(19)
(11) EP 2 335 423 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
14.03.2018  Patentblatt  2018/11

(21) Anmeldenummer: 09775796.7

(22) Anmeldetag:  08.10.2009
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
H04R 1/02(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/CH2009/000323
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2010/043059 (22.04.2010 Gazette  2010/16)

(54)

DÄMPFERELEMENT

ATTENUATION ELEMENT

ÉLÉMENT ATTÉNUATEUR


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 13.10.2008 CH 16212008

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
22.06.2011  Patentblatt  2011/25

(73) Patentinhaber: Rohrer, Christian
3086 Zimmerwald (CH)

(72) Erfinder:
  • Rohrer, Christian
    3086 Zimmerwald (CH)

(74) Vertreter: Keller & Partner Patentanwälte AG 
Eigerstrasse 2 Postfach
3000 Bern 14
3000 Bern 14 (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A1- 19 824 445
US-A- 4 493 471
US-A1- 2006 016 928
US-A- 3 770 560
US-A- 5 804 776
US-B1- 6 427 965
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung

    Technisches Gebiet



    [0001] Die Erfindung betrifft ein Dämpferelement für einen Dämpfer zum Anbringen zwischen einem Gerät der Beschallungstechnik oder Unterhaltungselektronik, insbesondere einem Audio-Wiedergabegerät, oder einem Musikinstrument und einer Stellfläche. Die Erfindung betrifft weiter einen Dämpfer mit einem solchen Dämpferelement.

    Stand der Technik



    [0002] Bei Lautsprecherboxen besteht das Problem, dass Schwingungen der Membran auf das Gehäuse der Lautsprecherbox und von dieser auf die Stellfläche übertragen werden, auf der die Lautsprecherbox steht. Dies kann zu Klangverzerrungen führen. Es ist bekannt, die am Lautsprecherboxengehäuse auftretenden Schwingungen mittels sogenannten Spikes in den Boden abzuleiten. Hierbei besteht allerdings bei schwingenden Untergründen, wie z. B. einem Parkettboden oder Regalbrettern, das Problem, dass die auftretenden Kräfte in die Stellfläche übertragen werden und es dann zu unkontrollierten und unerwünschten Schwingungsemissionen kommt, die zu Verzerrungen im Klangbild führen. Es sind auch Rückübertragungen der Resonanzschwingungen auf das Lautsprechergehäuse möglich, die zu weiteren Beeinträchtigungen des Klangbilds führen.

    [0003] Um diese Probleme zu vermeiden, ist es bekannt, bei Lautsprecherboxen Massnahmen zur Schwingungsdämpfung vorzusehen. Dazu eingesetzte Dämpfer dienen somit primär zum Entkoppeln des Geräts, d. h. sie verhindern, dass die Stellfläche mitschwingt. Ausserdem sind sie geeignet, schmalbandige Resonanzen des Gehäuses zu eliminieren. Aufgrund des vorher Gesagten ist der Einsatz von Dämpfern besonders dann angezeigt, wenn schwingende Untergründe vorhanden sind, wie z. B. ein Parkettboden oder ein Regalbrett. Eine an das Gerät, die Stellfäche und die Raumakustik angepasste Bedämpfung führt insbesondere zu einem präziseren Bass, klareren Mitten und einer verbesserten Räumlichkeit des reproduzierten Klangs.

    [0004] Um ihre Funktion erfüllen zu können, sind Dämpfer in der Regel aus einem elastischen Material ausgebildet bzw. umfassen elastische Elemente wie z. B. Federn. Dämpfer können in einen fest mit dem Gehäuse verbundenen Fuss integriert sein, sie können an einem Gehäuse anschraubbar ausgebildet sein oder dem zu bedämpfenden Gehäuse einfach unterschoben werden. Sie können kleinflächig ausgebildet sein oder grossflächig, z. B. als Untersetzplatten, deren Grundfläche derjenigen des Geräts entspricht bzw. diese übertrifft.

    [0005] Es hat sich gezeigt, dass die passende Bedämpfung nicht nur bei Lautsprecherboxen entscheidende Klangverbesserungen bringt, sondern auch bei anderen Geräten der Beschallungstechnik oder Unterhaltungselektronik, z. B. bei CD- oder Plattenspielern oder Verstärkern sowie bei akustischen und elektronischen Musikinstrumenten, die auf den Boden gestellt werden, insbesondere bei Klavieren und Flügeln.

    [0006] Bei einer Reihe von bekannten Dämpfern besteht das Dämpferelement, d. h. derjenige Teil des Dämpfers, welcher für die Dämpfung primär verantwortlich ist, aus einem Material mit einer der zu erreichenden Dämpfung angepassten Elastizität. So beschreibt z. B. die DE-OS 43 40 493 A1 (Joachim Lars Berndt) einen vibrationsabsorbierenden Fuss für Lautsprecherboxen, der aus Zellkautschuk oder einem ähnlichen elastomeren Material besteht, dessen Struktur aus wenigstens zwei übereinanderliegenden, mit einem gasförmigen Element gefüllten Zwischenschichten aufgebaut ist.

    [0007] Es hat sich jedoch gezeigt, dass bei diesen bekannten Elementen zum einen die Dämpfung verschiedenartiger Schwingungen des Gehäuses bzw. vertikaler und horizontaler Schwingungskomponenten nicht in gleichem Masse erfolgen kann und das zum anderen - insbesondere beim Bedämpfen von schweren Geräten wie leistungsfähigen Verstärkern oder schweren Lautsprecherboxen - die Dämpferelemente eine beschränkte Lebensdauer besitzen, weil sie aufgrund des Gerätegewichts in vertikaler Richtung derart komprimiert werden, dass sich das Material setzt. Dies führt dazu, dass das Dämpferelement seine Aufgabe nicht mehr in optimaler Weise ausführen kann oder sogar dazu, dass das Gerät direkt auf dem Boden aufliegt, z. B. über ein Halteelement des Dämpfers.

    [0008] Es sind aus dem Stand der Technik andersartige Dämpferkonzepte bekannt, die die genannten Probleme zum Teil ansprechen und lösen. So zeigt die DE G 92 06 488 (Dieter Pladwig) beispielsweise einen Dämpfer mit einem einseitig offenen schalenförmigen Gehäuse, das mit schwingungsdämpfendem Material, z. B. einem zweischichtigen Material aus Gummi und einer Schaumschicht oder einer Flüssigkeit, gefüllt ist. An der Oberfläche des schwingungsdämpfenden Materials ist ein Tragkörper angeordnet, auf dem die Bodenplatte des zu bedämpfenden Geräts reibungsarm gelagert ist. Dadurch wird erreicht, dass durch Schwingungen der Lautsprechermembran bewirkte waagerecht wirkende Schwingungen des Gehäuses nicht aufgrund von Haftreibung zwischen dem Gehäuse und der Stellfläche in den Boden übertragen werden.

    [0009] Die US 4,493,471 (Maclnnis) beschreibt einen Lautsprecherständer, welcher die Vibrationstransmission vom Boden auf den Lautsprecher und umgekehrt dämpft. Der Lautsprecherständer umfasst eine feste Bodenplatte, auf welcher ein Kissen aus Lärm absorbierendem Material, wie beispielsweise Schaumgummi oder anderen Elastomeren, aufgebracht ist. Die Oberfläche dieses Kissens weist Hügel und Täler auf, welche mit der Unterseite eines Lautsprechers Lufttaschen bilden. In einem Randbereich des Kissens sind Leistenaus Antivibrationsmaterial angebracht. Diese weisen eine genügend grosse Stabilität auf, dass ein darauf abgestellter Lautsprecher nicht soweit einsinken kann, dass das Kissen flachgedrückt wird.

    [0010] Die US 5,804,776 A (Bizlewicz) offenbart eine Vorrichtung zur Dämpfung der Schwingungsübertragung von einem elektro-akustischen Gerät auf dessen Unterlage oder umgekehrt. Die Vorrichtung umfasst einen aus Metall gefertigten Block mit einem Umfang, einer oberen Oberfläche und einer unteren Oberfläche. An der unteren Oberfläche befindet sich ein Basisteil, welcher eine Matrix aufweist, so dass eine Kontaktfläche des Basisteils kleiner als die Fläche der unteren Oberfläche ist. In der oberen Oberfläche befindet sich eine Einbuchtung, in welcher sich ein aus Metall gefertigtes rollendes Element befindet. Das rollende Element ist zwischen dem elektro-akustischen Gerät und dem Block angeordnet. Es besteht zudem die Möglichkeit, dass sich zwischen dem rollenden Element und elektro-akustischen Gerät ein weiterer Block befindet, welcher umgedreht mit der Einbuchtung auf dem rollenden Element ruht.

    [0011] Diese Konstruktionen sind allerdings aufwendig. Für die Dämpfung horizontaler und vertikaler Schwingungskomponenten des Geräts werden hier gänzlich verschiedene Mittel vorgeschlagen.

    [0012] Auch für die Bedämpfung andersartiger Geräte und Einrichtungen sind verschiedenste Dämpferelemente bekannt.

    [0013] So zeigt die US 2006/0016928 A1 (Thomas et al.) einen Nutzlastadapter für Startvehikel von Satelliten oder Raumschiffen. Der Nutzlastadapter umfasst ein Trägersystem für Nutzlasten. Er hält die axialen und radialen Vibrationen mit Eigenfrequenzen der getragenen Nutzlast, welche auf die Nutzlast übertragen werden, so tief wie möglich. Der Nutzlastadapter umfasst einen inneren und einen äusseren Verschlussring, sowie eine erste und eine zweite Aussenlage, welche einen Hohlkörper bilden. Die erste und die zweite Aussenlage sind durch radial ausgerichtete Zargen separiert. Der Nutzlastadapter ist aus Graphit-Epoxy oder anderen Verbundwerkstoffen hergestellt. Die Räume zwischen den Zargen können mit einem elastischen Material ausgefüllt sein.

    [0014] Die US 3,770,560 (American Cyanamid Company) beschreibt ein Lärm absorbierendes Laminat, welches die Lärmtransmission verringert und Lärm in der Luft absorbiert. Das Laminat besteht entweder aus einem doppellagigen Bereich bestehend aus einer perforierten Schicht und einer durchgehenden Schicht, wobei die perforierte Schicht (1) mit einer weiteren, perforierten, äusseren Schicht verbunden ist, oder aus einer Schicht mit Vertiefungen, welche mit einer perforierten, äusseren Schicht verbunden ist. Die Schichten bestehen aus Metall oder Plastik.

    [0015] Die DE 198 24 445 B4 (Calenberg Ingeneure, planmässig elastisch lagern GmbH) beschreibt ein Elastomerlager zum flächigen Abstützen von Bauwerksteilen, Baukonstruktionen oder dergleichen. Es handelt sich um plattenförmige Elastomerlager, welche beidseitig der Platte über Stützrippen verfügen. Diese beidseitigen angebrachten Stützrippen können auf den gegenüberliegenden Seiten versetzt oder nicht versetzt angeordnet sein und können auch jeweils einen Hohlraum umschliessen. Besonders werden Stützrippen mit im Wesentlichen trapezförmigem Querschnitt erwähnt. Dadurch wird eine Federkennlinie des Elastomerlagers erreicht, welche im unteren Lastbereich progressiv verläuft. Das Elastomerlager kann auch aus einem ersten plattenförmigen Teil und einem zweiten plattenförmigen Teil bestehen, wobei jeweils auf einer Seite eines Teils die Stützrippen ausgebildet sind und die beiden Teile mit ihren den Stützrippen abgewandten Seite Mittel zu einer formschlüssigen Verbindung der beiden Teile aufweisen.

    [0016] Die US 6,427,965 B1 (McCracken) offenbart eine Vorrichtung für Bodenkontakte von Maschinen, welche Schutz vor einem Schock und Vibrationen bietet. Die Vorrichtung besteht aus einem Isolationskissen, welches zwischen dem Boden und dem Bodenkontakt einer Maschine angeordnet wird. Dieses Isolationskissen ist aus einem elastischen, absorbierenden Material gebildet. Ein Basisteil des Isolationskissens, auf welchem der Bodenkontakt einer Maschine ruht, ist flach ausgebildet und weist eine Dicke von etwa 1 Zoll auf. Der Basisteil kann nach oben gerichtete Kone aufweisen, welche aus demselben Stück wie der Basisteil gegossen sind. Im Basisteil kann eine Platte eines verstärkten Materials eingebracht oder eingegossen sein. Der Basisteil kann aber auch aus drei separaten Schichten aufgebaut sein.

    [0017] Da diese Vorrichtungen für die Bedämpfung andersartiger Geräte oder Einrichtungen ausgelegt sind, kann nicht ohne weiteres davon ausgegangen werden, dass sie auch für die Bedämpfung von Geräten der Beschallungstechnik oder Unterhaltungselektronik geeignet sind.

    Darstellung der Erfindung



    [0018] Aufgabe der Erfindung ist es, ein dem eingangs genannten technischen Gebiet zugehörendes Dämpferelement zu schaffen, welches einfach aufgebaut und langlebig ist und welches eine klanglich vorteilhafte Bedämpfung des Geräts ermöglicht.

    [0019] Die Lösung der Aufgabe ist durch die Merkmale des Anspruchs 1 definiert, Gemäss der Erfindung ist das Dämpferelement einstückig aus einem elastischen Kunststoffmaterial ausgebildet und weist eine Struktur mit mehreren beabstandeten Bereichen verringerten Querschnitts auf. Es ist zudem derart ausgebildet, dass sich bei belastetem Dämpferelement eine erste Federkonstante in axialer Richtung, welche einer Richtung maximaler Belastung entspricht, und eine zweite Federkonstante in einer zur axialen Richtung senkrechten radialen Richtung, um höchstens 30 % unterscheiden. Das Dämpferelement besitzt derartige Ausnehmungen, dass mehrere umlaufende Stege ausgebildet sind, welche durch mehrere im Wesentlichen radiale Stege miteinander verbunden sind.

    [0020] Die einstückige Ausführung des Dämpferelements aus einem elastischen Kunststoffmaterial ermöglicht eine einfache und kostengünstige Herstellung, beispielsweise mittels eines Spritzgussverfahrens. Bei den Bereichen verringerten Querschnitts kann es sich um sacklochartige Ausnehmungen, um durchgehende Öffnungen oder um innenliegende Aussparungen handeln. Mit Hilfe der erfindungsgemässen Struktur mit mehreren beabstandeten Bereichen verringerten Querschnitts ist es trotz des einstückigen Aufbaus möglich, die mechanischen Eigenschaften des Dämpferelements und damit dessen Dämpfungseigenschaften gezielt im Hinblick auf einen optimalen Klang zu optimieren. Insbesondere ist es mit Hilfe der Struktur möglich, die Dämpfungseigenschaften des Dämpferelements in vertikaler Richtung einerseits und in horizontaler Richtung andererseits auf verschiedene Weise zu beeinflussen, Dies ist insofern bedeutsam, als das Gerätegewicht das Dämpferelement in vertikaler Richtung belastet und somit zu einer erheblichen Vorspannung führt, welche in der Regel deutlich höher ist als eine Vorspannung in horizontaler Richtung. In der Regel ist die Federkonstante der erfindungsgemässen Dämpferelemente nicht konstant, weil sich diese nicht wie eine ideale Feder verhalten. Die erwähnte erste Federkonstante bzw. zweite Federkonstante beziehen sich jedoch auf die Ruhelage des Dämpferelements, welche dann gegeben ist, wenn das zu bedämpfende Gerät auf dem bzw. den Dämpferelementen ruht und weder vom Gerät noch von der Stellfläche Vibrationen auf das bzw. die Dämpferelemente einwirken. Aufgrund der Tatsache, dass das Gerätegewicht in der Regel in vertikaler Richtung auf das Dämpferelement einwirkt und somit in diese Richtung eine deutlich höhere Vorspannung gegeben ist, sind das Material und/oder die geometrische Struktur des Dämpferelements im Rahmen der Erfindung derart angepasst, dass die effektiven Federkonstanten aneinander angeglichen werden. Diese Angleichung erfolgt insbesondere durch die geeignete Dimensionierung und Anordnung der Bereiche verringerten Querschnitts.

    [0021] Dadurch, dass die Federkonstanten sowohl in axialer Richtung (d. h. in der Regel in vertikaler Richtung) als auch in radialer Richtung (d, h, in der Regel in horizontalen Richtungen) ähnlich gross sind, wird erreicht, dass Schwingungen des zu bedämpfenden Geräts unabhängig von ihrer Hauptschwingungsrichtung gleichmässig bedämpft werden. Somit kann eine Übertragung von Schwingungen auf die Stellfläche unabhängig von der Art der Schwingungsmodi des Geräts soweit gewünscht verringert werden. Dadurch, dass die Dämpfungswirkung für unterschiedliche Schwingungen im Wesentlichen gleich ist, und nicht gewisse Schwingungen bzw. Frequenzen oder Frequenzbänder deutlich stärker bzw. deutlich weniger bedämpft werden, wird zudem vermieden, dass der Einfluss des Dämpferelements zu klanglichen Verfärbungen führt.

    [0022] Die umlaufenden Stege gewährleisten eine gleichmässige Abstützung der axial auf das Dämpferelement einwirkenden Kräfte, während die radialen Stege die umlaufenden Stege mechanisch stützen und gleichzeitig die Elastizität in radialer Richtung sicherstellen. Durch diese bevorzugte Geometrie wird bei belastetem Dämpferelement eine ähnliche Elastizität (Federkonstante) in axialer Richtung einerseits und in radialer Richtung andererseits ermöglicht.

    [0023] Mit Vorteil ist das Dämpferelement derart ausgebildet, dass sich bei belastetem Dämpferelement eine erste Federkonstante in axialer Richtung, welche einer Richtung maximaler Belastung entspricht, und eine zweite Federkonstante in einer zur axialen Richtung senkrechten radialen Richtung, um höchstens 20%, unterscheiden.

    [0024] Es hat sich herausgestellt, dass sich thermoplastische Elastomere (TPE), insbesondere thermoplatische Elastomere auf Olefinbasis (TPE-O), besonders gut als Material für das erfindungsgemässe Dämpferelement eignen.

    [0025] In Blindtests hat sich erwiesen, dass sie gegenüber anderen Materialien klangliche Vorteile bieten; zudem ermöglichen sie eine lange Lebensdauer, da das Material seine anfängliche Elastizität während einer sehr langen Zeit beibehält. Weiter sind derartige Materialien mit der für die Dämpfung optimalen Härte kommerziell verfügbar und lassen sich wirtschaftlich verarbeiten, z. B. durch Spritzgussverfahren. Schliesslich sind diese Kunststoffe in fettfreier Form verfügbar, so dass Beschädigungen der Stellfläche an den Kontaktstellen vermieden werden.

    [0026] Anstelle von TPE sind grundsätzlich auch andere elastische Kunststoffmaterialien einsetzbar, so z. B. reines EPDM, Butadien-Kautschuk (BR), Polyurethane oder Polyamide.

    [0027] Besonders bevorzugt wird das Dämpferelement aus einem aufgeschäumten Kunststoffmaterial, insbesondere einem aufgeschäumten TPE, gefertigt. Wiederum hat es sich im Rahmen der erwähnten Blindtests gezeigt, dass aufgeschäumte Materialien hinsichtlich der erreichbaren Klangverbesserungen vorteilhaft sind. Durch das Aufschäumen lassen sich die Dämpfeigenschaften gezielt optimieren. Gute Langzeiteigenschaften sind auch den aufgeschäumten Materialien eigen.

    [0028] Das Aufschäumen erfolgt bevorzugt durch den an sich bekannten Einsatz von Treibmitteln und Gasen im Rahmen eines Spritzgussverfahrens. Ein geeignetes Verfahren offenbart beispielsweise die DE 42 13 263 A1 (Astro-Valcour).

    [0029] Es hat sich gezeigt, dass eine Härte des für das Dämpferelement verwendeten Materials mit Vorteil im Bereich 10 - 70 Shore A, bevorzugt 15 - 55 Shore A, liegt (jeweils gemessen nach DIN 53505, 7868; Haltezeit 15 s, bei 23 °C). Die für ein Dämpferelement optimale Härte ist eine Funktion der verwendeten Struktur sowie der geometrischen Dimensionen des Elements einerseits und des Gewichts des zu bedämpfenden Geräts andererseits. So ist zum Bedämpfen von schwereren Geräten die Verwendung eines Materials mit einer grösseren Härte angezeigt. Mit Vorteil wird ein Bedämpfungssystem zur Verfügung gestellt, welches eine Reihe von Dämpferelementen umfasst, die aus Materialien verschiedener Härte hergestellt sind.

    [0030] Durch eine Anpassung der geometrischen Struktur und/oder der Dimensionen des Dämpferelements lassen sich im Rahmen der Erfindung grundsätzlich auch Materialien geringerer oder grösserer Härte einsetzen.

    [0031] Mit Vorteil liegt ein Verhältnis einer maximalen Ausdehnung des Dämpferelements zu einer Höhe des Dämpferelements im Bereich von 2.25 - 5.5, bevorzugt im Bereich von 2.75 - 4.0. Das Dämpferelement hat bevorzugt eine kreiszylindrische Form, wobei in diesem Fall die maximale Ausdehnung mit dem Durchmesser des Elements zusammenfällt, Die angegebenen Werte für das Verhältnis zwischen maximaler Ausdehnung (also z. B. Durchmesser) und Höhe ermöglichen die Herstellung von Dämpferelementen, die ohne aufwendige Zusatzmassnahmen eine mechanisch stabile Lagerung des Geräts ermöglichen, gleichzeitig aber auch in der Lage sind, sowohl in vertikaler als auch in horizontaler Richtung Schwingungen optimal zu bedämpfen.

    [0032] Durch Einsatz einer geeigneten Lagerung für das Dämpferelement kann dieses auch ein Verhältnis von weniger als 2.25 aufweisen. Bei grossflächigen Dämpferelementen, wie sie z. B. für Untersetzplatten eingesetzt werden können, kann das Verhältnis auch grösser sein als 5.5.

    [0033] Mit Vorteil weist das Dämpferelement eine durchgehende erste Hauptfläche auf, während eine zweite Hauptfläche, welche der ersten Hauptfläche gegenüberliegt, mit mehreren beabstandeten sacklochartigen Ausnehmungen versehen ist. Die durchgehende Hauptfläche kann insbesondere die Kontaktfläche mit der Stellfläche bilden. Es hat sich gezeigt, dass eine solche Struktur die gewünschten Dämpfungseigenschaften ermöglicht, während aufgrund der durchgehenden Hauptfläche ein Eindringen von Schmutz in das Dämpferelement verhindert werden kann und die mechanische Stabilität des Elements verbessert wird.

    [0034] Das Element kann auch anders ausgebildet sein, insbesondere dann, wenn es in einer gekapselten Form verwendet wird, wo das Eindringen von Schmutz durch die Kapselung ohnehin verhindert wird und ein gesondertes Element für die Kontaktierung der Stellfläche zur Verfügung steht.

    [0035] Die erwähnte Strukturierung ist insbesondere bei Dämpferelementen von Vorteil, welche eine kreiszylindrische Form aufweisen, Dabei weist die durch die umlaufenden sowie radialen Stege gebildete Struktur mit Vorteil eine Drehsymmetrie auf, wobei die Drehsymmetrie bevorzugt mindestens sechsteilig, besonders bevorzugt mindestens achtteilig, ist. Eine derartige Drehsymmetrie gewährleistet eine gleichmässige Elastizität über die gesamte Fläche des Dämpferelements, unabhängig von dessen Drehlage. Die Anzahl der radialen Stege und/oder der Abstand der umlaufenden Stege können in Abhängigkeit der Entfernung von der Symmetrieachse unterschiedlich sein, ohne dass die Drehsymmetrie aufgegeben werden muss.

    [0036] Andere Geometrien der Strukturierung sind möglich, z. B. eine zeilenartige Struktur mit einer isotropen Zellverteilung.

    [0037] Die durchgeführten Versuche haben ergeben, dass es von Vorteil ist, wenn die Ausnehmungen derart ausgebildet sind, dass eine Gesarntfläche der Ausnehmungen 15 - 50 %, bevorzugt 25 - 40 %, einer Gesamtfläche der zweiten Hauptfläche ausmacht. Diese Werte ermöglichen eine ausreichende und gleichmässige Abstützung des zu tragenden Gewichts bei gleichzeitig ausreichender radialer Elastizität.

    [0038] Je nach verwendetem Material und dem Gewicht des zu bedämpfenden Geräts können auch andere Anteile vorgesehen werden. Bei einem harten und vergleichsweise wenig elastischen Material kann der Anteil grösser gewählt werden, bei einem Dämpferelement aus weichem Material, welches für die Bedämpfung leichterer Geräte bestimmt ist, kann der Anteil geringer gewählt werden.

    [0039] Bei einer Ausführungsform des erfindungsgemässen Dämpferelements ist auf der durchgehenden ersten Hauptfläche eine Gleitfläche ausgebildet. Wird das Dämpferelement derart am zu bedämpfenden Gehäuse angebracht, dass es die Kontaktfläche mit der Stellfläche bildet, wenn das Dämpferelement z. B, den untersten Teil eines Gehäusefusses bildet, ermöglicht dies ein einfaches Verschieben des Geräts, insbesondere auf glatten Böden wie Parkett- oder Steinböden.

    [0040] Bei einem Dämpferelement, das durch ein Spritzgussverfahren hergestellt ist, wird die Gleitfläche bevorzugt auf der ersten Hauptfläche des Dämpferelements angeformt, d. h. ein Stück eines Materials mit Gleiteigenschaften wird während des Spritzgiessens mit dem Dämpfermaterial verbunden. Als geeignetes Material hat sich insbesondere Polyamid erwiesen, es sind aber auch andere Materialien möglich, z. B. Kunststoffe mit einem gewissen Anteil PTFE.

    [0041] Bei anderen Ausführungsformen fehlt die Gleitfläche.

    [0042] Im einfachsten Fall wird das Dämpferelement dem zu bedämpfenden Gerät einfach unterlegt, es bildet somit den eigentlichen Dämpfer. In bevorzugten Ausführungsformen umfasst der Dämpfer neben dem eigentlichen Dämpferelement jedoch weitere Komponenten. Wie diese ausgebildet sind, hängt von der Art des Dämpfers ab, d. h. ob es sich um einen Gehäusefuss, eine Untersetzplatte, einen an einem Gehäusefuss anbringbaren Dämpfer handelt etc. Bei einer dieser weiteren Komponenten handelt es sich insbesondere um eine Halterung für das Dämpferelement, welche sich am zu bedämpfenden Gerät befestigen lässt. Zu diesem Zweck weisen die meisten Geräte der Beschallungstechnik oder Unterhaltungselektronik Schraubverbinder auf, an welchen sich Gerätefüsse oder eben Dämpfer in an sich bekannter Weise befestigen lassen.

    [0043] Bevorzugt ist die Halterung als Aufnahme für das Dämpferelement ausgebildet, welche eine Mantelfläche des aufgenommenen Dämpferelements passend umschliesst. Dies gewährleistet, dass die aufgrund des Gewichts des zu bedämpfenden Geräts auf das Dämpferelement einwirkenden axialen Kräfte gleichmässig auf das Dämpferelement verteilt werden. Zudem erhöht die umschliessende Aufnahme sowohl die axiale als auch die radiale mechanische Stabilität des Dämpferelements sowie dessen Lebensdauer, da sie verhindert, dass das Dämpferelement aufgrund der Gewichtsbelastung nach aussen "wegfliessen" kann.

    [0044] Mit Vorteil umfasst die Aufnahme eine Gewindeöffnung zur Aufnahme einer Befestigungsschraube oder eines Befestigungsadapters. Dies ermöglicht eine einfache und sichere Befestigung des Dämpfers am zu bedämpfenden Gerät. Befestigungsadapter ermöglichen die Anpassung des Dämpfers an unterschiedliche Schraubenmasse. Dies ist insofern von Vorteil als die bei im Handel erhältlichen Geräten vorhandenen Schrauben kein genormtes Mass aufweisen.

    [0045] Besonders bevorzugt ist diese Gewindeöffnung mit einem Gewinde versehen, welches sich nicht über eine gesamte Länge der Gewindeöffnung erstreckt. Entspricht der Innenquerschnitt des nicht mit dem Gewinde versehenen Abschnitts dem Innenquerschnitt des Gewindes (Kerndurchmesser), wird ein Festschrauben einer Schraube bzw. eines Gewindebolzens oder einer Gewindestange ermöglicht, so dass sich eine Abstützung auf der Aussenseite der Aufnahme oder an einem Gegenstück erübrigt.

    [0046] Alternativ ist im nicht mit dem Gewinde versehenen Abschnitt der Gewindeöffnung eine Aufnahme für ein Gegenstück, insbesondere für eine Mutter, ausgebildet.

    [0047] Mit beiden Varianten kann einerseits eine einfache Befestigung am Gerät ermöglicht werden, unabhängig davon, ob dieses z. B. einen Gewindebolzen oder eine Gewindebohrung aufweist, andererseits wird verhindert, dass die Befestigungsschraube des Geräts in direkten Kontakt mit dem Dämpferelement kommt. Vielmehr wird gewährleistet, dass alle abzuleitenden Vibrationen gleichmässig von der Aufnahme auf das Dämpferelement übertragen werden. Gleichzeitig ermöglichen diese Lösungen eine äusserst platzsparende Bauweise und damit eine vorteilhafte Optik des Dämpfers.

    [0048] Bei einem Dämpfer, welcher besonders für das Bedämpfen von akustischen Musikinstrumenten wie Klavieren und insbesondere Flügeln geeignet ist, umfasst die Aufnahme eine Tragefläche für das Gerät bzw. das Musikinstrument, wobei die Tragefläche bei aufgenommenem Dämpferelement tiefer liegt als die zweite Hauptfläche des Dämpferelements. Dies ermöglicht die Bedämpfung des Geräts bzw. des Musikinstruments, ohne dass dessen Stellhöhe stark angehoben wird und im Wesentlichen unabhängig von der vertikalen Ausdehnung des Dämpferelements. Besonders vorteilhaft ist ein solcher Dämpfer zum Bedämpfen eines Flügels: Eine Vergrösserung der Stellhöhe ist dort unerwünscht, weil er in der Regel zu einem Anheben der Pedale führt. Können die Beine des Flügels auf den erfindungsgemässen Dämpfer mit tiefer liegender Tragefläche gestellt werden, wird eine klanglich optimale Bedämpfung mit ausreichend hoch dimensionierten Dämpferelementen erreicht, ohne dass die Ergonomie massgeblich beeinträchtigt wird.

    [0049] Bei einem solchen Dämpfer umfasst die Aufnahme mit Vorteil einen äusseren Bereich zur Aufnahme des Dämpferelements bzw. mehrerer Dämpferelemente sowie einen inneren, abgesenkten Bereich zur Bildung der Tragefläche. Dies ermöglicht eine gleichmässige Verteilung des Gewichts des zu bedämpfenden Geräts bzw. Musikinstruments auf mehrere Dämpferelemente bzw. auf die Fläche eines die Tragefläche umgebenden Dämpferelements. Wird nur ein Dämpferelement eingesetzt, ist dies mit Vorteil ringförmig und umschliesst in seinem aufgenommenen Zustand die Tragefläche. Es ist grundsätzlich möglich, ein solches Dämpferelement auch so auszubilden, dass es im Bereich der Tragefläche eine geringere Höhe aufweist als in einem umgebenden Bereich, so dass ebenfalls eine Absenkung der Tragefläche unter die - durch die Bereiche grösserer Höhe gebildete - zweite Hauptfläche des Dämpferelements ermöglicht wird. Werden mehrere Dämpferelemente eingesetzt, können diese beispielsweise teilringförmig sein oder aber auch zylindrisch wie Dämpferelemente für Gerätefüsse. Mit Vorteil werden die mehreren Dämpferelemente gleichmässig im äusseren Bereich angeordnet, z. B. mit jeweils gleichem Winkelabstand.

    [0050] Anstelle einer auf der durchgehenden ersten Hauptfläche des Dämpferelements ausgebildeten Gleitfläche kann der Dämpfer auch eine zusätzliche Gleiterplatte umfassen, welche auf der durchgehenden ersten Hauptfläche des Dämpferelements befestigbar ist. Die Befestigung kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass im Dämpferelement Stecklöcher mit kleinem Querschnitt ausgebildet sind und dass die Gleiterplatte nach innen ragende Stifte aufweist, deren Querschnitt minimal grösser ist als derjenige der Stecklöcher. Durch die Elastizität des Dämpfermaterials lassen sich die Stifte trotzdem in die Stecklöcher einführen und sind dort reibschlüssig gehalten. Um eine gute Einführbarkeit sicherzustellen, können die Stifte ganz oder teilweise konisch ausgebildet sein. Die Gleiterplatte ist mit Vorteil derart am Dämpferelement befestigbar, dass sie die Aufnahme für das Dämpferelement nicht kontaktiert. So kann eine unerwünschte Schwingungsübertragung zwischen Gleiterplatte (und damit der Stellfläche) und der Aufnahme (und damit dem Gerät bzw. Musikinstrument) vermieden werden. Die Gleiterplatte kann z. B. aus einem Kunststoff wie beispielsweise Nylon gefertigt sein.

    [0051] Aus der nachfolgenden Detailbeschreibung und der Gesamtheit der Patentansprüche ergeben sich weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Merkmalskombinationen der Erfindung.

    Kurze Beschreibung der Zeichnungen



    [0052] Die zur Erläuterung des Ausführungsbeispiels verwendeten Zeichnungen zeigen:
    Fig. 1
    eine schematische Draufsicht auf eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemässen Dämpferelements;
    Fig. 2
    eine schematische Darstellung eines Querschnitts durch das Dämpferelement entlang der Ebene A - A;
    Fig. 3
    eine schematische Darstellung eines Querschnitts durch das in einer Aufnahme einer ersten Ausführungsform eines Dämpfers aufgenommene Dämpferelement;
    Fig. 4
    eine schematische Draufsicht auf eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemässen Dämpferelements;
    Fig. 5
    eine schematische Darstellung eines Querschnitts durch das in einer Aufnahme einer zweiten Ausführungsform eines Dämpfers aufgenommene Dämpferelement;
    Fig. 6
    eine schematische Draufsicht auf eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemässen Dämpfers mit aufgenommenen Dämpferelementen;
    Fig. 7
    eine schematische Darstellung eines Querschnitts durch den Dämpfer mit aufgenommenen Dämpferelementen;
    Fig. 8
    eine schematische Draufsicht auf eine vierte Ausführungsform eines erfindungsgemässen Dämpfers mit aufgenommenem Dämpferelement; und
    Fig. 9
    eine schematische Darstellung eines Querschnitts durch den Dämpfer mit aufgenommenem Dämpferelement.


    [0053] Grundsätzlich sind in den Figuren gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.

    Wege zur Ausführung der Erfindung



    [0054] Die Figur 1 zeigt eine schematische Draufsicht auf eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemässen Dämpferelements, die Figur 2 ist eine schematische Darstellung eines Querschnitts durch das Dämpferelement entlang der in der Figur 1 eingezeichneten Ebene A - A. Das Dämpferelement 1 hat eine im Wesentlichen zylindrische äussere Form und umfasst einen oberen zylindrischen Abschnitt 10 sowie einen zum oberen Abschnitt 10 koaxialen unteren zylindrischen Abschnitt 20, dessen Durchmesser gegenüber dem oberen Abschnitt verringert ist. Beispielsweise beträgt der Durchmesser des oberen Abschnitts 10 bei einem zur Bedämpfung einer Lautsprecherbox geeigneten Dämpferelement 43 mm, und der Durchmesser des unteren Abschnitts 20 beträgt 35 mm (in der Figur 1 ist der Umfang des unteren Abschnitts 20 gestrichelt eingezeichnet). Die Höhe des oberen Abschnitts 10 beträgt 10 mm, diejenige des unteren Abschnitts 20 beträgt 3 mm. Am Übergang zwischen dem oberen Abschnitt 10 und dem unteren Abschnitt 20 ist im oberen Abschnitt 20 eine umlaufende Nut 16 ausgenommen.

    [0055] Das Dämpferelement ist einstückig und homogen in einem Spritzgussprozess aus einem aufgeschäumten thermoplastischen Elastomer auf Olefinbasis (TPE-O) gefertigt, beispielsweise aus dem von der Firma Exxon Mobile kommerziell erhältlichen Material Santoprene® 201-45, dem für den Aufschäumprozess 3 Gew.% eines handelsüblichen Treibmittels zugegeben wurden. Die Härte des Ausgangsmaterials beträgt 45 Shore A.

    [0056] Im oberen Abschnitt 10 ist eine Profilierung 11 ausgebildet, die eine Reihe von prismatischen, sacklochartigen Ausnehmungen 12a, 12b, 12c umfasst. Die Tiefe der Ausnehmungen 12a-c beträgt im dargestellten Ausführungsbeispiel 9 mm, sie erstrecken sich somit nur im oberen Abschnitt 10 und greifen nicht in den unteren Abschnitt 20 ein. Dieser ist durchgehend ausgebildet und bildet auf seiner unteren Seite eine geschlossene Aussenfläche 21 aus.

    [0057] Die Struktur des oberen Abschnitts 10 und dessen Aussenfläche 13 ergibt sich durch eine Anordnung von drei umlaufenden, kreisringförmigen Stegen 14a, 14b, 14c die durch radiale Stege 15a, 15b miteinander verbunden sind. Die Breiten der umlaufenden Stege 14a-c sowie der radialen Stege 15a, b sind jeweils untereinander gleich. So beträgt die Breite der umlaufenden Stege 14a-c beispielsweise 3 mm, und die Breite der radialen Stege beträgt ebenfalls 3 mm. Die umlaufenden Stege 14a-c weisen zudem gleiche Abstände auf, so betragen die Innenradien der drei Stege 14a-c im dargestellten Ausführungsbeispiel 37 mm, 21.5 mm und 6 mm. Zwischen dem äusseren umlaufenden Steg 14a und dem inneren umlaufenden Steg 14c sind in einem Winkelabstand von jeweils 45° gleichmässig die radialen Stege 15a angeordnet. Zusätzlich verlaufen jeweils mittig zwischen diesen Stegen 15a weitere radiale Stege 15b zwischen dem äusseren umlaufenden Steg 14a und dem mittleren umlaufenden Steg 14b. Das Dämpferelement weist somit eine achtteilige Drehsymmetrie auf.

    [0058] Zwischen den Stegen ergeben sich die sacklochartigen Ausnehmungen 12a-c, wobei die Ausnehmungen 12a, 12b zwischen dem äusseren Steg 14a und dem inneren Steg 14c die Form von Kreisringsegmenten haben und wobei die zentrale Ausnehmung 12c zylindrisch ist. Im Bereich der Oberfläche 13 des oberen Abschnitts 10 des Dämpferelements 1 haben die Ausnehmungen einen Flächenanteil von ca. 31 %. Aufgrund der Tatsache, dass sich der untere Abschnitt 20, welcher die Kontaktfläche mit der Stellfläche bildet, nicht bis zum äusseren umlaufenden Steg 14a erstreckt, findet bei der Übertragung der abzuleitenden Kräfte zwingend eine Verteilung derselben über die umlaufenden und radialen Stege statt. Eine direkte Übertragung von im Randbereich des Dämpferelements 1 einwirkenden Kräften auf die Stellfläche wird verhindert.

    [0059] Die Figur 3 ist eine schematische Darstellung eines Querschnitts durch das in einer Aufnahme 2 einer ersten Ausführungsform eines Dämpfers 3 aufgenommene Dämpferelement 1. Die Aufnahme ist kreissymmetrisch und umfasst einen hohlzylindrischen Abschnitt 30, der einseitig durch eine Deckelfläche 40 abgeschlossen ist. Im Bereich des durch den hohlzylindrischen Abschnitts 30 gebildeten Krone, an der Umrandung der Öffnung der Aufnahme 2 ist eine umlaufende Nase 32 ausgebildet, welche sich senkrecht zur Symmetrieachse der Aufnahme 2 nach innen erstreckt. Die Dimensionen des hohlzylindrischen Abschnitts 30 sind so gewählt, dass das Dämpferelement 1 passend aufgenommen werden kann, wobei die Nase 32 der Aufnahme 2 in die Nut 16 des Dämpferelements 1 eingreift und dieses somit formschlüssig festhält. Dies stellt sicher, dass beim Anheben des Dämpfers 3 das Dämpferelement 1 in der Aufnahme 2 verbleibt. Das Einsetzen und Entfernen des Dämpferelements 1 in die bzw. aus der Aufnahme 2 ist jedoch aufgrund seiner Elastizität ohne weiteres möglich. Das Dämpferelement 1 wird so in die Aufnahme 2 eingesetzt, dass die Aussenfläche 13 von dessen oberen Abschnitt 10 die Innenfläche 41 der Deckfläche 40 kontaktiert, während die geschlossene Aussenfläche 21 des unteren Abschnitts 20 aus der Aufnahme 2 herausragt. Im dargestellten Ausführungsbeispiel erstreckt sich der Mantel 31 des hohlzylindrischen Abschnitts 30 bei aufgenommenem Dämpferelement 1 ungefähr bis zum unteren Ende des oberen Abschnitts 10 des Dämpferelements.

    [0060] Die Aufnahme 2 ist aus eloxiertem Aluminium gefertigt. In der Deckfläche 40 der Aufnahme 2 ist mittig ein zylindrischer Aufnahmeteil 42 ausgebildet, der sich nach aussen erstreckt und eine durchgehende Öffnung 43 mit einem Innengewinde 44 aufweist. Das Innengewinde 44 erstreckt sich von der äusseren Mündung der Öffnung 43 teilweise durch die Öffnung 43. Unterhalb des Innengewindes 44 ist die Öffnung 43 verengt, indem in diesem Abschnitt 45 deren Innendurchmesser hier dem Kerndurchmesser des Innengewindes 44 entspricht.

    [0061] Mit Hilfe des Innengewindes 44 und dem verengten Abschnitt 45 einerseits sowie Schrauben bzw. Gewindebolzen oder -stangen andererseits kann die Aufnahme am Gehäuse des zu bedämpfenden Geräts, an einer Untersetzplatte oder einem Adapter zur Anpassung des Gewindes an die vom Gerät vorgegebenen Dimensionen befestigt werden. Ein Kontakt zwischen dem Befestigungsmittel und dem Dämpferelement 1 wird dabei vermieden. Gleichzeitig ermöglichen diese Mittel flexible Befestigungsmöglichkeiten an verschiedenartigen Gegenstücken.

    [0062] Die Aufnahme 2 stabilisiert durch ihren Mantel 31 das darin aufgenommene Dämpferelement 1 in radialer Richtung. Gleichzeitig verteilt sie die aufzunehmenden Kräfte gleichmässig auf das Dämpferelement 1. Zusätzlich wird durch den umlaufenden Mantel 31 vermieden, dass das Dämpferelement 1 aufgrund des Gerätegewichts radial nach aussen gedrückt wird. Vielmehr wird in radialer Richtung eine Vorspannung im Dämpferelement 1 aufgebaut. Diese verteilt sich aufgrund der radialen Stege 15a, b gleichmässig im Dämpferelement 1. In vertikaler Richtung, also in Richtung der Gewichtsbelastung des zu bedämpfenden Geräts umfasst das Dämpferelement 1 durchgehende Bereiche, während in radialen Richtungen, die keine Vorspannung durch das Gerätegewicht erfahren, stets ausgenommene Bereiche vorhanden sind. Durch das Zusammenspiel der Aufnahme 2 mit dem Dämpferelement 1 und durch dessen Strukturierung sind die elastischen Eigenschaften des Dämpfers 3 so eingestellt, dass sie im Betriebszustand (also bei belastetem Dämpfer 3) in axialer und in radialer Richtung ungefähr gleich sind.

    [0063] Um Geräte verschiedenen Gewichts bedämpfen zu können, wird mit Vorteil ein Satz von unterschiedlichen Dämpferelementen zur Verfügung gestellt, wobei diese grundsätzlich immer mit der gleichen Aufnahme zusammenwirken können. Die Unterschiede in den Dämpferelementen werden mit Vorteil durch die Verwendung verschiedener TPE-Ausgangsmaterialien mit unterschiedlichen Härten erreicht, so können beispielsweise durch einen Satz von Dämpferelementen, die aus TPE-Material der Härten 17, 24, 35, 45 und 55 Shore A hergestellt sind, die gängigen Gewichte von Audio-Wiedergabegeräten (inkl. Lautsprecher) abgedeckt werden. Neben oder zusätzlich zur Verwendung unterschiedlicher Ausgangsmaterialien können grundsätzlich auch unterschiedliche Strukturierungen vorgesehen werden. Dies bedingt allerdings die Herstellung zusätzlicher Spritzgussformen, was die Herstellungskosten erhöht.

    [0064] Die Figur 4 zeigt eine schematische Draufsicht auf eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemässen Dämpferelements. Dieses entspricht weitestgehend dem Dämpferelement gemäss Figuren 1 und 2. Im Unterschied dazu umfasst das Dämpferelement 101 zusätzlich vier zylindrische Bohrungen 117.1...117.4, welche kreissymmetrisch um den Mittelpunkt der Hauptebene des Dämpferelements 101 angeordnet sind (also in einem gegenseitigen Winkelabstand von je 90°). Die Bohrungen 117.1...117.4 sind so angeordnet, dass sie sich alle innerhalb der prismatischen, sacklochartigen Ausnehmungen 112b befinden. Sie reichen von der Aussenfläche 121 bis zum Boden der jeweiligen Ausnehmung 112b.

    [0065] Die Figur 5 zeigt eine schematische Darstellung eines Querschnitts durch das in einer Aufnahme einer zweiten Ausführungsform eines Dämpfers 103 aufgenommene Dämpferelement 101, entlang der Linie B-B in der Figur 4. Die Aufnahme 2 ist unverändert und wurde bereits im Zusammenhang mit der Figur 3 im Detail beschrieben. Das Dämpferelement 101 ist ebenfalls in identischer Weise in der Aufnahme 2 aufgenommen. Im Unterschied zur ersten Ausführungsform ist nun aber an der Aussenfläche 121 des Dämpferelements 101 eine Gleiterplatte 150 befestigt. Diese ist vollständig aus Nylon gefertigt. Sie weist einen kreisförmigen Boden 151 konstanten Querschnitts auf, eine nach oben gezogene Umrandung 152 sowie vier nach oben ragende Befestigungsstifte 153. Die Stifte sind so angeordnet, dass sie mit den Bohrungen 117.1...117.4 im Dämpferelement 101 fluchten. Ihr Querschnitt ist etwas grösser als derjenige der Bohrungen 117.1... 117.4 in unbelastetem Zustand. Aufgrund der Elastizität des Materials des Dämpferelements 101 sind die Befestigungsstifte 153 und damit die Gleiterplatte 150 kraftschlüssig am Dämpferelement 110 gehalten. In befestigtem Zustand reichen die Befestigungsstifte 153 mit ihrem freien Ende gerade ungefähr bis zum oberen Ende der jeweiligen Bohrung 117.1...117.4.

    [0066] Das Dämpferelement 101 liegt mit im Wesentlichen seiner gesamten Grundfläche auf dem kreisförmigen Boden 151 der Gleiterplatte 150 auf. Dies gewährleistet eine gute Ankoppelung des Dämpferelements 101 an die Stellfläche. Die nach oben gezogene Umrandung 152 der Gleiterplatte 150 ist derart dimensioniert, dass sie auch bei maximal belastetem Dämpferelement nicht den oberen Abschnitt 110 des Dämpferelements 101 berührt, so dass die Gleiterplatte 150 keinen massgeblichen Einfluss auf die Dämpfung des Dämpfers 103 hat. Auch die Befestigungsstifte 153 nehmen keine axialen Kräfte auf. Die Gleiterplatte 150 lässt sich je nach Einsatzzweck befestigen oder entfernen. Neben ihren Gleiteigenschaften stellt sie bei empfindlichem Untergrund sicher, dass dieser nicht durch das Material des Dämpferelements 101 beeinträchtigt werden kann.

    [0067] Die Figur 6 zeigt eine schematische Draufsicht auf eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemässen Dämpfers mit aufgenommenen Dämpferelementen, die Figur 7 eine schematische Darstellung eines Querschnitts durch den Dämpfer mit aufgenommenen Dämpferelementen entlang der Linie C-C in der Figur 6. Der Dämpfer 203 hat im wesentlichen die Form einer kreisförmigen Platte. Er ist aus Aluminium hergestellt und weist im Randbereich sechs gleichmässig entlang des Umfangs angeordnete Aufnahmen 202.1...202.6 zur Aufnahme der bereits vorher, im Zusammenhang mit den Figuren 4 und 5 beschriebenen Dämpferelementen 101 auf. Die Aufnahmen 202.1...202.6 sind als zylindrische, nach oben über die Platte vorstehende Ausbuchtungen ausgebildet. Ihr Innenquerschnitt entspricht - bis auf den fehlenden Aufnahmeteil demjenigen der im Zusammenhang mit der Figur 3 vorbeschriebenen Aufnahme. Die Höhe der Aufnahmen 202.1...202.6 ist so gewählt, dass die Plattenfläche des Dämpfers 203 bei eingesetzten Dämpferelementen 101 ungefähr auf der Höhe des Übergangs zwischen dem oberen und dem unteren Abschnitt des Dämpferelements 101 zu liegen kommt, d. h. die Platte ist in maximal belastetem Zustand des Dämpfers 203 nur minimal vom Boden beabstandet. Die ebene Fläche zwischen den Aufnahmen 202.1...202.6 kann als Tragefläche für Beine eines Geräts oder Musikinstruments, insbesondere eines Flügels genutzt werden. Durch die tiefer liegende Tragefläche wird der Flügel gegenüber einer direkten Aufstellung auf den Boden bei der Verwendung des Dämpfers nur minimal angehoben. Die Dimensionen des Dämpfers 203 sind insbesondere so gewählt, dass ein üblicher Flügel-Doppelrollen-Fuss zwischen den Aufnahmen 202.1...202.6 Platz findet.

    [0068] Die Figur 8 zeigt eine schematische Draufsicht auf eine vierte Ausführungsform eines erfindungsgemässen Dämpfers mit aufgenommenem Dämpferelement; und die Figur 9 eine schematische Darstellung eines Querschnitts durch den Dämpfer mit aufgenommenem Dämpferelement entlang der Linie D-D in der Figur 8. Der Dämpfer 303 ist aus Aluminium hergestellt und hat wiederum im wesentlichen die Form einer kreisförmigen Platte. Er weist nun jedoch lediglich eine einzige Aufnahme 302 in der Form eines Kreisrings auf, zur Aufnahme eines entsprechend geformten Dämpferelements 301.

    [0069] Das Dämpferelement 301 hat also im Wesentlichen die Form eines geradprismatischen Kreisrings. Es umfasst einen oberen kreisringförmigen Abschnitt 310 sowie einen zum oberen Abschnitt 310 koaxialen unteren zylindrischen Abschnitt 320, dessen radiale Ausdehnung gegenüber dem oberen Abschnitt 310 verringert ist. Beispielsweise beträgt die radiale Ausdehnung des oberen Abschnitts 310 bei einem zur Bedämpfung eines Flügels geeigneten Dämpferelement 43 mm, und der Durchmesser des unteren Abschnitts 320 beträgt 35 mm. Die Höhe des oberen Abschnitts 310 beträgt 10 mm, diejenige des unteren Abschnitts 320 beträgt 3 mm.

    [0070] Das Dämpferelement 301 ist einstückig und homogen in einem Spritzgussprozess aus einem aufgeschäumten thermoplastischen Elastomer auf Olefinbasis (TPE-O) gefertigt, beispielsweise aus dem von der Firma Exxon Mobile kommerziell erhältlichen Material Santoprene® 201-45, dem für den Aufschäumprozess 3 Gew.% eines handelsüblichen Treibmittels zugegeben wurden. Die Härte des Ausgangsmaterials beträgt 45 Shore A.

    [0071] Im oberen Abschnitt 310 ist eine Profilierung 311 ausgebildet, die eine Reihe von prismatischen, sacklochartigen Ausnehmungen 312a, 312b umfasst. Die Tiefe der Ausnehmungen 312a, b beträgt im dargestellten Ausführungsbeispiel 9 mm, sie erstrecken sich somit nur im oberen Abschnitt 310 und greifen nicht in den unteren Abschnitt 320 ein. Dieser ist durchgehend ausgebildet und bildet auf seiner unteren Seite eine geschlossene Aussenfläche 321 aus:

    Die Struktur des oberen Abschnitts 310 und dessen Aussenfläche 313 ergibt sich durch eine Anordnung von drei umlaufenden, kreisringförmigen Stegen 314a, 314b, 314c die durch radiale Stege 315 miteinander verbunden sind. Die Breiten der umlaufenden Stege 314a-c sowie der radialen Stege 315 sind jeweils untereinander gleich. So beträgt die Breite der umlaufenden Stege 314a-c beispielsweise 3 mm, und die Breite der radialen Stege 315 beträgt ebenfalls 3 mm. Die umlaufenden Stege 314a-c weisen zudem gleiche Abstände auf. Zwischen dem äusseren umlaufenden Steg 314a und dem inneren umlaufenden Steg 314c sind in einem Winkelabstand von jeweils 15° gleichmässig die radialen Stege 315 angeordnet.



    [0072] Zwischen den Stegen ergeben sich die sacklochartigen Ausnehmungen 312a, 312b, wobei die Ausnehmungen im Wesentlichen die Form eines gleichschenkligen Trapezes haben. Im Bereich der Oberfläche 313 des oberen Abschnitts 310 des Dämpferelements 301 haben die Ausnehmungen einen Flächenanteil von ca. 37 %. Aufgrund der Tatsache, dass sich der untere Abschnitt 320, welcher die Kontaktfläche mit der Stellfläche bildet, nicht bis zum äusseren umlaufenden Steg 314a erstreckt, findet bei der Übertragung der abzuleitenden Kräfte zwingend eine Verteilung derselben über die umlaufenden und radialen Stege statt. Eine direkte Übertragung von im Randbereich des Dämpferelements 301 einwirkenden Kräften auf die Stellfläche wird verhindert. Durch die kreissymmetrische Form des Dämpferelements wird eine winkelunabhängige Übertragung der abzuleitenden Kräfte erreicht.

    [0073] Die Aufnahme 302 für das Dämpferelement 301 ist wiederum als nach oben über die Platte vorstehende Ausbuchtung ausgebildet. Die Höhen der Aufnahme 302 und des Dämpferelements 301 sind wiederum so gewählt, dass die Plattenfläche des Dämpfers 303 bei eingesetztem Dämpferelement 301 ungefähr auf der Höhe des Übergangs zwischen dem oberen und dem unteren Abschnitt des Dämpferelements 301 zu liegen kommt, d. h. die Platte ist in maximal belastetem Zustand des Dämpfers 303 nur minimal vom Boden beabstandet. Der innerhalb der Aufnahme 302 liegende Bereich der Dämpferfläche kann wie vorstehend beschrieben als Tragefläche für Beine eines Geräts oder Musikinstruments, insbesondere eines Flügels genutzt werden. Auf der Unterseite des Dämpferelements 301 ist wiederum eine - dieses Mal ringförmige - Gleiterplatte 350 befestigt. Die Gleiterplatte 350 ist wiederum abnehmbar, so dass der Dämpfer 303 je nach Untergrund und gewünschter Haftreibung mit oder ohne Gleiterplatte 350 verwendet werden kann.

    [0074] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt. So können die Dimensionen, das verwendete Ausgangsmaterial oder die Strukturierung anders gewählt werden. Wie weiter oben bereits erwähnt, kann die Aussenfläche des unteren Abschnitts des Dämpferelements mit einer Gleitfläche versehen sein, z. B. mit einer Folie aus Polyamid, die während des Spritzgussverfahrens angeformt wird.

    [0075] Je nach Anwendung kann auf eine Aufnahme für das Dämpferelement verzichtet werden, d.h. dieses bildet selbst den eigentlichen Dämpfer. Die Erfindung ist auch nicht auf zylindrische Dämpferelemente beschränkt, diese können z. B. auch eine viereckige Grundfläche aufweisen. Sie können zudem grossflächig ausgebildet sein, beispielsweise so, dass sie sich im Wesentlichen über eine Grundfläche des zu bedämpfenden Geräts erstrecken.

    [0076] Zusammenfassend ist festzustellen, dass durch die Erfindung ein Dämpferelement geschaffen wird, welches einfach aufgebaut und langlebig ist und welches eine klanglich vorteilhafte Bedämpfung des Geräts ermöglicht.


    Ansprüche

    1. Dämpferelement (1) für einen Dämpfer (3) zum Anbringen zwischen einem Gerät der Beschallungstechnik oder Unterhaltungselektronik, insbesondere einem Audio-Wiedergabegerät, oder einem Musikinstrument und einer Stellfläche, wobei das Dämpferelement (1) eine Struktur (11) mit mehreren beabstandeten Bereichen (12a...12c) verringerten Querschnitts aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämpferelement einstückig aus einem elastischen Kunststoffmaterial und derart ausgebildet ist, dass sich bei belastetem Dämpferelement eine erste Federkonstante in axialer Richtung, welche einer Richtung maximaler Belastung entspricht, und eine zweite Federkonstante in einer zur axialen Richtung senkrechten radialen Richtung, um höchstens 30 % unterscheiden und dass die mehreren beabstandeten Bereiche (12a...12c) derart angeordnet sind, dass mehrere umlaufende Stege (14a...14c) ausgebildet sind, welche durch mehrere im Wesentlichen radiale Stege (15a, 15b) miteinander verbunden sind.
     
    2. Dämpferelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die erste Federkonstante und die zweite Federkonstante um höchstens 20 % unterscheiden.
     
    3. Dämpferelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einem thermoplastischen Elastomer (TPE) gefertigt ist, insbesondere aus einem thermoplastischen Elastomer auf Olefinbasis (TPE-O).
     
    4. Dämpferelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einem aufgeschäumten Kunststoffmaterial gefertigt ist.
     
    5. Dämpferelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Härte des verwendeten Materials im Bereich 10 - 70 Shore A, bevorzugt 15 - 55 Shore A, liegt.
     
    6. Dämpferelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verhältnis einer maximalen Ausdehnung des Dämpferelements zu einer Höhe des Dämpferelements im Bereich 2.25 - 5.5, bevorzugt im Bereich 2.75 - 4.0, liegt.
     
    7. Dämpferelement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass es eine durchgehende erste Hauptfläche (21) aufweist, während eine zweite Hauptfläche (13), welche der ersten Hauptfläche (21) gegenüberliegt, mit mehreren beabstandeten sacklochartigen Ausnehmungen (12a...12c) versehen ist.
     
    8. Dämpferelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass es eine kreiszylindrische Form aufweist und die durch die umlaufenden sowie radialen Stege (14a...14c, 15a, 15b) gebildete Struktur (11) eine Drehsymmetrie aufweist, wobei die Drehsymmetrie bevorzugt mindestens sechsteilig, besonders bevorzugt mindestens achtteilig, ist.
     
    9. Dämpferelement nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (12a...12c) derart ausgebildet sind, dass eine Gesamtfläche der Ausnehmungen (12a...12c) 15 - 50 %, bevorzugt 25 - 40 %, einer Gesamtfläche der zweiten Hauptfläche (13) ausmacht.
     
    10. Dämpferelement nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass auf der durchgehenden ersten Hauptfläche (21) eine Gleitfläche ausgebildet ist.
     
    11. Dämpferelement nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass es durch ein Spritzgussverfahren hergestellt ist und als Gleitfläche auf der ersten Hauptfläche (21) ein Stück eines Materials mit Gleiteigenschaften angeformt ist.
     
    12. Dämpfer zum Anbringen zwischen einem Gerät der Beschallungstechnik oder Unterhaltungselektronik, insbesondere einem Audio-Wiedergabegerät, oder einem Musikinstrument und einer Stellfläche, umfassend ein Dämpferelement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11.
     
    13. Dämpfer nach Anspruch 12, weiter umfassend eine Aufnahme (2) für das Dämpferelement (1), welche derart ausgebildet ist, dass sie eine Mantelfläche des aufgenommenen Dämpferelements (1) passend umschliesst.
     
    14. Dämpfer nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (2) eine Gewindeöffnung (43) zur Aufnahme einer Befestigungsschraube oder eines Befestigungsadapters umfasst.
     
    15. Dämpfer nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme eine Tragefläche für das Gerät oder das Musikinstrument umfasst, wobei die Tragefläche bei aufgenommenem Dämpferelement tiefer liegt als die zweite Hauptfläche des Dämpferelements.
     
    16. Dämpfer nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme einen äusseren Bereich umfasst zur Aufnahme des Dämpferelements bzw. mehrerer Dämpferelemente und einen inneren, abgesenkten Bereich zur Bildung der Tragefläche.
     
    17. Dämpfer nach einem der Ansprüche 12 bis 16, gekennzeichnet durch eine Gleiterplatte, welche auf der durchgehenden ersten Hauptfläche (21) des Dämpferelements befestigbar ist,
     


    Claims

    1. Damper element (1) for a damper (3) for fitting between a sound technology appliance or consumer electronics appliance, in particular an audio playback appliance, or a musical instrument and a set-up area, wherein the damper element (1) has a structure (11) with a plurality of spaced-apart regions (12a...12c) of reduced cross section, characterized in that the damper element is formed in one piece from an elastic plastics material and in such a way that, with the damper element loaded, a first spring constant in the axial direction, which corresponds to a direction of maximum load, and a second spring constant in a radial direction perpendicular to the axial direction differ by at most 30%, and in that the plurality of spaced-apart regions (12a...12c) are arranged in such a way that a plurality of encircling webs (14a...14c) are formed, which are connected together by a plurality of substantially radial webs (15a, 15b).
     
    2. Damper element according to Claim 1, characterized in that the first spring constant and the second spring constant differ by at most 20%.
     
    3. Damper element according to Claim 1 or 2, characterized in that it is manufactured from a thermoplastic elastomer (TPE), in particular from an olefin-based thermoplastic elastomer (TPE-O).
     
    4. Damper element according to one of Claims 1 to 3, characterized in that it is manufactured from a foamed plastics material.
     
    5. Damper element according to one of Claims 1 to 4, characterized in that a hardness of the material used is in the range of 10-70 Shore A, preferably of 15-55 Shore A.
     
    6. Damper element according to one of Claims 1 to 5, characterized in that a ratio of a maximum extent of the damper element to a height of the damper element is in the range of 2.25-5.5, preferably in the range of 2.75-4.0.
     
    7. Damper element according to one of Claims 1 to 6, characterized in that it has a continuous first main surface (21), while a second main surface (13), which is located on the opposite side from the first main surface (21), is provided with a plurality of spaced-apart blind-hole-like recesses (12a...12c).
     
    8. Damper element according to one of Claims 1 to 7, characterized in that it has a circular cylindrical shape and the structure (11) formed by the encircling and radial webs (14a...14c, 15a, 15b) has rotational symmetry, wherein the rotational symmetry is preferably at least sixfold, particularly preferably at least eightfold.
     
    9. Damper element according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the recesses (12a...12c) are formed in such a way that a total area of the recesses (12a...12c) makes up 15-50%, preferably 25-40%, of a total area of the second main surface (13) .
     
    10. Damper element according to one of Claims 1 to 9, characterized in that a sliding surface is formed on the continuous first main surface (21).
     
    11. Damper element according to Claim 10, characterized in that it is produced by an injection-moulding process and a piece of a material with sliding properties is integrally formed as sliding surface on the first main surface (21).
     
    12. Damper for fitting between a sound technology appliance or consumer electronics appliance, in particular an audio playback appliance, or a musical instrument and a set-up area, comprising a damper element (1) according to one of Claims 1 to 11.
     
    13. Damper according to Claim 12, further comprising a receptacle (2) for the damper element (1), said receptacle being configured such that it encloses a lateral surface of the received damper element (1) in a fitting manner.
     
    14. Damper according to Claim 13, characterized in that the receptacle (2) comprises a threaded orifice (43) for receiving a fastening screw or a fastening adapter.
     
    15. Damper according to one of Claims 12 to 14, characterized in that the receptacle comprises a supporting surface for the appliance or the musical instrument, wherein, with a damper element received, the supporting surface is located lower than the second main surface of the damper element.
     
    16. Damper according to Claim 15, characterized in that the receptacle comprises an outer region for receiving the damper element or a plurality of damper elements, and an inner, depressed region for forming the supporting surface.
     
    17. Damper according to one of Claims 12 to 16, characterized by a slider plate which is able to be fastened to the continuous first main surface (21) of the damper element.
     


    Revendications

    1. Élément amortisseur (1) pour un amortisseur (3) destiné à être monté entre un appareil de la technique de sonorisation ou de l'électronique de divertissement, notamment un appareil de reproduction audio ou un instrument de musique, et une surface de pose, l'élément amortisseur (1) possédant une structure (11) avec plusieurs zones (12a... 12c) espacées à la section transversale réduite, caractérisé en ce que l'élément amortisseur est réalisé d'un seul tenant en une matière plastique élastique et il est configuré de telle sorte que lorsque l'élément amortisseur est chargé, une première constante de ressort dans la direction axiale, laquelle correspond à une direction de mise en charge maximale, et une deuxième constante de ressort dans une direction radiale perpendiculaire à la direction axiale, se différencient au maximum de 30 % et en ce que les plusieurs zones (12a... 12c) espacées sont disposées de telle sorte que plusieurs éléments jointifs circonférentiels (14a... 14c) sont formés, lesquels sont reliés ensemble par plusieurs éléments jointifs (15a, 15b) sensiblement radiaux.
     
    2. Élément amortisseur selon la revendication 1, caractérisé en ce que la première constante de ressort et la deuxième constante de ressort se différencient au maximum de 20 %.
     
    3. Élément amortisseur selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'il est fabriqué à partir d'un élastomère thermoplastique (TPE), notamment à partir d'un élastomère thermoplastique à base d'oléfine (TPE-O).
     
    4. Élément amortisseur selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'il est fabriqué à partir d'une matière plastique expansée.
     
    5. Élément amortisseur selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'une dureté de la matière utilisée est comprise dans la plage de 10 à 70 Shore A, de préférence de 15 à 55 Shore A.
     
    6. Élément amortisseur selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'un rapport entre une dilatation maximale de l'élément amortisseur et une hauteur de l'élément amortisseur est comprise dans la plage de 2,25 à 5,5, de préférence de 2,75 à 4,0.
     
    7. Élément amortisseur selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'il possède une première surface principale (21) continue, alors qu'une deuxième surface principale (13), qui se trouve à l'opposé de la première surface principale (21), est pourvue de plusieurs cavités (12a... 12c) espacées de type trous borgnes.
     
    8. Élément amortisseur selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'il possède une forme cylindrique circulaire et la structure (11) formée par les éléments jointifs circonférentiels et radiaux (14a... 14c, 15a, 15b) présente une symétrie rotationnelle, la symétrie rotationnelle étant de préférence au moins en six parties, notamment de préférence au moins en huit parties.
     
    9. Élément amortisseur selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que les cavités (12a... 12c) sont configurées de telle sorte qu'une surface totale des cavités (12a... 12c) représente 15 à 50 %, de préférence 25 à 40 % d'une surface totale de la deuxième surface principale (13).
     
    10. Élément amortisseur selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce qu'une surface de glissement est formée sur la première surface principale (21) continue.
     
    11. Élément amortisseur selon la revendication 10, caractérisé en ce qu'il est fabriqué par un procédé de moulage par injection et un morceau de matériau ayant des propriétés de glissement est façonné sur la première surface principale (21) en tant que surface de glissement.
     
    12. Amortisseur destiné à être monté entre un appareil de la technique de sonorisation ou de l'électronique de divertissement, notamment un appareil de reproduction audio ou un instrument de musique, et une surface de pose, comprenant un élément amortisseur (1) selon l'une des revendications 1 à 11.
     
    13. Amortisseur selon la revendication 12, comprenant en outre un logement (2) pour l'élément amortisseur (1), lequel est configuré de telle sorte qu'il entoure de manière adaptée une surface d'enveloppe de l'élément amortisseur (1) accueilli.
     
    14. Amortisseur selon la revendication 13, caractérisé en ce que le logement (2) comporte une ouverture taraudée (43) destinée à accueillir une vis de fixation ou un adaptateur de fixation.
     
    15. Amortisseur selon l'une des revendications 12 à 14, caractérisé en ce que le logement comporte une surface porteuse pour l'appareil ou l'instrument de musique, la surface porteuse, lorsque l'élément amortisseur est accueilli, étant plus basse que la deuxième surface principale de l'élément amortisseur.
     
    16. Amortisseur selon la revendication 15, caractérisé en ce que le logement comporte une zone extérieure, destinée à accueillir l'élément amortisseur ou plusieurs éléments amortisseurs, et une zone intérieure abaissée servant à former la surface porteuse.
     
    17. Amortisseur selon l'une des revendications 12 à 16, caractérisé par une plaque de glissement qui peut être fixée sur la première surface principale (21) continue de l'élément amortisseur.
     




    Zeichnung

















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente