[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Profilanordnung nach dem Oberbegriff des
Patentanspruches 1.
[0002] Demnach betrifft die Erfindung insbesondere eine Profilanordnung, welche den feststehenden
Teil eines Fenster- oder Türrahmens bildet, wobei die Profilanordnung mindestens ein
äußeres Profil und mindestens ein inneres Profil aufweist, wobei das mindestens eine
äußere Profil und das mindestens eine innere Profil aus Metall, insbesondere Aluminium,
gebildet sind und mittels mindestens eines Isoliersteges verbunden sind.
[0003] Aus Leichtmetall gebildete Profilanordnungen, die Teile eines Fenster- oder Türrahmens
bilden, sind dem Grunde nach aus dem Stand der Technik bekannt. Derartige Profilanordnungen
bestehen in der Regel aus einem äußerem und einem inneren Profil, welche aufgrund
ihrer hohen Wärmleitfähigkeit mittels eines Isoliersteges verbunden sind, um eine
Wärmeübertragung aus dem Gebäudeinneren über die Profile möglichst gering zu halten.
Das äußere Profil, welches normalerweise den fassadenseitigen Abschluss des feststehenden
Teiles eines Fenster- oder Türrahmens darstellt, und das innere Profil, welches den
entsprechenden innenraumseitigen feststehenden Teil des genannten Rahmens bildet,
sind dabei normalerweise derart ausgebildet, dass ein schwenkbar angeordneter Fenster-
bzw. Türflügel in Schließstellung an einem Anschlag anstößt.
[0004] Um bei einer derartigen Profilanordnung ein Eindringen von an dem Flächenelement
des Fenster- bzw. Türflügels herunterlaufenden Regenwassers in den Verbindungsbereich
des äußeren und inneren Profils vermeiden und gleichzeitig die Ausbildung einer ungewollten
Kältebrücke durch Konvektion verhindern zu können, ist üblicherweise im Verbindungsbereich
des äußeren und inneren Profils eine Mitteldichtung vorgesehen, welche zumindest bereichsweise
an dem sich in Schließstellung befindlichen Fenster- bzw. Türflügel anliegt. Eine
derartige herkömmliche Mitteldichtung wird dabei zumeist mit einem sich in Verbindungsrichtung
der beiden Profile erstreckenden Befestigungsbereich am äußeren und am inneren Profil
befestigt und weist ferner einen weiteren Bereich auf, an dessen Ende ein zumeist
aus einem elastischen Material bestehender Anschlag ausgebildet ist, an welchem Teile
des sich in Schließstellung befindlichen Fenster- bzw. Türrahmens anliegen.
[0005] Eine möglichst optimale Abdichtung des Verbindungsbereiches mittels einer derartigen
Mitteldichtung ist notwendig, um einen konvektiven Wärmetransport bei geschlossener
Tür bzw. geschlossenem Fenster möglichst zu unterbinden und gleichzeitig das Gebäudeinnere
wirksam vor Zugluft und eindringender Feuchtigkeit zu schützen. Weiterhin bewirkt
sich im Verbindungsbereich des äußeren und inneren Profils sammelnde Flüssigkeit,
die bei nicht adäquat angeordneten Mitteldichtungen in diesen Bereich eindringen kann,
verstärkte Korrosion.
[0006] Bei herkömmlichen Profilanordnungen mit Mitteldichtung ist in eben diesem Verbindungsbereich
zudem ein Befestigungsmittel, in der Regel ein Bolzen oder eine Schraube, vorgesehen,
mit welcher die Profilanordnung mit dem Gebäude, beispielsweise dem Mauerwerk oder
entsprechenden Trägerprofilen, befestigt wird. Die Anordnung dieses Befestigungsmittels
in dem von dem Befestigungsbereich der Mitteldichtung überbrückten Verbindungsbereich
ist der Tatsache geschuldet, dass zur Erzielung gleichmäßiger und stabiler Befestigungsverhältnisse
eben dieses Befestigungsmittel möglichst zentral zwischen dem äußeren und dem inneren
Profil angeordnet werden muss.
[0007] Um bei einer Profilanordnung den Befestigungsbereich der Mitteldichtung nicht perforieren
zu müssen, wenn die Profilanordnung am Montageort mit dem Befestigungsmittel am Mauerwerk
bzw. Trägerprofil befestigt werden soll, ist es daher herkömmlicherweise notwendig,
die Mitteldichtung am Montageort vorläufig zu entfernen, um unterhalb von ihr die
Befestigung der Profilanordnung mit dem Befestigungsmittel vorzunehmen.
[0008] Der Nachteil bei derartigen herkömmlichen Profilanordnungen besteht darin, dass ein
solches Entfernen der Mitteldichtung am Montageort und ein nachträgliches Wiederbefestigen
nach erfolgter Montage der Profilanordnung die Gefahr birgt, dass durch ungenaues
Wiedereinsetzen der Mitteldichtung die Dichteigenschaften vermindert sind. Insbesondere
ist es nachteilig, dass die vom Hersteller der Profilanordnung beispielsweise messtechnisch
ermittelten und ggf. zugesicherten Dichtwerte der Mitteldichtung nach ihrem Entfernen
und ihrem Wiedereinbau nicht mehr gültig sind. Wird der Befestigungsbereich der Mitteldichtung
stattdessen vom Befestigungsmittel durchdrungen, anstatt es unterhalb dieses Bereiches
vorzusehen, besteht die Gefahr, dass korrosionsbegünstigende Feuchtigkeit durch diesen
von dem Befestigungsmittel beschaffenen Kanal eindringt und das Befestigungsmittel
selbst und/oder darunterliegende Teile korrodieren.
[0009] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Profilanordnung der eingangs
genannten Art derart weiterzubilden, dass bei einfacher Anordnung eine Installation
am Montageort unter Beibehaltung der ursprünglichen Dichteigenschaften ermöglicht
wird, ohne dass eine Mitteldichtung vor der Montage entfernt werden muss, wobei gleichzeitig
eine Korrosion eines Befestigungsmittels und der das Befestigungsmittel umgebenden
Teile wirksam verhindert werden kann.
[0010] Diese Aufgabe wird bei einer Profilanordnung der eingangs genannten Art dadurch gelöst,
dass eine Mitteldichtung vorgesehen ist, die einen Dichtungsbereich und einen im Wesentlichen
senkrecht dazu verlaufenden Befestigungsbereich sowie einen Abdeckbereich aufweist,
wobei der Befestigungsbereich mit dem inneren Profil und dem äußeren Profil derart
in Eingriff gebracht ist, dass sich der Befestigungsbereich im Wesentlichen entlang
des mindestens einen Isoliersteges in Verbindungsrichtung erstreckt, wobei der Dichtungsbereich
einen abdichtenden Anschlag für eine korrespondierende Dichtung eines mit dem feststehenden
Teil des Fenster- oder Türrahmens zusammenwirkenden Flügelelementes, insbesondere
Fenster- oder Türflügels, aufweist und wobei der Abdeckbereich von einer Montagestellung
in eine Wirkstellung und zurück bringbar ist, wobei der Abdeckbereich in Wirkstellung
den Befestigungsbereich zumindest teilweise überdeckt.
[0011] Ein wesentlicher Punkt der Erfindung liegt darin, dass der Abdeckbereich, der nach
Montage der Profilanordnung in seine Wirkstellung geschwenkt, gedreht oder anderweitig
gebracht werden kann, durch die durch ihn herbeigeführte Überdeckung des Befestigungsbereiches
letzteren insbesondere vor Witterungseinflüssen, wie beispielsweise eindringender
Feuchtigkeit schützt. Dadurch wird erreicht, dass die Befestigung der Profilanordnung
unter Rückgriff auf den Befestigungsbereich erfolgen kann, ohne die Position der Mitteldichtung
verändern oder die Mitteldichtung gar entfernen zu müssen. Insbesondere ist als Vorteil
der erfindungsgemäßen Lösung zu nennen, dass selbst bei einer Perforation des Befestigungsbereichs
der Mitteldichtung, die beispielsweise notwendig sein kann, wenn ein Befestigungsmittel
wie ein Bolzen oder eine Schraube zur Fixierung der Profilanordnung an einem Gebäudeteil
zum Einsatz kommt, es durch die überdeckende Eigenschaft des Abdeckbereiches sichergestellt
ist, dass keine Witterungseinflüsse, wie eindringende Feuchtigkeit, auf das Befestigungsmittel,
den das Befestigungsmittel umgebenden Kanal sowie die das Befestigungsmittel umgebenden
Teile einwirken kann.
[0012] Als weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung ist zu nennen, dass nach erfolgter
Montage der Befestigungsbereich der Mitteldichtung jederzeit wieder zugänglich machbar
ist, indem der Abdeckbereich wieder aus seiner Wirkstellung herausgeschwenkt wird,
damit seine abdeckende Eigenschaft verliert und den Zugriff auf den Befestigungsbereich
und eventuell in dem vormals überdeckten Bereich befindliche Befestigungselemente
freigibt. Ein Ausbau der Profilanordnung, beispielsweise zu Reparaturzwecken, ist
somit möglich, ohne dass das Mitteldichtungselement an seinen aktiven, die Dichteigenschaften
festlegenden Bereichen manipuliert werden müsste. Ein erneuter Einbau der Profilanordnung
ist somit ebenso möglich wie ein Zugriff auf den Befestigungsbereich der Profilanordnung
im eingebauten Zustand, ohne dass dies Auswirkungen auf die Dichteigenschaften hat.
[0013] Weiterhin ist es von Vorteil, dass bei der erfindungsgemäßen Lösung der Befestigungsbereich
einen Bereich überdeckt, der auf halber Strecke zwischen den durch den mindestens
einen Isoliersteg verbundenen Profilen liegt und somit eine Befestigung der Profilanordnung
auf eine Linie erfolgen kann, die auf halber Strecke in gleichem Abstand zu dem äußeren
und dem inneren Profil der Profilanordnung liegt. Dadurch ist eine günstige Verteilung
der durch ein eventuell vorgesehenes Befestigungsmittel übertragenen Drehmomente gewährleistet.
[0014] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung ist, dass ein zur Fixierung eingesetztes
Befestigungsmittel zusätzlich eine feste Verbindung zwischen dem Befestigungsbereich
der Mitteldichtung und dem unmittelbar an diesem Befestigungsbereich angrenzenden
Elementen, also Isoliersteg, äußeres Profil und inneres Profil herstellt, sodass auch
in den dazwischen iegenden Bereich keine korrosionsbegünstigende Feuchtigkeit eindringen
kann.
[0015] Schließlich ist als weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung zu nennen, dass
der Befestigungsbereich der Mitteldichtung sowie dort ggf. sichtbare Teile der Befestigungsmittel,
wie zum Beispiel Schraubenköpfe, von dem Abdeckbereich abgedeckt werden, sobald dieser
in Wirkstellung gebracht ist. Auf diese Weise ist bei geöffneter Tür bzw. bei geöffnetem
Fenster der Befestigungsbereich nicht nur optisch verdeckt; eine versehentliche Beschädigung
des den Befestigungsbereich der Mitteldichtung bildenden Materials kann somit auch
wirkungsvoll verhindert werden.
[0016] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0017] So kann beispielsweise vorgesehen sein, dass der Abdeckbereich beabstandet vom abdichtenden
Anschlag am Dichtungsbereich unter Ausbildung eines Drehpunktes gelagert ist. Der
Abdeckbereich kann dann um den Drehpunkt von seiner Wirkstellung, in welcher der Befestigungsbereich
durch den Abdeckbereich verdeckt ist, in seine Montagestellung, in welcher der Befestigungsbereich
der Mitteldichtung freiliegt und zugänglich ist, und wieder zurückgeschwenkt bzw.
gedreht werden. Durch Vorsehen eines definierten Drehpunktes kann das an dieser Stelle
zum Einsatz kommende Material beispielsweise verstärkt ausgebildet sein, was insbesondere
von Vorteil ist, wenn die aus Dichtungsbereich, Befestigungsbereich und Abdeckbereich
bestehende Mitteldichtung einstückig und aus einem Material ausgebildet ist.
[0018] Um einen weitestgehend wasserdichten Abschluss zwischen Befestigungsbereich und Abdeckbereich
zu gewährleisten, ist vorzugsweise vorgesehen, dass ein vorzugsweise nicht drehpunktseitiges
Ende des Abdeckbereiches einen Kontaktbereich aufweist, der komplementär zu einem
Kontaktbereich, welcher am Befestigungsbereich vorgesehen ist, ausgebildet ist, sodass
sich die beiden Kontaktbereiche zumindest teilweise überdecken, wenn sich der Abdeckbereich
in seiner Wirkstellung befindet. Die Überdeckung der beiden Kontaktbereiche kann in
besonders bevorzugter Weise auch derart ausgestaltet sein, dass diese sich in Wirkstellung
unter Ausbildung des vorgenannten wasserdichten Abschlusses ineinandergreifen.
[0019] Um die Zugänglichkeit des Befestigungsbereiches weiter zu verbessern, ist in bevorzugter
Weise vorgesehen, dass in Montagestellung der Kontakt, welcher in Wirkstellung zwischen
den Kontaktbereichen des Abdeckbereiches und des Befestigungsbereiches besteht, aufgehoben
ist. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn der Abdeckbereich nicht am Dichtungsbereich
unter Ausbildung eines Drehpunktes gelagert ist, sondern vielmehr der Abdeckbereich
und der Befestigungsbereich zwei oder mehrere zueinander komplementär ausgebildete
Kontaktbereiche an den jeweils gegenüberliegenden Enden, d. h. zum einen in unmittelbarer
Nähe zum Dichtungsbereich und zum anderen am gegenüberliegenden Ende des sich orthogonal
zum Dichtungsbereich erstreckenden Befestigungsbereich aufweisen. In diesem Fall ist
es denkbar, den Abdeckbereich durch das Vorsehen solcher beabstandeter Kontaktbereiche
aufsteckbar bzw. aufklippbar auf den Befestigungsbereich bzw. dort entsprechend komplementär
ausgebildete Kontaktbereiche auszuführen. Dadurch, dass der Abdeckbereich bei einer
derartigen bevorzugten Weiterbildung komplett entfernt werden kann, wird die Zugänglichkeit
des Befestigungsbereiches entsprechend verbessert.
[0020] Des Weiteren ist es bevorzugterweise vorgesehen, dass ein Befestigungsmittel den
Befestigungsbereich derart durchdringt, dass der daran angrenzende mindestens eine
Isoliersteg an einem Gegenelement befestigt wird. Dieses Gegenelement kann beispielsweise
das Mauerwerk oder ein Trägerprofil des Gebäudes sein. Auf diese Weise ist sichergestellt,
dass die Profilanordnung in stabiler Weise am Gebäude fixiert wird und gleichzeitig
der Befestigungsbereich an dem daran angrenzenden Isoliersteg bzw. dem inneren und
äußeren Profil dicht anliegt. Insbesondere kann für den Befestigungsbereich, beispielsweise
bei einstückiger Ausbildung der Mitteldichtung, das gleiche Material zum Einsatz kommen
wie für den Dichtungsbereich der Mitteldichtung und/oder den Abdeckbereich der Mitteldichtung.
In diesem Fall ist durch die dichtenden Eigenschaften des Materials bei fester Fixierung
der Profilanordnung mittels des Befestigungsmittels bereits eine gewisse selbstabdichtende
Funktion zwischen dem auf dem Material des Befestigungsbereiches aufliegenden Abschnittes
des Befestigungsmittels und dem in Befestigungsrichtung liegenden von dem Befestigungsmittel
durchdrungenen Kanals gewährleistet. Selbst wenn das Befestigungsmittel beispielsweise
zu Reparaturzwecken wieder entfernt und anschließend bei Wiedereinbau der Profilanordnung
an einer anderen Stelle des Befestigungsbereiches zum Einsatz kommt, ist durch die
abdeckenden und abdichtenden Eigenschaften des Abdeckbereiches sichergestellt, dass
an derjenigen perforierten Stelle des Befestigungsbereiches, an welcher das Befestigungsmittel
vormals zum Einsatz gekommen ist, keine die Korrosion begünstigende Flüssigkeit eindringen
kann.
[0021] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der vorliegenden Erfindung besteht darin,
dass der Abdeckbereich das Befestigungsmittel im Wesentlichen wasserdicht abdeckt.
Der Vorteil einer solchen wasserdichten Abdeckung liegt darin, dass durch das Zusammenwirken
der wasserdichten Befestigung, die wie oben beschrieben durch das Anliegen des Kontaktabschnittes
des Befestigungsmittels an dem Material des Befestigungsbereiches zustande kommt mit
der durch die im Wesentlichen wasserdichte Abdeckung des Befestigungsmittels durch
den Abdeckbereich das Eindringen von korrosionsbegünstigender Flüssigkeit, wie zum
Beispiel Regenwasser, fast gänzlich ausgeschlossen werden kann.
[0022] Zum Erzielen einer sicheren, leicht herzustellenden und auch leicht wieder lösbaren
Verbindung ist es weiterhin vorteilhafter Weise vorgesehen, dass das Befestigungsmittel
ein Bolzen oder eine Schraube ist.
[0023] Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Profilanordnung anhand
der beiliegenden Figuren näher erläutert.
[0024] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenschnittansicht eines ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Profilanordnung mit einem Abdeckbereich in Montagestellung;
- Fig. 2
- eine Seitenschnittansicht des ersten Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 1 mit einem Abdeckbereich
in Wirkstellung; und
- Fig. 3
- eine Seitenschnittansicht des ersten Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 1 mit einem Abdeckbereich,
der sich zwischen Montage- und Wirkstellung befindet;
- Fig. 4
- eine Seitenschnittansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Profilanordnung mit einem Abdeckbereich in Montagestellung; und
- Fig. 5
- eine Seitenschnittansicht eines des zweiten Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 4 mit
einem Abdeckbereich in Montagestellung.
[0025] Fig. 1 zeigt eine Seitenschnittansicht auf ein erstes Ausführungsbeispiel einer Profilanordnung
10 bestehend aus einem äußeren Profil 20 und einem inneren Profil 21, die über einen
dichtungsseitigen Isoliersteg 22 sowie einen gegenelementseitigen Isoliersteg 23 miteinander
verbunden sind. Eine Mitteldichtung 30 weist einen Dichtungsbereich 40, einen im Wesentlichen
senkrecht dazu verlaufenden Befestigungsbereich 50 sowie einen Abdeckbereich 60 auf.
Der Dichtungsbereich 40 der Mitteldichtung 30 weist weiterhin einen mit 41 bezeichneten
Anschlag auf, welcher dann, wenn sich das in Fig. 1 nicht dargestellte Flügelelement,
beispielsweise ein Tür- bzw. Fensterflügel in Schließstellung befindet, an dem Flügelelement
anliegt.
[0026] Der Befestigungsbereich 50 der Mitteldichtung 30 erstreckt sich im Wesentlichen parallel
zur Verbindungsrichtung der beiden Profile 20, 21 und liegt am dichtungsseitigen Isoliersteg
22 an. Die Befestigung der Mitteldichtung an der Profilanordnung erfolgt im Befestigungsbereich
50 durch Einschieben oder Einrasten entsprechend ausgebildeter Rastabschnitte des
Befestigungsbereiches 50 in komplementär dazu ausgebildeten Einhakabschnitten des
äußeren bzw. inneren Profils 20, 21.
[0027] Der Abdeckbereich 60 der Mitteldichtung 30 ist in dem gezeigten Ausführungsbeispiel
in einem Drehpunkt 61 an dem Dichtungsbereich 40 der Mitteldichtung 30 befestigt.
In der gezeigten Montagestellung, in welcher sich der Abdeckbereich 60 befindet, ist
der Montagebereich 50 der Mitteldichtung 30 derart zugänglich, dass ein Befestigungsmittel
70 unter Perforation des Befestigungsbereiches 50 derart montiert werden kann, dass
es den dichtungsseitigen Isoliersteg 22 sowie den gegenelementseitigen Isoliersteg
23 und damit die mit den Isolierstegen verbundenen Profile unter weitestgehend äquidistanter
Beabstandung vom äußeren und inneren Profil an einem nicht dargestellten Gegenelement,
beispielsweise dem Mauerwerk oder einem Trägerprofil des Gebäudes befestigt.
[0028] In Fig. 2 ist eine Seitenschnittansicht des ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Profilanordnung, gemäß Fig. 1 gezeigt. Im Gegensatz zu dem in Fig. 1 gezeigten Zustand
befindet sich der Abdeckbereich 60 der Mitteldichtung 30 in seiner Wirkstellung. Ein
Kontaktbereich 62 des Abdeckbereiches 60 greift mit einem komplementär ausgebildeten
Kontaktbereich 52 des Befestigungsbereiches 50 im gezeigten Ausführungsbeispiel derart
ineinander, dass ein im Wesentlichen wasserdichter Abschluss gebildet wird. Um von
der Montage- in die Wirkstellung zu gelangen, wurde der Abdeckbereich 60 der Mitteldichtung
30 um den Drehpunkt 61 verschwenkt. Das Befestigungsmittel 70 greift dabei derart
in ein nicht dargestelltes Gegenelement ein, dass es die Profilanordnung an dem Gegenelement
sicher fixiert. Der dargestellte Schrauben- oder Bolzenkopf des Befestigungsmittels
70 wird dabei, wie dargestellt, von dem Abdeckbereich 60 der Mitteldichtung 30 derart
überdeckt, dass ein im Wesentlichen wasserdichter Abschluss des zwischen dem Abdeckbereich
60 und dem Befestigungsbereich 50 liegenden Bereichs gewährleistet ist. Insofern ist
in der gezeigten Wirkstellung des Abdeckbereiches 60 wirksam verhindert, dass korrosionsbegünstigende
Flüssigkeit, wie zum Beispiel Regenwasser in den genannten Bereich gelangt und den
Schrauben- bzw. Bolzenkopf korrosiv schädigt.
[0029] Fig. 3 zeigt eine Seitenschnittansicht des ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Profilanordnung gemäß Fig. 1 und Fig. 2. Anhand dieser Darstellung ist erkennbar,
wie nach erfolgter Montage der Profilanordnung mit Hilfe des Befestigungsmittels 70
an einem nicht dargestellten Gegenelement der Abdeckbereich 60 der Mitteldichtung
30 um den Drehpunkt 61 aus der in Fig. 1 dargestellten Montagestellung in die in Fig.
2 dargestellte Wirkstellung gebracht wird.
[0030] Fig. 4 zeigt eine Seitenschnittansicht auf ein zweites Ausführungsbeispiel einer
Profilanordnung 10, wobei gleiche Bezugszeichen gleichartige oder gleich wirkende
Elemente in Bezug auf die Figuren 1 bis 3 bezeichnen. Wesentlicher Unterschied zum
ersten Ausführungsbeispiel ist, dass der Abdeckbereich 60 im zweiten Ausführungsbeispiel
nicht um einen Drehpunkt klapp- bzw. schwenkbar ausgeführt ist, sondern vielmehr mit
seinen beiden Kontaktbereichen 62 in die entsprechend komplementär ausgebildeten Kontaktbereiche
52 des Befestigungsbereiches 50 eingesetzt bzw. eingeklippt werden kann. Wie in Fig.
4 dargestellt, ist durch den Kontakt zwischen den Kontaktbereichen 52 und 62 ein weitestgehend
wasserdichter Abschluss weiterhin gewährleistet.
[0031] Fig. 5 zeigt eine Seitenschnittansicht des zweiten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Profilanordnung gemäß Fig. 4, wobei anhand der in Fig. 5 dargestellten Montagestellung
eines einsteck- bzw. einklippbar ausgeführten Abdeckbereiches 60 erkennbar ist, dass
durch die fehlende Notwendigkeit, den Abdeckbereich 60 verdrehen bzw. verschwenken
zu müssen, die Zugänglichkeit zum Befestigungsbereich 50 und einem sich eventuell
dort befindlichen Befestigungsmittel 70 weiter verbessert ist. Hierbei ist zu beachten,
dass zum Einklippen des Abdeckbereiches 60 dieser nicht notwendigerweise symmetrisch
ausgeführt sein muss, wie es in dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5 angedeutet ist.
Vielmehr ist es auch denkbar, dass der Abdeckbereich 60 wie in Fig. 1 dargestellt
ausgeführt ist, wobei allerdings keine feste Verbindung zwischen dem Abdeckelement
60 und dem Dichtungsbereich 40 im Bereich des Drehpunktes 61 vorgesehen ist.
[0032] An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass alle oben beschriebenen Teile für sich
alleine gesehen und in jeder Kombination, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellten
Details als erfindungswesentlich angesehen werden. Abänderungen hiervon sind dem Fachmann
geläufig.
Bezugszeichenliste
[0033]
- 10
- Profilanordnung
- 20
- äußeres Profil
- 21
- inneres Profil
- 22
- dichtungsseitiger Isoliersteg
- 23
- gegenelementseitiger Isoliersteg
- 30
- Mitteldichtung
- 40
- Dichtungsbereich
- 41
- Anschlag
- 50
- Befestigungsbereich
- 52
- Kontaktbereich des Befestigungsbereiches
- 60
- Abdeckbereich
- 61
- Drehpunkt
- 62
- Kontaktbereich des Abdeckbereiches
- 70
- Befestigungsmittel
1. Profilanordnung (10), welche den feststehenden Teil eines Fenster- oder Türrahmens
bildet, wobei die Profilanordnung (10) folgendes aufweist:
- mindestens ein äußeres Profil (20);
- mindestens ein inneres Profil (21), wobei das mindestens eine äußere Profil (20)
und das mindestens eine innere Profil (21) aus Metall, insbesondere Aluminium, gebildet
sind und mittels mindestens eines Isoliersteges (22, 23) verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Mitteldichtung (30) vorgesehen ist, welche einen Dichtungsbereich (40) und einen
im Wesentlichen senkrecht dazu verlaufenden Befestigungsbereich (50) sowie einen Abdeckbereich
(60) aufweist, wobei der Befestigungsbereich (50) mit dem inneren Profil (21) und
dem äußeren Profil (20) derart in Eingriff gebracht ist, dass sich der Befestigungsbereich
(50) im Wesentlichen entlang des mindestens einen Isoliersteges (22, 23) in Verbindungsrichtung
erstreckt, wobei der Dichtungsbereich (40) einen abdichtenden Anschlag (41) für eine
korrespondierende Dichtung eines mit dem feststehenden Teil des Fenster-oder Türrahmens
zusammenwirkenden Flügelelementes, insbesondere Fenster-oder Türflügels, aufweist
und wobei der Abdeckbereich (60) von einer Montagestellung in eine Wirkstellung und
zurück bringbar ist, wobei der Abdeckbereich (60) in Wirkstellung den Befestigungsbereich
(50) zumindest teilweise überdeckt.
2. Profilanordnung (10) nach Anspruch 1,
wobei der Abdeckbereich (60) beabstandet von dem Anschlag (41) am Dichtungsbereich
(40) unter Ausbildung eines Drehpunktes (61) derart gelagert ist, dass der Abdeckbereich
(60) um den Drehpunkt (61) von der Wirk- in die Montagestellung und zurück geschwenkt
oder gedreht werden kann.
3. Profilanordnung (10) nach Anspruch 1 oder 2,
wobei an mindestens einem Ende des Abdeckbereiches (60) mindestens ein Kontaktbereich
(62) des Befestigungsbereiches (50) derart ausgebildet ist, dass sich die Kontaktbereiche
(52, 62) in Wirkstellung unter Ausbildung eines im Wesentlichen wasserdichten Abschlusses
zumindest teilweise überdecken und/oder dass die Kontaktbereiche (52, 62) in Wirkstellung
und Ausbildung eines im Wesentlichen wasserdichten Abschlusses ineinandergreifen.
4. Profilanordnung (10) nach Anspruch 3,
wobei der Abdeckbereich (60) der Mitteldichtung (30) derart lösbar ausgeführt ist,
dass in Montagestellung der Kontakt zwischen den Kontaktbereichen (52, 62) und/oder
die Lagerung des Abdeckbereiches (60) am Dichtungsbereich (40) aufgehoben ist bzw.
aufgehoben sind.
5. Profilanordnung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ferner ein Befestigungsmittel
(70) vorgesehen ist, das unter Durchdringung des Befestigungsbereiches (50) den mindestens
einen Isoliersteg (22, 23) an einem Gegenelement, insbesondere an einem in Längsrichtung
der Profilanordnung (10) verlaufenden Halteprofil, befestigt.
6. Profilanordnung (10) nach Anspruch 5,
wobei der Abdeckbereich (60) das Befestigungsmittel (70) im Wesentlichen wasserdicht
abdeckt.
7. Profilanordnung (10) nach Anspruch 5 oder 6,
wobei das Befestigungsmittel (70) ein Bolzen oder eine Schraube ist.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Profilanordnung (10), welche den feststehenden Teil eines Fenster- oder Türrahmens
bildet, wobei die Profilanordnung (10) folgendes aufweist:
- mindestens ein äußeres Profil (20);
- mindestens ein inneres Profil (21), wobei das mindestens eine äußere Profil (20)
und das mindestens eine innere Profil (21) aus Metall, insbesondere Aluminium, gebildet
sind und mittels mindestens eines Isoliersteges (22, 23) verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet,dass
mindestens eines der beiden Profile (20, 21) mindestens einen Einhakabschnitt aufweist,
wobei ferner eine Mitteldichtung (30) vorgesehen ist, welche einen Dichtungsbereich
(40) und einen im Wesentlichen senkrecht dazu verlaufenden Befestigungsbereich (50)
sowie einen Abdeckbereich (60) aufweist, wobei der Befestigungsbereich (50) mindestens
einen Rastabschnitt aufweist der durch Einschieben und Einrasten in den mindestens
einen Einhakabschnitt derart mit dem inneren Profil (21) und dem äußeren Profil (20)
in Eingriff bringbar ist, dass sich der Befestigungsbereich (50) im Wesentlichen entlang
des mindestens einen Isoliersteges (22, 23) in Verbindungsrichtung erstreckt, wobei
der Dichtungsbereich (40) einen abdichtenden Anschlag (41) für eine korrespondierende
Dichtung eines mit dem feststehenden Teil des Fenster- oder Türrahmens zusammenwirkenden
Flügelelementes, insbesondere Fenster- oder Türflügels, aufweist und wobei der Abdeckbereich
(60) von einer Montagestellung in eine Wirkstellung und zurück bringbar ist, wobei
der Abdeckbereich (60) in Wirkstellung den Befestigungsbereich (50) zumindest teilweise
überdeckt.
2. Profilanordnung (10) nach Anspruch 1,
wobei der Abdeckbereich (60) beabstandet von dem Anschlag (41) am Dichtungsbereich
(40) unter Ausbildung eines Drehpunktes (61) derart gelagert ist, dass der Abdeckbereich
(60) um den Drehpunkt (61) von der Wirk- in die Montagestellung und zurück geschwenkt
oder gedreht werden kann.
3. Profilanordnung (10) nach Anspruch 1 oder 2,
wobei an mindestens einem Ende des Abdeckbereiches (60) mindestens ein Kontaktbereich
(62) des Befestigungsbereiches (50) derart ausgebildet ist, dass sich die Kontaktbereiche
(52, 62) in Wirkstellung unter Ausbildung eines im Wesentlichen wasserdichten Abschlusses
zumindest teilweise überdecken und/oder dass die Kontaktbereiche (52, 62) in Wirkstellung
und Ausbildung eines im Wesentlichen wasserdichten Abschlusses ineinandergreifen.
4. Profilanordnung (10) nach Anspruch 3,
wobei der Abdeckbereich (60) der Mitteldichtung (30) derart lösbar ausgeführt ist,
dass in Montagestellung der Kontakt zwischen den Kontaktbereichen (52, 62) und/oder
die Lagerung des Abdeckbereiches (60) am Dichtungsbereich (40) aufgehoben ist bzw.
aufgehoben sind.
5. Profilanordnung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei ferner ein Befestigungsmittel (70) vorgesehen ist, das unter Durchdringung des
Befestigungsbereiches (50) den mindestens einen Isoliersteg (22, 23) an einem Gegenelement,
insbesondere an einem in Längsrichtung der Profilanordnung (10) verlaufenden Halteprofil,
befestigt.
6. Profilanordnung (10) nach Anspruch 5,
wobei der Abdeckbereich (60) das Befestigungsmittel (70) im Wesentlichen wasserdicht
abdeckt.
7. Profilanordnung (10) nach Anspruch 5 oder 6,
wobei das Befestigungsmittel (70) ein Bolzen oder eine Schraube ist.