[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Straßenbeleuchtungsvorrichtung, die mit Leuchtdioden,
LEDs, als Leuchtmittel realisiert ist. Insbesondere weist die Straßenbeleuchtungsvorrichtung
der vorliegenden Erfindung einen Formstein für Bürgersteige auf, der mit mindestens
zwei LEDs versehen ist.
[0002] Straßenbeleuchtungen werden heutzutage üblicherweise durch auf Laternenmasten angebrachte
Leuchtvorrichtungen realisiert. Die Leuchtvorrichtungen müssen dabei eine starke Lichtausstrahlung
aufweisen, um von der Höhe des Laternenmastes die Straßenoberfläche ausreichend beleuchten
zu können. Dafür existieren Standards, die genau definieren, wie viel Licht zum Ausleuchten
von Straßen und Bürgersteigen notwendig ist. Da bei herkömmlichen Laternenmasten eine
große Menge Licht verloren geht, das heißt nicht auf die Straßenoberfläche trifft,
ist eine Idee eine Leuchtvorrichtung so nahe wie möglich an der Oberfläche der Straße
anzubringen.
[0003] Eine Möglichkeit dies zu realisieren ist Masten geringer Höhe am Straßenrand zu positionieren.
Allerdings besteht dabei die Gefahr, dass wenn die Leuchtvorrichtungen auf Augenhöhe
der Fahrzeugführer angebracht werden, diese von den Leuchtvorrichtungen geblendet
werden. Außerdem sind die Leuchtvorrichtungen einer erhöhten Zerstörungsgefahr ausgesetzt,
da sie bei Unfällen direkt in Mitleidenschaft gezogen werden können. Zudem ist das
Aufstellen spezieller niedriger Masten oder Pfähle kostspielig.
[0004] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Nachteile des Standes der
Technik zu vermindern. Insbesondere ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
eine flexible, einfache und billige Leuchtvorrichtung zur Beleuchtung einer Straßenoberfläche
herzustellen.
[0005] Die Aufgabe wird durch eine Straßenbeleuchtungsvorrichtung gemäß Anspruch 1 der vorliegenden
Erfindung gelöst.
[0006] Die erfindungsgemäße Straßenbeleuchtungsvorrichtung umfasst einen Formstein für Bürgersteige,
der mindestens eine Oberseite und mindestens eine Seitenfläche aufweist. Ferner umfasst
die Straßenbeleuchtungsvorrichtung wenigstens zwei Leuchtdioden, LEDs, wobei wenigstens
eine LED an der Seitenfläche und wenigstens eine LED auf der Oberseite des Formsteins
angeordnet ist.
[0007] Durch die erfindungsgemäße Integration von LEDs in einen Formstein für Bürgersteige,
wird eine flexible Lösung des Problems erzielt. Es müssen keine zusätzlichen Befestigungsmittel,
wie Masten oder Pfähle, am Straßenrand aufgestellt werden, um die Leuchtvorrichtung
zu befestigen. Da die Leuchtvorrichtungen direkt an der zu beleuchtenden Straße positioniert
sind, kann die Fahrbahn optimal beleuchtet werden.
[0008] Durch Verwendung von LEDs, kann die Leistungsaufnahme im Gegensatz zu herkömmlichen
Straßenbeleuchtungen deutlich gesenkt werden, wobei eine gleichbleibende Leuchtleistung
gewährleistet ist. Durch Anbringen wenigstens einer LED sowohl auf der Seitenfläche
als auch auf der Oberseite des Formsteins, kann sowohl die Straßenoberfläche als auch
ein angrenzender Bürgersteig beleuchtet werden. Für Fußgänger auf dem Bürgersteig
stellen die LEDs auf der Oberseite ein gut sichtbares Leitsystem dar, wodurch die
Sicherheit sowohl der Fußgänger als auch der Autofahrer auf der Straße erhöht wird.
LEDs als Lichtquelle bieten etliche weitere Vorteile, wie zum Beispiel ihre lange
Lebensdauer, ihre geringen Herstellungskosten oder ihren niedrigen Stromverbrauch.
[0009] Die Beleuchtung am Straßen- bzw. Bürgersteigrand kann sehr flexibel gestaltet werden,
indem entweder die gesamte Länge eines Bürgersteigs mit erfindungsgemäßen Straßenbeleuchtungsvorrichtungen
versehen wird, oder nur speziell ausgewählte Stellen, wie zum Beispiel in bestimmten
Abständen oder Gefahrenzonen, mit erfindungsgemäßen Straßenbeleuchtungsvorrichtungen
versehen werden.
[0010] Vorteilhafterweise ist die Anzahl der LEDs auf der Seitenfläche des Formsteins größer
als die Anzahl der LEDs auf der Oberseite des Formsteins.
[0011] Dadurch können die vorgegebenen Standards für die Beleuchtung der Straßenoberfläche
erfüllt werden, während für die Beleuchtung des Bürgersteigs durch die LEDs auf der
Oberseite eine geringere Anzahl eine ausreichende, nicht störende Beleuchtung erzielt.
[0012] Vorteilhafterweise sind die LEDs an der Seitenfläche derart ausgerichtet, dass ihre
Ausstrahlrichtung leicht zur Straßenoberfläche geneigt ist.
[0013] Durch die leichte Neigung wird ein optimales Ausleuchten der Straßenoberfläche gewährleistet.
[0014] Vorteilhafterweise sind die LEDs derart ausgerichtet, dass ihre Ausstrahlrichtung
in Fahrtrichtung der Fahrzeuge geneigt ist.
[0015] Durch die Neigung in Fahrtrichtung wird ein Blenden des Autofahrers verhindert. Dadurch
wird die Sicherheit im Straßenverkehr erhöht.
[0016] Vorteilhafterweise sind die LEDs entgegen der Fahrtrichtung abgeschattet.
[0017] Eine Abschattung der LEDs unterstützt die oben genannte Neigung der LEDs in Fahrtrichtung,
um ein Blenden der Autofahrer zu vermeiden.
[0018] Vorteilhafterweise sind die LEDs weiß und/oder farbig leuchtend. Weißes Licht dient
zur standardmäßigen Ausleuchtung der Straßenoberfläche. Farbiges Licht, kann beispielsweise
zur optischen Abgrenzung des Bürgersteiges von der Fahrbahn verwendet werden. Dadurch
wird die Sicherheit der Fußgänger und Autofahrer weiter erhöht. Zudem können farbige
LED
S an gefährlichen Stellen, wie zum Beispiel Baustellen oder Kurven, ein Warnsignal
darstellen. Unterschiedlich farbige LED
S können dabei unterschiedliche Signale zur Verkehrsregelung realisieren.
[0019] Vorteilhafterweise umfasst die Straßenbeleuchtungsvorrichtung ferner eine Steuerung,
die ausgelegt ist die LED
S anzusteuern, um die Lichtfarbtemperatur und/oder die Lichtfarbe einzustellen.
[0020] Durch eine solche Ansteuerung kann die Straßenbeleuchtungsvorrichtung flexibler gestaltet
werden. Je nach Situation oder äußeren Bedingungen, können durch die Lichtfarbtemperatur
und/oder die Lichtfarbe verschiedene Signale für den Straßenverkehr realisiert werden.
Zudem können gezielt entsprechend den äußeren Bedingungen die bestmöglich sichtbaren
Lichttemperaturen oder Lichtfarben eingestellt werden.
[0021] Vorteilhafterweise umfasst die Straßenbeleuchtungsvorrichtung ferner einen Tageslichtsensor.
Die Steuerung ist dabei ausgelegt basierend auf einem Ausgangssignal des Tageslichtsensors
die Lichtfarbtemperatur und/oder die Lichtfarbe zu steuern.
[0022] Durch Anpassen der Straßenbeleuchtungsvorrichtung an die Tageszeit, kann sie eine
erhöhte Sicherheit im Straßenverkehr gewährleisten. Außerdem kann Energie gespart
werden, wenn die Lichtstärke optimal der Tageszeit angepasst wird.
[0023] Vorteilhafterweise umfasst die Straßenbeleuchtungsvorrichtung wenigstens einen Bewegungssensor.
Die Steuerung ist dabei ausgelegt basierend auf einem Ausgangssignal des Bewegungssensors
die Lichtfarbtemperatur und/oder die Lichtfarbe und/oder die Lichtstärke zu steuern.
[0024] Die Straßenbeleuchtungsvorrichtung kann dabei optimal auf die Aktivität auf der Fahrbahn
oder dem Bürgersteig reagieren. Dadurch kann Energie durch unnötiges Beleuchten eingespart
werden. Zudem können bei besonders hoher Aktivität auf der Fahrbahn (z.B. Staus) spezielle
Warn-oder Leitsignale durch die Straßenbeleuchtungsvorrichtung realisiert werden.
[0025] Vorteilhafterweise umfasst die Straßenbeleuchtungsvorrichtung ferner wenigstens eine
Zeitmessungseinrichtung und/oder wenigstens eine geographische-Lage-Messungseinrichtung.
Die Steuerung ist dabei ausgelegt, basierend auf der Tageszeit und/oder der geographischen
Lage die Lichtfarbtemperatur und/oder die Lichtfarbe und/oder die Lichtstärke zu steuern.
[0026] Abhängig von der geographischen Lage, in der die Straßenbeleuchtungsvorrichtung installiert
wird, oder der Tageszeit, können unterschiedliche Beleuchtungen notwendig sein. Bei
starker Sonneneinstrahlung ist weniger Lichtstärke notwendig, außerdem sind unterschiedliche
Lichtfarbtemperaturen oder Lichtfarben besser bzw. schlechter sichtbar. Die Straßenbeleuchtungsvorrichtung
kann so wesentlich flexibler gestaltet werden, da sie an einer Vielzahl von Orten
einsetzbar ist. Zudem kann Energie eingespart werden, indem eine unnötig hohe Lichtstärke
bzw. eine falsche Beleuchtung vermieden wird.
[0027] Vorteilhafterweise umfasst die Straßenbeleuchtungsvorrichtung ferner wenigstens einen
Nebelsensor. Die Steuerung ist dabei ausgelegt basierend auf einem Ausgangssignal
des Nebelsensors ein kontraststeigerndes Farbspektrum, beispielsweise mit hohem Gelbanteil,
anzusteuern.
[0028] Durch den Nebelsensor kann auch bei Nebel eine gute Sichtbarkeit der Straßenbeleuchtung
gewährleistet werden und dadurch die Sicherheit im Straßenverkehr erhöht werden.
[0029] Vorteilhafterweise umfasst die Straßenbeleuchtungsvorrichtung ferner wenigstens einen
Feuchtigkeitssensor zur Erfassung des Fahrbahnzustandes. Die Steuerung ist dabei ausgelegt
basierend auf einem Ausgangssignal des Feuchtigkeitssensors das Lichtspektrum auszuwählen.
[0030] Durch das Erkennen ob der Fahrbahnzustand beispielsweise nass, verschneit, trocken
etc. ist, können unterschiedliche Lichtspektren zur Straßenbeleuchtung eingesetzt
werden. Dabei kann zum Beispiel mit der Straßenbeleuchtungsvorrichtung gezielt auf
eine nasse Fahrbahn hingewiesen werden, was die Sicherheit der Autofahrer deutlich
erhöht. Zudem können trockene Straßenteile ausgewiesen werden, um dort einen flüssigen
Verkehr zu gewährleisten. Für unterschiedliche Fahrbahnzustände können dabei beispielweise
unterschiedliche Beleuchtungsfarbtemperaturen und/oder - Farben verwendet werden.
[0031] Vorteilshafterweise ist der Formstein der Straßenbeleuchtungsvorrichtung einheitlich
aus Beton gegossen und die elektrische Versorgung der LED
S ist in dem Formstein integriert.
[0032] Werden die Formsteine so als Fertigware hergestellt und die elektrische Entsorgung
der LEDs mit eingeformt, kann die erfindungsgemäße Straßenbeleuchtung deutlich kostengünstiger
und einheitlicher hergestellt werden.
[0033] Insgesamt ermöglichen die oben genannten Ausführungsformen der Straßenbeleuchtungsvorrichtung
eine äußerst flexible Einsatzweise. Durch eine Installation ohne Masten oder Pfähle
können Kosten gespart werden und die Installation am Straßenrand wird deutlich vereinfacht.
Durch verwenden von LED
S als Leuchtmittel kann der Energieverbrauch bei gleichbleibender Lichtleistung deutlich
verringert werden. Eine angenehme Beleuchtung wird sowohl für Autofahrer als auch
Fußgänger gewährleistet. Die erfindungsgemäße Straßenbeleuchtungsvorrichtung ist insbesondere
hervorragend geeignet, um die Sicherheit von Fußgängern und Autofahrern im Straßenverkehr
zu erhöhen.
[0034] Die vorliegende Erfindung wird im Folgenden anhand der beigefügten Figuren im Detail
erläutert.
- Fig. 1
- zeigt eine Fahrbahn mit Bürgersteig, an der eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Straßenbeleuchtungsvorrichtung installiert ist.
- Fig. 2
- zeigt die erste Ausführungsform der Straßenbeleuchtungsvorrichtung.
- Fig. 3
- zeigt eine zweite Ausführungsform der Straßenbeleuchtungsvorrichtung.
- Fig. 4
- zeigt eine dritte weitere Ausführungsform der Straßenbeleuchtungsvorrichtung.
- Fig. 5
- zeigt ein Flussdiagramm, das die Steuerung der Straßenbeleuchtungsvorrichtung verdeutlicht.
- Fig. 6
- zeigt eine Fahrbahn mit Bürgersteig, an der eine vierte Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Straßenbeleuchtungsvorrichtung installiert ist.
[0035] In Figur 1 ist ein Überblick über die Installation einer ersten Ausführungsart der
vorliegenden Erfindung zur Beleuchtung einer Fahrbahn 3 und eines angrenzenden Bürgersteigs
13 dargestellt. Die erfindungsgemäße Straßenbeleuchtungsvorrichtung 100 umfasst einen
Formstein 1 für Bürgersteige, der am Rand der Fahrbahn 3 zwischen Fahrbahn 3 und Bürgersteig
13 angeordnet ist. Der Formstein 1 weist dabei mindestens eine Oberseite 1a und eine
Seitenfläche 1b auf. In der Regel ist ein Bürgersteig 13 in Bezug zu der Fahrbahn
3 leicht erhöht und die Oberseite 1a und die Seitenfläche 1b des Formsteins 1 stehen
im rechten Winkel aufeinander. Natürlich kann der Formstein 1 jede beliebige Form
annehmen um den lokalen Fahrbahnen 3 und/oder Bürgersteigen 13 gerecht zu werden.
In Figur 1 sind beispielweise insgesamt sechs der erfindungsgemäßen Straßenbeleuchtungsvorrichtungen
100 angezeigt. Dabei sind jeweils drei der Straßenbeleuchtungsvorrichtungen 100 auf
beiden Seiten der Fahrbahn 3 angeordnet. Die Formsteine 1 der erfindungsgemäßen Straßenbeleuchtungsvorrichtung
100 sind beispielweise jeweils durch einen normalen Formstein 1 ohne Beleuchtungsvorrichtung
beabstandet. Die Anordnung der Straßenbeleuchtungsvorrichtungen 100 ist allerdings
frei wählbar, das heißt es können die Straßenbeleuchtungsvorrichtungen 100 auch lückenlos
aneinandergereiht werden oder es können größere Abstände zwischen zwei Straßenbeleuchtungsvorrichtungen
100 gewählt werden. Die Fahrbahn 3 ist in Figur 1 beispielsweise in zwei Fahrspuren
unterteilt, wobei die Fahrtrichtung 4 (hier beispielweise für Rechtsverkehr) durch
die zwei Pfeile symbolisiert wird.
[0036] Jede Straßenbeleuchtungsvorrichtung 100 umfasst weiterhin wenigstens zwei Leuchtdioden
2, LEDs, wobei wenigstens eine LED 2 an der Seitenfläche 1b des Formsteins 1 und wenigstens
eine LED 2 auf der Oberseite 1a des Formsteins 1 angeordnet ist. In Figur 1 weist
jede Straßenbeleuchtungsvorrichtung 100 beispielhaft sechs LEDs 2 auf, wobei beispielhaft
vier LEDs auf der Seitenfläche 1b des Formsteins 1 und beispielhaft zwei LEDs auf
der Oberseite 1a des Formsteins 1 angeordnet sind. Die Anzahl der verwendeten LEDs
2 kann je nach Bedarf beliebig gewählt werden.
[0037] Die LEDs 2 sind an dem Formstein 1 der Straßenbeleuchtungsvorrichtung 100 so angeordnet,
dass sie sowohl die Fahrbahnoberfläche 3 beleuchten, als auch die Oberfläche des Bürgersteigs
13 beleuchten. In Figur 1 sind mit den gestrichelten Kreisen 14 die entstehenden beleuchteten
Bereiche der Straßenoberfläche 3, bzw. mit den Kreisen 15 die beleuchteten Bereiche
der Bürgersteigoberfläche 13 gekennzeichnet. Je nach Lichtstärke der LEDs 2, optische
Zusatzelemente (bspw. Linsen oder Streuscheiben) an den LEDs oder Anbringungsart der
LEDs 2 an dem Formstein 1, wobei zum Beispiel unterschiedliche Lichtaustrittswinkel
aus den LEDs 2 entstehen können, kann die Größe,r Länge, Helligkeit und/oder Homogenität
der Beleuchtung der beleuchteten Bereiche 14, 15 auf der Straßenoberfläche 3 und der
Borsteinoberfläche 13 variieren. Idealerweise wird die Straßenbeleuchtungsvorrichtung
100 so konstruiert, dass die Beleuchtung den lokalen Beleuchtungsstandards für Straßen
3 und Bürgersteige 13 entspricht.
[0038] Durch die Anordnung der Straßenbeleuchtungsvorrichtungen 100 zwischen Fahrbahn 3
und Bürgersteig 13 wird eine flexible Beleuchtungsvorrichtung realisiert. Es müssen
keine zusätzlichen Masten oder Pfähle am Straßenrand aufgestellt werden, welche zusätzliche
Gefahr im Falle eines Unfalls darstellen. Zudem kann durch die straßennahe Anbringung
der Beleuchtungsvorrichtung die Lichtstärke im Vergleich zu Beleuchtungsvorrichtungen
auf hohen Masten reduziert werden. Insbesondere durch die Verwendung von LEDs 2, kann
dabei Energie eingespart werden. Außerdem wird aus Figur 1 gut ersichtlich, wie eine
deutliche Abgrenzung zwischen Bürgersteig 13 und Fahrbahn 3 durch die auf der Oberseite
1a des Formsteins 1 angebrachten LEDs 2 realisiert wird. Dies zieht eine erhöhte Sicherheit
für sowohl Fußgänger als auch Autofahrer nach sich.
[0039] Um die Sicherheit weiter zu erhöhen, werden die LEDs 2 an der Seitenfläche 1b der
Formsteine 1 derart ausgerichtet, dass ihre Ausstrahlrichtung leicht zur Straßenoberfläche
3 geneigt ist. Vorzugsweise ist eine Ausstrahlrichtung zusätzlich in Fahrtrichtung
4 der Fahrzeuge geneigt. Dadurch wird vermieden, dass Fahrzeugführer geblendet werden.
Durch die leichte Neigung der LEDs 2 zur Straßenoberfläche 3 wird eine optimale Ausleuchtung
der Fahrbahn 3 erzielt. Die Lichtstärke kann dabei nämlich voll und ganz für die Beleuchtung
der Fahrbahnoberfläche 3 ausgenutzt werden. Durch die Neigung in Fahrtrichtung 4,
wird der Sichtkomfort für Fahrzeugführer deutlich erhöht. Falls die LEDs 2 entgegen
der Fahrtrichtung 4 zusätzlich abgeschattet werden, kann das Risiko einer Blendung
der Fahrzeugführer weiter verringert werden.
[0040] Figur 2 zeigt eine vergrößerte Darstellung der ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Straßenbeleuchtungsvorrichtung 100. Der Formstein 1 ist dabei rechteckig und rechtwinklig
dargestellt. Je nach Gegebenheiten der Bordsteine 13 an unterschiedlichen Orten (z.B.
in verschiedenen Ländern), können die Formsteine 1 natürlich auch rund, schräg, pyramidenförmig,
oder in jeder anderen für Bürgersteige 13 verwendeten Form hergestellt werden. Die
LEDs 2 sind sowohl auf der Oberseite 1a, als auch auf der Seitenfläche 1b des Formsteins
1 angeordnet. Die Oberseite 1a wird dabei durch eine Fläche des Formsteins definiert,
die parallel zur Straßenoberfläche 3 ausgerichtet ist. Die Seitenfläche 1b wird durch
eine an die Oberseite angrenzende Fläche des Formsteins definiert und bildet je nach
Form des Formsteins mit der Oberseite 1a eine Kante in einem bestimmten Winkel (in
Fig. 2 ist der Winkel 90°, kann aber auch davon abweichen). Bei runden Formsteinen
ohne Kante wird die Oberseite 1a als eine Ebene definiert die zur Straßenoberfläche
3 parallel ist und die Seitenfläche 1b durch eine zur Oberseite 1a senkrechten Ebene
definiert. In Figur 2 sind wiederum beispielhaft vier LEDs 2 auf der Seitenfläche
1b und zwei LEDs 2 auf der Oberseite 1a des Formsteins 1 angebracht.
[0041] Die LEDs 2 können zur Anbringung in den Formstein 1 eingelassen werden und zum Beispiel
mit einer durchsichtigen Schutzverkleidung von äußeren Einflüssen, wie Schmutz und
Feuchtigkeit geschützt werden. Bspw. können auf die LEDs oder sogar über die gesamte
Oberfläche des Formsteins Beschichtungen, bspw. staubabweisende Beschichtungen 100,
101 aufgebracht sein.
[0042] Es können Wärmetransfermittel vorgesehen sein, die Wärme von den LEDs bzw. deren
Versorgungsschaltungen gezielt zur Oberfläche des Formsteins leiten, was den zusätzlichen
Nutzen eine schnelleren Trocknens von diesem und/oder Abtauen von Schnee und Eis zur
Folge hat.
[0043] Aufgrund ihrer geringen Größe sind LEDs 2 ideal geeignet für die vorliegende Erfindung.
Die LEDs 2 können natürlich auch außen an der Seitenfläche 1a und/oder Oberseite 1b
des Formsteins 1 sitzen. Die LEDs 2 können verdrehbar, verkippbar, verschiebbar und/oder
abnehmbar angeordnet sein. Dies ermöglicht insbesondere die Einstellung der Ausstrahlrichtung
und ein unkompliziertes Austauschen im Falle eines Defekts einer LED 2.
[0044] Wie oben beschrieben ist dabei vorteilhafterweise die Ausstrahlrichtung der LEDs
2 an der Seitenfläche 1b des Formsteins 1 leicht zur Straßenoberfläche 3 geneigt und
in Fahrtrichtung 4 geneigt (wie mit den gestrichelten Linien 17 angedeutet). Dies
kann entweder realisiert werden, indem die LEDs 2 bei der Herstellung fest in dieser
vorteilhaften Position ausgerichtet werden, oder flexibel durch Drehung und/oder Neigung
anpassbar sind. Insbesondere, da in manchen Ländern rechtsseitiger und in manchen
Ländern linksseitiger Straßenverkehr herrscht, ist eine flexible Anpassung der LEDs
2 besonders vorteilhaft. Es sind auch Situationen denkbar, in denen die LEDs 2 auf
der Seitenfläche 1b des Formsteins 1 zum Beispiel als Warnsignal für den Fahrzeugführer
verwendet werden, und die LEDs 2 dafür mit ihrer Ausstrahlrichtung entgegen der Fahrtrichtung
4 verdreht werden, um so besser die Aufmerksamkeit der Fahrzeugführer zu erreichen.
Dabei kann zum Beispiel die Helligkeit und/oder die Farbe der LEDs 2 geändert werden
um das Risiko einer Blendung der Fahrer zu verringern. Die LEDs 2 auf der Oberseite
1a des Formsteins 1 können ebenfalls geneigt, gedreht und/oder gekippt werden, so
dass sie die Oberfläche des Bürgersteigs 13 optimal ausleuchten.
[0045] Die LEDs 2 können ferner über elektrische Zuleitungen, die sich innerhalb des Formsteins
1 befinden mit Spannung versorgt werden. Die Spannungsversorgung kann dabei in jedem
einzelnen Formstein 1 sitzen und die LEDs 2 mit Wechselspannung (AC-Spannung), Gleichspannung
(DC-Spannung) oder einer Notspannung versorgen. Idealerweise wird für LEDs 2 eine
Niedervoltspannung verwendet. In jedem Formstein 1 kann eine Treiberschaltung eingebaut
sein, die die LEDs 2 betreibt. Es ist aber auch denkbar, dass es eine zentrale Spannungsversorgung
zum Beispiel für einen gesamten Straßenabschnitt gibt, die mehrere Formsteine 1 bzw.
LEDs 2 mit Spannung versorgt. Die einzelnen an der Fahrbahn 3 angebrachten Straßenbeleuchtungsvorrichtungen
100 können dabei durch den Bordstein 13 elektrisch miteinander verbunden sein oder
mit einer zusätzlichen elektrischen Verbindung verbunden sein.
[0046] Die Spannungsversorgung der LEDs 2 kann induktiv geschehen. Dabei können zum Beispiel
zentrale Spannungsversorgungen an bestimmten Punkten am Straßenrand angebracht sein
und jeweils eine oder mehrere Straßenbeleuchtungsvorrichtungen 100 induktiv und drahtlos
mit Spannung versorgen. Dabei wird Spannung über eine Spule in der Spannungsversorgung
in einer Spule in der Beleuchtungsvorrichtung induziert. Die Spannungsversorgung kann
dabei von einer zentralen Steuereinheit gesteuert werden. Diese kann z.B. entscheiden,
welche Straßenbeleuchtungsvorrichtungen betrieben werden und welche nicht betrieben
werden. Dadurch kann eine effiziente Energienutzung sichergestellt werden. Außerdem
können so gezielt bestimmte, z.B. besonders gefährdete, Bereiche einer Straße beleuchtet
werden, und/oder nicht genutzte Bereiche unbeleuchtet gelassen werden.
[0047] In Figur 3 wird in einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung gezeigt,
wie eine zusätzliche Abschattung 12 in Fahrtrichtung 4 an jeder der LEDs 2 auf der
Seitenfläche 1b und der Oberseite 1a des Formsteins 1 der Straßenbeleuchtungsvorrichtung
100 angebracht ist. Die Abschattung 12 dient dazu, eine Gefährdung der Fahrzeugführer
durch Blendung weiter zu verringern. Die Abschattung 12 kann dabei z.B. außen an dem
Formstein 1 angeordnet sein und ist in Figur 3 als rechteckige Platte dargestellt.
Die Abschattung 12 kann natürlich auch innerhalb des Formsteins 1 sitzen, insbesondere
dann wenn die LEDs 2 in den Formstein 1 eingelassen sind. Die Abschattung 12 kann
dabei verdrehbar und/oder verschiebbar und/oder verkippbar sein, um die Stärke der
Abschattung 12 und/oder den Abschattungswinkel frei einstellen zu können. Die Abschattung
12 kann auch elektrisch betrieben werden, um bei Bedarf vor die LEDs 2 bewegt zu werden
oder bei Nichtbedarf von den LEDs 2 wegbewegt zu werden. Dies kann z.B. unterschiedlichen
Tages- oder Jahreszeiten entsprechend notwendig sein.
[0048] Die Abschattung 12 kann zusätzlich auf der Seite, die in Fahrtrichtung 4 zeigt, reflektierend
sein. Dadurch wird das abgeschattete Licht in Fahrtrichtung 4 zurückgeworfen. Dadurch
wird unterstützt, dass die Lichtstärke effizient eingesetzt wird und außerdem wird
unterstützt, dass der Ausstrahlwinkel der LEDs 2 in Fahrtrichtung orientiert ist.
Durch eine solche reflektierende Abschattung 12 ist es auch möglich ohne explizites
Ausrichten der LEDs 2 in Fahrtrichtung 4 und/oder zur Fahrbahnoberfläche 3 die Ausstrahlrichtung
dahingehend vorteilhaft umzulenken. Dadurch können die Straßenbeleuchtungsvorrichtungen
100 einfacher und standardmäßig hergestellt werden, zudem können mittels der Abschattung
12 die Ausstrahleigenschaften der LEDs 2 flexibel an lokalen Bedingungen angepasst
werden.
[0049] Die Abschattung 12 kann zusätzlich teilweise durchlässig sein und/oder dabei teilweise
eine Lichtfärbung bedingen, um zum Beispiel dem Fahrzeugführer Warnsignale anzuzeigen,
die den Fahrzeugführer nicht blenden aber trotzdem von ihm wahrgenommen werden. Dabei
kann die Abschattung 12 auch derart gestaltet werden, dass sie elektrisch steuerbar
ist, um die Lichtdurchlässigkeit und/oder andere Eigenschaften in Bezug auf Lichtfärbung
oder Tönung einzustellen. Die Spannungsversorgung einer solchen Abschattung 12 kann
genau wie die Spannungsversorgung der LEDs 2, die oben beschrieben wurde, realisiert
werden.
[0050] Die LEDs 2 in der Straßenbeleuchtungsvorrichtung 100 können weiß und/oder farbig
leuchtende LEDs 2 sein. Weiß leuchtende LEDs 2 sind für die Fahrbahnbeleuchtung vorzuziehen
und können entweder als RGB-Modul oder einer Kombination von farbigen LEDs 2 mit farbtonändernden
Leuchtstoffen realisiert werden. Wenn RGB-Module verwendet werden, können die LEDs
2 auch so angesteuert werden, dass unterschiedliche Farben erzeugt werden. Dazu ist,
wie in Figur 4 zu sehen, eine Steuerung 5 in einer dritten Ausführungsform der Straßenbeleuchtungsvorrichtung
100 vorhanden. Die Steuerung 5 kann entweder innerhalb des Formsteins 1 angebracht
sein oder außerhalb des Formsteins 1 angebracht sein, ist aber immer an die LEDs 2
angeschlossen. Es ist auch denkbar, dass eine zentrale Steuerung 5 für mehrere Straßenbeleuchtungsvorrichtungen
100 verwendet wird.
[0051] Die Steuerung 5 der Straßenbeleuchtungsvorrichtung 100 ist dazu ausgelegt, die LEDs
2 anzusteuern, um zum Beispiel die Lichtfarbtemperatur und/oder die Lichtfarbe und/oder
die Lichtstärke einer oder mehrerer LEDs 2 einzustellen. Bei Straßenbeleuchtungsvorrichtungen
100 wie in der vorliegenden Erfindung kann es sehr vorteilhaft sein, unterschiedliche
Lichtfarben, Lichtfarbtemperaturen und/oder Lichtstärken einstellen zu können. Unterschiedliche
Lichtfarben der LEDs 2 können den Fahrzeugführern oder den Fußgängern unterschiedliche
Warnsignale verdeutlichen. Zum Beispiel kann eine rote Ausstrahlung Gefahr signalisieren,
eine gelbe Ausstrahlung besondere Vorsicht anmahnen und eine grüne Ausstrahlung eine
gefahrenfreie Zone anzeigen, um dort den Verkehr flüssig zu gestalten.
[0052] Da in unterschiedlichen Ländern unterschiedliche Standards an die Beleuchtung von
Straßen 3 und Bürgersteigen 13 gestellt werden, ist es vorteilhaft, insbesondere bei
weiß leuchtenden LEDs 2, die Lichtfarbtemperatur einstellen zu können. Eine Einstellung
der Lichtstärke der LEDs 2 ermöglicht weiterhin die Beleuchtung der Straßen 3 und
Bürgersteige 13 an die Tages- und/oder Jahreszeit anzupassen. Dadurch kann die Energie
effizient genutzt werden und eine unnötige Beleuchtung wird vermieden.
[0053] Durch die Steuerung 5 kann es auch möglich sein unterschiedliche LEDs 2 in einer
Straßenbeleuchtungsvorrichtung 100 oder unterschiedliche an eine einheitliche Steuerung
5 angeschlossene Straßenbeleuchtungsvorrichtungen 100 mit unterschiedlichen Lichtfarbtemperaturen
und/oder Lichtfarben und/oder Lichtstärken einzustellen. Dadurch können zum Beispiel
besonders gefährdete Stellen der Fahrbahn 3 ausgewiesen werden, wie zum Beispiel Kurven,
Engstellen oder beschädigte Fahrbahnteile. Für Fußgänger insbesondere können gefährliche
Kreuzungsstellen oder Ausfahrten hervorgehoben werden. Durch die einstellbaren LEDs
2 auf der Oberseite 1a des Formsteins 1 kann ein Leitsystem für die Fußgänger realisiert
werden, und dadurch deren Sicherheit deutlich erhöht werden. Um die Farben der LEDs
2 zu verändern, können entweder RGB-Module verwendet werden und die einzelnen farbigen
LEDs gezielt angesteuert werden, oder es werden andere farbverändernde Methoden genutzt.
[0054] Die Steuerung der Lichtfarbtemperatur und/oder der Lichtfarbe und/oder der Lichtstärke
der LEDs 2 der Beleuchtungsvorrichtung durch die Steuerung 5 können weiterhin durch
verschiedene Sensoren 6, 7, 9, 10, 11 unterstützt werden. In Figur 4 ist mindestens
ein Sensor 6, 7, 9, 10, 11 an die Steuerung 5 elektrisch angeschlossen. Der Sensor
6, 7, 9, 10, 11 kann dabei innerhalb des Formsteins 1 der Straßenbeleuchtungsvorrichtung
100 sitzen oder auf dessen Oberfläche 1a angebracht sein. Falls er innerhalb des Formsteins
1 angebracht ist, kann eine Öffnung nach außen die Sensorleistung verbessern. Dabei
kann der Sensor 6, 7, 9, 10, 11 durch eine geeignete Abdeckung, die die Sensorleistung
nicht beeinträchtigt, gegen Schmutz und Feuchtigkeit geschützt werden. Zudem umfasst
die Straßenbeleuchtungsvorrichtung 100 in Figur 4 eine Zeitmessungseinheit 8, die
ebenfalls elektrisch an die Steuerung 5 angeschlossen ist.
[0055] Die Straßenbeleuchtungsvorrichtung 100 kann zum Beispiel einen Tageslichtsensor 6
umfassen. Basierend auf einem Ausgangssignal des Tageslichtsensors 6 kann die Steuerung
5 die Lichtfarbtemperatur und/oder die Lichtfarbe und/oder die Lichtstärke steuern.
Der Tageslichtsensor 6 kann zwischen Tag und Nacht und Dämmerung unterscheiden, oder
auch zwischen unterschiedlichen Tages- oder Jahreszeiten unterscheiden. Auch kann
der Tageslichtsensor 6 die lokalen äußeren Lichteinflüsse seiner näheren Umgebung
erkennen. Die Straßenbeleuchtungsvorrichtung 100 kann zum Beispiel im Schatten eines
Gebäudes oder Baumes angebracht sein. Je nach Tageszeit, Jahreszeit und/oder Umgebung
kann die Steuerung 5 die Lichtfarbtemperatur und/oder die Lichtfarbe und/oder die
Lichtstärke optimal anpassen. Dadurch kann Energie gespart werden und die Beleuchtung
der Straßenoberfläche 3 und des Bürgersteigs 13 können verbessert werden.
[0056] Die Straßenbeleuchtungsvorrichtung 100 kann weiterhin einen Bewegungssensor 7 umfassen.
Der Bewegungssensor 7 kann die Aktivität auf der Straße 3 oder dem Bürgersteig 13
erkennen. Je nach Auslastung der Straße 3 kann dabei die Steuerung 5 die Lichtfarbtemperatur
und/oder die Lichtfarbe und/oder die Lichtstärke steuern. Dies kann zum Beispiel vorteilhaft
sein, um Staus oder Unfälle zu vermeiden. Bei viel Aktivität auf der Straße 3 kann
eine Warnfarbe ausgewählt werden, um den Fahrzeughalter zu warnen. Des Weiteren kann
es nötig sein, je nach Verkehrslage, die Lichtstärke der LEDs 2 zu variieren. Ein
Bewegungssensor 7 erlaubt insbesondere bei wenig befahrenden Straßen eine optimale
Energieausnutzung. Der Bewegungssensor 7 kann zum Beispiel außerhalb der Beleuchtungsvorrichtung
am Anfang einer Straße 3 installiert sein, aber mit der Steuerung 5 der Beleuchtungsvorrichtung
verbunden sein. Wird Aktivität registriert, wird die Straßenbeleuchtungsvorrichtung
100 aktiviert und eine Beleuchtung der Straßenoberfläche 3 nur wenn nötig ausgeführt.
[0057] Mit der Zeitmessungseinrichtung 8 kann zudem die Tageszeit und/oder die Jahreszeit
gemessen werden, und wie mit dem Tageslichtsensor 6 kann darauf basierend die Lichtfarbtemperatur
und/oder die Lichtfarbe und/oder die Lichtstärke von der Steuerung 5 gesteuert werden.
Die Straßenbeleuchtungsvorrichtung kann zusätzlich eine Messungseinrichtung für die
geographische Lage 9 umfassen. Diese Geographische-Lage-Messungseinrichtung 9 kann
zum Beispiel durch ein General Positioning System (GPS) realisiert werden. Da in unterschiedlichen
Ländern unterschiedliche Anforderungen an die Straßenbeleuchtung durch jeweilige Standards
gestellt sind, können diese automatisch von der Steuerung 5 basierend auf der geographischen
Lage der Straßenbeleuchtungsvorrichtung 100 eingestellt werden. Dadurch können die
Straßenbeleuchtungsvorrichtungen 100 einheitlich hergestellt werden, ohne schon vorher
den späteren Einsatzort in Betracht ziehen zu müssen. Dadurch werden die Herstellungskosten
gesenkt. Die Steuerung 5 kann eine Speichereinheit umfassen, die bestimmte Einstellungen
für verschiedene Orte speichert, und mit Hilfe der Geographischen-Lage-Messungseinrichtung
9 die geforderte Lichtfarbtemperatur und/oder Lichtfarbe und/oder Lichtstärke einstellt.
[0058] Die Straßenbeleuchtungsvorrichtung 100 der vorliegenden Erfindung kann einen Nebelsensor
10 umfassen. Die Steuerung 5 kann basierend auf einem Ausgangssignal des Nebelsensors
10 ein kontraststeigerndes Farbspektrum einstellen. Zum Beispiel ist ein Farbspektrum
mit hohem Gelbanteil besonders gut bei Nebel sichtbar. Außerdem kann die Lichtstärke
der LEDs 2 je nach Sichtverhältnissen eingestellt werden. Warnleuchten können zusätzlich
eingeschaltet werden, wofür zum Beispiel unterschiedlich farbige LEDs 2 verwendet
werden, um schon im Vorfeld vor aufkommendem Nebel zu warnen. Die Sicherheit im Straßenverkehr
kann dadurch deutlich gesteigert werden.
[0059] Eine weitere Verbesserung der Sicherheit im Straßenverkehr kann erzielt werden, wenn
die Straßenbeleuchtungsvorrichtungen 100 mit einem Feuchtigkeitssensor 11 zur Erfassung
des Fahrbahnzustandes ausgestattet ist. Der Feuchtigkeitssensor 11 kann dabei feststellen,
ob die Straßenoberfläche 3 nass, verschneit, trocken etc. ist. Basierend auf dem Messergebnis
wird ein Ausgangssignal an die Steuerung 5 gesendet, die daraufhin das optimale Lichtspektrum
auswählt. Zum Beispiel können farbige Beleuchtungen vor nassen Fahrbahnstellen warnen.
[0060] In Figur 5 ist ein einfaches Flussdiagramm gezeigt, das den Ablauf des Zusammenspiels
aus Sensor 6, 7, 9, 10, 11 und/oder Zeitmessungseinrichtung 8, Steuerung 5 und LEDs
2 veranschaulicht. In Schritt S1 wird der Sensor bzw. die Zeitmessungseinrichtung
aktiviert und führt eine Messung durch. Das Ergebnis wird ausgelesen und in Schritt
S2 als Signal an die Steuerung 5 weitergegeben. Die Steuerung 5 entscheidet in Schritt
S2, ob sich eine Veränderung zum letzten Signal ergeben hat. Ist dies nicht der Fall,
beendet die Steuerung 5 in Schritt S3 den Vorgang. Ist eine Änderung festgestellt
worden, bestimmt die Steuerung in S4, in welcher Beziehung die Änderung stattgefunden
hat. Das heißt zum Beispiel beim Einsatz mehrerer Sensoren 6, 7, 9, 10, 11, welches
Sensorsignal sich geändert hat und was dies bedeutet. Dabei kann zum Beispiel auf
eine interne Speichervorrichtung zurückgegriffen werden um bisherige Ereignisse berücksichtigen
und/oder zu vergleichen. In Schritt S5 entscheidet die Steuerung 5 ob Licht-Farbtemperatur,
Lichtfarbe oder Lichtstärke oder eine Kombination aus den dreien verändert werden
muss. In Schritt S6 steuert die Steuerung 5 die LEDs 2, um die in Schritt S5 bestimmten
vorzunehmenden Veränderung durchzuführen. Die einzelnen LEDs 2 oder RGB-Module werden
dabei elektrisch angesteuert, um die gewünschte Veränderung zu erzielen. Daraufhin
beendet die Steuerung 5 den Vorgang und kehrt entweder direkt zum Anfangsschritt S1
zurück, falls ein kontinuierliches Auslesen der Sensoren erwünscht ist, oder wartet
eine vorbestimmte Zeit bis ein erneutes Auslesen der Sensoren durchgeführt werden
soll. Es ist auch vorstellbar, dass die Sensoren automatisch eine Veränderung feststellen
und somit das Verfahren, das in Figur 5 gezeigt ist, auslösen.
[0061] Die Straßenbeleuchtungsvorrichtungen 100 können mit einem, einer beliebigen Kombination,
oder allen der oben genannten Sensoren 6, 7, 9, 10, 11 und/oder der Zeitmessungseinheit
8 ausgestattet sein. Jede einzelne Straßenbeleuchtungsvorrichtung kann dabei einen
oder mehrere der Sensoren 6, 7, 9, 10, 11 oder Zeitmessungseinheit 8 umfassen. Weitere,
hier nicht genannte Sensoren, die ebenfalls vorteilhaft verwendet werden können, sind
zusätzlich ebenso verwendbar.
[0062] Jede Straßenbeleuchtungsvorrichtung 100 kann ihre eignen Sensoren 6, 7, 9, 10, 11
enthalten oder es können mehrere Straßenbeleuchtungsvorrichtungen miteinander verbunden
sein und auf gemeinsame Sensoren 6, 7, 9, 10, 11 oder Zeitmessungseinheiten 8 zurückgreifen.
Vorteilhafterweise gibt es dafür ein zentrales Netzwerk, an das die Straßenbeleuchtungsvorrichtungen
angeschlossen sind. Eine Zentralsteuerung kann zusätzlich zu der Steuerung 5 der einzelnen
Straßenbeleuchtungsvorrichtungen an das zentrale Netzwerk angeschlossen sein. Durch
eine solche Vernetzung der Straßenbeleuchtungsvorrichtungen können z.B. die Straßenverhältnisse
bzw. Umgebungsverhältnisse an einem Ort durch einen oder mehrere der genannten Sensoren
6, 7, 9, 10, 11 erkannt werden und eine entsprechende Einstellung der Lichtfarbtemperatur
und/oder der Lichtfarbe und/oder der Lichtstärke der LEDs 2, kann an einem anderen
Ort stattfinden. Somit können zum Beispiel durch rote Warn-LEDs 2 Autofahrer schon
frühzeitig gewarnt werden, dass eine Gefahrenstelle in Fahrtrichtung voraus liegt.
Es können zum Beispiel auch Verkehrsaktivitäten gemessen werden und durch eine geeignete
Auswahl des Spektrums der LEDs 2 können die Fahrzeuge wenn nötig frühzeitig umgeleitet
werden. Zum Beispiel können gewisse Abzweigungen grün beleuchtet werden, um dem Fahrzeugführer
den optimalen Weg anzuzeigen. Andere Abzweigungen, die unweigerlich in einen Stau
münden, können z.B. rot beleuchtet werden. Eine Vernetzung der Straßenbeleuchtungsvorrichtungen
100 bzw. der Anschluss an ein Netzwerk, kann auch vorteilhaft dazu benutzt werden,
defekte LEDs 2 und/oder Steuerungen 5 und/oder Sensoren 6, 7, 9, 10, 11 und/oder Zeitmessungseinheiten
8 festzustellen und zeitnah zu ersetzen.
[0063] Die Straßenbeleuchtungsvorrichtung 100 ist vorteilhafterweise derart gestaltet, dass
der Formstein 1 einheitlich aus Beton gegossen ist. Dabei ist die elektrische Versorgung
der LEDs 2 vorzugsweise direkt in dem Formstein 1 integriert. Durch diese Herstellungsweise
als Fertigware, bei der alle Einheiten der Straßenbeleuchtungsvorrichtung in einem
Stück integriert sind, kann eine effiziente Produktion erzielt werden.
[0064] Zudem ist die Straßenbeleuchtungsvorrichtung 100 so einfacher zu transportieren und
für den jeweiligen Käufer oder Benutzer einfach zu installieren und anzuwenden. Da
alle Teile der Straßenbeleuchtungsvorrichtung 100, insbesondere die LEDs 2 eine hohe
Lebensdauer aufweisen, sind schnelle defekte unwahrscheinlich. Dies macht es möglich
einheitlich aus Beton gegossene Formsteine 1 mit allen Elementen der Straßenbeleuchtungsvorrichtung
100 zu verwenden. Allerdings kann zusätzlich angedacht werden, für jede der LEDs 2
der Straßenbeleuchtungsvorrichtung 100 eine oder mehrere Ersatz-LED 2 einzubauen.
Diese wird von der Steuerung 5 erst angesteuert, wenn eine Haupt-LED defekt ist. Dies
kann ebenso für die unterschiedlichen Sensoren 6, 7, 9, 10, 11 bzw. Zeitmessungseinheiten
8 durchgeführt werden. Da LEDs 2 sehr kostengünstig sind, entstehen keine hohen Zusatzkosten
und die Lebensdauer der Straßenbeleuchtungsvorrichtung 100 kann annähernd verdoppelt
werden. Zusätzlich eingebaute Ersatz-LEDs 2 übersteigen nicht die Kosten, die eingespart
werden können, wenn die Straßenbeleuchtungsvorrichtung 100 als ein Teil integriert
hergestellt wird, wobei insbesondere der Formstein 1 mit allen Elementen in seinem
Inneren einheitlich aus Beton, Kunststoff oder Gummimaterial (oder Mischungen, die
eine oder mehrere dieser Materialien aufweisen) gegossen wird. Beton ist sehr widerstandsfähig
gegen äußere Einflüsse, deshalb sind die integrierten Elemente sehr gut geschützt.
Die LEDs 2 müssen natürlich nach außen, von der Seitenfläche 1b und der Oberseite
1a des aus Beton gegossenen Formsteins 1, hinaus leuchten können. Dazu sind offene
oder abgedeckte Öffnungen für jede LED 2 vorgesehen.
[0065] Die LEDs 2 beziehungsweise die Öffnungen für LEDs sind in den angefügten Figuren
immer als rund dargestellt.
[0066] Natürlich können die Öffnungen beziehungsweise die LEDs 2 jede beliebige Form annehmen.
Es kann eine rechteckige, ovale, gitterartige, oder schlitzartige Öffnung hergestellt
werden. Dabei können jeweils nach Wissen um die äußeren Bedingungen und dem Installationsort
geeignete Formen gewählt werden.
[0067] Natürlich ist es auch denkbar den Formstein 1 der Straßenbeleuchtungsvorrichtung
100 aus anderen Materialien als Beton herzustellen. Es können Kunststoffe verwendet
werden, wobei auch dabei ein einheitlicher Guss möglich ist. Je nach Einsatzort in
verschiedenen Ländern können unterschiedliche Materialanforderungen bestehen. Dabei
sind dem Fachmann keine Einschränkungen durch die vorliegende Erfindung auferlegt.
Aus Kunststoff hergestellte Formsteine 1 könnten den Vorteil aufweisen, ein leichteres
Gewicht zu haben und dadurch leichter an insbesondere schwer zu erreichende Einsatzorte
transportiert zu werden.
[0068] Je nach Fahrbahn- und Bürgersteiganordnung an dem jeweiligen Einsatzort der erfindungsgemäßen
Straßenbeleuchtungsvorrichtungen 100 können auch die Abmessungen der Formsteine 1
der Straßenbeleuchtungsvorrichtungen 100 variieren. Es ist nicht zwingend notwendig
dass, wie in den angefügten Figuren beispielhaft dargestellt, der Formstein 1 höher
als breit ist. Höhe und Breit können im beliebigen Verhältnis zueinander stehen.
[0069] Als vierte Ausführungsform der oben beschriebenen Straßenbeleuchtungsvorrichtung
100 der vorliegenden Erfindung, kann es auch denkbar sein, eine Straßenbeleuchtungsvorrichtung
100 herzustellen, die einen Formstein 1 umfasst, der zwei Seitenflächen 1b und eine
Oberseite 1a aufweist. Eine grundlegende Ausführungsart einer solchen Straßenbeleuchtungsvorrichtung
ist in Fig. 6 dargestellt. Dabei können sowohl auf der einen, als auch auf der anderen
Seitenfläche 1b, sowie auf der Oberseite 1a eine oder mehrere LEDs 2 angebracht sein.
So eine Straßenbeleuchtungsvorrichtung 100 kann zum Beispiel als Abgrenzung in der
Mitte einer Fahrbahn von gegenläufigen Verkehrs- bzw. Fahrtrichtungen 4 verwendet
werden. Die LEDs 2 auf der einen Seitenfläche 1b beleuchten dabei die Straßenoberfläche
3 in eine Fahrtrichtung 4, und sind auch vorteilhafterweise in diese Fahrtrichtung
4 geneigt, wie durch die skizzierten Lichtkegel in Fig. 6 veranschaulicht ist. Die
LEDs 2 auf der anderen Seitenfläche 1b beleuchten die Straßenoberfläche 3 auf der
Seite entgegengesetzter Fahrtrichtung 4 und sind vorteilhafterweise in die entgegengesetzte
Fahrtrichtung 4 geneigt. Die LEDs 2 auf der Oberseite 1a des Formsteins 1 dienen als
eindeutige Trennung zwischen den angrenzenden Fahrbahnen 3. Die Fahrzeugführer werden
dabei entlang ihrer Fahrtrichtung 4 geleitet und können schon von Weitem aufkommende
Verengungen, Kurven oder andere Gefahrenstellen erkennen. Idealerweise wird eine solche
Straßenbeleuchtungsvorrichtung 100 mit zwei Seitenflächen 1b in der Mitte der Fahrbahn
3 angebracht, und eine wie oben beschriebene Straßenbeleuchtungsvorrichtung 100 mit
einer Seitenfläche 1b an den jeweiligen Seiten der Fahrbahnstreifen an der Grenze
zum Bürgersteig 13 installiert. Dadurch entsteht eine zweiseitige Beleuchtung jeder
der Straßenoberflächen 3 in den beiden Fahrtrichtungen 4, wodurch die Ausleuchtung
optimiert werden kann. Zudem entsteht für jede Fahrtrichtung 4 ein beleuchtetes Leitsystem,
das die jeweilige Fahrspur eindeutig kennzeichnet. Die Flexibilität der vorliegenden
Erfindung entfaltet so ihre größtmögliche Wirkung. Zudem kann durch eine solche Kombination
eine optimale Sicherheit und eine optimale Beleuchtung erreicht werden.
[0070] Zusammenfassend wurde eine Straßenbeleuchtungsvorrichtung 100 beschrieben, die zahlreiche
Vorteilen realisiert. Die Straßenbeleuchtungsvorrichtung 100 ist aus einem Formstein
1 für Bürgersteige mit mindestens einer Oberseite 1a und mindestens einer Seitenfläche
1b geformt. Zusätzlich besitzt die Straßenbeleuchtungsvorrichtung mindestens eine
LED 2 auf der Seitenfläche 1b des Formsteins 1 und mindestens eine LED 2 auf der Oberseite
1a des Formsteins 1. Durch flexible Integration in Bürgersteige 13 an Fahrbahnrändern,
kann eine gewünscht Beleuchtung der Straßenoberfläche 3 und der Bürgersteige 13 erzielt
werden. Dabei kann die gesamte Länge der Straßenoberfläche 3 und der Bürgersteigoberfläche
13 beleuchtet werden oder nur Teile davon beleuchtet werden.
[0071] Durch Verwendung von LEDs 2, die besonders preiswert herzustellen sind, und die Vermeidung
von zusätzlich am Straßenrand aufzustellenden Masten bzw. Pfählen bzw. anderen herkömmlichen
Haltevorrichtungen für Beleuchtungsvorrichtungen, kann eine sehr kostengünstige Straßenbeleuchtung
verwirklicht werden. Durch den Einsatz von LEDs 2 kann außerdem Energie gespart werden.
Insbesondere, da die LEDs 2 nahe der Fahrbahn 3 angeordnet sind, muss aufgrund kleiner
Verluste des ausgestrahlten Lichts (d.h. Licht, dass nicht die Fahrbahn 3 beleuchtet)
die Lichtstärke nicht übermäßig stark eingestellt werden. Durch eine gezielte Steuerung
unterstützt von einem oder mehreren Sensoren 6, 7, 9, 10, 11 und/oder Zeitmessungseinheiten
8 kann eine adaptive Beleuchtung bezüglich der äußeren Bedingungen gestaltet werden.
[0072] Dadurch lässt sich weitere Energie einsparen. Die Beleuchtungsqualität der Straßenoberfläche
3 und der Bürgersteigoberfläche 13 leidet dabei nicht. Durch geschicktes Anordnen
der LEDs 2, Einstellen ihrer Ausstrahlrichtung, und/oder zusätzliche Abschattungselemente
12, kann der Komfort für Fahrzeughalter und Fußgänger im Straßenverkehr verbessert
werden. Eine Blendung der Fahrzeugführer kann vermieden und die Verkehrssicherheit
dadurch erhöht werden. Durch die Leitsystem-Eigenschaft der Beleuchtungsvorrichtung
der vorliegenden Erfindung kann sowohl für die Fahrzeugführer als auch die Fußgänger
die Sicherheit im Verkehr weiter verbessert werden.
1. Straßenbeleuchtungsvorrichtung (100), aufweisend
- einen Formstein (1) für Bürgersteige (13), der mindestens eine Oberseite (1a) und
mindestens eine Seitenfläche (1b) aufweist, und
- wenigstens zwei Leuchtdioden (2), wobei wenigstens eine LED (2) an der Seitenfläche
(1b) und wenigstens eine LED (2) auf der Oberseite (1a) des Formsteins (1) angeordnet
ist.
2. Straßenbeleuchtungsvorrichtung (100) gemäß Anspruch 1, wobei
die Anzahl der LEDs (2) auf der Seitenfläche (1b) größer ist als die Anzahl der LEDs
(2) auf der Oberseite (1a) des Formsteins (1).
3. Straßenbeleuchtungsvorrichtung (100) gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei
die LEDs (2) an der Seitenfläche (1b) derart ausgerichtet sind, dass ihre Ausstrahlrichtung
leicht zur Straßenoberfläche (3) geneigt ist.
4. Straßenbeleuchtungsvorrichtung (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei
die LEDs (2) derart ausgerichtet sind, dass ihre Ausstrahlrichtung in Fahrtrichtung
(4) der Fahrzeuge geneigt ist.
5. Straßenbeleuchtungsvorrichtung (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei
die LEDs (2) entgegen der Fahrtrichtung (4) abgeschattet sind.
6. Straßenbeleuchtungsvorrichtung (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei
die LEDs (2) weiß und/oder farbig leuchtende LEDs (2) sind.
7. Straßenbeleuchtungsvorrichtung (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, die ferner
eine Steuerung (5) umfasst, die ausgelegt ist die LEDs (2) anzusteuern, um die Lichtfarbtemperatur
und/oder die Lichtfarbe einzustellen.
8. Straßenbeleuchtungsvorrichtung (100) gemäß Anspruch7, die ferner
wenigstens einen Tageslichtsensor (6) umfasst;
wobei die Steuerung (5) ausgelegt ist basierend auf einem Ausgangssignal des Tageslichtsensors
(6) die Lichtfarbtemperatur und/oder die Lichtfarbe zu steuern.
9. Straßenbeleuchtungsvorrichtung (100) gemäß einem der Ansprüche 7 oder 8, die ferner
wenigstens einen Bewegungssensor (7) umfasst;
wobei die Steuerung (5) ausgelegt ist basierend auf einem Ausgangssignal des Bewegungssensors
(7) die Lichtfarbtemperatur und/oder die Lichtfarbe zu steuern.
10. Straßenbeleuchtungsvorrichtung (100) gemäß einem der Ansprüche 7 bis 9, die ferner
wenigstens eine Zeitmessungseinrichtung (8) umfasst; und
wenigstens eine Geographische-Lage-Messungseinrichtung (9) umfasst;
wobei die Steuerung (5) ausgelegt ist basierend auf der Tageszeit und/oder der geographischen
Lage die Lichtfarbtemperatur und/oder die Lichtfarbe zu steuern.
11. Straßenbeleuchtungsvorrichtung (100) gemäß einem der Ansprüche 7 bis 10, die ferner
wenigstens einen Nebelsensor (10) umfasst;
wobei die Steuerung (5) ausgelegt ist basierend auf einem Ausgangssignal des Nebelsensors
(10) ein kontraststeigerndes Farbspektrum, beispielweise mit hohem Gelbanteil, anzusteuern.
12. Straßenbeleuchtungsvorrichtung (100) gemäß einem der Ansprüche 7 bis 11, die ferner
wenigstens einen Feuchtigkeitssensor (11) zur Erfassung des Fahrbahnzustandes, umfasst;
wobei die Steuerung (5) ausgelegt ist basierend auf einem Ausgangssignal des Feuchtigkeitssensors
(11) das Lichtspektrum auszuwählen.
13. Straßenbeleuchtungsvorrichtung (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei
der Formstein (1) aus Beton Kunststoff oder Gummimaterial oder Mischungen, die eine
oder mehrere dieser Materialien aufweisen, gegossen ist und die elektrische Versorgung
der LEDs (2) in dem Formstein (1) integriert ist.
14. Straßenbeleuchtungsvorrichtung (100) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche 1,
aufweisend Beschichtungen, bspw. staubabweisende Beschichtungen (100, 101) auf einer
oder mehrerer der LEDs oder über der gesamten Oberfläche des Formsteins.
15. Straßenbeleuchtungsvorrichtung (100) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,
aufweisend Wärmetransfermittel, die Wärme von den LEDs bzw. deren Versorgungsschaltungen
gezielt zur Oberfläche des Formsteins leiten.