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EP 2 331 809 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.11.2012 Patentblatt 2012/46 |
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Anmeldetag: 08.10.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/AT2009/000390 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2010/040163 (15.04.2010 Gazette 2010/15) |
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KRAFTSTOFFVERSORGUNGSANLAGE FÜR COMMON-RAIL SCHWERÖL-EINSPRITZSYSTEME
FUEL SUPPLY SYSTEM FOR HEAVY OIL COMMON RAIL INJECTION SYSTEMS
INSTALLATION D'ALIMENTATION EN CARBURANT POUR SYSTÈMES D'INJECTION D'HUILE LOURDE
À RAMPE COMMUNE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
10.10.2008 AT 15962008
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.06.2011 Patentblatt 2011/24 |
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Patentinhaber: Robert Bosch GmbH |
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70469 Stuttgart-Feuerbach (DE) |
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Erfinder: |
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- GRASPEUNTNER, Christian
A-5400 Hallein (AT)
- LACKNER, Joachim
A-5424 Vigaun (AT)
- SCHNEDT, Johannes
A-5020 Salzburg (AT)
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Vertreter: Haffner und Keschmann Patentanwälte KG |
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Schottengasse 3a 1014 Wien 1014 Wien (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
CN-A- 1 081 748 DE-A1- 10 164 395 DE-A1- 19 909 329
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DE-A1- 10 046 829 DE-A1- 19 742 073 DE-A1-102008 014 250
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Kraftstoffversorgungsanlage für Common-Rail Schweröl-Einspritzsysteme
für Brennkraftmaschinen mit einem Tank, einer Vorförderpumpe zum Fördern von Schweröl
vom Tank zu einer Hochdruckpumpe, wobei die Hochdruckpumpe über wenigstens eine Hochdruckleitung
mit einem Hochdruckspeicher (Rail) verbunden ist, der wenigstens einen Einspritzinjektor
speist, und weiters mit einem Spülventil, das über eine eigene Hochdruckleitung an
den Hochdruckspeicher angeschlossen ist, um wenigstens eine Teilmenge des Schweröls
über eine Rückführungsleitung in den Tank abzusteuern.
[0002] Aus Kostengründen werden bei sehr großen Dieselmotoren, insbesondere bei Schiffsdieselmotoren,
minderqualitative Kraftstoffe wie beispielsweise Schweröl eingesetzt. Aufgrund der
besonderen physikalischen Eigenschaften von Schwerölen müssen für den Betrieb mit
Schweröl besondere Vorkehrungen getroffen werden. Beispielsweise ist die Viskosität
von Schweröl wesentlich höher als von normalem Dieselkraftstoff, sodass eine Erwärmung
auf mehr als 80°C erforderlich ist, damit das Schweröl überhaupt gepumpt werden kann.
[0003] Die hohe Viskosität von Schweröl bedingt, dass auch während des Motorstillstands
immer Kraftstoff im Leitungssystem im Kreis gepumpt werden muss, um das Festwerden
von Schweröl in den Leitungen zu verhindern.
[0004] Zu diesem Zweck ist in Common-Rail Schweröl-Einspritzsystemen der eingangs genannten
Art ein Spülventil vorgesehen, welches während des Betriebs des Motors geschlossen
ist und dabei die hochdruckseitigen Teile des Treibstoffsystems und damit auch das
Rail gegenüber einer niederdruckseitigen Treibstoffrückführleitung, durch welche Treibstoff
in den Tank rückgeführt werden kann, verschließt. Bei Stillstand des Motors kann nun
dieses Spülventil geöffnet werden, sodass Treibstoff von der Hochdruckseite durch
die Hochdruckleitungen und das Rail durch das Ventil zur Niederdruckseite und in der
Folge in den Tank im Kreis geführt wird, wobei der Treibstoff durch einen Vorwärmer
auf einer entsprechenden Temperatur gehalten wird, sodass ein Festwerden des Schweröls
in den Leitungen verhindert wird.
[0005] Neben der Möglichkeit, eine Kreislaufströmung zur Temperierung des Kraftstoffs im
System zu erzeugen, besitzt das Spülventil gleichzeitig auch die Funktion eines Notstoppventils.
Durch geeignete Ansteuerung des Spülventils kann im Notfall der Systemdruck sehr schnell
abgesenkt werden, ohne dass die Einspritzinjektoren selbst deaktiviert werden müssen.
[0006] Die bisher bekannt gewordenen Ausführungen von derartigen Spülventilen waren Ventile
mit einem herkömmlichen Ventilsitz, bei welchen ein kegelstumpfförmiges Ventilglied
auf einen Ventilsitz gepresst wurde, wobei die Dichtwirkung durch eine entsprechend
starke Flächenpressung erreicht wurde (s.z.B. EN1081748-A) . Nachteilig war bei diesen
Ausbildungen, dass mit zunehmender Betriebsdauer des Spülventils Probleme mit der
Dichtheit auftraten: Partikel können den Kegelsitz vorschädigen und erosive Eigenschaften
des Kraftstoffs den Sitz völlig zerstören. Ein weiterer Verschleißmechanismus sind
Mikrobewegungen, welche von der Betätigung des Spülventils herrühren. Durch den Verschleiß
am Ventilsitz wird die vorhandene Flächenpressung reduziert, und es kommt zu Undichtheit.
[0007] Es ist somit Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Kraftstoffversorgungsanlage
der eingangs genannten Art dahingehend weiterzubilden, dass Verschleißerscheinungen
am Spülventil bzw. deren Auswirkungen reduziert werden und Lebensdauer und Betriebssicherheit
eines Spülventils in einer derartigen Kraftstoffversorgungsanlage verbessert werden.
[0008] Zur Lösung dieser Aufgabe ist gemäß der vorliegenden Erfindung eine Kraftstoffversorgungsanlage
der eingangs genannten Art dahingehend weitergebildet, dass der Ventilsitz des Ventilglieds
als Schiebesitz ausgebildet ist. Bei einer solchen Ausbildung eines Spülventils wird
die Dichtwirkung nicht durch das Anpressen einer Dichtfläche auf einen Ventilsitz
erreicht, sondern durch eine erhöhte Überdeckungslänge der dichtenden Flächen, zwischen
denen ein enger Spalt verbleibt. Bei dieser Konstruktion treten kleine permanente
Leckagen auf. Werden Partikel kurzfristig zwischen den Dichtflächen eingeklemmt, können
diese zwar zu Beschädigungen führen, da die Dichtwirkung aber aufgrund des engen Spalts
und der Überdeckungslänge zustande kommt, wird durch diese Beschädigung die Dichtwirkung
nicht beeinträchtigt. Mittels des Vorwärmers kann der Treibstoff jeweils vor dem Einspeisen
in die Schwerölleitungen vorgewärmt werden, sodass die Leitungen und weiteren Bauteile
auf einer entsprechenden Temperatur gehalten werden können, um ein übermäßiges Ansteigen
der viskosität in den Stillstandszeiten des Motors zu vermeiden.
[0009] Mit Vorteil ist die erfindungsgemäße Kraftstoffversorgungsanlage dahingehend weitergebildet,
dass das Ventilglied in einer Ventilhülse verschieblich geführt ist und eine durch
einen Rücksprung gebildete Steuerkante aufweist, die zur Öffnung des Ventils in den
Bereich der radial in die Ventilhülse mündenden Hochdruckleitung verschiebbar ist
und zum Schließen des Ventils aus der Mündung der Hochdruckleitung unter Ausbildung
einer Überdeckung von Ventilglied und Ventilhülse verschiebbar ist. Dabei wirken die
am Außenmantel des Ventilglieds und am Innenmantel der Ventilhülse angeordneten Dichtflächen
miteinander zusammen und weisen eine große Überdeckungslänge auf, sodass bei geschlossenem
Ventil nur äußerst geringe Leckagemengen auftreten. Zum Öffnen des Ventils wird nun
das Ventilglied derart verschoben, dass die durch den Rücksprung gebildete Steuerkante
in den Bereich der Mündung der Hochdruckleitung gelangt und der Kraftstoff über den
von der Steuerkante begrenzten, mit geringerem Durchmesser ausgebildeten Bereich des
Ventilglieds abfließen kann. Beim Öffnen des Ventils wird somit ein ringförmiger Durchflussquerschnitt
freigegeben bzw. vergrößert. Die Größe des Rücksprungs am Ventilglied bestimmt dabei
den ringförmigen Durchflussquerschnitt und damit die Durchflussmenge, wobei eine Ausbildung
derart getroffen werden kann, dass die Durchflussmenge ausreicht, um die Viskosität
des in den Leitungen befindlichen Schweröls entsprechend gering zu halten.
[0010] Zur Erhöhung der Durchflussmenge durch das Spülventil kann die Erfindung gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform dahingehend weitergebildet sein, dass die Hochdruckleitung
in eine ringförmige Nut der Ventilhülse mündet. In diesem Fall führt ein Zurückziehen
des Ventilglieds in den Bereich der radial in die Ventilhülse mündenden Hochdruckleitung
unmittelbar zu einer relativ großen Durchflussmenge.
[0011] Mit Vorteil ist die erfindungsgemäße Kraftstoffversorgungsanlage dahingehend weitergebildet,
dass die maximale Überdeckung wenigstens dem 0,1 bis 0,5-fachen des Ventilglieddurchmessers
entspricht, sodass durch die Wahl einer ausreichend großen Überdeckungslänge der dichtenden
Flächen die erfindungsgemäß gewünschte Unempfindlichkeit des Spülventils gegenüber
Verschleißerscheinungen erreicht werden kann.
[0012] In besonders einfacher Weise ist die Erfindung dahingehend weitergebildet, dass die
Betätigungsmittel als pneumatische Mittel ausgebildet sind, sodass die bisher zum
Einsatz gelangenden Betätigungssysteme für Spülventile auch bei den erfindungsgemäßen
Spülventilen eingesetzt werden können, wobei in besonders einfacher Weise die Erfindung
dahingehend weitergebildet ist, dass eine mit Druckmedium, insbesondere Druckluft,
beaufschlagbare Leitung in einen von einer quer zur Verschieberichtung verlaufenden
Fläche des Ventilglieds begrenzten Raum mündet. Die quer zur Verschieberichtung verlaufende
Fläche des Ventilglieds bildet dabei in einem geeigneten Zylinder einen Kolben aus,
der durch den Druck des eingespeisten Druckmediums gegen die Kraft einer Feder verschoben
werden kann, wodurch die Betätigung des Ventilglieds ausgelöst wird. Zu diesem Zweck
ist mit Vorteil eine das Ventilglied im Schließsinne beaufschlagende Druckfeder vorgesehen.
[0013] Um einen automatischen Betrieb der erfindungsgemäßen Kraftstoffversorgungsanlage
zu gewährleisten, ist die erfindungsgemäße Kraftstoffversorgungsanlage mit Vorteil
dahingehend weitergebildet, dass eine Steuervorrichtung vorgesehen ist, die mit dem
Spülventil zum Öffnen des Ventils beim Stillstand der Brennkraftmaschine zusammenwirkt.
[0014] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. In dieser zeigen Fig. 1 eine erfindungsgemäße Kraftstoffversorgungsanlage,
Fig. 2 einen Schnitt durch ein Spülventil nach dem Stand der Technik und Fig. 3 ein
Spülventil der erfindungsgemäßen Kraftstoffversorgungsanlage.
[0015] In Fig. 1 ist ein Common-Rail Schweröl-Einspritzsystem schematisch dargestellt. Vom
Tank 1 wird von einer Vorförderpumpe 3 Kraftstoff, der im Vorwärmer 2 erwärmt wurde,
über einen Kraftstofffilter 4 und Kraftstoffleitungen 11 zumindest einer Hochdruckpumpe
5 zugeführt, wo der Kraftstoff auf Systemdrücke von höher als 1400 bar verdichtet
wird. Der verdichtete Kraftstoff gelangt über Hochdruckleitungen 12 in zumindest ein
Rail 6, das unter anderem mit zumindest einem Druckbegrenzungsventil 13 und einem
Raildrucksensor 7 ausgestattet ist. Der Druck im Rail 6 wird durch Regelung der von
der Hochdruckpumpe 5 in die Hochdruckleitung 12 geförderten Kraftstoffmenge durch
das Steuergerät 10 eingestellt. Vom Rail 6 ausgehend gelangt der Kraftstoff über einen
Durchflussbegrenzer 18 über die Hochdruckleitung 14 in den Einspritzinjektor 8, der
ebenfalls vom Steuergerät 10 angesteuert wird. Die zur Funktion des Einspritzinjektors
8 erforderliche Kraftstoffsteuermenge gelangt über die Niederdruckleitungen 17 wieder
zurück in den Tank 1. Um auch während des Stillstands des Motors eine Zirkulation
des Kraftstoffs im Leitungssystem gewährleisten zu können, führt vom Rail 6 ausgehend
eine weitere Hochdruckleitung 15 zu einem Spülventil 9, das angesteuert vom Steuergerät
10 eine Teilmenge des Kraftstoffs direkt in Niederdruckleitungen 16 absteuern kann,
die direkt zurück zum Tank 1 führen.
[0016] Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch ein Spülventil 9 nach dem Stand der Technik. Das
Spülventil besteht aus einem Körper 20, einer Ventilhülse 23, einem Ventilglied 28,
einem Gehäuse 30, einer Feder 25 und einem Deckel 24. Im Gehäuse 30 ist ein Druckluftanschluss
27 vorgesehen, der mit dem von Gehäuse 30 und Kolben 26 gebildeten Druckraum 31 in
Verbindung steht und der zur Ventilhülse 23 hin mit einem O-Ring 26 abgedichtet ist.
Liegt am Druckluftanschluss 27 kein Druck an, so drückt die Feder 25, die sich am
mit dem Gehäuse 30 fest verbundenen Deckel 24 und am Kolben 26 abstützt, das Ventilglied
28 in den in der Ventilhülse 23 ausgebildeten Ventilsitz 29. Wird der Druck der Luft
im Druckraum 31 erhöht, drückt dieser das Ventilglied 28 gegen die Kraft der Feder
25 aus dem Ventilsitz 29 und Kraftstoff, der in der Hochdruckleitung 15 mit Systemdruck
ansteht, wird in die Niederdruckleitung 16 abgesteuert, sodass durch die Nachförderung
der Hochdruckpumpe 5 eine Kraftstoffzirkulation erzeugt wird.
[0017] Fig. 3 zeigt die erfindungsgemäße Kraftstoffversorgungsanlage. Das Ventil 9 ist in
Form eines Schiebesitzventils ausgebildet: Das Ventilglied 28 besitzt eine Steuerkante
33, die in Zusammenspiel mit der in der Ventilhülse 23 angeordneten Steuerkante 32
den Durchfluss durch das Ventil freigibt oder sperrt. Im Ruhezustand drückt die Feder
25 das Ventilglied 28 gegen das Gehäuse 30, sodass zwischen Ventilhülse 23 und Ventilglied
28 nur ein minimaler Spalt frei bleibt, der eine geringfügige Leckagemenge erlaubt.
Wird der Druckraum 31 über die Druckluftleitung 27 mit Druckluft beaufschlagt, drückt
der Luftdruck das Ventilglied 28 in Richtung des Deckels 24. Sobald die Steuerkante
33 am Ventilglied 28 die Steuerkante 32 der Ventilhülse 23 passiert, wird ein deutlich
größerer Durchflussquerschnitt freigegeben und die Absteuermenge steigt stark an.
1. Kraftstoffversorgungsanlage für Common-Rail Schweröl-Einspritzsysteme für Brennkraftmaschinen
mit einem Tank (1), einer Vorförderpumpe (3) zum Fördern von Schweröl vom Tank (1)
zu einer Hochdruckpumpe (5), wobei die Hochdruckpumpe (5) über wenigstens eine Hochdruckleitung
(12) mit einem Hochdruckspeicher (Rail) (6) verbunden ist, der wenigstens einen Einspritzinjektor
(8) speist, und weiters mit einem Spülventil (9), das über eine eigene Hochdruckleitung
(15) an den Hochdruckspeicher angeschlossen ist, um wenigstens eine Teilmenge des
Schweröls über eine Rückführungsleitung in den Tank (1) abzusteuern, wobei das Spülventil
(9) ein zwischen einer Öffnungs- und einer Schließstellung bewegliches Ventilglied
(28), einen Hochdruckanschluss für eine mit einem Schweröl-Hochdruckspeicher (Rail)
(6) in Verbindung stehende Hochdruckleitung (15), einen Niederdruckanschluss für eine
Rückführungsleitung und Betätigungsmittel zum Betätigen des Ventilglieds (28) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilsitz (29) des Ventilglieds (28) als Schiebesitz ausgebildet ist.
2. Kraftstoffversorgungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilglied (28) in einer Ventilhülse (23) verschieblich geführt ist und eine
durch einen Rücksprung gebildete Steuerkante (33) aufweist, die zur Öffnung des Ventils
(9) in den Bereich der radial in die Ventilhülse (23) mündenden Hochdruckleitung verschiebbar
ist und zum Schließen des Ventils aus der Mündung der Hochdruckleitung (12) unter
Ausbildung einer Überdeckung von Ventilglied (28) und Ventilhülse (23) verschiebbar
ist.
3. Kraftstoffversorgungsanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hochdruckleitung (15) in eine ringförmige Nut der Ventilhülse (23) mündet.
4. Kraftstoffversorgungsanlage nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die maximale Überdeckung wenigstens dem 0,1 bis 0,5-fachen des Ventilglieddurchmessers
entspricht.
5. Kraftstoffversorgungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsmittel als pneumatische Mittel ausgebildet sind.
6. Kraftstoffversorgungsanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine mit Druckmedium, insbesondere Druckluft, beaufschlagbare Leitung (27) in einen
von einer quer zur Verschieberichtung verlaufenden Fläche des Ventilglieds (28) begrenzten
Raum mündet.
7. Kraftstoffversorgungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine das Ventilglied (28) im Schließsinne beaufschlagende Druckfeder (25) vorgesehen
ist.
8. Kraftstoffversorgungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Tank (1) und Vorförderpumpe (3) ein Vorwärmer zum Vorwärmen des Schweröls
angeordnet ist.
9. Kraftstoffversorgungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuervorrichtung (10) vorgesehen ist, die mit dem Spülventil (9) zum Öffnen
des Ventils beim Stillstand der Brennkraftmaschine zusammenwirkt.
1. A fuel supply system for heavy oil common-rail injection systems for internal combustion
engines, including a tank (1), a primary feed pump (3) for delivering heavy oil from
the tank (1) to a high-pressure pump (5), wherein the high-pressure pump (5), via
at least one high-pressure line (12), is connected to a high-pressure accumulator
(rail) (6) feeding at least one injector (8), and, furthermore, a purge valve (9),
which is connected to the high-pressure accumulator via a separate high-pressure line
(15) for directing at least a portion of the heavy oil back into the tank (1) via
a return line, wherein the purge valve (9) comprises a valve member (28) which is
movable between an opened and a closed position, a high-pressure connection for a
high-pressure line (15) communicating with a heavy oil high-pressure accumulator (rail)
(6), a low-pressure connection for a return line, and actuating means for actuating
the valve member (28), characterized in that the valve seat (29) of the valve member (28) is designed as a sliding seat.
2. A fuel supply system according to claim 1, characterized in that the valve member (28) is displaceably guided in a valve sleeve (23) and comprises
a control edge (33) formed by a setback, which control edge, for opening the valve
(9), is displaceable into the region of the high-pressure line radially opening into
the valve sleeve (23) and, for closing the valve, is displaceable out of the mouth
of the high-pressure line (12) while forming an overlap of the valve member (28) and
the valve sleeve (23).
3. A fuel supply system according to claim 2, characterized in that the high-pressure line (15) opens into an annular groove of the valve sleeve (23).
4. A fuel supply system according to claim 1, 2 or 3, characterized in that the maximum overlap corresponds to at least 0.1 to 0.5 times the diameter of the
valve member.
5. A fuel supply system according to any one of claims 1 to 4, characterized in that the actuators are configured as pneumatic means.
6. A fuel supply system according to claim 5, characterized in that a line (27) capable of being powered with pressure medium, particularly compressed
air, opens into a chamber defined by a valve member (28) surface extending transversely
to the direction of displacement.
7. A fuel supply system according to any one of claims 1 to 6, characterized in that a compression spring (25) biasing the valve member (28) in the closing sense is provided.
8. A fuel supply system according to any one of claims 1 to 7, characterized in that a preheater is arranged between the tank (1) and the primary feed pump (3) for preheating
the heavy oil.
9. A fuel supply system according to any one of claims 1 to 8, characterized in that a control device (10) is provided, which cooperates with the purge valve (9) for
opening the valve at a standstill of the internal combustion engine.
1. Système d'alimentation en carburant pour des systèmes d'injection d'huile lourde à
rampe commune pour des moteurs à combustion interne, comportant un réservoir (1),
une pompe de pré-alimentation (3) pour transférer de l'huile lourde du réservoir (1)
à une pompe à haute pression (5), dans lequel la pompe à haute pression (5) est reliée,
via au moins une conduite à haute pression (12) à un accumulateur à haute pression
(rampe) (6) alimentant au moins un injecteur (8), et également à une soupape de purge
(9) qui est reliée à l'accumulateur à haute pression via une conduite à haute pression
spécifique (15) afin de renvoyer au moins un volume partiel de l'huile lourde dans
le réservoir (1) via une conduite de retour, dans lequel la soupape de purge (9) comporte
un élément de soupape (28) mobile entre une position ouverte et une position fermée,
un raccord à haute pression pour une conduite à haute pression (15) en communication
avec un accumulateur à haute pression d'huile lourde (rampe) (6), un raccord à basse
pression pour une conduite de retour et des moyens d'actionnement pour actionner l'élément
de soupape (28), caractérisé en ce que le siège de soupape (29) de l'élément de soupape (28) est conçu comme un siège coulissant.
2. Système d'alimentation en carburant selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de soupape (28) est guidé de manière mobile dans une douille de soupape
(23) et comporte un bord de commande (33) formé par un épaulement, lequel bord de
commande, pour ouvrir la soupape (9), peut être déplacé dans la zone de la conduite
à haute pression débouchant radialement dans la douille de soupape (23), et, pour
fermer la soupape, peut être déplacé à partir de l'orifice de la conduite à haute
pression (12) tout en formant un chevauchement de l'élément de soupape (28) et de
la douille de soupape (23).
3. Système d'alimentation en carburant selon la revendication 2, caractérisé en ce que la conduite à haute pression (15) débouche dans une gorge annulaire de la douille
de soupape (23).
4. Système d'alimentation en carburant selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce que le chevauchement maximal correspond au moins à 0,1 à 0,5 fois le diamètre de l'élément
de soupape.
5. Système d'alimentation en carburant selon l'une quelconque des revendications 1 à
4, caractérisé en ce que les moyens d'actionnement sont configurés comme des moyens pneumatiques.
6. Système d'alimentation en carburant selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'une conduite (27) pouvant être soumise à l'action d'un fluide sous pression, en particulier
de l'air comprimé, débouche dans une chambre délimitée par une surface de l'élément
de soupape (28) s'étendant transversalement à la direction de déplacement.
7. Système d'alimentation en carburant selon l'une quelconque des revendications 1 à
6, caractérisé en ce qu'est prévu un ressort de compression (25) rappelant l'élément de soupape (28) dans
le sens de fermeture.
8. Système d'alimentation en carburant selon l'une quelconque des revendications 1 à
7, caractérisé en ce qu'un pré-chauffeur est agencé entre le réservoir (1) et la pompe de pré-alimentation
(3) pour préchauffer l'huile lourde.
9. Système d'alimentation en carburant selon l'une quelconque des revendications 1 à
8, caractérisé en ce qu'un dispositif de commande (10) est prévu, lequel dispositif coopère avec la soupape
de purge (9) pour ouvrir la soupape lors d'un arrêt du moteur à combustion interne.