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(11) |
EP 2 344 688 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.01.2013 Patentblatt 2013/02 |
| (22) |
Anmeldetag: 02.11.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2009/064414 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2010/054943 (20.05.2010 Gazette 2010/20) |
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VORRICHTUNG ZUM HERSTELLEN EINES SPINNVLIESES
APPARATUS FOR PRODUCING A SPUNBONDED FABRIC
DISPOSITIF POUR LA FABRICATION D'UN NON-TISSÉ
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
13.11.2008 DE 102008057172
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.07.2011 Patentblatt 2011/29 |
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Patentinhaber: Oerlikon Textile GmbH & Co. KG |
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42897 Remscheid (DE) |
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Erfinder: |
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- SCHÜTT, Günter
24539 Neumünster (DE)
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| (74) |
Vertreter: Kahlhöfer, Hermann |
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KNH Patentanwälte
Kahlhöfer Neumann Rößler Heine
Postfach 10 33 63 40024 Düsseldorf 40024 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 825 287 WO-A1-2006/032517 US-B1- 6 315 806
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EP-A1- 1 234 906 US-A- 4 656 081
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen eines Spinnvlieses gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Bei der Herstellung erfindungsgemäßer Vliese werden aus einer Polymerschmelze eine
Mehrzahl von Filamenten extrudiert, auf einem luftdurchlässigen Siebband zu einem
Flächengebilde geformt und zugleich von dem Siebband abtransportiert. Eine gattungsgemäße
Vorrichtung ist in der Patentschrift
DE 199 13 162 C1 beschrieben.
[0003] Dabei wird von einem Extruder zugeführtes schmelzflüssiges Polymer in einem Spinnbalken
durch ein- oder mehrreihig linienförmig angeordnete Düsenbohrungen zunächst zu einer
Vielzahl von Strängen gesponnen und unmittelbar nach Austritt aus den Düsenbohrungen
von einem durch einen Düse zugeführten Luftstrom zu feinen Filamenten endlicher Länge
zerfasert.
[0004] Die Filamente treten mit hoher Geschwindigkeit aus der Luftdüse aus und treffen auf
ein in einer bestimmten Distanz vorgesehenes Siebband auf, wo sich die Filamente zu
einem Flächengebilde formieren. In dem Bereich zwischen Luftdüse und Siebband findet
eine Abkühlung der Filamente statt. Die Förderrichtung der Filamente ist zwischen
Spinnbalken, Luftdüse und Siebband ist vertikal. Durch eine kontinuierliche Bewegung
des Siebbandes, welches als Förderband ausgeführt ist, wird das sich bildenden Vlies
abtransportiert, wobei die Ausrichtung und Förderrichtung des Siebbandes horizontal
ist. Unterhalb des Siebbandes ist eine Absaugung vorgesehen, die die Formierung des
Vlieses unterstützt und insbesondere für den Abtransport der die Filamente begleitenden
Luftströmung sorgt. Durch das senkrechte Auftreffen der Filamente mit hoher Geschwindigkeit
auf das Siebband wird zumeist ein Vlies hoher Dichte erzeugt. Viele Verfahrensparameter
sind durch den Aufbau der Vorrichtung vorgegeben und lassen daher eine Variation des
Produktes in nur engen Grenzen zu.
[0005] Vielfach werden jedoch auch Vliese mit hoher Luftigkeit gefordert. Um dieser Forderung
zu genügen und zugleich eine hohe Flexibilität bezüglich der Vlieseigenschaften zu
erreichen, sieht die
DE 199 13 162 C1 ein in der Höhe und in der Neigung verstellbares Siebband vor. Diese Lösung führt
jedoch zu einem hohen baulichen Aufwand und hat zudem den Nachteil, dass die dem Siebband
nachgelagerten Baugruppen ebenfalls angepasst werden müssen.
[0006] Weiteren Lösungen zur Erhöhung der Flexibilität sind bekannt aus der
DE 42 383 47 C2, wo zur Anpassung der Vorrichtung an die Prozessparameter verstellbare Blasluftlippen
vorgeschlagen werden. Weiterhin ist es aus verschiedenen Veröffentlichungen bekannt,
zwischen Filamentaustritt und Siebband passive Luftleitmittel oder aktive Blasvorrichtung
und vorzusehen, die die Ablage der Filamente auf dem Siebband beeinflussten. Die letztgenannten
Lösungen sind geeignet, mit wenig Aufwand die Ablage der Filamente in engen Grenzen
zu beeinflussen. Sie sind jedoch nur eingeschränkt geeignet, Vliese mit hoher Luftigkeit
herzustellen.
[0007] Aus der
US-A-4,656,081 ist eine Vorrichtung zur Herstellung eines Spinnvlieses bekannt, wobei ein Spinnbalken
zum Extrudieren von Schmelzesträngen sowie eine Blasvorrichtung um eine horizontale
und im Wesentlichen senkrecht zu einer Förderrichtung einer Siebbandvorrichtung ausgerichtete
Schwenkachse verstellbar ist.
[0008] Die
US-B 1-6,315,806 offenbart eine Vorrichtung zur Herstellung eines Spinnvlieses, wobei eine Mehrzahl
von Spinnbalken in einem Rahmen angeordnet sind. Die Spinnbalken sind um eine horizontale
und im Wesentlichen senkrecht zu einer Förderrichtung einer Siebbandvorrichtung ausgerichtete
Schwenkachse verstellbar.
[0009] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung bereitzustellen, mit der die
Prozessparameter beim Erstellen von Spinnvlies in einem weiten Bereich variiert werden
können und mit dem darüber hinaus Spinnvlies mit besonders hoher Luftigkeit hergestellt
werden kann.
[0010] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen nach Anspruch
1 gelöst. Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Merkmale und Merkmalskombinationen
der Unteransprüche definiert.
[0011] Die einfache Anpassbarkeit an verschiedene Verfahrensparameter und damit an verschiedene
Produkte wird dadurch erreicht, dass der Spinnbalken und die Blasvorrichtung mit flexiblen
Versorgungsleitungen mit der Schmelzezuleitung und der Blasluftzuführung verbunden
sind und der Spinnbalken zusammen mit der Blasvorrichtung im laufenden Betrieb um
eine horizontale Achse schwenkbar ist. Hierbei wird unter flexibler Versorgungsleitung
beispielsweise eine biegeelastische Rohr- beziehungsweise Schlauchverbindung, aber
auch eine feste Rohrverbindung mit Drehdurchführungen verstanden. Dies ermöglicht
eine leichte Verstellung im laufenden Betrieb, so dass die Auswirkung einer Veränderung
der Verfahrensparameter leicht am Produkt überprüft werden kann. Die Art und Ausführung
der flexiblen Versorgungsleitungen kann von einem Fachmann bestimmt werden. Die horizontale
Achse ist senkrecht zur Förderrichtung des Siebbandes ausgerichtet, so dass durch
das Schwenken um die Achse der Auftreffpunkt der Filamente auf das Siebband in Förderrichtung
veränderbar ist. Wie sich gezeigt hat, rührt der wesentliche Effekt, der eine höhere
Luftigkeit des Vlieses bewirkt, aus dem Winkel, unter dem die Filamente auf das Siebband
beziehungsweise auf das sich bereits teilweise gebildete Vlies auftreffen. Insbesondere
ist es möglich, durch das schräge Auftreffen den sich bildenden Staudruck zu reduzieren,
der auf die Filamente wirkt. Durch das Einstellen des Winkels lässt sich so die Luftigkeit
feinfühlig anpassen. Weiterhin hat der Winkel einen Einfluss auf die sich dreidimensional
ausbildende Wirrlage der Filamente im Vlies.
[0012] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Spinnbalken zusammen mit der Blasvorrichtung
in einer Schwenkeinheit angeordnet, die um eine Schwenkachse schwenkbar ist.
[0013] Bevorzugt ist der Schwenkbereich zwischen + 45 ° und - 45 ° gegenüber der Vertikalen,
da in diesem Bereich der große Effekt auf die Luftigkeit des Vlieses zu rechnen ist.
[0014] Ein einer weiteren bevorzugten Ausführungsvariante ist die Absaugung, die unterhalb
des Siebbandes vorgesehen ist, in Schwenkrichtung und damit in Förderrichtung verstellbar.
Einerseits kann damit der Schwerpunkt des sich unterhalb des Siebbandes bildenden
Unterdruckprofils an den Auftreffpunkt der Filamente angepasst werden. Andererseits
kann durch bewusstes Verschieben dieses Unterdruckprofils ein weiterer Einfluss auf
die Verfahrensparameter genommen werden.
[0015] In einer vorteilhaften Weise ist die Schwenkachse identisch oder zumindest nahe der
Schwerpunktachse der Schwenkeinheit beziehungsweise des Spinnbalkens und der Blasvorrichtung.
Dadurch sind geringe Verstellkräfte erforderlich.
[0016] In einer weiteren, besonders bevorzugten Ausführungsvariante sind Mittel zum Verändern
des Abstandes zwischen Spinnbalken und Siebband vorgesehen. Dies ist einerseits sinnvoll,
um bei einer geschwenkten Schwenkeinheit die höhere Wurfweite der Filamente zu kompensieren,
andererseits steht damit ein weiterer änderbarer Verfahrensparameter zur Verfügung.
[0017] Die erfindungsgemäße Kombination von Spinnbalken und Blasvorrichtung kann in einer
Ausführungsvariante der Erfindung so vorgesehen werden, dass die Filamente nach dem
Meltblown-Verfahren in hergestellt werden.
[0018] In einer anderen Ausführungsvariante ist die Blasvorrichtung so ausgebildet, dass
sie als Abzugsdüse für vom Spinnbalken extrudierte Filamente dient.
[0019] Ein Ausführungsbeispiel wird im Folgenden unter Hinweis auf die beigefügten Zeichnungen
näher beschrieben.
[0020] Es stellen dar:
Figur 1: Die Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Figur 2: die Vorderansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Figur 3: im Schnitt eine Ausführungsvariante von Spinnbalken und Blasvorrichtung,
Figur 4: im Schnitt eine weitere Ausführungsvariante von Spinnbalken und Blasvorrichtung.
[0021] In Figur 1 ist die Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Herstellung
eines Spinnvlieses dargestellt.
[0022] In einer Schwenkeinheit 1 ist ein hier nicht dargestellter Spinnbalken und eine Blasvorrichtung
in der Weise integriert, dass an der Unterseite der Schwenkeinheit 1 ein Filamentvorhang
8 heraus gefördert wird. Die Filamente 8 treffen auf ein Siebband 4, das von einem
Antrieb 10 angetrieben wird. Durch die hohe Geschwindigkeit, mit der die Filamente
8 auf das Siebband 4 auftreffen, wird ein Flächengebilde erzeugt, das als Spinnvlies
9 von Siebband 4 abtransportiert und einer weiteren hier nicht dargestellten Bearbeitung
zugeführt wird. Unterhalb des Punktes, an dem die Filamente 8 auf das Siebband 4 auftreffen,
ist eine Absaugbox 5 vorgesehen, die in Transportrichtung des Siebbandes 4 verschiebbar
ist. Dazu ist die Absaugbox auf einem Träger 14 aufgebracht, der mit einer Absaugung
15 verbunden ist. Damit kann einerseits der Unterdruckbereich, der durch die Absaugbox
5 dem Siebband 4 aufgeprägt wird, an den Auftreffpunkt der Filamente 8 auf das Siebband
4 angepasst werden. Zusätzlich kann durch das Verschieben vor oder hinter den Auftreffpunkt
Einfluss auf die Bildung des Spinnvlieses 9 genommen werden.
Um die erfindungsgemäße Vorrichtung leicht an unterschiedliche Prozessparameter anzupassen,
ist die Schwenkeinheit 1 um eine Schwenkachse 6 schwenkbar gelagert. Bevorzugt ist
die Schwenkachse 6 in oder in der Nähe der Schwerpunktachse der Schwenkeinheit 1 vorgesehen.
Zusätzliche Anpassungen der Prozessparameter sind dadurch möglich, dass die Schwenkeinheit
1 über einen Halter 12 mit einem Schlitten 7 verbunden ist, der in vertikaler Richtung
auf einer Schiene 13 bewegbar ist.
[0023] Figur 2 zeigt die Vorderansicht der Vorrichtung aus Figur 1. Die Schwenkeinheit 1
erstreckt sich über die Breite des zu erzeugenden Spinnvlieses 9. Unterseitig verlassen
die innerhalb der Schwenkeinheit erzeugten Filamente 8 in Form eines Vorhangs die
Schwenkeinheit 1. Die Schwenkeinheit 1 ist in Lagerungen 16 schwenkbar gelagert. Die
Verstellung in vertikaler Richtung ist aus Vereinfachungsgründen nicht mit dargestellt.
Die für die Erzeugung der Filamente 8 erforderlichen Schmelze wird von einer Schmelzezuleitung
17 über eine Drehdurchführung 18.1 zugeführt. Dies ermöglicht das Schwenken der Schwenkeinheit
im Betrieb. Dabei steht nicht die kontinuierliche Schwenkbewegung der Schwenkeinheit
1 während der Produktion im Vordergrund, sondern vielmehr die Anpassung an ein gefordertes
Produkt beim Anfahren der Produktion. Die hier dargestellte Drehdurchführung 18.1
ermöglicht das Schwenken der Schwenkeinheit um die Schwenkachse. Um die in Figur 1
dargestellte in einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehene vertikale Einstellung
zu ermöglichen, weist die Schmelzezuleitung 17 eine weitere Drehdurchführung 18.2
auf. Die Blasluft für die Blasvorrichtung wird über die Blasluftzuführung 21, eine
elastische Verbindung 20 und die Blasluftleitung 19 zugeführt. Alternativ zu den Drehdurchführungen
18.1 und 18.2 erlaubt hier eine elastische Verbindung 20 den Freiheitsgrad der Schwenkeinheit
1. Abweichend und alternativ zu den dargestellten Ausführungen sind auch andere Möglichkeiten
bekannt und von der Erfindung mit eingeschlossen, die Schmelze und die Blasluft der
Schwenkeinheit 1 zuzuführen. Beispielsweise kann die Blasluft auf der der Schmelzezuführung
gegenüberliegenden Seite ebenfalls über Drehdurchführungen zugeführt werden.
[0024] Figur 3 stellt im Schnitt die Schwenkeinheit 1 dar. Die Schwenkeinheit 1 enthält
den Spinnbalken 2 sowie die Blasvorrichtung 3. Innerhalb des Spinnbalkens 2 wird die
Schmelze über den Schmelzekanal 22 verteilt und über eine Schmelzeführung 23 einer
Düse 24 zugeführt. Unterhalb und seitlich der Düse 24 wird von der Blasvorrichtung
3 über die Blasluftdüse 26 die Blasluft, welche über die Blasluftkammer 25 unter Druck
bereitgestellt wird, mit hoher Geschwindigkeit auf die austretenden Schmelzestränge
geleitet, so dass die Schmelze zu feinen Filamenten zerfasert. Dieses Verfahren ist
als Meltblown-Verfahren bekannt. Durch den Austritt 27 verlassen die Filamente mit
hoher Geschwindigkeit die Schwenkeinheit 1, wie in den Figuren 1 und 2 dargestellt.
[0025] Alternativ zu der Variante in Figur 3 wird in Figur 4 eine alternative Ausführungsform
der Schwenkeinheit 1 dargestellt, bei der die Filamente direkt vom Spinnbalken 2 gebildet
werden. Dazu wird auch hier die Schmelze durch einen Schmelzekanal 28 im Spinnbalken
verteilt und von Schmelzezuführungen 29 zu Filamenten extrudiert. In einem Abstand
unterhalb des Spinnbalkens 2 ist die Blasvorrichtung 3 angeordnet. Dies erfolgt durch
luftdurchlässige Verbindungen 31. Die Blasvorrichtung 3 ist so aufgebaut, dass zwischen
zwei Hälften ein Kanal 35 gebildet wird, in den über Luftdüsen 34 die in einer Blasluftkammer
33 unter Druck bereitgestellte Druckluft unter hoher Geschwindigkeit in Förderrichtung
einströmt. Dadurch wird auf die Filamente eine Zugkraft ausgeübt, die diese aus der
Schwenkeinheit 1 heraus fördern.
Bezugszeichenliste
[0026]
- 1
- Schwenkeinheit
- 2
- Spinnbalken
- 3
- Blasvorrichtung
- 4
- Siebband
- 5
- Absaugbox
- 6
- Schwenkachse
- 7
- Schlitten
- 8
- Filamentvorhang
- 9
- Spinnvlies
- 10
- Antrieb
- 11
- Schwenkbereich
- 12
- Halter
- 13
- Schiene
- 14
- Träger
- 15
- Absaugung
- 16
- Lagerung
- 17
- Schmelzezuleitung
- 18.1, 18.2
- Drehdurchführung
- 19
- Blasluftleitung
- 20
- Elastische Verbindung
- 21
- Blasluftzuführung
- 22
- Schmelzekanal
- 23
- Schmelzezuführung
- 24
- Düse
- 25
- Blasluftkammer
- 26
- Blasluftdüse
- 27
- Austritt
- 28
- Schmelzekanal
- 29
- Schmelzezuführung
- 30
- Düsen
- 31
- Verbindung
- 32
- Abzugsdüse
- 33
- Blasluftkammer
- 34
- Luftdüse
- 35
- Kanal
1. Vorrichtung zur Herstellung eines Spinnvlieses,
mit einem Spinnbalken (2) zum Extrudieren von Schmelzesträngen,
mit einer hinter dem Austritt angeordneten Blasvorrichtung (3), sowie mit einer vertikal
unterhalb des Spinnbalkens angeordneten Siebbandvorrichtung mit einem in einer Förderrichtung
bewegbaren Siebband (4), dadurch gekennzeichnet, dass
der Spinnbalken (2) und die Blasvorrichtung (3) mit flexiblen Versorgungsleitungen
mit der Schmelzezuleitung (17) und der Blasluftzuführung (21) verbunden sind und dass
der Spinnbalken (2) und die Blasvorrichtung (3) im laufenden Betrieb um eine horizontale
und im Wesentlichen senkrecht zur Förderrichtung ausgerichtete Schwenkachse (6) verstellbar
sind.
2. Vorrichtung zur Herstellung eines Spinnvlieses nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Spinnbalken (2) und die Blasvorrichtung (3) in einer um eine Schwenkachse (6)
schwenkbare Schwenkeinheit (1) angeordnet sind.
3. Vorrichtung zur Herstellung eines Spinnvlieses nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Schwenkbereich (11) zwischen +45 °und -45 ° gegenüber der Vertikalen ist.
4. Vorrichtung zur Herstellung eines Spinnvlieses nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
unterhalb des Siebbandes (4) eine Absaugung (5) vorgesehen ist und dass die Absaugung
in Schwenkrichtung verschiebbar ist.
5. Vorrichtung zur Herstellung eines Spinnvlieses nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schwenkachse (6) im Wesentlichen der Schwerpunktachse der zu schwenkenden Schwenkeinheit
(1) entspricht.
6. Vorrichtung zur Herstellung eines Spinnvlieses nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
Mittel (7) zum Verändern des Abstandes zwischen Spinnbalken (2) und Siebband (4) vorgesehen
sind.
7. Vorrichtung zur Herstellung eines Spinnvlieses nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Blasvorrichtung (3) unmittelbar hinter dem Austritt der Schmelze aus dem Spinnbalken
(2) in der Form vorgesehen ist, dass die Blasluft mit hoher Geschwindigkeit auf die
Schmelzestränge geleitet wird und die Schmelze zerfasert.
8. Vorrichtung zur Herstellung eines Spinnvlieses nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Blasvorrichtung (3) mit einem so großen Abstand hinter dem Austritt der Schmelze
aus dem Spinnbalken (2) vorgesehen ist und dass die Blasluft in der Form auf die Filamente
geleitet wird, dass die Filamente bereits teilweise abgekühlt sind und die Blasluft
eine Zugkraft auf die Filamente bewirkt.
1. Apparatus for producing a spunbonded fabric comprising a spinning beam (2) for extruding
melt strands having a blowing apparatus (3) disposed behind their exit, and a fabric
belt apparatus disposed vertically below the spinning beam having a fabric belt (4)that
is movable in the conveying direction, characterized in that the spinning beam (2) and the blowing apparatus (3) are connected by flexible supply
lines with the melt feed (17) and the blowing air feed (21) and in that the spinning beam (2) and the blowing apparatus (3) are adjustable during running
operation around a horizontal swivel axis (6) having an essentially perpendicular
alignment relative to the conveying direction.
2. Apparatus for producing a spunbonded fabric as claimed in Claim 1, characterized in that the spinning beam (2) and the blowing apparatus (3) are disposed in a pivoting unit
(1) that is pivotable around a swivel axis (6).
3. Apparatus for producing a spunbonded fabric as claimed in Claim 1 or Claim 2, characterized in that the pivoting range (11) is between +45° and -45° relative to the vertical line.
4. Apparatus for producing a spunbonded fabric as claimed in one of the Claims 1 to 3
characterized in that a suction means (5) is disposed below the fabric belt (4), and wherein the suction
means is displaceable in the pivoting direction.
5. Apparatus for producing a spunbonded fabric as claimed in one of the previous Claims
characterized in that the swivel axis (6) corresponds essentially to the neutral axis of the pivoting unit
(1) that is to be pivoted.
6. Apparatus for producing a spunbonded fabric as claimed in one of the previous Claims
characterized in that means (7) are envisioned for changing the distance between the spinning beam (2)
and the fabric belt (4).
7. Apparatus for producing a spunbonded fabric as claimed in one of the Claims 1 to 6
characterized in that the blowing apparatus (3) is disposed immediately behind the exit of the melt from
the spinning beam (2) specifically such that the blowing air is directed onto the
melt strands at a high speed thereby shredding the melt.
8. Apparatus for producing a spunbonded fabric as claimed in one of the Claims 1 to 6
characterized in that the blowing apparatus (3) is disposed after the exit of the melt from the spinning
beam (2) at such a distance that the blowing air is directed onto the filaments in
such a way that said filaments are already partially cooled, and whereby the blowing
air effects a pull that acts upon the filaments.
1. Dispositif de formation d'un feutre filé, le dispositif présentant une filière (2)
qui extrude des barres fondues,
un dispositif de soufflage (3) disposé en aval de la sortie et un dispositif à bande
tamiseuse doté d'une bande tamiseuse (4) apte à être déplacée dans une direction de
transport et disposée verticalement en dessous de la filière,
caractérisé en ce que
la filière (2) et le dispositif de soufflage (3) sont reliés par des conduits d'alimentation
flexibles à l'amenée (17) de matière fondue et à l'amenée (21) d'air de soufflage
et
en ce que la filière (2) et le dispositif de soufflage (3) peuvent être déplacés en fonctionnement
permanent autour d'un axe de pivotement (6) horizontal et essentiellement perpendiculaire
à la direction de transport.
2. Dispositif de formation d'un feutre filé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la filière (2) et le dispositif de soufflage (3) sont disposés dans une unité de
pivotement (1) apte à pivoter autour d'un axe de pivotement (6).
3. Dispositif de formation d'un feutre filé selon les revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que la plage de pivotement (11) est comprise entre +45° et -45° par rapport à la verticale.
4. Dispositif de formation d'un feutre filé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'une aspiration (5) est prévue en dessous de la bande tamiseuse (4) et en ce que l'aspiration peut être déplacée dans la direction du pivotement.
5. Dispositif de formation d'un feutre filé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'axe de pivotement (6) correspond essentiellement à l'axe de la gravité de l'unité
de pivotement (1) pivotante.
6. Dispositif de formation d'un feutre filé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'il présente des moyens (7) permettant de modifier la distance entre la filière (2)
et la bande tamiseuse (4).
7. Dispositif de formation d'un feutre filé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le dispositif de soufflage (3) est prévu directement en aval de la sortie de la matière
fondue hors de la filière (2) dans une forme telle que l'air de soufflage est amené
à haute vitesse sur les barreaux fondus et divise la matière fondue en fibres.
8. Dispositif de formation d'un feutre filé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le dispositif de soufflage (3) est prévu en aval de la sortie de la matière fondue
hors de la filière (2), à une distance telle que l'air de soufflage est amené sur
le filament de telle sorte que les filaments soient déjà partiellement refroidis et
que l'air de soufflage exerce une force de traction sur les filaments.
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