(19)
(11) EP 2 347 475 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
10.10.2012  Patentblatt  2012/41

(21) Anmeldenummer: 09744345.1

(22) Anmeldetag:  29.10.2009
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
H01R 13/41(2006.01)
H01R 24/52(2011.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2009/007756
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2010/054750 (20.05.2010 Gazette  2010/20)

(54)

HF-STECKVERBINDER

HF PLUG CONNECTOR

CONNECTEUR ENFICHABLE HF


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 12.11.2008 DE 202008015000 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
27.07.2011  Patentblatt  2011/30

(73) Patentinhaber: Rosenberger Hochfrequenztechnik GmbH & Co. KG
83413 Fridolfing (DE)

(72) Erfinder:
  • BLAKBORN, Willem
    83334 Inzell (DE)

(74) Vertreter: Zeitler - Volpert - Kandlbinder 
Herrnstrasse 44
80539 München
80539 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 1 150 387
EP-A2- 1 154 522
US-A1- 2003 176 104
EP-A1- 1 383 206
US-A- 5 879 166
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen HF-Steckverbinder mit einem Außenleiterteil, einem innerhalb des Außenleiterteils angeordneten Innenleiterteil und einem steckseitigen Ende, welches zum steckenden Verbinden mit einem komplementären HF-Steckverbinder ausgebildet ist, wobei am steckseitigen Ende des HF-Steckverbinders ein das Außenleiterteil wenigstens teilweise umgebendes Gehäuse aus einem elektrisch isolierenden Werkstoff, insbesondere ein Kunststoffgehäuse, angeordnet ist, wobei das Gehäuse eine Durchgangsbohrung aufweist, in die das Außenleiterteil eingreift, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0002] Aus der US 2003/0176104 A1 ist ein Koaxialsteckverbinder mit einem Kunststoffgehäuse bekannt, welcher dem sog. FAKRA-Standardisierungsschema (FAKRA = Fachkreis Automobiltechnik) für SMB-Verbindungen entspricht. Hierbei ist ein Kunststoffgehäuse vorgesehen, welches den Steckverbinder hält, schützt und für den Steckvorgang mit einem anderen Steckverbinder mit Kunststoffgehäuse vorpositioniert. Das Gehäuse weist zusätzlich mechanische Kodierungen auf, so dass nur zusammenpassende Gehäuse ineinander gesteckt werden können.

    [0003] Derartige Kunststoffgehäuse für Koaxialsteckverbinder, welche auch FAKRA-Gehäuse genannt werden, finden in der Automobiltechnik Anwendung für Datenübertragungskabel. Diese Datenübertragungskabel sind üblicherweise Koaxialkabel oder ähnliche auf einem elektrischen Leiter basierende Kabel. Die mechanischen Abmessungen derartiger FAKRA-Gehäuse im Interface-Bereich, d.h. in einem axialen Abschnitt des Gehäuses, welcher mit einem komplementären Stecker zusammenwirkt, um eine mechanische Verbindung zwischen beiden Kunststoffgehäusen herzustellen, sind in der DIN-Norm 72594-1 in der Fassung vom Oktober 2004 festgelegt. Der Teil "Straßenfahrzeuge - 50-Ohm-Hochfrequenz-Schnittstelle (50-Ω-HFSSt) - Teil 1: Maße und elektrische Anforderungen" der o.g. DIN-Norm 72594-1 legt Stecker und Kuppler einer Schnittstelle mit einer Impedanz von 50 Ohm für Hochfrequenz-Anwendungen (50-Ω-HFSSt) in Straßenfahrzeugen fest und stellt so die Kommunikation zum und vom Kfz sicher. Er legt maßliche und elektrische Anforderungen und Eigenschaften fest und sichert deren Austauschbarkeit. Alle namhaften Autohersteller fertigen nach dieser Norm. Der Inhalt dieser Norm wird von dem Normenausschuss Kraftfahrzeuge (FAKRA) festgelegt.

    [0004] Der Normenausschuss Kraftfahrzeuge (FAKRA) im DIN vertritt die regionalen, nationalen und internationalen Normungsinteressen auf dem Gebiet des Kraftfahrzeugwesens. Das Aufgabengebiet des FAKRA umfasst die Erstellung von allen Normen bezüglich Vereinbarkeit, Austauschbarkeit und Sicherheit für Straßenfahrzeuge nach DIN 70010 (ausgenommen Ackerschlepper), unabhängig davon, ob diese Straßenfahrzeuge mit Verbrennungsmotoren, Elektromotoren oder Hybridantrieben ausgerüstet sind. Auch für die Aufbauten dieser Straßenfahrzeuge (ausgenommen Kommunal-, Feuerwehrfahrzeuge und Krankenkraftwagen) erstellt der FAKRA Normen. Ferner ist er zuständig für die Normung der gesamten Ausrüstung vorstehend genannter Fahrzeuge und Aufbauten sowie für die Normung der Frachtcontainer (ISO-Container). Die Normung fördert Rationalisierung und Qualitätssicherung im Kraftfahrzeugbau sowie die Umweltverträglichkeit des Kraftfahrzeugs. Außerdem trägt sie dem aktuellen Stand von Technik und Wissenschaft entsprechend zur Erhöhung der Fahrzeug- und Verkehrssicherheit bei, zum Nutzen der Hersteller und Verbraucher.

    [0005] Es wird auf die EP 1 154 522 A2 verwiesen, welche die Merkmale des Oberbegriffs von Anspruch 1 offenbart.

    [0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen HF-Steckverbinder der o.g. Art hinsichtlich Montage und Funktionssicherheit zu verbessern.

    [0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen HF-Steckverbinder der o.g. Art mit den in Anspruch 1 gekennzeichneten Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den weiteren Ansprüchen beschrieben.

    [0008] Bei einem HF-Steckverbinder der o.g. Art ist es erfindungsgemäß vorgesehen, dass das Außenleiterteil eine erste axiale Sicherung des Gehäuses aufweist, welche derart ausgebildet ist, dass diese erste axiale Sicherung einen ersten vorbestimmten Abschnitt des Gehäuses bei Montage am Außenleiterteil dehnt, und dass das Außenleiterteil eine zweite axiale Sicherung des Gehäuses aufweist, welche derart ausgebildet ist, dass diese zweite axiale Sicherung einen zweiten vorbestimmten Abschnitt des Gehäuses bei Montage am Außenleiterteil zusammenpresst.

    [0009] Dies hat den Vorteil, dass die axiale Sicherung des Gehäuses am Außenleiterteil unabhängig von einer Umgebungstemperatur und damit unabhängig von einer temperaturbedingten Änderung der Abmessungen des Gehäuses wirksam ein axiales Abziehen des Gehäuses vom Außenleiterteil verhindert.

    [0010] Zweckmäßigerweise sind/ist die erste axiale Sicherung und/oder die zweite axiale Sicherung in einem Bereich des Außenleiterteils, welcher in die Durchgangsbohrung des Gehäuses eingreift, ausgebildet.

    [0011] In einer bevorzugten Ausführungsform weist die erste axiale Sicherung wenigstens eine im Bereich des Außenleiterteils, welcher in die Durchgangsbohrung des Gehäuses eingreift, ausgebildete, in Umfangsrichtung wenigstens teilweise umlaufende Erhebung auf, wobei ein Außendurchmesser des Außenleiterteils im Bereich dieser Erhebung größer ist als ein Innendurchmesser der Durchgangsbohrung des Gehäuses im Bereich des ersten vorbestimmen Abschnittes.

    [0012] In einer bevorzugten Ausführungsform ist die zweite axiale Sicherung im Bereich des Außenleiterteils, welcher in die Durchgangsbohrung des Gehäuses eingreift, ausgebildet und weist wenigstens ein Paar krallenförmiger Erhebungen auf, welches sich in radialer Richtung von dem Umfang des Außenleiterteils erhebt, wobei die krallenförmigen Erhebungen eines Paares in Umfangsrichtung einander zugewandt sind.

    [0013] Zum Zusammenwirken mit den Paaren krallenförmiger Erhebungen weist der zweite vorbestimmte Abschnitt wenigstens einen sich an der Innenseite des Gehäuses radial nach innen erhebenden, sich in axialer Richtung erstreckenden Steg auf, wobei eine Breite des Steges in Richtung senkrecht zur axialen Richtung größer ist als ein Abstand der krallenförmigen Erhebungen eines Paares.

    [0014] Dadurch, dass zwei, drei, vier oder mehr Stege ausgebildet und in Umfangsrichtung voneinander beabstandet sind, kann das Gehäuse mit verschiedenen Winkelpositionen relativ zum Außenleiterteil an diesem montiert werden. Hierbei sind die Stege bevorzugt in Umfangsrichtung gleichmäßig voneinander beabstandet.

    [0015] Zweckmäßigerweise sind zwei oder mehr Paare krallenförmiger Erhebungen ausgebildet und in Umfangsrichtung voneinander insbesondere gleichmäßig beabstandet.

    [0016] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der HF-Steckverbinder als HF-Koaxialsteckverbinder ausgebildet, wobei das Außenleiterteil und das Innenleiterteil koaxial zueinander angeordnet sind.

    [0017] Zweckmäßigerweise ist das Gehäuse derart ausgebildet, dass dieses in seinem Interfacebereich mechanische Abmessungen aufweist, die dem FAKRA-Standardisierungsschema für 50-Ω-HFSSt entsprechen.

    [0018] In einer bevorzugten Ausführungsform sind/ist die erste axiale Sicherung und/oder die zweite axiale Sicherung einstückig mit dem Außenleiterteil ausgebildet.

    [0019] Das Außenleiterteil ist beispielsweise als Zink-Druckguss-Teil ausgebildet.

    [0020] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Diese zeigt in:
    Fig. 1
    eine bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen HF-Steckverbinders ohne Gehäuse in perspektivischer Ansicht,
    Fig. 2
    den HF-Steckverbinder gemäß Fig. 1 mit montiertem Gehäuse in einer weiteren perspektivischen Ansicht,
    Fig. 3
    den HF-Steckverbinder gemäß Fig. 1 mit montiertem Gehäuse in Schnittansicht,
    Fig. 4
    den HF-Steckverbinder gemäß Fig. 1 ohne Gehäuse in einer Ansicht von oben,
    Fig. 5
    den HF-Steckverbinder gemäß Fig. 1 ohne Gehäuse in einer Seitenansicht und
    Fig. 6
    den HF-Steckverbinder gemäß Fig. 1 mit montiertem Gehäuse in einer weiteren Schnittansicht.


    [0021] Die in den Fig. 1 bis 6 dargestellte, bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen HF-Steckverbinders ist als HF-Koaxialsteckverbinder ausgebildet und umfasst ein Außenleiterteil 10, ein innerhalb des Außenleiterteils 10 angeordnetes Innenleiterteil 12 und ein steckseitiges Ende 14, welches zum steckenden Verbinden mit einem komplementären HF-Steckverbinder (nicht dargestellt) ausgebildet ist. Am steckseitigen Ende 14 des HF-Steckverbinders ist ein das Außenleiterteil 10 wenigstens teilweise umgebendes Gehäuse 16 aus einem elektrisch isolierenden Werkstoff, wie beispielsweise ein Kunststoffgehäuse, angeordnet. Dieses Gehäuse 16 weist eine Durchgangsbohrung 18 auf, in die das Außenleiterteil 10 eingreift.

    [0022] Das Gehäuse 16 ist in axialer Richtung gegen Abziehen von dem Außenleiterteil 10 bzw. einem Bereich 36 des Außenleiterteils 10, welcher in das Gehäuse 16 eingreift, gesichert. Hierzu sind erfindungsgemäß zwei voneinander unabhängige, axiale Sicherungen vorgesehen. Beide axialen Sicherungen sind bei der dargestellten Ausführungsform am Außenumfang des Außenleiterteils 10 in demjenigen Bereich 36 ausgebildet, welcher in die Durchgangsbohrung 18 des Gehäuses 16 eingreift. Eine erste axiale Sicherung des Gehäuses 16 ist derart ausgebildet ist, dass diese einen ersten vorbestimmten Abschnitt 22 des Gehäuses 16 bei Montage am Außenleiterteil 10 dehnt. Eine zweite axiale Sicherung des Gehäuses 16 ist derart ausgebildet, dass diese einen zweiten vorbestimmten Abschnitt 24 des Gehäuses 16 bei Montage am Außenleiterteil 10 zusammenpresst.

    [0023] Wie insbesondere aus Fig. 1, 3, 4 und 5 für die beispielhaft dargestellte, bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen HF-Steckverbinders ersichtlich, umfasst die erste axiale Sicherung zwei in Umfangsrichtung an gegenüberliegenden Seiten jeweils teilweise umlaufende Erhebungen 20 in dem Bereich 36 des Außenleiterteils 10, welcher in die Durchgangsbohrung 18 des Gehäuses 16 eingreift. Diese Erhebungen 20 sind derart ausgebildet, dass ein Außendurchmesser des Außenleiterteils 10 im Bereich der Erhebungen 20 größer ist als ein Innendurchmesser der Durchgangsbohrung 18 des Gehäuses 16 im Bereich des ersten vorbestimmen Abschnittes 22. Auf diese Weise wird das Gehäuse 16 beim axialen Aufschieben des Gehäuses 16 auf das Außenleiterteil 10 bis zur gewünschten Position im Bereich des ersten vorbestimmen Abschnittes 22 radial nach außen gedehnt. Die sich dadurch ergebende, radial nach innen gerichtete Kraft aufgrund der radialen elastischen Dehnung des Gehäuses 16 hält das Gehäuse 16 auf dem Außenleiterteil 10 fest und sichert das Gehäuse 16 gegen axiales abziehen vom Außenleiterteil 10.

    [0024] Wie insbesondere aus Fig. 1, 4 und 6 für die beispielhaft dargestellte, bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen HF-Steckverbinders ersichtlich, umfasst die zweite axiale Sicherung zwei Paar krallenförmiger Erhebungen 26, welche sich in radialer Richtung von dem Umfang des Außenleiterteils erheben. Die beiden Paare krallenförmiger Erhebungen 26 sind an gegenüberliegenden Seiten des Außenleiterteiles 10 in dem Bereich 36 des Außenleiterteils 10 angeordnet, welcher in die Durchgangsbohrung 18 des Gehäuses 16 eingreift. Die krallenförmigen Erhebungen 26 eines Paares sind in Umfangsrichtung gesehen einander zugewandt und definieren zwischen sich einen Abstand 28 in Umfangsrichtung. Jede krallenförmige Erhebung 26 weist einen hakenförmigen Abschnitt auf, der von dem steckseitigen Ende 14 weg ausgerichtet ist. Der zweite vorbestimmte Bereich 24 des Gehäuses 16 umfasst vier sich an der Innenseite des Gehäuses 16 radial nach innen erhebende, sich jeweils in axialer Richtung erstreckende Stege 30 auf. Die Stege 30 sind in Umfangsrichtung gleichmäßig voneinander beabstandet, so dass beim axialen Aufschieben des Gehäuses 16 auf das Außenleiterteil 10 immer jeweils zwei Stege 30 zwischen zwei krallenförmige Erhebungen 26 eingreifen so dass das jeweilige Paar von krallenförmigen Erhebungen 26 mit einem der Stege 30 zusammenwirkt. Hierbei ist eine Breite der Stege 30 in Richtung senkrecht zur axialen Richtung größer als der Abstand 28 der krallenförmigen Erhebungen 26 eines Paares. Auf diese Weise pressen die krallenförmigen Erhebungen 26 die Stege 30 zusammen. Die sich dadurch ergebende Kraft zwischen den krallenförmigen-Erhebungen 26 und dem jeweiligen Steg 30 sichert das Gehäuse 16 gegen ein Abziehen vom Außenleiterteil 10 in axialer Richtung, da die Haken der krallenförmigen Erhebungen 26 in axialer Richtung von dem steckseitigen Ende 14 weg gerichtet sind. Durch die Anordnung von Paaren von krallenförmigen Erhebungen 26 und der Stege 30 kann das Gehäuse 16 mit verschiedenen Winkelpositionen relativ zum Außenleiterteil 10 auf dieses axial aufgeschoben werden. Gleichzeitig ist das Gehäuse 16 auch gegen eine Verdrehung in Umfangsrichtung relativ zum Außenleiterteil 10 gesichert.

    [0025] Bei einer temperaturbedingten Aufweitung der Abmessungen des Gehäuses 16 bei höheren Temperaturen lässt die Haltekraft zwischen dem ersten vorbestimmten Abschnitt 22 des Gehäuses 16 und den Erhebungen 20 nach, da sich der Innendurchmesser des Gehäuses 16 im ersten vorbestimmten Abschnitt 22 vergrößert. Jedoch verstärkt sich gleichzeitig die Haltekraft zwischen den krallenförmigen Erhebungen 26 und den Stegen 30, da sich durch das temperaturbedingte Aufweiten der Abmessungen des Gehäuses 16 auch die Breite der Stege 30 erhöht. Somit ist auch bei hohen Temperaturen eine ausreichende axiale Sicherung des Gehäuses 16 gegen axiales Abziehen von dem Außenleiterteil 10 durch die zweite axiale Sicherung 26 in Zusammenwirken mit den Stegen 30 sichergestellt.

    [0026] Bei einem temperaturbedingten schrumpfen der Abmessungen des Gehäuses 16 bei niedrigen Temperaturen lässt die Haltekraft zwischen den krallenförmigen Erhebungen 26 und den Stegen 30 nach, da auch die Breite der Stege 30 schrumpft. Jedoch verstärkt sich gleichzeitig die Haltekraft zwischen dem ersten vorbestimmten Abschnitt 22 des Gehäuses 16 und den Erhebungen 20, da sich durch das temperaturbedingte Schrumpfen der Abmessungen des Gehäuses 16 auch der Innendurchmesser des Gehäuses 16 im ersten vorbestimmten Abschnitt 22 reduziert. Somit ist auch bei niedrigen Temperaturen eine ausreichende axiale Sicherung des Gehäuses 16 gegen axiales Abziehen von dem Außenleiterteil 10 durch die erste axiale Sicherung 20 sichergestellt.

    [0027] Insgesamt ergibt sich durch die bei temperaturbedingter Änderung der Abmessungen des Gehäuses 16 gegenläufig wirkenden axialen Sicherungen 20, 22 einerseits (Dehnung) und 26, 30 andererseits (Kompression) ein weiter Temperaturbereich, in dem die mechanische Funktionssicherheit des erfindungsgemäßen HF-Steckverbinders hinsichtlich der axialen Halterung des Gehäuses 16 auf dem Außenleiterteil 10 bzw. dem Bereich 36 sicher gestellt ist.

    [0028] Das Gehäuse 16 ist als FAKRA-Gehäuse ausgebildet und weist an seinem Außenumfang Erhebungen auf, die einer mechanischen Kodierung 32 zum Zusammenstecken mit anderen Gehäusen 16 sowie als Rastmechanismus 34 zum mechanischen Verbinden von zwei zusammengesteckten Gehäusen 16 dienen.


    Ansprüche

    1. HF-Steckverbinder mit einem Außenleiterteil (10), einem innerhalb des Au-βenleiterteils (10) angeordneten Innenleiterteil (12) und einem steckseitigen Ende (14), welches zum steckenden Verbinden mit einem komplementären HF-Steckverbinder ausgebildet ist, wobei am steckseitigen Ende (14) des HF-Steckverbinders ein das Außenleiterteil (10) wenigstens teilweise umgebendes Gehäuse (16) aus einem elektrisch isolierenden Werkstoff, insbesondere ein Kunststoffgehäuse, angeordnet ist, wobei das Gehäuse (16) eine Durchgangsbohrung (18) aufweist, in die das Außenleiterteil (10) eingreift,
    wobei das Außenleiterteil (10) eine erste axiale Sicherung (20) des Gehäuses (16) aufweist, welche derart ausgebildet ist, dass diese erste axiale Sicherung (20) einen ersten vorbestimmten Abschnitt (22) des Gehäuses (16) bei Montage am Außenleiterteil (10) dehnt, dadurch gekennzeichnet, dass das Außenleiterteil (10) eine zweite axiale Sicherung (26) des Gehäuses (16) aufweist, welche derart ausgebildet ist, dass diese zweite axiale Sicherung (26) einen zweiten vorbestimmten Abschnitt (24, 30) des Gehäuses (16) bei Montage am Außenleiterteil (10) zusammenpresst.
     
    2. HF-Steckverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste axiale Sicherung (20) und/oder die zweite axiale Sicherung (24, 30) in einem Bereich (36) des Außenleiterteils (10), welcher in die Durchgangsbohrung (18) des Gehäuses (16) eingreift, ausgebildet sind/ist.
     
    3. HF-Steckverbinder nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste axiale Sicherung wenigstens eine im Bereich (36) des Außenleiterteils (10), welcher in die Durchgangsbohrung (18) des Gehäuses (16) eingreift, ausgebildete, in Umfangsrichtung wenigstens teilweise umlaufende Erhebung (20) aufweist, wobei ein Außendurchmesser des Außenleiterteils (10) im Bereich dieser Erhebung (20) größer ist als ein Innendurchmesser der Durchgangsbohrung (18) des Gehäuses (16) im Bereich des ersten vorbestimmen Abschnittes (22).
     
    4. HF-Steckverbinder nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite axiale Sicherung im Bereich (36) des Außenleiterteils (20), welcher in die Durchgangsbohrung (18) des Gehäuses (16) eingreift, ausgebildet ist und wenigstens ein Paar krallenförmiger Erhebungen (26) aufweist, welches sich in radialer Richtung von dem Umfang des Außenleiterteils (10) erhebt, wobei die krallenförmigen Erhebungen (26) eines Paares in Umfangsrichtung einander zugewandt sind.
     
    5. HF-Steckverbinder nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite vorbestimmte Abschnitt (24) wenigstens einen sich an der Innenseite des Gehäuses (16) radial nach innen erhebenden, sich in axialer Richtung erstreckenden Steg (30) aufweist, wobei eine Breite des Steges (30) in Richtung senkrecht zur axialen Richtung größer ist als ein Abstand (28) der krallenförmigen Erhebungen (26) eines Paares.
     
    6. HF-Steckverbinder nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwei, drei, vier oder mehr Stege (30) ausgebildet und in Umfangsrichtung voneinander beabstandet sind.
     
    7. HF-Steckverbinder nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege (30) in Umfangsrichtung gleichmäßig voneinander beabstandet sind.
     
    8. HF-Steckverbinder nach wenigstens einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwei oder mehr Paare krallenförmiger Erhebungen (26) ausgebildet und in Umfangsrichtung voneinander beabstandet sind.
     
    9. HF-Steckverbinder nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Paare krallenförmiger Erhebungen (26) in Umfangsrichtung gleichmäßig voneinander beabstandet sind.
     
    10. HF-Steckverbinder nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der HF-Steckverbinder als HF-Koaxialsteckverbinder ausgebildet ist, wobei das Außenleiterteil (10) und das Innenleiterteil (12) koaxial zueinander angeordnet sind.
     
    11. HF-Steckverbinder nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (16) derart ausgebildet ist, dass dieses in seinem Interfacebereich mechanische Abmessungen aufweist, die dem FAKRA-Standardisierungsschema für 50-Ω-HFSSt entsprechen.
     
    12. HF-Steckverbinder nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste axiale Sicherung (20) und/oder die zweite axiale Sicherung (26) einstückig mit dem Außenleiterteil (10) ausgebildet sind/ist.
     
    13. HF-Steckverbinder nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Außenleiterteil (10) als Zink-Druckguss-Teil ausgebildet ist.
     


    Claims

    1. HF plug connector having an outer conductor part (10), an inner conductor part (12) arranged within the outer conductor part (10) and a mating-side end (14) which is configured for plug-in connection to a complementary HF plug connector, wherein a housing (16) made from an electrically insulating material, particularly a plastics housing, is arranged at the mating-side end (14) of the HF plug connector, at least partially surrounding the outer conductor part (10), wherein the housing (16) has a through bore (18) in which the outer conductor part (10) engages, characterised in that the outer conductor part (10) comprises a first axial retaining element (20) of the housing (16), configured such that said first axial retaining element (20) expands a first pre-determined section (22) of the housing (16) on assembly thereof on the outer conductor part (10), and that the outer conductor part (10) has a second axial retaining element (26) of the housing (16), configured such that said second axial retaining element (26) compresses a second pre-determined section (24, 30) of the housing (16) on assembly thereof on the outer conductor part (10).
     
    2. HF plug connector according to claim 1, characterised in that the first axial retaining element (20) and/or the second axial retaining element (24, 30) is/are provided in a region (36) of the outer conductor part (10) which engages in the through bore (18) of the housing (16).
     
    3. HF plug connector according to at least one of the preceding claims, characterised in that the first axial retaining element has at least one projection (20) which is provided in the region (36) of the outer conductor part (10) which engages in the through bore (18) of the housing (16), said projection being at least partially encompassing in the peripheral direction, wherein an outer diameter of the outer conductor part (10) is larger in the region of said projection (20) than an inner diameter of the through bore (18) of the housing (16) in the region of the first pre-determined section (22).
     
    4. HF plug connector according to at least one of the preceding claims, characterised in that the second axial retaining element is provided in the region (36) of the outer conductor part (20) which engages in the through bore (18) of the housing (16) and has at least one pair of claw-like projections (26) which extend in the radial direction from the periphery of the outer conductor part (10), wherein the claw-like projections (26) of one pair face one another in the peripheral direction.
     
    5. HF plug connector according to claim 4, characterised in that the second pre-determined section (24) has at least one web (30) projecting radially inwardly from the inside of the housing (16) and extending in the axial direction, wherein a width of the web (30) in the direction perpendicular to the axial direction is greater than a separation (28) of the claw-like projections (26) of one pair.
     
    6. HF plug connector according to claim 5, characterised in that two, three, four or more webs (30) are provided and are spaced apart from one another in the peripheral direction.
     
    7. HF plug connector according to claim 6, characterised in that the webs (30) are equally spaced apart from one another in the peripheral direction.
     
    8. HF plug connector according to at least one of the claims 4 to 7, characterised in that two or more pairs of claw-like projections (26) are provided and are spaced apart from one another in the peripheral direction.
     
    9. HF plug connector according to claim 8, characterised in that the pairs of claw-like projections (26) are equally spaced apart from one another in the peripheral direction.
     
    10. HF plug connector according to at least one of the preceding claims, characterised in that the HF plug connector is configured as an HF coaxial plug connector, wherein the outer conductor part (10) and the inner conductor part (12) are arranged coaxially with one another.
     
    11. HF plug connector according to at least one of the preceding claims, characterised in that the housing (16) is configured so as to have mechanical dimensions in the interface region thereof which comply with the FAKRA standardisation scheme for 50-Ω-HFSSt.
     
    12. HF plug connector according to at least one of the preceding claims, characterised in that the first axial retaining element (20) and/or the second axial retaining element (26) is/are configured integrally with the outer conductor part (10).
     
    13. HF plug connector according to at least one of the preceding claims, characterised in that the outer conductor part (10) is configured as a zinc diecast component.
     


    Revendications

    1. Connecteur enfichable HF, comprenant une partie conductrice extérieure (10), une partie conductrice intérieure (12) agencée à l'intérieur de la partie conductrice extérieure (10), et une extrémité côté enfichage (14), laquelle est réalisée pour la liaison par enfichage avec un connecteur enfichable HF complémentaire, dans lequel à l'extrémité côté enfichage (14) du connecteur enfichable HF est agencé un boîtier (16) qui entoure au moins partiellement la partie conductrice extérieure (10), en un matériau électriquement isolant, en particulier un boîtier en matière plastique, dans lequel le boîtier (16) comporte un perçage traversant (18) dans lequel s'engage la partie conductrice extérieure (10),
    dans lequel la partie conductrice extérieure (10) comporte un premier blocage axial (20) du boîtier (16), lequel est réalisé de telle façon que ce premier blocage axial (20) allonge un premier tronçon prédéterminé (22) du boîtier (16) lors du montage sur la partie conductrice extérieure (10),
    caractérisé en ce que la partie conductrice extérieure (10) comporte un second blocage axial (26) du boîtier (16), lequel est réalisé de telle façon que ce second blocage axial (26) presse un second tronçon prédéterminé (24, 30) du boîtier (16) lors du montage contre la partie conductrice extérieure (10).
     
    2. Connecteur enfichable HF selon la revendication 1, caractérisé en ce que le premier blocage axial (20) et/ou le second blocage axial (24, 30) est/sont réalisé(s) dans une région (36) de la partie conductrice extérieure (10) qui s'engage dans le perçage traversant (18) du boîtier (16).
     
    3. Connecteur enfichable HF selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier blocage axial comprend au moins une saillie (20) réalisée dans la région de la partie conductrice extérieure (10) qui s'engage dans le perçage traversant (18) du boîtier (16) et qui s'étend au moins partiellement en direction circonférentielle, dans lequel un diamètre extérieur de la partie conductrice extérieure (10) dans la région de cette saillie (20) est supérieur à un diamètre intérieur du perçage traversant (18) du boîtier (16) dans la région du premier tronçon prédéterminé (22).
     
    4. Connecteur enfichable HF selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisé en ce que le second blocage axial est réalisé dans la région (36) de la partie conductrice extérieure (20) qui s'engage dans le perçage traversant (18) du boîtier (16) et comporte au moins une paire de saillies (26) en forme de griffe, lesquelles s'élèvent en direction radiale depuis la périphérie de la partie conductrice extérieure (10), et les saillies en forme de griffe (26) d'une paire sont tournées l'une vers l'autre en direction périphérique.
     
    5. Connecteur enfichable HF selon la revendication 4, caractérisé en ce que le second tronçon prédéterminé (24) comporte au moins une barrette (30) en saillie radialement vers l'intérieur à la face intérieure du boîtier (16) et s'étendant en direction axiale, et une largeur de la barrette (30) en direction perpendiculaire à la direction axiale est plus grande qu'une distance (28) et saillie en forme de griffe (26) d'une paire.
     
    6. Connecteur enfichable HF selon la revendication 5, caractérisé en ce que trois, quatre ou plusieurs barrettes (30) sont réalisés et écartées les unes des autres en direction périphérique.
     
    7. Connecteur enfichable HF selon la revendication 6, caractérisé en ce que les barrettes (30) sont écartées régulièrement les unes des autres en direction périphérique.
     
    8. Connecteur enfichable HF selon l'une au moins des revendications 4 à 7, caractérisé en ce que deux ou plusieurs paires de saillies en forme de griffe (26) sont réalisées et écartées les unes des autres en direction périphérique.
     
    9. Connecteur enfichable HF selon la revendication 8, caractérisé en ce que les paires de saillies en forme de griffe (26) sont écartées régulièrement les unes des autres en direction périphérique.
     
    10. Connecteur enfichable HF selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisé en ce que le connecteur enfichable HF est réalisé sous forme de connecteur enfichable coaxial, dans lequel la partie conductrice extérieure (10) et la partie conductrice intérieure (12) sont agencées coaxialement l'une par rapport à l'autre.
     
    11. Connecteur enfichable HF selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisé en ce que le boîtier (16) est réalisé de telle façon que celui-ci présente dans sa région interface des dimensions mécaniques qui correspondent au schéma de standardisation FAKRA pour des connecteurs HFSSt de 50-Ω.
     
    12. Connecteur enfichable HF selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier blocage axial (20) et/ou le second blocage axial (26) est/sont réalisé(s) d'une seule pièce avec la partie conductrice extérieure (10).
     
    13. Connecteur enfichable HF selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisé en ce que la partie conductrice extérieure (10) est réalisée sous forme de pièce de fonderie sous pression en zinc.
     




    Zeichnung























    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente