[0001] Gegenstand dieser Anmeldung ist die Verwendung eines wässrigen Reinigungsmittels
für harte Oberflächen, das mindestens eine Fettsäure oder ein Salz derselben sowie
mindestens ein Alkylamidoalkylamin enthält, zur Reinigung harter Oberflächen nach
dem Verdünnen.
[0002] Allzweckreiniger, die zur verdünnten Anwendung vorgesehen sind, enthielten bislang
üblicherweise lineare Alkylbenzolsulfonattenside (LAS). Diese weisen eine hervorragende
Reinigungsleistung auf, sind jedoch nur schlecht anaerob abbaubar. Die aus ökologischen
Gründen erstrebenswerten LAS-freien Tensidkombinationen führten dagegen bislang zu
vergleichsweise schlechten Reinigungsergebnissen. Daher war es wünschenswert, ein
LAS-freies Reinigungsmittel zu formulieren, das eine bessere biologische Abbaubarkeit
besitzt und gleichzeitig eine gute Reinigungsleistung zeigt.
[0003] Es hat sich nun gezeigt, dass ein Reinigungsmittel mit einer Kombination aus einer
Fettsäure oder einem Fettsäuresalz und einem Alkylamidoalkylamin gegenüber bisher
bekannten LAS-freien Reinigungsmitteln eine deutlich verbesserte Reinigungsleistung
aufweist, insbesondere gegenüber fett- oder ölhaltigem Schmutz. Ein solches Mittel
ist auch, verglichen mit anderen bisher bekannten Reinigungsmitteln, deutlich besser
biologisch abbaubar.
[0004] JP2000-087098A beschreibt wässrige Reinigungsmittel, die N-Alkylaminosäuren, Amidoaminosäuren oder
Hydroxysulfoamine enthalten.
[0005] In
DE19647636A1 werden Hydroxyfettsäureamide und ihre Verwendung als Tenside in Wasch- und Reinigungsmitteln
beschrieben.
[0006] EP689582B1 offenbart wässrige saure Reinigungsmittel für harte Oberflächen, die ein Gemisch
aus amphoteren nicht-zwitterionischen und nichtionischen Tensiden enthalten. Das amphotere
nicht zwitterionische Tensid ist dabei ausgewählt aus bestimmten Glycinaten, Propionaten,
Aminsulfonaten und Aminacetaten.
[0007] Aus
US47740158 ist ein Reinigungsmittel für Vergaser bekannt, das als bevorzugtes Tensid ein Cocoamphopropionat
enthält; weiterhin sind Tallölfettsäuren enthalten.
[0008] Kosmetische Zubereitungen, die Amphoacetate und Fettsäuren enthalten, werden in
EP1093353B1 und in
EP852947A2 beschrieben.
[0009] WO00/43473A2 lehrt flüssige wässrige Textilwaschmittel, die neben modifizierten Alkylbenzolsulfonaten
ein C
8-10-Amidopropyldimethylamin und Fettsäuren enthalten.
[0010] US6566313B1 beschreibt Körperreinigungsmittel, die Sterinsäure und Isostearylamidopropyldiamine
enthalten.
[0011] Die Verwendung wässriger Reinigungsmittel, die Fettsäuren und Alkylamidoalkylamine
enthalten, zur Reinigung harter Oberflächen wird im Stand der Technik nicht beschrieben.
[0012] Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist dementsprechend die Verwendung eines wässrigen
Reinigungsmittels für harte Oberflächen, welches mindestens eine Fettsäure oder ein
Salz derselben sowie mindestens ein Alkylamidoalkylamin der Formel (I)
R
1-CO-NR
2-(CH
2)
i-N(R
3)-(CH
2CH
2O)
j-(CH
2)
k-[CH(OH)]
l-CH
2-Z-OM (I)
in der R
1 ein gesättigter oder ungesättigter C
6-22-Alkylrest, vorzugsweise C
8-18-Alkylrest, insbesondere ein gesättigter C
10-16-Alkylrest, beispielsweise ein gesättigter C
12-14-Alkylrest,
- R2
- ein Wasserstoffatom H oder ein C1-4-Alkylrest, vorzugsweise H,
- i
- eine Zahl von 1 bis 10, vorzugsweise 2 bis 5, insbesondere 2 oder 3,
- R3
- ein Wasserstoffatom H oder CH2COOM,
- j
- eine Zahl von 1 bis 4, vorzugsweise 1 oder 2, insbesondere 1,
- k
- eine Zahl von 0 bis 4, vorzugsweise 0 oder 1,
- I
- 0 oder 1, wobei k = 1 ist, wenn l = 1 ist,
- Z
- CO, SO2, OPO(OR4) oder P(O)(OR4), wobei R4 ein C1-4-Alkylrest oder M ist,
und
M ein Wasserstoff, ein Alkalimetall, ein Erdalkalimetall oder ein protoniertes Alkanolamin,
z.B. protoniertes Mono-, Di- oder Triethanolamin, ist,
enthält, zur Reinigung harter Oberflächen nach dem Verdünnen.
[0013] Das erfindungsgemäß verwendete Mittel kann in einem Verfahren zur Reinigung harter
Oberflächen eingesetzt werden. Geeignet ist dabei ein Verfahren, bei dem zunächst
das erfindungsgemäße Reinigungsmittel mit Wasser zu einer Reinigungsflotte verdünnt
wird, das verdünnte Reinigungsmittel dann auf die zu reinigende Oberfläche aufgetragen
und anschließend mittels eines Tuchs, eines Schwamms, eines Leders oder eines anderen
geeigneten Hilfsmittels durch Wischen auf der Oberfläche verteilt wird, um schließlich
zu trocknen.
[0014] Ein weiterer Gegenstand dieser Anmeldung ist daher ein Verfahren zur Reinigung harter
Oberflächen, bestehend aus den Schritten
- a) Herstellung einer Reinigungsflotte durch Verdünnen eines Reinigungsmittels, umfassend
mindestens eine Fettsäure oder ein Salz derselben sowie mindestens ein Alkylamidoalkylamin
gemäß der Formel (I),
R1-CO-NR2-(CH2)i-N(R3)-(CH2CH2O)j-(CH2)k-[CH(OH)]l-CH2-Z-OM (I)
in der R1 ein gesättigter oder ungesättigter C6-22-Alkylrest, vorzugsweise C8-18-Alkylrest, insbesondere ein gesättigter C10-16-Alkylrest, beispielsweise ein gesättigter C12-14-Alkylrest,
R2 ein Wasserstoffatom H oder ein C1-4-Alkylrest, vorzugsweise H,
i eine Zahl von 1 bis 10, vorzugsweise 2 bis 5, insbesondere 2 oder 3,
R3 ein Wasserstoffatom H oder CH2COOM,
j eine Zahl von 1 bis 4, vorzugsweise 1 oder 2, insbesondere 1,
k eine Zahl von 0 bis 4, vorzugsweise 0 oder 1,
I 0 oder 1, wobei k = 1 ist, wenn l = 1 ist,
Z CO, SOz, OPO(OR4) oder P(O)(OR4), wobei R4 ein C1-4-Alkylrest oder M ist, und
M ein Wasserstoff, ein Alkalimetall, ein Erdalkalimetall oder ein protoniertes Alkanolamin,
z.B. protoniertes Mono-, Di- oder Triethanolamin, ist,
mit Wasser,
- b) Auftragen des verdünnten Reinigungsmittels auf die zu reinigende Oberfläche,
- c) Wischen mit einem Tuch, einem Schwamm, einem Leder oder einem anderen für diesen
Zweck geeigneten Substrat, um das Mittel auf der gesamten Oberfläche zu verreiben,
- d) Trocknen lassen.
[0015] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung stehen Fettsäuren bzw. Fettalkohole bzw. deren
Derivate - soweit nicht anders angegeben - stellvertretend für verzweigte oder unverzweigte
Carbonsäuren bzw. Alkohole bzw. deren Derivate mit vorzugsweise 6 bis 22 Kohlenstoffatomen.
Erstere sind insbesondere wegen ihrer pflanzlicher Basis als auf nachwachsenden Rohstoffen
basierend aus ökologischen Gründen bevorzugt, ohne jedoch die erfindungsgemäße Lehre
auf sie zu beschränken. Insbesondere sind auch die beispielsweise nach der ROELENschen
Oxo-Synthese erhältlichen Oxo-Alkohole bzw. deren Derivate entsprechend einsetzbar.
[0016] Wann immer im Folgenden Erdalkalimetalle als Gegenionen für einwertige Anionen genannt
sind, so bedeutet das, dass das Erdalkalimetall natürlich nur in der halben - zum
Ladungsausgleich ausreichenden - Stoffmenge wie das Anion vorliegt.
[0017] Stoffe, die auch als Inhaltsstoffe von kosmetischen Mitteln dienen, werden nachfolgend
ggf. gemäß der International Nomenclature Cosmetic Ingredient (INCI)-Nomenklatur bezeichnet.
Chemische Verbindungen tragen eine INCI-Bezeichnung in englischer Sprache, pflanzliche
Inhaltsstoffe werden ausschließlich nach Linné in lateinischer Sprache aufgeführt,
sogenannte Trivialnamen wie "Wasser", "Honig" oder "Meersalz" werden ebenfalls in
lateinischer Sprache angegeben. Die INCI-Bezeichnungen sind dem International Cosmetic
Ingredient Dictionary and Handbook - Seventh Edition (1997) zu entnehmen, das von
The Cosmetic, Toiletry, and Fragrance Association (CTFA), 1101 17th Street, NW, Suite
300, Washington, DC 20036, USA, herausgegeben wird und mehr als 9.000 INCI-Bezeichnungen
sowie Verweise auf mehr als 37.000 Handelsnamen und technische Bezeichnungen einschließlich
der zugehörigen Distributoren aus über 31 Ländern enthält. Das International Cosmetic
Ingredient Dictionary and Handbook ordnet den Inhaltsstoffen eine oder mehrere chemische
Klassen (Chemical Classes), beispielsweise Polymeric Ethers, und eine oder mehrere
Funktionen (Functions), beispielsweise Surfactants - Cleansing Agents, zu, die es
wiederum näher erläutert und auf die nachfolgend ggf. ebenfalls Bezug genommen wird.
Die Angabe CAS bedeutet, dass es sich bei der nachfolgenden Zahlenfolge um eine Bezeichnung
des Chemical Abstracts Service handelt.
Fettsäuren und Fettsäuresalze
[0018] Das erfindungsgemäß verwendete Mittel enthält mindestens eine Fettsäure oder ein
Salz derselben. Fettsäuren im Sinne dieser Anmeldung sind dabei verzweigte oder vorzugsweise
unverzweigte, gesättigte oder ungesättigte Carbonsäuren mit vorzugsweise 6 bis 22,
insbesondere 10 bis 22 Kohlenstoffatomen. Besonders bevorzugte Fettsäuren sind dabei
unverzweigte, gesättigte oder ungesättigte Fettsäuren mit einer geraden Anzahl an
Kohlenstoffatomen, vorzugsweise C
12 bis C
18, da diese aus pflanzlichen Ölen und somit aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen
werden.
Neben den Fettsäuren selbst können auch Seifen eingesetzt werden. Als Seifen werden
die wasserlöslichen Ammonium-, Erdalkali- und Alkalisalze (vorzugsweise Natriumsalze
oder Kaliumsalze) der gesättigten und ungesättigten höheren Fettsäuren (vorzugsweise
C10- bis C22-) bezeichnet, die vorzugsweise als feste oder halbfeste Gemische vorliegen.
Typische Beispiele sind die Natrium-, Kalium-, Magnesium-, Ammonium- und Triethanolammoniumsalze
der Capronsäure, Caprylsäure, 2-Ethylhexansäure, Caprinsäure, Laurinsäure, Isotridecansäure,
Myristinsäure, Palmitinsäure, Palmoleinsäure, Stearinsäure, Isostearinsäure, Ölsäure,
Elaidinsäure, Petroselinsäure, Linolsäure, Linolensäure, Elaeostearinsäure, Arachinsäure,
Gadoleinsäure, Behensäure und Erucasäure sowie deren technische Mischungen. Vorzugsweise
werden Kokos- oder Palmkemfettsäure in Form ihrer Natrium- oder Kaliumsalze eingesetzt.
Das erfindungsgemäß verwendete Mittel enthält die mindestens eine Fettsäure oder das
mindestens eine Fettsäuresalz vorzugsweise in einer Menge von 0,1 bis 5 Gew.-%, besonders
bevorzugt 0,5 bis 3 Gew.-%, insbesondere 0,8 bis 2 Gew.-%.
Alkylamidoalkylamine
[0019] Das erfindungsgemäß verwendete Mittel enthält weiterhin ein oder mehrere Alkylamidoalkylamine.
Die Alkylamidoalkylamine (INCI Alkylamido Alkylamines) sind Amphotenside und gehorchen
Formel (I),
R
1-CO-N R
2-(C H
2)
i-N(R
3)-(C
2CH
2O)
j-(CH2)
k-[CH(OH)]
l-CH
2-Z-OM (I)
- in der R1
- ein gesättigter oder ungesättigter C6-22-Alkylrest, vorzugsweise C8-18-Alkylrest, insbesondere ein gesättigter C10-16-Alkylrest, beispielsweise ein gesättigter C12-14-Alkylrest,
- R2
- ein Wasserstoffatom H oder ein C1-4-Alkylrest, vorzugsweise H,
- i
- eine Zahl von 1 bis 10, vorzugsweise 2 bis 5, insbesondere 2 oder 3,
- R3
- ein Wasserstoffatom H oder CH2COOM (zu M s.u.),
- j
- eine Zahl von 1 bis 4, vorzugsweise 1 oder 2, insbesondere 1,
- k
- eine Zahl von 0 bis 4, vorzugsweise 0 oder 1,
- I
- 0 oder 1, wobei k = 1 ist, wenn l = 1 ist,
- Z
- CO, SO2 OPO(OR4) oder P(O)(OR4), wobei R4 ein C1-4-Alkylrest oder M (s.u.) ist, und
- M
- ein Wasserstoff, ein Alkalimetall, ein Erdalkalimetall oder ein protoniertes Alkanolamin,
z.B. protoniertes Mono-, Di- oder Triethanolamin, ist.
[0020] Bevorzugte Vertreter genügen den Formeln Ia bis Id,
R
1-CO-NH-(CH
2)
2-N(R
3)-CH
2CH
2O-CH
2-COOM (la)
R
1-CO-NH-(CH
2)
2-N(R
3)-CH
2CH
2O-CH
2CH
2-COOM (Ib)
R
1-CO-NH-(CH
2)
2-N(R
3)-CH
2CH
2O-CH
2CH(OH)CH
2-SO
3M (Ic)
R
1-CO-NH-(CH
2)
2-N(R
3)-CH
2CH
2O-CH
2CH(OH)CH
2-OPO
3HM (Id)
in denen R
1, R
3 und M die gleiche Bedeutung wie in Formel (III) haben.
[0021] Beispielhafte Alkylamidoalkylamine sind die folgenden gemäß INCI benannten Verbindungen:
Cocoamphodipropionic Acid, Cocobetainamido Amphopropionate, DEA-Cocoamphodipropionate,
Disodium Caproamphodiacetate, Disodium Caproamphodipropionate, Disodium Capryloamphodiacetate,
Disodium Capryloamphodipropionate, Disodium Cocoamphocarboxyethylhydroxypropylsulfonate,
Disodium Cocoamphodiacetate, Disodium Cocoamphodipropionate, Disodium Isostearoamphodiacetate,
Disodium Isostearoamphodipropionate, Disodium Laureth-5 Carboxyamphodiacetate, Disodium
Lauroamphodiacetate, Disodium Lauroamphodipropionate, Disodium Oleoamphodipropionate,
Disodium PPG-2-Isodeceth-7 Carboxyamphodiacetate, Disodium Stearoamphodiacetate, Disodium
Tallowamphodiacetate, Disodium Wheatgermamphodiacetate, Lauroamphodipropionic Acid,
Quaternium-85, Sodium Caproamphoacetate, Sodium Caproamphohydroxypropylsulfonate,
Sodium Caproamphopropionate, Sodium Capryloamphoacetate, Sodium Capryloamphohydroxypropylsulfonate,
Sodium Capryloamphopropionate, Sodium Cocoamphoacetate, Sodium Cocoamphohydroxypropylsulfonate,
Sodium Cocoamphopropionate, Sodium Cornamphopropionate, Sodium Isostearoamphoacetate,
Sodium Isostearoamphopropionate, Sodium Lauroamphoacetate, Sodium Lauroamphohydroxypropylsulfonate,
Sodium Lauroampho PG-Acetate Phosphate, Sodium Lauroamphopropionate, Sodium Myristoamphoacetate,
Sodium Oleoamphoacetate, Sodium Oleoamphohydroxypropylsulfonate, Sodium Oleoamphopropionate,
Sodium Ricinoleoamphoacetate, Sodium Stearoamphoacetate, Sodium Stearoamphohydroxypropylsulfonate,
Sodium Stearoamphopropionate, Sodium Tallamphopropionate, Sodium Tallowamphoacetate,
Sodium Undecylenoamphoacetate, Sodium Undecylenoamphopropionate, Sodium Wheat Germamphoacetate
und Trisodium Lauroampho PG-Acetate Chloride Phosphate. Vorzugsweise ist das Alkylamidoalkylamin
ausgewählt aus der Gruppe umfassend Disodium Cocoamphodiacetate, Disodium Lauroamphodiacetate,
Sodium Stearoamphoacetate, Sodium Cocoamphoacetate, Disodium Cocoamphodipropionate,
Disodium Stearoamphodiacetate sowie Gemische derselben und insbesondere bevorzugt
Disodium Cocoamphodiacetate (Natriumkokosamphodiacetat).
[0022] Das erfindungsgemäß verwendete Mittel enthält Alkylamidoalkylamine vorzugsweise in
Mengen von 0,1 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 0,2 bis 5 Gew.-%.
Nichtionische Tenside
[0023] In einer bevorzugten Ausführungsform enthält das erfindungsgemäß verwendete Mittel
weiterhin mindestens ein nichtionisches Tensid. Als nichtionische Tenside sind vor
allem langkettige Aminoxide mit 12 bis 20 C-Atomen, langkettige Alkylpolyglycoside
mit 8 bis 14 C-Atomen im Alkylteil und 1 bis 3 Glycosideinheiten, C
8-C
18-Alkoholpolyglykolether, d.h. ethoxylierte und/oder propoxylierte Alkohole mit 8 bis
18 C-Atomen im Alkylteil und 2 bis 15 Ethylenoxid- (EO) und/oder Propylenoxideinheiten
(PO), C
8-C
18-Carbonsäurepolyglykolester mit 2 bis 15 EO, beispielsweise Talgfettsäure+6-EO-ester
und ethoxylierte Fettsäureamide mit 12 bis 18 C-Atomen im Fettsäureteil und 2 bis
8 EO zu erwähnen. Beispiele derartiger Tenside sind Oleyl-Cetyl-Alkohol mit 5 EO,
Nonylphenol mit 10 EO, Laurinsäurediethanolamid, Kokosalkyldimethylaminoxid und Kokosalkylpolyglucosid
mit im Mittel 1,4 Glucoseeinheiten. Besonders bevorzugt werden C
8-10-Alkylpolyglucoside mit 1 bis 2 Glycosideinheiten, C
12-18-Aminoxide sowie C
8-18-Fettalkoholpolyglykolether mit insbesondere 2 bis 8 EO eingesetzt.
[0024] Das erfindungsgemäß verwendete Mittel enthält ein oder mehrere nichtionische Tenside
vorzugsweise in einer Menge von bis zu 10 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,01 bis 5 Gew.-%.
Weitere Inhaltsstoffe
[0025] Neben den genannten kann das erfindungsgemäß verwendete Mittel weitere, üblicherweise
in Reinigungsmitteln eingesetzte Inhaltsstoffe enthalten. Vorzugsweise sind diese
ausgewählt aus der Gruppe umfassend weitere Tenside, Lösungsmittel, Basen, Säuren,
Viskositätsveränderer, Polymere, antibakterielle Wirkstoffe, Konservierungsstoffe,
Lösungsvermittler, Komplexbildner, Enzyme, Farbstoffe, Duftstoffe sowie Gemische.
Tenside
[0026] Das erfindungsgemäß verwendete Mittel kann neben den genannten Inhaltsstoffen weitere
oberflächenaktive Substanzen enthalten. Als oberflächenaktive Substanzen eignen sich
für die erfindungsgemäßen Mittel Tenside aus den Klassen der anionischen, kationischen
und amphoteren Tenside.
[0027] Als anionische Tenside eignen sich vorzugsweise C
8-C
20-Alkansulfonate, C
8-C
18-Monoalkylsulfate, C
8-C
18-Alkylpolyglykolethersulfate mit 2 bis 6 Ethylenoxideinheiten (EO) im Etherteil sowie
Sulfobernsteinsäuremono- und -di-C
8-C
18-Alkylester. Weiterhin können auch C
8-C
18-α-Olefinsulfonate, sulfonierte C
8-C
18-Fettsäuren, C
8-C
22-Carbonsäureamidethersulfate, C
8-C1
8-Alkylpolyglykolethercarboxylate, C
8-C
18-N-Acyltauride, C
8-C
18-N-Sarkosinate und C
8-C
18-Alkylisethionate bzw. deren Mischungen verwendet werden.
Die anionischen Tenside werden vorzugsweise als Natriumsalze eingesetzt, können aber
auch als andere Alkali- oder Erdalkalimetallsalze, beispielsweise Magnesiumsalze,
sowie in Form von Ammonium- oder Mono-, Di-, Tri- bzw. Tetraalkylammoniumsalzen enthalten
sein, im Falle der Sulfonate auch in Form ihrer korrespondierenden Säure. Beispiele
derartiger Tenside sind Natriumkokosalkylsulfat, Natrium-sec.-Alkansulfonat mit ca.
15 C-Atomen sowie Natriumdioctylsulfosuccinat.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist das erfindungsgemäß verwendete
Mittel dagegen frei von linearen Alkylbenzolsulfonattensiden (LAS), die bislang in
Reinigungsmitteln häufig als Aniontenside eingesetzt wurden.
[0028] Geeignete Amphotenside sind beispielsweise Betaine der Formel (R
ii)(R
iii)(Ri
v)N
+CH
2COO-, in der R
ii einen gegebenenfalls durch Heteroatome oder Heteroatomgruppen unterbrochenen Alkylrest
mit 8 bis 25, vorzugsweise 10 bis 21 Kohlenstoffatomen und R
iii sowie Ri
v gleichartige oder verschiedene Alkylreste mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen bedeuten,
insbesondere C
10-C
18-Alkyl-dimethylcarboxymethylbetain und C
11-C
17-Alkylamidopropyl-dimethylcarboxymethylbetain.
[0029] Geeignete Kationtenside sind u.a. die quartären Ammoniumverbindungen der Formel (R
v)(R
vi)(R
vii)(R
viii)N
+ X
-, in der R
v bis R
viii für vier gleich- oder verschiedenartige, insbesondere zwei lang- und zwei kurzkettige,
Alkylreste und X- für ein Anion, insbesondere ein Halogenidion, stehen, beispielsweise
Didecyl-dimethyl-ammoniumchlorid, Alkyl-benzyl-didecyl-ammoniumchlorid und deren Mischungen.
[0030] Die Menge an anionischem Tensid liegt im erfindungsgemäß verwendeten Mittel üblicherweise
nicht über 10 Gew.-%, vorzugsweise zwischen 0,5 und 7 Gew.-%, insbesondere zwischen
1 und 6 Gew.-%. Sofern die Mittel kationische und/oder amphotere Tenside enthalten,
liegt deren Konzentration im erfindungsgemäß verwendeten Mittel jeweils üblicherweise
nicht über 3 Gew.-%, vorzugsweise jeweils zwischen 0,001 und 2 Gew.-%. Als besonders
vorteilhaft hat es sich weiterhin erwiesen, wenn der Tensidgehalt insgesamt im erfindungsgemäß
verwendeten Mittel nicht mehr als 8 Gew.-% beträgt.
Lösungsmittel
[0031] Als weitere Komponente kann das erfindungsgemäß verwendete Reinigungsmittel ein oder
mehrere wasserlösliche organische Lösungsmittel enthalten. Geeignete Lösungsmittel
sind beispielsweise gesättigte oder ungesättigte, vorzugsweise gesättigte, verzweigte
oder unverzweigte C
1-20-Kohlenwasserstoffe, bevorzugt C
2-15-Kohlenwasserstoffe, mit mindestens einer Hydroxygruppe und gegebenenfalls einer oder
mehreren Etherfunktionen C-O-C, d.h. die Kohlenstoffatomkette unterbrechenden Sauerstoffatomen.
Bevorzugte Lösungsmittel sind die - gegebenenfalls einseitig mit einem C
1-6-Alkanol veretherten - C
2-6-Alkylenglykole und Poly-C
2-3-alkylenglykolether mit durchschnittlich 1 bis 9 gleichen oder verschiedenen, vorzugsweise
gleichen, Alkylenglykolgruppen pro Molekül wie auch die C
1-6-Alkohole, vorzugsweise Ethanol, n-Propanol oder iso-Propanol, insbesondere Ethanol.
[0032] Beispielhafte Lösungsmittel sind die folgenden gemäß INCI benannten Verbindungen:
Alcohol (Ethanol), Buteth-3, Butoxydiglycol, Butoxyethanol, Butoxyisopropanol, Butoxypropanol,
n-Butyl Alcohol, t-Butyl Alcohol, Butylene Glycol, Butyloctanol, Diethylene Glycol,
Dimethoxydiglycol, Dimethyl Ether, Dipropylene Glycol, Ethoxydiglycol, Ethoxyethanol,
Ethyl Hexanediol, Glycol, Hexanediol, 1,2,6-Hexanetriol, Hexyl Alcohol, Hexylene Glycol,
Isobutoxypropanol, Isopentyldiol, Isopropyl Alcohol (iso-Propanol), 3-Methoxybutanol,
Methoxydiglycol, Methoxyethanol, Methoxyisopropanol, Methoxymethylbutanol, Methoxy
PEG-10, Methylal, Methyl Alcohol, Methyl Hexyl Ether, Methylpropanediol, Neopentyl
Glycol, PEG-4, PEG-6, PEG-7, PEG-8, PEG-9, PEG-6 Methyl Ether, Pentylene Glycol, PPG-7,
PPG-2-Buteth-3, PPG-2 Butyl Ether, PPG-3 Butyl Ether, PPG-2 Methyl Ether, PPG-3 Methyl
Ether, PPG-2 Propyl Ether, Propanediol, Propyl Alcohol (n-Propanol), Propylene Glycol,
Propylene Glycol Butyl Ether, Propylene Glycol Propyl Ether, Tetrahydrofurfuryl Alcohol,
Trimethylhexanol.
[0033] Vorzugsweise ist das Lösungsmittel ausgewählt aus der Gruppe umfassend Methanol,
Ethanol, Propanol, Isopropanol, Ethylenglykol, Butylglykol, Propylenglykol, Ethylenglykolpropylether,
Propylenglykolbutylether, Propylenglykolpropylether sowie Gemischen derselben. Äußerst
bevorzugt sind die Lösungsmittel Ethanol, Isopropanol, Propylenglykolbutylether und/oder
Butylglykol.
[0034] Das erfindungsgemäß verwendete Mittel enthält wasserlösliche organische Lösungsmittel
vorzugsweise in Mengen von bis zu 20 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,5 bis 15 Gew.-%,
insbesondere 1 bis 10 Gew.-%.
Komplexbildner
[0035] Komplexbildner (INCI Chelating Agents), auch Sequestriermittel genannt, sind Inhaltsstoffe,
die Metallionen zu komplexieren und inaktivieren vermögen, um ihre nachteiligen Wirkungen
auf die Stabilität oder das Aussehen der Mittel, beispielsweise Trübungen, zu verhindern.
Einerseits ist es dabei wichtig, die mit zahlreichen Inhaltsstoffen inkompatiblen
Calcium- und Magnesiumionen der Wasserhärte zu komplexieren. Die Komplexierung der
Ionen von Schwermetallen wie Eisen oder Kupfer verzögert andererseits die oxidative
Zersetzung der fertigen Mittel. Zudem unterstützen die Komplexbildner die Reinigungswirkung.
In einer bevorzugten Ausführungsform enthält das erfindungsgemäß verwendete Mittel
daher einen oder mehrere Komplexbildner.
[0036] Geeignet sind beispielsweise die folgenden, nach Möglichkeit gemäß INCI bezeichneten,
Komplexbildner: Aminotrimethylene phosphonic acid, Beta-Alanine Diacetic Acid, Calcium
Disodium EDTA, Citric Acid, Cyclodextrin, Cyclohexanediamine Tetraacetic Acid, Diammonium
Citrate, Diammonium EDTA, Diethylenetriamine Pentamethylene Phosphonic Acid, Dipotassium
EDTA, Disodium Azacycloheptane Diphosphonate, Disodium EDTA, Disodium Pyrophosphate,
EDTA, Etidronic Acid (HEDP, Hydroxyethylidene diphosphonic acid), Galactaric Acid,
Gluconic Acid, Glucuronic Acid, HEDTA, Hydroxypropyl Cyclodextrin, Methyl Cyclodextrin,
Pentapotassium Triphosphate, Methyl glycine diacetic acid (MGDA), Pentasodium Aminotrimethylene
Phosphonate, Pentasodium Ethylenediamine Tetramethylene Phosphonate, Pentasodium Pentetate,
Pentasodium Triphosphate, Pentetic Acid, Phytic Acid, Polyamine, Potassium Citrate,
Potassium EDTMP, Potassium Gluconate, Potassium Polyphosphate, Potassium Trisphosphonomethylamine
Oxide, Ribonic Acid, Sodium Chitosan Methylene Phosphonate, Sodium Citrate, Sodium
Diethylenetriamine Pentamethylene Phosphonate, Sodium Dihydroxyethylglycinate, Sodium
EDTMP, Sodium Gluceptate, Sodium Gluconate, Sodium Glycereth-1 Polyphosphate, Sodium
Hexametaphosphate, Sodium Metaphosphate, Sodium Metasilicate, Sodium Phytate, Sodium
Polydimethylglycinophenolsulfonate, Sodium Trimetaphosphate, TEA-EDTA, TEA-Polyphosphate,
Tetrahydroxyethyl Ethylenediamine, Tetrahydroxypropyl Ethylenediamine, Tetrapotassium
Etidronate, Tetrapotassium Pyrophosphate, Tetrasodium EDTA, Tetrasodium Etidronate,
Tetrasodium Pyrophosphate, Tripotassium EDTA, Trisodium Dicarboxymethyl Alaninate,
Trisodium EDTA, Trisodium HEDTA, Trisodium MGDA, Trisodium NTA und Trisodium Phosphate.
Geeignete Komplexbildner sind beispielsweise von der Firma BASF unter dem Handelsnamen
Trilon
® kommerziell erhältlich. Bevorzugt enthält das erfindungsgemäß verwendete Mittel einen
oder mehrere Komplexbildner ausgewählt aus der Gruppe umfassend Methylglycindiessigsäure,
Nitrilotriessigsäure, Hydroxyethylidendiphosphonsäure, Ethylendiamintetraessigsäure,
Polyamine, anionisch modifizierte Polyamine sowie Gemische derselben, wobei unter
den Säuren gegebenenfalls auch die korrespondierenden Natriumsalze zu verstehen sind.
Komplexbildner werden vorzugsweise in Mengen von 0,01 bis 5 Gew.-% eingesetzt.
Hydrophilierende Agenzien
[0037] Das erfindungsgemäß verwendete Mittel kann auch Mittel zur Hydrophilierung von Oberflächen
enthalten. Zur Hydrophilierung eignen sich insbesondere kolloidale Silica-Sole, in
denen das Siliciumdioxid vorzugsweise nanopartikulär vorliegt. Kolloidale nanopartikuläre
Silica- Sole im Sinne dieser Erfindung sind stabile Dispersionen von amorphem partikulärem
Siliciumdioxid SiO
2 mit Partikelgrößen im Bereich von 1 bis 100 nm. Vorzugsweise liegen die Teilchengrößen
dabei im Bereich 3 bis 50 nm, besonders bevorzugt 4 bis 40 nm. Ein Beispiel für ein
Silica- Sol, welches geeignet ist, im Sinne dieser Erfindung eingesetzt zu werden,
ist das unter dem Handelsnamen Bindzil
® 30/360 von der Firma Akzo erhältliche Silica- Sol mit einer Partikelgröße von 9 nm.
Weitere geeignete Silica-Sole sind Bindzil
® 15/500, 30/220, 40/200 (Akzo), Nyacol
® 215, 830, 1430, 2034Dl sowie Nyacol
® DP5820, DP5480, DP5540 etc. (Nyacol Products), Levasil
® 100/30, 100F/30, 100S/30, 200/30, 200F/30, 300F/30, VP 4038, VP 4055 (H.C. Starck/
Bayer) oder auch CAB-O-SPERSE
® PG 001, PG 002 (wäßrige Dispersionen von CAB-O-SIL
®, Cabot), Quartron PL-1, PL-3 (FusoChemical Co.), Köstrosol 0830, 1030, 1430 (Chemiewerk
Bad Köstritz). Bei den eingesetzten Silica-Solen kann es sich auch um oberflächenmodifiziertes
Silica handeln, das mit Natriumaluminat behandelt wurde (Alumina-modifiziertes Silica).
[0038] Daneben lassen sich auch bestimmte Polymere zur Hydrophilierung von Oberflächen einsetzen.
Als hydrophilierende Polymere sind insbesondere amphotere Polymer geeignet, beispielsweise
Copolymere aus Acryl- oder Methacrylsäure und MAPTAC, DADMAC oder einer anderen polymerisierbaren
quaternären Ammoniumverbindung. Weiterhin können auch Copolymere mit AMPS (2-Acrylamido-2-methylpropansulfonsäure)
verwendet werden. Polyethersiloxane, also Copolymere von Polymethylsiloxanen mit Ethylenoxid-
oder Propylenoxidsegmenten sind weitere geeignete Polymere. Ebenfalls einsetzbar sind
Acrylpolymere, Maleinsäure-Copolymere und Polyurethane mit PEG (Polyethylenglykol)
-Einheiten.
Geeignete Polymere sind beispielsweise unter den Handelsnamen Mirapol Surf-S 100,
110, 200, 210, 400, 410, A 300, A 400 (Rhodia), Tegopren 5843 (Goldschmidt), Sokalan
CP 9 (BASF) oder Polyquart Ampho 149 (Cognis) kommerziell erhältlich.
Flüchtiges Alkali; Basen
[0039] Weiterhin können die erfindungsgemäß verwendeten Mittel flüchtiges Alkali enthalten.
Als solches werden Ammoniak und/oder Alkanolamine, die bis zu 9 C-Atome im Molekül
enthalten können, verwendet. Als Alkanolamine werden die Ethanolamine bevorzugt und
von diesen wiederum das Monoethanolamin. Der Gehalt an Ammoniak und/oder Alkanolamin
beträgt vorzugsweise 0,01 bis 2 Gew.-%; besonders bevorzugt wird Ammoniak eingesetzt.
[0040] Daneben können die erfindungsgemäß verwendeten Reinigungsmittel auch geringe Mengen
an Basen enthalten. Bevorzugte Basen stammen aus der Gruppe der Alkali- und Erdalkalimetallhydroxide
und -carbonate, insbesondere der Alkalimetallhydroxide, von denen Kaliumhydroxid und
vor allem Natriumhydroxid besonders bevorzugt ist.
Säuren
[0041] Alkalische Mittel können neben dem flüchtigen Alkali zusätzlich Carbonsäure enthalten,
wobei das Äquivalentverhältnis von Amin und/oder Ammoniak zu Carbonsäure vorzugsweise
zwischen 1 : 0,9 und 1 : 0,1 liegt. Geeignet sind Carbonsäuren mit bis zu 6 C-Atomen,
wobei es sich um Mono-, Di- oder Polycarbonsäuren handeln kann. Je nach Äquivalentgewicht
von Amin und Carbonsäure liegt der Gehalt an Carbonsäure vorzugsweise zwischen 0,01
und 2,7 Gew.-%, insbesondere zwischen 0,01 und 0,9 Gew.-%. Beispiele geeigneter Carbonsäuren
sind Essigsäure, Glykolsäure, Milchsäure, Citronensäure, Bernsteinsäure, Adipinsäure,
Äpfelsäure, Weinsäure und Gluconsäure, von denen vorzugsweise Essigsäure, Citronensäure
und Milchsäure verwendet werden. Besonders bevorzugt wird Citronensäure eingesetzt.
Viskositätsregulatoren
[0042] Das erfindungsgemäß verwendete Mittel kann weiterhin Viskositätsregulatoren enthalten.
Geeignete Viskositätsregulatoren sind beispielsweise organische natürliche Verdickungsmittel
(Agar-Agar, Carrageen, Tragant, Gummi arabicum, Alginate, Pektine, Polyosen, Guar-Mehl,
Johannisbrotbaumkernmehl, Stärke, Dextrine, Gelatine, Casein), organische abgewandelte
Naturstoffe (Carboxymethylcellulose und andere Celluloseether, Hydroxyethyl- und -propylcellulose
und dergleichen, Kernmehlether), organische vollsynthetische Verdickungsmittel (Polyacryl-
und Polymethacryl-Verbindungen, Vinylpolymere, Polycarbonsäuren, Polyether, Polyimine,
Polyamide) und anorganische Verdickungsmittel (Polykieselsäuren, Tonmineralien wie
Montmorillonite, Zeolithe, Kieselsäuren).
[0043] Zu den Polyacryl- und Polymethacryl-Verbindungen zählen beispielsweise die hochmolekularen
mit einem Polyalkenylpolyether, insbesondere einem Allylether von Saccharose, Pentaerythrit
oder Propylen, vernetzten Homopolymere derAcrylsäure (INCI-Bezeichnung gemäß International
Dictionary of Cosmetic Ingredients der The Cosmetic, Toiletry, and Fragrance Association
(CTFA): Carbomer), die auch als Carboxyvinylpolymere bezeichnet werden. Solche Polyacrylsäuren
sind u.a. von der Fa. 3V Sigma unter dem Handelsnamen Polygel
®, z.B. Polygel
® DA, und von der Fa. BFGoodrich unter dem Handelsnamen Carbopol
® erhältlich, z.B. Carbopol
® 940 (Molekulargewicht ca. 4.000.000), Carbopol
® 941 (Molekulargewicht ca. 1.250.000) oder Carbopol
® 934 (Molekulargewicht ca. 3.000.000). Weiterhin fallen darunter folgende Acrylsäure-Copolymere:
(i) Copolymere von zwei oder mehr Monomeren aus der Gruppe der Acrylsäure, Methacrylsäure
und ihrer einfachen, vorzugsweise mit C
1-4-Alkanolen gebildeten, Ester (INCI Acrylates Copolymer), zu denen etwa die Copolymere
von Methacrylsäure, Butylacrylat und Methylmethacrylat (CAS-Bezeichnung gemäß Chemical
Abstracts Service: 25035-69-2) oder von Butylacrylat und Methylmethacrylat (CAS 25852-37-3).
gehören und die beispielsweise von der Fa. Rohm & Haas unter den Handelsnamen Aculyn
® und Acusol
® sowie von der Firma Degussa (Goldschmidt) unter dem Handelsnamen Tego
® Polymer erhältlich sind, z.B. die anionischen nicht-assoziativen Polymere Aculyn
® 22, Aculyn
® 28, Aculyn
® 33 (vernetzt), Acusol
® 810, Acusol
® 823 und Acusol
® 830 (CAS 25852-37-3); (ii) vernetzte hochmolekulare Acrylsäurecopolymere, zu denen
etwa die mit einem Allylether der Saccharose oder des Pentaerythrits vernetzten Copolymere
von C
10-30-Alkylacrylaten mit einem oder mehreren Monomeren aus der Gruppe der Acrylsäure, Methacrylsäure
und ihrer einfachen, vorzugsweise mit C
1-4-Alkanolen gebildeten, Ester (INCI Acrylates/C10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer) gehören
und die beispielsweise von der Fa. BFGoodrich unter dem Handelsnamen Carbopol
® erhältlich sind, z.B. das hydrophobierte Carbopol
® ETD 2623 und Carbopol
® 1382 (INCI Acrylates/C10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer) sowie Carbopol
® AQUA 30 (früher Carbopol
® EX 473).
[0044] Weitere Verdickungsmittel sind die Polysaccharide und Heteropolysaccharide, insbesondere
die Polysaccharidgummen, beispielsweise Gummi arabicum, Agar, Alginate, Carrageene
und ihre Salze, Guar, Guaran, Traganth, Gellan, Ramsan, Dextran oder Xanthan und ihre
Derivate, z.B. propoxyliertes Guar, sowie ihre Mischungen. Andere Polysaccharidverdicker,
wie Stärken oder Cellulosederivate, können alternativ, vorzugsweise aber zusätzlich
zu einem Polysaccharidgummi eingesetzt werden, beispielsweise Stärken verschiedensten
Ursprungs und Stärkederivate, z.B. Hydroxyethylstärke, Stärkephosphatester oder Stärkeacetate,
oder Carboxymethylcellulose bzw. ihr Natriumsalz, Methyl-, Ethyl-, Hydroxyethyl-,
Hydroxypropyl-, Hydroxypropyl-methyl- oder Hydroxyethyl-methyl-cellulose oder Celluloseacetat.
Ein besonders bevorzugter Polysaccharidverdicker ist das mikrobielle anionische Heteropolysaccharid
Xanthan Gum, das von Xanthomonas campestris und einigen anderen Spezies unter aeroben
Bedingungen mit einem Molekulargewicht von 2-15x10
6 produziert wird und beispielsweise von der Fa. Kelco unter den Handelsnamen Keltrol
® und Kelzan
® oder auch von der Firma Rhodia unter dem Handelsnamen Rhodopol
® erhältlich ist.
[0045] Als Verdickungsmittel können weiterhin Schichtsilikate eingesetzt werden. Hierzu
zählen beispielsweise die unter dem Handelsnamen Laponite
® erhältlichen Magnesium- oder Natrium-Magnesium-Schichtsilikate der Firma Solvay Alkali,
insbesondere das Laponite
® RD oder auch Laponite
® RDS, sowie die Magnesiumsilikate der Firma Süd-Chemie, vor allem das Optigel
® SH.
[0046] Bei der Wahl des geeigneten Viskositätsregulators ist darauf zu achten, daß der transparente
Eindruck des Reinigungsmittels erhalten bleibt, d.h. der Einsatz des Verdickungsmittels
sollte nicht zur Eintrübung des Mittels führen. Die Menge an Viskositätsregulator
beträgt üblicherweise bis zu 0,5 Gew.-%, vorzugsweise 0,001 bis 0,3 Gew.-%, insbesondere
0,01 bis 0,2 Gew.-%, äußerst bevorzugt 0,01 bis 0,15 Gew.-%. In einer besonders bevorzugten
Ausführungsform ist das erfindungsgemäß verwendete Mittel jedoch frei von Viskositätsregulatoren,
da diese auch zur unerwünschten Streifenbildung beitragen können.
[0047] Daneben kann das erfindungsgemäße Mittel weitere der genannten Hilfs-und Zusatzstoffe
enthalten. Der pH-Wert der erfindungsgemäß verwendeten Mittel kann über einen weiten
Bereich variiert werden, bevorzugt ist jedoch ein Bereich von 2,5 bis 12. Für das
Desinfektionsmittel ist dabei ein neutraler oder schwach saurer pH-Wert, vorzugsweise
6 bis 7,5, insbesondere 6,5 bis 7, bevorzugt. Desinfizierende Reinigungsmittel für
harte Oberflächen haben vorzugsweise einen pH-Wert von 7,5 bis 10, vorzugsweise 8
bis 9,5, und Mittel zur Hautdesinfektion sind bevorzugt auf einen schwach sauren pH-Wert
von 5,0 bis 6,0, vorzugsweise 5,5 eingestellt. Sofern Verdickungsmittel im erfindungsgemäß
verwendeten Mittel eingesetzt werden, liegt der pH-Wert vorzugsweise im neutralen
Bereich (pH 6,5 bis 7,5).
[0048] Die erfindungsgemäß verwendeten Mittel werden vorzugsweise als vor der Anwendung
entsprechend zu verdünnendes Konzentrat formuliert. Sie können durch Aufmischen unmittelbar
aus ihren Rohstoffen, anschließendes Durchmischen und abschließendes Stehen des Mittels
bis zur Blasenfreiheit hergestellt werden.
[0049] Die erfindungsgemäß verwendeten Mittel werden zur Reinigung harter Oberflächen verwendet.
Harte Oberflächen im Sinne dieser Anmeldung sind dabei Fenster, Spiegel und weitere
Glasoberflächen, Oberflächen aus Keramik, Kunststoff, Metall oder auch Holz sowie
lackiertes Holz, die sich in Haushalt und Gewerbe finden, etwa Badkeramik, Küchenoberflächen
oder Fußböden. Dabei wird das Reinigungsmittel vor der Anwendung mit Wasser verdünnt.
[0050] Zur Reinigung harter Oberflächen mit dem erfindungsgemäßen Mittel hat sich dabei
ein Verfahren bewährt, bei dem das erfindungsgemäße Reinigungsmittel zunächst mit
Wasser verdünnt wird, die so entstandene Reinigungsflotte auf die zu reinigende Oberfläche
aufgetragen wird, das Mittel anschließend unter Zuhilfenahme eines Tuchs, eines Schwamms
oder eines anderen geeigneten Substrats auf der Oberfläche verteilt wird und schließlich
trocknet. Ein weiterer Erfindungsgegenstand ist dementsprechend ein Verfahren zur
Reinigung harter Oberflächen, bestehend aus den Schritten
- a) Herstellung einer Reinigungsflotte durch Verdünnen eines Reinigungsmittels umfassend
mindestens eine Fettsäure oder ein Salz derselben sowie mindestens ein Alkylamidoalkylamin
gemäß der Formel (I),
R1-CO-N R2-(C H2)i-N(R3)-(CH2CH2O)j-(CH2)k-[CH(OH)]l-CH2-Z-OM (I)
in der R1 ein gesättigter oder ungesättigter C6-22-Alkylrest, vorzugsweise C8-18-Alkylrest, insbesondere ein gesättigter C10-16-Alkylrest, beispielsweise ein gesättigter C12-14-Alkylrest,
R2 ein Wasserstoffatom H oder ein C1-4-Alkylrest, vorzugsweise H,
i eine Zahl von 1 bis 10, vorzugsweise 2 bis 5, insbesondere 2 oder 3,
R3 ein Wasserstoffatom H oder CH2COOM,
j eine Zahl von 1 bis 4, vorzugsweise 1 oder 2, insbesondere 1,
k eine Zahl von 0 bis 4, vorzugsweise 0 oder 1,
I 0 oder 1, wobei k = 1 ist, wenn I = 1 ist,
Z CO, SO2, OPO(OR4) oder P(O)(OR4), wobei R4 ein C1-4-Alkylrest oder M ist, und
M ein Wasserstoff, ein Alkalimetall, ein Erdalkalimetall oder ein protoniertes Alkanolamin,
z.B. protoniertes Mono-, Di- oder Triethanolamin, ist, mit Wasser,
- b) Auftragen des verdünnten Reinigungsmittels auf die zu reinigende Oberfläche,
- c) Wischen mit einem Tuch, einem Schwamm, einem Leder oder einem anderen für diesen
Zweck geeigneten Substrat, um das Mittel auf der gesamten Oberfläche zu verteilen,
- d) Trocknenlassen.
Beispielhafte Zusammensetzungen:
[0051] Es wurden Reinigungsmittel E1 bis E4 formuliert, deren Zusammensetzung in der nachfolgenden
Tabelle wiedergegeben ist (Mengenangaben in Gew.-%). Der pH-Wert wird durch Zugabe
von Natriumhydroxid eingestellt.
| |
E1 |
E2 |
E3 |
E4 |
| Natriumcocoamphodiacetat |
3 |
3 |
3 |
3 |
| Fettsäure-Na |
1 |
1 |
1 |
1 |
| Alkylpolyglycosid |
- |
0,8 |
- |
0,8 |
| Aminoxid |
- |
- |
0,8 |
0,8 |
| Soda |
0,16 |
0,16 |
0,16 |
0,16 |
| Ethanol |
2 |
2 |
2 |
2 |
| Citronensäure |
1,6 |
1,6 |
1,6 |
1,6 |
| Parfüm |
0,2 |
0,2 |
0,2 |
0,2 |
| Wasser |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
| |
|
|
|
|
| pH |
11 |
11 |
11 |
11 |
| Reinigungsleistung |
|
|
51 |
54 |
[0052] Daneben wurden die Vergleichsformulierungen V1 bis V5 hergestellt. Der pH-Wert wurde
ebenfalls durch Zugabe von Natriumhydroxid eingestellt, die Mengen sind wiederum in
Gew.-% angegeben.
| |
V1 |
V2 |
V3 |
V4 |
V5 |
| LAS-Na |
3 |
3 |
-- |
-- |
-- |
| Fettsäure-Na |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
| Alkylpolyglycosid |
-- |
1 |
-- |
4,5 |
-- |
| Aminoxid |
-- |
-- |
4,5 |
-- |
-- |
| Fettalkoholethoxylat 7 EO |
1 |
-- |
-- |
-- |
4,5 |
| Soda |
0,16 |
0,16 |
0,16 |
0,16 |
0,16 |
| Ethanol |
2 |
2 |
2 |
2 |
2 |
| Citronensäure |
1,6 |
1,6 |
1,6 |
1,6 |
1,6 |
| Parfüm |
0,2 |
0,2 |
0,2 |
0,2 |
0,2 |
| Wasser |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
| |
|
|
|
|
|
| pH |
11 |
11 |
11 |
11 |
11 |
| Reinigungsleistung |
52 |
|
39 |
33 |
38 |
[0053] Die Mittel
E1 bis
E4 sowie die Vergleichsmittel
V1 bis
V5 wurden jeweils in verdünnter wässriger Lösung (12 g/l) einer Prüfung der Reinigungsleistung
gemäß den Qualitätsnormen des Industrieverbands Putz- und Pflegemittel e.V. (IPP)
unterzogen. Bei diesem Test wird eine mit Testschmutz (gealtertes Gemisch aus Öl,
Kaolin und schwarzem Pigment) behandelte weiße Oberfläche mit einem mit dem zu prüfenden
Produkt getränkten Tuch gewischt. Hierzu wird ein Mehrspurwischgerät eingesetzt. Das
Reinigungsergebnis wird mit Hilfe eines Remissionsfarbmessgerätes gegen einen Weißstandard
bestimmt.
[0054] Die Mittel E1 bis E4 zeigten dabei im Vergleich zu den Vergleichsrezepturen
V3 bis
V5 eine deutliche Steigerung der Reinigungsleistung.
V1 zeigte zwar eine vergleichbare Reinigungsleistung, enthält aber im Gegensatz zu den
E1 bis E4 Mitteln ein nur schlecht anaerob abbaubares lineares Alkylbenzolsulfonattensid
(LAS).
1. Verwendung eines wässrigen Reinigungsmittels für harte Oberflächen, umfassend mindestens
eine Fettsäure oder ein Salz derselben, zur Reinigung harter Oberflächen nach dem
Verdünnen,
dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungsmittel weiterhin mindestens ein Alkylamidoalkylamin der Formel (I)
R
1-CO-NR
2-(CH
2)
i-N(R
3)-(CH
2CH
2O)
j-(CH
2)
k-[CH(OH)]
l-CH
2-Z-OM (I)
in der R
1 ein gesättigter oder ungesättigter C
6-22-Alkylrest, vorzugsweise C
8-18-Alkylrest, insbesondere ein gesättigter C
10-16-Alkylrest, beispielsweise ein gesättigter C
12-14-Alkylrest,
R2 ein Wasserstoffatom H oder ein C1-4-Alkylrest, vorzugsweise H,
i eine Zahl von 1 bis 10, vorzugsweise 2 bis 5, insbesondere 2 oder 3,
R3 ein Wasserstoffatom H oder CH2COOM,
j eine Zahl von 1 bis 4, vorzugsweise 1 oder 2, insbesondere 1,
k eine Zahl von 0 bis 4, vorzugsweise 0 oder 1,
I 0 oder 1, wobei k = 1 ist, wenn l = 1 ist,
Z CO, SO2, OPO(OR4) oder P(O)(OR4), wobei R4 ein C1-4-Alkylrest oder M ist, und
M ein Wasserstoff, ein Alkalimetall, ein Erdalkalimetall oder ein protoniertes Alkanolamin,
z.B. protoniertes Mono-, Di- oder Triethanolamin, ist, enthält.
2. Verwendung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Alkylamidoalkylamin vorzugsweise ausgewählt ist aus der Gruppe umfassend Disodium
Cocoamphodiacetate, Disodium Lauroamphodiacetate, Sodium Stearoamphoacetate, Sodium
Cocoamphoacetate, Disodium Cocoamphodipropionate, Disodium Stearoamphodiacetate sowie
Gemische derselben und insbesondere bevorzugt Disodium Cocoamphodiacetate (Natriumkokosamphodiacetat)
ist.
3. Verwendung gemäß einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet dass das Reinigungsmittel Alkylamidoalkylamine vorzugsweise in Mengen von 0,1 bis 10 Gew.%,
besonders bevorzugt 0,2 bis 5 Gew.% enthält.
4. Verwendung gemäß einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungsmittel weiterhin mindestens ein nichtionisches Tensid enthält.
5. Verwendung gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungsmittel vorzugsweise bis zu 10 Gew.-% eines oder mehrerer nichtionischer
Tenside enthält, besonders bevorzugt 0,01 bis 5 Gew.-%.
6. Verwendung gemäß einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungsmittel mindestens ein Alkylpolyglycosid enthält.
7. Verwendung gemäß einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungsmittel mindestens ein Aminoxid enthält.
8. Verwendung gemäß einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungsmittel frei ist von linearen Alkylbenzolsulfonattensiden.
9. Verwendung gemäß einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungsmittel weitere, üblicherweise in Reinigungsmitteln eingesetzte Inhaltsstoffe
enthält, vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe umfassend weitere Tenside, Basen,
Säuren, Viskositätsveränderer, Lösungsmittel, weitere Polymere, antibakterielle Wirkstoffe,
Konservierungsstoffe, Lösungsvermittler, Komplexbildner, Enzyme, Farbstoffe, Duftstoffe
sowie Gemische derselben.
10. Verfahren zur Reinigung harter Oberflächen, bestehend aus den Schritten
a) Herstellung einer Reinigungsflotte durch Verdünnen eines Reinigungsmittels, umfassend
mindestens eine Fettsäure oder ein Salz derselben sowie mindestens ein Alkylamidoalkylamin
gemäß der Formel (I),
R1-CO-NR2-(CH2)i-N(R1)-(CH2CH2O)j-(CH2)k-[CH(OH)l-CH2-Z-OM (I)
in der R1 ein gesättigter oder ungesättigter C6-22-Alkylrest, vorzugsweise C8-18-Alkylrest, insbesondere ein gesättigter C10-16-Alkylrest, beispielsweise ein gesättigter C12-14-Alkylrest,
R2 ein Wasserstoffatom H oder ein C1-4-Alkylrest, vorzugsweise H,
i eine Zahl von 1 bis 10, vorzugsweise 2 bis 5, insbesondere 2 oder 3,
R3 ein Wasserstoffatom H oder CH2COOM,
j eine Zahl von 1 bis 4, vorzugsweise 1 oder 2, insbesondere 1,
k eine Zahl von 0 bis 4, vorzugsweise 0 oder 1,
l 0 oder 1, wobei k = 1 ist, wenn I = 1 ist,
Z CO, SO2, OPO(OR4) oder P(O)(OR4), wobei R4 ein C1-4-Alkylrest oder M ist, und
M ein Wasserstoff, ein Alkalimetall, ein Erdalkalimetall oder ein protoniertes Alkanolamin,
z.B. protoniertes Mono-, Di- oder Triethanolamin, ist, mit Wasser,
b) Auftragen des verdünnten Reinigungsmittels auf die zu reinigende Oberfläche,
c) Wischen mit einem Tuch, einem Schwamm, einem Leder oder einem anderen für diesen
Zweck geeigneten Substrat, um das Mittel auf der gesamten Oberfläche zu verteilen,
d) Trocknenlassen.
1. The use of an aqueous cleaning agent intended for hard surfaces and comprising at
least one fatty acid or a salt thereof, for cleaning hard surfaces once said agent
has been diluted,
characterized in that the cleaning agent also contains at least one alkyl amido alkylamine of formula (I)
R
1-CO-NR
2-(CH
2)
i-N(R
3)-(CH
2CH
2O)
j-(CH
2)
k-[CH(OH)]
l-CH
2-Z-OM (I),
in which
R1 is a saturated or unsaturated C6-22 alkyl functional group, preferably a C8-18 alkyl functional group, in particular a saturated C10-16 alkyl functional group, for example a saturated C12-14 alkyl functional group,
R2 is a hydrogen atom H or a C1-4 alkyl functional group, preferably H,
i is a number from 1 to 10, preferably from 2 to 5, in particular 2 or 3,
R3 is a hydrogen atom H or CH2COOM,
j is a number from 1 to 4, preferably 1 or 2, in particular 1,
k is a number from 0 to 4, preferably 0 or 1,
I is 0 or 1, where k=1 when l=1,
Z is CO, SO2, OPO(OR4) or P(O)(OR4), where R4 is a C1-4 alkyl functional group or M, and
M is hydrogen, an alkaline metal, an alkaline-earth metal or a protonated alkanolamine,
e.g. a protonated monoethanolamine, diethanolamine or triethanolamine.
2. The use according to claim 1, characterized in that the alkyl amido alkylamine is preferably selected from the group comprising disodium
cocoamphodiacetate, disodium lauroamphodiacetate, sodium stearoamphoacetate, sodium
cocoamphoacetate, disodium cocoamphodiproprionate, disodium stearoamphodiacetate and
mixtures thereof, and particularly preferably disodium cocoamphodiacetate (sodium
cocoamphodiacetate).
3. The use according to one of claims 1 and 2, characterized in that the cleaning agent contains alkyl amido alkylamines, preferably in amounts of from
0.1 to 10 % by weight, particularly preferably from 0.2 to 5 % by weight.
4. The use according to one of the preceding claims, characterized in that the cleaning agent also contains at least one non-ionic surfactant.
5. The use according to claim 4, characterized in that the cleaning agent preferably contains up to 10 % by weight of one or more non-ionic
surfactants, particularly preferably from 0.01 to 5 % by weight.
6. The use according to one of the preceding claims, characterized in that the cleaning agent contains at least one alkyl polyglycoside.
7. The use according to one of the preceding claims, characterized in that the cleaning agent contains at least one amine oxide.
8. The use according to one of the preceding claims, characterized in that the cleaning agent is free of linear alkylbenzene sulfonate surfactants.
9. The use according to one of the preceding claims, characterized in that the cleaning agent contains other ingredients that are typically used in cleaning
agents, preferably selected from the group comprising other surfactants, bases, acids,
viscosity modifiers, solvents, other polymers, antibacterial active ingredients, preservatives,
solubilizers, complexing agents, enzymes, dyes, fragrances and mixtures thereof.
10. A method for cleaning hard surfaces, involving the steps of
a) producing a cleaning solution by diluting a cleaning agent comprising at least
one fatty acid or a salt thereof and at least one alkyl amido alkylamine according
to formula (I)
R1-CO-NR2-(CH2)i-N(R3)-(CH2CH2O)j-(CH2)k-[CH(OH)]l-CH2-Z-OM (I).
in which
R1 is a saturated or unsaturated C6-22 alkyl functional group, preferably a C8-18 alkyl functional group, in particular a saturated C10-16 alkyl functional group, for example a saturated C12-14 alkyl functional group,
R2 is a hydrogen atom H or a C1-4 alkyl functional group, preferably H,
i is a number from 1 to 10, preferably from 2 to 5, in particular 2 or 3,
R3 is a hydrogen atom H or CH2COOM,
j is a number from 1 to 4, preferably 1 or 2, in particular 1,
k is a number from 0 to 4, preferably 0 or 1,
I is 0 or 1, where k=1 when l=1,
Z is CO, SO2, OPO(OR4) or P(O)(OR4), where R4 is a C1-4 alkyl functional group or M, and
M is hydrogen, an alkaline metal, an alkaline-earth metal or a protonated alkanolamine,
e.g. a protonated monoethanolamine, diethanolamine or triethanolamine,
b) applying the diluted cleaning agent to the surface to be cleaned,
c) wiping the cleaning agent over the surface using a towel, a sponge, a leather cloth
or any other substrate suitable for this purpose in order to spread the agent over
the entire surface,
d) leaving it to dry.
1. Utilisation d'un agent de nettoyage aqueux pour surfaces dures, comprenant au moins
un acide gras ou un sel de cet acide, pour le nettoyage de surfaces dures après dilution,
caractérisée en ce que l'agent de nettoyage comprend en outre au moins un alkylamidoalkylamine de formule
(I)
R
1-CO-NR
2-(CH
2)
i-N(R
3)-(CH
2CH
2O)
j-(CH
2)
k-[CH(OH)]
l-CH
2-Z-OM (I)
où
R1 est un radical alkyle saturé ou insaturé en C6 à C22, de préférence un radical alkyle en C8 à C18, en particulier un radical alkyle saturé en C10 à C16, par exemple un radical alkyle saturé en C12 à C14,
R2 un atome d'hydrogène H ou un radical alkyle en C1 à C4, de préférence H,
i un nombre allant de 1 à 10, de préférence de 2 à 5, en particulier 2 ou 3,
R3 un atome d'hydrogène H ou CH2COOM,
j un nombre allant de 1 à 4, de préférence 1 ou 2, en particulier 1,
k un nombre allant de 0 à 4, de préférence 0 ou 1,
l 0 ou 1, où k=1 si l=1,
Z CO, SO2 OPO(OR4) ou P(O)(OR4), où R4 est un radical alkyle en C1 à C4 ou M, et
M un hydrogène, un métal alcalin, un métal alcalino-terreux ou un alcool aminé protoné,
par exemple le mono, di ou triéthanolamine protoné.
2. Utilisation selon la revendication 1 caractérisée en ce que l'alkylamidoalkylamine est choisi de préférence dans le groupe comprenant le Disodium
Cocoamphodiacetate, le Disodium Lauroamphodiacetate, le Sodium Stearoamphoacetate,
le Sodium Cocoamphoacetate, le Disodium Cocoamphodipropionate, le Disodium Stearoamphodiacetate
ainsi que des mélanges de ceux-ci et en ce que le Disodium Cocoamphodiacetate (cocoamphodiacétate disodique) est particulièrement
préféré.
3. Utilisation selon une des revendications 1 ou 2 caractérisée en ce que l'agent de nettoyage comprend de l'alkylamidoalkylamine de préférence dans des quantités
allant de 0,1 à 10 % en poids, de manière davantage préférée de 0,2 à 5 % en poids
4. Utilisation selon l'une quelconque des revendications précédentes caractérisée en ce que l'agent de nettoyage comprend en outre au moins un tensioactif non ionique.
5. Utilisation selon la revendication 4 caractérisée en ce que l'agent de nettoyage comprend de préférence jusqu'à 10 % en poids d'un ou plusieurs
tensioactifs non ioniques, de manière davantage préférée 0,01 à 5 % en poids.
6. Utilisation selon l'une quelconque des revendications précédentes caractérisée en ce que l'agent de nettoyage comprend au moins un alkylpolyglucoside.
7. Utilisation selon l'une quelconque des revendications précédentes caractérisée en ce que l'agent de nettoyage comprend au moins un oxyde d'amine.
8. Utilisation selon l'une quelconque des revendications précédentes caractérisée en ce que l'agent de nettoyage est exempt de tensioactifs alkylbenzolsulfonates linéaires.
9. Utilisation selon l'une quelconque des revendications précédentes caractérisée en ce que l'agent de nettoyage comprend d'autres ingrédients utilisés habituellement dans les
agents de nettoyage, de préférence choisis dans le groupe comprenant d'autres tensioactifs,
des bases, des acides, des modificateurs de rhéologie, des solvants, d'autres polymères,
des principes actifs antibactériens, des conservateurs, des agents solubilisants,
des complexants, des enzymes, des colorants, des parfums et des mélanges de ces ingrédients.
10. Procédé de nettoyage de surfaces dures, constitué des étapes de
a) fabrication d'un liquide de nettoyage par dilution, avec de l'eau, d'un agent de
nettoyage, comprenant au moins un acide gras ou un sel de cet acide ainsi qu'au moins
un alkylamidoalkylamine selon la formule (I),
R1-CO-NR2-(CH2)iN(R3)-(CH2CH2O)j-(CH2)k-[CH(OH)]l-CH2-Z-OM (I)
où R1 est un radical alkyle saturé ou insaturé en C6 à C22, de préférence un radical alkyle en C8 à C18, en particulier un radical alkyle saturé en C10 à C16, par exemple un radical alkyle saturé en C12 à C14,
R2 un atome d'hydrogène H ou un radical alkyle en C1 à C4, de préférence H,
i un nombre allant de 1 à 10, de préférence de 2 à 5, en particulier 2 ou 3,
R3 un atome d'hydrogène H ou CH2COOM,
j un nombre allant de 1 à 4, de préférence 1 ou 2, en particulier 1,
k un nombre allant de 0 à 4, de préférence 0 ou 1,
l 0 ou 1, où k=1 si l=1,
Z CO, SO2, OPO(OR4) ou P(O)(OR4), où R4 est un radical alkyle en C1 à C4 ou M, et
M un hydrogène, un métal alcalin, un métal alcalino-terreux ou un alcool aminé protoné,
par exemple le mono, di ou triéthanolamine protoné,
b) application de l'agent de nettoyage dilué sur la surface à nettoyer,
c) lessivage avec un chiffon, une éponge, un frottoir ou un autre substrat adapté
à cette fin pour répartir l'agent sur toute la surface,
d) séchage.