[0001] Die Erfindung betrifft eine Maschine zur Verarbeitung von Bogen, und Module in einer
bogenverarbeitenden Maschine.
[0002] Die Erfindung betrifft insbesondere eine Bogen verarbeitende Maschine mit einer Mehrzahl
von von den zu verarbeitenden Bogen nacheinander durchlaufenen Modulen, mit einem
Bogenanlagemodul zum Zuführen der Bogen an ein nachgelagertes bogenverarbeitendes
Modul, wobei die Bogenannahmeschnittstetie und die Bogenabgabeschnittstelle von wenigstens
einem der bogenverarbeitenden Module,wahlweise an Bogenabgabeschnittstellen bzw. Bogenannahmeschnittstellen
von wenigstens zwei anderen Modulen koppelbar ist.
[0003] Die
DE 199 33 304 und die
DE 199 61 880 beschreiben Bogenverarbeitungsmaschinen welche aus einer Anlegeeinheit und mehreren
baugleichen Verarbeitungseinheiten modular aufgebaut sind. , ,
[0004] Um Bogen schnell und in großer Zahl automatisch zu verarbeiten, müssen diese zu Beginn
der Bearbeitung von einem Bogenstapel einzeln abgehoben werden und nach Ende der Bearbeitung,
sofern bei der Bearbeitung die Bogen als solche erhalten bleiben, wieder auf einem
Stapel abgelegt werden. Um die Zahl der Ab- und Aufstapetungsvorgänge gering zu halten,
ist es wünschenswert, an den Bogen durchzuführende Bearbeitungsschritte in möglichst
großer Zahl in einer Vorrichtung zu kombinieren. Komplexität und Preis einer Bogenbearbeitungsvorrichtung
nehmen mit der Zahl mit ihr durchführbaren Bearbeitungsschritte zu. Die Anforderungen
der Anwender von bogenverarbeitenden Maschinen hinsichtlich der Verfahrensschritte,
die die Maschine auszuführen in der Lage sein soll, unterscheiden sich von Fall zu
Fall. Dies macht es im allgemeinen notwendig, eine bogenverarbeitende Maschine für
eine Vielzahl von im Einzelfall beabsichtigten Anweridungsumgebungen einzeln zu konstruieren.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine bogenverarbeitende Maschine und Module
für diese zu schaffen, welche für eine Vielzahl von im Einzelfall beabsichtigen Anwendungsumgebungen
anpassbar ist.
[0006] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Maschine der eingangs genannten Art gelöst,
in der die bogenverarbeitenden. Module wahlweise einen oder mehrere der folgenden
Module umfassen:
- ein Inspektionsmodul zum Überwachen der Druckqualität der. Bogen;
- ein Markiermodul zum Kennzeichnen eines Bogens als brauchbar oder unbrauchbar in Abhängigkeit
von einem Überwachungsergebnis des Inspektionsmoduls; und
- ein Nummeriermodul zum Anbringen einer laufenden Nummerierung auf den Bogen, und dass
die Module so beschaffen sind, dass die folgenden Baugruppen von Maschinen wahlweise
aufgebaut werden können:
- eine erste Baugruppe mit nacheinander gekoppelten Bogenanlagemodul und Nummeriermodul;
- eine zweite Baugruppe mit nacheinander gekoppelten Bogenanlagemodul," Inspektionsmodul
und Nummeriermodul; und
- eine dritte Baugruppe mit nacheinander gekoppelten Bogenanlagemodul, Inspektionsmodul
und Markiermodul.
[0007] Ausführungsformen der bogenverarbeitenden Maschine sind solche wobei
- die Schnittstellen jeweils Transportzylinder zum Übernehmen eines Bogens von einem
Abgabe-Transportzylinder eines vorgelagerten Moduls oder zum Abgeben eines Bogens
an einen Annahme-Transportzylinder eines nachgelagerten Moduls aufweisen;
- ein Bogentransportweg innerhalb eines Moduls, das eine an mehrere Bogenabgabeschnittstellen
koppelbare Bogenannahmeschnittstellen aufweist, durch eine gerade Anzahl von Transportzylindern
gebildet ist;
- der Abgabe-Transportzylinder eines vorgelagerten Moduls und der Annahme-Transportzylinder
eines nachgelagerten Moduls entgegengesetzten Drehsinn haben;
- die Module jeweils eigene Seitengestellplatten umfassen;
- die Transportzylinder an den Seitengestellplatten befestigt sind;
- die Seitengestellplatten der einzelnen Module aneinander befestigt sind;
- die Module einen Ausschnitt aufweisen, in welchem die Seitengestellplatten der Module
eingreifbar und abstützbar sind;
- zur Abstützung der Module Säulen anordenbar sind
- eines der Module ein Inspektionsmodul zum Überwachen der Druckqualität der Bogen ist;
- ein Modul ein Markiermodul zum Kennzeichnen eines Bogens als brauchbar oder unbrauchbar
in Abhängigkeit von einem Überwachungsergebnis des .Inspektionsmoduls ist;
- eines der Module ein Nummeriermodul zum Anbringen einer laufenden. Nummerierung auf
den Bogen ist;
- das Nummeriermodul in Förderrichtung der Bogen hinter dem Inspektionsmodul angeordnet
ist, um die Nummerierung nur auf denjenigen Bogen anzubringen, die die Qualitätsprüfung
durch das Inspektionsmodul bestanden haben;
- im Numrrierlerrnodul eine Markiereinrichtung angeordnet ist;
- ein Transportmodul angeordnet ist;
- ein Erweiterungsmodul angeordnet ist;
- ein Farbwerkmodul angeordnet ist;
- Farbwerkwalzen des Farbwerkmoduls in Seitengestellplatten gelagert sind, die mit den
Seitengestellplatten der anderen Module verbindbar sind;
- das Farbwerkmodul auf anderen Modulen anordenbar ist;
- eines der Module ein Druckmodul ist;
- das Druckmodul auf andere Module anordenbar ist und den Zylinder des jeweiligen Moduls
als Formzylinder nutzt;
- das Druckmodul.einen Transportzylinder eines dem Modul benachbarten Moduls als Gegendruckzylinder
nutzt;
- der Umfang der Transportzylinder gleiche Größe aufweisen;
- der Formzylinder gleiche Größe wie die Transportzylinder aufweist;
- die Transportzylinder der Bogenabgabestelle und die Transportzylinder der Bogenannahmestelle
in gleicher Höhe angeordnet sind.
[0008] Ausführungsformen der Module sind solche wobei
- das Modul ein Inspektionsmodul ist und dass es zwei Transportzylinder, die die Bogen
jeweils mit verschiedenen nach außen gekehrten Seiten transportieren, und an den zwei
Transportzylindern angeordnete Inspektionseinrichtungen zum Inspizieren von Vorder-
bzw. Rückseite der Bogen umfasst;
- die Inspektionseinrichtungen jeweils einen Bildsensor und eine Auflichtquelle umfassen,
die Inspektionseinrichtungen eine UV-Lichtquelle und einen Lichtsensor für von der
UV-Lichtquelle angeregte Fluoreszenz umfassen;
- die Inspektionseinrichtungen einen Magnetfeldsensor.umfassen;'
- ein weiterer Transportzylinder mit einer weiteren Inspektionseinrichtung angeordnet
ist;
- die Inspektionseinrichtung einen Bildsensor und eine Durchlichtquelle umfasst;
- das Modul ein Nummeriermodul ist und wenigstens ein Nummerierwerk zum Aufdrucken einer
laufenden Nummer auf dem zu verarbeitenden Bogen umfasst;
- zwei Nummerierwerke an einem Gegendruckzylinder mit zwei Drucksätteln angeordnet sind;
- eine Markiereinrichtung vor einem Nummerierwerk angeordnet ist;
- eine Markiereinrichtung an einem Gegendruckzylinder eines Nummerierwerkes angeordnet
ist;
- eine Markiereinrichtung einen Randbereicht einer Spalte und/oder eine Reihe, in der
sich der Fehler befindet, markiert;
- eine Markiereinrichtung eine Spalte markiert und die Zeilennummer, in der sich der
fehlerhafte Druck befindet, ausgibt;
- das Modul eine Markiereinrichtung zum Anbringen einer Markierung auf Bogen umfasst;
- das Modul ein Markiermodul ist und eine Markiereinrichtung zum Anbringen einer Markierung
auf Bogen umfasst;
- die Markiereinrichtung ausgelegt ist, um die Unbrauchbar-Markierung selektiv auf einzelnen
Nutzen oder bezogen auf einzelne Nutzen eines Bogens anzubringen;
- die Markiereinrichtung den Randbereich einer Spalte und/oder einer Reihe markiert,
in der sich der Fehler befindet;
- die Markiereinrichtung eine Spalte markiert und die Zeilennummer, in der sich der
fehlerhafte Druck befindet, markiert;
- die Markiereinrichtung eine Mehrzahl von quer zur Transportrichtung der Bogen gleichmäßig
verteilten Druckköpfen umfasst;
- die Markiereinrichtung ein Tintenstrahldruckwerk ist;
- ein Modul ein Farbwerk ist und in Verbindung mit anderen Modulen ein Druckwerk bildet;
- das Farbwerk abnehmbar auf dem Modul aufgebaut ist;
- das Farbwerk in Verbindung mit einem Formzylinder eines anderen Moduls ein Druckwerk
bildet;
- der Transportzylinder eines anderen Moduls als Gegendruckzylinder wirkt;
- es ein Druckmodul ist;
- es eine Bogenannahmeschnittstelle und eine Bogenabgabeschnittstelle aufweist, die
zueinander komplementär sind.
[0009] Somit führt die bogenverarbeitende Maschine ein Verfahren aus, wobei zwischen jeweils
zwei Bearbeitungsschritten ein Übergabeschritt zwischen zum Durchführen dieser Bearbeitungsschritte
vorgesehenen Modulen stattfindet, und wobei wenigstens zwei der Übergabeschritte zwischen
identischen Paaren von Schnittstellen der Module stattfinden. Die Bearbeitungsschritte
umfassen wenigstens drei der folgenden Schritte:
- Zuführen der Bogen,
- Drucken eines gleichbleibenden Motivs auf die Bogen,
- Prüfen der Qualität der Bogen,
- Anbringen einer Unbrauchbar-Markierung an Bogen mit unzureichender Qualität,
- Anbringen einer Nummerierung auf den Bogen mit ausreichender Qualität,
- Ablegen der Bogen.
[0010] Ein besonderer Vorteil der Maschine ist, dass die flexible Koppelbarkeit der Schnittstellen
untereinander es erlaubt, ein Modul oder eine Gruppe von Modulen, deren Eingang jeweils
durch eine der identischen Bogenannahmeschnittstellen gebildet ist und deren Ausgang
durch eine der identischen Bogenabgabeschnittstellen gebildet ist, aus der Maschine
auszugliedern und die Bogenabgabe- und -annahmeschnittstellen der verbleibenden Teile
der Maschine, zusammenzufügen, um so eine,Maschine mit einer verringerten Zahl von
Funktionen zu schaffen. Selbstverständlich erlaubt es die Flexibilität der Annahme-
und Abgabeschnittstellen auch, nach Bedarf zusätzliche Module oder Modulgruppen in
die Maschine einzufügen. Eine Maschine mit exakt auf eine Anwendungsumgebung zugeschnittenen
Funktionen kann so nach dem Baukastenprinzip aus einer Mehrzahl von in beliebiger
Reihenfolge platzierbaren Modulen aufgebaut werden, ohne dass hierfür im Einzelfall
ein hoher Konstruktionsaufwand oder eine spezifische Anpassung von Teilen der Maschine
erforderlich ist.
[0011] Innerhalb eines solchen Moduls erfolgt der Transport der Bogen vorzugsweise mit Hilfe
von Transportzylindern, zwischen denen die Bogen übergeben werden.. Die Zahl der Transportzylinder
ist vorzugsweise gerade, so dass ein Transportzylinder der Bogenannahmeschnittstelle
eines Moduls und ein Transportzylinder der Bogenabgabeschnittstelle des gleichen Moduls
entgegengesetzten Drehsinn haben und so der Transportzylinder der Bogenabgabeschnittstelle
mit einem Transportzylinder der Bogenannahmeschnittstelle des nachfolgenden Moduls
zusammenwirken kann, der sich in gleicher Richtung wie der der eigenen Bogenannahmeschnittstelle
dreht.
[0012] Die Module sind vorzugsweise mit jeweils eigenen Seitengestellplatten aufgebaut,
die zum Zusammenfügen der Gesamtmaschine aneinander befestigt werden können.
[0013] Ein Modul einer solchen bogenverarbeitenden Maschine kann z. B. ein Inspektionsmodul
zum Überwachen der Druckquaiitätvon von der Maschine verarbeitenden Bogen sein.
[0014] Das Überwachungsergebnis des Inspektionsmoduls kann genutzt werden, um einen Sortiervorgang
der Bogen in brauchbare Bogen und Makulatur zu steuern, der an einem Bogenausleger
der Maschine stattfindet. Es kann auch als ein weiteres Modul ein Markiermodul vorgesehen
sein, dass zum Kennzeichnen eines Bogens als brauchbar oder unbrauchbar in Abhängigkeit
vom Überwachungsergebnis des Inspektiorismoduls dient.
[0015] Bei einem solchen Modul kann es sich auch um ein Druckmodul handeln. Ein solches
Druckmodul ist vorzugsweise weiter unterteilt in ein Transportmodul, das zum Transportieren
der Bogen durch einen Druckspalt dient und auch für weitere Bearbeitungen der Bogen
vorgesehen sein kann, und ein Druckwerk, das auf das Transportmodul aufsetzbar ist,
um einen Druckspalt zu bilden.
[0016] Bei einer besonders platzsparenden Ausgestaltung der Maschine nutzt das Druckmodul
einen Transportzylinder eines dem Druckmodul benachbarten dritten Moduls als Gegendruckzylinder
für das Drucken. Insbesondere,kann hierfür der Transportzylinder der Bogenabgabeschnittstelle
eines dem Druckmodul vorgeordneten Moduls genutzt werden.
[0017] Ein weiteres Modul, das in der Maschine enthalten sein kann, ist ein Nummeriermodul
zum Anbringen einer laufenden Nummerierung auf den Bogen. Ein solches Modul ist insbesondere
zweckmäßig, wenn die Maschine zur Herstellung von Geldscheinen oder anderen Wertpapieren
eingesetzt werden soll, bei denen jedes Exemplar mit einer fortlaufenden Nummer versehen
sein muss. Vorzugsweise ist ein solches Nummeriermodul hinter dem Inspektionsmodul
angeordnet um in Abhängigkeit von den Erfassungsergebnissen des Inspektionsmoduls
die Nummerierung nur auf denjenigen Bogen anzubringen, die die Qualitätsprüfung durch
das Inspektionsmodul bestanden haben.
[0018] Ein Inspektionsmodul umfasst vorzugsweise zwei Transportzylinder, die die Bogen mit
verschiedenen nach außen gekehrten Seiten transportieren, und an den zwei Zylindern
angeordnete erste Inspektionseinrichtungen zum Inspizieren von Vorder- bzw. Rückseite
der Bogen. Diese Inspektionseinrichtungen umfassen vorzugsweise jeweils einen Bildsensor
und eine Auflichtquelle zum Erfassen des von der Auflichtquelle beleuchteten Druckbildes
auf jeweils einer Seite des Bogen. Dieses Druckbild kann von einer Auswertungseinrichtung
mit einem Soll-Bild verglichen werden, um im Falle von Abweichungen zwischen dem Soll-Bild
und dem auf den Bogen gedruckten Bild den Bogen als unbrauchbar zu identifizieren.
Alternativ oder zusätzlich kann eine UV-Lichtquelle-und ein Lichtsensor vorgesehen
sein, der geeignet ist, von der UV-Lichtquette auf einen zu überprüfenden Bogen angeregte
Fluoreszenz zu erfassen. Dieser Lichtsensor kann wie der oben erwähnte Bildsensor
ortsauflösend sein; er kann sogar mit dem Bildsensor identisch sein. Alternativ kann
es sich um einen nicht ortsauflösenden Lichtsensor handeln, der lediglich ein Maß
für die Intensität der Fluoreszenz in dem von der UV-Lichtquelle ausgeleuchteten Teil
des Bogens liefert. Um spezielle Sicherheitsmerkmale von Geldscheinen wie etwa in
die Bogen eingearbeitete Metallfäden zu erkennen, können die ersten Inspektionseinrichtungen
auch mit einem Magnetfeldsensor ausgestattet sein, derauf Änderungen eines Magnetfeldes
reagiert, die durch in das Feld eingebrachte Metallgegenstände verursacht werden.
[0019] Des weiteren kann eine weitere Inspektionseinrichtung vorgesehen sein, die einen
Bildsensor und eine Durchlichtquelle zum Durchleuchten der zu untersuchenden Bogen
umfasst. Eine solche weitere Inspektionseinrichtung ermöglicht z. B. Inspektionen
von Wasserzeichen oder der Passerhaltigkeit von Vorder- und Rückseitenaufdrucken der
Bogen in Bezug zu einander.
[0020] Die Euro-Banknoten tragen auf einer Seite zwei jeweils verschieden gefärbte Aufdrucke
einer fortlaufenden Nummer. Um derartige Aufdrucke mit der Maschine zu erzeugen, ist
deren Nummeriermodul vorzugsweise mit zwei Nummerierwerkenzum Erzeugen jeweils eines
der zwei Aufdrucke ausgestattet. Um das Nummeriermodul zu vereinfachten, sind diese
vorzugsweise an einem gleichen Gegendruckzylinder angeordnet. Um an dessen Umfang
Vorrichtungen zum Übernehmen, Halten und Weitergeben der Bogen von bzw. an einen benachbarten
Zylinder und die Nummerierwerke anbringen zu können, hat dieser vorzugsweise einen
größer als zwei Bogenlängen entsprechenden Umfang bzw. ist mit zwei Drucksätteln ausgestattet.
[0021] Eine Markiervorrichtung zum Anbringen einer Unbrauchbar-Markierung auf Bogen anhand
der Erfassungsergebnisse des Inspektionsmoduls kann in das Nummeriermodul eingefügt
oder als Teil eines eigenen Moduls vorgesehen sein. Als Markiervorrichtung wird bevorzugt
ein Tintenstrahldruckwerk eingesetzt, da dieses platzsparend an weitgehend beliebiger
Stelle angeordnet sein kann und keinen Gegendruckzylinder zum Erzeugen der Markierungen
benötigt.
[0022] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im Folgenden näher beschrieben.
[0023] Es zeigen:
Fig. 1 - 7 jeweils einen schematischen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße bogenverarbeitende
Vorrichtung.
[0024] Fig. 1 zeigt eine Grundausgestaltung der Maschine. Eine erste Baugruppe der Maschine
ist ein Bogenanleger 01. Diesem Bogenanleger 01 werden zu bearbeitende Bogen jeweils
in Form eines Stapels 02 zugeführt. Ein Hebetisch 03 des Bogenanlegers 01 hebt den
Stapel 02 so weit an, bis dessen oberster Bogen eine vorgegebene Höhe erreicht, in
der er mit Hilfe von horizontal verschiebbaren Saugglocken vom Stapel 02 abgehoben
und seitlich in Richtung eines Bändertisches 04 verschoben werden kann. Zur Klarstellung
sei erwähnt, dass der Bändertisch 4 Teil des Bogenanlegers 01 ist. Die Bänder des
Bogentisches 04 fördern einen Bogen jeweils bis zur Berührung mit einer Saugwalze
06, an der der Bogen haftet und deren Drehung gesteuert ist, um den Bogen so zu einem
Transportzylinder 07, der die Bogenabgabeschnittstelle 07 des Bogenanlegers bildet,
weiter zu fördern, dass die führende Kante des Bogens von Greifern dem Transportzylinder
07 erfasst werden kann.
[0025] Im Anschluss an den Bändertisch 04, bzw. der Bogenanlage, ist ein Nummeriermodul
08 angeordnet. Das Nummeriermodul 08, umfasst eine Mehrzahl von Zylinder 16; 17; 18;
19; 23, die wie die Zylinder 06; 07 des Bändertisches 04 in Seitengestellplatten 09
drehbar gehalten sind. Dabei weisen die Seitengestellplatten 09,des Nummeriermoduls
08 einen Ausschnitt auf, in welchen die Seitengestellplatten 11 des Bändertisches
04 eingreifen, so dass sie durch die Seitengestellplatten 09 abgestützt sind. Die
Seitengestellplatten 09; 11 1 sind jeweils aneinander befestigt.
[0026] Ein Druckwerk ist aufgebaut aus einem auf das Nummeriermodul 08 aufgesetzten Farbwerk
12 mit einer Mehrzahl von Walzen, die zwischen Seitengestellplatten 13 aufgehängt
sind, und einem von dem Farbwerk 12 eingefärbten Formzylinder 16. Die Seitengestellplatten
13 ruhen auf den Seitengestellplatten 09; 11 und sind an diesen befestigt. Der Formzylinder
16 des Druckwerks hat eine Achse, die in Höhe der Seitengestellplatten 09 des Nummeriermoduls
08 liegt, und begrenzt zusammen mit dem Transportzylinder 07 einen Druckspalt. Das
Nummeriermodul 08 mit dem Formzylinder 16 und dem Farbwerk 12 kann somit auch als
ein Druckmodul aufgefasst werden. Dieses Druckmodul kann eingesetzt werden, um auf
Bogen, die bereits mit einem vorgedruckten Grundmuster am Bogenanleger 01 abgestapelt
werden, ein noch fehlendes Detail einzudrucken. Dies ist insbesondere zweckmäßig bei
der Herstellung von Geldscheinen, deren Grundmuster in hoher Auflage und im allgemeinen
über viele Jahre hinweg völlig unverändert gedruckt wird die aber bestimmte in kürzeren
Zeitabständen variierende Details wie etwa die Unterschrift eines Vorsitzenden einer
die Geldscheine ausgebenden Zentralbank aufweist, die sich in kürzeren Zeitabständen
ändern. Um eine solche Unterschrift in ansonsten vorgedruckte Geldscheine einzudrucken,
ist das Druckmodul gut geeignet.
[0027] Passieren des Druckspalts zwischen dem Formzylinder 16 und dem Transportzylinder
Nach Passieren des Druckspalts zwischen dem Formzylinder 16 und dem Transportzylinder
07 der Bogenabgabeschnittstelle 07 des Bändertisches 04 erreichen die Bogen eine Übergabetrommel
17 und über diese einen Gegendruckzylinder 18 des Nummeriermoduls 08. Zwei Nummerierwerke
21; 22 mit jeweils einem Farbwerk und einem von dem Farbwerk eingefärbten Nummeriefzylinder
19, die zum Aufdrucken einer laufenden Nummerierung auf die durch die Vorrichtung
geführten Bogen dienen, sind an dem Gegendruckzylinder 18 angeordnet. Um die Nummerierwerke
21; 22 am Umfang des Gegendruckzylinders 18 unterbringen zu können, ist dessen Durchmesser
doppelt so groß gewählt wie der der Nummerierzylinder 19, der Übergäbetrommel 17,
des Formzylinders 16 und des Transportzylinders 07.
[0028] Die zwei Nummerierwerke 21; 22 drucken jeweils identische fortlaufende Seriennummern
auf jeweils zwei Stellen jeder auf die durchlaufenden Bogen gedruckten Banknote. Im
Prinzip wäre es auch möglich, zwei solche Aufdrucke mit einem einzigen Nummerierwerk
21; 22 zu erzeugen; die Verwendung von zwei Nummerierwerken 21; 22 ermöglicht jedoch
das Aufdrucken der Nummerierung an den zwei Stellen in jeweils verschiedenen Farben
bzw. zwei Positionen in Umfangsrichtung.
[0029] Die Nummerierzylinder 19 der Nummerierwerke 21; 22 tragen an ihrem Umfang entsprechend
der Anordnung der Banknoten auf den Bogen in Längs- und Umfangsrichtung verteilt eine
Mehrzahl von Nummerndruckeinheiten, die jeweils eine Mehrzahl von drehbaren Ziffernrädern
aufweisen, welche an ihrem Umfang jeweils sämtliche druckbaren Ziffern tragen und
eine laufende Nummer entsprechend der Orientierung der einzelnen Ziffernrädern drucken.
Im Normalbetrieb der Maschine werden die Ziffernräder nach jedem Druckvorgang um eine
Stufe weiter geschaltet, so dass auf den Bogen insgesamt fortlaufende Nummern gedruckt
werden. Ein Störungssensor ist an jeder Nummerndruckeinheit vorgesehen, um zu erfassen,
ob die Ziffernräder zwischen zwei Druckvorgängen auf aufeinanderfolgenden Bogen ordnungsgemäß
weiterschalten oder nicht. Wenn kein Weiterschalten erfasst wird, liegt eine Störung
vor und das Gerät wird angehalten.
[0030] Wenn die Bogen auf dem Gegendruckzylinder 18 beide Nummerierzylinder 19 passiert
haben, werden sie an einem Übergabezylinder 23 von einem Kettenförderer übernommen,
der sie über ein Verbindungsgestell 24, einem Bogenausleger 26 zuführt. Der Bogenausleger
26 hat einen modularen Aufbau mit einer, Mehrzahl von Stapeln 27, 28; 29, auf die
die Bogen wahlweise ausgelegt werden können. Wenn einer der Stapel, hier der Stapel
27, voll ist, schaltet der Bogenausleger 26 automatisch auf einen anderen Stapel 28
zum, so dass der volle Stapel 27 abgefahren werden kann, ohne die Bearbeitung unterbrechen
zu müssen.
[0031] Fig. 2 zeigt eine abgewandelte Ausgestaltung der Beärbeitungsvorrichtung aus Fig.
1. Teile dieser Ausgestaltung, die bereits mit Bezug auf Fig. 1 beschriebenen entsprechen,
tragen gleiche Bezugszeichen und werden nicht erneut beschrieben. Der Bogenausleger
26 ist mit dem der Fig. 1 identisch und in der Fig. 2 nicht erneut dargestellt:
[0032] Zwischen dem Bändertisch 04 und dem Nummeriermodul 08 ist hier ein Inspektionsmodul
31 eingefügt. Das Inspektiortsmodul 31 umfasst vier zwischen Seitengestellplatten
30 gehaltene Transportzylinder 32; 33; 34; 36. Die Seitengestellplatten 30 des Inspektionsrrioduls
31 sind jeweils an einer Seite an denen des Bändertisches 04 und an einer anderen
Seite an denen des Nummeriermoduls 08 befestigt. Da weder die Seitengestellplatten
30 des Inspektionsmoduls 31 noch die des Bändertisches 04 bis zum Boden reichen, sind
sie durch Säulen 35 abgestützt.
[0033] Der Transportzylinder 32 bildet eine Bogenannahmeschnittstelle 32, die Bogen von
dem Transportzylinder 07 des Bändertisches 04 übernimmt. Eine an dem Transportzylinder
32 angeordnete erste Inspektionseinrichtung A umfasst eine Lichtquelle 37 zum Beleuchten
einer an dem Zylinder 32 außen liegenden Seite des Bogens und eine Kamera 38 zum Abtasten
des von der Lichtquelle 37 ausgeleuchteten Bereichs der Bogenoberfläche, sowie ein
Gehäuse 39, in dem Lichtquelle 37 und Kamera 38 untergebracht sind, um sie gegen Umgebungslicht
abzuschirmen. Ein in der Fig. nichtdargestellter, an die Kamera 38 angeschlossener
Rechner vergleicht das von der Kamera erfasste Bild des Bogens mit einem in elektronischer
Form gespeicherten Soll-Druckbild und entscheidet, ob die Übereinstimmung zwischen
erfässtem Druckbild und Soll-Druckbild so gut ist, dass die Qualität des Bogens als
zureichend beurteilt werden kann. An dem Zylinder 32 ist ferner einz UV-Inspektionseinrichtung
B mit einer UV-Lichtquelle und einem Lichtsensor angeordnet, der für das UV-Licht
der Lichtquelle nicht empfindlich ist, aber von ihr angeregte Fluoreszenz des Bogens
erfasst. Auch die Intensität der Fluoreszenz wird von der nicht gezeigten Steuereinheit
mit einem Sollwert verglichen, um die Qualität des Bogens zu beurteilen.
[0034] Nach Umlauf auf dem Zylinder 32 wird der Bogen an den nachgeordneten Transportzylinder
33 übergeben. An diesem Transportzylinder 33 ist diejenige Seite des Bogens nach außen
gekehrt, die an dem Zylinder 32 dieser zugewandt war. Die gleichen Inspektionseinrichtungen
A; B, die an dem Zylinder 32 angeordnet sind, sind auch an dem Zylinder 33 vorgesehen,
um die Qualität beide Seiten des Bogens in gleicher Weise prüfen zu können.
[0035] Nach Umlauf um den Zylinder 33 erreicht der Bogen,den Zylinder 34, innerhalb von
dessen transparentem Mantel eine Lichtquelle 42 angeordnet ist. Eine wiederum in einem
gegen Streulicht abgeschirmten Gehäuse 43 untergebrachte Kamera 44 tastet den von
der Lichtquelle 42 durchleuchteten Bereich des Bogens ab, und die Steuereinheit vergleicht
auch das von dieser Kamera 44 gelieferte Bild mit einem Soll-Bild. Die durch die Lichtquelle
42, das Gehäuse 43 und die Kamera 44 gebildete Durchlicht-Inspektionseinrichtung C
ermöglicht die Erkennung von Passerfehlern zwischen Vorder- und Rückseitenaufdruck
der Bogen.
[0036] Ein (nicht dargestellter) Magnetfeldsensor, der z. B. aus einem Permanentmagneten
oder einem Elektromagneten und einem Hall-Sensor gebildet sein kann, kann an eine
beliebigen Transportzylinder 32; 33; 34; 36 des Inspektionsmoduls 31 angeordnet sein.
Er ermöglicht die Erfassung von Metallfäden oder anderen metallischen Elementen, die
als Sicherheitsmerkmal in viele moderne Banknoten eingearbeitet sind.
[0037] Der letzte Transportzylinder 36 des Inspektionsmoduls 31 bildet dessen. Bogenabgabeschnittstelle
36 zu dem darauf folgenden Nummeriermodul 08. Der Zylinder 36 ist in der gleichen
Höhe angeordnet wie der Transportzylinder 07, der die Bogenabgabeschnittstelle 07
des Bändertisches 04 bildet. Außerdem ist die Gestalt der Seitengestellplatten 30,
die die Zylinder 32; 33; 34; 36 des Inspektionsmoduls 31 halten, in ihrem dem Nummeriermodul
08 zugewandten Bereich der Gestalt der Seitengestellplatten 09 angeglichen, so dass
es möglich ist, das Inspektionsmodul 31 zu entfernen und den Bändertisch 04 direkt
am Nummeriermodul 08 anzubringen, um so die Ausgestaltung der Fig. 1 zu erhalten bzw.
die in Fig. 1 gezeigte Maschine durch nachträgliches-Einfügen des Inspektionsmoduls
31 zwischen Bändertisch 04 und Nummeriermodul 08 und Entfernten des Farbwerks 12 und
des Formzylinders 16 in die Maschine der Fig. 2 umzuwandeln.
[0038] Während ein Bogen die verschiedenen Inspektionseinrichtungen A; B; C des Inspektionsmoduls
31 durchläuft und anschließend in dem Nummeriermodul 08 zum Gegendruckzylinder 18
transportiert wird, wertet der Rechner die Ergebnisse der verschiedenen Inspektionseinrichtungen
A; B; C aus und entscheidet, ob die Qualität des Bogens bzw. der einzelnen auf dem
Bogen gedruckten Bankknoten zureichend ist. Wenn ja, so durchläuft der Bogen die zwei
Nummerierwerke 21; 22, in denen die einzelnen Banknoten nummeriert werden, und wird
über das Verbindungsgestell 24 (Fig. 1) weiter gefördert zu dem in der Fig. 2 nicht
mehr gezeigten Bogenausleger 26. Dieser wird von der Steuereinheit angesteuert, um
den Bogen auf einen der zwei für brauchbare Bogen vorgesehenen Stapel 27 oder 28 auszulegen.
[0039] Wenn der Rechner feststellt, dass die Qualität eines Bogens oder einer einzelnen
Banknote auf einem Bogen unzureichend ist, so steuert er eine Markiereinrichtung 46
an, die am Gegendruckzylinder 18 angeordnet ist. Die Markiereinrichtung 46 umfasst
eine Anzahl von Tintenstrahl-Sprühköpfen, von denen jeder auf eine Spalte der auf
die Bogen gedruckten Banknoten ausgerichtet ist und von dem Rechner ansteuerbar ist,
um eine Markierung auf eine für qualitativ unzureichend befundene Banknote im Moment
ihres Durchgangs vor der Markiereinrichtüng 46 zu sprühen. Denkbar ist auch, die Sprühköpfe
der Markiereinrichtung 46 jeweils zu einem Zeitpunkt anzusteuern, wo ein unbedruckter
vorderer oder hinterer Rand eines als fehlerhaft befundenen Bogens vor der Markiereinrichtung
46 durchläuft, um so jeweils eine Spalte auf dem Bogen zu markieren, die eine fehlerhafte
Banknote enthält. So wird der Fehler durch die Markierung nicht verdeckt und kann
von Wartungspersonal in , Augenschein genommen werden. Bei dieser Variante kann es
zweckmäßig sein, in der Markiereinrichtung 46 noch einen zusätzlichen Sprühkopf vorzusehen,
um damit eine Markierung auf einen unbedruckten seitlichen Rand des Bogens in Höhe
einer Zeile zu setzen, die die fehlerhafte Banknote enthält, so dass die für fehlerhaft
befundene Banknote, die sich am Kreuzungspunkt der markierten Zeile und Spalte befindet,
für einen Betrachter unverzüglich zu identifizieren ist.
[0040] Wenn der Rechner erfasst, dass ein Bogen eine fehlerhafte Banknote enthält, so steuert
er auch die Nummerierwerke 21; 22 derart an, dass diese den Bogen durchlassen; ohne
Nummern darauf zu drucken. Folglich schalten die Nummerierwerke 21; 22 ihre Nummern
beim Durchgang des fehlerhaften Bogens nicht weiter, so dass ein darauf folgender
fehlerfreier Bogen jeweils Nummern erhält, die unmittelbar an die eines zuvor nummerierten
Bogens anschließen. Ferner steuert der Rechner den Bogenausleger 26 an, um diesen
zu veranlassen, den nicht nummerierten Bogen auf den bei dieser Ausgestaltung für
Makulatur vorgesehenen Stapel 29 auszulegen. Die auf die Stapel 27; 28 für brauchbare
Bogen abgelegten Bogen sind somit in jedem Falle durchnummeriert, so-dass sie im Anschluss
in einzelne Banknoten zerschnitten und die Banknoten zu fortlaufend nummerierten Päckchen
zusammengefügt und banderoliert werden können, ohne dass noch ein manueller ordnenden
Eingriff erforderlich ist.
[0041] Wie Fig. 3 zeigt, kann selbstverständlich auch dann das aus Farbwerk 12 und Formzylinder
16 bestehende Druckwerk an das Nummeriermodul 08 angefügt sein, wenn zwischen Nummeriermodul
08 und Bändertisch 04 das Inspektionsmodul 31 eingefügt ist. In diesem Fall wirkt
der Transportzylinder 36 des Inspektionsmoduls 31 als Gegendruckzylinder 36 mit dem
Formzylinder 16 des Druckwerks zusammen.
[0042] Bei der vereinfachten Abwandlung der Fig. 4 ist das Nummeriermodul 08 durch ein Markiermodul
47 ersetzt. Dieses Markiermodul 47 weist als Bogenannahmeschnittstelle 49 eine Übergabezylinder
49 auf, der mit dem Zylinder 17 des Nummeriermoduls 08 identisch ist und an gleicher
Position wie dieser angeordnet ist. Der Übergabezylinder 49 gibt die Bogen weiter
an einen Transportzylinder 48, der anders als der,Gegendruckzylinder 18 den gleichen
Durchmesser wie die Zylinder 17; 32; 33; 34; 36 etc. hat. An diesem Transportzylinder
48 ist an geeigneter Position die mit Bezug auf Fig. 2 beschriebene Markiereinrichtung
46 angeordnet. Die Funktionsweise der Markiereinrichtung 46 ist die gleiche wie mit
Bezug auf Fig. 2 beschrieben; auch hier werden mit einer Markierung als unbrauchbar
gekennzeichnete Bogen auf den Makulaturstapel 29 des Bogenauslegers 26 aussortiert.
[0043] Wie Fig. 5 zeigt, ist das Druckwerk auf dem Markiermodul 47 in gleicher Weise wie
auf dem Nummeriermodul 08 montierbar.
[0044] Bei den Ausgestaltungen der Figuren 3 und 5 durchlaufen die Bogen das Inspektionsmodul
31 jeweils vor dem Druckwerk, so dass die Qualität des von letzterem erzeugten Drucks
durch das Inspektionsmodul 31 nicht mehr überprüft werden kann. Wie Fig. 6 zeigt,
lässt sich dieses Problem beheben, indem zwischen den Bändertisch 04 und das Inspektionsmodul
31 ein Transportmodul 51 eingefügt wird, das im wesentlichen dies Funktion hat, als
Träger für das Druckwerk zu dienen. Das Transportmodul 51 enthält zwei Transportzylinder
52, 53, die jeweils die Bogenannahme- 52 bzw. -abgabeschnittstelle 53 des Moduls 51
bilden. Ihre Aufgabe ist im wesentlichen nur, die Bogen zwischen dem Bändertisch 04
und dem Inspektionsmodul 31 über eine Entfernung zu fördern, die benötigt wird, um
zwischen dem Bändertisch 04 und dem Inspektionsmodul 31 das Druckwerk unterbringen
zu können. Der Formzylinder 16 des,Druckwefks wirkt wie bei der Ausgestaltung der
Fig. 1 mit dem Transportzylinder 07 des Bändertisches 04 zusammen.
[0045] Fig. 7 zeigt eine weitere Ausgestaltung, bei der zwischen Inspektionsmodul 3.1 und
Markiermodul 47 noch ein Erweiterungsmodul 54 mit zwei Transportzylinder 56; 57 eingefügt
ist. Das Erweiterungsmodul 54 kann als Träger für beliebige weitere Funktionsgruppen
zum Durchführen von Bearbeitungsschritten an den Bogen dienen. Es kann z.B. als Träger
für weitere Inspektionseinrichtungen dienen, die am Inspektionsmodul 31 keinen Platz
finden, als Träger für ein Druckwerk für Laser-Markiereinrichtungen, etc.. Denkbar
wäre auch, das Inspektionsmodul 31 aus zwei Erweiterungsmodulen aufzubauen; wobei
z. B. an einem von diesen Auflicht-Inspektionseinrichtungen A und am zweiten die Durchlicht-Inspektionseinrichtung
C angebracht sein könnte.
Bezugszeichenliste
[0046]
- 01
- Bogenanleger
- 02
- Stapel
- 03
- Hebetisch
- 04
- Modul, Bändertisch
- 05
- -
- 06
- Saugwalze
- 07
- Transportzylinder, Bogenabgabeschnittstelle
- 08
- Modul, Nummeriermodul
- 09
- Seitengestellplatten von 08
- 10
- -
- 11 1
- Seitengestellplatten von 04
- 12
- Farbwerk
- 13
- Seitengestellplatten von 12
- 14
- - ,
- 15
- -
- 16
- Zylinder, Formzylinder
- 17
- Zylinder, Übergabezylinder, Übergabetrommel, Bogenannahmeschnittstelle
- 18
- Zylinder, Gegendruckzylinder
- 19
- Zylinder, Nummerierzylinder
- 20
- -
- 21
- Nummerierwerk
- 22
- Nummerierwerk
- 23
- Zylinder, Übergabetrommel
- 24
- Verbindungsgestell
- 25
- -
- 26
- Bogenausleger
- 27
- Stapel
- 28
- Stapel
- 29
- Stapel, Makulaturstapel
- 30
- Seitengestellplatten von 31
- 31
- Modul, Inspektionsmodul
- 32
- Zylinder, Transportzylinder, Bogenannahmeschnittstelle
- 33
- Zylinder, Transportzylinder
- 34
- Zylinder, Transportzylinder
- 35
- Säule
- 36
- Zylinder, Transportzylinder, Bogenabgabeschnittstelle
- 37
- Lichtquelle
- 38
- Kamera
- 39
- Gehäuse
- 40
- -
- 41
- -
- 42
- Lichtquelle
- 43
- Gehäuse
- 44
- Kamera
- 45
- -
- 46
- Markiereinrichtung
- 47
- Modul, Markiermodul
- 48
- Transportzylinder
- 49
- Übergabezylinder, Transportzylinder, Bogenannahmeschnittstelle
- 50
- Seitengestellplatte von 47
- 51
- Modul, Transportmodul
- 52
- Transportzylinder, Bogenannahmeschnittstelle
- 53
- Transportzylinder, Bogenabgabeschnittstelle
- 54
- Modul, Erweiterungsmodul
- 55
- -
- 56
- Transportzylinder, Bogenannahmeschnittstelle
- 57
- Transportzylinder, Bogenabgabeschnittstelle.
- 58
- Seitengestellplatte,
- 59
- Seitengestellplatte
- A
- Inspektionseinrichtung, erste
- B
- Inspektionseinrichtung, UV
- C
- Inspektionseinrichtung, Durchlicht
1. Bogenverarbeitende Maschine zur Herstellung von Geldscheinen oder anderen Wertpapieren
mit einer Mehrzahl von nacheinander gekoppelten Modulen zur Verarbeitung von Bogen,
die mit einer Mehrzahl von in Spalten und Reihen angeordneten Nutzen versehen sind,
umfassend :
- ein Bogenanlagemodul (04) mit einem Bogenanleger (01) zum Zuführen einzelner Bogen
;
- ein mit dem Bogenanlagemodul (04) gekoppelten Inspektionsmodul (31) zum Überwachen
der Druckqualität der Bogen ; und
- ein mit dem Inspektionsmodul (31) gekoppelten Nummeriermodul (08) zum Anbringen
einer laufenden Nummerierung auf den Bogen,
wobei das Bogenanlagemodul (04), das Inspektionsmodul (31) und das Nummeriermodul
(08) so gestaltet sind, dass das Inspektionsmodul (31) von den anderen Modulen abgekoppelt
werden kann und eine Bogenannahmeschnittstelle (17) des Nummeriermoduls (08) an eine
Bogenabgabeschnittstelle (07) des Bogenanlagemoduls (04) koppelbar ist.
2. Bogenverarbeitende Maschine zur Herstellung von Geldscheinen oder anderen Wertpapieren
mit einer Mehrzahl von nacheinander gekoppelten Modulen zur Verarbeitung von Bogen,
die mit einer Mehrzahl von in Spalten und Reihen angeordneten Nutzen versehen sind,
umfassend :
- ein Bogenanlagemodul (04) mit einem Bogenanleger (01) zum Zuführen einzelner Bogen
;
- ein mit dem Bogenanlagemodul (04) gekoppelten Inspektionsmodul (31) zum Überwachen
der Druckqualität der Bogen ; und
- ein mit dem Inspektionsmodul (31) gekoppelten Nummeriermodul (08) zum Anbringen
einer laufenden Nummerierung auf den Bogen oder ein mit dem Inspektionsmodul (31)
gekoppelten Markiermodul (47) zum Kennzeichnen eines Bogens als brauchbar oder unbrauchbar
in Abhängigkeit von einem Überwachungsergebnis des Inspektionsmoduls (31),
wobei das Bogenanlagemodul (04), das Inspektionsmodul (31), das Nummeriermodul (08)
und das Markiermodul (47) so gestaltet sind, dass eine Bogenabgabeschnittstelle (36)
des Inspektionsmoduls (31) wahlweise an eine Bogenannahmeschnittstelle (17) des Nummeriermoduls
(08) oder eine Bogenannahmeschnittstelle (49) des Markiermoduls (47) koppelbar ist.
3. Bogenverarbeitende Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Markiermodul (47) eine Markiereinrichtung (46), vorzugsweise ein Tintenstrahldruckwerk,
zum Anbringen einer Markierung auf den Bogen umfasst.
4. Bogenverarbeitende Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Nummeriermodul (08) eine Markiereinrichtung (46), vorzugsweise ein Tintenstrahldruckwerk,
zum Anbringen einer Markierung auf den Bogen angeordnet ist, wobei die Markiereinrichtung
(46) vorzugsweise vor einem Nummerierwerk (21; 22) des Nummeriermoduls (08) und an
einem Gegendruckzylinder (18) dieses Nummerierwerkes (21; 22) angeordnet ist.
5. Bogenverarbeitende Maschine nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Markiereinrichtung (46) einen Randbereich einer Spalte und/oder einer Reihe,
in der sich ein Fehler befindet, markiert, oder eine Spalte markiert und eine Zeilennummer,
in der sich einer Fehler befindet, ausgibt.
6. Bogenverarbeitende Maschine nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Markiereinrichtung (46) ausgelegt ist, um eine Unbrauchbarmarkierung selektiv
auf einzelnen Nutzen oder bezogen auf einzelne Nutzen des Bogens anzubringen.
7. Bogenverarbeitende Maschine nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Markiereinrichtung (46) eine Mehrzahl von quer zur Transportrichtung der Bogen
gleichmäßig verteilten Druckköpfen umfasst.
8. Bogenverarbeitende Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Inspektionsmodul
(31) mit dem Nummeriermodul (08) gekoppelt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Nummeriermodul (09) die Nummerierung nur auf denjenigen Bogen anbringt, die die
Qualitätsprüfung durch das Inspektionsmodul (31) bestanden haben.
9. Bogenverarbeitende Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Transportmodul (51) zwischen dem Bogenanlagemodul (04) und dem Inspektionsmodul
(31) gekoppelt ist.
10. Bogenverarbeitende Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Erweiterungsmodul (54) zwischen dem Inspektionsmodul (31) und dem Markiermodul
(47) gekoppelt ist.
11. Bogenverarbeitende Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Farbwerkmodul (12) angeordnet ist, das in Verbindung mit einem anderen Modul
(08; 47; 51) ein Druckmodul (08, 12, 16; 47, 12, 16; 51; 12; 16) bildet, und dass
das Farbwerkmodul (12) einen Zylinder (16) des anderen Moduls (08; 47; 51) als Formzylinder
(16) nutzt und mit diesem ein Druckwerk bildet.
12. Bogenverarbeitende Maschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckmodul (08, 12,16; 47,12, 16; 51; 12; 16) einen Transportzylinder (07; 36)
eines dem Druckmodul (08, 12, 16; 47, 12, 16; 51; 12; 16) vorgelagerten Moduls (04;
31) als Gegendruckzylinder (07; 36) für den Formzylinder (16) nutzt.
13. Bogenverarbeitende Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bogenabgabeschnittstelle (07, 36, 53; 57) bzw. Bogenannahmeschnittstellen (17;
32; 49; 52; 56) jeweils Transportzylinder (07; 17; 32; 36; 49; 52; 53; 56; 57) zum
Übernehmen eines Bogens von einem Abgabe-Transportzylinder (07; 36; 53; 57) eines
vorgelagerten Moduls (04; 31; 51; 54) oder zum Abgeben eines Bogens an einen Annahme-Transportzylinder
(17; 32; 49; 52; 56) eines nachgelagerten Moduls (08; 31; 51; 54) aufweisen.
14. Bogenverarbeitende Maschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Abgabe-Transportzylinder (07; 36; 53; 57) bzw. die Annahme-Transportzylinder
(17; 32; 49; 52; 56) in gleicher Höhe angeordnet sind und vorzugsweise die gleiche
Größe aufweisen.
15. Bogenverarbeitende Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Module (04; 08; 31; 47; 51; 54) jeweils eigene Seitengestellplatten (09; 11;
13; 30; 50; 58; 59) umfassen, die vorzugsweise aneinander befestigt sind, und dass
die Module (04; 08; 31; 47; 51; 54) einen Ausschnitt aufweisen, in welchem die Seitengestellplatten
(09; 11; 13; 30; 50; 58; 59) der Module (04; 08; 31; 47; 51; 54) eingreifbar und abstützbar
sind.
16. Bogenverarbeitende Maschine nach Ansprüche 13 und 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportzylinder (07; 17; 32; 36; 49; 52; 53; 56; 57) an den Seitengestellplatten
(09; 11; 13; 30; 50; 58; 59) befestigt sind.
17. Bogenverarbeitende Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Inspektionsmodul (31) Inspektionseinrichtungen (A; B; C) und eine gerade Anzahl
von Transportzylindern (32, 33, 34, 36) zum Transportieren der Bogen umfasst,
wobei ein erster Transportzylinder (32) die Bogen mit nach außen gekehrter Vorderseite
transportiert, um die Vorderseite der Bogen mit einer ersten Inspektionseinrichtung
(A; B) zu inspizieren ;
- wobei ein zweiter Transportzylinder (33) die Bogen mit nach außen gekehrter Rückseite
transportiert, um die Rückseite der Bogen mit einer zweiten Inspektionseinrichtung
(A; B) zu inspizieren ; und
- wobei ein dritter Transportzylinder (34), der einen transparenten Mantel aufweist,
die Bogen transportiert, um die Lichtdurchlässigkeit der Bogen mit einer dritten Inspektionseinrichtung
(C) zu inspizieren.
18. Bogenverarbeitende Maschine nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und zweite Inspektionseinrichtungen (A; B) jeweils einen Bildsensor (38)
und eine Auflichtquelle (37) und/oder eine UV-Lichtquelle und einen Lichtsensor für
von der UV-Lichtquelle anregte Fluoreszenz umfassen,
dass die dritte Inspektionseinrichtung (C) einen Bildsensor (44) und eine Durchlichtquelle
(42) umfasst, wobei die Durchlichtquelle (42) innerhalb von dem transparenten Mantel
des dritten Transportzylinders (34) angeordnet ist,
und dass die erste und zweite Inspektionseinrichtungen (A; B) vorzugsweise einen Magnetfeldsensor
weiter umfassen.