[0001] Die Erfindung betrifft einen WC-Spüler gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Stand der Technik
[0002] Die genaue und bedarfsgerechte Dosierung von fließ- oder schüttfähigen Zusammensetzungen
ist für eine Vielzahl von Anwendungsgebieten von Relevanz.
[0003] Insbesondere im Haushaltsbereich erfährt die Dosierung fließfähiger Substanzen eine
steigende Bedeutung, was voranging in der exakten und bedarfsgesteurten Dosierung
der entsprechenden Wirkstoffe begründet ist, wodurch zum einen die Umwelt durch Ressourcenschonung
und Vermeidung von Fehl- und Überdosierungen geschont, zum anderen die Effizienz der
so dosierten Wirkstoffe optimiert wird. Beispiele für derartige Dosiersysteme finden
sich u.a. in
DE102006038341A1,
DE102006026800A1 oder
DE102007014425A1.
[0004] Die Dosierung von Reinigungs- und Duftzusammensetzungen im WC-Bereich wird derzeit
vorrangig durch sog. WC-Spüler realisiert. Hierbei handelt es sich um Ein- oder Mehrkammerbehältnisse,
die derart in das WC-Becken gehangen werden, dass beim Spülvorgang des WC-Beckens
mit Wasser eine Wirkstoffabgabe aus dem WC-Spüler in das Toilettenbecken erfolgt.
[0006] Ein wesentlicher Nachteil dieser WC-Spüler ist, dass die Dosierung im Wesentlichen
von den jeweiligen lokalen Strömungsbedingungen im Toilettenbecken während des Spülvorgangs
abhängt. Die Strömungsbedingungen können jedoch in Abhängigkeit vom Toilettentyp und
der Positionierung des WC-Spülers in bzw. am Toilettenbecken sehr unterschiedlich
sein. So kann es beispielsweise vorkommen, dass bei einigen Toilettentypen keine Wirkstofffreisetzung
aus dem WC-Spüler erfolgt, da der WC-Spüler beim Spülvorgang nicht oder nicht hinreichend
mit Wasser überströmt wird und der Dosiermechanismus des WC-Spülers somit nicht ausgelöst
wird.
[0007] Ein Beispiel für eine Dosiervorrichtung, die ohne Eingriff in das Spülwasser eine
Wirkstoffsubstanz in ein Toilettenbecken appliziert, findet sich zum Beispiel in
US4670916, wo die Wirkstoffabgabe durch das Aufsitzen eines Benutzers auf der Toilettenbrille
ausgelöst wird.
[0008] Auch falls ein WC-Spüler verwendungsgemäß von Spülwasser überströmt wird, so ist
dies in so weit von Nachteil, als das es zu einer Störung der vom Toilettenhersteller
vorgesehenen Wasserführung kommt, wodurch die Spülleistung einer Toilette spürbar
reduziert werden kann.
[0009] Die Freisetzung der Wirkstoffe aus derartigen WC-Spülern erfolgt üblicher Weise durch
die Penetration von Spülwasser durch Öffnungen im WC-Spüler, wobei die Wirkstoffsubstanzen
angelöst und beim Austritt des Spülwassers durch entsprechende Austrittsöffnungen
aus dem WC-Spüler ausgetragen und fortgeschwemmt werden. Je nach Anordnung des WC-Spülers
in der Toilette wird dieser durch die häufig lokal sehr unterschiedlichen Strömungsverhältnisse
des Spülwasseraustritts aus dem Beckenrand der Toilette unterschiedlich stark durchströmt,
wodurch sich nur eine diffuse Abgabe der Wirkstoffe realisieren lässt.
[0010] Üblicherweise wird der Spülwasserstrom wie eingangs dargestellt durch das Einbringen
eines WC-Spülers beeinflusst. Durch die geänderten Strömungsbedingungen kann es zu
einem deutlich geänderten Abspülverhalten der Toilette kommen. Häufig wird der Spülwasserstrom
in derart beeinflusst, dass Spritzwasser aus dem Toilettenbecken nach oben gespritzt
wird, so dass Spülwasser aus dem Toilettenbecken austritt oder bei der Benutzung der
Toilette in Berührung mit dem Benutzer kommen kann, was regelmäßig als unangenehm
empfunden wird.
[0011] Des weiteren wird durch eine gezielte Strömungsführung in den Toiletten versucht
die verwendeten Spülwassermengen bei gleich bleibendem oder verbessertem Abspülverhalten
weiter zu reduzieren, so dass ein Eingriff in die Spülwasserströmung bei derart optimierten
Toiletten einen noch weitaus größeren Einfluss auf das Abspülverhalten hat.
[0012] Es wäre somit wünschenswert über ein Dosiergerät zur Freisetzung von Wirkstoffen
in ein Toilettenbecken zu verfügen, das eine vom Spülvorgang der Toilette unabhängige
Dosierung von Wirkstoffen in das Toilettenbecken bei möglichst geringem Energieverbrauch
realisiert.
[0013] Aus dem Stand der Technik sind automatische WC-Reinigungsvorrichtungen bekannt. So
beschreiben beispielsweise
US2007/0136937A1,
US2008/0272200A1 und
US200910000016A1 eine Vorrichtung mit einer rotierenden Düseneinrichtung die durch ein manuelles Auslösen
durch einen Benutzer und/oder in festen Zeitintervallen das Innere eines Toilettenbeckens
mit einer Reinigungsflüssigkeit besprüht.
Aufgabe der Erfindung
[0015] Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen WC-Spüler bereitzustellen, der Wirkstoffe
in ein Toilettenbecken bei möglichst geringem Energieaufwand abgibt.
[0016] Die Aufgabe wird gelöst durch einen WC-spüler gemäß Anspruch 1.
[0017] Der erfindungsgemäße WC-Spüler zur Abgabe wenigstens einer Zubereitung, besteht aus
verschiedenen Bauelementen die ihrerseits wiederum zu Baugruppen zusammengefasst sein
können. Die Bauelemente des WC-Spülers umfassen wenigstens ein Abgabeelement, eine
Steuereinheit, eine Sensoreinheit, eine Energiequelle, einen Behälter, ein Befestigungsmittel
und eine Zubereitung.
[0018] Die Bauelemente Abgabeelement, Steuereinheit, Sensoreinheit und Energiequelle können
in einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung zu der Baugruppe "Dosiergerät"
zusammengefasst sein. Die Bauelemente und Baugruppen werden nachfolgend beschrieben.
Dosiergerät
[0019] In dem Dosiergerät ist die zum Betrieb des WC-Spülers notwendige Energiequelle, eine
Steuereinheit, eine Sensoreinheit sowie wenigstens ein Abgabeelement integriert.
[0020] Vorzugsweise besteht das Dosiergerät aus einem spritzwassergeschütztem Gehäuse, dass
das Eindringen von Spritzwasser, wie es bei der Verwendung des erfindungsgemäßen WC-Spülers
in einem Toilettenbecken auftreten kann, in das Innere des Dosiergeräts verhindert.
[0021] Ferner ist es bevorzugt, dass das Dosiergerät am äußeren Rand des Toilettenbeckens
angeordnet ist, wodurch zum einen ein Schutz vor Spritzwassereinfluss und zum anderen
eine konveniente Bedienung des Dosiergeräts ermöglicht ist. Ferner ragt das Dosiergerät
nicht ins Innere der Toilette wodurch durch die außenrandseitige Anordnung die nutzbare
Querschnittsfläche des Toilettenbeckens nicht verringert wird.
[0022] Da die zu dosierenden Zubereitungen je nach beabsichtigtem Verwendungszweck einen
pH-Wert zwischen 2 und 12 aufweisen können, sollten alle Komponenten des WC-Spülers,
die in Kontakt mit den Zubereitungen kommen, eine entsprechende Säure- und/oder Alkaliresistenz
aufweisen. Ferner sollten die diese Komponenten durch eine geeignete Materialauswahl
weitestgehend chemisch inert, beispielsweise gegen nichtionische Tenside, Enzyme und/oder
Duftstoffe sein
[0023] Besonders vorteilhaft ist es, die elektrischen Komponenten des erfindungsgemäßen
WC-Spülers wie beispielsweise die Energiequelle, die Steuereinheit, die Sensoreinheit
separat oder gemeinsam miteinander in derart zu vergießen, dass das Dosiergerät im
Wesentlichen wasserdicht, das Dosiergerät also auch bei vollständigem Umschluss mit
Flüssigkeit funktionsfähig ist. Als Vergussmaterialien können beispielsweise mehrkomponentige
Epoxyd- und Acrylat-Vergußmassen wie Methacrylatester, Urethan-Metha und Cyanacrylate
oder Zweikomponenten-Materialien mit Polyurethanen, Silikonen, Epoxydharzen verwendet
werden.
[0024] Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung ist in der Trennung des WC-Spülers in ein
Dosiergerät und in ein mit dem Dosiergerät koppelbaren Behälter zu sehen, wodurch
der WC-Spüler flexibel für die unterschiedlichsten Anwendungsfälle verwendet und auf
einfache Weise angepasst werden kann.
[0025] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung entspricht die Anzahl der am Dosiergerät
ausgebildeten Dorne der Anzahl der Kammern des Behälters.
[0026] In einer weiteren möglichen Ausführungsform sind eine Mehrzahl der Dorne mit einer
Leitung verbunden. Dies bedeutet, dass wenigstens Zubereitungen aus zwei unterschiedlichen
Kammern des Behälters über eine Leitung geführt werden. Selbstverständlich ist es
auch möglich, das alle Dorne mit einer einzigen Leitung verbunden sind.
[0027] Um ungewollte Vermengung von unterschiedlichen Zubereitungen in einer Leitung zu
verhindern ist es von Vorteil, dass bei einer Mehrzahl von Dornen jeder der Dorne
mit einer separaten Leitung verbunden ist.
[0028] In einer vorteilhaften Weiterentwicklung der Erfindung ist jede Leitung mit einem
separaten Abgabeelement verbunden. Hierdurch kann jede Zubereitung - oder Zubereitungsmischung
- separat abgegeben werden.
[0029] Alternativ ist es auch möglich, eine Mehrzahl der Leitungen mit einem Abgabeelement
zu verbinden, wodurch sich die Anzahl der Abgabeelemente reduzieren lässt.
[0030] Besonders bevorzugt umfasst der erfindungsgemäße WC-Spüler zur Abgabe wenigstens
einer Zubereitung in das Innere eines Toilettenbeckens - ein Dosiergerät, mindestens
einen mit dem Dosiergerät koppelbarer Behälter zur Bevorratung wenigstens einer Zubereitung,
ein Abgabeelement zur Abgabe von Zubereitung, wobei das Abgabeelement über eine Leitung
kommunizierend mit dem Behälter verbunden ist und der Boden des Behälters in Schwerkraftrichtung
oberhalb der Abgabeöffnung des Abgabeelements angeordnet ist, so dass zwischen dem
Behälterboden und der Abgabeöffnung des Abgabeelement eine Höhendifferenz Δh ausgebildet
ist, wobei im gekoppelten Zustand von Behälter und Dosiergerät die Leitung zumindest
abschnittsweise in Schwerkraftrichtung oberhalb des Füllstandsspiegels der Zubereitung
verläuft, so dass in Fließrichtung der Zubereitung durch die Leitung entgegen der
Schwerkraftrichtung ein Höhenunterschied von ΔH ausgebildet ist, am Dosiergerät ein
mit der Leitung kommunizierend verbundener Dorn angeordnet ist, der mit dem koppelbaren
Behälter in der Art zusammenwirkt, dass beim Koppeln des Behälters mit dem Dosiergerät
der Dorn ein Volumen ΔV an Zubereitung im Behälter verdrängt, wodurch ein Druck Δp
im Behälter erzeugt wird, der die Zubereitung über den Höhenunterschied ΔH hinweg
in die Leitung befördert.
[0031] Hierdurch wird insbesondere beim erstmaligen Koppeln des Dosiergeräts mit einem Behälter,
die Leitung durch den Kopplungsvorgang "geprimt", also mit Zubereitung gefüllt.
[0032] Es ist ferner von Vorteil dass die Leitung innerhalb eines Bügels angeordnet ist,
der das Dosiergerät mit dem Abgabeelement verbindet, wobei der Bügel insbesondere
formstabil ausgebildet ist. Hierdurch wird verhindert, dass die Leitung durch äußere
mechanische Einwirkung, beispielsweise einen Toilettensitz, abgedrückt und so der
Fluss von Zubereitung durch die Leitung vermindert oder gar unterbunden wird.
Abgabeelemente
[0033] Als Abgabeelemente werden jegliche Art von Vorrichtungen bezeichnet, die geeignet
sind, eine Wirkstoffsubstanz an die Umgebung des WC-Spülers abzugeben.
[0034] Die Höhendifferenz Δh zwischen dem Behälterboden und der Abgabeöffnung des Abgabeelements
zwischen 1-30 mm, bevorzugt zwischen 2 - 10 mm, insbesondere bevorzugt zwischen 3-5
mm liegt.
[0035] Die Abgabeelemente können beispielsweise ausgewählt sein aus der Gruppe der Düsen,
Ventile, Sprühköpfe, Tropfendosierern, Schaumsprühköpfe, Piezo-Elemente, porösen Elemente,
Dochtsysteme, Kapillarsysteme, Vernebler, Ultraschallvernebler, Ionisierungsvernebler.
[0036] Zur Abgabe von Wirkstoffen in die Toilette bzw. auf die innenseitigen Toilettenbeckenoberflächen
sind insbesondere elektrisch steuerbare Düsen, Ventile, Sprühköpfe, Tropfendosierer,
Schaumsprühköpfe, Piezo-Elemente geeignet.
[0037] Zur Abgabe von Wirkstoffzubereitung in die Luft eignen sich insbesondere elektrisch
steuerbare Düsen, Ventile, Zerstäuber, Sprühköpfe, Piezoelemente, gesinterte Platten,
poröse Elemente, Dochtsysteme.
[0038] Die Abgabeelemente können gleiche oder verschiedene Sprühkegelformen bei der Abgabe
der Zubereitungen aufweisen. So ist es beispielsweise denkbar, dass ein Abgabeelement
einen Strahl mit einer eher punktförmigen Applikationsfläche, während ein anderes
Abgabeelement ein flächiges Applikationsfeld erzeugt. Selbstverständlich sind diverse
Kombinationen verschiedenster Sprühkegelformen denkbar.
[0039] Insbesondere kann das Abgabeelement derart beweglich am WC-Spüler angeordnet sein,
dass der Benutzer den durch das Abgabeelement erzeugbaren Sprühkegel auf ein gewünschtes
Applikationsfeld ausrichten kann. Auch kann das Abgabeelement über Mittel verfügen,
die eine Einstellung der Sprühkegelform erlauben.
[0040] Das Abgabeelement kann des Weiteren Mittel zur elektrostatischen Aufladung von Wirkstofftröpfchen
vorsehen, wodurch die Benetzung, Anhaftung und/oder Verteilung des Wirkstoffs auf
einer Oberfläche und/oder in der Luft verbessert wird.
[0041] Die Abgabeelemente können insbesondere in derart konfiguriert sein, dass ein oder
mehrere Wirkstoffe in unterschiedliche Richtungen voneinander abgegeben werden. In
nachfolgender Tabelle sind exemplarisch, jedoch nicht abschließend, einige mögliche
Konfigurationen bezüglich der Abgaberichtung aufgelistet.
| Abgaberichtung A |
Abgaberichtung B |
| Duftstoffabgabe in das Toilettenbecken |
Duftstoffabgabe in die Umgebung |
| Reinigungsmittelabgabe in das Toilettenbecken |
Reinigungsmittelabgabe unter den Rand der Toilette /Während des Spülens oder außerhalb
des Spülvorgangs |
| Reinigungsmittelabgabe in das Toilettenbecken |
Duftstoffabgabe in die Umgebung |
[0042] Selbstverständlich ist auch jede weitere, beliebige Kombination der in obiger Tabelle
aufgeführten Konfigurationen möglich.
[0043] Es ist des Weiteren von Vorteil, das Abgabeelement beweglich am Bügel des WC-Spülers
anzuordnen. Hierdurch kann das Abgabeelement und der Sprühkegel der Zubereitung vom
Benutzer gezielt ausgerichtet werden um ein definiertes Applikationsfeld in oder an
der Toilette mit Zubereitung zu benetzen.
[0044] Das bzw. die Abgabeelemente sind in vorteilhafter Weise derart konfiguriert, dass
eine definierte Abgabemenge wenigstens einer Wirkstoffzubereitung unabhängig von der
Positionierung des WC-Spülers am Toilettenbecken gerichtet und definiert in das Innere
eines Toilettenbeckens appliziert wird. Vorteile einer derartigen Ausgestaltung sind
u.a. die spezifischere Exposition von Toilettenbeckenoberflächen mit einem oder mehreren
Wirkstoffen, wobei unterschiedliche Oberflächen mit voneinander verschiedenen Wirkstoffen
behandelt werden können. Beispielsweise kann bei einem Flachspüler die Pfanne mit
einem Wirkstoff zur Verminderungen von Anhaftungen benetzt werden, während auf die
trichterförmig von der Pfanne zum Rand der Toilette hin verlaufenden Wände ein Wirkstoff
zu Verminderung von Kalkablagerungen appliziert wird.
[0045] In einer weiteren, bevorzugten Ausführung der Erfindung erzeugt die Steuereinheit
ein Steuersignal zur Freisetzung von Wirkstoffzubereitung, wenn eine Spülwasserauslösung
erfolgt und ein Steuersignal zur Beendigung der Wirkstofffreisetzung, wenn die Durchströmung
des Toilettenbeckens mit Spülwasser beendet ist.
[0046] In einer vorteilhaften Weiterentwicklung des erfindungsgemäßen WC-Spülers stammen
die erste Abgabemenge und wenigstens die zweite Abgabemenge von gleichen oder unterschiedlichen
Wirkstoffzubereitungen.
[0047] Gemäß einer weiteren, zu bevorzugenden Ausführung, wird die erste Abgabemenge und
wenigstens die zweite Abgabemenge zu voneinander unterschiedlichen Zeitpunkten freigesetzt.
Steuereinheit
[0048] Eine Steuereinheit im Sinne dieser Anmeldung ist eine Vorrichtung, die geeignet ist,
das Transportieren von Material, Energie und/oder Information zu beeinflussen.
[0049] Insbesondere kann es sich bei der Steuereinheit um einen programmierbaren Mikroprozessor
handeln. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist auf dem
Mikroprozessor eine Mehrzahl von Dosierprogrammen gespeichert.
[0050] Insbesondere können die Dosierprogramme entsprechend dem an dem WC-Spüler gekoppelten
Behälter automatisch auswählbar und ausführbar sein. Selbstverständlich ist es ebenfalls
denkbar, dass die Dosierprogramme manuell vom Benutzer abrufbar sind.
[0051] Die Steuereinheit ist bevorzugt auch der nach Außen gerichteten Seite des Toilettenbeckens
angeordnet, von wo aus sie durch den Benutzer auf einfache weise bedient werden kann,
insbesondere wenn der Benutzer auf der Toilette sitzt.
[0052] Die Steuereinheit kann in einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ein Dosierprogramm
umfassen, bei dem eine Abgabe von Zubereitung ins Toilettenbecken in der zweiten Hälfte,
insbesondere im letzten Drittel eines Spülvorgangs erfolgt.
[0053] Die Steuereinheit kann in einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung
ein Dosierprogramm zum Einbringen von wenigstens zwei voneinander unterschiedlichen
Wirkstoffzubereitungen in ein Toilettenbecken oder in die Umgebung des Toilettenbeckens
umfassen, bei dem an zumindest zwei aufeinander folgenden Zeitpunkten t
1 und t
2 wenigstens zwei voneinander unterschiedliche Wirkstoffzubereitungen freigesetzt werden,
wobei wenigstens eine Wirkstoffzubereitung in den Innenraum eines Toilettenbeckens
eingebracht wird.
[0054] Ein wesentlicher Vorteil eines derartigen Dosierprogramms ist u.a. eine optimierte
Reinigungsleistung durch genauste Steuerung möglicher chemischer Reaktionen durch
eine entsprechend zeitversetzte Freigabe der entsprechenden Zubereitung oder Zubereitungen,
von denen einige, jedoch nicht abschließende Beispiele in der nachfolgenden Tabelle
aufgeführt sind.
| t1 |
t2 |
Vorteil |
| Reiniger in Toilettenbecken beim Spülvorgang |
Duftstoff in Toilettenbecken nach dem Spülgang |
Optimierte Duftstoffentfaltung, da Duftstoff nach dem Spülgang in das Toilettenbecken
freigesetzt wird und so nicht mit dem Spülwasser weggespült wird. Duftstoff wird nicht
durch Reinigerzubereitung "zersetzt". |
| Duftstoff in Toilettenbecken unmittelbar vor Benutzung |
Reiniger in Toilettenbecken beim Spülvorgang |
Optimierte Duftstoffentfaltung, da Duftstoff vor dem Spülgang in das Toilettenbecken
freigesetzt wird und so nicht mit dem Spülwasser weggespült wird. Duftstoff wird nicht
durch Reinigerzubereitung "zersetzt". |
| Reiniger A in Toilettenbecken unmittelbar vor Benutzung |
Reiniger B in Toilettenbecken beim Spülvorgang |
Reiniger A kann Anhaftungen im Toilettenbecken verhindern, indem ein Schutzfilm aus
Reiniger A unmittelbar vor Benutzung der Toilette im Toilettenbecken aufgebracht wird,
der dann während des Abspülvorgangs von Reiniger B wieder von der Toilettenoberfläche
gespült wird. |
[0055] Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, dass auch eine gesteuerte Freisetzung eines
oder mehrer unterschiedlicher Duftstoffe realisierbar ist, die eine Habituation des
Geruchssinns zumindest vermindern. Hierzu kann eine aus dem Stand der Technik bekannte
Verfahrensweise des Taktens und der impulsartigen Abgabe von Duftstoff verwendet werden.
Ferner kann eine Habituation auch durch eine Abgabe von aufeinander folgenden, voneinander
unterschiedlichen Duftstoffen vermindert werden.
[0056] Es ist auch denkbar, dass der WC-Spüler vor oder während des Abspülvorgangs einen
Entschäumer in das Toilettenbecken dosiert. Häufig bewirkt eine zu starke Schaumbildung
vor oder während des Abspülvorgangs ein Aufschwimmen von Toilettenpapier auf diesem
Schaum, so dass das Toilettenpapier nicht ordnungsgemäß mit dem Spülwasser fortgespült
wird, sondern noch nach Beendigung des Abspülvorgangs im Toilettenbecken schwimmt.
Dies wird durch Verbraucher regelmäßig als unansehnlich empfunden. Durch das Zudosieren
des Entschäumers vor oder während des Abspülvorgangs kann ein übermäßiges Aufschäumen
verhindert und ein sicherer Abtransport des Toilettenpapiers gewährleistet werden.
Zusätzlich oder alternativ zum Entschäumer können auch zellstoffauflösende Substanzen
zudosiert werden.
[0057] In einer weiteren, vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind das Abgabeelement
und wenigstens die erste Zubereitung derart konfiguriert, dass bei der Freisetzung
der Zubereitung in die Umgebung ein Schaum gebildet wird.
[0058] Die Schaumbildung weist mehrere mögliche Vorteile auf. Zum einen kann ein Schaum
Schlechtgerüche besonders gut durch seine Poren- und Zellenstruktur einschließen und
minimieren. Zum anderen kann der Schaum auch als sog. "Anti-Caking" Belag auf die
Oberfläche des Toilettenbeckens aufgebracht werden um Anhaftungen von Stoffwechselausscheidungsprodukten
an diesen Oberflächen zu reduzieren.
[0059] Hierzu ist es vorteilhaft, wenn das Abgabeelement als Schaumsprühkopf ausgebildet
ist und die Zubereitung eine Viskosität kleiner als 3.000 mPas aufweist, so dass sich
hieraus ein möglichst stabiler, gut haftender und feinporiger Schaum bilden läst.
[0060] In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist in der Steuereinheit
wenigstens ein Verfahren zum Betrieb eines WC-Spülers gespeichert, wobei der WC-Spüler
eine Sensoreinheit, eine Steuereinheit, ein Abgabeelement und mindestens einen Behälter
zur Bevorratung wenigstens einer Zubereitung, wobei das Abgabeelement und der Behälter
kommunizierend miteinander verbunden sind, umfasst und das Durchströmen von Spülwasser
im Toilettenbecken innerhalb eines Spülwasserintemalls [t
1-t
2] erfolgt, bei dem t
1 den Beginn des Spülwasserstroms und t
2 das Ende des Spülwasserstroms repräsentiert, und die Sensoreinheit das Auslösen eines
durch das Toilettenbecken geleiteten Spülwasserstroms innerhalb des Spülwasserintervalls
[t
1-t
2] zu einem Zeitpunkt t
s detektiert, das Sensorsignal, das die Auslösung des Spülwasserstroms repräsentiert,
an die Steuereinheit geleitet wird, die Steuereinheit das Sensorsignal in ein Steuersignal
für das Abgabeelement wandelt, so dass Zubereitung aus dem Behälter durch das Abgabeelement
ins Innere des Toilettenbeckens abgegeben wird, wobei die Abgabe der Zubereitung aus
dem Behälter durch das Abgabeelement mit einer zeitlichen Verzögerung Δt nach der
Detektion des Spülstroms durch die Sensoreinheit zum Zeitpunkt t
s erfolgt.
[0061] Insbesondere beträgt die zeitliche Verzögerung Δt zwischen 1-10 sec, bevorzugt zwischen
1-5 sec, insbesondere bevorzugt zwischen 1-3 sec.
[0062] Ferner ist es bevorzugt, dass der Abgabezeitraum Δt
l an Zubereitung (4) zwischen 0,25-2 sec, bevorzugt zwischen 0,5-1,5 sec, insbesondere
bevorzugt zwischen 0,75 und 1,25 sec beträgt, wobei im Abgabezeitraum Δt
l die Abgabemenge an Zubereitung (4) vorzugsweise zwischen 0,05-0,5 ml, bevorzugt 0,075-0,3
ml, insbesondere bevorzugt 0,1-0,2 ml beträgt.
[0063] Die Abgabe der Zubereitung erfolgt bevorzugt in Abständen von Δtp, das heißt, es
erfolgt nach einer ersten, wenigstens eine weitere Abgabe von Zubereitung. Es ist
insbesondere bevorzugt, dass die Abstände Δtp periodisch sind. Ganz besonders bevorzugt
ist es, dass die periodischen Abstände Δtp zwischen 0,5-10 sec, bevorzugt zwischen
1-7 sec, insbesondere zwischen 1-5 sec betragen.
[0064] Das Verfahren zum Betrieb eines WC-Spülers ist vorteilhafter weise derart ausgebildet,
dass keine Abgabe von Zubereitung erfolgt, wenn die Sensoreinheit das Ende des Spülwasserstroms
t
2 detektiert hat.
[0065] Des Weiteren ist es von Vorteil, dass die Dauer eines gemessenen Spülwasserintervalls
[t
1-t
2] in der Steuereinheit gespeichert wird. Hierdurch wird es möglich, die charakteristischen
Spülintervalle einer Toilette in der Steuereinheit zu erfassen um ausgehend davon,
eine auf die charakteristischen Spülintervalle angepasste und optimierte Abgabe von
Zubereitung bereitzustellen. Daher ist es insbesondere vorteilhaft eine Mehrzahl an
gemessenen Spülwasserintervallen [t
1-t
2] in der Steuereinheit zu speichern.
[0066] Da es häufig voneinander unterschiedliche Spülintervalle an einer Toilette gibt,
beispielsweise ein "normales" Spülintervall und ein Spar-Spülintervall, ist es des
Weiteren bevorzugt, dass die gemessenen Spülwasserintervalle [t
1-t
2] hinsichtlich ihrer Häufigkeitsverteilung klassifiziert werden. Hierbei ist es insbesondere
vorteilhaft, dass wenigstens eine erste Klasse Spülwasserintervalle zwischen 4-8 sec
und wenigstens eine zweite Klasse Spülwasserintervalle zwischen 2-4 sec erfasst.
[0067] Um eine gute Schaumbildung am Ende des Spülvorgangs zu erzielen ist es ganz besonders
bevorzugt, dass die Abgabe der Zubereitung aus dem Behälter durch das Abgabeelement
mit einer zeitlichen Verzögerung Δt nach der Detektion des Spülstroms durch die Sensoreinheit
zum Zeitpunkt t
s erfolgt, wobei Δt so gewählt ist, dass die Abgabe im letzten Drittel eines Spülwasserintervalls
[t
1-t
2] erfolgt.
[0068] Die zeitliche Verzögerung Δt mit der die Abgabe der Zubereitung nach der Detektion
des Spülstroms t
s erfolgt kann insbesondere in der Steuereinheit gespeichert sein. Das Verfahren kann
jedoch auch so ausgestaltet sein, dass die zeitliche Verzögerung Δt mit der die Abgabe
der Zubereitung nach der Detektion des Spülstroms t
s erfolgt durch die Steuereinheit bestimmt wird.
Sensoreinheit
[0069] Die Sensoreinheit kann einen oder mehrere aktive und/oder passive Sensoren zur qualitativen
und/oder quantitativen Erfassung mechanischer, elektrischer, physikalischer und/oder
chemischer Größen umfassen, die als Steuersignale an die Steuereinheit geleitet werden.
[0070] Bevorzugt erfasst eine Sensoreinheit ein Auslösen des Spülwasserstroms im Wesentlichen
ohne Eingriff in die Spülwasserströmung und erzeugt ein Sensorsignal, dass an die
Steuereinheit geleitet wird, welche das Sensorsignal in ein Steuersignal zur Abgabe
wenigstens einer Zubereitung wandelt.
[0071] Im Wesentlichen ohne Eingriff bedeutet, dass der Spülwasserstrom nicht beeinflusst
wird, also keine wesentliche Ablenkung erfährt. Insbesondere bevorzugt ist es daher,
dass die Sensoreinheit im Hinblick auf den Spülwasserstrom berührungslos arbeitet.
Es ist jedoch auch denkbar, dass die Sensoreinheit mit dem Spülwasserstrom in Kontakt
gebracht wird, wodurch der Spülwasserstrom jedoch nicht beeinflusst wird. In der Sensoreinheit
kann dies beispielsweise durch einen dünnen Stab oder Draht, der senkrecht zur Spülwasserflussrichtung
in den Spülwasserstrom eingebracht wird, realisiert sein.
[0072] Insbesondere können die Sensoren der Sensoreinheit aus der Gruppe der Zeitgeber,
Infrarotsensoren, Helligkeitssensoren, Temperatursensoren, Bewegungssensoren, Dehnungssensoren,
Drehzahlsensoren, Näherungssensoren, Durchflusssensoren, Farbsensoren, Gassensoren,
Vibrationssensoren, Drucksensoren, Leitfähigkeitssensoren, Trübungssensoren, Schallwechseldrucksensoren,
Lab-on-a-Chip"-Sensoren, Kraftsensoren, Beschleunigungssensoren, Neigungssensoren,
pH-Wert-Sensoren, Feuchtigkeitssensoren, Magnetfeldsensoren, RFID-Sensoren, Magnetfeldsensoren,
Hall-Sensoren, Bio-Chips, Geruchssensoren, Ultraschallsensoren, Schallsensoren, Schwefelwasserstoffsensoren
und/oder MEMS-Sensoren ausgewählt sein.
[0073] Insbesondere kann ein Vibrationssensor zur Aufnahme von Körperschall an einem Toilettenbecken
konfiguriert sein.
[0074] Die Sensoreinheit kann in ihrer einfachsten denkbaren Ausführungsform auch als ein
Kipp-, Druck- oder Tastschalter ausgeführt sein.
[0075] Ferner ist es vorteilhaft, dass ein Dosiervorgang, zu dem eine definierte Menge einer
Zubereitung abgegeben wird, weniger als 20 Sekunden, bevorzugt weniger als 10 Sekunden,
insbesondere bevorzugt weniger als 5 Sekunden dauert. Durch ein möglichst kurzes Dosierintervall
in dem eine Zubereitung an die Umgebung abgegeben wird, kann das Dosiergerät zügig
für das nächste Dosierintervall zur Verfügung stehen und so auch bei einer andauernden
Benutzung einer Toilette eine effektive Abgabe an Zubereitung sicherstellen.
Energiequelle
[0076] Im Sinne dieser Anmeldung wird als Energiequelle ein Bauelement der Dosiergerät verstanden,
welches zweckmäßig ist, eine zum autarken Betrieb der Dosiergerät geeignete Energie
bereit zu stellen.
[0077] Vorzugsweise stellt die Energiequelle elektrische Energie zur Verfügung. Bei der
Energiequelle kann es sich beispielsweise um eine Batterie, ein Netzgerät, Solarzellen
oder dergleichen handeln.
[0078] Es ist auch denkbar, die zum Betrieb des Dosiergeräts notwendige elektrische Energie
drahtlos mittels Radiowellen von einem entsprechenden Sender an einen entsprechenden
Empfänger in das Gerät zu übertragen.
[0079] Besonders vorteilhaft ist es, die Energiequelle austauschbar auszuführen, zum Beispiel
in Form einer auswechselbaren Batterie.
Behälter
[0080] Unter einem Behälter im Sinne dieser Anmeldung wird ein Packmittel verstanden, das
dazu geeignet ist, Zubereitungen zu umhüllen oder zusammenzuhalten und das zur Abgabe
der Zubereitung an das Dosiergerät koppelbar ist.
[0081] Der Behälter ist bevorzugt lösbar mit dem Dosiergerät verbunden.
[0082] Besonders bevorzugt ist eine Anordnung, bei der zwei Behälter vorgesehen sind, die,
weiter bevorzugt, voneinander separiert sind und jeweils ein Wirkstofffluid enthalten.
Es kann aber auch mehrere Vorratsbehälter für mehrere Wirkstofffluide geben. Die Vorratsbehälter
sind voneinander separiert, um eine vorzeitige Mischung der Wirkstofffluide zu unterbinden.
Sie können körperlich separat oder als separate Abteile in einem zusammenhängenden
Körper ausgebildet sein.
[0083] Bevorzugt beträgt das Volumenverhältnis gebildet aus dem Bauvolumen des Dosiergeräts
und dem Füllvolumen des Behälters <1, besonders bevorzugt <0,1, insbesondere bevorzugt
<0,05. Hierdurch wird erreicht, dass bei einem vorgegebenen Gesamtbauvolumen von Dosiergerät
und Behälter, der überwiegende Anteil des Bauvolumens durch den Behälter und die darin
enthaltene Zubereitung in Anspruch genommen wird.
[0084] Der Behälter weist üblicherweise ein Füllvolumen von <5.000 ml, insbesondere <1.000
ml, bevorzugt <500ml, besonders bevorzugt <250 ml, ganz besonders bevorzugt < 50 ml
auf.
[0085] Die Erfindung ist insbesondere geeignet für formstabile Behältnisse wie Becher, Dosen,
Kartuschen, Patronen, Flaschen, Kanister, Kannen, Schachteln, Trommeln oder Tuben,
kann jedoch auch für flexible Behältnisse wie Beutel oder Säcke verwendet werden,
insbesondere, wenn sie gemäß des bag-in-bottle-Prinzips verwendet werden.
[0086] Insbesondere kann ein Behälter auch mehrere Kammern umfassen, die mit voneinander
verschiedenen Zusammensetzungen befüllbar sind. Auch ist es denkbar, dass eine Behältermehrzahl
zu einer Einheit, beispielsweise zu einer Patrone, angeordnet wird.
[0087] Beispiele für mögliche Kombinationen von Behältern bzw. Kammern mit den entsprechenden
Zubereitungen sind für einige Anwendungsfälle in folgender Tabelle beispielhaft zusammengestellt.
| Behälter A |
Behälter B |
Behälter C |
| Reinigungsmittel |
|
|
| Reinigungsmittel |
Duftstoff |
|
| Reinigungsmittel A |
Reinigungsmittel B |
|
| Reinigungsmittel A |
Reinigungsmittel B |
Duftstoff |
[0088] In einer besonders bevorzugten Ausbildung der Erfindung ist die Auslassöffnung des
Behälters entgegen der Schwerkraftrichtung am Kopf des Behälters ausgebildet, so dass
in der Gebrauchs- und Kopplungsstellung des Behälters schwerkraftbewirkt kein Ausfluss
aus der Auslassöffnung erfolgen kann. Die kopfseitige Anordnung der Auslassöffnung
hat des Weiteren den Vorteil, dass in der Gebrauchsstellung keine Flüssigkeitssäule
über der Öffnung ansteht, wodurch eine einfachere und sicherere Abdichtung der Auslassöffnung
gegenüber dem Dosiergerät realisiert werden kann.
[0089] Vorteilhafter Weise ist der mit dem WC-Spüler koppelbare Behälter mit einem Verschlussmittel
verschlossen ist.
[0090] Insbesondere wirkt das Verschlussmittel derart mit dem Dorn des Dosiergeräts zusammen,
dass eine Dichtung zwischen Dorn und Verschlussmittel beim Koppeln von Dosiergerät
und Behälter ausgebildet wird.
[0091] Als Dichtung im Sinne dieser Anmeldung werden Elemente bezeichnet, die die Aufgabe
haben, ungewollte Stoffübergänge, einschließlich Druckausgleich, von einem Raum in
einen anderen zu verhindern bzw. zu begrenzen.
[0092] Bei der Dichtung kann es sich insbesondere um eine rotatorische und/oder eine translatorische
Dichtung handeln.
[0093] Die Dichtung kann insbesondere ausgewählt sein aus der Gruppe der Radialwellendichtringe,
Labyrinthdichtungen, Gleitringdichtungen, Stopfbuchsen, Kolbenringen, Faltenbalge,
Bürstendichtungen, Axialwellendichtringe und/oder Drehdurchführungen.
[0094] Des Weiteren ist es bevorzugt, dass die Dichtung zwischen Dorn und Verschlussmittel
beim Koppeln von Dosiergerät und Behälter derart ausgebildet ist, dass der beim Koppeln
entstehende Überdruck Δp nicht über die Dichtung aus dem Behälter entweicht.
[0095] Gemäß einer bevorzugten Weiterentwicklung der Erfindung mündet die Leitung in den
Behälter, wobei es insbesondere bevorzugt ist, dass die Leitung in etwa am Boden des
Behälters mündet.
[0096] Vorteilhafter Weise können die Leitung und die Zubereitung in derart konfiguriert
sein, dass mittels Kapillarwirkung Zubereitung in die Leitung gezogen wird. Beispielsweise
kann die Leitung zumindest abschnittsweise als Docht ausgebildet sein.
[0097] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, weist der Behälter ein RFID-Etikett
auf, dass zumindest Informationen über den Inhalt des Behälters beinhaltet und das
durch die Sensoreinheit auslesbar ist.
[0098] Diese Informationen können verwendet werden, um ein in der Steuereinheit gespeichertes
Dosierprogramm auszuwählen. Hierdurch kann sichergestellt werden, dass stets ein für
eine bestimmte Zubereitung optimales Dosierprogramm verwendet wird. Es kann auch vorgesehen
sein, dass bei nicht Vorhandensein eines RFID-Labels oder bei einem RFID-Label mit
einer falschen oder fehlerhaften Kennung, keine Dosierung durch die Dosiergerät erfolgt
und statt dessen ein optisches oder akustisches Signal erzeugt wird, dass den Benutzer
auf den vorliegenden Fehler hinweist.
[0099] Um einen Fehlgebrauch der Behälter auszuschließen, können die Behälter auch strukturelle
Elemente aufweisen, die mit korrespondierenden Elementen des Dosiergeräts nach dem
Schlüssel-Schloss-Prinzip zusammenwirken, so dass beispielsweise nur Behälter eines
bestimmten Typs an das Dosiergerät koppelbar sind. Ferner ist es durch diese Ausgestaltung
möglich, dass Informationen über den an das Dosiergerät gekoppelten Behälter an die
Steuereinheit übertragen werden, wodurch eine auf den Inhalt des dementsprechenden
Behälters abgestimmte Steuerung der Dosiergerät erfolgen kann.
[0100] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung, kann der Behälter unter Druck stehen.
Dies ist insbesondere von Vorteil, wenn die Zubereitung versprüht oder abgegeben werden
soll. Diese Ausführung hat den weiteren Vorteil, dass keine Energie für den Transport
der Zubereitung von der Energiequelle bereit gestellt werden muss, womit die Energiequelle
entweder kleiner dimensioniert werden kann oder eine längere Lebenserwartung aufweisen
wird.
Befestigungsmittel
[0101] Der WC-Spüler umfasst des Weiteren Befestigungsmittel, um den WC-Spüler am Toilettenbecken
zu fixieren. Die Befestigungsmittel können beispielsweise als Saugnapf, Klebeband,
Bügel oder dergleichen ausgebildet sein.
[0102] Die Befestigung des WC-Spülers kann alternativ auch am Spülkasten der Toilette, der
Toilettenbrille oder am Toilettendeckel erfolgen. Hierzu können die im Stand der Technik
hinlänglich bekannten Befestigungsmittel verwendet werden.
[0103] Insbesondere kann das Befestigungsmittel zur lösbaren Fixierung des Dosiergeräts
am Rand eines Toilettenbeckens derart ausgebildet sein, dass das Befestigungsmittel
wenigstens abschnittsweise am Toilettenbecken anliegt und derart konfiguriert ist,
dass es Vibrationen, insbesondere Körperschall, vom Toilettenbecken aufnimmt und auf
die Sensoreinheit überträgt.
[0104] Es ist bevorzugt, dass das Befestigungsmittel als Feder auszubilden, wobei es insbesondere
bevorzugt ist, dass die Feder im Wesentlichen V-, U-, N-, M-, oder W-förmig ausgebildet
ist.
[0105] Um eine hinreichende Übertragung von Vibrationen und/oder Körperschall von der Toilette
auf das Befestigungsmittel zu gewährleisten, ist es vorteilhaft, dass die Feder mit
einer Federkraft von wenigstens 0,5 N gegen eine Oberfläche des Toilettenbeckens drückt.
[0106] Besonders vorteilhaft ist es dass die Feder an einem der in Gebrauchstellung der
Abgabevorrichtung vertikalen Schenkel eines U-förmigen Bügels angeordnet ist, wobei
es insbesondere bevorzugt ist, dass die Feder am ins Innere des Toilettenbeckens gerichteten
Schenkel des U-förmigen Bügels angeordnet ist.
Zubereitungen
[0107] Zubereitungen im Sinne dieser Anmeldungen sind Zusammensetzungen, die wenigstens
eine Substanz aus der Gruppe der Reinigungsmittel und/oder Duftstoffe enthalten.
[0108] Gemäß einer weiteren, bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung, umfassen die Zubereitungen
Substanzen zur Modifikation von Oberflächen, insbesondere von keramischen Oberflächen.
[0109] Erfindungsgemäß geeignete Zubereitungen sind beispielsweise Duftphasen, insbesondere
parfümierte Duftphasen. Solche Duftphasen enthalten üblicherweise mindestens einen
Duftstoff, vorzugsweise Parfümöl, mindestens ein Tensid oder einen Emulgator und Wasser
sowie ggf. weitere Inhaltsstoffe wie Konservierungsmittel, Verdickungsmittel, Komplexbildner,
Farbstoffe, weitere Tenside oder Emulgatoren, Stabilisatoren, Kalklöser.
[0110] Erfindungsgemäß ebenso geeignet als Zubereitungen sind Bleichphasen, insbesondere
chlorhaltige Bleichphasen, vorzugsweise Bleichphasen auf Basis von Hypochlorit, wobei
die Bleichphasen üblicherweise neben dem eigentlichen Bleichmittel und Wasser ggf.
weitere Inhaltsstoffe wie Verdickungsmittel, Tenside oder Emulgatoren, Neutralisierungsmittel,
Farbstoffe, Duftstoffe enthalten können.
[0111] Weitere erfindungsgemäß geeignete Zubereitungen sind kalklösende Wirkstoffphasen,
vorzugsweise saure kalklösende Wirkstoffphasen. Solche kalklösende Wirkstoffphasen
können neben dem eigentlichen Kalklöser - vorzugsweise handelt es sich hierbei um
eine organische oder anorganische Säure - und Wasser ggf. weitere Inhaltsstoffe wie
Tenside oder Emulgatoren, Verdickungsmittel, Duftstoffe, Konservierungsmittel enthalten.
[0112] Gleichermaßen ist es möglich, als Zubereitungen hochkonzentrierte Tensidphasen, sogenannte
"Schaumbooster", einzusetzen. Solche hochkonzentrierten Tensidphasen können neben
den Tensiden auch noch weitere, übliche Inhaltsstoffe enthalten. Derartige Schaumbooster
sind insbesondere von Vorteil zur Vorbehandlung des Toilettenbeckens mit einem Schaumteppich,
um beispielsweise ein Anhaften von Stoffwechselausscheidungsprodukten auf der Toilettenoberfläche
zu verhindern bzw. zu reduzieren und/oder eine Kapselung von Schlechtgerüchen zu bewirken.
[0113] Erfindungsgemäß ebenfalls geeignet sind Zubereitungen mit antibakterieller und/oder
fungizider und/oder antiviraler Aktivstoffphase, wobei die Aktivstoffphase neben dem
antibakteriell und/oder fungizid und/oder antiviral wirkenden Aktivstoff und Wasser
ggf. weitere Inhaltsstoffe, wie zum Beispiel Tenside oder Emulgatoren, Verdickungsmittel,
Duftstoffe, Konservierungsmittel enthalten kann.
[0114] Weiter ist es möglich, dass es sich bei den Zubereitungen um enzymhaltige Aktivstoffphasen
handelt. Solche enzymhaltigen Aktivstoffphasen können neben Enzym(en) und Wasser ggf.
weitere Inhaltsstoffe wie Tenside oder Emulgatoren, Verdickungsmittel, Duftstoffe,
Konservierungsmitteln enthalten.
[0115] Gleichermaßen ist es möglich, dass es sich bei den erfindungsgemäß eingesetzten Zubereitungen
um absorbierende, insbesondere geruchsabsorbierende Wirkstoffphasen handelt. Diese
können neben dem Absorptionsmittel, insbesondere Geruchsabsorptionsmittel, und Wasser
ggf. weitere Inhaltsstoffe wie Tenside oder Emulgatoren, Verdickungsmittel, Duftstoffe,
Konservierungsmittel enthalten.
[0116] Der erfindungsgemäße WC-Spüler bietet gemäß einer besonderen Ausführungsform die
Möglichkeit, in den Vorratsbehältern Kombinationen unterschiedlicher Zubereitungen
einzusetzen, wobei gemäß einer bevorzugten Ausführungsform einer der Vorratsbehälter
eine Duftphase, insbesondere wie zuvor definiert, enthält.
[0117] Beispiele für einzusetzende Zubereitungskombinationen sind parfümierte Duftphase
kombiniert mit Chlorbleiche (miteinander zusammen nicht lagerstabil), parfümierte
Duftphase mit hochkonzentrierter Tensidphase (Schaumbooster), Duftphase mit kalklösender,
saurer Wirkstoffphase, Duftphase mit antibakterieller Wirkstoffphase, unterschiedliche
Säure-Systeme, Duftphase kombiniert mit enzymhaltiger Wirkstoffphase, parfümierte
Säurephase kombiniert mit wasserfärbender Phase, Duftphase mit geruchsabsorbierender
Phase, parfümierte Säurephase mit Aktivsauerstoff, parfümierte Säurephase mit Wirkstoffphase,
mit Polyacrylat verdickt.
[0118] Von besonderem Interesse sind dabei zähflüssige bis gelartige Wirkstofffluide mit
Viskositäten im Bereich einiger tausend mPas, insbesondere von 200 bis 5000 mPas,
vorzugsweise 500 bis 3500 mPas (gemessen mit RotoVisko LVTV II, Spindel 31, 5 U/min,
20 °C).
[0119] In einer weiteren, bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weisen die Zubereitungen
eine Viskosität kleiner als 2000 mPas, insbesondere kleiner 1000 mPas, (gemessen mit
RotoVisko LVTV II, Spindel 31, 5 U/min, 20 °C) auf. Derartig dünnflüssige bis wässrige
Zubereitungen eignen sich insbesondere wenn die Zubereitung im oder am Toilettenbecken
versprüht werden soll.
[0120] Durch die Verwendung von niedrigviskosen Wirkstoffzubereitungen kann in Verbindung
mit dem erfindungsgemäßen WC-Spüler eine wesentlich schnellere und genauere Dosierung
bewirkt und auf die Verwendung von Verdickungssystemen verzichtet werden. Ferner können
Wirkstoffsysteme zum Einsatz kommen, die nur mit niedrigen Viskositäten darstellbar
sind z.B. auf der Basis von Chlor, HCl.
[0121] Für die Verwendung einer Zubereitung mit einem als Piezo-Schwinger ausgebildeten
Abgabeelement ist es vorteilhaft dass die Zubereitung frei von Feststoffen ist. Auch
ist es zu bevorzugen, dass die Zubereitung keine Emulsion ist.
Anwendungsbeispiele
[0122] Neben der Anwendung als WC-Spüler zur Abgabe wenigstens einer Zubereitung in das
Innere eines Toilettenbeckens ist es auch denkbar, die offenbarte und beanspruchte
Vorrichtung zur Abgabe von Zubereitungen beispielsweise zum Einbringen einer Zubereitung
in ein wasserführendes Haushaltsgerät wie z.B. einer Waschmaschine, Geschirrspülmaschine
oder Wäschetrockner zu verwenden. Die Anmeldung ist daher nicht auf den Anwendungsfall
des WC-Spülers in einer Toilette, der hier zu Verdeutlichung der Erfindung exemplarisch
beschrieben wurde, beschränkt.
[0123] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich Ausführungsbeispiele darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Dabei werden auch besonders bevorzugte Ausgestaltungen
und besonders bevorzugte Kombinationen von Merkmalen im Einzelnen weiter beschrieben.
[0124] Es zeigt:
- Fig. 1
- WC-Spüler in Querschnittsansicht
- Fig. 2
- WC-Spüler mit an einem Bügelende angeordneten Abgabeelement in Aufsicht auf ein Toilettenbecken
[0125] In Fig.1 ist eine als WC-Spüler 1 ausgebildete Abgabevorrichtung gezeigt. Der WC-Spüler
1 besteht aus dem Dosiergerät 2 und einen mit dem Dosiergerät 2 koppelbaren Behälter
3, der eine Zubereitung 4 bevorratet. In Fig. 1 sind das Dosiergerät 2 und der Behälter
3 im gekoppelten Zustand abgebildet.
[0126] Vom Kopf des Dosiergeräts 2 verläuft ein U-förmig ausgebildeter Bügel 5, wobei in
der gezeigten Betriebsposition am Toilettenbecken 8, das Dosiergerät 2 an dem an der
Toilettenaußenseite verlaufenden vertikalen Schenkel des Bügels 5 angeordnet ist,
während ein Abgabeelement 6 und eine Sensoreinheit 11 am distalen Ende des an der
Toiletteninnenseite verlaufenden vertikalen Schenkels des Bügels 5 positioniert ist,
wobei der horizontale Schenkel des U-förmigen Bügels 5 auf dem Toilettenbecken 8 aufliegt.
[0127] Der Boden des Behälters 3 und die Abgabeöffnung des Abgabeelements 6 ist in Schwerkraftrichtung
durch Höhenunterschied von Δh voneinander beabstandet. Das Abgabeelement 6 und der
Behälter sind über die Leitung 9 kommunizierend miteinander verbunden, wobei die Leitung
9 bis zum Boden des Behälters 3 reicht. Durch den Höhenunterschied Δh wird Zubereitung
4 aus dem Behälter 3 durch die Leitung 9 zum Abgabeelement 6 gefördert.
[0128] Das Abgabeelement ist insbesondere ein Piezo-Schwinger. Die Sensoreinheit 11 ist
ein Vibrationssensor, insbesondere ein Körperschallsensor. Der Vibrationssensor ist,
wie aus Fig. 1 gut zu erkennen ist, am frei beweglichen, distalen Ende des an der
Toiletteninnenseite verlaufenden vertikalen Schenkels des Bügels 5 angeordnet. Hierdurch
erfährt der Vibrationssensor 11 eine möglichst große Schwingungsamplitude, wodurch
die Sensitivität des Sensors 11 verbessert wird.
[0129] Das Abgabeelement 6 und die Sensoreinheit 11 sind mit der Steuereinheit 12 über eine
Signal-/ Energieleitung 14 miteinander verbunden, so dass Steuersignal an das Abgabeelement
6 und von der Sensoreinheit 11 übertragen werden. Die hierzu benötigte elektrische
Energie wird von einer im Dosiergerät 2 angeordneten Batterie 13 oder einem Akkumulator
geliefert.
[0130] Der Bügel 5 ist insbesondere formstabil ausgebildet, so dass die Leitung 9 und/oder
die Signal-/Energieleitung 14, die bevorzugt innerhalb des Bügels 5 verlaufen, vor
mechanischen Einflüssen geschützt sind. Es ist jedoch auch möglich die Leitung 9 und/oder
die Signal-/Energieleitung 14 außerhalb des Bügels 5 anzuordnen.
[0131] Am an der Toiletteninnenseite verlaufenden vertikalen Schenkel des Bügels 5 ist ferner
ein als Feder ausgebildetes Befestigungsmittel 10 angeordnet. Die Feder 10 weist eine
im Wesentlichen V-förmige Ausgestaltung auf, wobei ein Schenkel der V-förmigen Feder
10 fest am Bügel 5 angeordnet ist, während der freie Schenkel der V-förmigen Feder
10 gegen die Innenseitige Oberfläche des Toilettenbeckens 8 drückt. Hierdurch wird
zum einen eine lösbare Fixierung des WC-Spülers 1 am Toilettenbecken 8 bewirkt, zum
anderen werden Vibrationen und/oder Körperschall vom Toilettenbecken 8 auf den WC-Spüler
und insbesondere auf die Sensoreinheit 11 übertragen.
[0132] Fig. 2 zeigt einen erfindungsgemäßen WC-Spüler mit an einem Bügelende angeordneten
Abgabeelement in Aufsicht auf ein Toilettenbecken Am Bügel 5 ist ein Abgabeelement
6 in Form eines Düsenkopfes vorgesehen. Der Düsenkopf 6 ist beweglich am Bügel 5 angeordnet,
so dass er durch den Benutzer ausrichtbar ist. Zwischen Düsenkopf 6 und dem Bügel
5 ist ein Teleskopelement 53 angeordnet, durch dass die Länge des Bügels 5 und somit
der Applikationspunkt des Düsenkopfes 6 einstellbar ist. Mit dem Düsenkopf 6 wird
aus der Zubereitung ein Sprühkegel 7 erzeugt, der, ein definiertes Applikationsfeld
innerhalb des Toilettenbeckens 8 benetzt.
1. WC-Spüler zur Abgabe wenigstens einer Zubereitung (4) in das Innere eines Toilettenbeckens
(8) umfassend
■ Ein Dosiergerät (2),
■ Mindestens ein mit dem Dosiergerät verbundener Behälter (3) zur Bevorratung wenigstens
einer Zubereitung (4)
■ Ein Abgabeelement (6) zur Abgabe von Zubereitung (4), insbesondere ins Innere eines
Toilettenbeckens (8)
■ Wobei das Abgabeelement (6) über eine Leitung (9) kommunizierend mit dem Behälter
(3) verbunden ist und
■ der Boden des Behälters (3) in Schwerkraftrichtung oberhalb der Abgabeöffnung des
Abgabeelements (6) angeordnet ist, so dass zwischen dem Behälterboden und der Abgabeöffnung
des Abgabeelements (6) eine Höhendifferenz Δh ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der WC-Spüler (1) eine Sensoreinheit (11) umfasst, die geeignet ist einen Spütwasserstrom
durch das Toilettenbecken ohne Eingriff in den Spülwasserstrom zu detektieren und
dass am Dosiergerät (2) ein Befestigungsmittel (10) zur lösbaren Fixierung der Abgabevorrichtung
(1) am Rand einer Toilette vorgesehen ist und
dass das Befestigungsmittel (10) und die Sensoreinheit derart konfiguriert sind, dass
das Befestigungsmittel (10) Vibrationen, insbesondere Körperschall, vom Toilettenbecken
(8) aufnimmt und auf die Sensoreinheit (11) überträgt.
2. WC-Spüler nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhendifferenz Δh zwischen 1 - 30 mm, bevorzugt zwischen 2 -10 mm, insbesondere
bevorzugt zwischen 3 - 5 mm liegt.
3. WC-Spüler nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Dosiergerät (2) an der nach Außen gerichteten Seite des Toilettenbeckens (8)
angeordnet ist.
4. WC-Spüler nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (3) lösbar mit dem Dosiergerät (2) verbunden ist.
5. WC-Spüler nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter kopfseitige Öffnungen zur Entnahme von Zubereitung (4) aufweist.
6. WC-Spüler nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitung (9) in den Behälter (3) mündet.
7. WC-Spüler nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitung (9) in etwa am Boden des Behälters (3) mündet.
8. WC-Spüler nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitung (9) und die Zubereitung (4) in derart konfiguriert sind, dass mittels
Kapillarwirkung Zubereitung (4) in die Leitung (9) gezogen wird.
9. WC-Spüler nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitung (9) zumindest abschnittsweise als Docht ausgebildet ist.
10. WC-Spüler nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitung (9) innerhalb eines Bügels (5) angeordnet ist, der das Dosiergerät (2)
mit dem Abgabeelement (6) verbindet.
11. WC-Spüler nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abgabeelement (6) ein Piezo-Schwinger ist.
12. WC-Spüler nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sensorelement (11) ein Vibrationssensor, insbesondere ein Körperschallsensor,
ist.
13. WC-Spüler nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sensorelement (11) im Abgabeelement (6) integriert ist.
14. WC-Spüler nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsmittel (10) derart konfiguriert ist, dass wenigstens abschnittsweise
am Toilettenkörper (8) anliegt und Vibrationen, insbesondere Körperschall, vom Toilettenkörper
(8) aufnimmt.
15. WC-Spüler nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (3) eine Mehrzahl von Kammern zur Bevorratung voneinander verschiedenen
Zubereitungen aufweist.
16. WC-Spüler nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Strömungsrichtung der Zubereitung (4) durch die Leitung (9) vor dem Abgabeelement
(6) eine Kammer zur Bevorratung von Zubereitung (4) ausgebildet ist, die stromaufwärts
mit der Leitung (9) und stromabwärts zumindest mittelbar mit dem Abgabeelement (6)
kommunizierend verbunden ist.