| (19) |
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(11) |
EP 2 337 645 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.04.2020 Patentblatt 2020/17 |
| (22) |
Anmeldetag: 24.09.2009 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2009/062355 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2010/034762 (01.04.2010 Gazette 2010/13) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINER GUSSFORM ZUM VERGIESSEN HOCHREAKTIVER SCHMELZEN
METHOD FOR PRODUCING A CASTING MOULD FOR CASTING HIGHLY-REACTIVE MELTS
PROCÉDÉ POUR PRODUIRE UN MOULE SERVANT À COULER UNE MASSE EN FUSION HAUTEMENT RÉACTIVE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
25.09.2008 DE 102008042376
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.06.2011 Patentblatt 2011/26 |
| (73) |
Patentinhaber: G4T GmbH |
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96231 Bad Staffelstein (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- RENKEL, Manfred
96231 Bad Staffelstein (DE)
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| (74) |
Vertreter: Dr. Gassner & Partner mbB |
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Wetterkreuz 3 91058 Erlangen 91058 Erlangen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 093 212 WO-A2-2005/039803
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EP-A1- 0 252 862 US-A- 4 057 433
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- DUARTE T P ET AL: "Optimization of Ceramic Shells for Contact with Reactive Alloys"
MATERIALS SCIENCE FORUM, [Online] Bd. 587-588, 17. Juni 2008 (2008-06-17), Seiten
157-161, XP002582601 TRANS TECH PUBLICATIONS LTD. SWITZERLAND ISSN: 0255-5476 DOI:
10.4028/WWW.SCIENTIFIC.NET/MSF.587-588.157 Gefunden im Internet: URL:http://paginas.fe.up.pt/~falves/artigo
%20final%20cshells.pdf> [gefunden am 2010-05-18]
- BAUMEISTER G ET AL: "Microcasting of Al bronze and a gold base alloy improved by plaster-bonded
investment" MICROSYSTEM TECHNOLOGIES ; MICRO AND NANOSYSTEMS INFORMATION STORAGE AND
PROCESSING SYSTEMS, SPRINGER, BERLIN, DE LNKD- DOI:10.1007/S00542-006-0105-3, Bd.
12, Nr. 8, 21. Februar 2006 (2006-02-21), Seiten 773-777, XP019429600 ISSN: 1432-1858
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Gussform zum Vergießen
hochreaktiver Schmelzen, insbesondere zum Vergießen von Titan, Titanlegierungen oder
intermetallischen Titanaluminiden, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Ein solches Verfahren ist aus der
WO 2005/039803 bekannt. Dabei enthält ein Schlicker zur Herstellung einer Kontaktschicht bzw. face-coat-Schicht
Yttriumoxid, Magnesiumoxid und Kalziumoxid. Das Magnesiumoxid bewirkt dabei zusammen
mit dem Wasser des Schlickers eine exotherme Reaktion, bei der Wasser verdampft und
die Trocknungszeit der aus dem Schlicker hergestellten Kontaktschicht reduziert wird.
Über die Menge bzw. die Mengenverhältnisse der eingesetzten Oxide ist aus diesem Dokument
nichts bekannt.
[0004] Die
EP 0 093 212 A1 offenbart ein Verfahren zur Herstellung einer nicht gesinterten Vorform aus feuerfestem
Material. Dabei wird ein säurestabilisiertes Zirkonoxidsol mit einem feuerfesten Material
gemischt. Das feuerfeste Material enthält eine aktive Komponente, welche eine Vernetzung
des Sols zum Gel bewirkt. Die aktive Komponente kann ein Calciumaluminatzement sein.
[0005] Die
US 4,057,433 offenbart eine Form zum Vergießen reaktiver Metallschmelzen. Die Form umfasst eine
Kontaktschicht, welche z. B. aus Yttriumoxyfluorid hergestellt ist. Die Kontaktschicht
ist mit einer Hinterfütterungsschicht versehen, welche einen Binder umfasst. Bei dem
Binder kann es sich um Calciumaluminat handeln.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Nachteile nach dem Stand der Technik
zu beseitigen. Es soll insbesondere ein Verfahren zur Herstellung einer Gussform zum
Vergießen hochreaktiver Schmelzen angegeben werden, welches möglichst einfach, reproduzierbar
und schnell durchführbar ist.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Zweckmäßige Ausgestaltungen
der Erfindung ergeben sich aus den Merkmalen der Ansprüche 2 bis 25.
[0008] Nach Maßgabe der Erfindung ist vorgesehen, dass eine erste Trockenmasse zur Herstellung
des ersten Schlickers zumindest 75 Gew.% Y
2O
3 und als weiteren festen Bestandteil zumindest 1,0 bis 25 Gew.% eines hydraulischen
Bindemittels enthält.
[0009] Im Sinne der vorliegenden Erfindung wird unter einem "hydraulischen Bindemittel"
ein Stoffgemisch verstanden, das mit Wasser hydratisiert. Die dabei gebildeten Hydrationsprodukte
führen zu einer Verfestigung der im ersten Schlicker enthaltenen festen Bestandteile.
[0010] Mit der vorgeschlagenen Zusammensetzung kann eine besonders rasche Verfestigung des
ersten Schlickers erreicht werden. Es ist insbesondere möglich, den ersten Schlicker
relativ hoch verdünnt in einem Spritzverfahren auf den Formkern aufzubringen. Das
wiederum ermöglicht eine besonders einfache und schnelle Herstellung einer Gussform
zum Vergießen hochreaktiver Schmelzen.
[0011] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die erste Trockenmasse
weniger als 95 Gew.% Y
2O
3 vorzugsweise weniger als 90 Gew.%, enthält. Es hat sich überraschenderweise herausgestellt,
dass der für die Stabilität gegen einen korrosiven Angriff durch hochreaktive Schmelzen
erforderliche, relativ teuere Bestandteil Y
2O
3 durch den Zusatz eines hydraulischen Bindemittels reduziert werden kann, ohne dass
die Resistenz der Kontaktschicht gegen die korrosive Wirkung hochreaktiver Schmelzen
herabgesetzt wird. Der Gehalt an Y
2O
3 in der ersten Trockenmasse kann beispielsweise bis auf 80 oder 85 Gew.% reduziert
werden. Ein Teil des Y
2O
3, beispielsweise 5 bis 10 Gew.%, kann durch TiO
2 ersetzt werden. Der Gehalt des hydraulischen Bindemittels beträgt vorteilhafterweise
zwischen 8 und 16 Gew.%.
[0012] Wie bereits oben erwähnt worden ist, kann nach dem erfindungsgemäßen Verfahren der
erste Schlicker in einem Spritzverfahren auf den Formkern aufgebracht werden. Das
ermöglicht die Herstellung einer besonders glatten und dünnen Kontaktschicht sowie
eine besonders effiziente Verfahrensführung. Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung
liegt das Kornband des ersten Pulvers zwischen 0 bis 50 µm und weist vorteilhafterweise
eine mittlere Korngröße (d
50) im Bereich von 8 bis 20 µm auf. Es hat sich gezeigt, dass sich ein Schlicker mit
der vorgeschlagenen Korngrößenverteilung einerseits besonders gut im Spritzverfahren
verarbeiten lässt und andererseits damit eine hohe Oberflächenqualität der Kontaktschicht
erreicht werden kann.
[0013] Das zweite Y
2O
3-Pulver kann eine mittlere Korngröße (d
50) im Bereich von 130 bis 200 µm aufweisen. Die vorgeschlagene mittlere Korngröße des
zweiten Y
2O
3-Pulvers trägt zu einer guten Rieselfähigkeit bei und erleichtert damit das Besanden
der Kontaktschicht.
[0014] Das hydraulische Bindemittel enthält vorzugsweise CaO * Al
2O
3. Ein solcher Calciumaluminatzement enthält zweckmäßigerweise 60 bis 80 Gew.% Al
2O
3, vorzugsweise etwa 70 Gew.% Al
2O
3. Eine unter Verwendung des vorgeschlagenen hydraulischen Bindemittels hergestellte
Kontaktschicht weist eine ausgezeichnete Festigkeit auf. Die erste Trockenmasse enthält
zweckmäßigerweise lediglich unvermeidbare Verunreinigungen an MgO. Damit kann eine
besonders gute Resistenz gegenüber hochreaktiven Schmelzen, insbesondere Titanalumnid-Schmelzen,
erreicht werden.
[0015] Nach einem weiteren Ausgestaltungsmerkmal wird eine die Schichtabfolge aus Kontakt-
und erster Besandungsschicht oder die mehreren Schichtabfolgen umgebende Mantelschicht
hergestellt. Die Mantelschicht kann als wesentlichen Bestandteil MgO enthalten. Eine
zweite Trockenmasse zur Herstellung der Mantelschicht kann ferner ein hydraulisches
Bindemittel, vorzugsweise Calciumaluminatzement, enthalten. Vorteilhafterweise enthält
der 60 bis 80 Gew.% Al
2O
3, vorzugsweise etwa 70 Gew.% Al
2O
3. Eine zweite Trockenmasse enthält zweckmäßigerweise zumindest 40 Gew.% MgO, vorzugsweise
60 bis 80 Gew.%, sowie zumindest 20 Gew.% des hydraulischen Bindemittels. Ferner kann
die zweite Trockenmasse eines oder mehrere der folgenden Oxide enthalten: Fe
2O
3, SiO
2, CaO, Al
2O
3. Die Mantelschicht dient im Wesentlichen der mechanischen Stabilisierung der Kontaktschicht.
Sie kann eine erheblich größere Schichtdicke aufweisen als die Kontaktschicht.
[0016] Als besonders zweckmäßig hat es sich erwiesen, vor der Herstellung der Mantelschicht
auf die aus Kontakt- und erster Besandungsschicht gebildete Schichtabfolge eine aus
einer Zwischen- und einer zweiten Besandungsschicht gebildete Zwischenschichtabfolge
aufzubringen. Die Zwischenschicht kann durch einen im Spritz- oder Tauchverfahren
aufgebrachten zweiten Schlicker hergestellt werden. Der zweite Schlicker kann als
wesentlichen festen Bestandteil ein erstes MgO-Pulver enthalten. Ferner kann der zweite
Schlicker ein hydraulisches Bindemittel, vorzugsweise einen Calciumaluminatzement
(CaO * Al
2O
3) mit 60 bis 80 Gew.% Al
2O
3, vorzugsweise etwa 70 Gew.% Al
2O
3. Eine dritte Trockenmasse zur Herstellung des zweiten Schlickers kann zumindest 50
Gew.% MgO, vorzugsweise 60 bis 70 Gew.%, und zumindest 20 Gew.% des hydraulischen
Bindemittels enthalten. Die zweite Besandungsschicht wird zweckmäßigerweise durch
Aufbringen eines zweiten MgO-Pulvers auf die zweite Schlickerschicht hergestellt.
[0017] Es können mehrere derartige Zwischenschichtabfolgen, die jeweils aus Zwischenschicht
und zweiter Besandungsschicht gebildet sind, nacheinander auf die Schichtabfolge aus
Kontakt- und erster Besandungsschicht aufgebracht werden. Dabei kann das erste MgO-Pulver
eine kleinere mittlere Korngröße als das zweite MgO-Pulver aufweisen.
[0018] Die erste und/oder die dritte Trockenmasse/n und/oder die Besandungsschicht/en können
zusätzlich zumindest eines der folgenden Oxide enthalten: CeO
2, La
2O
3, Gd
2O
3, Nd
2O
3, TiO
2. Auch der Zusatz anderer Oxide der seltenen Erden ist möglich.
[0019] Die so hergestellte Zwischenschichtabfolge trägt zu einer verbesserten Thermoschockbeständigkeit
der Gussform bei. Indem auch die Zwischenschichten ein hydraulisches Bindemittel enthalten,
können auch sie schnell und effizient, insbesondere im Spritzverfahren, hergestellt
werden. Dabei kann ein Feuchtigkeitsgehalt der Kontakt- und/oder der Zwischenschicht
nach deren Aufbringung mittels Infrarotstrahlung auf einen vorgegebenen Wert vermindert
werden. Der vorgegebene Wert kann im Bereich von 10 bis 60 % Restfeuchtigkeit liegen,
vorzugsweise weniger als 20 % und mehr als 5 % Restfeuchtigkeit betragen.
[0020] Insbesondere im Hinblick auf die mechanische Stabilität der Gussform sowie deren
effiziente Herstellung hat es sich als zweckmäßig erwiesen, dass der Anteil des hydraulischen
Bindemittels in der ersten Trockenmasse kleiner ist als in der zweiten oder dritten
Trockenmasse. Der Anteil des hydraulischen Bindemittels in der zweiten und/oder dritten
Trockenmasse ist vorteilhafterweise um zumindest 2 Gew.%, vorzugsweise um zumindest
5 Gew.%, höher als in der ersten Trockenmasse.
[0021] Des Weiteren hat es sich als zweckmäßig erwiesen, dass der erste und/oder zweite
Schlicker eine Viskosität von höchstens 1000 mPas, vorzugsweise zwischen 450 und 750
mPas, aufweist/aufweisen. Schlicker mit einer derartigen Viskosität lassen sich besonders
gut im Spritzverfahren verarbeiten.
[0022] Nach weiteren Ausgestaltungsmerkmalen des Verfahrens wird nach der Herstellung der
Mantelschicht der Formkern durch Schmelzen oder Ausbrennen des den Formkern bildenden
Materials entfernt. Bei dem Material handelt es sich zweckmäßigerweise um Wachs oder
dgl. Ein nach dem Entfernen des Formkerns gebildeter Grünkörper wird zweckmäßigerweise
bei einer Sintertemperatur von mehr als 800 °C und weniger als 1200 °C gesintert.
Die erfindungsgemäß vorgeschlagene Verwendung eines hydraulischen Bindemittels zur
Herstellung der Gussform trägt also auch zu einer erheblichen Reduzierung der Sintertemperaturen
bei.
[0023] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert.
[0024] Die einzige Figur zeigt schematisch eine Teilquerschnittsansicht durch eine erfindungsgemäße
Gussform. Eine Kontaktschicht 1 enthält beispielsweise 85 Gew.% Y
2O
3 und 15 Gew.% von Hydratationsprodukten des Calciumaluminatzements. Sie ist - abgesehen
von unvermeidbaren Verunreinigungen - zweckmäßigerweise frei von MgO. Mit dem Bezugszeichen
2 ist eine erste Besandungsschicht bezeichnet, die im Wesentlichen aus einem weiteren
Y
2O
3-Pulver mit einer mittleren Korngröße von etwa 150 µm besteht. Auch die erste Besandungsschicht
2 ist - abgesehen von unvermeidbaren Verunreinigungen - zweckmäßigerweise frei von
MgO. Die Kontaktschicht 1 und die erste Besandungsschicht 2 bilden eine Schichtabfolge
A.
[0025] Auf die erste Besandungsschicht 2 ist eine Zwischenschicht 3 aufgebracht, die als
wesentlichen Bestandteil MgO enthält, welches wiederum mit dem Reaktionsprodukt eines
Calciumaluminatzements abgebunden ist. Mit dem Bezugszeichen 4 ist eine zweite Besandungsschicht
bezeichnet, welche aus einem MgO-Pulver hergestellt ist. Eine abwechselnd aus der
Zwischenschicht 3 und der zweiten Besandungsschicht 4 gebildete Zwischenschichtabfolge
ist mit dem Bezugszeichen B bezeichnet. Die Zwischenschichtabfolge B ist mit einer
Mantelschicht 5 hinterfüttert, welche als wesentlichen festen Bestandteil MgO enthält,
das wiederum mittels eines hydraulischen Bindemittels, vorzugsweise Calciumaluminatzement,
abgebunden ist.
[0026] Die Schichtabfolge A kann - ähnlich wie die Zwischenschichtabfolge B - auch aus einer
Abfolge mehrerer abwechselnd aufeinanderfolgender Kontaktschichten 1 sowie erster
Besandungsschichten 2 gebildet sein.
Beispiel 1:
[0027] Zur Herstellung der Kontaktschicht 1 wird zunächst ein erster Schlicker hergestellt,
dessen erste Trockenmasse 80 bis 90 Gew.% eines ersten Y
2O
3-Pulvers enthält. Die mittlere Korngröße d
50 des ersten Y
2O
3-Pulvers beträgt zweckmäßigerweise 10 bis 15 µm. Der Modalwert beträgt vorteilhafterweise
15 bis 25 µm. Das Kornband liegt zweckmäßigerweise im Bereich zwischen 0 bis 50 µm.
Ferner enthält die erste Trockenmasse 10 bis 20 Gew.%, vorzugsweise 8 bis 17 Gew.%,
eines Calciumaluminatzements. Durch Zusatz einer geeigneten Menge an Wasser wird ein
erster Schlicker mit einer Viskosität im Bereich von 400 bis 700 mPas hergestellt.
Der erste Schlicker wird im Spritzverfahren auf einen, beispielsweise aus Wachs hergestellten,
Formkern aufgespritzt. Sodann wird die aus dem ersten Schlicker hergestellte Kontaktschicht
1 mit einer ersten Besandungsschicht 2 besandet. Die erste Besandungsschicht 2 besteht
dabei aus einem zweiten Y
2O
3-Pulver, welches eine mittlere Korngröße im Bereich von 170 bis 200 µm aufweist und
zweckmäßigerweise lediglich unvermeidbare Verunreinigungen enthält. Die so hergestellte
Schichtabfolge A wird dann für eine Zeit von etwa 90 bis 180 Minuten getrocknet bzw.
es wird eine geeignete Restfeuchigkeit von 10 bis 30 % eingestellt.
[0028] Der vorerwähnte Vorgang der Herstellung der Kontaktschicht 1 sowie der ersten Besandungsschicht
2 kann mehrfach, beispielsweise drei- bis fünfmal, wiederholt werden. Die Schichtabfolge
A kann anstelle der ersten Besandungsschicht 2 auch durch eine Kontaktschicht 1 abgeschlossen
werden. Es kann auch sein, dass eine die Schichtabfolge A abschließende erste Besandungsschicht
im Wesentlichen aus einem MgO-Pulver hergestellt wird. Dieses MgO-Pulver kann hinsichtlich
seiner Korngrößenverteilung sowie seiner mittleren Korngröße entsprechend dem zweiten
Y
2O
3-Pulver ausgeführt sein.
[0029] Zur Herstellung einer oder mehrerer Zwischenschichten 3 der Zwischenschichtabfolge
B wird ein zweiter Schlicker herstellt. Eine zweite Trockenmasse zur Herstellung des
zweiten Schlickers enthält beispielsweise 65 bis 80 Gew.%, vorzugsweise 65 bis 70
Gew.%, MgO sowie 20 bis 35 Gew.%, vorzugsweise 30 bis 35 Gew.%, eines Calciumaluminatzements.
Durch Zusatz einer geeigneten Menge an Wasser wird ein zweiter Schlicker hergestellt,
dessen Viskosität zweckmäßigerweise so eingestellt ist, dass damit eine Beschichtung
im herkömmlichen Tauchverfahren möglich ist. Zur Herstellung der Zwischenschicht 3
wird die auf den Formkern aufgebrachte Schichtabfolge A im Tauchverfahren mit dem
zweiten Schlicker beschichtet. Danach wird die zweite Besandungsschicht 4 aufgetragen,
die im Wesentlichen aus einem MgO-Pulver mit einer Korngröße im Bereich von 0,1 bis
2,0 mm gebildet ist. Nach dem Herstellen der zweiten Besandungsschicht 4 wird die
so gebildete Zwischenschichtabfolge B für eine Dauer von 15 bis 45 Minuten getrocknet
bzw. es wird eine geeignete Restfeuchtigkeit von 10 bis 30 % eingestellt. Anschließend
können in der gleichen Weise weitere Zwischen- 3 und zweite Besandungsschichten 4
aufgebracht werden. Die Zwischenschichtabfolge B kann abschließend für eine Zeitdauer
von 30 bis 100 Minuten getrocknet werden.
[0030] Zur Herstellung der Mantelschicht 5 wird aus 60 bis 80 Gew.%, vorzugsweise 70 bis
80 Gew.%, MgO, 20 bis 40 Gew.%, vorzugsweise 20 bis 30 Gew.%, Calciumaluminatzement
sowie Wasser und Hilfsstoffen eine noch fließfähige Masse hergestellt. Der beschichtete
Formkern wird dann in eine Form gestellt und mit der fließfähigen Masse umgossen.
Nach dem Trocknen der fließfähigen Masse wird die Form entfernt. Der Formkern wird
durch Temperaturerhöhung entfernt. Anschließend wird der so hergestellte Grünling
der Gussform bei einer Temperatur im Bereich von 1000 bis 1200°C, vorzugsweise im
Bereich zwischen 1100 und 1200°C, gesintert.
Beispiel 2:
[0031] Eine erste Trockenmasse zur Herstellung des ersten Schlickers enthält in diesem Fall
60 bis 70 Gew.% Y
2O
3 und 10 bis 20 Gew.% CeO
2, das Kornband der Mischung liegt zwischen 0 bis 50 µm. Ferner enthält die erste Trockenmasse
10 bis 20 Gew.% des Calciumaluminatzements. Die erste Trockenmasse wird mit Wasser
gemischt, so dass ein erster Schlicker mit einer Viskosität im Bereich von 300 bis
600 mPas entsteht.
[0032] Im Übrigen wird das Verfahren wie im Beispiel 1 erläutert durchgeführt.
[0033] Die Trocknung der Schichtabfolge A sowie der Zwischenschichtabfolge B kann auch mittels
Infrarotstrahlung unterstützt werden. Zu diesem Zweck kann der beschichtete Formkern
durch eine Trockenkammer geführt werden, in der eine Lufttemperatur im Bereich von
30 bis 60°C herrscht.
[0034] Der erste und/oder zweite Schlicker kann/können außer den vorerwähnten Bestandteilen
auch noch herkömmliche Hilfsstoffe, insbesondere die organischen Hilfsstoffe, in üblichen
Mengen enthalten.
1. Verfahren zur Herstellung einer Gußform zum Vergießen hochreaktiver Schmelzen, insbesondere
zum Vergießen von Titan, Titanlegierungen oder intermetallischen Titanaluminiden,
mit folgenden Schritten:
Herstellen einer Kontaktschicht (1) durch Aufbringen eines ein erstes Y2O3-Pulver als einen wesentlichen festen Bestandteil enthaltenden ersten Schlickers auf
einen Formkern,
Herstellen einer ersten Besandungsschicht (2) auf der Kontaktschicht (1) durch Besanden
der Kontaktschicht (1) mit einem Y2O3 als wesentlichen Bestandteil enthaltenden zweiten Y2O3-Pulver,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine erste Trockenmasse zur Herstellung des ersten Schlickers zumindest 75 Gew.% Y2O3 und als weiteren festen Bestandteil zumindest 1,0 bis 25 Gew.% eines hydraulischen
Bindemittels enthält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die erste Trockenmasse weniger als 90 Gew.% Y2O3 enthält.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der erste Schlicker im Spritzverfahren
auf den Formkern aufgebracht wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein Kornband des ersten Y2O3-Pulvers im Bereich von 0 bis 50 µm liegt und vorteilhafterweise eine mittlere Korngröße
(d50) im Bereich von 8 bis 20 µm aufweist.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das zweite Y2O3-Pulver eine mittlere Korngröße (d50) im Bereich von 130 bis 200 µm aufweist.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das hydraulisches Bindemittel
ein Calciumaluminatzement ist.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine eine Schichtabfolge
(A) aus Kontakt- (1) und erster Besandungsschicht (2) umgebende Mantelschicht hergestellt
wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Mantelschicht (5) als
wesentlichen Bestandteil MgO enthält.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine zweite Trockenmasse
zur Herstellung der Mantelschicht (5) ein hydraulisches Bindemittel, vorzugsweise
Calciumaluminatzement, enthält.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die zweite Trockenmasse zumindest
40 Gew.%, vorzugsweise zumindest 60 Gew.%, MgO sowie zumindest 20 Gew.% des hydraulischen
Bindemittels enthält.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die zweite Trockenmasse eines
oder mehrere der folgenden Oxide enthält: Fe2O3, SiO2, CaO, Al2O3.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei vor der Herstellung der Mantelschicht
(5) auf die aus Kontakt- (1) und erster Besandungsschicht (2) gebildete Schichtabfolge
(A) eine aus Zwischen- (3) und einer zweiten Besandungsschicht (4) gebildete Zwischenschichtabfolge
(B) aufgebracht wird.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Zwischenschicht (3) durch
einen im Spritzverfahren aufgebrachten zweiten Schlicker hergestellt wird.
14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der zweite Schlicker ein
erstes MgO-Pulver als wesentlichen festen Bestandteil enthält.
15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der zweite Schlicker ein
hydraulisches Bindemittel, vorzugsweise Calciumaluminatzement, enthält.
16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine dritte Trockenmasse
zur Herstellung des zweiten Schlickers zumindest 50 Gew.% MgO und zumindest 20 Gew.%
des hydraulischen Bindemittels enthält.
17. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die zweite Besandungsschicht
(4) durch Aufbringen eines zweiten MgO-Pulvers auf die Zwischenschicht (3) hergestellt
wird.
18. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die erste und/oder dritte
Trockenmasse/n und/oder die Besandungsschicht/en zumindest eines der folgenden Oxide
enthält/enthalten: CeO2, La2O3, Gd2O3, Nd2O3, TiO2.
19. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein Feuchtigkeitsgehalt der
Kontaktschicht (1) und/oder der Zwischenschicht (3) nach deren Aufbringung mittels
Infrarotstrahlung auf einen vorgegebenen Wert vermindert wird.
20. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der vorgegebene Wert im Bereich
von 10 bis 60 % Restfeuchtigkeit liegt, vorzugsweise weniger als 20 % Restfeuchtigkeit,
beträgt.
21. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Anteil des hydraulischen
Bindemittels in der ersten Trockenmasse kleiner ist als in der zweiten oder dritten
Trockenmasse.
22. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Anteil des hydraulischen
Bindemittels in der zweiten und/oder dritten Trockenmasse um zumindest 2 Gew.%, vorzugsweise
um zumindest 5 Gew.%, höher ist als in der ersten Trockenmasse.
23. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der erste und/oder zweite
Schlicker eine Viskosität von höchstens 1000 mPas, vorzugsweise zwischen 450 und 750
mPas, aufweist/aufweisen.
24. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei nach der Herstellung der
Mantelschicht (5) der Formkern durch Schmelzen oder Ausbrennen des den Formkern bildenden
Materials entfernt wird.
25. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein nach Entfernen des Formkerns
gebildeter Grünkörper bei einer Sintertemperatur von mehr als 800 °C und weniger als
1200°C gesintert wird.
1. Method for making a mold for casting highly reactive molten masses, in particular
for casting titanium, titanium alloys or intermetallic titanium aluminides, with the
following steps:
making a contact layer (1) by applying a first slicker onto a mold core, which first
slicker contains a first Y2O3 powder as an essential solid component,
making a first sanding layer (2) on the contact layer (1) by sanding the contact layer
(1) with a second Y2O3 powder containing Y2O3 as the essential component,
characterized in that
a first dry mass for making the first slicker contains at least 75 wt. % of Y2O3 and as a further solid component at least 1.0 to 25 wt. % of a hydraulic binder.
2. Method as defined in claim 1, wherein the first dry mass contains less than 90 wt.
% of Y2O3.
3. Method as defined in one of the preceding claims, wherein the first slicker is applied
onto the mold core using the injection method.
4. Method as defined in one of the preceding claims, wherein a grain band of the first
Y2O3 powder is in the range from 0 to 50 µm and advantageously has a medium grain size
(d50) in the range from 8 to 20 µm.
5. Method as defined in one of the preceding claims, wherein the second Y2O3 powder has a medium grain size (d50) in the range from 130 to 200 µm.
6. Method as defined in one of the preceding claims, wherein the hydraulic binder is
a calcium aluminate cement.
7. Method as defined in one of the preceding claims, wherein a coating layer surrounding
a layer sequence (A) of the contact layer (1) and the first sanding layer (2) is made.
8. Method as defined in one of the preceding claims, wherein the coating layer (5) contains
MgO as the essential component.
9. Method as defined in one of the preceding claims, wherein a second dry mass for making
the coating layer (5) contains a hydraulic binder, preferably calcium aluminate cement.
10. Method as defined in one of the preceding claims, wherein the second dry mass contains
at least 40 wt. %, preferably at least 60 wt. % of MgO as well as at least 20 wt.
% of the hydraulic binder.
11. Method as defined in one of the preceding claims, wherein the second dry mass contains
one or more of the following oxides: Fe2O3, SiO2, CaO, Al2O3.
12. Method as defined in one of the preceding claims, wherein before making the coating
layer (5), an intermediate layer sequence (B) formed from an intermediate layer (3)
and a second sanding layer (4) is applied onto the layer sequence (A) formed from
the contact layer (1) and the first sanding layer (2) .
13. Method as defined in one of the preceding claims, wherein the intermediate layer (3)
is made by a second slicker applied using the injection method.
14. Method as defined in one of the preceding claims, wherein the second slicker contains
a first MgO powder as the essential solid component.
15. Method as defined in one of the preceding claims, wherein the second slicker contains
a hydraulic binder, preferably calcium aluminate cement.
16. Method as defined in one of the preceding claims, wherein a third dry mass for making
the second slicker contains at least 50 wt. % of MgO and at least 20 wt. % of the
hydraulic binder.
17. Method as defined in one of the preceding claims, wherein the second sanding layer
(4) is made by applying a second MgO powder onto the intermediate layer (3).
18. Method as defined in one of the preceding claims, wherein the first and/or third dry
mass/masses and/or the sanding layer/layers contains/contain at least one of the following
oxides: CeO2, La2O3, Gd2O3, Nd2O3, TiO2.
19. Method as defined in one of the preceding claims, wherein a moisture content of the
contact layer (1) and/or the intermediate layer (3) is reduced using infrared radiation
to a specified value after their application.
20. Method as defined in one of the preceding claims, wherein the specified value is in
the range of 10 to 60 % of residual moisture, preferably less than 20 % residual moisture.
21. Method as defined in one of the preceding claims, wherein the fraction of the hydraulic
binder in the first dry mass is less than in the second or third dry mass.
22. Method as defined in one of the preceding claims, wherein the fraction of the hydraulic
binder in the second and/or third dry mass is by at least 2 wt. %, preferably by at
least 5 wt. % greater than in the first dry mass.
23. Method as defined in one of the preceding claims, wherein the first and/or second
slicker has/have a viscosity of not more than 1000 mPas, preferably between 450 and
750 mPas.
24. Method as defined in one of the preceding claims, wherein after making the coating
layer (5), the mold core is removed by melting or burning out the material forming
the mold core.
25. Method as defined in one of the preceding claims, wherein a green body formed after
removing the mold core is sintered at a sintering temperature of more than 800°C and
less than 1200°C.
1. Procédé pour produire un moule servant à couler une masse en fusion hautement réactive,
en particulier à couler du titane, des alliages de titane ou des aluminides de titane
intermétalliques comprenant les étapes suivantes consistant à :
produire une couche de contact (1) par application d'une première barbotine contenant
une première poudre Y2O3 en tant que premier composant essentiellement solide sur un cœur de moule,
produire une première couche de sablage (2) sur la couche de contact (1) par sablage
de la couche de contact (1) avec une deuxième poudre Y2O3 contenant du Y2O3 en tant que composant essentiel,
caractérisé en ce qu'
une première masse sèche destinée à produire la première barbotine contient au moins
75 % en poids de Y2O3 et au moins entre 1,0 et 25 % en poids d'un liant hydraulique en tant que composant
solide supplémentaire.
2. Procédé selon la revendication 1, en ce que la première masse sèche contient moins
de 90 % en poids de Y2O3.
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes, en ce que la première barbotine
est appliquée par injection sur le cœur de noyau.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, en ce qu'une granulométrie de
la première poudre Y2O3 est dans une plage comprise entre 0 et 50 µm et avantageusement présente une grosseur
de grain moyenne (d50) dans une plage comprise entre 8 et 20 µm.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, en ce que la deuxième poudre Y2O3 présente une grosseur de grain moyenne (d50) dans une plage comprise entre 130 et 200 µm.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, en ce que le liant hydraulique
est un ciment d'aluminates de calcium.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, en ce qu'une couche de revêtement
entourant une suite de couches (A) est réalisée à partir d'une couche de contact (1)
et d'une première couche de sablage (2).
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, en ce que la couche de revêtement
(5) contient du MgO en tant que composant essentiel.
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, en ce qu'une deuxième masse sèche
servant à la production de la couche de revêtement (5) contient un liant hydraulique,
de préférence un ciment d'aluminates de calcium.
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes, en ce que la deuxième masse sèche
contient au moins 40 % en poids, de préférence au moins 60 % en poids de MgO ainsi
qu'au moins 20 % en poids du liant hydraulique.
11. Procédé selon l'une des revendications précédentes, en ce que la deuxième masse sèche
contient un ou plusieurs des oxydes suivants : Fe2O3, SiO2, CaO, Al2O3.
12. Procédé selon l'une des revendications précédentes, en ce qu'une suite de couches
intermédiaires (B) composée d'une couche intermédiaire (3) et d'une deuxième couche
de sablage (4) est appliquée en amont de la production de la couche de revêtement
(5) sur la suite de couches (A) composée d'une couche de contact (1) et d'une première
couche de sablage (2).
13. Procédé selon l'une des revendications précédentes, en ce que la couche intermédiaire
(3) est réalisée par une deuxième barbotine appliquée par injection.
14. Procédé selon l'une des revendications précédentes, en ce que la deuxième barbotine
contient une première poudre MgO en tant que composant essentiellement solide.
15. Procédé selon l'une des revendications précédentes, en ce que la deuxième barbotine
contient un liant hydraulique, de préférence un ciment d'aluminates de calcium.
16. Procédé selon l'une des revendications précédentes, en ce qu'une troisième masse sèche
destinée à la production de la deuxième barbotine contient au moins 50 % en poids
de MgO et au moins 20 % en poids du liant hydraulique.
17. Procédé selon l'une des revendications précédentes, en ce que la deuxième couche de
sablage (4) est réalisée par application d'une deuxième poudre MgO sur la couche intermédiaire
(3).
18. Procédé selon l'une des revendications précédentes, en ce que la/les première et/ou
troisième masse(s) sèche(s) et/ou la/les couche(s) de sablage contient/contiennent
au moins l'un des oxydes suivants : CeO2, La2O3, Gd2O3, Nd2O3, TiO2.
19. Procédé selon l'une des revendications précédentes, en ce qu'une teneur en humidité
de la couche de contact (1) et/ou de la couche intermédiaire (3) après application
au moyen d'un rayonnement infrarouge est réduite à une valeur prédéterminée.
20. Procédé selon l'une des revendications précédentes, en ce que la valeur prédéterminée
est dans une plage comprise entre 10 et 60 % d'humidité résiduelle, est de préférence
inférieure à 20 % d'humidité résiduelle.
21. Procédé selon l'une des revendications précédentes, en ce que la proportion du liant
hydraulique dans la première masse sèche est inférieure à celle dans la deuxième ou
la troisième masse sèche.
22. Procédé selon l'une des revendications précédentes, en ce que la proportion du liant
hydraulique dans la deuxième et/ou la troisième masse sèche est supérieure d'au moins
2 % en poids, de préférence d'au moins 5 % en poids, à celle dans la première masse
sèche.
23. Procédé selon l'une des revendications précédentes, en ce que la première et/ou la
deuxième barbotine présente(nt) une viscosité de maximum 1000 mPas, de préférence
entre 450 et 750 mPas.
24. Procédé selon l'une des revendications précédentes, en ce que le cœur de moule est
retiré par fusion ou combustion de la matière formant le cœur de moule en aval de
la production de la couche de revêtement (5).
25. Procédé selon l'une des revendications précédentes, en ce qu'un corps vert formé après
retrait du cœur de moule est fritté à une température de frittage supérieure à 800
°C et inférieure à 1200 °C.

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- DUARTE T.P et al.Optimisation of Ceramic Shells for Contact with Reactive AlloysMaterials Science Forum
Trans Tech Publications Ltd.157-161 [0003]