[0001] Die Erfindung betrifft ein Beschlag für einen verschiebbaren Flügel von Fenstern
oder Türen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus der
DE 2340922 C3 ist ein Beschlag mit einer Vorrichtung zum Verstellen eines entlang seiner Rahmenebene
beweglich geführten Schiebefenster bzw. einer Schiebetür senkrecht zu dieser Führung
gegen einen Blendrahmen bekannt geworden, wobei der Schiebeflügel mittels Laufrädern
auf stegartigen Laufschienen des Blendrahmens und im Schiebeflügel keilförmig profilierte
längsverstellbare Leisten zur Erzeugung der Verstellbewegung geführt sind, und die
Laufräder eine die Laufschiene U-förmig umgreifende Umfangsprofilierung aufweisen.
[0003] Die Konstruktion weist einen umlaufenden Treibstangenbeschlag auf, der mit den Laufgliedern
in funktioneller Verbindung steht. Des Weiteren beinhaltet das Laufrad die Vorrichtung
zum Abstellen des Flügels vom Rahmen. Eine solche Anordnung erweist sich als sehr
aufwändig in den Herstellungskosten. Ferner ist die Konstruktion nicht geeignet, eine
kostengünstige Variante bereitzustellen, da der Beschlag bei einer großen Lastabtragung
mehr als zwei Laufräder an dem unteren Flügelholm erfordert. Die vorhandenen Laufräder
sind aufgrund der Steuerung zum Abstellen kostenaufwändig und benötigten eine Ausführung,
die das Schiebefenster angepasst werden muss.
[0004] Eine weitere Vorrichtung der voran beschriebenen Art ist durch die
DE 7127697 U1 bekannt geworden. Durch die quer zur Schiebeflügelrahmenebene erfolgende Versatzbewegung
wird eine Abdichtung des Schieberahmenflügels gegenüber dem Blendrahmen in jeder beliebigen
Stellung ermöglicht. Dabei finden Laufrollenpaare Verwendung, die von einem Laufrollenlager
gehalten sind, welche auf einem am Schieberahmenflügel befestigten Bolzen gleitend
gelagert ist. Im Schieberahmenflügel wird ferner eine verschiebbar gelagerte Leiste
aufgenommen, die eine Auflaufprofilierung trägt. Wird nun die Leiste bewegt, dann
verschiebt sich der gesamte Schieberahmenflügel wegen des Anlaufens der Profilierung
gegen ein festes Auflaufelement, so dass der Bolzen in das Auflaufelement eindringt
und die Feder zusammengedrückt wird. Wird die Leiste wieder zurück verschoben, so
entspannt sich die Feder und sorgt dafür, dass der Schieberahmen wieder in seine Ausgangsstellung
zurückgeführt wird.
[0005] Die Laufrollenpaare weisen einen verhältnismäßig schmalen mittleren Bereich am Bolzen
des Schieberahmens auf. Um den Schiebeflügel senkrecht zur Ebene des Blendrahmens
gegen den Blendrahmen zu versetzen, wird bei dem Gegenstand die Auflaufprofilierung
mir einer Keilfläche gegen eine Keilfläche des Auflaufelementes angestellt. Hierbei
ergibt sich der Nachteil, dass infolge des unsymmetrischen Kraftangriffes ein Drehmoment
in den Bolzen eingeleitet wird, welcher von dem Bolzen über einen verhältnismäßig
schmalen Teil des Laufrollenlagers in die Laufrollen übertragen und von diesem in
die Laufschiene eingeleitet wird. Dieses Drehmoment führt zu einem Verkanten und Verklemmen
des Bolzens in dem Aufnahmeelement wie auch in dem Laufrollenlager, so dass die voran
beschriebene Konstruktion schwergängig ist. Die vorliegende Konstruktion ist baulich
aufwändig, benötigt Platz und ist nicht geeignet bei großer Lastabtragung, die mehr
als zwei Laufrollenpaare erfordert, eine kostengünstige Ausführung bereitzustellen.
[0006] Durch die
AT 287266 ist ein Schiebeflügel mit einer schwenkbaren Laufräderlagerung bekannt, deren Schwenkachse
sich parallel zur Laufräderführung erstreckt und die Laufräder dadurch in die Lage
versetzt, um die Laufräderführung zu kippen, wenn der Schiebeflügel gegen den Blendrahmen
gedrückt wird.
[0007] Mit der bekannten Anordnung des Schiebeflügels wird eine kontrollierte Steuerung
des Schiebeflügels während des Schiebevorgangs erst mit Erreichen der Schließstellung
durch die Verbindung der Laufrolle mit der am Rahmen angeordneten Anlauffläche bewirkt.
Während des gesamten Verstellweges ist der Schiebeflügel in einer unkontrollierten
Position zum Blendrahmen hin bewegbar. Beispielsweise durch Winddruck entstehende
klappernde Geräusche sind somit nicht auszuschließen.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemäßen Beschlag dahingehend
weiterzubilden, dass mit vereinfachtem Aufbau die Montage des Beschlags vereinfacht
ist, der Beschlag einfach und kostengünstig beliebig an die Größe der Schiebetür und
damit dem Flügelgewicht angepasst werden kann, wobei die Herstellung möglichst einfach
und kostengünstig erfolgen soll.
[0009] Die Lösung dieser Aufgabe gelingt mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teils des
Anspruchs 1. Durch die einfache Maßnahme, dass die Führungselemente und das Laufglied
quer zur Laufrichtung des Flügels versetzt zueinander angeordnet und jeweils über
parallel zueinander laufende Führungen an der Laufschiene steuerbar sind, ist der
Beschlag einfach zu montieren und findet durch die Trennung zwischen Führungselement
und Laufglied eine vielseitige und kostengünstige Ausführung für unterschiedliche
Varianten beispielsweise hinsichtlich der Größe oder des Gewichts der verschiebbaren
Flügel von Fenstern oder Türen.
[0010] Vorteilhaft ist es auch, wenn die Führung der Führungselemente eine Steuerung zum
Abstellen und Verschieben umfasst, die an den jeweiligen Ecken des Öffnungsbereiches
des Rahmens angeordnet ist, und das Laufglied über eine selbstständige Führung verschiebbar
gesteuert ist. Der Führungselemente bedürfen aufgrund der getrennten Konstruktion
zu den Laufgliedern keinerlei bauliche Maßnahmen zur Lastabtragung. Herstellungstechnisch
einfach ist so die Steuerung zum Abstellen und Verschieben aufgebaut. Auch das Laufglied
weist eine einfache und zweckmäßige Bauweise auf, wonach die angeordneten Laufrollen
zum Abstellen quer zur Laufrichtung axial verschiebbar auf einer Welle gelagert sind.
Aufgrund der Anforderung des Laufglieds auf das Fenster oder die Tür und durch das
leichte Verschieben der Laufrollen auf der Welle, ist das Laufglied platzsparend klein
und kostengünstig hergestellt. Darüber hinaus ist das verschiebbare Fenster oder die
Tür wesentlich leichtgängiger und bei der gewünschten Stellung zum An- oder Abstellen
ohne Widerstand verstellbar, da die Berührungsfläche durch eine Gleitlagerung herabgesetzt
wird, so dass die Lebensdauer der Konstruktion erhöht wird.
[0011] Eine weitere zweckmäßige Ausgestaltung ist, dass mindestens ein Laufglied frei lagepositionierbar
am unteren waagerechten Flügelholm befestigbar ist und die Führungselemente am senkrechten
Flügelholm sowie die Steuerung an den jeweiligen Enden des Rahmens angeordnet sind.
Das Laufglied lässt sich einfach und ohne Vorgabe zur Montageposition am Flügel befestigen.
Da das Laufglied zur Lastabtragung im Flügel Verwendung findet, ist der Flügel der
Größe und damit des Flügelgewichts über die Anzahl der Laufglieder anpassbar. Die
Führungselemente und damit die Steuerung sind als selbstständig wirkende Bauteile
von der Größe und der Lastabtragung unbeeinflusst und bedürfen deshalb keinerlei Änderung
oder Bauteilemehraufwand.
[0012] Schließlich ist es für die Funktion und die kostengünstige Herstellung noch von Vorteil,
dass die Führungselemente, die Laufglieder, ein Betätigungsgetriebe und Verriegelungsvorrichtung
getrennt voneinander am Flügel frei lagepositionierbar sind und in Funktionsstellung
nicht miteinander gekoppelt sind. Langbauteile, die beispielsweise eine Bauteilekopplung
darstellen, werden nicht benötigt. Die vorliegenden Kleinbauteile oder Funktionsbauteile
sind einfacher von der Verpackung und Lagerung bis hin zur Montage zu handhaben.
[0013] Eine Weiterbildung sieht vor, dass die Führung für das Führungselement parallel versetzt
zu der Führung des Laufglieds angeordnet ist und an den jeweiligen Enden eine die
Steuerung aufweisende Steuerkurve in Richtung des Rahmens verläuft. Die Steuerung
mit Übergang zur Führung des Führungselementes legt den Sitz der Laufrolle am Laufglied
fest und die Lage des verschiebbaren Flügels zum Rahmen des Fensters oder der Tür.
Die Festlegung der Führungselemente über die Führung an der Laufschiene, ermöglicht
mit geringem Herstellungsaufwand eine nahezu spielfreie Ausführung des verschiebbaren
Fensters oder der Tür. Durch die im Beschlagfalz unabhängig voneinander angeordnete
Lage des Beschlags, erhält das Laufglied und das Führungselement vorzugsweise einen
größeren Bauraum, so dass durch die parallel versetzte Lage des Laufgliedes zum Führungselement
und zur Verriegelungsvorrichtung ein einfaches Ausstellen des Flügels senkrecht der
Rahmenebene ermöglicht wird. Mit der Ausnutzung der gesamten Breite des Beschlagfalzes
und dadurch dass die Steuerung am Ende des Flügels angeordnet ist, kann der Beschlag
relativ flach ausgebildet werden. Das hat den Vorteil, dass der Beschlag sehr wenig
Einbauraum in vertikaler Richtung zwischen dem Flügel und dem feststehenden Rahmen
benötigt und der Flügel eine größtmögliche Öffnungsweite erreicht. Eine zusätzliche
Bearbeitung des Flügels zum Anordnen des Beschlags ist somit nicht erforderlich. Einwirkende
Beanspruchungen auf den Flügel in parallel abgestellter Lage, beispielsweise Windkräfte,
werden auf diese Art und Weise besonders gut abgefangen, d.h. der Flügel kann nahezu
bewegungsfrei in seiner Parallelabstelllage gegen den feststehenden Rahmen fixiert
werden, so dass es nicht zu Klappergeräuschen kommt.
[0014] Besonders Vorteilhaft ist, dass die Führungselemente an den jeweiligen Enden des
oberen- und unteren- Flügelholms angeordnet sind und mit einem am Flügel befestigten
Lagerteil die Lagerung des Flügels bilden. Die Lagerung ist am oberen und unteren
Flügelholm in Achsrichtung symmetrisch und gleich ausgebildet. Die Lagerung kann an
allen Ecken des Flügels ohne Beachtung auf eine Rechts- oder Linksverwendbarkeit montiert
werden.
[0015] Eine Weiterbildung sieht vor, dass das Lagerteil vorzugsweise zwei Lagertaschen mit
Durchgangslöchern besitzt, und das Führungselement aus einem Bolzen und einem an der
zur Laufschiene gerichteten freien Ende aufweisende Führungsrolle besteht, wobei der
Bolzen die Durchgangslöcher in Funktionsstellung als ein Bauteil bildend durchgreift.
Mit Anordnung des Führungselementes und des Lagerteils am senkrechten Flügelholm des
Flügels, ist der Bolzen in seiner Länge frei wählbar und kann mit Durchgreifen der
Durchgangslöcher in der Höhe durch Verschieben einfach Lagepositioniert werden, so
dass eine optimale Ausrichtung der Führungsrolle zur Führung in der Laufschiene erzielt
wird. Das Festlegen des Bolzens in dem Lagerteil wird auf einfache Weise durch Befestigungsmittel
an den Lagertaschen erreicht.
[0016] Ein weiteres vorteilhaftes Merkmal ist, dass das Betätigungsgetriebe einen Schwenkhebel
mit einer um den Drehpunkt des Schwenkhebels in einem bestimmten Radius bildenden
Kulisse aufweist. Ferner ist die Kulisse des Schwenkhebels beim Übergang von der geöffneten
Parallelstellung in die Verschlussstellung formschlüssig und axial verschiebbar auf
einem dem am Rahmen eines Riegeleingriffs angeordneten Bolzen gelagert. Dabei wird
der Flügel mit Betätigung der Betätigungshandhabe über das Betätigungsgetriebe durch
die Steuerung am Führungselement zwangsgesteuert an den Rahmen gezogen und im Umkehrschluss
der Flügel zwangsgesteuert in eine Parallelöffnungsstellung überführt. Der Formschluss
der Kulisse mit dem Bolzen bewirkt eine Verriegelung auf der Verschlussseite. Weiterhin
vorteilhaft ist, dass die Kulisse des Schwenkhebels während des An- oder Abstellvorgangs
in die zu öffnende oder verschließende Position des verschiebbaren Flügels zum Rahmen
axial verschiebbar auf einem dem am Rahmen eines Riegeleingriffs angeordneten Bolzen
gelagert ist und sich damit während des Vorgangs dauerhaft in einer verriegelten Lage
befindet.
[0017] Schließlich ist es für die Funktion und der kostengünstigen Herstellung noch von
Vorteil, wenn die am feststehenden Rahmen an der jeweils oberen und unteren Laufschiene
und am Flügel angeordnete Verriegelungsvorrichtung aus einem befestigbaren Zapfen
und aus einem frei positionierbaren mit einer Kulissenführung aufweisenden Eingriffselement
besteht. Die Verriegelungsvorrichtung ist nicht mit weiteren Funktionsbauteilen gekoppelt
und kann entsprechend den Fenster- oder Türengrößen angepasst werden. Vorzugsweise
weist der Zapfen und auch das Eingriffelement als Befestigungsmittel eine Befestigungsschraube
auf. Mit der Kulissenführung wird ein Voranzug des Flügels zum Rahmen erzeugt und
eine Verriegelung vor Endstellung der Verschlusslage.
[0018] Es ist zweckmäßig, wenn sich der verschiebbare Flügel und der ortsfeste Flügel in
Verschlussstellung an den jeweiligen senkrechten Flügelholmen seitlich begrenzend
überlappen, wobei im Bereich der Überlappung eine Verriegelungsvorrichtung angeordnet
ist, die zwei im Querschnitt gleiche an den Flügeln spiegelversetzt zueinander befestigbare
Riegelglieder aufweist, die beim Verschieben in die Verschlussstellung über Einlaufschrägen
in eine Eingriffposition überführbar sind. Die Verriegelung erzeugt durch die Einlaufschrägen
einen Voranzug. Dabei ist die Einlaufschräge relativ gleich mit der Kulissenführung
der an der unteren- und oberen angeordneten Verriegelungsvorrichtung ausgebildet,
so dass ein gleichmäßiger Einlauf erreicht wird. Da der Querschnitt der Riegelglieder
gleich ausgebildet ist, ist die Herstellung beispielsweise als Strangpressprofil möglich.
Das hat den Vorteil einer kostengünstigen Herstellung und die Riegelteile können je
nach Einbausituation variabel in der Länge abgeschnitten und montiert werden.
[0019] Vorteilhaft ist es auch, wenn das Laufglied eine im Querschnitt U-förmige Gehäuseplatte
aufweist, wobei quer zur Laufrichtung an den Enden zur Aufnahme der Laufrolle jeweils
die Welle befestigt ist. Mit der Welle wird der Abstand der U-förmigen Gehäuseplatte
und die Länge der axialen Verschiebung der Laufrolle festlegt. Die Welle wird in vorteilhafter
Weise an die Gehäuseplatten über eine Nietverbindung befestigt. Zur vereinfachten
Fertigung ist die Gehäuseplatte dreigeteilt, wobei die gegenüberliegenden Gehäusehälften
symmetrisch gleich ausgebildet sind, wobei das U-Form bildende Gehäuseteil ebenfalls
für sich symmetrisch ausgebildet ist und entsprechende Aufnahmen zur Befestigung und
zur Kopplung der Gehäusehälften aufweist.
[0020] Schließlich ist es für die Funktion und die kostengünstigen Herstellung noch von
Vorteil, wenn das Laufglied in Längsrichtung der Laufschiene und quer zur Laufschiene
symmetrisch ausgebildet ist.
[0021] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Zeichnungen. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Vorderansicht eines Fensters oder einer Tür mit einem verschiebbaren Flügel in
einer Verschlussstellung und Ausschnitte der Funktionsbauteile,
- Fig. 2
- einen Querschnitt eines Fensters oder einer Tür nach Fig. 1 mit dem entsprechenden
Führungselement und dem Laufglied auf einer Laufschiene in einer anliegenden Lage
des verschiebbaren Flügels zum feststehenden Rahmen,
- Fig. 3
- eine 3D- Ansicht des Laufglieds und einer Einbaulage des Flügels nach Fig. 2,
- Fig. 4
- einen Querschnitt eines Fensters oder einer Tür nach Fig. 1 mit dem entsprechenden
Führungselement und dem Laufglied auf einer Laufschiene in einer parallel abgestellten
geöffneten Lage des Flügels zum Rahmen,
- Fig. 5
- eine 3D- Ansicht des Laufglieds und einer Einbaulage des Flügels nach Fig. 4,
- Fig. 6
- einen Querschnitt in einer Draufsicht eines Fensters oder einer Tür nach Fig. 1 mit
dem entsprechenden Führungselement und der Steuerung auf einer Laufschiene in einer
anliegenden Lage des verschiebbaren Flügels zum feststehenden Rahmen nach Fig. 2,
- Fig. 7
- einen Querschnitt in einer Draufsicht eines Fensters oder einer Tür nach Fig. 1 mit
dem entsprechenden Führungselement und der Steuerung auf einer Laufschiene in einer
parallel abgestellten geöffneten Lage des Flügels zum feststehenden Rahmen nach Fig.
4,
- Fig. 8
- ein Ausschnitt in einer Vorderansicht der unteren Eckbereiche eines Flügels nach Fig.
1 mit den Führungselementen, den Laufgliedern und die Verriegelungsvorrichtung,
- Fig. 9
- eine Vorderansicht in Verschlussstellung in einer Einzelteildarstellung eines Betätigungsgetriebes
ohne das Fenster oder die Tür,
- Fig. 10
- eine Vorderansicht in parallel abgestellt geöffneter Lage in einer Einzelteildarstellung
eines Betätigungsgetriebes ohne das Fenster oder die Tür,
- Fig. 11
- eine Draufsicht des Betätigungsgetriebes nach der Fig. 9,
- Fig. 12
- eine Draufsicht des Betätigungsgetriebes nach der Fig. 10,
- Fig. 13
- eine Vorderansicht in parallel abgestellt geöffneter Lage in einer geschnittenen Einzelteildarstellung
eines Betätigungsgetriebes ohne das Fenster oder die Tür,
- Fig. 14
- einen Querschnitt in einer Draufsicht eines Fensters oder einer Tür nach Fig. 1 in
Verschlussstellung, im Bereich an denen sich die jeweiligen senkrechten Flügelholme
seitlich begrenzend überlappen, mit einer Verriegelungsvorrichtung, mit am unteren
Flügel- und Rahmenholm angeordneter Verriegelungsvorrichtung und mit dem Führungselement
und der Steuerung,
- Fig. 15
- einen Querschnitt in einer Draufsicht eines Fensters oder einer Tür nach Fig. 14 in
einer parallel abgestellten geöffneten Lage des bewegbaren Flügels zum Rahmen und
- Fig. 16
- eine 3D- Ansicht eines Riegelgliedes nach Fig. 14 und Fig. 15.
[0022] Die Fig. 1 der Zeichnung zeigt in einer Vorderansicht ein Fenster oder eine Tür,
welche in einem feststehenden Rahmen 3 einen ortsfest montierten Flügel bzw. ein festes
Türfeld 2 aufweist und die außerdem mit einem beweglichen Flügel 1 ausgestattet ist.
[0023] Der bewegliche Flügel 1 ist dabei relativ zum feststehenden Rahmen 3 und zum fest
montierten Flügel bzw. Türfeld 2 aus der in den Fig. 2, Fig. 6 und Fig. 14 angedeuteten
Schließlage in eine parallel abgestellte Lage nach Fig. 4, Fig. 7 und Fig. 15 verstellbar
und dann aus dem Bereich der Durchgangsöffnung des feststehenden Rahmens 3 in Horizontalrichtung
vor den fest eingebauten Flügel bzw. das feste Türfeld 2 verschiebbar, wie aus der
Fig. 1 mit der Anzeige der Pfeilrichtung ersichtlich ist.
[0024] Damit diese zwei Stellungen des Flügels 1 relativ zum feststehenden Rahmen 3 sowie
zum fest montierten Flügel bzw. zum festen Feld 2 möglich sind, wird zwischen dem
Flügel 1 und dem feststehenden Rahmen 3 eine besondere Beschlaganordnung, nämlich
ein sogenannter Parallelabstell-Schiebebeschlag vorgesehen, von der bzw. dem in den
Fig. 1 der Einfachheit halber nur die Betätigungshandhabe 14 am Flügel 1 sowie als
Ausschnitt das Führungselement 7, die Verriegelungsvorrichtung 22, 23 und das Laufglied
8 zwischen dem Flügel 1 und dem feststehenden Rahmen 3 andeutungsweise zu sehen sind.
[0025] Das Führungselement 7 ist an den jeweiligen oberen und unteren Enden 19,20 des beweglichen
Flügels 1 gleich ausgebildet. Bei den Führungselementen 7 muss dafür gesorgt sein,
dass deren rahmenseitige Anlenkstellen in eine horizontale Laufschiene 5,6 im oberen
und unteren Querholm des feststehenden Rahmens 3 ständig eingreifen und eine synchrone
Bewegung ihrer zum Ausstellen angeordneten Steuerung 12 gesichert ist.
[0026] Am unteren waagerechten Flügelholm 18 ist mindestens ein Laufglied 8 zum parallelen
Verschieben angeordnet, welches so ausgelegt ist, dass das Gewicht des beweglichen
Flügels 1 sicher getragen ist, während sie mit einer unteren Laufschiene 6 im unteren
Querholm des feststehenden Rahmens 3 zusammenwirkt.
[0027] Die Führungselemente 7 und das Laufglied 8 sind quer zur Laufrichtung des Flügels
1 versetzt zueinander angeordnet und jeweils über parallel zueinander laufende Führungen
9,10 gegen Herausfallen gesichert und geführt an der Laufschiene 5,6 steuerbar. Dadurch
ist der Beschlag einfach zu montieren und findet durch die Trennung zwischen dem Führungselement
7 und dem Laufglied 8 eine vielseitige und kostengünstige Ausführung für unterschiedliche
Varianten beispielsweise hinsichtlich der Größe oder des Gewichts der verschiebbaren
Flügel 1 von Fenstern oder Türen.
[0028] Die Führung 9 der Führungselemente 7 umfasst nach Fig. 6, Fig. 7, Fig. 14 und Fig.
15 eine Steuerung 12 zum Abstellen und Verschieben, die an den jeweiligen Ecken 15,16
des Öffnungsbereiches des Rahmens 3 angeordnet ist. Das Laufglied 8 ist über die Führung
10 verschiebbar gesteuert. Der Führungselemente 7 bedürfen aufgrund der getrennten
Konstruktion zu dem Laufglied 8 keinerlei bauliche Maßnahmen zur Lastabtragung. Die
Steuerung 12 zum Abstellen und Verschieben ist somit herstellungstechnisch einfach
aufgebaut. Auch das Laufglied 8 nach Fig. 3 und Fig. 5 weist eine einfache und zweckmäßige
Bauweise auf, wonach die angeordneten Laufrollen 13 zum Abstellen quer zur Laufrichtung
axial verschiebbar und frei drehbar auf einer Welle 17 gelagert sind. Aufgrund der
Anforderung des Laufglieds 8 auf das Fenster oder die Tür und durch das leichte Verschieben
der Laufrollen 13 auf der Welle 17, ist das Laufglied 8 platzsparend klein und kostengünstig
hergestellt. Darüber hinaus ist das verschiebbare Fenster oder die Tür wesentlich
leichtgängiger und bei der gewünschten Stellung zum An- oder Abstellen ohne Widerstand
verstellbar, da die Berührungsfläche durch eine Gleitlagerung herabgesetzt wird, so
dass die Lebensdauer der Konstruktion erhöht wird.
[0029] Nach Fig. 1 und Fig. 8 ist das Laufglied 8 frei lagepositionierbar am unteren waagerechten
Flügelholm 18 befestigt, wobei die Führungselemente 7 am senkrechten Flügelholm sowie
die Steuerung 12 an den jeweiligen Enden 19,20 des Flügels 1 angeordnet sind. Das
Laufglied 8 lässt sich einfach und ohne Vorgabe zur Montageposition am Flügel 1 befestigen.
Da das Laufglied 8 zur Lastabtragung im Flügel 1 Verwendung findet, ist der Flügel
1 der Größe und damit des Flügelgewichts über die Anzahl der Laufglieder 8 anpassbar.
Die Führungselemente 7 und damit die Steuerung 12 sind als selbstständig wirkende
Bauteile von der Größe und der Lastabtragung unbeeinflusst und bedürfen deshalb keinerlei
Änderung oder Bauteilemehraufwand.
[0030] Schließlich ist es für die Funktion und kostengünstige Herstellung noch von Vorteil,
dass die Führungselemente 7, die Laufglieder 8, ein in Funktionsbereitschaft mit der
Betätigungshandhabe 14 gekuppeltes Betätigungsgetriebe 21 nach Fig. 9 bis Fig. 13
und die Verriegelungsvorrichtung 22,23 nach Fig. 1 getrennt voneinander am Flügel
1 frei lagepositionierbar und in Funktionsstellung nicht miteinander gekoppelt sind.
Verbindungsbauteile bzw. Langbauteile, wie sie üblich in Einsatz sind um die Funktionsbauteile
miteinander zu koppeln, werden nicht benötigt. Die vorliegenden Kleinbauteile oder
Funktionsbauteile sind von der Verpackung und Lagerung bis hin zur Montage damit einfacher
zu handhaben.
[0031] Wie voran erwähnt ist nach Fig. 2 und Fig. 4 die Führung 9 für das Führungselement
7 parallel versetzt zu der Führung 10 des Laufglieds 8 angeordnet. Nach Fig. 1, Fig.
6 und Fig. 7 ist an den jeweiligen oberen und unteren Enden 19,20 des Flügels 1 den
Führungselementen 7 auf der Laufschiene 5,6 die Steuerung 12 befestigt, die eine in
Richtung des Rahmens 3 verlaufende Steuerkurve 24 aufweist. Die Führungselemente 7
werden über frei drehbar gelagerte Führungsrollen 32 nach Fig. 2 und Fig. 4 durch
die Steuerkurve 24 an den Rahmen 3 oder von den Rahmen 3 weg in eine parallel abgestellte
und verschiebbare Lage geführt. Die Steuerung 12 mit Übergang zur Führung 9 des Führungselementes
7 legt den Sitz der Laufrolle 13 am Laufglied 8 fest und die Lage des verschiebbaren
Flügels 1 zum Rahmen 3 des Fensters oder der Tür. Die Festlegung der Führungselemente
7 über die Führung 9 an der Laufschiene 5,6, ermöglicht mit geringem Herstellungsaufwand
eine nahezu spielfreie Ausführung des verschiebbaren Fensters oder der Tür. Durch
die im Beschlagfalz unabhängig voneinander angeordnete Lage des Beschlags, erhält
das Laufglied 8 und das Führungselement 7 vorzugsweise einen größeren Bauraum, so
dass durch die parallel versetzte Lage des Laufgliedes 8 zum Führungselement 7 und
zur Verriegelungsvorrichtung 22 ein einfaches Ausstellen des Flügels 1 senkrecht der
Rahmenebene ermöglicht wird. Mit der Ausnutzung der gesamten Breite des Beschlagfalzes
nach Fig. 2 und Fig. 4 und dadurch dass die Steuerung 12 am Ende 19,20 des Flügels
1 angeordnet ist, kann der Beschlag relativ flach ausgebildet werden. Das hat den
Vorteil, dass der Beschlag sehr wenig Einbauraum in vertikaler Richtung zwischen dem
Flügel 1 und dem feststehenden Rahmen 3 benötigt und der Flügel 1 eine größtmögliche
Öffnungsweite erreicht. Eine zusätzliche Bearbeitung des Flügels 1 zum Anordnen des
Beschlags ist somit nicht erforderlich. Einwirkende Beanspruchungen auf den Flügel
1 in parallel abgestellter Lage, beispielsweise Windkräfte, werden auf diese Art und
Weise besonders gut abgefangen, d.h. der Flügel 1 kann nahezu bewegungsfrei in seiner
Parallelabstelllage gegen den feststehenden Rahmen 3 fixiert werden, so dass es nicht
zu Klappergeräuschen kommt.
[0032] Zur Befestigung des Führungselementes 7 am Flügel 1, ist an den jeweiligen Enden
19,20 des oberen und unteren Flügelholms nach Fig. 8 ein Lagerteil 25 befestigt, welches
zusammen mit dem Führungselement 7 die Lagerung 26 des Flügels 1 bildet. Dabei ist
die Lagerung 26 in Achsrichtung symmetrisch und gleich ausgebildet. Ferner kann die
Lagerung 26 an allen Ecken 15,16 des Flügels 1 ohne Beachtung auf eine Rechts- oder
Links- Verwendbarkeit montiert werden.
[0033] Zur vereinfachten Herstellung und stabilen Bauweise des Lagerteils 25 ist vorgesehen,
dass das Lagerteil 25 vorzugsweise zwei Lagertaschen 27,28 mit Durchgangslöchern 29
aufweist, die von dem aus einem Bolzen 30 bestehenden Führungselement 7 durchgriffen
werden und beispielsweise mittels von einer an der Lagertasche 27,28 nicht dargestellten
Madenschraube befestigt wird. Am anderen freien Ende 31 des Bolzens 30 ist die frei
drehbare Führungsrolle 32 gelagert, die mit der Steuerung 12 aufweisenden Steuerkurve
24 und der Führung 9 in der Laufschiene 5,6 zusammenwirkt. Mit der Anordnung des Führungselementes
7 und des Lagerteils 25 am senkrechten Flügelholm des Flügels 1, ist der Bolzen 30
in seiner Länge frei wählbar und kann mit Durchgreifen der Durchgangslöcher 29 in
der Höhe durch Verschieben einfach Lagepositioniert werden, so dass eine optimale
Ausrichtung der Führungsrolle 32 zur Führung 9 in der Laufschiene 5,6 erzielt wird.
[0034] Das Betätigungsgetriebe 21 nach Fig. 9 bis Fig. 13 weist einen Schwenkhebel 33 mit
einer um den Drehpunkt 34 des Schwenkhebels 33 in einem bestimmten Radius 35 bildenden
Kulisse 36 auf. Ferner ist die Kulisse 36 des Schwenkhebels 33 beim Übergang von der
geöffneten Parallelstellung in die Verschlussstellung formschlüssig und axial verschiebbar
auf einem dem am Rahmen 3 eines Riegeleingriffs 37 angeordneten Bolzen 38 gelagert.
Dabei wird der Flügel 1 mit Betätigung der Betätigungshandhabe 14 über das Betätigungsgetriebe
21 durch die Steuerung 12 am Führungselement 7 zwangsgesteuert an den Rahmen 3 gezogen
und im Umkehrschluss der Flügel 1 zwangsgesteuert in eine Parallelöffnungsstellung
überführt. Der Formschluss der Kulisse 36 mit dem Bolzen 38 bewirkt eine Verriegelung
auf der Verschlussseite des Fensters oder der Tür. Die Kulisse 36 des Schwenkhebels
33 ist während des An- oder Abstellvorgangs in die zu öffnende oder verschließende
Position des verschiebbaren Flügels 1 zum Rahmen 3 axial verschiebbar auf einem dem
am Rahmen 3 des Riegeleingriffs 37 angeordneten Bolzen 38 gelagert und befindet sich
damit während des Vorgangs dauerhaft in einer verriegelten Lage. Das Verschieben des
Schwenkhebels 33 auf dem Bolzen 38 verläuft dabei synchron mit dem Verschieben der
Laufrolle 13 des Laufglieds 8 auf der Welle 17. Nach Fig. 13 ist das Betätigungsgetriebe
21 in einer Schnittdarstellung dargestellt. Dabei weist der Schwenkhebel 33 im Bereich
des Drehpunktes 34 eine Vorrichtung 11 mit einem Leerhub auf. Die Betätigungshandhabe
14 ist in der Verschlussstellung senkrecht zum Fenster oder Tür angeordnet. Mit der
Erweiterung durch den Leerhub von 90° auf 180° Drehung lässt sich ebenfalls die Betätigungshandhabe
14 in der Parallelöffnungsstellung senkrecht zum Fenster oder der Tür anordnen.
[0035] Zum Verriegeln des oberen und unteren waagerechten Holmes des bewegbaren Flügels
1 und des feststehenden Rahmen 3 ist nach Fig. 1, Fig. 8, Fig. 14 und Fig. 15 eine
Verriegelungsvorrichtung 22 vorgesehen, die aus einem am Flügel 1 befestigten Zapfen
39 und aus einem an der dem Rahmen 3 befestigten oberen und unteren Laufschiene 5,6
frei positionierbaren mit einer Kulissenführung 40 aufweisenden Eingriffselement 41
besteht. Die Verriegelungsvorrichtung 22 ist nicht mit weiteren Funktionsbauteilen
gekoppelt und kann entsprechend den Fenster- oder Türengrößen angepasst werden. Vorzugsweise
weist der Zapfen 39 und auch das Eingriffelement 41 als Befestigungsmittel eine Befestigungsschraube
auf. Mit der Kulissenführung 40 wird ein Voranzug des Flügels 1 zum Rahmen 3 und eine
Verriegelung vor Endstellung der Verschlussvorrichtung erzeugt. Ein stumpfes Aneinanderschlagen
des Eingriffelementes 41 mit dem Zapfen 39 wird durch die Kulissenführung 40 vermieden,
so dass ein gesichertes Einkuppeln erfolgt.
[0036] Es ist zweckmäßig, wenn sich der verschiebbare Flügel 1 und der ortsfeste Flügel
2 in Verschlussstellung an den jeweiligen senkrechten Flügelholmen 42,43 nach Fig.
14 und Fig. 15 seitlich begrenzend überlappen, wobei im Bereich der Überlappung 44
eine Verriegelungsvorrichtung 23 angeordnet ist, die zwei im Querschnitt gleiche an
den Flügeln 1,2 spiegelversetzt zueinander befestigbare Riegelglieder 45 aufweist,
die beim Verschieben in die Verschlussstellung über Einlaufschrägen 46 in eine Eingriffposition
überführbar sind. Die Riegelglieder 45 sind an den senkrechten Flügelholmen 42,43
frei positionierbar anzuordnen und können über ein Befestigungsmittel 49 beispielsweise
einer Madenschraube an den senkrechten Flügelholmen 42,43 befestigt werden. Die Verriegelungsvorrichtung
23 erzeugt durch die Einlaufschrägen 46 einen Voranzug. Dabei ist die Einlaufschräge
46 relativ gleich mit der Kulissenführung 40 der an der unteren und oberen angeordneten
Verriegelungsvorrichtung 22 ausgebildet, so dass ein gleichmäßiger Einlauf erreicht
wird. Da der Querschnitt der Riegelglieder 45 gleich ausgebildet ist, ist die Herstellung
beispielsweise als Strangpressprofil möglich. Das hat den Vorteil einer kostengünstigen
Herstellung und die Riegelteile 45 können je nach Einbausituation variabel in der
Länge abgeschnitten und montiert werden.
[0037] Nach der Fig. 3 und Fig. 5 besteht das Laufglied 8 aus einer im Querschnitt U-förmigen
Gehäuseplatte 47, wobei quer zur Laufrichtung an den Enden zur Aufnahme der Laufrolle
13 jeweils die Welle 17 befestigt ist. Mit der Welle 17 wird der Abstand 48 der U-förmigen
Gehäuseplatte 47 und die Länge der axialen Verschiebung der Laufrolle 13 festlegt.
Die Welle 17 wird in vorteilhafter Weise an der Gehäuseplatte 47 über eine Nietverbindung
befestigt. Zur vereinfachten Fertigung ist die Gehäuseplatte 47 dreigeteilt, wobei
die gegenüberliegenden Gehäusehälften 50,51 symmetrisch gleich ausgebildet sind und
das U-Form bildende Gehäuseteil 52 ebenfalls für sich symmetrisch ausgebildet ist
und entsprechende Aufnahmen zur Befestigung und zur Kopplung der Gehäusehälften 50,51
aufweist. Schließlich ist es für die Funktion und der kostengünstigen Herstellung
noch von Vorteil, wenn das Laufglied 8 in Längsrichtung der Laufschiene 5,6 und quer
zur Laufschiene 5,6 symmetrisch ausgebildet ist.
Bezugszeichenliste
[0038]
- 1
- beweglicher Flügel
- 2
- ortsfester Flügel
- 3
- feststehender Rahmen
- 4
- Blendrahmenebene
- 5
- Laufschiene oben
- 6
- Laufschiene unten
- 7
- Führungselement
- 8
- Laufglied
- 9
- Führung
- 10
- Führung
- 11
- Vorrichtung
- 12
- Steuerung
- 13
- Laufrolle
- 14
- Betätigungshandhabe
- 15
- Ecke
- 16
- Ecke
- 17
- Welle
- 18
- unterer waagerechter Flügelholm
- 19
- Ende
- 20
- Ende
- 21
- Betätigungsgetriebe
- 22
- Verriegelungsvorrichtung
- 23
- Verriegelungsvorrichtung
- 24
- Steuerkurve
- 25
- Lagerteil
- 26
- Lagerung
- 27
- Lagertasche
- 28
- Lagertasche
- 29
- Durchgangsloch
- 30
- Bolzen
- 31
- freies Ende
- 32
- Führungsrolle
- 33
- Schwenkhebel
- 34
- Drehpunkt
- 35
- Radius
- 36
- Kulisse
- 37
- Riegeleingriff
- 38
- Bolzen
- 39
- Zapfen
- 40
- Kulissenführung
- 41
- Eingriffelement
- 42
- senkrechter Flügelholm
- 43
- senkrechter Flügelholm
- 44
- Überlappung
- 45
- Riegelglied
- 46
- Einlaufschräge
- 47
- Gehäuseplatte
- 48
- Abstand
- 49
- Befestigungsmittel
- 50
- Gehäusehälfte
- 51
- Gehäusehälfte
- 52
- Gehäuseteil
1. Beschlag für einen verschiebbaren Flügel (1) von Fenstern oder Türen, bei welchem
mit Hilfe einer Betätigungshandhabe (14) der verschiebbare Flügel (1) zum Öffnen parallel
zur Blendrahmenebene (4) in eine abgestellte Lage eines benachbarten Flügels (2) oder
eines Festfeldes bewegbar ist,
wobei am feststehenden Rahmen (3) jeweils obere und untere Laufschienen (5,6) für
die am Flügel (2) angeordneten Führungselemente (7) und für mindestens ein Laufglied
(8) zum parallelen Verschieben sitzt,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungselemente (7) und das Laufglied (8) quer zur Laufrichtung des Flügels
(1) versetzt zueinander angeordnet und jeweils über parallel zueinander laufende Führungen
(9,10) an der Laufschiene (5,6) steuerbar sind, wobei die Führung (9) der Führungselemente
(7) eine Steuerung (12) zum Abstellen und Verschieben umfasst, die an den jeweiligen
Enden (15,16) des Öffnungsbereiches des Rahmens (3) angeordnet ist, wobei dem Laufglied
(8) angeordnete Laufrollen (13) zum Abstellen quer zur Laufrichtung axial verschiebbar
auf einer Welle (17) gelagert sind, und wobei mindestens ein Laufglied (8) frei lagepositionierbar
am unteren waagerechten Flügelholm (18) befestigbar ist und die Führungselemente (7)
an den jeweiligen Enden (19,20) des Flügels (1) angeordnet sind.
2. Beschlag nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungselemente (7), das Laufglied (8), ein Betätigungsgetriebe (21) und Verriegelungsvorrichtung
(22,23) getrennt voneinander am Flügel (1) frei lagepositionierbar sind und in Funktionsstellung
nicht miteinander gekoppelt sind.
3. Beschlag nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führung (9) für das Führungselement (7) parallel versetzt zu der Führung (10)
des Laufglieds (8) angeordnet ist und an den jeweiligen Ecken (15,16) eine die Steuerung
(12) aufweisende Steuerkurve (24) in Richtung des Rahmens (3) verläuft.
4. Beschlag nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungselemente (7) an den jeweiligen Enden (19,20) des oberen und unteren Flügelholm
angeordnet sind und mit einem am Flügel (1) befestigten Lagerteil (25) die Lagerung
(26) des Flügels (1) bilden.
5. Beschlag nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Lagerteil (25) vorzugsweise zwei Lagertaschen (27,28) mit Durchgangslöchern (29)
aufweist, und das Führungselement (7) aus einem Bolzen (30) und einem an der zur Laufschiene
(5,6) weisenden freien Ende (31) aufweisende Führungsrolle (32) besteht, wobei der
Bolzen (30) die Durchgangslöcher (29) in Funktionsstellung als ein Bauteil bildend
durchgreift.
6. Beschlag nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Betätigungsgetriebe (21) einen Schwenkhebel (33) mit einer um den Drehpunkt (34)
des Schwenkhebels (33) in einem bestimmten Radius (35) bildenden Kulisse (36) aufweist,
wobei die Kulisse (36) des Schwenkhebels (33) beim Übergang von der geöffneten Parallelstellung
in die Verschlussstellung formschlüssig und axial verschiebbar auf einem dem am Rahmen
(3) eines Riegeleingriffs (37) angeordneten Bolzen (38) gelagert ist und zwangsgesteuert
den Flügel (1) an den Rahmen (3) zieht und im Umkehrschluss der Flügel (1) zwangsgesteuert
in eine Parallelöffnungsstellung überführbar ist.
7. Beschlag nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass am feststehenden Rahmen (3) an der jeweils oberen und unteren Laufschiene (5,6) und
am Flügel (1) angeordnete Verriegelungsvorrichtung (22) aus befestigbaren Zapfen (39)
und aus einem frei positionierbaren mit einer Kulissenführung (40) aufweisenden Eingriffselement
(41) besteht.
8. Beschlag nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich der verschiebbare Flügel (1) und der ortsfeste Flügel (2) in Verschlussstellung
an den jeweiligen senkrechten Flügelholmen (42,43) seitlich begrenzend überlappen,
wobei im Bereich der Überlappung (44) eine Verriegelungsvorrichtung (23) angeordnet
ist, die zwei im Querschnitt gleiche an den Flügeln (1,2) spiegelversetzt zueinander
befestigbare Riegelglieder (45) aufweist, die beim Verschieben in die Verschlussstellung
über Einlaufschrägen (46) in eine Eingriffposition überführbar sind.
9. Beschlag nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Laufglied (8) eine im Querschnitt U-förmige Gehäuseplatte (47) aufweist, wobei
quer zur Laufrichtung an den Enden zur Aufnahme der Laufrolle (13) jeweils die Welle
(17) befestigt ist, die den Abstand (48) der U-förmigen Gehäuseplatte (47) und die
Länge der axialen Verschiebung der Laufrolle (13) festlegt.
10. Beschlag nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Laufglied (8) in Längsrichtung der Laufschiene (5,6) und quer zur Laufschiene
(5,6) symmetrisch ausgebildet ist.