Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Handwerkzeugmaschinenvorrichtung nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Es ist bereits eine Handwerkzeugmaschinenvorrichtung mit zumindest einem Griffbereich
und zumindest einer Koppelvorrichtung, die in zumindest einem Betriebszustand eine
mechanisch feste und trennbare Verbindung zwischen einem Zusatzhandgriff und einer
Handwerkzeugmaschine herstellt, vorgeschlagen worden.
Offenbarung der Erfindung
[0003] Die Erfindung geht aus von einer Handwerkzeugmaschinenvorrichtung mit zumindest einem
Griffbereich und zumindest einer Koppelvorrichtung, die in zumindest einem Betriebszustand
eine mechanisch feste und trennbare Verbindung zwischen einem Zusatzhandgriff und
einer Handwerkzeugmaschine herstellt.
[0004] Es wird vorgeschlagen, dass die Handwerkzeugmaschinenvorrichtung zumindest eine Erfassungsvorrichtung
aufweist, die dazu vorgesehen ist, zumindest eine von einem Greifen innerhalb des
Griffbereichs anhängige Kenngröße zu ermitteln. Unter einem "Griffbereich" soll insbesondere
ein Bereich verstanden werden, in dem eine Hand eines Benutzers angeordnet ist, wenn
die Hand eine Grifffläche vorteilhaft eines montierten Zusatzhandgriffs, greift. Vorteilhaft
ist die Grifffläche mit der Koppelvorrichtung des Zusatzhandgriffs mechanisch fest
verbunden, insbesondere auch, wenn die Verbindung der Koppelvorrichtung getrennt ist.
Insbesondere soll unter einer "trennbaren Verbindung" eine Verbindung verstanden werden,
die von einem Benutzer beispielsweise zwischen zwei Arbeitsvorgängen insbesondere
mit geringem Aufwand trennbar ist. Vorzugsweise ist die Koppelvorrichtung von einem
Benutzer werkzeuglos trennbar ausgebildet. Vorteilhaft ist die Handwerkzeugmaschine
auch zusatzhandgrifffrei, das heißt ohne Zusatzhandgriff, einsetzbar. Unter einem
"Zusatzhandgriff" soll insbesondere ein Handgriff verstanden werden, der zusätzlich
zu einem Haupthandgriff der Handwerkzeugmaschine mit der Handwerkzeugmaschine mechanisch
fest verbindbar ist. Dabei ist vorzugsweise am Haupthandgriff ein Bedienelement angebracht,
mit dem ein Benutzer insbesondere eine Drehzahl eines Antriebsmotors der Handwerkzeugmaschine
steuern kann. Vorteilhaft ist die Handwerkzeugmaschine mit dem Zusatzhandgriff nachrüstbar.
Vorzugsweise weist der Zusatzhandgriff weitere, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende
Funktionsgruppen, wie beispielsweise eine Ausrichtungserkennung für eine Erkennung
eines unbeherrschten Blockierfalls und/oder eine Bohrstellenbeleuchtung auf. Unter
"vorgesehen" soll insbesondere speziell ausgestattet, ausgelegt und/oder programmiert
verstanden werden. Unter der Wendung "greifen innerhalb des Griffbereichs" soll insbesondere
verstanden werden, dass die Hand des Benutzers zumindest teilweise innerhalb des Griffbereichs
eine Kraft auf die Grifffläche ausübt und dadurch eine Position und/oder Ausrichtung
der Handwerkzeugmaschine beeinflussen kann. In diesem Zusammenhang soll unter einer
"Kenngröße" insbesondere zumindest eine Information verstanden werden, die in zumindest
einem Betriebszustand beschreibt, ob die Hand des Benutzers in dem Betriebszustand
zumindest teilweise im Griffbereich angeordnet ist. Alternativ oder zusätzlich ist
die Kenngröße von einer Kraft abhängig, mit der die Hand des Benutzers die Grifffläche
greift. Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Handwerkzeugmaschinenvorrichtung
kann eine durch die Erfassungsvorrichtung besonders sichere und insbesondere durch
den abnehmbaren Zusatzhandgriff besonders komfortable und leistungsfähige Handwerkzeugmaschine
bereitgestellt werden. Vorteilhaft ist die Erfassungsvorrichtung mechanisch fest mit
der Koppelvorrichtung des Zusatzhandgriffs verbunden. Alternativ könnte die Erfassungsvorrichtung
auch mechanisch fest mit der Handwerkzeugmaschine verbunden sein. Insbesondere könnte
die Erfassungsvorrichtung den Griffbereich des Zusatzhandgriffs drahtlos überwachen.
[0005] In einer weiteren Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass die Erkennungsvorrichtung
dazu vorgesehen ist, zumindest eine Kenngröße zu ermitteln, die von einem Zustand
der Koppelvorrichtung abhängig ist. Unter der Wendung "von einem Zustand abhängig"
soll insbesondere verstanden werden, dass die Kenngröße davon abhängig ist, ob der
Zusatzhandgriff mechanisch fest mit der Handwerkzeugmaschine verbunden ist oder ob
der Zusatzhandgriff von der Handwerkzeugmaschine mechanisch getrennt ist, wodurch
vorteilhaft ein montierter Zusatzhandgriff erkannt und dadurch verschiedene Betriebszustände
unterschieden und eine hohe Sicherheit bei einer hohen Leistungsfähigkeit und ein
großer Komfort erreicht werden können.
[0006] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Handwerkzeugmaschinenvorrichtung eine Schaltvorrichtung
aufweist, die dazu vorgesehen ist, zumindest eine Reaktion auf die Kenngröße zu beeinflussen.
Unter einer "Schaltvorrichtung" soll insbesondere eine Vorrichtung verstanden werden,
mittels der eine Reaktion auf zumindest einen bestimmten Wert der Kenngröße verändert
oder vorteilhaft verhindert werden kann. Vorteilhaft weist die Abschaltvorrichtung
ein Bedienelement, wie beispielsweise einen Schalter und/oder eine Codeeingabemöglichkeit,
und/oder eine zumindest teilautomatische Erkennungsvorrichtung zur Bestimmung eines
Betriebszustands, wie beispielsweise einen Sensor, auf. Beispielsweise erkennt die
Erkennungsvorrichtung ein Einspannen des Handwerkzeugs in einen Ständer und die Schaltvorrichtung
deaktiviert daraufhin vorteilhaft die Reaktion auf einen Wert der Kenngröße. Unter
einer "Reaktion" soll insbesondere eine andere, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende
Reaktion der Handwerkzeugmaschine, eine Einschaltsperre, ein Warnton und/oder vorteilhaft
eine Reduzierung einer maximalen Bearbeitungsleistung verstanden werden, wodurch komfortabel
ein besonders sicheres Arbeiten in unterschiedlichen Betriebszuständen möglich ist.
[0007] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Handwerkzeugmaschinenvorrichtung eine Auswerteeinheit
aufweist, die dazu vorgesehen ist, eine Überwachung zumindest eines oberen und eines
unteren Grenzwerts der Kenngröße durchzuführen. Unter einer "Überwachung" soll insbesondere
ein Vergleich der Kenngröße mit einem Grenzwert und eine Ausgabe zumindest eines Ergebnisses
des Vergleichs verstanden werden. Unter einem "Grenzwert" soll insbesondere ein Wert
verstanden werden, dessen Überschreiten und/oder Unterscheiten jeweils einem bestimmten
Betriebszustand zuordenbar ist. Durch die Überwachung zweier Grenzwerte können vorteilhaft
wenigstens drei verschiedene Betriebszustände erkannt werden, beispielsweise ein Betriebszustand,
in dem der Zusatzhandgriff montiert ist, ein Betriebszustand, in dem die Grifffläche
unumgriffen ist, ein Betriebszustand, in dem die Grifffläche umgriffen ist und ein
Betriebszustand, in dem die Kenngröße einen beispielsweise durch Manipulation irregulären
Wert aufweist. Vorteilhaft überwacht die Auswerteeinheit drei Grenzwerte, wodurch
zusätzlich ein Betriebszustand, in dem die Erfassungsvorrichtung defekt und/oder beispielsweise
durch eine Manipulation inaktiv ist, erfasst werden kann.
[0008] Zudem wird vorgeschlagen, dass die Erfassungsvorrichtung zumindest ein Erfassungsmittel
aufweist, das dazu vorgesehen ist, die Kenngröße kapazitiv zu erfassen. Unter "kapazitiv
erfassen" soll insbesondere verstanden werden, dass durch eine Impedanzmessung eine
Kapazität einer Anordnung erfasst wird. Unter einer "Impedanzmessung" soll insbesondere
eine Messung zumindest einer Kapazität auf eine dem Fachmann als sinnvoll erscheinende
Art verstanden werden, wie beispielsweise eine Messung einer von einer Wechselspannung
übertragenen Blindleistung. Durch die kapazitive Erfassung der Kenngröße kann eine
besonders preiswerte und robuste Handwerkzeugmaschinenvorrichtung bereitgestellt werden.
Alternativ oder zusätzlich könnte die Erfassungsvorrichtung ein anderes, dem Fachmann
als sinnvoll erscheinendes Erfassungsmittel, wie beispielsweise einen optischer Sensor,
einen Ultraschallsensor und/oder vorteilhaft einen Schalter, aufweisen.
[0009] Weiterhin wird vorgeschlagen, dass die Erfassungsvorrichtung zumindest ein Datenübertragungsmittel
aufweist, das zumindest die Kenngröße drahtlos überträgt. Unter einem "Datenübertragungsmittel"
soll insbesondere ein Mittel verstanden werden, das ein Signal, das Informationen
über die Kenngröße beschreibt, aussendet. Unter der Wendung "drahtlos übertragen"
soll insbesondere verstanden werden, dass das Datenübertragungsmittel dazu vorgesehen
ist, die Kenngröße über einen vorteilhaft körperlosen Informationsträger, beispielsweise
über Schall-, Licht- und/oder vorzugsweise Funkwellen, auszusenden. Vorteilhaft sendet
das Datenübertragungsmittel das Signal von dem Zusatzhandgriff zu dem Handwerkzeug.
Vorzugsweise überträgt das Datenübertragungsmittel das Signal durch zumindest einen
Isolator. Alternativ oder zusätzlich könnte das Datenübertragungsmittel in zumindest
einem Betriebszustand das Signal drahtgebunden übertragen. Unter "drahtgebunden" soll
insbesondere über einen elektrischen Leiter und elektrische Bauteile übertragen verstanden
werden. Durch die drahtlose Übertragung der Kenngröße kann eine besonders robuste
und zuverlässige Handwerkzeugmaschinenvorrichtung, insbesondere ohne außenseitige,
elektrische leitende Kontakte, bereitgestellt werden und der Zusatzhandgriff vorteilhaft
mit geringem Aufwand nachgerüstet werden.
[0010] In einer vorteilhaften Ausbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Erfassungsvorrichtung
zumindest ein Energieübertragungselement aufweist, das dazu vorgesehen ist, eine verdrehbare
Energieübertragungsstrecke bereitzustellen, wodurch der Zusatzhandgriff besonders
komfortabel angeordnet und vorteilhaft mit Energie versorgt werden kann. Unter einem
"Energieübertragungselement" soll insbesondere ein Element verstanden werden, das
in zumindest einem Betriebszustand eine von dem Handwerkzeug abgegebene Energie aufnimmt
und insbesondere weiterleitet. Vorteilhaft nimmt das Energieübertragungselement eine
von dem Handwerkzeug auf den Zusatzhandgriff drahtlos übertragene Energie auf, das
heißt eine durch einen Isolator übertragene, vorteilhaft induktive Energie auf. Insbesondere
soll unter dem Begriff "verdrehbare" verstanden werden, dass das Energieübertragungselement
dazu vorgesehen ist, bei unterschiedlichen Ausrichtungen des Zusatzhandgriffs relativ
zu dem Handwerkzeug eine Energie aufzunehmen. Unter einer "Energieübertragungsstrecke"
soll insbesondere eine Strecke verstanden werden, über die in zumindest einem Betriebszustand
eine Energie übertragen wird.
[0011] In einer weiteren Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass die Erfassungsvorrichtung
eine Energiesenke aufweist, die in zumindest einem Betriebszustand zumindest die Kenngröße,
als unterschiedliche Leistungen codiert, überträgt. Vorteilhaft wird die Leistung
zusammen mit einer Versorgungsleistung der Erfassungsvorrichtung übertragen. Vorteilhaft
erfolgt eine Übertragung der Leistung niederfrequent, das heißt mit einer Frequenz
von weniger als 1 kHz. Unter einer "Energiesenke" soll insbesondere eine Vorrichtung
verstanden werden, die eine insbesondere elektrische Energie aufnimmt und in eine
andere Energie, insbesondere in thermische Energie, wandelt. Vorteilhaft wird die
elektrische Energie, alternativ oder zusätzlich eine Energieform, die innerhalb des
Zusatzhandgriffs in eine Energie gewandelt wird, von der Handwerkzeugmaschine an den
Zusatzhandgriff abgegeben. Vorzugsweise ist die Energiesenke teilweise einstückig
mit dem Erfassungsmittel ausgebildet. Unter der Wendung "als Leistung codiert" soll
insbesondere verstanden werden, dass der Zusatzhandgriff bei unterschiedlichen Werten
der Kenngröße unterschiedliche Leistungen von der Handwerkzeugmaschine aufnimmt. Durch
die als unterschiedliche Leistungen codierte übertragene Kenngröße kann konstruktiv
einfach und mit wenigen Bauteilen eine besonders zuverlässige Kommunikation erreicht
werden.
[0012] Ferner geht die Erfindung aus von einem System mit einer Handwerkzeugmaschine und
mit einer Handwerkzeugmaschinenvorrichtung, wobei sämtliche, dem Fachmann als sinnvoll
erscheinende Handwerkzeugmaschinen, wie insbesondere Bohrmaschinen, Multifunktionswerkzeuge,
Sägen, Hobel, Schrauber, Fräsen, Schleifer, Gartengeräte und/oder insbesondere Bohrhämmer
mit Pistolengriff bzw. in Topfbauweise und/oder Winkelschleifer denkbar wären, wodurch
ein besonders sicher und komfortabel einsetzbares System bereitgestellt werden kann.
Zeichnung
[0013] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung
sind drei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
[0014] Es zeigen:
- Fig. 1
- ein System mit einer schematisch dargestellten erfindungsgemäßen Handwerkzeugmaschinenvorrichtung
und einer Handwerkzeugmaschine, das eine Kenngröße drahtgebunden überträgt,
- Fig. 2
- einen Schnitt durch einen Zusatzhandgriff des Systems aus Figur 1,
- Fig. 3
- ein weiteres Ausführungsbeispiel des Systems aus Figur 1, das eine Kenngröße drahtlos
überträgt und
- Fig. 4
- ein weiteres Ausführungsbeispiel des Systems aus Figur 1, das eine Kenngröße als unterschiedliche
Leistungen codiert, überträgt.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0015] Die Figuren 1 und 2 zeigen ein System mit einer erfindungsgemäßen Handwerkzeugmaschinenvorrichtung
10a und mit einer Handwerkzeugmaschine 18a, die als ein Bohrhammer ausgebildet ist.
Die Handwerkzeugmaschine 18a umfasst ein pistolenförmiges Gehäuse 34a mit einem Haupthandgriff
36a und mit einem zylinderförmigen Anschlussbereich 38a für einen Zusatzhandgriff
16a, eine Einsatzwerkzeugbefestigung 40a, einen Antriebsmotor 42a und ein an dem Haupthandgriff
36a angeordnetes Bedienelement 44a. Mittels des Bedienelements 44a kann ein Benutzer
eine Drehzahl der Handwerkzeugmaschine 18a steuern. Der Antriebsmotor 42a ist in einem
im Wesentlichen röhrenförmigen, zwischen dem Haupthandgriff 36a und der Einsatzwerkzeugbefestigung
40a liegenden Bereich 46a der Handwerkzeugmaschine 18a angeordnet. Der Anschlussbereich
38a liegt auf einer der Einsatzwerkzeugbefestigung 40a zugewandten Seite des röhrenförmigen
Bereichs 46a.
[0016] Die Handwerkzeugmaschinenvorrichtung 10a weist den Zusatzhandgriff 16a mit einem
Griffbereich 12a und einer Koppelvorrichtung 14a auf. Die Koppelvorrichtung 14a ist
als ein Klemmring mit einer nicht näher dargestellten, dem Fachmann als sinnvoll erscheinenden
Spannvorrichtung ausgebildet. Alternativ oder zusätzlich könnten der Zusatzhandgriff
16a und die Handwerkzeugmaschine 18a miteinander verschraubt sein. Die Koppelvorrichtung
14a stellt in einem vorteilhaften Betriebszustand eine mechanisch feste und werkzeuglos
trennbare Verbindung zwischen dem Zusatzhandgriff 16a und dem Anschlussbereich 38a
der Handwerkzeugmaschine 18a her. Dabei ist der Zusatzhandgriff 16a in verschiedenen
Ausrichtungen um eine Achse, die parallel zu einer Rotationsachse 48a der Einsatzwerkzeugbefestigung
40a verläuft, fixierbar. Wenn der Zusatzhandgriff 16a unfixiert ist, ist er um die
Achse drehbar.
[0017] Des Weiteren weist die Handwerkzeugmaschinenvorrichtung 10a eine Erfassungsvorrichtung
20a mit einem Erfassungsmittel 26a, einem Datenübertragungsmittel 28a und einem Impedanzmessmittel
60a auf. Die Erfassungsvorrichtung 20a ermittelt während eines Betriebs eine, von
einem Greifen innerhalb des Griffbereichs 12a abhängige Kenngröße. Dazu ist das Erfassungsmittel
26a innerhalb einer Grifffläche 50a des Zusatzhandgriffs 16a angeordnet. Die Grifffläche
50a ist im Wesentlichen röhrenförmig ausgebildet. Das Erfassungsmittel 26a weist zwei
halbröhrenförmige Elemente 56a auf. Die halbröhrenförmigen Elemente 56a sind nebeneinander
unmittelbar unter der Grifffläche 50a angeordnet und elektrisch leitend ausgebildet.
Auf Grund eines hohen mittleren Abstands, mehr als 10 mm, zwischen den beiden halbröhrenförmigen
Elementen 56a, weisen die beiden halbröhrenförmigen Elemente 56a eine geringe Kapazität
52a zueinander auf. Die Kapazität 52a lässt sich annähernd mit einer Formel zur Bestimmung
eines Plattenkondensators berechnen:
| C = e0·er·A/d |
C: Kapazität |
| |
e0: Elektrische Feldkonstante |
| |
er Permittivität |
| |
A: Wirkfläche |
| |
d: mittlerer Abstand |
[0018] Greift ein nicht näher dargestellter Benutzer mit einer Hand in den Griffbereich
12a und umfasst die Grifffläche 50a des Zusatzhandgriffs 16a, bildet die Hand mit
jeder der zwei halbröhrenförmigen Elemente 56a jeweils eine Kapazität 54a. Die Kapazitäten
54a sind über die Hand in Reihe geschaltet und gemeinsam parallel zur geringen Kapazität
52a geschaltet. Auf Grund eines geringen mittleren Abstands, deutlich weniger als
10 mm, hier 1 mm, zwischen den beiden halbröhrenförmigen Elementen 56a und der Hand
des Benutzers, weisen die beiden halbröhrenförmigen Elemente 56a zu der Hand eine
hohe Kapazität 54a auf. Somit steigt eine Kapazität zwischen den beiden halbröhrenförmigen
Elementen 56a, wenn der Benutzer den Zusatzhandgriff 16a umgreift. Somit erfasst das
Erfassungsmittel 26a der Erfassungsvorrichtung 20a die Kenngröße kapazitiv.
[0019] Die beiden halbröhrenförmigen Elemente 56a sind jeweils elektrisch leitend mit dem
Datenübertragungsmittel 28a der Erfassungsvorrichtung 20b verbunden, das die Kenngröße
drahtlos überträgt. Dazu weist das Datenübertragungsmittel 28a zwei Energieübertragungselemente
30a auf, die fest mit dem Zusatzhandgriff 16a verbunden sind, und zwei nicht näher
dargestellte Energieübertragungselemente 30a, die fest mit der Handwerkzeugmaschine
18a verbunden sind. Die Energieübertragungselemente 30a sind die aus einem elektrisch
leitenden Metall oder Kunststoff hergestellt. Die Energieübertragungselemente des
Zusatzhandgriffs 16a sind relativ zu den Energieübertragungselementen der Handwerkzeugmaschine
18a energieübertragend verdrehbar. Wenn der Zusatzhandgriff 16a montiert ist, liegen
die Energieübertragungselemente 30a in radialer Richtung der Rotationsache 48a hintereinander
und sind geringfügig von einander beabstandet. Ein elektrisches Signal, das die Kenngröße
beschreibt, koppelt kapazitiv von einem mit dem Zusatzhandgriff 16a verbundenen Energieübertragungselement
30a auf ein mit der Handwerkzeugmaschine 18a verbundenes Energieübertragungselement
durch eine nicht näher dargestellte dünne Isolationsschicht und eine ggf. vorhandene
Schmutzschicht über. Somit stellen die Energieübertragungselemente 30a eine verdrehbare
Energieübertragungsstrecke bereit. Die Energieübertragungsstrecke ist als ein Kondensator
ausgebildet.
[0020] Die mit der Handwerkzeugmaschine 18a fest verbundenen Energieübertragungselemente
30a sind elektrisch leitend mit dem Impedanzmessmittel 60a verbunden. Das Impedanzmessmittel
60a ist in dem röhrenförmigen Bereich 46a der Handwerkzeugmaschine 18a angeordnet.
Misst das Impedanzmessmittel 60a auf eine, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende
Art und Weise eine Gesamtkapazität, die unter einem unteren Grenzwert liegt, ist der
Zusatzhandgriff 16a nicht wie vorgesehen mit der Handwerkzeugmaschine 18a verbunden.
Somit ermittelt die Erfassungsvorrichtung 20a einen Wert einer Kenngröße, die von
einem Zustand der Koppelvorrichtung 14a abhängig ist.
[0021] Misst das Impedanzmessmittel 60a eine Gesamtkapazität, die zwischen dem unteren Grenzwert
und einem oberen Grenzwert liegt, ist der Zusatzhandgriff 16a wie vorgesehen mit der
Handwerkzeugmaschine 18a verbunden. Die Hand des Benutzers ist jedoch außerhalb des
Griffbereichs 12a angeordnet. Misst das Impedanzmessmittel 60a eine Gesamtkapazität,
die über dem oberen Grenzwert liegt, ist der Zusatzhandgriff 16a wie vorgesehen mit
der Handwerkzeugmaschine 18a verbunden und die Hand des Benutzers ist innerhalb des
Griffbereichs 12a angeordnet. Des Weiteren weist eine besonders hohe Gesamtkapazität,
die oberhalb eines dritten Grenzwerts liegt, auf eine Manipulation des Zusatzhandgriffs16a,
beispielsweise mit einer um den Zusatzhandgriff 16a gewickelten Alufolie, hin.
[0022] Das Impedanzmessmittel 60a überträgt einen Wert der Kenngröße drahtgebunden an eine
Auswerteeinheit 24a, die eine Überwachung der Grenzwerte der Kenngröße durchführt.
Die Auswerteeinheit 24a ist als eine Recheneinheit mit einem Prozessor, einem Speicher,
Ein- und Ausgabemitteln, einem Betriebsprogramm, Regelroutinen, Steuerroutinen und/oder
Berechnungsroutinen ausgebildet. Erkennt die Auswerteeinheit 24a, dass ein Benutzer
den Zusatzhandgriff 16a nicht ordnungsgemäß greift, erfolgt eine Reduzierung einer
maximalen Bearbeitungsleistung des Antriebsmotors 42a.
[0023] Die Auswerteeinheit 24a ist teilweise einstückig mit einer Schaltvorrichtung 22a
ausgebildet, mittels der ein Benutzer eine Reaktion auf einen Wert der Kenngröße deaktivieren
und aktivieren kann. Dies könnte über ein nicht näher dargestelltes separates Bedienelement
oder über eine Eingabe eines morseähnlichen Codes mittels des Bedienelements 44a geschehen.
[0024] In den Figuren 3 und 4 sind zwei weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung gezeigt.
Zur Unterscheidung der Ausführungsbeispiele ist der Buchstabe a in den Bezugszeichen
des Ausführungsbeispiels in den Figuren 1 und 2 durch die Buchstaben b und c in den
Bezugszeichen der Ausführungsbeispiele in den Figuren 3 und 4 ersetzt. Die nachfolgenden
Beschreibungen beschränken sich im Wesentlichen auf die Unterschiede zwischen den
Ausführungsbeispielen, wobei bezüglich gleich bleibender Bauteile, Merkmale und Funktionen
auf die Beschreibung der anderen Ausführungsbeispiele, insbesondere in den Figuren
1 und 2, verwiesen werden kann.
[0025] Figur 3 zeigt ein System mit einer Handwerkzeugmaschine 18b und mit einer Handwerkzeugmaschinenvorrichtung
10b, die einen Griffbereich 12b und eine Koppelvorrichtung 14b aufweist. Die Koppelvorrichtung
14b stellt bei einer vorgesehenen Montage eine mechanisch feste und werkzeuglos trennbare
Verbindung zwischen einem Zusatzhandgriff 16b der Handwerkzeugmaschinenvorrichtung
10b und einem Gehäuse 34b der Handwerkzeugmaschine 18b her. Die Handwerkzeugmaschinenvorrichtung
10b weist eine Erfassungsvorrichtung 20b auf, die bei einem Betrieb eine von einem
Greifen innerhalb des Griffbereichs 12b anhängige Kenngröße ermittelt.
[0026] Die Erfassungsvorrichtung 20b weist ein Impedanzmessmittel 60b auf, das eine Kapazität
von zwei in dem Zusatzhandgriff 16b angeordneten halbröhrenförmigen Elementen 56b
misst und das eine sich daraus ergebende Kenngröße an ein Datenübertragungsmittel
28b der Erfassungsvorrichtung 20b weiterleitet. Das Datenübertragungsmittel 28b überträgt
die Kenngröße drahtlos über eine Funkstrecke an einen fest mit der Handwerkzeugmaschine
18b verbundenen Empfänger 58b, der mit einer Auswerteeinheit 24b verbunden ist. Das
Datenübertragungsmittel 28b und der Empfänger 58b sind so ausgelegt, dass eine Entfernung
zwischen dem Datenübertragungsmittel 28b und dem Empfänger 58b bestimmbar ist. Dadurch
kann eine Information über eine vorgesehene Montage des Zusatzhandgriffs 16b erfasst
werden. Alternativ oder zusätzlich könnte eine maximale Reichweite der Funkstrecke
begrenzt sein und dadurch eine Information über eine vorgesehene Montage des Zusatzhandgriffs
16b erfasst werden.
[0027] Das Datenübertragungsmittel 28b und das Impedanzmessmittel 60b werden von der Handwerkzeugmaschine
18b mit Energie versorgt. Dazu weist die Handwerkzeugmaschine 18b einen drehfest mit
einer Antriebswelle 62b der Handwerkzeugmaschine 18a verbundenen Permanentmagneten
64b auf. Alternativ könnte ein Permanentmagnet auch drehfest mit einem Hammerrohr
verbunden sein. Eine Drehbewegung der Antriebswelle 62b verursacht eine magnetische
Induktion, die von einem magnetisch leitenden Material 66b zu dem Zusatzhandgriff
16b geleitet wird. In dem Zusatzhandgriff 16b erzeugt ein Energieübertragungselement
30b der Handwerkzeugmaschinenvorrichtung 10b, das als eine Spule ausgebildet ist,
eine elektrische Energie. Alternativ oder zusätzlich zu dieser Anordnung könnte eine
Induktion durch eine bestromte Spule erzeugt werden, könnte in einem Zusatzhandgriff
ein, dem Fachmann als sinnvoll erscheinender Energiespeicher verbaut sein und/oder
könnte eine Handwerkzeugmaschine mit einem Zusatzhandgriff über eine elektrisch leitende
Schraubverbindung und einen elektrisch leitenden Kontaktring mechanisch und elektrisch
verbunden sein.
[0028] Figur 4 zeigt ein System mit einer Handwerkzeugmaschine 18c und mit einer Handwerkzeugmaschinenvorrichtung
10c, die einen Griffbereich 12c und eine Koppelvorrichtung 14c aufweist. Die Koppelvorrichtung
14c stellt bei einer vorgesehenen Montage eine mechanisch feste und werkzeuglos trennbare
Verbindung zwischen einem Zusatzhandgriff 16c der Handwerkzeugmaschinenvorrichtung
10c und einem Gehäuse 34c der Handwerkzeugmaschine 18c her. Die Handwerkzeugmaschinenvorrichtung
10c weist eine Erfassungsvorrichtung 20c auf, die während eines Betriebs eine von
einem Greifen innerhalb des Griffbereichs 12c abhängige Kenngröße ermittelt. Der Zusatzhandgriff
16c und die Handwerkzeugmaschine 18c sind über zwei elektrisch leitende, drahtgebunden
übertragende Energieübertragungselemente 30c, die als Schleifringe ausgebildet sind,
miteinander verbunden.
[0029] Die Erfassungsvorrichtung 20c weist eine Energiesenke 32c auf, die während eines
Betriebs die Kenngröße, als unterschiedliche Leistungen codiert, überträgt. Dazu weist
die Energiesenke 32c einen nicht näher dargestellten Widerstand auf, der von einer
nicht näher dargestellten Schaltung der Energiesenke 32c bestromt wird. Die Schaltung
bestromt die Energiesenke 32c von einer Kapazität von zwei halbröhrenförmigen Elementen
56a eines Erfassungsmittels 26a abhängig. Alternativ oder zusätzlich könnte die Energiesenke
32c ein anderes, dem Fachmann als sinnvoll erscheinendes Bauteil, wie eine Diode,
bestromen. Somit verbraucht die Erfassungsvorrichtung 20c von einem Zustand des Griffbereichs
12c abhängig eine unterschiedliche Leistung. Eine in der Handwerkzeugmaschine 18c
angeordnete Auswerteeinheit 24c versorgt die Energiesenke 32c mit Energie und misst
dabei deren Energieverbrauch. Dazu misst die Auswerteeinheit 24c einen Strom, der
in die Energiesenke 32c hineinfließt. Alternativ könnte eine Auswerteeinheit 24c auch
eine übertragene Leistung, die beispielsweise aus einem magnetischen Feld entnommen
wird, messen.
1. Handwerkzeugmaschinenvorrichtung mit zumindest einem Griffbereich (12a;
12b; 12c) und zumindest einer Koppelvorrichtung (14a; 14b; 14c), die in zumindest
einem Betriebszustand eine mechanisch feste und trennbare Verbindung zwischen einem
Zusatzhandgriff (16a; 16b; 16c) und einer Handwerkzeugmaschine (18a; 18b; 18c) herstellt,
gekennzeichnet durch eine Erfassungsvorrichtung (20a; 20b; 20c), die dazu vorgesehen ist, zumindest eine
von einem Greifen innerhalb des Griffbereichs (12a; 12b; 12c) abhängige Kenngröße
zu ermitteln.
2. Handwerkzeugmaschinenvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassungsvorrichtung (20a; 20b; 20c) dazu vorgesehen ist, zumindest eine Kenngröße
zu ermitteln, die von einem Zustand der Koppelvorrichtung (14a; 14b; 14c) abhängig
ist.
3. Handwerkzeugmaschinenvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine Schaltvorrichtung (22a; 22b; 22c), die dazu vorgesehen ist, zumindest eine Reaktion
auf die Kenngröße zu beeinflussen.
4. Handwerkzeugmaschinenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Auswerteeinheit (24a; 24b; 24c), die dazu vorgesehen ist, eine Überwachung zumindest
eines oberen und eines unteren Grenzwerts der Kenngröße durchzuführen.
5. Handwerkzeugmaschinenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassungsvorrichtung (20a; 20b; 20c) zumindest ein Erfassungsmittel (26a; 26b;
26c) aufweist, das dazu vorgesehen ist, die Kenngröße kapazitiv zu erfassen.
6. Handwerkzeugmaschinenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassungsvorrichtung (20a; 20b) zumindest ein Datenübertragungsmittel (28a;
28b) aufweist, das zumindest die Kenngröße drahtlos überträgt.
7. Handwerkzeugmaschinenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassungsvorrichtung (20a; 20b; 20c) zumindest ein Energieübertragungselement
(30a; 30b; 30c) aufweist, das dazu vorgesehen ist, eine verdrehbare Energieübertragungsstrecke
bereitzustellen.
8. Handwerkzeugmaschinenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassungsvorrichtung (20c) eine Energiesenke (32c) aufweist, die in zumindest
einem Betriebszustand zumindest die Kenngröße, als unterschiedliche Leistungen codiert,
überträgt.
9. System mit einer Handwerkzeugmaschine und mit einer Handwerkzeugmaschinenvorrichtung
(10a; 10b; 10c) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.