[0001] Die Erfindung betrifft ein Hausgerät, welches ein Gehäuse sowie eine in dem Gehäuse
angeordnete Komponente aufweist. In dem Gehäuse ist zumindest eine Öffnung zum Durchströmen
von Luft zum Kühlen der Komponente ausgebildet. Die Erfindung befasst sich außerdem
mit einem Verfahren zum Betreiben eines solchen Hausgeräts.
[0002] Die Erfindung geht von einem Hausgerät aus, wie es in der Druckschrift
WO 2009/059889 A1 beschrieben ist. Dieses Hausgerät ist ausgestaltet als ein Wäschetrockner, und zwar
ein Kondensationstrockner, welcher einen geschlossenen Kreislauf für die Prozessluft
aufweist, wie auch einen Kältemittelkreislauf. Mit Hilfe einer Wärmepumpe wird die
der Prozessluft entnommene Wärme selbiger Prozessluft wieder zugeführt. In den Kältemittelkreislauf
ist ein Kompressor eingebunden, welcher zum Komprimieren eines Kältemittels dient.
Es ist ein Gebläse bereitgestellt, mittels welchem Luft von außerhalb des Wäschetrockners
in das Geräteinnere angesaugt wird, nämlich über eine Ansaugöffnung in dem Gehäuse.
Durch diese angesaugte Luft wird der Kompressor gekühlt. Durch die Kühlung des Kompressors
wird der Problematik begegnet, dass sich selbiger während eines Trocknungsprozesses
auf Grund einer zu hohen Temperatur ausschaltet. Es sind außerdem Austrittsöffnungen
in dem Gehäuse ausgebildet, durch welche die angesaugte Luft aus dem Gehäuse wieder
nach außen ausströmt. Also wird durch die Ansaugöffnung Luft in das Gehäuseinnere
angesaugt, nämlich mit Hilfe des Gebläses, zum Kühlen des Kompressors herangezogen
und anschließend wieder über die Austrittsöffnungen aus dem Gehäuse ausgelassen.
[0003] Die nach dem Prioritätstag der vorliegenden Anmeldung veröffentlichte Druckschrift
DE 10 2008 055 088 A1 beschreibt einen Wäschetrockner mit einer Wärmepumpe, die einen Kompressor beinhaltet.
In einem Gehäuse ist eine Durchgangsöffnung ausgebildet, durch welche Kühlluft in
einen Luftkanal eingeleitet wird. Der Kompressor wird mit der Kühlluft gekühlt. Im
Luftkanal sind Lamellen angeordnet, mittels welcher ein durchströmbarer Querschnitt
des Luftkanals variabel verstellbar ist.
[0004] Es ist außerdem Stand der Technik, zum Kühlen des Kompressors den Boden des Gehäuses
mit einer Öffnung zu versehen. Dann kann die Luft auch über die im Boden ausgebildete
Öffnung in das Innere des Gehäuses eintreten, um den Kompressor zu kühlen.
[0005] Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Weg aufzuzeigen, wie der Betriebskomfort eines
Hausgeräts der eingangs genannten Gattung im Vergleich zum Stand der Technik noch
weiter erhöht werden kann.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Hausgerät wie auch durch ein Verfahren
mit den Merkmalen gemäß jeweiligem unabhängigem Patentanspruch gelöst. Vorteilhafte
und bevorzugte Ausführungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Patentansprüche
und der nachfolgenden Beschreibung. Dabei entsprechen im Rahmen des technisch Sinnvollen
bevorzugten Ausführungen des Hausgeräts stets auch bevorzugte Ausführungen des Verfahrens
und umgekehrt, und dies auch dann, wenn darauf hierin nicht im Einzelnen hingewiesen
ist.
[0007] Ein erfindungsgemäßes Hausgerät umfasst ein Gehäuse sowie eine in dem Gehäuse angeordnete
Komponente. In dem Gehäuse ist zumindest eine Öffnung für Luft zum Kühlen der Komponente
ausgebildet. Es sind bei dem Hausgerät Verdeckmittel bereitgestellt, die zum zumindest
partiellen Verdecken der zumindest einen Öffnung dienen.
[0008] Der Erfindung liegt zunächst die Erkenntnis zu Grunde, dass manche Hausgeräte, insbesondere
Wäschetrockner - vor allem Kondenswäschetrockner mit einer Wärmepumpe - verhältnismäßig
viel Geräusch erzeugen. Die Erfindung beruht weiterhin auf der Erkenntnis, dass es
sich bei diesen Hausgeräten um solche handelt, die über eine Öffnung für die Luft
zum Kühlen einer Komponente verfügen, nämlich insbesondere zum Kühlen eines Kompressors
eines Kältemittelkreislaufs. Zahlreiche Messungen haben gezeigt, dass ein solches
Hausgerät ein Geräusch erzeugt, dessen Geräuschpegel um einige Dezibel höher als bei
einem Hausgerät ohne eine solche Öffnung liegt. Die erfindungsgemäßen Verdeckmittel
ermöglichen also die Reduktion der Geräuschentwicklung des Hausgeräts und erhöhen
somit den Betriebskomfort im Vergleich zum Stand der Technik erheblich.
[0009] Das Hausgerät ist vorzugsweise ein Wäschetrockner und ganz besonders bevorzugt ein
Kondenswäschetrockner, insbesondere mit einer Wärmepumpe. Gerade bei einem Kondenswäschetrockner
mit einer Wärmepumpe erweisen sich die Verdeckmittel als besonders vorteilhaft. Solche
Wäschetrockner können nämlich über Öffnungen im Gehäuse verfügen, die zum Ein- oder
Auslassen von Luft zum Kühlen einer Komponente des Wäschetrockners dienen, nämlich
insbesondere zum Kühlen eines Kompressors einer Wärmepumpe. Werden diese Öffnungen
nun mit Hilfe der Verdeckmittel zumindest teilweise verdeckt, so wird die Geräuschentwicklung
von solchen Wäschetrockner auf ein Minimum reduziert.
[0010] Die Komponente, welche durch die Luft gekühlt werden soll, ist bevorzugt ein Kompressor
einer Wärmepumpe.
[0011] Also sind bei dem erfindungsgemäßen Hausgerät Verdeckmittel zum zumindest partiellen
Verdecken der zumindest einen Öffnung bereitgestellt. Hinsichtlich der Verdeckmittel
sind verschiedenste - sich ergänzende oder alternative - Ausführungsformen vorgesehen:
Prinzipiell können die Verdeckmittel ein Abdeckelement umfassen, durch welches ein
durchströmbarer Querschnitt der zumindest einen Öffnung verringert ist. Bei dieser
Ausführungsform ist die zumindest eine Öffnung also mittels eines Abdeckelements verdeckt,
welches bevorzugt mit dem Gehäuse bewegungsstarr verbunden und somit unbeweglich an
dem Gehäuse angebracht ist. Durch das Abdeckelement kann die zumindest eine Öffnung
lediglich teilweise oder gar vollständig verdeckt werden; ist die zumindest eine Öffnung
mittels des Abdeckelements vollständig verdeckt, so ist der frei durchströmbare Querschnitt
der Öffnung auf Null reduziert. Bei dieser Ausführungsform ist das Abdeckelement vorzugsweise
aus einem luftdurchlässigen und lärmdämpfenden Material bereitgestellt; zum Beispiel
kann das Abdeckelement aus Vliesstoff, vorzugsweise Baumwollvlies, und/oder aus einer
luftdurchlässigen Membran ausgebildet sein.
[0012] Die oben dargestellte Ausführungsform, bei welcher die Verdeckmittel ein einfaches,
mit dem Gehäuse bewegungsstarr verbundenes und somit unbewegliches Abdeckelement aufweisen,
ist technisch besonders einfach zu realisieren und sorgt dennoch für eine ausreichende
Reduktion des Geräuschs. Es wird also ohne viel Aufwand ein Hausgerät bereitgestellt,
bei welchem einerseits die Geräuschentwicklung auf ein Minimum reduziert ist und anderseits
eine ausreichende Kühlung der Komponente gewährleistet werden kann.
[0013] Es hat sich als besonders vorteilhaft herausgestellt, wenn die Verdeckmittel ein
bewegliches Abdeckelement umfassen: Ein solches Abdeckelement ist bevorzugt zwischen
einer Verdeckstellung und einer Freigabestellung bewegbar. In der Verdeckstellung
kann das Abdeckelement die zumindest eine Öffnung zumindest überwiegend - insbesondere
vollständig bzw. flächendeckend - verdecken; in der Freigabestellung kann das Abdeckelement
die zumindest eine Öffnung freigeben. Diese Ausführungsform hat den Vorteil, dass
die zumindest eine Öffnung bedarfsgerecht und wahlweise verdeckt oder freigegeben
werden kann. Es kann somit wahlweise die Geräuschentwicklung auf ein Minimum reduziert
werden oder der frei durchströmbare Querschnitt der Öffnung kann auf ein Maximum eingestellt
werden, nämlich zur Kühlung der Komponente.
[0014] Das bewegliche Abdeckelement kann auch zumindest eine Zwischenstellung, und insbesondere
eine Vielzahl von Zwischenstellungen, noch bevorzugter unendlich viele Zwischenstellungen,
einnehmen. Das bewegliche Abdeckelement kann zwischen der Verdeckstellung und der
Freigabestellung also stufenweise bewegt werden; alternativ kann das bewegliche Abdeckelement
stufenlos zwischen der Verdeckstellung und der Freigabestellung bewegbar sein. Durch
die zumindest eine Zwischenstellung werden auch Zwischenstufen für die Kühlung der
Komponente, wie auch Zwischenstufen für die Lärmemission ermöglicht.
[0015] Prinzipiell kann das bewegliche Abdeckelement - wie das unbewegliche Abdeckelement
- aus einem luftdurchlässigen Material bereitgestellt sein. Es hat sich jedoch als
besonders vorteilhaft herausgestellt, wenn das bewegliche Abdeckelement luftundurchlässig
ist. Das bewegliche Abdeckelement kann ein eigensteifes Element sein. Es kann beispielsweise
aus Kunststoff oder aus Metall bereitgestellt sein. Somit kann die Lärmemission im
Vergleich zu einem luftdurchlässigen Material reduziert werden.
[0016] Das bewegliche Abdeckelement kann beispielsweise an dem Gehäuse schwenkbar gelagert
sein. Es kann in Form einer Klappe oder ähnliches bereitgestellt sein, welche an dem
Gehäuse zwischen der Verdeckstellung und der Freigabestellung schwenkbar gelagert
ist. Es kann alternativ in Form einer Lamelle ausgebildet sein, die an dem Gehäuse
um eine Drehachse in der Weise drehbar gelagert ist, dass sich selbige Drehachse im
Wesentlichen in der Ebene der Öffnung erstreckt. Das bewegliche Element kann am Gehäuse
auch verschiebbar gelagert sein; dann ist das Abdeckelement zwischen der Verdeckstellung
und der Freigabestellung verschiebbar, insbesondere parallel zu der Ebene der Öffnung
verschiebbar. Es kann prinzipiell ein einziges bewegliches Abdeckelement bereitgestellt
sein; es können aber auch zwei oder mehrere bewegliche Abdeckelemente vorgesehen sein,
die an dem Gehäuse bewegbar angeordnet sind.
[0017] In einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass das bewegliche Abdeckelement
von der Verdeckstellung in die Freigabestellung und zurück durch eine Bedienperson
manuell verbringbar ist. Dies bedeutet, dass die Bedienperson das Abdeckelement zwischen
der Verdeckstellung und der Freigabestellung frei bewegen - also beispielsweise frei
schwenken und/oder drehen und/oder verschieben - kann. Es wird somit der Bedienperson
auf technisch einfachste Weise die Möglichkeit gegeben, den Grad der Kühlung der Komponente
frei einzustellen.
[0018] Ergänzend oder alternativ kann das Hausgerät elektromechanische Antriebsmittel aufweisen,
die zum Bewegen des Abdeckelements von der Verdeckstellung in die Freigabestellung
und zurück dienen. Das Hausgerät kann dann auch eine Steuereinrichtung umfassen, die
die elektromechanischen Antriebsmittel ansteuert. Dies ist besonders komfortabel:
die Bedienperson muss das bewegliche Abdeckelement insbesondere nicht selbst manuell
bewegen, sondern das Abdeckelement kann durch die elektromechanischen Antriebsmittel
automatisch zwischen der Verdeckstellung und der Freigabestellung bewegt werden. Diese
Ausführungsform hat auch weitere diverse Vorteile; sie ermöglicht insbesondere die
Bereitstellung zusätzlicher Trocknungsprogramme und/oder die Steuerung der bereits
vorhandenen Trocknungsprogramme abhängig von der jeweils augenblicklichen Stellung
des beweglichen Abdeckelements. Diese Ausführungsform ermöglicht darüber hinaus die
Bereitstellung einer Zusatzfunktion bei dem Wäschetrockner, nämlich die Reduktion
der Lärmemission. Eine solche Zusatzfunktion kann beispielsweise mit "Lärm-Reduktion"
bezeichnet werden.
[0019] Also kann das bewegliche Abdeckelement zwischen der Verdeckstellung und der Freigabestellung
abhängig von einer Eingabe der Bedienperson an einer Bedieneinrichtung des Hausgeräts
bewegt werden. Die Steuereinrichtung kann dann eine Eingabe empfangen, die die Bedienperson
an der Bedieneinrichtung vornimmt; die Steuereinrichtung kann abhängig von der empfangenen
Eingabe die Antriebsmittel ansteuern und hierdurch das Abdeckelement bewegen. Eine
solche Vorgehensweise ist besonders benutzerfreundlich. Die Bedienperson kann beispielsweise
einen Knopf drücken bzw. eine Taste betätigen, und das bewegliche Abdeckelement wird
bewegt. Für die Bedienung sind unterschiedlichste Ausführungsformen sinnvoll möglich:
Die Bedienperson kann die Bedieneinrichtung einmal betätigen, um das bewegliche Abdeckelement
beispielsweise von der Verdeckstellung in die Freigabestellung zu bewegen. Ein weiteres
Betätigen der Bedieneinrichtung hat dann die Bewegung des Abdeckelements zurück von
der Freigabestellung in die Verdeckstellung zur Folge. Es kann ergänzend oder alternativ
vorgesehen sein, dass das Abdeckelement kontinuierlich während eines über längere
Zeit andauernden Drückens eines Knopfs zwischen der Freigabestellung und Verdeckstellung
bewegt wird. Dann kann die Bedienperson so lange die Bedieneinrichtung betätigen,
bis das bewegliche Abdeckelement die gewünschte Zwischenstellung eingenommen hat.
[0020] Wie bereits ausgeführt, können durch das Vorhandensein der elektromechanischen Antriebsmittel
neue Arbeitsprogramme (im Falle eines Wäschetrockners auch als Trocknungsprogramme
zu bezeichnen) bereitgestellt bzw. bereits vorhandene Arbeitsprogramme umgestaltet
werden. Es steht nämlich für das Ausführen der Arbeitsprogramme ein zusätzlicher Parameter
zur Verfügung, welcher durch die Steuereinrichtung eingestellt werden kann. Dieser
Parameter ist die Stellung des beweglichen Abdeckelements. Also ist in einer Ausführungsform
vorgesehen, dass die Steuereinrichtung die Antriebsmittel in Abhängigkeit von einem
ausgewählten Arbeitsprogramm ansteuert. Bei manchen zur Verfügung stehenden Arbeitsprogrammen
kann das bewegliche Abdeckelement die Verdeckstellung einnehmen und somit die zumindest
eine Öffnung verdecken; in anderen Trocknungsprogrammen kann das Abdeckelement die
Freigabestellung einnehmen und die zumindest eine Öffnung freigeben. In noch anderen
Trocknungsprogrammen kann das Abdeckelement eine Zwischenstellung einnehmen. Der Bedienperson
werden somit einerseits solche Arbeitsprogramme zur Verfügung gestellt, in denen das
Hausgerät geräuschreduziert betrieben wird; andererseits werden der Bedienperson auch
solche Arbeitsprogramme zur Verfügung gestellt, in denen der Grad der Kühlung der
Komponente maximal ist.
[0021] Es hat sich als besonders vorteilhaft herausgestellt, wenn die Steuereinrichtung
zumindest einen Parameter eines Arbeitsprozesses des Hausgeräts in Abhängigkeit von
einer aktuellen Stellung des beweglichen Abdeckelements einstellt. Wird das bewegliche
Abdeckelement manuell durch die Bedienperson bewegt, so kann eine Sensoreinrichtung
vorgesehen sein, die die jeweils augenblickliche Stellung des Abdeckelements ermittelt.
Sind die oben genannten elektromechanischen Antriebsmittel zum Bewegen des Abdeckelements
bereitgestellt, so ist die jeweils augenblickliche Stellung des Abdeckelements der
Steuereinrichtung prinzipiell bekannt, und es kann gegebenenfalls auf die Sensoreinrichtung
verzichtet werden. Durch das Einstellen des zumindest einen Parameters eines Arbeitsprozesses
in Abhängigkeit von der aktuellen Stellung des Abdeckelements wird der Ablauf des
Arbeitsprozesses quasi an die aktuelle Stellung des Abdeckelements und somit an den
aktuellen Grad der Kühlung der Komponente angepasst. Somit kann der Arbeitsprozess
in jedem Fall ordnungsgemäß abgeschlossen werden, nämlich unabhängig von der Stellung
des Abdeckelements.
[0022] In Abhängigkeit von der aktuellen Stellung des Abdeckelements kann die Steuereinrichtung
beispielsweise eine Zeitdauer des Arbeitsprozesses steuern. Diese Ausführungsform
beruht auf der Tatsache, dass bei einem geringeren Grad der Kühlung der Komponente
- insbesondere wenn selbige Komponente ein Kompressor einer Wärmepumpe ist - eine
längere Zeitdauer für den entsprechenden Arbeitsprozess als bei einem höheren Grad
der Kühlung erforderlich ist. Wird nun die Zeitdauer des Arbeitsprozesses an die aktuelle
Stellung des Abdeckelements angepasst, so kann ein gewünschtes Ergebnis des Arbeitsprozesses,
beispielsweise der Trocknung von Wäschestücken, erzielt werden.
[0023] Die Steuereinrichtung kann ergänzend oder alternativ auch eine Drehzahl zumindest
eines Elektromotors in Abhängigkeit von der aktuellen Stellung des Abdeckelements
steuern. Durch selbigen Elektromotor kann beispielsweise ein Prozessluftgebläse und/oder
die zu kühlende Komponente - insbesondere ein Kompressor - und/oder eine Wäschetrommel
und/oder ein Gebläse angetrieben werden, mittels welchem Luft durch die zumindest
eine Öffnung in das Geräteinnere angesaugt wird. Dies kann beispielsweise so erfolgen,
dass die Drehzahl des Prozessluftgebläses bei einer verdeckten Öffnung höher als bei
einer freigegebenen Öffnung eingestellt wird. Es kann auch vorgesehen sein, dass die
Drehzahl des Gebläses, durch welches Luft über die zumindest eine Öffnung angesaugt
wird, bei einer verdeckten Öffnung reduziert wird, beispielsweise auch auf Null U/min
reduziert wird.
[0024] Es kann eine Ansaugöffnung sein, welche durch die Verdeckmittel zumindest teilweise
verdeckt werden kann. Das Hausgerät kann ein Gebläse umfassen, welches zum Ansaugen
der Luft über diese Ansaugöffnung in das Gehäuse dient. Somit kann Luft von außerhalb
des Hausgeräts in das Geräteinnere angesaugt werden, und die Komponente - insbesondere
ein Kompressor einer Wärmepumpe - kann durch die angesaugte Luft gekühlt werden. Um
die Geräuschentwicklung auf ein Minimum zu reduzieren, kann die Ansaugöffnung - anders
als im Gegenstand gemäß Druckschrift
WO 2009/059889 A1 - in einer Rückwand des Hausgeräts ausgebildet sein. Da jedoch Auslassöffnungen zum
Ausströmen von angesaugter Luft auch in der Rückwand des Hausgeräts ausgebildet sein
können, kann die Ansaugöffnung - wie im Gegenstand gemäß der soeben erwähnten Druckschrift
- in einer Vorderwand des Hausgeräts ausgebildet sein, um das erneute Ansaugen von
ausgelassener warmer Luft zu vermeiden. Es hat sich dabei als besonders vorteilhaft
herausgestellt, wenn insgesamt zwei Ansaugöffnungen im Gehäuse ausgebildet sind, nämlich
eine erste Ansaugöffnung in der Vorderwand und eine zweite Ansaugöffnung in der Rückwand
des Gehäuses. Für die beiden Ansaugöffnungen kann ein gemeinsames Gebläse vorgesehen
sein: Von den beiden Ansaugöffnungen kann jeweils ein Ansaugkanal zum gemeinsamen
Gebläse führen. Dies bedeutet, dass die jeweiligen Ansaugkanäle an dem gemeinsamen
Gebläse zusammengeführt sind. Die angesaugte Luft kann dann an die Komponente abgegeben
werden, bevor sie aus dem Geräteinneren austritt, nämlich über die Austrittsöffnungen.
Die Verdeckmittel können wenigstens zum Verdecken derjenigen Ansaugöffnung ausgebildet
sein, welche in der Vorderwand des Gehäuses ausgebildet ist. Wird die Ansaugöffnung
in der Vorderwand durch die Verdeckmittel verdeckt, so kann die Luft in diesem Falle
über die Ansaugöffnung in der Rückwand angesaugt werden. Die Verdeckmittel können
aber auch die in der Rückwand ausgebildete Ansaugöffnung verdecken. Die Verdeckmittel
können beispielsweise für jede Ansaugöffnung ein separates bewegliches Abdeckelement
beinhalten, so dass die Ansaugöffnungen jeweils unabhängig voneinander verdeckt oder
freigegeben werden können. Das Bereitstellen von zwei Ansaugöffnungen, einer in der
Vorderwand und einer in der Rückwand, hat den Vorteil, dass die Geräuschentwicklung
des Hausgeräts durch Verdecken der Ansaugöffnung in der Vorderwand reduziert und gleichzeitig
die Komponente gekühlt werden kann, nämlich über die Ansaugöffnung in der Rückwand.
Es hat sich nämlich herausgestellt, dass das Ansaugen von Luft über eine in der Rückwand
ausgebildete Ansaugöffnung im Allgemeinen weniger Lärm als das Ansaugen der Luft über
die Ansaugöffnung in der Vorderwand erzeugt.
[0025] Es kann ergänzend oder alternativ auch eine in einem Boden des Gehäuses ausgebildete
Öffnung sein, die durch die Verdeckmittel zumindest teilweise verdeckt werden kann.
Bei dieser Öffnung sind vorzugsweise kein Ansaugkanal und kein Gebläse vorgesehen;
sie ist im Boden des Gehäuses vorzugsweise unmittelbar unterhalb der Komponente, insbesondere
des Kompressors, ausgebildet. Ist diese Öffnung freigegeben, so kann über sie Wärme
nach außerhalb des Gehäuses abgegeben werden. Ist sie durch die Verdeckmittel verdeckt,
so wird die Geräuschemission durch diese Öffnung verhindert.
[0026] Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren zum Betreiben eines Wäschetrockners wird in
einem Gehäuse des Hausgeräts zumindest eine Öffnung zum Ein- und/oder Ausströmen von
Luft zum Kühlen einer Komponente des Hausgeräts ausgebildet. Die zumindest eine Öffnung
wird mittels Verdeckmitteln zumindest teilweise verdeckt.
[0027] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, der Figur und der
Figurenbeschreibung. Alle vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen
sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in der Figur alleine
gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen
Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder auch in Alleinstellung verwendbar.
[0028] Die Erfindung wird nun anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels, wie auch unter
Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung näher erläutert, wobei die einzige Figur in
schematischer Darstellung ein Hausgerät in Ausgestaltung als ein Wäschetrockner gemäß
einer Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht.
[0029] Ein Hausgerät 1 ist im Ausführungsbeispiel ein Kondenswäschetrockner 1. Dieser Wäschetrockner
1 umfasst ein Gehäuse 2, in welchem eine Wäschetrommel 3 angeordnet ist, in welche
Wäschestücke 4 aufgenommen sind. Ein geschlossener Prozessluftkreislauf 5 ist bereitgestellt,
in welchem - angetrieben durch ein Prozessluftgebläse 6 - ein Prozessluftstrom zirkuliert,
welcher Feuchtigkeit aus den Wäschestücken 4 aufnimmt und abführt. Durch eine Heizung
7 wird die Prozessluft vor dem Eintritt in die Wäschetrommel 3 erwärmt. Nachdem die
so erwärmte Prozessluft die auf Grund der Rotation der Wäschetrommel 3 um eine Drehachse
8 in selbiger Wäschetrommel 3 umher fallenden Wäschestücke 4 unter Aufnehmen von Feuchtigkeit
umströmt hat, verlässt sie die Wäschetrommel 3 und gelangt zu einem Wärmetauscher
bzw. Verdampfer 9. Dort wird sie abgekühlt, so dass die mitgeführte Feuchtigkeit auskondensiert,
sich als Kondensatwasser an den Strukturen des Verdampfers 9 niederschlägt und in
einer unterhalb des Verdampfers 9 angeordneten Kondensatwasserwanne 10 abtropft.
[0030] Der Wäschetrockner 1 umfasst eine Wärmepumpe 11, die folgende Komponenten beinhaltet:
den Verdampfer 9, einen zwischen dem Verdampfer 9 und dem Gebläse 6 angeordneten weiteren
Wärmetauscher 12 - welcher ein Verflüssiger ist -, eine Drossel 13 sowie einen Kompressor
14. Die Wärmepumpe 11 beinhaltet einen geschlossenen Kältemittelkreislauf 15, in welchem
ein flüssiges Kältemittel zirkuliert.
[0031] In einer Vorderwand 16 des Gehäuses 2 ist eine Türöffnung 17 ausgebildet, über welche
die Wäschestücke 4 in die Wäschetrommel 3 eingeführt werden können. Diese Türöffnung
17 kann auf herkömmliche Art und Weise mit einer Tür verschlossen werden.
[0032] Es sind im Wäschetrockner 1 eine Vielzahl von Antriebsmotoren 18, 19, 20 und 21 bereitgestellt;
der Antriebsmotor 18 dient zum Antreiben der Wäschetrommel 3; der Antriebsmotor 19
dient zum Antreiben des Prozessluftgebläses 6; der Antriebsmotor 20 dient zum Antreiben
des Kompressors 14; der Antriebsmotor 21 dient zum Antreiben eines weiteren Gebläses
22. Dieses Gebläse 22 ist - wie weiter unten näher beschrieben wird - ein Teil einer
Kühlvorrichtung für den Kompressor 14.
[0033] Der Wäschetrockner 1 umfasst außerdem eine Steuereinrichtung 23, die beispielsweise
einen digitalen Signalprozessor und/oder einen Mikrokontroller beinhalten kann. Die
Steuereinrichtung 23 dient zum Steuern von Trocknungsprozessen des Wäschetrockners
1. Die Steuereinrichtung 23 umfasst einen Speicher 24, in welchem Daten betreffend
eine Vielzahl von Trocknungsprogrammen des Wäschetrockners 1 gespeichert sind. Die
Steuereinrichtung 23 steuert die Antriebsmotoren 18 bis 21, wie auch die Heizung 7
an, nämlich jeweils über eine Steuerleitung 25.
[0034] Wie bereits ausgeführt, ist im Wäschetrockner 1 eine Kühlvorrichtung zum Kühlen des
Kompressors 14 bereitgestellt. Diese Kühlvorrichtung umfasst das Gebläse 22, von welchem
ein Kühlluftkanal 26 in Richtung zum Kompressor 14 und zum Antriebsmotor 20 geführt
ist. Eine Luftaustrittsöffnung 27 des Kühlluftkanals 26 befindet sich in unmittelbarer
Nähe des Kompressors 14, nämlich beispielsweise in einem Abstand kleiner 5 cm vom
Kompressor 14. An das Gebläse 22 sind eingangsseitig zwei Ansaugkanäle 28, 29 angeschlossen,
über welche kalte Luft von außerhalb des Gehäuses 2 angesaugt werden kann, nämlich
mit Hilfe des Gebläses 22. Dazu sind in dem Gehäuses 2 zwei Ansaugöffnungen 30, 31
ausgebildet; die erste Ansaugöffnung 30 ist in der Vorderwand 16 unterhalb der Türöffnung
17 ausgebildet, und die zweite Ansaugöffnung 31 ist in einer Rückwand 32 des Gehäuses
2 ausgebildet. Der Ansaugkanal 28 führt dabei von der ersten Ansaugöffnung 30 zum
Gebläse 22, während der Ansaugkanal 29 von der zweiten Ansaugöffnung 31 zum Gebläse
22 führt. Also kann die Luft von außerhalb des Gehäuses 2 über die Ansaugöffnungen
30, 31 in das Geräteinnere angesaugt werden, nämlich durch das Gebläse 22. Diese kalte
Luft strömt aus dem Kühlluftkanal 26 über die Austrittsöffnung 27 in das Geräteinnere
aus, strömt über den Kompressor 14 und tritt aus dem Gehäuse 2 heraus, nämlich durch
eine Vielzahl von Austrittsöffnungen 33 in der Rückwand 32. Ein Kühlluftstrom ist
in der Figur mit 34 bezeichnet.
[0035] Die Kühlvorrichtung sorgt für eine zulässige Temperatur des Kompressors 14, so dass
selbiger Kompressor 14 während eines Trocknungsprozesses nicht abgeschaltet werden
muss, nämlich dann, wenn seine Temperatur einen vorbestimmten Grenzwert überschreitet.
Allerdings erhöht sich beim Kühlen des Kompressors 14 insgesamt der Lärmpegel; der
Wäschetrockner 1 ist um einige dB lauter als ohne die Kühlvorrichtung. Eine Lärmemission
findet außerdem über eine weitere Öffnung 35 statt, welche in einem Boden 36 des Gehäuses
2 - etwa mittig - ausgebildet ist. Diese Öffnung 35 kann eine kreisförmige Öffnung
sein und einen relativ großen Durchmesser aufweisen. Dieser Durchmesser kann beispielsweise
in einem Wertebereich von 10 cm bis 30 cm liegen. Auch diese Öffnung 35 dient zum
Kühlen des Kompressors 14; sie befindet sich nämlich unmittelbar unterhalb des Kompressors
14.
[0036] Um den Lärmpegel im Vergleich zum Stand der Technik zu reduzieren, könnte man prinzipiell
auf die erste Ansaugöffnung 30 verzichten und die kalte Luft lediglich über die zweite
Ansaugöffnung 31 ansaugen. Im Vergleich zu der ersten Ansaugöffnung 30 ist die Lärmemission
durch die zweite Ansaugöffnung 31 nämlich deutlich geringer. Man möchte jedoch eine
solche Situation vermeiden, dass durch das Gebläse 22 lediglich warme Luft angesaugt
wird, welche durch die Austrittsöffnungen 33 aus dem Gehäuse 2 austritt. Aus diesem
Grund ist im Ausführungsbeispiel also auch die erste Ansaugöffnung 30 gegeben. Um
die Geräuschentwicklung des Wäschetrockners 1 auf ein Minimum zu reduzieren, sind
Verdeckmittel 37 bereitgestellt, welche im Ausführungsbeispiel zum Verdecken der ersten
Ansaugöffnung 30 und der im Boden 36 ausgebildeten Öffnung 35 dienen.
[0037] Die Verdeckmittel 37 umfassen ein erstes Abdeckelement 38, welches zum Verdecken
der ersten Ansaugöffnung 30 dient. Prinzipiell kann dieses Abdeckelement 38 fest an
dem Gehäuse 2 - nämlich an der Vorderwand 16 - angebracht sein und somit mit dem Gehäuse
2 bewegungsstarr verbunden sein. Dann ist das Abdeckelement 38 aus einem luftdurchlässigen
Material bereitgestellt, beispielsweise aus Baumwollvlies. Bevorzugt ist das Abdeckelement
38 jedoch als bewegliches Abdeckelement 38 ausgebildet. Es ist im Ausführungsbeispiel
an dem Gehäuse 2 bewegbar gelagert. In einer Ausführungsform ist das Abdeckelement
38 an dem Gehäuse 2 schwenkbar gelagert. Hierzu kann eine Schwenkeinrichtung 39 bereitgestellt
sein, mittels welcher das Abdeckelement 38 zwischen einer in der Figur dargestellten
Verdeckstellung und einer Freigabestellung verschwenkt werden kann. In der Verdeckstellung
ist die erste Ansaugöffnung 30 verdeckt - ein durchströmbarer Querschnitt 40 der Ansaugöffnung
30 ist reduziert und beträgt Null. In der Freigabestellung hingegen ist die erste
Ansaugöffnung 30 freigegeben - der frei durchströmbare Querschnitt 40 entspricht dem
tatsächlichen Querschnitt der Ansaugöffnung 30. Die Schwenkeinrichtung 39 kann beispielsweise
ein Scharnier oder ähnliches sein. Also kann das erste Abdeckelement 38 zwischen der
Verdeckstellung und der Freigabestellung verschwenkt werden, wie dies in der Figur
mit Hilfe eines Pfeils 41 angedeutet ist.
[0038] In einer Ausführungsform ist das erste Abdeckelement 38 verschiebbar an dem Gehäuse
2 gelagert, nämlich in einer mit 42 bezeichneten Richtung. Das erste Abdeckelement
38 kann in vertikaler Richtung 32 oder alternativ in horizontaler Richtung verschiebbar
sein. Hierzu kann beispielsweise eine Führung bereitgestellt sein, entlang welcher
das Abdeckelement 38 zwischen der Verdeckstellung und der Freigabestellung verschiebbar
ist.
[0039] Das erste Abdeckelement 38 kann zwischen der Verdeckstellung und der Freigabestellung
prinzipiell durch eine Bedienperson manuell verbringbar sein. Es hat sich jedoch als
besonders vorteilhaft herausgestellt, wenn elektromechanische Antriebsmittel 43 bereitgestellt
sind, die zum automatischen Bewegen des ersten Abdeckelements 38 ausgebildet sind.
Diese Antriebsmittel 43 können beispielsweise ein Stellglied, insbesondere einen Antriebsmotor,
beinhalten. Die Antriebsmittel 43 sind über eine Steuerleitung 25 mit der Steuereinrichtung
23 verbunden; die Steuereinrichtung 23 steuert die Antriebsmittel 43 an und kann somit
das erste Abdeckelement 38 zwischen der Verdeckstellung und der Freigabestellung bewegen,
insbesondere so, dass das Abdeckelement 38 auch Zwischenstellungen einnehmen kann.
[0040] Die Verdeckmittel 37 beinhalten außerdem ein zweites Abdeckelement 44, welches zum
Verdecken der Öffnung 35 ausgebildet ist. Das zweite Abdeckelement 44 ist im Ausführungsbeispiel
an dem Boden 36 verschiebbar gelagert und kann - wie das erste Abdeckelement 38 -
zwischen einer Verdeckstellung und einer Freigabestellung verschoben werden, nämlich
in horizontaler Richtung 45. Es kann beispielsweise eine Führung oder ähnliches bereitgestellt
sein, entlang welcher das zweite Abdeckelement 44 bewegt werden kann. Auch für das
zweite Abdeckelement 44 kann der Wäschetrockner 1 elektromechanische Antriebsmittel
46 aufweisen, welche zum automatischen bewegen des zweiten Abdeckelements 44 dienen.
Die Antriebsmittel 46 können beispielsweise ein Stellglied, insbesondere einen Antriebsmotor,
umfassen. Sie werden durch die Steuereinrichtung 23 angesteuert, nämlich über eine
entsprechende Steuerleitung 25. Also kann die Steuereinrichtung 23 das zweite Abdeckelement
44 zwischen der Verdeckstellung und der Freigabestellung bewegen und somit die Öffnung
35 verdecken oder freigeben. Auch hier sind Zwischenstellungen möglich.
[0041] Auch für die zweite Ansaugöffnung 31 kann ein Abdeckelement vorgesehen sein. Im Ausführungsbeispiel
kommt die zweite Ansaugöffnung 31 jedoch ohne ein Abdeckelement aus; sie ist permanent
freigegeben. In einer Ausführungsform kann auf die zweite Ansaugöffnung 31 auch verzichtet
werden, so dass lediglich die erste Ansaugöffnung 30 gegeben ist.
[0042] Wie bereits ausgeführt, sind in dem Speicher 24 Daten betreffend eine Vielzahl von
möglichen Trocknungsprogrammen abgelegt. Eine Bedienperson kann ein Trocknungsprogramm
auswählen, nämlich mit Hilfe einer Bedieneinrichtung 47. Diese Bedieneinrichtung 47
kann beispielsweise einen Programmdrehwähler 48, wie auch weitere Bedienelemente 49
beinhalten. Mittels des Programmdrehwählers 48 kann die Bedienperson ein Trocknungsprogramm
auswählen; mit Hilfe der Bedienelemente 49 kann die Bedienperson beispielsweise weitere
Zusatzfunktionen auswählen und/oder den Wäschetrockner einschalten und/oder einen
Trocknungsprozess starten. Die Bedieneinrichtung 47 ist mit der Steuereinrichtung
23 gekoppelt. Die Steuereinrichtung 23 führt Trocknungsprozesse des Wäschetrockners
1 unter Ansteuerung der elektrischen Verbraucher des Wäschetrockners 1 durch. Und
zwar führt die Steuereinrichtung 23 die Trocknungsprozesse abhängig von dem jeweils
ausgewählten Trocknungsprogramm sowie abhängig von den jeweils ausgewählten Zusatzfunktionen
durch.
[0043] Eine solche Zusatzfunktion, die mit Hilfe der Bedienelemente 49 ausgewählt werden
kann, kann beispielsweise die "Lärm-Reduktion" sein. Es können auch Trocknungsprogramme
bereitgestellt sein, bei denen diese Zusatzfunktion "Lärm-Reduktion" implizit ausgewählt
ist. Solche Trocknungsprogramme sind dann geräuschreduzierte Trocknungsprogramme.
[0044] Also kann die Steuereinrichtung 23 Eingabesignale 51 von der Bedieneinrichtung 47
empfangen. Die Eingabesignale 51 beinhalten Informationen über eine Eingabe, die die
Bedienperson an der Bedieneinrichtung 47 vornimmt. Und zwar beinhalten die Eingabesignale
51 Informationen über eine aktuelle Position des Programmdrehwählers 49 sowie über
einen Betätigungszustand der Bedienelemente 49.
[0045] Wird die Zusatzfunktion "Lärm-Reduktion" oder ein Trocknungsprogramm mit dieser Funktion
ausgewählt, so schließt die Steuereinrichtung 23 die Abdeckelemente 38, 44 für die
Zeitdauer des Trocknungsprozesses. In einem solchen Trocknungsprozess findet somit
eine Lärmemission weder durch die erste Ansaugöffnung 30, noch durch die Öffnung 35
statt. Ist die zweite Ansaugöffnung 31 gegeben, so wird die kalte Luft über diese
Ansaugöffnung 31 angesaugt, und der Kompressor 14 kann weiterhin gekühlt werden. Ist
diese Ansaugöffnung 31 nicht gegeben, so kann das Gebläse 22 ausgeschaltet werden.
In diesem Fall kann die Temperatur des Kompressors 14 ansteigen, und der Kompressor
14 kann dann deaktiviert werden, wenn seine Temperatur einen vorgegebenen Grenzwert
überschreitet.
[0046] Ist die Zusatzfunktion "Lärm-Reduktion" ausgewählt, so kann die Steuereinrichtung
23 verschiedene Parameter des Trocknungsprozesses verändern. Und zwar kann die Steuereinrichtung
23 eine Zeitdauer und/oder eine Drehzahl zumindest eines der Antriebsmotoren 18, 19,
20, 21 an die ausgewählte Zusatzfunktion "Lärm-Reduktion" anpassen. Dies kann beispielsweise
so aussehen, dass die Zeitdauer des Trocknungsprozesses bei verdeckten Öffnungen 30,
35 im Vergleich zu einer Zeitdauer des Trocknungsprozess bei freigegebenen Öffnungen
30, 35 erhöht wird. Auch kann die Drehzahl des Antriebsmotors 19 für das Prozessluftgebläse
6 entsprechend erhöht werden.
[0047] Eine entsprechende Information über die verbleibende Zeitdauer des Trocknungsprozesses
kann auch an einer Anzeigeeinrichtung 50 - beispielsweise einem Display - angezeigt
werden. Die Bedienperson wird somit über die verbleibende Zeitdauer des Trocknungsprozesses
informiert. Die Anzeigeeinrichtung 50 wird durch die Steuereinrichtung 23 angesteuert,
nämlich unter Ausgabe entsprechender Steuersignale 52.
[0048] Insgesamt wird also ein Wäschetrockner 1 geschaffen, bei welchem einerseits die Kühlung
eines Kompressors 14 ermöglicht ist und welcher andererseits im Vergleich zum Stand
der Technik geräuschreduziert betrieben werden kann. Es sind nämlich Verdeckmittel
37 bereitgestellt, durch welche eine Ansaugöffnung 30, wie auch eine Öffnung 35 verdeckt
werden kann. Es kann somit über die genannten Öffnungen keine Lärmemission stattfinden.
Eine solche Vorgehensweise ist insbesondere für geräuschreduzierte Trocknungsprogramme
besonders vorteilhaft.
Bezugszeichenliste
[0049]
- 1
- Hausgerät, Wäschetrockner
- 2
- Gehäuse
- 3
- Wäschetrommel
- 4
- Wäschestücke
- 5
- Prozessluftkreislauf
- 6
- Prozessluftgebläse
- 7
- Heizung
- 8
- Drehachse
- 9
- Verdampfer
- 10
- Kondensatwasserwanne
- 11
- Wärmepumpe
- 12
- Verflüssiger
- 13
- Drossel
- 14
- Kompressor
- 15
- Kältemittelkreislauf
- 16
- Vorderwand
- 18, 19, 20, 21
- Antriebsmotor
- 22
- Gebläse
- 23
- Steuereinrichtung
- 24
- Speicher
- 25
- Steuerleitung
- 26
- Kühlluftkanal
- 27
- Luftaustrittsöffnung
- 28, 29
- Ansaugkanal
- 30, 31
- Ansaugöffnung
- 32
- Rückwand
- 33
- Austrittsöffnung
- 34
- Kühlluftstrom
- 35
- Öffnung
- 36
- Boden
- 37
- Verdeckmittel
- 38
- Abdeckelement
- 39
- Schwenkeinrichtung
- 40
- Querschnitt
- 41
- Pfeil
- 42
- Richtung
- 43
- Antriebsmittel
- 44
- Abdeckelement
- 45
- Richtung
- 46
- Antriebsmittel
- 47
- Bedieneinrichtung
- 48
- Programmdrehwähler
- 49
- Bedienelemente
- 50
- Anzeigeeinrichtung
- 51
- Eingabesignale
- 52
- Steuersignale
1. Hausgerät (1) mit einem Gehäuse (2) und einer in dem Gehäuse (2) angeordneten Komponente
(14), wobei in dem Gehäuse (2) zumindest eine Öffnung (30, 31, 35) zum Ein- und/oder
Ausströmen von Luft (34) zum Kühlen der Komponente (14) ausgebildet ist und die Komponente
ein Kompressor (14) einer Wärmepumpe (11) des Hausgeräts (1) ist,
gekennzeichnet durch
- Verdeckmittel (37) zum zumindest partiellen Verdecken der zumindest einen Öffnung
(30, 31, 35), wobei die Verdeckmittel (37) ein Abdeckelement (38, 44) umfassen, welches
zwischen einer Verdeckstellung, in welcher das Abdeckelement (38, 44) die zumindest
eine Öffnung (30, 31, 35) zumindest überwiegend verdeckt, und einer Freigabestellung,
in welcher das Abdeckelement (38, 44) die zumindest eine Öffnung (30, 31, 35) freigibt,
bewegbar ist,
- elektromechanische Antriebsmittel (43, 46) zum Bewegen des Abdeckelements (38, 44)
von der Verdeckstellung in die Freigabestellung und zurück und
- eine Steuereinrichtung (23) zum Ansteuern der Antriebsmittel (43, 46), welche dazu
ausgelegt ist, abhängig von der Stellung des Abdeckelements (38, 44) eine Zeitdauer
eines Arbeitsprozesses des Hausgerätes (1) zu steuern.
2. Hausgerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdeckmittel (37) ein Abdeckelement (38, 44) umfassen, durch welches ein durchströmbarer
Querschnitt (40) der zumindest einen Öffnung (30, 31, 35) permanent verringert ist.
3. Hausgerät (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das bewegliche Abdeckelement (38, 44) von der Verdeckstellung in die Freigabestellung
und zurück durch eine Bedienperson manuell verbringbar ist.
4. Hausgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (23) dazu ausgelegt ist, eine Eingabe, die eine Bedienperson
an einer Bedieneinrichtung (47) des Hausgeräts (1) vornimmt, zu empfangen und die
Antriebsmittel (43, 46) in Abhängigkeit von der empfangenen Eingabe anzusteuern.
5. Hausgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (23) dazu ausgelegt ist, die Antriebsmittel (43, 46) in Abhängigkeit
von einem ausgewählten Arbeitsprogramm anzusteuern.
6. Hausgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (23) dazu ausgelegt ist, abhängig von der Stellung des beweglichen
Abdeckelements (38, 44) eine Drehzahl eines Elektromotors (18, 19, 20, 21) zu steuern.
7. Hausgerät (1) nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdeckmittel (37) zum zumindest partiellen Verdecken einer Ansaugöffnung (30,
31) ausgebildet sind und das Hausgerät (1) ein Gebläse (22) zum Ansaugen der Luft
(34) über die Ansaugöffnung (30, 31) in das Gehäuse (2) umfasst.
8. Hausgerät (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei Ansaugöffnungen (30, 31) in dem Gehäuse (2) ausgebildet sind, von
denen zumindest eine Ansaugöffnung (30, 31) in einer Rückwand (32) des Gehäuses (2)
ausgebildet ist, und von denen jeweils ein Ansaugkanal (28, 29) zu dem gemeinsamen
Gebläse (22) geführt ist, wobei die Verdeckmittel (37) wenigstens zum Verdecken von
einer der zumindest zwei Ansaugöffnungen (30, 31) ausgebildet sind.
9. Hausgerät (1) nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdeckmittel (37) zum zumindest partiellen Verdecken einer in einem Boden (36)
des Gehäuses (2) ausgebildeten Öffnung (35) ausgebildet sind.
10. Hausgerät (1) nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hausgerät (1) ein Wäschetrockner (1), insbesondere ein Kondenswäschetrockner
(1), ist.
11. Verfahren zum Betreiben eines Hausgeräts (1), in dessen Gehäuse (2) zumindest eine
Öffnung (30, 31, 35) zum Ein- und/oder Ausströmen von Luft (34) zum Kühlen einer Komponente
(14) des Hausgeräts (1) ausgebildet wird und die Komponente ein Kompressor (14) einer
Wärmepumpe (11) des Hausgeräts (1) ist, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Öffnung (30, 31, 35) mittels Verdeckmitteln (37) zumindest teilweise
verdeckt wird, wobei die Verdeckmittel (37) ein Abdeckelement (38, 44) umfassen, welches
zwischen einer Verdeckstellung, in welcher das Abdeckelement (38, 44) die zumindest
eine Öffnung (30, 31, 35) zumindest überwiegend verdeckt, und einer Freigabestellung,
in welcher das Abdeckelement (38, 44) die zumindest eine Öffnung (30, 31, 35) freigibt,
bewegt wird, wobei elektromechanische Antriebsmittel (43, 46) das Abdeckelements (38,
44) von der Verdeckstellung in die Freigabestellung und zurück bewegen, und wobei
eine Steuereinrichtung (23) die Antriebsmittel (43, 46) ansteuert und abhängig von
der Stellung des Abdeckelements (38, 44) eine Zeitdauer eines Arbeitsprozesses des
Hausgerätes (1) steuert.