Stand der Technik
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Injektor, insbesondere auf einen Injektor in
einem Speichereinspritzsystem einer Brennkraftmaschine mit einem Partikelfilter zur
Reinigung des einem Steuerraum des Injektors zugeführten hochdruckbeaufschlagten Kraftstoffes
gemäß des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1.
[0002] Speichereinspritzsysteme von Verbrennungskraftmaschinen, die auch als Common-Rail-Systeme
bekannt sind, weisen Injektoren auf, über welche die Einspritzung von mit Hochdruck
beaufschlagtem Kraftstoff in den Brennraum der Verbrennungskraftmaschine gesteuert
wird. Bei Common-Rail-Einspritzsystemen fördert eine Hochdruckpumpe den Kraftstoff
unter hohem Druck in einen zentralen Hochdruckspeicher, der außerhalb des Injektors
angeordnet ist und auch als Rail bezeichnet wird. Von dem Hochdruckspeicher führen
Hochdruckleitungen zu den einzelnen Injektoren, welche den Zylindern der Brennkraftmaschine
zugeordnet sind. In dem Injektor ist ein Düsennadelventil mit einem Druckraum vorgesehen,
welches über einen Ventilsteuerkolben betätigt wird. Zur Ansteuerung des Ventifsteuerkolbens
weist der Injektor einen Steuerraum und ein dem Steuerraum zugeordnetes Steuerventil
auf. Während des Betriebs der Brennkraftmaschine steht der mit Hochdruck beaufschlagte
Kraftstoff im Druckraum und an dem Steuerventil an. Bei einer Öffnung des Steuerventils
wird der Steuerkolben entlastet, wodurch der mit Hochdruck beaufschlagte Kraftstoff
im Druckraum die Düsennadel anhebt, so dass der Kraftstoff aus dem Druckraum an der
angehobenen Düsennadel vorbei über die Einspritzdüsen in den Brennraum der Brennkraftmaschine
eingespritzt wird.
[0003] Infolge der aufwändigen Bauweise von Injektoren ist die Genauigkeit und einwandfreie
Funktionsfähigkeit dieses Bauelements des Speichereinspritzsystems besonders anfällig
gegenüber Partikeln, die dem Injektor mit dem Kraftstoff zugeführt werden können.
Da die druckausgleichenden Steuerventile aufgrund einer Hubgröße von 20 bis 30 µm
für größere Partikel wie ein Filter wirken, gelangen Partikel partiell in den Sitzbereich
des Steuerventils und beschädigen dieses erheblich. Wie sich aus Untersuchungen des
Sitzbereichs des Steuerventils ergeben hat, treten die Schäden vorwiegend am Innendurchmesser
des Sitzbereichs des Steuerventils auf, wobei an der Innenkante des Sitzbereichs starke
Verformungen auftreten, die zu einer Undichtigkeit und somit einer Fehlfunktion des
druckausgleichenden Steuerventils führen können.
[0004] Aus dem Stand der Technik ist es hierzu bekannt, den Ventilsitz mit einer speziellen
Beschichtung zu versehen, um durch Partikel verursachte Schäden am Ventilsitz einzuschränken.
Die Beschichtung des Ventilsitzes hat hier jedoch zu keiner Verbesserung geführt.
Auch die Verwendung eines Stabfilters im Kraftstoffzulauf des Injektors hat sich aufgrund
dessen Spalthöhe von 40 bis 80 µm als ungenügend erwiesen, um Partikel kleinerer Größe
von dem Steuerventil fern zu halten. Der Kraftstofffilter, der Partikel bis zu einer
Größe von 3 µm filtert und vor der Hochdruckpumpe angeordnet ist, ist zu weit stromaufwärts
vom Injektor angeordnet, so dass trotz des Kraftstofffilters und des Stabfilters aus
den Hochdruckleitungen und der Hochdruckpumpe stammende Partikel in den Injektor gelangen.
Aufgrund der beengten Platzverhältnisse im Injektor ist die Einbindung eines marktüblichen
Filters mit einer ausreichenden Filterwirkung aus konstruktiver Sicht schwierig, wobei
hierbei der Nachteil bestünde, dass mit einem erheblichen Druckverlust des zugeführten
Kraftstoffes durch den Filter zu rechnen ist.
[0005] Aus
DE 10 2005 035 347 B3 ist ein Kraftstoffinjektor zur Filterung von Fremdkörperpartikeln aus Kraftstoff
in einem Common-Rail-System bekannt. Der Kraftstoffinjektor weist eine Buchse mit
einem Zulaufkanal auf, der eine strömungsmäßige Verbindung mit einem Steuerraum gewährleistet.
Auf der Buchse ist ferner ein Filter vorgesehen, der Kraftstoff, der zum Steuerraum
fließt, von Fremdkörperpartikeln reinigt. Die Filterwirkung tritt in Bereichen des
Filters ein, in denen auf beiden Seiten des Filters ein lichter Bereich ausgebildet
ist. Ein Nachteil eines solchen Kraftstoffinjektors besteht darin, dass die Filterwirkung
nur eingeschränkt nutzbar ist, und somit die Effizienz der Filterung des Kraftstoffs,
der in den Steuerraum gelangt, niedrig ist.
Offenbarung der Erfindung
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Filtereinrichtung für einen Injektor
bereitzustellen, die das Steuerventil des Injektors zuverlässig vor mit dem Kraftstoff
zugeführten Partikeln schützt und den Druck des einzuspritzenden Kraftstoffes innerhalb
des Injektors nur unwesentlich reduziert.
[0007] Gemäß der Erfindung umfasst der Injektor ein Injektorgehäuse mit einem Kraftstoffzulauf,
durch den der Kraftstoff vorzugsweise von einem zentralen Hochdruckspeicher aus unter
hohem Druck dem Injektor zugeführt wird. Der Injektor dient in einem derartigen Speichereinspritz-
bzw. Common-Rail-System zur Steuerung des Einspritzvorganges von mit Hochdruck beaufschlagtem
Kraftstoff in den Brennraum einer Brennkraftmaschine. Hierzu weist der Injektor einen
Hochdruckkanal auf, der den Kraftstoffzulauf strömungsmäßig mit einem Druckraum verbindet.
Der Kraftstoff wird hierbei aus dem Druckraum über Injektordüsen in den Brennraum
der Brennkraftmaschine eingespritzt, wobei der Einspritzvorgang in Abhängigkeit von
einem Steuerventil erfolgt, welches einem Steuerraum eines Steuerkolbens zugeordnet
ist. Der Steuerraum ist hierbei über eine Zulaufdrossel hydraulisch mit dem Kraftstoffzulauf
verbunden, so dass neben dem Hauptstrom an Kraftstoff, welcher dem Druckraum zugeführt
wird, ein Nebenstrom an Kraftstoff in den Steuerraum des Steuerkolbens geleitet wird.
Die über den Steuerkolben angesteuerte Düsennadel wird geöffnet, wenn der Kraftstoffdruck
in dem Druckraum größer als der Kraftstoffdruck in dem Steuerraum ist. Das Steuerventil
ist hierbei hydraulisch mit einem Kraftstoffrücklauf verbunden und dient daher zur
Regelung der Druckverhältnisse des im Steuerraum befindlichen Kraftstoffes.
[0008] Um eine Funktionsstörung des druckausgleichenden Steuerventils durch eine Ansammlung
von Partikeln im Bereich des Ventilsitzes zu verhindern, ist es gemäß der Erfindung
vorgesehen, dass auf der dem Kraftstoffzulauf zugeordneten Seite der Zulaufdrossel
ein Partikelfilter angeordnet ist, der den mit Hochdruck beaufschlagten Kraftstoff
vor Eintritt in den Steuerraum des Steuerkolbens filtert.
[0009] Durch die erfindungsgemäße Anordnung eines Partikelfilters unmittelbar stromaufwärts
der Zulaufdrossel ergibt sich der Vorteil, dass lediglich derjenige Anteil des Volumenstroms
an Kraftstoff gefiltert wird, der über die Zulaufdrossel und den Steuerraum zum Steuerventil
strömt, welches besonders anfällig gegenüber Partikeln ist. Der Hauptstrom an Kraftstoff
wird hingegen ohne einen durch den Partikelfilter verursachten Druckverlust direkt
und ungefiltert vom Kraftstoffzulauf über den Hochdruckkanal zum Druckraum geleitet.
Hierdurch wird in vorteilhafter Weise die Aufsplittung des Volumenstroms an Kraftstoff
in einen zum Druckraum geführten Hauptstrom und einen zum Steuerraum geführten Nebenstrom
genutzt, um nur denjenigen Anteil des Volumenstroms an Kraftstoff zu filtern, der
über den Steuerraum zu dem Steuerventil strömt. Während des Betriebs der Brennkraftmaschine
strömt der mit Hochdruck beaufschlagte Kraftstoff beispielsweise mit einem Durchflusswert
von bis zu 7 l/min durch den Kraftstoffzulauf in den Injektor, wohingegen an der Zulaufdrossel
bei gleichen Betriebsbedingungen lediglich maximale Durchflusswerte von ca. 0,6 l/min
auftreten. Durch das geringere Volumen des den Partikelfilter durchströmenden Nebenstroms
an Kraftstoff, weist der Filter eine hohe Wirksamkeit und eine hohe Dauerfestigkeit
auf.
[0010] Zur Bereitstellung einer großen Filteroberfläche ist gemäß der Erfindung vorgesehen,
dass zwischen dem Hochdruckkanal und der Zulaufdrossel ein Hohlraum angeordnet ist,
der zur Aufnahme des Partikelfilters dient. Durch eine Vergrößerung der Oberfläche
des Partikelfilters ist es möglich, dem Strömungswiderstand des Partikelfilters und
somit den Druckverlust des Kraftstoffes beim Durchströmen des Partikelfilters zu verringern.
[0011] Nach der Erfindung ist der Hohlraum als ein Ringraum ausgebildet, der den Steuerraum
ringförmig umschließt. Der Steuerraum ist hierbei durch eine Steuerraumwand vom Ringraum
getrennt. Die Steuerraumwand, die vorzugsweise die Form einer Hülse aufweist und den
Steuerraum begrenzt, umfasst hierbei die Zulaufdrossel, die den Steuerraum hydraulisch
über den Ringraum mit dem Kraftstoffzulauf verbindet.
[0012] Um den Druckabfall durch den Filter weiter zu reduzieren, ist es gemäß der Erfindung
weiterhin vorgesehen, dass der Partikelfilter eine Hohlzylinderform aufweist und sich
um den Umfang der Steuerraumwand erstreckt. Gegenüber einem aus dem Stand der Technik
bekannten Stirnfilter, dessen Durchströmfläche sich aus der Querschnittsfläche der
Rohrleitung ergibt, weist der hohlzylinderförmige Partikelfilter eine größere Durchströmfläche
auf, die sich aus der Größe der Mantelfläche des hohlzylinderförmigen Partikelfilters
ergibt.
[0013] Um die Filterwirkung des die Steuerraumwand umschließenden Partikelfilters zu verbessern,
kann der hohlzylinderförmige Partikelfilter den Ringraum in einen ersten und in einen
zweiten Bereich unterteilen. Der erste Bereich des Ringraums ist hierbei dem Kraftstoffzulauf
zugewandt, wohingegen der zweite Bereich der Steuerraumwand zugeordnet ist. Gemäß
einer Ausführungsform der Erfindung weisen der erste und der zweite Bereich die gleiche
Höhe auf. Der Partikelfilter erstreckt sich hierzu vorzugsweise über die Höhe des
Ringraums. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, dass der Kraftstoff den Partikelfilter
in einer im Wesentlichen radialen Richtung durchströmt, wodurch sich eine optimale
Filterwirkung bei einem nur geringen Verlust an Kraftstoffdruck ergibt.
[0014] Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist die Steuerraumwand, das Steuerventil,
der Steuerraum und die Zulaufdrossel einem Ventilstück zugeordnet, welches in das
Gehäuse des Injektors eingefügt ist. Gemäß der Erfindung ist der Partikelfilter hierbei
zwischen dem Injektorgehäuse und dem Ventilstück befestigt. So ist es beispielsweise
denkbar, dass der Partikelfilter zwischen dem Injektorgehäuse und dem Ventilstück
geklemmt ist, wodurch sich eine zusätzliche Fixierung des Partikelfilters innerhalb
des Ringraums erübrigt. Bei einer lösbaren Befestigung des Ventilstücks im Injektorgehäuse
ergibt sich weiterhin der Vorteil, dass der Partikelfilter austauschbar ist.
[0015] Gemäß der Erfindung kann der Partikelfilter als ein feinmaschiger Gewebefilter ausgeführt
sein, wodurch dieser auf einfache und kostengünstige Weise herstellbar ist. Vorzugsweise
besteht der Partikelfilter dabei aus wenigstens einer synthetischen Schicht. Um eine
Schädigung des druckausgleichenden Steuerventils zuverlässig auszuschließen, kann
es gemäß der Erfindung vorgesehen sein, dass der Partikelfilter eine Öffnungsweite
aufweist, die kleiner als der Hub des Steuerventils ist. Hierdurch wird in vorteilhafter
Weise verhindert, dass Partikel, deren Größe größer als der Hub des Steuerventils
ist, bis zu diesem vordringen und sich in dessen Sitzbereich anlagern können. Der
Hub von aus dem Stand der Technik bekannten Steuerventilen beträgt hierbei in der
Regel zwischen 20 und 30 µm.
[0016] Gemäß der Erfindung kann es darüber hinaus vorgesehen sein, dass ein weiterer Partikelfilter
im Injektor vorgesehen ist. Der Partikelfilter kann dabei sowohl dem Kraftstoffzulauf
als auch der Hochdruckleitung zugeordnet sein, welche den Druckraum hydraulisch mit
dem Kraftstoffzulauf verbindet. Neben der Verwendung eines aus dem Stand der Technik
bekannten Stabfilters im Bereich des Kraftstoffzulaufes hat sich insbesondere die
Verwendung eines lasergebohrten Filters in Napfform als besonders vorteilhaft herausgestellt,
da bei diesem der Druckverlust des mit Hochdruck beaufschlagten Kraftstoffes nur gering
ist.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0017] Die Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die Zeichnungen anhand von bevorzugten
Ausführungsformen beschrieben.
[0018] In den Zeichnungen zeigen:
- Figur 1
- eine Längsschnittansicht eines erfindungsgemäßen Injektors mit einem vor der Zulaufdrossel
angeordneten Partikelfilter;
- Figur 2
- einen Ausschnitt aus einem Längsschnitt durch einen erfindungsgemäßen Injektor mit
einem Injektorgehäuse in das ein Ventilstück eingefügt ist, das abschnittsweise von
einem Ringraum und einem Partikelfilter umschlossen wird;
- Figur 3
- eine vergrößerte Längsschnittansicht des erfindungsgemäßen Injektors aus Figur 2 im
Bereich der Zulaufdrossel; sowie
- Figur 4
- eine Querschnittsansicht des erfindungsgemäßen Injektors aus Figur 2 und Figur 3 im
Bereich der Zulaufdrossel.
Ausführungsformen
[0019] Der Darstellung in Figur 1 ist in schematischer Weise ein Injektor 1 zur Einspritzung
von mit Hochdruck beaufschlagten Kraftstoff in einen in Figur 1 nicht dargestellten
Brennraum einer Brennkraftmaschine zu entnehmen.
[0020] Der Injektor 1 umfasst ein Gehäuse 2 mit einem Kraftstoffzulauf 4, über den mit Hochdruck
beaufschlagter Kraftstoff dem Injektor 1 zugeführt wird. Für die Zufuhr des mit Hochdruck
beaufschlagten Kraftstoffes ist der Injektor 1 über eine in Figur 1 nicht dargestellte
Hochdruckleitung strömungsmäßig mit einem zentralen Hochdruckspeicher - dem so genannten
Rail - verbunden. Dem Hochdruckspeicher wird dabei über eine Hochdruckpumpe Kraftstoff
unter hohem Druck aus einem Kraftstofftank zugeführt. Neben dem in Figur 1 dargestellten
Injektor 1 können am zentralen Hochdruckspeicher noch weitere Injektoren angeschlossen
sein, die über weitere Hochdruckleitungen mit Kraftstoff versorgt werden.
[0021] Der dem Injektor 1 über den Kraftstoffzulauf 4 zugeführte Kraftstoff wird nach dem
Eintritt in den Injektor 1 in einen Haupt- und einen Nebenstrom unterteilt, wobei
der Hauptstrom über einen Hochdruckkanal 6 zu einem Druckraum 8 und der Nebenstrom
über eine Zulaufdrossel 16 zu einem Steuerraum 12 geleitet wird. Der Steuerraum 12
ist oberhalb eines Steuerkolbens 14 angeordnet, der mit einer vorgespannten Düsennadel
22 in Wirkverbindung steht, welche die Einspritzdüsen 28 des Injektors 1 verschließt.
Über die Zulaufdrossel 16 wird dem Steuerraum 12 somit nur eine Steuermenge an Kraftstoff
zugeführt, die zur Steuerung des Steuerkolbens 14 erforderlich ist.
[0022] Die Düsennadel 22, die durch ein Federelement 24 gegen den Düsennadelsitz im Bereich
der Einspritzdüse 28 vorgespannt ist, wird von dem Düsennadelsitz angehoben, wenn
der Kraftstoffdruck in dem Druckraum 8 größer als der Kraftstoffdruck in dem Steuerraum
12 des Steuerkolbens 14 ist. Zur Steuerung des Einspritzvorgangs ist dem Steuerraum
12 ein Steuerventil 10 zugeordnet, über welches der Kraftstoffdruck im Steuerraum
12 und somit das Einspritzen von Kraftstoff aus dem Druckraum 8 über die Einspritzdüse
28 in den Brennraum der Brennkraftmaschine steuerbar ist. Das Steuerventil 10 ist
hierbei über eine Ablaufdrossel 20 strömungsmäßig mit dem Steuerraum 12 verbunden.
Bei einem Öffnen des Steuerventils 10 wird der durch die Ablaufdrossel 20 strömende
Kraftstoff aus dem Steuerraum 12 über einen Kraftstoffrücklauflauf 26 zu einem in
Figur 1 nicht dargestellten Kraftstofftank zurückgeführt. Zur Betätigung des Steuerventils
10 ist im Injektor 1 ein Aktor 30 vorgesehen, der gegen eine Druckfederkraft das Steuerventil
10 öffnet. Nachdem dem Steuerventil 10 für eine exakte Ausführung des Einspritzvorgangs
eine erhebliche Bedeutung zukommt, ist es erforderlich, dass das Steuerventil 10 den
Steuerraum 12 in Richtung des Kraftstoffrücklaufs 26 zuverlässig abdichtet. Um eine
Beschädigung des Sitzbereichs des Steuerventils 10 auszuschließen, ist zwischen dem
Kraftstoffzulauf 4 und der Zulaufdrossel 16 ein Partikelfilter 18 angeordnet, der
den Kraftstoffstrom, welcher dem Steuerraum 12 zugeführt wird, in zuverlässiger Weise
filtert.
[0023] Durch die erwähnte Trennung des über den Kraftstoffzulauf 4 dem Injektor 1 zugeführten
Volumenstroms an Kraftstoff in einen Haupt- und einen Nebenstrom wird von dem Partikelfilter
18, welcher unmittelbar vor der Zulaufdrossel 16 vorgesehen ist, nur ein Bruchteil
des Volumenstroms an Kraftstoff gefiltert werden, wodurch der zum Druckraum 8 geleitete
Hauptstrom an Kraftstoff keinen Druckverlust erfährt.
[0024] Figur 2 zeigt eine Detailansicht eines Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem
ein Ventilstück 32 in dem Gehäuse 2 eines Injektors 1 aufgenommen ist. Nachdem der
in Figur 2 im Detail dargestellte Injektor 1 im Wesentlichen mit dem in Figur 1 dargestellten
Injektor 1 übereinstimmt, werden der Einfachheit halber zur Bezeichnung gleicher Teile
dieselben Bezugszeichen verwendet. Um weiterhin Wiederholungen zu vermeiden, wird
außerdem auf die vorstehende Beschreibung des in Figur 1 dargestellten Injektors verwiesen.
[0025] Wie aus der Darstellung in Figur 2 hervorgeht, weist das Ventilstück 32 eine mehrfach
abgestufte Bohrung auf, die sich durch das Ventilstück 32 hindurch erstreckt und auf
der Oberseite von einer Ventilkugel 36 verschlossen wird. Die Ventilkugel 36 ist dabei
ein Bestandteil des Steuerventils 10, das in Abhängigkeit der Lage der Ventilkugel
36 geöffnet oder geschlossen ist. Die Ventilkugel 36 ruht in einem Kugelsitz und wird
in dem in Figur 2 dargestellten geschlossenen Zustand des Steuerventils 10 von einem
Anker 38 mit einer Druckkraft beaufschlagt. In dem zwischen der Ventilkugel 36 und
dem Steuerraum 12 angeordneten Abschnitt der Bohrung ist eine Ablaufdrossel 20 angeordnet,
welche den aus dem Steuerraum 12 abgeführten Volumenstrom an Kraftstoff reduziert,
der über das geöffnete Steuerventil 10 zu dem in Figur 1 dargestellten Kraftstoffrücklauf
26 geleitet wird.
[0026] Der in dem Ventilstück 32 angeordnete Steuerraum 12 wird von einer Steuerraumwand
40 begrenzt, in der auch die Zulaufdrossel 16 angeordnet ist. Wie auch aus der Darstellung
in Figur 4 hervorgeht, ist zwischen dem Ventilstück 32 und dem Injektorgehäuse 2 ein
als Ringraum 34 ausgeführter Hohlraum vorgesehen, der das Ventilstück 32 auf Höhe
des Steuerraums 12 umschließt. Zwischen dem Injektorgehäuse 2 und dem Ventilstück
32 ist innerhalb des Ringraums 34 der Partikelfilter 18 angeordnet, der die Steuerraumwand
40 des Ventilstücks 32 in einem Abstand ummantelt.
[0027] Bei einer Zufuhr von mit Hochdruck beaufschlagtem Kraftstoff über den Kraftstoffzulauf
4 in den Ringraum 34 muss der Kraftstoff somit den Partikelfilter 18 durchströmen,
um über die Zulaufdrossel 16 in den Steuerraum 12 zu gelangen.
[0028] In Figur 3 ist der in dem Ringraum 34 angeordnete Partikelfilter 18 des Injektors
1 in einer Detailansicht dargestellt. Wie aus der Darstellung in Figur 3 hervorgeht,
unterteilt der Partikelfilter 18 den zwischen dem Injektorgehäuse 2 und dem Ventilstück
32 vorgesehenen Ringraum 34 in einen ersten Bereich 42 und einen zweiten Bereich 44.
Der zweite Bereich 44 des Ringraums 34, der strömungsmäßig der Zulaufdrossel 16 und
dem Steuerraum 12 zugeordnet ist, erstreckt sich dabei wenigstens über einen Abschnitt
der Höhe des Partikelfilters 18.
[0029] Wie in diesem Zusammenhang aus der in Figur 4 dargestellten Querschnittsansicht des
Injektors 1 auf Höhe der Zulaufdrossel 16 hervorgeht, sind der erste und zweite Bereich
42, 44 des Ringsraums 34, der Partikelfilter 18 und die Steuerraumwand 40 koaxial
zum Steuerraum 12 des Ventilstücks 32 angeordnet. Im Betrieb der Brennkraftmaschine
strömt der mit Hochdruck beaufschlagte Kraftstoff ausgehend vom Kraftstoffzulauf 4
zuerst in den ersten Bereich 42 des Ringraums 34, von wo aus der Kraftstoff durch
den Partikelfilter 18 hindurch in den zweiten Bereich 44 des Ringraums 34 strömt,
bevor er durch die in der Steuerraumwand 40 des Ventilstücks 32 angeordnete Zulaufdrossel
in den Steuerraum 12 gelangt.
[0030] Durch die Anordnung des zweiten Bereichs 44 des Ringraums 34 zwischen dem Partikelfilter
18 und der Steuerraumwand 40 durchströmt der Kraftstoff den Partikelfilter 18 in einer
im Wesentlichen radialen Richtung, wobei innerhalb des zweiten Bereichs 44 des Ringraums
34 eine entlang der Steuerraumwand 40 in Richtung der Zulaufdrossel 16 verlaufende
Strömung besteht. Die Durchströmfläche des Partikelfilters 18 entspricht somit dessen
Mantelfläche, so dass durch einen um den Umfang der Steuerraumwand 40 des Ventilstücks
32 beabstandet angeordneten Partikelfilter 18 nur geringe Druckverluste bei der Zufuhr
von mit Hochdruck beaufschlagtem Kraftstoff in den Steuerraum 12 bestehen. Aus dem
geringen Druckverlust des Kraftstoffes beim Durchströmen des Partikelfilters 18 wird
der Partikelfilter 18 zudem nur gering beansprucht, so dass sich eine hohe Dauerfestigkeit
des Partikelfilters 18 ergibt.
[0031] Zur Befestigung des Partikelfilters 18 kann es vorgesehen sein, dass dieser zwischen
dem Injektorgehäuse 2 und dem Ventilstück 32 geklemmt wird.
1. Injektor zum Einspritzen von Kraftstoff in den Brennraum einer Brennkraftmaschine,
umfassend ein Injektorgehäuse (2), das zur Zufuhr von mit Hochdruck beaufschlagtem
Kraftstoff einen Kraftstoffzulauf (4) aufweist, der über einen Hochdruckkanal (6)
strömungsmäßig mit einem Druckraum (8) verbunden ist, aus dem der Kraftstoff in Abhängigkeit
von der Stellung eines Steuerventils (10) eingespritzt wird, wobei das Steuerventil
(10) einem Steuerraum (12) eines Steuerkolbens (14) zugeordnet ist, der über eine
Zulaufdrossel (16) strömungsmäßig mit dem Kraftstoffzulauf (4) verbunden ist, und
in Strömungsrichtung des Kraftstoffes vor der Zulaufdrossel (16) ein hohlzylinderförmiger
Partikelfilter (18) angeordnet ist, der den in den Steuerraum (12) einströmenden Kraftstoff
filtert, wobei der hohlzylinderförmige Partikelfilter (18) eine Durchströmfläche aufweist,
die sich aus der Größe einer Mantelfläche des hohlzylinderförmigen Partikelfilters
(18) ergibt und zwischen dem Kraftstoffzulauf (4) und der Zulaufdrossel (16) ein Hohlraum
(34) vorgesehen ist, in dem der hohlzylinderförmige Partikelfilter (18) angeordnet
ist, wobei der Hohlraum ein Ringraum (34) ist, der den Steuerraum (12) umschließt,
wobei der in einem Ventilstück (32) aufgenommene Steuerraum (12) von einer die Zulaufdrossel
(16) umfassenden Steuerraumwand (40) begrenzt ist, um deren Umfang sich der hohlzylinderförmige
Partikelfilter (18) erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilstück (32) in das Injektorgehäuse (2) eingefügt ist, wobei der hohlzylinderförmige
Partikelfilter (18) zwischen dem Injektorgehäuse (2) und dem Ventilstück (32) befestigt
ist.
2. Injektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der hohlzylinderförmige Partikelfilter (18) den Ringraum (34) in einen dem Kraftstoffzulauf
(4) zugewandten ersten Bereich (42) und in einen der Steuerraumwand (40) zugewandten
zweiten Bereich (44) unterteilt.
3. Injektor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und zweite Bereich im Wesentlichen die gleiche Höhe aufweisen.
4. Injektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der hohlzylinderförmige Partikelfilter (18) ein feinmaschiges Gewebe umfasst.
5. Injektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der hohlzylinderförmige Partikelfilter (18) eine Filterwirkung von bis zu 15 µm aufweist.
6. Injektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der hohlzylinderförmige Partikelfilter (18) eine Öffnungsweite aufweist, deren Größe
kleiner als der Hub des Steuerventils (10) ist.
7. Injektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein weiterer Partikelfilter innerhalb des Injektors (1) vorgesehen ist, der wenigstens
den Kraftstoff filtert, welcher dem Druckraum (8) zugeführt wird.
1. Injector for injecting fuel into the combustion chamber of an internal combustion
engine, comprising an injector housing (2) which has a fuel inlet (4) for the supply
of highly pressurized fuel, said fuel inlet being connected in terms of flow via a
high-pressure duct (6) to a pressure chamber (8), from where the fuel is injected
in a manner dependent on the position of a control valve (10), wherein the control
valve (10) is assigned to a control chamber (12) of a control piston (14) which is
connected in terms of flow to the fuel inlet (4) via an inlet throttle (16), and a
hollow cylindrical particle filter (18) is arranged upstream of the inlet throttle
(16) as viewed in the flow direction of the fuel, which particle filter filters the
fuel flowing into the control chamber (12), wherein the hollow cylindrical particle
filter (18) has a flow passage area defined by the size of an outside surface of the
hollow cylindrical particle filter (18), and a cavity (34) is provided between the
fuel inlet (4) and the inlet throttle (16), in which cavity the hollow cylindrical
particle filter (18) is arranged, wherein the cavity is an annular cavity (34) which
surrounds the control chamber (12), wherein the control chamber (12), which is accommodated
in a valve piece (32), is delimited by a control chamber wall (40) which comprises
the inlet throttle (16) and around the circumference of which the hollow cylindrical
particle filter (18) extends, characterized in that the valve piece (32) is inserted into the injector housing (2), wherein the hollow
cylindrical particle filter (18) is fastened between the injector housing (2) and
the valve piece (32).
2. Injector according to Claim 1, characterized in that the hollow cylindrical particle filter (18) divides the annular chamber (34) into
a first region (42), which faces toward the fuel inlet (4), and a second region (44),
which faces toward the control chamber wall (40).
3. Injector according to Claim 2, characterized in that the first region and the second region have substantially the same height.
4. Injector according to one of the preceding claims, characterized in that the hollow cylindrical particle filter (18) comprises a fine-mesh fabric.
5. Injector according to one of the preceding claims, characterized in that the hollow cylindrical particle filter (18) has a filter action of up to 15 µm.
6. Injector according to one of the preceding claims, characterized in that the hollow cylindrical particle filter (18) has an opening width of a size smaller
than the stroke of the control valve (10).
7. Injector according to one of the preceding claims, characterized in that, within the injector (1), there is provided a further particle filter that filters
at least the fuel that is fed to the pressure chamber (8).
1. Injecteur pour l'injection de carburant dans la chambre de combustion d'un moteur
à combustion interne, comprenant un carter d'injecteur (2) comportant une admission
de carburant (4) pour l'admission de carburant amené sous haute pression relié, dans
le sens de l'écoulement, à une chambre de pression (8), via un canal sous haute pression
(6), le carburant étant injecté hors de ladite chambre en fonction de la position
d'une soupape de commande (10), la soupape de commande (10) étant associée à une chambre
de commande (12) d'un piston de commande (14) relié, dans le sens de l'écoulement,
à l'admission de carburant (4) via un étranglement d'admission (16) et un filtre à
particules (18) en forme de cylindre creux étant disposé avant l'étranglement d'admission
(16) dans le sens de l'écoulement du carburant, ledit filtre filtrant le carburant
entrant dans la chambre de commande (12), le filtre à particules (18) en forme de
cylindre creux comportant une surface d'écoulement traversant obtenue à partir de
la taille d'une surface d'enveloppe du filtre à particules (18) en forme de cylindre
creux et une chambre creuse (34) étant prévue entre l'admission de carburant (4) et
l'étranglement d'admission (16), le filtre à particules (18) en forme de cylindre
creux étant disposé dans ladite chambre, la chambre creuse étant une chambre annulaire
(34) entourant la chambre de commande (12), la chambre de commande (12) logée dans
une soupape (32) étant délimitée par une paroi de chambre de commande (40) comprenant
l'étranglement d'admission (16) autour de la périphérie de laquelle s'étend le filtre
à particules (18) en forme de cylindre creux, caractérisé en ce que la soupape (32) est insérée dans le carter d'injecteur (2), le filtre à particules
(18) en forme de cylindre creux étant fixé entre le carter d'injecteur (2) et la soupape
(32).
2. Injecteur selon la revendication 1, caractérisé en ce que le filtre à particules (18) en forme de cylindre creux subdivise la chambre annulaire
(34) en une première zone (42) orientée vers l'admission de carburant (4) et en une
deuxième zone (44) orientée vers la paroi de chambre de commande (40).
3. Injecteur selon la revendication 2, caractérisé en ce que les première et deuxième zones présentent pour l'essentiel la même hauteur.
4. Injecteur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le filtre à particules (18) en forme de cylindre creux est un tissu à maille fine.
5. Injecteur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le filtre à particules (18) en forme de cylindre creux présente une action de filtre
pouvant atteindre 15 µm.
6. Injecteur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le filtre à particules (18) en forme de cylindre creux présente une largeur d'ouverture
dont la taille est inférieure à la course de la soupape de commande (10).
7. Injecteur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un filtre à particules supplémentaire filtrant au moins le carburant amené à la chambre
de pression (8) est prévu à l'intérieur de l'injecteur (1).