[0001] Die Erfindung betrifft eine Zuhaltung für ein Bauteil zum Verschließen einer Öffnung
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Zuhaltungen sind als Teil einer Zugangsschutzeinrichtung für einen verschließbaren
Raumbereich einer maschinellen Anlage, von dem ein Gefahrenpotenzial ausgehen kann,
bekannt. Bei der Anlage kann es sich beispielsweise um Maschinen oder Komponenten
wie Roboter zum Herstellen, Behandeln oder Bearbeiten von Werkteilen sowie um chemische
Anlagen oder dergleichen handeln.
[0003] Eine Zuhaltung ist zwischen einer den Raumbereich verschließenden Tür, Klappe, Deckel
oder dergleichen als beweglicher Teil und einer gegenüberliegenden feststehenden Wand
bzw. Wandung beispielsweise einer Umgrenzung des Schutzbereichs als feststehender
Teil angeordnet. Die gegebenenfalls mindestens eine Tür oder Klappe, die durch Schwenken
bzw. Schieben geöffnet bzw. geschlossen werden kann, ist durch die Zuhaltung arretierbar,
indem ein Stößel oder Bolzen der Zuhaltung, der beispielsweise an dem feststehenden
Teil angeordnet ist, in eine Ausnehmung des beweglichen Teils zur Arretierung / Verriegelung
einfahren kann.
[0004] Zwischen der Tür und der benachbarten Wand befindet sich üblicherweise jeweils mindestens
ein Sicherheitssensor. Außerdem ist eine Steuerung vorgesehen, die mit der maschinellen
Anlage und dem Sicherheitssensor gekoppelt ist, um die Zuhaltung entsprechend dem
Betriebszustand der maschinellen Anlage zum Öffnen der Tür freizugeben bzw. zu sperren.
Wenn von der maschinellen Anlage kein Gefahrenpotenzial für Personen mehr ausgeht,
d.h. in den Raumbereich durch die Tür hineingegriffen bzw. der Raumbereich über die
Tür begangen werden kann, indem bspw. der Steuerung ein Stillstehen der beweglichen
Teile der maschinellen Anlage etwa durch Stillstandswächter signalisiert wird, gibt
die Steuerung die Zuhaltung(en) frei, so dass in den Raumbereich durch Öffnen der
Türen eine Person gelangen kann.
[0005] Stehen zumindest Teile der maschinellen Anlage nicht still oder sind ansonsten vorzunehmende
Vorkehrungen vor dem Öffnen der Türen noch nicht getroffen, werden die Zuhaltungen
blockiert, so dass die Türen nicht geöffnet werden können. Außerdem verhindert die
Steuerung ein Inbetriebnehmen der maschinellen Anlage bei wenigstens einer geöffneten
Tür.
[0006] Aus
DE 10 2004 030 362 A1 ist eine Vorrichtung zum gesteuerten Arretieren einer sicherheitsrelevanten Einrichtung,
wie beispielsweise einer Schutztür oder dergleichen, bekannt. Die Vorrichtung weist
ein bewegbar gelagertes und von einem Antriebselement antreibbares Arretierungselement
auf, das zum Zwecke des Arretierens aus einem Gehäuse der Vorrichtung austretend in
formschlüssigen Eingriff mit der zu arretierenden Einrichtung bringbar ist.
[0007] Nachteilig bei der aus
DE 10 2004 030 362 A1 bekannten Vorrichtung ist, dass bei einer Blockade des Arretierungselements der Antrieb
und/oder das Arretierungselement Schaden nehmen kann, da das Arretierungselement verbogen
werden oder der Antrieb heiß laufen kann. Die Zuhaltung ist dann defekt und muss ausgetauscht
werden, was Stillstandszeiten und Reperatur- bzw. Wartungsarbeiten verursacht.
[0008] Aus
DE 10 2005 032 172 A1 ist eine Zuhaltung mit einem mechanischen Betätiger bekannt, bei der durch Einführen
des Betätigers durch eine Öffnung in ein Gehäuse eine in dem Gehäuse drehbar angeordnete
Kurvenscheibe verdreht wird, dass eine weitere Ausnehmung am Umfang der Kurvenscheibe
in eine Position gegenüber von einem Ende eines als Zuhaltelement dienenden Stößels
verdreht wird. Die Zuhaltefunktion wird durch das Einfallen des Stößels in die Ausnehmung
ausgeübt.
[0009] Aus
DE 201 09 671 U1 ist eine Verriegelung eines Trennwandelementes bekannt, bei dem ein Verriegelungselement
so ausgebildet ist, dass es in seiner Verriegelungsstellung mit seinem Eingriffsabschnitt
in Reibeingriff mit einer Ausnehmung bringbar ist. Eine Spiralfeder ist vorgesehen
und so ausgebildet, dass sie einen an einem Stab befindlichen Kopf mit einer Manschette
in eine gegenüber einem hülsenförmigen Halteabschnitt proximale Stellung vorspannt.
Bei Betätigung des Antriebs wird das Verriegelungselement in Richtung auf die Ausnehmung
mit gleichem Hub bewegt, unabhängig davon, ob das Verriegelungselement in die Ausnehmung
eingreifen kann oder nicht. Der Antrieb kann dabei Schaden nehmen.
[0010] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Zuhaltung für ein Bauteil zum Verschließen
einer Öffnung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zu schaffen, mit der eine einfache
Ausgestaltung einer verbesserten Zuhaltung unter Berücksichtigung einer kompakten
Bauweise möglich ist, bei der eine Beschädigung der Zuhaltung, insbesondere des Antriebs
der Zuhaltung, mit einfachen Mitteln verhindert werden kann.
[0011] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0012] Hierdurch wird eine Zuhaltung für ein Bauteil zum Verschließen einer Öffnung geschaffen,
bei der ein Stößel zwischen einer verriegelnden und einer entriegelnden Endstellung
in Stößellängsrichtung beweglich geführt ist. Die Zuhaltung weist ferner einen eine
Bewegung ausführenden Antrieb zum Bewegen des Stößels sowie ein linear in Stößelbewegungsrichtung
bewegliches Übertragungselement auf, das der Antrieb bewegen kann. Ferner ist ein
Energiespeicher zum Schutz des Antriebs vorgesehen, der einerseits auf das Übertragungselement
und andererseits auf den Stößel wirkt. Der Energiespeicher ist zwischen das Übertragungselement
und den Stößel geschaltet. Der Energiespeicher wirkt direkt auf den Stößel; der Energiespeicher
greift am Stößel an. Mit dem Energiespeicher ist die Zuhaltung für eine Pufferung
der Energie der Bewegung des Antriebs unter Energieeintrag in den Energiespeicher
ausgestaltet. Die Energie kann für eine spätere Übertragung zur Bewegung des Stößels
verwendet werden. Ist ein Ausfahren des Stößels in eine verriegelnde Endstellung beabsichtigt
und ist der Stößel blockiert, so erfolgt ein Energieeintrag in den Energiespeicher,
der die Energie puffert. Die Energie wird bei einer Aufhebung der Blockade des Stößels
unmittelbar für eine Bewegung des Stößels umgesetzt. Bei der Aufhebung der Blockade
erfolgt eine zwangsgeführte Abgabe der Energie des Energiespeichers zur Bewegung des
Stößels. Es erfolgt eine zeitliche Entkopplung, wobei die Energie des Energiespeichers
sofort, wenn es möglich ist, zur Bewegung des Stößels eingesetzt wird. Durch ein direktes
Angreifen des Energiespeichers an dem Stößel kann bei einer Blockade des Stößels dieser
in Ruhe verharren, wobei der Antrieb nicht heiß läuft und die kinetische Energie des
Antriebs wird im Energiespeicher gepuffert. Der Energiespeicher greift direkt am Stößel
ohne Zwischenschaltung von weiteren beweglichen Elementen an. Das vom Antrieb angetriebene
Element folgt auch bei einer Blockade des Stößels der durch den Antrieb aufgedrückten
Zwangsbewegung und bringt die Energie in den Energiespeicher ein. Der Antrieb wirkt
auf das Übertragungselement, welches auf den Energiespeicher wirkt, und der Energiespeicher
wirkt. auf den Stößel. Bei einer ungehinderten Bewegungsmöglichkeit des Stößels kann
der Antrieb den Stößel direkt bewegen. Der Energiespeicher speichert also nur bei
einer eventuellen Blockade, sonst gibt der Energiespeicher die kinetische Energie
des
[0013] Übertragungselements als kinetische Energie für die Bewegung des Stößels weiter.
Mit dem Energiespeicher ist eine Möglichkeit geschaffen bei einer Blockade automatisch
die kinetische Energie des Übertragungselements in potenzielle Energie bei einer Blockierung
in Ausfahrrichtung des Stößels umzuwandeln. Das Übertragungselement ist am Stößel
über einen vorbestimmten Bereich gleitverschieblich linear führbar, wodurch eine kompakte
Bauweise bei Verringerung der für die Zuhaltung notwendigen Elemente erreicht wird,
da "zusätztiche" Führungen entfallen können. Das Übertragungselement kann sich somit
linear gegenüber dem Stößel bewegen und wird an diesem geführt. Der Antrieb ist als
elektromotorischer Antrieb ausgestaltet, wodurch eine konstante und wesentlich größere
Kraft erzeugt werden kann. Es besteht ein linearer Zusammenhang zwischen der aufgebrachten
Kraft und dem Strom.
[0014] Vorzugsweise ist das Übertragungselement als ein den Stößel umgebendes, eine Zahnung
aufweisendes Bauelement ausgebildet, das insbesondere eine Zahnstange sein kann. Bei
dieser Ausgestaltung gleitet das Bauelement bzw. die Zahnstange mit einer an den Außenumfang
des Stößels angepassten Innenöffnung an dem Stößel gleitverschieblich. Die Innenöffnung
des Bauelements bzw. der Zahnstange ist etwas größer als der Außenumfang des Stößels.
Besonders bevorzugt weisen der Außenumfang des Stößels und die Innenöffnung des Bauelements
bzw. der Zahnstange einen runden Verlauf auf, so dass der Innendurchmesser des Bauelements
bzw. der Zahnstange im für die gleitverschiebliche Führung vorgesehenen Bereich etwas
größer als der Außendurchmesser des Stößels ist.
[0015] Bevorzugt ist der Energiespeicher als Federelement bzw. Feder, insbesondere als Schraubenfeder,
ausgestaltet, die zwischen Stößel und Übertragungselement angeordnet ist. Im Falle
einer Blockade des Stößels ist die Feder bei einer Bewegung des Antriebs von einer
entriegelnden Endstellung in eine verriegelnde Endstellung zwischen dem Übertragungselement
und dem Stößel stauchbar. Bei einer Blockade des Stößels bei der Bewegung des Antriebs
von einer verriegelnden Position in eine entriegelnde Position ist die Feder zwischen
dem Übertragungselement und dem Stößel dehnbar sofern die Feder an Stößel und Übertragungselement
angelenkt ist. Bei einer Ausgestaltung des Energiespeichers als Feder bzw. Federelement
ist eine Umwandlung der kinetischen Energie des Antriebs in eine potenzielle Energie
des Federelements unter Ausnutzung einfacher Mittel möglich. Durch die Auswahl einer
geeigneten Feder ist ein hochelastischer mechanischer Federspeicher möglich, dessen
Federkonstante wählbar ist.
[0016] Vorzugsweise ist die Feder, insbesondere eine Schraubenfeder, zumindest teilweise
um den Stößel angeordnet, so dass die Zielsetzung einer kompakten Bauweise mit einfachen
Mitteln erreicht werden kann. Der Stößel wirkt dann auch als eine "Führung" für den
als Feder ausgebildeten Energiespeicher. Neben einer Verringerung des Volumens der
Zuhaltung kommt es zu einer Verringerung der für die Zuhaltung benötigten Bauteile.
[0017] Der Antrieb kann als Spindelmotor bzw. Schneckenmotor ausgestaltet sein, dessen Spindel
bzw. Schnecke in Eingriff mit einem zumindest teilweise als Schneckenrad ausgestalteten
Bauteil ist, welches fest mit einer Achse verbunden ist, die ein fest mit ihr verbundenes
Ritzel aufweist, das in Eingriff mit dem Übertragungselement ist. Hierdurch kann eine
einfache Übertragung der rotatorischen Bewegung des Antriebs als Spindelmotor in eine
lineare Bewegung des Übertragungselements erzielt werden, wobei bevorzugt eine weitere
Reduzierung des Volumens der Zuhaltung erreichbar ist, indem der Antrieb im Wesentlichen
parallel zur Bewegungsrichtung des Stößels angeordnet ist. Die Längserstreckung des
Antriebs wird so in die Richtung der für die Stößelbewegung notwendigen Erstreckung
eines Gehäuses der Zuhaltung angeordnet. Bei einem direkten Antrieb des Übertragungselements
durch den Antrieb, d.h. die Schnecke des Antriebs ist in direktem Eingriff mit dem
Übertragungselement, kann die Achse mit Bauteil und Ritzel entfallen und somit die
Erstreckung eines Gehäuses in Richtung dieser Achse verringert werden.
[0018] Bevorzugt weist der Stößel zumindest in einem das Gehäuse durchtretenden Bereich
einen an eine Durchgangsöffnung der Gehäusewand(ung) angepassten Außenumfang auf für
eine Führung des Stößels durch die Wand des Gehäuses. Die Gehäusewand bzw. Gehäusewandung
übernimmt damit zumindest in einem vorgesehen Bereich, beispielsweise dem Verriegelungsdurchtrittsbereich,
d.h., dem Bereich, an dem der Stößel für die Verriegelung des beweglichen Bauteils,
d.h. der Klappe, des Deckels oder der Tür usw., das Gehäuse durchtritt, die Funktion
einer Führung, wodurch die Anzahl der für die Zuhaltung erforderlichen Bauteile verringert
und weiter das Volumen reduziert wird, indem zusätzliche Führungen für den Stößel
innerhalb des Gehäuses entfallen können.
[0019] Vorzugsweise ist eine Hilfs- bzw. Notentriegelung für die Zuhaltung vorgesehen, bei
der das Übertragungselement beweglich gegenüber dem Stößel angeordnet ist und eine
Entriegelung der Zuhaltung zusätzlich durch ein Bewegen des Stößels unabhängig vom
Antrieb durch Ziehen des Stößels aus der verriegelnden Position möglich ist. Der Antrieb
kann mit dem Übertragungselement in Selbsthemmung sein, wobei durch die gleitverschiebliche
Führung des Übertragungselements gegenüber dem Stößel unabhängig von einer Bewegung
des Antriebs die Hilfs- bzw. Notentriegelung manuell durch Außereingriffbringen des
Stößels aus der vorgesehenen Aussparung in der Tür bzw. Klappe erfolgen kann.
[0020] Bevorzugt ist der in seiner verriegelnden Position befindliche Stößel für eine Hilfs-
bzw. Notentriegelung von außen manuell bewegbar über eine dem Verriegelungsdurchtritt
des Stößels beabstandete Gehäuseöffnung, durch die der Stößel durch Ziehen betätigbar
ist. Besonders bevorzugt ragt der Stößel aus dem Gehäuse heraus und weist eine Handhabe
auf, die ein erleichtertes Ziehen ermöglicht.
[0021] Ferner bevorzugt liegt die dem Verriegelungsdurchtritt des Stößels beabstandete Gehäuseöffnung
dem Verriegelungsdurchtritt des Stößels gegenüber und die Gehäuseöffnung weist eine
an den Außenumfang des Stößels in diesem Bereich angepasste Kontur der Öffnung auf.
Durch diese Ausgestaltung ist der Stößel geführt und die manuelle Betätigung des Stößels
führt zu keiner Beanspruchung der mechanischen Elemente in einer nicht vorgesehenen
Richtung. Vorzugsweise bilden der Stößel, der Energiespeicher und das Übertragungselement
eine modulare Baueinheit. Der Stößel, der Energiespeicher und das Übertragungselement
sind durch eine Baueinheit gebildet, indem der Energiespeicher und das Übertragungselement
"unverlierbar" an dem Stößel angeordnet sind. Die Modulausbildung verbessert die Handhabbarkeit
beim Zusammenbau erheblich. Durch das Vorsehen eines Moduls mit dem "integrierten"
Stößel ist ferner eine Möglichkeit gegeben, die Baueinheit schnell auszutauschen und
auf verschiedene Zuhaltungen bzw. Zuhaltungssysteme anzuwenden. Beispielsweise ist
der Einbau der Baueinheit aus Stößel, Energiespeicher und das Übertragungselement
in jedes Zuhaltungssystem möglich, in dem das Übertragungselement von einem Antrieb
angetrieben werden kann. Die Funktion und Wirkungsweise des Energiespeichers wird
durch den Antrieb und/oder das Übertragungselement nicht beeinflusst bzw. eingeschränkt.
[0022] Vorzugsweise ist bei der Zuhaltung eine Hilfs-/Notentriegelung bzw. Hilfs/Notentsperrung
vorgesehen, die eine Gehäuseöffnung aufweist, die so ausgestaltet ist, dass durch
sie unabhängig vom Antrieb auf den Stößel zugegriffen werden kann, wobei der Antrieb
mit dem Übertragungselement in Selbsthemmung ist. Damit wird erreicht, dass nicht
nur ein ungewolltes auf Block fahren des Verriegelungsbolzens verhindert wird, sondern
auch die Möglichkeit zur gewollten Bewegung gegen die Wirkrichtung des Antriebs gegeben
ist. Eine aus der Not-/Hilfsentriegelung resultierende Bewegung führt nicht zu einer
Beeinträchtigung oder gar Zerstörung des Antriebs. Im verriegelten Zustand kann die
Verriegelung manuell gegen die Wirkrichtung des Antriebs ohne eine Beschädigung des
Antriebs aufgehoben werden.
[0023] Die Erfindung wird nachstehend anhand des in den beigefügten Abbildungen dargestellten
Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Fig. 1a zeigt schematisch eine erfindungsgemäße Zuhaltung in einer nicht arretierenden
bzw. entriegelnden Stellung;
Fig. 1 b zeigt die Zuhaltung von Fig. 1 a in einer arretierenden bzw. verriegelnden
Stellung;
Fig. 2 zeigt die Zuhaltung von Fig. 1 bei einer Blockade eines Stößels von einer entriegelnden
Position in eine verriegelnde Position;
Fig. 3 zeigt ein Detail der Zuhaltung gemäß Fig. 1 und 2.
[0024] In Fig. 1a ist eine erfindungsgemäße Zuhaltung in einer entriegelnden Endstellung
gezeigt. Mit einem Stößel 1 ist eine nicht dargestellte Tür als beweglicher Teil gegenüber
einer ebenfalls nicht dargestellten feststehenden Wand als feststehendem Teil zuhaltbar,
wenn die Zuhaltung an einem der beiden Teile befestigt ist und mit dem Stößel 1 bzw.
einem an dem Stößel 1 eventuell über eine Kupplung angesetzten Bolzen in eine entsprechende
Aussparung zum Zuhalten des anderen Teils formschlüssig eingreift. Der eventuell vorgesehene
Bolzen mit der Kupplung stellt lediglich eine "Verlängerung" des Stößels 1 dar. Zweckmäßigerweise
ist die in Fig. 1 a dargestellte Zuhaltung am feststehenden Teil, beispielsweise einer
Wand, Wandung oder dergleichen einer Sicherheitsschutzeinrichtung, befestigt und greift
für eine Verriegelung in eine Aussparung beispielsweise von Kurvenscheiben, die durch
einen mechanischen Betätiger verdreht werden können, oder in eine Aussparung direkt
am beweglichen Teil, beispielsweise eine Tür, Deckel, Klappe oder dergleichen der
Sicherheitsschutzeinrichtung, ein.
[0025] In der in Fig. 1 a dargestellten Position tritt der Stößel 1 aus einer Verriegelungsaustrittsöffnung
11 eines Gehäuses 2 der Zuhaltung aus. Die Tür bzw. Klappe oder Deckel der Schutzeinrichtung
wird nicht zugehalten bzw. nicht arretiert, da der Stößel 1 nicht vollständig aus
dem Gehäuse ausgefahren ist. Der Stößel 1 ist in der in Fig. 1a dargestellten Position
in der entriegelnden Stellung.
[0026] In der in Fig. 1 b dargestellten verriegelnden Endstellung ist der Stößel 1 aus dem
Gehäuse 2 aus der Verriegelungsdurchtrittsöffnung 11 vollständig ausgefahren und der
bewegliche Teil der Schutzeinrichtung kann an dem unbeweglichen Teil der Schutzeinrichtung
arretiert bzw. zugehalten werden.
[0027] Zwischen den in den Fig. 1 a und 1b gezeigten Positionen ist der Stößel 1 in Stößellängsrichtung
beweglich geführt. Zum Antrieb des Stößels 1 ist ein Antrieb 3 vorgesehen, der auf
ein Übertragungselement 4 wirkt, das als Zahnstange ausgestaltet ist. Das Übertragungselement
4 wirkt auf einen Energiespeicher 5 und kann mit diesem verbunden sein über eine direkte
Anlenkung, wobei der Energiespeicher 5 direkt auf den Stößel 1 wirkt und an diesem
angelenkt bzw. mit diesem verbunden sein kann. Der Antrieb 3 treibt das Übertragungselement
4 an, das kinetische Energie in den Energiespeicher 5 einträgt, die vom Energiespeicher
5 an den Stößel 1 weitergegeben wird. Der Antrieb 3 bewegt somit das Übertragungselement
4, das unter Zwischenschaltung eines Energiespeichers 5 den Stößel 1 bewegt.
[0028] Der Stößel 1, der Energiespeicher 5 und das Übertragungselement 4 bilden eine modulare
Baueinheit. Der Stößel 1 weist an seinen Enden 1b, 1 c Verdickungen auf, die ermöglichen,
dass der Energiespeicher 5 und das Übertragungselement 4 "unverlierbar" zwischen diesen
angeordnet sein können. Die Anordnung erfolgt linear. Beispielsweise ist es möglich,
dass eines der Enden 1 c zur Anordnung des Energiespeichers 5 und des Übertragungselements
4 auf dem Stößel 1 abgeschraubt werden kann. Der Energiespeicher 5 und das Übertragungselement
4 können dann auf den Stößel 1 geschoben werden, wonach das entfernte Ende 1c wieder
angeschraubt wird. Es können auch Verbindungen zwischen den einzelnen Bauteilen vorgesehen
sein, so dass das Übertragungselement 4 mit dem Energiespeicher 5 verbunden ist und
der Energiespeicher 5 mit dem Stößel 1 verbunden ist, insbesondere an dem Ende 1b.
Die Ausbildung als modulare Baueinheit ermöglicht, dass der Stößel 1 bequem handhabbar
ist, beispielsweise beim Zusammenbau der Zuhaltung bzw. bei der Konstruktion und/oder
Umrüstung einer Zuhaltung unter dem Gesichtspunkt der Planung bzw. Variabilität.
[0029] Der Energiespeicher 5 ist für eine Pufferung der Energie der Bewegung des Antriebs
3 unter Energieeintrag in den Energiespeicher 5 ausgestaltet. Es kann zu einer späteren
Übertragung der Energie zur Bewegung des Stößels 1 durch Abgabe der gepufferten Energie
des Energiespeichers 5 kommen, wenn die gewünschte Bewegung des Stößels 1, die von
dem Antrieb 3 bewirkt werden soll, momentan nicht möglich ist, da der Stößel 1 verklemmt
ist bzw. der Stößel 1 nicht in die vorgesehene Aussparung einfahren kann.
[0030] Das Übertragungselement 4 ist durch den Stößel 1, der selbst linear geführt ist,
führbar. Das Übertragungselement 4 kann am Stößel 1 gleiten. Der Stößel 1 bildet eine
Führung für eine gleitverschiebliche lineare Bewegung des Übertragungselements 4 am
Stößel 1. Im dargestellten Falle kann das Übertragungselement 4 am Außenumfang des
Stößels 1 gleiten, wenn beispielsweise ein Energieeintrag in den Energiespeicher 5
erfolgt. Der Stößel 1 bildet eine Führung mit einer Führungsfläche 1 a für das Übertragungselement
4. Alternativ könnte in einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel das Übertragungselement
4 linear im Gehäuse 2 geführt sein und der Stößel 1 durch das Übertragungselement
4, das eine Führungsfläche zur Führung des Stößels 1 aufweist, linear geführt werden.
Das Übertragungselement 4 und der Stößel 1 sind unter Ausbildung zueinander angepasster
Führungsflächen gegeneinander wechselseitig verschieblich.
[0031] Der Energiespeicher 5 kann die kinetische Energie der Bewegung des Antriebs 3 in
Form von potenzieller Energie speichern. Durch den Energiespeicher 5 kann somit eine
Umwandlung der kinetischen Energie in potenzielle Energie erfolgen, die in dem Energiespeicher
5 gepuffert werden kann für eine spätere Übertragung der Energie zur Bewegung des
Stößels 1 durch Abgabe der gepufferten Energie des Energiespeichers 5 an das erste
Übertragungselement 4. Durch den Energiespeicher 5 ist somit eine Umwandlung von kinetischer
Energie in potenzielle Energie und Pufferung derselben möglich.
[0032] Wenn der Antrieb 3 eine lineare Bewegung des Übertragungselements 4 hervorruft, kann
bei Nicht-Blockade des Stößels 1 der Energiespeicher 5 sofort die kinetische Energie
des Übertragungselements 4 in eine kinetische Energie des Stößels 1 umsetzen.
[0033] Bei einem ungehinderten Ausfahren des Stößels 1, von der in Fig. 1a gezeigten entriegelnden
Endstellung in die in Fig. 1 b gezeigte verriegelnde Endstellung, drückt das Übertragungselement
4 den als Feder ausgestalteten Energiespeicher 5. Wenn der Stößel 1 nicht blockiert
wird, kann sich der Stößel 1 aufgrund der vom Energiespeicher 5 aufgedrückten Kraft
bewegen.
[0034] Der als Feder ausgestaltete Energiespeicher 5 ist im Falle einer Blockade des Stößels
1, falls sich der Stößel 1 in der verriegelnden Position gemäß Fig. 1b befindet, dehnbar
unter Energieeintrag als potenzielle Energie in Form von gespeicherter Federkraft,
wenn der Energiespeicher 5 sowohl mit dem Stößel 1 als auch mit dem Übertragungselement
4 verbunden ist. Der Antrieb 3 bewegt das Übertragungselement 4 linear von der der
verriegelnden Position des Stößels 1 entsprechenden Position des Übertragungselements
4 in eine der entriegelnden Position des Stößels 1 entsprechenden Position des Übertragungselements
4. Ist der Stößel 1 blockiert, dehnt sich die Feder aufgrund der gleitenden Verschiebung
von links nach rechts des Übertragungselements 4 am Stößel 1. Fällt die Blockade des
Stößels 1 weg, so schnellt der Stößel 1 aufgrund der Federkraft der "gespannten" Feder,
die sich auf ihre "normale" Federlänge zusammenzieht, von der verriegelnden Position
in die entriegelnde Position.
[0035] Ist der Energiespeicher 5 nicht mit dem Stößel 1 und dem Übertragungselement 4 verbunden,
so drückt das Übertragungselement 4 mit seinem in den Fig. 1a und 1b dargestellten
rechten Ende gegen einen Anschlag des Stößels 1, beispielsweise einen am rechten Ende
des Stößels 1 ausgebildeten Anschlag.
[0036] Im Falle, dass sich bei einer Blockade des Stößels 1 sich dieser in der entriegelnden
Position befindet, so bewegt sich das Übertragungselement 4 aufgrund des Antriebs
3 linear von der in Fig. 1a gezeigten Position von rechts nach links unter Stauchung
der als Energiespeicher 5 ausgestalteten Feder. Der Stößel 1 verharrt aufgrund der
Blockade in Ruhe, so dass sich das Übertragungselement 4 gegenüber dem Stößel 1 bewegt
und an diesem gleitet. Fällt die Blockade des Stößels 1 weg, so schnellt der Stößel
1 aufgrund der Federkraft der komprimierten Feder von der entriegelnden Position in
die verriegelnde Position. Die Blockade des Stößels 1 mit einem Energieeintrag in
den Energiespeicher 5 aufgrund der Bewegung des Antriebs 3 ist in der Fig. 2 schematisch
gezeigt.
[0037] Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Übertragungselement 4 als ein den Stößel
1 umgebendes, eine Zahnung aufweisendes Bauelement ausgebildet. Das Übertragungselement
4 ist als eine den Stößel 1 umgebende Zahnstange ausgestaltet, die gegenüber dem Stößel
1 verschieblich an diesem führbar ist. Im Bereich der gleitverschieblichen Führung
des Übertragungselements 4 am Stößel 1 ist der Außenumfang des Stößels 1 an den Innenumfang
des Übertragungselements 4 bzw. der Zahnstange angepasst. Der Stößel 1 weist einen
runden Außenumfang mit einem Außendurchmesser auf, der etwas kleiner als der runde
Innendurchmesser des Übertragungselements 4 bzw. der Zahnstange ist.
[0038] Der als Feder ausgestaltete Energiespeicher 5 ist zumindest teilweise um den Stößel
1 angeordnet. Die Feder ist als Schraubenfeder ausgestaltet, wobei der Stößel 1 im
Wesentlichen entlang der Symmetrieachse in Längsrichtung der Schraubenfeder verläuft.
Vorzugsweise ist der Durchmesser der Feder an den Enden kleiner als der Außendurchmesser
des benachbarten bzw. an der Feder anliegenden Endes des Stößels 1 und des benachbarten
bzw. an der Feder anliegenden Endes des Übertragungselements 4.
[0039] Der Antrieb 3 ist als Spindelmotor ausgestaltet, dessen Spindel 10 bzw. Schnecke
in Eingriff mit einem zumindest teilweise als Schneckenrad ausgestalteten Bauteil
6 ist, das fest mit einer Achse 7 bzw. Welle verbunden ist, die ein fest mit ihr verbundenes
Ritzel 8 aufweist, das in Eingriff mit dem Übertragungselement 4 ist. Eine Drehung
des Antriebs 3 bewirkt eine lineare Verschiebung des Übertragungselements 4. Der Antrieb
3 ist mit seiner Längsrichtung im Wesentlichen parallel zur Stößelbewegungsrichtung
angeordnet. Über die Achse 7 ist eine Anordnung des Antriebs 3 eng benachbart zum
Stößel 1 parallel zur Bewegungsrichtung des Stößels 1 möglich. Zudem ist durch eine
geeignete Wahl, insbesondere der Zahnanzahl bezogen auf die Umfangsstrecke, von Spindel
10, Bauteil 6, Ritzel 8 und Übertragungselement 4 eine Beeinflussung der Übersetzung
möglich.
[0040] Der Stößel 1 weist zumindest in einem Bereich, an dem er das Gehäuse 2 durchtritt,
einen an die Durchgangsöffnung 11, 12 in der Wand 9 des Gehäuses 2 angepassten Außenumfang
auf für eine Führung des Stößels 1. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Durchgangsöffnung
bzw. die Verriegelungsdurchtrittsöffnung 11 in der Wand 9 des Gehäuses 2 rund ausgestaltet,
und der Außendurchmesser des runden Stößels 1 ist an den Innendurchmesser des Gehäuses
2 angepasst. Der Stößel 1 wird somit zumindest am Gehäuse 2 im Bereich der Verriegelungsdurchtrittsöffnung
11 geführt.
[0041] An der der Verriegelungsdurchtrittsöffnung 11 gegenüberliegenden Seite des Gehäuses
2 kann durch eine Gehäuseöffnung 12 auf den Stößel 1 für eine Hilfs-oder Notentriegelung
von außen zugegriffen werden. Der Stößel tritt an der der Verriegelungsdurchtrittsöffnung
11 gegenüberliegenden Seite aus dem Gehäuse 2 für eine Betätigung von außen aus. Da
das Übertragungselement 4 beweglich gegenüber dem Stößel 1 angeordnet ist, ist eine
Entriegelung der Zuhaltung unabhängig vom Antrieb 3 durch Ziehen des Stößels 1 aus
der verriegelnden Position möglich, wobei der Antrieb 3 mit dem Übertragungselement
4 in Selbsthemmung ist, so dass der Antrieb 3 nicht zurückgedreht wird. Da der Stößel
1 und das Übertragungselement 4 gegeneinander verschieblich sind, bildet das Übertragungselement
4 mit seiner den Stößel 1 umgebenden Durchgangsöffnung eine Führung mit einer Führungsfläche
für den Stößel 1.
[0042] Das bedeutet, dass die Übersetzung der Schnecke 10 auf das als Schneckenrad ausgestaltete
Bauteil 6 so gewählt ist, dass eine Selbsthemmung erreicht wird, d.h., dass die Antriebsseite
nicht durch eine von außen auf das Ritzel 8 aufgebrachte Kraft zurückgedreht werden
kann. Durch Greifen des Stößels 1 an der der Verriegelungsdurchtrittsöffnung 11 gegenüberliegenden
Seite, beispielsweise an einer Handhabe 13, und Ziehen des Stößels 1 aus dem Gehäuse
2 heraus, kann der Stößel 1 außer Eingriff mit der Aussparung, in die der Stößel in
der verriegelnden Position einfährt, gebracht werden.
[0043] Durch das Ziehen des Stößels 1 von außen aus der verriegelnden Position wird dieser
quasi durch das Übertragungselement 4 gezogen. Das Übertragungselement 4 bleibt durch
die Selbsthemmung der Kombination aus Schnecke 10 und dem als Schneckenrad ausgestaltetem
Bauteil 6 an seiner Position, und der als Feder ausgestaltete Energiespeicher 5 wird
gespannt. Die Spannung der Feder bleibt solange erhalten bis der Antrieb 3 das Übertragungselement
4 wieder in seine Anfangsposition, d.h. die entriegelnde Position, zurückfährt oder
die Not- bzw. Hilfsentriegelung wieder gelöst wird.
[0044] Der in seiner verriegelnden Position befindliche Stößel 1 ist von außen manuell bewegbar
über die der Verriegelungsdurchtrittsöffnung 11 des Stößels 1 beabstandete Gehäuseöffnung
12, durch die der Stößel 1 durch Ziehen betätigbar ist. Das Übertragungselement 4
verbleibt dabei in seiner Position.
[0045] Für eine weitere Führung des Stößels 1 in Bewegungsrichtung desselben liegt die zu
der Verriegelungsdurchtrittsöffnung 11 des Stößels 1 beabstandete Gehäuseöffnung 12
der Verriegelungsdurchtrittsöffnung 11 des Gehäuses 2 gegenüber, und die Kontur der
Gehäuseöffnung 12 weist einen an den Außenumfang bzw. die Außenkontur des Stößels
1 in diesem Bereich angepassten Verlauf auf.
[0046] Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Stößel 1 linear an zwei beabstandeten
Seiten in je einer Wand des Gehäuses 2 stabil geführt. Die Wände des Gehäuses 2 bilden
damit eine Führung für den Stößel 1 in Form von Durchtrittsöffnungen 11, 12.
[0047] Wenn für das Übertragungselement 4 Führungen vorgesehen sind, die eine lineare geführte
Bewegung zulassen, so können die Führungen des Stößels 1 durch die Wände des Gehäuses
2 entfallen, da das Übertragungselement 4 mit seiner den Stößel 1 umgebenden Durchgangsöffnung
eine Führung mit einer Führungsfläche für den Stößel 1 bilden kann. Die gleitverschiebliche
Führung zwischen Stößel 1 und Übertragungselement 4 gegeneinander ist gewährleistet,
sofern einer von beiden in der Bewegung geführt ist, und der andere am jeweils geführten
seinerseits gleitverschieblich geführt ist.
[0048] Die Abschaltung des Antriebs 3 wird durch eine nicht dargestellte Steuerelektronik
überwacht, die den Antrieb 3 jeweils bei Erreichen der verriegelnden Position bzw.
entriegelnden Position abschaltet. Die Signale an die Steuerelektronik hinsichtlich
des Erreichens der jeweiligen Position können durch Lichtschranken, Hall-Sensoren
oder mechanische Kontakte geliefert werden.
[0049] Um festzustellen, ob sich das bewegliche Teil in der zu verriegelnden Position befindet
oder nicht, ist am Gehäuse 2 der Zuhaltung mindestens ein Sensor an der dem beweglichen
Teil zugewandten Seite angebracht. Der Sensor ist mit der Steuerelektronik verbunden,
und die Steuerelektronik erkennt die Position des beweglichen Teils, wobei der Stößel
1 erst dann in die verriegelnde Position ausgefahren wird, wenn der Sensor die Position
des beweglichen Teils "positiv" erkannt hat. Vorzugsweise ist der Sensor als RFID-Sensor
oder Puls-Echo-Sensor (CSS) ausgeführt.
1. Zuhaltung für ein Bauteil zum Verschließen einer Öffnung, mit einem Stößel (1), der
zwischen einer verriegelnden und einer entriegelnden Endstellung in Stößellängsrichtung
beweglich geführt ist, einem eine Bewegung ausführenden Antrieb (3) zum Bewegen des
Stößels (1) und einem linear in Stößelbewegungsrichtung durch den Antrieb (3) bewegbaren
Übertragungselement (4), dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (3) ein elektromotorischer Antrieb (3) ist und zum Schutz des elektromotorischen
Antriebs (3) zwischen dem Übertragungselement (4) und dem Stößel (1) ein an diesen
angreifender, zwischengeschalteter Energiespeicher (5) vorhanden ist, und das Übertragungselement
(4) am Stößel (1) gleitverschieblich linear führbar ist, wobei der Energiespeicher
(5) für eine Pufferung der Energie der Bewegung des Antriebs (3) bei einer Blockade
des Stößels (1) unter Energieeintrag in den Energiespeicher (5) ausgestaltet ist für
eine spätere Übertragung der Energie zur Bewegung des Stößels (1) durch Abgabe der
gepufferten Energie des Energiespeichers (5).
2. Zuhaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Übertragungselement (4) als ein den Stößel (1) umgebendes, eine Zahnung aufweisendes
Bauelement ausgebildet ist.
3. Zuhaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Energiespeicher (5) als Feder an dem Übertragungselement (4) und an dem Stößel
(1) angelenkt ist, die bei einer Bewegung des Antriebs (3) von einer entriegelnden
Endstellung in eine verriegelnde Endstellung zwischen dem Übertragungselement (4)
und dem Stößel (1) stauchbar und bei der Bewegung des Antriebs (3) von einer verriegelnden
Endstellung in eine entriegelnde Endstellung zwischen dem Übertragungselement (4)
und dem Stößel (1) dehnbar ist.
4. Zuhaltung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder zumindest teilweise um den Stößel (1) angeordnet ist.
5. Zuhaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (3) als Spindelmotor ausgestaltet ist, dessen Spindel (10) in Eingriff
mit einem zumindest teilweise als Schneckenrad ausgestalteten Bauteil (6) ist, das
fest mit einer Achse (7) verbunden ist, die ein fest mit ihr verbundenes Ritzel (8)
aufweist, das in Eingriff mit dem Übertragungselement (4) ist.
6. Zuhaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Stößel (1) zumindest in einem ein Gehäuse (2) durchtretenden Bereich einen an
eine Durchgangsöffnung (11, 12) der Wand des Gehäuses (2) angepassten Außenumfang
aufweist für eine Führung des Stößels (1) durch die Wand des Gehäuses (2).
7. Zuhaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Übertragungselement (4) beweglich gegenüber dem Stößel (1) angeordnet ist und
eine Entriegelung der Zuhaltung zusätzlich durch ein Bewegen des Stößels (1) unabhängig
vom Antrieb (3) durch Ziehen des Stößels (1) aus der verriegelnden Position möglich
ist.
8. Zuhaltung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der in seiner verriegelnden Position befindliche Stößel (1) von außen manuell bewegbar
ist über eine dem Verriegelungsdurchtritt (11) des Stößels (1) beabstandete Gehäuseöffnung
(12), durch die der Stößel (1) durch Ziehen betätigbar ist.
9. Zuhaltung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Verriegelungsdurchtritt (11) des Stößels (1) beabstandete Gehäuseöffnung
(12) dem Verriegelungsdurchtritt (11) des Stößels (1) gegenüberliegt und die Gehäuseöffnung
(12) eine an den Außenumfang des Stößels (1) in diesem Bereich angepasste Kontur aufweist.
10. Zuhaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass , der Stößel (1), das Übertragungselement (4) und der Energiespeicher (5) zusammen
als eine Baueinheit ausgebildet sind.
11. Zuhaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Hilfs-/Notentriegelung vorgesehen ist, die eine Gehäuseöffnung (12) aufweist,
die so ausgestaltet ist, dass durch sie unabhängig vom Antrieb (3) auf den Stößel
(1) zugegriffen werden kann, wobei der Antrieb (3) mit dem Übertragungselement (4)
in Selbsthemmung ist.