[0001] Die Erfindung betrifft ein Überrollschutzsystem für Kraftfahrzeuge mit
- einer an einem Kraftfahrzeug anordbaren Führungseinheit,
- einem zwischen einer Lagerungsposition und einer Überschlagsposition verstellbar an
der Führungseinheit gelagerten Überrollkörper und
- einer den Überrollkörper im Bedarfsfall aus der Lagerungsposition in die Überschlagsposition
verstellenden pyrotechnischen Antriebseinheit.
[0002] Überrollschutzsysteme der eingangs genannten Art sind in vielfältigen Ausgestaltungen
aus dem Stand der Technik bekannt. Sie dienen bei Kraftfahrzeugen ohne ein starres
Dach, wie Cabriolets oder Roadstern, zum Schutz der Insassen im Falle eines Überschlags
der Fahrzeuge. Gemeinsam mit dem Windschutzscheibenrahmen stellen dabei die Überrollkörper
der Überrollschutzsysteme den Fahrzeuginsassen bei einem Überschlag einen Überlebensraum
zur Verfügung.
[0003] Neben starr am Fahrzeug angeordneten Überrollbügeln, welche sich sowohl über die
gesamte Fahrzeugbreite erstrecken, aber auch nur jeweils hinter einem Fahrzeugsitz
angeordnet sein können, haben sich mittlerweise aktive Überrollschutzsysteme etabliert,
bei denen der Überrollkörper im Normalzustand in einer von außen nicht sichtbaren
Lagerungsposition angeordnet ist und erst im Bedarfsfall, nämlich bei einem drohenden
Überschlag in die Überschlagposition verstellt wird.
[0004] Zur schlagartigen Verlagerung der Überrollkörper werden überwiegend vorgespannte
Federsysteme eingesetzt, wobei die Federenergie nach Auflösung einer Verriegelung
eine Verstellung in die Überschlagsposition bewirkt. Einen alternativen Antrieb stellen
sogenannte pyrotechnische Antriebseinheiten dar, bei denen die sich mit Auslösung
der pyrotechnischen Einheit, bspw. einem Gasgenerator ergebene schlagartige Druckerhöhung
dazu genutzt wird, um den Überrollkörper in die Überschlagsposition zu überführen.
[0005] Aus der
DE 20 2006 003 649 U1 ist ein Überrollschutzsystem für Kraftfahrzeuge bekannt, bei dem ein aktiv ausstellbarer
Überrollbügel im hinteren, eine Sichtscheibe aufweisenden Fahrzeugbereich vorgesehen
ist, der in einer fahrzeugfesten Halterung lageveränderlich aufgenommen ist. Das Überrollbügelsystem
ist in einer eingefahrenen Normallage oft durch eine zur Innenausstattung passende
Verkleidung verdeckt, die beim Aufstellen des Überrollbügels entweder mitgenommen
oder weggeklappt wird. In einer anderen Ausgestaltungsform ist eine Heckscheibe aus
Glas mit einer Rippe oder einer Nut zum Vorsehen einer Kerbwirkung versehen, wobei
die Rippe oder die Nut im Kontaktbereich des Bügelkopfes des Überrollbügels und der
Heckscheibe liegt. Die Heckscheibe wird beim Aufstellen des Überrollbügels zertrümmert.
[0006] Die
DE 10 2007 061 064 A1 offenbart eine Überrollschutzeinrichtung für Kraftfahrzeuge mit einem abnehmbaren
oder versenkbaren Dach, bei der ein Überrollkörper aus einer fixierten Ruhestellung
durch eine in das Dach integrierte Scheibe in eine oberhalb der Scheibe liegende,
feststehende Schutzstellung ausfahrbar ist. Es ist eine Vorrichtung aus einem Auswurfkanal
und einem Brechkörper vorgesehen, bei der eine Aktivierung der Überrollschutzeinrichtung
geschossartig gegen die Scheibe austreibbar ist.
[0007] Am Fahrzeug ist das eingebaute Überrollschutzsystem durch eine - bezogen auf die
Einbaulage des Überrollschutzsystems am Kraftfahrzeug - oberhalb des Überrollkörpers
angeordnete Abdeckung verdeckt, welche an die Fahrzeugkontur angepasst ist. Um die
Sicherungsfunktion des Überrollschutzsystems zu gewährleisten, weist dabei die ein-
oder mehrteilige Abdeckung eine üblicherweise durch eine Klappe oder Kappe verdeckte
Durchtrittsöffnung auf, die im Gefahrenfall eine zuverlässige Verlagerung des Überrollkörpers
aus der Lagerungsposition in die Überschlagsposition ermöglicht. Eine derartige Ausgestaltung
weist jedoch den Nachteil auf, dass die Abdeckungen, insbesondere im Falle der Verwendung
von Klappen einen erhöhten Fertigungs- und Montageaufwand aufweisen, was wiederum
zu erhöhten Fertigungskosten führt.
[0008] Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Überrollschutzsystem
mit einer den Überrollkörper abdeckenden einfacheren Abdeckung bereitzustellen, die
eine zuverlässige Verlagerung des Überrollkörpers aus der Lagerungsposition in die
Überschlagsposition gewährleistet.
[0009] Die Erfindung löst die Aufgabe durch ein Überrollschutzsystem mit den Merkmalen des
Anspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen
angegeben.
[0010] Kennzeichnend für das erfindungsgemäße Überrollschutzsystem ist, dass eine den Überrollkörper
in der Einbaulage am Kraftfahrzeug überdeckende Abdeckung einen für die Verlagerung
des Überrollkörpers durch die Abdeckung strukturschwachen Durchtrittsbereich aufweist.
[0011] Das erfindungsgemäße Überrollschutzsystem macht sich den Vorteil von pyrotechnisch
Antriebseinheiten zunutze, wonach die derart angetriebenen Überrollkörper unmittelbar
nach der Auslösung eine hohe kinetische Energie aufweisen, die ausreicht, um die entsprechend
ausgestaltete Abdeckung an einem hierfür vorgesehenen Bereich, in dem sie von außen
betrachtet eine durchgehenden Oberfläche aufweisen kann, zu durchstoßen. Erfindungsgemäß
weist dabei die Abdeckung einen strukturschwachen Durchtrittsbereich auf, d. h., der
Durchtrittsbereich ist gegenüber dem umgebenden Bereich zumindest partiell mit einer
geringeren Festigkeit ausgestattet, so dass der angetriebene Überrollkörper die Abdeckung
in diesem Bereich problemlos und ohne Verzögerung durchstößt. Die definiert strukturschwach
ausgebildete Abdeckung gewährleistet dabei in zuverlässiger Weise, dass der Überrollkörper
an einer vorgegebenen Stelle durch die Abdeckung hindurch tritt, so dass es nicht
zu einer unvorhergesehenen Verlagerung der Abdeckung oder des Überrollkörpers infolge
des Zusammenwirkens mit dem ausgelösten Überrollkörper kommt. Durch die Ausgestaltung
der Abdeckung, insbesondere des strukturschwachen Durchtrittsbereich kann in besonders
zuverlässiger Weise der Bewegungsablauf des Überrollkörpers aus der Lagerungsposition
in die Überschlagsposition festgelegt werden.
[0012] Ein besonderer Vorteil in der erfindungsgemäßen Ausgestaltung besteht darin, dass
die Abdeckung einteilig hergestellt werden kann, was gegenüber mehrteiligen Abdeckungen
mit Klappen oder Kappen zu einem erheblichen Kostenvorteil fuhrt. Die Abdeckung kann
ohne Unterbrechungen ausgebildet sein und eine beliebige, vorzugsweise durchgehend
einheitliche Oberfläche aufweisen. Gegenüber einer Verwendung von mehrteiligen Abdeckungen
werden die sich dadurch ergebenden Nachteile, wie bspw. Farbunterschiede zwischen
der Klappe oder Kappe und der diese umgebenden Abdeckung sowie sich ggf. einstellende
Klappergeräusche besonders wirksam vermieden.
[0013] Die Ausgestaltung des Durchtrittsbereichs derart, dass dieser strukturschwach ausgebildet
ist, ist grundsätzlich frei wählbar. So kann das Material der Abdeckung, üblicherweise
ein Kunststoff, bspw. im Durchtrittsbereich einen Steifigkeitsunterschied aufweisen
oder die Abdeckung ist im Durchtrittsbereich durch ein von der übrigen Abdeckung abweichendes
Kunststoffmaterial hergestellt. Die Abdeckung weist jedoch im Durchtrittsbereich mindestens
eine Sollbruchstelle auf. Die Anordnung der Sollbruchstelle erfolgt dabei derart,
dass die Abdeckung im Zusammenwirken mit dem sich aufstellenden Überrollkörper in
vorgegebener Weise eine Öffnung für den Durchtritt des Überrollkörpers freigibt- Die
Sollbruchstelle bestimmt somit das Verhalten der Abdeckung im Kontakt mit dem Überrollkörper.
[0014] Die Sollbruchstelle lässt sich sowohl nach der Herstellung der Abdeckung, bspw. durch
geeignete spanabhebende Bearbeitungsverfahren oder bereits während des Herstellungsprozesses,
bspw. durch die Ausgestaltung einer entsprechenden Form im Falle der Ausbildung der
Abdeckung aus einem Kunststoffteil, herstellen, wobei diese an einer von außen nicht
sichtbaren Unterseite der Abdeckung angeordnet ist. Besonders vorteilhaftenveise weist
die Abdeckung im Bereich der Sollbruchstelle dabei eine gegenüber dem sie umgebenden
Bereich geringere Materialstärke auf, was sich sowohl durch spanabhebende Fertigungsverfahren
wie auch durch geeignete Kunststoffformgebungsverfahren besonders einfach und kostengünstig
realisieren lässt. So besteht bspw. die Möglichkeit, die Abdeckung im gesamten Durchtrittsbereich
in einer geringeren Dicke auszubilden, um ein zuverlässiges Durchstoßen des Überrollkörpers
zu gewährleisten.
[0015] Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Sollbruchstelle
jedoch durch eine in die Abdeckung eingebrachte Nut gebildet. Diese gibt in besonders
zuverlässiger Weise das Zerstörungsverhalten der Abdeckung im Zusammenwirken mit dem
Überrollkörper vor und lässt sich besonders kostengünstig herstellen. Die Ausrichtung
sowie die Anzahl der erforderlichen Nuten richtet sich dabei nach dem verwendeten
Überrollkörper sowie der eingesetzten pyrotechnischen Antriebseinheit, aus welcher
sich die für den Durchtritt durch die Abdeckung zur Verfügung stehende Energie ergibt.
[0016] Die Anordnung des Überrollkörpers relativ zu der den Überrollkörper überdeckenden
Abdeckung ist grundsätzlich frei wählbar. Zur Minimierung des für das Überrollschutzsystem
erforderlichen Bauraums ist nach einer Weiterbildung der Erfindung jedoch vorgesehen,
dass der Überrollkörper in der Lagerungsposition unmittelbar an die Abdeckung angrenzt,
bevorzugt mit dieser in Kontakt befindlich ist. Das erfindungsgemäße Überrollschutzsystem
macht sich den Vorteil, der sich aus der Verwendung einer pyrotechnischen Antriebseinheit
ergibt, zunutze, dass unmittelbar nach der Auslösung des pyrotechnischen Antriebs
eine ausreichende kinetische Energie zur Verfügung steht, die es ermöglicht, den Überrollkörper
unmittelbar an die Abdeckung angrenzend anzuordnen. Im Gegensatz zu mechanisch wirkenden
Antriebseinheiten, bspw. vorgespannten Federelemente, bei denen aufgrund der Trägheit
derartige Systeme zum Aufbau der notwendigen kinetischen Energie die Einhaltung von
Abständen zwischen dem Überrollkörper und der Abdeckung erforderlich ist, kann beim
erfindungsgemäßen System auf derartige Abstände verzichtet werden, so dass aufgrund
des reduzieren Bauraums für das Überrollschutzsystem am Fahrzeug ein erhöhter nutzbarer
Bauraum verbleibt. Der Überrollkörper ist dabei vorzugsweise in der Lagerungsposition
in Kontakt mit der Abdeckung befindlich. Bei einer im Abstand voneinander angeordneten
Anordnung ist diese in einem Abstand von weniger als 10 mm, bevorzugt weniger als
5 mm, besonders bevorzugt weniger als 2 mm, ausgebildet. Nach einer weiteren Ausgestaltung
der Erfindung ist an der der Abdeckung zugewandten Fläche an dem Überrollkörper und/oder
an der Abdeckung im Durchtrittsbereich ein Dämpfungselement angeordnet. Das Dämpfungselement
verhindert in besonders zuverlässiger Weise, dass es im Fahrbetrieb des Fahrzeugs
zu einer Geräuschbelästigung, wie bspw. Klappergeräuschen aufgrund von Relativbewegungen
der Abdeckung gegenüber dem Überrollkörper kommt. Die Ausgestaltung des Dämpfungselements
sowie dessen Anordnung an der Abdeckung und/oder dem Überrollkörper kann dabei in
beliebiger Weise erfolgen, wobei eine Klebung des Dämpfungselements eine besonders
einfache und kostengünstige Anordnung darstellt.
[0017] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Abdeckung zur formschlüssigen
Verbindung mit dem Überrollkörper ausgebildet. Auch diese Ausgestaltung, wonach die
Abdeckung an ihrem dem Überrollkörper zugewandten Bereich derart ausgebildet ist,
dass sie eine bspw. klemmende Anordnung des Überrollkörpers ermöglicht, verhindert
in besonders zuverlässiger Weise das Auftreten von Geräuschen aufgrund von Relativbewegungen
des Überrollkörpers gegenüber der Abdeckung. Verbindungsmittel können dabei bspw.
durch Kunststoffbügel oder dergleichen gebildet sein, die vorzugsweise einstückig
mit der Abdeckung ausgebildet sind.
[0018] Die Ausgestaltung der pyrotechnischen Antriebseinheit zur Verstellung des Überrollkörpers
aus der Lagerungsposition in die Überschlagsposition ist grundsätzlich freiwählbar.
Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist die pyrotechnische
Antriebseinheit jedoch einen Gasgenerator auf, der in einem mit dem Überrollkörper
gebildeten Arbeitsraum derart angeordnet ist, dass eine infolge der Auslösung des
Gasgenerators erfolgende Druckerhöhung im Arbeitsraum eine Verlagerung des Überrollkörpers
aus der Lagerungsposition durch die Abdeckung in die Überschlagsposition bewirkt.
Gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung bewirkt die sich in dem Arbeitsraum einstellende
Druckerhöhung, wobei unter einem abgegrenzten Arbeitsraum im Rahmen der Erfindung
ein zumindest während der Auslösung des Gasgenerators im Wesentlichen gasdicht ausgebildeter
Raum verstanden wird, der u. a. durch Abschnitte des Überrollkörpers gebildet ist,
unmittelbar eine Verstellung des Überrollkörpers aus der Lagerungsposition in die
det ist, unmittelbar eine Verstellung des Überrollkörpers aus der Lagerungsposition
in die Überschlagsposition. Gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung kann auf weitere
Bauelemente zur Bereitstellung der erforderlichen Antriebsenergie weitestgehend verzichtet
werden, da der Arbeitsraum bereits durch den Überrollkörper weitestgehend abgegrenzt
ist. Der Arbeitsraum kann dabei an beliebiger Stelle, vorzugsweise innerhalb des Überrollkörpers
gebildet sein, wobei neben einer Anordnung im Bereich des oberen Endes auch eine Anordnung
im Bereich eines unteren Endes des Überrollkörpers eine kostengünstige Herstellung
des Überrollschutzsystems ermöglicht.
[0019] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend mit Bezug auf die Zeichnungen
näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform eines Überrollschutzsystems und
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf eine Abdeckung des Überrollschutzsystems von Fig. 1.
[0020] Eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Überrollschutzsystems 1 ist in Fig.
1 mit einer partiell wiedergegebenen Abdeckung 5 dargestellt. Das Überrollschutzsystem
1 weist einen Überrollkörper 2 auf, der gegenüber einer als Kassette 4 ausgebildeten
Führungseinheit zwischen der in Fig. 1 dargestellten Lagerungsposition und einer hier
nicht dargestellten Überschlagsposition verstellbar ist.
[0021] Der über die Kassette 4, welche an einem fahrzeugfesten Träger 8 angeordnet ist,
an dem Fahrzeug angeordnete Überrollkörper 2 lässt sich zwischen der in Fig. 1 dargestellten
Lagerungsposition und einer hier nicht dargestellten Überschlagsposition verstellen.
Hierzu dient ein pyrotechnischer Antrieb, welcher innerhalb des als Hohlkörper ausgebildeten
Überrollkörpers 2 angeordnet ist.
[0022] Der Überrollkörper 2 bildet dabei gemeinsam mit einer einen Gasgenerator aufweisenden
Grundplatte einen abgegrenzten Arbeitsraum. Eine Auslösung des Gasgenerators mit einer
sich dabei einstellenden Druckerhöhung im Arbeitsraum bewirkt eine Verstellung des
Überrollkörpers 2 aus der unteren Lagerungsposition in die Überschlagsposition, wobei
sich der Überrollkörper 2 - bezogen auf die zeichnerische Darstellung - nach oben
durch die Abdeckung 5 bewegt.
[0023] Um eine zuverlässige Verlagerung des Überrollkörpers 2 zu erreichen, weist die Abdeckung
5 im Durchtrittsbereich 6 des Überrollkörpers 2 eine Sollbruchstelle 7 in Form einer
gelaserten Nut auf, durch die die Abdeckung im Durchtrittsbereich 6 eine Strukturschwächung
aufweist. Der angetriebene Überrollkörper 2 weist eine ausreichend hohe kinetische
Energie auf, um die Abdeckung 5 im Bereich der Durchtrittsöffnung 6 unter Aufbrechen
der Sollbruchstellen 7 zu durchstoßen.
[0024] Aufgrund der Verwendung eines pyrotechnischen Antriebs in Form eines Gasgenerators
erfolgt die Anordnung des Überrollkörpers 2 in der Lagerungsposition derart, dass
der Überrollkörper 2 mit seiner der Abdeckung 5 zugewandten Oberkante an einer Unterseite
der Abdeckung 5 im Bereich des Durchtrittsbereichs 6 anliegt.
1. Überrollschutzsystem für Kraftfahrzeuge, wie Cabriolets oder Roadster, mit
- einer an einem Kraftfahrzeug anordbaren Führungseinheit (4),
- einem zwischen einer Lagerungsposition und einer Überschlagsposition verstellbar
an der Führungseinheit (4) gelagerten Überrollkörper (2) und
- einer den Überrollkörper (2) im Bedarfsfall aus der Lagerungsposition in die Überschlagsposition
verstellenden pyrotechnischen Antriebseinheit,
- einer den Überrollkörper (2) in der Einbaulage am Kraftfahrzeug überdeckenden Abdeckung
(5) mit einem für die Verlagerung des Überrollkörpers (2) durch die Abdeckung (5)
strukturschwachen Durchtrittsbereich (6),
dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (5) im Durchtrittsbereich (6) aus einem Kunststoffteil ausgebildet
ist und mindestens eine Sollbruchstelle (7) aufweist, die an einer von außen nicht
sichtbaren Unterseite der Abdeckung (5) angeordnet ist, wobei der Überrollkörper (2)
in der Lagerungsposition in einem Abstand von weniger als 10 mm von der Abdeckung
(5) angeordnet ist.
2. Überrollschutzsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (5) im Bereich der Sollbruchstelle (7) eine gegenüber dem sie umgebenden
Bereich geringere Materialstärke aufweist.
3. Überrollschutzsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sollbruchstelle durch eine in die Abdeckung eingebrachte Nut (7) gebildet ist.
4. Überrollschutzsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Überrollkörper (2) in der Lagerungsposition unmittelbar an die Abdeckung (5)
angrenzend angeordnet ist, bevorzugt mit dieser in Kontakt befindlich ist.
5. Überrollschutzsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein an der Abdeckung (5) zugewandten Fläche an dem Überrollkörper (2) und/oder an
der Abdeckung (5) im Durchtrittsbereich (6) angeordnetes Dämpfungselement.
6. Überrollschutzsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (5) zur formschlüssigen Verbindung mit dem Überrollkörper (2) ausgebildet
ist.
7. Überrollschutzsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die pyrotechnische Antriebseinheit einen Gasgenerator aufweist, der in einem mit
dem Überrollkörper (2) gebildeten Arbeitsraum derart angeordnet ist, dass ein infolge
der Auslösung des Gasgenerators erfolgenden Druckerhöhung im Arbeitsraum eine Verlagerung
des Überrollkörpers (2) aus der Lagerungsposition durch die Abdeckung (5) in die Überschlagsposition
bewirkt.
1. Rollover protection system for motor vehicles, such as convertibles or roadsters,
comprising
- a guide unit (4) which can be arranged on a motor vehicle,
- a rollover body (2) mounted adjustably on the guide unit (4) between a storage position
and a rollover position, and
- a pyrotechnic drive unit which adjusts the rollover body (2), as required, from
the storage position to the rollover position,
- a cover (5) covering the rollover body (2) in the installed position on the motor
vehicle and having a structurally weak passage region (6) for the displacement of
the rollover body (2) through the cover (5),
characterised in that the cover (5) in the passage region (6) is formed from a plastic part and has at
least one predetermined breaking point (7) which is arranged on an underside of the
cover (5) not visible from outside, the rollover body (2) in the storage position
being arranged at a distance of less than 10 mm from the cover (5).
2. Rollover protection system according to Claim 1, characterised in that the cover (5) in the region of the predetermined breaking point (7) has a material
thickness less than that of the surrounding region.
3. Rollover protection system according to one of the preceding claims, characterised in that the predetermined breaking point is formed by a groove (7) made in the cover.
4. Rollover protection system according to one of the preceding claims, characterised in that the rollover body (2) in the storage position is arranged directly adjoining the
cover (5), preferably is in contact therewith.
5. Rollover protection system according to one of the preceding claims, characterised by a damping element arranged on the surface facing the cover (5) on the rollover body
(2) and/or a damping element arranged on the cover (5) in the passage region (6).
6. Rollover protection system according to one of the preceding claims, characterised in that the cover (5) is formed for form-fitting connection with the rollover body (2).
7. Rollover protection system according to one of the preceding claims, characterised in that the pyrotechnic drive unit has a gas generator which is arranged in a working space,
formed with the rollover body (2), in such a manner that a pressure increase in the
working space as a result of the triggering of the gas generator causes a displacement
of the rollover body (2) from the storage position through the cover (5) into the
rollover position.
1. Système de protection contre les tonneaux pour des véhicules automobiles, tels que
des cabriolets ou roadsters, avec
- une unité de guidage (4) pouvant être disposée au niveau d'un véhicule automobile,
- un corps anti-retournement (2) logé de manière déplaçable entre une position de
stockage et une position de capotage au niveau de l'unité de guidage (4) et
- une unité d'entraînement pyrotechnique déplaçant le corps anti-retournement (2)
en cas de besoin de la position de stockage à la position de capotage,
- un recouvrement (5) recouvrant le corps anti-retournement (2) dans la position d'installation
au niveau du véhicule automobile avec une zone de passage (6) à structure faible pour
le déplacement du corps anti-retournement (2) par le recouvrement (5),
caractérisé en ce que le recouvrement (5) est réalisé dans la zone de passage (6) en une partie en matière
plastique et présente au moins un point de rupture (7) qui est disposé au niveau d'un
côté inférieur non visible de l'extérieur du recouvrement (5), dans lequel le corps
anti-retournement (2) est disposé dans la position de stockage à une distance de moins
de 10 mm du recouvrement (5).
2. Système de protection contre les tonneaux selon la revendication 1, caractérisé en ce que le recouvrement (5) présente dans la zone du point de rupture (7) une épaisseur de
matériau plus faible par rapport à la zone l'entourant.
3. Système de protection contre les tonneaux selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que le point de rupture est formé par une rainure (7) introduite dans le recouvrement.
4. Système de protection contre les tonneaux selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que le corps anti-retournement (2) est disposé dans la position de stockage de manière
directement contiguë au recouvrement (5), est de préférence en contact avec celui-ci.
5. Système de protection contre les tonneaux selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé par un élément d'amortissement disposé au niveau de la surface tournée vers le recouvrement
(5) au niveau du corps anti-retournement (2) et/ou au niveau du recouvrement (5) dans
la zone de passage (6).
6. Système de protection contre les tonneaux selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que le recouvrement (5) est réalisé pour la liaison par complémentarité de formes avec
le corps anti-retournement (2).
7. Système de protection contre les tonneaux selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que l'unité d'entraînement pyrotechnique présente un générateur de gaz qui est disposé
dans un espace de travail formé avec le corps anti-retournement (2) de telle manière
qu'une augmentation de pression s'effectuant à la suite du déclenchement du générateur
de gaz dans l'espace de travail provoque un déplacement du corps anti-retournement
(2) de la position de stockage par le recouvrement (5) dans la position de capotage.