[0001] Die Erfindung betrifft einen Türfeststeller für Kraftfahrzeuge, mit
- einer Türhaltestange,
- einem Haltergehäuse mit einer Durchtrittsöffnung für die Türhaltestange und
- einer in dem Haltergehäuse angeordneten Rasteinheit, die zwei durch ein Federelement
in Richtung auf die Türhaltestange vorgespannte, verschwenkbar gelagerte Rastschwingen
mit jeweils einem Rastelement aufweist, die mit Rastnuten an der Türhaltestange in
Eingriff bringbar sind.
[0002] Bekannte Türfeststeller der eingangs genannten Art sind in vielfältigen Ausgestaltungen
aus dem Stand der Technik bekannt. So offenbart die
DE 29717 283 U1 einen Türfeststeller, bei dem die Rastschwingen durch Federelemente vorgespannt sind,
die mit ihrem den Rastschwingen gegenüberliegenden Ende innerhalb des Haltergehäuses
abgestützt sind, so dass die Rastschwingen an gegenüberliegenden Seiten der Türhaltestange
anliegen, welche in Längsrichtung der Türhaltestange betrachtet mit im Abstand voneinander
angeordneten Rastnuten versehen sind.
[0003] Aufgrund des nur begrenzten Bauraums weist dieser Türfeststeller den Nachteil auf,
dass die erzielbaren Haltekräfte insbesondere bei großvolumigen Fahrzeugtüren, wie
bspw. bei LKW-Türen, nicht ausreichend sind, um diese zuverlässig in den durch die
Rastnuten festgelegten Öffnungspositionen gegenüber einer Fahrzeugkarosserie zu arretieren.
Darüber hinaus bedingt der komplexe Aufbau, insbesondere die an zwei gegenüberliegenden
Seiten mit Rastnuten versehene Türhaltestange hohe Herstellungskosten für den Türfeststeller.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Türfeststeller bereitzustellen, der
hohe Haltekräfte aufweist und sich dabei kostengünstig herstellen lässt und nur einen
geringen Bauraum beansprucht.
[0005] Die Erfindung löst die Aufgabe durch einen Türfeststeller mit den Merkmalen des Anspruchs
1. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0006] Kennzeichnend für den erfindungsgemäßen Türfeststeller ist, dass die Rastschwingen
derart zueinander und gegenüber der Türhaltestange angeordnet sind, dass die Rastelemente
gemeinsam mit einer Rastnut in Eingriff bringbar sind. Erfindungsgemäß sind die Rastschwingen
danach derart relativ gegenüber der Türhaltestange verschwenkbar angeordnet, dass
beide Rastschwingen gemeinsam mit ihren Rastelementen im Wesentlichen zeitgleich mit
derselben Rastnut an der Türhaltestange zusammenwirken, wenn diese in Folge einer
Öffnungs- oder Schließbewegung einer mit dem Türfeststeller ausgestatteten Fahrzeugtür
gegenüber einer Fahrzeugkarosserie relativ gegenüber den Rastschwingen verstellt wird.
[0007] Diese Ausgestaltung der Erfindung ermöglicht es, die Türhaltestange nur mit an einer
Seitenfläche angeordneten Rastnuten zu versehen. Die Rastierungskraft wird dabei durch
zwei Rastschwingen gewährleistet, welche jeweils mit einem separaten Federelement
derart in Richtung auf die Türhaltestange vorgespannt sind, dass die Rastelemente
an ein und derselben Anlagefläche der Türhaltestange anliegen. Dies ermöglicht es,
das Haltergehäuse besonders klein auszugestalten, welches darüber hinaus zur Führung
der Haltestange verwendbar ist. Gleichzeitig ermöglicht der gegenüber herkömmlichen
Haltergehäusen erzielte Bauraumvorteil aufgrund der einseitigen Anordnung der Rastschwingen
die Verwendung größerer Federelemente zur Erzielung einer gewünschten Haltekraft,
ohne dass es zu einem gegenüber herkömmlichen Türfeststellern erhöhten Bauraum kommt.
Dabei können auch sehr hohe Haltekräfte realisiert werden, wie sie bspw. im LKW-Bereich
erforderlich sind.
[0008] Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass sich die Türhaltestange aufgrund ihrer nur
einerseits mit Rastnuten versehenen Ausgestaltung besonders kostengünstig herstellen
lässt. Darüber hinaus ermöglicht die erfindungsgemäße Ausgestaltung mit einem hohen
Genauigkeits- und Feinheitsgrad, u. a. durch die Auswahl der Federelemente, eine unveränderliche
Grundeinstellung, was es wiederum erlaubt, die diesbezüglichen Kundenanforderungen
vollständig umzusetzen.
[0009] Die Anordnung der Rastschwingen ist - sofern gewährleistet ist, dass diese gemeinsam
mit jeweils einer Rastnut zusammenwirken - grundsätzlich frei wählbar. Nach einer
besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Rastschwingen jedoch
derart angeordnet, dass deren Schwenkbewegung beim Zusammenwirken der Rastelemente
mit der Rastnut gegenläufig verläuft. Gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung sind
die Schwenkachsen, an denen die Rastschwingen verstellbar gelagert sind, derart gegenüber
der Türhaltestange angeordnet, dass die Schwenkbewegung, bzw. Drehrichtung der Restschwingen
beim Zusammenwirken mit der Rastnut, nämlich sowohl beim Ineingriffgelangen als auch
beim Außereingriffgelangen mit den Rastnuten jeweils entgegengesetzt verläuft. D.
h., während die eine Rastschwinge beim Hineingleiten des Rastelements in die Rastnut
bspw. eine im Uhrzeigersinn gerichtete Schwenkbewegung ausführt, vollzieht die andere
Rastschwinge eine entgegengesetzt, d. h. gegen den Uhrzeigersinn gerichtete Schwenkbewegung.
Im Falle einer Weiterbewegung der Türhaltestange, bei der die Rastelemente der Rastschwingen
aus der Rastnut herausgelangen kehrt sich die Bewegungsrichtung der Rastschwingen
jeweils um, so dass diese auch in diesem Fall gegenläufig gerichtet sind.
[0010] Eine entsprechende Ausgestaltung der Erfindung bewirkt, dass bei einer symmetrisch
verlaufenden Rastnut das Rastierungsverhalten unabhängig von der Bewegungsrichtung
der Türhaltestange im Wesentlichen identisch ist. In Abhängigkeit von der Ausgestaltung
der Rastnut, d. h. bspw. der Steilheit der Flanken oder des Radius kann somit in einfacher
Weise das gewünschte Rastverhalten festgelegt werden. Wesentlich ist dabei, dass in
jedem Fall bei einer symmetrischen Ausgestaltung der Rastnut gegenüber einer Vielzahl
bisher bekannter Systeme keine asymmetrischen Kraftverläufe in Zug- und Druckrichtung
des Türfeststellers auftreten. Das bedeutet, dass beim Öffnen und Schließen der Tür
bei gleicher Rastnutauslegung in Öffnungs- und Schließrichtung identische Rastkräfte
erzeugt werden. Dieses kann von fast gleichzeitigem Einlaufen der Rastnut mit einem
starken Rastverhalten bis zu einem stark versetzten Einlauf mit einem weichen Rastverhalten
eingestellt werden, wobei die Einstellung hierzu an der Rastnut der Türhaltestange
erfolgt.
[0011] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weisen eine oder mehrere Rastnuten
einen asymmetrischen Querschnitt auf. Diese Ausgestaltung erweitert die Gestaltungsmöglichkeit
des Türfeststellers in ergänzender Weise, wobei die asymmetrische Form die Festlegung
unterschiedlicher Kräfte zum Öffnen und Schließen der Tür aus den jeweiligen Rastpositionen
heraus erlaubt. Die vorteilhafte Ausgestaltung der Rastnuten ermöglicht es somit in
besonderer Weise, den Türfeststeller an die unterschiedlichsten konstruktiven Vorgaben
anzupassen.
[0012] Die Anordnung, Ausrichtung sowie Ausgestaltung der Rastnuten an der Türhaltestange
ist grundsätzlich frei wählbar. Neben einer üblicherweise parallel zu einer Schwenkachse
der Tür erfolgenden Anordnung im Querschnitt in der Regel symmetrischer Rastnuten,
ist es auch möglich, die Rastnuten senkrecht oder in einem beliebigen Winkel zu der
Schwenkachse anzuordnen. Die einzelnen Rastnuten können dabei sowohl identisch oder,
nach einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung, abweichend voneinander
ausgestaltet sein, so dass jeweils unterschiedliche Bedienkräfte erforderlich sind,
um die Tür in Abhängigkeit von der Rastposition zu verschwenken. Gemäß dieser Weiterbildung
werden die Anpassungsmöglichkeiten des erfindungsgemäßen Türfeststellers in ergänzender
Weise erhöht.
[0013] Die Anordnung der Rastschwingen derart, dass die an den Rastschwingen angeordneten
Rastelemente gemeinsam mit jeweils einer Rastnut zusammenwirken ist ebenfalls grundsätzlich
frei wählbar. Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind
die Rastschwingen jedoch an parallel und im Abstand zueinander sowie senkrecht zur
Türhaltestange angeordneten Schwenkachsen gelagert. Eine entsprechende Ausgestaltung
des Türfeststellers ermöglicht eine einfache Anordnung der Rastschwingen in der erfindungsgemäßen
Weise. Überdies lässt sich durch einen Abstand der Schwenkachsen voneinander, welcher
größer ist als die Breite der Rastnuten in Längsachsenrichtung der Türhaltestange
betrachtet in besonders einfacher Weise erreichen, dass die Rastschwingen die gemäß
einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung vorgesehenen gegenläufigen Schwenkbewegungen
ausführen. Die Schwenkachsen können dabei in besonders einfacher Weise bspw. am Haltergehäuse
befestigt werden und ermöglichen somit eine einfache Montage der Rastschwingen sowie
des gesamten Türfeststellers.
[0014] Die Haltekraft des Türfeststellers bestimmt sich unter anderem durch die Höhe der
durch die Federelemente aufgebrachten Federkraft, wobei die Federelemente einerseits
an dem Haltergehäuse und andererseits an der Rastschwinge abgestützt sind. Die Anordnung
der Federelemente kann dabei grundsätzlich in beliebiger Weise erfolgen. Nach einer
besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weisen die Rastschwingen jedoch
Hohlkörper zur Aufnahme der Federelemente auf, wobei sich die Hohlkörper in einem
Bereich quer zur Türhaltestange erstrecken. Gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung
weisen die Rastschwingen neben den an der Türhaltestange anliegenden Rastelementen
einen Hohlkörper auf, welcher sich in Wirkrichtung der Rastelemente betrachtet über
die Rastelemente hinaus quer zur Türhaltestange erstreckt. Die Hohlkörper ermöglichen
somit die Aufnahme von Federelementen, deren Baugröße höher ist als der Bereich zwischen
dem Haltergehäuse und der Türhaltestange. Insofern können Federelemente mit einer
höheren Federkraft verwendet werden, so dass die Haltekraft des Türfeststellers in
ergänzender Weise gesteigert werden kann. Zudem gewährleistet die Ausrichtung der
Hohlkörper, welche vorzugsweise einen Hohlraum aufweisen, der an die verwendeten Federelemente
angepasst ist, eine besonders zuverlässige Festlegung der Wirkrichtung der Federelemente
in Richtung auf die mit den Rastnuten versehene Seite der Türhaltestange.
[0015] Die Federelemente können grundsätzlich beliebig ausgestaltet sein. Nach einer vorteilhaften
Ausgestaltung der Erfindung ist die Federkraft der Federelemente jedoch einstellbar.
Dies kann bspw. durch eine Stellschraube erfolgen, die in das Haltergehäuse einschraubbar
ist und an der das Federelement abgestützt ist. Die Einstellbarkeit der Federkraft
ermöglicht es, unter Umständen auftretende Materialermüdung der Feder zu kompensieren,
so dass auf einen ggf. erforderlichen Austausch von Teilen des Türfeststellers oder
des gesamten Türfeststellers verzichtet werden kann. Besonders vorteilhafterweise
sind die Federelemente dabei durch zylindrische Schraubendruckfedern gebildet, welche
sich durch ihre hohe Zuverlässigkeit und geringen Kosten auszeichnen.
[0016] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Rastelemente einstückig
mit den Rastschwingen und/oder den Hohlkörpern ausgebildet. Durch diese Ausgestaltung
der Erfindung kann die Anzahl der erforderlichen Bauteile für den Türfeststeller und
somit die Kosten zur Herstellung in ergänzender Weise reduziert werden. Alternativ
ist das Rastelement nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung durch eine drehbar
an der Rastschwinge angeordnete Rolle gebildet. Diese Ausgestaltung erhöht die Funktionssicherheit
und den Komfort bei der Betätigung des Türfeststellers in ergänzender Weise.
[0017] Zur Herstellung des Türfeststellers können grundsätzlich beliebige Materialien verwendet
werden, die die erforderlichen Festigkeitseigenschaften erfüllen. Nach einer vorteilhaften
Ausgestaltung der Erfindung sind die Rastschwingen und/oder die Rastelemente und/oder
der Hohlkörper aus einem Kunststoff mit guten Gleiteigenschaften gebildet. Die Verwendung
eines geeigneten Kunststoffs ermöglicht es, das Gewicht in ergänzender Weise gegenüber
Türfeststellern aus metallischen Werkstoffen zu reduzieren. Die aus Kunststoff mit
guten Gleiteigenschaften ausgebildeten Rastelemente und/oder Rastschwingen und/oder
Hohlkörper gewährleisten dabei, dass auftretende Verschleißerscheinungen die Funktionsweise
des Türfeststellers nicht beeinträchtigen.
[0018] Zur ergänzenden Gewichtsreduzierung ist nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung
die Türhaltestange aus einer kunststoffummantelten Metallstange und das Haltergehäuse
aus faserverstärktem, vorzugsweise glasfaserverstärktem Kunststoff gebildet. Diese
Kombination zeichnet sich durch ihre hohe Festigkeit und geringes Gewicht aus. Durch
die vorteilhafterweise vorzusehende Kunststoffummantelung der Metallstange kann bei
der Auswahl des Materials der Türhaltestange zudem auf eine Beachtung der Reibbeiwerte
des Materials verzichtet werden. Auch ermöglicht die Kunststoffummantelung die einfache
Einbringung und Anordnung der Rastnuten, deren Anzahl und Position an der Türhaltestange
die vorzusehenden Rastpositionen einer mit dem Türfeststeller verbundenen Kraftfahrzeugtür
bestimmen.
[0019] Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Türhaltestange
einerseits zur gelenkigen Befestigung an einer Fahrzeugkarosserie ausgebildet und
andererseits weist sie einen Anschlagkörper auf, wobei auf einer dem Anschlagkörper
zugewandten Seite des Haltergehäuses ein Dämpfungselement angeordnet ist. Diese Ausgestaltung
der Erfindung steigert den Komfort des Türfeststellers in ergänzender Weise, wobei
bei Erreichen des Endanschlags, d. h. bei Erreichen des maximalen Öffnungswinkels
der Tür, die Öffnungsbewegung gedämpft wird und die Tür nicht hart in den Endanschlag
fährt. Das Dämpfungselement kann dabei in beliebiger Weise, vorzugsweise durch elastisch
verformbare Materialien gebildet werden.
[0020] Nach einer Weiterbildung der Erfindung weist das Haltergehäuse Führungselemente auf,
die an der der Rastnuten aufweisenden Seite gegenüberliegenden Seite der Türhaltestange
an dieser anliegen. Gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung ist das Haltergehäuse
zur Führung der Türhaltestange ausgelegt, indem es Führungselemente aufweist, die
an der Seite der Türhaltestange anliegen, die der mit den Rastnuten versehenen Seite
gegenüberliegt. Die federbelasteten Rastschwingen gewährleisten dabei eine permanente
Anlage der Türhaltestange an dem Führungselement, so dass besonders zuverlässig gewährleistet
werden kann, dass sich die Türhaltestange in der vorgeschriebenen Längsrichtung durch
das Haltergehäuse bewegt. Seitliche Bewegungen, die zu einem Anstoßen der Türhaltestange
an der Gehäusewand und damit zu Klappergeräuschen führen, können damit besonders zuverlässig
verhindert werden.
[0021] Die Ausgestaltung des Führungselements ist dabei grundsätzlich frei wählbar. So kann
dieses durch eine entsprechend der Türhaltestange ausgestaltete Innenkontur des Haltergehäuses
gebildet sein oder aber durch separate Bauelemente, welche mit dem Haltergehäuse verbunden
werden. Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das Führungselement
jedoch einstückig mit den Haltergehäuse ausgebildet, wodurch die Anzahl der für den
Türfeststeller erforderlichen Bauteile gering gehalten und somit die Herstellungskosten
verringert werden können.
[0022] Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnungen erläutert.
In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Türfeststellers mit einem halbtransparenten
Haltergehäuse;
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht des Haltergehäuses des Türfeststellers von Fig.
1;
Fig. 3a eine perspektivische Ansicht einer Rasteinheit des Türfeststellers von Fig.
1 im Zusammenwirken mit einer Türhaltestange;
Fig. 3b eine weitere perspektivische Ansicht der Rasteinheit von Fig. 3a;
Fig. 4 eine weitere perspektivische Ansicht der Rasteinheit von Fig. 3a;
Fig. 5 eine perspektivische Darstellung der Rasteinheit von Fig. 3a ohne Türhaltestange;
Fig. 6 eine schematische Draufsicht auf das Haltergehäuse von Fig. 2 mit darin angeordneter
Türhaltestange;
Fig. 7a eine schematische Draufsicht der Rasteinheit von Fig. 3a mit außer Eingriff
mit Rastnuten befindlichen Rastelementen und
Fig. 7b eine schematische Draufsicht auf die Rastschwingen mit mit einer Rastnuten
in Eingriff befindlichen Rastelementen.
[0023] Fig. 1 zeigt in einer Ausführungsform einen Türfeststeller 1 mit einem Haltergehäuse
3 und einer sich durch das Haltergehäuse 3 erstreckenden und gegenüber diesem verschiebbar
angeordneten Türhaltestange 2.
[0024] Die aus einer kunststoffummantelten Metallstange gebildete Türhaltestange 2 des Türfeststellers
1 weist einerseits eine Öffnung 12 auf, mittels derer die Türhaltestange 2 gelenkig
mit einer hier nicht dargestellten Fahrzeugkarosserie verbindbar ist. Die Türhaltestange
2 erstreckt sich durch das Haltergehäuse 3, welches an einer hier ebenfalls nicht
dargestellten Fahrzeugtür festlegbar ist. Im Falle eines Verschwenkens der Fahrzeugtür
gegenüber der Fahrzeugkarosserie wird das an der Fahrzeugtür befestigte Haltergehäuse
3 relativ gegenüber der Türhaltestange 2 verschoben, wobei zur Festlegung eines maximalen
Öffnungswinkels der Fahrzeugtür die Türhaltestange 2 an ihrem der Fahrzeugtür zugewandten
Ende einen Anschlagkörper 13 aufweist, der mit seiner dem Haltergehäuse 3 zugewandten
Seite in der maximalen Öffnungslage der Tür mit einem an dem Haltergehäuse 3 angeordneten
Dämpfungselement 14 zusammenwirkt (vgl. Fig. 2).
[0025] Die Türhaltestange 2 weist an einer, in Einbaulage senkrecht verlaufende Seitenfläche
Rastnuten 8 auf, die mit Rastelementen 7 einer in dem Haltergehäuse 3 angeordneten
Rasteinheit 4 zusammenwirken (vgl. Fig. 3a - 7b).
[0026] Die Rasteinheit 4 wird durch zwei Rastschwingen 6 gebildet, die an sich durch das
Haltergehäuse 3 erstreckenden Schwenkachsen 9 schwenkbar gelagert sind. Schraubendruckfedern
5 bewirken dabei, dass die Rastelemente 7 der Rastschwingen 6 an der die Rastnuten
8 aufweisenden Seitenfläche der Türhaltestange 2 anliegen, wobei die Rastelemente
7 korrespondierend zu den Rastnuten 8 ausgebildet sind. Die Schraubendruckfedern 5
sind einerseits an einer Innenseite des Haltergehäuses 3 abgestützt und befinden sich
andererseits in einem Hohlraum 11 eines Hohlkörpers 10 der Rastschwingen 6. Die Hohlkörper
10 erstrecken sich dabei - bezogen auf die Einbaulage - oberhalb und unterhalb der
Türhaltestange 2 quer zu dieser, so dass unabhängig von dem zwischen der Innenseite
des Haltergehäuses 3 und der Türhaltestange 2 bestehenden Bauraums Schraubendruckfedern
5 verwendet werden können, die eine ausreichend hohe Federkraft aufweisen.
[0027] In einer durch die Anordnung der Rastnuten 8 festgelegten Öffnungsposition der Fahrzeugtür
greifen die Rastelemente 7 beider Rastschwingen 6 gemeinsam, wie in den Fig. 6 und
7b dargestellt, in dieselbe Rastnuten 8 ein und arretieren die Fahrzeugtür. Um ein
Weiterverschwenken der Fahrzeugtür aus den in den Fig. 6 und 7b dargestellten Positionen
zu ermöglichen, muss das Türhalteband 2 derart verschoben werden, dass die Rastelemente
7 aus den Rastnuten 8 herausgelangen, so dass diese - wie in Fig. 7a dargestellt -
in einem zwischen den Rastnuten 8 befindlichen Bereich an der Türhaltestange 2 anliegen.
Sobald die Türhaltestange 2 wieder mit ihren Rastnuten 8 in Eingriffsbereich mit den
Rastelementen 7 gelangt, gelangen diese wieder in Eingriff mit einer der Rastnuten
8.
1. Türfeststeller für Kraftfahrzeuge mit,
- einer Türhaltestange,
- einem Haltergehäuse mit einer Durchtrittsöffnung für die Türhaltestange und
- einer in dem Haltergehäuse angeordneten Rasteinheit, die zwei durch ein Federelement
in Richtung auf die Türhaltestange vorgespannte, verschwenkbar gelagerte Rastschwingen
mit jeweils einem Rastelement aufweist, die mit Rastnuten an der Türhaltestange in
Eingriff bringbar sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Rastschwingen (6) derart zueinander und gegenüber der Türhaltestange (2) angeordnet
sind, dass die Rastelemente (7) gemeinsam mit einer Rastnut (8) in Eingriff bringbar
sind.
2. Türfeststeller nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastschwingen (6) derart angeordnet sind, dass deren Schwenkbewegungen beim Zusammenwirken
der Rastelemente (7) mit der Rastnut (8) gegenläufig verläuft.
3. Türfeststeller nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere Rastnuten (8) einen asymmetrischen Querschnitt aufweisen.
4. Türfeststeller nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastnuten (8) voneinander abweichende Querschnitte aufweisen.
5. Türfeststeller nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastschwingen (6) an parallel und im Abstand zueinander sowie senkrecht zur Längsachse
der Türhaltestange (2) angeordneten Schwenkachsen (9) gelagert sind.
6. Türfeststeller nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastschwingen (6) Hohlkörper (10) zur Aufnahme der Federelemente (5) aufweisen,
wobei sich der Hohlkörper (10) in einem Bereich quer zur Türhaltestange (2) erstreckt.
7. Türfeststeller nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine von den Federelementen (5) aufgebrachte Federkraft einstellbar ist.
8. Türfeststeller nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Federelemente durch zylindrische Schraubendruckfedern (5) gebildet sind.
9. Türfeststeller nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastelemente (7) einstückig mit den Rastschwingen (6) und/oder den Hohlkörpern
(10) ausgebildet sind.
10. Türfeststeller nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rastelement (7) durch eine drehbar an der Rastschwinge (6) angeordnete Rolle
gebildet ist.
11. Türfeststeller nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastschwingen (6) und/oder die Rastelemente (7) aus einem Kunststoff mit guten
Gleiteigenschaften gebildet sind.
12. Türfeststeller nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Türhaltestange (2) aus einer kunststoffummantelten Metallstange und das Haltergehäuse
(3) aus faserverstärktem Kunststoff gebildet sind.
13. Türfeststeller nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Türhaltestange (2) einerseits zur gelenkigen Befestigung an einer Fahrzeugkarosserie
ausgebildet ist und andererseits einen Anschlagkörper (13) aufweist, wobei auf einer
dem Anschlagkörper (13) zugewandten Seite des Haltergehäuses (3) ein Dämpfungselement
(14) angeordnet ist.
14. Türfeststeller nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Haltergehäuse (3) Führungselemente aufweist, die an der der Rastnuten (8) aufweisenden
Seite gegenüberliegenden Seite der Türhaltestange (2) an dieser anliegen.
15. Türfeststeller nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungselemente einstückig mit dem Haltergehäuse (3) ausgebildet sind.