[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Wärmehaube zur Anbringung an einem Schutzhelm,
wobei der Schutzhelm eine äußere Helmschale aus einem schlagfesten Material und einen
Innenhelm, der eine im Wesentlichen offene Struktur besitzt und durch eine Mehrzahl
von Verbindungselementen unter Bildung eines dazwischenliegenden Freiraums punktuell
mit der Helmschale verbunden ist, umfasst. Außerdem betrifft die Erfindung einen Schutzhelm
mit einer äußeren Helmschale aus einem schlagfesten Material und einem Innenhelm,
der eine im Wesentlichen offene Struktur besitzt und durch eine Mehrzahl von Verbindungselementen
unter Bildung eines dazwischenliegenden Freiraums punktuell mit der Helmschale verbunden
ist.
[0002] Derartige Schutzhelme sind im Stand der Technik bekannt und werden beispielsweise
auf Baustellen von Arbeitern getragen, um Kopfverletzungen durch herunterfallende
Gegenstände oder ähnliches zu verhindern. Wesentliche Merkmale des Schutzhelms sind
in der Norm EN397 definiert.
[0003] Ein derartiger Helm ist beispielsweise aus der
DE 93 05 326 bekannt. Dieser weist zum Schutz vor Witterungseinflüssen wie Kälte, Wind, Feuchtigkeit
oder auch Wärme eine Wärmehaube auf, die in dem inneren Innenhelm eingebracht wird.
Helm und Wärmehaube sind dabei so ausgeführt, dass sie den Kopf und die Ohren des
Trägers überdecken. Dadurch es möglich ist, den Kopf vor Witterungseinflüssen zu schützen.
Die Wärmehaube kann lose in den Innenhelm eingelegt oder daran mit einem Klettverschluss
befestigt sein. Durch die Wärmehaube kann jedoch der Sitz des Schutzhelms beeinträchtigt
werden, worunter dann die Schutzfunktion des Helmes leiden kann. Auch die Handhabung
des Schutzhelms ist in diesem Fall erschwert, da der Innenhelm jeweils an die Kopfform
mit und ohne Haube anzupassen ist.
[0004] Ausgehend von dem vorgenannten Stand der Technik ist es Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, eine Wärmehaube und einen Schutzhelm bereitzustellen, die einen zuverlässigen
Schutz vor Witterungseinflüssen bieten und einfach und zuverlässig in der Handhabung
sind.
[0005] Diese Aufgabe wird gemäß der vorliegenden Erfindung dadurch gelöst, dass die Wärmehaube
in den Freiraum einbringbar ist und zu den Verbindungselementen korrespondierende
Aussparungen, die von den Verbindungselementen durchgriffen werden, sowie Montageschlitze,
die sich zwischen den Aussparungen und zu einem Rand, insbesondere dem unteren Rand
der Wärmehaube erstrecken, aufweist.
[0006] Grundgedanke der Erfindung ist es also, die Wärmehaube in den zwischen der äußeren
Helmschale und dem Innenhelm gebildeten Zwischenraum einzubringen. Damit wird sichergestellt,
dass die Wärmehaube eng an dem Kopf des Helmträgers anliegt, um ihn effektiv vor Kälte
zu schützen. Da der Schutzhelm wie gewohnt getragen werden kann, ist auch die Sicherheit
des Helmträgers durch die Verwendung der Wärmehaube nicht beeinträchtigt. Anpassungen
der Größe des Innenhelms, die für den Fall einer unter dem Schutzhelm getragenen Haube
erforderlich sind, entfallen. Die durch die Aussparungen greifenden Verbindungselemente
bewirken dabei eine sichere Positionierung der Wärmehaube an dem Schutzhelm. Gleichfalls
wird verhindert, dass die Wärmehaube dem Träger ins Gesicht rutschen kann, was sehr
störend und sogar gefährlich sein kann. Die Montageschlitze ermöglichen das einfache
Anbringen der Wärmehaube an dem Schutzhelm, indem die Aussparungen um die Verbindungselemente
positioniert werden können. Eine Demontage von Helmschale und Innenhelm ist zum Anbringen
oder Entfernen der Wärmehaube nicht erforderlich.
[0007] Der Innenhelm kann dabei ein Kopfband umfassen, das den unteren, umlaufenden Rand
des Innenhelms bildet, wobei die Verbindungselemente an dem Kopfband befestigt sind.
Die Verbindung von Helmschale und Innenhelm findet also in einem unteren Bereich statt,
wodurch die Länge der Montageschlitze klein gehalten werden kann. Entsprechend kann
die Montagehaube leicht an dem Schutzhelm angebracht werden.
[0008] Auch kann der Innenhelm eine Mehrzahl Tragbänder umfassen, die an dem Kopfband oder
den Verbindungselementen gehalten sind und sich bei aufgesetztem Schutzhelm über die
Oberseite des Kopfes erstrecken. Diese Ausgestaltung des Schutzhelms ermöglicht einen
leichten Aufbau, und die Tragbänder können sich gut an die Kopfform des Helmträgers
anpassen. Die flache Form der Tragbänder ermöglicht ein zuverlässiges Anschmiegen
der Wärmehaube an den Kopf, so dass die Wärmehaube einen zuverlässigen Schutz bilden
kann. Wenn die Tragbänder an den Verbindungselementen angebracht sind, können sie
- soweit erforderlich - mit den Verbindungselementen durch die Aussparungen der Wärmehaube
treten, so dass die Positionierung der Wärmehaube nicht eingeschränkt ist.
[0009] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung können zwei Tragbänder vorgesehen sein, die
sich bei aufgesetztem Schutzhelm quer zueinander über die Oberseite des Kopfes erstrecken,
um einen zuverlässigen Sitz auf dem Kopf zu ermöglichen.
[0010] Weiterhin können die Tragbänder an einem Bereich an der Oberseite des Kopfes aneinander
fixiert oder fixierbar sein. Dadurch sind die Tragbänder bereits vorpositioniert,
so dass das Aufsetzen des Schutzhelm möglich ist, ohne dass die korrekte Positionierung
der Tragbänder zuvor überprüft werden muss. Insbesondere bei sehr flexiblen Tragbändern
kann das Verdrehen oder Verknoten verhindert werden.
[0011] Ferner können die Verbindungselemente lösbar mit der Helmschale und/oder dem Innenhelm
verbunden sein. Somit kann die Wärmehaube durch das Lösen der Verbindungselemente
von dem Schutzhelm entfernt werden.
[0012] Des Weiteren können im Bereich der Montageschlitze einander überlappende Materialstreifen
vorgesehen sein. Durch die Überlappung werden die Montageschlitze abgedichtet, so
dass sich ein zuverlässiger Schutz vor den Witterungseinflüssen ergibt. Das Anbringen
der Wärmehaube wird durch die Überlappung nicht erschwert.
[0013] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung können Verschlussmittel, insbesondere Klettverschlüsse,
Reißverschlüsse und/oder Knöpfe vorgesehen sein, mit denen die Montageschlitze verschließbar
sind. Dadurch können die Montageschlitze sicher verschlossen werden, so dass die Wärmehaube
einen verbesserten Schutz vor Witterungseinflüssen liefern kann. Gleichzeitig wird
der Sitz der Wärmehaube verbessert, da die Aussparungen um die Verbindungselemente
diese bei verschlossenen Montageschlitzen ohne Durchlass umgeben. Damit kann die Wärmehaube
nicht verrutschen oder unbeabsichtigt von dem Schutzhelm entfernt werden.
[0014] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung kann die Wärmehaube so ausgebildet
sein, dass sie zumindest in einem seitlichen Bereich als Ohrenschutz und/oder in einem
hinteren Bereich als Nackenschutz über den unteren Rand der Helmschale herausragt.
So wird nicht nur der unmittelbar von dem Schutzhelm bedeckte Bereich des Kopfes vor
Witterungseinflüssen geschützt, sondern auch die üblicherweise besonders empfindlichen
Ohren und/oder der Nacken des Helmträgers. In diesem Fall erstrecken sich Montageschlitze
von korrespondierenden Aussparungen zu dem unteren Rand des Ohrenschutzes bzw. Nackenschutzes.
[0015] Schließlich kann die Wärmehaube aus einem textilen Material hergestellt sein. Geeignete
Materialien sind beispielsweise Vlies oder Filz. Dieses Material kann sich an den
Kopf des Helmträgers anpassen und ist geeignet, um die Schutzfunktion der Wärmehaube
zu erfüllen.
[0016] Hinsichtlich weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung wird auf die Unteransprüche
sowie die nachfolgende Erläuterung eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf
die beiliegende Zeichnung verwiesen. In der Zeichnung zeigt:
- Figur 1
- eine Seitenansicht als teilweise Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Schutzhelms
mit einer daran angebrachten Wärmehaube,
- Figur 2
- eine Seitenansicht der Wärmehaube aus Figur 1 mit zusätzlichen Details, und
- Figur 3
- eine Schnittansicht des Schutzhelms aus Figur 1 mit der daran angebrachten Wärmehaube,
die den Bereich eines Verbindungselementes zwischen Helmschale und Innenhelm im Detail
zeigt.
[0017] Figur 1 zeigt einen Schutzhelm 1 gemäß der vorliegenden Erfindung. Der Schutzhelm
1 umfasst eine äußere Helmschale 2 aus einem schlagfesten Material und einen Innenhelm
3, der im Wesentlichen von einem Kopfband 4 und zwei Tragbändern 5 gebildet wird,
wobei das Kopfband 4 den unteren umlaufenden Rand des Innenhelms 3 definiert. Die
Tragbänder 5 erstrecken sich von Verbindungselementen 6, die integral mit dem Kopfband
4 ausgebildet sind, nach oben, um eine Auflage quer über einen Kopf eines Helmträgers
zu bilden, wie schematisch in Figur 1 gezeigt ist.
[0018] In ihrem Überschneidungsbereich sind die Tragbänder 5 mit einem hier nicht dargestellten
Klettverschluss aneinander fixierbar.
[0019] Die Verbindungselemente 6 sind mit einem im Wesentlichen V-förmigen Querschnitt ausgeführt,
wie in Figur 3 im Detail gezeigt ist. Sie dienen dazu, die Helmschale 2 unter Bildung
eines dazwischenliegenden Freiraums 7 punktuell mit dem Innenhelm 3 zu verbinden.
Dazu umfassen die Verbindungselemente 6 einen Hakenbereich 8, mit dem sie in einer
Aussparung 9 der Helmschale 2 befestigt sind. Der Hakenbereich 8 ist durch eine Presspassung
in der Aussparung 9 gehalten. Durch ein Herausziehen des Hakenbereichs 8 aus der Aussparung
9 kann das Verbindungselement 6 und damit auch der Innenhelm 3 von der Helmschale
2 getrennt werden.
[0020] Die Befestigung der Enden der Tragbänder 5 an den Verbindungselementen 6 ist im Detail
in Figur 3 dargestellt. An den Verbindungselementen 6 sind jeweils zwei Sicherungsnasen
10 vorgesehen, die in nicht gezeigte Aussparungen eines Endes des Tragbandes 5 eingreifen,
um dieses zu positionieren und zu fixieren. Dabei erstreckt sich jeweils ein Endbereich
eines Tragbandes 5 entlang eines Hakenbereichs 8 bis in die Aussparung 9, so dass
der Endbereich des Tragbandes 5 zusammen mit dem Hakenbereich 8 in der Aussparung
9 festgeklemmt wird. Zur Positionierung der Tragbänder 5 sind an den Verbindungselementen
6 nicht sichtbare Aussparungen vorgesehen, durch welche die Tragbänder 5 geführt sind.
[0021] In dem Freiraum 3 ist eine Wärmehaube 11, die im Detail in Figur 2 gezeigt ist, mit
ihrem Kopfbereich 12 eingebracht. Nach unten schließen sich an den Kopfbereich 12
ein seitlicher Ohrenschutz 13 und ein hinterer Nackenschutz 14 an, um entsprechende
Kopfbereiche zu überdecken. Die Wärmehaube 11 ist aus einem textilen Material, hier
einem Filzmaterial, hergestellt.
[0022] In dem Kopfbereich 12 sind Aussparungen 15 ausgebildet, die mit den Verbindungselementen
6 korrespondieren. Von den Aussparungen 15 erstrecken sich entlang der gestrichelten
Linien Montageschlitze 16 zum unteren Rand der Wärmehaube 11. Die Montageschlitze
16 sind jeweils durch die durch den schraffierten Bereich 17 angedeuteten überlappenden
Materialstreifen 17a, 17b, die auch in Figur 3 sichtbar sind, abgedichtet. Zwischen
den überlappenden Materialstreifen 17a, 17b ist ein nicht sichtbarer Klettverschluss
angebracht, mit dem die Materialstreifen 17a, 17b aneinander fixiert werden können,
um die Montageschlitze 16 zu verschließen.
[0023] Zur Anbringung der Wärmehaube 11 werden die Klettverschlüsse geöffnet. Die Wärmehaube
11 wird in den Freiraum 7 eingebracht, wobei die Aussparungen 15 über die Montageschlitze
16 um die Verbindungselemente 6 positioniert werden. Anschließend werden die Montageschlitze
16 über die Klettverschlüsse verschlossen, so dass die Wärmehaube 11 fest an dem Schutzhelm
1 angebracht ist und gegen ein Verrutschen gesichert ist. Der Schutzhelm 1 kann wie
zuvor verwendet werden, ohne dass durch die Verwendung der Wärmehaube 11 eine Anpassung
erforderlich ist.
1. Wärmehaube (11) zur Anbringung an einem Schutzhelm (1), wobei der Schutzhelm (1) eine
äußere Helmschale (2) aus einem schlagfesten Material und einen Innenhelm (3), der
eine im Wesentlichen offene Struktur besitzt und durch eine Mehrzahl von Verbindungselementen
(6) unter Bildung eines dazwischenliegenden Freiraums (7) punktuell mit der Helmschale
(2) verbunden ist, umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmehaube (11) in den Freiraum (7) einbringbar ist und zu den Verbindungselementen
(6) korrespondierende Aussparungen (15), die von den Verbindungselementen (6) durchgriffen
werden, sowie Montageschlitze (16), die sich zwischen den Aussparungen (15) und zu
einem Rand, insbesondere dem unteren Rand der Wärmehaube (11) erstrecken, aufweist.
2. Wärmehaube (11) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Montageschlitze (16) einander überlappende Materialstreifen (17a,
17b) vorgesehen sind.
3. Wärmehaube (11) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Verschlußmittel, insbesondere Klettverschlüsse, Reißverschlüsse und/oder Knöpfe vorgesehen
sind, mit denen die Montageschlitze (16) verschließbar sind.
4. Wärmehaube (11) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmehaube (11) so ausgebildet ist, dass sie zumindest in einem seitlichen Bereich
als Ohrenschutz (13) und/oder in einem hinteren Bereich als Nackenschutz (14) über
den unteren Rand der Helmschale (2) herausragt.
5. Wärmehaube (11) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmehaube (11) aus einem textilen Material hergestellt ist.
6. Schutzhelm (1) mit einer äußeren Helmschale (2) aus einem schlagfesten Material und
einem Innenhelm (3), der eine im Wesentlichen offene Struktur besitzt und durch eine
Mehrzahl von Verbindungselementen (6) unter Bildung eines dazwischenliegenden Freiraums
(7) punktuell mit der Helmschale (2) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass in den Freiraum (7) eine Wärmehaube (11) nach einem der Ansprüche 1 bis 5 eingebracht
ist, wobei die zu den Verbindungselementen (6) korrespondierende Aussparungen (15)
von den Verbindungselementen (6) durchgriffen werden.
7. Schutzhelm (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmehaube (11) zumindest in einem seitlichen Bereich als Ohrenschutz (13) und/oder
in einem hinteren Bereich als Nackenschutz (14) ausgebildet ist und über den unteren
Rand der Helmschale (2) nach unten vorsteht, wobei sich Montageschlitze (16) ausgehend
von korrespondierenden Aussparungen (15) zu dem unteren Rand des Ohrenschutzes (13)
und/oder Nackenschutzes (14) erstrecken.
8. Schutzhelm (1) nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenhelm (3) ein Kopfband (4) umfasst, das den unteren, umlaufenden Rand des
Innenhelms (3) bildet, und die Verbindungselemente (6) an dem Kopfband (4) befestigt
sind.
9. Schutzhelm nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenhelm (3) eine Mehrzahl Tragbänder (5) umfasst, die am dem Kopfband (4) oder
den Verbindungselementen (6) gehalten sind und sich bei aufgesetztem Schutzhelm (1)
über die Oberseite des Kopfes erstrecken.
10. Schutzhelm (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Tragbänder (5) vorgesehen sind, die sich bei aufgesetztem Schutzhelm (1) quer
zueinander über die Oberseite des Kopfes erstrecken.
11. Schutzhelm (1) nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragbänder (5) in einem Bereich an der Oberseite des Kopfes aneinander fixiert
oder fixierbar sind.
12. Schutzhelm (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente (6) lösbar mit der Helmschale (2) und/oder dem Innenhelm
(3) verbunden sind.