[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Sensoreinheit mit einem zur berührungsfreien
Identitäts- oder Positionsfeststellung vorgesehenen, in einen elektrisch ansteuerbaren
Sensorkreis geschalteten Sensor. Sie betrifft weiterhin ein Überwachungssystem für
Gebäude, insbesondere für eine Gebäudeautomatisierung und/oder -steuerung mit derartigen
Sensoreinheiten sowie die Verwendung einer derartigen Sensoreinheit.
[0002] Bei einer Sensoreinheit der genannten Art zur berührungsfreien Identitäts- oder Positionsfeststellung
wirkt der im Sensormodul angeordnete Sensor üblicherweise berührungsfrei mit einem
zugeordneten Steuerelement zusammen, das in Abhängigkeit von seiner jeweiligen Position
in Relation zum eigentlichen Sensor und/ oder in Abhängigkeit von in der Art einer
Identitätskennung ausgesandten Signalen spezifisch zugeordnete, elektrisch erfassbare
Reaktionen des Sensors hervorruft. Insbesondere kann eine derartige Sensoreinheit
beispielsweise zur Überwachung der Schließstellung eines Fensters oder einer Tür im
zugeordneten Fenster-/Türrahmen vorgesehen sein, wobei üblicherweise beim beweglichen
Fensterflügel als Steuerelement ein Magnet angeordnet ist. Der Sensor, der beispielsweise
als Reedkontakt, als Hallsensor oder als AMR-/GMR-Sensor ausgestaltet sein kann, reagiert
dabei unmittelbar auf das/die Magnetfeld(er) an seinem Einbauort, so dass unmittelbar
unterschieden werden kann, ob sich das steuernde Magnetelement direkt in der Nähe
des Sensors befindet oder nicht.
[0003] Falls bei derartigen Systemen lediglich festgestellt werden soll, ob das Fenster
bzw. die Tür offen oder geschlossen ist, so wird das Sensormodul üblicherweise direkt
am oder im Fensterrahmen angebracht, wobei das als Steuerelement vorgesehene Magnetelement
am beweglichen Fensterflügel angeordnet ist. Falls hingegen zugleich eine Überwachung
des Verriegelungszustands des Fensterbeschlags erfolgen soll, so wird die Sensoreinheit
am Verriegelungsbeschlag angeordnet, während beispielsweise eine Treibstange einen
Steuermagneten trägt. Ein derartiges System ist beispielsweise aus der
DE 199 14 568 C2 bekannt.
[0004] Für den Fall, dass der Sensor als magnetisch ansteuerbarer Sensor ausgestaltet ist,
ist als Magnetsensor in einer derartigen Sensoreinheit üblicherweise ein Reedkontakt
oder ein Hallsensor vorgesehen, wobei der Magnetsensor mit einem Anschlusskabel fest
verbunden und die Kabelanschlussstelle zumeist vergossen ist. Der Magnetsensor ist
dabei über die entsprechenden Verbindungskabel üblicherweise mit einer Auswerteeinheit
verbunden, in der die Erfassung der Sensorsignale vorgenommen wird. Bei einer Ausgestaltung
des Magnetsensors als Reedkontakt wird dabei ein zugeordneter Schalter in Abhängigkeit
davon geschlossen, ob der zugeordnete Steuermagnet sich in räumlicher Nähe des Sensors
befindet oder nicht. Durch eine Parallelschaltung dieses Schalters zu einem Prüfwiderstand
ändert sich demzufolge in Abhängigkeit davon, ob der zugeordnete Steuermagnet sich
in unmittelbarer Nähe des Sensors befindet oder nicht, der nachweisbare Gesamtwiderstand
im zugeordneten elektrisch ansteuerbaren Sensorkreis. Durch eine geeignete Messung
und Auswertung des Widerstands des Sensorkreises kann somit in der Auswerteeinheit
eine Erkennung von und Unterscheidung zwischen zwei Zuständen getroffen werden, nämlich
entweder ,,Reedschalter geschlossen" (entspricht Steuermagnet in der Nähe, also zum
Beispiel Fenster oder Tür geschlossen) oder ,,Reedschalter geöffnet" (entspricht Steuermagnet
nicht in der Nähe, also zum Beispiel Fenster oder Tür geöffnet).
[0005] Durch eine geeignete Verschaltung und einen Abgleich mit in der zentralen Auswerteeinheit
hinterlegten Schwellwerten für die elektrischen Kenngrößen im Sensorkreis ist damit
die gezielte und zentralisierte Überwachung der Fenster- und/oder Türelemente oder
dergleichen in einem Gebäudeüberwachungssystem möglich. Für ein zuverlässiges Zusammenwirken
zwischen zentraler Auswerteeinheit einerseits und den angeschlossenen Sensoreinheiten
andererseits ist dabei aber erforderlich, dass der Sensorkreis der jeweiligen Sensoreinheit
hinsichtlich seiner Konfiguration an die entsprechende Grundauslegung der Auswerteeinheit,
insbesondere deren hinterlegte Schwellenwerte zur Zustandsunterscheidung, angepasst
ist. Dem wird üblicherweise dadurch Rechnung getragen, dass die möglicherweise große
Vielzahl an Sensoreinheiten einheitlich und hinsichtlich ihrer Konfiguration der elektrischen
Eigenschaften geeignet an die Auswerteeinheit angepasst ausgelegt wird, wobei die
entsprechenden Sensoreinheiten bereits bei der Herstellung im Hinblick auf die vorgegebenen
Kriterien und Schwellwerte geeignet produziert werden. Dies setzt jedoch voraus, dass
für jeweils vorgegebene Auswerteeinheiten gezielt angepasste Sensoreinheiten hergestellt
werden, wobei eine freie Austauschbarkeit zwischen Sensoreinheiten und eine nachträgliche
Umrüstung auf andere Sensoreinheiten unter Beibehaltung der zentralen Auswerteeinheit
nicht unbedingt möglich ist. Die Flexibilität bei der Auswahl und dem Einsatz der
Sensoreinheiten in Kombination mit den jeweiligen Auswerteeinheiten ist damit nur
eingeschränkt gegeben.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Sensoreinheit der oben genannten
Art anzugeben, für die besonders flexibel und damit auch auf Ressourcen schonende
Weise eine Einbindung in eine Vielzahl verschiedenartiger Gesamtsysteme ermöglicht
ist.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst, indem der Sensor zur Anpassung der Systemparameter
der Sensoreinheit an die Vorgaben einer zentralen Auswerteeinheit mit einem Konfigurationsmodul
verbunden ist.
[0008] Der Sensor kann dabei magnetfeldgesteuert, also beispielsweise als Reedkontakt, Hallsensor,
AMR-/GMR-Sensor oder dergleichen, oder auch auf RFID-Basis ausgeführt sein.
[0009] Die Erfindung geht von der Überlegung aus, dass für eine besonders Ressourcen schonende
Bereitstellung der Sensoreinheiten auch bei variablen Einsatzbedingungen, also insbesondere
auch für den Einsatz in Kombination mit unterschiedlichen Auswerteeinheiten, zwar
die grundsätzliche Auslegung der Sensoreinheit für besonders große Stückzahlen erfolgen
sollte. Um aber dennoch gerade bei möglicherweise variierenden Anforderungen im Hinblick
auf die geplante Anbindung an die Auswerteeinheiten im Bedarfsfall eine individuelle
Anpassung an die Anforderungen der jeweiligen Auswerteeinheit und damit eine besonders
hohe Flexibilität hinsichtlich möglicher Kombinationen von Sensoreinheit einerseits
und Auswerteeinheit andererseits zu ermöglichen, sollte die Sensoreinheit, ausgehend
von einem weitgehend Bauart unabhängigen Grundkörper, auf besonders einfache Weise
hinsichtlich ihrer für den Anschluss an die zentrale Auswerteeinheit wesentlichen
Eigenschaften, also insbesondere ihrer elektrischen Parameter und/ oder ihrer kommunikationsseitigen
Anbindung, konfigurierbar sein. Dies wird durch die Bereitstellung eines Konfigurationsmoduls
zur variablen Einstellung der Systemparameter der Sensoreinheit erreicht.
[0010] Das Konfigurationsmodul kann in der Art einer integrierten Ausführung im eigentlichen
Sensorgehäuse angeordnet sein, wobei die Konfiguration der Systemparameter beispielsweise
über die externe Einstellung von Schalt- oder Magnetelementen oder anderweitigen Bedieneinrichtungen
am oder im Konfigurationsmodul erfolgen kann. Die Konfiguration oder Systemanpassung
erfolgt in diesem Fall somit nachträglich durch die geeigneten Einstellungen und Manipulationen
am Konfigurationsmodul. Um auf besonders einfache Weise die ― an sich Ressourcen schonende
― Herstellung einheitlicher Bestandteile in großen Stückzahlen zu ermöglichen, ist
der Sensor vorteilhafterweise aber in einem Sensormodul angeordnet, wobei das Konfigurationsmodul
als separates, mit dem Sensormodul verbindbares Modul ausgestaltet ist. In dieser
vorteilhaften Weiterbildung ist somit produktionsseitig die konsequente Aufteilung
der Sensoreinheit in mehrere Untereinheiten oder Module vorgesehen, die unabhängig
voneinander und in der Art in sich geschlossener Elemente produziert werden können.
Die Aufteilung ist dabei derart vorgesehen, dass die wesentlichen Grundelemente des
Sensormoduls in der Art einer Großserienfertigung Bauart unabhängig und auch bei großen
Stückzahlen unverändert in der Art eines eigenständigen Sensormoduls bereit gestellt
werden, wobei zur endgültigen Einstellung der elektrischen und/oder kommunikationsseitigen
Eigenschaften des Sensorkreises dieses einheitliche Sensormodul geeignet mit dem Konfigurationsmodul
verbunden werden soll. Denkbar ist dabei auch eine Lösung mit einem Grundkörper, der
auch mit dem Leitungsabgang versehen ist. An diesem Grundkörper, der als Aufnahme
für das Sensorelement vorgesehen ist, ist eine Einstellungsmöglichkeit zu Konfigurationszwecken
für die Widerstände ebenso vorgesehen wie die Möglichkeit zum Austausch von Bauteilen.
[0011] Das Konfigurationsmodul ist dabei in weiterer vorteilhafter Ausgestaltung derart
ausgelegt, dass durch geeignete darin enthaltene Bauelemente die elektrischen Eigenschaften
des Sensorkreises, insbesondere Widerstände und dergleichen, über das Konfigurationsmodul
festgelegt werden. Die eigentliche Sensoreinheit, also die Kombination aus Sensormodul
und Konfigurationsmodul, entsteht dabei durch das Zusammenfügen dieser beiden Module,
wobei dies beispielsweise direkt am Einsatzort und somit besonders bedarfsgerecht
erfolgen kann. Spätere Umrüstungen der Sensoreinheiten, beispielsweise in der Art
einer Anpassung an eine neu zu installierende Auswerteeinheit, können dabei über eine
Umkonfigurierung durch Austausch des Konfigurationsmoduls vorgenommen werden.
[0012] Eine besonders einfache Bauweise und auch eine spätere zuverlässige Auswertung der
Sensoreinheit ist erreichbar, indem die gewünschte Zustandsunterscheidung durch Auslesen
von Widerstandswerten im Sensorkreis erfolgt. Um dem Rechnung zu tragen, weist das
Konfigurationsmodul in vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung eine Anzahl von Widerstandselementen
zur Festlegung von elektrischen Widerstandswerten im Sensorkreis auf.
[0013] In zusätzlicher oder alternativer vorteilhafter Ausgestaltung kann vorgesehen sein,
eine gezielte und individualisierte Anbindung und Anpassung der Sensoreinheit an die
zentrale Auswerteeinheit über die kommunikationsseitige Ankopplung vorzunehmen. Dabei
ist vorteilhafterweise das Konfigurationsmodul in der Art einer Kommunikations-Schnittstelle
als Kommunikationsmodul zur Anbindung der Sensoreinheit an das Kommunikationssystem
oder -netzwerk der zentralen Auswerteeinheit ausgestaltet. Im Falle eines drahtgebundenen
Kommunikationsnetzwerkes kann das Konfigurationsmodul dabei beispielsweise als parametrierbare
Schnittstelle zur Einstellung des jeweiligen Busprotokolls, der Systemlogik der Auswerteeinheit
oder dergleichen ausgestaltet sein. Alternativ oder zusätzlich kann im Falle einer
drahtlosen Ankopplung der Sensoreinheit an die zentrale Auswerteeinheit das Konfigurationsmodul
als RF- oder Funkmodul oder dergleichen ausgestaltet sein. Die vorgesehene Systemanpassung
mit Hilfe des Konfigurationsmoduls erfolgt dabei insbesondere durch die geeignete
Auswahl der jeweiligen Funk- und Übertragungsparameter für das Konfigurationsmodul.
[0014] Vorteilhafterweise ist die Sensoreinheit zur gezielten und angepassten Einbringung
und Integration von Fenster- oder Türenelementen, insbesondere in deren Rahmen oder
Rahmenfalze, in entsprechenden Aufnahmekammern vorgesehen. Um dabei eine besonders
einfache und positionsgenaue Montage der Sensoreinheiten in der vorgesehenen Haltekammer
zu ermöglichen, weist das Sensormodul vorteilhafterweise gemeinsam mit dem mit ihm
verbundenen Konfigurationsmodul ein in seinen Außenabmessungen an eine vorgegebene
Kontur der zugeordneten Aufnahmekammer angepasstes Funktionsgehäuse auf. Damit ist
die äußere Formgebung des entstehenden Außengehäuses der Sensoreinheit bei zusammengefügtem
Sensor- und Konfigurationsmodul an die Kontur und Ausgestaltung der jeweiligen Aufnahmekammer
angepasst. Um dabei eine besonders hohe betriebliche Sicherheit der Sensoreinheit
und auch eine besonders lange Lebensdauer der genutzten Komponenten zu ermöglichen,
ist in weiterer vorteilhafter Ausgestaltung das Funktionsgehäuse in der Art einer
gekapselten Ausführung ausgestaltet, so dass die darin angeordneten Komponenten des
Sensormoduls und des Konfigurationsmoduls passend und dichtend umschlossen sind. Dazu
ist vorteilhafterweise die Stoßkante, die durch die Zusammenfügung von Sensormodul
und Konfigurationsmodul entsteht, mit einer zugeordneten Dichtung, vorzugsweise gegen
Nässeeintritt, versehen.
[0015] In besonders vorteilhafter Ausgestaltung wird die Sensoreinheit der genannten Art
in einem Überwachungssystem für Gebäude, beispielsweise zur Überwachung des Schließzustands
von Fenstern und/oder Türen, verwendet. Das Überwachungssystem kann dabei zusätzlich
zu den eigentlichen Überwachungsfunktionen auch Alarmfunktionen oder dergleichen aufweisen
und beispielsweise Teil einer Klimaanlage, eines Systems zur Zugangskontrolle für
das jeweilige Gebäude und/ oder eines Alarmsystems sein. Vorteilhafterweise umfasst
das Überwachungssystem dabei eine zentrale Auswerteeinheit, an die eine Mehrzahl von
Sensoreinheiten der genannten Art angeschlossen ist.
[0016] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass durch
die Nutzung des Konfigurationsmoduls eine Anpassung der Systemparameter an die Vorgaben
der zentralen Auswerteeinheit besonders flexibel und insbesondere auch nachträglich,
beispielsweise bei einem Systemwechsel oder in der Art einer Umrüstung, vorgenommen
werden kann. Dadurch kann bauart- und einsatzunabhängig der eigentliche Sensor mit
den darin befindlichen Komponenten auch in großen Stückzahlen einheitlich hergestellt
werden, wobei andererseits eine Individualisierung und Anpassung an spezifische Anforderungen
der Auswerteeinheit über das Konfigurationsmodul erfolgen kann. Damit ist mit einfachen
Mitteln auch bei variierenden Anforderungen durch die entsprechenden Auswerteeinheiten
die Bereitstellung geeigneter Sensoreinheiten ermöglicht.
[0017] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand einer Zeichnung näher erläutert.
Darin zeigen:
- FIG. 1
- eine Sensoreinheit als Teil eines Überwachungssystems für ein Gebäude, und
- FIG. 2 bis 6
- jeweils ein Schaltschema für ein Sensormodul der Sensoreinheit gemäß FIG. 1.
[0018] Gleiche Teile sind in allen Figuren mit denselben Bezugszeichen versehen.
[0019] Die Sensoreinheit 1 gemäß FIG. 1 ist innerhalb eines Gebäudeüberwachungssystems zur
berührungsfreien Identitäts- oder Positionsfeststellung und insbesondere zur Feststellung
des Schließzustands einer Tür oder eines Fensters vorgesehen. Dazu umfasst die Sensoreinheit
1 ein Sensormodul 2, das mit einem nicht näher dargestellten externen Steuerelement
zusammenwirkt. Abhängig davon, ob sich das Steuerelement in räumlicher Nähe zum Sensormodul
2 befindet oder nicht, ändert dieses seine messbaren elektrischen Eigenschaften, so
dass über eine geeignete Fernauslese festgestellt werden kann, ob sich das Steuerelement
in der Nähe des Sensormoduls 2 befindet oder nicht. Das Sensormodul 2 kann dabei auf
RFID-Basis ausgestaltet sein, wobei das Steuerelement in der Art einer Signatur entsprechende
Signale aussendet, wobei die Positionserkennung aufgrund der vergleichsweise geringen
Sende-Reichwerte derartiger Systeme möglich ist. Im Ausführungsbeispiel ist aber im
Sensormodul 2 als eigentlicher Sensor ein magnetgesteuerter Schalter, insbesondere
ein sogenannter Reedkontakt, angeordnet, der von einem externen Magneten als Steuerelement
geschaltet wird. Der Reedkontakt schließt sich dabei in Folge des vom Magneten einwirkenden
Magnetfeldes, so dass anhand des Schaltungszustands des Reedkontakts darauf geschlossen
werden kann, ob sich der Steuermagnet in dessen Umfeld befindet oder nicht.
[0020] Zur Fernauslese ist der Reedkonakt des Sensormoduls 2 in einen elektrisch ansteuerbaren
Sensorkreis 3 geschaltet. Für den im Ausführungsbeispiel vorgesehenen Einsatz zur
Erkennung des Schließzustands einer Tür oder eines Fensters ist das Sensormodul 2,
dessen Sensorkreis 3 über einen unzugängig vergossenen Anschluss 4 an ein mehrdrahtiges
Verbindungskabel 6 angeschlossen und über dieses mit der zentralen Auswerteeinheit
des Gebäudeüberwachungssystems verbunden ist, in ein Rahmenprofil 8 des jeweiligen
Fensters oder der jeweiligen Tür integriert. Das Rahmenprofil 8 weist dabei zur Aufnahme
und Positionierung des Sensormoduls 2 eine geeignete Aufnahmeöffnung 10 auf, in die
das Sensormodul 2 einbringbar ist. Korrespondierend dazu ist am dem Rahmenprofil 8
zugeordneten Fenster- oder Türflügel an einer der Aufnahmeöffnung 10 geeignet entsprechenden
Stelle der Steuermagnet für den Reedkontakt angebracht, so dass sich bei geschlossenem
Fenster oder geschlossener Tür der Steuermagnet in unmittelbarer Nähe des Sensormoduls
2 befindet. Bei geöffneter Tür beziehungsweise geöffnetem Fenster ist dies nicht der
Fall, so dass über die elektrischen Eigenschaften des Sensormoduls 2 geeignet auf
den Öffnungszustand des Fensters oder der Tür geschlossen werden kann. Analog kann
die Kombination von Sensormodul 2 und Steuermagnet auch derart angeordnet sein, dass
der Verriegelungszustand des Fensters oder der Tür, beispielsweise über den entsprechenden
Schließbolzen, überwacht werden kann.
[0021] Bei der Ausgestaltung der Sensoreinheit 1 ist gezielt dem Umstand Rechnung getragen,
dass gerade in vergleichsweise komplexen Überwachungssystemen für Gebäude als zentrale
Auswerteeinheit unterschiedliche Typen oder Bauarten zur Anwendung kommen können,
die hinsichtlich der mit den Sensoreinheiten 1 auszutauschenden Signale unterschiedliche
Anforderungen wie beispielsweise an die einzelnen Signalwerte, Spannungs- oder Widerstandsniveaus/Kommunikations-
oder Busprotokolle oder dergleichen, stellen. Dies bedingt eigentlich, dass die Sensoreinheit
1 bereits bei ihrer Herstellung an die spezifischen Vorgaben der jeweiligen Auswerteeinheit
angepasst sein müsste. Um dennoch eine vergleichsweise hohe Flexibilität der Sensoreinheit
1 bei der Anpassung an die jeweilige Auswerteeinheit bei gleichzeitig besonders niedrig
gehaltenen Produktionskosten sicherstellen zu können, ist die Sensoreinheit 1 als
nachträglich, also nach der eigentlichen Herstellung, konfigurierbare Einheit ausgestaltet.
Dies wird erreicht, indem dem Sensormodul 2 ein zur Anpassung der Systemparameter
an die zentrale Auswerteeinheit vorgesehenes Konfigurationsmodul 12 zugeordnet ist.
[0022] Das Konfigurationsmodul 12 kann dabei seinerseits als nachträglich einstellbares
Element, beispielsweise über Stellschalter oder dergleichen, ausgestaltet und fest
mit dem Sensormodul 2 verbunden sein. Im Ausführungsbeispiel umfasst die Sensoreinheit
1 aber zusätzlich zum Sensormodul 2, das den in den elektrisch ansteuerbaren Sensorkreis
3 geschalteten eigentlichen Sensor enthält, ein separates, mit dem Sensormodul 2 verbindbares
Konfigurationsmodul 12, in dem eine Anzahl von für die Einstellung der elektrischen
Parameter des Sensorkreises 3 vorgesehene Bauelementen angeordnet ist. Insbesondere
umfasst das Konfigurationsmodul 12 dabei eine Anzahl von Widerstandselementen, über
die die elektrischen Widerstände eine Anzahl von Teilzweigen des Sensorkreises 3 festgelegt
werden können.
[0023] Das Konfigurationsmodul 12 kann dabei auf verschiedene Weise mit dem Sensormodul
2 verbindbar sein. Beispielsweise kann, wie in FIG. 1 angedeutet, eine Steckverbindung
vorgesehen sein; es sind aber auch andere Verbindungsmöglichkeiten denkbar. Die Steckverbindung
ist dabei vorzugsweise im Hinblick auf gängige Schutzvorschriften geeignet ausgelegt,
insbesondere als vor Umwelteinflüssen geschützte Verbindung.
[0024] Im Ausführungsbeispiel sind das Sensormodul 2 und das Konfigurationsmodul 12 in ihren
Außenabmessungen zudem derart dimensioniert und konfiguriert, dass sich nach dem Zusammenfügen
dieser Module ein in seinen Außenabmessungen an eine vorgegebene Kontur angepasstes
Funktionsgehäuse 14 ergibt. Insbesondere ist dieses Funktionsgehäuse 14 vorzugsweise
derart ausgestaltet, dass es an eine entsprechende Innenkontur des Rahmenprofils 8
angepasst ist, so dass über die Einbringung der Sensoreinheit 1 in die jeweilige Innenkontur
eine automatische korrekte Positionierung und Zentrierung der Sensoreinheit 1 erfolgt.
[0025] Im Ausführungsbeispiel nach FIG. 1 ist dabei im Wesentlichen ein zylindrisches Funktionsgehäuse
14 dargestellt, bei dem das Konfigurationsmodul 12 in der Art einer aufgesetzten Kappe
bündig mit der Mantelfläche des darunter liegenden Zylinders verbunden wird. Selbstverständlich
können aber auch andere geeignete Konfigurierungen und Dimensionierungen von Sensormodul
2 einerseits und Konfigurationsmodul 12 andererseits zur Bildung eines Funktionsgehäuses
14 der jeweils vorgegebenen Art vorgesehen sein. Das Funktionsgehäuse 14 ist dabei
zudem noch derart ausgestaltet, dass die im Sensormodul 2 und im Konfigurationsmodul
12 enthaltenen Komponenten gekapselt und somit betrieblich geschützt angeordnet sind.
Dazu kann insbesondere die beim Zusammenfügen von Sensormodul 2 einerseits und Konfigurationsmodul
12 andererseits gebildete Stoßkante 15 der Gehäuseteile gedichtet/versiegelt ausgeführt
sein.
[0026] Um zudem eine nachträgliche Manipulation der Sensoreinheit 1 durch unautorisiertes
Austauschen des Konfigurationsmoduls 12 auszuschließen, kann die mechanische Verbindung
von Sensormodul 2 und Konfigurationsmodul 12 selbstsichernd, beispielsweise schnappend
oder rastend, ausgebildet sein, so dass ein zerstörungsfreies Öffnen nach dem Zusammenfügen
nicht mehr oder nur unter Zuhilfenahme eines Spezialwerkzeugs möglich ist.
[0027] In den FIG. 2 bis 6 sind beispielhaft einige Varianten möglicher elektrischer Verschaltungen
im Sensormodul 2 und im Konfigurationsmodul 12 dargestellt. Dabei kann ein grundsätzlicher
Aufbau der Sensoreinheit 1 vorgesehen sein, wie er auch in der Ansicht in FIG. 1 dargestellt
ist, und wobei das Sensormodul 2 jeweils direkt an das Verbindungskabel 6 angeschlossen
ist und das Konfigurationsmodul 12 seinerseits mit dem Sensormodul 2 in Verbindung
gebracht wird. Alternativ kann in einer Variante aber auch vorgesehen sein, dass das
Sensormodul 2 unter elektrischer Zwischenschaltung des Konfigurationsmoduls 12 mit
dem Verbindungskabel 6 zu verbinden ist. In sämtlichen dargestellten Ausführungsbeispielen
ist als Sensor 16 ein magnetisch ansteuerbarer Reedkontakt vorgesehen, der in der
Art eines Schalters auf einen Steuermagneten in seinem Umfeld reagiert. Zur Fremdfeldüberwachung
ist dabei im Ausführungsbeispiel zusätzlich ein weiterer magnetisch ansteuerbarer
Reedkontakt 17 vorgesehen; andere Konfigurationen sind vorstellbar.
[0028] Im Ausführungsbeispiel gemäß FIG. 2 ist dabei im Sensormodul 2 der Sensor 16 angeordnet,
und im Konfigurationsmodul 12 befinden sich geeignete Überbrückungsschleifen 18, 20,
mit denen die Leitungsanschlüsse des Sensors 16 zur Bildung des elektrisch ansteuerbaren
Sensorkreises 3 mit den entsprechenden Leitungsanschlüssen des Verbindungskabels 6
verbunden werden können. Zusätzlich ist dabei auch in der Art eines Sicherungskreises
ein sogenannter Sabotagekreis 22 vorgesehen, bei dem über das Konfigurationsmodul
12 eine geschlossene Leiterschleife zwischen weiteren Adern des Verbindungskabels
6 hergestellt wird. Über den Sabotagekreis 22 kann somit auf einfache Weise überprüft
werden, ob in der Art einer unautorisierten Manipulation von der Sensoreinheit 1 als
Ganzes oder auch das Konfigurationsmodul 12 von seinen Anschlüssen getrennt wurde.
[0029] Im Konfigurationsmodul 12 befindet sich weiterhin eine Anzahl elektrischer Widerstände
24, die bei montiertem Konfigurationsmodul 12 die elektrischen Eigenschaften des Sensorkreises
3 bestimmen. Zur Unterscheidung der Schaltzustände ,,geschlossen" und ,,off*en" des
Sensors 16 sind somit entsprechend unterschiedliche Widerstandswerte im Sensorkreis
auslesbar. Durch den Austausch des Konfigurationsmoduls 12 bei ansonsten gleichbleibendem
Sensormodul 2 können somit die elektrischen Eigenschaften des Sensorkreises 3 geändert
und damit an unterschiedliche Vorgaben der Auswerteeinheit angepasst werden. Selbstverständlich
ist durch geeignete Vorgabe oder Veränderung der einzelnen Widerstände 24 im Konfigurationsmodul
12 nach FIG. 2 auch noch eine individuelle Anpassung der eigentlichen elektrischen
Parameter des Sensorkreises 3 an eventuelle Vorgaben möglich.
[0030] Im Ausführungsbeispiel nach FIG. 3 ist im Wesentlichen eine gleichartige elektrische
Verschaltung des Sensorkreises 3 im Vergleich zum Ausführungsbeispiel nach FIG. 2
vorgesehen, wobei hier aber das Konfigurationsmodul 12 in der Art eines Zwischenstückes
zwischen das Sensormodul 2 und das Verbindungskabel 6 geschaltet ist.
[0031] Im Ausführungsbeispiel gemäß FIG. 4, FIG. 5 ist die Anpassung der Systemparameter
des Sensors 16 an die Vorgaben der zentralen Auswerteeinheit mittels einer konfigurierbaren
kommunikationsseitigen Ankopplung vorgesehen. Dabei ist in diesen Ausführungsbeispielen
das Konfigurationsmodul 12 in der Art einer Kommunikations-Schnittstelle als Kommunikationsmodul
zur Anbindung des Sensormoduls 2 an das Kommunikationssystem oder -netzwerk der zentralen
Auswerteeinheit ausgestaltet. Im Ausführungsbeispiel nach FIG. 4, FIG. 5 ist dieses
Netzwerk dabei drahtgebunden ausgelegt, und das Konfigurationsmodul 12 ist als Bus-Interface
und somit als parametrierbare Schnittstelle zur Einstellung des jeweiligen Busprotokolls
ausgestaltet. In FIG. 4 ist dabei diejenige Variante gezeigt, bei der das Sensormodul
2 direkt an das Verbindungskabel angeschlossen ist, wohingegen in der Variante gem.
FIG. 5 das Sensormodul 2 unter elektrischer Zwischenschaltung des Konfigurationsmoduls
12 an das Verbindungskabel 6 angeschlossen ist.
[0032] In hierzu grundsätzlich analoger Bauweise ist im Ausführungsbeispiel gem. FIG. 6
das Konfigurationsmodul 12 zur drahtlosen kommunikationsseitigen Anbindung des Sensormoduls
2 an das Kommunikationsnetzwerk der zentralen Auswerteeinheit ausgelegt. Dabei ist
in diesem Ausführungsbeispiel das Konfigurationsmodul 12 als RF- oder Funktionsmodul
ausgestaltet.
1. Sensoreinheit (1) mit einem zur berührungsfreien Identitäts- oder Positionsfeststellung
vorgesehenen, in einen elektrisch ansteuerbaren Sensorkreis (3) geschalteten Sensor
(16), der zur Anpassung seiner Systemparameter an die Vorgaben einer zentralen Auswerteeinheit
mit einem Konfigurationsmodul (12) verbunden ist.
2. Sensoreinheit (1) nach Anspruch 1, deren Sensor (16) in einem Sensormodul (2) angeordnet
ist, wobei das Konfigurationsmodul (12) als separates, mit dem Sensormodul (2) verbindbares
Modul ausgestaltet ist.
3. Sensoreinheit (1) nach Anspruch 1 oder 2, in deren Konfigurationsmodul (12) eine Anzahl
von für die Einstellung der elektrischen Parameter des Sensorkreises (3) vorgesehenen
Bauelementen angeordnet ist.
4. Sensoreinheit (1) nach Anspruch 3, deren Konfigurationsmodul (12) eine Anzahl von
Widerstandselementen zur Festlegung von elektrischen Widerstandswerten im Sensorkreis
(3) aufweist.
5. Sensoreinheit (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, deren Konfigurationsmodul (12)
als Kommunikationsmodul zur kommunikationsseitigen Anbindung an die zentrale Auswerteeinheit
ausgestaltet ist.
6. Sensoreinheit (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei der das Sensormodul (2) gemeinsam
mit dem mit ihm verbundenen Konfigurationsmodul (12) ein in seinen Außenabmessungen
an eine vorgegebene Kontur angepasstes Funktionsgehäuse (14) aufweist.
7. Sensoreinheit (1) nach Anspruch 6, bei der das Funktionsgehäuse (14) die darin angeordneten
Komponenten des Sensormoduls (2) und des Konfigurationsmoduls (12) kapselnd umschließt.
8. Überwachungssystem für Gebäude mit einer zentralen Auswerteeinheit, an die eine Anzahl
von Sensoreinheiten (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 angeschlossen ist.
9. Verwendung einer Sensoreinheit (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 in einem Gebäudeüberwachungssystem.