[0001] Die Erfindung geht aus von einer Anordnung von Dacheindeckelementen, vorzugsweise
Dachziegeln, auf einer vorzugsweise gegenüber der Horizontalen geneigten Dachunterkonstruktion
mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1.
[0002] Eine derartige Anordnung von Dacheindeckelementen ist bekannt aus
EP 1 947 260 A2. Die Sicherungsvorrichtung ist dort als ein Winkelprofil ausgebildet, welches mit
seinem unteren Lagerschenkel auf der Oberseite des untergreifenden Dachziegels auflagert
und mit seinem oberen abgewinkelten Schenkelende als Klemmabschnitt in eine Klemmaufnahme
an der Unterseite des übergreifenden Dachziegels eingreift. Die Fixierung des Winkelprofils
erfolgt über eine Befestigungsschraube, die durch den untergreifenden Dachziegel hindurchgreift
und in den Dachsparren eingeschraubt ist. Dies erfordert jeweils, dass dieser Dachziegel
von der Befestigungsschraube durchbohrt wird oder bereits ein entsprechendes Befestigungsloch
in dem Dachziegel vorgefertigt ist. Es ist im Zusammenhang mit diesem Durchgriff durch
den Dachziegel eine separate Dichtungseinrichtung vorgesehen, um zu verhindern, dass
durch das Durchtrittsloch Wasser auf die Unterkonstruktion hindurchtritt.
[0003] Es sind in der Praxis außerdem seit vielen Jahren auch andere Konstruktionen von
entsprechenden Sicherungsvorrichtungen bekannt, in der Branche als Sturmklammern bezeichnet.
Sie werden ebenfalls an der Dachunterkonstruktion fixiert. Sie übergreifen jedoch
im Unterschied zu den eingangs genannten Sicherungselementen mit ihrem oberen Ende
im Kantenbereich des oberen Ziegels die Oberseite des Ziegels, um die gegenseitige
Fixierung zu erbringen.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung der eingangs genannten Art
mit einer Sicherungsvorrichtung zu entwickeln, die in der Dacheindeckung verdeckt
angeordnet ist und dabei hohe Sicherheit gegen Sturm bei konstruktiv einfachem Aufbau
und guter Montierbarkeit bietet.
[0005] Diese Aufgabe löst die Erfindung mit dem Gegenstand des Patentanspruchs 1. Es handelt
sich um eine Anordnung von Dacheindeckelementen, vorzugsweise Dachziegel auf einer
vorzugsweise gegenüber der Horizontalen geneigten Dachunterkonstruktion, wobei vorgesehen
ist,
- a) dass die Dacheindeckelemente auf der Dachunterkonstruktion in horizontalen Reihen
und hierzu senkrechten Spalten so angeordnet sind, dass benachbarte Dacheindeckelemente
einer Reihe und/oder benachbarte Dacheindeckelemente einer Spalte einander überlappen;
- b) dass mindestens eine Sicherungsvorrichtung vorgesehen ist, die in einem Überlappungsbereich
an mindestens einem der einander überlappenden Dacheindeckelemente unmittelbar oder
mittelbar angreift und an der Dachunterkonstruktion fixiert ist;
- c) dass in dem Überlappungsbereich der Dacheindeckelemente mindestens ein übergreifendes
oberes Dacheindeckelement und mindestens ein untergreifendes unteres Dacheindeckelement
angeordnet ist, wobei die Sicherungsvorrichtung einen Klemmabschnitt aufweist, der
in eine Klemmaufnahme an der Unterseite des mindestens einen übergreifenden Dacheinbauelementes
angeordnet ist und einen Fixierungsabschnitt aufweist, der mit der Dachunterkonstruktion
verbindbar ist,
[0006] Ein wesentliches Lösungsmerkmal ist bei der Erfindung, dass die Sicherungsvorrichtung
einen den oberen Klemmabschnitt und den unteren Fixierungsabschnitt verbindenden Verbindungsabschnitt
aufweist, der an dem mindestens einen untergreifenden Dacheindeckelement an dessen
firstseitiger oder traufseitiger Stirnseite oder an einem Eckbereich dessen Firstseite
oder Traufseite oder an einer dessen seitlicher Stirnseiten vorbeigreifend, ohne dieses
oder ein anderes Dacheindeckelement in einem Durchgangsloch zu durchgreifen, angeordnet
ist.
[0007] Bei dieser Lösung ist also wesentlich, dass in der Dacheindeckung die Sicherungsvorrichtung
an dem untergreifenden Dacheindeckelement vorbeigreifend angeordnet ist, d.h. kein
Durchbruch mit Durchgangsloch in dem Dacheindeckelement erforderlich ist. Die Montage
kann auf einfache Weise erfolgen, indem die Fixierung der Sicherungsvorrichtung mit
ihrem unteren Fixierungsabschnitt an der Dachunterkonstruktion erfolgt. Dieser untere
Fixierungsabschnitt kann sich bis unmittelbar zur Dachunterkonstruktion, vorzugsweise
bis zur Dachlatte, erstrecken und dort fixiert werden, z. B. über Schrauben, Nägel
oder auch durch Verhaken, Verrasten oder dergleichen.
[0008] Bei bevorzugten Ausführungen kann vorgesehen sein, dass der Eckbereich, den dem der
Verbindungsabschnitt vorbeigreifend angeordnet ist, als firstseitiger oder traufseitiger
Eckausschnitt des mindestens einen untergreifenden Dacheindeckelements ausgebildet
ist.
[0009] Bei bevorzugten Ausführungen kann vorgesehen sein, dass die Sicherungsvorrichtung
einen Auflagerabschnitt aufweist, der auf der Oberseite des untergreifenden Dacheindeckelements
angeordnet ist. Auf diese Weise kann ein besonders guter Halt der einander überlappenden
Dacheindeckungselemente in dem Bereich der Sicherungsvorrichtung erhalten werden,
denn das untergreifende Dacheindeckelement wird zusätzlich separat durch die Sicherungsvorrichtung
unmittelbar gehalten und nicht nur mittelbar über die Fixierung des übergreifenden
Dacheindeckelements. Bei besonders bevorzugten Weiterbildungen ist vorgesehen, dass
der Auflagerabschnitt im Bereich des Verbindungsabschnitts der Sicherungsvorrichtung
als auskragender Abschnitt ausgebildet ist.
[0010] Bei bevorzugten Ausführungen mit Auflagerabschnitt kann vorgesehen sein, dass der
Auflagerabschnitt und der Klemmabschnitt sich von der Längsachse der Erstreckung des
Verbindungsabschnitts radial weg erstrecken. In bevorzugter Weiterbildung kann hierbei
vorgesehen sein, dass die radiale Erstreckung des Auflagerabschnitts gegenüber der
radialen Erstreckung des Klemmabschnitts um einen Verdrehwinkel um die Längsachse
der Erstreckung des Verbindungsabschnitts versetzt ist. Konstruktiv besonders vorteilhafte
Ausführungen sehen vor, dass die Sicherungsvorrichtung als Blechbauteil und/oder als
Drahtbauteil und/oder als Metallstabbauteil ausgebildet ist.
[0011] Sowohl das Blechbauteil als auch das Drahtbauteil kann durch Biegen geformt sein.
Alternativ oder zusätzlich kann sowohl das Blechbauteil als auch das Drahtbauteil
und/oder das Metallstabbauteil auch aus separaten Bauelementen zusammengesetzt sein.
Die gegenseitige Fixierung kann z. B. durch Schweißen erfolgen. Bevorzugte Ausführungen
sind einstückig ausgebildet. Sie können auch aus mehreren Teilen, vorzugsweise jedoch
starr miteinander verbunden zusammengesetzt sein.
[0012] Bei dem Metallstabbauteil kann es sich um ein Bauteil handeln, das aus mehreren starren
Metallstäben zusammengesetzt ist, die vorzugsweise verschweißt sind. Sie können runden
aber auch ovalen oder eckigen Querschnitt aufweisen. Es sind auch Ausführungen vorgesehen,
die kombiniert aus einem oder mehreren Blechabschnitten und/oder Drahtabschnitten
und/oder Metallstababschnitten ausgebildet sind.
[0013] Bei einer besonders bevorzugten Ausführung ist vorgesehen, dass die Sicherungsvorrichtung
als gebogenes Blechbauteil ausgebildet ist, wobei der Verbindungsabschnitt relativ
zu dem Fixierungsabschnitt vorzugsweise um 90° gebogen ist.
[0014] Was den Klemmeingriff betrifft, ist bei bevorzugten Ausführungen vorgesehen, dass
der Klemmabschnitt als abgewinkeltes oder abgerundetes freies Ende der Sicherungsvorrichtung
ausgebildet ist und der Klemmabschnitt in die an der Unterseite des Dacheindeckelementes
ausgebildete Klemmaufnahme komplementär eingreift. Diese Ausgestaltung gewährleistet
bei konstruktiv einfachen Ausführungen, dass der Klemmeingriff bei der Montage einfach
erfolgen kann und ein sicherer Halt realisiert wird.
[0015] Zur Fixierung der Sicherungsvorrichtung an der Dachunterkonstruktion, insbesondere
an der Dachlatte wird bei bevorzugten Ausführungen mit Vorteil vorgesehen, dass der
Fixierungsabschnitt eine Aufnahme für ein Befestigungselement aufweist, das in die
Dachunterkonstruktion unter Ausbildung der Fixierung eingreift.
[0016] Alternativ kann vorgesehen sein, dass der Fixierungsabschnitt als ein ein Element
der Dachunterkonstruktion, vorzugsweise die Dachlatte, zumindest teilweise umgreifender
Abschnitt ausgebildet ist. In bevorzugter Weiterbildung hiervon kann vorgesehen sein,
dass der umgreifende Abschnitt federnd elastisch ausgebildet ist. Es ergeben sich
damit besondere Vorteile bei der Fixierung an der Dachunterkonstruktion. Es sind auch
Ausführungen vorgesehen, bei denen der umgreifende Abschnitt gelenkig mit einem oder
mehreren Gelenken ausgebildet ist.
[0017] Eine vorteilhafte Fixierung an der Dachunterkonstruktion ergibt sich auch mit Ausführungen,
bei denen vorgesehen ist, dass der umgreifende Abschnitt als mit dem Element der Dachunterkonstruktion
verrastbar ausgebildet ist. Vorteilhaft sind auch Ausführungen, die vorsehen, dass
der Fixierungsabschnitt als ein in die Dachunterkonstruktion eingreifendes spitzes
Ende ausgebildet ist. Hierbei kann vorgesehen sein, dass das spitze Ende in die Dachunterkonstruktion
einschlagbar oder einschraubbar ist.
Bei bevorzugten Ausführungen ist vorgesehen,
[0018]
- a) dass die Sicherungsvorrichtung als Drahtbauteil und/oder als Metallstabbauteil
ausgebildet ist, welche einen vertikal gerichteten Hauptabschnitt aufweist;
- b) dass an dem vertikal gerichteten Hauptabschnitt an seinem oberen Ende ein abgewinkeltes
Ende anschließt, das als Klemmabschnitt der Sicherungsvorrichtung ausgebildet ist,
- c) dass der vertikal gerichtete Hauptabschnitt in seinem mittleren Bereich eine Verzweigstelle
aufweist, an der ein horizontaler Arm auskragt, der als der Abstützarm der Sicherungsvorrichtung
ausgebildet ist,
- d) dass an dem vertikal gerichteten Hauptabschnitt an seinem unteren Ende der Befestigungsabschnitt
der Sicherungsvorrichtung anschließt und/oder ausgebildet ist.
[0019] Das Bauteil kann als Drahtbauteil aus einem oder mehreren Drähten durch Biegen und/oder
Schweißen hergestellt sein. Die Ausführungen als Metallstabbauteil werden vorzugsweise
durch Verschweißen einzelner Metallstäbe hergestellt.
[0020] Bei bevorzugten Ausgestaltungen der Sicherungsvorrichtung als Drahtbauteil bzw. Metallstabbauteil
kann vorgesehen sein, dass die radiale Erstreckung des gemäß Merkmal b) vorgesehenen
abgewinkelten Endes und die radiale Erstreckung des gemäß Merkmal c) vorgesehenen
auskragenden Arms um eine vertikale Achse des vertikal gerichteten Hauptabschnitts
um einen Verdrehwinkel mit vorzugsweise 90° versetzt sind.
[0021] Bei bevorzugten als Drahtbauteil bzw. Metallstabbauteil ausgebildeten Sicherungsvorrichtungen
kann vorgesehen sein, dass die gemäß Merkmal c) vorgesehene Verzweigstelle als Schweißstelle
ausgebildet ist. Mit der Schweißverbindung kann besonders einfach und maßgenau gefertigt
werden.
[0022] Bei weiteren bevorzugten Ausführungen der als Drahtbauteil oder Metallstabbauteil
ausgebildeten Sicherungsvorrichtung kann vorgesehen sein, dass der vertikal gerichtete
Hauptabschnitt als über seine gesamte Erstreckung von seinem unteren Ende zu seinem
oberen Ende im wesentlichen gerade verlaufender Abschnitt oder als ein oder mehrfach
rechtwinkelig abgewinkelter Abschnitt mit zwei oder mehr vertikalen Teilabschnitten
ausgebildet ist.
[0023] In den Figuren sind bevorzugte Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnungen näher
erläutert.
[0024] Dabei zeigen
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht einer Dacheindeckung mit in Reihen und Spalten angeordneten
Dacheindeckelementen auf einer Dachunterkonstruktion;
- Figur 2a
- eine perspektivische Seitenansicht in Figur 1 vom First her entlang Pfeil F, wobei
ein oberes Dacheindeckelement entfernt ist, um die Sicherungsvorrichtung sichtbar
zu machen, die Sicherungsvorrichtung in einer ersten Ausführungsform;
- Figur 2b
- eine Schnittansicht in Figur 1 mit Schnittlinie parallel zur Dachlatte, Blickrichtung
vom First her;
- Figur 2c
- eine stark schematisierte Draufsicht auf die Dacheindeckung in Figur 1 im Bereich
der Sicherungseinrichtung; vergrößerte Darstellung;
- Figur 3a
- eine Einzeldarstellung des als gebogenes Blechhteil ausgebildeten Sicherungselements
in Figur 1;
- Figur 3b
- eine Darstellung des Sicherungselements in Figur 3a um 90° gedreht;
- Figur 4a
- eine Figur 3a entsprechende Darstellung eines als Drahtbauteil ausgebildeten Sicherungselements;
- Figur 4b
- eine Darstellung des Sicherungselements in Figur a um 90° gedreht;
- Figur 5
- eine der Figur 2c entsprechende Darstellung, jedoch bei Einsatz des in den Figuren
4a und 4b dargestellten Sicherungselements;
[0025] In der in Figur 1 dargestellten Dacheindeckung sind Dachziegel 1 als Dacheindeckelemente
in Reihen R und Spalten S auf einer Dachunterkonstruktion 2 angeordnet. Die Dachunterkonstruktion
2 besteht aus Dachsparren 2s, die vom First zum Trauf geneigt verlaufen, und horizontalen
quer zu den Dachsparren 2s liegenden Traglatten 2t. Diese Traglatten 2t sind querliegend
auf der Oberseite der Dachsparren befestigt. An den Traglatten 2t sind die Dachziegel
1 über unterseitige Aufhängenasen 1 n, wie in den Figuren 2a und 2b gezeigt, eingehängt.
[0026] In den Figuren sind zum besseren Verständnis der räumlichen Anordnung die Dachziegel
in benachbarten Spalten S jeweils mit 1 bzw. 1' bezeichnet. Die Dachziegel 1, 1' sind
jedoch identisch ausgebildete Dachziegel.
[0027] Wie am besten in Figur 1 zu erkennen ist, sind die Reihen R und Spalten S der Dachziegel
zueinander senkrecht angeordnet, d.h. die Reihen R horizontal und die Spalten S entlang
der Dachneigung vom First zum Trauf. Die Dachziegel in den Reihen R und die Dachziegel
in den Spalten S überlappen einander, indem die in den Reihen R zueinander benachbarten
Dachziegel 1, 1', 1, 1' jeweils seitlich einander überlappen und die in den Spalten
S angeordneten benachbarten Dachziegel 1, 1 bzw. 1', 1' derart überlappen, dass jeweils
das traufseitige Ende des firstseitig angeordneten Dachziegels 1', 1' das firstseitige
Ende des traufseitig benachbarten Dachziegels 1', 1' überlappt. Es entstehen somit
Überlappungsbereiche jeweils in den überlappenden Ziegel-Eckbereichen, die bei der
in Figur 1 dargestellten Ausführung der Dacheindeckung als Vierziegeleck 1a ausgebildet
sind. In den an das Vierziegeleck 1a angrenzenden Bereichen in derselben horizontalen
Reihe ist die Überlappung jeweils eine nur Zweiziegelüberlappung. In diesen Zweiziegelüberlappungsbereichen
1b sind bei dem Ausführungsbeispiel der Dacheindeckung in Figur 1 gleichmäßig verteilt
über die Dacheindeckung jeweils Zweiziegelüberlappungsbereiche 1 b mit einer Sicherungsvorrichtung
5 ausgestattet.
[0028] Bei der Sicherungsvorrichtung 5 handelt es sich um eine Vorrichtung, über die die
in dem Bereich 1b überlappenden Dachziegel 1, 1 über ein Sicherungselement an der
Dachunterkonstruktion 2 fixiert sind, um die Dachziegel gegen ein Abheben, z. B. im
Falle von Sturm, zu sichern.
[0029] Bei dem Ausführungsbeispiel in den Figuren 2a, 2b und 2c weist die Sicherungsvorrichtung
5 ein Sicherungselement 25 auf, das als gebogenes Blechteil ausgebildet ist. Dieses
Sicherungselement 25 ist in den Figuren 3a und 3b in Einzeldarstellung gezeigt. In
den Figuren 2a, 2b und 2c ist das Sicherungselement 25 in seiner Einbaulage in der
Dacheindeckung gezeigt. Das als gebogenes Blechteil ausgebildete Sicherungselement
25 ist in seinem unteren Bereich als Fixierungsabschnitt 25f ausgebildet und über
eine Schraube mit der Traglatte 2t verschraubt. Am oberen freien Ende weist das Blechteil
25 ein gekröpftes Ende auf, das als Klemmabschnitt 25k ausgebildet ist. In der Dacheindeckung
greift dieser Klemmabschnitt 25k in eine Klemmaufnahme ein, die an der Unterseite
des oberen überlappenden Dachziegels 1 ausgebildet ist. Dieser obere Dachziegel 1
ist in der Darstellung der Dacheindeckung in Figur 2a zur besseren Verständlichkeit
entfernt.
[0030] Der Klemmabschnitt 25k des Sicherungselements 25 ist in dem konkreten Ausführungsbeispiel
in Figur 2 als spitzwinklig kantig oder rund abgewinkeltes Ende des Blechteils ausgebildet.
In dem Verbindungsabschnitt 25v, der sich zwischen dem oben liegenden Klemmabschnitt
25k und dem unten liegenden Fixierungsabschnitt 25f erstreckt, ist das Blechteil um
seine Längsachse um 90° verbogen, so dass der Fixierungsabschnitt 25f an der firstseitigen
Seitenfläche der Traglatte 2t aufliegt und über die in die Traglatte 2t eingreifende
Befestigungsschraube, die ein Loch im Fixierungsabschnitt 25f durchgreift, befestigt
ist. Der am oberen Ende ausgebildete Klemmabschnitt 25k ist dadurch um 90° gegenüber
dem Fixierungsabschnit 25f verdreht, so dass die Kammkante des abgewinkelten Klemmabschnitts
25k entlang der First-Trauf-Linie angeordnet ist und in eine entsprechende Klemmaufnahme
an der Unterseite des Dachziegels 1 komplementär unter Vorspannung unter Ausbildung
einer Klemmbefestigung eingreift. Der Verbindungsabschnitt 25v verläuft in derselben
Ebene wie die Kammkante des Klemmabschnitts 25k, d.h. in gleicher Weise um 90° gegenüber
dem Fixierungsabschnitt 25f gedreht und greift an dem untergreifenden Dachziegel 1
seitlich vorbei.
[0031] Wie in den Figuren 2a, 2b und 2c zu erkennen ist, ist das an der Traglatte 2t fixierte
Sicherungselement 25 nach oben stehend im wesentlichen vertikal ausgerichtet. Es ist
mit seinem Verbindungsabschnitt 25v an einer Seitenkante des traufseitigen Dachziegels
1 vorbeigreifend angeordnet. Das obere als Klemmabschnitt 25k abgewinkelte freie Ende
steht über der Oberseite dieses Dachziegels 1 hinaus, um in den in Figur 2a nicht
dargestellten übergreifenden, in der betreffenden Spalte S firstseitig benachbarten
Dachziegel 1 einzugreifen, und zwar in eine an der Unterseite am traufseitigen Endabschnitt
dieses Dachziegels 1 ausgebildete Klemmaufnahme.
[0032] In Figur 2c ist erkennbar, dass die Dachziegel 1, 1' jeweils einen firstseitigen
Eckausschnitt 1e aufweisen. Der Eckausschnitt 1 eist randseitig offen und in dem dargestellten
Fall mit rechteckiger Grundrissfläche ausgebildet. Das an der Dachlatte 2t befestigte
Sicherungselement 25 durchgreift mit seinem Verbindungsabschnitt 25v den Eckausschnitt
1e des untergreifenden Dachziegels 1 und übergreift diesen mit seinem Klemmabschnitt
25k um in die Klemmaufnahme an der Unterseite des nicht dargestellten firstseitig
anschließenden übergreifenden Dachziegel 1 einzugreifen. Der Verbindungsabschnitt
25v an der Stirnkante des Eckausschnitts 1e mit geringem Abstand oder unmittelbar
berührend vorbei. In dem dargestellten Fall in Figur 2c verläuft der Verbindungsabschnitt
25v an der seitlichen Stirnkante des Eckausschnitts 1e nahe dem Eckbereich.
[0033] Ein wesentlicher Vorteil bei der vorliegenden Erfindung ist, dass das Sicherungselement
25 an dem untergreifenden Dachziegel 1 vorbeigreifend ausgebildet ist. Es besteht
kein Durchgriff durch diesen Dachziegel 1, d.h. ein Durchgangsloch im Dachziegel ist
nicht erforderlich. Eine Besonderheit der konkreten Ausführung des Sicherungselements
25 ist, dass sich das Sicherungselement 25 nicht auf der Oberseite des untergreifenden
Dachziegels abgestützt, sondern ausschließlich mit dem Fixierungsabschnitt 25f an
der Traglatte 2t über die Schraubverbindung fixiert ist und mit dem freien oberen
Klemmabschnitt 25k an der Unterseite des überlappenden Dachziegels unter Klemmeingriff
eingreift.
[0034] Bei dem in den Figuren 4a und 4b dargestellten abgewandelten Ausführungsbeispiel
ist das Sicherungselement als Drahtbauteil 35 ausgebildet. Seine Einbaulage in der
Dacheindeckung ist in Figur 5 dargestellt. Wie aus den Figuren erkennbar ist, weist
das Drahtbauteil 35 ebenfalls an seinem unteren Ende einen Fixierungsabschnitt 35f
auf, mit dem das Drahtbauteil 35 an der Traglatte 2t fixiert ist. Die Fixierung erfolgt
bei dem dargestellten Fall ebenfalls durch eine in den Dachsparren 2s seitlich eingeschraubte
Befestigungsschraube. Der Fixierungsabschnitt 35f ist in diesem Bereich als Öse ausgebildet,
in die die Befestigungsschraube zur Fixierung des Drahtbauteils 35 eingreift. An seinem
freien oberen Ende ist das Drahtbauteil 35 ebenfalls als abgewinkelter oder abgerundeter
Klemmabschnitt 35k ausgebildet. In der Einbaulage ist das an den Dachsparren 2s fixierte
Drahtbauteil 35 gleich wie das Sicherungselement 25 in Figur 2 in seiner Fixierungslage
im wesentlichen vertikal ausgerichtet. Das Drahtbauteil 35 greift auch an dem untergreifenden
Dachziegel 1 vorbei; es weist jedoch in seinem vertikal stehenden Verbindungsabschnitt
35v einen rechtwinklig auskragenden Auflagerabschnitt 35l auf, der horizontal gerichtet
auf der Oberseite des untergreifenden Dachziegels 1 aufliegt. Die Auflage ist auf
der Oberseite des Randbereichs des Dachziegels ausgebildet. Durch diese Auflage des
Auflagerabschnitts 35l auf der Oberseite des unteren Dachziegels 1 wird der untergreifende
Dachziegel eigens durch das Sicherungselement 35 durch den Auflagerabschnitt 35l gehalten.
Der übergreifende Dachziegel wird von dem Sicherungselement 35 dadurch gehalten, dass
der Klemmabschnitt 35k in eine an der Unterseite des übergreifenden Dachziegels ausgebildete
Klemmaufnahme eingreift. Die Sicherung der einander überlappenden Dachziegel erfolgt
somit mit dem Sicherungselement 35 der Figuren 4a und 4b in gleicher Weise wie mit
dem Sicherungselement 25 der Figuren 3a und 3b, wobei jedoch bei der Ausführung der
Figuren 4a und 4b zusätzlich der untere Dachziegel 1 über den Auflagerabschnitt 35l
durch das Sicherungselement 35 separat gehalten wird.
[0035] Was die Anordnung des Sicherungselements 35 in der Einbaulage in der Dacheindeckung
betrifft, sei auf Figur 5 verwiesen. Die Darstellung in Figur 5 entspricht der Darstellung
in Figur 2c. Der einzige Unterschied gegenüber Figur 2c besteht darin, dass in Figur
5 anstelle des Sicherungselements 25 das Sicherungselement 35 eingesetzt ist. Wie
erkennbar, ist das Sicherungselement 35 in entsprechender Weise an der Dachlatte 2t
befestigt und greift mit seinem Verbindungsabschnitt 35v an dem untergreifenden Dachziegel
1 an einer Stirnkante seines Eckausschnitts 1e vorbei. Wesentlich bei dem Sicherungselement
35 ist jedoch, dass der Auflagerabschnitt 35l auf der Oberseite dieses untergreifenden
Dachziegels 1 aufliegt, so dass dieser Dachziegel separat fixiert wird. Der Klemmabschnitt
35k überragt diesen untergreifenden Dachziegel 1 zum Klemmeingriff in die Klemmaufnahme
an der Unterseite des übergreifenden firstseitig anschließenden Dachziegels 1.
[0036] Es sei noch erwähnt, dass bei abgewandelten Ausführungsbeispielen des Sicherungselements
25 oder 35 der Fixierungsabschnitte 25f bzw. 35f so ausgebildet sein kann, dass die
Befestigung an der Dachunterkonstruktion 2, d.h. vorzugsweise an der Dachlatte 2t
ohne Werkzeug oder mit einem sehr einfachen Werkzeug erfolgen kann. Der Fixierungsabschnitt
kann hierfür z. B. als ein die Dachlatte zumindest zum Teil umgreifender Abschnitt
z. B. als elastisch federndes Greifende ausgebildet sein. Alternativ kann der Fixierungsabschnitt
auch als ein spitzes nagelartiges Einschlagende oder als Holzschraubenende ausgebildet
sein, d.h. zum einfachen Einschlagen bzw. Einschrauben des Sicherungselements.
Bezugszeichenliste
[0037]
- 1
- Dachziegel
- 1 n
- Aufhängenase
- 1a
- Überlappungsbereich Vierziegeleck
- 1b
- Überlappungsbereich Zweiziegelüberlappung
- 1e
- firstseitiger Eckausschnitt
- 2
- Dachunterkonstruktion
- 2t
- Traglatte
- 2s
- Sparren
- R
- horizontale Reihe
- S
- Spalte
- 5
- Sicherungsvorrichtung
- 25
- Sicherungselement gebogenes Blechbauteil
- 25f
- Fixierungsabschnitt
- 25k
- Klemmabschnitt
- 25v
- Verbindungsabschnitt
- 35
- Sicherungselement Drahtbauteil
- 35f
- Fixierungsabschnitt
- 35k
- Klemmabschnitt
- 35v
- Verbindungsabschnitt
- 35l
- Auflagerabschnitt
1. Anordnung von Dacheindeckelementen (1), vorzugsweise Dachziegel auf einer vorzugsweise
gegenüber der Horizontalen geneigten Dachunterkonstruktion (2)
wobei vorgesehen ist,
a) dass die Dacheindeckelemente (1) auf der Dachunterkonstruktion (2) in horizontalen
Reihen (R) und hierzu senkrechten Spalten (S) so angeordnet sind, dass benachbarte
Dacheindeckelemente (1, 1) einer Reihe (R) und/oder benachbarte Dacheindeckelemente
(1, 1) einer Spalte (S) einander überlappen;
b) dass mindestens eine Sicherungsvorrichtung (5, 25, 35) vorgesehen ist, die in einem
Überlappungsbereich (1 b) an mindestens einem der einander überlappenden Dacheindeckelemente
(1) unmittelbar oder mittelbar angreift und an der Dachunterkonstruktion (2, 2s) fixiert
ist;
c) dass in dem Überlappungsbereich (1 b) der Dacheindeckelemente (1, 1) mindestens
ein übergreifendes oberes Dacheindeckelement (1) und mindestens ein untergreifendes
unteres Dacheindeckelement (1) angeordnet ist, wobei die Sicherungsvorrichtung (5,
25, 35) einen Klemmabschnitt (25k, 35k) aufweist, der in eine Klemmaufnahme an der
Unterseite des mindestens einen übergreifenden Dacheinbauelementes (1) eingreifend
angeordnet ist und einen Fixierungsabschnitt (25f, 35f) aufweist, der mit der Dachunterkonstruktion
(2) verbindbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sicherungsvorrichtung (5, 25, 35) einen den oberen Klemmabschnitt (25k, 35k)
und den unteren Fixierungsabschnitt (25f, 35f) verbindenden Verbindungsabschnitt (25v,
35v) aufweist, der an dem mindestens einen untergreifenden Dacheindeckelement (1)
an dessen firstseitiger oder traufseitiger Stirnseite oder an einem Eckbereich dessen
Firstseite oder Traufseite oder an einer dessen seitlicher Stirnseiten vorbeigreifend,
ohne dieses oder ein anderes Dacheindeckelement (1) in einem Durchgangsloch zu durchgreifen,
angeordnet ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Eckbereich, an dem der Verbindungsabschnitt (25v, 35v) vorbeigreifend angeordnet
ist, als firstseitiger oder traufseitiger Eckausschnitt des mindestens einen untergreifenden
Dacheindeckelements ausgebildet ist.
3. Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sicherungsvorrichtung (35) einen Auflagerabschnitt (35l) aufweist, der auf der
Oberseite des mindestens einen untergreifenden Dacheindeckelements (1) angeordnet
ist.
4. Anordnung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Auflagerabschnitt (35l) im Bereich des Verbindungsabschnitts (35v) der Sicherungsvorrichtung
(5, 35) als auskragender Abschnitt (35l) ausgebildet ist.
5. Anordnung nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Auflagerabschnitt (35l) und der Klemmabschnitt sich vom der Längsachse der Erstreckung
des Verbindungsabschnitts (35v) radial weg erstrecken.
6. Anordnung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die radiale Erstreckung des Auflagerabschnitts (35l) gegenüber der radialen Erstreckung
des Klemmabschnitts (35k) um einen Verdrehwinkel um die Längsachse der Erstreckung
des Verbindungsabschnitts (35v) versetzt ist.
7. Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Klemmabschnitt (25k, 35k) als abgewinkeltes oder abgerundetes freies Ende der
Sicherungsvorrichtung (25, 35) ausgebildet ist und in die an der Unterseite des Dacheindeckelementes
ausgebildete Klemmaufnahme komplementär eingreift.
8. Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Fixierungsabschnitt (25f, 35f) eine Aufnahme mit Durchgriffsöffnung für ein Befestigungselement
aufweist, das in die Dachunterkonstruktion (2, 2s) unter Ausbildung der Fixierung
eingreift
und/oder
dass der Fixierungsabschnitt (25f, 35f) als ein ein Element der Dachunterkonstruktion
(2) zumindest teilweise umgreifender Abschnitt ausgebildet ist
und/oder
dass der Fixierungsabschnitt (25v, 35v) als ein in die Dachunterkonstruktion eingreifendes
spitzes Ende ausgebildet ist,
welches in die Dachunterkonstruktion einschlagbar oder einschraubbar ist.
9. Anordnung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der umgreifende Abschnitt federnd elastisch und/oder gelenkig mit einem oder mehreren
Gelenken ausgebildet ist.
10. Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sicherungsvorrichtung (5) als Blechbauteil (25) und/oder als Drahtbauteil (35)
und/oder als Metallstabbauteil ausgebildet ist.
11. Anordnung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sicherungsvorrichtung (5) als gebogenes Blechbauteil (25) ausgebildet ist, wobei
der Verbindungsabschnitt (25v) relativ zu dem Fixierungsabschnitt (25f) mit einem
Verdrehwinkel von vorzugsweise 90° gebogen ist.
12. Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
a) dass die Sicherungsvorrichtung als Drahtbauteil und/oder als Metallstabbauteil ausgebildet
ist, welche einen vertikal gerichteten Hauptabschnitt aufweist;
b) dass an dem vertikal gerichteten Hauptabschnitt an seinem oberen Ende ein abgewinkeltes
Ende anschließt, das als Klemmabschnitt der Sicherungsvorrichtung ausgebildet ist,
c) dass der vertikal gerichtete Hauptabschnitt in seinem mittleren Bereich eine Verzweigstelle
aufweist, an der ein horizontaler Arm auskragt, der als der Abstützarm der Sicherungsvorrichtung
ausgebildet ist,
d) dass an dem vertikal gerichteten Hauptabschnitt an seinem unteren Ende der Befestigungsabschnitt
der Sicherungsvorrichtung anschließt und/oder ausgebildet ist.
13. Anordnung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die radiale Erstreckung des gemäß Merkmal b) des Anspruchs 12 vorgesehenen abgewinkelten
Endes und die radiale Erstreckung des gemäß Merkmal c) des Anspruchs 12 vorgesehenen
auskragenden Arms um eine vertikale Achse des vertikal gerichteten Hauptabschnitts
um einen Verdrehwinkel mit vorzugsweise 90° versetzt sind.
14. Anordnung nach Ansprüche 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die gemäß Merkmal c) des Anspruchs 12 vorgesehene Verzweigstelle als Schweißstelle
ausgebildet ist.
15. Anordnung nach einem der Ansprüche 12 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass der vertikal gerichtete Hauptabschnitt als über seine gesamte Erstreckung von seinem
unteren Ende zu seinem oberen Ende im wesentlichen gerade verlaufender Abschnitt ausgebildet
ist oder als ein oder mehrfach rechtwinkelig abgewinkelter Abschnitt mit zwei oder
mehr vertikalen Teilabschnitten ausgebildet ist.