. Ferner ist aus der
US 2,858,555 eine Vorrichtung zum Reinigen oder Anstreichen von Seilen bekannt.
[0003] Da bei den genannten Arbeiten an den Seilen oder Stäben insbesondere bei Hänge- oder
Seilbrücken oft große Seillängen zu inspizieren und bearbeiten sind - Seillängen von
mehreren hundert Metern Länge sind üblich - liegt der folgenden Erfindung die Aufgabe
zu Grunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung anzugeben, mit der auch bei Arbeiten
an Seilen großer Länge die aus dem Stand der Technik bekannten Nachteile zumindest
teilweise überwunden werden können und insbesondere ein unbemannter Flüssigkeitsauftrag
auf ein Seil erfolgen kann. Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren und eine
Anordnung mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche.
[0004] Die jeweiligen abhängigen Ansprüche sind auf vorteilhafte Weiterbildungen gerichtet.
[0005] Das erfindungsgemäße Verfahren zum Auftragen einer Flüssigkeit auf ein Seil, bei
dem ein Seil mit einer Vorrichtung befahren wird, die mindestens drei Rollen umfasst,
die kraftschlüssig mit dem Seil verbunden sind, wobei mindestens eine Rolle durch
mindestens einen Motor angetrieben wird, so dass die Vorrichtung am Seil verfahrbar
ist, wobei der mindestens eine Motor so ansteuerbar ist, dass die Vorrichtung vorbestimmbare
Positionen an dem Seil reproduzierbar anfährt, zeichnet sich dadurch aus, dass zumindest
zeitweise mindestens eine Flüssigkeit zumindest in Teilbereichen auf das Seil aufgetragen
wird.
[0006] Bevorzugt ist eine Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens, beim dem ein zu
inspizierendes Seil mit einer Inspektionsvorrichtung befahren wird, die mindestens
ein Inspektionsgerät zur Aufnahme von Daten zur Zustandscharakterisierung des Seiles
trägt, wobei die Inspektionsvorrichtung zumindest drei Rollen umfasst, die kraftschlüssig
mit dem Seil verbunden sind, wobei mindestens eine Rolle durch mindestens einen Motor
angetrieben wird, so dass die Inspektionsvorrichtung am Seil verfahrbar ist, zeichnet
sich dadurch aus, dass der mindestens eine Motor so ansteuerbar ist, dass die Inspektionsvorrichtung
vorbestimmbare Positionen an dem Seilen reproduzierbar anfährt und wobei Daten zur
Zustandscharakterisierung des Seiles zumindest zeitweise aufgenommen werden.
[0007] Die Inspektionsvorrichtung kann Teil der Vorrichtung zur Befahrung des Seils gemäß
dem erfindungsgemäßen Verfahren oder diese Teil einer Inspektionsvorrichtung sein.
Unter dem Begriff "Seil" im Sinne der vorliegenden Erfindung wird ein Element verstanden,
welches zur Aufnahme von Zugkräften geeignet ist. Insbesondere umfasst der Begriff
"Seil" ein Seil und einen Stab, wie sie beispielsweise in Seil- oder Hängebrücken
verbaut werden und/oder auch eine Mehrzahl von Seilen, die gemeinsam ein solches Seil
für eine Seil- oder Hängebrücke bilden und die insbesondere in einem Rohr, bevorzugt
aus Metall und/oder einem Kunststoff, geführt werden. Die Vorrichtung ist unbemannt,
befährt also automatisch das Seil, insbesondere im verbauten Zustand als Standseil
bei Hängebrücken. Durch die mindestens drei, bevorzugt vier Rollen, steht die Vorrichtung
mit dem Seil im Kontakt. Hierbei wird eine kraftschlüssige Verbindung zwischen den
Rollen und dem Seil erzeugt. Bevorzugt sind sämtliche Rollen mit einem gemeinsamen
oder rollenindividuellen Motor antreibbar und werden so angetrieben. Durch den Antrieb
wenigstens einer Rolle wird die Vorrichtung am Seil verfahren. Durch eine entsprechende
Ansteuerung des Motors, der beispielsweise einen Schrittmotor umfasst und/oder basierend
auf Daten eines entsprechenden Sensors zur Positionsbestimmung erfolgt eine reproduzierbare
Ansteuerung einer bestimmten Position am Seil und/oder eine positionsaufgelöste Datenaufnahme
am Seil.
[0008] Das bedeutet, dass beispielsweise nach Abschluss einer Gesamtbefahrung eines Seiles
von mehreren 100 m oder sogar mehr als 1 km Länge eine ganz bestimmte Position an
dem Seil, die beispielsweise als Abstand von einer Seilaufhängung und/oder einer Markierung
auf dem Seil definiert werden kann, anfahrbar ist, um einen bestimmten Defekt oder
die Oberflächenbeschaffenheit an dieser Position genauer zu inspizieren oder mit Flüssigkeit
zu behandeln, beispielsweise mit Reparaturlösung für eine beschädigte Beschichtung.
So können auch bei aufeinanderfolgenden Inspektionen über die Zeit auftretende Zustandsveränderungen
mit großer Präzision positionsaufgelöst beobachtet werden. Insbesondere ist es möglich,
die Position am Seil auf 5 mm genau und besser wieder anzufahren. Mit diesem Verfahren
können entsprechend auch große Seillängen regelmäßig reproduzierbar inspiziert werden.
Die Daten zur Zustandscharakterisierung des Seiles können in vorgebbaren Zeit- und/oder
Ortabständen oder auch kontinuierlich aufgenommen werden.
[0009] Bei der Flüssigkeit, die aus einer oder mehreren Komponenten bestehen kann, kann
es sich insbesondere um Farbe, Beschichtung, eine Kontaktflüssigkeit und/oder eine
Analyseflüssigkeit handeln, mit der das Seil oder dessen Beschichtung auf mögliche
Fehler oder Anomalien untersucht werden können. Unter einer Kontaktflüssigkeit wird
insbesondere auch eine Flüssigkeit verstanden, über die ein Kontakt zu einem Analysegerät,
beispielsweise einem Ultraschall, herstellbar ist. Bei einer Kontaktflüssigkeit für
den Einsatz eines Ultraschallsensors dient die Kontaktflüssigkeit insbesondere zum
Einkoppeln des Ultraschallsignals in die oberen Oberflächenschichten auf dem Seil.
Insbesondere umfasst die Kontaktflüssigkeit eine Flüssigkeit mit einer höheren Viskosität
als die von Wasser im Temperaturbereich von 5°C (Grad Celsius) bis 50°C. Bevorzugt
wird die Kontaktflüssigkeit so aufgetragen, dass sich eine Schicht Kontaktflüssigkeit
zwischen einem Ultraschallsensor und dem Seil bildet.
[0010] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die
Anpresskraft der Rollen an das Seil gesteuert.
[0011] Insbesondere kann dies basierend auf den Schlupfdaten der Rollen am Seil erfolgen.
Die Steuerung der Anpresskraft erfolgt insbesondere in Abhängigkeit von der Oberflächenbeschaffenheit
des Seiles und insbesondere dessen Korrosionsschutzes, der nicht beschädigt werden
darf. Die Anpresskraft der Rollen kann durch entsprechende Anpressmotoren oder manuell
durch eine entsprechende Vorspannung elastischer Elemente an den Rollenaufhängungen
und des Rollenmaterials variiert werden.
[0012] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
ist die Pendelscherbeanspruchung des Seils kleiner als 2 % (Prozent) der Haftzugfestigkeit
der Oberflächenschicht, bevorzugt eines Anstrichs, auf dem Seil.
[0013] Hierdurch kann vermieden werden, dass das Seil durch die Befahrung mit der Vorrichtung
und/oder Inspektionsvorrichtung beschädigt wird. Besonders bevorzugt sind Pendelscherbeanspruchungen
von kleiner als 20, insbesondere weniger als 10% oder sogar weniger als 2% der Haftzugfestigkeit
der Oberflächenschicht auf dem Seil. Die Pendelscherbeanspruchung entsteht durch die
Kombination des Antriebsmomentes mit Roll- und Pendelbewegungen der Vorrichtung und/oder
Inspektionsvorrichtung an und/oder auf dem Seil, die zu einer Scherung des Seiles
führt. Die Pendelscherbeanspruchung kann insbesondere durch eine der folgenden Maßnahmen
eingestellt werden:
- a) die Einstellung der Anpresskraft der Rollen;
- b) die Regelung der Anpresskraft der Rollen;
- c) die Auswahl des Materials der Rollen;
- d) die Einstellung der Anlagefläche der Rolle an dem Seil;
- e) die Begrenzung der Beschleunigungen und/oder Antriebskräfte;
- f) eine Dämpfung von Torkelbewegung in den Rollenlagern
- g) die Führung von Leitungen hin zu der Vorrichtung und/oder Inspektionsvorrichtung,
insbesondere von mindestens einer Versorgungsleitung und/oder Datenleitung;
- h) Reinigung und Trocknung der Seiloberfläche vor den Rollen
[0014] Unter Punkt h wird hier insbesondere die mechanische Reinigung des Seiles durch kleine
Bürsten und Abstreifer verstehen, die vor die Rollen montiert sind.
[0015] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden die
Daten auf mindestens einer der folgenden Arten aufgenommen:
- a) mittels Magnetfelddetektion;
- b) auf optischem Wege;
- c) durch Aufnahme von Schwingungen;
- d) durch Messung einer Schichtdicke mindestens einer oberflächennahen Schicht;
- e) Ultraschallmessungen; und
- f) Messungen der Materialhärte.
[0016] Unter der Magnetfelddetektion wird die Messung induzierter Magnetfelder im Seil verstanden.
Unter Messungen auf optischem Wege wird insbesondere die Aufnahme von Daten mittels
einer oder mehrere Bildaufnahmegeräte, wie z. B. Kameras verstanden. Die Aufnahme
der Schwingungsmoden kann insbesondere durch entsprechend ausgebildete Trägheitssensoren
erfolgen. Unter der Messung einer Schichtdicke einer oberflächennahen Schicht wird
insbesondere die Bestimmung der Schichtdicke eines Anstrichs und/oder der Korrosionsschutzschichten,
wie z. B. Verzinkung auf einem Seil mittels magnetischer oder Wirbelstromverfahren
verstanden. Unter Ultraschallmessungen wird das Einleiten eines Ultraschallsignals
in die Seiloberfläche und Messung deren Reflektion an Grenzschichten bezeichnet, deren
Störungen somit abgebildet werden. Messungen der Materialhärte können insbesondere
an Korrosionsschutzschicht und/oder einem Anstrich des Seiles und/oder darunter liegender
Schichten bevorzugt durch entsprechend ausgebildete Sensoren erfolgen, bei denen mit
einer entsprechenden Sonde eine definierte Kraft auf einer definierten Fläche auf
das Seil ausgeübt und der entsprechende Verformungswiderstand des Materials ermittelt
wird.
[0017] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
werden die Daten an einen Empfänger übertragen.
[0018] Diese Übertragung kann insbesondere kabellos beispielsweise über die Ausbildung eines
drahtlosen Netzwerk (W-LAN) oder kabelgebunden erfolgen. Der Empfänger kann hierbei
bevorzugt am Boden oder auf der Oberfläche des zu inspizierenden Bauwerks beispielsweise
der Brücke ausgebildet sein. Aufgrund der oftmals großen zu übertragenden Datenmenge,
der langen Überragungswege und der Ausgestaltung der Seile üblicherweise aus Stahl
mit den entsprechenden elektromagnetischen Störungen ist eine drahtgebundene Übertragung
an den Empfänger bevorzugt. Hierzu können handelsübliche und spezielle Netzwerkkabel
eingesetzt werden. Weiterhin ist die Vorrichtung und/oder Inspektionsvorrichtung bevorzugt
über dasselbe oder ein anderes Kabel mit Strom zu versorgen, um so Gewicht beim Aufbau
der Vorrichtung und/oder Inspektionsvorrichtung durch Einsparung des Gewichts der
Akkumulatoren oder Batterien einzusparen.
[0019] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung werden mit den Daten Ortsinformationen
aufgezeichnet, die mit der Position am Seil bei der Aufnahme der Daten korreliert
sind.
[0020] Hierbei kann es sich insbesondere um Vorgaben des Schrittmotors, beispielsweise eine
Anzahl von erfolgten Schritten, handeln. Außerdem kann es sich um Daten eines Winkelcodierers
handeln, der die Rollendrehungen detektiert. Weiterhin ist es alternativ oder zusätzlich
möglich, Eich- oder Kalibrierungsdaten der Ortsinformation aufzuzeichnen, bei der
beispielsweise die zurückgelegte Strecke am Seil nach einer bestimmten Initialisierung
aufgezeichnet und mit abgespeichert wird.
[0021] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
erfolgt das Auftragen der Flüssigkeit durch mindestens eine der folgenden Arten:
- a) durch Aufsprühen,
- b) durch Bepinseln und
- c) durch Aufrollen.
[0022] Der Flüssigkeitsauftrag durch Aufsprühen eignet sich besonders bei Seilen mit einer
rauen oder strukturierten Oberfläche, da die Flüssigkeit so auch leicht in kleine
Zwischenräume auf der Seiloberfläche eingebracht werden kann. Zudem ist der Verschleiß
der Düsen zum Aufsprühen der Flüssigkeit vergleichsweise gering.
[0023] Bei der Verarbeitung einer Flüssigkeit mit hoher Viskosität wird diese vorzugsweise
durch Bepinseln oder Aufrollen auf das Seil aufgebracht.
[0024] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens,
bei dem die Flüssigkeit aus mindestens zwei Komponenten besteht, erfolgt die Vermischung
der Komponenten durch mindestens eine der folgenden Arten:
- a) gleichzeitiges Aufsprühen mindestens zweier Komponenten auf die Seiloberfläche;
- b) Aufsprühen der Komponenten auf die Seiloberfläche mit kurzem zeitlichem Abstand;
und
- c) Vermischung in einem Mischer.
[0025] Die drei genannten Arten haben alle gemeinsam, dass zwischen der Vermischung der
Komponenten und dem Flüssigkeitsauftrag nur eine kurze Zeitspanne liegt, sodass die
Komponenten höchstens kurze Zeit miteinander reagieren, bevor sie auf die Seiloberfläche
aufgebracht werden. So wird beispielsweise ein Eintrocknen der Flüssigkeit verhindert.
Je nach Eigenschaften der Flüssigkeit wie beispielsweise Viskosität oder Reaktionsfähigkeit,
wird eine entsprechende Art der Vermischung angewendet, so beispielsweise die Vermischung
in einem Mischer bei sehr viskosen Flüssigkeiten, für die ein Aufsprühen nur schwer
möglich ist.
[0026] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
ist die Flüssigkeit mindestens zu einem der folgenden Zwecke geeignet:
- a) Untersuchungen des Seils;
- b) Reinigung des Seils;
- c) Reparatur von Beschichtungen des Seils;
- d) Auftrag von Beschichtungen auf das Seil; und
- e) Markierung des Seils.
[0027] Zur Detektion von Rissen im Seil werden beispielsweise Zweifarb-Untersuchungssysteme
verwendet. Hierbei werden nacheinander zwei verschiedene Flüssigkeiten auf das Seil
aufgetragen, die miteinander reagieren und durch einen Farbumschlag Risse in Schweißnähten
aufzeigen können. Des Weiteren werden Indikator-Flüssigkeiten eingesetzt, die mit
Ablagerungen oder Korrosionsprodukten auf dem Seil reagieren und diese ebenfalls durch
Farbumschlag anzeigen.
[0028] Zur Reinigung von Seilen finden beispielsweise Wasser, das nötigenfalls mit Reinigungszusätzen
versetzt wird, Tenside und/oder Lösemittelgeschmische Anwendung.
[0029] Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich zudem zur Reparatur von Beschichtungen
sowie zum Auftrag von Beschichtungen auf das Seil. Dazu können mehrere Schichten und
Komponenten eines eingesetzten Korrosionsschutz- und Anstrichsystems ein- oder mehrkomponentig
auf die Seiloberfläche an vorgebbaren Positionen in einem oder mehreren Arbeitsgängen
in größeren Flächen aufgetragen werden. Behandelt werden auf diese Weise entweder
einzelne Teilabschnitte, die in der Länge und auf dem Umfang des Seils begrenzt sein
können oder das gesamte Seil.
[0030] Weiterhin können mit dem erfindungsgemäßen Verfahren mehrere Schichten oder Komponenten
eines Anstrichsystems an ausgesuchten Positionen in einem oder mehreren Arbeitsgängen
in Punkten oder Linien zur Kennzeichnung oder Beschriftung der Seile auf deren Oberflächen
aufgebracht werden.
[0031] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird als Flüssigkeit eine Kontaktflüssigkeit zur Einkopplung von Ultraschallsignalen
in zumindest Teilbereiche des Seils, insbesondere in oberflächennahe Schichten des
Seils aufgetragen.
[0032] Bevorzugt ist auch eine Verfahrensführung, bei der ein Ultraschallsensor ausgebildet
ist, mittels dem entsprechende Ultraschallsignale erzeugt werden, die über die Kontaktflüssigkeit
in zumindest die oberflächennahen Schichten oder Bereiche des Seils eingekoppelt werden
und mit dem reflektierte Signale aus dem Seil aufzeichenbar sind.
[0033] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Anordnung aus einem
Seil und einer Vorrichtung zum Auftragen einer Flüssigkeit auf das Seil vorgeschlagen,
wobei die Vorrichtung mindestens drei Rollen umfasst, mittels denen das Seil mit der
Vorrichtung zu befahren ist, wobei mindestens eine Rolle durch einen Motor antreibbar
ist, so dass die Vorrichtung am Seil verfahren wird, wobei ein Steuermittel ausgebildet
ist, mittels welchem der Motor so ansteuerbar ist, dass vorbestimmbare Positionen
an dem Seil reproduzierbar und automatisch werden, wobei mindestens ein Auftragsmittel
ausgebildet ist, mittels dem mindestens eine Flüssigkeit auf das Seil auftragbar ist.
[0034] Insbesondere kann diese Vorrichtung Teil einer Inspektionsvorrichtung oder eine Inspektionsvorrichtung
Teil dieser Vorrichtung sein, wobei die Inspektionsvorrichtung zum Inspizieren von
Seilen mindestens drei Rollen umfasst, mittels denen das zu inspizierende Seil mit
der Inspektionsvorrichtung zu befahren ist und weiterhin mindestens ein Inspektionsgerät
zur Aufnahme von Daten zur Zustandscharakterisierung des Seiles umfasst. Mindestens
eine Rolle ist durch einen Motor antreibbar, so dass die Inspektionsvorrichtung am
Seil verfahrbar ist. Erfindungsgemäß ist ein Steuermittel ausgebildet, mittels welchem
der Motor so ansteuerbar ist, dass vorbestimmbare Positionen an dem Seil reproduzierbar
anfahrbar sind.
[0035] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Anordnung sind Anpressmittel
zum Anpressen der Rollen an das Seil ausgebildet.
[0036] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung ist die Anpresskraft der Anpressmittel an
das Seil regelbar.
[0037] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Vorrichtung und/oder Inspektionsvorrichtung
ist mindestens eines der folgenden Inspektionsgeräte ausgebildet:
- a) mindestens ein Sensor zur Messung selbst- oder fremdinduzierter lokalen Magnetfelder;
- b) mindestens eine Kamera zur Aufnahme optischer Daten;
- c) mindestens ein Schwingungsaufnehmer;
- d) mindestens ein Sensor zur Bestimmung einer Schichtdicke mindestens einer oberflächennahen
Schicht;
- e) mindestens ein Ultraschallsensor; und
- f) mindestens ein Sensor zur Messung der Materialhärte.
[0038] Unter einem Sensor zur Messung selbst- oder fremdinduzierter lokaler Magnetfelder,
einem so genannten Magnetinduktionsmessgerät, wird ein Gerät verstanden, mittels dem
ein Magnetfeld in dem zu inspizierenden Seil induziert werden kann, das anschließend
vermessen wird. Störungen des vorhandenen oder des derart induzierten homogenen Magnetfeldes
können auf Drahtbrüche im Seil hinwiesen. Bevorzugt umfasst die Vorrichtung und/oder
Inspektionsvorrichtung mehrere Kameras und insbesondere mehrere Arten von Kameras,
wobei bevorzugt mit einer Art Kameras ein positionsgenaues Bild, bevorzugt einer niedrigeren
Auflösung, insbesondere zum zeitgleichen Übertragen und/oder Betrachten der Daten
zur unmittelbaren örtlichen Inspektion des Seiles während der Befahrung bei höherer
Befahrgeschwindigkeit dargestellt und aufgezeichnet wird. Eine zweite Art Kameras
ist zur hochaufgelösten optischen Inspektion des Seiles positionsgenau nach der Befahrung
ausgebildet.
[0039] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Vorrichtung und/oder Inspektionsvorrichtung
ist mindestens eines der folgenden Auftragsmittel ausgebildet:
- a) mindestens eine Spritzanlage;
- b) mindestens eine Düse;
- c) mindestens eine Zweikomponentendüse;
- d) mindestens ein Pinsel;
- e) mindestens eine Walze; und
- f) mindestens eine Bürste.
[0040] Die Spritzanlage sowie die Düse finden vorzugsweise bei Flüssigkeiten mit geringer
Viskosität Anwendung. Die Zweikomponentendüse eignet sich, um zwei Flüssigkeitskomponenten
mit geringer Viskosität zeitgleich auf die Seiloberfläche aufzubringen. Bei Flüssigkeiten
mit höherer Viskosität werden vorzugsweise ein Pinsel und/oder eine Walze verwendet.
Die mindestens eine Bürste kann zum Reinigen des Seils und/oder zum Auftragen der
Flüssigkeit auf das Seil genutzt werden.
[0041] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Vorrichtung und/oder Inspektionsvorrichtung
ist mindestens ein Tank zur Aufnahme einer Flüssigkeit ausgebildet.
[0042] Es können mehrere Tanks für verschiedene Flüssigkeitskomponenten ausgebildet sein,
so dass beim Befahren und Inspizieren des Seils die gerade benötigte Flüssigkeit umgehend
ausgewählt und verwendet werden kann, ohne einen Austausch am Gerät vornehmen zu müssen.
[0043] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Vorrichtung und/oder Inspektionsvorrichtung
ist mindestens ein Fördermittel zur Förderung der mindestens einen Flüssigkeit ausgebildet,
das mit dem Tank und dem mindestens einen Auftragsmittel verbunden ist.
[0044] Unter dem Begriff Fördermittel werden Kompressoren zur Erzeugung von Druckluft, Membran-
und/oder Schlauchpumpen, sowie Schlauchsysteme mit Ventilen verstanden. Diese sind
in vorteilhafter Weise dazu geeignet, die mitgeführten Flüssigkeiten vom Tank zum
entsprechenden Auftragsmittel zu befördern.
[0045] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Anordnung ist ein Mischer zur
Vermischung mindestens zweier Flüssigkeiten ausgebildet.
[0046] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Anordnung ist der Mischer als
Durchfluss-Rohrmischer ausgebildet.
[0047] Die erfindungsgemäße Anordnung ist insbesondere zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens geeignet. Die für das erfindungsgemäße Verfahren offenbarten Details und
Vorteile sind auf die erfindungsgemäße Anordnung übertrag- und anwendbar und umgekehrt.
Im Folgenden wird die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert,
ohne auf die dort gezeichneten Details und Vorteile beschränkt zu sein. Es zeigen
schematisch:
- Fig. 1
- ein Schnittbild eines ersten Ausführungsbeispiels einer Vorrichtung einer erfindungsgemäßen
Anordnung an einem zum Flüssigkeitsauftrag bestimmten Seil,
- Fig. 2
- ein Schnittbild eines zweiten Ausführungsbeispiels einer Vorrichtung einer erfindungsgemäßen
Anordnung an einem Seil,
- Fig. 3
- ein erstes Schnittbild einer Inspektionsvorrichtung an einem zu inspizierenden Seil,
- Fig. 4
- ein zweites Schnittbild einer Inspektionsvorrichtung an einem Seil,
- Fig. 5
- ein Schnittbild eines dritten Ausführungsbeispiels einer Vorrichtung einer erfindungsgemäßen
Anordnung an einem Seil, und
- Fig. 6
- ein Schnittbild eines vierten Ausführungsbeispiels einer Vorrichtung einer erfindungsgemäßen
Anordnung an einem Seil.
[0048] Figur 1 zeigt einen Querschnitt einer Vorrichtung 2 einer erfindungsgemäßen Anordnung.
Diese dient zum Auftragen mindestens einer Flüssigkeit auf die Oberfläche eines Seils
1, beispielsweise eines Standseils einer Seil- oder Hängebrücke. Die Vorrichtung 2
ist über Rollen 3, die aus Weichgummi ausgebildet sind, kraftschlüssig mit dem zum
Flüssigkeitsauftrag bestimmten Seil 1 verbunden. Durch Antrieb einer Rolle 3 durch
einen entsprechenden Motor 16, der insbesondere auch Figur 4 zu entnehmen ist, kann
das Seil 1 mit der Vorrichtung 2 befahren werden. Die Vorrichtung 2 enthält als Auftragsmittel
5, 6 eine Düse 5 sowie eine Walze 6, mit denen eine Flüssigkeit auf das Seil 1 aufbringbar
ist. Die Düse 5 ist über einen Mischer 4 und über Fördermittel 8 mit dem Tank 7 verbunden,
sodass die mitgeführte Flüssigkeit vom Tank 6 zur Düse 5 transportierbar ist.
[0049] Figur 2 zeigt einen weiteren Querschnitt einer Vorrichtung 2 einer erfindungsgemäßen
Anordnung. Diese ist im Vergleich zu Figur 1 mit zwei Düsen 5 ausgestattet.
[0050] Die Figuren 3 und 4 zeigen jeweils eine Inspektionsvorrichtung 2 zum Inspizieren
eines Seils 1. An einem Messgeräteträger 9 ist mindestens ein Inspektionsgerät 10
ausgebildet. Diese Inspektionsgeräte 10 umfassen Kameras 11 und Magnetfeldmessgeräte
12. Die Rollen 3 sind in Radaufhängungen 13 gehaltert. Die durch die Inspektionsgeräte
10 und insbesondere die Kameras 11 und Magnetfeldmessgeräte 12 gelieferten Daten werden
in einem Messauswertungsmittel 14 ausgewertet und ggf. einem nicht gezeigten Empfänger
übertragen. Ferner ist ein Steuermittel 15 ausgebildet, mittels welchem der Motor
16 zum Antrieb der Rollen 3 überwacht und angesteuert wird. Die Steuermittel 15 umfassen
dabei Positionszähler zur Bestimmung von Ortsinformationen, so dass diese mit den
durch die Inspektionsgeräte 10 gelieferten Daten korrelier- und abspeicherbar sind,
und wahlweise Schubkraftsensoren.
[0051] Fig. 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung 2 einer erfindungsgemäßen
Anodnung, wobei die Vorrichtung über Rollen 3 am Seil 1 verfahrbar ist. Die kraftschlüssige
Verbindung der Rollen 3 zum Seil 1 ist grundsätzlich wie in Fig. 3 gezeigt ausgestaltet.
Auf einem Träger 17 ist ein Tank 7 für die Flüssigkeit, insbesondere für eine ein-
oder mehrkomponentige Farbe und/oder Beschichtung und ein Fördermittel 8 ausgebildet.
Über das Fördermittel 8, bevorzugt eine Pumpe, wird die Flüssigkeit über ein Dosiermittel
18 über mindestens eine Düse 5 auf die Oberfläche des Seils 1 aufgegeben. Das Dosiermittel
kann gleichzeitig auch als Mischer 4 ausgebildet sein, in dem mehrere Komponenten
der Flüssigkeit miteinander vermischt werden. Bevorzugt ist eine Ausgestaltung mit
drei oder mehr Düsen 5, die bevorzugt in Umfangsrichtung so ausgebildet sind, dass
im wesentlichen der gesamte Umfang des Seils 1 mit der Flüssigkeit versehen werden
kann.
[0052] Hierbei wird die Vorrichtung 2 über den hier nicht gezeigten Motor 16 in einer Bewegungsrichtung
19 bewegt. In Bewegungsrichtung 19 hinter der Düse 5 ist mindestens ein Pinsel 20
ausgebildet. Bevorzugt sind diese rotierend in einer Rotationsrichtung 21 ausgebildet
und werden durch einen Pinselantrieb 22 rotierend angetrieben. Dadurch, dass die Pinsel
in Bewegungsrichtung 19 hinter der Düse 5 ausgebildet sind, wird die Flüssigkeit gleichmäßig
über die Oberfläche des Seils 1 verteilt. Insbesondere sind in Umfangsrichtung des
Seiles 1 mehrere Pinsel 20 ausgebildet, insbesondere vier oder mehr. In diesem Ausführungsbeispiel
umfasst das Auftragsmittel also die mindestens eine Düse 5 und den mindestens einen
Pinsel 20.
[0053] Fig. 6 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung 2 einer erfindungsgemäßen
Anodnung, die ähnlich zu dem Ausführungsbeispiel in Fig. 5 ausgebildet ist. Auf einem
Träger 17 ist ein Tank 7 für eine Flüssigkeit ausgeführt, insbesondere ein Tank für
ein Reinigungsmittel, beispielsweise mit Tensiden versetztes Wasser. Über ein Fördermittel
8 und ein Dosiermittel 18 wird die Flüssigkeit über mindestens eine Düse 5 auf die
Oberfläche des Seils 1 aufgegeben. Hierbei sind bevorzugt in Umfangsrichtung des Seils
1 mehrere Düsen 5 ausgebildet, so dass im Wesentlichen der gesamte Umfang des Seils
1 mit Flüssigkeit versehen werden kann.
[0054] Die mindestens eine Düse 5 ist bevorzugt in einer Waschkammer 23 ausgebildet, die
mit der Vorrichtung 2 über das Seil 1 bewegbar ist. Bevorzugt wird die Vorrichtung
2 in einer Bewegungsrichtung 19 bewegt, in der die Düse 5 vor mindestens einer Bürste
24 ausgebildet ist. Durch das Bewegen der Vorrichtung 2 und damit der mindestens einen
Bürste 24 über das Seil 1 wird die Oberfläche des Seils 1 gereinigt. Bevorzugt wird
dabei die mindestens eine Bürste 24 über einen oder mehrere Vibrationsmotoren 25 zur
Vibration angeregt. Die Relativbewegung der vibrierenden Bürsten 24 relativ zum Seil
1 bewirken eine weiterhin verbesserte Reinigungsleistung. Die Flüssigkeit kann bevorzugt
über eine Rückführleitung 26 zum Tank 7 zurückgeführt und wiederverwendet werden.
[0055] Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Anordnung gestatten eine
automatisierte und unbemannte Untersuchung, Reinigung, Reparatur von Beschichtung
sowie Markierung von Seilen beispielsweise von Hängebrücken. So ist beispielsweise
ein Defekt am Seil mit der Vorrichtung gezielt anfahrbar und ausbesserbar.
Bezugszeichenliste
[0056]
- 1
- Seil
- 2
- Vorrichtung
- 3
- Rollen
- 4
- Mischer
- 5
- Düse
- 6
- Walze
- 7
- Tank
- 8
- Fördermittel
- 9
- Messgeräteträger
- 10
- Inspektionsgeräte
- 11
- Kameras
- 12
- Magnetfeldmessgeräte
- 13
- Radaufhängungen
- 14
- Messauswertungsmittel
- 15
- Steuermittel
- 16
- Motor
- 17
- Träger
- 18
- Dosiermittel
- 19
- Bewegungsrichtung
- 20
- Pinsel
- 21
- Rotationsrichtung
- 22
- Pinselantrieb
- 23
- Waschkammer
- 24
- Bürste
- 25
- Vibrationsmotor
- 26
- Rückführleitung
1. Verfahren zum Auftragen einer Flüssigkeit auf ein Seil (1), bei dem ein Seil (1) mit
einer Vorrichtung (2) befahren wird, die mindestens drei Rollen (3) umfasst, die kraftschlüssig
mit dem Seil (1) verbunden sind,
wobei mindestens eine Rolle (3) durch mindestens einen Motor angetrieben wird, so
dass die Vorrichtung (2) am Seil (1) verfahren wird, wobei der mindestens eine Motor
so angesteuert wird, dass die Vorrichtung (2) vorbestimmbare Positionen an dem Seil
(1) reproduzierbar und automatisch anfährt, wobei zumindest zeitweise mindestens eine
Flüssigkeit zumindest in Teilbereichen auf das Seil (1) aufgetragen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das Auftragen der Flüssigkeit auf das Seil (1)
durch mindestens eine der folgenden Arten erfolgt:
a) durch Aufsprühen;
b) durch Bepinseln und
c) durch Aufrollen.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Flüssigkeit aus mindestens
zwei Komponenten besteht, wobei die Vermischung der Komponenten durch mindestens eine
der folgenden Arten erfolgt:
a) gleichzeitiges Aufsprühen mindestens zweier Komponenten auf die Seiloberfläche;
b) Aufsprühen der Komponenten auf die Seiloberfläche mit kurzem zeitlichem Abstand;
und
c) Vermischung in einem Mischer (4).
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Flüssigkeit zu mindestens
einem der folgenden Zwecke geeignet ist:
a) Untersuchungen des Seils;
b) Reinigung des Seils;
c) Reparatur von Beschichtungen des Seils;
d) Auftrag von Beschichtungen auf das Seil; und
e) Markierung des Seils.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem als Flüssigkeit eine Kontaktflüssigkeit
zur Einkopplung von Ultraschallsignalen in zumindest Teilbereiche des Seils, insbesondere
in oberflächennahe Schichten des Seils aufgetragen wird.
6. Anordnung aus einem Seil und einer Vorrichtung (2) zum Auftragen einer Flüssigkeit
auf das Seil (1), wobei die Vorrichtung mindestens drei Rollen (3) umfasst, mittels
denen das Seil (1) mit der Vorrichtung (2) zu befahren ist, wobei mindestens eine
Rolle (3) durch einen Motor antreibbar ist, so dass die Vorrichtung (2) am Seil (1)
verfahren wird, wobei ein Steuermittel ausgebildet ist, mittels welchem der Motor
so ansteuerbar ist, dass vorbestimmbare Positionen an dem Seil (1) reproduzierbar
und automatisch angefahren werden, wobei mindestens ein Auftragsmittel (5, 6) ausgebildet
ist, mittels dem mindestens eine Flüssigkeit auf das Seil (1) auftragbar ist.
7. Anordnung nach Anspruch 6, bei der mindestens eines der folgenden Auftragsmittel (5,
6) ausgebildet ist:
a) mindestens eine Spritzanlage;
b) mindestens eine Düse (5);
c) mindestens eine Zweikomponentendüse;
d) mindestens ein Pinsel (20);
e) mindestens eine Walze (6); und
f) mindestens eine Bürste (24).
8. Anordnung nach Anspruch 6 oder 7, bei der mindestens ein Tank (7) zur Aufnahme einer
Flüssigkeit ausgebildet ist.
9. Anordnung nach Anspruch 8, bei der mindestens ein Fördermittel (8) zur Förderung der
mindestens einen Flüssigkeit ausgebildet ist, das mit dem Tank (7) und dem mindestens
einen Auftragsmittel (5, 6) verbunden ist.
10. Anordnung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, bei der ein Mischer (4) zur Vermischung
mindestens zweier Flüssigkeitskomponenten ausgebildet ist.
11. Anordnung nach Anspruch 10, bei der der Mischer (4) als Durchfluss-Rohrmischer ausgebildet
ist.
1. A method for applying a liquid to a rope (1), wherein a rope (1) is traveled on by
a device (2) that comprises at least three rollers (3), which are force-fitted connected
with the rope (1), wherein at least one roller (3) is driven by at least one motor
so that the device (2) is moved on the rope (1), wherein the at least one motor is
controlled so that the device (2) can reproducibly and automatically travel to predeterminable
positions on the rope (1), wherein at least one liquid is at least temporarily applied
to at least partial sections of the rope (1).
2. The method according to claim 1, wherein applying the liquid to the rope (1) is carried
out using at least one of the following procedures:
a) spraying;
b) painting; and
c) rolling.
3. The method according to any of the preceding claims, wherein the liquid is comprised
of at least two components, wherein the mixing of the components is carried out using
at least one the following procedures:
a) simultaneous spraying of at least two components onto the surface of the rope;
b) spraying the components onto the surface of the rope at short time intervals; and
c) mixing in a mixer (4).
4. The method according to any of the preceding claims, wherein the liquid is suitable
for at least one of the following purposes:
a) inspecting the rope;
b) cleaning the rope;
c) repairing rope coatings;
d) applying coatings onto the rope; and
e) marking the rope.
5. The method according to any of the preceding claims, wherein the applied liquid is
a contact liquid for coupling ultrasound signals into at least partial sections of
the rope, especially into layers of the rope which are close to the surface.
6. An arrangement of a rope and a device (2) for applying a liquid onto the rope (1),
wherein die device comprises at least three rollers (3), by means of which the device
(2) is to travel along the rope (1), wherein at least one roller (3) can be driven
by a motor so that the device (2) is moved on the rope (1), wherein a control means
is provided for controlling the motor so that predeterminable positions on the rope
(1) are reproducibly and automatically traveled to, wherein at least one application
means (5, 6) is provided, with which at least one liquid can be applied to the rope
(1).
7. The arrangement according to claim 6, wherein at least one of the following application
means (5, 6) is provided:
a) at least one spraying unit;
b) at least one nozzle (5);
c) at least one two-component nozzle;
d) at least one fine brush (20);
e) at least one roller (6); and
f) at least one brush (24).
8. The arrangement according to claim 6 or 7, wherein at least a tank (7) is provided
for receiving a liquid.
9. The arrangement according to claim 8, wherein at least a conveyor means (8) is provided
for conveying the at least one liquid said conveyor means (8) being connected with
the tank (7) and the at least one application means (5, 6).
10. The arrangement according to claims 6 to 9, wherein a mixer (4) is provided for mixing
at least two liquid components.
11. The arrangement according to claim 10, wherein the mixer (4) is provided as a flow-through
pipe mixer.
1. Procédé d'application d'un liquide sur un câble (1), un câble (1) étant parcouru par
un dispositif (2) qui comprend au moins trois galets (3) qui sont reliés au câble
(1) par adhérence,
au moins un galet (3) étant entraîné par au moins un moteur de sorte que le dispositif
(2) est déplacé sur le câble (1),
l'au moins un moteur étant commandé de manière à ce que le dispositif (2) s'approche
de manière reproductible et automatique de positions prédéfinissables sur le câble
(1),
au moins un liquide étant appliqué au moins périodiquement au moins dans des zones
du câble (1).
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel l'application du liquide sur le câble
(1) se fait au moins d'une des manières suivantes:
a) par pulvérisation;
b) par application au pinceau et
c) par application au rouleau.
3. Procédé selon au moins une des revendications précédentes, dans lequel le liquide
est composé de deux composants, le mélange des composants étant réalisé d'au moins
une des manières suivantes :
a) pulvérisation simultanée d'au moins deux composants sur la surface du câble ;
b) pulvérisation des composants sur la surface du câble avec un bref intervalle de
temps; et
c) mélange dans un mélangeur (4).
4. Procédé selon au moins une des revendications précédentes, dans lequel le liquide
est adapté à au moins une des fins suivantes:
a) examen du câble;
b) nettoyage du câble;
c) réparation de revêtements du câble;
d) application de revêtements sur le câble; et
e) marquage du câble.
5. Procédé selon au moins une des revendications précédentes, dans lequel le liquide
appliqué est un liquide de contact destiné à l'injection de signaux ultrasonores dans
au moins des zones du câble, en particulier dans des couches du câble proches de la
surface.
6. Assemblage d'un câble et d'un dispositif (2) d'application d'un liquide sur le câble
(1), le dispositif comprenant au moins trois galet (3) au moyen desquels le câble
(1) est parcouru par le dispositif (2), au moins un galet (3) pouvant être entraîné
par un moteur de sorte que le dispositif (2) se déplace sur le câble (1), un moyen
de commande étant réalisé, au moyen duquel le moteur peut être commandé de telle sorte
que des positions prédéterminables sur le câble (1) sont approchées de manière reproductible
et automatique, au moins un moyen d'application (5, 6) étant conçu de manière à ce
que l'au moins un liquide puisse être appliqué sur le câble (1).
7. Assemblage selon la revendication 6, dans lequel il est prévu au moins un des moyens
d'application suivants (5, 6):
a) au moins un dispositif d'injection ;
b) au moins une buse (5) ;
c) au moins une buse bicomposant ;
d) au moins un pinceau (20) ;
e) au moins un galet (6) ; et
f) au moins une brosse (24).
8. Assemblage selon la revendication 6 ou 7, dans lequel il est prévu au moins un réservoir
(7) destiné à recevoir un liquide.
9. Assemblage selon la revendication 8, dans lequel il est prévu au moins un moyen de
transport (8) pour transporter l'au moins un liquide (7), lequel moyen de transport
est raccordé à au moins un moyen d'application (5, 6).
10. Assemblage selon une des revendications 6 à 9, dans lequel il est prévu un mélangeur
(4) destiné à mélanger au moins deux composants du liquide.
11. Assemblage selon la revendication 10, dans lequel le mélangeur (4) est réalisé sous
forme d'un mélangeur tubulaire à flux continu.