[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein elektrisch leitfähiges Schleifwerkzeug und
ein Materialabtragungsverfahren zum zerspanenden und elektrochemischen Abtragen von
Material mit einem derartigen Schleifwerkzeug.
Stand der Technik
[0002] Schleifwerkzeuge für die spanende Bearbeitung von Bauteilen aus Metall, Keramik oder
anderen Materialien weisen meist in eine Bindungsmatrix eingebundene Abrasivpartikel
(Schleifkörner) auf. Die Verteilung der Abrasivpartikel innerhalb der Bindungsmatrix
ist dabei nahezu homogen. Die Abrasivpartikel einbindende Bindungsmatrix kann dabei
zur Schleifwerkzeuggeometrie ausgeformt sein. Als Material für die Bindungsmatrix
können Metalle, keramische Sinterwerkstoffe oder Polymere, insbesondere auf Phenolharzbasis,
eingesetzt werden. Herkömmliche Schleifwerkzeuge mit einer polymeren Bindungsmatrix
sind nicht elektrisch leitfähig. Schleifwerkzeuge mit einer metallischen Bindungsmatrix
sind hingegen elektrisch leitfähig, wobei die Leitfähigkeit meist auf die Bindungsmatrix
beschränkt ist und die Abrasivpartikel nicht leitfähig sind.
[0003] Elektrisch leitfähige Schleifwerkzeuge mit einer metallischen Bindungsmatrix können
für so genannte Hybridbearbeitungsprozesse eingesetzt werden. Bei diesen Hybridbearbeitungsprozessen
erfolgt der Materialabtrag an einem ebenfalls elektrisch leitfähigen Werkstück durch
einen zeitgleich stattfindenden spanenden und elektrisch abtragenden Wirkmechanismus.
Bei einem elektrochemischen Abtragen ist dabei das Schleifwerkzeug als Kathode und
das Werkstück als Anode geschaltet, so dass durch das Prinzip der anodischen Auflösung
Material am Werkstück entfernt werden kann. Darüber hinaus können elektrisch leitfähige
Schleifwerkzeuge mit einer metallischen Bindungsmatrix durch elektrisch abtragende
Verfahren, wie elektrochemisches Schärfen, beispielsweise ELID, funkenerosives Abrichten
oder kontakterosives Abrichten, konditioniert werden. Das heißt, durch einen elektrisch
arbeitenden Materialabtrag kann das metallische Bindungsmatrixmaterial entfernt werden.
Dadurch kann gezielt der Abrasivpartikelüberstand erhöht, verschlissene Abrasivpartikel
aus der Bindungsmatrix entfernt, neue Abrasivpartikel aus der Schleifscheibe vorgehoben
und die Geometrie des Schleifwerkzeuges beziehungsweise das Schleifscheibenprofil
überarbeitet werden. Elektrisch leitfähige Schleifwerkzeuge mit einer metallischen
Bindungsmatrix zeichnen sich durch eine hohe Härte aus, sind jedoch schwierig abzurichten
und für die Hochpräzisions-, Feinst-, Finish- und/oder Polierschleifbearbeitung von
harten, insbesondere metallischen oder keramischen, Komponenten, beispielsweise aus
hochfesten Stählen, nur im beschränkten Maße einsetzbar.
Offenbarung der Erfindung
[0004] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein elektrisch leitfähiges Schleifwerkzeug,
insbesondere eine Schleifscheibe, beispielsweise für ein spanendes und elektrochemisches
Materialabtragungsverfahren, welches Abrasivpartikel (Schleifkörner) und eine elektrisch
leitfähige Bindungsmatrix umfasst, wobei die Abrasivpartikel in die Bindungsmatrix
eingebunden sind.
[0005] Da wird unter einem "elektrisch leitfähigen Schleifwerkzeug" insbesondere verstanden,
dass die Bindungsmatrix elektrisch leitfähig ist, wobei die Abrasivpartikel elektrisch
leitfähig oder nicht elektrisch leitfähig, insbesondere nicht elektrisch leitfähig,
sein können.
[0006] Erfindungsgemäß umfasst die Bindungsmatrix dabei mindestens ein elektrisch selbstleitendes
Polymer und/oder mindestens ein Polymer, welches mindestens ein elektrisch leitendes
Additiv aufweist. Insbesondere kann die Bindungsmatrix aus mindestens einem elektrisch
selbstleitenden Polymer und/oder mindestens einem Polymer, welches mindestens ein
elektrisch leitendes Additiv aufweist, ausgebildet sein. Vorzugsweise ragt dabei zumindest
ein Teil der Abrasivpartikel aus der Bindungsmatrix teilweise heraus.
[0007] Das erfindungsgemäße Schleifwerkzeug hat den Vorteil, dass es einerseits für ein
spanendes und elektrochemisches Materialabtragungsverfahren (Hybridbearbeitungsprozess)
eingesetzt werden kann und andererseits weicher sein kann und bessere Dämpfungseigenschaften
aufweisen kann als elektrisch leitfähige Schleifwerkzeuge mit einer metallischen Bindungsmatrix,
wodurch eine höhere Oberflächengüte des damit bearbeiteten Werkstücks erzielt werden
kann. Insbesondere kann das erfindungsgemäße Schleifwerkzeug zur Hochpräzisions-,
Feinst-, Finish- beziehungsweise Polierschleifbearbeitung eingesetzt werden. Darüber
hinaus ist ein erfindungsgemäße Schleifwerkzeug gut abzurichten und verfügt über einen
selbstschärfenden Effekt im Schleifprozess, so dass es im Gegensatz zu Schleifwerkzeugen
mit anderen Bindungsmaterialien nach Einsatzbeginn seltener oder sogar nicht abgerichtet
werden muss.
[0008] Das erfindungsgemäße Schleifwerkzeug kann insbesondere für ein Hybrid-Materialabtragungsverfahren
zum zerspanenden und elektrochemischen Abtragen von Material, insbesondere für die
Hochpräzisions-, Feinst-, Finish- und/oder Polierschleifbearbeitung von harten, insbesondere
metallischen oder keramischen, Komponenten, beispielsweise aus hochfesten Stählen,
ausgebildet sein.
[0009] Im Rahmen einer Ausführungsform sind die Abrasivpartikel homogen verteilt in die
Bindungsmatrix eingebunden sind.
[0010] Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform ist die Bindungsmatrix elastisch.
[0011] Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform sind die Abrasivpartikel ausgewählt, aus
der Gruppe bestehend aus Aluminiumoxidpartikeln (Korund), Siliciumcarbidpartikeln,
Bornitridpartikeln, insbesondere kubischen Bornitridpartikeln (CBN), Borcarbidpartikeln,
Diamantpartikeln und Mischungen davon.
[0012] Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform ist das elektrisch selbstleitenden Polymer
ausgewählt, aus der Gruppe, bestehend aus Polyacetylen, insbesondere cis-Polyacetylen
und trans-Polyacetylen, Polypyrrol, Polythiophen, Polyanilin, Poly(para-phenylen),
Poly(para-phenylen-vinylen) und Mischungen davon.
[0013] Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform ist das Additiv umfassende Polymer ausgewählt,
aus der Gruppe bestehend aus Kunstharzen, insbesondere Phenolharzen, Imidharzen, Epoxidharzen,
Polyesterharzen, Polyurethanharzen, Polyolefinen, elastomeren Silikonen, Naturkautschuk
(NR), Styrol-Butadien-Kautschuk (SBR), Butylkautschuk (IIR), Ethylen-Propylen-Kautschuk
(EPDM), Nitrilkautschuk (NBR), hydrierter Nitrilkautschuk (HNBR), Chloroprenekautschuk
(CR), chlorsulfoniertes Polyethylen (CSM), Acrylatkautschuk (ACM), Polyurethankautschuk
(PU), Silikonkautschuk (MVQ), Fluorsilikonkautschuk (MFQ), Fluorkautschuk (FPM) und
Mischungen davon. Gegebenenfalls kann das Additiv umfassende Polymer auch ein elektrisch
selbstleitendes Polymer sein.
[0014] Das elektrisch leitende Additiv ist vorzugsweise ebenfalls homogen verteilt in dem
Polymer beziehungsweise der Bindungsmatrix eingebunden.
[0015] Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform ist das elektrisch leitende Additiv ausgewählt,
aus der Gruppe, bestehend aus Leitruß, Metallpulvern und Mischungen davon.
[0016] Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform ist das Schleifwerkzeug in Form eines rotationssymmetrischen
Körpers, beispielsweise eines Zylinders, insbesondere einer Scheibe, ausgebildet.
[0017] Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform umfasst das Schleifwerkzeug weiterhin einen
Grundkörper, auf den die Abrasivpartikel einbindende Bindungsmatrix aufgebracht ist.
Die Abrasivpartikel einbindende Bindungsmatrix kann dabei eine Schichtdicke (d) von
≥ 1 mm bis ≤ 50 mm, insbesondere vorn ≥ 5 mm bis ≤ 10 mm, aufweisen. Der Grundkörper
kann dabei aus einem Metall ausgebildet sein. Insbesondere kann der Grundkörper in
Form eines rotationssymmetrischen Körpers, beispielsweise eines Zylinders, insbesondere
einer Scheibe, ausgebildet sein.
[0018] Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform ist der Grundkörper in Form eines rotationssymmetrischen
Körpers ausgebildet, wobei die Abrasivpartikel einbindende Bindungsmatrix auf der
Mantelfläche des Grundkörpers und/oder auf einer oder beiden Deckflächen des Grundkörpers
aufgebracht ist.
[0019] Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform ist der Grundkörper in Form einer Scheibe
ausgebildet, wobei die Abrasivpartikel einbindende Bindungsmatrix auf der Mantelfläche
der Scheibe aufgebracht ist. Die Abrasivpartikel einbindende Bindungsmatrix kann dabei
insbesondere eine Schichtdicke (d) von ≥ 5 mm bis ≤ 10 mm aufweisen.
[0020] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung betrifft ein Materialabtragungsverfahren zum
zerspanenden und elektrochemischen Abtragen von Material, welches mindestens einen
Verfahrensschritt: a) Zerspanendes und elektrochemisches Abtragen von Material von
einem, insbesondere elektrisch leitfähigen, Werkstück mit einem erfindungsgemäßen
Schleifwerkzeug, umfasst.
[0021] Durch das erfindungsgemäße Schleifwerkzeug kann vorteilhafterweise eine höhere Bauteilpräzision
und eine verbesserte Bauteilqualität als mit einem Schleifwerkzeug mit einer metallischen
Bindungsmatrix erzielt werden. Darüber hinaus können durch das erfindungsgemäße Schleifwerkzeug
vorteilhafterweise Fertigungszeiten und -kosten reduziert werden. Hinsichtlich weiterer
Vorteile wird auf die Erläuterungen im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Schleifwerkzeug
verwiesen.
[0022] Das erfindungsgemäße Verfahren kann insbesondere ein Hybrid-Materialabtragungsverfahren
zum zerspanenden und elektrochemischen Abtragen von Material, insbesondere für die
Hochpräzisions-, Feinst-, Finish- und/oder Polierschleifbearbeitung von harten, insbesondere
metallischen oder keramischen, Komponenten, beispielsweise aus hochfesten Stählen,
ausgebildet sein.
[0023] Insbesondere kann zum zerspanenden und elektrochemischen Abtragen von Material, das
Schleifwerkzeug an dem Werkstück anliegend gedreht werden, wobei zwischen dem Schleifwerkzeug
und dem Werkstück eine Elektrolytflüssigkeit eingebracht wird, wobei das Werkstück
als Anode und das Schleifwerkzeug als Kathode geschaltet wird. Das Werkstück kann
dabei ebenfalls gedreht werden.
[0024] Mit der Zeit können die Abrasivpartikel verschleißen. In diesem Fall kann das Schleifwerkzeug
neu konditioniert, insbesondere durch Ein- und/oder Abschleifen mit einem Konditionierwerkzeug,
werden. Das heißt, durch ein trennendes Verfahren kann das polymere Bindungsmaterial
entfernt werden. Dadurch kann gezielt der Abrasivpartikelüberstand erhöht, verschlissene
Abrasivpartikel aus der Bindungsmatrix entfernt, neue Abrasivpartikel aus dem Schleifwerkzeug
vorgehoben und/oder die Geometrie des Schleifwerkzeuges beziehungsweise das Schleifscheibenprofil
überarbeitet werden.
[0025] Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform umfasst das Verfahren daher weiterhin mindestens
einen Verfahrensschritt: b) Konditionieren, insbesondere Ein- und/oder Abschleifen
des Schleifwerkzeugs, zum Beispiel mit einem Schärfstein, beispielsweise aus einer
poröser Keramik oder einem weichen Stahl, oder mit einem Schleifwerkzeug mit keramischen
Abrasivpartikeln, insbesondere Aluminiumoxidpartikeln (Korund) oder Siliciumcarbidpartikeln,
oder mit einem, beispielsweise stehenden oder rotierenden, Diamantwerkzeug. Auf diese
Weise können verschlissene Abrasivpartikel entfernt werden. Beim Entfernen der verschlissenen
Abrasivpartikel wird zudem das Polymer durch die beim Konditionieren entstehenden
Partikel und/oder durch die eingesetzten Abrasivpartikel und/oder durch das eingesetzte
Konditionierwerkzeug teilweise entfernt, sodass darunter liegende, unverschlissene
Abrasivpartikel freigelegt werden.
[0026] Vorzugsweise werden die Verfahrensschritte a) und b), insbesondere bis zum Verbrauch
des Schleifwerkzeugs, alternierend durchgeführt.
[0027] Durch das erfindungsgemäße Verfahren können beispielsweise Ventilnadeln, Bolzen und
Düsenkörper für Einspritzsysteme, Hydraulikkomponenten oder Windkraftkomponenten hergestellt
werden. Dabei können die Werkstücke aus gehärteten Stählen oder harten metallischen
Materialien ausgebildet sein.
Zeichnungen
[0028] Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Gegenstände
werden durch die Zeichnungen veranschaulicht und in der nachfolgenden Beschreibung
erläutert. Dabei ist zu beachten, dass die Zeichnungen nur beschreibenden Charakter
haben und nicht dazu gedacht sind, die Erfindung in irgendeiner Form einzuschränken.
Es zeigen
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schleifwerkzeugs;
und
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schleifwerkzeugs.
[0029] Figur 1 zeigt, dass das Schleifwerkzeug Abrasivpartikel 1 und eine elektrisch leitfähige
Bindungsmatrix 2 umfasst, wobei die Abrasivpartikel 1 in die Bindungsmatrix 2 eingebunden
sind. Dabei umfasst die Bindungsmatrix 2 erfindungsgemäß mindestens ein elektrisch
selbstleitendes Polymer und/oder mindestens ein Polymer, welches mindestens ein elektrisch
leitendes Additiv 3 aufweist. Figur 1 illustriert, dass die Abrasivpartikel 1 und
das elektrisch leitende Additiv 3 homogen verteilt in die Bindungsmatrix 2 eingebunden
sind. Figur 1 illustriert ferner, dass das Schleifwerkzeug im Rahmen der in Figur
1 gezeigten, ersten Ausführungsform in Form eines rotationssymmetrischen Körpers,
insbesondere einer Scheibe, ausgebildet ist.
[0030] Die in Figur 2 gezeigte, zweite Ausführungsform unterscheidet sich im Wesentlichen
dadurch von der in Figur 1 gezeigten, ersten Ausführungsform, dass das Schleifwerkzeug
weiterhin einen Grundkörper 4 umfasst, auf den die Abrasivpartikel 1 einbindende Bindungsmatrix
2 aufgebracht ist. Der Grundkörper 4 ist dabei insbesondere in Form einer Scheibe
ausgebildet ist, wobei die Abrasivpartikel 1 einbindende Bindungsmatrix 2 auf der
Mantelfläche M des scheibenförmigen Grundkörpers 4 aufgebracht ist und eine Schichtdicke
d aufweist. Die beiden Deckflächen D des scheibenförmigen Grundkörpers 4 weisen dabei
keine darauf aufgebrachte, Abrasivpartikel 1 einbindende Bindungsmatrix 2 auf.
1. Elektrisch leitfähiges Schleifwerkzeug, umfassend
- Abrasivpartikel (1) und
- eine elektrisch leitfähige Bindungsmatrix (2),
wobei die Abrasivpartikel (1) in die Bindungsmatrix (2) eingebunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass
die Bindungsmatrix (2) mindestens ein elektrisch selbstleitendes Polymer und/oder
mindestens ein Polymer, welches mindestens ein elektrisch leitendes Additiv (3) aufweist,
umfasst.
2. Schleifwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abrasivpartikel (1) homogen verteilt in die Bindungsmatrix (2) eingebunden sind.
3. Schleifwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bindungsmatrix (2) elastisch ist.
4. Schleifwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Abrasivpartikel (1) ausgewählt sind, aus der Gruppe bestehend aus Aluminiumoxidpartikeln,
Siliciumcarbidpartikeln, Bornitridpartikeln, Borcarbidpartikeln, Diamantpartikeln
und Mischungen davon, und/oder
- das elektrisch selbstleitende Polymer ausgewählt ist, aus der Gruppe, bestehend
aus Polyacetylen, Polypyrrol, Polythiophen, Polyanilin, Poly(paraphenylen), Poly(para-phenylen-vinylen)
und Mischungen davon, und/oder
- das Additiv (3) aufweisende Polymer ausgewählt ist, aus der Gruppe bestehend aus
Kunstharzen, Polyolefinen, elastomeren Silikonen, Naturkautschuk, Styrol-Butadien-Kautschuk,
Butylkautschuk, Ethylen-Propylen-Kautschuk, Nitrilkautschuk, hydrierter Nitrilkautschuk,
Chloroprenekautschuk, chlorsulfoniertes Polyethylen, Acrylatkautschuk, Polyurethankautschuk,
Silikonkautschuk, Fluorsilikonkautschuk, Fluorkautschuk und Mischungen davon, und/oder
- das elektrisch leitende Additiv (3) ausgewählt ist, aus der Gruppe, bestehend aus
Leitruß, Metallpulvern und Mischungen davon.
5. Schleifwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Schleifwerkzeug in Form eines rotationssymmetrischen Körpers ausgebildet ist.
6. Schleifwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Schleifwerkzeug weiterhin einen Grundkörper (4) umfasst, auf den die Abrasivpartikel
(1) einbindende Bindungsmatrix (2) aufgebracht ist.
7. Schleifwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (4) in Form eines rotationssymmetrischen Körpers ausgebildet ist,
wobei die Abrasivpartikel (1) einbindende Bindungsmatrix (2) auf der Mantelfläche
(M) des Grundkörpers (4) und/oder auf einer oder beiden Deckflächen (D) des Grundkörpers
(4) aufgebracht ist.
8. Schleifwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (4) in Form einer Scheibe ausgebildet ist, wobei die Abrasivpartikel
(1) einbindende Bindungsmatrix (2) auf der Mantelfläche (M) der Scheibe aufgebracht
ist.
9. Materialabtragungsverfahren zum zerspanenden und elektrochemischen Abtragen von Material,
umfassend mindestens einen Verfahrensschritt:
a) Zerspanendes und elektrochemisches Abtragen von Material von einem Werkstück mit
einem Schleifwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 8.
10. Materialabtragungsverfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren weiterhin mindestens einen Verfahrensschritt:
b) Konditionieren des Schleifwerkzeugs, umfasst.