[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Reinigen eines Prozessluftstroms eines Wäschetrocknungsgeräts
während eines Trocknungsvorgangs mittels mindestens eines Flusensiebs, bei dem der
Prozessluftstrom durch mehrere Flusensiebe geleitet wird, wobei mindestens ein Flusensieb
zum Zurückhalten von Haaren und mindestens ein anderes Flusensieb zum Zurückhalten
von kurzfasrigen Flusen eingerichtet ist und ein Wäschetrocknungsgerät, das zur Durchführung
des Verfahrens eingerichtet ist.
[0002] Ein solches Verfahren und ein solches Wäschetrocknungsgerät gehen hervor aus dem
Dokument
DE 10 2007 012 071 A1. Dort ist ein Wäschetrocknungsgerät mit mehreren Flusenfiltern beschreiben, welche
Flusenfilter nacheinander von einem Prozessluftstrom durchströmbar sind und Flusen
unterschiedlicher Größe auffangende Filtermaterialien haben. Diese Flusenfilter können
insbesondere in einer Filterkassette vereinigt sein.
[0003] Ein Flusenfilter für ein Wäschetrocknungsgerät, z.B. einen Waschtrockner oder einen
Wäschetrockner, wird typischerweise in einen Prozessluftkanal des Wäschetrocknungsgeräts
eingesetzt, um von einer Ladung Wäsche bzw. Textilien bei einem Trocknungsprozess
mitgenommene feinteilige Partikel und Fasern, summarisch als Flusen bezeichnet, zurückzuhalten,
damit diese keine ebenfalls in dem Prozessluftkanal befindlichen Funktionseinheiten
wie Gebläse, Pumpen, Heizung, Wärmetauscher, Wasserwege, Luftwege usw. verunreinigen
oder sogar verstopfen können. Dazu weisen Flusenfilter bisher ein flächiges Flusensieb
aus Stoff, insbesondere Kunststoffgaze, einer kleinporigen Folie oder einem Gitter
auf. Zum Entfernen der an dem Flusensieb anhaftenden Flusen ist das Flusensieb zumeist
entnehmbar und kann nach einer Entnahme von einem Benutzer gereinigt werden.
[0004] Ein Flusenfilter solcher Gattung ist aus der Schrift
WO 2007/057264 A1 bekannt, wobei dort zusätzlich ein Geruchsfilter, z.B. mit Aktivkohle, vorhanden
ist.
[0005] Aus der Schrift
WO 2008/110451 A1 geht eine Anordnung umfassend ein erstes Flusenfilter und ein zweites Flusenfilter
hervor, wobei das erste Flusenfilter und das zweite Flusenfilter hintereinander angeordnet
und nacheinander von Prozessluft zu durchströmen sind. Das zweite Flusenfilter bildet
dabei eine für die Prozessluft durchlässige Wand einer Filterkassette.
[0006] Nachteilig bei den herkömmlichen Flusenfiltern ist, dass immer noch eine bestimmte
Menge an Flusen und dergleichen Fremdkörpern wie Langfasern und vor allem Haaren das
Flusensieb passieren können. Dies liegt daran, dass das Filtermaterial zum Zurückhalten
von Flusen so ausgelegt werden muss, dass eine freie Durchtrittsfläche von ca. 35
% bis 45% und eine Maschenweite von 100 bis 200 µm gewährleistet sind, da sich ansonsten
das Flusensieb zu schnell zusetzt und der Luftwiderstand zu hoch wird. Ein deutlich
feineres Filtermaterial würde dazu führen, dass sich der Trocknungsprozess deutlich
verlängern würde, da die Heizung durch den hohen Luftwiderstand und dem damit verbundenen
geringen Volumenstrom gerade zum Ende hin stark aufheizt und deshalb mit einer deutlich
reduzierten Heizleistung betrieben werden muss. Feineres Filtermaterial mit einer
Maschenweite von erheblich weniger als 150 µm neigt auch zu einem schnellen Zusetzen
während des Trocknungsprozesses durch Partikel aus Rückständen von Waschmittel oder
Kalk in der Wäsche. Das bedeutet jedoch, dass die Haare in der Prozessluft, die einen
Durchmesser zwischen 10 µm und 60 µm vor allem bei Haustieren und 35 µm bis 120 µm
bei Menschen aufweisen, durch das herkömmliche Filtermaterial durchtreten und in die
nachgelagerten Luftkanäle und Bauteile (z.B. Heizung, Wärmetauscher, Gebläse usw.)
gelangen können sowie in die Wasserführung eintreten und dort Probleme in den meist
sehr einfachen Kondensatpumpen hervorrufen können (z.B. Verstopfungen durch Haarbündel).
Auch können Haare sich um eine Antriebswelle eines Gebläses wickeln und dieses Gebläse
blockieren. Außerdem neigen Haare im Wasser dazu, aneinander zu kleben und Knäule
zu bilden so dass sich an diesen auch kurzfasrige Flusen ansetzen können, wodurch
sich Knäule aus Haaren und Flusen bilden, die zu Verstopfungen in Pumpen und dahinter
befindlichen Rohrleitungen führen. Während also kurzfasrige Flusen allein meist problemlos
durch die Pumpe gelangen, stellen vor allem langfasrige Fremdkörper und insbesondere
Haare ein extremes Problem dar.
[0007] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die oben genannten Nachteile zu vermeiden
und insbesondere eine Möglichkeit zur effektiven Rückhaltung von Haaren in einem Prozessluftkanal
eines Wäschetrocknungsgeräts bereitzustellen.
[0008] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren und ein Wäschetrocknungsgerät gemäß den Merkmalen
des jeweiligen unabhängigen Patentanspruchs gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen sind
den jeweiligen abhängigen Patentansprüchen sowie der nachfolgenden Beschreibung und
der beigefügten Zeichnung entnehmbar; bevorzugten Ausgestaltungen des Verfahrens entsprechen
bevorzugte Ausgestaltungen des Wäschetrocknungsgeräts und umgekehrt, und dies auch
dann, wenn darauf hierin nicht explizit hingewiesen ist.
[0009] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß demnach gelöst durch ein Verfahren zum Reinigen
eines Prozessluftstroms eines Wäschetrocknungsgeräts während eines Trocknungsvorgangs
mittels mindestens eines Flusensiebs, bei dem der Prozessluftstrom durch mehrere Flusensiebe
geleitet wird, wobei mindestens ein Flusensieb zum Zurückhalten von Haaren und mindestens
ein anderes Flusensieb zum Zurückhalten von kurzfasrigen Flusen eingerichtet ist,
wobei des Weiteren das Flusensieb zum Zurückhalten der Haare eine Maschenweite von
mehr als 20 µm und weniger als 60 µm aufweist, das mindestens eine andere Flusensieb
zum Zurückhalten von kurzfasrigen Flusen eine Maschenweite von 100 µm bis 200 µm sowie
eine freie Durchtrittsfläche von 36 % bis 45 % aufweist, und der Prozessluftstrom
während des Trocknungsvorgangs zuerst das mindestens eine Flusensieb zum Zurückhalten
der Haare und danach das mindestens eine andere Flusensieb zum Zurückhalten der kurzfasrigen
Flusen durchströmt.
[0010] Dadurch können Haare getrennt von Flusen aus dem Prozessluftstrom entfernt werden.
Das Flusensieb zum Zurückhalten der Flusen kann die Flusen ohne eine erhöhte Gefahr
einer Zusetzung zurückhalten, während das Flusensieb zum Zurückhalten der Haare diese
effektiv aus dem Prozessluftstrom entfernen kann. Hier und im Folgenden können unter
Haaren und anderem Tierhaare, Menschenhaare und/oder langfasrige Flusen verstanden
werden.
[0011] Erfindungsgemäß weisen die Flusensiebe unterschiedliche Maschenweiten auf, wobei
das mindestens eine Flusensieb zum Zurückhalten von Haaren eine Maschenweite von weniger
als 60 µm aufweist. Durch diese Maschenweite kann ein Großteil der Haare herausgefiltert
werden. Zudem weist erfindungsgemäß das mindestens eine Flusensieb zum Zurückhalten
der Haare eine Maschenweite von mehr als 20 µm auf. Dadurch wird in der Praxis ein
Zusetzen dieses Flusensiebs vor einem Herausfiltern der Haare verhindert.
[0012] Erfindungsgemäß wird außerdem während eines Trocknungsvorgangs zuerst das mindestens
eine Flusensieb zum Zurückhalten der Haare von der Prozessluft durchströmt und danach
das mindestens eine andere Flusensieb zum Zurückhalten der Flusen. Diese Ausgestaltung
macht sich die Eigenschaft von Haaren zu Eigen, dass diese zwar hygroskopisch sind
(und also gut an feuchter, zu trocknender Wäsche haften), jedoch das Wasser an der
Oberfläche der Haare nur relativ schwach gebunden ist. Daraus ergibt sich, dass an
der zu trocknenden Wäsche klebende Haare schon nach kurzer Dauer im Trocknungsprozess
an ihren Oberflächen abgetrocknet sind und leicht durch den Volumenstrom der Prozessluft
von der Wäsche abgelöst werden können. Folglich gelangen die Haare zu dem Flusensieb,
bevor andere Flusen aus den Textilien dorthin gelangen. Somit können dann, wenn der
Prozessluftstrom zuerst über das mindestens eine Flusensieb zum Zurückhalten der Haare
geleitet wird, dort fast sämtliche Haare zurückgehalten werden, ohne dass dieses Flusensieb
durch Flusen verstopft wird. Dadurch kann auch die Maschenweite vergleichsweise klein
gehalten werden, was eine Rückhalteeffektivität für die Haare weiter steigert. Das
danach verwendete Flusensieb zum Zurückhalten der Flusen filtert eine von Haaren im
Wesentlichen freie Prozessluft.
[0013] Es ist eine bevorzugte Ausgestaltung, dass die Flusensiebe Gaze als Filtermaterial
aufweisen.
[0014] Es ist zudem eine bevorzugte Ausgestaltung, dass zum abwechselnden Leiten des Prozessluftstroms
durch die mehreren Flusensiebe mindestens ein Luftleitmittel, insbesondere Luftleitblech,
verstellt wird.
[0015] Es ist eine besondere bevorzugte Ausgestaltung, dass das mindestens eine Flusensieb
zum Zurückhalten der Haare 5 bis 15 Minuten von der Prozessluft durchströmt wird,
insbesondere ca. 10 Minuten. Es hat sich herausgestellt, dass in dieser Zeit im Wesentlichen
alle Haare zum Flusensieb gelangen, soweit sie nicht durch mechanische Kräfte (Verklemmen
in Spalten etc.) festgehalten werden. Dadurch ist eine präzise zeitliche Trennung
zwischen der Abscheidung der Haare und der Abscheidung der Flusen sowie anderer Rückstände
(Waschmittelrückstände etc.) möglich.
[0016] Das mindestens eine Flusensieb wird zum Zurückhalten der Haare beispielsweise von
Beginn des Trocknungsvorgangs an von der Prozessluft durchströmt.
[0017] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß auch gelöst durch ein Wäschetrocknungsgerät, das
dazu eingerichtet ist, ein solches Verfahren durchzuführen, und welches dazu aufweist:
eine zentrale Steuereinheit, einen Prozessluftkanal mit mindestens zwei parallelen
Zweigen, wobei jeder der Zweige ein jeweiliges Flusensieb aufweist, und ein durch
die zentrale Steuereinheit steuerbares Luftleitmittel zum Umlenken einer in dem Prozessluftkanal
geführten Prozessluft zwischen den Zweigen. Das steuerbare Luftleitmittel ist mittels
einer zentralen Steuereinheit des Wäschetrocknungsgeräts steuerbar. Durch das zeitlich
gesteuerte Leitsystem kann die Filterung der Haare noch effektiver gestaltet werden.
Haare neigen dazu, sich in die Maschen der Gaze einzufädeln und sich durch Prozessluftunterstützung
langsam durch die Gaze durchzuarbeiten. Durch das zeitlich angesteuerte Leitsystem
wird dieses Verhalten vorteilhafterweise unterbrochen, so dass selbst eingefädelte
Haare in der Gaze hängenbleiben und durch den Nutzer nach der Trocknung problemlos
entfernt werden können.
[0018] Es ist eine zur einfachen Handhabung und Reinigung bevorzugte und vorteilhafte Weiterbildung,
dass die Flusensiebe in einer gemeinsamen, entnehmbaren Einheit zusammengefasst sind.
[0019] In den Figuren der beigefügten Zeichnung ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
der Erfindung schematisch dargestellt und wird nachfolgend beschrieben. In der Zeichnung
sind zur Übersichtlichkeit gleiche oder gleichwirkende Elemente jeweils mit gleichen
Bezugszeichen versehen. In der Zeichnung zeigen:
- Fig.1
- ein mögliches Ablaufdiagramm zur Implementierung des Verfahrens; und
- Fig.2
- eine skizzierte Schnittdarstellung einer Seitenansicht eines Wäschetrocknungsgeräts,
das dazu eingerichtet ist, das Verfahren aus Fig.1 durchzuführen.
[0020] Bezug nehmend auf beide Figuren wird in einem ersten Schritt S1 ein Trocknungsvorgang
des Wäschetrockners 1 gestartet. Dabei wird in dem Wäschetrockner 1 ein Prozessluftgebläse
2 aktiviert, welches Prozessluft P in einem Prozessluftkanal K umwälzt. Der Prozessluftkanal
K umfasst hintereinander, aber nicht unbedingt in dieser Reihenfolge, eine - z.B.
drehbare - Trocknertrommel 3 zur Aufnahme von zu trocknender Wäsche, eine Heizung
zur Erwärmung der Prozessluft (ohne Abb.) und eine Kondensationseinheit zum Auskondensieren
von aus der Wäsche entfernten Wassers (ohne Abb.), welche beide ebenfalls aktiviert
werden. Ein Wäschetrockner mit diesen Komponenten ist bekannt.
[0021] Im Gegensatz zu bekannten Wäschetrocknern ist der Prozessluftkanal K des vorliegend
gezeigten Wäschetrockners 1 mit zwei parallelen Zweigen Ka und Kb ausgestattet, wobei
jeder der Zweige Ka, Kb ein jeweiliges Flusensieb 4, 5 aufweist. Im Einzelnen ist
in einen ersten Zweig Ka ein erstes Flusensieb 4 eingebracht, das zum Zurückhalten
von Haaren eingerichtet ist. In einen zweiten Zweig Kb ist ein zweites Flusensieb
5 eingebracht, das zum Zurückhalten von Flusen eingerichtet ist. Das erste Flusensieb
4 ist flächig mit einer Kunststoffgaze ausgerüstet, welche eine Maschenweite von mehr
als 20 µm und weniger als 60 µm aufweist. Dadurch können Haare besonders wirksam zurückgehalten
werden. Das zweite Flusensieb 5 ist flächig mit einer herkömmlicherweise verwendeten
Kunststoffgaze ausgerüstet, welche eine Durchtrittsfläche von ca. 36 - 45% und eine
Maschenweite von 100 µm bis 200 µm aufweist.
[0022] Der Wäschetrockner 1 weist ferner ein Luftleitmittel in Form eines beweglichen Luftleitblechs
6 auf, mittels welchen der Prozessluftstrom wahlweise entweder durch den ersten Zweig
Ka oder durch den zweiten Zweig Kb gelenkt werden kann.
[0023] Nach oder mit dem Starten des Trocknungsvorgangs in Schritt S1 wird das Luftleitblech
6 so gestellt, dass die Prozessluft P durch den ersten Zweig Ka und damit durch das
erste Flusensieb 4 strömt. Der zweite Zweig Kb ist blockiert. Zu Beginn des Trocknungsablaufs
wird zunächst die Oberfläche der Wäsche bzw. der Textilien getrocknet, so dass sich
dort typischerweise anhaftende Haare lösen können und mit der Prozessluft P mitgerissen
werden. Flusen hingegen bleiben in der Praxis noch haften. Die mit den Haaren versetzte
Luft strömt durch das erste Flusensieb 4, an dem die Haare zurückgehalten werden.
Da noch so gut wie keine Flusen in der Prozessluft P vorhanden sind, verstopft das
erste Flusensieb 4 nicht, und es kann ein ausreichend hoher Volumenstrom aufrechterhalten
werden.
[0024] Nach ca. 10 Minuten (abhängig z.B. von der Wäscheart und der Heizstufe) sind die
meisten Haare aus der Wäsche entfernt und haben sich an dem ersten Flusensieb 4 abgelagert.
Nun beginnen auch die Flusen, sich aus der Wäsche zu lösen. Daher wird in einem Schritt
S3 das Luftleitblech 6 so umgeschaltet bzw. umgestellt, dass die Prozessluft P nun
durch den zweiten Zweig Kb strömt und damit durch das zweite Flusensieb 5. Der erste
Zweig Ka ist hingegen blockiert. Nun wird die flusenbehaftete Prozessluft P auf herkömmliche
Weise durch das zweite Flusensieb 5 geführt und dort gefiltert, wobei die Prozessluft
jedoch haarfrei ist.
[0025] In einem folgenden Schritt S4 kann der Trocknungsablauf beendet werden.
[0026] Danach können in einem Schritt S5 die Flusensiebe 4 und 5 zur Reinigung entnommen
werden. Weil die Flusensiebe 4, 5 in einer gemeinsamen, entnehmbaren Einheit zusammengefasst
sind, z.B. einen gemeinsamen Rahmen aufweisen, sind die Entnahme und Reinigung benutzerfreundlich.
[0027] Selbstverständlich ist die vorliegende Erfindung nicht auf das gezeigte Ausführungsbeispiel
beschränkt.
[0028] So kann das Flusensieb oder können die Flusensiebe auch in einer Tür des Trocknungsgeräts
untergebracht sein. Auch kann das Flusensieb oder können die Flusensiebe oberhalb
oder neben der Trocknertrommel angeordnet sein.
Bezugszeichenliste
[0029]
- 1
- Wäschetrockner
- 2
- Prozessluftgebläse
- 3
- Trocknertrommel
- 4
- erstes Flusensieb
- 5
- zweites Flusensieb
- 6
- Luftleitblech
- P
- Prozessluft
- K
- Prozessluftkanal
- Ka
- erster Zweig
- Kb
- zweiter Zweig
1. Verfahren zum Reinigen eines Prozessluftstroms (P) eines Wäschetrocknungsgeräts (1)
während eines Trocknungsvorgangs mittels mindestens eines Flusensiebs (4, 5), bei
dem der Prozessluftstrom (P) durch mehrere Flusensiebe (4, 5) geleitet wird, wobei
mindestens ein Flusensieb (4) zum Zurückhalten von Haaren und mindestens ein anderes
Flusensieb (5) zum Zurückhalten von kurzfasrigen Flusen eingerichtet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass:
- das Flusensieb (4) zum Zurückhalten der Haare eine Maschenweite von mehr als 20
µm und weniger als 60 µm aufweist;
- das mindestens eine andere Flusensieb (5) zum Zurückhalten von kurzfasrigen Flusen
eine Maschenweite von 100 µm bis 200 µm sowie eine freie Durchtrittsfläche von 36
% bis 45 % aufweist; und
- der Prozessluftstrom (P) während des Trocknungsvorgangs zuerst das mindestens eine
Flusensieb (4) zum Zurückhalten der Haare und danach das mindestens eine andere Flusensieb
(5) zum Zurückhalten der kurzfasrigen Flusen durchströmt.
2. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Flusensiebe (4, 5)
Gaze als Filtermaterial aufweisen.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem zum abwechselnden Leiten
des Prozessluftstroms (P) durch die mehreren Flusensiebe (4,5) mindestens ein Luftleitmittel
(6), insbesondere Luftleitblech (6), verstellt wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das mindestens eine Flusensieb
(4) zum Zurückhalten der Haare 5 bis 15 Minuten von dem Prozessluftstrom (P) durchströmt
wird, insbesondere etwa 10 Minuten.
5. Wäschetrocknungsgerät (1), das dazu eingerichtet ist, ein Verfahren nach einem der
vorhergehenden Ansprüche durchzuführen, und welches aufweist:
- eine zentrale Steuereinheit;
- einen Prozessluftkanal (K) mit mindestens zwei parallelen Zweigen (Ka, Kb), wobei
jeder der Zweige (Ka, Kb) ein jeweiliges Flusensieb (4, 5) aufweist, und
- ein durch die zentrale Steuereinheit steuerbares Luftleitmittel (6) zum Umlenken
einer in dem Prozessluftkanal (K) geführten Prozessluft (P) zwischen den Zweigen (Ka,
Kb).
6. Wäschetrocknungsgerät nach Anspruch 5, bei dem die Flusensiebe (4, 5) in einer gemeinsamen,
entnehmbaren Einheit zusammengefasst sind.
1. Method of cleaning a process air flow (P) of a laundry drier (1), during a drying
process, by means of at least one lint filter (4, 5), in which the process air flow
(P) is conducted through a plurality of lint filters (4, 5), wherein at least one
lint filter (4) is arranged for retaining hairs and at least one other lint filter
(5) is arranged for retaining short-fibred lint,
characterised in that:
- the lint filter (4) for retaining hairs has a mesh size of more than 20 µm and less
than 60 µm;
- the at least one other lint filter (5) for retaining short-fibred lint has a mesh
size of 100 µm to 200 µm as well as a free passage area of 36% to 45%; and
- the process air flow (P) during the drying process initially flows through the at
least one lint filter (4) for retaining hairs and thereafter the at least one other
lint filter (5) for retaining short-fibred lint.
2. Method according to any one of the preceding claims, in which the lint filter (4,
5) comprises gauze as filter material.
3. Method according to one of the preceding claims, in which at least one air guide means
(6), particularly air guide plate (6), is adjusted for alternate conduction of the
process air flow (P) through the plurality of lint filters (4, 5).
4. Method according to any one of the preceding claims, in which the at least one lint
filter (4) for retaining hairs is flowed through by the process air flow (P) for 5
to 15 minutes, particularly approximately 10 minutes.
5. Laundry drier (1) which is equipped for performing a method according to any one of
the preceding claims and which comprises:
- a central control unit;
- a process air channel (KI) with at least two parallel branches (Ka, Kb), wherein
each of the branches (Ka, Kb) has a respective lint filter (4, 5), and
- an air guide means (6), which is controllable by the central control unit, for deflecting
a process air (P), which is guided in the process air channel (K), between the branches
(Ka, Kb).
6. Laundry drier according to claim 5, in which the lint filters (4, 5) are combined
in a common removable unit.
1. Procédé de nettoyage d'un flux d'air de processus (P) d'un appareil de séchage du
linge (1) durant un cycle de séchage au moyen d'au moins un filtre à peluches (4,
5), dans lequel le flux d'air de processus (P) est dirigé à travers plusieurs filtres
à peluches (4, 5), dans lequel au moins un filtre à peluches (4) est prévu afin de
retenir les poils et au moins un autre filtre à peluches (5) est prévu afin de retenir
les peluches à fibres courtes,
caractérisé en ce que :
- le filtre à peluches (4) pour retenir les poils présente un maillage supérieur à
20 µm et inférieur à 60 µm ;
- l'au moins un autre filtre à peluches (5) pour retenir les peluches à fibres courtes
présente un maillage de 100 µm à 200 µm ainsi qu'une surface de passage libre de 36
% à 45 % ; et
- le flux d'air de processus (P) traverse, durant le processus de séchage, d'abord
l'au moins un filtre à peluches (4) pour retenir les poils et ensuite l'au moins un
autre filtre à peluches (5) pour retenir les peluches à fibres courtes.
2. Procédé selon l'une des revendications précédentes dans lequel les filtres à peluches
(4, 5) présentent de la gaze comme matériau filtrant.
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel au moins un moyen
de direction de l'air (6), en particulier un déflecteur d'air (6) est déplacé afin
de diriger alternativement l'air le flux d'air de processus (P) à travers les différents
filtres à peluches (4, 5).
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel l'au moins un filtre
à peluches (4) pour retenir les poils est traversé durant 5 à 15 minutes par le flux
d'air de processus (P), en particulier durant environ 10 minutes.
5. Appareil de séchage du linge (1) prévu afin d'exécuter un procédé selon l'une des
revendications précédentes et qui présente :
- une unité de commande centrale ;
- un canal d'air de processus (K) avec au moins deux branches parallèles (Ka, Kb),
dans lequel chacune des branches (Ka, Kb) présente un filtre à peluches respectif
(4, 5), et
- un moyen de direction de l'air (6) actionnable par l'unité de commande centrale
afin de dévier un air de processus (P) passant dans le canal d'air de processus (K)
entre les branches (Ka, Kb).
6. Appareil de séchage du linge selon la revendication 5, dans lequel les filtres à peluches
(4, 5) sont rassemblés dans une unité commune amovible.