GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Gehäuse eines kältemittelkompressors
mit einer Verdunsterschale, wobei die Verdunsterschale zumindest durch eine direkt
und dicht am Gehäuse befestigte, einer Umfangslinie des Gehäuses folgende Wand aus
Metall und wenigstens eine innerhalb der Wand liegende Teiloberfläche des Gehäuses
gebildet wird und wobei an der Wand mit einem Abstand zum Gehäuse zumindest ein Dämpfungselement
zur Dämpfung der vom Gehäuse auf die Wand übertragenen Schwingungen befestigt ist,
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
STAND DER TECHNIK
[0002] Kleinkältemittelkompressoren kommen vorwiegend im Hausbaltsbereich zum Einsatz. Sie
sind in der Regel an der Rückseite eines Kühlschranks angeordnet und an diesen angeschlossen
und dienen zur Kompression eines zirkulierenden Kältemittels, wodurch Wärme aus dem
Kühlraum des Kühlschranks abtransportiert und an die Umgebung abgegeben wird.
[0003] Der ein hermetisch abgedichtetes Kompressorgehäuse umfassende Kältemittelkompressor
weist einen Elektromotor auf, welcher über eine Kurbelwelle einen in einem Zylinder
oszillierenden Kolben zur Verdichtung des Kältemittels antreibt. Das Kompressorgehäuse
besteht dabei aus einem Deckelteil und einem Basisteil, wobei Zu- und Abführleitungen
vorgesehen sind, welche in das Kompressorgehäuse und aus diesem herausführen, um das
Kältemittel zum Zylinder und von diesem wieder in den Kühlkreislauf zu befördern.
[0004] Während des Betriebes eines Kühlgerätes fällt kondensierte Flüssigkeit an, insbesondere
aufgrund lokal auftretender, niedriger Temperaturen kondensierte Luftfeuchtigkeit,
welche einer Sammlung in eigens dafür vorgesehenen Sammelbehältern bedarf. Diese Sammelbehälter
müssen entweder regelmäßig entleert werden, oder sie gewährleisten aufgrund geeigneter
Ausführung und Anordnung eine ausreichende Verdunstungsleistung, damit kondensierte
Flüssigkeit wieder in den gasförmigen Zustand übergeführt wird und aus dem Bereich
der Kleinkältemaschine entweichen kann.
[0005] Zweckmäßigerweise wird der Sammelbehälter in einer Nähe zum Kompressorgehäuse des
Kältemittelkompressors angeordnet, da dieser eine Wärmequelle darstellt und das Verdunsten
der aufgefangenen Flüssigkeit begünstigt. Aus dem Stand der Technik sind Sammelbehälter
bekannt, beispielsweise aus der
AT 7.706 U1, wo unter anderem metallische Begrenzungswände vorgesehen sind, die das Kompressorgehäuse
entlang einer Umfangslinie des Kompressorgehäuses dicht umschließen und einen nach
oben offenen Behälter bilden. Die Begrenzungswände sind dabei entweder einteilig mit
einem Gehäuseteil ausgeführt oder durch Klebstoff, Schrauben, Schweißverbindungen,
Flanschverbindungen oder dergleichen am Gehäuse befestigt. Es muss lediglich sichergestellt
sein, dass der Kontaktbereich zwischen Begrenzungswand und Gehäuse dicht ist, sodass
die innerhalb der Begrenzungswand aufgefangene, kondensierte Flüssigkeit in der von
Begrenzungswand und Gehäuse gebildeten Verdunsterschale verbleibt. Durch eine solche
Konstruktion kann die Wärme, die über das Kompressorgehäuse abgegeben wird, in nahezu
direkter Weise zur Verdunstung der kondensierten Flüssigkeit genutzt werden.
[0006] Das direkte Befestigen der metallischen Begrenzungswand am metallischen Gehäuse (also
bei einteiliger Ausführung mit einem Gehäuseteil, bei Schraub-, Schweiß- oder Flanschverbindung)
hat den Nachteil, dass die Vibrationen des Kompressors auf das Gehäuse und weiter
auf die Begrenzungswand übertragen werden, sodass die metallische Verdunsterschale
nun ihrerseits durch ihre offene Struktur und ihre relativ große Oberfläche die Schallabstrahlung
des Kompressors noch verstärkt.
[0007] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher, die Schallabstrahlung des Kompressors
über die Verdunsterschale zu verringern. Dies ist allgemein durch eine Änderung der
Strüktursteifigkeit oder durch Dämpfung möglich.
[0008] Eine mögliche Lösung wäre, die Steifigkeit der metallischen Verdunsterschale zu erhöhen.
Dies würde jedoch zusätzliche Versteifungen oder Rippen erfordern, die in einem Tiefziehprozess
nicht ohne größeren Aufwand erzeugt werden können bzw. die Baugröße der Verdunsterschale
derart ungünstig beeinflussen, dass viel Bauraum für wenig Fassungsvolumen benötigt
wird.
[0009] Eine andere Lösung schlägt die
US 5 699 677 A1 vor, bei welcher die Wand der Verdunsterschale mittels einer Polyurethan-Klebeschicht
am Kompressorgehäuse befestigt ist. Die elastischen Eigenschaften der Klebeschicht
sind so gewählt, dass vom Kompressor übertragene Vibrationen gedämpft werden. Allerdings
muss bei dieser Lösung auf die direkte Verbindung zwischen Kompressorgehäuse aus Metall
und Begrenzungswand aus Metall verzichtet werden.
[0010] Aus der
WO 2008/092223 A2 ist bereits ein Kühlgeräte-Kompressor bekannt, dessen Verdunsterschale zwecks Reduzierung
der vom Kompressorgehäuse ausgehenden Schwingungen mit Dämpfungselementen versehen
ist. Die Dämpfungselemente sind hierbei seitlich an der Verdunsterschale angeordnet.
Die wände der Verdunsterschale sind hohl ausgeführt, sodass Kammern bzw. röhrenförmige
Dämpfungselemente ausgebildet werden. Gegenüber dieser Ausführung wird eine fertigungstechnisch
und schwingungsdämpfungstechnisch vorteilhaftere Ausführung und Anordnung gattungsgemäßer
Dämpfungselemente angestrebt.
[0011] Die aus dem Stand der Technik bekannte
JP 2003287341 A2 betrifft einen Kühlschrank mit verbesserter Wärmeabstrahlung vom Kondensator. Das
Gehäuse eines Kältemittekompressors des Kühlschranks weist eine Verdunsterschale auf,
die am Gehäuse befestigt ist, ohne dass jedoch auf Schwingungen der Verdunsterschale
bzw. auf dadurch verursachten Lärm eingegangen wird.
[0012] Weiters ist aus dem Stand der Technik die
US 6112848 A bekannt, welche die Geräuschreduzierung von Plastikkomponenten der Innenausstattung
eines Automobils betrifft. Im Gegensatz zur Schallemission durch die Verdunsterschale
von Kältemittelkompressoren entsteht gemäß der
US 6112848 A Lärm dadurch, dass ein erster Plastikteil während des Betriebs des Automobils an
einem zweiten Plastikteil reibt, was insbesondere zu Quietschgeräuschen führt. Zur
Reduktion dieser Quietschgeräusche ist ein Element aus einem thermoplastischen Elastomer
vorgesehen, das auf eine Kontaktfläche des ersten Plastikteils aufgebracht, vorzugsweise
aufextrudiert wird, um als Puffer zwischen den beiden Plastikteilen zu wirken.
[0013] Es ist insbesondere eine Aufgabe der Erfindung, die Schallabstrahlung des Kompressors
über die Verdunsterschale weiter zu verringern.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0014] Erfingdungsgemäß wird diese Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs
1 gelöst. Um die hohe Schwingungsamplitude am freien oberen Rand der Wand zu dämpfen
ist vorgesehen, dass das mindestens eine Dämpfungselement den freien oberen Rand der
Wand umgreift. Insbesondere kann vorgesehen werden, dass alle Dämpfungselemente am
freien Rand der Wand befestigt sind.
[0015] Durch die Befestigung eines oder mehrerer Dämpfungselemente am oberen Rand der Wand
wird sichergestellt, dass die Wand selbst gedämpft wird, die aufgrund des freien oberen
Endes gut zum Schwingen angeregt werden kann. Die Dämpfungselemente bewirken, dass
zumindest einen Teil der Vibrationsenergie in Wärme umgewandelt wird.
[0016] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsvariante der Erfindung ist das mindestens eine
Dämpfungselement auf den freien oberen Rand der Wand aufgesteckt.
[0017] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsvariante der Erfindung weist das mindestens
eine Dämpfungselement eine Nut auf, deren Breite im Wesentlichen der Dicke der Wand
entspricht und das Dämpfungselement mittels dieser Nut auf den oberen Rand der Wand
aufgesetzt ist.
[0018] Betreffend das Material des Dämpfungselements stehen verschiedene Möglichkeiten zur
Auswahl. Eine Ausführungsform besteht darin, dass ein oder mehrere Dämpfungselemente
aus Metall bestehen. Metallische Dämpfungselemente helfen aufgrund ihrer Masse mit,
die Resonanzfrequenz der Wand lokal zu verändern, sodass nicht mehr die gesamte Wand
in Resonanz versetzt werden kann.
[0019] Eine besondere Ausführungsform des metallischen Dämpfungselements besteht darin,
dass das Dämpfungselement einstückig mit der Wand ausgebildet ist.
[0020] Eine andere Ausführungsform besteht darin, dass ein oder mehrere Dämpfungselemente
aus Kunststoff bestehen. Der Begriff Kunststoff umfasst Plastomere (Thermoplaste),
Duromere und Elastomere. Aufgrund ihrer Elastizität werden sie durch die Schwingungen
verformt, was Vibrationsenergie kostet, die daher nicht mehr für Schwingungen der
Wand zur Verfügung steht.
[0021] Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung von Verbundstoffen, die einen mehrschichtigen
Aufbau aufweisen, wobei die einzelnen Schichten des Verbundstoffes insbesondere aus
Elastomeren und/oder Plastomeren und/oder Duromeren und/oder Metallen und/oder Hölzern
bestehen. So könnten beispielsweise elastische Schichten (Elastomer) in Verbindung
mit Schichten, die aus schwereren Materialien bestehen (Metallfolie), verwendet werden.
[0022] Es kann zumindest ein Dämpfungselement so befestigt werden, dass es eine Vorspannkraft
auf die Wand ausübt. Wenn dann die Wand zum Schwingen angeregt wird, muss jede Bewegung
gegen diese Vorspannkraft erfolgen. So kann etwa ein Dämpfungselement um die Wand
herum gespannt werden.
[0023] Von der Art der Befestigung bieten sich folgende Möglichkeiten an: ein oder mehrere
Dämpfungselemente können form- und/oder kraft- und/oder stoffschlüssig an der Wand
befestigt sein. Die formschlüssige Befestigung hat den Vorteil, dass die Dämpfungselemente
ohne weitere Befestigungsmittel an der Wand befestigt werden können. Die kraftschlüssige
Befestigung stellt eine gute Übertragung der Schwingungsenergie von der Wand auf das
Dämpfungselement sicher.
[0024] Wenn vorgesehen ist, dass zumindest ein Dämpfungselement lösbar an der Wand befestigt
ist, so können diese Dämpfungselemente besonders einfach ausgetauscht werden, es können
auch leicht zusätzliche Dämpfungselemente befestigt oder nicht benötigte Dämpfungselemente
entfernt werden.
[0025] Die Alternative, dass nämlich zumindest ein Dämpfungselement unlösbar an der Wand
befestigt ist, hat den Vorteil, dass diese Elemente während langer Betriebszeiten
des Kompressors dauerhaft an ihrem Platz bleiben.
[0026] Selbstverständlich sind auch Kombinationen von lösbar und unlösbar angebrachten Dämpfungselementen
denkbar. So könnten etwa ein oder mehrere metallische Dämpfungselemente an der Wand
angeschweißt werden, andere Dämpfungselemente aus Gummi werden einfach auf den freien
(oberen) Rand der Wand formschlüssig aufgesteckt.
[0027] Eine im Wesentlichen linienförmige Befestigung wird sich anbieten, wenn etwa ein
schweres metallisches Dämpfungselement auf einfache Weise befestigt werden soll. Beispiele
für linienförmige Befestigungen finden sich in Fig. 7-10.
[0028] Eine im Wesentlichen flächige Befestigung des Dämpfungselements ist dann sinnvoll,
wenn das Dämpfungselement eine flächige Form hat und überall gut mit der Wand verbunden
sein soll. Ein Beispiel für eine flächige Befestigung findet sich in Fig. 6, die jedoch
die Erfindung nicht darstellt. Ein solches Element kann beispielsweise angeklebt werden.
[0029] Um eine gleichmäßige Dämpfung über den gesamten Umfang der Wand zu erreichen, kann
vorgesehen werden, dass ein Dämpfungselement entlang des gesamten Umfangs der Wand
angeordnet ist.
[0030] Eine besonders dichte und dauerhafte Ausführung der erfindungsgemäßen Verdunsterschale
erreicht man dadurch, dass die Wand der Verdunsterschale am Gehäuse angeschweißt ist.
[0031] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann der Querschnitt zumindest
eines der Dämpfungselemente entlang des Umfangs der Wand variieren.
KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0032] Im Anschluss erfolgt nun eine detaillierte Beschreibung der Erfindung anhand von
Zeichnungen. Dabei zeigt:
- Fig.1
- eine perspektivische Darstellung eines Gehäuses mit Verdunsterschale für kondensierte
Flüssigkeit gemäß Stand der Technik
- Fig.2
- eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Gehäuses mit umlaufendem
Dämpfungselement
- Fig.3
- ein senkrechter Schnitt durch das Gehäuse aus Fig. 2
- Fig.4
- ein Detail aus Fig. 3 mit Dämpfungselement
- Fig.5
- ein Detail aus Fig. 3 mit alternativem Dämpfungselement
- Fig.6
- eine perspektivische Darstellung eines nicht- erfindungsgemäßen Gehäuses mit seitlichen
Dämpfungselementen
- Fig.7
- eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Gehäuses mit einem Dämpfungselement
am Rand der Wand
- Fig.8
- eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Gehäuses mit zwei Dämpfungselementen
am Rand der Wand
- Fig. 9
- eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Gehäuses mit drei Dämpfungselementen
am Rand der Wand
- Fig. 10
- eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Gehäuses mit vier Dämpfungselementen
am Rand der Wand
- Fig. 11
- ein Diagramm, welches die abgestrahlte Schallleistung eines erfindungsgemäßen Gehäuses
im Vergleich mit Gehäusen gemäß Stand der Technik zeigt
WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0033] Fig. 1 zeigt eine perspektivische Darstellung eines Gehäuses eines Kompressors mit
Verdunsterschale für kondensierte Flüssigkeit gemäß Stand der Technik. Am Gehäuse
1, welches eine Zuleitung 3 und eine Abführleitung 4 für Kältemittel für den im Gehäuse
befindlichen Kompressor aufweist, ist eine Wand 2 aus Metall, etwa aus Stahlblech,
angeschweißt, welche einer Umfangslinie des. Gehäuses 1 folgt. Diese Wand 2 bildet
die Wand der Verdunsterschale. Die innerhalb der Wand 2 liegende Teiloberfläche la
des Gehäuses bildet den Boden der Verdunsterschale.
[0034] In Fig. 2 ist das gleiche Gehäuse wie in Fig. 1 dargestellt, nun aber mit einer möglichen
Ausführung der Erfindung: ein am oberen Rand der Wand 2 befestigtes, den gesamten
Umfang des Rands abdeckendes umlaufendes Dämpfungselement 5. Das Dämpfungselement
5 ist aus einem Elastomer gefertigt, z.B. aus Gummi.
[0035] In Fig. 3 ist ein senkrechter Schnitt durch die Mitte des Gehäuses 1 aus Fig. 2 dargestellt.
Um den Querschnitt des umlaufenden Dämpfungselements 5 besser erkennen zu können,
wird der mit "B" bezeichnete Ausschnitt am rechten oberen Rand in Fig. 4 vergrößert
dargestellt.
[0036] In Fig. 4 ist das auf die Wand 2 aufgesetzte umlaufende Dämpfungselement 5a im Querschnitt
dargestellt. Es hat einen kreisrunden Querschnitt und eine radiale Nut, die bis etwa
0,7 Durchmesser in das Dämpfungselement 5 reicht. Die Nut entspricht in ihrer Breite
der Dicke der Wand 2, sodass ein formschlüssiger Kontakt mit der Wand 2 ermöglicht
wird. Mittels dieser Nut wird das Dichtungselement 5a auf den oberen Rand der Wand
2 aufgesetzt.
[0037] Es sind aber auch andere Querschnitte des umlaufenden Dämpfungselements 5 möglich,
etwa, wie in Fig. 5 dargestellt, ein umlaufendes Dämpfungselement mit rechteckigem
Querschnitt 5b. Die Nut ist normal zur Seitenfläche des Rechteck-Querschnitts angeordnet,
sie hat ebenfalls eine Tiefe von etwa 70% der Querschnittshöhe, ihre Breite ist ebenfalls
der Dicke der Wand 2 angepasst, sodass ein formschlüssiger Kontakt zwischen Dämpfungselement
5b und Wand 2 möglich ist. Auch andere Querschnitte des Dämpfungselements 5, etwa
dreieckige Querschnitte, sind möglich.
[0038] Gemäß den Fig. 2-5 ist das umlaufende Dämpfungselement 5, 5a, 5b am freien Rand der
Wand 2 angeordnet. Es sind aber auch Ausführungsformen denkbar, wo ein umlaufendes
Dämpfungselement nur an der Innenseite oder nur an der Außenseite der Wand 2 angebracht
ist, direkt am Rand der Wand 2 anschließend oder unterhalb, oder Ausführungsformen,
wo sowohl an der Innenseite als auch an der Außenseite der Wand 2 umlaufende Dämpfungselemente
angeordnet sind. Das innere und das äußere Dämpfungselement kann auf gleicher oder
unterschiedlicher Höhe angebracht sein.
[0039] Das umlaufende Dämpfungselement kann unter einer Vorspannung befestigt werden, es
kann aber auch ohne Vorspannung befestigt werden. Ist das Dämpfungselement an der
Innenseite oder an der Außenseite der Wand 2 angebracht, kann die Vorspannung sowohl
nach innen als auch nach außen gerichtet sein.
[0040] Das umlaufende Dämpfungselement an der Innen- und/oder Außenseite kann etwa als flächiges
Gummiband ausgebildet sein.
[0041] Ähnliche Effekte lassen sich auch mit mehreren nicht umlaufenden, aber flächigen
Dämpfungselementen erzielen, die um den Umfang der Wand 2 verteilt und an der Innen-
und/oder Außenseite der Wand 2 angebracht sind. Auch diese können, wie oben erläutert,
mit oder ohne Vorspannung montiert werden.
[0042] Fig. 6 zeigt eine perspektivische Darstellung eines nicht-erfindungsgemäßen Gehäuses
1 mit vier seitlichen Dämpfungselementen 6, die an der Außenseite der Wand 2 im Wesentlichen
mittig in einem der vier Wandabschnitte angebracht sind. Die vier Wandabschnitte entstehen
dadurch, dass der Querschnitt der Wand 2 nicht kreisförmig, sondern der quadratischen
Form angenähert sind.
[0043] Es wäre auch denkbar, die Dämpfungselemente 6 alle an der Innenseite der Wand 2 anzubringen
oder abwechselnd an der Innen- und Außenseite. Es können natürlich auch mehr als vier
Dämpfungselemente verwendet werden.
[0044] In Fig. 7 wird gemäß der Erfindung auf die Wand 2 ein einziges Dämpfungselement 7
montiert. Das abgebildete Dämpfungselement 7 hat die Form eines vollen Zylinders,
der in radialer Richtung eine Nut bis zur Mitte des Zylinders aufweist. Denkbar wäre
aber ebenso die Verwendung eines Profils wie es in Fig. 3-5 dargestellt ist, wobei
die Dämpfung nur auf den Bereich der Wand 2 beschränkt ist, auf dem das Dämpfungselement
angebracht ist.
[0045] Die Form der Nut ist so bemessen, dass das Dämpfungselement 7 formschlüssig auf den
oberen Rand der Wand 2 aufgesteckt werden kann. Das Dämpfungselement 7 kann form-
und/oder kraft-und/oder stoffschlüssig an der Wand befestigt sein. Als Material für
das Dämpfungselement 7 kommen Metall, Kunststoff oder Verbundstoffe in Frage.
[0046] In Fig. 8 wird der Anordnung aus Fig. 7 ein weiteres, also zweites Dämpfungselement
8 hinzugefügt. Auch das zweite dargestellte Dämpfungselement 8 hat die Form eines
vollen Zylinders, der in radialer Richtung eine Nut bis zur Mitte des Zylinders aufweist.
Wiederum sind, wie unter Fig. 7 erläutert, andere Formen denkbar.
[0047] Die Form der Nut ist wieder so bemessen, dass das Dämpfungselement 8 formschlüssig
auf den oberen Rand der Wand 2 aufgesteckt werden kann.
[0048] Ebenso können noch weitere Dämpfungselemente 9, 10 hinzugefügt werden, wie in Fig.
9 und Fig. 10 dargestellt ist.
[0049] Abmessungen und Material der Dämpfungselemente 7-10 können zwischen den einzelnen
Dämpfungselementen 7-10 variieren und somit besser an die Erfordernisse angepasst
werden.
[0050] Die Befestigung der Dämpfungselemente kann auf unterschiedlichste Weise erfolgen.
(kraft-, form- und/oder stoffschlüssig).
[0051] Fig. 11 zeigt ein Diagramm, bei dem die von einem Kompressorgehäuse abgestrahlte
Schalleistung gemessen wurde. Dargestellt ist das Terzspektrum.
[0052] Auf der senkrechten Achse ist die abgestrahlte Schalleistung in dB(A) aufgetragen.
[0053] Auf der waagrechten Achse sind die Frequenzen in Hz aufgetragen, der letzte Wert
auf der rechten Seite (mit "S" gekennzeichnet) stellt den Summenpegel dar, und zwar
für drei verschiedene Varianten:
- Gehäuse ohne Dämpfungselement (als leere Dreiecke dargestellte Messwerte),
- Gehäuse mit einem einzelnen Dämpfungselement 7, wie in Fig. 7 (als volle Rauten dargestellte
Messwerte),
- Gehäuse mit einem als umlaufenden Ring ausgebildeten Dämpfungselement 5, wie in Fig.
2 (als leere Quadrate dargestellte Messwerte).
[0054] Es ist deutlich erkennbar, dass der Summenpegel des Gehäuses mit erfindungsgemäßen
Dämpfungselementen niedriger ist als ohne Dämpfungselemente, wobei eine Lösung gemäß
Fig. 2 mit umlaufendem Dämpfungselement eine größere Dämpfung bewirkt als die Lösung
nach Fig. 7 mit einem einzelnen zylindrischen Dämpfungselement 7.
[0055] Gemäß einem fertigungstechnisch vorteilhaften Verfahren wird das mindestens eine
Dämpfungselement 5-10 mittels Extrusion eines polymeren. Materials auf dem freien
oberen Rand der Wand 2, diesen umgreifend, appliziert. Grundsätzlich sind sämtliche
haftfähigen Werkstoffe geeignet, um direkt im Bereich des freien oberen Randes der
Wand 2 aufgebracht zu werden.
[0056] Es ist auch möglich, dass der freie obere Rand der Wand 2 zumindest abschnittsweise
mit Klebstoff versehen wird, dessen Masse ein oder mehrere Dämpfungselemente 5-10
ausbildet. Der Klebstoffauftrag im Bereich des freien oberen Randes der Wand 2 kann
mittels beliebiger Applikationsverfahren, z.B. durch Streichen, Sprühen, Tauchen etc.
erfolgen.
[0057] Mit dem Umgreifen des freien oberen Randes der Wand 2, kann ein einseitiges Umgreifen,
d.h. ein Kontaktieren bzw. Überlappen einer nach oben gewandten Stoßfläche und entweder
einer Innenseite oder einer Außenseite der Wand 2 durch das Dämpfungselement 5-10
gemeint sein oder auch ein beidseitiges Umgreifen, d.h. ein Kontaktieren bzw. Überlappen
der nach oben gewandten Stoßfläche und sowohl einer Innenseite als auch der Außenseite
der Wand 2.
Bezugszeichenliste:
[0058]
- 1
- Gehäuse des Kompressors
- 1a
- Boden der Verdunsterschale
- 2
- Wand der Verdunsterschale
- 3
- Zuleitung
- 4
- Abführleitung
- 5
- umlaufendes Dichtungselement
- 5a
- umlaufendes Dichtungselement mit rundem Querschnitt
- 5b
- umlaufendes Dichtungselement mit rechteckigem Querschnitt
- 6
- seitliches Dämpfungselement
- 7
- erstes Dämpfungselement am Rand der Wand 2
- 8
- zweites Dämpfungselement am Rand der Wand 2
- 9
- drittes Dämpfungselement am Rand der Wand 2
- 10
- viertes Dämpfungselement am Rand der Wand 2
1. Gehäuse eines Kältemittelkompressors mit einer Verdunsterschale, wobei die Verdunsterschale
zumindest durch eine direkt und dicht am Gehäuse (1) befestigte, einer Umfangslinie
des Gehäuses (1) folgende Wand (2) aus Metall und wenigstens eine innerhalb der Wand
(2) liegende Teiloberfläche (1a) des Gehäuses (1) gebildet wird und wobei an der Wand
(2) mit einem Abstand zum Gehäuse (1) zumindest ein Dämpfungselement (5-10) zur Dämpfung
der vom Gehäuse (1) auf die Wand (2) übertragenen Schwingungen befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Dämpfungselement (5-10) den freien oberen Rand der Wand (2) umgreift.
2. Gehäuse mit Verdunsterschale nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Dämpfungselement (5-10) auf den freien oberen Rand der Wand (2)
aufgesteckt ist.
3. Gehäuse mit Verdunsterschale nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Dämpfungselement (5-10) eine Nut aufweist, deren Breite im Wesentlichen
der Dicke der Wand (2) entspricht und das Dämpfungselement (5-10) mittels dieser Nut
auf den oberen Rand der Wand 2 aufgesetzt ist.
4. Gehäuse mit Verdunsterschale nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere Dämpfungselemente (6-10) aus Metall bestehen.
5. Gehäuse mit Verdunsterschale nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämpfungselement einstückig mit der Wand (2) ausgebildet ist.
6. Gehäuse mit Verdunsterschale nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere Dämpfungselemente (5, 5a, 5b) aus Kunststoff (Elastomer, Plastomer
oder Duromer) bestehen.
7. Gehäuse mit Verdunsterschale nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere Dämpfungselemente aus Verbundstoffen mit mehrschichtigem Aufbau
bestehen, wobei die einzelnen Schichten des Verbundstoffes insbesondere aus Elastomeren
und/oder Plastomeren und/oder Duromeren und/oder Metallen und/oder Hölzern bestehen.
8. Gehäuse mit Verdunsterschale nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Dämpfungselement (5, 5a, 5b) so befestigt ist, dass es eine Vorspannkraft
auf die Wand (2) ausübt.
9. Gehäuse mit Verdunsterschale nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere Dämpfungselemente (5-10) form- und/oder kraft- und/oder stoffschlüssig
an der Wand (2) befestigt sind.
10. Gehäuse mit Verdunsterschale nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Dämpfungselement (5-10) lösbar an der Wand befestigt ist.
11. Gehäuse mit Verdunsterschale nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Dämpfungselement (5-10) unlösbar an der Wand befestigt ist.
12. Gehäuse mit Verdunsterschale nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Dämpfungselement eine im Wesentlichen linienförmige Befestigung aufweist.
13. Gehäuse mit Verdunsterschale nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Dämpfungselement (5-10) eine im Wesentlichen flächige Befestigung aufweist.
14. Gehäuse mit Verdunsterschale nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass ein Dämpfungselement (5, 5a, 5b) entlang des gesamten Umfangs der Wand (2) angeordnet
ist.
15. Gehäuse mit Verdunsterschale nach einem der Ansprüche 1 bis 14, daduch gekennzeichnet, dass die Wand (2) am Gehäuse (1) angeschweißt ist.
1. Housing of a coolant compressor having an evaporator shell, whereby the evaporator
shell is formed at least by means of a wall (2) made of metal, attached directly an
the housing (1), in leak-proof manner, following a circumference line of the housing
(1), and at least a partial surface (la) of the housing (1) that lies within the wall
(2), and whereby at least one damping element (5-10) for damping the vibrations transferred
from the housing (1) to the wall (2) is attached to the wall (1), at a distance from
the housing (2), characterized in that the at least one damping element (5-10) encloses the free upper edge of the wall
(2).
2. Housing with evaporator shell according to claim 1, characterized in that the at least one damping element (5-10) is set onto the free upper edge of the wall
(2).
3. Housing with evaporator shell according to claim 1, characterized in that the at least one damping element (5-10) has a groove whose width essentially corresponds
to the thickness of the wall (2), and the damping element (5-10) is set onto the upper
edge of the wall (2) by means of this groove
4. Housing with evaporator shell according to one of claims 1 to 3, characterized in that one or more damping elements (6-10) consist of metal.
5. Housing with evaporator shell according to claim 4, characterized in that the damping element is formed in one piece with the wall (2).
6. Housing with evaporator shell according to one of claims 1 to 5, characterized in that one or more damping elements (5, 5a, 5b) consist of plastic (elastomer, plastomer,
or duromer).
7. Housing with evaporator shell according to one of claims 1 to 6, characterized in that one or more damping elements consist of composite materials that have a multi-layer
structure, whereby the individual layers of the composite material particularly consist
of elastomers and/or plastomers and/or duromers and/or metals and/or woods.
8. Housing with evaporator shell according to claim 6 or 7, characterized in that at least one damping element (5, 5a, 5b) is attached in such a manner that it exerts
a bias force an the wall (2).
9. Housing with evaporator shell according to one of claims 1 to 8, characterized in that one or more damping elements (5-10) is/are attached to the wall (2) with shape fit
and/or force fit and/or material fit.
10. Housing with evaporator shell according to one of claims 1 to 9, characterized in that at least one damping element (5-10) is releasably attached to the wall.
11. Housing with evaporator shell according to one of claims 1 to 10, characterized in that at least one damping element (5-10) is non-releasably attached to the wall.
12. Housing with evaporator shell according to one of claims 1 to 11, characterized in that at least one damping element has an attachment essentially in form of a line.
13. Housing with evaporator shell according to one of claims 1 to 12, characterized in that at least one damping element (5-10) has an essentially planar attachment.
14. Housing with evaporator shell according to one of claims 1 to 13, characterized in that a damping element (5, 5a, 5b) is disposed along the entire circumference of the wall
(2).
15. Housing with evaporator shell according to one of claims 1 to 14, characterized in that the wall (2) is welded onto the housing (1).
1. Boîtier d'un compresseur de réfrigérant avec bac d'évaporation, dans lequel le bac
d'évaporation est formé au moins par une paroi (2) métallique fixée directement et
de façon étanche au boîtier (1) et suivant une ligne de périphérie du boîtier (1)
et par au moins une partie de surface (la) du boîtier (1) située à l'intérieur de
la paroi (2) et dans lequel au moins un élément amortisseur (5-10) est fixé sur la
paroi (2) à distance du boîtier (1) pour amortir les vibrations transmises par le
boîtier (1) à la paroi (2), caractérisé en ce que l'au moins un élément amortisseur (5-10) entoure le bord supérieur libre de la paroi
(2).
2. Boîtier avec bac d'évaporation selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'au moins un élément amortisseur (5-10) est emboîté sur le bord supérieur libre
de la paroi (2).
3. Boîtier avec bac d'évaporation selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'au moins un élément amortisseur (5-10) présente une rainure dont la largeur correspond
sensiblement à l'épaisseur de la paroi (2) et l'élément amortisseur (5-10) est posé
au moyen de cette rainure sur le bord supérieur de la paroi (2).
4. Boîtier avec bac d'évaporation selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'un ou plusieurs éléments amortisseurs (6-10) se composent de métal.
5. Boîtier avec bac d'évaporation selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'élément amortisseur est formé d'un seul tenant avec la paroi (2).
6. Boîtier avec bac d'évaporation selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'un ou plusieurs éléments amortisseurs (5, 5a, 5b) se composent de matière plastique
(élastomère, plastomère ou duromère).
7. Boîtier avec bac d'évaporation selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'un ou plusieurs éléments amortisseurs se composent de matériaux composites de structure
multicouche, les différentes couches du matériau composite se composant en particulier
d'élastomères et/ou de plastomères et/ou de duromères et/ou de métaux et/ou de bois.
8. Boîtier avec bac d'évaporation selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce qu'au moins un élément amortisseur (5, 5a, 5b) est fixé de manière à exercer une force
de précontrainte sur la paroi (2).
9. Boîtier avec bac d'évaporation selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'un ou plusieurs éléments amortisseurs (5-10) sont fixés à la paroi (2) par engagement
positif et/ou friction et/ou par solidarité de matière.
10. Boîtier avec bac d'évaporation selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce qu'au moins un élément amortisseur (5-10) est fixé à la paroi de façon amovible.
11. Boîtier avec bac d'évaporation selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce qu'au moins un élément amortisseur (5-10) est fixé à la paroi de façon inamovible.
12. Boîtier avec bac d'évaporation selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce qu'au moins un élément amortisseur présente une fixation sensiblement linéaire.
13. Boîtier avec bac d'évaporation selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce qu'au moins un élément amortisseur (5-10) présente une fixation sensiblement plate.
14. Boîtier avec bac d'évaporation selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce qu'un élément amortisseur (5, 5a, 5b) est disposé le long de toute la périphérie de la
paroi (2).
15. Boîtier avec bac d'évaporation selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que la paroi (2) est soudée au boîtier (1).