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EP 2 336 694 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.01.2012 Patentblatt 2012/03 |
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Anmeldetag: 09.12.2010 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Industrieofen mit einem Drehrohr
Industrial oven with a rotating pipe
Four industriel doté d'un tuyau rotatif
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
15.12.2009 DE 102009058311
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.06.2011 Patentblatt 2011/25 |
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Patentinhaber: ThyssenKrupp Polysius AG |
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59269 Beckum (DE) |
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Erfinder: |
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- Giesemann, Reinhard
33428 Harsewinkel (DE)
- Heidebur, Ewald
59329 Wadersloh (DE)
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Vertreter: Tetzner, Michael et al |
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Van-Gogh-Strasse 3 81479 München 81479 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 2 119 650 DE-B- 1 280 475
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DE-B- 1 157 528
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Industrieofen mit einem Drehrohr und einer im Bereich
einer stirnseitigen Öffnung des Drehrohres angekoppelten, feststehenden Materialaufgabeeinrichtung.
[0002] Derartige Industrieöfen kommen beispielsweise als sogenannte Retortenöfen zum Einsatz
und dienen beispielsweise zur Wärmebehandlung von Metallen. Ein weiteres Anwendungsgebiet
ist die Wärmebehandlung von Ölschiefer zur Gewinnung von Öldampf.
[0003] Damit die Wärmebehandlung in einer definierten Atmosphäre ablaufen kann, ist zwischen
dem Drehrohr und der Aufgabeeinrichtung eine Dichtungsanordnung vorgesehen, die eine
Gasdichtung umfasst. Auf diese Weise kann im Prozessraum auch ein gezielter Druck
(je nach Verfahren kann dieses ein Über- oder auch Unterdruck sein) eingestellt werden.
[0004] Zwischen dem rotierenden Drehrohr und der feststehenden Materialaufgabeeinrichtung
ist ein notwendiger Spalt vorgesehen, der möglichst klein dimensioniert wird, um zu
verhindern, dass Material aus dem Prozessraum über den Spalt zur Gasdichtung gelangt.
[0005] Bei bestimmten Anwendungen, wie beispielsweise der Behandlung von Ölschiefer, wird
das Drehrohr mit einem Materialfüllungsgrad von etwa 50% und mehr betrieben. Aufgrund
des hohen Füllgrades ist die Anwendung einer rotierenden Übertragungswand oder dergleichen
zum Einbringen des Materials in den Prozessraum nicht möglich.
[0006] Man hat daher bereits vorgeschlagen, eine Materialaufgabeschurre mit einer stehenden
Endwand vor das rotierende Drehrohr zu setzen. Durch den hohen Füllungsgrad und den
sich dadurch ergebenen hohen hydrostatischen Druck im Materialberg des Prozessraumes
drückt sich bei den aus der Praxis bekannten Öfen in relativ kurzer Zeit eine nennenswerte
Materialmenge durch den Spalt. Das Material gelangt dann schnell zu der Gasdichtung,
sodass diese in relativ kurzer Zeit zerstört wird.
[0007] Die
DE 1 157 528 B und die
DE 1 280 475 B offenbaren Drehrohröfen mit einer Dichtungsanordnung gemäß dem Oberbegriff des Anspruches
1.
[0008] In der
DE 21 196 50 A wurde daher eine Dichtungsanordnung vorgeschlagen, die einen mit einer Materialaufgabeeinrichtung
verbundenen, feststehenden Zylinder und einen mit einem Drehrohr mitrotierenden Zylinder
umfasst, wobei zwischen den beiden Zylindern ein Ringraum ausgebildet ist, in dem
ein mit dem Drehrohr mitdrehendes gewendeltes Schneckenbauteil angeordnet ist, um
etwaiges in den Ringraum eingedrungenes, pulverförmiges Material in das Drehrohr zurückzufördern.
Das im Drehrohr befindliche Material behindert jedoch diesen Vorgang, sodass eine
ausreichende Abdichtung nur bei relativ geringen Füllständen im Drehrohr gewährleistet
ist. Bei höheren Füllständen von beispielsweise mehr als 50% dringt vielmehr vermehrt
das Material aus dem Drehrohr in den Ringraum ein.
[0009] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Dichtungsanordnung bei einem
solchen Industrieofen dahingehend zu verbessern, dass die Gasdichtung besser vor etwaigem
aus dem Prozessraum austretenden Material geschützt wird.
[0010] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
[0011] Der erfindungsgemäße Industrieofen weist ein Drehrohr und eine im Bereich einer stirnseitigen
Öffnung des Drehrohrs angekoppelte, feststehende Materialaufgabeeinrichtung auf, wobei
zwischen Drehrohr und Materialaufgabeeinrichtung eine Dichtungsanordnung vorgesehen
ist, die eine Gasdichtung umfasst, welche vom mit materialbeaufschlagten Prozessraum
des Drehrohres durch wenigstens einen ersten Spalt zwischen dem Drehrohr und der Materialaufgabeeinrichtung
abgegrenzt ist. Die Dichtungsanordnung weist ferner eine ringförmige Kammer auf, die
zwischen dem ersten Spalt und der Gasdichtung vorgesehen ist und eine mit dem Prozessraum
in Verbindung stehende Austragsöffnung aufweist. In der ringförmigen Kammer ist ferner
eine Hubeinrichtung mit einer Vielzahl von über den Umfang verteilt angeordneten und
mit dem Drehrohr mitrotierenden Hubschaufeln vorgesehen, um Material aus dem Prozessraum,
welches durch den ersten Spalt in die ringförmige Kammer eingedrungen ist, anzuheben
und durch die Austragsöffnung in den Prozessraum zurückzuführen. Weiterhin sind in
einem Bereich der ringförmigen Kammer Leitelemente vorgesehen, die nach Art einer
Förderschnecke ausgebildet und derart ausgerichtet sind, dass bei einer vorgegebenen
Drehrichtung des Drehrohres etwaiges in den Bereich der Leitelemente gelangendes Material
in die Hubeinrichtung gefördert wird.
[0012] Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, dass der Spalt nur in begrenztem Maße verringert
werden kann. Es lässt sich somit nicht verhindern, dass Material bei einem hohen Füllstand
von 50% und mehr zwangsläufig am Spalt ansteht und im Laufe der Zeit ein Teil des
Materials durch den Spalt gedrückt wird. Durch die in der ringförmigen Kammer angeordnete
Hubeinrichtung wird dieses Material dann jedoch angehoben und durch die Austragsöffnung
wieder in dem Prozessraum zurückgeführt, sodass zumindest ein Großteil des durch den
Spalt eingedrungenen Materials von der Gasdichtung abgehalten und in dem Prozessraum
zurückgeführt wird. Durch die Leitelemente wird außerdem auch solches Material noch
erfasst, welches beim ersten Mal nicht mittels der Hubeinrichtung in den Prozessraum
zurückgefördert werden konnte. Diese Leitelemente stellen somit eine zusätzliche Maßnahme
dar, um die Gasdichtung zu schützen.
[0013] Auf diese Weise kann die Standzeit der Gasdichtung deutlich erhöht werden, wobei
sich nicht nur Kosten für die Gasdichtung einsparen lassen, sondern sich auch geringere
Stillstandszeiten des Industrieofens ergeben.
[0014] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0015] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Dichtungsanordnung
einen mit der Materialaufgabeeinrichtung verbundenen, feststehenden Zylinder und einen
mit dem Drehrohr mitrotierenden Zylinder, wobei die ringförmige Kammer durch die beiden
Zylinder begrenzt wird. Dabei kann insbesondere vorgesehen werden, dass die Austragsöffnung
im feststehenden Zylinder ausgebildet ist. Die Austragsöffnung wird somit vorzugsweise
feststehend oberhalb eines sich im Betrieb des Drehrohres ausbildenden Materialspiegels
angeordnet.
[0016] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung können die Leitelemente insbesondere
nach Art einer ein- oder mehrgängigen Schnecke ausgebildet sein.
[0017] Des Weiteren kann in der ringförmigen Kammer eine Vorkammer abgegrenzt sein, die
über den ersten Spalt mit dem Prozessraum und über einen zweiten Spalt mit der restlichen
Ringkammer in Verbindung steht. Diese Vorkammer weist eine mit dem Drehrohr mitrotierende
Begrenzungswand auf, die mit einer Vielzahl von Öffnungen versehen ist, über die etwaiges
in die Vorkammer über den ersten Spalt eingedrungenes Material direkt in die Hubeinrichtung
gelangt.
[0018] Die Materialaufgabeeinrichtung kann zudem eine statische Endwand aufweisen mit der
die stirnseitige Öffnung des Drehrohres verschlossen ist und eine Aufgabeschurre umfassen,
die in den feststehenden und an der Endwand befestigten Zylinder mündet.
[0019] Gemäß einer dritten Maßnahme zum Schutz der Gasdichtung kann weiterhin vorgesehen
werden, das zwischen dem mit dem Drehrohr mitrotierenden Zylinder und der Endwand
ein dritter Spalt vorgesehen ist, der die ringförmige Kammer mit einer Überlaufeinrichtung
verbindet.
[0020] Während die Hubeinrichtung und die Leitelemente bereits eine sehr wirkungsvolle Maßnahme
zum Schutz der Gasdichtung darstellen, bietet die Überlaufeinrichtung einen weiteren
Schutz der Gasdichtung. Durch eine Kombination aller drei Maßnahmen ist die Gasdichtung
im Wesentlichen zu 100% vor etwaigem Material aus dem Prozessraum geschützt.
[0021] Weitere Vorteile und Ausgestaltung der Erfindung werden im Folgenden anhand der Beschreibung
und der Zeichnung näher erläutert.
[0022] In den Zeichnungen zeigen
- Fig. 1
- eine Schnittdarstellung des Industrieofens im Bereich der Materialaufgabeeinrichtung,
- Fig. 2
- eine vergrößerte Schnittdarstellung im Bereich der ringförmigen Kammer,
- Fig. 3
- eine Schnittdarstellung längst der Linie A-A der Fig. 1 und
- Fig. 4
- eine Abwicklung der ringförmigen Kammer mit Hubeinrichtung und Leitelementen.
[0023] Fig. 1 zeigt einen Industrieofen 1, der insbesondere als Retorte zur Wärmebehandlung
von Ölschiefer ausgebildet ist. Er besteht im Wesentlichen aus einem Drehrohr 2, welches
um eine Achse 2a rotiert und einer im Bereich einer stirnseitigen Öffnung 2b angekoppelten,
feststehenden Materialaufgabeeinrichtung 3. Die Materialaufgabe 3 umfasst eine statische
Endwand 4, mit der die stirnseitige Öffnung 2b des Drehrohres 2 verschlossen ist und
eine Aufgabeschurre 5.
[0024] Weiterhin ist eine Dichtungsanordnung 6 vorgesehen, die eine in diesem Zusammenhang
herkömmliche Gasdichtung 7 umfasst. Sie ist so ausgestaltet, dass sie sowohl die Taumelbewegung
als auch etwaige Höhenschläge des Drehrohres 2 ausgleichen kann. Eine derartige Gasdichtung
ist beispielsweise in der
EP 0 274 090 B1 näher beschrieben ist.
[0025] Sie weist weiterhin einen mit der statischen Endwand 4 der Materialaufgabeeinrichtung
3 verbundenen feststehenden Zylinder 9 und einen mit dem Drehrohr mitrotierenden Zylinder
10 auf, wobei zwischen den beiden Zylindern 9, 10 eine ringförmige Kammer 11 begrenzt
wird, welche über einen ersten Spalt 8 mit dem Prozessraum 2c des Drehrohrs 2 in Verbindung
steht.
[0026] Die ringförmige Kammer 11 ist in Fig. 2 nochmals etwas größer dargestellt und umfasst
eine Vorkammer 11a, die über den ersten Spalt 8 mit dem Prozessraum 2a und über einen
zweiten Spalt 12 mit der restlichen ringförmigen Kammer 11 in Verbindung steht. Sie
wird durch einen Teil des feststehenden Zylinders 9 sowie zwei fest mit dem Zylinder
9 verbundene, umlaufende Flansche 13, 14 begrenzt. Die verbleibende Begrenzung wird
durch eine mit dem Zylinder 10 mitrotierende, zylindrische Begrenzungswand 15 gebildet,
die mit einer Vielzahl von Öffnungen 16 versehen ist. Etwaiges aus dem Prozessraum
2a über den Spalt 8 in die Vorkammer 1a eingedrungenes Material gelangt somit über
die Öffnungen 16 in den verbleibenden Teil der ringförmigen Kammer 11 und zwar in
einen Bereich in dem eine Hubeinrichtung 17 bestehend aus einer Vielzahl von Hubschaufeln
angeordnet ist. Die Hubschaufeln sind mit dem rotierenden Zylinder 10 fest verbunden
und fördern somit das durch die Öffnungen 16 vor die Hubschaufeln fallende Material
durch die Drehbewegung des Drehrohres nach oben.
[0027] Die ringförmige Kammer 11 weist in ihrem oberen Bereich eine im feststehenden Zylinder
9 ausgebildete Austragsöffnung 18 auf. Wie insbesondere aus Fig. 3 zu ersehen ist,
erstreckt sich diese Austragsöffnung beispielsweise von der 10:00 Uhrbis zur 1:00
Uhr-Position, also einen Winkel α von beispielsweise etwa 90°. Das mit der Hubeinrichtung
17 nach oben geförderte Material wird dann durch die Öffnungen 16 der Vorkammer 11
a und die Austragsöffnung 18 zurück in den Prozessraum 2a gefördert. Die Austragsöffnung
18 ist so dimensionieren, dass sie immer oberhalb des sich im normalen Betrieb des
Drehrohres einstellenden Materialsspiegels liegt, sodass verhindert wird, dass Material
aus dem Prozessraum 2a über die Austragsöffnung 18 in die ringförmige Kammer gelangt.
[0028] Neben der Hubeinrichtung 17 sind im verbleibenden Bereich der ringförmigen Kammer
11 weiterhin Leitelemente 19 vorgesehen, die nach Art einer Förderschnecke ausgebildet
und derart angeordnet sind, dass sie bei einer vorgegebenen Drehrichtung des Drehrohres
2 etwaiges in den Bereich der Leitelemente gelangendes Material in die Hubeinrichtung
17 fördern. Bei diesem Material handelt es sich insbesondere um solches, welches von
den Hubschaufeln 17 nicht gleich erfasst wird und solches, welches durch den zweiten
Spalt 12 eindringt.
[0029] Das Zusammenspiel der Hubeinrichtung 17 und der Leitelemente 19 lässt sich auch sehr
gut aus der Abwicklung gemäß Fig. 4 erkennen.
[0030] Das vom Prozessraum 2c entfernte Ende der ringförmigen Kammer 11 wid durch die statische
Endwand begrenzt. Insofern bildet sich zwischen dem mitrotierenden Zylinder 10 und
der Endwand 4 ein dritter Spalt 20 aus, der die ringförmige Kammer 11 mit einer Überlaufeinrichtung
21 verbindet. Die zu schützende Gasdichtung 7 ist erst nach einem vierten Spalt 22
angeordnet, der sich zwischen der feststehenden Überlaufeinrichtung 21 und dem mitrotierenden
Zylinder 10 ausbildet.
[0031] Mit einer Kombination der drei Maßnahmen (Hubeinrichtung 17, Leitelemente 19 und
Überlaufeinrichtung 21) kann zuverlässig verhindert werden, dass ein nennenswerter
Anteil an Material bis zur Gasdichtung 7 gelangt, sodass deren Lebensdauer erheblich
verlängert werden kann.
1. Industrieofen (1) mit einem Drehrohr (2) und einer im Bereich einer stirnseitigen
Öffnung des Drehrohres (2) angekoppelten, feststehenden MaterialaufgabeEinrichtung
(3), wobei zwischen Drehrohr (2) und Materialaufgabeeinrichtung (3) eine Dichtungsanordnung
(6) vorgesehen ist, die eine Gasdichtung (7) umfasst, welche vom mit Material beaufschlagten
Prozessraum des Drehrohrs (2) durch wenigstens einen ersten Spalt (8) zwischen dem
Drehrohr (2) und der Materialaufgabeeinrichtung (3) abgegrenzt ist,
wobei, die Dichtungsanordnung (6) eine ringförmige Kammer (11) aufweist, die zwischen
dem ersten Spalt (8) und der Gasdichtung (7) vorgesehen ist, wobei die ringförmige
Kammer (11) eine mit dem Prozessraum (2c) in Verbindung stehende Austragsöffnung (18)
aufweist und in der ringförmigen Kammer (11) eine Hubeinrichtung (17) vorgesehen ist,
die durch eine Vielzahl von über den Umfang verteilt angeordneten und mit dem Drehrohr
(2) mitrotierenden Hubschaufeln gebildet wird, um Material aus dem Prozessraum (2c),
welches durch den ersten Spalt in (8) die ringförmige Kammer (11) eingedrungen ist,
anzuheben und durch die Austragsöffnung (18) in den Prozessraum (2c) zurückzuführen,
dadurch gekennzeichnet, dass in einem Bereich der ringförmigen Kammer (11) Leitelemente (19) vorgesehen sind,
die nach Art einer Förderschnecke ausgebildet und derart ausgerichtet sind, dass sie
bei einer vorgegebenen Drehrichtung des Drehrohres (2) etwaiges in den Bereich der
Leitelemente (19) gelangendes Material in die Hubeinrichtung (17) fördern.
2. Industrieofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Austragsöffnung feststehend oberhalb eines sich im Betrieb des Drehrohres ausbildenden
Materialspiegels angeordnet ist.
3. Industrieofen nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungsanordnung (6) einen mit der Materialaufgabeeinrichtung (3) verbundenen,
feststehenden Zylinder (9) und einen mit dem Drehrohr (2) mitrotierenden Zylinder
(10) umfasst und die ringförmige Kammer (11) durch die beiden Zylinder begrenzt wird.
4. Industrieofen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Austragsöffnung (18) im feststehenden Zylinder (9) ausgebildet ist.
5. Industrieofen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der ringförmigen Kammer eine Vorkammer (11a) abgegrenzt ist, die über den ersten
Spalt (8) mit dem Prozessraum (2c) und über einen zweiten Spalt (12) mit der restlichen
ringförmigen Kammer in Verbindung steht und eine mit dem Drehrohr mitrotierende Begrenzungswand
(15) aufweist, die mit einer Vielzahl von Öffnungen (16) versehen ist, über die etwaiges
in die Vorkammer (11a) über den ersten Spalt (8) eingedrungenes Material direkt in
die Hubeinrichtung (17) gelangt.
6. Industrieofen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialaufgabeeinrichtung (3) eine statische Endwand (4) aufweist, mit der die
stirnseitige Öffnung (2b) des Drehrohres (2) verschlossen ist.
7. Industrieofen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 2 und 6, das die
Materialaufgabeeinrichtung (3) eine Aufgabeschurre (5) umfasst, die in den feststehenden
und an der Endwand (4) befestigten Zylinder (9) mündet.
8. Industrieofen nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem mit dem Drehrohr mitrotierenden Zylinder (10) und der Endwand (4) ein
dritter Spalt (20) vorgesehen ist, der die ringförmige Kammer mit einer Überlaufeinrichtung
(21) verbindet.
1. Industrial oven (1) having a rotary pipe (2) and a fixed material supply device (3)
which is connected in the region of a front-face opening of the rotary pipe (2), there
being provided between the rotary pipe (2) and the material supply device (3) a sealing
arrangement (6) which comprises a gas seal (7) which is delimited from the operating
chamber of the rotary pipe (2) acted upon with material by at least a first gap (8)
between the rotary pipe (2) and the material supply device (3)
wherein the sealing arrangement (6) has an annular chamber (11) which is provided
between the first gap (8) and the gas seal (7), the annular chamber (11) having a
discharge opening (18) which is connected to the operating chamber (2c) and a lifting
device (17) being provided in the annular chamber (11) and which is formed by a plurality
of lifting shovels which are arranged so as to be distributed over the periphery and
which rotate with the rotary pipe (2) in order to lift out of the operating chamber
(2c) material which has become introduced into the annular chamber (11) through the
first gap (8) and to convey it back to the operating chamber (2c) through the discharge
opening (18),
characterised in that there are provided in a region of the annular chamber (11) guiding elements (19)
which are constructed in the manner of a screw conveyor and are orientated in such
a manner that they convey any material reaching the region of the guiding elements
(19) into the lifting device (17) with a predetermined direction of rotation of the
rotary pipe (2).
2. Industrial oven according to claim 1, characterised in that the discharge opening is arranged so as to be fixed above a material level which
is formed during operation of the rotary pipe.
3. Industrial oven according to claim 1, characterised in that the sealing arrangement (6) comprises a fixed cylinder (9) which is connected to
the material supply device (3) and a cylinder (10) which rotates with the rotary pipe
(2) and the annular chamber (11) is delimited by the two cylinders.
4. Industrial oven according to claim 2, characterised in that the discharge opening (18) is constructed in the fixed cylinder (9).
5. Industrial oven according to one or more of the preceding claims, characterised in that there is delimited in the annular chamber a preliminary chamber (11a) which is connected
to the operating chamber (2c) via the first gap (8) and is connected to the remainder
of the annular chamber via a second gap (12) and which has a delimiting wall (15)
which rotates with the rotary pipe and which is provided with a plurality of openings
(16), via which any material which may be introduced into the preliminary chamber
(11a) via the first gap (8) reaches the lifting device (17) directly.
6. Industrial oven according to one or more of the preceding claims, characterised in that the material supply device (3) has a static end wall (4), with which the end-face
opening (2b) of the rotary pipe (2) is closed.
7. Industrial oven according to one or more of the preceding claims 2 and 8, characterised in that the material supply device (3) comprises a supply chute (5) which opens in the fixed
cylinder (9) which is secured to the end wall (4).
8. Industrial oven according to claim 7, characterised in that a third gap (20), which connects the annular chamber to an overflow device (21),
is provided between the cylinder (10) which rotates with the rotary pipe and the end
wall (4).
1. Four industriel (1) doté d'un tuyau rotatif (2) et d'un dispositif d'alimentation
en matière (3) fixe, couplé dans la région d'une ouverture frontale du tube rotatif
(2), sachant qu'entre le tube rotatif (2) et le dispositif d'alimentation en matière
(3), est prévu un dispositif d'étanchéité (6), comprenant un joint d'étanchéité au
gaz (7), qui est limité par rapport à la chambre de travail du tube rotatif (2), accueillant
la matière, par au moins une première fente (8), entre le tube rotatif (2) et le dispositif
d'alimentation en matière (3), sachant que le dispositif d'étanchéité (6) est doté
d'une chambre annulaire (11), qui est prévue entre la première fente (8) et le joint
d'étanchéité au gaz (7), sachant que la chambre annulaire (11) est dotée d'une ouverture,
qui communique avec la chambre de travail (2c), et que, dans la chambre annulaire
(11), est prévu un dispositif de levée (17), qui est formé par une pluralité de pales
de levée, qui sont réparties sur la périphérie et agencées en rotation avec le tube
rotatif (2) pour soulever la matière, qui, en provenance de la chambre de travail
(2c), est entrée, par la première fente (8), dans la chambre annulaire (11), et pour
la reconduire dans la chambre de travail (2c) par l'ouverture de décharge (18), caractérisé en ce que, dans une région de la chambre annulaire (11), sont prévus des éléments d'entraînement
(19), qui sont formés et agencés à la manière d'un transporteur à vis sans fin de
sorte que, lors d'une rotation dans une direction prédéterminée du tube rotatif (2),
ils transportent dans le dispositif de levée (17) la matière parvenue dans la région
des éléments d'entraînement (19).
2. Four industriel selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'ouverture de décharge est disposée, fixement, au-dessus d'un niveau de matière
formé dans la région du tube rotatif.
3. Four industriel selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif d'étanchéité (6) est doté d'un cylindre fixe (9), qui est relié au
dispositif d'alimentation en matière (3), et d'un cylindre (10), qui tourne avec le
tube rotatif (2), et que la chambre annulaire (11) est limitée par les deux cylindres.
4. Four industriel selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'ouverture de décharge (18) est formée dans le cylindre fixe (9).
5. Four industriel selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que, dans la chambre annulaire est délimitée une préchambre (11a), qui est en communication
avec la chambre de travail (2c), par l'intermédiaire de la première fente (8) et en
communication avec le reste de ladite chambre annulaire, par l'intermédiaire de la
deuxième fente (12), et qui présente une paroi de limitation (15) tournant avec le
tube rotatif, qui est pourvue d'un grand nombre d'ouvertures (16), par lesquelles
la matière ayant pénétré dans la préchambre (11a) par la première fente (8) parvient
directement dans le dispositif de levage (17).
6. Four industriel selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif d'alimentation en matière (3) est doté d'une paroi finale statique
(4), au moyen de laquelle l'ouverture frontale (2b) du tube rotatif (2) est fermée.
7. Four industriel l'une ou plusieurs des revendications précédentes 2 et 6, caractérisé en ce que le dispositif d'alimentation en matière (3) est doté d'une goulotte d'alimentation
(5), qui débouche dans le cylindre (9) fixe, et fixé à la paroi final (4).
8. Four industriel selon la revendication 7, caractérisé en ce que, entre le cylindre (10), en rotation avec le tube rotatif, et la paroi finale (4)
est prévue une troisième fente (20), qui relie la chambre annulaire à un dispositif
de trop plein.
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