[0001] Die Erfindung betrifft ein System, das eine On-Board-Unit umfasst, die als ein digitaler
Tachograph ausgebildet ist. Das System ist zur Anordnung in einem Fahrzeug vorgesehen.
[0002] Zumindest innerhalb der Europäischen Union ist ein digitaler Tachograph zur Überwachung
von Lenk- und Ruhezeiten sowie zulässiger Höchstgeschwindigkeiten in Fahrzeugen über
3,5 Tonnen vorgeschrieben. Ferner sind solche Fahrzeuge in zunehmendem Maße auch mit
einer Maut-On-Board-Unit ausgestattet. Zukünftig könnte auch für Personenkraftwagen
eine Ausstattung mit einem Tachographen und einer Maut-On-Board-Unit vorgeschrieben
werden.
[0003] WO 2009/043794 (Stand der Technik gemäß Artikel 54(3) EPÜ) zeigt ein Fahrzeugsystem, das einen Tachographen,
eine Maut-On-Board-Unit, eine Verkehrstelematikeinheit, eine Motorsteuereinheit, eine
Komforteinrichtungssteuereinheit, eine Diagnoseschnittstelleneinheit, eine Identifikationseinheit
und/ oder eine Zugangskontrolleinheit als Kommunikationspartner einer Datenkommunikation
über den Fahrzeugdatenbus umfasst. Daten, die von einer der genannten Einheiten im
Rahmen ihrer vorgesehenen Nutzung ermittelt werden, werden gegebenenfalls den anderen
Einheiten übermittelt. Ebenso wird die Anzeigefunktion des Anzeigeinstruments den
Kommunikationspartnern zur Verfügung gestellt. Da die Kommunikationspartner auf diese
Art und Weise keine eigene Ermittlung von Daten bzw. keine eigene Anzeige mehr benötigen,
können sie kleiner und preisgünstiger ausgebildet werden.
[0004] Aus
US 6,711,474 ist ein System bekannt, das eine On-Board-Unit, eine Positionsermittlungseinrichtung
und eine Funkkommunikationseinrichtung umfasst, wobei die On-Board-Unit jeweils eine
Funktion von mindestens zwei der folgenden Fahrzeugeinrichtungen aufweist: Mauterfassungseinrichtung,
Notrufeinrichtung, Fahrzeugkursüberwachungseinrichtung und Flottenmanagementeinrichtung.
[0005] EP 1 538 572 A2 zeigt ein elektronisches Erfassungsgerät für Straßenbenutzungsgebühren mit einem
Positionsbestimmungsmodul, einer mit dem Positionsbestimmungsmodul verbundenen Recheneinheit
sowie einem mit der Recheneinheit verbundenen Übertragungsmodul zur drahtlosen Übertragung
von Daten an einen externen Empfänger. Das Erfassungsgerät weist eine Schnittstelle
zur Kopplung des Erfassungsgerätes mit einer für die Erfassung der Straßenbenutzung
nicht benötigten weiteren Fahrzeugkomponente, insbesondere mit einem digitalen Tachographen,
auf. Über die Schnittstelle werden Daten des Erfassungsgerätes von/zu einer Ein- und/oder
Ausgabeeinheit des Tachographen übertragen.
[0006] DE 43 32 883 A1 zeigt eine Einrichtung in einem Fahrzeug zur fahrzeuginternen elektronischen Abrechnung
der Nutzung von gebührenpflichtigen Wegstrecken, die von dem Fahrzeug zurückgelegt
werden, wobei geographische Positionen des Fahrzeugs von der Einrichtung ermittelt
oder empfangen werden und eine dem Wert der jeweiligen Nutzung entsprechende Buchung
auf einem Speichermedium der Einrichtung erfolgt, wobei eine Datenschnittstelle an
der Einrichtung vorgesehen ist, über die Fahrrouteninformationen an einen Fahrtenschreiber
des Fahrzeugs übermittelt und von diesem zusätzlich zu den üblichen Fahrtenschreiberinformationen
aufgezeichnet werden.
[0007] EP 1 790 530 A1 zeigt eine modulare Baueinheit zum Einbau in einen Einbauschacht nach DIN ISO 7736
in ein Kraftfahrzeug, welche aus wenigstens zwei miteinander verbindbaren Modulen
besteht, wobei wenigstens eines der Module ein digitaler Fahrtenschreiber, ein Mautgerät
und/oder ein Navigationssystem ist. Die zwei Module weisen jeweils ein Displayelement
auf, wobei die Displayelemente der beiden Module gemeinsam ein von beiden Modulen
verwendbares Display der Baueinheit bilden.
[0008] Die Aufgabe der Erfindung ist, ein System zu schaffen, das einfach und zuverlässig
ist.
[0009] Die Erfindung zeichnet sich aus durch ein System, das eine On-Board-Unit umfasst,
die als ein digitaler Tachograph zum Überwachen von Lenk- und Ruhezeiten sowie zulässiger
Höchstgeschwindigkeiten ausgebildet ist, wobei der Tachograph für sicheres und zuverlässiges
Speichern ausgebildet und mit einem Sensor gekoppelt ist zum sicheren Speichern von
Messwerten. Das System umfasst mindestens eine Positionsermittlungseinrichtung und/oder
mindestens eine Funkkommunikationseinrichtung, die zur Nutzung durch die On-Board-Unit
mit der On-Board-Unit koppelbar sind oder durch diese umfasst sind. Die On-Board-Unit
weist mindestens eine Funktion von jeweils mindestens zwei der folgenden Fahrzeugeinrichtungen
auf, die die mindestens eine Positionsermittlungseinrichtung (POS) und/oder die mindestens
eine Funkkommunikationseinrichtung (COM) gemeinsam nutzen: Mauterfassungseinrichtung,
Ereignisdatenerfassungseinrichtung, Notrufeinrichtung, Transportüberwachungseinrichtung,
Fahrzeugkursüberwachungseinrichtung, Flottenmanagementeinrichtung. Die On-Board-Unit
ist ausgebildet, die jeweilige Fahrzeugeinrichtung bezüglich dieser mindestens einen
Funktion zu ersetzen. Das System kann so besonders einfach und zuverlässig sein. Ferner
kann das System auch besonders kostengünstig sein. Insbesondere kann auch die jeweilige
Fahrzeugeinrichtung besonders kostengünstig sein.
[0010] Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass der Tachograph, zumindest in der Europäischen
Union, bereits für Fahrzeuge über 3,5 t vorgeschrieben und daher in solchen Fahrzeugen
vorgesehen ist zum Überwachen von Lenk- und Ruhezeiten sowie zulässiger Höchstgeschwindigkeiten.
Fahrzeugeinrichtungen, insbesondere zum Beispiel die Mauterfassungseinrichtung und/oder
die Ereignisdatenerfassungseinrichtung und/oder die Notrufeinrichtung und/oder die
Transportüberwachungseinrichtung, können ebenfalls vorgeschrieben sein. Ferner erfordern
die Mauterfassungseinrichtung, die Notrufeinrichtung, die Transportüberwachungseinrichtung,
die Fahrzeugkursüberwachungseinrichtung, die Flottenmanagementeinrichtung und gegebenenfalls
auch die Ereignisdatenerfassungseinrichtung einen Zugriff auf eine Positionsermittlungseinrichtung
und/oder Funkkommunikationseinrichtung. Der Tachograph ist ferner besonders sicher
und zuverlässig ausgebildet und ist mit Sensoren gekoppelt zum sicheren Speichern
von Messwerten, beispielsweise einer Fahrgeschwindigkeit. Dadurch, dass der Tachograph
die mindestens eine Funktion der mindestens zwei Fahrzeugkomponenten aufweist und
die Fahrzeugkomponenten diesbezüglich ersetzt, muss die jeweilige Fahrzeugkomponente
diese mindestens eine ihrer Funktionen nicht mehr aufweisen und kann so besonders
einfach und kostengünstig ausgebildet sein. Das System mit der On-Board-Unit bildet
eine einheitliche Plattform zur Integration von Funktionen von Fahrzeugeinrichtungen.
Komponenten von Fahrzeugeinrichtungen oder gar ganze Fahrzeugeinrichtungen können
durch das System ersetzt und somit eingespart werden. Bevorzugt umfasst das System
auch die mindestens zwei Fahrzeugkomponenten, deren mindestens eine Funktion die On-Board-Unit
aufweist. Ferner sind diese mindestens zwei Fahrzeugkomponenten mit der On-Board-Unit
gekoppelt, zum Beispiel über einen Fahrzeugdatenbus, oder durch die On-Board-Unit
umfasst.
[0011] Von Vorteil ist, dass dadurch die mindestens eine Positionsermittlungseinrichtung
und/oder die mindestens eine Funkkommunikationseinrichtung nur einmal in dem Fahrzeug
vorgesehen sein muss. Die jeweilige Fahrzeugeinrichtung kann so einfach und kostengünstig
ausgebildet sein. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass eine der Fahrzeugeinrichtungen
oder die On-Board-Unit die mindestens eine Positionsermittlungseinrichtung und/oder
die mindestens eine Funkkommunikationseinrichtung umfasst. Es kann jedoch ebenso vorgesehen
sein, dass die mindestens eine Positionsermittlungseinrichtung und/oder die mindestens
eine Funkkommunikationseinrichtung als separates Modul ausgebildet sind, das heißt,
diese keiner der Fahrzeugeinrichtungen oder der On-Board-Unit zugehörig sind, und
dass die mindestens eine Positionsermittlungseinrichtung und/oder die mindestens eine
Funkkommunikationseinrichtung und die mindestens eine Fahrzeugkomponente mit der On-Board-Unit
gekoppelt sind.
[0012] In einer vorteilhaften Ausgestaltung umfasst die mindestens eine Funktion eine Benutzerschnittstelle.
Dadurch, dass die On-Board-Unit die Benutzerschnittstelle mindestens einer der Fahrzeugeinrichtungen
aufweist, muss diese jeweilige Fahrzeugeinrichtung die Benutzerschnittstelle nicht
mehr aufweisen und kann so besonders einfach und kostengünstig ausgebildet sein. Ferner
muss diese jeweilige Fahrzeugeinrichtung auch nicht gut zugänglich in dem Fahrzeug
angeordnet sein, um bedient werden zu können. Dadurch kann auch eine Platzierung oder
Montage dieser jeweiligen Fahrzeugeinrichtung besonders einfach und kostengünstig
sein. Die Benutzerschnittstelle kann beispielsweise eine Anzeige und/oder mindestens
ein Bedienelement umfassen.
[0013] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung umfasst die mindestens eine Funktion
eine Datenspeicherung. Der Vorteil ist, dass der Tachograph bereits für sicheres und
zuverlässiges Speichern ausgebildet ist und der Tachograph so auch sehr einfach Daten
der jeweiligen Fahrzeugeinrichtung speichern kann. Diese jeweilige Fahrzeugeinrichtung
muss dann nicht dazu ausgebildet sein, Daten zu speichern und kann so besonders einfach
und kostengünstig ausgebildet sein.
[0014] In diesem Zusammenhang ist es vorteilhaft, wenn die On-Board-Unit ausgebildet ist,
die Datenspeicherung kryptographisch durch Signieren und/oder Verschlüsseln zu sichern.
Der Vorteil ist, dass der Tachograph bereits dazu ausgebildet ist, Daten kryptographisch
zu signieren und/oder zu verschlüsseln. Der Tachograph kann so auch sehr einfach Daten
der jeweiligen Fahrzeugeinrichtung entsprechend sicher speichern. Diese jeweilige
Fahrzeugeinrichtung muss dann nicht dazu ausgebildet sein, Daten kryptographisch signiert
und/oder verschlüsselt zu speichern und kann so besonders einfach und kostengünstig
ausgebildet sein.
[0015] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung umfasst die mindestens eine Funktion
eine Datenkommunikation über die mindestens eine Funkkommunikationseinrichtung. Dies
hat den Vorteil, dass die jeweilige Fahrzeugeinrichtung nicht dazu ausgebildet sein
muss, Datenkommunikation über mindestens eine Funkkommunikationseinrichtung durchzuführen
und insbesondere selbst auch keine Funkkommunikationseinrichtung aufweisen muss. Diese
jeweilige Fahrzeugeinrichtung kann so besonders einfach und kostengünstig ausgebildet
sein.
[0016] In diesem Zusammenhang ist es vorteilhaft, wenn die On-Board-Unit ausgebildet ist,
die Datenkommunikation kryptographisch zu signieren und/oder zu überprüfen und/oder
zu verschlüsseln und/oder zu entschlüsseln. Der Vorteil ist, dass der Tachograph bereits
dazu ausgebildet ist, Daten kryptographisch zu signieren und/oder zu überprüfen und/oder
zu verschlüsseln und/oder zu entschlüsseln. Der Tachograph kann so auch sehr einfach
Daten für die Datenkommunikation der jeweiligen Fahrzeugeinrichtung entsprechend verarbeiten.
Diese jeweilige Fahrzeugeinrichtung muss dann nicht dazu ausgebildet sein, Daten kryptographisch
signiert und/oder überprüft und/oder verschlüsselt und/oder entschlüsselt zu senden
oder zu empfangen und kann so besonders einfach und kostengünstig ausgebildet sein.
[0017] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung umfasst die mindestens eine Funktion
eine Positionsermittlung mittels der mindestens einen Positionsermittlungseinrichtung.
Dies hat den Vorteil, dass die jeweilige Fahrzeugeinrichtung nicht dazu ausgebildet
sein muss, die Positionsermittlung über mindestens eine Positionsermittlungseinrichtung
durchzuführen und insbesondere selbst auch keine Positionsermittlungseinrichtung aufweisen
muss. Diese jeweilige Fahrzeugeinrichtung kann so besonders einfach und kostengünstig
ausgebildet sein.
[0018] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist die On-Board-Unit unter Rückgriff
auf die mindestens eine Positionsermittlungseinrichtung und/oder die mindestens eine
Funkkommunikationseinrichtung ausgebildet, die mindestens eine Fahrzeugeinrichtung
vollständig zu ersetzen. Der Vorteil ist, dass die separat ausgebildete Fahrzeugeinrichtung
nicht mehr erforderlich ist, so dass für diese folglich auch kein Bauraum erforderlich
ist und keine Kosten entstehen. Eine Funktionalität dieser jeweiligen Fahrzeugeinrichtung
ist vollständig in die On-Board-Unit integriert. Das System kann so besonders einfach
und zuverlässig sein.
[0019] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist die mindestens eine Funkkommunikationseinrichtung
ausgebildet zur Datenkommunikation mit einer jeweils entsprechenden Funkkommunikationseinrichtung
in mindestens einem anderen Fahrzeug. Dadurch ist eine "Car-to-Car"-Kommunikation
möglich. Dadurch ist insbesondere eine Verbesserung eines Verkehrsflusses möglich
oder eine Unfallwarnung, Stauwarnung, Glatteiswarnung oder Nebelwarnung mit hoher
Aktualität und Relevanz aufgrund einer zeitnahen und lokalen Verbreitung solcher Daten.
[0020] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist die mindestens eine Funkkommunikationseinrichtung
ausgebildet ist zur Datenkommunikation über mindestens eine Mobilfunkbasisstation.
Dadurch ist die Datenkommunikation auch über große Distanzen möglich.
[0021] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist das System ausgebildet, über die
mindestens eine Funkkommunikationseinrichtung eine mittels der mindestens einen Positionsermittlungseinrichtung
ermittelte aktuelle Position und/oder eine zurückgelegte Wegstrecke und/oder eine
Geschwindigkeitsinformation und/oder eine Unfallwarnung und/oder einen Notruf und/oder
Informationen zu Lenk- und Ruhezeiten und/oder ein Zuladungsgewicht und/oder eine
Laderaumtemperatur und/oder einen Kraftstoffverbrauch zu senden. Auf diese Weise sind
derartige Daten und Informationen aktuell auch außerhalb des Fahrzeugs bereitstellbar,
zum Beispiel insbesondere die aktuelle Position und/oder die zurückgelegte Wegstrecke
und/oder die Geschwindigkeitsinformation und/oder die Informationen zu Lenk- und Ruhezeiten
und/oder das Zuladungsgewicht und/oder die Laderaumtemperatur zu Überwachungs- oder
Überprüfungszwecken, zum Beispiel für Kontrollorgane, oder die aktuelle Position und/oder
das Zuladungsgewicht und/oder der Kraftstoffverbrauch für ein Flottenmanagement oder
die aktuelle Position und/oder die zurückgelegte Wegstrecke für ein Ermitteln einer
zu zahlenden Stra-ßenbenutzungsgebühr oder Maut. Ferner können bei einem Unfall andere
Fahrzeuge gewarnt und/oder ein Notruf abgesetzt werden, vorzugsweise auch automatisch
bei Erkennen des Unfalls.
[0022] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind im Folgenden anhand der schematischen Zeichnungen
erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine erste Ausführungsform eines Systems mit externen Kommunikationspartnern,
Figur 2 eine zweite Ausführungsform des Systems und
Figur 3 eine weitere Darstellung des Systems mit externen Kommunikationspartnern.
[0023] Elemente gleicher Konstruktion oder Funktion sind figurenübergreifend mit den gleichen
Bezugszeichen versehen.
[0024] Ein System umfasst eine On-Board-Unit UOBU, die als ein Tachograph DTCO und insbesondere
als ein digitaler Tachograph DTCO ausgebildet ist (Figur 1 und Figur 2). Das System
umfasst ferner mindestens eine Positionsermittlungseinrichtung POS und/oder mindestens
eine Funkkommunikationseinrichtung COM. Bevorzugt umfasst das System sowohl die mindestens
eine Positionsermittlungseinrichtung POS als auch die mindestens eine Funkkommunikationseinrichtung
COM. Diese sind entweder mit der On-Board-Unit UOBU koppelbar, um durch die On-Board-Unit
UOBU genutzt werden zu können, zum Beispiel mittels eines Fahrzeugdatenbusses, insbesondere
ein "Controller Area Network", oder kurz: CAN, ein "Local Interconnect Network", oder
kurz: LIN, oder ein "Media Oriented Systems Transport", oder kurz: MOST, oder sie
sind durch die On-Board-Unit UOBU umfasst, also zum Beispiel in dieser integriert
oder an dieser angeordnet. Das System ist vorgesehen für einen Einbau in ein Fahrzeug
und insbesondere für einen Einbau in einen Lastkraftwagen. Das System kann jedoch
beispielsweise ebenso vorgesehen sein für einen Einbau in einen Personenkraftwagen
oder in ein anderes Fahrzeug.
[0025] Die mindestens eine Positionsermittlungseinrichtung POS umfasst insbesondere einen
Empfänger zum Empfangen von Positions- und/oder Zeitinformationen von einem satellitengestützten
Positionsermittlungssystem, beispielsweise einem "Global Positioning System", oder
kurz: GPS, oder Galileo oder einem anderen Positionsermittlungssystem. Das satellitengestützte
Positionsermittlungssystem ist durch einen Satelliten SAT symbolisiert. Die mindestens
eine Positionsermittlungseinrichtung POS kann jedoch auch ausgebildet sein, eine aktuelle
Position auf eine andere Art und Weise zu ermitteln, zum Beispiel mittels Straßenkarten
unter Berücksichtigung von Beschleunigungen, Fahrgeschwindigkeit und/oder Lenkwinkel
oder ähnlichem, zum Beispiel auch mittels eines Gyroskops. Die mindestens eine Positionsermittlungseinrichtung
POS kann beispielsweise durch ein Navigationssystem gebildet sein, das eine ermittelte
aktuelle Position bereitstellt, zum Beispiel über den Fahrzeugdatenbus.
[0026] Die mindestens eine Funkkommunikationseinrichtung COM umfasst vorzugsweise Langstreckenfunk
LR und/oder Kurzstreckenfunk SR. Die mindestens eine Funkkommunikationseinrichtung
COM umfasst als Langstreckenfunk LR beispielsweise insbesondere Mobilfunk, zum Beispiel
"Global System for Mobile Communications", oder kurz: GSM, "Universal Mobile Telecommunications
System", oder kurz: UMTS, und/oder "General Packet Radio Service", oder kurz: GPRS.
Ferner kann die Funkkommunikationseinrichtung COM auch zur Nutzung von Betriebsfunk
ausgebildet sein. Als Kurzstreckenfunk SR kann die mindestens eine Funkkommunikationseinrichtung
COM beispielsweise insbesondere "Wireless Local Area Network", oder kurz: WLAN, und/oder
"Dedicated Short Range Communication", oder kurz: DSRC, und/oder Bluetooth umfassen.
WLAN ist vorzugsweise gemäß IEEE 802.11p vorgesehen. Die mindestens eine Funkkommunikationseinrichtung
COM kann jedoch ebenso anders ausgebildet sein und beim Langstreckenfunk LR und/oder
dem Kurzstreckenfunk SR andere oder weitere als die genannten Technologien umfassen.
[0027] Die On-Board-Unit UOBU ist mit mindestens einem ersten Sensor SENS1 koppelbar. Der
mindestens eine erste Sensor SENS1 ist insbesondere ausgebildet, eine Fahrgeschwindigkeit
und/oder eine zurückgelegte Wegstrecke zu erfassen. Der mindestens eine erste Sensor
SENS1 kann auch ausgebildet sein, eine Beschleunigung des Fahrzeugs zu erfassen. Ferner
kann auch mindestens ein zweiter Sensor SENS2 vorgesehen sein. Der mindestens eine
zweite Sensor SENS2 ist beispielsweise als Sensor zum Erfassen einer Laderaumtemperatur
und/oder eines Zuladungsgewichts und/oder einer Luftfeuchtigkeit und/oder eines Trinkwasserverbrauchs
und/oder einer Ventilation im Laderaum und/oder eines Kraftstoffverbrauchs ausgebildet.
Der mindestens eine erste Sensor SENS1 und/oder der mindestens eine zweite Sensor
können auch weitere Sensoren umfassen. Der mindestens eine erste Sensor SENS1 umfasst
insbesondere solche Sensoren, die für einen Betrieb des Tachographen DTCO, zum Beispiel
aufgrund gesetzlicher Vorschriften, erforderlich sind. Der mindestens eine zweite
Sensor SENS2 umfasst dagegen insbesondere solche Sensoren, die optional vorgesehen
sind für Anwendungen, wie zum Beispiel Flottenmanagement FLOTM, Fahrzeugkursüberwachung
TRACK oder Transportüberwachung, beispielsweise zum Überwachen von Tiertransporten.
Bevorzugt hat die On-Board-Unit UOBU Zugriff auf Messwerte des mindestens einen ersten
Sensors SENS1 und des mindestens einen zweiten Sensors SENS2.
[0028] Die On-Board-Unit UOBU umfasst jeweils mindestens eine Funktion von mindestens zwei
der folgenden Fahrzeugeinrichtungen: einer Mauterfassungseinrichtung MOBU und/oder
einer Ereignisdatenerfassungseinrichtung EDR und/oder einer Notrufeinrichtung ECALL
und/oder einer Transportüberwachungseinrichtung TRANS und/oder einer Fahrzeugkursüberwachungseinrichtung
POSTRACK und/oder einer Flottenmanagementeinrichtung FLOT. Die On-Board-Unit UOBU
ist ausgebildet, die jeweils in dem Fahrzeug vorgesehene Fahrzeugeinrichtung in Bezug
auf diese jeweilige mindestens eine Funktion zu ersetzen, das heißt, die jeweilige
Fahrzeugeinrichtung muss diese mindestens eine Funktion nicht selbst aufweisen, um
diese nutzen zu können. Bevorzugt ist die On-Board-Unit UOBU ausgebildet, eine Funktionalität
der jeweiligen Fahrzeugeinrichtung vollständig zu ersetzen, das heißt, die On-Board-Unit
UOBU umfasst bevorzugt alle erforderlichen Funktionen der jeweiligen Fahrzeugkomponente,
diese Fahrzeugkomponente ist somit in die On-Board-Unit integriert oder durch diese
umfasst.
[0029] Aufgrund der Integration von Funktionen von Fahrzeugeinrichtungen, die der Tachograph
DTCO üblicherweise nicht aufweist und die zu dessen vorgeschriebenen Betrieb nicht
erforderlich sind und der dadurch erreichten Universalität des Tachographen DTCO und
der On-Board-Unit UOBU, kann der Tachograph DTCO oder die On-Board-Unit UOBU auch
als "Universal-On-Board-Unit" bezeichnet werden. Eine Anzahl und/oder Komplexität
von Fahrzeugeinrichtungen in dem Fahrzeug kann so reduziert werden, ohne dass auf
deren Funktionalität verzichtet werden muss. Die Funktionalität der Fahrzeugeinrichtungen
ist teilweise oder vollständig in die On-Board-Unit UOBU integriert, deren Basis der
Tachograph DTCO ist, der ohnehin zumindest in der Europäischen Union bereits für Fahrzeuge
über 3,5 Tonnen vorgeschrieben ist.
[0030] Die in dem Fahrzeug vorgesehenen und teilweise oder vollständig in die On-Board-Unit
UOBU integrierten Fahrzeugeinrichtungen nutzen bevorzugt die mindestens eine Positionsermittlungseinrichtung
POS und/oder die mindestens eine Funkkommunikationseinrichtung COM gemeinsam. Dadurch
müssen die Fahrzeugeinrichtungen keine jeweils eigene Positionsermittlungseinrichtung
POS und/oder Funkkommunikationseinrichtung COM aufweisen. Die mindestens eine Positionsermittlungseinrichtung
POS und/oder die mindestens eine Funkkommunikationseinrichtung COM können als separate
Module ausgebildet sein oder können in der On-Board-Unit UOBU angeordnet sein oder
können in einer der Fahrzeugeinrichtungen angeordnet sein. Sind die mindestens eine
Positionsermittlungseinrichtung POS und/oder die mindestens eine Funkkommunikationseinrichtung
COM in einer der Fahrzeugeinrichtungen angeordnet, zum Beispiel in der separat ausgebildeten
Mauterfassungseinrichtung MOBU, dann sind diese jedoch nicht zur exklusiven Nutzung
durch diese Fahrzeugkomponente vorgesehen, sondern sind auch von anderen Fahrzeugeinrichtungen
und/oder der On-Board-Unit UOBU nutzbar. Die On-Board-Unit UOBU kann dazu ausgebildet
sein, die Nutzung der mindestens einen Positionsermittlungseinrichtung POS und/oder
der mindestens einen Funkkommunikationseinrichtung COM durch die Fahrzeugkomponenten
zu koordinieren oder zu steuern.
[0031] Die mindestens eine Positionsermittlungseinrichtung POS und die mindestens eine Funkkommunikationseinrichtung
COM müssen nicht in oder an derselben Fahrzeugkomponente oder beide in oder an der
On-Board-Unit UOBU angeordnet sein, sondern können unabhängig voneinander als separates
Modul ausgebildet, in oder an der On-Board-Unit UOBU angeordnet oder in oder an einer
der Fahrzeugkomponenten angeordnet oder verteilt auf zwei oder mehr als zwei Fahrzeugkomponenten
angeordnet sein. Beispielsweise können der Langstreckenfunk LR und der Kurzstreckenfunk
SR der Funkkommunikationseinrichtung COM separat voneinander ausgebildet und an unterschiedlichen
Positionen oder in unterschiedlichen Fahrzeugkomponenten angeordnet sein. Es kann
beispielsweise auch vorgesehen sein, die mindestens eine Funkkommunikationseinrichtung
COM oder Teile von dieser in Form eines so genanntes "Download-Device", oder kurz:
DLD, auszubilden. Es kann beispielsweise vorgesehen sein, dieses, zum Beispiel über
eine frontseitige Schnittstelle der On-Board-Unit UOBU, mit der On-Board-Unit UOBU
zu koppeln.
[0032] Die Maut-On-Board-Unit MOBU ist insbesondere ausgebildet, im Zusammenwirken mit einem
Mautsystem, das beispielsweise durch einen Mautsystembetreiber TOLL betrieben wird,
ein automatisches Abrechnen von Straßenbenutzungsgebühren, also Maut, und/oder Kontrollen,
zum Beispiel durch Kontrollorgane ENF, bezüglich der Abrechnung von Straßenbenutzungsgebühren
zu ermöglichen. Dazu ist die Maut-On-Board-Unit MOBU beispielsweise ausgebildet, mittels
der mindestens einen Positionsermittlungseinrichtung POS die aktuelle Position zu
ermitteln und anhand von vorgegebenen Streckendaten zu ermitteln, ob auf einer aktuell
befahrenen Strecke Mautpflicht herrscht. Über die mindestens eine Funkkommunikationseinrichtung
COM, insbesondere über Mobilfunk, kann die Maut-On-Board-Unit MOBU ermittelte und
abrechnungsrelevante Daten beispielsweise an den Mautsystembetreiber TOLL senden,
der die angefallenen Straßenbenutzungsgebühren in Rechnung stellt. Die Maut-On-Board-Unit
MOBU und das Mautsystem können jedoch auch anders ausgebildet sein.
[0033] Die mindestens eine Funkkommunikationseinrichtung COM ist insbesondere ausgebildet,
Daten über eine Mobilfunkbasisstation BAS zu senden. Die Mobilfunkbasisstation BAS
ist beispielsweise mit einem Netzwerk NET gekoppelt, zum Beispiel mit einem Mobilfunknetzwerk
oder mit dem Internet. Der Mautsystembetreiber TOLL weist beispielsweise ebenfalls
einen Zugang zu dem Netzwerk NET auf, so dass die über die mindestens eine Funkkommunikationseinrichtung
COM, die Mobilfunkbasisstation BAS und das Netzwerk NET gesendeten Daten zu dem Mautsystembetreiber
TOLL gelangen können. Ebenso könnte vorgesehen sein, dass Daten entsprechend in entgegen
gesetzter Richtung von dem Mautsystembetreiber TOLL zu der mindestens einen Funkkommunikationseinrichtung
COM, die Maut-On-Board-Unit MOBU oder die On-Board-Unit UOBU gesendet werden können.
[0034] Die Ereignisdatenerfassungseinrichtung EDR ist insbesondere ausgebildet zum Erfassen
und Speichern von Daten, die zeitlich in Zusammenhang mit mindestens einem vorgegebenen
Ereignis auftreten. Ein solches Ereignis kann insbesondere ein Unfall sein. Der Unfall
ist beispielsweise erkennbar bei Auslösen eines Airbags oder bei Auftreten von Beschleunigungen,
die einen vorgegebenen Schwellenwert überschreiten. Es kann jedoch auch vorgesehen
sein, den Unfall anders zu erkennen.
[0035] Die Ereignisdatenerfassungseinrichtung EDR umfasst einen Speicher, der insbesondere
als ein Ringspeicher betrieben wird, also ein jeweils ältester Eintrag in dem Speicher
durch einen jeweils neuesten Eintrag überschrieben wird, wenn der Speicher bereits
vollständig mit Einträgen gefüllt ist. In dem Speicher werden vorzugsweise solche
Daten und Messwerte fortlaufend gespeichert, die geeignet sind, einen Unfallhergang
nachzuvollziehen, beispielsweise bezüglich eines Fahrerverhaltens, einer Fahrzeugdynamik,
Statussignalen und/oder Signalen über einen Aktivierungszustand von Sicherheitssystemen
des Fahrzeugs. Es können jedoch auch andere Daten oder Messwerte gespeichert werden.
Beispielsweise kann vorgesehen sein, die mittels der mindestens einen Positionsermittlungseinrichtung
POS ermittelte aktuelle Position zu speichern. Bei Auftreten des mindestens einen
vorgegebnenen Ereignisses wird das Speichern der Daten und Messwerte beispielsweise
abgeschlossen oder beendet, zum Beispiel nach Ablauf einer vorgegebenen Zeitdauer
oder nach Speicherung einer vorgegebenen Anzahl weiterer Daten oder Messwerte nach
Auftreten des mindestens einen Ereignisses. Dadurch bleiben die gespeicherten Daten
oder Messwerte für eine Auswertung erhalten und werden nicht durch neue Daten oder
Messwerte überschrieben. Die Ereignisdatenerfassungseinrichtung EDR kann jedoch auch
anders ausgebildet sein.
[0036] Die Notrufeinrichtung ECALL ist insbesondere ausgebildet, einen Notruf über die mindestens
eine Funkkommunikationseinrichtung COM abzusetzen, insbesondere über Mobilfunk. Die
Notrufeinrichtung ECALL kann insbesondere gemäß "a Pan-European automatic in-vehicle
emergency call system", oder kurz: eCall, ausgebildet sein. Sie kann jedoch ebenso
anders ausgebildet sein. Beispielsweise wird eine Verbindung zu einer Notrufzentrale
oder ähnliches aufgebaut. Es kann beispielsweise vorgesehen sein, dass dies automatisch
erfolgt, zum Beispiel bei einem automatisch erkannten Unfall, oder manuell, zum Beispiel
durch Betätigen eines dafür vorgesehenen Bedienelements. Ferner kann beispielsweise
vorgesehen sein, die mittels der mindestens einen Positionsermittlungseinrichtung
POS ermittelte aktuelle Position über die mindestens eine Funkkommunikationseinrichtung
COM zu übermitteln, so dass Hilfe einfach und zuverlässig an den Unfallort geschickt
werden kann.
[0037] Die Transportüberwachungseinrichtung TRANS ist insbesondere ausgebildet, vorgegebene
Daten oder Messwerte bezüglich einer Ladung zu erfassen, zum Beispiel mittels des
mindestens einen zweiten Sensors SENS2, und zu Kontrollzwecken zu speichern. Beispielsweise
kann vorgesehen sein, eine Laderaumtemperatur und/oder eine Luftfeuchtigkeit und/oder
ein Zuladungsgewicht und/oder ein Trinkwasserverbrauch und/oder eine Ventilation oder
andere relevante Daten oder Messwerte zu erfassen und zu speichern, zum Beispiel bei
einem Tiertransport. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass Kontrollorgane ENF die
gespeicherten Daten oder Messwerte zu Kontrollzwecken abrufen können, zum Beispiel
über die mindestens eine Funkkommunikationseinrichtung COM, um die Einhaltung von
Vorgaben und insbesondere gesetzlichen Vorgaben zu kontrollieren. Es kann beispielsweise
auch vorgesehen sein, die mittels der mindestens einen Positionsermittlungseinrichtung
POS ermittelte aktuelle Position zusammen mit den vorgegebenen Daten oder Messwerten
zu speichern. Ferner kann vorgesehen sein, Informationen zu speichern, die Angaben
in einem Fahrtenbuch gleichwertig sind, und/oder zum Beispiel Informationen über ein
Öffnen oder Schließen einer Ladebordwand und/oder Informationen über ein An- oder
Abkoppeln von Zugmaschine oder Anhänger zu speichern.
[0038] Die Fahrzeugkursüberwachungseinrichtung POSTRACK ist insbesondere ausgebildet, die
mittels der mindestens einen Positionsermittlungseinrichtung POS ermittelte aktuelle
Position über die mindestens eine Funkkommunikationseinrichtung COM zu senden, insbesondere
über Mobilfunk, zum Durchführen der Fahrzeugkursüberwachung TRACK. Die aktuelle Position
wird dabei vorzugsweise in vorgegebenen zeitlichen Abständen oder nach jeweils einer
vorgegebenen Strecke übermittelt. Die Fahrzeugkursüberwachung TRACK kann beispielsweise
genutzt werden zum Zweck des Diebstahlschutzes oder zur Verhütung von Anschlägen mit
Gefahrguttransporten. Beispielsweise können Versicherungen oder staatliche Organe
bei einem Diebstahl des Fahrzeugs dessen aktuelle Position ermitteln.
[0039] Die Flottenmanagementeinrichtung FLOT ist insbesondere ausgebildet, den Kraftstoffverbrauch
und/oder das Zuladungsgewicht und vorzugsweise die mittels der mindestens einen Positionsermittlungseinrichtung
POS ermittelte aktuelle Position und/oder andere oder weitere Daten oder Messwerte
über die mindestens eine Funkkommunikationseinrichtung COM für das Flottenmanagement
FLOTM bereitzustellen. Dadurch kann eine Routenplanung oder Einsatzplanung für Fahrzeuge
einer Fahrzeugflotte oder eines Fuhrparks unterstützt oder ermöglicht werden.
[0040] Neben den Mobilfunkbasisstationen BAS oder alternativ zu diesen können auch öffentliche
Zugangsstationen PUBHUB vorgesehen sein, die insbesondere ausgebildet sein können,
den Kurzstreckenfunk SR der mindestens einen Funkkommunikationseinrichtung COM zur
Datenkommunikation zu nutzen. Derartige öffentliche Zugangsstationen PUBHUB können
beispielsweise an einer Straßenverkehrsinfrastruktur angeordnet sein, zum Beispiel
an Mautbrücken oder an anderen geeigneten Orten. Die Datenkommunikation mit öffentlichen
Zugangsstationen PUBHUB kann auch als Fahrzeug-Infrastruktur-Kommunikation oder "Car-to-Infrastructure"
bezeichnet werden oder eine solche umfassen. Bevorzugt ermöglichen die öffentlichen
Zugangsstationen PUBHUB einen Zugriff auf das Netzwerk NET. Ferner können auch private
Zugangsstationen PRIVHUB vorgesehen sein. Beispielsweise können Unternehmen, insbesondere
für ihr Flottenmanagement FLOTM, eine oder mehr als eine private Zugangsstation PRIVHUB
vorsehen und beispielsweise dort anordnen, wo die Fahrzeuge der Flotte oder des Fuhrparks
regelmäßig vorbeikommen oder parken.
[0041] Ferner kann vorgesehen sein, dass über die mindestens eine Funkkommunikationseinrichtung
COM eine Datenkommunikation mit mindestens einem anderen Fahrzeug VEH erfolgen kann,
das ebenfalls ein entsprechendes System mit On-Board-Unit und mindestens einer Funkkommunikationseinrichtung
aufweist. Bevorzugt erfolgt die Datenkommunikation zwischen Fahrzeugen über den Kurzstreckenfunk
SR. Dadurch ist es beispielsweise möglich, insbesondere Warnungen, zum Beispiel eine
Unfallwarnung, Stauwarnung, Nebelwarnung oder Glatteiswarnung, anderen Fahrzeugen
VEH, die sich in Empfangsreichweite befinden und für die eine solche Warnung relevant
sein könnte, zukommen zu lassen. Es können jedoch ebenso andere Daten oder Messwerte
an andere Fahrzeuge VEH gesendet oder von diesem empfangen werden, zum Beispiel aktuelle
Position, Fahrgeschwindigkeit, Außentemperatur oder Luftfeuchtigkeit. Die Datenkommunikation
mit dem mindestens einen anderen Fahrzeug VEH kann als Fahrzeug-Fahrzeug-Kommunikation
oder "Car-to-Car" bezeichnet werden. Die Datenkommunikation zwischen Fahrzeugen VEH
erfolgt vorzugsweise über ein zwischen den Fahrzeugen VEH aufgebautes Ad-hoc-Netzwerk.
[0042] Bei dem in Figur 1 gezeigten System gemäß einer ersten Ausführungsform sind vorzugsweise
sämtliche Funktionen mindestens zwei der Fahrzeugeinrichtungen in dem Tachographen
DTCO oder der On-Board-Unit UOBU integriert. Das in Figur 2 gezeigte System gemäß
einer zweiten Ausführungsform unterscheidet sich von dem in Figur 1 gezeigten System
im Wesentlichen dadurch, dass nicht sämtliche Funktionen der mindestens zwei Fahrzeugeinrichtungen
in dem Tachographen DTCO oder der On-Board-Unit UOBU integriert sind, sondern dass
ein Teil der Funktionen der mindestens zwei Fahrzeugeinrichtungen separat von dem
Tachographen DTCO oder der On-Board-Unit UOBU ausgebildet oder angeordnet ist und
dass diese mit dem Tachographen DTCO oder der On-Board-Unit UOBU gekoppelt sind, zum
Beispiel über den Fahrzeugdatenbus. Beispielhaft ist dies in Figur 2 für Funktionen
der Maut-On-Board-Unit MOBU und der Ereignisdatenerfassungseinrichtung EDR angedeutet.
Entsprechend gilt dies jedoch ebenso für andere der beanspruchten Fahrzeugeinrichtungen.
Jedoch umfasst der Tachograph DTCO oder die On-Board-Unit UOBU jeweils mindestens
eine Funktion der mindestens zwei Fahrzeugeinrichtungen. Diese mindestens eine Funktion
umfasst beispielsweise eine Benutzerschnittstelle der jeweiligen Fahrzeugeinrichtung.
Die Benutzerschnittstelle umfasst insbesondere beispielsweise mindestens eine Anzeige
ANZ und/oder mindestens ein Bedienelement BED. Die mindestens eine Anzeige ANZ kann
beispielsweise einen Bildschirm und/oder Leuchtdioden oder Lämpchen umfassen zur Anzeige
von Daten, Zuständen oder Informationen und insbesondere einer Benutzerführung. Das
mindestens eine Bedienelement BED kann beispielsweise Tasten, Knöpfe, Schieberegler,
Drehregler oder ähnliches umfassen zur Bedienung des Geräts durch einen Benutzer.
Die jeweilige Fahrzeugeinrichtung, deren Benutzerschnittstelle durch den Tachographen
DTCO oder die On-Board-Unit UOBU umfasst ist, muss daher keine eigene Benutzerschnittstelle
aufweisen und muss daher auch nicht so in dem Fahrzeug angeordnet sein, dass es durch
den Benutzer leicht zugänglich ist. Lediglich der Tachograph DTCO oder die On-Board-Unit
UOBU muss leicht zugänglich für den Benutzer sein. Von dem Tachographen DTCO oder
der On-Board-Unit UOBU aus können so alle Fahrzeugeinrichtungen bedient werden, deren
Benutzerschnittstelle durch den Tachographen DTCO oder die On-Board-Unit UO-BU umfasst
ist.
[0043] Die mindestens eine Funktion der mindestens zwei Fahrzeugeinrichtungen, die durch
den Tachographen DTCO oder die On-Board-Unit UOBU umfasst ist, kann jedoch beispielsweise
ebenso eine Datenspeicherung und/oder eine Datenkommunikation über die mindestens
eine Funkkommunikationseinrichtung COM und/oder eine Positionsermittlung über die
mindestens eine Positionsermittlungseinrichtung POS und/oder andere oder weitere Funktionen
der jeweiligen Fahrzeugeinrichtung umfassen. Die Datenspeicherung kann insbesondere
relevant sein für die Ereignisdatenerfassungseinrichtung EDR und/oder die Transportüberwachungseinrichtung
TRANS. Die Datenkommunikation kann insbesondere relevant sein für die Maut-On-Board-Unit
MOBU, die Notrufeinrichtung ECALL, die Fahrzeugkursüberwachungseinrichtung POSTRACK
und/oder die Flottenmanagementeinrichtung FLOT. Die Positionsermittlung kann insbesondere
relevant sein für die Maut-On-Board-Unit MOBU, die Notrufeinrichtung ECALL, die Fahrzeugkurzsüberwachungseinrichtung
POSTRACK, die Flottenmanagementeinrichtung FLOT und/oder ein Navigationssystem.
[0044] Der Tachograph DTCO ist insbesondere dazu ausgebildet und geeignet, die Datenspeicherung,
gegebenenfalls unter Nutzung kryptographischer Funktionen zum Signieren und/oder Verschlüsseln
und/oder ähnliches, bereitzustellen. Der Tachograph DTCO kann insbesondere ferner
dazu ausgebildet und geeignet sein, die Datenkommunikation über die mindestens eine
Funkkommunikationseinrichtung COM unter Nutzung kryptographischer Funktionen zum Signieren
und/oder Überprüfen und/oder Verschlüsseln und/oder Entschlüsseln und/oder ähnliches
zu schützen. Der Tachograph DTCO und entsprechend vorzugsweise die On-Board-Unit UOBU
ist vorzugsweise sicher ausgebildet, um eine hohe Datensicherheit und -vertraulichkeit
und Manipulationssicherheit gewährleisten zu können. Beispielsweise entspricht der
Tachograph DTCO oder die On-Board-Unit UOBU "IT-SEC E3 hoch" oder "CC EAL4+" oder
ähnlichen Sicherheitseinstufungen.
[0045] Durch eine Bündelung von Funktionen von zwei oder mehr als zwei Fahrzeugeinrichtungen
in dem Tachographen DTCO oder der On-Board-Unit UOBU sowie einer gemeinsamen Nutzung
der Positionsermittlungseinrichtung POS und/oder der Funkkommunikationseinrichtung
COM und/oder der Benutzerschnittstelle, der Datenspeicherfunktionen oder kryptographischen
Funktionen, die durch den Tachographen DTCO oder die On-Board-Unit UOBU bereitgestellt
werden können, ergeben sich Synergien mit Einsparpotentialen und neuen Anwendungsmöglichkeiten.
Durch das gemeinsame Nutzen der Positionsermittlungseinrichtung POS und/oder der Funkkommunikationseinrichtung
COM und/oder der Benutzerschnittstelle, der Datenspeicherfunktionen oder kryptographischen
Funktionen sind derartige Einrichtungen und Funktionen nicht separat für jede der
Fahrzeugeinrichtungen erforderlich und können daher bei diesen eingespart werden.
Dadurch können Kosten erheblich gesenkt werden.
[0046] Beispielsweise kann ein mittels der Ereignisdatenerfassungseinrichtung EDR erkannter
Unfall über die mindestens eine Funkkommunikationseinrichtung COM, vorzugsweise zusammen
mit der mittels der mindestens einen Positionsermittlungseinrichtung POS ermittelten
aktuellen Position, an andere Fahrzeuge VEH gesendet werden. Diese können, wenn sie
mit einem entsprechenden System ausgestattet sind, diese Unfallwarnung beispielsweise
über ihre mindestens eine Funkkommunikationseinrichtung COM empfangen und können,
gegebenenfalls im Zusammenwirken mit einem Navigationssystem, die Unfallstelle umfahren.
Nachfolgende Fahrzeuge können so vor dem Unfall gewarnt werden, so dass Folgeunfälle
und gegebenenfalls ein Stau vermieden werden können. Insbesondere im Zusammenwirken
mit dem Navigationssystem und/oder mittels digitalen Straßenkarten kann so ein vorausschauendes,
verkehrsadaptives Fahrerassistenzsystem einfach und zuverlässig ermöglicht werden.
Ferner kann vorgesehen sein, dass das System des anderen Fahrzeugs VEH bei Empfang
der Unfallwarnung, gegebenenfalls im Zusammenwirken mit dem Navigationssystem, ein
Anfahren eines Parkplatzes vorschlägt, bis ein durch den Unfall verursachtes Hindernis
beseitigt ist. Dadurch ist eine adaptive Ruhezeitsteuerung abhängig von einer zu fahrenden
Route und einer aktuellen Verkehrssituation möglich, wobei die aktuelle Verkehrssituation
abhängig von dem Unfall beeinflusst sein kann. Ferner kann ausgelöst durch den Unfall
mittels der Notrufeinrichtung ECALL über die mindestens eine Funkkommunikationseinrichtung
COM Hilfe gerufen werden. Dabei kann vorzugsweise auch die mittels der mindestens
einen Positionsermittlungseinrichtung POS ermittelte aktuelle Position übermittelt
werden.
[0047] Ferner können Komfortfunktionen ergänzt werden. Beispielsweise kann vorgesehen sein,
abhängig von der mittels der mindestens einen Positionsermittlungseinrichtung POS
ermittelten aktuellen Position eine Ländereingabe und/oder ein Uhrzeitvergleich und/oder
eine Umstellung auf Lokalzeit automatisch durchzuführen, so dass diesbezügliche manuelle
Eingaben entfallen können. Ferner kann aufgrund der in dem Tachographen DTCO oder
der On-Board-Unit UOBU insbesondere durch die Bündelung der Funktionen verfügbaren
Daten und Messwerte bevorzugt eine Plausibilisierung von Daten oder Messwerten erfolgen.
Dadurch kann der Manipulationsschutz verbessert werden und/oder kann die Zuverlässigkeit
des Systems erhöht werden.
[0048] Figur 3 zeigt beispielhaft einen möglichen Aufbau der On-Board-Unit UOBU. Basis der
On-Board-Unit UOBU ist eine Hardware-Plattform HW. Die Hardware-Plattform HW umfasst
insbesondere mindestens eine Recheneinheit, zum Beispiel einen Mikroprozessor oder
einen Mikrocontroller, und mindestens einen Datenspeicher. Die Hardware-Plattform
HW entspricht vorzugsweise im Wesentlichen dem Tachographen DTCO oder umfasst diesen.
Gegenüber dem Tachograph DTCO können jedoch weitere Komponenten in der Hardware-Plattform
HW der On-Board-Unit UOBU vorgesehen sein, beispielsweise auch die mindestens eine
Positionsermittlungseinrichtung POS und/oder die mindestens eine Funkkommunikationseinrichtung
COM und/oder spezifische Komponenten derjenigen Fahrzeugeinrichtungen, deren mindestens
eine Funktion die On-Board-Unit UOBU aufweist. Die Hardware-Plattform HW kann auch
eine Basis-Software umfassen, insbesondere zum Beispiel ein Betriebssystem und/oder
Treiber zur Ansteuerung der Hardware und/oder Basis-Dienste. Die Basis-Dienste können
beispielsweise eine Nutzung der mindestens einen Positionsermittlungseinrichtung POS
und/oder der mindestens einen Funkkommunikationseinrichtung COM und/oder der kryptographischen
Funktionen und/oder andere gemeinsam nutzbaren Funktionen umfassen, zum Beispiel bezüglich
der Benutzerschnittstelle. Die Hardware-Plattform HW umfasst insbesondere auch mindestens
eine Schnittstelle für ein Koppeln mit einem jeweiligen Fahrzeugdatenbus und mindestens
eine Schnittstelle für ein Koppeln mit dem mindestens einen Sensor SENS1 und gegebenenfalls
dem mindestens einen Sensor SENS2, falls die Messwerte solcher Sensoren der On-Board-Unit
UOBU nicht über den Fahrzeugdatenbus bereitgestellt werden.
[0049] Die Hardware-Plattform HW kann auch ausgebildet sein, Komponenten von separat ausgebildeten
Fahrzeugeinrichtungen einzubinden und deren Funktionalität anderen Fahrzeugeinrichtungen
bereitzustellen, zum Beispiel über die Basis-Dienste. Beispielsweise kann die mindestens
eine Positionsermittlungseinrichtung POS dem Navigationssystem oder der Maut-On-Board-Unit
MOBU zugeordnet sein oder kann die mindestens eine Funkkommunikationseinrichtung COM
der Maut-On-Board-Unit MOBU oder der Notrufeinrichtung ECALL zugeordnet sein.
[0050] Ferner umfasst die On-Board-Unit UOBU Applikationen APP, das heißt insbesondere Software-Module,
die die jeweilige mindestens eine Funktion der mindestens einen Fahrzeugeinrichtung
umfassen. Vorzugsweise sind in jeder Applikation APP die Funktionen einer der Fahrzeugeinrichtungen
gekapselt. Die Applikationen werden auf der Hardware-Plattform HW ausgeführt und können
die bereitgestellten Basis-Dienste, Daten und Messwerte nutzen. Soweit die Hardware-Plattform
HW die benötigten Basis-Dienste, Daten und Messwerte bereitstellt, kann die Funktionalität
der On-Board-Unit UOBU einfach erweitert werden durch Vorsehen einer weiteren Applikation
APP. Die On-Board-Unit UOBU kann jedoch auch anders ausgebildet sein.
[0051] In der On-Board-Unit UOBU sind insbesondere gesetzesgetriebene Fahrzeugeinrichtungen
oder Anwendungen oder Funktionen zumindest teilweise vereinigt, insbesondere der Tachograph
DTCO, die Maut-On-Board-Unit MOBU, die Ereignisdatenerfassungseinrichtung EDR, die
Notrufeinrichtung ECALL oder die Transportüberwachungseinrichtung TRANS. Insbesondere
wenn die Funktionalität solcher Fahrzeugeinrichtungen vollständig in die On-Board-Unit
UOBU integriert ist, ist der Vorteil, dass nur noch die On-Board-Unit UOBU sowie die
mindestens eine Positionsermittlungseinrichtung POS und/oder die mindestens eine Funkkommunikationseinrichtung
COM in dem Fahrzeug vorgesehen werden müssen, um die gesetzlichen Auflagen zu erfüllen.
Andere, separat ausgebildete Fahrzeugeinrichtungen sind dann gegebenenfalls nicht
mehr erforderlich. Andere, nicht gesetzesgetriebene Fahrzeugeinrichtungen sind jedoch
sehr einfach ebenfalls in die On-Board-Unit UOBU integrierbar, insbesondere die Fahrzeugkursüberwachungseinrichtung
POSTRACK und/oder die Flottenmanagementeinrichtung FLOT.
1. System, das eine On-Board-Unit (UOBU) umfasst, die als ein digitaler Tachograph (DTCO)
zum Überwachen von Lenk- und Ruhezeiten sowie zulässiger Höchstgeschwindigkeiten ausgebildet
ist, wobei der Tachograph (DTCO) für sicheres und zuverlässiges Speichern ausgebildet
und mit einem Sensor (SENS1) gekoppelt ist zum sicheren Speichern von Messwerten,
und das mindestens eine Positionsermittlungseinrichtung (POS) und/oder mindestens
eine Funkkommunikationseinrichtung (COM) umfasst, die zur Nutzung durch die On-Board-Unit
(UOBU) mit der On-Board-Unit (UOBU) koppelbar sind oder durch diese umfasst sind,
und die On-Board-Unit (UOBU) jeweils mindestens eine Funktion von mindestens zwei
der folgenden Fahrzeugeinrichtungen aufweist, die die mindestens eine Positionsermittlungseinrichtung
(POS) und/oder die mindestens eine Funkkommunikationseinrichtung (COM) gemeinsam nutzen,
und die On-Board-Unit (UOBU) ausgebildet ist, die jeweilige Fahrzeugeinrichtung bezüglich
dieser mindestens einen Funktion zu ersetzen: Mauterfassungseinrichtung (MOBU), Ereignisdatenerfassungseinrichtung
(EDR), Notrufeinrichtung (ECALL), Transportüberwachungseinrichtung (TRANS), Fahrzeugkursüberwachungseinrichtung
(POSTRACK), Flottenmanagementeinrichtung (FLOT).
2. System nach Anspruch 1, bei dem die mindestens eine Funktion eine Benutzerschnittstelle
umfasst.
3. System nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem die mindestens eine Funktion
eine Datenspeicherung umfasst.
4. System nach Anspruch 3, bei dem die On-Board-Unit (UOBU) ausgebildet ist, die Datenspeicherung
kryptographisch durch Signieren und/oder Verschlüsseln zu sichern.
5. System nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem die mindestens eine Funktion
eine Datenkommunikation über die mindestens eine Funkkommunikationseinrichtung (COM)
umfasst.
6. System nach Anspruch 5, bei dem die On-Board-Unit (UOBU) ausgebildet ist, die Datenkommunikation
kryptographisch zu signieren und/oder zu überprüfen und/oder zu verschlüsseln und/oder
zu entschlüsseln.
7. System nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem die mindestens eine Funktion
eine Positionsermittlung mittels der mindestens einen Positionsermittlungseinrichtung
(POS) umfasst.
8. System nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem die On-Board-Unit (UOBU) unter
Rückgriff auf die mindestens eine Positionsermittlungseinrichtung (POS) und/oder die
mindestens eine Funkkommunikationseinrichtung (COM) ausgebildet ist, die mindestens
eine Fahrzeugeinrichtung vollständig zu ersetzen.
9. System nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem die mindestens eine Funkkommunikationseinrichtung
(COM) ausgebildet ist zur Datenkommunikation mit einer jeweils entsprechenden Funkkommunikationseinrichtung
in mindestens einem anderen Fahrzeug (VEH).
10. System nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem die mindestens eine Funkkommunikationseinrichtung
(COM) ausgebildet ist zur Datenkommunikation über mindestens eine Mobilfunkbasisstation
(BAS).
11. System nach einem der vorstehenden Ansprüche, das ausgebildet ist, über die mindestens
eine Funkkommunikationseinrichtung (COM) eine mittels der mindestens einen Positionsermittlungseinrichtung
(POS) ermittelte aktuelle Position und/oder eine zurückgelegte Wegstrecke und/oder
eine Geschwindigkeitsinformation und/oder eine Unfallwarnung und/oder einen Notruf
und/oder Informationen zu Lenk- und Ruhezeiten und/oder ein Zuladungsgewicht und/oder
eine Laderaumtemperatur und/oder einen Kraftstoffverbrauch zu senden.
1. System which comprises an on-board unit (UOBU) which is embodied as a digital tachograph
(DTCO) for monitoring driving times and rest times as well as permissible maximum
speeds, the tachograph (DTCO) being designed for safe and reliable storage and coupled
to a sensor (SENS1) for securely storing measured values and which comprises at least
one position-determining device (POS) and/or at least one radio communication device
(COM) which, for the purpose of use by the on-board unit (UOBU), can be coupled to
the on-board unit (UOBU) or included in the latter, and the on-board unit (UOBU) has
in each case at least one function of at least two of the following vehicle devices,
which make joint use of the at least one position-determining device (POS) and/or
of the at least one radio communication device (COM), and the on-board unit (UOBU)
is designed to replace the respective vehicle device in terms of this at least one
function: toll collection unit (MOBU), events data capture device (EDR), emergency
call device (ECALL), transport monitoring device (TRANS), vehicle course monitoring
device (POSTRACK), fleet management device (FLOT).
2. System according to Claim 1, in which the at least one function comprises a user interface.
3. System according to one of the preceding claims, in which the at least one function
comprises data storage.
4. System according to Claim 3, in which the on-board unit (UOBU) is designed to secure
the data storage cryptographically by signing and/or encryption.
5. System according to one of the preceding claims, in which the at least one function
comprises data communication via the at least one radio communication device (COM).
6. System according to Claim 5, in which the on-board unit (UOBU) is designed to sign
and/or check and/or encrypt and/or decrypt the data communication cryptographically.
7. System according to one of the preceding claims, in which the at least one function
comprises a position-determining process by means of the at least one position-determining
device (POS).
8. System according to one of the preceding claims, in which the on-board unit (UOBU)
is designed to replace the at least one vehicle device completely by recourse to the
at least one position-determining device (POS) and/or the at least one radio communication
device (COM).
9. System according to one of the preceding claims, in which the at least one radio communication
device (COM) is designed to carry out data communication with a respectively corresponding
radio communication device in at least one other vehicle (VEH).
10. System according to one of the preceding claims, in which the at least one radio communication
device (COM) is designed to carry out data communication via at least one mobile radio
base station (BAS).
11. System according to one of the preceding claims, which is designed to transmit, via
the at least one radio communication device (COM), a current position which is determined
by means of the at least one position-determining device (POS), and/or a distance
which has been traveled and/or a speed information item and/or an accident warning
and/or an emergency call and/or information relating to driving times and rest times
and/or a payload weight and/or a cargo space temperature and/or a fuel consumption
value.
1. Système comprenant une unité embarquée (UOBU) qui est configurée comme tachygraphe
numérique (DTCO) pour surveiller les temps de conduite et de repos ainsi que les vitesses
maximales admissibles, dans lequel le tachygraphe (DTCO) est conçu pour effectuer
un stockage sécurisé et fiable et est couplé à un capteur (SENS1) pour effectuer un
stockage sécurisé de valeurs de mesure, et comprenant au moins un dispositif de détermination
de position (POS) et/ou au moins un dispositif de communication radio (COM) qui peuvent
être couplés, pour l'utilisation par l'unité embarquée (UOBU), à l'unité embarquée
(UOBU), ou qui sont contenus dans celle-ci, et l'unité embarquée (UOBU) présente au
moins une fonction d'au moins deux des dispositifs de véhicules suivants, qui utilisent
en commun l'au moins un dispositif de détermination de position (POS) et/ou l'au moins
un dispositif de communication radio (COM) et l'unité embarquée (UOBU) est réalisée
de manière à remplacer au moins une fonction pour chaque dispositif de véhicule :
dispositif de détection de péage (MOBU), dispositif de détection de données d'événement
(EDR), dispositif d'appel de secours (ECALL), dispositif de surveillance du transport
(TRANS), dispositif de surveillance de trajectoire de véhicule (POSTRACK), dispositif
de gestion de la flotte (FLOT).
2. Système selon la revendication 1, dans lequel l'au moins une fonction comprend une
interface utilisateur.
3. Système selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel l'au moins
une fonction comprend un stockage de données.
4. Système selon la revendication 3, dans lequel l'unité embarquée (UOBU) est conçue
pour sécuriser le stockage de données de manière cryptographique par signature et/ou
chiffrement.
5. Système selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel l'au moins
une fonction comprend une communication de données par l'intermédiaire d'au moins
un dispositif de communication radio (COM).
6. Système selon la revendication 5, dans lequel l'unité embarquée (UOBU) est conçue
pour signer et/ou pour vérifier et/ou pour chiffrer et/ou pour déchiffrer de manière
cryptographique la communication de données.
7. Système selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel l'au moins
une fonction comprend une détermination de position au moyen de l'au moins un dispositif
de détermination de position (POS).
8. Système selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel l'unité
embarquée (UOBU) est conçue pour remplacer entièrement l'au moins un dispositif de
véhicule en ayant recours à l'au moins un dispositif de détermination de position
(POS) et/ou à l'au moins un dispositif de communication radio (COM).
9. Système selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel l'au moins
un dispositif de communication radio (COM) est conçu pour établir une communication
de données avec un dispositif de communication radio correspondant dans au moins un
autre véhicule (VEH).
10. Système selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel l'au moins
un dispositif de communication radio (COM) est conçu pour établir une communication
de données par l'intermédiaire d'au moins une station de base radio mobile (BAS).
11. Système selon l'une quelconque des revendications précédentes, qui est conçu pour
envoyer, par l'intermédiaire de l'au moins un dispositif de communication radio (COM),
une position courante déterminée au moyen de l'au moins un dispositif de détermination
de position (POS) et/ou un itinéraire parcouru et/ou une information de vitesse et/ou
une alarme d'accident et/ou un appel d'urgence et/ou des informations concernant des
temps de conduite et de repos et/ou un poids du chargement et/ou une température de
l'espace de chargement et/ou une consommation de carburant.