| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 326 191 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
04.04.2012 Patentblatt 2012/14 |
| (22) |
Anmeldetag: 03.09.2009 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP2009/006395 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2010/025920 (11.03.2010 Gazette 2010/10) |
|
| (54) |
SCHUTZELEMENT FÜR RADFAHRERHOSEN
PROTECTIVE ELEMENT FOR CYCLIST PANTS
ÉLÉMENT DE PROTECTION POUR CALEÇON DE CYCLISTE
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
04.09.2008 DE 202008011774 U
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
01.06.2011 Patentblatt 2011/22 |
| (73) |
Patentinhaber: X-Technology Swiss GmbH |
|
8832 Wollerau (CH) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- LAMBERTZ, Bodo, W.
8808 Pfäffikon (CH)
|
| (74) |
Vertreter: Tarvenkorn, Oliver |
|
Tarvenkorn
Patentanwaltskanzlei
Hafenweg 14 48155 Münster 48155 Münster (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
US-A- 5 271 101 US-A1- 2005 210 570 US-B1- 6 928 665
|
US-A1- 2003 131 399 US-A1- 2006 191 052
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Schutzelement für Radfahrerhosen, welches einen vorderen
und einen hinteren Schutzbereich aufweist, die durch eine Verjüngung miteinander verbunden
sind, wobei die Schutzbereiche und die Verjüngung jeweils eine Oberfläche haben
[0002] Unter Radfahrerhosen im Sinne der vorliegenden Erfindung sind nicht nur Hosen, sondern
auch Renndresses für Damen und Herren zum Radfahren zu verstehen, die auch ein Oberteil
beinhalten. Solche Hosen und Dresses werden sowohl von professionellen als auch nicht
professionellen Radfahrern sowohl beim Straßen-und Bahnradfahren, als auch beim Mountainbiking
verwendet. Sie dienen dazu, einen Schutz des Körpers bei lang andauerndem Sitzen auf
dem schmalen Rennsattel eines Sportfahrrades bereitzustellen. Durch die schmalen Sattel
unterliegen die mit dem Sattel direkt in Kontakt stehenden Körperteile höchsten lokalen
Beanspruchungen, die zu schweren Verletzungen der betroffenen Körperteile führen können,
soweit keine Schutzmaßnahmen getroffen werden. Zum Schutz gegen solche Verletzungen
sind spezielle Radfahrerhosen bekannt, die an den am höchsten belasteten Stellen mit
Schutzpolstern versehen sind, um die hoch belasteten Körperstellen gegen Druck und
Reibung zu schützen.
[0003] Um einen solchen Schutz gegen Druck und Reibung bereitzustellen ist es bekannt, Schutzelemente
in Radfahrerhosen oder für Radfahrer hergestellte Rennanzüge einzunähen oder einzukleben.
Hierzu finden Sitzpolster Anwendung, die im Bereich des Schritts der Hose angeordnet
sind. Das Polster kann aus gepolstertem Naturleder oder gepolstertem Kunstleder bestehen;
auch die Verwendung von Gelkissen ist bekannt.
[0004] Die bekannten Schutzelemente weisen eine reibmindernde und glatte Oberfläche auf.
Um eine zusätzliche Reibminderung zu erzielen ist es üblich, die aus Naturleder hergestellten
Schutzelemente vor der Benutzung einzufetten. Bei eingewobenen Polstern finden reibmindernde
Textilien Verwendung. Den Schutzelementen ist gemeinsam, dass sie eine sehr glatte
Oberfläche aufweisen, um die Reibung zwischen dem Polster und der Haut des Benutzers
so gering wie möglich zu halten.
[0005] Die bisher verwendeten Schutzelemente weisen jedoch folgenden Nachteil auf: Beim
Fahrradfahren kommt es aufgrund der erhöhten körperlichen Belastung zu Schweißbildung.
Diese Schweißbildung tritt auch im Bereich der Schutzelemente in Radfahrerhosen auf.
Die in Form des Schweißes vorliegende Feuchtigkeit führt zu einer Aufweichung der
Haut des Radfahrers, wie dies allgemein bei Kontakt der Haut mit Feuchtigkeit der
Fall ist. Durch das Aufweichen der Haut ist die mechanische Belastbarkeit der Haut
reduziert. Dadurch bedingt ist die Gefahr einer Verletzung der Haut durch Reibung
erhöht, wodurch die Leistungsfähigkeit verringert ist.
[0006] Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
ein Schutzelement für Radfahrerhosen zu schaffen, welches bei gleich bleibenden Dämpfungseigenschaften
auch bei Schweißanfall ein Aufweichen der Haut vermeidet.
US 2005/0210570 offenbart ein Schutzelement dessen Oberfläche eine dreidimensionale Struktur aufweist,
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0007] Mit der Erfindung ist ein Schutzelement für Radfahrerhosen gemäß Anspruch 1 geschaffen,
welches eine Schweißabfuhr ermöglicht und damit zu einer geringeren Belastung der
Haut durch Feuchtigkeit beiträgt. Dadurch ist die mechanische Belastbarkeit der Haut
weniger stark reduziert, so dass die Gefahr von Verletzungen durch Reibung wesentlich
verringert ist. Das Vorsehen einer dreidimensionalen Struktur als Oberfläche für Schutzelemente
für Radfahrerhosen steht dabei im Gegensatz zu den bisherigen Lösungen, die von der
Theorie ausgehen, dass eine möglichst glatte, also zweidimensionale Oberfläche am
besten für Schutzelemente geeignet ist, da aufgrund der glatten Oberfläche die Reibung
auf einem geringen Niveau gehalten wird. Dabei bleibt jedoch unberücksichtigt, dass
die Feuchtigkeit keine Möglichkeit hat, zu entweichen, so dass aufgrund der ständigen
Belastung der Haut durch die anfallende Feuchtigkeit eine Aufweichung der Haut erfolgt.
Durch die dauerhafte Einwirkung der Feuchtigkeit auf die Haut nimmt ihre mechanische
Belastbarkeit kontinuierlich ab, so dass die Wahrscheinlichkeit von Verletzungen durch
Reibung hoch ist. Durch die Verwendung von Fetten bei Lederpolstern ist dieser Effekt
verstärkt, da das Fett zu einem Verschließen der Poren führen kann, so dass eine Luftzirkulation
vollständig verhindert ist.
[0008] In Weiterbildung der Erfindung ist die Struktur aus einem Strickgewebe hergestellt.
Diese Art der Herstellung ermöglicht eine weitgehend freie Gestaltung der dreidimensionalen
Form. Durch die unterschiedliche Ausbildung des Strickgewebes lassen sich folglich
unterschiedliche Strukturen hervorrufen, die verschiedene Eigenschaften aufweisen.
Zudem weist das Strickgewebe eine hohe Elastizität auf, die zu einer optimalen Anpassung
des Schutzelementes an die Bewegungen und den Körper beiträgt.
[0009] In der Struktur sind Taschen und / oder Nischen ausgebildet. Die Taschen und / oder
Nischen ermöglichen eine Aufnahme des Schweißes. Gleichzeitig sind die Taschen bzw.
Nischen mit Luft gefüllt, so dass durch die Aufnahme der Feuchtigkeit in die mit Luft
gefüllten Taschen und Nischen eine Aufnahme des Schweißes durch die Luft erfolgt,
die eine Verdunstung zur Folge hat. Dadurch ist ein Abtransport der Feuchtigkeit aus
dem besonders belasteten Bereich ermöglicht.
[0010] In anderer Weiterbildung der Erfindung sind in der Struktur Luftkanäle vorgesehen.
Die Luftkanäle tragen ebenso dazu bei, Feuchtigkeit aus den besonders durch Schweißanfall
belasteten Bereichen abzuleiten, was zu einer weiteren Verringerung der Belastung
der Haut durch Feuchtigkeit führt.
[0011] Andere Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung sind in den übrigen Unteransprüchen
angegeben. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt
und wird nachfolgend im Einzelnen beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- die Darstellung eines Schutzelementes;
- Fig. 2
- die Darstellung eines Schutzelementes in anderer Ausbildung;
- Fig. 3
- die abschnittsweise, vergrößerte und perspektivische Darstellung der dreidimensionalen
Struktur der Oberfläche in der Nischen ausgebildet sind;
- Fig. 4
- die abschnittsweise, vergrößerte und perspektivische Darstellung der dreidimensionalen
Struktur der Oberfläche in der Taschen ausgebildet sind;
- Fig. 5
- die schematische Darstellung eines Schnittes durch ein Schutzelement;
- Fig. 6
- die Darstellung eines Schutzelementes in einer weiteren Ausbildung in bereichsweise
gebrochener Darstellung;
- Fig. 7
- die Darstellung eines Schutzelementes in einer zusätzlichen Ausbildung.
[0012] Das als Ausführungsbeispiel gewählte Schutzelement für Radfahrerhosen weist einen
vorderen Schutzbereich 1 und einen hinteren Schutzbereich 2 auf. Die Schutzbereiche
1 und 2 sind durch eine Verjüngung 3 miteinander verbunden. Das Schutzelement ist
zumindest bereichsweise auf seinem Umfang mit einem Rand 4 versehen. Der Rand 4 dient
zur Befestigung des Schutzelementes an der - nicht dargestellten - Radfahrerhose.
Die Verbindung zwischen Schutzelement und Radfahrerhose kann durch Nähen, Kleben,
Schweißen oder dergleichen erfolgen.
[0013] In dem Schutzelement sind mit Gel gefüllte Kissen 5, 6 und 7 vorgesehen (Figuren
1 und 2). In Abwandlung dieses Ausführungsbeispiels kann es sich auch um geschäumte
Kissen handeln, wie dies beispielhaft in Figur 5 dargestellt ist. Die Kissen 5, 6
und 7 sind anatomisch geformt und ergonomisch geschnitten. Sie bieten eine effektive
Dämpfung von Stößen und ermöglichen eine gleichmäßige Druckverteilung. Bei der dargestellten
Form der Kissen 5, 6 und 7 handelt es sich lediglich um eine mögliche Variante. Die
Kissen 5, 6 und 7 können auch andere Formen haben, wie dies in den Figuren 6 und 7
dargestellt ist.
[0014] Im Ausführungsbeispiel nach Figur 6 ist beispielsweise neben den Kissen 5 und 6 auch
das Kissen 7 vorgesehen, das jedoch geteilt ausgeführt ist, wodurch Kissenteile 71
und 72 hervorgerufen sind. Des Weiteren ist im Bereich der Verjüngung 3 zusätzlich
ein Kissen 11 vorgesehen, das ebenfalls geteilt ausgeführt ist, wodurch Kissenteile
111 und 112 hervorgerufen sind. Auch im Ausführungsbeispiel nach Figur 7 sind die
Kissen 5, 6 und 7 vorgesehen. Allerdings haben diese im Vergleich zu den anderen Ausführungsbeispielen
eine geringere Oberfläche. Der daraus zwischen den Kissen ausgebildete Freiraum ist
einerseits im Bereich der Verjüngung 3 von einem Kissen 12, andererseits im hinteren
Schutzbereich 2 von zwei Kissen 13 ausgefüllt. Durch die geteilte Ausführung des Kissens
11 sowie die Anordnung zusätzlicher Kissen 12 und 13 sind eine Längsfuge 14 und Querfugen
15 hervorgerufen, die die Beweglichkeit des Schutzelementes verbessern und damit die
Anpassungsfähigkeit an den Körper erhöhen.
[0015] Das Schutzelement und damit die Schutzbereiche 1 und 2 sowie die Verjüngung 3 sind
mit einer Oberfläche 10 versehen, die in den Ausführungsbeispielen nach den Figuren
1 und 2 das gesamte Schutzelement auf seiner der Haut zugewandten Seite umgibt. In
den Ausführungsbeispielen nach den Figuren 6 und 7 ist die Oberfläche 10 lediglich
im Bereich der Kissen 5 bis 7 und 11 bis 13 vorgesehen. Die Oberfläche 10 weist eine
dreidimensionale Struktur auf, die aus einem Strickgewebe hergestellt ist. Zur Herstellung
des Strickgewebes können verschiedene Garne zur Anwendung kommen. Vorzugsweise handelt
es sich hierbei um hautsympathische Garne, die zudem bakteriostatische, allergieneutrale,
geruchshemmende und antistatische Eigenschaften aufweisen.
[0016] In der Struktur des Schutzbereichs 1 sind im Ausführungsbeispiel nach Figur 2 Nischen
8 ausgebildet, die sich bis in die Verjüngung 3 erstrecken. Im Ausführungsbeispiel
nach Figur 6 sind die Nischen 8 auf den Kissen 7 und 11 vorgesehen. Die Nischen 8
nehmen den anfallenden Schweiß auf, kanalisieren ihn und transportieren den Schweiß
schnell aus dem schwitzintensiven vorderen Schutzbereich 1. Im hinteren Schutzbereich
2 sind im Ausführungsbeispiel nach Figur 2 Taschen 9 ausgebildet, die in der Gesamtansicht
eine wabenartige Struktur darstellen. Sie erstrecken sich bereichsweise in die Verjüngung
3. Die Taschen 9 sind auch in den Ausführungsbeispielen nach den Figuren 6 und 7 vorhanden,
allerdings in abgewandelter Form. In Figur 6 sind die Taschen 9 auf den Kissen 5 und
6 vorgesehen; in Figur 7 sind alle Kissen mit einer wabenartigen, die Taschen 9 ausbildenden
Struktur versehen. Die Taschen 9 tragen zu einer großflächigen Verteilung des Druckes
bei und erhöhen somit den Komfort. Gleichzeitig wird die Haut durch die Taschen 9
hinterlüftet. Des Weiteren nehmen die Taschen 9 vergleichbar zu den Nischen 8 Schweiß
auf und tragen dazu bei, diesen schnell von der Haut abzutransportieren. Die Nischen
8 sowie die Taschen 9 tragen daher dazu bei, ein trockenes Hautgefühl zu schaffen,
wodurch die mechanischen Eigenschaften der Haut in dem betroffenen Bereich nicht durch
Feuchtigkeit negativ beeinflusst werden, so dass die Gefahr von Verletzungen insbesondere
durch Reibung deutlich reduziert ist. Im Ausführungsbeispiel nach Figur 1 wird diese
Wirkung durch eine netzartige Struktur erzielt.
[0017] Der in Figur 5 dargestellte Schnitt durch ein Schutzelement für Radfahrerhosen verdeutlicht
deren Aufbau. Ersichtlich ist im vorderen Schutzbereich 1 das Kissen 7 geschäumt,
wohingegen das im Schnitt dargestellte Kissen 5 mit Gel gefüllt ist. Die Füllung mit
Gel wird durch ein sogenanntes Gelpad 18 geschaffen, welches im Wesentlichen die Form
des Kissens 5 aufweist. Die Form des geschäumten Kissens 7 ist von einem Schaumpad
19 nachgebildet. In dem geschäumten Kissen 7 beziehungsweise dem Schaumpad 19 sind
Lüftungskanäle 16 vorgesehen. Die Lüftungskanäle 16 sind vertikal ausgerichtet. Sie
dienen der Be- und Entlüftung im Bereich des Schutzelementes. Auf diese Weise ist
der Abtransport der entstehenden Feuchtigkeit und Austausch gegen frische Luft zusätzlich
verbessert.
[0018] In Figur 5 ist zudem die dreidimensionale Struktur der Oberfläche 10 im Bereich der
Kissen 5 und 7 dargestellt. Es, ist erkennbar, dass sich auf der Oberfläche 10 Erhöhungen
und Vertiefungen abwechseln, wobei die Vertiefungen die Nischen 8 beziehungsweise
die Taschen 9 ausbilden. Vergleichbar stellt sich dies auch bei den übrigen Kissen
6 und 11 bis 13 dar. Figur 5 ist ebenfalls zu entnehmen, dass zwischen dem Kissen
5 und der Oberfläche 10 eine Zwischenlage 17 angeordnet ist. Die Zwischenlage 17 hat
einerseits dämpfende Eigenschaften, andererseits fördert sie die Formstabilität des
Schutzelementes.
[0019] Bei dem erfindungsgemäßen Schutzelement führt die dreidimensionale Struktur mit ihren
darin ausgebildeten und mit Luft gefüllten Nischen 8 und Taschen 9 zu einer "luftigen"
Ausbildung des Schutzelementes. Durch die im Verhältnis zu den aus dem Stand der Technik
bekannten Schutzelementen wesentlich verbesserte Belüftung ist eine deutlich verbesserte
Klimatisierung erzielt. Die Klimatisierung wird zusätzlich dadurch verbessert, dass
die Bewegungen beim Radfahren auf das Schutzelement übertragen werden. Durch den daraus
resultierenden abwechselnden Druck auf das Schutzelement wird ein Druck auf die Nischen
8 und die Taschen 9 ausgeübt, die dadurch deformiert werden. Es entsteht eine Art
Pumpeffekt der in den Nischen 8 und Taschen 9 befindlichen Luft. Dies führt zu einer
beschleunigten Zu- und Abfuhr der Luft und verstärkt den Kühleffekt. Gleichzeitig
bewirkt es einen beschleunigten Abtransport der feuchten Luft, wodurch die Leistungsfähigkeit
erhöht wird. Die genannte Wirkung wird durch das Vorsehen der Lüftungskanäle 16 zusätzlich
erhöht, da hierdurch einerseits frische Luft von unten in das Schutzelement gefördert
wird, andererseits feuchte Luft durch die Lüftungskanäle 16 beschleunigt abtransportiert
wird.
[0020] Zudem bieten die Nischen 8 und die Taschen 9 die Möglichkeit, vom Benutzer der Fahrradhose
verwendete Fette zu speichern. Anders als beispielsweise bei Lederpolstern, bei denen
die Verwendung von Fetten zu einem Verschließen der Poren führen kann, ist bei dem
Schutzelement nach der vorliegenden Erfindung die dreidimensionale Struktur in der
Lage, das Fett in den Nischen 8 beziehungsweise Taschen 9 zu speichern, ohne dass
die Be- und Entlüftungsfunktion verloren geht, da das Fett in die Nischen 8 beziehungsweise
Taschen 9 einsickern kann.
[0021] In Ergänzung des Ausführungsbeispiels besteht zudem die Möglichkeit, in der Struktur
- nicht dargestellte - Luftkanäle vorzusehen, die eine weitere Luftzu- und - abfuhr
ermöglichen. Die Luftkanäle können einerseits unmittelbar unter der Oberfläche 10
angeordnet sein, andererseits in die Struktur eingewoben sein.
1. Schutzelement für Radfahrerhosen, welches einen vorderen und einen hinteren Schutzbereich
aufweist, die durch eine Verjüngung miteinander verbunden sind, wobei die Schutzbereiche
und die Verjüngung jeweils eine Oberfläche haben, wobei die Oberfläche (10) eine dreidimensionale
Struktur aufweist, und Kissen (5, 6, 7, 11, 12, 13) mit Lüftungskanälen (16) vorgesehen
sind, dadurch gekennzeichnet, dass in der Struktur Nischen (8) und/oder Taschen (9) ausgebildet sind und dass zwischen
den Kissen (5, 6, 7, 11, 12, 13) und der Oberfläche (10) eine Zwischenlage (17) angeordnet
ist.
2. Schutzelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Struktur aus einem Strickgewebe hergestellt ist.
3. Schutzelement nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass in der Struktur Luftkanäle vorgesehen sind.
4. Schutzelement nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass Kissen (5, 6, 7, 11, 12, 13) mit Gel gefüllt sind.
5. Schutzelement nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kissen (5, 6, 7, 11, 12, 13) geschäumt sind.
6. Schutzelement nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Kissen (5, 6, 7, 11, 12, 13) Längsfugen (14) und / oder Querfugen (15)
ausgebildet sind.
1. Protection element for cyclist shorts with a front and rear protection area, which
are interconnected by a narrow segment, whereby the protected areas and the narrow
segment each are arranged with a surface, said surface (10) having a three-dimensional
structure and pads (5, 6, 7, 11, 12, 13) provided with ventilation channels (16),
characterised in that niches (8) and/or pockets (9) are formed in this structure, and that an intermediate
layer (17) is arranged between the pads (5, 6, 7, 11, 12, 13) and the surface (10).
2. Protection element according to claim 1, characterised in that the structure is made of a knitted fabric.
3. Protection element according to one or more of the aforementioned claims, characterised in that the structure is provided with air ducts.
4. Protection element according to one or more of the preceding claims, characterised in that the pads (5, 6, 7, 11, 12, 13) are filled with gel.
5. Protection element according to one or more of the preceding claims, characterised in that the pads (5, 6, 7, 11, 12, 13) are filled with foam.
6. Protection element according to one or more of the preceding claims, characterised in that longitudinal seams (14) and/or transverse seams (15) are arranged between the pads
(5, 6, 7, 11, 12, 13).
1. Elément de protection pour caleçons de cycliste qui présente une zone de protection
avant et une zone de protection arrière reliées entre elles par un rétrécissement,
sachant que les zones de protection et le rétrécissement possèdent chacun une surface,
sachant que la surface (10) présente une structure en trois dimensions, et des coussins
(5, 6, 7, 11, 12, 13) avec des canaux d'aération (16) sont prévus, caractérisé en ce que des niches (8) et / ou des poches (9) sont réalisées dans la structure et en ce qu'une couche intermédiaire (17) est disposée entre les coussins (5, 6, 7, 11, 12, 13)
et la surface (10).
2. Elément de protection selon la revendication 1, caractérisé en ce que la structure est fabriquée en un tricot.
3. Elément de protection selon l'une ou plusieurs quelconques des revendications précitées,
caractérisé en ce que des canaux d'air sont prévus dans la structure.
4. Elément de protection selon l'une ou plusieurs quelconques des revendications précitées,
caractérisé en ce que les coussins (5, 6, 7, 11, 12, 13) sont remplis de gel.
5. Elément de protection selon l'une ou plusieurs quelconques des revendications précitées,
caractérisé en ce que les coussins (5, 6, 7, 11, 12, 13) sont en mousse.
6. Elément de protection selon l'une ou plusieurs quelconques des revendications précitées,
caractérisé en ce que des joints longitudinaux (14) et/ou des joints transversaux (15) sont réalisés entre
les coussins (5, 6, 7, 11, 12, 13).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente