[0001] Die Erfindung betrifft eine Antenne gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Stand der Technik
[0002] Radaranlagen verwenden Antennen, um Radarstrahlen abzustrahlen. Es sind Radaranlagen
bekannt, die einen Sichtbereich mit einem gebündelten Radarstrahl abtasten. Dafür
wird eine Antenne benötigt, die lediglich in eine eng definierte Raumrichtung abstrahlt.
Zusätzlich muss sich diese Raumrichtung der Abstrahlung verändern lassen, damit der
Sichtbereich sequenziell abgetastet werden kann. Hierfür geeignete Antennen werden
auch als Scanner bezeichnet.
[0003] Weiter sind Antennen bekannt, bei denen die Abstrahlrichtung von der Frequenz des
abgestrahlten Radarstrahls abhängt. Solche Antennen werden als Frequenzscanner bezeichnet
und sind beispielsweise in der
WO 95/20169 und der
DE 10 2007 056 910.8 beschrieben. Bisher bekannte frequenzscannende Antennen sind jedoch aufwendig und
teuer in der Herstellung und bieten nur eine suboptimale Richtcharakteristik bzw.
Strahlbündelung.
Offenbarung der Erfindung
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine verbesserte Antenne bereitzustellen.
Diese Aufgabe wird durch eine Antenne mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Bevorzugte
Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0005] Eine erfindungsgemäße Antenne weist einen Antennenkörper mit einer Mehrzahl von ersten
Antennenelementen auf, die entlang einer ersten Geraden angeordnet sind. Dabei ist
im Antennenkörper ein Hohlleiter angeordnet, der zwischen den ersten Antennenelementen
verläuft, wobei die ersten Antennenelemente als zwischen dem Hohlleiter und einer
Oberfläche des Antennenkörpers verlaufende Öffnungen ausgebildet sind. Außerdem ist
die Antenne ausgebildet, ein Signal in eine Raumrichtung abzustrahlen, die von einer
Frequenz des Signals abhängig ist. Dabei weist der Antennenkörper ein elektrisch isolierendes
Material auf, das mit einem leitfähigen Material beschichtet ist. Vorteilhafterweise
ist der Antennenkörper aus elektrisch isolierendem Material kostengünstiger herzustellen,
als ein Antennenkörper aus Metall.
[0006] Bevorzugt ist das isolierende Material Polyetherimid oder Polybutylenterephthalat.
Vorteilhafterweise sind diese Kunststoffe kostengünstig, leicht zu verarbeiten und
mechanisch robust.
[0007] Bevorzugt ist der Antennenkörper mittels eines Spritzgussverfahrens hergestellt.
Vorteilhafterweise ist eine Herstellung mit einem Spritzgussverfahren einfacher und
kostengünstiger als ein Herausfräsen des Antennenkörpers aus einem Materialblock.
[0008] Gemäß einer alternativen Ausführungsform ist das isolierende Material ein Glas. Vorteilhafterweise
stellt auch Glas einen kostengünstigen und einfach zu verarbeitenden Werkstoff mit
geeigneten mechanischen Eigenschaften dar.
[0009] Zweckmäßigerweise wird der Antennenkörper dann mittels eines Prägeverfahrens hergestellt.
Vorteilhafterweise erlauben auch Prägeverfahren eine kostengünstige und einfache Herstellung.
[0010] Bevorzugt ist das elektrisch leitfähige Material mittels physikalischer Gasphasenabscheidung
oder mittels eines galvanischen Beschichtungsverfahrens aufgebracht. Vorteilhafterweise
erlauben diese Beschichtungsverfahren ein Aufbringen einer sehr dünnen leitfähigen
Materialschicht.
[0011] Bevorzugt ist im Hohlleiter ein für Radarstrahlung transparentes Medium vorgesehen.
Vorteilhafterweise kann dadurch das leitfähige Material vor Korrosion geschützt werden.
[0012] Bevorzugt weist der Hohlleiter mindestens eine Kompensationsstruktur auf, die so
ausgebildet ist, dass eine durch Reflexion an den ersten Antennenelemente verursachte
Störung des Hohlleiters ausgeglichen wird. Vorteilhafterweise lässt sich dadurch die
Abstrahlcharakteristik der Antenne verbessern.
[0013] Zweckmäßigerweise unterscheiden sich mindestens zwei der ersten Antennenelemente
von einander derart, dass sie unterschiedlich viel Leistung abstrahlen. Vorteilhafterweise
kann dadurch die Antennenbelegung optimiert werden, wodurch sich eine besonders günstige
Abstrahlcharakteristik erzielen lässt.
[0014] Besonders bevorzugt interferiert die durch die ersten Antennenelemente abgestrahlte
Leistung so, dass eine Nebenkeulenunterdrückung der abgestrahlten Leistung im Fernfeld
mehr als 25 dB beträgt.
[0015] Zweckmäßigerweise umfassen die ersten Antennenelemente ein äußeres Antennenelement
und ein zentrales Antennenelement, wobei die das äußere Antennenelement bildende Öffnung
einen ersten Durchmesser aufweist, und wobei die das zweite Antennenelement bildende
Öffnung einen zweiten Durchmesser aufweist. Dabei unterscheiden sich der erste und
der zweite Durchmesser. Vorteilhafterweise kann die Antennenbelegung dann über die
Lochgröße eingestellt werden.
[0016] Besonders bevorzugt umfassen die ersten Antennenelemente ein mittleres erstes Antennenelement,
wobei die durch ein erstes Antennenelement abgestrahlte Leistung etwa proportional
zum Quadrat des Kosinus des auf Π/2 normierten Abstands dieses ersten Antennenelements
vom mittleren ersten Antennenelement ist. Vorteilhafterweise haben Untersuchungen
und Rechnungen gezeigt, dass sich mit einer derartigen Antennenbelegung eine besonders
günstige Abstrahlcharakteristik der Antenne erzielen lässt.
[0017] In einer Weiterbildung weist die Antenne eine Linse auf, die eine Form eines Zylindersegments
aufweist. Dabei ist eine Längsachse der Linse parallel zu der ersten Gerade orientiert.
Außerdem weist die Linse ein dielektrisches Material auf. Vorteilhafterweise kann
der durch die Antenne abgestrahlte Strahl dadurch in einer Richtung senkrecht zur
Schwenkrichtung der Antenne fokussiert werden. Dadurch erhöht sich der Gain der Antenne.
[0018] Zweckmäßigerweise weist die Linse Polyetherimid auf. Vorteilhafterweise hat sich
dieses Material als besonders geeignet erwiesen.
[0019] In einer Weiterbildung weist die Antenne eine Mehrzahl von zweiten Antennenelementen
auf, die außerhalb der ersten Geraden angeordnet sind. Dabei sind die zweiten Antennenelemente
als Patchelemente ausgebildet und mindestens zwei des zweiten Antennenelementes durch
einen Mikrostreifenleiter miteinander verbunden. Vorteilhafterweise können die zweiten
Antennenelemente dann zur Detektion eines reflektierten Radarsignals verwendet werden
und dadurch die Auflösung der Antenne in eine Richtung senkrecht zur Schwenkrichtung
der Antenne verbessern. Die zweiten Antennenelemente können auch zum Aussenden eines
Radarsignals verwendet werden.
[0020] Bevorzugt sind die zweiten Antennenelemente in einer Reihe angeordnet, die parallel
zur ersten Geraden orientiert ist. Dabei sind die zweiten Antennenelemente in der
Reihe durch einen Mikrostreifenleiter miteinander verbunden. Vorteilhafterweise eignet
sich diese Anordnung besonders zur Detektion des reflektierten Signals, kann aber
auch zum Aussenden eines Radarsignals verwendet werden.
[0021] In einer zusätzlichen Weiterbildung umfasst die Antenne einen zweiten Antennenkörper,
der eine Mehrzahl von dritten Antennenelementen aufweist, die entlang einer zweiten
Geraden angeordnet sind. Dabei ist die zweite Gerade parallel zur ersten Geraden orientiert.
Außerdem ist im zweiten Antennenkörper ein zweiter Hohlleiter angeordnet, der zwischen
den dritten Antennenelementen verläuft. Außerdem sind die dritten Antennenelemente
als zwischen dem zweiten Hohlleiter und einer Oberfläche des zweiten Antennenkörpers
verlaufende Öffnungen ausgebildet. Vorteilhafterweise kann der zweite Antennenkörper
dann entweder zur Detektion eines reflektierten Radarsignals verwendet werden, wodurch
sich die Auflösung der Antenne in eine Richtung senkrecht zur Schwenkrichtung der
Antenne verbessert, oder die von erstem und zweitem Antennenkörper abgestrahlten Signale
können derart interferieren, dass sich eine verbesserte Fokussierung senkrecht zur
Schwenkrichtung der Antenne ergibt.
[0022] In noch einer Weiterbildung der Antenne ist mindestens eine Antennenspalte mit einer
Mehrzahl fünfter Antennenelemente vorgesehen, wobei die Antennenspalte senkrecht zur
ersten Gerade orientiert ist und wobei die Antennenspalte über eine Koppelstruktur
an ein erstes Antennenelement angekoppelt ist. Vorteilhafterweise bewirkt die Antennenspalte
dann eine Fokussierung des durch die Antenne ausgestrahlten Signals in einer Richtung
senkrecht zur Schwenkrichtung der Antenne. Dadurch verbessert sich die Abstrahlcharakteristik
der Antenne.
[0023] Gemäß einer Ausführungsform ist die Antennenspalte als Mikrostreifenleiterantenne
ausgebildet, wobei die fünften Antennenelemente als Patchelemente ausgebildet sind.
Vorteilhafterweise lässt sich die Antennenspalte dann einfach und kostengünstig herstellen.
[0024] Zweckmäßigerweise ist zwischen dem Antennenkörper und der Antennenspalte ein Substrat
vorgesehen. Vorteilhafterweise bewirkt das Substrat eine elektrische Isolation der
Antennenspalte vom Antennenkörper.
[0025] Gemäß einer alternativen Ausführungsform ist die Antennenspalte als Hohlleiter ausgebildet,
wobei die fünften Antennenelemente als Öffnungen in diesem Hohlleiter ausgebildet
sind. Vorteilhafterweise bewirkt auch eine solche als Hohlleiter ausgebildete Antennenspalte
eine Fokussierung des durch die Antenne abgestrahlten Signals in eine Richtung senkrecht
zur Schwenkrichtung der Antenne.
[0026] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der beigefügten Figuren näher erläutert. Dabei
werden für gleiche oder gleich wirkende Elemente einheitliche Bezugszeichen verwendet.
Es zeigen:
Figur 1 eine perspektivische Ansicht eines Antennenkörpers einer Antenne;
Figur 2 eine perspektivische Ansicht des geöffneten Antennenkörpers mit innen liegendem
Hohlleiter;
Figur 3 eine schematische Darstellung des Hohlleiters;
Figur 4 eine weitere Darstellung des Hohlleiters mit Antennenelementen;
Figur 5 eine graphische Darstellung der Abstrahlcharakteristik der Antenne;
Figur 6 eine perspektivische Darstellung der Antenne mit einer Zylinderlinse;
Figur 7 eine Darstellung der Antenne mit zusätzlichen Antennenspalten gemäß einer
ersten Ausführungsform;
Figur 8 eine Darstellung der Antenne mit zusätzlichen Antennenspalten gemäß einer
zweiten Ausführungsform;
Figur 9 einen Schnitt durch die Antenne mit einer zusätzlichen Antennenspalte;
Figur 10 eine Darstellung der Antenne mit zusätzlichen Antennenspalten gemäß einer
dritten Ausführungsform;
Figur 11 einen Schnitt durch die Antenne mit zusätzlichen Antennenspalten gemäß der
dritten Ausführungsform;
Figur 12 eine Darstellung der Antenne mit zusätzlichen Patchelementen;
Figur 13 eine Darstellung der Antenne mit zusätzlichen Antennenkörpern; und
Figur 14 eine Darstellung eines als Streifenleiter ausgebildeten Wellenleiters.
Ausführungsformen der Erfindung
[0027] Figuren 1 und 2 zeigen in perspektivischer Darstellung einen Antennenkörper 105 einer
Antenne 100. Der Antennenkörper 105 weist ein Oberteil 110 und ein Unterteil 120 auf.
In der Darstellung der Figur 1 sind das Oberteil 110 und das Unterteil 120 des Antennenkörpers
105 durch Schrauben miteinander verbunden. Figur 2 zeigt Oberteil 110 und Unterteil
120 des Antennenkörpers 105 in unverbundenem Zustand. Oberteil 110 und Unterteil 120
sind jeweils als im Wesentlichen flache Quader ausgebildet. Das Oberteil 110 und das
Unterteil 120 des Antennenkörpers können derart zusammengefügt werden, dass eine Oberfläche
des Oberteils 110 mit einer Oberfläche des Unterteils 120 in Kontakt kommt.
[0028] Die aneinander fügbaren Oberflächen von Oberteil 110 und Unterteil 120 weisen jeweils
eine mäanderförmige rillenartige Vertiefung auf. Werden Oberteil 110 und Unterteil
120 zusammengefügt, so ergänzen sich die rillenartigen Vertiefungen zu einem im Inneren
des Antennenkörpers 105 verlaufenden Hohlleiter 200. Der Hohlleiter 200 verläuft dabei
zwischen einem an einer Kante des Antennenkörpers 105 angeordneten Eingang 210 und
einem an derselben Kante des Antennenkörpers 105 befindlichen Ausgang 220. Über Eingang
210 und Ausgang 220 kann ein hochfrequentes elektromagnetisches Signal in den Hohlleiter
200 ein- und ausgekoppelt werden. Das Signal kann beispielsweise eine Frequenz von
77 GHz aufweisen. Zum Verschwenken des durch die Antenne 100 ausgesandten Radarstrahls
kann die Frequenz beispielsweise um einen Betrag von 2 GHz variiert werden.
[0029] Das Oberteil 110 des Antennenkörpers 105 weist eine Mehrzahl erster Antennenelemente
300 auf, die entlang einer Geraden angeordnet sind. Die ersten Antennenelemente 300
sind dabei als zwischen einer äußeren Oberfläche des Antennenkörpers 105 und dem Hohlleiter
200 im Inneren des Antennenkörpers 105 verlaufende Öffnungen ausgebildet. Die Gerade,
entlang der die ersten Antennenelemente 300 angeordnet sind, verläuft parallel zur
Erstreckungsrichtung des mäanderförmigen Hohlleiters 200. Dabei weist jede Kehre des
mäanderförmigen Hohlleiters 200 eine ein Antennenelement 300 bildende Öffnung auf.
Die Antennenelemente 300 sind jeweils mittig zwischen zwei aufeinanderfolgenden Kehren
des Hohlleiters 200 angeordnet. Es ist jedoch auch möglich, die Antennenelemente 300
an anderen Positionen des Hohlleiters 200, beispielsweise in der Nähe oder direkt
an den Kehren des mäanderförmigen Verlaufs des Hohlleiters 200 anzuordnen. Es können
beispielsweise 24 oder 48 oder eine andere Zahl von Antennenelementen 300 vorgesehen
sein. Der direkte Abstand zwischen zwei benachbarten Antennenelementen 300 ist dabei
in Abhängigkeit der Frequenz des in den Hohlleiter 200 einzustrahlenden Signals gewählt
und kann beispielsweise etwa der halben Wellenlänge des Signals entsprechen. Durch
die Mäanderform des Hohlleiters 200 ist die Länge des Hohlleiters 200 zwischen zwei
benachbarten Antennenelementen 300 größer und kann beispielsweise 5,5 mal der Wellenlänge
des Signals entsprechen.
[0030] Der Antennenkörper 105 besteht aus einem elektrisch isolierenden Material, das mit
einem leitfähigen Material beschichtet ist. Das elektrisch isolierende Material kann
beispielsweise ein Kunststoff, bevorzugt Polyetherimid oder Polybutylenterephthalat
sein. In diesem Fall kann der Antennenkörper 105 beispielsweise durch ein Spritzgussverfahren
hergestellt worden sein. Alternativ kann der Antennenkörper 105 auch aus einem Glas
bestehen. In diesem Fall kann der Antennenkörper 105 beispielsweise durch ein Prägeverfahren
hergestellt worden sein. Der Antennenkörper 105 kann auch aus einem anderen isolierenden
Material bestehen. Auf das isolierende Material des Antennenkörpers 105 ist eine Beschichtung
aus einem leitfähigen Material aufgebracht. Dies ist notwendig, damit sich der Hohlleiter
200 zur Übertragung einer elektromagnetischen Welle eignet. Die leitfähige Beschichtung
kann aus unterschiedlichen Schichtkombinationen und Materialien bestehen. Als sehr
geeignet hat sich eine nur wenige Mikrometer dicke Beschichtung mit Gold oder Aluminium
erwiesen. Die Beschichtung kann beispielsweise durch physikalische Gasphasenabscheidung
oder mittels eines galvanischen Beschichtungsverfahrens aufgebracht werden.
[0031] Der Hohlleiter 200 kann zum Schutz der leitfähigen Beschichtung vor Korrosion zusätzlich
mit einem für Radarstrahlung transparenten Medium gefüllt sein. Hierzu eignen sich
beispielsweise reaktionsarme Gase, Teflon, verschiedene Schäume, oder auch ein Vakuum.
Entweder wird nur der Hohlleiter 200 mit dem Medium befüllt, wozu die Antennenelementen
300, der Eingang 210 und der Ausgang 220 mit einem für Radarstrahlung transparenten
Medium abgedichtet werden müssen. Alternativ kann sich auch der gesamte Antennenkörper
105 in dem gewünschten Medium befinden.
[0032] Figur 3 zeigt eine weitere schematische Darstellung des Hohlleiters 200 im Inneren
des Antennenkörpers 105 der Antenne 100. Der Hohlleiter 200 besteht aus einer Mehrzahl
parallel zur x-Achse orientierter Abschnitte, die derart mäanderförmig durch Kehren
miteinander verbunden sind, dass sich der Hohlleiter 200 insgesamt in y-Richtung erstreckt.
Die ersten Antennenelemente 300 sind entlang der ersten, parallel zur y-Achse orientierten
Geraden angeordnet. Die als Öffnungen zum Hohlleiter 200 ausgebildeten ersten Antennenelemente
300 stellen eine Störung des Hohlleiters 200 dar und verschlechtern dessen Wellenleitungseigenschaften.
Um die durch die ersten Antennenelemente 300 verursachte Störung des Hohlleiters 200
zu kompensieren, weist der Hohlleiter 200 eine Mehrzahl von Kompensationsstrukturen
230 auf. Die Kompensationsstrukturen 230 sind als Verjüngungen des Hohlleiters 200
in der Nähe der die ersten Antennenelemente 300 bildenden Öffnungen ausgeführt. Die
Kompensationsstrukturen 230 sind so bemessen, dass sie den Effekt der ersten Antennenelemente
300 auf den Hohlleiter 200 ausgleichen. Die Kompensationsstrukturen 230 können auch
an anderer Stelle, beispielsweise in größerer Entfernung zu den ersten Antennenelementen,
angeordnet sein. Als besonders günstig hat es sich jedoch erwiesen, die Kompensationsstrukturen
230 möglichst nahe an den ersten Antennenelementen 300 vorzusehen. Die Kompensationsstrukturen
230 verbessern die Abstrahleigenschaften der Antenne 100.
[0033] Figur 4 zeigt eine weitere Ansicht des Oberteils 110 des Antennenkörpers 105 und
des darin angeordneten Hohlleiters 200. Figur 4 zeigt, dass die die ersten Antennenelemente
300 bildenden Öffnungen unterschiedliche Durchmesser aufweisen. Die Öffnungen müssen
dabei nicht kreisförmig ausgebildet sein, sondern können auch eine andere Form, beispielsweise
eine Rechteckform, aufweisen. Der Begriff Durchmesser bezeichnet in diesem Zusammenhang
die Größe der Öffnung unabhängig von der genauen Form der Öffnung. Ein dem Eingang
210 des Hohlleiters 200 am nächsten liegendes äußeres Antennenelement 330 weist einen
ersten Durchmesser 310 auf. Ein in der Mitte des Hohlleiters 200 liegendes zentrales
Antennenelement 340 weist einen zweiten Durchmesser 320 auf. Der zweite Durchmesser
320 ist dabei größer als der erste Durchmesser 310. Die zwischen dem zentralen Antennenelement
340 und dem äußeren Antennenelement 330 angeordneten ersten Antennenelemente 300 weisen
Durchmesser auf, die zwischen dem ersten Durchmesser 310 und dem zweiten Durchmesser
320 liegen. Dabei nimmt der Durchmesser der ersten Antennenelemente 300 zum Zentrum
des Hohlleiters 200 hin zu. Dies gilt entsprechend für die zwischen dem Ausgang 220
des Hohlleiters 200 und dem Zentrum des Hohlleiters 200 befindlichen ersten Antennenelemente
300.
[0034] Die Größe der die ersten Antennenelemente 300 bildenden Löcher gibt die durch die
ersten Antennenelemente 300 abgestrahlte Leistung vor. Die Verteilung der durch die
unterschiedlichen ersten Antennenelemente 300 abgestrahlten Leistungen wird als Antennenbelegung
bezeichnet. Die Gestaltung der Antennenbelegung hat entscheidenden Einfluss auf die
Richtcharakteristik der Antenne 100. Bei einer konstanten Belegung, bei der alle ersten
Antennenelemente 300 etwa dieselbe Leistung abstrahlen, ergibt sich eine Richtcharakteristik
mit nur geringer Nebenkeulenunterdrückung. Durch eine verbesserte Antennenbelegung
lässt sich die Nebenkeulenunterdrückung jedoch ebenfalls verbessern. Die Richtcharakteristik
der Antenne 100 im Fernfeld ergibt sich dabei aus einer Fouriertranformation der Antennenbelegung.
Aus dem gewünschten Fernfeld der Antenne 100 lässt sich somit eine geeignete Antennenbelegung
errechnen. Als besonders günstig hat sich eine Antennenbelegung erwiesen, bei der
die abgestrahlte Leistung eines jeden ersten Antennenelements 300 etwa proportional
zum Quadrat des Kosinus des auf Π/2 normierten Abstands des jeweiligen ersten Antennenelements
300 von dem zentralen Antennenelement 340 ist. Der normierte Abstand des äußeren Antennenelements
330 vom zentralen Antennenelement 340 entspricht einem Wert von Π/2. Die durch das
äußere Antennenelement 330 abgestrahlte Leistung ist proportional zum Quadrat des
Kosinus von Π/2, somit gleich Null. Zwischen dem äußeren Antennenelements 330 und
dem zentralen Antennenelement 340 gelegene Antennenelemente 300 weisen entsprechend
einen normierten Abstand vom zentralen Antennenelement 340 von kleiner als Π/2 auf.
Die äußersten Antennenelemente 330, die ein Leistung von Null abstrahlen, können selbstverständlich
auch entfallen. Es sind jedoch auch andere Antennenbelegungen möglich. Insgesamt lässt
sich eine Nebenkeulenunterdrückung der abgestrahlten Leistung im Fernfeld der Antenne
100 von mehr als 25 dB erreichen.
[0035] Die exakten Durchmesser der die ersten Antennenelemente 300 bildenden Öffnungen ergibt
sich aus der gewünschten Antennenbelegung und einer Korrektur, die berücksichtigt,
dass das hochfrequentes elektromagnetisches Signal dem Hohlleiter 200 einseitig durch
den Eingang 210 zugeführt wird. Daher müssen weiter vom Eingang 210 entfernte Antennenelemente
300 einen größeren Durchmesser aufweisen, als nahe beim Eingang 210 gelegene Antennenelemente
300.
[0036] Die Nebenkeulenunterdrückung des durch die Antenne abgestrahlten Signals lässt sich
also, wie ausgeführt, durch eine geeignete Antennenbelegung der ersten Antennenelemente
300 optimieren. Figur 5 zeigt in schematischer Darstellung einen Vergleich der Richtcharakteristiken
einer Antenne 100 mit den beschriebenen Kompensationsstrukturen 230 und einer optimierten
Antennenbelegung der ersten Antennenelemente 300 im Vergleich mit der Richtcharakteristik
einer Antenne ohne die beschriebenen Optimierungen. Dabei ist auf der horizontalen
Achse der Abstrahlwinkel der Antenne, auf der vertikalen Achse ein normierter Antennengewinn
aufgetragen. Die erste Richtcharakteristik 400 der nicht optimierten Antenne weist
eine erste Nebenkeulenunterdrückung 410 auf. Eine zweite Richtcharakteristik 420 der
optimierten Antenne 100 weist eine zweite Nebenkeulenunterdrückung 430 auf. Es ist
erkennbar, dass die zweite Nebenkeulenunterdrückung 430 der optimierten Antenne 100
besser als die erste Nebenkeulenunterdrückung 410 der nicht optimierten Antenne ist.
[0037] Figur 6 zeigt eine weitere perspektivische Ansicht der Antenne 100 mit dem Antennenkörper
105. Die ersten Antennenelemente 300 der Antenne 100 sind entlang der ersten Geraden
angeordnet, die parallel zur y-Achse orientiert ist. Durch eine Variation der Frequenz
des in den Hohlleiter 200 eingekoppelten hochfrequenten Signals ändert sich der Abstrahlwinkel
der Antenne 100 in der y-z-Ebene. In x-Richtung strahlt die Antenne 100 jedoch in
einen breiten Winkelbereich ab. Daher ist in Figur 6 eine Linse 500 vor dem Antennenkörper
105 angeordnet. Die Linse 500 weist die Form eines Zylindersegments auf, dessen Längsachse
parallel zur y-Achse orientiert ist. Die Linse 500 fokussiert den durch die Antenne
100 abgestrahlten Strahl in x-Richtung und erhöht dadurch den Gain der Antenne 100.
In y-Richtung wird das durch die Antenne 100 abgestrahlte Signal durch die Linse 500
nicht verändert. Die Linse 500 kann aus unterschiedlichen Materialien hergestellt
werden. Als besonders geeignet hat sich Polyetherimid erwiesen. Die Antenne 500 kann
den Antennengewinn der Antenne 100 um bis zu 7 dB erhöhen.
[0038] Figur 7 zeigt eine Aufsicht auf eine Antenne 3100 gemäß einer weiteren Ausführungsform.
Die Antenne 1300 weist wiederum erste Antennenelemente 300 auf, die entlang der ersten
Geraden angeordnet sind. Zusätzlich weist die Antenne 1300 weitere Antennenspalten
auf, die senkrecht zur ersten Geraden orientiert sind. In Figur 7 sind eine erste
Antennenspalte 3150, eine zweite Antennenspalte 3151, eine dritte Antennenspalte 3152
und eine vierte Antennenspalte 3153 dargestellt. Bevorzugt weist die Antenne 3100
so viele Antennenspalten 3150, 3151, 3152, 3153 wie erste Antennenelemente 300 auf.
Jede der Antennenspalte 3150, 3151, 3152, 3153 weist eine Mehrzahl fünfter Antennenelemente
3300 auf, die als Patchelemente ausgebildet sind. Im Beispiel der Figur 7 weist jede
Antennenspalte 3150, 3151, 3152, 3153 sechs fünfte Antennenelemente 1300 auf. Die
fünften Antennenelemente 3300 einer Antennenspalte 3150, 3151, 3152, 3153 sind jeweils
über einen Mikrostreifenleiter miteinander verbunden. Der Mikrostreifenleiter und
die fünften Antennenelemente 3300 bestehen aus einem elektrisch leitfähigen Material,
beispielsweise aus einem Metall. Zusätzlich weist jede Antennenspalte 3150 bis 3153
einen Ankoppelsteg 3200 auf, der ebenfalls als Mikrostreifenleiter ausgebildet ist
und mit dem die fünften Antennenelemente 3300 verbindenden Mikrostreifenleiter verbunden
sind. Der Ankoppelsteg 3200 jeder Antennenspalte 3150, 3151, 3152, 3153 ist jeweils
über einem ersten Antennenelement 300 der Antenne 3300 angeordnet und bildet mit diesem
Antennenelement 300 eine erste Koppelstruktur 3700. Über die erste Koppelstruktur
3700 wird die durch das jeweilige erste Antennenelement 300 abgestrahlte Leistung
in die über dem jeweiligen ersten Antennenelement 300 angekoppelte Antennenspalte
3150, 3151, 3152, 3153 eingekoppelt. Da die Antennenspalten 3150, 3151, 3152, 3153
senkrecht zur ersten Geraden orientiert sind, bewirken die Antennenspalten 3150, 3151,
3152, 3153 eine Fokussierung des durch die Antenne 3100 abgestrahlten Signals senkrecht
zur Schwenkebene der Antenne 3100. Die Koppelstrukturen 3700 können, wie in Figur
7 dargestellt, in der Mitte der jeweiligen Antennenspalten 3150, 3151, 3152, 3153
angeordnet sein. Alternativ können die Koppelstrukturen 3700 aber auch an den Rändern
oder beliebigen anderen Positionen der Antennenspalten 3150, 3151, 3152, 3153 vorgesehen
sein.
[0039] Figur 8 zeigt eine Aufsicht auf eine Antenne 4100 gemäß einer weiteren Ausführungsform.
Auch die Antenne 4100 weist eine Mehrzahl von Antennenspalten auf, die jeweils oberhalb
der ersten Antennenelemente 300 angeordnet und senkrecht zur ersten Geraden orientiert
sind. Im Unterschied zur in Figur 7 dargestellten Antenne 3100 weisen die Antennenspalten
der Antenne 4100 jedoch keinen Ankoppelsteg 3200 auf. Stattdessen ist eines der fünften
Antennenelemente 3100 einer jeden Antennespalte über einem jeweiligen ersten Antennenelement
300 angeordnet und bildet mit diesem die erste Koppelstruktur 3700. Auch dadurch wird
die durch das jeweilige erste Antennenelement 300 abgestrahlte Leistung in die über
dem jeweiligen ersten Antennenelement 300 angeordnete Antennenspalte eingekoppelt,
wodurch sich eine Fokussierung des durch die Antenne 4100 abgestrahlten Signals senkrecht
zur Schwenkrichtung ergibt. Die Positionen der Koppelstrukturen 3700 an den Antennenspalten
kann wiederum beliegib gewählt werden.
[0040] Figur 9 zeigt einen Schnitt durch eine der ersten Koppelstrukturen 3700 der Antennen
3100 der Figur 7. Es ist erkennbar, dass zwischen dem Ankoppelsteg 3200 der Antennenspalte
3150 und dem ersten Antennenelement 300 ein Substrat 3710 angeordnet ist. Das Substrat
3710 besteht aus einem elektrisch isolierenden Material und isoliert die Antennenspalte
3150 elektrisch vom Antennenkörper 105.
[0041] Figur 10 zeigt eine Aufsicht auf eine Antenne 5100 gemäß einer weiteren Ausführungsform.
Die Antenne 5100 weist wiederum eine Mehrzahl erster Antennenelemente 300 auf, die
entlang einer ersten Geraden angeordnet sind. Weiter weist die Antenne 5100 eine Mehrzahl
von Antennenspalten 3160, 3161, 3162, 3163 auf, die jeweils senkrecht zur ersten Geraden
orientiert und jeweils über einem der ersten Antennenelemente 300 angeordnet sind.
Jede der Antennenspalten 3160, 3161, 3162, 3163 ist als Hohlleiterantenne mit einer
Mehrzahl sechster Antennenelemente 3310 ausgebildet. In einem zentralen Abschnitt
jeder der Antennenspalten 3160, 3161, 3162, 3163 ist die jeweilige Antennenspalte
3160, 3161, 3162, 3163 mittels einer zweiten Koppelstruktur 3800 an das jeweils darunterliegende
erste Antennenelement 300 angekoppelt. Dadurch koppelt die durch die ersten Antennenelemente
300 abgestrahlte Leistung in die Antennenspalten 3160, 3161, 3162, 3163 ein, wodurch
sich eine Fokussierung des durch die Antenne 5100 abgestrahlten Signals senkrecht
zur Schwenkrichtung der Antenne 5100 ergibt.
[0042] Figur 11 zeigt in einem Schnitt durch die Antenne 5100 der Figur 10 eine der zweiten
Koppelstrukturen 3800. Der Hohlleiter der Antennenspalte 3160 ist senkrecht oberhalb
des Hohlleiters 200 der Antenne 5100 angeordnet. Der Hohlleiter der Antenne 5100 ist
durch eines der ersten Antennenelemente 300 mit dem Hohlleiter der Antennenspalte
3160 verbunden. Senkrecht oberhalb der Hohlleiter und des ersten Antennenelements
300 ist ein sechstes Antennenelement 3310 der Antennenspalte 3160 angeordnet. Das
sechste Antennenelement 3310 kann als Öffnung ausgebildet sein oder durch ein beispielsweise
dielektrisches Material verschlossen sein.
[0043] Die Antennen 3100, 4100, 5100 der Figuren 7 bis 11 weisen den Vorteil auf, dass die
Antennenspalten eine Fokussierung des durch die Antenne 3100, 4100, 5100 abgestrahlten
Signals senkrecht zur jeweiligen Schwenkrichtung bewirken, ohne dass eine Linse notwendig
ist. Dadurch reduziert sich der für die Antenne 3100, 4100, 5100 benötigte Bauraum.
[0044] Figur 12 zeigt eine Aufsicht auf eine Antenne 1100 gemäß einer weiteren Ausführungsform.
Die Antenne 1100 weist wiederum eine Mehrzahl erster Antennenelemente 300 auf, die
entlang einer ersten Geraden angeordnet sind, die parallel zur y-Achse orientiert
ist. Zusätzlich weist die Antenne 1100 eine Mehrzahl zweiter Antennenelemente 600
auf, die in x-Richtung neben den ersten Antennenelementen 300 angeordnet sind. Die
zweiten Antennenelemente 600 sind in Reihen angeordnet, die parallel zur ersten Geraden
orientiert sind. Figur 12 zeigt exemplarisch eine erste Reihe 610 und eine zweite
Reihe 620. Es können jedoch auch weitere Reihen mit weiteren zweiten Antennenelementen
600 vorhanden sein. Die zweiten Antennenelemente 600 sind als Patchelemente ausgebildet.
Die zweiten Antennenelemente 600 jeder Reihe 610, 620 sind über einen Mikrostreifenleiter
miteinander verbunden. Der Mikrostreifenleiter ist in Figur 12 nicht dargestellt.
Jede Reihe 610, 620 bildet also eine eigene Patchantenne. Jede Reihe 610, 620 kann
mit einer eigenen Auswertelektronik verbunden sein. Die Reihen 610, 620 können zur
Detektion eines reflektierten Radarsignals verwendet werden. Da die Reihen 610, 620
in x-Richtung nebeneinander angeordnet sind, gestatten die Reihen 610, 620 der Antenne
1200, das reflektierte Radarsignal in x-Richtung, also senkrecht zur Schwenkrichtung
der Antenne 1100, winkelabhängig aufzulösen. Die Antenne 1100 kann den vor der Antenne
1100 liegenden Raum also in der y-z-Ebene durch Verschwenken des ausgesandten Radarstrahls
abtasten und das reflektierte Radarsignal in der x-z-Ebene winkelabhängig auflösen.
Dadurch erreicht die Antenne 1100 sowohl vertikal als auch horizontal eine gute Winkelauflösung.
Alternativ könnten die zweiten Antennenelemente 600 auch zum Senden verwendet werden.
[0045] Figur 13 zeigt eine Aufsicht auf eine Antenne 1200 gemäß einer weiteren Ausführungsform.
Die Antenne weist den bereits anhand von Figur 1 erläuterten Antennenkörper 105 mit
den ersten Antennenelementen 300 auf. Zusätzlich weist die Antenne 2100 einen zweiten
Antennenkörper 2105 und einen dritten Antennenkörper 2106 auf. Die Antenne 2100 kann
auch weitere Antennenkörper aufweisen. Der zweite Antennenkörper 2105 und der dritte
Antennenkörper 2106 entsprechen in ihrem Aufbau dem ersten Antennenkörper 105. So
weist der zweite Antennenkörper 2105 dritte Antennenelemente 2300 auf und der dritte
Antennenkörper 2106 vierte Antennenelemente 2305 auf. Die ersten Antennenelemente
300, die dritten Antennenelemente 2300 und die vierten Antennenelemente 2305 sind
jeweils parallel zur y-Achse orientiert. In x-Richtung können die Antennenelemente
der verschiedenen Antennenkörper 105, 2105, 2106 entweder direkt übereinander oder
seitlich gegeneinander angeordnet sein.
[0046] Die Antenne 2100 kann auf unterschiedliche Weisen verwendet werden. Entweder können
die einzelnen Antennekörper 105, 2105, 2106 durch eine gemeinsame Hochfrequenzquelle
gespeist werden, so dass die einzelnen Antennenelemente 105, 2105, 2106 synchron zueinander
abstrahlen. In diesem Fall können die durch die einzelnen Antennenkörper 105, 2105,
2106 ausgesandten Teilstrahlen miteinander interferieren, wodurch sich eine Fokussierung
des durch die Antenne 2100 ausgesandten Radarstrahls in der y-z-Ebene ergibt. Die
Funktion der Antenne 2100 entspricht dann derjenigen der Antennen 3100, 4100, 5100
der Figuren 7, 8 und 10.
[0047] Eine zweite Möglichkeit der Verwendung der Antenne 1200 besteht darin, lediglich
den ersten Antennenkörper 105 zum Aussenden von Radarstrahlen zu verwenden und das
reflektierte Radarsignals mittels des zweiten Antennenkörpers 2105 und des dritten
Antennenkörpers 2106 zu detektieren. Die Antenne 2100 erreicht dann eine Winkelauflösung
senkrecht zur Schwenkrichtung der Antenne 2100. Dies entspricht der Funktion der Antenne
1100 der Figur 12.
[0048] Die Antennen der bisher beschriebenen Ausführungsformen verwenden jeweils einen Hohlleiter
200, der Öffnungen aufweist, die die ersten Antennenelemente 300 bilden. Anstelle
eines Hohlleiters kann jedoch auch ein Streifenleiter verwendet werden. Figur 14 zeigt
in schematischer Schnittdarstellung einen geeigneten Streifenleiter 700. Der Streifenleiter
700 weist eine erste Massenfläche 720 und eine zweite Massenfläche 730 auf. Die erste
Massenfläche 720 und die zweite Massenfläche 730 bestehen aus einem elektrisch leitfähigen
Material, beispielsweise aus einem Metall. Zwischen der ersten Massenfläche 720 und
der zweiten Massenfläche 730 ist ein Dielektrikum 740 angeordnet. In das Dielektrikum
740 ist ein Signalleiter 710 eingebettet. Der Signalleiter 710 besteht aus einem elektrisch
leitfähigen Material, beispielsweise aus einem Metall. Der Streifenleiter 700 kann
genau wie der Hohlleiter 200 als Wellenleiter für eine hochfrequente elektromagnetische
Welle verwendet werden. Das erste Massenelement 720 und/oder das zweite Massenelement
730 können eine oder mehrere Öffnungen aufweisen, die als Antennenelemente dienen.
Die so gebildeten Antennenelemente entsprechen den ersten Antennenelementen 300.
Bezugszeichenliste
[0049]
- 100
- Antenne
- 105
- Antennenkörper
- 110
- das Oberteil des Antennenkörpers
- 120
- Unterteil des Antennenkörpers
- 200
- Hohlleiter
- 210
- Eingang
- 220
- Ausgang
- 230
- Kompensationsstruktur
- 300
- erste Antennenelemente
- 310
- erster Durchmesser
- 320
- zweiter Durchmesser
- 330
- äußeres Antennenelement
- 340
- zentrales Antennenelement
- 400
- erste Richtcharakteristik
- 410
- erste Nebenkeulenunterdrückung
- 420
- zweite Richtcharakteristik
- 430
- zweite Nebenkeulenunterdrückung
- 500
- Linse
- 600
- zweite Antennenelemente
- 610
- erste Reihe
- 620
- zweite Reihe
- 700
- Streifenleiter
- 710
- Signalleiter
- 720
- erste Massenfläche
- 730
- zweite Massenfläche
- 740
- Dielektrikum
- 1100
- Antenne
- 2100
- Antenne
- 2105
- zweiter Antennenkörper
- 2106
- dritter Antennenkörper
- 2300
- dritte Antennenelemente
- 2305
- vierte Antennenelemente
- 3100
- Antenne
- 3150
- 1. Antennenspalte
- 3151
- 2. Antennenspalte
- 3152
- 3. Antennenspalte
- 3153
- 4. Antennenspalte
- 3160
- Antennenspalte
- 3161
- Antennenspalte
- 3162
- Antennenspalte
- 3163
- Antennenspalte
- 3200
- Ankoppelsteg
- 3300
- fünfte Antennenelemente
- 3310
- sechste Antennenelemente
- 3700
- erste Koppelstruktur
- 3710
- Substrat
- 3800
- zweite Koppelstruktur
- 4100
- Antenne
- 5100
- Antenne
1. Antenne (100, 1100, 2100, 3100, 4100, 5100)
mit einem Antennenkörper (105) mit einer Mehrzahl von ersten Antennenelementen (300),
die entlang einer ersten Geraden angeordnet sind, wobei im Antennenkörper (105) ein
Hohlleiter (200) angeordnet ist, der zwischen den ersten Antennenelementen (300) verläuft,
wobei die ersten Antennenelemente (300) als zwischen dem Hohlleiter (200) und einer
Oberfläche des Antennenkörpers (105) verlaufende Öffnungen ausgebildet sind,
wobei die Antenne (100, 1100, 2100, 3100, 4100, 5100) ausgebildet ist, ein Signal
in eine Raumrichtung abzustrahlen,
wobei die Raumrichtung von einer Frequenz des Signals abhängig ist, dadurch gekennzeichnet, dass
der Antennenkörper (105) ein elektrisch isolierendes Material aufweist, das mit einem
leitfähigen Material beschichtet ist.
2. Antenne (100, 1100, 2100, 3100, 4100, 5100) gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das isolierende Material Polyetherimid oder Polybutylenterephthalat ist.
3. Antenne (100, 1100, 2100, 3100, 4100, 5100) gemäß einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Antennenkörper (105) mittels eines Spritzgussverfahrens hergestellt ist.
4. Antenne (100, 1100, 2100, 3100, 4100, 5100) gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das isolierende Material ein Glas ist.
5. Antenne (100, 1100, 2100, 3100, 4100, 5100) gemäß Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Antennenkörper (105) mittels eines Prägeverfahrens hergestellt ist.
6. Antenne (100, 1100, 2100, 3100, 4100, 5100) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das elektrisch leitfähige Material mittels physikalischer Gasphasenabscheidung oder
mittels eines galvanischen Beschichtungsverfahrens aufgebracht ist.
7. Antenne (100, 1100, 2100, 3100, 4100, 5100) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
im Hohlleiter (200) ein für Radarstrahlung transparentes Medium vorgesehen ist.
8. Antenne (100, 1100, 2100, 3100, 4100, 5100) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Hohlleiter (200) mindestens eine Kompensationsstruktur (230) aufweist, die so
ausgebildet ist, dass eine durch die ersten Antennenelemente (300) verursachte Störung
des Hohlleiters (200) ausgeglichen wird.
9. Antenne (100, 1100, 2100, 3100, 4100, 5100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest zwei der ersten Antennenelemente (300) sich voneinander derart unterscheiden,
dass sie unterschiedlich viel Leistung abstrahlen.
10. Antenne (100, 1100, 2100, 3100, 4100, 5100) gemäß Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
die durch die ersten Antennenelemente (300) abgestrahlte Leistung so interferiert,
dass eine Nebenkeulenunterdrückung der abgestrahlten Leistung im Fernfeld mehr als
25 dB beträgt.
11. Antenne (100, 1100, 2100, 3100, 4100, 5100) gemäß einem der Ansprüche 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
die ersten Antennenelemente (300) ein äußeres Antennenelement (330) und ein zentrales
Antennenelement (340) umfassen,
wobei die das äußere Antennenelement (330) bildende Öffnung einen ersten Durchmesser
(310) aufweist,
wobei die das zentrale Antennenelement (340) bildende Öffnung einen zweiten Durchmesser
(320) aufweist,
wobei sich der erste Durchmesser (310) und der zweite Durchmesser (320) unterscheiden.
12. Antenne (100, 1100, 2100, 3100, 4100, 5100) gemäß einem der Ansprüche 9 bis 11,
wobei die ersten Antennenelemente (300) ein mittleres erstes Antennenelement umfassen,
wobei die durch ein erstes Antennenelement (300) abgestrahlte Leistung etwa proportional
zum Quadrat des Kosinus des auf Π/2 normierten Abstands dieses ersten Antennenelements
(300) vom mittleren ersten Antennenelement ist.
13. Antenne (100) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Antenne (100) eine Linse (500) aufweist,
wobei die Linse (500) eine Form eines Zylindersegments aufweist,
wobei eine Längsachse der Linse (500) parallel zu der ersten Geraden orientiert,
wobei die Linse (500) ein dielektrisches Material aufweist.
14. Antenne (100) gemäß Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Linse (500) Polyetherimid aufweist.
15. Antenne (1100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Antenne (1100) eine Mehrzahl von zweiten Antennenelementen (600) aufweist,
wobei die zweiten Antennenelemente (600) außerhalb der ersten Geraden angeordnet sind,
wobei die zweiten Antennenelemente (600) Patchelemente sind,
wobei mindestens zwei der zweiten Antennenelemente (600) durch einen Mikrostreifenleiter
miteinander verbunden sind.
16. Antenne (1100) gemäß Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, dass
die zweiten Antennenelemente (600) in einer Reihe (610) angeordnet sind, die parallel
zur ersten Geraden orientiert ist,
wobei die zweiten Antennenelemente (600) in der Reihe (610) durch einen Mikrostreifenleiter
miteinander verbunden sind.
17. Antenne (2100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Antenne (2100) einen zweiten Antennenkörper (2105) umfasst, wobei der zweite Antennenkörper
(2105) eine Mehrzahl von dritten Antennenelementen (2300) aufweist, die entlang einer
zweiten Geraden angeordnet sind,
wobei die zweite Gerade parallel zur ersten Geraden orientiert ist, wobei im zweiten
Antennenkörper (2105) ein zweiter Hohlleiter angeordnet ist, der zwischen den dritten
Antennenelementen (2300) verläuft,
wobei die dritten Antennenelemente (2300) als zwischen dem zweiten Hohlleiter (200)
und einer Oberfläche des zweiten Antennenkörpers (2105) verlaufende Öffnungen ausgebildet
sind.
18. Antenne (3100, 4100, 5100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens eine Antennenspalte (3150, 3160) mit einer Mehrzahl fünfter Antennenelemente
(3300) vorgesehen ist,
wobei die Antennenspalte (3150) senkrecht zur ersten Gerade orientiert ist, wobei
die Antennenspalte (3150, 3160) über eine Koppelstruktur (3700) an ein erstes Antennenelement
(300) angekoppelt ist.
19. Antenne (3100, 4100) gemäß Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Antennenspalte (3150) als Mikrostreifenleiterantenne ausgebildet ist und die fünften
Antennenelemente (3300) als Patchelemente ausgebildet sind.
20. Antenne (3100, 4100) gemäß Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Substrat (3710) zwischen dem Antennenkörper (105) und der Antennenspalte (3150)
vorgesehen ist.
21. Antenne (5100) gemäß Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Antennenspalte (3160) als Hohlleiter ausgebildet ist und die fünften Antennenelemente
(3300) als Öffnungen in diesem Hohlleiter ausgebildet sind.