[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erkennung der Betriebsbereitschaft einer
Lambda-Sonde für Funktionen in ausgewählten Betriebsphasen einer Brennkraftmaschine.
[0002] Gegenstand der Erfindung sind auch ein Computerprogramm und ein Computerprogrammprodukt,
welche zur Durchführung des Verfahrens geeignet sind.
Stand der Technik
[0003] Bei sogenannten Breitbandlambdasonden wird während einer Schubphase, d.h. einer Phase,
in der sich ein Fahrzeug ohne Antrieb im Schub bewegt und die Kraftstoffzufuhr unterbrochen
ist, beispielsweise eine Kalibrierung des Signals der Sonde vorgenommen. Da nämlich
während des Schubs die Sauerstoffkonzentration im Abgas hinreichend genau bekannt
ist, ist es möglich, die Abweichung der gemessenen Sauerstoffkonzentration von der
erwarteten und bekannten Sauerstoffkonzentration zu erfassen und zur Kalibrierung
des Sondensignals durch Ermittlung und Korrektur multiplikativer Sensorfehler heranzuziehen.
Derartige Funktionen werden nachfolgend kurz als "Lambda-Schubfunktionen" bezeichnet.
[0005] Weitere Lambda-Schubfunktionen gehen beispielsweise aus der
DE 10 2006 011 837 A1 hervor, die ein Verfahren zur Ermittlung einer Gaskonzentration in einem Messgas
mit einem Gassensor vorschlägt, bei dem bei Vorliegen einer ersten Betriebsart einer
Brennkraftmaschine, bei der die Gaskonzentration im Messgas bekannt ist, ein Gaskonzentrationssignal
und ein Drucksignal erfasst werden und ausgehend von diesen Signalen ein Kompensationsparameter
des Gassensors ermittelt wird. Der ermittelte Kompensationsparameter wird dann in
wenigstens einer zweiten Betriebsart der Brennkraftmaschine für die Ermittlung der
Gaskonzentration berücksichtigt. Eine Plausibilisierung von Sensorsignalen im Schub
geht ferner aus der
EP 603 543 A1 hervor.
[0006] Um die vorgenannten Lambda-Schubfunktionen durchführen zu können, muss sichergestellt
sein, dass sich während der Schubphase, bei der die Kraftstoffzufuhr unterbrochen
ist, kein Restabgas am Einbauort der Lambdasonde vorhanden ist. Aus diesem Grunde
werden bei einem Übergang von einer Lastphase in eine Schubphase, bei einem sogenannten
Last-Schub-Übergang, die vorgenannten Lambda-Schubfunktionen nicht sofort gestartet.
Vielmehr wird zunächst der durch den Motor strömende Frischluftmassenstrom integriert
und dieses Integral mit einem Mindestwert verglichen. Erst wenn dieser Schwellenwert
erreicht wird, werden die Lambda-Schubfunktionen freigegeben. Dieses Funktionsmerkmal
stellt gewissermaßen ein Spülkriterium für den Abgasstrang dar.
[0007] Nun kann speziell beim Betrieb einer Lambdasonde in einem Dieselmotor der Fall eintreten,
dass ein Schutzrohr, welches das Sensorelement umgibt, verrußt. Durch eine Rußablagerung
wird der Gasaustausch im Schutzrohr erschwert. Es kann also der Fall eintreten, dass
die Lambdasonde bereits von reiner Frischluft umgeben ist, jedoch im Schutzrohr noch
eine gewisse Abgasmenge vorhanden ist. Das Sensorelement wird dann noch nicht mit
der erwarteten und geforderten Sauerstoffkonzentration von Frischluft beaufschlagt.
Wird eine Lambda-Schubfunktion in einer solchen Situation gestartet, ist die Genauigkeit
dieser Funktion beeinträchtigt. Beispielsweise können Funktionen, die den Lambdawert
und damit die erfasste Sauerstoffkonzentration verwenden, gestört sein, was wiederum
zu einer Verschlechterung der Emissionen führen kann.
[0008] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, welches
ein Kriterium für einen Start der Lambda-Schubfunktionen bereitstellt.
Offenbarung der Erfindung
Vorteile der Erfindung
[0009] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Grundidee der Erfindung ist es, das Freigabekriterium der Lambda-Schubfunktion von
einer Dynamikdiagnose der Lambdasonde abhängig zu machen. Bei einem beispielsweisen
Last-Schubübergang wird hier z.B. der Anstieg der gemessenen Sauerstoffkonzentration
ausgewertet, um die dynamischen Eigenschaften der Breitbandlambdasonde zu erfassen
und zu bewerten. Ganz allgemein wird bei einem Übergang der Brennkraftmaschine von
einer Betriebsphase in eine weitere ausgewählte, von der ersten unterschiedlichen
Betriebsphase der Zeitgradient des die Sauerstoffkonzentration charakterisierenden
Sondensignals erfasst und dann, wenn dieser Zeitgradient gegen null geht, wird auf
das Vorliegen der Betriebsbereitschaft der Lambdasonde für Funktionen in der Betriebsphase
der Brennkraftmaschine, also beispielsweise für das Vorliegen der Betriebsbereitschaft
für die vorgenannten Lambda-Schubfunktionen geschlossen. Bei einem Last-Schubübergang,
bei dem der Anstieg der gemessenen Sauerstoffkonzentration ausgewertet wird, um die
dynamischen Eigenschaften der Breitbandlambdasonde zu erfassen und zu bewerten, ist
beispielsweise die Anstiegszeit ein Maß für die Grenzfrequenz der Sonde. Ihre Eignung
für bestimmte Anwenderfunktionen hängt hiervon ab. Diese Anstiegszeit korreliert z.B.
unmittelbar mit der Durchlässigkeit bzw. Verrußung des erwähnten Schutzrohrs. Die
Lambda-Schubfunktionen werden daher erst dann freigegeben, wenn der Anstieg in sehr
guter Näherung seinen Endwert erreicht hat, d.h. wenn der Zeitgradient gegen Null
geht. In diesem Falle korrespondiert der erfasste Messwert mit der Sauerstoffkonzentration
von Frischluft im Schubbetrieb.
[0010] Durch die in den abhängigen Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen des in dem unabhängigen Anspruch angegebenen Verfahrens möglich.
Rein prinzipiell ist es möglich, das Verfahren auf Betriebsbereiche außerhalb des
Schubs zu erweitern. In diesem Falle kann die Freigabe von Funktionen, die das Lambdasignal
verwenden und die entweder einen bestimmten Lambdawert erwarten oder die ein eingeschwungenes
Signal benötigen, ebenfalls verzögert werden in Abhängigkeit von der Anstiegszeit
des Signals einer vorbeschriebenen Dynamiküberwachung.
[0011] Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens kann zur Anwendung kommen,
wenn die Betriebsphase der Schubbetrieb der Brennkraftmaschine ist. Die Lambda-Schubfunktionen
können unterschiedlicher Art sein. Besonders vorteilhaft handelt es sich hierbei um
Kalibrierungsfunktionen zur Kalibrierung des Sondensignals.
[0012] Gegenstand der Erfindung ist auch ein Verfahren zur Erkennung der Gasdurchlässigkeit
eines eine Lambdasonde umgebenden Schutzrohrs. Hierfür kann ebenfalls der Zeitgradient
des Signals der Lambdasonde herangezogen werden. Erfindungsgemäß wird hierzu bei einem
Wechsel einer Betriebsphase der Brennkraftmaschine in eine andere unterschiedliche
Betriebsphase der Brennkraftmaschine der Zeitgradient des Signals der Lambdasonde
erfasst und aufgrund eines Vergleichs des Zeitgradienten der Lambdasonde mit einem
Zeitgradienten, der ein gasdurchlässiges Schutzrohr charakterisiert, auf die Durchlässigkeit
des Schutzrohrs geschlossen. Wird ein undurchlässiges Schutzrohr erkannt oder ein
nur partial durchlässiges Schutzrohr, kann beispielsweise eine Fehlermeldung ausgegeben
werden.
[0013] Da für die Durchführung des Verfahrens in Kraftfahrzeugen heute übliche Hardware
verwendet wird und insoweit keine zusätzliche Hardware erforderlich ist, kann es sehr
vorteilhaft als Computerprogramm ausgeführt sein, das in einem Steuergerät der Brennkraftmaschine
implementiert ist. Das Computerprogramm kann als Computerprogrammprodukt mit einem
Programmcode vorliegen, der auf einem maschinenlesbaren Träger gespeichert ist. Dieser
maschinenlesbare Träger kann beispielsweise eine DVD, CD oder ein Flash-Speicher oder
dergleichen sein. Auf diese Weise ist es möglich, das Verfahren bei bestehenden Fahrzeugen
gewissermaßen "nachzurüsten".
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0014] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend in Verbindung mit den Zeichnungen
näher erläutert.
[0015] Es zeigen:
- Fig. 1
- schematisch die Anordnung einer Breitbandlambdasonde im Abgasstrang einer Brennkraftmaschine
und
- Fig. 2
- den Signalverlauf einer Breitbandlambdasonde mit gasdurchlässigem Schutzrohr und einer
Breitbandlambdasonde mit nur teilweise gasdurchlässigem Schutzrohr über der Zeit.
Beschreibung von Ausführungsbeispielen
[0016] In Fig. 1 ist schematisch eine Brennkraftmaschine 110 dargestellt, in deren Abgasstrang
112 ein Katalysator 120 angeordnet ist. Stromabwärts des Katalysators ist eine Lambdasonde
130, beispielsweise eine an sich bekannte Breitbandlambdasonde angeordnet, deren Signal
einem Steuergerät 140 zugeführt wird. Das Steuergerät 140 steuert abhängig von diesem
Signal die Zusammensetzung des der Brennkraftmaschine 110 zugeführten Kraftstoffluftgemisches,
was in Fig. 1 schematisch durch einen Pfeil 141 dargestellt ist. Bei Breitbandlambdasonden
nimmt die Schubphase eine besondere Rolle ein. Während dieser Schubphase ist die Kraftstoffzufuhr
unterbrochen. Da während des Schubs die Sauerstoffkonzentration im Abgas hinreichend
genau bekannt ist, können entsprechende Funktionen die Abweichung der gemessenen Sauerstoffkonzentration
von der erwarteten auswerten. Diese Funktionen oder Lambda-Schubfunktionen können
beispielsweise ein Schubkalibrierung sein. Dabei werden durch einen Vergleich zwischen
der gemessenen Sauerstoffkonzentration und der bekannten Sauerstoffkonzentration von
Frischluft multiplikative Sensorfehler ermittelt und korrigiert. Um nun sicherzustellen,
dass sich während der Schubphase, bei der derartige Lambda-Schubfunktionen aktiv sind,
kein restliches Abgas am Einbauort der Sonde befindet, werden die Schubfunktionen
nicht unmittelbar nach einem Wechsel der Betriebsphase, also beispielsweise bei einem
Last-Schubübergang freigegeben. Vielmehr wird der durch die Brennkraftmaschine strömende
Frischluftmassenstrom zunächst integriert und dieses Integral mit einem vorgegebenen
empirisch ermittelten Mindestwert verglichen. Erst wenn der Mindestwert erreicht ist,
werden die Lambda-Schubfunktionen freigegeben. Dieses Funktionsmerkmal stellt gewissermaßen
ein "Spülkriterium" für den Abgasstrang dar.
[0017] Nun ist es bei einem Betrieb der Lambdasonde in einem Dieselmotor nachteilig, dass
das Schutzrohr, welches das Sensorelement umgibt, verrußen kann. Durch eine Rußablagerung
wird der Gasaustausch im Schutzrohr erschwert. Es kann damit der Fall eintreten, dass
die Lambdasonde bereits von reiner Frischluft umgeben ist, aber im Schutzrohr noch
eine gewisse Abgasmenge vorhanden ist. Das Sensorelement wird dann noch nicht mit
der erwarteten und geforderten Sauerstoffkonzentration von Frischluft beaufschlagt.
Wird eine Lambda-Schubfunktion in einer solchen Situation freigegeben und gestartet,
dann ist die Genauigkeit der Funktion beeinträchtigt. Beispielsweise sind Anwenderfunktionen,
die auf der Kenntnis des Lambdasignals, d.h. die auf dem Lambdawert oder der Sauerstoffkonzentration
als Grundlagensignal aufbauen, nicht mit der erforderlichen Genauigkeit durchzuführen.
Dies wiederum kann zu einer Verschlechterung der Emissionswerte der Brennkraftmaschine
führen.
[0018] Die Erfindung ermöglicht nun die Erkennung der Betriebsbereitschaft einer Lambdasonde
für derartige Funktionen in ausgewählten Betriebsphasen, beispielsweise in der Schubphase.
Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, das Freigabekriterium der Sonde von einer Dynamikdiagnose
abhängig zu machen. Bei beispielsweise einem Übergang vom Lastbetrieb in den Schubbetrieb,
d.h. bei einem Last-Schubübergang wird z.B. der zeitliche Anstieg der gemessenen Sauerstoffkonzentration
ausgewertet, um die dynamischen Eigenschaften der Breitbandlambdasonde zu erfassen
und zu bewerten. Dies ist schematisch in Fig. 2 dargestellt, wo das Signal S, welches
die Sauerstoffkonzentration charakterisiert, bei einer Sonde mit gasdurchlässigem
Abgasrohr (Kurve 210) und bei einer Sonde mit teilweise verrußtem Abgasrohr (Kurve
240) dargestellt ist. Die Zeit t, die vergeht, bis sich das Sondensignal S nicht mehr
ändert, die Anstiegszeit, ist in Fig. 2 bei einer Sonde mit freiem Abgasrohr mit t1
und bei einer Sonde mit teilweise verrußtem Abgasrohr mit t2 bezeichnet. Diese Zeiten
entsprechen jeweils dem Punkt, in dem der Zeitgradient des Sondensignals gegen Null
strebt, d.h. mit anderen Worten, das Sondensignal sich über der Zeit nicht mehr ändert.
In diesem Fall kann das Vorliegen der Betriebsbereitschaft der Lambdasonde für Funktionen,
insbesondere Lambda-Schubfunktionen signalisiert werden. Die Lambda-Schubfunktionen
sollten nämlich idealerweise erst dann freigegeben und gestartet werde, wenn der Anstieg
in sehr guter Näherung seinen Endwert erreicht hat. Der dann ermittelte Messwert korrespondiert
in diesem Falle mit der Sauerstoffkonzentration von Frischluft.
[0019] Wie vorstehend erwähnt, wird ein Integral des Frischluftmassenstroms erfasst. Gemäß
der vorliegenden Erfindung wird nun der Schwellenwert für das Integral des Frischluftmassenstroms
von der gemessenen Anstiegszeit abhängig gemacht. Im Falle einer neuen Sonde ist diese
Anstiegszeit t1, im Falle einer Sonde mit verrußtem Schutzrohr ist diese Zeit die
Zeit t2. Diese Korrelation zwischen Schwellenwert des Integrals des Frischluftmassenstroms
und der gemessenen Anstiegszeit wird vorteilhafterweise als Kennlinienglied realisiert,
d.h. der Zusammenhang ist in einem Kennlinienfeld gespeichert, dessen Eingangssignal
eine Anstiegszeit ist und dessen Ausgangssignal eine Frischluftmasse ist. Rein prinzipiell
kann ein solches Kennlinienglied auch in zweifacher Ausführung vorgesehen sein. Dies
ist beispielsweise dann sinnvoll, wenn die Brennkraftmaschine zumindest zeitweise
mit einer im Schub offenen Abgasrückführung betrieben wird. Da die Abgasrückführung
signifikanten Einfluss auf die Dynamik der Sauerstoffkonzentration hat, ist sinnvollerweise
vorgesehen, für die beiden Fälle, d.h. für den Fall mit und für den Fall ohne Abgasrückführung
verschiedene Kennlinien vorzusehen.
[0020] Wenn darüber hinaus im Abgasstrang mehrere Lambdasonden verbaut sind, z.B. eine stromaufwärts
und eine stromabwärts des Katalysators, oder die Brennkraftmaschine mehrere Abgasstränge
aufweist, werden entsprechend viele Kennlinienglieder vorgesehen.
[0021] Eine entsprechende Anpassung des Schwellenwerts wäre auch sinnvoll bei einer Verlängerung
der Gaslaufzeit, wenn beispielsweise eine Lambdasonde nachträglich stromabwärts eingebaut
wird, beispielsweise im Falle der Nachrüstung von Abgasnachbehandlungskomponenten.
Auch wenn die erhöhte Gaslaufzeit eine Fehlerfolge sein sollte, könnte durch das erfindungsgemäße
Verfahren verhindert werden, dass die Emissionsverschlechterung ein gesetzlich unzulässiges
Maß überschreitet.
[0022] Das erfindungsgemäße Verfahren wurde vorstehend anhand des Schubbetriebs erläutert.
Das Verfahren ist hierauf jedoch nicht beschränkt. Rein prinzipiell können auch andere
Betriebsphasen außerhalb des Schubs vorgesehen sein, beispielsweise die Freigabe von
Funktionen, die das Lambdasignal verwenden und die entweder einen bestimmten Lambdawert
erwarten, oder die ein eingeschwungenes Signal benötigen. Auch in diesem Falle kann
die Betriebsbereitschaft so lange verzögert werden, bis ein Zeitgradient gegen den
Wert Null strebt, d.h. verzögert werden in Abhängigkeit von einer Dynamiküberwachung.
Die Erfindung sieht auch ein Verfahren zur Erkennung der Gasdurchlässigkeit eines
eine Lambdasonde umgebenden Schutzrohrs vor. Bei diesem Verfahren wird bei einem Wechsel
einer Betriebsphase der Brennkraftmaschine in eine andere, unterschiedliche Betriebsphase,
also beispielsweise bei einem Last-Schubübergang der Zeitgradient des Signals der
Lambdasonde erfasst und aufgrund eines Vergleichs des Zeitgradienten der Lambdasonde
mit einem Zeitgradienten, der ein gasdurchlässiges Schutzrohr charakterisiert, auf
die Durchlässigkeit des Schutzrohrs geschlossen. In Fig. 2 kann beispielsweise ein
Zeitgradient 242 bestimmt werden, der mit einem Zeitgradienten 212 verglichen wird.
Aufgrund dieses Vergleichs kann auf die Durchlässigkeit des Schutzrohrs rückgeschlossen
werden.
[0023] Das vorstehende Verfahren wird vorteilhafterweise als Computerprogramm auf einem
Rechengerät, insbesondere dem Steuergerät 140 der Brennkraftmaschine 110 implementiert.
Der Programmcode kann auf einem maschinenlesbaren Träger gespeichert sein, den das
Steuergerät 140 lesen kann. Auf diese Weise sind auch Nachrüstungen möglich.
1. Verfahren zur Erkennung der Betriebsbereitschaft einer Lambdasonde (130) für Funktionen
in ausgewählten Betriebsphasen einer Brennkraftmaschine (110), bei dem bei einem Übergang
der Brennkraftmaschine von einer Betriebsphase in die ausgewählte Betriebsphase der
Zeitgradient des die Sauerstoffkonzentration charakterisierenden Sondensignals erfasst
wird und dann, wenn der Zeitgradient gegen Null geht, auf das Vorliegen der Betriebsbereitschaft
der Lambdasonde (130) für Funktionen in der ausgewählten Betriebsphase der Brennkraftmaschine
(110) geschlossen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ausgewählte Betriebsphase der Schubbetrieb der Brennkraftmaschine (110) ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionen Kalibrierungsfunktionen zur Kalibrierung des Sondensignals sind.
4. Verfahren zur Erkennung der Gasdurchlässigkeit eines eine Lambdasonde (130) umgebenden
Schutzrohrs, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Wechsel einer Betriebsphase der Brennkraftmaschine (110) in eine andere,
unterschiedliche Betriebsphase der Zeitgradient des Signals einer Lambda-sonde (130)
erfasst wird und aufgrund eines Vergleichs des Zeitgradienten der Lambdasonde (130)
mit einem Zeitgradienten, der ein gasdurchlässiges Schutzrohr charakterisiert, auf
die Durchlässigkeit des Schutzrohrs geschlossen wird.
5. Computerprogramm, das alle Schritte eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis
4 ausführt, wenn es auf einem Rechengerät, insbesondere im Steuergerät einer Brennkraftmaschine
abläuft.
6. Computerprogrammprodukt mit Programmcode, der auf einem maschinenlesbaren Träger gespeichert
ist, zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wenn das Programm
auf einem Computer oder einem Steuergerät eines Fahrzeugs ausgeführt wird.