| (19) |
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(11) |
EP 2 326 441 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.12.2016 Patentblatt 2016/49 |
| (22) |
Anmeldetag: 15.07.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2009/005129 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2010/006773 (21.01.2010 Gazette 2010/03) |
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| (54) |
ELEKTROMAGNETISCHE BREMSEINRICHTUNG AN STRANGGIESSKOKILLEN
ELECTROMAGNETIC BRAKING DEVICE ON CONTINUOUS CASTING MOLDS
DISPOSITIF DE FREINAGE ÉLECTROMAGNÉTIQUE SUR LINGOTIÈRES DE COULÉE CONTINUE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
15.07.2008 DE 102008033075 23.06.2009 DE 102009029889
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.06.2011 Patentblatt 2011/22 |
| (73) |
Patentinhaber: SMS group GmbH |
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40237 Düsseldorf (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- VOGL, Norbert
40883 Ratingen (DE)
- HOFFMEISTER, Jörn
47443 Moers (DE)
- WEYER, Axel
42349 Wuppertal (DE)
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| (74) |
Vertreter: Klüppel, Walter |
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Hemmerich & Kollegen
Patentanwälte
Hammerstraße 2 57072 Siegen 57072 Siegen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 045 938 DE-C1- 19 533 577
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EP-A- 0 832 704 US-A1- 2008 271 871
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Gießen von flüssigen
Metallen, insbesondere von flüssigen Stahlwerkstoffen zur Erzeugung von Brammen- und
Dünnbrammenprodukten mit Formatbreiten von 750 bis 3500 mm und Formatdicken von 30
bis 500 mm in einer Stranggießanlage, die zur Verbesserung der Produktqualität mit
einer elektromagnetischen Bremseinrichtung ausgerüstet ist, bestehend aus Spulen mit
Kernen und Joch, durch deren erzeugte Magnetfeldwirkung die Strömungsverhältnisse
innerhalb des Flüssigmetalls in der Kokille beeinflusst werden.
[0002] Zur Verbesserung der Produktqualität durch eine positive Beeinflussung der Strömungsverhältnisse
innerhalb der Stranggießkokille ist es bekannt, diese mit einer elektromagnetischen
Bremse auszurüsten. Diese besteht aus Spulen mit Kernen und Joch, mit denen Magnetfelder
erzeugt werden, die auf die bestehenden Strömungsverhältnisse des Stahlbades innerhalb
der Kokille einwirken. Zur möglichst vollen Entfaltung der Wirksamkeit der Magnetfelder
ist es dabei erforderlich, die Magnetfelder möglichst nahe an die Stranggießkokille
heranzuführen. Üblicherweise werden deshalb entweder die elektromagnetischen Bremssysteme
erst nach dem Einsetzen der Kokille in die Gießmaschine hydraulisch oder elektromechanisch
an die Kokille herangefahren oder sie sind in verschiedenen Anordnungen fest an der
Kokille der Stranggießanlage installiert. Im Wesentlichem werden hierbei die Spule
oder die Spulenkombinationen jeweils mit Kern von außen an die Kokille bzw. an den
wasserdurchströmten Wasserkasten oder an der Kupferplattenrückseite positioniert,
oder die Spule ist ortsfest am Stahlbau fixiert und ein beweglicher Kern wird durch
sie hindurch in die Kokille bewegt.
[0003] So ist aus der
WO 2004/022264 A1 eine elektromagnetische Bremsvorrichtung für in eine Stranggießkokille einströmende
Stahlschmelze bekannt, umfassend mindestens eine Magnetspule mit einem den Kokillenbreitseiten
zuordenbaren ferromagnetischen Kern. Zur Verringerung der oszillierenden Massen und
um zugleich die Magnetfeldstärke zu erhöhen, besteht der Kern einerseits aus einem
die Magnetspule aufnehmenden, im Abstand zu den Breitseitenwänden verfahrbaren Hauptteil
und andererseits aus in Wasserkästen der Kokille fest angeordneten Zusatzteilen, wobei
die Kernteile in zusammengefahrener Betriebsposition u-förmige Joche zur Ausbildung
eines geschlossenen Magnetflusses ergeben.
[0004] Aus der
DE 10 2004 046 729 A1 ist eine magnetische Bremse für eine Stranggießkokille bekannt, bei der ein durch
Permanentmagnete erzeugtes Magnetfeld eine Beeinflussung die Strömung des Flüssigmetalls
herbeiführen soll. Um eine Variation der magnetischen Feldstärke zu erhalten, sind
die an der Kokille angeordnete Permanentmagnete für eine unterschiedliche Feldstärkenverteilung
in Gruppen unterschiedlich anstellbar. Hierbei ist auch vorgesehen, dass Permanentmagnete
im Wasserkasten der Stranggießkokille angeordnet und zur direkten Anlage an die Kokillenplatte
anstellbar sind.
[0005] In der
DE 600 16 255 T2 wird eine Vorrichtung zum Gießen von Metallen mit einer elektromagnetischen Bremse
beschrieben, umfassend Magnetkerne, die an einer Seite der Kokille so permanent befestigt
sind, dass sie im Wesentlichen die gesamte Breite der Kokille mit Ausnahme eines zentralen
Abschnitts bedecken und die mit einem abnehmbaren Joch verbunden sind, wobei die Wicklung
um das Joch derart angeordnet ist, dass sich die Zentralachse der Wicklung im Wesentlichen
parallel zu einer Längsachse der Kokille und rechtwinklig zur Gussrichtung der Kokille
erstreckt. Durch die Maßnahmen wird erreicht, dass die ursprünglich vertikal gerichtete
Strömungsgeschwindigkeit der flüssigen Metallschmelze im Bereich des Einlaufrohrs
umgekehrt, zumindest aber stark vermindert (abgebremst) wird. Zusätzlich kommt es
zu einer horizontalen und vertikalen Rotation der Schmelze.
[0006] So ist aus der
WO 2004/022264 A1 eine elektromagnetische Bremsvorrichtung für in eine Stranggießkokille einströmende
Stahlschmelze bekannt, umfassend mindestens eine Magnetspule mit einem den Kokillenbreitseiten
zuordenbaren ferromagnetischen Kern. Zur Verringerung der oszillierenden Massen und
um zugleich die Magnetfeldstärke zu erhöhen, besteht der Kern einerseits aus einem
die Magnetspule aufnehmenden, im Abstand zu den Breitseitenwänden verfahrbaren Hauptteil
und andererseits aus in Wasserkästen der Kokille fest angeordneten Zusatzteilen, wobei
die Kernteile in zusammengefahrener Betriebsposition u-förmige Joche zur Ausbildung
eines geschlossenen Magnetflusses ergeben.
[0007] Aus der
DE 10 2004 046 729 A1 ist eine magnetische Bremse für eine Stranggießkokille bekannt, bei der ein durch
Permanentmagnete erzeugtes Magnetfeld eine Beeinflussung die Strömung des Flüssigmetalls
herbeiführen soll. Um eine Variation der magnetischen Feldstärke zu erhalten, sind
die an der Kokille angeordnete Permanentmagnete für eine unterschiedliche Feldstärkenverteilung
in Gruppen unterschiedlich anstellbar. Hierbei ist auch vorgesehen, dass Permanentmagnete
im Wasserkasten der Stranggießkokille angeordnet und zur direkten Anlage an die Kokillenplatte
anstellbar sind.
[0008] In der
DE 600 16 255 T2 wird eine Vorrichtung zum Gießen von Metallen mit einer elektromagnetischen Bremse
beschrieben, umfassend Magnetkerne, die an einer Seite der Kokille so permanent befestigt
sind, dass sie im Wesentlichen die gesamte Breite der Kokille mit Ausnahme eines zentralen
Abschnitts bedecken und die mit einem abnehmbaren Joch verbunden sind, wobei die Wicklung
um das Joch derart angeordnet ist, dass sich die Zentralachse der Wicklung im Wesentlichen
parallel zu einer Längsachse der Kokille und rechtwinklig zur Gussrichtung der Kokille
erstreckt. Durch die Maßnahmen wird erreicht, dass die ursprünglich vertikal gerichtete
Strömungsgeschwindigkeit der flüssigen Metallschmelze im Bereich des Einlaufrohrs
umgekehrt, zumindest aber stark vermindert (abgebremst) wird. Zusätzlich kommt es
zu einer horizontalen und vertikalen Rotation der Schmelze.
[0009] Die
JP 08 01 9841 offenbart ein Verfahren und eine Kokille zum Gießen von flüssigen Metallen zur Erzeugung
von Brammenprodukten in einer Stranggießanlage, die zur Verbesserung der Produktqualität
mit einer elektromagnetischen Bremseinrichtung ausgerüstet ist. Die Bremseinrichtung
besteht aus Spulen mit Kernen und Joch, durch deren erzeugte Magnetfeldwirkung die
Strömungsverhältnisse innerhalb des Flüssigmetalls in der Kokille der Stranggießanlage
beeinflusst werden. Zur direkten und unmittelbaren elektromagnetischen Beeinflussung
der aus dem Kokillentauchrohr austretenden Flüssigkeitsstrahlen sind je Kokillenbreitseite
mindestens zwei symmetrisch zur senkrechten Bezugslinie des Kokillentauchrohrs angeordnete
Pole vorgesehen, wobei die beiden Pole auf jeder Kokillenbreitseite mit den bei ihren
Austrittsquerschnitten ausgeprägten Hauptachsen in Bezug auf die senkrechte Bezugslinie
des Kokillentauchrohrs in einem bestimmten Winkel ausgerichtet sind.
[0010] Schließlich wird in der
DE 602 19 062 T2 eine Vorrichtung zum Gießen von Metallen beschrieben, wobei Magnetkerne und elektrische
Leiterwicklungen umfassende Magnetelemente zum Erzeugen eines Magnetfeldes durch eine
angelegte Mehrphasen-Wechselspannung entlang jeder Längsseite der Kokille angeordnet
sind. Durch die Anordnung solcher magnetischer Elemente werden Bewegungen des geschmolzenen
Materials in dem Bereich der oberen Oberfläche in den Endbereichen beeinflusst und
ein Bremsen der Abwärtsbewegung der Schmelze ermöglicht.
[0011] Ausgehend von diesem geschilderten Stand der Technik besteht die Aufgabe der Erfindung
darin, für die Pole der elektromagnetischen Bremssysteme von Stranggießkokillen eine
solche Anordnung und Ausrichtung anzugeben, durch die eine Beeinflussung der Flüssigkeitsströmung
des Flüssigstahls aus dem Tauchrohr der Kokille in direkter Weise durchgeführt werden
kann.
[0012] Die gestellte Aufgabe wird mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 dadurch
gelöst, dass zur direkten bzw. unmittelbaren elektromagnetischen Beeinflussung der
aus dem Kokillentauchrohr austretenden Flüssigkeitsstrahlen je Kokillenbreitseite
mindestens zwei symmetrisch zur senkrechten Bezugslinie des Kokillentauchrohrs angeordnete
Pole mit ihren Hauptachsen des Austrittsquerschnitts in einem bestimmten Winkel α
1 bzw. α
2 entsprechend ausgerichtet werden.
[0013] Durch die Ausrichtung der Pole der elektromagnetischen Bremseinrichtung in die Hauptstromrichtung
der Tauchrohrströmung beeinflusst die elektromagnetische Bremseinrichtung als lokal
wirkendes Feld die aus dem Kokillentauchrohr austretenden Flüssigkeitsstrahlen direkt
bzw. unmittelbar bezüglich ihrer Richtung, ihrem Geschwindigkeitsprofil und ihrer
Turbulenzstruktur. Durch die in dieser Weise modifizierten Flüssigkeitsstrahlen werden
mit Vorteil die Entstehung von schädlichen Geschwindigkeitsschwankungen im Badspiegel
zumindest begrenzt und sind dadurch kontrollierbar. Die hierdurch erzielbaren Ergebnisse
sind u. a. geringe Turbulenzen im Badspiegel, weniger unerwünschte Einschlüsse von
beispielsweise Gießpulver oder Schlacke und eine homogene Temperaturverteilung und
damit insgesamt eine verbesserte Qualität der Gießprodukte und eine Steigerung der
Gießgeschwindigkeit.
[0014] Durch die konzentrierte Wirkung der erfindungsgemäßen Polanordnung und Polausbildung
der elektromagnetischen Bremseinrichtung auf die Tauchrohrströmung ist der erforderliche
Leistungsbedarf der Bremseinrichtung sehr gering und beträgt nur ca. ¼ bis ½ der sonst
aufzubringenden elektrischen Leistung, wobei keine formatbreitenabhängige Anpassung
der Bremseinrichtung, sondern nur eine Einstellung der Feldstärke in Abhängigkeit
zur Durchsatzmenge vorzusehen ist.
[0015] Die Bremseinrichtung wird dabei im Wesentlichen mit einem permanenten Feld und einstellbarer
Feldstärke mittels Gleichstrom betrieben; aber auch ein Betrieb mit wechselnder Feldstärke
und möglicher Richtungsumkehr mittels Wechselstrom kann alternativ durchgeführt werden.
[0016] Die Pole der erfindungsgemäßen elektromagnetischen Bremseinrichtung weisen einen
beliebigen Austrittsquerschnitt unter Ausprägung einer Hauptachse auf, wobei dieser
Austrittsquerschnitt beispielsweise als Dreieck, als Rechteck, als beliebiges Vieleck
oder mit einer bogenförmigen Kontur ausgebildet sein kann.
[0017] Gemäß der Erfindung wird die Ausrichtung der Hauptachsen so definiert durchgeführt,
dass sich die Hauptachsen der Pole mit der senkrechten Bezugslinie des Kokillentauchrohrs
oberhalb der Pole in einem Winkel α
1 zwischen 1° bis 89° oder alternativ unterhalb der Pole in einem Winkel α
2 zwischen 1° bis 89° schneiden.
[0018] Die Einstellungen der Winkel α
1 bzw. α
2 werden vor dem Betrieb der Stranggießanlage durch Drehung der Pole manuell eingestellt
oder sie werden nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung während des Betriebs
der Stranggießanlage variabel durch motorische Drehung der Pole eingestellt und dann
bei Bedarf geändert, wobei die motorische Einstellung der Winkel beispielsweise mittels
Motor, Hydraulikdrehantrieb, Hydraulik- oder Pneumatikzylinder erfolgt. Die möglichen
Drehpunkte der Pole liegen vorzugsweise auf ihrer Hauptachse, sie können aber auch
je nach ihrer geometrischen Ausbildung alternativ außerhalb der Pole angeordnet sein.
[0019] In einer möglichen Ausführung der Erfindung ist die elektromagnetische Bremseinrichtung
mit Spulen, Kernen und Joch direkt auf der Kokille angeordnet, so dass sie während
des Betriebs der Stranggießanlage gemeinsam mit der Kokille oszilliert.
[0020] In einer weiteren möglichen Ausführung der Erfindung ist die elektromagnetische Bremseinrichtung
getrennt von der Kokille ortsfest angeordnet, so dass sie nun die Oszillation der
Kokille nicht mit ausführt.
[0021] Schließlich ist auch eine Auftrennung der elektromagnetischen Bremseinrichtung möglich,
wobei beispielsweise die Polenden auf der Kokille und die Spulen, der Teilkern sowie
das Joch auf der ortsfesten Maschinenkonstruktion angeordnet sind.
[0022] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden nachfolgend an in schematischen
Zeichnungsfiguren dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
[0023] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Kokille mit elektromagnetischer Bremseinrichtung in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 2
- eine Kokille für Dickbrammen mit elektromagnetischer Bremseinrichtung in geschnittener
Seitenansicht,
- Fig. 3
- eine Kokille für Dünnbrammen mit elektromagnetischer Bremseinrichtung in geschnittener
Seitenansicht,
- Fig. 4 u. 5
- die Kokille der Fig. 2 mit drehbaren Polen in unterschiedlicher Winkelstellung,
- Fig. 6 - 8
- die Kokille mit drehbaren Polen in unterschiedlicher Winkelstellung in einer alternativen
Polausbildung,
- Fig. 9
- beispielhafte Polausbildungen mit Darstellung der Hauptachse.
[0024] In der Figur 1 ist die Kokille 1 einer Stranggießanlage mit im unteren Bereich des
Kokillentauchrohrs 2 angeordneter elektromagnetischer Bremseinrichtung in einer perspektivischen
Ansicht dargestellt. Die elektromagnetische Bremseinrichtung, bestehend aus den Kernen
14, den Jochs 14' und den Magnetspulen 13, ist erfindungsgemäß so angeordnet, dass
auf jeder Kokillenbreitseite 3 zwei Pole 10 einander gegenüberliegen. Sie sind symmetrisch
zur senkrechten Bezugslinie 4 des Kokillentauchrohrs 2 zur Hauptstromrichtung der
Tauchrohrströmung ausgerichtet, dass ihre Hauptachse 12 des Austrittsquerschnitts
diese Bezugslinie 4 in einem bestimmten Winkel α
1 schneidet. Durch den Bezug der Ausrichtung der Pole 10 zur Hauptstromrichtung der
Tauchrohrströmung werden durch die zwischen den Polen 10 aufgebauten Magnetfeldlinien
15 auf direktem Wege die in die Kokille 1 einströmenden Flüssigkeitsstrahlen beeinflusst.
Die in der perspektivischen Ansicht der Fig. 1 nicht eingezeichnete Hauptstromrichtung
der Tauchrohrströmung wird in den Figuren 2 bis 5 in jeweils geschnittener Seitenansicht
dargestellt.
[0025] Die Figur 2 zeigt eine Kokille 1 für Dickbrammen mit aus dem Kokillentauchrohr 2
in etwa rechtem Winkel seitlich austretender Hauptstromrichtung 5 der Tauchrohrströmung.
Entsprechend dieser Hauptstromrichtung 5 sind seitlich im unteren Bereich des Kokillentauchrohrs
2 jeweils ein Pol 10 so angeordnet, dass die Hauptachsen 12 des Austrittsquerschnitts
11
a jedes Pols 10 die senkrechte Bezugslinie 4 des Kokillentauchrohrs 2 in einem Winkel
α schneidet. Da sich der Schnittpunkt oberhalb der Pole 10 befindet, ist dieser Winkel
mit α
1 bezeichnet.
[0026] In der Figur 3 ist eine Kokille 1 für Dünnbrammen dargestellt mit aus dem Kokillentauchrohr
2 mit etwa 45° seitlich austretender Hauptstromrichtung 5 der Tauchrohrströmung. Die
Anordnung der Pole 10 bezüglich dieser Hauptstromrichtung 5 ist gegenüber der Figur
2 so geändert, dass der Schnittpunkt der Hauptachsen 12 des Austrittsquerschnitts
11
a jedes Pols 10 mit der senkrechten Bezugslinie 4 des Kokillentauchrohrs 2 sich nun
unterhalb der Pole 10 befindet, weshalb dieser Winkel zur Unterscheidung gegenüber
dem Winkel α
1 mit α
2 bezeichnet ist.
[0027] Eine alternative Ausbildung einer elektromagnetischen Bremseinrichtung für eine Dickbrammenkokille
1 entsprechend der Fig. 2 zur Anpassung an veränderte Bedingungen der aus dem Kokillentauchrohr
2 austretenden Flüssigkeitsstrahlen ist in den Figuren 4 und 5 dargestellt. Die Pole
10 dieses Ausführungsbeispiels sind um einen auf den Hauptachsen 12 des Austrittsquerschnitts
11
a liegenden Drehpunkt 20 in Uhrzeigerichtung 18 bzw. entgegengesetzt 19 drehbar ausgebildet.
In der Figur 5 wurden beide Pole 10 entsprechend der Drehrichtung 18 bzw. 19 gegenüber
der ursprünglichen Stellung der Fig. 4 gedreht, wodurch der ursprüngliche Winkel α
1 der Figuren 2 und 4 auf einen neuen Wert α
1' in der Figur 5 vergrößert wurde.
[0028] Beispielhafte mögliche Drehungen der Pole 10 werden in den Figuren 6 bis 8 dargestellt.
Die mit einer bogenförmigen Kontur ihrer Austrittsquerschnitte 11
e ausgebildeten Pole 10 sind an der Kokille 1 symmetrisch zur senkrechten Bezugslinie
4 des Kokillentauchrohrs 2 im Bereich der Austrittsöffnung 6 angeordnet. Die Figur
6 zeigt eine angenommene Ausgangsstellung. Gegenüber dieser Ausgangsstellung der Fig.
6 wurden der linke Pol 10 in Drehrichtung 18, also in Uhrzeigerichtung und der rechte
Pol 10 entgegengesetzt in Drehrichtung 19 um jeweils einen Winkelbetrag von 5° nach
innen gedreht, wodurch die in der Figur 7 dargestellte Stellung der Pole erhalten
wurde. Eine gegenüber der Ausgangsstellung der Figur 6 entgegengesetzte Drehung der
Pole 10 nach außen um einen Winkelbetrag von 20° ergibt die in der Figur 8 dargestellte
Polstellung.
[0029] Um aufzuzeigen, welche Austrittsquerschnitte 11 der Pole 10 gemäß der Erfindung verwendbar
sind, ist in der Figur 9 eine Auswahl möglicher unterschiedlicher Austrittsquerschnitte
11 angegeben. Die Austrittsquerschnitte 11 sind mit eingezeichneter Hauptachse 12
des Austrittsquerschnitts 11 dargestellt, wobei die obere Figurenreihe eine angenommene
Ausgangsstellung und die untere Figurenreihe die in Drehrichtung 19 um einen Winkelbetrag
gedrehte Endstellung zeigt. Im Einzelnen sind folgende Austrittsquerschnitte von links
nach rechts dargestellt:
Rechteckiger Austrittsquerschnitt 11a
Dreieckiger Austrittsquerschnitt 11b
Als Vieleck ausgebildeter Austrittsquerschnitt 11c
Ovaler Austrittsquerschnitt 11d
Bezugszeichenliste
[0030]
- 1
- Kokille
- 2
- Kokillentauchrohr
- 3
- Kokillenbreitseite
- 4
- senkrechte Bezugslinie des Kokillentauchrohrs
- 5
- Hauptstromrichtung der Tauchrohrströmung
- 6
- Austrittsöffnung des Kokillentauchrohrs
- 10
- Pol
- 11a-e
- Austrittsquerschnitt des Pols
- 12
- Hauptachse des Austrittsquerschnitts der Pole
- 13
- Magnetspulen
- 14
- Kern
- 14'
- Joch
- 15
- Magnetfeldlinien
- 16
- Schnittpunkt oberhalb der Pole
- 17
- Schnittpunkt unterhalb der Pole
- 18
- Drehrichtung (Uhrzeigerichtung)
- 19
- Drehrichtung (gegen Uhrzeigerichtung)
- 20
- Drehpunkt
- α1
- Winkel zwischen senkrechter Bezugslinie des Kokillentauchrohrs und Hauptachse im Austrittsquerschnitt
der Pole mit Schnittpunkt oberhalb der Pole
- α2
- Winkel zwischen senkrechter Bezugslinie des Kokillentauchrohrs und Hauptachse im Austrittsquerschnitt
der Pole mit Schnittpunkt oberhalb der Pole
1. Verfahren zum Gießen von flüssigen Metallen zur Erzeugung von Brammen- und Dünnbrammenprodukten
mit Formatbreiten von 750 bis 3500 mm und Formatdicken von 30 bis 500 mm in einer
Stranggießanlage, die zur Verbesserung der Produktqualität mit einer elektromagnetischen
Bremseinrichtung ausgerüstet ist, bestehend aus Spulen (13) mit Kernen (14) und Joch
(14'), durch deren erzeugte Magnetfeldwirkung die Strömungsverhältnisse innerhalb
des Flüssigmetalls in der Kokille (1) der Stranggießanlage beeinflusst werden, wobei
zur direkten und unmittelbaren elektromagnetischen Beeinflussung der aus dem Kokillentauchrohr
(2) austretenden Flüssigkeitsstrahlen je Kokillenbreitseite (3) mindestens zwei symmetrisch
zur senkrechten Bezugslinie (4) des Kokillentauchrohrs (2) angeordnete Pole vorgesehen
sind,
wobei die beiden Pole auf jeder Kokillenbreitseite (3) mit den bei ihren Austrittsquerschnitten
(11a-e) ausgeprägten Hauptachsen (12) in Bezug auf die senkrechte Bezugslinie (4) des Kokillentauchrohrs
in einem bestimmten Winkel ausgerichtet sind; und
wobei die elektromagnetische Bremseinrichtung mit einem permanentem Feld mittels Gleichstrom
betrieben wird;
dadurch gekennzeichnet,
dass der Winkel α1 während des Betriebs der Stranggießanlage variabel durch manuelle oder motorische
Drehung der Pole eingestellt und bei Bedarf geändert wird;
dass die Ausrichtung der Hauptachsen (12) so definiert durchgeführt wird, dass sich die
Hauptachsen (12) der Pole (10) mit der senkrechten Bezugslinie (4) des Kokillentauchrohrs
(2) oberhalb der Pole (10) in einem Winkel α1 zwischen 1° bis 89° schneiden; und
dass die Feldstärke der Bremseinrichtung in Abhängigkeit von der Durchsatzmenge der Kokille
(1) eingestellt wird.
2. Kokille (1) einer Stranggießanlage zum Gießen von flüssigen Metallen zur Erzeugung
von Brammen- und Dünnbrammenprodukten mit Formatbreiten von 750 bis 3500 mm und Formatdicken
von 30 bis 500 mm, die zur Verbesserung der Produktqualität mit einer elektromagnetischen
Bremseinrichtung ausgerüstet ist, bestehend aus Spulen (13) mit Kernen (14) und Joch
(14'), durch deren erzeugte Magnetfeldwirkung die Strömungsverhältnisse innerhalb
des Flüssigmetalls in der Kokille (1) beeinflusst werden,
wobei zur direkten und unmittelbaren elektromagnetischen Beeinflussung der aus dem
Kokillentauchrohr (2) austretenden Flüssigkeitsstrahlen je Kokillenbreitseite (3)
mindestens zwei symmetrisch zur senkrechten Bezugslinie (4) des Kokillentauchrohrs
(2) angeordnete Pole vorgesehen sind, wobei die beiden Pole auf jeder Kokillenbreitseite
(3) mit den bei ihren Austrittsquerschnitten (11a-e) ausgeprägten Hauptachsen (12) in Bezug auf die senkrechte Bezugslinie (4) des Kokillentauchrohrs
in einem bestimmten Winkel ausgerichtet sind;
wobei die elektromagnetische Bremseinrichtung mit einem permanentem Feld mittels Gleichstrom
betrieben wird;
dadurch gekennzeichnet, dass
die Pole (10) zur manuellen oder motorischen Einstellung des Winkels α1 vor oder während des Betriebs der Stranggießanlage entsprechend drehbar ausgebildet
sind;
die beiden Pole auf jeder Kokillenbreitseite (3) so ausgerichtet sind, dass die bei
den Austrittsquerschnitten (11a-e) der Pole ausgeprägten Hauptachsen (12) die senkrechte Bezugslinie (4) des Kokillentauchrohrs
(2) oberhalb der Pole (10) in einem Winkel α1 zwischen 1 bis 89° schneiden; und die Feldstärke der Bremseinrichtung in Abhängigkeit
von der Durchsatzmenge der Kokille (1) einstellbar ist.
3. Kokille (1) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Pole (10) unter Ausprägung der Hauptachse (12) mit unterschiedlichen Austrittsquerschnitten
(11a-e), wie als Dreieck, Rechteck, einem beliebigen Vieleck oder mit einer bogenförmigen
Kontur ausgebildet sind.
4. Kokille (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die motorische Einstellung der Winkel mittels Motor, Hydraulikdrehantrieb, Hydraulik-
oder Pneumatikzylinder erfolgt.
5. Kokille (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein möglicher Drehpunkt (20) des Pols (10) auf seiner Hauptachse (12) liegt.
6. Kokille (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein möglicher Drehpunkt (20) außerhalb des Pols (10) liegt.
7. Kokille (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die elektromagnetische Bremseinrichtung mit Magnetspulen (13), Kernen (14) und Joch
(14') direkt auf der Kokille (1) angeordnet ist und während des Betriebs der Stranggießanlage
gemeinsam mit der Kokille (1) oszilliert.
8. Kokille (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die elektromagnetische Bremseinrichtung getrennt von der Kokille (1) ortsfest angeordnet
ist und die Oszillation der Kokille (1) nicht mit ausführt.
9. Kokille (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die elektromagnetische Bremseinrichtung so aufgetrennt ist, dass die Polenden auf
der Kokille (1) und die Magnetspulen (13), der Kern (14) sowie das Joch (14') auf
der ortsfesten Maschinenkonstruktion angeordnet sind.
1. Method of casting liquid metals for producing slab and thin-slab products with format
widths of 750 to 3,500 millimetres and format thicknesses of 30 to 500 millimetres
in a continuous casting plant which, for improvement of product quality, is equipped
with an electromagnetic braking device consisting of coils (13) with cores (14) and
yoke (14'), by the generated magnetic-field action of which the flow conditions within
the liquid metal in the mould (1) of the continuous casting plant are influenced,
wherein for direct and immediate electromagnetic influencing of the liquid jets exiting
the mould immersion pipe (2) at least two poles arranged symmetrically with respect
to the vertical reference line (4) of the mould immersion pipe (2) are provided per
mould wide side (3),
wherein the two poles on each mould wide side (3) are oriented by the main axes (12),
which are present in the outlet cross-sections (11a-e) thereof, at a specific angle with respect to the vertical reference line (4) of
the mould immersion pipe; and
wherein the electromagnetic braking device is operated with a permanent field by means
of direct current;
characterised in that
the angle α1, can be variably set by manual or motorised rotation of the poles during operation
of the continuous casting plant and is changed when required;
the orientation of the main axes (12) is defined in such a way that the main axes
(12) of the poles (10) intersect the vertical reference line (4) of the mould immersion
pipe (2) above the poles (10) at an angle α1 between 1° and 89°; and
the field strength of the braking device is set in dependence on the throughput of
the mould (1).
2. Mould (1) of a continuous casting plant for the casing of liquid metals for producing
slab and thin-slab products with format widths of 750 to 3,500 millimetres and format
thicknesses of 30 to 500 millimetres, which, for improvement of product quality, is
equipped with an electromagnetic braking device consisting of coils (13) with cores
(14) and yoke (14'), by the generated magnetic-field action of which the flow conditions
within the liquid metal in the mould (1) are influenced, wherein for direct and immediate
electromagnetic influencing of the liquid jets exiting the mould immersion pipe (2)
at least two poles arranged symmetrically with respect to the vertical reference line
(4) of the mould immersion pipe (2) are provided per mould wide side (3),
wherein the two poles on each mould wide side (3) are oriented by the main axes (12),
which are present in the outlet cross-sections (11a-e) thereof, at a specific angle with respect to the vertical reference line (4) of
the mould immersion pipe; and
wherein the electromagnetic braking device is operated with a permanent field by means
of direct current;
characterised in that
the poles (10) for manual or motorised setting of the angle α1 before or during operation of the continuous casting plant are constructed to be
correspondingly rotatable;
the two poles on each mould wide side (3) are so oriented that the main axes (12)
present in the outlet cross-sections (11a-e) of the poles intersect the vertical reference line (4) of the mould immersion pipe
(2) above the poles (10) at an angle α1, between 1° and 89°; and the field strength of the braking device is settable in
dependence on the throughput of the mould (1).
3. Mould (1) according to claim 2, characterised in that the poles (10) are formed, with creation of the main axis (12), with different outlet
cross-sections (11a-e) such as a triangle, rectangle or any desired polygon or with a curved profile.
4. Mould (1) according to one of claims 2 and 3, characterised in that the motorised setting of the angle is carried out by means of a motor, hydraulic
rotary drive, hydraulic cylinder or pneumatic cylinder.
5. Mould (1) according to any one of claims 2 to 4, characterised in that a possible fulcrum (20) of the pole (10) lies on its main axis (12).
6. Mould (1) according to any one of claims 2 to 5, characterised in that a possible fulcrum (20) lies outside the pole (10).
7. Mould (1) according to any one of claims 2 to 6, characterised in that the electromagnetic braking device with magnet coils (13), cores (14) and yoke (14')
is arranged directly on the mould (1) and oscillates together with the mould (1) during
operation of the continuous casting plant.
8. Mould (1) according to any one of claims 2 to 6, characterised in that the electromagnetic braking device is arranged in stationary position separately
from the mould (1) and does not execute the oscillation of the mould (1).
9. Mould (1) according to any one of claims 2 to 6, characterised in that the electromagnetic braking device is divided up in such a way that the pole ends
are arranged on the mould (1) and the magnet coils (13), core (14) and yoke (14')
are arranged on the stationary machine construction.
1. Procédé pour la coulée de métaux liquides pour l'obtention de produits sous la forme
de brames et de brames minces comprenant des largeurs de format de 750 à 3500 mm et
des épaisseurs de format de 30 à 500 mm dans une installation de coulée continue qui
est équipée, pour améliorer la qualité du produit, d'un mécanisme de freinage électromagnétique,
constitué par des bobines (13) comprenant des noyaux (14) et des culasses (14'), les
conditions d'écoulement au sein du métal liquide dans la lingotière (1) de l'installation
de coulée continue étant influencées par l'effet de champ magnétique que génèrent
les bobines en question ; dans lequel, pour influencer de manière directe et indirecte
par voie électromagnétique les jets de liquide émis par la busette à immersion (2)
de la lingotière, on prévoit, sur chaque petit côté (3) de la lingotière, au moins
deux pôles qui sont disposés en position symétrique par rapport à une ligne de référence
verticale (4) de la busette à immersion (2) de la lingotière ;
dans lequel les deux pôles sur chaque grand côté (3) de la lingotière sont orientés
en formant un angle déterminé avec les axes principaux (12) saillants à leurs sections
transversales de sortie (11a-e), par rapport à la ligne de référence verticale (4) de la busette à immersion de
la lingotière ; et
dans lequel le mécanisme de freinage électromagnétique est entraîné avec un champ
permanent au moyen de courant continu ; caractérisé
en ce qu'on règle l'angle α1 au cours de l'exploitation de l'installation de coulée continue de manière variable
et on le modifie en cas de nécessité via une rotation manuelle ou mécanique des pôles
;
en ce qu'on réalise l'orientation des axes principaux (12) de façon définie d'une manière telle
que les deux axes principaux (12) des pôles (10) coupent la ligne de référence verticale
(4) de la busette à immersion (2) de la lingotière au-dessus des pôles (10) en formant
un angle a1 entre 1° et 89° ; et
en ce qu'on règle l'intensité de champ du mécanisme de freinage en fonction du débit de la
lingotière (1).
2. Lingotière (1) d'une installation de coulée continue pour la coulée de métaux liquides
pour l'obtention de produits sous la forme de brames et de brames minces comprenant
des largeurs de format de 750 à 3500 mm et des épaisseurs de format de 30 à 500 mm,
qui est équipée, pour améliorer la qualité du produit, d'un mécanisme de freinage
électromagnétique, constitué par des bobines (13) comprenant des noyaux (14) et des
culasses (14'), les conditions d'écoulement au sein du métal liquide dans la lingotière
(1) de l'installation de coulée continue étant influencées par l'effet de champ magnétique
que génèrent les bobines en question ;
dans laquelle, pour influencer de manière directe et indirecte par voie électromagnétique
les jets de liquide émis par la busette à immersion (2) de la lingotière, on prévoit,
sur chaque grand côté (3) de la lingotière, au moins deux pôles qui sont disposés
en position symétrique par rapport à une ligne de référence verticale (4) de la busette
à immersion (2) de la lingotière ;
dans laquelle les deux pôles sur chaque petit côté (3) de la lingotière sont orientés
en formant un angle déterminé avec les axes principaux (12) saillants à leurs sections
transversales de sortie (11a-e), par rapport à la ligne de référence verticale (4) de la busette à immersion de
la lingotière ; et
dans laquelle le mécanisme de freinage électromagnétique est entraîné avec un champ
permanent au moyen de courant continu ; caractérisé
en ce que les pôles (10) sont réalisés, à des fins de réglage manuel ou mécanique de l'angle
α1 avant ou pendant l'exploitation de l'installation de coulée continue, pour pouvoir
être mis en rotation de manière correspondante ;
en ce qu'on oriente des deux pôles sur chaque grand côté (3) de la lingotière d'une manière
telle que les axes principaux (12) saillants aux sections transversales de sortie
(11a-e) des pôles, coupent la ligne de référence verticale (4) de la busette à immersion
(2) de la lingotière au-dessus des pôles (10) en formant un angle α1 entre 1° et 89° ; et
en ce qu'on peut régler l'intensité de champ du mécanisme de freinage en fonction du débit
de la lingotière (1).
3. Lingotière (1) selon la revendication 2, caractérisée en ce que les pôles (10) sont réalisés, via une accentuation de l'axe principal (12) avec des
sections transversales de sortie différentes (11a-e), par exemple avec un contour de forme triangulaire, de forme rectangulaire, sous
la forme de n'importe quel polygone ou avec un contour de forme courbe.
4. Lingotière (1) selon l'une quelconque des revendications 2 à 3, caractérisée en ce que le réglage mécanique de l'angle a lieu au moyen d'un moteur, d'un entraînement rotatif
hydraulique, d'un cylindre hydraulique ou d'un cylindre pneumatique.
5. Lingotière (1) selon l'une quelconque des revendications 2 à 4, caractérisée en ce qu'un centre de rotation potentiel (20) du pôle (10) est situé sur l'axe principal (12)
de ce dernier.
6. Lingotière (1) selon l'une quelconque des revendications 2 à 5, caractérisée en ce qu'un centre de rotation potentiel (20) est situé en dehors du pôle (10).
7. Lingotière (1) selon l'une quelconque des revendications 2 à 6, caractérisée en ce que le mécanisme de freinage électromagnétique comprenant des bobines magnétiques (13),
des noyaux (14) et des culasses (14'), est disposé directement sur la lingotière (1)
et oscille au cours de l'exploitation de l'installation de coulée continue de manière
conjointe avec la lingotière (1).
8. Lingotière (1) selon l'une quelconque des revendications 2 à 6, caractérisée en ce que le mécanisme de freinage électromagnétique est disposé à demeure à l'état séparé
par rapport à la lingotière (1) et n'entraîne pas l'oscillation de la lingotière (1)
de manière conjointe.
9. Lingotière (1) selon l'une quelconque des revendications 2 à 6, caractérisée en ce que le mécanisme de freinage électromagnétique est séparé d'une manière telle que les
extrémités des pôles sur la lingotière (1) et les bobines magnétiques (13), le noyau
(14) ainsi que la culasse (14') sont disposés sur la structure de la machine montée
à demeure.
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