[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erzeugen und Anlegen/Weiterleiten wenigstens
eines eine reinigende Wirkung für einen Stoppschalter aufweisenden Spannungsimpulses
an einen dem Stoppschalter zugeordneten Stoppanschluss, der an einer digital gesteuerten
Magnetzündschaltungsanordnung eines elektrischen Geräts vorgesehen ist, wobei die
Magnetzündschaltungsanordnung eine Spannungswellenfolge aus über der Zeit hinsichtlich
ihrer Amplitude abnehmenden Halbwellen und/oder wenigstens einen Spannungsimpuls in
einem mittleren Spannungsbereich erzeugt. Weiterhin betrifft die Erfindung eine digital
(an)gesteuerte bzw. anzusteuernde Magnetzündschaltungsanordnung eines elektrischen
Geräts mit einem einem Stoppschalter zugeordneten Stoppanschluss, wobei die Magnetzündschaltungsanordnung
zum Erzeugen und Anlegen/Weiterleiten wenigstens eines eine reinigende Wirkung für
den Stoppschalter aufweisenden Spannungsimpulses an den Stoppanschluss ausgebildet
ist und wobei die Magnetzündschaltungsanordnung zur Erzeugung einer Spannungswellenfolge
aus über der Zeit hinsichtlich ihrer Amplitude abnehmenden Halbwellen und/oder zur
Erzeugung wenigstens eines Spannungsimpulses in einem mittleren Spannungsbereich ausgebildet
ist
[0002] Bei vielen elektrischen Geräten bzw. Maschinen kommen Stoppschalter zum Einsatz,
bei denen Kontakte bzw. Kontaktflächen vorgesehen sind, bei denen das Problem besteht,
dass es zu Verunreinigungen kommen kann. Beispielsweise können sich Oxidschichten
auf den Schalterkontakten bilden. Daher ist es sinnvoll, wenn die Schaltkontakte bzw.
Schaltkontaktflächen regelmäßig bzw. von Zeit zu Zeit gereinigt werden, indem wenigstens
die dünnen Oxidschichten entfernt werden, um so die korrekte Funktion des Stoppschalters
sicherzustellen. Bei vielen anderen Verschmutzungen ist leider bisher eine Reinigung
zum Beispiel durch Freibrennen nicht möglich.
[0003] Zur Reinigung solcher Schalter gibt es im Stand der Technik unterschiedliche Ansätze.
Bekannt ist beispielsweise die Schalterreinigung durch schleifende Kontakte. Dabei
werden schleifende Schalter zur Selbstreinigung der Kontaktflächen verwendet. Beim
Betätigen des Schalters schleift der eine Kontakt über den anderen, wobei durch diese
schleifende Bewegung Verschmutzungen aller Art von den Kontaktflächen entfernt werden.
So soll sichergestellt werden, dass es zu einem zuverlässigen Kontaktieren der Kontaktflächen
kommt. Die Kontaktflächen werden durch jedes Betätigen des Schalters erneut freigekratzt.
[0004] Daneben existiert das Konzept der Schalterreinigung durch Hochspannungsimpulse. Die
Kontaktflächen werden dabei durch hohe Spannungsimpulse an den beiden Schaltflächen
gereinigt. Die Hochspannungsimpulse sind ein Nebenprodukt eines Hochspannungsstopps.
Bei dieser Art des Stopps wird die Ladespule einer Zündschaltung des elektrischen
Geräts kurzgeschlossen. So wird verhindert, dass sich ein ebenfalls in der Zündschaltung
vorgesehener Zündkondensator aufladen kann. Es ist so nicht möglich, einen Zündfunken
zu erzeugen. Bei dem Verfahren des Hochspannungsstopps liegt eine sehr hohe gepulste
Spannung auf dem Stoppanschluss. Bei einer Berührung des Stoppkontakts kann es zu
einem elektrischen Schlag kommen. Dies wiederum hat zur Folge, dass die Stoppschaltung
auf aufwendige Art und Weise isoliert werden muss. Andererseits führt die Hochspannung
dazu, dass die Schaltkontakte bei gedrücktem Stoppschalter selbständig gereinigt werden.
[0005] Bei älteren analogen Zündschaltungen gibt es zum Anhalten häufig eine eigene Spule.
Wird nun der Stoppschalter gedrückt, so baut sich an einem Zündkondensator der analogen
Schaltung keine Spannung mehr auf und der Zünder funkt nicht mehr. Dies wird dadurch
erreicht, dass die Ladespule und die Unterbrecherspule mit gleicher Ausrichtung auf
einem Metallkern platziert werden. Dadurch ist die Phasenlage der Spannung gleich
und es wird immer, wenn die Ladespule laden will, auch ein entsprechend in der Schaltung
vorgesehener Thyristor durchgesteuert. Die an der Ausmacherspule entstehende Spannung
führt zu einer Spannung mittlerer Größe am Stoppanschluss.
[0006] Problematisch bei diesem Verfahren ist allerdings, dass der letzte Funke zu einem
unkontrollierbaren Zeitpunkt ausgegeben wird und somit die Wahrscheinlichkeit einer
Fehlzündung sehr hoch ist.
[0007] Bei digitalen Zündschaltungsanordnungen wird statt eines analogen Zünders ein durch
einen Mikrocontroller gesteuerter Zünder verwendet. Hierfür gibt es neben dem bereits
geschilderten Hochspannungsstopp das Konzept des Niederspannungsstopps, wobei der
Niederspannungsstopp, bei dem Spannungspulse im Spannungsversorgungsbereich der digitalen
Steuerung oder darunter zum Einsatz kommen, allerdings keine reinigende Wirkung auf
die Schaltkontakte des Stoppschalters hat. Eine Selbstreinigung der Kontakte findet
bei diesem Verfahren nicht statt.
[0008] Demgemäß liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein diesbezüglich verbessertes
Verfahren bzw. eine diesbezüglich verbesserte digital gesteuerte bzw. anzusteuernde
Magnetzündschaltungsanordnung anzugeben.
[0009] Zur Lösung dieser Aufgabe ist zunächst ein Verfahren zum Erzeugen und Weiterleiten
wenigstens eines eine reinigende Wirkung für einen Stoppschalter aufweisenden Spannungsimpulses
an einen dem Stoppschalter zugeordneten Stoppanschluss vorgesehen, wobei der Stoppanschluss
an bzw. in einer digital gesteuerten Magnetzündschaltungsanordnung eines elektrischen
Geräts vorgesehen ist und wobei die digital gesteuerte Magnetzündschaltungsanordnung
eine (wenigstens eine) Spannungswellenfolge aus über der Zeit hinsichtlich ihrer Amplitude
abnehmenden Halbwellen und/oder wenigstens einen Spannungsimpuls in einen mittleren
Spannungsbereich erzeugt, wobei sich das Verfahren dadurch auszeichnet, dass bei einer
über der Zeit hinsichtlich ihrer Amplitude abnehmenden Spannungswellenfolge wenigstens
eine der ersten Halbwelle zeitlich nachfolgende und somit eine kleinere Amplitude
aufweisende spätere Halbwelle der Spannungswellenfolge an den Stoppanschluss weitergeleitet
bzw. an diesen angelegt wird und derart eine reinigende Wirkung auf den Stoppschalter
ausübt und/oder dass bei Erzeugung wenigstens eines Spannungsimpulses in einem mittleren
Spannungsbereich der oder mehrere Spannungsimpulse an den Stoppanschluss weitergeleitet
bzw. an diesen angelegt werden und derart eine reinigende Wirkung auf den Stoppschalter
ausüben. Die Magnetzündschaltungsanordnung kann auch eine Spannungswellenfolge bzw.
eine Spannungsimpulsfolge erzeugen und sich dadurch auszeichnen, dass die Spannungswellenfolge
bzw. Spannungsimpulsfolge einer Filterung derart unterworfen wird, dass nur ausgezeichnete
Halbwellen bzw. Impulse, beispielsweise nur positive oder nur negative Halbwellen
bzw. Impulse, an den Stoppanschluss weitergeleitet bzw. an diesen angelegt werden
und derart eine reinigende Wirkung auf den Stoppschalter ausüben. Diese Spannungswellenfolge
bzw. Spannungsimpulsfolge kann dann auch eine gleichbleibende oder sogar ansteigende
Amplitude bzw. Pulshöhe aufweisen, sofern geeignet gefiltert wird bzw. nach der Filterung
noch eine Anpassung des Betrags der Spannung beispielsweise durch einen Widerstand
erfolgen kann.
[0010] Das Verfahren ist selbstverständlich nicht nur zur Reinigung von Stoppanschlüssen
bei Zündschaltungen geeignet, sondern kann allgemein in Schaltungsanordnungen verwendet
werden. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Schalterreinigung in digitalen Magnetzündanlagen
werden die auf die Reinigung bezogenen Nachteile des bekannten Niederspannungsstopps
und des Hochspannungsstopps für Zünder vermieden. Erfindungsgemäß wird beispielsweise
auf den Stoppanschluss eine Spannung gelegt, bei der es sich um eine Spannung in einem
mittleren Spannungsbereich handelt, deren Impulse also geeignet sind, um eine Oxidschicht
auf den Kontakten zu zerstören und so eine Selbstreinigung der Kontakte herbeizuführen.
Alternativ oder ergänzend kann bei einer Spannungswellenfolge mit abnehmender Amplitude
so vorgegangen werden, dass zumindest der erste, eine sehr hohe bzw. höhere Amplitude
aufweisende Spannungspuls, noch nicht an den Stoppanschluss weitergeleitet bzw. auf
diesen gelegt wird. Dies hat im Unterschied zum Kurzschließen der Ladespule beim Hochspannungsstopp,
bei dem auch die ersten sehr hohen Spannungsimpulse nach dem Kurzschluss am Stoppanschluss
anliegen, den Vorteil, dass eine aufwendige Isolierung für die erfindungsgemäß vorgesehene
Schalterreinigung nicht erforderlich ist. In beiden Fällen können die Schaltkontakte
von Verschmutzungen gereinigt werden. Der Begriff "Schalter" wird dabei im Kontext
der vorliegenden Erfindung in einem weiten Sinn verstanden und erfasst beispielsweise
auch Taster und dgl. Der Begriff der "Weiterieitung" der Spannung wird im Kontext
dieser Anmeldung für eine einfachere sprachliche Fassung in dem Sinne verwendet, dass
die entsprechende in der Schaltung erzeugte Spannungswellenfolge bzw. Spannungsimpulse
auf den Stoppanschluss gelegt werden. Die Spannungsimpulse können unterschiedlichste
Formen haben. Wellenformen sind möglich, Rechteckpulse und andere Pulsformen ebenso.
[0011] Auf den Stoppanschluss wird somit erfindungsgemäß eine gepulste Spannung gelegt,
wobei diese Spannung in vorteilhafter Weise seitens einer gerätinternen Schaltungsanordnung
erzeugt wird, also beispielsweise als Zündspannung bzw. als eine andere ohnehin im
Betrieb des Geräts erforderliche Spannungswellenfolge. Die mehreren bzw. einzelnen
Spannungsimpulse zur Reinigung des Stoppanschlusses können in regelmäßigen Abständen
auf den Stoppanschluss geschaltet werden. Die Spannung wird, gegebenenfalls mit ihren
kleineren Impulsen, die aber noch ausreichend sein müssen, um eine Selbstreinigung
der Schaltkontakte zu ermöglichen, an den Schaltanschluss angelegt bzw. weitergeleitet,
um dort Oxidationsschichten zu durchbrechen und einen sauberen Kontakt der Schaltflächen
eines Stoppschalters zu garantieren. Ebenso kann, alternativ oder ergänzend, direkt
eine Mittelspannungsfolge bzw. ein Mittelspannungsimpuls, die bzw. der in einer gerätinternen
Schaltungsanordnung (ohnehin oder zu diesem Zweck) erzeugt wird, verwendet werden,
um diese(n) an den Stoppschalter anzulegen. In der Regel werden einzelne Spannungsimpulse
erzeugt. Im Fall der Spannungserzeugung mittels Zündkondensatoren wird eine abnehmende
Spannungswelle generiert. Ein besonderer Vorteil bei einem Mittelspannungsimpuls,
der gemäß der Erfindung aus einer bereits existierenden impulsförmigen internen Spannung
abgeleitet wird, ist, dass keine (separaten) Schaltelemente benötigt werden. Bei einer
erfindungsgemäßen Magnetzündanlage mit digitaler Steuerung, die in der Regel durch
einen Mikrocontroller erfolgt, aber auch anders realisiert sein kann, wird vorzugsweise
einerseits der Zustand des Stoppschalters mittels eines Spannungssignals aus der digitalen
Steuerung (aus dem Mikrocontroller) durch die digitale Steuerung geprüft bzw. erfasst.
Es wird also einerseits ermittelt, ob der Stoppschalter offen oder geschlossen ist.
Andererseits wird mit besonderem Vorteil auf diesem Signalpfad zum Zweck der Selbstreinigung
des Stoppkontaktes noch zusätzlich ein Mittelspannungs-Freibrennimpuls (im Zündmodul)
eingekuppelt.
[0012] Die Bezeichnung ,,mittlerer Spannungsbereich" ist im Sinne der Erfindung so zu verstehen,
dass die Spannung in einem Bereich liegt, in den eine Selbstreinigung der Anschlusskontakte
möglich ist, in dem die Spannung also hoch genug ist, um Verschmutzungen zu entfernen
bzw. eine Oxidschicht zu zerstören. Die Spannung ist aber andererseits in diesem Bereich
nicht so hoch, dass die Gefahr eines elektrischen Schlags beim Berühren der Kontakte
besteht. Nach derzeitigem Stand wird als Bereich der mittleren Spannung vorrangig
der Bereich von etwa 12 V bis etwa 50 V Spitzenspannung betrachtet. Bei einem Hochvoltstopp
werden dagegen Spitzenspannungen von 250 V und Effektivspannungen von 50 V erreicht,
die bei Berührung zu deutlich spürbaren elektrischen Schlägen führen. Im Fall eines
Schlags besteht daher bei einer handgeführten Maschine die Gefahr, dass der Bediener,
bedingt durch den Schrecken oder den Schmerz, die Maschine "verreißt". Die effektive
Spannung beim Mittelspannungsstopp wird dagegen kaum wahrgenommen bzw. gespürt, zumal
bei den in der Regel kurzen Pulsdauern.
[0013] In Versuchen konnte im Zusammenhang mit Zündschaltungen gezeigt werden, dass bereits
eine Spannung um etwa 15 Volt ausreicht, um dünne Oxidschichten zu durchbrechen. Weiterhin
ist aus der
EP 0 866 480 A2 bekannt, dass bereits verhältnismäßig kleine Spannungen einen reinigenden Effekt
auf Kontaktstellen haben.
[0014] Die Schaltungsanordnung kann wie erwähnt als Zündschaltungsanordnung eine Zündspannungswellenfolge
und/oder wenigstens einen Zündspannungsimpuls und/oder als über der Zeit hinsichtlich
ihrer Amplitude abnehmende Spannungswellenfolge eine von einer Hochspannung bzw. hohen
Spannung ausgehende Spannungswellenfolge erzeugen, wobei Pulse bzw. Halbwellen der
Zündspannung zur Schalterreinigung verwendet werden, bzw. es kann mittels des Stoppanschlusses
bei Bedarf ein Zündfunke ausgeschaltet werden. Selbstverständlich kann die Schalterreinung
aber auch mittels Spannungspulsen erfolgen, die in der Magnetzündschaltungsanordnung
extra zum Zweck der Schalterreinigung bzw. zu anderen Zwecken als für den Zündvorgang
selbst erzeugt werden.
[0015] Werden die Wellen einer Zündspannungswellenfolge verwendet, um die erfindungsgemäße
Befreiung des Stoppschalters bzw. des Stoppanschlusses von Verschmutzungen zu erreichen,
so hat dies den Vorteil, dass der Reinigungspuls eine feste Position hat bzw. zu einem
bekannten, festgelegten Zeitpunkt erfolgt. Die Reinigung erfolgt somit zu einem definierten
Zeitpunkt immer dann bzw. in Abhängigkeit des Zeitpunkts, zu dem der Zündfunke ausgegeben
wird. Neben der reinigenden Wirkung dient der Stoppanschluss natürlich einer Stoppfunktion,
beispielsweise dem Ausschalten bzw. Verhindern eines Zündfunkens. Insbesondere kann
so ein Mittelspannungsstopp realisiert werden.
[0016] Erfindungsgemäß kann jede zweite Halbwelle der Spannungswellenfolge und/oder nur
Mittelspannungsimpulse und/oder nicht zu einem elektrischen Schlag führende Halbwellen
der Spannungswellenfolge und/oder nicht zu einem elektrischen Schlag führende Spannungsimpulse
an den Stoppanschluss weitergeleitet werden und/oder es kann wenigstens eine an den
Stoppanschluss weitergeleitete Halbwelle und/oder wenigstens ein angelegter Spannungsimpuls
eine reinigende Wirkung auf den Stoppanschluss ausüben, indem eine unerwünschte (dünne)
Oxidschicht durchbrochen und/oder zerstört wird.
[0017] Werden nur die späteren Halbwellen, insbesondere in Abhängigkeit des Einbaus geeigneter
Schaltungsbauteile nur die geradzahligen Halbwellen, an den Stoppanschluss weitergeleitet,
so steht der primäre Impuls, der höher als eine mittlere Spannung sein kann, für eine
(andere) gerätinterne Funktion, beispielsweise für den Zündfunken, alleine zur Verfügung.
In diesem Fall können dann die zweite, vierte, sechste usw. Halbwelle für das Freibrennen
des Stoppschalters genutzt werden. Das Freibrennen findet dann nur während des Funkens
statt. Durch die Weiterleitung nur bestimmter bzw. späterer Halbwellen bzw. Impulse
an den Stoppanschluss ergibt sich der Vorteil, dass nur ein begrenzter Teil der Gesamtenergie
zum Zerstören der Oxidschicht bzw. zum Freibrennen des Stoppanschlusses verwendet
wird.
[0018] Dem Stoppanschluss kann ein nur in eine Richtung Strom leitendes Bauelement, insbesondere
eine Diode, derart vorgeschaltet sein bzw. werden, dass nur bestimmte Halbwellen und/oder
Spannungsimpulse an den Stoppanschluss angelegt bzw. weitergeleitet werden. Bei einer
Zündschaltung kann die Diode beispielsweise sicherstellen, dass nur positive Halbwellen
bzw. positive Spannungsimpulse an den Stoppanschluss weitergeleitet werden. Die negativen
Halbwellen stehen für den Zündfunken zur Verfügung, so dass die Energie, die zum Freibrennen
verwendet wird, begrenzt wird.
[0019] Mittels eines dem Stoppanschluss vorgeschalteten Widerstands, gegebenenfalls auch
mehrerer Widerstände, können die wenigstens eine an den Stoppanschluss weitergeleitete
Halbwelle und/oder der wenigstens eine Spannungsimpuls in ihrer Spannung eingestellt
werden. Beispielsweise kann zwischen der Diode oder einem bzw. mehreren anderen, nur
in eine Richtung Strom leitenden Bauteilen und dem Stoppanschluss ein Widerstand vorgesehen
sein, gegebenenfalls auch ein einstellbar veränderbarer Widerstand, der es ermöglicht,
die Stärke des Freibrennimpulses bzw. der mehreren Freibrennimpulse für den Stoppanschluss
bis zu einem gewissen Punkt (frei) einzustellen bzw. zu verändern, so dass eine zum
Freibrennen bzw. Zerstören der Oxidschicht besonders geeignete Spannung am Stoppanschluss
anliegt.
[0020] Weiterhin kann erfindungsgemäß mittels einer Spannungsbegrenzung die Spannung am
Stoppanschluss begrenzt werden. Durch eine Spannungsbegrenzung des erfindungsgemäßen
Mittelspannungsstopps kann so erreicht werden, dass sich keine so hohe Spannung aufbauen
kann, dass es zu einem elektrischen Schlag kommen könnte. Ein solches Schutzelement
kann zusätzlich die Schutzbeschaltung eines Stoppeingangs darstellen. Verwendet werden
kann hierzu ein Kondensator, der dem Stoppanschluss vorgeschaltet ist und der sowohl
bei einer internen als auch bei einer externen Spannungsspitze zunächst einmal aufgeladen
werden muss. Ist der Kondensator noch nicht vollständig aufgeladen, so stellt er ein
vergleichsweise niederohmiges Bauteil dar. Kleinere Spannungsspitzen kann der Kondensator
somit selbstständig blocken. Ergänzend zum Kondensator kann eine Zener-Diode vorgesehen
sein, die in dem Fall, dass der Kondensator, der dem Stoppanschluss vorgeschaltet
ist, nicht mehr ausreicht, um die Spannung zu begrenzen, ihrerseits als Spannungsbegrenzer
fungiert. Die Zener-Diode wird hierzu zum Kondensator parallel geschaltet. Für die
Spannungsbegrenzungsschaltung ist darauf zu achten, dass der Mittelspannungsimpuls,
der an den Stoppanschluss angelegt wird, so ausgelegt ist, dass er den Kondensator
vollständig laden kann. Wäre dies nicht der Fall, könnten die Spannungspegel, die
am Stoppanschluss gewünscht bzw. erforderlich sind, nicht erreicht werden. Ein dem
Stoppanschluss vorgeschalteter Kondensator kann des Weiteren einen positiven Effekt
für die erfindungsgemäße Reinigung haben. Ist nämlich auf dem Stoppschalter eine Oxidschicht
vorhanden, so steigt die Spannung am Kondensator so hoch an, bis die Oxidschicht durchbrochen
wird und der Stromfluss beginnt. Dabei entleert sich der Kondensator und unterstützt
somit den Freibrennvorgang. Ohne Kondensator wäre der Freibrennvorgang stark eingeschränkt.
Erst der Kondensator stellt niederohmig Energie für das Säubern des Schalters zur
Verfügung, nachdem die Oxidschicht angefangen hat nachzugeben bzw. durchzubrechen.
[0021] Des Weiteren kann erfindungsgemäß eine Schutzbeschaltung wenigstens eines Pins eines
die digitale Schaltungsanordnung steuernden Mikrocontrollers realisiert werden. Beispielsweise
kann so bei einem Mittelspannungsstopp der Mikrocontroller vor zu hohen Spannungen
geschützt werden. In diesem Zusammenhang können, insbesondere bei einem Mittelspannungsstopp,
ergänzend oder alternativ zum beschriebenen Reinigungsverfahren selbstsichernde Elemente
bzw. Hardwaredurchgriffe in der Schaltung implementiert werden. So kann beispielsweise
auch einem Ausfall eines gegebenenfalls vorgesehenen Entkopplungswiderstands für den
Mikrocontroller entgegengewirkt werden. Ein solcher Entkopplungswiderstand wird nämlich
regelmäßig durch die Mittelspannungsimpulse belastet. Ein Ausfall ist daher denkbar,
und es sollten wie geschildert Absicherungen für diesen Fall vorgesehen sein.
[0022] Erfindungsgemäß kann die ordnungsgemäße Verbindung zwischen einem Pin eines die Schaltungsanordnung
steuernden bzw. zu deren Steuerung vorgesehenen Mikrocontrollers und dem Stoppanschluss
mittels einer selbstsichernden Konstruktion, insbesondere mit einem Kondensator am
Stoppanschluss und einem Widerstand am Mikrocontroller, überprüft werden.
[0023] Selbstverständlich ist es auch möglich, eine derartige selbstsichernde Konstruktion
unabhängig von einem Mittelspannungsstopp bzw. der Erzeugung und Weiterleitung von
Reinigungsimpulsen für den Stoppanschluss zu realisieren. In diesem Fall liegt also
eine digitale Schaltungsanordnung vor, bei der die Verbindung zwischen dem bzw. auch
mehreren Mikrocontrollerpins und dem externen Anschluss im Rahmen einer Selbstsicherung
überprüft wird. Die Selbstsicherung erfolgt beispielsweise mittels eines Kondensators
dicht am externen Anschluss und eines Widerstands dicht am Controller. Der Widerstand
am Mikrocontroller kann gegebenenfalls durch einen mikrocontrollerinternen Pull-up-Widerstand
ersetzt werden. Der Kondensator wird mit einer Seite an den Stoppanschluss, mit der
anderen Seite auf Masse gelegt.
[0024] Die Überprüfung der Verbindung zwischen Widerstand und Kondensator kann in zwei Phasen
bzw. mittels zweier Vorgänge erfolgen. Beispielsweise kann in der ersten Phase der
Kondensator für eine bestimmte Zeit geladen werden und dann seitens des Mikrocontrollers
ausgelesen werden. Der Mikrocontroller sollte in diesem Fall bei einem ordnungsgemäßen
Zustand der Verbindung einen High-Zustand erkennen. Wird seitens des Mikrocontrollers
kein High erkannt, so ist entweder der externe Stoppschalter gedrückt oder, für das
Beispiel einer Zündschaltanordnung, der Zünder könnte intern einen Schluss zur Masse
haben. In beiden Fällen würde kein Zündfunke ausgegeben, so dass es nicht darauf ankommt,
dass diese Fälle im Detail unterscheidbar sind.
[0025] Wird allerdings wie erwartet seitens des Mikrocontrollers ein High-Zustand bzw. -Pegel
erkannt, so erfolgt der Übergang in die zweite Phase bzw. der zweite Vorgang. Der
Kondensator wird entladen und dann wieder eingelesen. Der Mikrocontroller sollte nun
einen Low-Zustand erkennen. Wird wider Erwarten kein Low-Zustand erkannt, so können
hierfür mehrere Fehler ausschlaggebend sein, beispielsweise beim im Vordergrund stehenden
Anwendungsfall einer Zündschaltanordnung eine zünderinterne Unterbrechung zwischen
dem Widerstand und einem zugehörigen Kondensator, das Fehlen des Kondensators, ein
Schluss auf die Versorgungsspannung usw. Alle diese Fehlerfälle führen zum Ausschalten
des Zündfunkens, so dass eine weitere Differenzierung nicht erforderlich ist.
[0026] Der Pull-up-Widerstand, der im Mikrocontroller vorgesehen sein kann, kann erfindungsgemäß
bei der selbstsichernden Schaltungsanordnung dazu dienen, das Fehlen des Kondensators
zu erkennen. Der Mikrocontrollereingang selbst hat nämlich seinerseits eine geringe
Kapazität. Fehlt der Kondensator, so zieht der Widerstand den Eingang des Mikrocontrollers
auf einen High-Pegel. Bei der Dimensionierung des Pull-up-Widerstands ist darauf zu
achten, dass dieser vergleichsweise hochohmig ausgelegt wird, damit möglichst wenig
Energieverlust entsteht. Weiterhin ist der Widerstand der digitalen Schaltungsanordnung
zweckmäßigerweise so auszulegen, dass der Kondensator am Stoppanschluss nicht zu schnell
geladen wird.
[0027] Des Weiteren kann die selbstsichernde digitale Schaltungsanordnung zur flexiblen
Erkennung von High- und Low-Zuständen einen Mikrocontrollerpin mit Analog-/Digital-Wandler
und/oder mit einem Komparator bzw. einer Komparatorfunktion aufweisen. Somit ist die
einstellbare Schwelle flexibel und kann dafür verwendet werden, Effekte wie Nebenschlüsse
zu kompensieren.
[0028] Eine Stoppschalterabfrage für den Stoppanschluss kann im Rahmen der Erfindung so
funktionieren wie vorstehend im Zusammenhang mit der selbstsichernden Konstruktion
zur Phase 1 der Absicherung der Verbindungswege geschildert. Es ist somit möglich,
die beiden Funktionen der Stoppschalterabfrage und der Phase 1 der Absicherung der
Verbindungswege zu kombinieren. Die Stoppschalterabfrage ist dann ein Teil der Absicherung.
[0029] Bei einer Zündschaltungsanordnung kann mittels eines, insbesondere mittels einer
oder mittels mehrerer Dioden realisierten, Hardwaredurchgriffs sichergestellt werden,
dass bei geschaltetem Stoppschalter unabhängig von der Ansteuerung der Zündschaltungsanordnung
durch einen Mikrocontroller kein Zündfunke ausgegeben wird.
[0030] Der Hardwaredurchgriff verhindert somit die Ausgabe eines Funkens auch in dem Fall,
wenn der Mikrocontroller von sich aus einen Funken ausgeben würde bzw. wollte. Ein
derartiger Hardwaredurchgriff kann selbstverständlich ebenso wie die selbstsichernde
Konstruktion gegebenenfalls unabhängig von einem Mittelspannungsstopp bzw. einer Reinigung
des Stoppanschlusses realisiert werden. In diesem Fall ist somit lediglich allgemein
eine digitale Schaltungsanordnung mit einem Mikrocontroller vorgesehen, die als Zündschaltungsanordnung
ausgebildet ist und bei der ein Hardwaredurchgriff derart realisiert ist, dass das
Schalten des Stoppschalters bzw. Drücken eines Stopptasters und dergleichen dazu führt,
dass kein Zündfunke ausgegeben wird. Durch einen Hardwaredurchgriff auf das Leistungsteill
der Magnetzündung kann so bei geschlossenem Stoppschalter an der digitalen Steuerung
vorbei eine Auslösung des Zündfunkens direkt bzw. unmittelbar verhindert werden
[0031] Ein derartiger erfindungsgemäßer Hardwaredurchgriff kann beispielsweise mittels (je
nach Art der Schaltung zweier) zusätzlicher Dioden in der Schaltungsanordnung erreicht
werden. Ist der Stoppschalter nicht betätigt bzw. gedrückt, wird so beispielsweise
durch einen hohen Pegel eines Zündausgangs ein Thyristor durchgeschaltet, wodurch
ein Zündfunke ausgelöst wird. Ist andererseits der Stoppschalter betätigt, wird der
Stoppanschluss auf Masse gelegt. Durch eine erste Diode kann zwischen einem dem Zündpin
des Mikrocontrollers vorgeschalteten Widerstand und einer nachfolgenden, Strom zum
Stoppanschluss leitenden Diode keine größere Spannung als beispielsweise eine Spannung
im Bereich von 0,7 Volt entstehen (je nach konkreter Ausgestaltung der Schaltung sind
natürlich auch Spannungen in anderen Größenordnungen denkbar). Über eine dem Widerstand
in Richtung auf den Thyristor nachgeschaltete Diode geht eine entsprechende Spannung
verloren, so dass sich am Gateeingang des nachfolgenden Thyristors keine Spannung
aufbaut, dieser nie durchsteuert und somit kein Zündfunke ausgegeben werden kann,
wenn der Stoppschalter betätigt ist. Die Erfindung betrifft somit auch allgemein ein
solches Verfahren zum Hardwaredurchgriff.
[0032] Die Spannungswellenfolge und/oder der wenigstens eine Spannungsimpuls können durch
eine Spule, gegebenenfalls auch eine Kombination mehrerer spulenartiger Bauteile,
insbesondere durch eine Spule mit Eisenkern und/oder eine von einem Magnetfeld eines
Polrades durchsetzte Spule und/oder die Primärseite einer Zündspule, erzeugt werden.
Es ist also prinzipiell möglich, eine gepulste Spannung bzw. Spannungswellen oder
einzelne Spannungsimpulse zum Reinigen eines Stoppanschlusses auf unterschiedliche
Arten und Weisen zu erzeugen bzw. aus einer (ohnehin vorhandenen) gerätinternen Schaltungsanordnung
abzuleiten. Die gepulste Spannung kann unter anderem durch eine Spule erhalten werden,
bei der es sich um eine Spule mit Eisenkern handeln kann, die beispielsweise vom Magnetfeld
eines Polrads einer elektrischen Maschine durchsetzt ist. Für den vorliegenden Anwendungsfall
von digitalen Zündschaltungen bietet es sich an, die pulsförmige Spannung der Primärseite
der Zündspule zu entnehmen. Eine eigene separate Spule ist dann für das Freibrennen
des Stoppanschlusses nicht erforderlich, so dass mit besonderem Vorteil der Platz
für solche zusätzlichen Bauteile eingespart wird. Als Spannungsquelle für den Mittelspannungsimpuls
wird bei der Erfindung also vorzugsweise eine vorhandene Spule, beispielsweise eine
vom Polradmagneten durchflutete Spule mit entsprechender Spannungsamplitude, verwendet
werden. Die Spule kann auch die Primärspule des Zündübertragers sein, die nicht zwangsläufig
auf einem vom Magnetfeld durchströmten Metallkern sitzen muss. Diese hat dann ergänzend
zu ihrer üblichen Funktion die Aufgabe der Spannungsquelle, die die wellenförmige
Spannung erzeugt, die, gegebenenfalls über eine Diode bzw. einen Widerstand abgeschwächt,
an den Stoppanschluss weitergeleitet wird. Der Mittelspannungsimpuls bzw. Freibrennimpuls,
der aus einem im Zündmodul vorhandenen Spannungspuls entsteht bzw. für den ein vorhandener
Spannungspuls verwendet wird, hat den Vorteil, dass kein zusätzlicher Schalter benötigt
wird, um aus einer Spannung einen Impuls zu generieren. Ein Freibrennimpuls wird verwendet,
damit nicht ständig Strom fließt (keine Dauerspannung anliegt).
[0033] Die zum Freibrennen der Schaltkontakte benötigte pulsförmige Spannung kann mittels
einer Spule erzeugt werden, die auf den Metallkern eines Zünders gewickelt ist und
vom Magnetfeld des Polrades durchflossen wird. In diesem Fall kann wie erwähnt auf
eine separate Spule verzichtet werden. Es liegt aber auch im Rahmen der Erfindung,
statt einer bereits in der Schaltungsanordnung existierenden Spule eine separate,
extra für den Zweck des Gewinns einer pulsförmigen Spannung (für die Anschlussreinigung
bzw. den Mittelspannungsstopp) in die Schaltungsanordnung aufgenommene Spule zu verwenden.
Bei einer Ausgestaltung mit einer kombinierten Spule (die in der ursprünglichen Schaltung
bereits eine Funktion erfüllt und zusätzlich die Reinigungspulse erzeugt) ist es nicht
erforderlich, die (Zünd-)Ladespule als Quelle für die Impulse zu verwenden. Prinzipiell
ist jede Spule, die eine Spannung in der benötigten Stärke erzeugen kann, geeignet.
Bei einer zusätzlichen Spule im Schaltkreis wird beispielsweise zusätzlich zur Ladespule
eine Mittelspannungsspule auf dem Metallkern bzw. Eisenkern angeordnet.
[0034] Ergänzend zur Spule kann ein Kondensator, insbesondere ein Zündkondensator, zur Bildung
eines Schwingkreises in der Schaltungsanordnung angeordnet sein bzw. werden, wobei
gegebenenfalls dem Kondensator zum Aufladen durch eine Spannungsquelle ein nur in
einer Richtung Strom leitendes Bauelement, insbesondere eine Diode, und/oder ein eine
Verbindung zur Masse herstellender Schalter, der im Sinne der Erfindung ganz allgemein
ein elektronisches Schaltelement sein kann, vorgeschaltet werden. Der Kondensator,
insbesondere ein Zündkondensator, kann also über eine Spannungsquelle der Schaltungsanordnung
und eine gegebenenfalls dieser nachgeschaltete Diode geladen werden. Ist der Kondensator
dann geladen und bei einer Zündschaltung der richtige Zeitpunkt gekommen, um einen
Zündfunken auszugeben, so wird der ebenfalls dem Kondensator vorgeschaltete Schalter
bzw. das Schaltelement, der bzw. das die eine Seite des Kondensators auf Masse zieht,
leitend geschaltet. Somit wird die Primärspule der Zündschaltungsanordnung, die schaltungstechnisch
mit dem Kondensator verbunden ist, mit Strom versorgt.
[0035] Da die positiv geladene Seite des Kondensators durch den Schaltvorgang auf Masse
gezogen wird, ist die andere Seite entsprechend negativ. Die dem Stoppanschluss vorgeschaltete
Diode bzw. ein anderes nur in eine Richtung Strom leitendes Bauelement verhindert
dann einen Stromfluss vom Stoppanschluss in Richtung des Zündkondensators. Der Zündkondensator
entlädt sich, das Magnetfeld kollabiert und induziert eine Spannung, die hinsichtlich
der Polarität umgekehrt ist. Diese Spannung lädt dann zum einen erneut den Kondensator,
zum anderen wird sie, ermöglicht durch die einseitig leitende Diode, an den Stoppanschluss
weitergeleitet bzw. an diesen angelegt. Der primäre Impuls kann so alleine für den
Zündfunken bzw. bei einer anderen gerätinternen Pulsspannung für eine andere für die
Schaltung vorgesehene Aufgabe verwendet werden, während die zweite, vierte, sechste
usw. Halbwelle für das Freibrennen des Stoppschalters verwendet werden. Dies hat bei
einer Zündschaltung den Vorteil, dass die Reinigung des Stoppanschlusses nur während
des Funkens stattfindet und zudem nur ein begrenzter Teil der Energie, die insgesamt
zur Verfügung steht, hierfür verwendet wird.
[0036] Ein dem Stoppanschluss zugeordneter Stoppevent kann unabhängig von der wenigstens
einen an den Stoppanschluss weitergeleiteten Halbwelle ausgewertet und/oder abgefragt
werden, insbesondere zur Ermöglichung eines kontrollierten Abstellens des elektrischen
Geräts und/oder eines Abstellens ohne Fehlzündung des elektrischen Geräts, und/oder
während der nicht für die Reinigung genutzten Zeit kann wenigstens eine weitere Funktion
auf den Stoppanschluss gelegt werden, insbesondere eine Kommunikationsfunktion.
[0037] Werden beispielsweise grundsätzlich die zweite Halbwelle und gegebenenfalls noch
weitere höhere Halbwellen der Spannungswelle zur Beseitigung von Verschmutzungen verwendet,
so weist der Reinigungsimpuls eine feste zeitliche Einordnung auf. Im Falle einer
Zündschaltung bedeutet dies, dass die Reinigung immer mit der Erzeugung des Zündfunkens
gekoppelt ist. Damit bietet sich die Möglichkeit, in der restlichen Zeit andere Funktionen
auf den Stoppanschluss zu legen. Beispielsweise kann so eine Stoppschalterabfrage,
gegebenenfalls über entsprechende Mittel zur Zustandsermittlung bzw. Weiterleitung
von Signalen, realisiert werden. Entsprechende Funktionen können auf einem Mikrocontroller
implementiert werden. Weiterhin ist grundsätzlich eine Kommunikation auf derselben
Leitung wie der des Stoppanschlusses möglich. Eine derartige Kommunikation könnte
beispielsweise so oder ähnlich funktionieren, wie es in der
US 2008/02662706 A1 beschrieben ist. Für die Implementierung zusätzlicher Funktionen am Stoppanschluss
und die entsprechenden Signalübertragungsfunktionen ist jedoch zu beachten, dass die
Schaltungen, die hiermit verbunden sind, vor dem zu erwartenden Spannungsimpuls bzw.
den Spannungsimpulsen geschützt werden müssen.
[0038] Zur Abfrage der Stellung des Stoppschalters sind verschieden Lösungen denkbar. Im
Rahmen der Erfindung bietet es sich an, die Abfrage des Stoppschalters mit dem Anlegen
des einen oder der mehreren Mittelspannungsimpulse an den Stoppschalter zu kombinieren.
Der Mittelspannungsimpuls dient dann gleichzeitig als Stoppschalterabfrage bzw. zur
Bewertung des Stoppschalterzustands. Dies kann beispielsweise so erfolgen, dass die
digitale Steuerung der Magnetzündanlage die Spannung am Stoppschalter während des
Mittelspannungsimpulses misst. Ist ein bestimmter Pegel bzw. ein der Steuerung für
einen Spannungsvergleich vorgegebener Spannungswert überschritten, so ist der Stoppschalter
geöffnet. Ist der Pegel unterschritten bzw. wird der vorgegebene Spannungswert nicht
erreicht, so ist der Stoppschalter geschlossen. Ein separater Schalterabfrageimpuls
wird nicht benötigt.
[0039] Desweiteren betrifft die Erfindung eine digital (an)gesteuerte bzw. anzusteuernde
Magnetzündschaltungsanordnung eines elektrischen Geräts mit einem einem Stoppschalter
zugeordneten Stoppanschluss, wobei die digitale Magnetzündschaltungsanordnung zum
Erzeugen und Weiterleiten wenigstens eines eine reinigende Wirkung für den Stoppschalter
aufweisenden Spannungsimpulses an den Stoppanschluss, insbesondere nach einem Verfahren
wie vorstehend geschildert, ausgebildet ist und wobei die Magnetzündschaltungsanordnung
zur Erzeugung einer Spannungswellenfolge aus über der Zeit hinsichtlich ihrer Amplitude
abnehmenden Halbwellen und/oder zur Erzeugung wenigstens eines Spannungsimpulses in
einem mittleren Spannungsbereich ausgebildet ist. Diese digital gesteuerte Zündschaltungsanordnung
zeichnet sich erfindungsgemäß dadurch aus, dass sie bei einer über der Zeit hinsichtlich
ihrer Amplitude abnehmenden Spannungswellenfolge zum Weiterleiten wenigstens einer
der ersten Halbwelle zeitlich nachfolgenden und somit eine kleinere Amplitude aufweisenden
späteren Halbwelle der Spannungswellenfolge als Spannungsimpuls, der eine reinigende
Wirkung ausübt, an den Stoppanschluss ausgebildet ist und/oder dass die Zündschaltungsanordnung
bei Erzeugung wenigstens eines Spannungsimpulses in einem mittleren Spannungsbereich
zum Weiterleiten des oder der Spannungsimpulse an den Stoppanschluss ausgebildet ist
und derart eine reinigende Wirkung auf den Stoppschalter ausübt.
[0040] Die Erfindung betrifft weiterhin einen handgeführten Verbrennungsmotor mit einer
solchen, nachstehend noch genauer beschriebenen digital (an)gesteuerten bzw. anzusteuernden
Magnetzündschaltungsanordnung bzw. mit einem Magnetzündsystem. Das elektrische Gerät
ist somit in diesem Fall ein zur Handführung vorgesehenes Gerät mit einem Verbrennungsmotor.
Das handgeführte Gerät mit dem Verbrennungsmotor ist mit einer digital gesteuerten
Magnetzündschaltungsanordnung versehen und insbesondere ausgebildet zur Durchführung
eines Verfahrens wie vorstehend beschrieben. Das Gerät bzw. die Magnetzündschaltungsanordnung
weist einen einem Stoppschalter zugeordneten Stoppanschluss auf, wobei die Magnetzündschaltungsanordnung
zum Erzeugen und Anlegen wenigstens eines eine reinigende Wirkung für den Stoppschalter
aufweisenden Spannungsimpulses an den Stoppanschluss ausgebildet ist und wobei die
Magnetzündschaltungsanordnung zur Erzeugung einer Spannungswellenfolge aus über der
Zeit hinsichtlich ihrer Amplitude abnehmenden Halbwellen und/oder zur Erzeugung wenigstens
eines Spannungsimpulses in einem mittleren Spannungsbereich ausgebildet ist. Die Magnetzündschaltungsanordnung
ist bei einer über der Zeit hinsichtlich ihrer Amplitude abnehmenden Spannungswellenfolge
zum Anlegen wenigstens einer der ersten Halbwelle zeitlich nachfolgenden und somit
eine kleinere Amplitude aufweisenden späteren Halbwelle der Spannungswellenfolge als
Spannungsimpuls an den Stoppanschluss und/oder dass bei Erzeugung wenigstens eines
Spannungsimpulses in einem mittleren Spannungsbereich zum Anlegen des oder mehrerer
Spannungsimpulse an den Stoppanschluss ausgebildet, wodurch jeweils eine reinigende
Wirkung auf den Stoppschalter ausgeübt wird.
[0041] Über die Verwendung der späteren Halbwellen einer Spannungswellenfolge mit Halbwellen
abnehmender Spannung bzw. über die Verwendung einer Spannungswellenfolge bzw. einer
Impulsfolge mit Impulsen, die von vornherein in einem mittleren, geeigneten Spannungsbereich
liegen, wird so ein Stoppanschluss, der in der digital gesteuerten Schaltungsanordnung
vorgesehen ist, gereinigt. Die digitale Schaltungsanordnung weist Bauteile auf, mit
denen eine gerätinterne pulsförmige Spannung erzeugt werden kann, bei der es sich
beispielsweise um eine Zündspannung oder auch eine andere geeignete Spannung handeln
kann. Die verwendete pulsförmige Spannung ist eine gerätinterne Spannung, die nicht
zusätzlich für den Stoppanschluss bzw. ausschließlich für eine Reinigungsfunktion
erzeugt werden muss. Es ist kein Platz für eine eigene zusätzliche Spule erforderlich,
wie bei den analogen Zündern, bei denen eine Reinigung durch eine mittlere Spannung
realisiert ist. Auch weitere ergänzende Bauteile komplexerer Art sind nicht erforderlich.
Dadurch können die Fertigungskosten niedrig gehalten werden. Je nach Art der digital
gesteuerten Schaltungsanordnung bzw. der dort erfolgenden Spannungspulserzeugung kann
jedoch wie erwähnt die Vorschaltung einer Diode oder vergleichbarer Bauteile, gegebenenfalls
im Kombination mit einem Widerstand, vor den Stoppanschluss sinnvoll bzw. erforderlich
sein. Der Bereich der mittleren Spannung kann erfindungsgemäß Spannungen von 12 V
bis 50 V Spitzenspannung umfassen.
[0042] Die Magnetzündschaltungsanordnung kann zur Erzeugung einer Zündspannungswellenfolge
und/oder wenigstens eines Zündspannungsimpulses ausgebildet ist, und/oder die Magnetzündschaltungsanordnung
kann zur Erzeugung einer von einer Hochspannung ausgehenden und über der Zeit hinsichtlich
ihrer Amplitude abnehmenden Spannungswellenfolge ausgebildet sein.
[0043] Weiterhin kann die Magnetzündschaltungsanordnung zur Weiterleitung jeder zweiten
Halbwelle der Spannungswellenfolge und/oder nur von Mittelspannungsimpulsen und/oder
nicht zu einem elektrischen Schlag führenden Halbwellen der Spannungswellenfolge und/oder
nicht zu einem elektrischen Schlag führender Spannungsimpulse an den Stoppanschluss
ausgebildet sein und/oder wenigstens eine an den Stoppanschluss weitergeleitete Halbwelle
und/oder wenigstens ein an den Stoppanschluss angelegter Spannungsimpuls kann zur
Reinigung des Stoppanschlusses durch Durchbrechen und/oder Zerstören einer unerwünschten
Oxidschicht ausgebildet sein.
[0044] Das Weiterleiten von zur Reinigung ungeeigneten Impulsen, beispielsweise von Impulsen
mit einer zu hohen Spannung, bei denen die Gefahr eines elektrischen Schlags besteht,
kann somit wie im Falle der Zündschaltungsanordnung durch einfache elektronische Bauteile
bzw. deren Zusammenwirken verhindert werden. So lässt sich eine Filterung der Wellen
nach ihrem Vorzeichen realisieren. Die Spannungswellen- bzw. ―-impulse werden dann
im einfachsten Fall danach gefiltert, ob sie positiv oder negativ sind. Im Rahmen
der Erfindung liegt aber auch eine gezielte, aktive Auswahl bzw. Filterung bestimmter
Spannungswellen bzw. bestimmter Halbwellen mit geeigneter Amplitude, beispielsweise
durch eine digitale Signalverarbeitung bzw. durch die Implementierung spezifischer,
von Randbedingungen bzw. Vorgaben definierter Auswahl- und/oder Filterkriterien in
der digitalen Schaltungsanordnung.
[0045] Dem Stoppanschluss kann ein nur in eine Richtung Strom leitendes Bauelement, insbesondere
eine Diode, derart vorgeschaltet sein, dass nur bestimmte Halbwellen und/oder Spannungsimpulse
an den Stoppanschluss angelegt werden. Außerdem wird so gegebenenfalls ein Stromabfluss
vom Stoppanschluss in Richtung weiterer Bauteile der Schaltungsanordnung verhindert.
Dem Stoppanschluss kann ein Widerstand vorgeschaltet sein, über den die wenigstens
eine an den Stoppanschluss weitergeleitete Halbwelle und/oder der wenigstens eine
Spannungsimpuls in ihrer bzw. seiner Spannung einstellbar sind. Der Widerstand dient
dazu, die Stärke der weitergeleiteten Halbwelle bzw. der weiterzuleitenden Halbwellen
einzustellen und gegebenenfalls anzupassen, wozu der Widerstand austauschbar bzw.
veränderbar ausgebildet sein kann.
[0046] Mittels einer Spannungsbegrenzung, insbesondere unter Verwendung wenigstens eines
Kondensators und/oder wenigstens einer Zener-Diode, kann die Spannung am Stoppanschluss
der digital gesteuerten Schaltungsanordnung begrenzbar sein, und/oder die Schaltungsanordnung
kann eine Schutzbeschaltung wenigstens eines Pins bzw. für wenigstens einen Eingang
eines die Schaltungsanordnung steuernden Mikrocontrollers aufweisen. Aufgrund der
bei einem Mittelspannungsstopp im Vergleich zum Niederspannungsstopp erhöhten Spannungen
im Schaltkreis ist es zweckmäßig, in der Zündschaltungsanordnung einen guten bzw.
besseren Schutz des Mikrocontrollers zu realisieren. Durch eine hardwareseitige Sperre
eines Thyristors kann bei einer Zündschaltung ein versehentliches Zünden verhindert
werden; der Mikrocontroller kann dann aufgrund des Hardwaredurchgriffs nicht mehr
fehlerhaft zünden.
[0047] Die ordnungsgemäße Verbindung zwischen einem Pin eines die Magnetzündschaltungsanordnung
ansteuernden Mikrocontrollers und dem Stoppanschluss kann mittels einer selbstsichernden
Konstruktion der Schaltungsanordnung, insbesondere mit einem Kondensator am Stoppanschluss
und einem Widerstand am Mikrocontroller, überprüfbar sein.
[0048] So wird bei der Zündschaltungsanordnung mittels eines, insbesondere mittels (zweier)
Dioden realisierten, Hardwaredurchgriffs sichergestellt, dass bei geschaltetem Stoppschalter
unabhängig von der Ansteuerung der Zündschaltungsanordnung durch einen Mikrocontroller
kein Zündfunke ausgebbar ist. Dies stellt somit den Sonderfall eines Hardwaredurchgriffs
für eine Zündschaltungsanordnung als digital gesteuerter Schaltungsanordnung dar.
[0049] Die Magnetzündschaltungsanordnung kann eine Spule, insbesondere eine Spule mit Eisenkern
und/oder eine von einem Magnetfeld eines Polrades durchsetzte Spule und/oder die Primärseite
einer Zündspule, zur Erzeugung der Spannungswellenfolge und/oder des wenigstens einen
Spannungsimpulses aufweisen. Gegebenenfalls sind auch andere elektrische bzw. elektronische
Bauteile, mit deren Hilfe eine Spannungsfolge bzw. ―impulse zur gerätinternen Nutzung
erzeugbar sind, in der Zündschaltungsanordnung vorgesehen. Anteile dieser Spannungsfolge
werden dann an den Stoppanschluss weitergeleitet, um dort eine Reinigungsfunktion
zu erfüllen. Als Spannungspuls aus dem Zündsystem wird also beispielsweise der periodisch
vorhandene Impuls einer Spule des Magnetzünders verwendet, welche auf einem Eisenkern
angeordnet ist, der von einem vorbeilaufenden Magneten eines Polrades durchflutet
wird. Weiterhin kann als Spannungspuls aus der Zündschaltungsanordnung der periodisch
vorhandene Impuls verwendet werden, der an der Primärspule des Zündübertragers (bei
einer Kondensatorentladungszündung) oder der Zündspule (bei einer Magnettransistorzündung)
anliegt. Während jedes erzeugten Hochspannungspulses bzw. Zündfunkens liegt an der
Primärspule ein Impuls bzw. eine Impulsfolge von bis zu einigen 100 V an. Sind die
Spannungswerte der vorhandenen Pulse zu hoch für die Weiterleitung an den Stoppanschluss,
so sind die Pulse zum Anlegen an den Stoppanschluss gegebenenfalls geeignet abzuschwächen.
[0050] Ergänzend zur Spule kann ein Kondensator, insbesondere ein Zündkondensator, zur Bildung
eines Schwingkreises in der Schaltungsanordnung angeordnet sein, wobei gegebenenfalls
dem Kondensator zum Aufladen durch eine Spannungsquelle ein nur in eine Richtung Strom
leitendes Bauelement, insbesondere eine Diode, und/oder ein eine Verbindung zur Masse
herstellender Schalter vorgeschaltet ist.
[0051] Ein dem Stoppanschluss zugeordneter Stoppevent kann unabhängig von der wenigstens
einen an den Stoppanschluss weitergeleiteten Halbwelle bzw. dem einen oder den mehreren
Spannungsimpulsen auswertbar und/oder abfragbar sein, insbesondere zur Ermöglichung
eines kontrollierten Abstellens und/oder eines Abstellens ohne Fehlzündung des elektrischen
Geräts, und/oder während der nicht für die Reinigung genutzten Zeit kann wenigstens
eine weitere Funktion auf den Stoppanschluss legbar sein, insbesondere eine Kommunikationsfunktion.
Erfindungsgemäß ermöglicht somit die digital gesteuerte Magnetzündschaltungsanordnung
des elektrischen Geräts ein kontrolliertes Abstellen ohne eine Fehlzündung.
[0052] Weitere Vorteilte, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich anhand der
folgenden Ausführungsbeispiele sowie aus den Zeichnungen. Dabei zeigen:
- Figur 1
- einen analogen Schaltkreis mit Schalterreinigung gemäß dem Stand der Technik,
- Figur 2
- eine Prinzipskizze einer digital gesteuerten Schaltungsanordnung gemäß der Erfindung,
- Figur 3
- eine Spannungswellenfolge gemäß der Erfindung an einem Zündkondensator während des
Zündfunkens,
- Figur 4
- eine Prinzipskizze einer weiteren digital gesteuerten Schaltungsanordnung der Erfindung,
- Figur 5
- eine Skizze der Spannungsverläufe an drei Knoten der Schaltungsanordnung der Figur
4,
- Figur 6
- eine Schutz- und Begrenzungsschaltung gemäß der Erfindung,
- Figur 7 und Figur 8
- Prinzipskizzen zur Erzeugung von Mittelspannungsimpulsen mittels Spulen,
- Figur 9
- eine selbstsichernde Konstruktion einer erfindungsgemäßen digitalen Schaltungsanordnung,
- Figur 10
- die Phasen der Absicherung der selbstsichernden Konstruktion nach Figur 10 und
- Figur 11
- eine Prinzipskizze eines erfindungsgemäßen Hardwaredurchgriffs.
[0053] In der Figur 1 ist ein analoger Schaltkreis 1 gemäß dem Stand der Technik mit Schalterreinigung
gezeigt. Dieser analoge Schaltkreis 1 ist ein Zündschaltkreis und weist einerseits
eine Ladespule 2 und andererseits eine Unterbrecherspule 3 auf, die mit gleicher Ausrichtung
auf einem Metallkern 4 angeordnet sind. Weiterhin ist eine Triggerspule 5 vorgesehen.
Dadurch, dass sowohl die Ladespule 2 als auch die Unterbrecherspule 3 mit gleicher
Ausrichtung auf dem Metallkern 4 platziert sind, ist die Phasenlage der Spannung gleich.
Dies führt dazu, dass immer dann, wenn die Ladespule 2 geladen wird, auch der Thyristor
6 des analogen Schaltkreises 1 durchgesteuert wird. Die an der Unterbrecherspule bzw.
Ausmacherspule 3 entstehende Spannung führt zu einer Spannung mittlerer Größe an einem
Stoppanschluss des analogen Schaltkreises gemäß dem Stoppschalter 7. Weitere Bauteile
in dem analogen Schaltkreis 1 sind die Widerstände 8, die Spule 3b, der Kondensator
9 sowie die Diode 10.
[0054] Bei diesem analogen Schaltkreis 1 besteht allerdings das Problem, dass der letzte
Zündfunke zu einem nicht kontrollierbaren bzw. nicht festen Zeitpunkt auftritt, wodurch
die Wahrscheinlichkeit einer Fehlzündung vergleichsweise hoch ist.
[0055] Seitdem die analogen Zünder weitgehend durch Mikrocontroller gesteuerte Zünder ersetzt
worden sind, werden daher zum Stoppen nur noch die beiden Stoppkonzepte des Hochspannungsstopps
auf der einen Seite und des Niederspannungsstopps auf der anderen Seite verwendet.
Beim Niederspannungsstopp wird der Stoppanschluss nicht gereinigt, während beim Hochspannungsstopp
das Problem besteht, dass eine Berührung des Stoppkontakts zu einem elektrischen Schlag
führen kann und deswegen aufwendige Isolierungen erforderlich sind.
[0056] Die Figur 2 zeigt eine Prinzipskizze einer digital gesteuerten Magnetzündschaltungsanordnung
11 gemäß der Erfindung. Dort ist zunächst eine Spannungsquelle 12 vorgesehen, mittels
der über eine Diode 13 ein Zündkondensator 14 geladen wird. Dem Zündkondensator 14
vorgeschaltet ist, parallel zur Diode 13, ein Schalter 15 bzw. ein elektronisches
Schaltelement vorgesehen. Der Schalter 15 wird geschaltet, wenn der Kondensator geladen
ist und der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um einen Zündfunken auszugeben. Durch
den Schalter 15 wird die nächstliegende Seite bzw. die mit dem Schalter 15 verbundene
Elektrode des Kondensators auf Masse gezogen. Dies führt dazu, dass die Primärspule
16 der digitalen Schaltungsanordnung 11 mit Strom versorgt wird. Da die positiv geladene
Seite des Kondensators 14 der digital gesteuerten bzw. anzusteuernden Schaltungsanordnung
11 auf Masse gezogen wird, ist die andere Seite folglich negativ. Die Diode 21 dient,
wie im Folgenden beschrieben, dazu, nur gewisse Halbwellen einer Zündimpulsfolge an
den Stoppanschluss 18 weiterzuleiten.
[0057] Nachdem sich der Kondensator 14 entladen hat, kollabiert das Magnetfeld und induziert
eine Spannung, die hinsichtlich ihrer Polarität umgedreht bzw. -kehrt ist. Diese Spannung
lädt zum einen den Kondensator 14, zum anderen wird sie an den Stoppanschluss 18 geleitet.
Auf diese Art und Weise wird der primäre Impuls nur für den Zündfunken der Zündspule
19 mit der Primärspule 16 und der Sekundärspule 17 verwendet. Auf der Seite der Sekundärspule
17 des Transformators der Zündspule 19 liegt somit eine hohe Spannung 20 an.
[0058] Erst die zweite, vierte und sechste Halbwelle der Zündimpulsfolge werden für das
Freibrennen des Stoppschalters bzw. des Stoppanschlusses 18 verwendet. Das Freibrennen
findet nur während des Funkens statt. Über den Widerstand 21 b ist die Stärke des
Freibrennimpulses für den Stoppanschluss bis zu einem gewissen Punkt frei einstellbar.
Die Schaltungen in der Figurenbeschreibung sind Grundschaltungen bzw. Prinzipskizzen.
Das heißt, dass bei der konkreten Realisierung gegebenenfalls schaltungstechnische
Details hinzukommen bzw. einige Komponenten und Bauteile durch vergleichbare ausgetauscht
sein können.
[0059] In der Figur 3 ist eine Spannungswellenfolge 22 gemäß der Erfindung an einem Zündkondensator
wie beispielsweise dem Kondensator 14 während des Zündfunkens gezeigt. In der Darstellung
ist auf der vertikalen Ordinate 23 die Spannung aufgetragen, auf der waagerechten
Abszisse 24 die Zeit. Die Halbwellen der Spannungswellenfolge 22 sind mit den Bezugszeichen
31, 32, 33,..., 36 bezeichnet. Dabei ist mit dem Bezugszeichen 31 die erste Halbwelle,
mit 32 die zweite Halbwelle usw. benannt. Die vertikale Linie 25 gibt den Start des
Zündfunkens an.
[0060] Der primäre Impuls bzw. die erste Halbwelle 31 wird nur für den Zündfunken verwendet.
Nur die zweite, vierte, sechste usw. Halbwelle (die Halbwellen 32, 34, 36) werden
für die Reinigung des Stoppanschlusses verwendet. Die Reinigungsimpulse haben somit
eine zeitlich feste Lage. In der restlichen Zeit können andere Funktionen auf den
Stoppanschluss gelegt werden, beispielsweise eine Schalterpositionsabfrage oder eine
Kommunikation auf derselben Leitung.
[0061] In der Figur 4 ist eine schematische Darstellung einer weiteren digital gesteuerten
Magnetzündschaltungsanordnung 40 der Erfindung gezeigt. Die digital gesteuerte Magnetzündschaltungsanordnung
40 wird mittels eines Mikrocontrollers 41 (an)gesteuert, der einerseits einen Stopppin
42, andererseits einen Zündausgang 43 aufweist. Bei einigen Realisierungen kann der
Mikrocontroller 41 ein Bestandteil der digital gesteuerten Magnetzündschaltungsanordnung
40 gemäß der Erfindung sein. Mit Hilfe einer Spannungsquelle 44 wird über die Diode
45 der Zündkondensator 46 geladen. Ist der Zündkondensator 46 geladen und der richtige
Zeitpunkt gekommen, um einen Zündfunken auszugeben, so wird der Thyristor 47 geschaltet.
Dieser zieht den Knoten K1 bzw. die entsprechende Seite des Zündkondensators 46 auf
Masse. Damit liegt der Zündkondensator 46 quasi parallel zur Primärspule 48 der Zündspulenanordnung
49 mit der Sekundärspule 50.
[0062] Die Hochspannung auf der Seite der Sekundärspule 50 der Zündspulenanordnung 49 ist
mit 51 bezeichnet. Da die positiv geladene Seite des Zündkondensators 46 auf Masse
gezogen wird, ist die andere Seite, der der Knoten K2 zugeordnet ist, negativ. Die
Diode 52 verhindert einen Stromfluss vom Stoppanschluss 53 in Richtung des Zündkondensators
46. Nachdem sich der Zündkondensator 46 entladen hat, kollabiert das Magnetfeld und
induziert eine von der Polarität her betrachtet umgedrehte bzw. entgegengesetzte Spannung.
Diese Spannung lädt zum einen den Zündkondensator 46, zum anderen wird sie an den
Stoppanschluss 53 angelegt. Aufgrund dieser Vorgehensweise wird der primäre Impuls
nur für den Zündfunken verwendet. Lediglich die späteren, geradzahligen Halbwellen
dienen für das Freibrennen des Stoppschalters bzw. Stoppanschlusses 53. Dieses Freibrennen
findet nur während des Funkens statt, so dass nur ein begrenzter Anteil der Energie
hierfür verwendet wird. Der Widerstand 54 dient dazu, die Stärke des Freibrennimpulses
für den Stoppschalter bzw. den Stoppanschluss 53 einzustellen. Falls sich eine Oxidationsschicht
auf dem Stoppschalter gebildet hat, so lädt der Mittelspannungsimpuls den desweiteren
in der Schaltungsanordnung 40 (parallel zum Stoppanschluss 53 mit einer Seite auf
Masse) vorgesehenen Kondensator 55 auf. Der Kondensator 55 hat somit eine unterstützende
Wirkung für das Freibrennen bzw. Reinigen des Stoppschalters. Der Knoten K3 der digitalen
Schaltungsanordnung 40 befindet sich vom Widerstand 54 aus betrachtet in Richtung
des Stoppanschlusses 53 zwischen den Knoten des Kondensators 55 und der Zener-Diode
61. Der Reinigungsimpuls wird zu einem festen Zeitpunkt, der vom Zeitpunkt des Zündens
abhängt, ausgegeben. In der restlichen Zeit können weitere Funktionen auf den Stoppanschluss
53 gelegt werden. Dabei müssen jedoch gegebenenfalls Schaltungskomponenten vor dem
zu erwartenden Spannungsimpuls bzw. der Spannungswellenfolge geschützt werden. Hierzu
dient in der Magnetzündschaltungsanordnung 40 der Widerstand 56.
[0063] Des Weiteren wird durch die Dioden 57 und 58 eine hardwareseitige Sperre des Thyristors
47 realisiert. Wird der Stoppanschluss 53 mittels des hier nicht gezeigten Stoppschalters
auf Masse gelegt, so kann die Spannung am Gateanschluss des Zündthyristors 48 nicht
mehr so hoch steigen, dass dieser auslösen würde. Eine fehlerhafte Zündung des Mikrocontrollers
41 kann damit ausgeschlossen werden. So wird im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen
Mittelspannungsstopp mit selbstreinigender Funktion außerdem eine Sicherung der Schaltungen
bzw. Schaltungsbauteile realisiert. Beim Ausfall des Entkopplungswiderstands 56, der
dem Stopppin 42 des Mikrocontrollers 41 vorgeschaltet ist und durch die Mittelspannungsimpulse
regelmäßig belastet wird, kann beispielsweise durch eine selbstsichernde Konstruktion
sichergestellt werden, dass nicht weiterhin Zündfunken ausgegeben werden. Wird ein
Stopp vom Mikrocontroller 41 nicht erkannt, so greift ein Hardwaredurchgriff. Dieser
Fall ist jedoch als eher wenig wahrscheinlich anzusehen.
[0064] Die Leitung zwischen dem Stopppin 42 des Mikrocontrollers 41 wird mittels einer selbstsichernden
Konstruktion überwacht. Selbstverständlich können sowohl der Hardwaredurchgriff als
auch die selbstsichernde Konstruktion unabhängig von einem Mittelspannungsstopp bzw.
der Anschlussreinigung in geeigneten Schaltungen realisiert werden und so ihrerseits
gegebenenfalls Gegenstand weiterer Schutzrechtsanmeldungen bzw. von Teilanmeldungen
sein.
[0065] Für die selbstsichernde Konstruktion muss der Kondensator 55 möglichst dicht am Stoppanschluss
53 positioniert werden. Andererseits ist der Widerstand 60 dicht am Mikrocontrollerpin,
hier dem Stopppin 42, anzuordnen. Durch ein Lade-Endladeverfahren wird sichergestellt,
dass die Leitung zwischen dem Mikrocontroller 41 und dem Stoppanschluss 53 weder unterbrochen
wurde, noch ein permanenter High- bzw. Low-Pegel auf dieser Leitung besteht.
[0066] In der Figur 5 ist eine Skizze der Spannungsverläufe an den drei Knoten K1, K2 und
K3 der Schaltungsanordnung 40 der Figur 4 gezeigt. Dabei ist auf der Ordinate jeweils
die Spannung in Volt aufgetragen, auf der Abszisse die Zeit in Sekunden.
[0067] Der obere Spannungsverlauf für den Knoten K1 zeigt den Spannungsverlauf auf der dem
Mikrocontroller 41 zugewandten Seite des Zündkondensator 46. Darunter ist der Spannungsverlauf
bzw. Spannungswellenverlauf am Knoten K2 auf der dem Stoppanschluss 53 zugewandten
Seite des Zündkondensators 46 gezeigt.
[0068] Der Spannungsverlauf am Knoten K3 nahe am Stoppanschluss 53 ist ganz unten in der
Darstellung der Figur 5 gezeigt, wobei aus diesem Spannungsverlauf ersichtlich wird,
dass jeweils nur die geradzahligen Halbwellen der Spannungswellenfolge am Knoten K2
in Richtung des Stoppanschlusses 53 weitergeleitet und für das Freibrennen bzw. die
Reinigung verwendet werden.
[0069] Die Figur 6 zeigt eine Schutz- und Begrenzungsschaltung 62 gemäß der Erfindung, bei
der es sich um eine kombinierte Schaltung handelt, die aus den Schaltungen 63 (Schutzschaltung)
und 64 (Mittelspannungsimpulse) entsteht. Bestandteile dieser Spannungsbegrenzung
bzw. der Schutzbeschaltung zwischen einem Mikrocontroller 65 und einem Stoppanschluss
66 sind ein Widerstand 67, eine Zener-Diode 68 und ein Kondensator 69. Dabei kann
es sich selbstverständlich um die entsprechenden Elemente beispielsweise gemäß der
Schaltungsanordnung 40 der Figur 4 handeln. Es ist aber auch eine Realisierung unabhängig
von der konkreten Schaltungsanordnung 40 der Figur 4 denkbar.
[0070] Die Spannungsbegrenzung des Mittelspannungsstopps führt dazu, dass sich keine Spannung
aufbauen kann, die so hoch wäre, dass ein elektrischer Schlag zu befürchten wäre.
Dieses Schutzelement stellt gleichzeitig die Schutzbeschaltung des Stoppeingangs dar.
Sowohl bei einer internen als auch bei einer externen Spannungsspitze muss zuerst
der Kondensator 69 geladen werden. Solange er nicht vollständig geladen ist, ist er
verhältnismäßig niederohmig. Kleinere Spannungsspitzen kann der Kondensator 69 selbständig
blocken. Reicht der Kondensator zum Blocken der Spannungsspitzen nicht mehr aus, so
steigt die Spannung soweit an, bis die Zener-Diode 68 ihrerseits als Spannungsbegrenzer
eingreift. Der Mittelspannungsimpuls muss eine Größe haben, die derart ist, dass sie
ausreicht, um den Kondensator 69 vollständig zu laden. Wäre dies nämlich nicht der
Fall, so würden die Spannungspegel am Stoppanschluss 66 nicht die erwünschte Höhe
erreichen. Der Kondensator 69 wirkt sich positiv auf den Freibrennvorgang aus, da
nämlich in dem Fall, dass auf dem Stoppschalter eine Oxidschicht vorhanden ist, die
Spannung am Kondensator 69 so hoch ansteigt, bis die Oxidschicht durchbrochen wird
und der Stromfluss beginnen kann. Dabei entleert sich dann der Kondensator 69 und
unterstützt so den Reinigungsvorgang. Die bereits bekannte Schutzschaltung 63 wird
also mit der Schaltung 64, die die für einen exemplarischen Mittelspannungsstopp benötigten
Teile zeigt, kombiniert. In der kombinierten Schutz- und Begrenzungsschaltung 62 werden
die Zener-Diode 68 und der Kondensator 69 doppelt verwendet. Durch die Zusammenfassung
der Schutzbeschaltung und der Begrenzerschaltung 63, 64 werden so Bauteile und Kosten
eingespart. Die Einkupplung der Reinigungspulse erfolgt so vorteilhafterweise derart,
dass bereits vorhandene Bauteile (der Schutzschaltung 63) für die Signalformung des
Mittelspannungs-Freibrennimpulses gemäß der kombinierten Schaltung 62 verwendet werden.
Die Spannungsamplitude wird durch die Zenerdiode 68 begrenzt, die ansonsten die Funktion
hat, die Steuerung 62 vor hohen Störimpulsen zu schützen bzw. diese zu kappen. Der
Kondensator 69, der ansonsten ebenfalls die Aufgabe hat, die Steuerung 62 vor hohen
Störimpulsen zu schützen, speichert Energie vom eingekuppelten Mittelspannungs-Freibrennimpuls
und lässt beim Freibrennvorgang Strom über den Stoppkontakt fließen, um diesen freizubrennen.
Er kann im Sinne einer Selbstsicherung der Schaltung 62 abgeprüft werden.
[0071] Die Figuren 7 und 8 zeigen Prinzipskizzen zur Erzeugung von Mittelspannungsimpulsen
mittels Spulen. In der Figur 7 ist eine Triggerspule 70 auf einem Metallkern 71 dargestellt.
Auf der anderen Seite des Metallkerns 71 befindet sich die Ladespule 72. Außerdem
ist auf dieser Seite auch eine separate Mittelspannungsspule 73 zur Erzeugung der
Mittelspannungspulse angeordnet. Diese separate Mittelspannungsspule 73 fehlt bei
der Anordnung der Figur 8. Dort wird die bereits im Kreis vorhandene Ladespule zu
Erzeugung der Mittelspannungsimpulse verwendet.
[0072] Im Fall der Figur 7 mit der separaten Mittelspannungsspule 73 schließt sich an diese
in Richtung auf den Stoppanschluss 79 ein Widerstand 74 gefolgt von einer Diode 75
an. Über einen Widerstand 76 wird ebenso wie in der Darstellung der Figur 8 eine Verbindung
76a zu einem Stopppin eines Mikrocontrollers hergestellt, der hier aus Übersichtlichkeitsgründen
nicht gezeigt ist. Dem Stoppanschluss 79 sind in der bereits zuvor erläuterten Art
und Weise eine Zener-Diode 77 sowie ein Kondensator 78 mit der jeweils abgewandten
Seite auf Masse parallel geschaltet. Des Weiteren ist der dem Stoppanschluss 79 zugeordnete
Stoppschalter 80 gezeigt.
[0073] In der Figur 8, die das Beispiel der kombinierten Spule zeigt, bei der also die Ladespule
72 sowohl ihre normalerweise in der Schaltanordnung vorgesehene Funktion erfüllt,
als auch zur Erzeugung der Mittelspannungspulse dient, wird vor dem Widerstand 74
und nach der Ladespule 72 parallel zum Widerstand 74 eine weitere Diode 81 angeordnet,
die nicht die Verbindung zum Stoppanschluss 79 herstellt, sondern die Verbindung zum
aufzuladenden Ziel. So kann die Ladespule 72 zwei Funktionen erfüllen. Grundsätzlich
kann selbstverständlich auch eine andere Spule als die Ladespule 72 als kombinierte
Spule (auch) zur Erzeugung von Mittelspannungsimpulsen verwendet werden.
[0074] Die Figur 9 zeigt eine selbstsichernde Konstruktion 90 einer erfindungsgemäßen digitalen
Schaltungsanordung mit einem Stoppanschluss 91 und einem Mikrocontroller 92. Dem Stoppanschluss
91 ist ein Kondensator 93 mit der abgewandten Seite auf Masse parallel geschaltet.
Der Kondensator 93 ist wie hier gezeigt möglichst dicht am Stoppanschluss 91 bzw.
an einem externen Anschluss der Schaltungsanordnung vorzusehen. Der Widerstand 94,
bei dem es sich hier um einen Pull-up-Widerstand handelt, hingegen möglichst nah am
Mikrocontroller 92. Der Widerstand am Mikrocontroller 92 kann gegebenenfalls auch
ein interner Widerstand des Mikrocontrollers 92 sein. Der so mittels der selbstsichernden
Konstruktion 90 gesicherte Pfad ist in der Darstellung der Figur 9 mit dem Bezugszeichen
95 bezeichnet.
[0075] Zur Überprüfung der Verbindung zwischen dem Widerstand 94 und dem Kondensator 93
werden zwei Vorgänge benötigt, die in der Figur 10 als Phasen der Absicherung der
selbstsichernden Konstruktion 90 der Figur 9 gezeigt sind. In der Phase 1, der in
der Figur 10 das Bezugszeichen 96 zugeordnet ist, wird der Kondensator 93 für eine
bestimmte Zeit aufgeladen und dann wieder ausgelesen. Der Mikrocontroller 92 sollte
in diesem Fall einen High-Pegel einlesen. Ist dies nicht der Fall, ist entweder der
externe Stoppschalter gedrückt oder der Zünder einer Zündschaltanordnung hat intern
einen Schluss auf Masse. In beiden Fällen wird kein Zündfunke ausgegeben bzw. eine
andere Schaltungsfunktion nicht ausgeführt, so dass eine Differenzierung der Fälle
nicht erforderlich ist.
[0076] Wird wie erwartet in der Phase 1 ein High eingelesen, so findet der Übergang in die
Phase 2 mit dem Bezugszeichen 97 statt. Der Kondensator 93 wird entladen und dann
wieder eingelesen. Der Mikrocontroller 92 sollte nun einen Low-Pegel erkennen. Ist
dies nicht der Fall, so gibt es wiederum mehrere Fehlermöglichkeiten wie eine zünderinterne
Unterbrechung zwischen dem Widerstand 94 und dem Kondensator 93, einen fehlenden Kondensator
93, einen Schluss auf die Versorgungsspannung usw. Diese Fälle müssen ebenfalls nicht
weiter differenziert werden, da sie bei einer Zündschaltung alle zum Ausschalten des
Zündfunkens führen. Die vertikalen Linien 98 und 99 bezeichnen beispielhaft Orte im
Spannungsverlauf bzw. Zeiten für die Messungen der Pegel bei der selbstsichernden
Konstruktion 90.
[0077] Der Pull-up-Widerstand 94 der selbstsichernden Konstruktion 90 ist erforderlich,
um das Fehlen des Kondensators 93 zu erkennen, da auch der Eingang des Mikrocontrollers
92 eine geringe Kapazität aufweist. Der Widerstand 94 zieht den Eingang des Mikrocontrollers
92 beim Fehlen des Kondensators 93 auf einen High-Pegel und sollte aus Energiespargründen
möglichst hochohmig ausgelegt werden. Der Widerstand 94 darf den Kondensator 93 am
Stoppanschluss 91 nicht zu schnell laden. Zur flexiblen Erkennung von High- und Low-Pegeln
bzw. -Zuständen kann ein Mikrocontroller 92 mit Analog-/DigitalWandler oder mit einem
Komparator verwendet werden. Eine Stoppschalterabfrage kann genauso realisiert werden
wie die Phase 1 gemäß dem Bezugszeichen 96 der Absicherung der Verbindungswege bei
der selbstsichernden Konstruktion 90. Diese beiden Funktionen können also kombiniert
werden, so dass dann eine Stoppschalterabfrage bei einer digitalen Schaltungsanordnung
mit selbstsichernder Konstruktion ein Teil der selbstsichernden Konstruktion bzw.
der Absicherung wäre.
[0078] Die Figur 11 zeigt eine Prinzipskizze eines erfindungsgemäßen Hardwaredurchgriffs
100, durch den beispielsweise bei einer Zündschaltungsanordnung sichergestellt werden
kann, dass der Zünder bei einem geschalteten Stoppschalter keinen Funken ausgibt,
auch wenn ein Mikrocontroller 101 einen Funken ausgeben wollte. Dies kann wie hier
gezeigt durch die zusätzlichen Dioden 102 und 103 erreicht werden. In dem Fall, dass
der dem Stoppanschluss 104 zugeordnete Stoppschalter nicht gedrückt ist, wird durch
einen High-Pegel des Zündausgangs der Thyristor 105 durchgeschaltet. Dadurch wird
dann ein Zündfunke ausgelöst.
[0079] Ist der Stoppschalter gedrückt, wird der Stoppanschluss 104 auf Masse gelegt. Durch
die Diode 102 kann zwischen dem Widerstand 106 und der Diode 103 keine größere Spannung
als, in diesem Beispiel, ungefähr 0,7 Volt entstehen. Diese Spannung geht allerdings
auch in etwa über die Diode 103 verloren, so dass sich keine Spannung am Gateeingang
des Thyristors 105 aufbauen kann und dieser nie durchsteuert und somit auch kein Zündfunke
ausgegeben wird. Außerdem sind, wie bereits im Zusammenhang beispielsweise mit der
selbstsichernden Konstruktion der Figuren 9 und 10 erläutert, beim Hardwaredurchgriff
100 zur Selbstsicherung der Verbindung des Mikrocontrollers 101 und des Stoppanschlusses
104 ein Widerstand 107 nah am Mikrocontroller 101 und ein Kondensator 108 nahe am
Stoppanschluss 104 vorgesehen. Selbstverständlich ist es aber auch möglich, den Hardwaredurchgriff
100 unabhängig von einer selbstsichernden Konstruktion oder auch unabhängig von einem
Mittelspannungsstopp in digitalen Schaltungsanordnungen vorzusehen. Bei einer Kombination
dieser Elemente mit einem Mittelspannungsstopp kann allerdings mit besonderem Vorteil
ein optimaler Schaltungs- und Bauteilschutz erreicht werden.
Bezugszeichen liste
[0080]
- 1
- Schaltkreis
- 2
- Ladespule
- 3
- Unterbrecherspule
- 3b
- Spule
- 4
- Metallkern
- 5
- Triggerspule
- 6
- Thyristor
- 7
- Stoppschalter
- 8
- Widerstand
- 9
- Kondensator
- 10
- Diode
- 11
- Magnetzündschaltungsanordnung
- 12
- Spannungsquelle
- 13
- Diode
- 14
- Zündkondensator
- 15
- Schalter
- 16
- Primärspule
- 17
- Sekundärspule
- 18
- Stoppanschluss
- 19
- Zündspule
- 20
- Hochspannung
- 21
- Diode
- 21b
- Widerstand
- 22
- Spannungswellenfolge
- 23
- Ordinate
- 24
- Abszisse
- 31
- Halbwelle
- 32
- Halbwelle
- 33
- Halbwelle
- 34
- Halbwelle
- 35
- Halbwelle
- 36
- Halbwelle
- 25
- Linie
- 40
- Magnetzündschaltungsanordnung
- 41
- Mikrocontrollers
- 42
- Stopppin
- 43
- Zündausgang
- 44
- Spannungsquelle
- 45
- Diode
- 46
- Zündkondensator
- 47
- Thyristor
- K1
- Knoten
- 48
- Primärspule
- 49
- Zündspulenanordnung
- 50
- Sekundärspule
- 51
- Hochspannung Sekundärspule
- K2
- Knoten
- 52
- Diode
- 53
- Stoppanschluss
- 54
- Widerstand
- 55
- Kondensator
- 57
- Diode
- 58
- Diode
- 59
- Entkopplungswiderstand
- 60
- Widerstand
- K3
- Knoten
- 61
- Zener-Diode
- 62
- Schutz- und Begrenzungsschaltung
- 63
- Schaltung
- 64
- Schaltung
- 65
- Mikrocontroller
- 66
- Stoppanschluss
- 67
- Widerstand
- 68
- Zener-Diode
- 69
- Kondensator
- 70
- Triggerspule
- 71
- Metallkern
- 72
- Ladespule
- 73
- Mittelspannungsspule
- 74
- Widerstand
- 75
- Diode
- 76
- Widerstand
- 76a
- Verbindung Stopppin
- 77
- Zener-Diode
- 78
- Kondensator
- 79
- Stoppanschluss
- 80
- Stoppschalter
- 81
- Diode
- 90
- selbstsichernde Konstruktion
- 91
- Stoppanschluss
- 92
- Mikrocontroller
- 93
- Kondensator
- 94
- Widerstand
- 95
- gesicherter Pfad
- 96
- Phase 1
- 97
- Phase
- 98
- Linie
- 99
- Linie
- 100
- Hardwaredurchgriff
- 101
- Mikrocontroller
- 102
- Diode
- 103
- Diode
- 104
- Stoppanschluss
- 105
- Thyristor
- 106
- Widerstand
- 107
- Widerstand
- 108
- Kondensator
1. Verfahren zum Erzeugen und Anlegen wenigstens eines eine reinigende Wirkung für einen
Stoppschalter (80) aufweisenden Spannungsimpulses an einen dem Stoppschalter (80)
zugeordneten Stoppanschluss (18, 53, 66, 79, 91, 104), der an einer digital gesteuerten
Magnetzündschaltungsanordnung (11, 40) eines elektrischen Geräts vorgesehen ist, wobei
die Magnetzündschaltungsanordnung (11, 40) eine Spannungswellenfolge (22) aus über
der Zeit hinsichtlich ihrer Amplitude abnehmenden Halbwellen (31-36) und/oder wenigstens
einen Spannungsimpuls in einem mittleren Spannungsbereich erzeugt, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Spannungswellenfolge (22) wenigstens eine der ersten Halbwelle (31) zeitlich
nachfolgende und somit eine kleinere Amplitude aufweisende spätere Halbwelle (32-36)
der Spannungswellenfolge als Spannungsimpuls an den Stoppanschluss angelegt wird und/oder
dass bei Erzeugung wenigstens eines Spannungsimpulses in einem mittleren Spannungsbereich
der oder mehrere Spannungsimpulse an den Stoppanschluss (18, 53, 66, 79, 91, 104)
angelegt werden und derart eine reinigende Wirkung auf den Stoppschalter (80) ausüben.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Halbwelle einer seitens der Magnetzündschaltungsanordnung (11, 40)
erzeugten Zündspannungswellenfolge (22) und/oder wenigstens ein seitens der Magnetzündschaltungsanordnung
(11, 40) erzeugter Zündspannungsimpuls zur Reinigung an den Stoppanschluss (18, 53,
66, 79, 91, 104) angelegt werden und/oder dass als über der Zeit hinsichtlich ihrer
Amplitude abnehmende Spannungswellenfolge (22) eine von einer Hochspannung ausgehende
Spannungswellenfolge (22) erzeugt und/oder dass mittels des Stoppanschlusses (18,
53, 66, 79, 91, 104) bei Bedarf ein Zündfunke abgeschaltet wird.
3. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jede zweite Halbwelle (32, 34, 36) der Spannungswellenfolge (32) und/oder nur Mittelspannungsimpulse
(32, 34, 36) und/oder nicht zu einem elektrischen Schlag führende Halbwellen (32-36)
der Spannungswellenfolge und/oder nicht zu einem elektrischen Schlag führende Spannungsimpulse
an den Stoppanschluss (18, 53, 66, 79, 91, 104) angelegt werden und/oder dass wenigstens
eine an den Stoppanschluss (18, 53, 66, 79, 91, 104) angelegte Halbwelle (32-36) und/oder
wenigstens ein angelegter Spannungsimpuls eine reinigende Wirkung auf den Stoppanschluss
(18) ausüben, indem eine unerwünschte Oxidschicht durchbrochen und/oder zerstört wird.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Stoppanschluss (18, 53, 66, 79, 91, 104) ein nur in eine Richtung Strom leitendes
Bauelement, insbesondere eine Diode (21, 52), derart vorgeschaltet wird, dass nur
bestimmte Halbwellen (32-36) und/oder Spannungsimpulse an den Stoppanschluss (18,
53, 66, 79, 91, 104) angelegt werden, und/oder dass mittels eines dem Stoppanschluss
(18, 53, 66, 79, 91, 104) vorgeschalteten Widerstands (21b, 54) die wenigstens eine
an den Stoppanschluss (18, 53, 66, 79, 91, 104) anzulegende Halbwelle (32-36) und/oder
der wenigstens eine Spannungsimpuls hinsichtlich der Spannung eingestellt werden.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mittels einer Spannungsbegrenzung, insbesondere unter Verwendung wenigstens eines
Kondensators (55, 69, 78, 93, 108) und/oder wenigstens einer Zener-Diode (61, 68,
77), die Spannung am Stoppanschluss (18, 53, 66, 79, 91, 104) begrenzt und/oder dass
eine Schutzbeschaltung wenigstens eines Pins eines die Magnetzündschaltungsanordnung
(11, 40) steuernden Mikrocontrollers (41, 65, 92, 101) realisiert wird.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ordnungsgemäße Verbindung zwischen einem Pin (42, 43) eines die Magnetzündschaltungsanordnung
(11) steuernden Mikrocontrollers (41, 65, 92, 101) und dem Stoppanschluss (18, 53,
66, 79, 91, 104) mittels einer selbstsichernden Konstruktion (90), insbesondere mit
einem Kondensator (55, 69, 78, 93, 108) nahe am Stoppanschluss und einem Widerstand
(60, 67, 94, 107) nahe am Mikrocontroller (41, 65, 92, 101), überprüft wird.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mittels eines, insbesondere mittels wenigstens einer Diode (57, 58, 102, 103) realisierten,
Hardwaredurchgriffs (100) sichergestellt wird, dass bei geschaltetem Stoppschalter
(80) unabhängig von der Ansteuerung der Magnetzündschaltungsanordnung (11, 40) durch
einen Mikrocontroller (41, 65, 92, 101) kein Zündfunke ausgegeben wird.
8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannungswellenfolge (22) und/oder der wenigstens eine Spannungsimpuls durch
eine Spule (16, 48, 72, 73), insbesondere eine Spule (16, 48, 72, 73) mit Metallkern
(71) oder Eisenkern und/oder eine von einem Magnetfeld eines Polrades durchsetzte
Spule (16, 48, 72, 73) und/oder die Primärseite einer Zündspule (19, 49) erzeugt werden.
9. Digital gesteuerte Magnetzündschaltungsanordnung (11, 40) eines elektrischen Geräts
mit einem einem Stoppschalter (80) zugeordneten Stoppanschluss (18, 53, 66, 79, 91,
104), wobei die Magnetzündschaltungsanordnung (11, 40) zum Erzeugen und Anlegen wenigstens
eines eine reinigende Wirkung für den Stoppschalter (80) aufweisenden Spannungsimpulses
an den Stoppanschluss (18, 53, 66, 79, 91, 104), insbesondere nach einem Verfahren
gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8, ausgebildet ist und wobei die Magnetzündschaltungsanordnung
(11, 40) zur Erzeugung einer Spannungswellenfolge (22) aus über der Zeit hinsichtlich
ihrer Amplitude abnehmenden Halbwellen (31-36) und/oder zur Erzeugung wenigstens eines
Spannungsimpulses in einem mittleren Spannungsbereich ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetzündschaltungsanordnung (11, 40) bei einer über der Zeit hinsichtlich ihrer
Amplitude abnehmenden Spannungswellenfolge (22) zum Anlegen wenigstens einer der ersten
Halbwelle (31) zeitlich nachfolgenden und somit eine kleinere Amplitude aufweisenden
späteren Halbwelle (32-36) der Spannungswellenfolge (32) als Spannungsimpuls an den
Stoppanschluss (18, 53, 66, 79, 91, 104) und/oder dass die Magnetzündschaltungsanordnung
(11, 40) bei Erzeugung wenigstens eines Spannungsimpulses in einem mittleren Spannungsbereich
zum Anlegen des oder mehrerer Spannungsimpulse an den Stoppanschluss (18, 53, 66,
79, 91, 104) ausgebildet ist und derart eine reinigende Wirkung auf den Stoppschalter
(80) ausübt.
10. Digital gesteuerte Magnetzündschaltungsanordnung (11, 40) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetzündschaltungsanordnung (11, 40) zum Anlegen wenigstens einer Halbwelle
einer seitens der Magnetzündschaltungsanordnung (11, 40) erzeugten Zündspannungswellenfolge
(22) und/oder zum Anlegen wenigstens eines seitens der Magnetzündschaltungsanordnung
(11, 40) erzeugten Zündspannungsimpulses an den Stoppanschluss (18, 53, 66, 79, 91,
104) zur Reinigung ausgebildet ist und/oder dass die Magnetzündschaltungsanordnung
(11, 40) zur Erzeugung einer von einer Hochspannung ausgehenden und über der Zeit
hinsichtlich ihrer Amplitude abnehmenden Spannungswellenfolge (22) ausgebildet ist
und/oder dass der Stoppanschluss (18, 53, 66, 79, 91, 104) zum Abschalten eines Zündfunkens
ausgebildet ist.
11. Digital gesteuerte Magnetzündschaltungsanordnung (11, 40) nach einem der Ansprüche
9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetzündschaltungsanordnung (11, 40) zum Anlegen jeder zweiten Halbwelle (32,
34, 36) der Spannungswellenfolge (22) und/oder nur von Mittelspannungsimpulsen (32-36)
und/oder nicht zu einem elektrischen Schlag führenden Halbwellen (32-36) der Spannungswellenfolge
(22) und/oder nicht zu einem elektrischen Schlag führender Spannungsimpulse an den
Stoppanschluss (18, 53, 66, 79, 91, 104) ausgebildet ist und/oder dass wenigstens
eine an den Stoppanschluss (18, 53, 66, 79, 91, 104) angelegte Halbwelle (32-36) und/oder
wenigstens ein angelegter Spannungsimpuls zur Reinigung des Stoppanschlusses (18,
53, 66, 79, 91, 104) durch Durchbrechen und/oder Zerstören einer unerwünschten Oxidschicht
ausgebildet sind.
12. Digital gesteuerte Magnetzündschaltungsanordnung (11, 40) nach einem der Ansprüche
9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass dem Stoppanschluss (18, 53, 66, 79, 91, 104) ein nur in eine Richtung Strom leitendes
Bauelement, insbesondere eine Diode (21, 52), derart vorgeschaltet ist, dass nur bestimmte
Halbwellen (32-36) und/oder Spannungsimpulse an den Stoppanschluss (18, 53, 66, 79,
91, 104) angelegt werden, und/oder dass dem Stoppanschluss (18, 53, 66, 79, 91, 104)
ein Widerstand (21 b, 54) vorgeschaltet ist, über den die wenigstens eine an den Stoppanschluss
(18, 53, 66, 79, 91, 104) anzulegende Halbwelle (32-36) und/oder der wenigstens eine
Spannungsimpuls hinsichtlich der Spannung einstellbar sind, und/oder dass mittels
einer Spannungsbegrenzung die Spannung am Stoppanschluss (18, 53, 66, 79, 91, 104)
begrenzbar ist.
13. Digital gesteuerte Magnetzündschaltungsanordnung (11, 40) nach einem der Ansprüche
9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die ordnungsgemäße Verbindung zwischen einem Pin (42, 43) eines die Magnetzündschaltungsanordnung
(11) steuernden Mikrocontrollers (41, 65, 92, 101) und dem Stoppanschluss (18, 53,
66, 79, 91, 104) mittels einer selbstsichernden Konstruktion (90), insbesondere mit
einem Kondensator (55, 69, 78, 93, 108) nahe am Stoppanschluss (18, 53, 66, 79, 91,
104) und einem Widerstand (60, 67, 94, 107) nahe am Mikrocontroller (41, 65, 92, 101
), überprüfbar ist.
14. Digital gesteuerte Magnetzündschaltungsanordnung (11, 40) nach einem der Ansprüche
9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass mittels eines, insbesondere mittels wenigstens einer Diode (57, 58, 102, 103) realisierten,
Hardwaredurchgriffs (100) sichergestellt ist, dass bei geschaltetem Stoppschalter
(80) unabhängig von der Ansteuerung der Magnetzündschaltungsanordnung (11, 40) durch
einen Mikrocontroller kein Zündfunke (41, 65, 92, 101) ausgebbar ist.
15. Digital gesteuerte Magnetzündschaltungsanordnung (11, 40) nach einem der Ansprüche
9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetzündschaltungsanordnung (11, 40) eine Spule (16, 48, 72, 73), insbesondere
eine Spule (16, 48, 72, 73) mit Metallkern (71) oder Eisenkern und/oder eine von einem
Magnetfeld eines Polrades durchsetzte Spule (16, 48, 72, 73) und/oder die Primärseite
einer Zündspule (19, 49), zur Erzeugung der Spannungswellenfolge (22) und/oder des
wenigstens einen Spannungsimpulses aufweist.
16. Manuell handhabbares Gerät mit einem Verbrennungsmotor mit einer digital gesteuerten
Magnetzündschaltungsanordnung (11, 40), insbesondere mit einer digital gesteuerten
Magnetzündschaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 9 bis 15 und/oder ausgebildet
zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 8, und mit einem
einem Stoppschalter (80) zugeordneten Stoppanschluss (18, 53, 66, 79, 91, 104), wobei
die Magnetzündschaltungsanordnung (11, 40) zum Erzeugen und Anlegen wenigstens eines
eine reinigende Wirkung für den Stoppschalter (80) aufweisenden Spannungsimpulses
an den Stoppanschluss (18, 53, 66, 79, 91, 104) ausgebildet ist und wobei die Magnetzündschaltungsanordnung
(11, 40) zur Erzeugung einer Spannungswellenfolge (22) aus über der Zeit hinsichtlich
ihrer Amplitude abnehmenden Halbwellen (31-36) und/oder zur Erzeugung wenigstens eines
Spannungsimpulses in einem mittleren Spannungsbereich ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetzündschaltungsanordnung (11, 40) bei einer über der Zeit hinsichtlich ihrer
Amplitude abnehmenden Spannungswellenfolge (22) zum Anlegen wenigstens einer der ersten
Halbwelle (31) zeitlich nachfolgenden und somit eine kleinere Amplitude aufweisenden
späteren Halbwelle (32-36) der Spannungswellenfolge (32) als Spannungsimpuls an den
Stoppanschluss (18, 53, 66, 79, 91, 104) und/oder dass die Magnetzündschaltungsanordnung
(11, 40) bei Erzeugung wenigstens eines Spannungsimpulses in einem mittleren Spannungsbereich
zum Anlegen des oder mehrerer Spannungsimpulse an den Stoppanschluss (18, 53, 66,
79, 91, 104) ausgebildet ist und derart eine reinigende Wirkung auf den Stoppschalter
(80) ausübt.