[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines Schleifwerkzeuges,
welches voneinander distanzierte Diamantteilchen enthält, wobei an der Oberfläche
einer pulverförmigen, sinterbaren Matrix Ausnehmungen vorgesehen werden, in welche
je ein Diamantteilchen eingelegt wird, bevor die mit den Diamanten versehene Matrix
gepresst und schließlich gesintert wird.
[0002] Bei den Ausnehmungen, in welche die Diamantteilchen eingelegt werden, handelt es
sich bei älteren Vorschlägen (vergleiche
US 4,925,457) um die Öffnungen eines Gitters. Das Verbleiben dieses Hilfsgitters im Werkzeug beeinflusst
jedoch die Qualität des Produktes. Es wurde daher auch schon vorgeschlagen (vergleiche
US 6,286,498), das Gitter, welches zur Vereinzelung der Diamantteilchen dient, nach dem Einpressen
dieser Teilchen wieder zu entfernen. Unterschiedliche Orientierung und Größe der Diamantteilchen
kann dabei sowohl beim Vereinzeln der Teilchen als auch bei der Entfernung des Gitters
zu Schwierigkeiten führen.
[0003] Das Dokument
KR 1 020 040 080 706 zeigt ein Verfahren bei dem Diamantteilchen durch je einen Stift aus eines lochplatte
ausgestoßen und in eine pulverförmige Matrix gedrückt werden, was zu einem Lochern
und Verchlängen der die Körner umgebenden Metallbettes führt.
[0004] Dies soll durch das in Anspruch 1 beschriebene Verfahren verhindert werden.
[0005] Die Erfindung geht von der Überlegung aus, dass auf der Oberfläche der pulverförmigen
Matrix aus dem Material der Matrix selbst eine Gitterstruktur geschaffen werden kann.
Erfindungsgemäß ist somit vorgesehen, dass die Ausnehmungen durch Einpressen eines
Musters in die pulverförmige Matrix gebildet werden.
[0006] Weisen die Ausnehmungen die Form von Kegel- oder Pyramidenstümpfen auf, werden die
Diamantteilchen präzise fixiert und bleiben so sowohl beim Verpressen des Pulvers
und insbesondere beim Aufbringen und Verpressen einer weiteren Schicht in ihrer Lage,
sodass auch eine eindeutige Zuordnung der Teilchen in verschiedenen Lagen gewährleistet
ist.
[0007] Anschließend wird die Erfindung anhand der Zeichnung näher erörtert. In dieser stellt
Fig. 1 einen schematischen Querschnitt einer Einrichtung zum Vereinzeln und Ablegen
von Diamantkörnern in der Vorbereitungsphase und
Fig. 2 ein vergrößertes Detail von Fig. 1 dar.
Fig. 3 und 4 zeigen das Ablegen der Diamantkörner mit der Einrichtung nach Fig. 1
und
Fig. 5 und 6 zeigen Draufsicht bzw. Querschnitt zur pulverförmigen Unterlage 2 in
Fig. 3 und 4.
[0008] Ein wesentlicher Verfahrensschritt besteht in der Vereinzelung der Diamantkörner,
welche in die Segmente einer Schleifscheibe eingebettet werden sollen. Zu diesem Zwecke
werden die Körner 4 auf die Oberseite der in Fig. 1 dargestellten Lochplatte 1 aufgestreut.
Diese Lochplatte 1 ist mit Bohrungen 6 versehen, welche von Stiften 3 durchsetzt sind,
die von einer Stempelplatte 7 getragen werden. Im Innenraum 9 der Lochplatte 1 wird
ein Unterdruck aufrechterhalten, welcher sich zu den Mündungen der Bohrungen 6 fortpflanzt,
sodass dort jeweils ein Korn 4 festgehalten wird. Die keiner Bohrung 6 zugeordneten
Körner 4 werden abgestreift oder abgeblasen.
[0009] Typischerweise wird das Diamantkorn aus dem Spektrum von 350 bis 700 µm gewählt.
Die Bohrungen 6 der Lochplatte 1 sind im Durchmesser größer (ca. 0,6 mm) als die durchschnittliche
Korngröße, damit sich die Körner 4 darin absetzen können. Ein typischer Abstand der
Bohrungen 6 beträgt 1,25 mm.
[0010] Wie sich aus Fig. 1 und 2 ergibt, besteht eine erste Funktion der Stifte 3 darin,
dass Verlegen der Bohrungen 6 durch kleinere Körner zu verhindern. Ihr Hauptzweck
ergibt sich jedoch aus Fig. 3 und 4.
[0011] Um die angesaugten Körner 4 auf eine Unterlage 2 aus Metallpulver abzulegen, wird
die Lochplatte 1 um 180° geschwenkt und so nahe an die Unterlage 2 herangefahren,
dass es noch zu keiner Ansaugung von Pulver aus der Unterlage 2 kommt. Würde man die
Körner 4 aus der so bedingten Höhe einfach fallen lassen, ergäbe sich keine gleichmäßige
Anordnung der Körner. Diese Anordnung wird erleichtert, wenn die Körner 4 durch Verschieben
der Stempelplatte 7 in einer geeigneten Führung 8 mittels der Stifte 3 ausgestoßen
werden.
[0012] Gegenüber der Verwendung einer ebenen Unterlage 2 lassen sich durch die Anordnung
von Vertiefungen 5 im Metallpulver der Unterlage 2 wesentliche Verbesserungen erzielen.
Es ist dadurch nicht mehr notwendig, die Körner 4 mittels der Stifte 3 so tief einzudrücken,
wie dies bei einer ebenen Unterlage der Fall wäre und ein entsprechendes Lockern und
Verdrängen des die Körner umgebenden Metallbettes wird daher vermieden.
[0013] Bei der Herstellung der Unterlage 2 wird zunächst in eine Form Metallpulver in einer
Höhe von beispielsweise 2,5 mm bis 3 mm eingeschüttet oder eingeformt. Anschließend
wird die Pulverlage durch einen ein Waffelmuster aus vorstehenden Pyramidenstümpfen
tragenden Stempel um 25 % auf eine Höhe von ca. 1,8 bis 2,2 mm verdichtet. Das verdichtete
Pulver weist daher zwischen Stegen 10, deren Abstand beispielsweise 1,25 mm beträgt,
kegelstumpfförmige Vertiefungen 5 auf, deren Boden beispielsweise 0,3 mm im Quadrat
bei einer Höhe von 0,4 mm des Pyramidenstumpfes misst.
[0014] Vorversuche, bei denen die Vertiefungen in Zylinderform hergestellt wurden, haben
zu störenden Verschiebungen des Metallpulvers zwischen den Zylindern geführt. Zudem
kam es beim Entfernen der zylinderförmigen Stempel zu Abrissen an den Oberkanten der
obersten Pulverschicht. Diese Probleme werden durch die Verwendung von Kegel- bzw.
Pyramidenstümpfen vermieden.
[0015] Das Material, aus dem die Unterlage 2 gebildet wird, entspricht dem Stand der Technik.
Beispielsweise könnte es zu 56 % auf seiner Legierung Cu-Co-Fe, zu 26 % aus Bronze
(90 % Cu, 10 Sn) und zu 18 % aus Kupfer bestehen.
[0016] In jede Vertiefung 5, welche zwischen den Stegen 10 gebildet wird, wird ein einzelnes
Diamantkorn 4 eingelegt, wobei die Vereinzelung und Ablage wie oben beschrieben erfolgen
kann. Anschließend werden die Diamanten mit einem Metallstempel (ohne Waffelmuster)
in die Pulverlage eingepresst. Durch diesen Pressvorgang erfolgt eine weitere Verdichtung
der Pulverlage um 10 %. Ausgehend von der ursprünglichen Schüttung erfolgt so eine
Verdichtung um 35 %. Die Pulverlage hat dann eine Höhe von ca. 1,6 mm bis 1,9 mm.
[0017] Nach diesem Vorgang werden die vorgenannten Schritte wiederholt, bis das Segment
auf die gewünschte Stärke aufgebaut ist.
[0018] Am Schluss werden alle Pulverlagen noch einmal gemeinsam gepresst. Durch diesen Pressvorgang
erfolgt eine Verdichtung der ursprünglichen Schütthöhe (Summe aller Schüttungen) um
47 %. Der so erzeugte Rohling wird gesintert, um das fertige Segment zu erhalten.
1. Verfahren zur Herstellung eines Schleifwerkzeuges, welches voneinander distanzierte
Diamantteilchen (4) enthält, wobei an der Oberfläche einer pulverförmigen, sinterbaren
Matrix (2) Ausnehmungen (5) vorgesehen werden, in welche je ein Diamantteilchen (4)
eingelegt wird, bevor die mit den Diamanten (4) versehene Matrix (2) gepresst und
schließlich gesintert wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (5) durch musterförmiges Verdichten der pulverförmigen Matrix (2)
gebildet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (5) die Form von Kegel- oder Pyramidenstümpfen aufweisen.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Diamantteilchen (4) durch je einen Stift (3) aus einer Lochplatte (1) ausgestoßen
und in die Ausnehmung (5) eingedrückt werden.
1. A method of producing a grinding tool containing mutually spaced diamond particles,
wherein provided at the surface of a sinterable matrix in powder form are recesses
into which a respective diamond particle is placed before the matrix provided with
the diamonds is pressed and finally sintered, characterised in that the recesses are formed by pressing a pattern into the matrix in powder form.
2. A method according to claim 1 characterised in that the recesses are in the shape of truncated cones or truncated pyramids.
3. A method according to claim 1 or claim 2 characterised in that the diamond particles are ejected from an apertured plate and pressed into the recess
by a respective pin.
1. Procédé de fabrication d'un outil de rectification contenant des particules de diamant
(4) espacées les une des autres, des évidements (5) étant prévus à la surface d'une
matrice (2) pulvérulente frittable, dans chacun desquels est introduite une particule
de diamant (4) avant pressage puis frittage final de la matrice (2) pourvue des diamants
(4), caractérisé en ce que les évidements (5) sont formés par compactage de la matrice (2) pulvérulente conformément
à un motif.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les évidements (5) ont une forme tronconique ou en tronc de pyramide.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les particules de diamant (4) sont chassées chacune par une goupille (3) hors d'une
plaque perforée (1) et comprimées dans l'évidement (5).