[0001] Die Erfindung betrifft eine Einbruchsicherung für eine Tür oder ein Fenster, vorzugsweise
zur Anbringung im bandseitigen Bereich des Falzes zwischen Flügelrahmen und Blendrahmen,
mit ineinander greifenden Sicherungsprofilen, die am Flügelrahmen bzw. am Blendrahmen
angeschlossen sind.
[0002] Eine derartige Einbruchsicherung ist beispielsweise aus der
DE 10 2004 030 137 bekannt. Durch die dort beschriebene Maßnahme wird erreicht, dass ein Eindringen
von Einbruchwerkzeugen zwischen dem Blend- und dem Flügelrahmen im Falzbereich erschwert,
wenn nicht gar verhindert wird.
[0003] Allerdings führt die dort beschriebene Einbruchsicherung zu einer konstruktiven Begrenzung
der thermischen Trennung und ist außerdem mit einem erhöhten Montageaufwand verbunden;
darüber hinaus setzt sich das dort verwendete sicherurngsprofil aus unterschiedlich
geformten Teilen zusammen, wodurch der Aufwand an Lagerhaltung erhöht ist.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine inbruchsicherung der eingangs
genannten Art dahingehend zu verbessern, dass die Montage vereinfacht und nur ein
einheitliches Sicherungsprofil zum Einsatz kommt.
[0005] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, dass jedes der beiden Sicherungsprofile
mit wenigstens je einer zum jeweils anderen Sicherungsprofil hin vorstehenden Sperrleiste
sowie einer Aufnahmenut versehen ist, wobei die Sperrleiste des jeweils einen Sicherungsprofils
in die Aufnahmenut des jeweils anderen Sicherungsprofils greift.
[0006] Der durch die Erfindung erreichte Vorteil besteht im wesentlichen darin, dass als
sicherungsprofile einander ergänzende Profilleisten eingesetzt werden können, wobei
die jeweils als Vorsprung ausgebildete Sperrleiste wechselseitig in die Aufnahmenut
des anderen sicherungsprofils vorsteht.
[0007] In vorteilhafter und daher bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung besteht dabei
jedes der beiden Sicherungsprofile aus Kunststoff, ferner sind die Sicherungsprofile
im Bereich der thermischen Trennung angebracht, ohne die wärmedämmung zu beeinträchtigen.
[0008] Vorteilhaft ist es hierbei im Rahmen der Erfindung, wenn die Sperrleiste eine sich
zu ihrem freien, in die Aufnahmenut vorstehenden Rand hin verjüngende, trapezförmige
Querschnittsgestalt aufweist.
[0009] Insbesondere empfiehlt es sich hierbei, dass die Breite und Höhe der Sperrleiste
so auf die Breite und Tiefe der Aufnahmenut angepasst sind, dass das Sicherungsprofil
sich konturangepasst in ein formgleiches, jedoch komplementär auf Umschlag angeordnetes
Sicherungsprofil einfügt. Dann besteht der Vorteil, ein einheitliches Sicherungsprofil
verwenden zu können, das jeweils nur in entgegengesetzter Ausrichtung, also auf Umschlag,
sich in das zweite Sicherungsprofil einpasst.
[0010] Um der Sperrleiste eine ausreichende Festigkeit zu geben, empfiehlt es sich, dass
die Sperrleiste mit wenigstens einer formstabilisierenden Querrippe versehen ist.
[0011] Weiter ist es aus Gründen der gebotenen Formsteifigkeit günstig, wenn das Sicherungsprofil
im Bereich der Sperrleiste und des Aufnahmenutbodens mit am Rahmen aufsitzenden Stützleisten
versehen ist.
[0012] Für eine einfache Montage empfiehlt es sich, dass das Sicherungsprofil an seinen
beiden Längsrändern mit Klemmelementen versehen ist, die an gleich ausgebildeten Profilhinterschneidungen
sowohl des Blend- als auch des Flügelrahmens einrasten. Damit kann nicht nur das gleiche
Sicherungsprofil sowohl am Blendrahmen wie auch am Flügelrahmen zum Einsatz kommen;
darüber hinaus bedarf es weder am Blend- noch am Flügelrahmen zusätzlicher Befestigungsmittel,
da beide Rahmen zum unmittelbaren
[0013] Anschluß des Sicherungsprofils eingerichtet sind.
[0014] Nach einer ersten Ausgestaltungsform der Erfindung können die Sicherungsprofile sich
über die gesamte Länge des Blend-/Flügelrahmens erstrecken. Soweit jedoch nur Teilbereiche
zu schützen sind, ist es ebenso möglich, dass die Sicherungsprofile nur in angriffsgefährdeten
Bereichen, insbesondere im Bereich der Bänder vorgesehen sind. Dann ist es weiter
zweckmäßig, wenn zwischen den Sicherungsprofilen flache Abdeckprofile angeordnet sind.
[0015] Grundsätzlich können diese Sicherungsprofile an allen üblichen Rahmen eingesetzt
werden; insbesondere ist es im Rahmen der Erfindung auch möglich, dass der Rahmen
als Verbundprofil mit wenigstens zwei über Dämmstege miteinander verbundenen Metallprofilen
ausgebildet ist, wobei das Sicherungsprofil an den beiden Metallprofilen verankert
ist.
[0016] Zur weiteren Erhöhung des Einbruchwiderstandes können Verstärkungsprofile in die
Hohlkammern der Sperrleisten bzw. in den Kammern zwischen den Stützleisten eingefügt
sein. Alternativ kann die Hohlkammer mit Kunststoff, z.B. Kleber, verfüllt sein.
[0017] Im Folgenden wird die Erfindung an in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert; es zeigen:
- Fig. 1
- die Einbruchsicherung nach der Erfindung im Querschnitt dargestellt,
- Fig. 2
- eine perspektivische Darstellung eines
- Fig. 3
- Flügel-/Blendrahmens, ebenfalls geschnitten dargestellt, eine alternative Ausführungsform
mit nur in Teilbereichen eingesetzer Einbruchsicherung in der Fig. 1 entsprechender
Darstellung,
- Fig. 4
- den Gegenstand nach Fig. 3 in der Fig. 2 entsprechender Darstellung,
- Fig. 5
- ein einzelnes Sicherungsprofil um Querschnitt,
- Fig. 6
- den Gegenstand nach Fig. 5 in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 7
- ein einzelnes Sicherungsprofil, wobei die Hohlkammer vollständig mit Kunststoff gefüllt
ist.
[0018] Die in der zeichnung nur teilweise dargestellten Rahmen bilden einen Flügelrahmen
1 sowie einen Blendrahmen 2 für eine Tür oder ein Fenster. Dabei sind der Flügelrahmen
1 und der Blendrahmen 2 mit einer Einbruchsicherung versehen, durch die verhindert
wird, dass mit einem Einbruchswerkzeug der zwischen dem Flügelrahmen 1 und dem Blendrahmen
2 gebildete Falz durchdrungen werden kann.
[0019] Im Einzelnen sind dazu der Flügelrahmen 1 und der Blendrahmen 2 mit ineinander greifenden
Sicherungsprofilen 3 versehen, die am Flügelrahmen 1 bzw. am Blendrahmen 2 angeschlossen
sind.
[0020] wie sich aus Fig. 1 und insbesondere aus den Fig. 5 und 6 ersehen lässt, ist jedes
der beiden Sicherungsprofile 3 mit wenigstens je einer zum jeweils anderen Sicherungsprofil
3 hin vorstehenden Sperrleiste 4 sowie mit einer Aufnahmenut 5 versehen. Dabei greift
die Sperrleiste 4 des jeweils einen Sicherungsprofils 3 in die Aufnahmenut 5 des jeweils
anderen Sicherungsprofils 3.
[0021] Die Sperrleiste 4 besitzt dabei eine trapezförmige Querschnittsgestalt, wobei sie
sich zu ihrem freien, in die Aufnahmenut 5 des anderen Sicherungsprofils 3 hin vorstehenden
Rand verjüngt. Dabei sind die Breite und die Höhe der Sperrleiste 4 so auf die Breite
und Tiefe der Aufnahmenut 5 angepasst, dass das Sicherungsprofil 3 sich konturangepaßt
in ein formgleiches, jedoch komplementär auf Umschlag angeordnetes Sicherungsprofil
3 einfügt, wie dies insbesondere auch aus der Fig. 1 zu ersehen ist.
[0022] Um der Sperrleiste 4 eine ausreichende Festigkeit zu geben, ist sie mit einer formstabilisierenden
Querrippe 6 versehen. Weiter ist das Sicherungsprofil 3 im Bereich der Sperrleiste
4 und des Aufnahmenutbodens 5.1 mit Stützleisten 7 versehen, die am Rahmen 1,2 aufsitzen.
[0023] Um das Sicherungsprofil 3 an den Rahmen 1,2 zu befestigen, ist es an seinen beiden
Längsrändern mit Klemmelementen 8 versehen, die an Profilhinterschneidungen 9 des
Blend-/flügelrahmens 1,2 einrasten. Hierbei kann es sich im einfachsten Fall um L-förmige
Leisten handeln, die am Blend-/Flügelrahmen 1,2 vorstehen.
[0024] Bei der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsform erstrecken sich die Sicherungsprofile
3 über die gesamte Länge des Blend-/Flügelrahmens 1,2, während bei der Ausführungsform
nach den Fig. 3 und 4 die Sicherungsprofile 3 sich nur über einen Teilbereich erstrecken.
Dies ist insbesondere dann ausreichend, wenn derartige Sicherungsprofile 3 nur in
angriffsgefährdeten Bereichen, beispielsweise also im Bereich der Bänder erforderlich
sind. In diesem Fall empfielt es sich jedoch, dass zwischen den Sicherungsprofilen
3 flache Abdeckprofile 10 angeordnet sind, die in entsprechender Weise an ihren Längsrändern
mit gleich gestalteten Klemmelementen 8 versehen sein können.
[0025] Grundsätzlich lassen sich diese Sicherungsprofile 3 an jeder Art von Blend-/Flügelrahmen
1,2 anbringen; insbesondere sind sie auch geeignet für Rahmen 1,2, die als Verbundprofil
mit wenigstens zwei über Dämmstege 11 miteinander verbundenen Metallprofilen 12 ausgebildet
sind, wie dies bei den Ausführungsbeispielen der Fall ist. Hierbei ist das Sicherungsprofil
3 mit seinen Rändern jeweils an beiden Metallprofilen 12 verankert.
[0026] In die Hohlkammer der Sperrleisten 4 können Verstärkungsprofile 13 eingebracht sein,
wie in Figur 5 dargestellt. Desweiteren können Verstärkungsprofile 13 in den Kammern
zwischen den Stützleisten 7 vorgesehen sein.
[0027] Alternativ kann die Hohlkammer mit Kunststoff 14 befüllt sein, wie dies in der Fig.
7 dargestellt ist.
1. Einbruchsicherung für eine Tür oder ein Fenster, vorzugsweise zur Anbringung im bandseitigen
Bereich des Falzes zwischen Flügelrahmen (1) und
Blendrahmen (2), mit ineinandergreifenden Sicherungsprofilen (3), die am Flügelrahmen
(1) bzw. am Blendrahmen (2) angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, daß jedes der beiden Sicherungsprofile (3) mit wenigstens je einer zum jeweils anderen
Sicherungsprofil (3) hin vorstehenden Sperrleiste (4) sowie einer Aufnahmenut (5)
versehen ist, wobei die Sperrleiste (4) des jeweils einen Sicherungsprofils (3) in
die Aufnahmenut (5) des jeweils anderen Sicherungsprofils (3) greift.
2. Einbruchsicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedes der beiden Sicherungsprofile aus Kunststoff besteht, und daß die Sicherungsprofile
im Bereich der thermischen Trennung angebracht sind, ohne die Wärmedämmung zu beeinträchtigen.
3. Einbruchsicherung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrleisten (4) eine sich zu ihrem freien, in die Aufnahmenut (5) vorstehenden
Rand hin verjüngende, trapezförmige Querschnittsgestalt aufweist.
4. Einbruchsicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Breite und Höhe der Sperrleiste (4) so auf die Breite und Tiefe der Aufnahmenut
(5) angepasst sind, dass das Sicherungsprofil (3) sich konturangepasst in ein formgleiches,
jedoch komplementär auf Umschlag angeordnetes Sicherungsprofil (3) einfügt.
5. Einbruchsicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrleiste (4) mit wenigstens einer formstabilisierenden Querrippe (6) versehen
ist.
6. Einbruchsicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungsprofil (3) im Bereich der Sperrleiste (4) und des Aufnahmenutbodens
(5.1) mit am Rahmen aufsitzenden Stützleisten (7) versehen ist.
7. Einbruchsicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungsprofil (3) an seinen beiden Längsrändern mit Klemmelementen (8) versehen
ist, die an gleich ausgebildeten Profilhinterschneidungen (9) sowohl des Blend- als
auch des Flügelrahmens (1,2) einrasten.
8. Einbruchsicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlkammer der Sperrleiste 4) mit Kunststoff (14) gefüllt ist.
9. Einbruchsicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass in der Hohlkammer der Sperrleisten (4) bzw. in den Kammern zwischen den Stützleisten
(7) Verstärkungsprofile (13) eingebracht sind.
10. Einbruchsicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungsprofile (3) sich über die gesamte Länge des Blend-/Flügelrahmens (1,2)
erstrecken.
11. Einbruchsicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungsprofile (3) nur in angriffsgefährdeten Bereichen, insbesondere im Bereich
der Bänder vorgesehen sind.
12. Einbruchsicherung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Sicherungsprofilen (3) flache Abdeckprofile (10) angeordnet sind.
13. Einbruchsicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (1,2) als Verbundprofil mit wenigstens zwei über Dämmstege (11) miteinander
verbundenen Metallprofilen (12) ausgebildet ist, wobei das Sicherungsprofil (3) an
den beiden Metallprofilen (12) verankert ist.