[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Steckverbindung zur Aufnahme eines starren
Leiterendes.
[0002] Anschlussklemmen dienen insbesondere in der Elektrotechnik dem lösbaren Anschluss
oder der Verbindung von Drähten, Adern oder Leitungen. Im angeklemmten Zustand soll
ein dauerhafter, sicherer Kontakt gewährleistet sein. Das wird durch mechanische Fixierung
(beispielsweise durch Schraube oder Feder) der angeschlossenen Leiter in einem leitfähigen
Körper erreicht.
[0003] Es sind viele Arten von Anschlussklemmen bekannt. Es sind zudem verschiedene Arten
von Federanschlüssen bekannt, hier insbesondere Schenkelfederanschlüsse. Diese Anschlüsse
haben im Allgemeinen einen Bestandteil das den Strom überträgt und eine dazu wirkende
Feder.
[0004] Allerdings haben diese Klemmstellen unterhalb oder oberhalb der vorstehenden Kante
die Kontaktwand fortgeführt, was zu Folge hat, dass sich die Federkraft zwischen mindestens
zwei Kontaktpunkten befindet und sich die Kontaktkraft aufteilt. Bekannt sind auch
Klemmstellen mit einem Durchzug. Diese Anschlussklemmen sind dann so ausgelegt, dass
die wirkende Federkraft annähernd gegenüber der Kontaktkante liegt um die vorhandene
Federkraft nahezu identisch als Kontaktkraft zu bekommen. Aus der
EP 1 391 965 A1 ist ein entsprechender Federkraftklemmenanschluss für einen elektrischen Leiter bekannt,
der ein Stromschienenenstück mit einem viereckigen Materialdurchzug aufweist, in den
das Klemmschenkelende einer Blattfeder eintaucht, derart dass das Klemmschenkelende
mit einer Lochkrageninnenwandfläche des Materialdurchzugs eine Klemmstelle für einen
elektrischen Leiter bildet. Es wird in dieser Druckschrift vorgeschlagen, für die
Lochkrageninnenwandfläche eine Formgebung mit einer Querkante zu verwenden. Der Klemmschenkel
der Blattfeder ist weiterhin derart bemessen und geformt, dass die endseitige Klemmkante
des Klemmschenkelendes in der Position der Klemmung eines elektrischen Leiters in
etwa gegenüber der an der Lochkrageninnenwandfläche vorhandenen Querkante gegenüberliegt,
um den elektrischen Kontakt zu verbessern.
[0005] Nachteilig an den bekannten Anschlussklemmen ist, dass eine möglichst hohe Federkraft
benötigt wird, um einen sicheren Klemmverschluss bereitzustellen. Je höher die Federkraft
ist, desto schwieriger wird es allerdings, den Leiter in den Klemmverschluss einzustecken.
[0006] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Steckverbindung zur Aufnahme
eines starren Leiterendes bereitzustellen, die eine sichere Arretierung und einen
sicheren elektrischen Kontakt des eingeführten Leiterendes ermöglicht, wobei das Einstecken
des Leiterendes möglichst leicht erfolgen soll.
[0007] Die Aufgabe wird durch eine Steckverbindung zur Aufnahme eines starren Leiterendes
gemäß beigefügtem Anspruch 1 gelöst. Die erfindungsgemäße Steckverbindung umfasst
einen Anschlag zum Arretieren des Leiterendes in der Steckverbindung. Ein Federelement
ist erfindungsgemäß dazu vorgesehen, das in die Steckverbindung aufgenommene Leiterende
derart gegen den Anschlag zu drücken, dass das Leiterende kraftschlüssig in der Steckverbindung
arretiert ist. Die Steckverbindung umfasst ein Kippelement zum Definieren einer Kippachse,
wobei das Kippelement derart angeordnet ist, dass das Federelement an dem aufgenommenen
Leiterende ein Drehmoment um die Kippachse erzeugt, so dass das Leiterende gegen den
Anschlag gedrückt wird. Mittels des Kippelements kann die Auflagekraft, mit der das
Leiterende gegen den Anschlag drückt, geeignet definiert werden. Dazu wird das Hebelgesetz
verwendet. Mit einer relativ geringen Rückstellkraft durch das Federelement kann eine
hohe Auflagekraft gegen den Anschlag erzeugt werden. Damit wird der Kraftschluss zwischen
Leiterende und Anschlag zum Arretieren des Leiterendes in der Steckverbindung verbessert.
Andererseits kann das Leiterende durch Rotation gegen das Federelement gelöst werden,
um ein Herausnehmen oder Einfügen des Leiterendes zu erleichtern. Die Kippachse verläuft
quer zur axialen Richtung des Leiterendes.
[0008] Vorzugsweise ist ein Abstand zwischen dem Anschlag und der Kippachse kleiner als
ein Abstand zwischen der Kippachse und einem Angriffspunkt der Federkraft auf das
Leiterende. Der Abstand zwischen Angriffspunkt des Federelements entspricht der Hebellänge
des Federelements. Je länger dieser Hebel ist im Vergleich zum Hebel des Anschlags,
desto größer ist der Kraftunterschied - im Gleichgewicht senkrecht zur Kippachse -
zwischen der Rückstellkraft der Feder und der Anschlagskraft, so dass im arretierten
Zustand eine größere Kontaktkraft auf den Anschlag wirkt als die Federkraft mit der
das Federelement gegen das Leiterende drückt.
[0009] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sieht eine Stromschiene
zum Weiterleiten von elektrischem Strom durch das Leiterende vor. Der Anschlag bildet
im arretierten Zustand einen elektrischen Kontakt zwischen dem aufgenommenen Leiterende
und der Stromschiene. Somit kann mittels des Anschlags sowohl ein Kraftschluss zum
Arretieren des Leiterendes als auch ein elektrischer Kontakt bereitgestellt werden.
Auch für den Kraftschluss ist es von Vorteil, wenn zwei metallische Flächen aufeinander
wirken, die im Gegensatz zum Kunststoffgehäuse der Steckverbindung oder dem Leitermantel
nicht verformbar sind.
[0010] Vorzugsweise ist ein weiterer Anschlag vorgesehen, der im arretierten Zustand des
Leiterendes ein weiteres Drehmoment um die Kippachse zu erzeugen. Der weitere Anschlag
ist vorzugsweise im größtmöglichen Abstand von der Kippachse an dem Leiterende angeordnet.
Der weitere Anschlag ist vorzugsweise lösbar, damit das Leiterende aus der Steckverbindung
entnommen werden kann. Dazu wird der weitere Anschlag von dem eingeführten Leiterende
weg geschwenkt oder geschoben, so dass nunmehr nur noch das Federelement gegen das
Leiterende drückt. Durch Rotation des Leiterendes gegen das von dem Federelement erzeugte
Drehmoment kann das Leiterende von dem ersten Anschlag nunmehr gelöst werden und aus
der Steckverbindung entfernt werten. Umgekehrt wird vorgegangen, um das Leiterende
in die Steckverbindung aufzunehmen. Zunächst wird das Leiterende in die Steckverbindung
eingeführt und allein von dem ersten Federelement arretiert. Danach wird der weitere
Anschlag gegen das Leiterende geschwenkt oder geschoben und arretiert, um das Drehmoment
des Federelements zum Arretieren zu unterstützen. Dadurch wird verhindert, dass das
Leiterende durch leichtes Schwenken gegen die Federkraft fälschlicherweise gelöst
werden kann. Vorzugsweise stellt der weitere Anschlag einen weiteren elektrischen
Kontakt zwischen dem aufgenommenen Leiterende und der Stromschiene her.
[0011] Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend unter Bezugnahme
auf die beigefügten Figuren beschrieben.
[0012] Es zeigen:
Figur 1 eine Querschnittsansicht einer Steckverbingung eines ersten Ausführungsbeispiels
der vorliegenden Erfindung;
Figur 2 eine perspektivische Ansicht der Steckverbindung des ersten Ausführungsbeispiels
gemäß Figur 1;
Figur 3 eine Querschnittsansicht der Steckverbindung eines zweiten Ausführungsbeispiels
der vorliegenden Erfindung;
Figur 4 eine Querschnittsansicht eines dritten Ausführungsbeispiels der vorliegenden
Erfindung.
[0013] Der in Figur 1 dargestellte Querschnitt des ersten Ausführungsbeispiels veranschaulicht
die Funktionsweise der vorliegenden Erfindung. In Figur 1 ist die Steckverbindung
mit aufgenommenen Leiterende 10 dargestellt. Ein Anschlag 20 ist vorgesehen, an dem
das Leiterende 10 kraftschlüssig anliegt. Eine Feder 30 drückt das Leiterende 10 gegen
ein Kippelement, wodurch ein Drehmoment entsteht, welches das Leiterende um eine Kippachse
rotiert. Dadurch wird das Leiterende gegen den Anschlag 20 gedrückt.
[0014] Das Leiterende ist im Wesentlichen zylinderförmig ausgebildet. Es besitzt einen Leitermantel
aus flexiblem Kunsstoff, aus dem eine starre leitende Endhülse herausragt. Die Längsachse
des Leiterendes 10 ist in Figur 1 im Wesentlichen vertikal dargestellt. Der Anschlag
20 ist so ausgelegt das die größte Aderendhülse und/oder das größte starre Leiterende
10 für den vorgesehenen Anschlussquerschnitt und oder der vorgesehene Lehrdorn eingeführt
werden kann. Dieser Anschlag 20 wird vorteilhaft von einer Stromschiene 70 gebildet.
[0015] Seitlich an dem Leiterende liegt der Anschlag 20 an. Die Berührungsfläche zwischen
dem Anschlag 20 und der Endhülse des Leiterendes 10 und die von der Feder 30 erzeugte
senkrechte Kraft auf den Anschlag 20 erzeugen eine große Haftreibung. Aufgrund dieser
Haftreibung ist das Leiterende in der Steckverbindung arretiert. Kennzeichnend an
der vorliegenden Erfindung ist, dass im Gegensatz zum Stand der Technik, der Anschlag
20 nicht auf der dem Federelement 30 gegenüberliegenden Seite von dem Leiterende 10
angeordnet ist. Stattdessen sind sowohl das Federelement 60 als auch der Anschlag
auf derselben Seite des eingeführten Leiterendes 10 angeordnet. Ein Kippelement 40
sorgt dafür, dass die Kraft von dem Federelement 60 auf die Kontaktfläche übertragen
wird. Das Kippelement 40 ist im Wesentlichen als Vorsprung ausgebildet, der eine Kippachse
50 definiert, um die das eingeführte Leiterende 10 schwenkbar ist.
[0016] Im Gleichgewicht, wenn das Leiterende arretiert ist, ist das von dem Federelement
30 erzeugte Drehmoment genauso groß wie das entgegengesetzte Drehmoment, welches von
dem Anschlag 20 erzeugt wird. Es gilt deshalb:

[0017] F
Feder ist die senkrecht zur Kippachse 50 wirkende Federkraft; 11 ist der Abstand zwischen
dem Angriffspunkt des Federelements auf das Leiterende 10 und der Kippachse 50; F
Anschlag ist die senkrecht zur Kippachse 50 wirkende Rückstellkraft des Anschlags; 12 ist
der Abstand zwischen dem Anschlag 20 und der Kippachse 50.
[0018] Ziel der Erfindung ist es den Kraftschluss zwischen dem Anschlag 20 und dem Leiterende
10 zu optimieren. Aus Gleichung 1 geht hervor, dass die Anschlagskraft F
Anschlag um so höher ist je geringer der Abstand 12 zwischen dem Anschlag und der Kippachse
ist. Auch eine Vergrößerung des Abstands 11 zwischen dem Angriffspunkt der Federkraft
auf das Leiterende 10 und der Kippachse 50 erhöht die Anschlagskraft F
Anschlag. Deshalb wird vorzugsweise die Kippachse 50 näher zum Anschlag 20 hin plaziert als
zum Angriffspunkt der Feder 30. Dadurch wird eine besonders hohe Anschlagskraft bei
vergleichsweise niedriger Federkraft erzeugt. Je höher die Anschlagskraft desto besser
ist der Kraftschluss zwischen Anschlag 20 und Leiterende 10.
[0019] Herkömmlicherweise hat eine hohe Anschlagskraft zur Folge, dass das Einstecken und
Lösen des Leiterendes um so kraftaufwändiger ist je größer der Kraftschluss ist. Das
Ausführungsbeispiel zeigt jedoch, dass ein Lösen des Leiterendes relativ einfach erfolgen
kann. Dazu muss nur das Leiterende 10 derart um die Kippachse 50 rotiert werden, dass
es nicht mehr auf dem Anschlag aufliegt. Hier gilt wieder das Hebelgesetz. Je weiter
entfernt von der Kippachse das Leiterende 10 gegriffen wird, desto geringer ist die
erforderliche Kraft. Sobald das Leiterende 10 von dem Anschlag gelöst ist, kann es
ohne Aufwand herausgezogen werden. Allenfalls die Feder und das Kippelement erzeugen
noch eine gewisse Haftreibung, die dem Herausziehen oder Einführen des Leiterendes
entgegenwirken. Da aber sowohl das Kippelement als auch das Federelement nur eine
vergleichsweise kleine Auflagefläche mit dem Leiterende haben, ist die Reibfläche
sehr gering. Sowohl die Haftreibung als auch die Gleitreibung zwischen Leiterende
und Steckverbindung ist somit minimiert. Folglich ist ein Einführen und Herausnehmen
des Leiterendes sehr leicht zu bewerkstelligen.
[0020] Ferner besitzt die Steckverbindung gemäß Figur 1 eine Stromschiene 70 zum weiterleiten
von elektrischem Strom, der durch das Leiterende 10 fließt. In Figur 2 ist eine perspektivische
Ansicht der Steckverbindung des ersten Ausführungsbeispiels dargestellt. Es ist zu
erkennen, dass das Leiterende in einem Trichter 120 eingeführt ist, der von einem
Gehäuse 80 gebildet wird. Der Kabeltrichter 120 ist vorzugsweise so groß ausgelegt,
dass das Leiterende von dem Federelement nicht gegen den Kabeltrichter gedrückt wird.
Der Anschlag allein soll dem Drehmoment des Federelements entgegenwirken, um eine
möglichst starken Kraftschluss zu erzeugen. Das Gehäuse 80 ist vorzugsweise aus einem
isolierenden Kunststoff ausgebildet. In das Gehäuse 80 ist die Stromschiene eingelassen;
sie dient der elektrischen Kopplung von Strom durch das Leiterende 10 mit einem anderen
nicht dargestellten Leiter.
[0021] Der Anschlag 20 ist als Teil der Stromschiene 70 ausgebildet. Er dient somit nicht
nur dem mechanischen Arretieren des Leiterendes 10 sondern auch der elektrischen Kopplung
des Leiterendes 10. Wenn der Anschlag als Bestandteil der Stromschiene ausgebildet
ist, hat dies den Vorteil, dass die metallische Endhülse des Leiterendes 10 auf dem
metallischen Anschlag anliegt. Der elastisch verformbare Leitermantel würde sich unter
der Kontaktkraft verformen. Der Materialfluss des Kunststoffs kann aber die Auflagekraft
zwischen Anschlag 20 und Leiterende 10 beeinflussen, insbesondere reduzieren, was
nachteilig ist, denn eine berechenbare Auflagekraft ist erwünscht, um sicherzustellen,
dass das Leiterende sicher arretiert ist.
[0022] Figur 3 zeigt eine Querschnittsansicht der Steckverbindung des zweiten Ausführungsbeispiels
der vorliegenden Erfindung. Diejenigen Merkmale der Steckverbindung gemäß Figur 3,
die den Merkmalen des Ausführungsbeispiels entsprechen, sind mit demselben Bezugszeichen
gekennzeichnet. Die Steckverbindung gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel besitzt
ebenfalls einen Anschlag 20, ein Federelement 30 und ein Kippelement 40. Das Leiterende
ist in den Trichter des Gehäuses 80 eingeführt und in der Steckverbindung arretiert.
[0023] Die Federkraft wirkt auf das Leiterende und wird über das Kippelement 40 auf den
Anschlag derart umgeleitet, dass ein Kraftschluss zwischen dem Anschlag 20 und dem
Leiterende erzeugt wird. Dieser Kraftschluss verhindert, dass das Leiterende 10 ohne
weiteres aus der Steckverbindung 10 herausgezogen wird. Der Bewegung des Leiterendes
entlang des Anschlags wirkt die Reibung zwischen Anschlag 20 und Leiterende 10 entgegen.
Wird allerdings das Leiterende durch leichte Rotation gegen das Federelement 30 von
dem Anschlag gelöst, dann kann das Leiterende aus dem Trichter 120 herausgezogen werden.
[0024] Damit der Kraftschluss zwischen Leiterende 10 und Anschlag 20 nicht auf diese Weise
fälschlicherweise verloren geht, ist in Figur 3 ein weiterer Anschlag, ein Gehäuseanschlag,
90 vorgesehen. Dadurch wird verhindert, dass das Leiterende durch äußere Einflüsse
gegen das von dem Federelement erzeugte Drehmoment bewegt wird, so dass das Leiterende
gelöst wird. Der Gehäuseanschlag 90 ist vorzugsweise lösbar ausgebildet, so dass das
Leiterende nach dem Lösen des Gehäuseanschlags 90 von dem Leiterende 10 leicht wieder
entnommen oder eingeführt werden kann. Weiterhin ist es noch von Vorteil, wenn der
Leiter durch ein oder mehrere Führungselemente seitlich geführt oder gehaltert wird,
so dass eine Rotation des Leiters in Richtung auf die Kippachse vermieden wird. Diese
Führungselemente können seitliche Flächen und/oder eine Rille umfassen, in welcher
der Leiter seitlich gehalten wird. Eine seitliche Führung kann beispielsweise auch
durch den Kabeltrichter 120 realisiert werden.
[0025] In Figur 4 ist im Querschnitt das dritte Ausführungsbeispiel der Steckverbindung
der vorliegenden Erfindung dargestellt. Die dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 3
entsprechenden Merkmale sind mit den gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet. Im Gegensatz
zu dem zweiten Ausführungsbeispiel besitzt die Steckverbindung gemäß Figur 4 einen
weiteren Anschlag 100, der Bestandteil der Stromschiene 70 ist. Damit wird ein weiterer
elektrischer Kontaktpunkt für den Stromfluss durch den Leiter 10 bereitgestellt. Vorzugsweise
unterstützt dieser Anschlag das durch das Federelement 30 erzeugte Drehmoment an dem
Leiterende, damit das Leiterende nicht fälschlicherweise aus seiner Arretierung gelöst
wird. Schließlich ist der Stromschienenanschlag 100 lösbar arretierbar, damit das
Leiterende 10 bei Bedarf relativ leicht entnommen oder eingeführt werden kann.
[0026] Für flexible und kleine starre Leiter ist unterhalb einer Kontaktrippe 51, welche
die Kippachse definiert, eine Kontaktfläche 110 vorgesehen, die in Richtung auf das
Leiterende etwas gegenüber der Kontaktrippe 51 zurückgesetzt ist und auf diese Weise
nicht das Kippmoment für die größeren starren oder mehrdrähtigen Leiterenden 10 beeinflusst.
[0027] In den dargestellten Ausführungsbeispielen ist der Anschlag 20 jeweils oberhalb des
Kippelements 50 angeordnet. Der Angriffspunkt des Federelements 30 and dem Leiterende
10 ist unterhalb des Kippelements 50 angeordnet. Äquivalent dazu besteht die Möglichkeit,
die Steckverbindung so aufzubauen, dass das Federelement 30 oberhalb des Kippelements
50 wirkt. Dann übernimmt ein unten im Gehäuse oder von der Stromschiene eingebrachter
Anschlag die Funktion, das Leiterende durch Kraftschluss zu arretieren.
[0028] Eine solche Ausführungsform hat den Vorteil, dass eine auf den Leiter wirkende Kraft
das Kippmoment unterstützt.
Bezugszeichenliste
[0029]
- 11
- Abstand zwischen Kippachse 50 und Angriffspunkt 60 der Feder 30
- 12
- Abstand zwischen Kippachse 50 und Anschlag 20
- 10
- Leiterende
- 20
- Anschlag
- 30
- Federelement
- 40
- Kippelement
- 50
- Kippachse
- 51
- Kontaktrippe
- 60
- Angriffspunkt des Federelements 30
- 70
- Stromschiene
- 80
- Gehäuse
- 90
- Gehäuseanschlag
- 100
- Stromschienenanschlag
- 110
- Kontaktfläche
- 120
- Kabeltrichter
1. Steckverbindung zur Aufnahme eines starren Leiterendes (10), mit
einem Anschlag (20) zum Arretieren des Leiterendes in der Steckverbindung, und
einem Federelement (30), das dazu ausgebildet ist, das in die Steckverbindung aufgenommenen
Leiterende (10) derart gegen den Anschlag (20) zu drücken, dass das Leiterende (10)
kraftschlüssig in der Steckverbindung arretiert ist, gekennzeichnet durch
ein Kippelement (40) zum Definieren einer Kippachse, wobei das Kippelement (40) derart
angeordnet ist, dass das Federelement (30) an dem aufgenommenen Leiterende (10) ein
Drehmoment um die Kippachse (50) erzeugt, so dass das Leiterende (10) gegen den Anschlag
(20) gedrückt wird.
2. Steckverbindung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
ein Abstand zwischen dem Anschlag (20) und der Kippachse (50) kleiner ist als ein
Abstand zwischen der Kippachse (50) und einem Angriffspunkt (60) der Federkraft auf
das Leiterende (10), so dass im arretierten Zustand eine größere Kontaktkraft auf
den Anschlag (20) wirkt als die Federkraft mit der das Federelement (30) gegen das
Leiterende (10) drückt.
3. Steckverbindung gemäß Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch
eine Stromschiene (70) zum Weiterleiten von elektrischem Strom durch das Leiterende (10), wobei der Anschlag (20) im arretierten Zustand einen elektrischen
Kontakt zwischen dem aufgenommenen Leiterende (10) und der Stromschiene (70) bereitstellt.
4. Steckverbindung gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch
einen weiteren Anschlag (90, 100), der dazu ausgebildet ist, im arretierten Zustand
des Leiterendes (10) ein weiteres Drehmoment um die Kippachse (50) zu erzeugen.
5. Steckverbindung gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der weitere Anschlag (90, 100) einen weiteren elektrischen Kontakt zwischen dem aufgenommenen
Leiterende und der Stromschiene bereitstellt.
1. Plug-in connection for receiving a rigid conductor end (10), having a stop (20) for
locking the conductor end in the plug-in connection, and
a spring element (30) which is formed so as to push the conductor end (10) received
into the plug-in connection against the stop (20) such that the conductor end (10)
is locked in the plug-in connection in a non-positive manner,
characterised by
a tipping element (40) for defining a tipping axis, wherein the tipping element (40)
is arranged such that the spring element (30) on the received conductor end (10) generates
a torque around the tipping axis (50) so that the conductor end (10) is pressed against
the stop (20).
2. Plug-in connection as claimed in Claim 1, characterised in that a distance between the stop (20) and the tipping axis (50) is smaller than a distance
between the tipping axis (50) and a point (60) where the spring force acts upon the
conductor end (10), so that in the locked state a contacting force acting upon the
stop (20) is larger than the spring force by means of which the spring element (30)
presses against the conductor end (10).
3. Plug-in connection as claimed in Claim 1 or 2, characterised by a current rail (70) for conveying electrical current through the conductor end (10),
wherein in the locked state the stop (20) provides an electrical contact between the
received conductor end (10) and the current rail (70).
4. Plug-in connection as claimed in any one of the preceding claims, characterised by a further stop (90, 100) which is formed so as to generate a further torque around
the tipping axis (50) in the locked state of the conductor end (10).
5. Plug-in connection as claimed in Claim 4, characterised in that the further stop (90, 100) provides a further electrical contact between the received
conductor end and the current rail.
1. Connecteur pour la réception d'une extrémité rigide de conducteur (10), avec
une butée (20) pour la fixation de l'extrémité de conducteur dans le connecteur, et
un élément à ressort (30) prévu pour serrer l'extrémité de conducteur (10) logée dans
le connecteur contre la butée (20) de manière à bloquer mécaniquement l'extrémité
de conducteur (10) dans le connecteur,
caractérisé par
un élément pivotant (40) pour la définition d'un axe de pivotement, ledit élément
pivotant (40) étant disposé de telle manière que l'élément à ressort (30) génère un
couple s'exerçant autour de l'axe de pivotement (50) sur l'extrémité de conducteur
(10) logée, si bien que l'extrémité de conducteur (10) est serrée contre la butée
(20).
2. Connecteur selon la revendication 1, caractérisé en ce que
un espacement entre la butée (20) et l'axe de pivotement (50) est inférieur à un espacement
entre l'axe de pivotement (50) et un point d'application (60) de la force de ressort
sur l'extrémité de conducteur (10), si bien qu'en état de fixation, une force de contact
agit sur la butée (20), supérieure à la force de ressort avec laquelle l'élément à
ressort (30) serre l'extrémité de conducteur (10).
3. Connecteur selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisé par
une barre conductrice (70) pour la transmission du courant électrique par l'extrémité
de conducteur (10), la butée (20) réalisant un contact électrique entre l'extrémité
de conducteur (10) logée et la barre conductrice (70) en état de fixation.
4. Connecteur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par
une autre butée (90, 100), prévue pour générer un autre couple s'exerçant autour de
l'axe de pivotement (50) en état de fixation de l'extrémité de conducteur (10).
5. Connecteur selon la revendication 4, caractérisé en ce que
l'autre butée (90, 100) réalise un autre contact électrique entre l'extrémité de conducteur
logée et la barre conductrice.