[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine veränderbare Leuchtvorrichtung, die zur Beleuchtung
eines Raumes verwendet wird. Insbesondere ist die veränderbare Leuchtvorrichtung dazu
geeignet, an verändernde Beleuchtungsanforderungen in einem zu beleuchtenden Raum
angepasst zu werden.
[0002] Die Innenbeleuchtung von Räumen, insbesondere Büroräumen, stellt vielfältige und
veränderliche Anforderungen dar. Unterschiedlich genutzte Bürogebäude, zum Beispiel
Arbeitsräume oder Versammlungsräume, benötigen unterschiedliche Beleuchtungen. Es
müssen zum Beispiel Laufwege, Bürotische oder Rednerpulte gezielt beleuchtet werden.
Zudem unterliegen insbesondere Büroräume ständigen Veränderungen, wodurch sich auch
die Anforderungen an die Beleuchtung ändern. Büroräume werden häufig umgestaltet,
Büromöbel werden an unterschiedlichen Orten aufgestellt, neue Möbel werden hinzugefügt
oder es werden Möbel entfernt. Des Weiteren muss die Beleuchtung jeder Tages- und
Jahreszeit gerecht werden.
[0003] Bei herkömmlichen Beleuchtungsvorrichtungen gestaltet es sich schwierig, die Ausleuchtung
eines Raumes flexibel anzupassen. Meist sind die Leuchtvorrichtungen fest installiert
und lassen sich nur unter einigen Mühen entfernen oder anders platzieren. Die meisten
herkömmlichen Beleuchtungsvorrichtungen sind auch nicht dafür ausgelegt, an jeder
beliebigen Position, zum Beispiel an Raumwänden oder Raumdecken, installiert zu werden
und bieten meist keine Möglichkeit die Leuchteigenschaft der Vorrichtung den Bedürfnissen
des Benutzers nach zu verändern. Die meisten herkömmlichen Beleuchtungsvorrichtungen
benutzen fluoreszierende Lampen, die schwierig umzugestalten sind. Außerdem stellt
häufig die Spannungsversorgung der Beleuchtungsvorrichtung ein Hindernis bei der Anpassung
der Beleuchtung in einem Raum dar.
[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist somit, eine Leuchtvorrichtung bereitzustellen,
die veränderbar ist und es ermöglicht, die Beleuchtung eines Raumes einfach und flexibel
zu verändern, ohne größere Umbaumaßnahmen an der Vorrichtung vorzunehmen.
[0005] Die Aufgabe wird durch eine veränderbare Leuchtvorrichtung gemäß Anspruch 1 gelöst.
Die erfindungsgemäße veränderbare Leuchtvorrichtung weist mindestens ein flächiges
Lichtelement auf, das mindestens ein Leuchtmittel enthält, und weist ein Befestigungsmittel
auf, an dem das mindestens eine flächige Lichtelement angebracht ist. Die veränderbare
Leuchtvorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass das flächige Lichtelement in mindestens
zwei Positionen an dem Befestigungsmittel und/oder Orientierungen relativ zu dem Befestigungsmittel
anbringbar ist.
[0006] Ein Lichtelement ist flächig, wenn es eine Ebene aufspannt (z.B. durch Länge und
Breite eines rechtwinkligen Lichtelements), die Licht abgestrahlt, und dessen Dicke
kleiner als die Ausbreitung der aufgespannten Ebene ist.
[0007] Die erfindungsgemäße veränderbare Leuchtvorrichtung macht es daher möglich, durch
Verändern der Position und/oder der Orientierung des flächigen Lichtelements, die
Beleuchtung des Raumes einfach und flexibel anzupassen. Die flächigen Lichtelemente
fügen sich aufgrund ihrer Form gut in das Raumkonzept an Wänden oder Decken des Raumes
ein. Werden mehrere flächige Lichtelemente verwendet, können einzelne davon bei Bedarf
bezüglich ihrer Position und/oder Orientierung verändert werden, das heißt nicht die
gesamte Leuchtvorrichtung muss verändert werden. Durch die Veränderung der Position
an dem Befestigungsmittel kann die Leuchtvorrichtung einer Veränderung der Verteilung
der Möbel in dem Raum gerecht werden. Durch die Veränderung der Orientierung kann
die Beleuchtung, zum Beispiel um tageszeitliche Veränderungen wie starke Sonneneinstrahlung
zu kompensieren, in ihrer Richtung verändert werden.
[0008] Vorteilhafterweise weist das Leuchtmittel der Leuchtvorrichtung wenigstens eine Leuchtdiode
(LED) und/oder eine organische Leuchtdiode (OLED) auf.
[0009] LEDs oder OLEDs sind besonders dafür geeignet, die erfindungsgemäße veränderbare
Leuchtvorrichtung zu gestalten. LEDs und OLEDs lassen sich aufgrund ihrer geringen
Größe leicht in die flächigen Lichtelemente einbauen. LEDs oder OLEDs sind in verschiedenen
Farben erhältlich, die Leuchteigenschaft kann daher sehr flexibel verändert werden.
Vorzugsweise sind in der Leuchtvorrichtung LEDs vorgesehen, die weißes Licht ausstrahlen.
[0010] Außerdem ist die Abstrahlcharakteristik einzelner LEDs zu herkömmlichen Leuchtmitteln
unterschiedlich, zum Beispiel können einfacher gerichtete punktförmige Leuchteigenschaften
erzielt werden. Ein weiterer Vorteil von LEDs oder OLEDs ist ihr geringer Energieverbrauch
und ihre hohe Lebensdauer im Vergleich zu herkömmlichen Leuchtmitteln. Vor allem bei
einer Vielzahl von Leuchtvorrichtungen in einem Gebäude ist der Energieverbrauch,
sowohl in Bezug auf Kosten als auch in Bezug auf die Wärmeabstrahlung der Leuchtvorrichtungen,
vorteilhaft.
[0011] Vorteilhafterweise ist das mindestens eine flächige Lichtelement an dem Befestigungsmittel
verdrehbar und/oder entlang dem Befestigungsmittel versetzbar.
[0012] Vorteilhafterweise ist das mindestens eine Leuchtmittel in dem mindestens einen flächigen
Lichtelement bezüglich seiner Position und/oder Orientierung gegenüber dem flächigen
Lichtelement veränderbar, insbesondere verdrehbar.
[0013] Diese Eigenschaft der Leuchtvorrichtung ermöglicht eine weiter verbesserte Flexibilität
in der Anpassung an veränderte Beleuchtungsanforderungen des zu beleuchtenden Raumes.
Zudem ist es eine sehr schnell und einfach ausführbare Lösung zum Verändern der Leuchtvorrichtung,
falls nicht das gesamte Lichtelement verändert werden soll.
[0014] Vorteilhafterweise ist das mindestens eine flächige Lichtelement magnetisch an dem
Befestigungsmittel anbringbar.
[0015] Durch eine Magnethalterung werden Befestigungsmechanismen vermieden, bei denen der
Benutzer Montagearbeiten durchführen muss. Daher ist die Veränderung der Leuchtvorrichtung
deutlich einfacher und angenehmer durchzuführen. Des Weiteren ist eine magnetische
Befestigung zerstörungsfrei und hinterlässt keine Rückstände, wie zum Beispiel Klebevorrichtungen.
[0016] Vorteilhafterweise weist das eine flächige Lichtelement ein zusätzliches lichtformendes
Zubehörteil auf, vorzugsweise eine Linse und/oder einen Reflektor, das vor dem mindestens
einen Leuchtmittel an dem flächigen Lichtelement anbringbar ist und mit dem der Austrittswinkel
des Lichts aus dem mindestens einen flächigen Lichtelement frei einstellbar ist.
[0017] Durch die Veränderung des Austrittswinkels des Lichts kann die Leuchtvorrichtung
exakt an die Gegebenheiten des Raums angepasst werden. Zum Beispiel können Bürotische
oder Gänge großflächig beleuchtet werden, während zum Beispiel ein Rednerpult oder
eine Wandtafel nur lokal beleuchtet wird. Des Weiteren kann durch die Möglichkeit,
entweder eine flächige Lichtquelle oder eine punktartige Lichtquelle durch Einengen
des Austrittswinkels zu benutzen, der Benutzer flexibler seine eigenen Vorlieben umsetzen.
[0018] Vorteilhafterweise ist das mindestens eine flächige Lichtelement aus Gipskarton,
in den das mindestens eine Leuchtmittel eingesetzt ist.
[0019] Gipskarton ist sehr preiswert, sehr einfach zu verarbeiten, weist ein geringes Gewicht
auf und ist daher leicht bezüglich seiner Position oder Orientierung zu verändern.
Zudem kann er gegebenenfalls noch bearbeitet, wie zum Beispiel gestrichen oder tapeziert
werden. Dadurch kann die Leuchtvorrichtung besonders unauffällig in das Raumkonzept
eingefügt werden.
[0020] Vorteilhafterweise wird das mindestens eine Leuchtmittel über drahtlose, bspw. induktive
Kopplung elektrisch versorgt.
[0021] Eine solche drahtlose Strom- bzw. Spannungsversorgung ermöglicht eine ausgesprochen
einfache und flexible Veränderung in der Position und/oder der Orientierung des flächigen
Lichtelements bezüglich des Befestigungsmittels. Es müssen keine Kabel verlegt oder
verlängert werden. Insbesondere in Verbindung mit einer magnetischen Anbringung ist
eine induktive Energieversorgung äußerst vorteilhaft. Die Energieversorgung kann an
einem geeigneten Ort in dem Raum unauffällig angebracht werden und behindert nicht
die Anbringung der flächigen Lichtelemente.
[0022] Das Lichtelement kann eine oder mehrere Treiberschaltungen zum Betrieb der LEDs bzw.
OLEDs aufweisen, wobei die Treiberschaltung mit Wechselspannung (AC-Spannung), Gleichspanndung
(DC-Spannung) oder einer Notspannung versorgt werden kann.
[0023] Vorteilhafterweise kann das Befestigungsmittel einen metallischen Rahmen aufweisen,
über den das mindestens eine Leuchtmittel von einer hinter dem Befestigungsmittel
angeordneten Spannungsversorgung betreibbar ist.
[0024] Durch den metallischen Rahmen des Befestigungsmittels wird das Leuchtmittel mit Spannung
versorgt und es müssen keine zusätzlichen Kabel oder Leitungen verlegt werden. Dadurch
gestaltet sich die Anbringung der flächigen Lichtelemente deutlich flexibler und einfacher,
da überall am Befestigungsmittel Versorgungsspannung abgegriffen werden kann. Da LEDs
oder OLEDs vorzugsweise verwendet werden, wird in der Regel Niedervoltspannung (vorzugsweise
weniger als bspw. 20V) verwendet, wobei ein metallischer Tragrahmen für die Spannungsversorgung
besonders geeignet ist.
[0025] Vorteilhafterweise ist das Befestigungsmittel eine magnetische Wand oder Decke, an
die das flächige Lichtelement magnetisch anbringbar ist.
[0026] Wird eine magnetische Wand oder Decke bereitgestellt, muss kein zusätzliches Befestigungsmittel
verwendet werden. Die flächigen Lichtelemente sind somit an beliebigen Positionen
im Raum anbringbar und beliebig orientierbar. Insbesondere in Büroräumen können magnetische
Trennwände oder Deckenverkleidungen benutzt werden, um diese vorteilhafte Ausführung
der Erfindung zu ermöglichen. Insbesondere als Ausführung in Kombination mit einer
induktiven Spannungsversorgung entfaltet die Erfindung die größte Flexibilität und
Einfachheit.
[0027] Insgesamt ermöglichen die oben genannten Ausführungsformen der veränderbaren Leuchtvorrichtung
eine äußerst flexible, schnelle und einfache Anpassung der Beleuchtung in einem Raum.
Es müssen keine schwierigen oder langwierigen Umbaumaßnahmen durchgeführt werden,
da die flächigen Lichtelemente selbst in ihrer Position an dem Befestigungsmittel
und/oder in ihrer Orientierung relativ zu dem Befestigungsmittel veränderbar sind.
Dabei können sowohl Veränderungen der Raumausstattung nachvollzogen werden, als auch
Veränderungen des natürlichen Lichts zu unterschiedlichen Tages- oder Jahreszeit ausgeglichen
werden.
[0028] Die vorliegende Erfindung wird im Folgenden anhand der beigefügten Figuren im Detail
erläutert.
Fig. 1a und 1b zeigen eine erste Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
Fig. 2a und 2b zeigen eine zweite Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
Fig. 3a und 3b zeigen zwei Konfigurationen eines flächigen Lichtelements, bei dem
das mindestens eine Leuchtmittel bezüglich seiner Position und/oder Orientierung gegenüber
dem mindestens einen flächigen Lichtelement veränderbar ist.
Fig. 4a und 4b zeigen zwei Konfigurationen eines flächigen Lichtelements mit einem
angebrachten Leuchtmittel und einem zusätzlichen Zubehörteil, mit dem der Austrittswinkel
des Lichts verändert werden kann.
Fig. 5a und 5b zeigen eine dritte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
[0029] In Fig. 1 ist eine erste Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dargestellt.
Das mindestens eine flächige Lichtelement 1 (in Fig. 1 werden beispielsweise drei
flächige Lichtelemente 1 gezeigt, es ist aber jede beliebige Anzahl an flächigen Lichtelementen
1 denkbar) ist an einem (hier beispielhaft flächigen) Befestigungsmittel 4 angebracht.
Das Befestigungsmittel 4 kann allerdings jede beliebige andere Form aufweisen. Auch
die Größe des Befestigungsmittels 4 kann variieren und steht nicht in Beziehung zu
der Größe des flächigen Lichtelements 1 (d.h. das Befestigungsmittel 4 kann in einer
und/oder mehrerer Dimensionen kleiner oder größer als das Lichtelement 1 sein).
[0030] In jedem flächigen Lichtelement 1 befindet sich dabei mindestens ein Leuchtmittel
3 (in Fig. 1 nicht gezeigt). Zwei unterschiedliche Positionen der flächigen Lichtelemente
1 an dem flächigen Befestigungselement 4 sind in Fig. 1 dargestellt. Im oberen Teil
a) sind die flächigen Lichtelemente 1 in einer ersten Orientierung relativ zu dem
Befestigungsmittel 4 ausgerichtet. Da in Fig. 1 das Befestigungsmittel 4 und die flächigen
Lichtelemente 1 als gleich dimensioniert dargestellt sind, kann ihre Orientierung
zueinander parallel sein, wie in Fig. 1a. Im unteren Teil b) der Figur werden die
flächigen Lichtelemente 1 bezüglich ihrer Orientierung relativ zu dem Befestigungsmittel
4 beispielhaft um 90° verändert, d.h. auch um 90° zu der beispielhaften ersten, anfänglichen
Orientierung verändert. Der Winkel um den die Orientierung der flächigen Lichtelemente
1 geändert wird, ist dabei stufenlos einstellbar. In Fig. 1 wird der Drehwinkel als
in der Ebene des flächigen Lichtelements 1 und des Befestigungsmittels 4 liegend dargestellt.
Eine Verdrehung des mindestens einen Lichtelements 1 ist allerdings auch aus der Ebene
des flächigen Lichtelements 1 und/oder des Befestigungsmittels 4 (falls Lichtelemente
1 und Befestigungsmittel 4 gegeneinander geneigt sind) heraus denkbar, d.h. das Lichtelement
kann gegenüber dem Befestigungsmittel geneigt werden. Entsprechend kann auch die Position
der flächigen Lichtelemente 1 an dem Befestigungsmittel 4 stufenlos verändert werden,
oder eine Kombination aus Drehung, Verschiebung oder Neigung des flächigen Lichtelements
1 kann vorgenommen werden.
[0031] Vorstellbar ist dabei, dass die flächigen Lichtelemente 1 magnetisch an dem Befestigungsmittel
4 angebracht sind. Alternativ können die flächigen Lichtelemente 1 mittels Drehscheiben
und/oder Verschiebemitteln und/oder Neigungsmitteln an dem Befestigungsmittel 4 angebracht
sein. Durch die Veränderung der Position und/oder der Orientierung der Lichtelemente
1 bezüglich des Befestigungsmittels 4 kann die Leuchtvorrichtung ihre Abstrahlung
verändern. Das mindestens eine Leuchtmittel 3 in jedem der flächigen Lichtelemente
1 ist bezüglich seiner Position und/oder Orientierung veränderbar, dabei insbesondere
verdrehbar. Es ist möglich, dass die Leuchtmittel 3 nicht von außen sichtbar in dem
flächigen Lichtelement 1 eingebaut sind und zum Beispiel erst durch Abnehmen einer
Verdeckung zugänglich werden. Es können aber auch Öffnungen für die Leuchtmittel 3
freigehalten sein, um somit ohne Abnehmen einer Verdeckung deren Position und/oder
Orientierung bezüglich der Lichtelemente 1 zu verändern.
[0032] Das mindestens eine Leuchtmittel 3 in jedem der flächigen Lichtelemente 1 ist dabei
vorteilhafterweise eine LED oder eine OLED, vorzugsweise eine weiße LED oder OLED,
die als RGB-Modul oder einer Kombination von farbigen LEDs/OLEDs mit farbtonändernde
Leuchtstoffen (leuchtstoffkonvertierte LEDs/OLEDs) realisiert werden können.
[0033] LEDs/OLEDs sind besonders vorteilhaft, da sie einen geringen Stromverbrauch, eine
geringe Wärmeabstrahlung, vielfältige Leuchteigenschaften (zum Beispiel bezüglich
der Farbe, der Farbtemperatur bei weißen LEDs/OLEDs, der Helligkeit, oder der Form
des Lichts) und eine geringe Größe aufweise. Natürlich können auch andere geeignete
Leuchtmittel 3 in den flächigen Lichtelementen 1 angebracht sein, zum Beispiel herkömmliche
Glühbirnen und/oder Gasentladungsröhren und/oder andere bekannte Leuchtmittel 3.
[0034] Das Befestigungsmittel 4 ist in der Regel fest an der Wand und/oder der Decke des
zu beleuchtenden Raums angebracht. Selbstverständlich ist es aber auch denkbar, das
Befestigungsmittel 4 ebenfalls bezüglich seiner Position und/oder Orientierung an
der Wand und/oder Decke veränderbar zu gestalten. Es kann zum Beispiel verschiebbar,
verdrehbar, neigbar und/oder versetzbar angebracht sein.
[0035] Die flächigen Lichtelemente 1 können zum Beispiel gegen das Befestigungsmittel 4
verdrehbar, neigbar und/oder verschiebbar sein. Dafür können entsprechende Drehscheiben
und/oder Verschiebemittel und/oder Neigungsmittel genutzt werden, die zwischen den
flächigen Lichtelementen 1 und dem Befestigungsmittel 4 positioniert sind. Die flächigen
Lichtelemente 1 können aber auch gänzlich abnehmbar sein und dann in einer anderen
Position und/oder Orientierung wieder anbringbar sein, und/oder neigbar gegenüber
dem Befestigungsmittel anbringbar sein.
[0036] Um weitere Flexibilität und Veränderungsmöglichkeiten der Leuchtvorrichtung zu erzielen,
können auch die einzelnen Leuchtmittel 3 in den flächigen Lichtelementen 1 bezüglich
ihrer Position und/oder Orientierung gegenüber den flächigen Lichtelementen 1 veränderbar
sein. Insbesondere können die Leuchtmittel 3 verdrehbar sein. Dabei ist sowohl vorstellbar,
dass sich die Leuchtmittel 3 in der Ebene der flächigen Lichtelemente 1 drehen, als
auch in einer Ebene, die zu der Ebene der flächigen Lichtelementen 1 geneigt ist.
Die Leuchtmittel 3 können auch versetzbar und/oder verschiebbar innerhalb der flächigen
Lichtelemente 1 sein. Die Leuchtmittel 3 sind dabei vorzugsweise beliebig untereinander
austauschbar, so dass wenn Leuchtmittel 3 mit unterschiedlichen Eigenschaften (Lichtstärke,
Ton, Farbe, Lichtform) verwendet werden, diese an jede beliebige Position und/oder
in jeder beliebige Orientierung an das Lichtelement 1 gesetzt werden können.
[0037] Fig. 2 zeigt diesbezüglich eine zweite Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,
bei der mindestens ein flächiges Lichtelement 2, an welchem mindestens ein Leuchtmittel
3 angebracht ist, zu sehen ist. In dieser Ausführungsform ist das Befestigungsmittel
5 ein rahmenartiges Befestigungsmittel 5, das vorzugsweise an der Decke des zu beleuchtenden
Raumes mit beliebigen Anbringungsmitteln angebracht wird. Das rahmenartige Befestigungsmittel
5 wird dadurch beispielhaft aus gitterförmig angeordneten Stäben gebildet, die in
gleichbleibenden Abständen in beide Richtungen der Ebene der Raumdecke wiederholt
werden. Die flächigen Lichtelemente 2 besitzen dabei die Form der Gitterzwischenräume
des rahmenartigen Befestigungsmittels 5 und können in diesen modular angeordnet werden.
[0038] Die Gitterzwischenräume des in Fig. 2 gezeigten rahmenartige Befestigungsmittels
5 sind quadratisch, da die Stäbe, die das Befestigungsmittel bilden, in zwei Richtungen
der Deckenebene gleichmäßig beabstandet sind und senkrecht aufeinander stehen. Bei
einer solchen Anordnung können die flächigen Lichtelemente 2 beliebig versetzt und/oder
um 90°, 180° oder 270° verdreht und/oder aus zur Ebene des Gitters geneigt werden.
Es ist jedoch auch denkbar die Stäbe des Befestigungsmittels 5 anders anzuordnen,
z.B. nicht rechtwinklig oder mit unterschiedlichen Abständen in die beiden Richtungen.
Somit entstehen z.B. rechteckige oder trapezförmige Gitterzwischenräume. Ferner müssen
die Stäbe auch nicht gerade sein, sondern können konvexe und/oder konkave Krümmungen
aufweisen. So können beliebige Formen für die flächigen Lichtelemente 2 vorgegeben
werden. Vorteilhafterweise wird eine Konfiguration gewählt, in der die flächigen Lichtelemente
2 beliebig untereinander austauschbar sind und in mindestens zwei Positionen und/oder
Orientierungen relativ zu dem rahmenartigen Befestigungsmittel 5 anbringbar sind.
[0039] Das rahmenartige Befestigungsmittel 5 kann aus Stäben beliebigen Materials geformt
sein. Ist zumindest ein Teil des Befestigungsmittels 5 metallisch, kann Strom übertragen
werden. Das rahmenartige Befestigungsmittel 5 kann natürlich auch anders als aus Stäben
gebildet werden, z.B. aus einzelnen Platten oder als ein einziges Teil (z.B. ein einzelner
Plastik-, Gipskarton-, Metall-, oder Holzrahmen), in dem Zwischenräume für die Lichtelemente
2 ausgestaltet sind.
[0040] Das rahmenartige Befestigungsmittel 5 kann veränderbar sein. Entweder es wird dazu
ausgelegt auseinandergenommen und unterschiedlich wieder zusammengebaut werden zu
können, oder die Bestandteile des rahmenartigen Befestigungsmittels 5 (z.B. Stäbe
wie oben beschrieben) können gegeneinander verschoben, verdreht und/oder geneigt werden.
Dadurch kann die Leuchtvorrichtung flexibler gestaltet werden und z.B. mit flächigen
Lichtelementen 2 unterschiedlicher Größe und/oder Form bestückt werden.
[0041] Zwei mögliche Positionen des Lichtelements 2 an dem Befestigungsmittel 5 sind in
Teil a) bzw. Teil b) der Figur gezeigt. Das flächige Lichtelement wird dabei beispielhaft
von einem Gitterzwischenraum des Befestigungsmittels 5 in einen angrenzenden Gitterzwischenraum
versetzt. Die Ausführungsform kann zudem alle oben als vorteilhaft beschriebenen Merkmale
der ersten Ausführungsform enthalten.
[0042] Insbesondere ist in Fig. 3 anschaulich dargestellt, wie das mindestens eine Leuchtmittel
3 bezüglich seiner Position und/oder Orientierung zu einem flächigen Lichtelement
2 veränderbar ist. In der linken Hälfte a) der Fig. 3 ist eine Position der Leuchtmittel
3 an dem flächigen Lichtelement 2 dargestellt, in der rechten Hälfte b) der Fig. 3
ist die Anordnung der Leuchtmittel 3 an dem flächigen Lichtelement 2 nach Anpassung
an eine neue Beleuchtungsanforderung gezeigt. Dabei soll mit dem kreisförmigen Teil
des Leuchtmittels 3 veranschaulicht werden, in welche Richtung das Leuchtmittel 3
orientiert ist. Somit ist sowohl eine Drehung des Leuchtmittels 3 in der Ebene des
flächigen Lichtelements 2 möglich, als auch in einer zu der Ebene des flächigen Lichtelements
2 geneigten Ebene möglich. Die Leuchtmittel 3 können entweder fest, aber verdrehbar
und/oder verschiebbar an dem flächigen Lichtelement 2 angebracht sein, oder können
abnehmbar und in einer anderen Position und/oder Orientierung an dem flächigen Lichtelement
2 wieder anbringbar sein. Die Leuchtmittel 3 sind dabei gegebenenfalls auch untereinander
beliebig austauschbar.
[0043] In der zweiten Ausführungsform gemäß Fig. 2, sind die Leuchtmittel 3 so an dem flächigen
Lichtelement 2 angebracht, dass sie durch eine Öffnung von außen sichtbar und zugänglich
sind. Dies ist genauer in der linken Hälfte a) der Fig. 4 zu sehen, wo das Leuchtmittel
3 in dem flächigen Lichtelement 2, etwas vertieft eingesetzt, angebracht ist. Eine
solche beispielhafte Ausführungsform ermöglicht zum Beispiel das einfache Hinzufügen
eines zusätzlichen Zubehörteils 7, wie in der rechten Hälfte b) der Fig. 4 dargestellt.
Das Zubehörteil 7 ist dabei ein optisches Element wie eine Linse, ein Diffusor, ein
Reflektor und/oder ein farbiges Glas. Das Zubehörteil 7 kann dabei vorteilhafterweise
einfach an das flächige Lichtelement 2 angebracht und wieder abgenommen werden. Verschiedene
Zubehörteile 7 sind vorzugsweise so gestaltet, dass sie beliebig untereinander austauschbar
sind und/oder miteinander kombinierbar sind.
[0044] In Fig. 4 ist eine mögliche Auswirkung eines solchen optionalen Zubehörteils 7 dargestellt.
Durch das optische Zubehörteil 7 wird der Austrittswinkel des Lichts aus dem mindestens
einen flächigen Lichtelement 2 frei einstellbar. Ein weiter Austrittswinkel wie in
der linken Hälfte a) der Fig. 4 gezeigt, lässt das flächige Lichtelement 2 auch in
seiner Leuchteigenschaft flächig erscheinen, während ein enger Austrittswinkel, wie
in der rechten Hälfte b) der Fig. 4 gezeigt, eine punktförmige Leuchteigenschaft realisiert.
Dadurch können Gegebenheiten des zu beleuchtenden Raums noch besser von der Leuchteigenschaft
der Leuchtvorrichtung reflektiert werden.
[0045] Das flächige Lichtelement 2, in das das mindestens eine Leuchtmittel 3 eingebracht
ist, kann zum Beispiel aus Gipskarton hergestellt werden. Dies ermöglicht eine leichte
Herstellung des flächigen Lichtelements 2. Aufgrund des geringen Gewichts eines Lichtelements
2 aus Gipskarton können die flächigen Lichtelemente 2 ohne größere Anstrengung von
Benutzern der Leuchtvorrichtung an dem rahmenartigen Befestigungsmittel 5 verändert
werden.
[0046] Wie in Fig. 2 gezeigt, kann an das rahmenartigen Befestigungsmittel 5 auch zur Spannungsversorgung
dienen. Dabei ist das Befestigungsmittel 5 zumindest teilweise metallisch, um den
Strom zu dem mindestens einen flächigen Lichtelement 2 beziehungsweise dem mindestens
einen Leuchtmittel 3 zu übertragen. Die Spannungsversorgung kann dabei unauffällig
hinter dem Befestigungsmittel 5 angeordnet werden. Für jedes verwendete flächige Lichtelement
2 ist es möglich, überall an dem teilweise metallischen Rahmen des Befestigungsmittels
5 eine Spannung abzugreifen, um die Leuchtmittel 3 mit Strom zu versorgen. Da vorteilhafterweise
LEDs oder OLEDs als Leuchtmittel 3 verwendet werden, genügt normalerweise eine ungefährliche
Niedervoltspannungsversorgung, um die Leuchtmittel 3 zu betreiben. Das Lichtelement
1 kann zum Betreib der LEDs/OLEDs eine oder mehrere Treiberschaltungen aufweisen.
Die Treiberschaltungen können entweder mit AC-Spannung oder DC-Spannung versorgt werden,
die von der Spannungsversorgung geliefert wird. Außerdem können die Treiberschaltungen
durch eine Notspannung versorgt werden. Die Spannungsversorgung kann auch hinter der
Wand oder Decke des Raums sitzen und über die Anbringungselemente des Befestigungsmittels
5 zugeliefert werden.
[0047] Alle beschriebenen Merkmale der zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
können auch Merkmale der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sein. Es
wird vorausgesetzt, dass es dem Fachmann möglich ist die entsprechenden Merkmale jeweils
der verwendeten Ausführungsform entsprechend anzupassen.
[0048] In Fig. 5 ist eine dritte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung veranschaulicht.
Dabei dient eine Wand und/oder eine Decke des zu beleuchtenden Raums, oder eine Wand
und/oder eine Decke, die zusätzlich in einem Raum installiert ist, als Befestigungsmittel
6. Das mindestens eine flächige Lichtelement 8 ist dabei an dem Befestigungsmittel
6 angebracht (in Fig. 5 sind beispielsweise 9 flächige Lichtelemente 8 dargestellt).
Die Wand und/oder Decke, an die die flächigen Lichtelemente 8 angebracht werden, ist
dabei vorteilhafterweise magnetischer Natur. Die flächigen Lichtelemente 8 werden
dann magnetisch an der Befestigungswand und/oder -decke 6 angebracht. Die Wand und/oder
Decke kann dabei direkt aus einem magnetischen Material hergestellt sein, oder alternativ
mit einer magnetischen Schicht überzogen sein. Ebenso können die flächigen Lichtelemente
8 aus einem magnetischen Material gestaltet sein, oder auf der Rückseite mit einer
magnetischen Schicht versehen sein. Die magnetische Anbringung ermöglicht größtmögliche
Flexibilität bezüglich der Position und/oder der Orientierung der flächigen Lichtelemente
8an/relativ zu dem Befestigungsmittel 6.
[0049] In Teil a) der Fig. 5 ist eine beispielhafte Anbringung der flächigen Lichtelemente
8 dargestellt. Hierbei sind sowohl die Decke 6 als auch die Wände 6 des zu beleuchtenden
Raums magnetisch. Die flächigen Lichtelemente 8 sind auf die Beleuchtungsanforderungen
des Raums ausgerichtet. Teil b) der Fig. 5 zeigt die Leuchtvorrichtung nach einer
Anpassung an veränderte Beleuchtungsanforderungen des Raums. Es ist gut zu sehen,
dass die flächigen Lichtelemente 8 sowohl bezüglich ihrer Position an dem Befestigungsmittel
6 als auch bezüglich ihrer Orientierung relativ zu dem Befestigungsmittel 6 verändert
werden können, das heißt versetzt verschoben, gedreht und/oder gekippt (das heißt
entweder an der Wand oder an der Decke sitzend) werden können. Wie in Fig. 5 gezeigt,
können mehrere flächige Lichtelemente 8 zu einem größeren Verbund zusammengefügt werden,
oder können einzeln an der Wand und/oder Decke 6 angebracht werden. Die Lichtelemente
8 können dabei so gestaltet werden, dass sie miteinander verbunden werden und als
ein großes flächiges Lichtelement 8 verschoben, versetzt und/oder verdreht werden
können. Aufgrund ihrer flächigen Form können die flächigen Lichtelemente 8 unauffällig
und platzsparend an den Raumwänden oder der Raumdecke angebracht werden.
[0050] Um die magnetisch an dem Befestigungsmittel 6 (Wand oder Decke) angebrachten flächigen
Lichtelemente 8 mit Strom zu versorgen, ist eine drahtlose induktive Kopplung vorteilhaft.
Die Spannungsversorgung kann dabei in dem Raum unauffällig und platzsparend installiert
werden und es kann induktiv über eine Spule eine Spannung in einer in das flächigen
Lichtelement 8 eingebaute weitere Spule eingekoppelt werden. Am besten liegt die Spannungsversorgung
dabei hinter der Wand und/oder Decke 6 und/oder ist flächig gestaltet. Durch die drahtlose
induktive Versorgung der Leuchtmittel 3 in den flächigen Lichtelementen 8 wird eine
große Flexibilität der Leuchtvorrichtung gewährleistet. Es müssen bei Veränderungen
der Leuchtvorrichtung, das heißt wenn das mindestens eine flächige Lichtelement 8
bezüglich seiner Position und/oder Orientierung zu dem Befestigungsmittel 6 verändert
wird, keine Stromzuleitungen oder Kabel zusätzlich verlegt werden. Dadurch ist die
Anbringung der flächigen Lichtelemente 8 in keinster Weise beschränkt und außerdem
wird eine optimale Einpassung ins Raumkonzept sichergestellt.
[0051] Es ist auch denkbar, dass mehrere Spannungsversorgungen die drahtlose induktive Versorgung
der Leuchtmittel 3 vollziehen. Die mehreren Spannungsversorgungen können dabei jeweils
ein oder mehrere Leuchtmittel 3, oder ein oder mehrere Lichtelemente 8 versorgen.
Dadurch wird ermöglicht einzelne Lichtelemente 8 und/oder Leuchtmittel 3 gezielt ein-
bzw. auszuschalten und den Raum gezielter zu beleuchten. Die Spannungsversorgungen
können auch an eine Zentralsteuerung angeschlossen sein, die eine automatische Beleuchtung
(z.B. vom Benutzer programmierbar) ausführt. Dadurch kann die Beleuchtung z.B. automatisch
an unterschiedliche Tages- und/oder Jahreszeiten angepasst werden. Die Spannungsversorgungen
könnten dabei auch über herkömmliche drahtlose Verbindungen von der Zentralsteuerung
gesteuert werden.
[0052] Optional können die Lichtelemente 8 auch mit Licht- und/oder Bewegungssensoren oder
Sensoren anderer Art versehen sein, um auf veränderte Lichtbedingungen und/oder Bewegung
oder andere Veränderungen zu reagieren. Die Spannungsversorgungen können automatisch
ein- und ausschaltbar sein oder können automatisch die Helligkeit der Beleuchtung
stufenlos verändern. Es ist auch denkbar für jeweils unterschiedlich farbige Leuchtmittel
3 in einem Lichtelement 8 je eine Spannungsversorgung bereitzustellen, um automatisch
je nach Bedarf eine Farbanpassung der Beleuchtung der Leuchtvorrichtung vorzunehmen.
[0053] Ein weiterer Vorteil einer induktiven Spannungsversorgung ist, dass die flächigen
Lichtelemente 8 nicht erst von der Spannungsversorgung abgetrennt werden müssen, bevor
sie versetzt und/oder verdreht und/oder geneigt werden. Außerdem benötigen sie keine
elektrischen Anschlüsse auf der Rückseite, wodurch sie einfacher und besser flächig
an die Wand oder die Decke 6 anpassbar sind und außerdem kompakter und einfacher hergestellt
werden können.
[0054] Alternativ kann nur eines oder einige der Lichtelemente 8 bzw. Leuchtmittel 3 über
eine Leitung mit Strom versorgt werden, aber dazu ausgelegt sein induktiv Spannung
an weitere, nicht an die Leitung angeschlossene Lichtelemente 8 bzw. Leuchtmittel
3 induktiv zu übertragen. Es ist auch möglich, dass nur eines oder wenige flächige
Lichtelemente 8 bzw. Leuchtmittel 3 induktiv oder über eine Leitung mit Strom versorgt
werden und diese durch Berührung an weitere flächige Lichtelemente 8 bzw. Leuchtmittel
3 übertragen. Damit kann die Anzahl von Spannungsversorgungen bzw. Stromleitung niedrig
gehalten werden und trotzdem können alle flächigen Lichtelemente 8 bzw. Leuchtmittel
3 mit Strom versorgt werden. Denkbar ist, dass die flächigen Lichtelemente 8 an sich
leitfähig sind und daher den Strom an angrenzende flächige Lichtelemente 8 übertragen,
oder dass vorgesehene leitfähige Bahnen in den flächigen Lichtelementen 8 den Strom
von einem metallischen Rahmen zu den Leuchtmitteln 3 leiten und die metallischen Rahmen
bei Aneinanderreihung zwei oder mehrerer flächiger Lichtelemente 8 leitend verbunden
sind.
[0055] Es wird angemerkt, dass auch das erste und das zweite Ausführungsbeispiel, die oben
beschrieben wurden, durch eine solche induktive drahtlose Spannungsversorgung betrieben
werden können. Die Vorteile einer solchen Spannungsversorgung sind dabei übertragbar.
[0056] In allen drei Ausführungsbeispielen der vorliegenden Erfindung wurde auf die angefügten
Zeichnungen verwiesen. Dabei wurden die flächigen Lichtelemente 1, 2, 8, die an den
jeweiligen Befestigungsmitteln 4, 5, 6 angebracht sind, als quadratisch beziehungsweise
rechteckig dargestellt. Allerdings können die flächigen Lichtelemente 1, 2, 8 jede
beliebige Form annehmen, zum Beispiel rund, oval oder mehreckig und sind auch nicht
in ihrer Größe beschränkt. Ein Lichtelement 1, 2, 8 ist flächig, wenn es eine Ebene
aufspannt (z.B. durch Länge und Breite eines rechtwinkligen Lichtelements 1, 2, 8),
die Licht abstrahlt, und dessen Dicke kleiner als die Ausbreitung der aufgespannten
Ebene ist.
[0057] Zusammenfassend wurde eine veränderbare Leuchtvorrichtung beschrieben, die dazu geeignet
ist, unterschiedlichen Beleuchtungsanforderungen in einem Raum oder Gebäude gerecht
zu werden. Dabei wird mindestens ein flächiges Lichtelement 1, 2, 8, das mindestens
ein Leuchtmittel 3 enthält, an einem Befestigungsmittel 4, 5, 6 angebracht. Die Erfindung
zeichnet sich dadurch aus, dass das flächige Lichtelement 1, 2, 8 in mindestens zwei
Positionen an dem Befestigungsmittel 4, 5, 6 und/oder Orientierungen relativ zu dem
Befestigungsmittel 4, 5, 6 anbringbar ist. Dadurch wird es möglich, einfach und schnell
veränderten Beleuchtungsanforderungen in einem Raum gerecht zu werden. Diese können
durch unterschiedliche Verteilungen der Möbel, unterschiedlicher Nutzung von Räumen
oder unterschiedlichen Tages- und/oder Jahreszeiten entstehen. Die vorliegende Erfindung
zeichnet sich besonders zudem durch ihre hohe Flexibilität und ihre kostengünstige
Herstellungsweise aus.
1. Veränderbare Leuchtvorrichtung, die aufweist
mindestens ein flächiges Lichtelement (1, 2, 8), das mindestens ein Leuchtmittel (3)
enthält, und
ein Befestigungsmittel (4, 5, 6), an dem das mindestens eine flächige Lichtelement
(1, 2) angebracht ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
das flächige Lichtelement (1, 2, 8) in mindestens zwei Positionen an dem Befestigungsmittel
(4, 5, 6) und/oder Orientierungen relativ zu dem Befestigungsmittel (4, 5, 6) anbringbar
ist.
2. Leuchtvorrichtung gemäß Anspruch 1, wobei das Leuchtmittel (3) wenigstens eine LED
und/oder wenigstens eine OLED aufweist.
3. Leuchtvorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei das mindestens eine flächige
Lichtelement (1, 2, 8) an dem Befestigungsmittel (4, 5, 6) verdrehbar und/oder entlang
dem Befestigungsmittel (4, 5, 6) versetzbar ist.
4. Leuchtvorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das mindestens eine Leuchtmittel
(3) in dem mindestens einen flächigen Lichtelement (1, 2, 8) bezüglich seiner Position
und/oder Orientierung gegenüber dem flächigen Lichtelement (1, 2, 8) veränderbar,
insbesondere verdrehbar ist.
5. Leuchtvorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das mindestens eine flächige
Lichtelement (1, 2, 8) magnetisch an dem Befestigungsmittel (4, 5, 6) anbringbar ist.
6. Leuchtvorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das mindestens eine flächige
Lichtelement ein zusätzlich Zubehörteil (7), vorzugsweise eine Linse und/oder einen
Reflektor aufweist, das vor dem mindestens einen Leuchtmittel (3) an dem flächigen
Lichtelement (1, 2, 8) anbringbar ist, und mit dem der Austrittswinkel des Lichts
aus dem mindestens einen flächigen Lichtelement (1, 2, 8) einstellbar ist.
7. Leuchtvorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei das mindestens eine flächige
Lichtelement (2) aus Gipskarton ist, in das das mindestens eine Leuchtmittel (3) eingesetzt
ist.
8. Leuchtvorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei das mindestens eine Leuchtmittel
(3) über drahtlose induktive Kopplung mit Energie versorgbar ist.
9. Leuchtvorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei das Befestigungsmittel
(4, 5) einen metallischen Rahmen (6) aufweist, über den das mindestens eine Leuchtmittel
(3) von einer hinter dem Befestigungsmittel (4) angeordneten Energieversorgung betreibbar
ist.
10. Leuchtvorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei das Befestigungsmittel
(6) eine magnetische Wand oder Decke ist an die das flächige Lichtelement (8) magnetisch
anbringbar ist.