[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Brennereinsatz für eine Gasturbinenbrennkammer,
der eine Brenneröffnung zum Einsetzen eines Brenners aufweist. Daneben betrifft die
Erfindung eine Gasturbine.
[0002] Gasturbinenbrennkammern weisen ein brennerseitiges Ende und ein turbinenseitiges
Ende auf. Das turbinenseitige Ende ist offen und ermöglicht ein Ausströmen der in
der Brennkammer entstehenden heißen Verbrennungsgase zur Turbine. Am brennerseitigen
Ende ist häufig ein Brennereinsatz vorhanden, der eine hitzeresistente Heißseite und
eine gekühlte Kaltseite aufweist. Der Brenner ist in eine Öffnung des Brenneinsatzes
eingesetzt. Im Betrieb der Gasturbine strömt Kühlluft, die in der Regel vom Verdichter
kommt, entlang der Kaltseite von der Brenneröffnung des Brennereinsatzes zu seinem
äußeren Rand, von wo aus die Kühlluft in die Brennkammer strömt. Ein Beispiel für
einen Brennereinsatz in einer Rohrbrennkammer ist in
US 2005/0016178 A1 beschrieben. Ein anderes, ähnliches Beispiel ist in
US 5 396 759 A offenbart.
[0003] Im Falle von Ringbrennkammern, also von Brennkammern, die sich ringförmig um den
Turbinenläufer herum erstrecken, sind in der Regel eine Vielzahl von Brenneinsätzen
in Umfangsrichtung der Ringbrennkammer nebeneinander angeordnet. Die an der Kaltseite
des Brennerseite vorbeiströmende Kühlluft strömt dann zwischen der radial äußeren
Wand und der radial inneren Wand der Brennkammer in die Brennkammer ein. Zudem kann
Kühlluft auch durch Spalte zwischen in Umfangsrichtung benachbarten Brenneinsätzen
in die Brennkammer eingeführt werden. Eine derartige Ringbrennkammer ist beispielsweise
in
EP 1 557 607 A1 beschrieben. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, die Kühlluft statt von der
Brenneröffnung des Brennereinsatzes weg zur Brenneröffnung hin zu leiten und sie dann
durch einen Ringspalt zwischen dem Rand der Brenneröffnung und dem eingesetzten Brenner
in die Brennkammer einzuleiten, wie dies in
EP 1 767 855 A1 beschrieben ist.
[0004] Ein Brennereinsatz für eine Ringbrennkammer ist schematisch in Figur 1 dargestellt.
Die Figur zeigt einen Brennereinsatz für eine Ringbrennkammer in einer geschnittenen
perspektivischen Ansicht auf seine Kaltseite 103. Im Zentrum der Kaltseite 103 des
Brennereinsatzes 100 befindet sich eine Öffnung 105, in die der Brenner eingesetzt
werden kann. Der Brennereinsatz wird mittels eines ringförmigen Stegs 107 in einem
über die Kaltseite vorstehenden Abschnitt 109 des Brennereinsatzes 100 an einer Tragstruktur
im Gasturbinengehäuse befestigt.
[0005] Während des Betriebs der Gasturbinenbrennkammer kann es in dieser zu Druckschwankungen
kommen, welche den Brennereinsatz zu hochfrequenten Schwingungen anregen können. Diese
belasten den Brennereinsatz und verkürzen seine Lebensdauer. Um den Brennereinsatz
zu versteifen und um die Kühlluft zu leiten, ist die Kaltseite 103 des Brennereinsatzes
100 mit Rippen 111 versehen. Außerdem sind Stützschrauben 113 vorhanden, die in Figur
1 nur schematisch angedeutet sind. Die Schrauben 113 und die Rippen 111 stellen Auflageabschnitte
dar, mit denen die Kaltseite an der Tragstruktur im Gasturbinengehäuse zur Anlage
kommt. Bei derartigen Brennereinsätzen kann es zur Ausbildung eines ungleichmäßigen
Spaltes entlang des umfänglichen Randes des Brennereinsatzes kommen, was an Stellen
mit vergrößertem Spalt zu einem Überangebot an Kühlluft führen kann. Außerdem entsteht
dadurch, dass neben den Rippen 111 auch die Stützschrauben 113 vorhanden sind, eine
statische Überbestimmtheit, da der Brennereinsatz 100 außer an den Rippen 11 auch
auf den Schrauben gleichzeitig aufliegen soll.
[0006] Gegenüber diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen
vorteilhaften Brennereinsatz für eine Gasturbinenbrennkammer zur Verfügung zu stellen.
Eine weitere Aufgabe ist es, eine vorteilhafte Gasturbinenbrennkammer sowie eine vorteilhafte
Gasturbine zur Verfügung zu stellen.
[0007] Die erste Aufgabe wird durch einen Brennereinsatz nach Anspruch 1 gelöst, die zweite
Aufgabe durch eine Gasturbinenbrennkammer nach Anspruch 5 beziehungsweise eine Gasturbine
nach Anspruch 9. Die abhängigen Ansprüche enthalten vorteilhafte Ausgestaltungen der
Erfindung.
[0008] Ein erfindungsgemäßer Brennereinsatz für eine Gasturbinenbrennkammer weist eine Brennereinsatzwand
mit einer Kaltseite und einer Heißseite auf. In der Brennereinsatzwand ist eine Brenneröffnung
zum Einsetzen eines Brenners ausgebildet. Der Brennereinsatz weist einen die Brennereinsatzwand
begrenzenden äußeren Rand mit einem wenigstens teilweise umlaufenden und über die
Kaltseite vorstehenden Randsteg auf. Der Rand kann hierbei weitgehend kreisförmig
ausgebildet sein, etwa im Fall einer Rohrbrennkammer, oder, beispielsweise im Falle
einer Ringbrennkammer, die Form des Randes eines Kreisringausschnittes aufweisen.
Auch andere Konturen sind je nach Form der Brennkammer grundsätzlich möglich.
[0009] Der Randsteg des erfindungsgemäßen Brennereinsatzes führt zu einer Erhöhung der Eigenfrequenzen
im Vergleich zu einem Brennereinsatz nach Stand der Technik, wie er mit Bezug auf
Figur 1 beschrieben wurde. Die Schwingungsbelastung des Brennereinsatzes beim Betrieb
der Brennkammer ist daher im Vergleich zu dem Brennereinsatz aus dem Stand der Technik
verringert. Außerdem kann der Randsteg im Betrieb der Gasturbinenbrennkammer vollständig
auf der Tragstruktur im Gasturbinengehäuse aufliegen, so dass ein gleichmäßiger Spalt,
vorzugsweise ein Nullspalt, entlang des gesamten Randes vorhanden ist. Um beim Vorhandensein
eines Nullspaltes die Kühlluftströmung nicht zu unterbrechen, ist der Randsteg mit
öffnungen zum Durchtritt von Kühlfluid versehen. Zum Realisieren der Öffnungen weist
der Randsteg Zinnen auf, zwischen denen die Öffnungen gebildet sind
[0010] . Dadurch, dass mittels der Zinnen definierte Öffnungen im Randsteg hergestellt werden
können, ist eine exakte Einstellung der durch den Randsteg hindurch tretenden Kühlluftmenge
durch geeignete Wahl der Zinnengröße möglich. Im Falle von Zinnen können diese etwa
durch Unterbrechen des Randsteges erzeugt werden. Vorteilhaft ist es jedoch, wenn
der Randsteg nicht unterbrochen wird und statt dessen der Randsteg in den Zinnenbereichen
weiter über die Kaltseite vorsteht, als in den übrigen Bereichen des Randstegs.
[0011] Vorzugsweise läuft der Randsteg um den gesamten Rand des Brennereinsatzes um. Die
Steifigkeit des Randes des Brennereinsatzes ist dann besonders hoch.
[0012] In einer besonderen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Brennereinsatzes ist die
Brenneröffnung von einem ringförmigen, über die Kaltseite vorstehenden und mit einem
ringförmigen Steg versehenen Wandbereich umgeben. Ansonsten ist die Brenneinsatzwand
flach ausgebildet, d. h. es existieren keine weiteren Strukturen, wie etwa die im
Stand der Technik vorhandenen Rippen. Im Falle des erfindungsgemäßen Brennereinsatzes
sind derartige Rippen überflüssig, da sich gezeigt hat, dass ein gleichmäßige Verteilung
der Kühlluft auch ohne solche Rippen erfolgt. Auch eine versteifende Funktion der
Rippen wird im erfindungsgemäßen Brennereinsatz nicht benötigt.
[0013] Insgesamt ermöglicht der erfindungsgemäße Brennereinsatz eine Einsparung an Kühlluft,
da keine ungleichmäßigen Spaltmaße auftreten, die bei der Kühlluftversorgung zu einer
Überversorgung führen können. Die verringerte Kühllufteinspeisung in die Brennkammer
führt in Folge zu einem verringerten Schadstoffausstoß der Gasturbine und zu höheren
Turbineneintrittstemperaturen, was wiederum eine Effizienzsteigerung der Gasturbine
ermöglicht.
[0014] Außerdem ist die Einstellung eines Nullspaltes zwischen der Stirnfläche des Randsteges
bzw. der Zinnen und der Tragstruktur bzw. der Brennkammerwand möglich. Schließlich
ermöglicht die Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Brennereinsatzes auch eine Kostenreduzierung,
da die Versteifungsschrauben entfallen und daher im Vergleich zu dem in der Einleitung
beschriebenen Brennereinsatz weniger Bauteile nötig sind.
[0015] Eine erfindungsgemäße Gasturbinenbrennkammer weist wenigstens einen Brenner, wenigstens
eine einen Brennkammerinnenraum umgebende Brennkammerwand und wenigstens eine brennerseitige
Brennkammerabschlusswand auf. Sie umfasst einen erfindungsgemäßen Brennereinsatz,
dessen Brennereinsatzwand die Brennkammerabschlusswand bildet, wobei die Heißseite
der Brennereinsatzwand dem Brennkammerinneren zugewandt ist. In der erfindungsgemäßen
Brennkammer kann die Brennkammerwand im Falle einer Rohrbrennkammer zylinderförmig
ausgebildet sein. Im Falle einer Ringbrennkammer sind dagegen zwei Brennkammerwände
vorhanden, nämlich eine radial äußere und eine radial innere Brennkammerwand.
[0016] Die mit dem erfindungsgemäßen Brennereinsatz erreichbaren Vorteile lassen sich damit
in der erfindungsgemäßen Gasturbinenbrennkammer realisieren.
[0017] In der erfindungsgemäßen Gasturbinebrennkammer kann zwischen der von dem wenigstens
einen Brennereinsatz gebildeten Brennkammerabschlusswand und der wenigstens einen
Brennkammerwand ein Spalt vorhanden sein, der das Abströmen von Kühlluft von der Kaltseite
des Brenneinsatzes in die Brennkammer ermöglicht.
[0018] Im Falle einer als Ringbrennkammer ausgebildeten Gasturbinenbrennkammer mit einem
zwischen einer inneren Brennkammerwand und einer äußeren Brennkammerwand gebildeten
ringförmigen Brennkammerinnenraum kann die brennerseitige Brennkammerabschlusswand
insbesondere durch eine Anzahl in Umfangsrichtung der Brennkammer nebeneinander angeordnete
Brennereinsätze gebildet sein. Zwischen benachbarten Brennereinsätzen können Spalte
vorhanden sein, die das Einströmen von Kühlluft zwischen den Brennereinsätzen in die
Ringbrennkammer ermöglichen.
[0019] Eine erfindungsgemäße Gasturbine ist mit wenigstens einer Gasturbinenbrennkammer
ausgestattet, die als erfindungsgemäße Gasturbinenbrennkammer ausgestaltet ist. Außerdem
umfasst die erfindungsgemäße Gasturbine ein Kühlfluidreservoir, beispielsweise ein
mit dem Ausgang eines Verdichters in Verbindung stehendes Brennkammerplenum, wobei
die Kaltseite der Brennereinsatzwand strömungstechnisch mit dem Kühlfluidreservoir
in Verbindung steht. Eine derartige Gasturbine ermöglicht es, die Vorteile einer Brennkammer
mit erfindungsgemäßem Brennereinsatz zu realisieren.
[0020] Weitere Merkmale, Eigenschaften und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf
die beiliegenden Figuren.
Figur 1 zeigt einen Brennereinsatz nach Stand der Technik.
Figur 2 zeigt eine Gasturbine in einem Längsteilschnitt.
Figur 3 zeigt eine Ringbrennkammer in einer teilweise geschnittenen perspektivischen
Ansicht.
Figur 4 zeigt einen erfindungsgemäßen Brennereinsatz.
Figur 5 zeigt den Rand des Brennereinsatzes aus Figur 4.
Figur 6 zeigt den Rand des Brennereinsatzes in einer Detailansicht.
Figur 7 zeigt den Rand eines Brennereinsatzes in einer Detailansicht, welcher nicht
unter den Schutzumfang der Erfindung füllt.
[0021] Figur 2 zeigt eine Gasturbine 1 in einem Längsschnitt. Diese umfasst einen Verdichterabschnitt
3, einen Brennkammerabschnitt 5 und einen Turbinenabschnitt 7. Eine Welle 9 erstreckt
sich durch alle Abschnitte der Gasturbine 1. Im Verdichterabschnitt 3 ist die Welle
9 mit Kränzen von Verdichterlaufschaufeln 11 und im Turbinenabschnitt 7 mit Kränzen
von Turbinenlaufschaufeln 13 ausgestattet. Zwischen den Laufschaufelkränzen befinden
sich im Verdichterabschnitt 3 Kränze von Verdichterleitschaufeln 15 und im Turbinenabschnitt
7 Kränze von Turbinenleitschaufeln 17. Die Leitschaufeln erstrecken sich vom Gehäuse
19 der Gasturbinenanlage 1 im Wesentlichen in Radialrichtung zur Welle 9.
[0022] Im Betrieb der Gasturbine 1 wird Luft 23 durch einen Lufteinlass 21 des Verdichterabschnittes
3 eingesaugt und von den Verdichterlaufschaufeln 11 komprimiert. Die komprimierte
Luft wird einer im Brennkammerabschnitt 5 angeordneten Brennkammer 25, die im vorliegenden
Ausführungsbeispiel als Ringbrennkammer ausgestaltet ist, zugeleitet, in die auch
ein gasförmiger oder flüssiger Brennstoff über wenigstens einen Brenner 27 eingedüst
wird. Das dadurch entstehende Luft-BrennstoffGemisch wird gezündet und in der Brennkammer
25 verbrannt. Entlang des Strömungspfades 29 strömen die heißen Verbrennungsabgase
von der Brennkammer 25 in den Turbinenabschnitt 7, wo sie expandieren und abkühlen
und dabei Impuls auf die Turbinenlaufschaufeln 13 übertragen. Die Turbinenleitschaufeln
17 dienen dabei als Düsen zum Optimieren des Impulsübertrages auf die Laufschaufeln
13. Die durch den Impulsübertrag herbeigeführte Rotation der Welle 9 wird dazu genutzt,
einen Verbraucher, beispielsweise einen elektrischen Generator, anzutreiben. Die entspannten
und abgekühlten Verbrennungsgase werden schließlich durch einen Auslass 31 aus der
Gasturbine 1 abgeleitet.
[0023] Die Ringbrennkammer 25 der in Figur 2 dargestellten Gasturbine ist in Figur 3 in
einer perspektivischen, teilgeschnittenen Ansicht dargestellt. Man erkennt die äußere
Brennkammerwand 33 sowie die innere Brennkammerwand 35. Sowohl die äußere Brennkammerwand
33 als auch die innere Brennkammerwand 35 sind mit einer heißgasresistenten Auskleidung
ausgestattet, die aus Hitzeschildelementen 37 gebildet ist. Als Hitzeschildelemente
kommen im vorliegenden Ausführungsbeispiel keramische Hitzeschildelemente zur Anwendung.
Das dem Turbinenabschnitt 7 zugewandte Ende der Brennkammer weist eine Heißgasaustrittsöffnung
39 auf, durch die die im Inneren der Brennkammer 25 entstehenden heißen Verbrennungsgase
zur Turbine strömen können. An dem Heißgasausgang 39 gegenüberliegenden Ende der Ringbrennkammer
25 ist eine aus Brennereinsätzen 41 gebildete Brennkammerabschlusswand vorhanden.
In jeden Brennereinsatz 41 ist ein Brenner 27 aufgenommen. Die Brennereinsätze 41
sind hierbei nicht direkt mit der äußeren Brennkammerwand 33 und der inneren Brennkammerwand
35 verbunden, sondern an einer Tragstruktur (nicht dargestellt) angeordnet, die wiederum
am Gehäuse der Gasturbine befestigt ist. Zwischen den einzelnen Brennereinsätzen 41
einerseits sowie der äußeren Wand 33 und der inneren Wand 35 andererseits verbleibt
ein Spalt, welcher das Einströmen von Kühlluft entlang der jeweiligen Wand in das
Innere der Brennkammer ermöglicht. Zudem sind die Brennereinsätze 41 so angeordnet,
dass auch zwischen ihnen, d. h. zwischen in Umfangsrichtung benachbarten Kanten der
Brennereinsätze 41, Spalte verbleiben, die den Eintritt von Kühlluft in das Brennkammer
innere ermöglichen.
[0024] Ein Brennereinsatz ist in Figur 4 in einer teilwiese geschnittenen perspektivischen
Ansicht dargestellt. Er umfasst eine Brennereinsatzwand 42 mit einer Kaltseite 43
sowie einer Heißseite 44, die dem Brennkammerinneren zuzuwenden ist (die Heißseite
ist in Figur 4 nicht zu erkennen). Die Kaltseite 43 steht mit dem Ausgang des Verdichters
in strömungstechnischer Verbindung, so dass Verdichterluft zu Kühlungszwecken an der
Kaltseite 43 vorbeigeleitet werden kann, um die Temperatur der Heißseite auf einem
für das Material des Brennereinsatzes 41 akzeptablen Niveau zu halten. Die Heißseite
ist zudem mit einer wärmedämmenden Beschichtung, bspw. in Form einer Keramikbeschichtung,
versehen, um den Bedarf an Kühlluft zu verringern.
[0025] In seinem Zentrum weist der Brennereinsatz 41 eine Öffnung 45 auf, in die der Ausgang
eines Brenners 27 eingesetzt werden kann. Die Öffnung 45 ist von einem über die Kaltseite
43 vorstehenden Abschnitt 47 der Brennereinsatzwand 42 begrenzt. Von diesem vorstehenden
Abschnitt 47 aus erstreckt sich ein in Radialrichtung der Öffnung 45 verlaufender
ringförmiger Steg, mit dem der Brennereinsatz 41 an einer Haltestruktur befestigt
werden kann.
[0026] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der gesamte äußere Rand 46 des Brennereinsatzes
41 mit einem über die Kaltseite 43 überstehenden Randsteg 51 versehen, der dem Rand
46 eine erhöhte Steifigkeit verleiht und dafür sorgt, dass die Eigenfrequenz der Brennereinsatzwand
42 erhöht wird. Detailansichten des Randes 46 mit dem Randsteg 51 sind in den Figuren
5 und 6 dargestellt.
[0027] Der Randsteg 51 weist Zinnen 53 auf, die durch Abschnitte des Randstegs 51 gebildet
sind, die weiter über die Kaltseite 43 vorstehen als die übrigen Abschnitte 54 des
Randstegs 51. Wenn der Brennereinsatz an einer Tragstruktur befestigt ist und einen
Teil einer Brennkammerabschlusswand bildet, liegen die Zinnen 53 mit den von der Kaltseite
43 entferntesten Stirnflächen 55 an einer Anlagefläche der Haltestruktur mit einem
Nullspalt an. Zwischen den Zinnen 53 sind dann Fenster 57 gebildet, durch die Kühlluft,
die in der Regel im Bereich des vorspringenden Wandabschnittes 47 vom Verdichter zugeführt
wird, in die Brennkammer abströmen kann. Die Kühlluft kann dann an der Kaltseite 43,
die bis auf den Randsteg 51 und den vorstehenden Wandbereich 47 völlig flach ausgebildet
ist, zur Kühlung entlang strömen. Die Fenster 57 zwischen den Zinnen 53 stellen für
die strömende Kühlluft Öffnungen mit definierten Durchtrittsquerschnitt dar, da die
Stirnflächen 55 der Zinnen 53 mit Nullspalt an der Anlagestruktur anliegen. Durch
geeignete Wahl der Breite und Höhe der Randstegabschnitte 54 zwischen den Zinnen 53
im Verhältnis zur Höhe und Breite der Zinnen 53 kann die in die Brennkammer einströmende
Kühlluftmenge gezielt eingestellt werden. Aufgrund der erhöhten Steifigkeit, die der
Randsteg 51 dem Rand 46 vermittelt, entstehen auch keine wesentlichen Abweichungen
des Spaltes zwischen den Zinnenflächen 55 und der Auflagefläche, so dass der für die
Kühlluft vorhandene und durch die Fenster definierte Strömungsquerschnitt auch im
Betrieb der Gasturbine weitgehend erhalten bleibt. Überangebote an Kühlluft durch
sich vergrößernde Spaltmaße können dadurch im Vergleich zum Stand der Technik erheblich
reduziert werden, was wiederum zu einer Senkung des Kühllufteintrags in die Brennkammer
und so letztendlich zu einer Senkung der Schadstoffe sowie zu höheren Turbineneintrittstemperaturen
führt.
[0028] Obwohl der Randsteg 51 im in den Figuren 4 bis 6 gezeigten Ausführungsbeispiel mit
Zinnen 53 versehen ist, um Fensteröffnungen 57 für die Kühlluft zu definieren, in
einem Beispiel, welches nicht unter den Schutzumfang der Erfindung fällt, besteht
auch die Möglichkeit, den Randsteg 51 gleichmäßig über die Kaltseite 43 vorstehen
zu lassen. Kühlluftpassagen können dann mittels Durchgangslöcher 59, etwa in Form
von Bohrungen, realisiert werden. Ein entsprechendes Ausführungsbeispiel eines Brennereinsatzes
ist in Figur 7 dargestellt.
[0029] Obwohl sich in den vorliegenden Ausführungsbeispielen der Randsteg entlang des gesamten
äußeren Randes 46 des Brennereinsatzes 41 erstreckt, sind Ausführungsvarianten denkbar,
in denen Bereiche des äußeren Randes 46 des Brennereinsatzes 41 keinen Randsteg 51
aufweisen. Außerdem sind Ausführungsvarianten für zylinderförmige Brennkammern möglich.
In einer solchen Ausführungsvariante wäre der äußere Rand des Brennereinsatzes im
Wesentlichen kreisförmig und der Randsteg wäre zumindest entlang eines Teils des Kreisumfangs,
vorzugsweise um den gesamten Kreisumfang herum, vorhanden.
[0030] Die Erfindung ermöglicht die Erhöhung der Eigenfrequenz des Brennereinsatzes und
gleichzeitig das gezielte Einstellen der Abströmung von Kühlluft in die Brennkammer,
so dass die Kühlluft nur durch die vordefinierten Spalte abströmen kann. Damit verbunden,
ergeben sich weitere Vorteile der Erfindung wie beispielsweise eine längere Lebensdauer
des Brennereinsatzes und - durch die eingesparte Kühlluft am Brennereinsatz - eine
Senkung der Schadstoffe bei gleicher Leistung der mit erfindungsgemäßen Brennereinsätzen
versehenen Gasturbine, wenn die gesparte Kühlluft dem Brenner zugeführt wird. Alternativ
lässt sich bei gleichen Emissionen eine höhere Leistung erzielen.
1. Brennereinsatz (41) für eine Gasturbinenbrennkammer (25), welcher eine Brennereinsatzwand
(42) mit einer Kaltseite (43) und einer Heißseite (44) aufweist, wobei eine Brenneröffnung
(45) zum Einsetzen eines Brenners (27) in der Brennereinsatzwand (42) gebildet ist,
und welcher einen die Brennereinsatzwand (42) begrenzenden Rand (46) aufweist, der
einen wenigstens teilweise umlaufenden über die Kaltseite (43) vorstehenden Randsteg
(51) aufweist und
Öffnungen (57) zum Durchtritt von Kühlfluid aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Randsteg (51) Zinnen (53) aufweist und die Öffnungen (57) zwischen den Zinnen (53) gebildet sind.
2. Brennereinsatz (41) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Zinnen (53) durch Randstegabschnitte gebildet sind, die weiter über die Kaltseite
(43) vorstehen, als die übrigen Randstegabschnitte (54).
3. Brennereinsatz (41) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Randsteg (51) um den gesamten Rand (46) umläuft.
4. Brennereinsatz (41) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Brenneröffnung (45) von einem ringförmigen, über die Kaltseite (43) vorstehenden
und mit einem ringförmigen Steg (49) versehenen Wandbereich (47) umgeben ist und die
Brennereinsatzwand (42) ansonsten flach ausgebildet ist
5. Gasturbinenbrennkammer (25) mit wenigstens einem Brenner (27), wenigstens einer einen
Brennkammerinnenraum umgebenden Brennkammerwand (33, 35) und einer brennerseitigen
Brennkammerabschlusswand,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens ein Brennereinsatz (41) nach einem der vorangehenden Ansprüche vorhanden
ist, dessen Brennereinsatzwand (42) die Brennkammerabschlusswand wenigstens teilweise
bildet, wobei die Heißseite (44) der Brennereinsatzwand (42) dem Brennkammerinneren
zugewandt ist.
6. Gasturbinenbrennkammer (25) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen der von dem wenigstens einen Brennereinsatz (41) gebildeten Brennkammerabschlusswand
und der wenigstens einen Brennkammerwand (33, 35) ein Spalt vorhanden ist.
7. Gasturbinenbrennkammer (25) nach Anspruch 5 oder Anspruch
dadurch gekennzeichnet, dass
sie als Ringbrennkammer mit einem zwischen einer inneren Brennkammerwand (35) und
einer äußeren Brennkammerwand (33) gebildeten ringförmigen Brennkammerinnenraum ausgebildet
ist und die brennerseitige Brennkammerabschlusswand durch eine Anzahl in Umfangsrichtung
der Ringbrennkammer (25) nebeneinander angeordneter Brennereinsätze (41) gebildet
ist.
8. Gasturbinenbrennkammer (25) nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen benachbarten Brennereinsätzen (41) Spalte vorhanden sind.
9. Gasturbine (1) mit wenigstens einer Gasturbinenbrennkammer (25)
dadurch gekennzeichnet, dass
- die wenigstens eine Gasturbinenbrennkammer (25) eine Gasturbinenbrennkammer nach
einem der Ansprüche 5 bis 8 ist,
- ein Kühlfluidreservoir vorhanden ist und
- die Kaltseite (43) der Brennereinsatzwand (42) strömungstechnisch mit dem Kühlfluidreservoir
in Verbindung steht.
1. Burner insert (41) for a gas turbine combustion chamber (25), which comprises a burner
insert wall (42) having a cold side (43) and a hot side (44), wherein a burner opening
(45) for inserting a burner (27) is formed in the burner insert wall (42), and which
has an edge (46) delimiting the burner insert wall (42), which has an at least partially
circumferential edge bar (51) projecting beyond the cold side (43) and has openings
(57) for the passage of cooling fluid.
characterised in that
the edge bar (51) has merlons (53) and the openings (57) are formed between the merlons
(53).
2. Burner insert (41) according to claim 1,
characterised in that
the merlons (53) are formed by edge bar sections which project further beyond the
cold side (43) than the remaining edge bar sections (54).
3. Burner insert (41) according to one of the preceding claims,
characterised in that
the edge bar (51) runs around the entire edge (46).
4. Burner insert (41) according to one of the preceding claims,
characterised in that
the burner opening (45) is surrounded by an annular wall region (47) projecting beyond
the cold side (43) and provided with an annular bar (49) and the burner insert wall
(42) is otherwise flat in form.
5. Gas turbine combustion chamber (25) having at least one burner (27), at least one
combustion chamber wall (33, 35) surrounding a combustion chamber interior and one
burner-side combustion chamber end wall,
characterised in that
at least one burner insert (41) according to one of the preceding claims is present,
the burner insert wall (42) of which at least in part forms the combustion chamber
end wall, whereby the hot side (44) of the burner insert wall (42) faces the combustion
chamber interior.
6. Gas turbine combustion chamber (25) according to claim 5,
characterised in that
a gap is present between the combustion chamber end wall formed by the at least one
burner insert (41) and the at least one combustion chamber wall (33, 35).
7. Gas turbine combustion chamber (25) according to claim 5 or claim 6,
characterised in that
it is embodied as an annular combustion chamber having an annular combustion chamber
interior formed between an inner combustion chamber wall (35) and an outer combustion
chamber wall (33) and the burner-side combustion chamber end wall is formed by a number
of burner inserts (41) arranged side by side in the circumferential direction of the
annular combustion chamber (25).
8. Gas turbine combustion chamber (25) according to claim 7,
characterised in that
gaps are present between adjacent burner inserts (41).
9. Gas turbine (1) having at least one gas turbine combustion chamber (25)
characterised in that
- the at least one gas turbine combustion chamber (25) is a gas turbine combustion
chamber according to one of claims 5 to 8,
- a cooling fluid reservoir is present and
- the cold side (43) of the burner insert wall (42) has a flow connection with the
cooling fluid reservoir.
1. Pièce (41) d'insertion d'un brûleur pour une chambre de combustion (25) d'une turbine
à gaz, pièce d'insertion qui a une paroi (42) ayant un côté (43) froid et un côté
(44) chaud, une ouverture (45) pour un brûleur pour l'insertion d'un brûleur (27)
dans la paroi (42) de la pièce d'insertion d'un brûleur étant formée, la pièce d'insertion
d'un brûleur ayant un bord (46) délimitant la paroi (4) 2 de la pièce d'insertion
d'un brûleur, bord qui a une réglette (51) de bord faisant le tour au moins en partie
et en saillie du côté (43) froid et des ouvertures (57) de passage de fluide de refroidissement,
caractérisée en ce que la réglette (51) de bord a des dents (53) et les ouvertures (57) sont formées entre
les dents (53).
2. Pièce (41) d'insertion d'un brûleur suivant la revendication 1,
caractérisée en ce que
les dents sont formées par des parties de la réglette de bord qui dépassent du côté
(43) froid plus que les autres parties (54) de la réglette de bord.
3. Pièce (41) d'insertion d'un brûleur suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que la réglette (41) de bord fait le tour de tout le bord (46).
4. Pièce (41) d'insertion d'un brûleur suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
l'ouverture (45) pour un brûleur est entourée d'une zone (47) de paroi annulaire en
saillie du côté (43) froid et pourvue d'un rebord (49) annulaire et la paroi (42)
de la pièce d'insertion d'un brûleur est sinon plate.
5. Chambre de combustion (25) d'une turbine à gaz ayant au moins un brûleur (27), au
moins une paroi (33, 35) de chambre de combustion entourant l'intérieur de la chambre
de combustion et une paroi de fermeture de la chambre de combustion du côté du brûleur,
caractérisée en ce que
il y a au moins une pièce (41) d'insertion d'un brûleur suivant l'une des revendications
précédentes, dont la paroi (42) forme au moins en partie la paroi de fermeture de
la chambre de combustion, le côté (44) chaud de la paroi (42) de la pièce d'insertion
d'un brûleur étant tourné vers l'intérieur de la chambre de combustion.
6. Chambre de combustion (25) d'une turbine à gaz suivant la revendication 5,
caractérisée en ce que
il y a un intervalle entre la paroi de fermeture de la chambre de combustion formée
par la au moins une pièce (41) d'insertion d'un brûleur et la au moins une paroi (33,
35) de la chambre de combustion.
7. Chambre de combustion (25) d'une turbine à gaz suivant l'une des revendications 5
ou 6,
caractérisée en ce que
elle est constituée sous la forme d'une chambre de combustion annulaire ayant un espace
intérieur de chambre de combustion annulaire formé entre une paroi (35) intérieure
de la chambre de combustion et une paroi (33) extérieure de la chambre de combustion
et la paroi de fermeture de la chambre de combustion du côté du brûleur est formée
par un certain nombre de pièces (41) d'insertion d'un brûleur, disposées les unes
à côtés des autres dans la direction périphérique de la chambre de combustion (25)
annulaire.
8. Chambre de combustion (25) d'une turbine à gaz suivant la revendication 7,
caractérisée en ce que
il y a des intervalles entre deux pièces (41) d'insertion voisines d'un brûleur.
9. Turbine (1) à gaz ayant au moins une chambre de combustion (25) de turbine à gaz,
caractérisée en ce que
- la au moins une chambre de combustion (25) d'une turbine à gaz est une chambre de
combustion d'une turbine à gaz suivant l'une des revendications 5 à 8,
- il y a un réservoir de fluide de refroidissement et
- le côté (43) froid de la paroi (42) de la pièce d'insertion d'un brûleur est en
liaison fluidique avec le réservoir de fluide de refroidissement.