BESCHREIBUNG
Längeneinstellbare Treibstangen-Beschlagteilanordnung für ein Fenster, eine Tür oder
dergleichen
[0001] Die Erfindung betrifft eine längeneinstellbare Treibstangen-Beschlagteilanordnung
für ein Fenster, eine Tür oder dergleichen, die eine Funktionsbaugruppe aufweist,
welche mit einem verzahnten Mitnehmer versehen ist, mittels dessen eine wenigstens
abschnittsweise außenverzahnte Treibstange in unterschiedlichen axialen Stellungen
relativ zu der Funktionsbaugruppe festlegbar ist.
[0002] Bei der Montage eines Beschlages, z.B. an einem Fenster, muss häufig die effektive
Länge einer Treibstange, die verschiedene Funktionsbaugruppen des Beschlages miteinander
verbindet, an die jeweilige Größe des Fensters angepasst werden. In der Regel werden
die Treibstangen zur Längenanpassung an einem Ende auf die erforderliche Länge abgelängt.
Um die Montage einer Treibstangen-Beschlagteilanordnung zu vereinfachen, ist es aus
der
DE 1 093 698 bekannt, eine Funktionsbaugruppe in Form einer Schließeinheit mit einem als U-förmigen
Zahnschlitten ausgebildeten Mitnehmer zu versehen. Der Zahnschlitten weist an den
Innenseiten seiner Schenkel durchgängige Längsverzahnungen auf. Eine Treibstange ist
an einem Endabschnitt mit einer Außenverzahnung versehen, die zum Koppeln der Treibstange
an der Schließeinheit mit der Innenverzahnung des Mitnehmers in Eingriff gebracht
werden kann.
[0003] Um die Gesamtlänge der Schließeinheit und der daran festgelegten Treibstange auf
unterschiedliche Fenstergrößen anzupassen, kann der verzahnte Endabschnitt der Treibstange
mit unterschiedlich großer axialer Überlappung an dem Zahnschlitten festgelegt werden.
Je nach Stellung wird ein unterschiedlich großer Abschnitt der Innenverzahnungen des
Zahnschlittens benutzt. Bei der Einstellung mit der kleinsten einstellbaren Länge
der Beschlagteilanordnung wird die Innenverzahnung des Schlittens über ihre gesamte
Länge hinweg mit der Außenverzahnung der Treibstange in Eingriff gebracht. Je größer
die Länge der Beschlagteilanordnung des Standes der Technik eingestellt wird, desto
kleiner wird der Abschnitt der Innenverzahnung des Zahnschlittens, der mit der Außenverzahnung
der Treibstange zusammenwirkt. Es versteht sich, dass die Innenverzahnung des Zahnschlittens
relativ lang dimensioniert sein muss, denn selbst bei nur teilweiser Überlappung bzw.
Nutzung der Innenverzahnung des Schlittens muss noch eine ausreichende Stabilität
der Kopplung gewährleistet sein.
[0004] Die Erfindung hat sich zum Ziel gesetzt, die bekannte Treibstangen-Beschlagteilanordnung
derart weiterzubilden, dass sich eine Treibstangen-Beschlagteilanordnung mit kompakter
und platzsparender Konstruktion ergibt.
[0005] Erfindungsgemäß gelöst wird die Aufgabe durch eine Treibstangen-Beschlagteilanordnung
mit den Merkmalen von Anspruch 1.
[0006] Im Sinne der Erfindung ergibt sich eine Längeneinstellbarkeit der Treibstangen-Beschlagteilanordnung,
indem die Treibstange in unterschiedlichen Stellungen an dem Mitnehmer festlegt ist,
in welchen sie jeweils unterschiedlich weit seitens der Funktionsbaugruppe über die
Verzahnung des Mitnehmers, welche insbesondere als Innenverzahnung ausgebildet ist,
vorsteht. Folglich kann die Treibstange derart an dem Mitnehmer festgelegt werden,
dass sie unterschiedlich weit über die Verzahnung des Mitnehmers in die Funktionsbaugruppe
hineinragt.
[0007] In jeder dieser Stellungen kann die Treibstange über die Gesamtlänge der Verzahnung
des Mitnehmers gekoppelt sein. Aus diesem Grund ist es ausreichend, wenn der verzahnte
Mitnehmer derart dimensioniert ist, dass bei einer Kopplung der Treibstange über die
Gesamtlänge der Verzahnung gerade noch die Mindestanforderungen an die Stabilität
der sich ergebenden Kopplung erfüllt sind. Ein Überdimensionieren der Verzahnung des
Mitnehmers bzw. auch des Mitnehmers insgesamt ist nicht mehr erforderlich, so dass
sich eine kompakte und platzsparende Konstruktion der Beschlagteilanordnung ergibt.
[0008] Umgekehrt ist bei einem überdimensionierten Mitnehmer aufgrund der Erfindung das
Ausmaß der möglichen Längenänderung erweitert. So ist bei der herkömmlichen Kopplung
mit einem verzahnten Mitnehmer die maximale Änderung der effektiven Länge der Treibstange
durch die Länge der Verzahnung des Mitnehmers begrenzt. Im Falle der Erfindung ist
diese Einschränkung nicht gegeben.
[0009] Die Längeneinstellung der Treibstangen-Beschlagteilanordnung erfolgt insbesondere
in einem Stellungsbereich, in welchem immer die gesamte Verzahnung des Mitnehmers
mit der Außenverzahnung der Treibstange in Eingriff gebracht wird. Dadurch ergibt
sich der Vorteil, dass die Gefahr reduziert ist, die Treibstange versehentlich mit
einer unzureichenden Überlappung der Verzahnungen an den Mitnehmer zu montieren.
[0010] Weitere vorteilhafte Ausführungsbeispiele der Treibstangen-Beschlagteilanordnung
nach Anspruch 1 ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen 2 bis 11.
[0011] In der Regel ist eine Treibstange leistenförmig ausgebildet. Eine bevorzugte Ausführungsart
der Erfindung zeichnet sich durch eine vorteilhafte Orientierung einer leistenförmigen
Treibstange in Bezug auf eine Beschlagnut aus, an welcher die Treibstangen-Beschlagteilanordnung
montiert werden kann. Die Treibstange ist derart an der Funktionsbaugruppe festlegbar,
dass eine ihrer Schmalseiten dem Nutgrund zugewandt ist, wenn die Treibstangen-Beschlagteilanordnung
an der Beschlagnut montiert ist. Demzufolge sind die Breitseiten der hochkant verlaufenden
Treibstange den Nutwänden zugewandt. Wenn sich die so angeordnete Treibstange, z.
B. aufgrund hoher axialer Belastung, verbiegt, biegt sich die Treibstange in erster
Linie nicht aus der Beschlagnut heraus, sondern den Nutwänden zu. Im Gegensatz zu
einer liegenden Anordnung der Treibstange, kann daher die Abdeckung der Nut, insbesondere
bei verdeckten Treibstangenbeschlägen die Stulpschiene, weniger stabil und damit dünner
bzw. aus weniger festem Material, z. B. Kunststoff, sowie kostengünstiger ausgebildet
werden.
[0012] Insbesondere im Falle der vorstehend beschriebenen Variante, bei welcher die Treibstange
hochkant in der Beschlagteilnut angeordnet ist, ist es von Vorteil, wenn parallel
zu der ersten Treibstange eine weitere Treibstange an dem Mitnehmer festlegbar ist.
Im Falle einer hochkant verlaufenden Treibstange ist die Höhe der Treibstange durch
die Tiefe der Beschlagnut begrenzt. Damit trotz dieser Einschränkung, eine ausreichende
Stabilität der Treibstangen-Beschlagteilanordnung gewährleistet werden kann, ohne
dass die Beschlagnut besonders tief ausgebildet sein muss, kann vorteilhafterweise
eine zweite Treibstange neben der ersten Treibstange vorgesehen sein, die ebenfalls
an dem Mitnehmer festlegbar ist. Insbesondere können die Treibstangen parallel an
dem Mitnehmer festlegbar sein, so dass die zu übertragenden Hubkräfte auf die beiden
Treibstangen aufgeteilt werden. Vorzugsweise sind die Treibstangen gleich lang und
sind entlang ihrer Längsachsen deckungleich an dem Mitnehmer festlegbar, d.h. sie
beginnen bzw. enden jeweils an derselben axialen Position.
[0013] Um eine besonders einfache Konstruktion zu erhalten, können die beiden Treibstangen
nahezu identisch ausgebildet sein. Außerdem bietet die Ausbildung der Treibstangen
als identische Bauteile auch fertigungstechnische Vorteile und vereinfacht die Montage.
[0014] Besonders bevorzugt ist eine Variante, bei welcher die Treibstangen derart an dem
Mitnehmer festlegbar sind, dass sich quer zur Längsachse der Treibstangen ein Zwischenraum
zwischen den Treibstangen ausbildet. Dieser Zwischenraum kann z. B. als Durchgriff
für Befestigungsmittel der Treibstangen-Beschlagteilanordnung dienen. Beispielsweise
kann eine Stulpschiene, welche die in einer Beschlagnut verlaufende Treibstangen abdeckt,
mittels Befestigungsschrauben am Beschlagnutgrund befestigt sein, die dank des Zwischenraums
zwischen den Treibstangen hindurch zum Beschlagnutgrund geführt sein können. Vorteilhafterweise
können die Befestigungsmittel auch zur Befestigung der Funktionsbaugruppe dienen.
So kann z. B. eine Befestigungsschraube der Funktionsbaugruppe jenseits des Mitnehmers
im Bereich der Funktionsbaugruppe zwischen den Treibstangen durchgeführt sein, unabhängig
davon, wie weit vorstehend die Treibstangen gegenüber dem Mitnehmer festgelegt sind.
Generell ist aufgrund des Zwischenraums die ungehinderte Beweglichkeit der Treibstangen
zum Übertragen eines Betätigungshubes relativ zu den Befestigungsmitteln sichergestellt.
[0015] Vorzugsweise stellen die Treibstangen zwei getrennte Bauteile dar, die derart an
dem Mitnehmer festlegbar sind, dass sich über ihre gesamte Länge ein Zwischenraum
zwischen ihnen ausbildet.
[0016] Aus Stabilitätsgründen kann es aber auch vorteilhaft sein, wenn die beiden Treibstangen
wenigstens abschnittsweise mittels eines oder mehrerer Querstege, z. B. an einem oder
an beiden Enden, fest miteinander verbunden sind. Eine besonders feste Verbindung
mit fertigungstechnisch einfachen Mitteln ergibt sich, wenn die beiden Treibstangen
einstückig ausgebildet sind. Solche festen Querverbindungen bringen aber immer konstruktive
Einschränkungen aufgrund möglicher Kollisionen, z. B. mit Befestigungsschrauben, mit
sich.
[0017] Der Konflikt zwischen einerseits einem möglichst flexiblen Einsatz der Treibstangen,
bzw. einer möglichst großen Freiheit bei der Wahl der Befestigungsstellen, und andererseits
einer möglichst hohen Stabilität der Treibstangen-Anordnung wird durch eine besonders
bevorzugte Weiterbildung der Erfindung gelöst, indem wenigstens ein Abstandshalter
vorgesehen ist, der an unterschiedlichen axialen Positionen auf die Treibstangen aufsteckbar
ist. Je nach den sich ergebenden Einbauverhältnissen kann somit die optimale Position
des stabilisierenden Abstandshalters gewählt werden.
[0018] Besonders flexibel montierbar sind die Treibstangen bei einer Erfindungsbauart, bei
welcher die Treibstangen wenigstens weitgehend über ihre gesamte Länge mit einer Außenverzahnung
versehen sind. Vorteilhafterweise kann eine oder mehrere weitere Funktionsbaugruppe
flexibel auf die Treibstangen aufgesteckt werden. Insbesondere ist es außerdem vorteilhaft,
wenn die Außenverzahnung über die gesamte Länge durchgängig und einheitlich ausgebildet
ist. Die Treibstangen können auf diese Weise in Form von Meterware hergestellt werden.
Des Weiteren können die Treibstangen vorteilhafterweise derart ausgebildet sein, dass
sie im Wesentlichen symmetrisch ausgebildet sind, z. B. beidseitig mit einer übereinstimmenden
Verzahnung versehen. Dies ermöglicht den Einsatz der Treibstangen in jeder möglichen
Orientierung.
[0019] Damit zwei Treibstangen zugleich an einem Mitnehmer festlegt sein können, kann dieser
vorteilhafterweise zwei Aufnahmekammern aufweisen, die durch einen Mittelsteg getrennt
sind.
[0020] Durch eine besonders stabile Kopplung der Treibstange an dem Mitnehmer zeichnet sich
eine Variante aus, bei welcher der Mittelsteg an seinen Längsseiten zumindest abschnittsweise
eine mit einer Außenverzahnung der Treibstangen korrespondierende Verzahnung aufweist.
[0021] Ein niedrig bauender Mitnehmer ergibt sich bei einer Bauart der Erfindung, bei welcher
der Mittelsteg des Mitnehmers axial über die Seitenwände des Mitnehmers vorsteht und
der vorstehende Abschnitt des Mittelstegs zur Befestigung des Mitnehmers an der Funktionsbaugruppe
dient. Diese Maßnahme ermöglicht es, den Mitnehmer niedriger bauend auszuführen, da
die Funktionen "Kopplung der Treibstange" und "Befestigung des Mitnehmers an der Funktionsbaugruppe"
axial voneinander getrennt sind.
[0022] Ein besonders kompakt bauendes Ausführungsbeispiel ergibt sich, indem die Treibstange
in wenigstens einer Relativstellung an dem Mitnehmer festlegbar ist, in welcher sie
mit dem funktionsbauteilseitigen Ende axial über ein Funktionselement der Funktionsbaugruppe,
z. B. einem Verriegelungszapfen, vorsteht bzw. an diesem axial vorbeigeführt ist.
Der Bauraum im Bereich des Funktionselements wird auf diese Weise auch als Einschubraum
für die Treibstange genutzt.
[0023] Im Falle einer weiteren bevorzugten Erfindungsbauart weist die Funktionsbaugruppe
eine Funktionseinheit, z. B. ein Getriebegehäuse, auf, und ist zwischen der Funktionseinheit
und dem Mitnehmer ein axialer Einschubraum für die Treibstange vorgesehen, der an
einer Seite durch die Funktionseinheit begrenzt ist. In derjenigen Kopplungs-Stellung,
in welcher die Treibstange am weitesten über den Mitnehmer in die Funktionsbaugruppe
hinein ragt, grenzt sie daher zumindest in einer Hubstellung nahezu an die Funktionseinheit
an. Durch diese Maßnahme wird der Bauraum der Funktionsbaugruppe optimal als Einschubraum
genutzt.
[0024] Eine besonders kompakt bauende Bauart der Erfindung ergibt sich ebenfalls im Falle
eines weiteren Ausführungsbeispiels. In diesem Fall ist der Mitnehmer unmittelbar
an einer Funktionsbaugruppen-Treibstange befestigt, mit welcher eine Funktionseinheit
der Funktionsbaugruppe unmittelbar zusammenwirkt. Eine unmittelbare Verbindung von
Mitnehmer und Funktionsbaugruppen-Treibstange ergibt sich, wenn zwischen Mitnehmer
und Funktionsbaugruppen-Treibstange keine weitere Kopplungsstelle, sondern allenfalls
feste Verbindungen, wie Nietverbindungen, vorgesehen sind. Folglich sind weitere Bauteile
zur Kopplung, insbesondere zwischengeschaltete Längenadapter usw., zur Längeneinstellung
nicht erforderlich.
[0025] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen schematisch
dargestellt und werden nachfolgend mit Bezug zu den Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1:
- eine Treibstangen-Beschlagteilanordnung für einen Fensterflügel mit einer Eckumlenkung
und einer Schereneinheit,
- Fig. 2:
- einen Ausschnitt der Treibstangen-Beschlagteilanordnung aus Figur 1 in einer zweiten
Kopplungs-Stellung,
- Fig. 3:
- einen Ausschnitt der Treibstangen-Beschlagteilanordnung aus Figur 1 in einer anderen
Blickrichtung,
- Fig. 4:
- einen Abstandshalter der Treibstangen-Beschlagteilanordnung aus Figur 1,
- Fig. 5:
- einen Mitnehmer der Eckumlenkung der TreibstangenBeschlagteilanordnung aus Figur 1,
- Fig. 6:
- eine zweite Bauart eines Mitnehmers der Schereneinheit der Treibstangen-Beschlagteilanordnung
aus Figur 1,
- Fig. 7:
- eine dritte Bauart eines Mitnehmers der Schereneinheit der Treibstangen-Beschlagteilanordnung
aus Figur 1,
- Fig. 8:
- den Mitnehmer aus Figur 7 in einer anderen Blickrichtung,
- Fig. 9:
- einen Grundkörper einer vierten Bauart eines Mitnehmers für die Schereneinheit gemäß
Figur 1,
- Fig. 10:
- den Grundkörper aus Figur 9 in einer anderen Blickrichtung,
- Fig. 11:
- eine Kappe der vierten Bauart des Mitnehmers für die Schereneinheit aus Figur 1,
- Fig. 12:
- einen Grundkörper einer fünften Bauart eines Mitnehmers für eine Schereneinheit aus
Figur 1,
- Fig. 13:
- einen Ausschnitt der Eckumlenkung aus Figur 1 mit einer zweiten Bauart eines Mitnehmers,
- Fig. 14:
- einen Grundkörper der zweiten Bauart des Mitnehmers für die Eckumlenkung gemäß Figur
13 und
- Fig. 15:
- eine alternative Bauart einer Treibstange für eine Treibstangen-Beschlagteilanordnung.
Figur 1 zeigt eine längeneinstellbare Treibstangen-Beschlagteilanordnung 1 für ein
Fenster. Die Treibstangen-Beschlagteilanordnung 1 ist zur Montage an einer in Figur
1 nur angedeuteten Beschlagnut 2 in der Umfangsfläche eines Fensterflügels vorgesehen.
Bei der Treibstangen-Beschlagteilanordnung 1 handelt es sich daher um einen Teil eines
in der Beschlagnut 2 liegenden Fensterbeschlages. Aus Übersichtlichkeitsgründen sind
in Figur 1 nur einige Abschnitte der Deck- bzw. Stulpschienen 13 gezeigt, welche die
Treibstangen-Beschlagteilanordnung 1 im eingebauten Zustand verdecken.
[0026] Die Treibstangen-Beschlagteilanordnung 1 umfasst eine erste Funktionsbaugruppe in
Form einer Schereneinheit 3, welche in Figur 1 nur teilweise dargestellt ist. Außerdem
weist die Treibstangen-Beschlagteilanordnung 1 eine zweite Funktionsbaugruppe in Form
einer Eckumlenkung 4 auf. Die Schereneinheit 3 und die Eckumlenkung 4 sind mittels
zweier Treibstangen 5 und 6 miteinander verbunden.
[0027] Um die Treibstangen 5, 6 an der Schereneinheit 3 festzulegen, ist die Schereneinheit
3 mit einem verzahnten Mitnehmer 7 versehen. In Figur 1 ist die Treibstangen-Beschlagteilanordnung
1 in einer Stellung gezeigt, in welcher die Treibstangen 5, 6 relativ zu dem Mitnehmer
7 derart festgelegt sind, dass sie mit einem durch das Bezugszeichen 8 gekennzeichneten
Abschnitt über eine als Innenverzahnung 9 ausgebildete Verzahnung des Mitnehmers 7
seitens der Schereneinheit 3 axial vorstehen. Der Abschnitt 8 ragt folglich über die
Innenverzahnung 9 des Mitnehmers 7 entlang der Längsachsen 10 und 11 der Treibstangen
5, 6 in die Schereneinheit 3 hinein. Gemäß Figur 1 stehen die Treibstangen 5, 6 sogar
über ein Funktionselement der Schereneinheit 3 in Form eines Verriegelungszapfens
12 axial vor.
[0028] Wenn die Beschlagteilanordnung 1 an unterschiedlich großen Fensterflügeln montiert
wird, müssen die Eckumlenkung 4 und die Schereneinheit 3 eventuell unterschiedlich
weit voneinander beabstandet befestigt werden. Um dies zu ermöglichen, können die
Treibstangen 5, 6 in mehreren unterschiedlichen Relativstellungen an dem Mitnehmer
7 der Schereneinheit 3 festgelegt werden, in welchen sie jeweils unterschiedlich weit
über den Mitnehmer 7 axial in die Schereneinheit 3 (in Figur 1 nach rechts) vorstehen.
[0029] Die Verhältnisse im Bereich des Mitnehmers 7 der Schereneinheit 3, wenn die Treibstangen
5, 6 an dem Mitnehmer 7 in einer zweiten, beispielhaften Relativstellung festgelegt
werden, sind Figur 2 zu entnehmen. Gemäß Figur 2 ist die Schereneinheit 3 nur teilweise
auf die Treibstangen 5, 6 aufgeschoben. Die Treibstangen 5, 6 werden an dem Mitnehmer
7 in einer Relativstellung festgelegt, in welcher sie im Wesentlichen nicht über die
Innenverzahnung 9 des Mitnehmers 7 hinweg in die Schereneinheit 3 ragen. Die gezeigte
Kopplungs-Stellung bildet diejenige Kopplungs-Stellung, bei welcher der eingestellte
Abstand zwischen Eckumlenkung 4 und Schereneinheit 3 am Größten ist.
[0030] Zwar könnten die Treibstangen 5, 6 auch in einer Relativstellung an dem Mitnehmer
7 festlegt werden, bei welcher die Treibstangen 5, 6 nur teilweise mit der Innenverzahnung
9 des Mitnehmers 7 überlappen (in Figur 2 weiter nach links verschoben) und sich somit
ein noch größerer Abstand der Funktionsgruppen ergeben kann. Der Mitnehmer 7 ist aber
so dimensioniert, dass, um eine ausreichend stabile Kopplung zu gewährleisten, die
Innenverzahnung 9 des Mitnehmers 7 über ihre gesamte Länge genutzt werden sollte.
[0031] Aus Figur 2 ist ersichtlich, dass der Mitnehmer 7 der Schereneinheit 3 einen U-förmigen
Grundkörper 14 und einen Mittelsteg 15 aufweist. Sowohl die Innenseiten 16 der Seitenwände
17 des U-förmigen Grundkörpers 14 als auch die Längsseiten 18 des Mittelstegs 15 sind
mit einer Verzahnung versehen. Auf diese Weise bilden sich zwei Aufnahmekammern 19
zum Festlegen jeweils einer Treibstange 5, 6 aus, die durch den Mittelsteg 15 getrennt
sind. Der Mittelsteg 15 steht mit einem nicht verzahnten Befestigungsabschnitt 20
axial über die Seitenwände 17 des Grundkörpers 14 vor. Der Befestigungsabschnitt 20
ist an einer Seite mit zwei Befestigungsnieten versehen (nicht gezeigt), mittels derer
er mit einer Treibstange 22 der Schereneinheit 3 fest vernietet ist. Die Treibstange
22 der Schereneinheit 3 wirkt unmittelbar mit dem Verriegelungszapfen 12 und weiteren
nicht gezeigten Funktionselementen der Schereneinheit 3 zusammen. Die Schereneinheit
3 wird als Einheit werkseitig mit dem fest vernieteten Mitnehmer 7 ausgeliefert.
[0032] Die Treibstangen 5, 6 sind derart angeordnet, dass jeweils eine ihrer Schmalseiten
25 und 26 dem Nutgrund 27 (Figur 1) zugewandt ist. Beide Treibstangen 5, 6 verlaufen
folglich hochkant in der Beschlagnut 2. Die Treibstangen 5, 6 sind parallel zueinander
und entlang ihrer Längsachsen 10, 11 deckungsgleich an dem Mitnehmer 7 festgelegt.
Sie sind identisch ausgebildet und weisen über ihre gesamte Länge an beiden Breitseiten
28, 29 eine durchgehende Außenverzahnung 31 auf.
[0033] Zwischen den Treibstangen 5, 6 bildet sich ein Zwischenraum 30 aus. Insbesondere
sind die Treibstangen 5, 6 derart befestigt, dass sie über ihre gesamte Länge einen
einheitlichen Abstand zueinander aufweisen. Der Zwischenraum 30 ermöglicht es, Bauelemente
z. B. Befestigungsmittel, wie Befestigungsschrauben, zwischen den Treibstangen 5,
6 hindurch zuführen. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel verläuft der Zwischenraum
30 weitgehend mittig zur Beschlagnut 2. Daher können die Befestigungsmittel ebenfalls
mittig zwischen den Treibstangen 5, 6 durchgeführt werden. Ein außermittiger Verlauf
des Zwischenraums 30 ist aber ebenfalls denkbar. In diesem Fall kann auch die Befestigung
einer Stulpschiene mittels einer Befestigungsklammer von Vorteil sein.
[0034] Die erwähnten Befestigungsschrauben können insbesondere zur Befestigung des Beschlags
bzw. der Treibstangen-Beschlagteilanordnung 1 an dem Fensterflügel dienen. Ausnehmungen
32 für Befestigungsschrauben sind z. B. an den beiden Enden der Eckumlenkung 4 dargestellt
(Figur 1). Außerdem kann auch eine in Figur 1 nicht gezeigte Stulpschiene, welche
die Treibstangen 5, 6 zwischen der Eckumlenkung 4 und der Schereneinheit 3 abdeckt,
mit einer oder mehreren Ausnehmungen für eine Befestigungsschraube versehen sein.
Dank des Zwischenraums 30 zwischen den Treibstangen 5, 6 können die Befestigungsschrauben
an jeder axialen Position der Treibstangen 5, 6 zwischen ihnen hindurch zum Nutgrund
27 geführt werden.
[0035] Des Weiteren können aber auch im Bereich desjenigen Bauraums der Schereneinheit 3,
in welchen die Treibstangen 5, 6 abhängig von der jeweiligen Kopplungs-Stellung hineinragen
können, Befestigungsmittel vorgesehen sein, die zwischen den Treibstangen 5, 6 zum
Nutgrund 27 hindurch geführt sind.
[0036] Um die Quer-Stabilität der Treibstangen 5, 6 zu erhöhen, ist ein Abstandshalter 33
auf die Treibstangen lösbar aufgesteckt. Der Abstandshalter 33 kann an einer beliebigen
axialen Position auf die Treibstangen 5, 6 aufgesteckt werden. Zum Beispiel kann der
Abstandshalter 33 auch an dem in die Schereneinheit 3 ragenden Abschnitt 8 der Treibstangen
5, 6 aufgesteckt werden. Die variable Positionierung des Abstandshalters 33 ermöglicht,
dass der Abstandshalter 33 an einer Position aufgesteckt wird, in welcher er in Abhängigkeit
der konkreten Einbausituation nicht mit anderen Bauteilen, insbesondere Befestigungsschrauben
usw., kollidiert. Wenn erforderlich können auch mehrere Abstandshalter 33 verwendet
werden. Eine alternative Bauart eines Abstandshalters 33 kann auch speziell zum Aufstecken
auf die Enden der Treibstangen 5, 6 vorgesehen sein.
[0037] Figur 3 zeigt einen Ausschnitt der Treibstangen-Beschlagteilanordnung 1 im Bereich
des Abstandshalters 33 aus einer Blickrichtung gemäß Figur 1 von schräg oben. In Figur
4 ist der Abstandshalter 33 im Detail dargestellt. Er weist zwei Aufnahmenuten 34
für die Treibstangen 5, 6 auf. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Abstandshalter
33 mit keiner Innenverzahnung versehen. Dies ermöglicht ein Verschieben des Abstandshalters
33 entlang der Treibstangen 5, 6, sogar wenn die Treibstangen 5, 6 bei der Montage
schon auf dem am Nutgrund 27 angeordneten Abstandshalter 33 anliegen. Alternativ kann
der Abstandshalter 33 mit einer zur Verzahnung der Treibstangen 5, 6 korrespondierenden
Innenverzahnung versehen sein, damit er axial unverschieblich auf die Treibstangen
5, 6 aufgesteckt werden kann. Ähnlich wie ein innenverzahnter Abstandshalter kann
eine weitere Funktionsbaugruppe positionsvariabel mit den Treibstangen 5, 6 gekoppelt
werden.
[0038] Im Folgenden wird die Eckumlenkung 4 der Beschlagteilanordnung 1 näher erläutert
(Figur 1). Die Eckumlenkung 4 weist ein in einem c-förmigen Profil 40 geführtes Federband
41 auf, um einen Betätigungshub der Treibstangen 42, 43 um die Ecke des Fensterflügels
zu leiten und der Schereneinheit 3 sowie eventuell weiteren Funktionsbaugruppen zuzuführen.
An den Enden des Federbands 41 ist jeweils ein innenverzahnter Mitnehmer 44 mittels
einer Nietverbindung 45 befestigt. An dem der Schereneinheit 3 zugewandten Schenkel
46 kann die Eckumlenkung 4 z. B. einen Verriegelungszapfen 47 aufweisen.
[0039] Die beiden Mitnehmer 44 der Eckumlenkung 4 sind identisch ausgebildet. In Figur 5
ist eine Einzelansicht eines Mitnehmers 44 für die Eckumlenkung 4 gezeigt. Der Mitnehmer
44 weist einen Befestigungsabschnitt 48 mit zwei Bohrungen 49, 50 auf. Eine erste
Bohrung 49 dient zur Aufnahme eines Nietbolzens 51 (Figur 1), mittels dessen Federpakete
(nicht gezeigt) vernietet sind, die das hubübertragende Federband 41 bilden. Eine
zweite Bohrung 50 dient zur Aufnahme eines Nietbolzens 52, mittels dessen das Federband
41 und zugleich der Verriegelungszapfen 47 (Figur 1) an dem Mitnehmer 44 befestigt
sind. Insbesondere ist der Nietbolzen 52 von einem Schaftende des Verriegelungszapfens
41 gebildet. Des Weiteren weist der Mitnehmer 44 zwei innenverzahnte Aufnahmekammern
53 zum Festlegen jeweils eines Endes einer der Treibstangen 5, 6 auf.
[0040] Im Gegensatz zu dem Mitnehmer 7 der Schereneinheit 3 dienen die Mitnehmer 44 der
Eckumlenkung 4 nicht zur Längeneinstellung der Beschlagteilanordnung 1. Insbesondere
können die Treibstangen 5, 6 nicht in einer Relativstellung festgelegt werden, in
welcher sie über die Mitnehmer 44 hinaus in die Eckumlenkung 4 ragen. Bei einer abgewandelten
Bauart einer Beschlagteilanordnung kann die Längeneinstellung aber alternativ oder
ergänzend an der Eckumlenkung 4 erfolgen, indem diese mit einem oder auch zwei entsprechenden
Mitnehmern ausgebildet ist. Insbesondere kann eine Längeneinstellung an beiden Enden
der Treibstangen 5, 6 vorgesehen sein.
[0041] Generell können anstelle der gezeigten Funktionsbaugruppen 3, 4 andere Funktionsbaugruppen
unterschiedlichster Bau- und Funktionsweisen vorgesehen sein. Beispielsweise kann
ein Getriebe mittels eines Mitnehmers nach Bauart des Mitnehmers 7 der Schereneinheit
3 unmittelbar mit den in Figur 1 nach unten stehenden Treibstangen 42, 43 gekoppelt
sein. Vorzugsweise ist das Getriebe derart ausgebildet, dass zwischen einem Getriebegehäuse
und dem Mitnehmer des Getriebes ein axialer Einschubraum für die Treibstangen 42,
43 vorgesehen ist, der an einer Seite durch das Getriebegehäuse begrenzt ist. Die
Treibstangen 42, 43 können folglich derart an dem Mitnehmer festgelegt werden, dass
sie bis zum Getriebegehäuse in das Getriebebauteil ragen.
[0042] Weitere alternative Ausführungsarten von innenverzahnten Mitnehmern, welche derart
ausgebildet sind, dass an ihnen die Treibstangen 5, 6 derart festlegbar sind, dass
sie je nach Stellung unterschiedlich weit durch den Mitnehmer ragen, werden nachstehend
anhand der Figuren 6 bis 12 erläutert.
[0043] Der Mitnehmer 60 gemäß Figur 6 stimmt weitgehend mit dem aus den Figuren 1 und 2
gezeigten Mitnehmer 7 der Schereneinheit 3 überein. Im Unterschied zu dem dort gezeigten
Mitnehmer 7 weist der Mitnehmer 60 aber keine Verzahnung an den Seitenwänden 61 des
Mitnehmer-Grundkörpers 62 auf, sondern ist die Innenverzahnung 63 durch die Verzahnungen
an den Längsseiten 64 des Mittelstegs 65 gebildet. Die gezeigte Variante eines Mitnehmers
60 ist daher insbesondere beim Einsatz von Treibstangen von Vorteil, die ebenfalls
nur an einer Längsseite eine Verzahnung aufweisen.
[0044] Auch im Falle der in Figur 7 dargestellten Variante eines Mitnehmers 70 weisen die
Seitenwände 71 des Mitnehmers 70 keine Verzahnung auf. Die Innenverzahnung 72 des
Mitnehmers 70 ist in diesem Fall nur an den Längsseiten 73 des Mittelstegs 74 vorgesehen.
Außerdem ist, wie insbesondere aus der in Figur 8 gezeigten Ansicht ersichtlich ist,
der Grundkörper 75 des Mitnehmers 70 mit Befestigungsnieten 76 versehen. Ein Befestigungsabschnitt
20 wie bei der Ausführungsarten gemäß den Figuren 1 und 6 ist nicht vorgesehen. Der
Mitnehmer 70 ist daher kürzer, baut aber höher.
[0045] Eine weitere Alternative eines Mitnehmers zum Einstellen der effektiven Länge von
Treibstangen ist in den Figur 9 bis 11 gezeigt. Bei der gezeigten Variante handelt
es sich um einen zweiteiligen Mitnehmer. Ein erster in Figur 9 und 10 gezeigter Grundkörper
80 weist eine Grundplatte 81 und einen gegenüber der Grundplatte 81 vorstehenden,
an den Längsseiten 82 verzahnten Mittelsteg 83 auf. Des Weiteren umfasst der Mitnehmer
die in Figur 11 gezeigte Kappe 84, deren Seitenwände 85 mit einer Verzahnung 86 versehen
sind, die zusammen mit der Verzahnung 87 an den Längsseiten des Mittelstegs 83 die
Innenverzahnung des Mitnehmers bilden.
[0046] Zur Montage dieser Variante werden die Treibstangen 5, 6 in der gewünschten Position
an den Grundkörper 80 angelegt und durch Aufsetzen der Kappe 84 gesichert. Anschließend
wird die Kappe 84 mittels eines an dem Grundkörper 80 vorgesehen Nietbolzens 88, der
in eine Ausnehmung 89 der Kappe 84 ragt, fest vernietet. Es ergibt sich eine besonders
funktionssichere Kopplung von Mitnehmer und Treibstangen 5, 6. Nachteilig ist aber,
dass der Nietvorgang in der Regel nicht von einem Fenstermonteur bei der Montage der
Beschlagteilanordnung 1 an dem Fensterflügel durchgeführt werden kann, sondern bereits
vorab erfolgen muss.
[0047] Des Weiteren ist aus Figur 10 ersichtlich, dass die Befestigung des Mitnehmer-Grundkörpers
80 an der Funktionsbaugruppen-Treibstange 22 etwas anders ausgebildet ist als bei
den vorstehend beschriebenen Mitnehmern 7, 60, 70.
[0048] Eine weitere Variante eines Grundkörpers 90 eines Mitnehmers, der ein längeneinstellbares
Festlegen von Treibstangen 5, 6 ermöglicht, ist Figur 12 zu entnehmen. Auch im Falle
dieser Variante wird bei der Montage der Treibstangen 5, 6 die in Figur 11 gezeigte
Kappe 84 aufgesetzt und mit dem Grundkörper 90 vernietet. Der Nietbolzen zum Befestigen
der Kappe 84 ist in Figur 12 nicht zu sehen. Vielmehr sind die beiden Nietbolzen 91
zur Befestigung des Grundkörpers 90 an der Funktionsbaugruppen-Treibstange 22 dargestellt.
[0049] Sämtlichen gezeigten Mitnehmern ist gemein, dass sie eine zu koppelnde Treibstange
umgreifen und an wenigstens einer der Treibstange zugewandten Längsfläche der umgreifenden
Wände mit einer Verzahnung versehen sind, die die Innenverzahnung des Mitnehmers bildet.
[0050] Eine alternative Bauart des Mitnehmers 100 auf Seiten der Eckumlenkung 4 wird anhand
der Figuren 13 und 14 erläutert. Auch in diesem Fall handelt es sich um einen im Wesentlichen
zweiteiligen Mitnehmer 100. Ein erster in Figur 14 im Einzelnen gezeigter Grundkörper
101 des Mitnehmers 100 wird zunächst mittels einer Niete 102 (Figur 13) an dem Federband
41 der Eckumlenkung 4 befestigt. Insofern stimmt die Variante des Mitnehmers 100 mit
dem vorstehenden beschriebenen Mitnehmer 44 überein. Im Unterschied zu dem Mitnehmer
44 wird bei dem Mitnehmer 100, nachdem die Enden der Treibstangen 5, 6 an dem Grundkörper
101 in die Innenverzahnung 103 eingelegt wurden, eine Kappe 104 aufgesetzt und mit
dem Grundkörper 101 vernietet. Die Kappe 104 ist baugleich mit der in Figur 11 gezeigten
Kappe 84. Es ergibt sich die in Figur 13 gezeigte Anordnung.
[0051] Bei einer weiteren alternativen Bauart einer Eckumlenkung können die Treibstangen
5, 6 auch unmittelbar, z. B. mittels einer Nietverbindung, an dem Federband 41 befestigt
sein. Vorzugweise sind die Treibstangen 5, 6 in diesem Fall an den der Eckumlenkung
zugeordneten Enden mittels eines Quersteges fest miteinander verbunden, oder sogar
an diesen Enden einstückig ausgebildet.
[0052] Des Weiteren ist es auch denkbar, dass ein Mitnehmer mit den Treibstangen 5, 6 fest
verbunden ist und zum Koppeln der Treibstangen 5, 6 die Eckumlenkung eine abschnittsweise
außenverzahnte Treibstange aufweist, die unmittelbar mit dem Federband der Eckumlenkung
verbunden ist und in welche der Mitnehmer eingelegt werden kann.
[0053] Im Falle der in Figur 1 gezeigten Treibstangen-Beschlagteilanordnung 1 sind die Mitnehmer
7, 44 derart an den Funktionsbaugruppen 3, 4 befestigt, dass die Mitnehmer 7, 44 bei
der Montage auf die in der Beschlagnut 2 angeordneten Treibstangen 5, 6 aufgesteckt
werden können. Die zum Einlegen der Treibstangen 5, 6 vorgesehene Seite der Mitnehmer
7, 44 (offene Seite) ist folglich dem Nutgrund 27 zugewandt. Alternativ kann ein Mitnehmer
aber auch derart an einer Funktionsbaugruppe, z. B. mittels einer Nietverbindung,
befestigt sein, dass dessen offene Seite von dem Nutgrund abgewandt ist. Diese Anordnung
hat den Vorteil, dass die offene Seite des Mitnehmers durch eine Deckschiene der Funktionsbaugruppe
abgedeckt sein kann und somit ein unerwünschtes Herausrutschen der Treibstangen aus
dem Mitnehmer durch die Deckschiene sicher verhindert werden kann. Bei der Montage
müssen die Treibstangen in einer erforderlichen Stellung an dem Mitnehmer festlegt
werden und erst anschließend wird der Mitnehmer an der Funktionsbaugruppe befestigt,
insbesondere mit dieser vernietet.
[0054] Schließlich zeigt Figur 15 eine Variante einer Treibstange 110, welche nicht hochkant
sondern in einer liegenden Anordnung montierbar ist. In diesem Fall ist die Treibstange
110 nicht an ihren Breitseiten 111, sondern an ihren Schmalseiten 112 mit einer Verzahnung
versehen. Die funktionsbauteilseitigen Mitnehmer sind dementsprechend auszubilden.
1. Längeneinstellbare Treibstangen-Beschlagteilanordnung (1) für ein Fenster, eine Tür
oder dergleichen, die eine Funktionsbaugruppe (3) aufweist, welche mit einem verzahnten
Mitnehmer (7, 60, 70) versehen ist, mittels dessen eine wenigstens abschnittsweise
außenverzahnte Treibstange (5, 6) in unterschiedlichen axialen Stellungen relativ
zur Funktionsbaugruppe (7) festlegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Treibstange (5, 6) in mehreren unterschiedlichen Relativstellungen an dem Mitnehmer
(7, 60, 70) festlegbar ist, in welchen die Treibstange (5, 6) funktionsbauteilseitig
jeweils unterschiedlich weit über die Verzahnung (9, 63, 72) des Mitnehmers (7, 60,
70) axial vorsteht.
2. Treibstangen-Beschlagteilanordnung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Treibstange (5, 6) leistenförmig ausgebildet ist und an dem Mitnehmer (7, 60,
70) derart festlegbar ist, dass eine Schmalseite (25, 26) der Treibstange (5, 6) einem
Nutgrund (27) einer Beschlagnut (2) zugeordnet ist, wenn die Treibstangen-Beschlagteilanordnung
(1) an der Beschlagnut (2) montiert ist.
3. Treibstangen-Beschlagteilanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zu der Treibstange (5) eine weitere Treibstange (6) an dem Mitnehmer (7,
60, 70) festlegbar ist.
4. Treibstangen-Beschlagteilanordnung (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Treibstangen (5, 6) derart an dem Mitnehmer (7, 60, 70) festlegbar sind, dass
sich quer zu den Längsachsen (10, 11) der Treibstangen (5, 6) ein Zwischenraum (30)
zwischen den Treibstangen (5, 6) ausbildet.
5. Treibstangen-Beschlagteilanordnung (1) nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Abstandshalter (33) vorgesehen ist, der an unterschiedlichen axialen
Positionen auf die Treibstangen (5, 6) aufsteckbar ist.
6. Treibstangen-Beschlagteilanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Treibstange(n) (5, 6) im Wesentlichen über ihre gesamte Länge eine Außenverzahnung
aufweist bzw. aufweisen.
7. Treibstangen-Beschlagteilanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmer (7, 60, 70) zwei Aufnahmekammern (19), jeweils zum Aufnehmen und Festlegen
einer Treibstange (5, 6), aufweist, die durch einen Mittelsteg (15, 65, 74, 83, 90)
voneinander getrennt sind.
8. Treibstangen-Beschlagteilanordnung (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Mittelsteg (15, 65, 74, 83, 90) an seinen Längsseiten (18, 64, 73, 83) zumindest
abschnittsweise eine mit der Verzahnung (31) der Treibstangen (5, 6) korrespondierende
Verzahnung aufweist.
9. Treibstangen-Beschlagteilanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Mittelsteg (15, 65) des Mitnehmers (7, 60) über die Seitenwände (17, 61) des
Mitnehmers (7, 60) axial vorsteht, und der vorstehende Abschnitt (20) des Mittelstegs
(15, 65) vorzugsweise zur Befestigung des Mitnehmers (7, 60) an der Funktionsbaugruppe
(3) dient.
10. Treibstangen-Beschlagteilanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionsbaugruppe (3) ein Funktionselement, beispielsweise einen Verriegelungszapfen
(12), aufweist, und die Treibstange (5, 6) derart an dem Mitnehmer (7, 60, 70) festlegbar
ist, dass sie in wenigstens einer Relativstellung funktionsbauteilseitig axial über
das Funktionselement vorsteht.
11. Treibstangen-Beschlagteilanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionsbaugruppe eine Funktionseinheit, beispielsweise ein Getriebegehäuse,
aufweist, und dass zwischen der Funktionseinheit und dem Mitnehmer ein axialer Einschubraum
für die Treibstange(n) vorgesehen ist, der an einer Seite durch die Funktionseinheit
begrenzt ist.
12. Treibstangen-Beschlagteilanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmer (7, 60, 70) unmittelbar an einer Funktionsbaugruppen-Treibstange (22)
befestigt ist, mit welcher eine Funktionseinheit und/oder ein Funktionselement (12)
der Funktionsbaugruppe (3) unmittelbar zusammenwirkt.