[0001] Die Erfindung betrifft eine eine Trockenkupplung bildende Kupplungsvorrichtung zum
dichtenden Verbinden von flüssige oder gasförmige Medien transportierenden Leitungen,
umfassend eine erste Kupplungshälfte und eine zweite Kupplungshälfte, die eine Kupplungsachse
bestimmen und jeweils mit einer eine erste bzw. eine zweite Ventileinrichtung bildenden
Ventileinrichtung ausgestattet sind, die zu ihrem Öffnen und Schließen eine in zugehöriger
Kupplungshälfte angeordnete erste bzw. zweite Zwangsführungseinrichtung umfasst, umfassend
eine Betätigungseinrichtung mit einem Betätigungselement, das zum Betätigen der beiden
Zwangsführungseinrichtungen drehbewegbar um die Kupplungsachse angeordnet ist, wobei
die erste Ventileinrichtung und die zweite Ventileinrichtung ein mit erster bzw. zweiter
Ventilöffnung versehenes erstes bzw. zweites Durchlasselement sowie ein erstes Absperrelement
bzw. ein zweites Absperrelement umfassen, die jeweils die erste Ventilöffnung bzw.
die zweite Ventilöffnung schließen bzw. öffnen, wobei die rotatorische Bewegung des
Betätigungselements in axiale Bewegung umgesetzt wird, die in Abhängigkeit von der
Drehrichtung des Betätigungselements in die eine oder die andere Richtung der Kupplungsachse
gerichtet ist und die Schließbewegung bzw. die Öffnungsbewegung der Absperrelemente
bewirkt, und umfassend in drehfester und axial gesicherter Kupplungsverbindung lösbar
verbundene Anschlusskupplungsteile.
[0002] Aus
DE 20 306 852 U1 ist eine Trockenkupplung bekannt, deren beiden Kupplungshälften jeweils mit einer
Zwangsführungseinrichtung ausgestattet sind. Jede Zwangsführungseinrichtung weist
eine Steuerhülse auf, die in jeder Kupplungshälfte jeweils mit Drehantrieb versehen
und in axialer Richtung translatorisch bewegbar ist. Die Drehantriebe sind über aneinandergeschlossene
Gehäuse-Mantelelemente gemeinsam betätigbar, und Kugelventile sind zum sequentiellen
Schließen und Öffnen voneinander entkoppelt. Dies führt in der Praxis zu nicht zufriedenstellender
Trockentrennung. Translatorische Bewegung der Steuerhülsen ist in rotatorische Bewegung
der Kugelventile umzusetzen. Eine solche Kupplung baut mit Mitteln zum Umsetzen rotatorischer
Antriebsbewegungen in rotatorische Bewegungen der Ventilelemente unter Zwischenschaltung
translatorischer Bewegungen der Steuerhülsen relativ aufwendig. Der Wirkungsgrad der
Kupplung ist durch Reibungsverluste infolge mehrfacher Bewegungsumsetzung beeinträchtigt.
Die Kupplung ist aufgrund ihrer Kinematik mit sequentiellen Bewegungsabläufen insbesondere
als Dampfkupplung nicht geeignet. Andere als Dampfkupplungen eingesetzte Kupplungen,
die nur mit Ventil-Zwangsführung einseitig im Mutterteil ausgestattet sind, bergen
die Gefahr in sich, dass das Vaterteil beim Schließen undicht bleibt mit der Folge,
dass insbesondere beim Durchleiten von Dampf ein erhebliches Gefahrenpotential entsteht,
was im Gefahrenfall zumeist mit Betriebsstillsetzung einer ganzen Anlage und Einsatz
von Notkräften verbunden ist.
[0003] Eine aus
US 5 168 897 A bekannte Kupplungsvorrichtung umfasst Kegelventile mit Absperrelementen sowie Ventilsteuermittel,
die die Absperrelemente zum Schließen und Öffnen der Ventile in entgegengesetzte axiale
Richtungen verlagern. Gehäusehälften, die um die Kupplungsachse relativ zueinander
drehbar sind, bilden mittels der Drehverbindung zum Kuppeln/Entkuppeln eine Arretierverbindung
aus, durch die auch die Kegelventile durch relatives Verdrehen der Kupplungshälften
zueinander betätigt werden. Die Handhabung ist erschwert, und die Ventilanordnung
belässt eine Trockenkupplung beinträchtigende Fluidräume.
[0004] Der Erfindung liegen die Ziele zugrunde, die gattungsgemäße Kupplungsvorrichtung
hinsichtlich Bauform, Kinematik, Funktions- und Handhabungssicherheit, Wirkungsgrad
sowie Einsatz auch für Medien besonderer Gefahrenklassen, z. B. für Dämpfe zu verbessern.
[0005] Die Ziele der Erfindung werden in Verbindung mit den Merkmalen der eingangsgenannten
Kupplungsvorrichtung dadurch gelöst, dass das erste Absperrelement und das zweite
Absperrelement mittels einer Drehmomente übertragenden, durch Formschluss hergestellten
Koppelverbindung direkt drehfest aneinander gekoppelt und in diesem Koppelverbund
gemeinsam um die Kupplungsachse drehbar und in beide Richtungen der Kupplungsachse
zum Öffnen und Schließen der Ventilöffnungen verlagerbar angeordnet sind, wobei die
Zwangsführungseinrichtungen Steuermittel umfassen, die die Drehbewegung des Betätigungselements
in eine Schraub-Rollbewegung der in dem Koppelverbund befindlichen Absperrelemente
richtungsabhängig umsetzen, und dass das Betätigungselement mit nur einem der beiden
Absperrelemente zum Umsetzen der Rotationsbewegung des Betätigungselements in die
Schraub-Rollbewegung der im Koppelverbund befindlichen Absperrelemente verbunden ist,
wobei, ausgehend von Ventil-Schließpositionen beider Absperrelemente, die Schraub-Rollbewegung
in die eine Achsrichtung zum Öffnen und umgekehrt zum Schließen der Ventileinrichtungen
führt.
[0006] Die erfindungsgemäßen Maßnahmen führen zu wesentlicher Verbesserung der Kinematik
beim Öffnen und insbesondere Schließen der Kupplung. Man erreicht insbesondere, dass
beide Absperrelemente im Antriebsverbund zeitgleich, das heißt ohne sequenzielle Folge
betrieben werden, wobei sie mittels einfacher, relativ verschleißarmer Zwangsführung
in beiden Kupplungshälften gemeinsam geschlossen und geöffnet werden. Besondere Bedeutung
kommt dem zwangsgeführten Schließen zu, indem nämlich beide Ventileinrichtungen zwangsweise
zeitgleich bei gesicherter Verbindung der Kupplungshälften geschlossen werden.
[0007] Mittels des erfindungsgemäßen Koppelverbundes der beiden Absperrelemente und der
in Verbindung damit vorgesehenen Antriebssteuerung und Zwangsführung gelingt es, dass
Bauelemente zum Betätigen sowie zum Drehantrieb ausschließlich Bestandteile einer
Kupplungshälfte sind, während die andere Kupplungshälfte, obwohl gleichfalls mit der
Zwangsführung ausgestattet, ein besonders einfaches, raumsparendes und verschleißarmes
Kupplungsteil ist. Mit der direkten Koppelverbindung der Absperrelemente erreicht
man, dass Schließen und Öffnen der Ventileinrichtungen in beiden Kupplungshälften
in synchronem Bewegungsablauf frei von sequentieller Steuerung erfolgen und zudem
die Absperrelemente eingerichtet sind und genutzt werden, um nur von einer Kupplungshälfte
zur anderen steuernde Koppelmomente zu übertragen, wobei der Steuerantrieb auf eine
Kupplungshälfte reduziert ist.
[0008] Bei der Schraub-Rollbewegung handelt es sich um eine schraubenartige und zugleich
rollende Bewegung der Absperrelemente um die Kupplungsachse mit Führung entlang einer
helixartigen Linie. Es kommt darauf an, dass jedes Absperrelement in einem es unmittelbar
umgebenden Lagergehäuse, nämlich einem Führungsgehäuse rollt. Wesentlich ist, dass
jedes Absperrelement in Bezug auf das zugehörige Lagergehäuse, das es als Ventilgehäuse
der einen Kupplungshälfte umgibt, schraub-rollbewegbar angeordnet ist und dieses Lagergehäuse
mit dem entsprechenden Lagergehäuse der anderen Kupplungshälfte drehfest verbunden
ist. Die Anordnung um die Kupplungsachse ist derart, dass ein sich schraubender Körper,
nämlich das antreibende erste Absperrelement in der Kupplungshälfte, an der die Betätigungseinrichtung
angeordnet ist, aus einer sich drehenden Hülse herausbewegbar bzw. umgekehrt dort
hineinbewegbar ist.
[0009] Die Ventileinrichtungen werden zum Öffnen und Schließen zeitgleich betrieben, während
die Kupplungshälften mittels lösbarer Verbindung der Anschlusskupplungsteile in drehfester
und axial gesicherter Kupplungsverbindung bleiben. Gegenläufige Bewegungen der Ventilelemente
der Kupplungshälften sind ausgeschlossen. Dies führt zu besonders zuverlässigem Trockentrennen,
und man erreicht besondere Bedienungs- und Funktionssicherheit. Die Kupplung ist vor
manipulierter Handhabung geschützt, sie lässt sich besonders sicher und zuverlässig
als Dampf-Trockenkupplung und auch für andere gefährliche, unter hohem Druck stehende
Strömungsmedien einsetzen. Im Ganzen ist eine Trockenkupplung erreicht, die hinsichtlich
Bauform, Betriebs- und Funktionszuverlässigkeit, Handhabung und Einsatzspektrum besondere
Vorteile aufweist.
[0010] Vorteilhaft sind die beiden Kupplungshälften durch ein Mutterteil und ein Vaterteil
derart gebildet, dass das Mutterteil ein erstes Kupplungsgehäuse aufweist, in das
ein Bestandteil des Vaterteil bildendes zweites Kupplungsgehäuse einfasst, wobei die
Betätigungseinrichtung und damit der erfindungsgemäße einseitige Drehantrieb ausschließlich
an dem Mutterteil angeordnet ist. Dies führt zu besonders einfacher und kostengünstiger
Bauform des Vaterteils, das in vielen Anlagen in Mehrzahl als ortsfestes Stutzen-Anschlussteil
zur Verwendung mit ein und demselben wahlweise anschließbaren Kupplungs-Mutterteil
vorgesehen wird.
[0011] Gemäß bevorzugter Gestaltung weisen die Steuermittel der ersten und der zweiten Zwangsführungseinrichtung
in koaxialer Anordnung mit der Kupplungsachse eine erste Steuerhülse bzw. eine zweite
Steuerhülse auf, die jeweils an ihrem Umfang mit wenigstens einer ersten bzw. zweiten
Steuerkurve zum Herbeiführen der Schraub-Rollbewegung der Absperrelemente ausgestattet
sind, wobei die Steuerkurven führungsgleich ausgebildet sind. Die Steuerhülsen bilden
einfache, vorzugsweise jeweils mit zwei korrespondierenden Steuerkurven ausgestattete
Bauteile, die die in beide Richtungen der Kupplungsachse (im Folgenden allgemein als
Achsrichtung bezeichnet) mit Rollbewegung verlagerbaren Absperrelemente raumsparend
aufnehmen und als Lagergehäuse unmittelbar umgeben. Die führungsgleiche Ausbildung
der Steuerkurven stellt sicher, dass der einseitig dreh-angetriebene Koppelverbund
zuverlässig und bewegungsgenau in seiner Momente übertragenden Koppelverbindung bleibt.
[0012] Besonders vorteilhafte und bevorzugte Gestaltungen der Zwangsführungseinrichtungen
bestehen darin, dass sie in die Steuerkurven einfassende Steuerstege aufweisen, die
eine Steuerverbindung zwischen den Absperrelementen und den Anschlusskupplungsteilen
herstellen, wobei die Anschlusskupplungsteile mit den zugehörigen Durchlassenelementen
wenigstens drehfest verbunden sind. Mit solchen Steuerstegen, z. B. in Form von Abtastelementen
oder Mitnehmerstiften mit daran angeordneten Führungselementen, erreicht man auf engstem
Raum besonders belastbare und leichtgängige Zwangsführungen.
[0013] Eine Ausgestaltung besteht darin, dass die Steuerhülsen Bestandteile der Anschlusskupplungsteile
sind, wobei die Steuerhülsen die Absperrelemente umgeben. Mit dieser integralen Gestaltung,
in der Steuerhülse und Anschlusskupplungsteil eine gemeinsame Einheit bilden, erhält
man eine besonders belastbare, dennoch einfache Kupplungsstruktur. Jede Steuerhülse
bildet ein das zugehörige Absperrelement unmittelbar umgebendes Führungsgehäuse, in
dem das Absperrelement rollt. Eine andere Ausgestaltung kann darin bestehen, dass
die Steuerhülsen Bestandteile der Absperrelemente sind. Diese integrale, Absperrelement
und Steuerhülse einheitlich bildende Bauform führt zum weiteren Einsparen von Bauteilen.
Insbesondere können dann die Anschlusskupplungsteile durch eine erste äußere Gehäusehülse
der ersten Kupplungshälfte bzw. eine zweite äußere Gehäusehülse der zweiten Kupplungshälfte
gebildet sein. Jedes Anschlusskupplungsteil bildet ein das zugehörige Absperrelement
unmittelbar umgebendes Lagergehäuse, in dem das Absperrelement schraub-rollbewegbar
rollt.
[0014] In jedem Fall kommt es darauf an, dass die Steuerkurven, die mit schräg zur Kupplungsachse
gerichteten Führungsbahnen ausgestattet sind, unmittelbar, das heißt ohne Zwischenschaltung
weiterer Kulissenführung an den Absperrelementen angeordnet bzw. an dessen Wänden
ausgebildet sind, um die Schraub-Rollbewegung, die als solche nicht translatorisch
ist, bewirken zu können.
[0015] Wenngleich es denkbar ist, dass die Ventileinrichtungen zum Beispiel block-, stößel-oder
kolbenartige Ventilelemente aufweisen, so erhält man eine besonders bevorzugte und
vorteilhafte Gestaltung dadurch, dass die erste bzw. zweite Ventileinrichtung durch
ein erstes bzw. zweites Schaft/Hülsen-Ventil gebildet sind, das zum Durchströmen von
Medium einen hohlen ersten bzw. zweiten Ventilschaft, gebildet durch das erste bzw.
zweite Durchlasselement, sowie zugehörig eine erste bzw. zweite Ventilhülse, gebildet
durch das erste bzw. zweite Absperrelement, umfasst, wobei jeweils der Ventilschaft
an seinem leitungsseitigen Ende mit anzuschließender Leitung verbindbar und an seinem
kuppelseitigen anderen Ende endseitig geschlossen und umfangsseitig mit den Ventilöffnungen
ausgebildet ist, die in Abhängigkeit von relativer axialer Position von Ventilschaft
und Ventilhülse umfangsseitig dichtend geschlossen bzw. mittels wenigstens eines an
einer der Ventilhülsen ausgebildeten Durchgangs in abgedichteter Durchströmungsverbindung
sind.
[0016] Schaft und Hülse der Ventileinrichtungen befinden sich jeweils im zylindrischen Dichtsitz,
der zweckmäßig Ringdichtungen, z. B. in Form vom O-Ringen umfasst. Die erfindungsgemäße
Schraub-Rollbewegung wirkt dem sogenannten Stick-Slip-Effekt entgegen, der besonders
auftritt, wenn im zylindrischen Dichtsitz befindliche Ventilelemente relativ zueinander
translatorisch bewegt werden.
[0017] Eine besonders einfache Bauform der einseitig angeordneten und antreibenden Betätigungseinrichtung
besteht darin, dass das Betätigungselement mit einem radialen Antriebs-Steuerelement
ausgestattet ist, das in eine Führungsbahn einfasst und den Umfangs-Drehantrieb nur
an dem einen der beiden Absperrelemente bewirkt. Die Kurvenform der Antriebs-Führungsbahn
kann einfach nach Maßgabe gewünschter Drehuntersetzung zwischen dem Betätigungselement
und dem angetriebenen Absperrelement gestaltet werden. Um die Schraub-Rollbewegung
des Koppelverbunds in gewünschtem Maß zu bewirken, kommt es im Übrigen auf den Steigungsunterschied
zwischen der Antriebs-Führungsbahn bzw. dessen Steuerkurve und den die Schraub-Rollbewegung
steuernden Steuerkurven an. Nach einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung ist
die Antriebs-Führungsbahn eine Linearkurve, die weiter vorteilhaft zur Kupplungsachse
parallel sein kann. Andere Kurvenformen, zum Beispiel Sinus-Quadrat-Kurven, können
eingerichtet werden. In jedem Fall ist es zum Bewirken der Schraub-Rollbewegung erforderlich,
dass in der einen Kupplungshälfte die Führungsbahn der Steuerkurve zwischen das Absperrelement
und die Antriebs-Führungsbahn geschaltet ist.
[0018] Eine bevorzugte Ausgestaltung der Betätigungseinrichtung in Verbindung mit der Kupplungsverbindung
besteht darin, dass die die beiden Anschlusskupplungsteile verbindende Kupplungsverbindung
einen Umfangs-Verschlussrand aufweist, der an dem Anschlusskupplungsteil der von dem
Betätigungselement freien Kupplungshälfte ausgebildet ist, dass das Betätigungselement
kuppelseitig mit radialen Verschlusselementen verbunden ist, die in axial gesicherter
Verbindung der beiden Kupplungshälften hinter den Umfangs-Verschlussrand fassen und
an diesem in Umfangsrichtung bewegbar geführt sind, und dass das Anschlusskupplungsteil
der mit dem Betätigungselement ausgestatteten ersten Kupplungshälfte kuppelseitig
Vorsprünge aufweist, die zur drehfesten Verbindung der Anschlusskupplungsteile in
Ausnehmungen des Verschlussrandes einfassen, wobei die radialen Verschlusselemente
mit den Randausnehmungen derart korrespondieren, dass sie zum Herstellen und Lösen
der Kupplungsverbindung durch die Randausnehmungen hindurchführbar sind. Bei definierter
Schließ- und Öffnungsstellung der Ventileinrichtungen sowie im Dreh-Betätigungsbereich
des Betätigungselements zwischen diesen beiden Stellungen kann die axial gesicherte
und drehfeste Verbindung der Anschlusskupplungsteile hergestellt werden.
[0019] Auf die genannten und noch andere zweckmäßige und vorteilhafte Ausgestaltungen der
Erfindung sind Unteransprüche gerichtet. Merkmale der Ausgestaltungen führen in jeder
Kombination zu der erfindungsgemäßen wesentlichen Lösung, so dass diese nicht auf
konkret beschriebene Ausführungsbeispiele eingeschränkt ist, sondern auch wesentliche
Einzelmaßnahmen insbesondere der Ausführungsbeispiele ohne die Gesamtheit der Merkmale
beschriebener Ausgestaltungen in Unterkombination schutzbegründend sind. Jedes Teilmerkmal
eines Ausführungsbeispiels ist als Teilmerkmal weiterer, nicht dargestellter Ausgestaltungen
zu verstehen. Lediglich besonders zweckmäßige und vorteilhafte Ausbildungsformen und
-möglichkeiten der Erfindung werden anhand der folgenden Beschreibung der in der schematischen
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher beschrieben. Es zeigen
- Fig. 1A
- in axonometrischer Längsansicht und teilweiser Schnittdarstellung eine erfindungsgemäße
Kupplungsvorrichtung mit geschlossenen Ventileinrichtungen,
- Fig. 1B und 1C
- Ansichten von Längsschnitten der Kupplungsvorrichtung im Zustand gemäß Fig. 1A,
- Fig. 1D und 1E
- in axonometrischer Stirnansicht die kuppelseitigen Seiten der zum Kuppeln bereiten
Kupplungshälften der Kupplungsvorrichtung gemäß Fig. 1A,
- Fig. 2A
- in axonometrischer Längsansicht und teilweiser Schnittdarstellung die Kupplungsvorrichtung
gemäß Fig. 1A mit geöffneten Ventileinrichtungen,
- Fig. 2B und 2C
- Ansichten von Längsschnitten der Kupplungsvorrichtung im Zustand gemäß Fig. 2A,
- Fig. 3A
- in axonometrischer Längsansicht und teilweiser Halbschnittdarstellung eine erfindungsgemäße
Kupplungsvorrichtung eines anderen Ausführungsbeispiel mit geschlossenen Ventileinrichtungen
und
- Fig. 3B
- in axonometrischer Längsansicht und im Halbschnitt die Kupplungsvorrichtung gemäß
Fig. 3A mit geöffneten Ventileinrichtungen.
[0020] Gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel befindet sich eine erfindungsgemäße Kupplungsvorrichtung
1 in Fig. 1A, 1B und 1C im Ventilschließzustand, während die Fig. 2A, 2B und 2C den
Ventilöffnungszustand dieser Kupplungsvorrichtung 1 zeigen. Insoweit wird unter Ventilschließzustand
der Zustand verstanden, in dem eine erste Kupplungshälfte 2 und eine zweite Kupplungshälfte
3 der gekuppelten Kupplungsvorrichtung 1 jeweils mittels einer ersten Ventileinrichtung
4 bzw. einer zweiten Ventileinrichtung 5 für Strömungsdurchgang gesperrt sind, sich
aber insbesondere noch in drehfester und axial gesicherter Kupplungsverbindung 16
befinden. Die Steuerung kann auch so eingerichtet sein, dass die Kupplungsverbindung
zeitgleich mit dem Sperren der Strömungsdurchgänge entkuppelt wird. Unter dem Ventilöffnungszustand
wird stets verstanden, dass die beiden Kupplungshälften der gekuppelten Kupplungsvorrichtung
1 jeweils zum Durchlassen von Medium geöffnet sind, und zwar in drehfester und axial
gesicherter Kupplungsverbindung 16.
[0021] Wie aus Fig. 1A bis 1C und 2A bis 2C ersichtlich, bestimmen die beiden Kupplungshälften
2, 3 eine Kupplungsachse 10, und die Kupplungsverbindung 16 weist eine Trennebene
160 auf. Fig. 1D und 1E zeigen die kuppelseitigen Enden der beiden Kupplungshälften
2, 3 nach Trennen bzw. vor Herstellen der Kupplungsverbindung 16. In Fig. 1A und 2A
ist die Kupplungsvorrichtung 1 frei von einer Griff-/Betätigungshülse 131 der ersten
Kupplungshälfte 2 und frei von einer Kupplungsgehäusehülse 31 der zweiten Kupplungshälfte
3 dargestellt, um die Darstellung übersichtlich zu halten. Die Kupplungshälfte 2 bildet
ein Mutterteil, während die zweite Kupplungshälfte 3 das zugehörige Vaterteil ist.
Wie aus Fig. 1B, 1C und 2B, 2C ersichtlich, weist die erste Kupplungshälfte 2 eine
im Folgenden auch als erste Gehäusehülse bezeichnete Kupplungsgehäusehülse 21 auf,
in die die im Folgenden auch als zweite Gehäusehülse bezeichnete Hülse 31 des Vaterteils
sowie ein Anschlusskupplungsteil 12, an dem die Gehäusehülse 31 fest ist, hineinfassen.
Die Kupplungsverbindung 16 stellt, wie dies noch näher beschrieben wird, eine Verbindung
zwischen dem Anschlusskupplungsteil 12 der zweiten Kupplungshälfte 3, einem Anschlusskupplungsteil
11 der ersten Kupplungshälfte 2 und der Gehäusehülse 21 her.
[0022] Die erste Ventileinrichtung 4 der ersten Kupplungshälfte 2 umfasst ein erstes Durchlasselement
41 mit einer ersten Ventilöffnung 43 sowie ein erstes Absperrelement 42, das die erste
Ventilöffnung 43 schließt und öffnet. Im Ausführungsbeispiel ist die erste Ventileinrichtung
4 durch ein Schaft-/Hülsenventil gebildet, das zum Durchströmen von Medium einen hohlen
ersten Ventilschaft 411, gebildet durch das erste Durchlasselement 41, sowie eine
den ersten Ventilschaft 411 aufnehmende erste Ventilhülse 421, gebildet durch das
erste Absperrelement 42, umfasst. Der Ventilschaft 411 ist an dem der Kuppel-/Trennseite
abgewandten leitungsseitigen Ende mittels Drehgelenk 141 mit einem Leitungsanschlusselement
14 drehbar verbunden. Das Drehgelenk 141 erlaubt eine Drehbewegung des Leitungsanschlusselements
14 um die Kupplungsachse 10 relativ zu dem ersten Ventilschaft 411.
[0023] Der Ventilschaft 411 ist an seinem kuppelseitigen Ende endseitig geschlossen und
umfangsseitig mit der ersten Ventilöffnung 43 ausgebildet, die über den Umfang gleichmäßig
in erste Öffnungsfenster 430 unterteilt ist. Die erste Ventilhülse 421 lagert und
umschließt den ersten Ventilschaft 411 derart, dass sie in einer in Axialrichtung
eingefahrenen Innenposition, in der sie die erste Ventilöffnung 43 schließt, kuppelseitig
an der Trennebene 160 endet, sowie in einer in Axialrichtung ausgefahrenen Außenposition,
in der sie bei verbundenen Kupplungshälften 2, 3 einen Teil der ersten Ventilöffnung
43 freigibt, über die Trennebene 160 hinausragt.
[0024] Die erste Ventilhülse 421 weist einen kuppelseitigen inneren Wandabschnitt auf, der
eingezogen ist bzw. zurückspringt. Dieser Wandabschnitt bildet einen sich axial erstreckenden
Durchgangsweg 49 , der im ausgefahrenen Zustand der ersten Ventilhülse 421 einen Durchgang
zwischen der ersten Ventilöffnung 43 und einer als zweite Ventilöffnung 53 bezeichneten
Ventilöffnung der zweiten Ventileinrichtung 5 herstellt, wie dies insbesondere aus
Fig. 2A und 2C ersichtlich ist. Hingegen ist der Durchgangsweg 49 in der Ventil-Schließposition
unwirksam, und er befindet sich nicht im Bereich der zweiten Ventilöffnung 53, wie
dies insbesondere aus Fig. 1A und 1C ersichtlich ist.
[0025] Die zweite Ventileinrichtung 5 umfasst ein zweites Schaft-/Hülsenventil. Ein hohler
zweiter Ventilschaft 511 ist durch das zweite Durchlasselement 51 gebildet. Eine zugehörige
zweite Ventilhülse 521 umschließt und lagert den zweiten Ventilschaft 511. Der zweite
Ventilschaft 511 ist an seinem leitungsseitigen Ende mit einem Leitungsanschlusselement
15 ausgestattet, das eine nicht dargestellte Leitung, insbesondere auch in Form eines
Anschlussstutzens, mit der zweiten Kupplungshälfte 3 drehfest verbindet, so dass die
zweite Kupplungshälfte 3 mit angeschlossener Leitung als um die Kupplungsachse 10
nicht drehendes, ortsfestes Bauteil betrachtet werden kann.
[0026] Das erste Durchlasselement 41 und das zweite Durchlasselement 51 sind stehende, das
heißt mit dem ortsfesten Bauteil feste, nicht drehende Ventilelemente, die an der
Trennebene 160 aneinandersitzen.
[0027] Wie insbesondere aus Fig. 1A und 1C im Vergleich mit Fig. 2A und 2C ersichtlich,
befindet sich die zweite Ventilhülse 521 im geschlossenen Ventilzustand in einer ausgefahrenen
Position, in der sie die zweite Ventilöffnung 53, die über den Umfang gleichmäßig
in zweite Öffnungsfenster 530 unterteilt ist, schließt. In dieser Position erstreckt
sich die Ventilhülse 521 bis an die Trennebene 160, und sie bildet mit kuppelseitig
innerem Rand 164 einen Bestandteil des Kupplungsmundes der zweiten Kupplungshälfte
3 (Fig. 1 E).
[0028] Erfindungsgemäß sind die Absperrelemente 42, 52, nämlich im Ausführungsbeispiel die
erste Ventilhülse 421 und die zweite Ventilhülse 521, im Zustand der aneinandergekuppelten
Kupplungshälften 2, 3 gemeinsam in Axialrichtung hin und her rollbeweglich verfahrbar
angeordnet. Zu diesem Zweck sind insbesondere drei Maßnahmen vorgesehen. Das erste
Absperrelement 42 und das zweite Absperrelement 52 sind mittels einer Momente übertragenden
Koppelverbindung 17 direkt drehfest aneinandergekoppelt. Die Koppelverbindung 17 wird
in Axialrichtung mittels einer ersten Zwangsführungseinrichtung 6 der ersten Kupplungshälfte
2 und einer zweiten Zwangsführungseinrichtung 7 der zweiten Kupplungshälfte 3 aufrechterhalten.
Zum Bewegen des damit hergestellten Koppelverbundes 170 der beiden Absperrelement
42, 52 wird ausschließlich nur ein Absperrelement, nämlich das erste Absperrelement
42 der ersten Kupplungshälfte 2 mittels eines Drehantriebs zur Drehung um die Kupplungsachse
10 angetrieben. Dieser Drehantrieb wird mittels einer Betätigungseinrichtung 13 verwirklicht.
Die Kupplungsverbindung 16 des Ausführungsbeispiels weist zudem, ohne dass der Erfindungsgegenstand
allgemein und jede weitere Gestaltung des Ausführungsbeispiels darauf eingeschränkt
sind, Verbindungselemente auf, die in Wirkverbindung mit Elementen der Zwangsführungseinrichtungen
6, 7 angeordnet und eingerichtet sind, wobei die Verbindungselemente zusammen mit
den Positionen der Ventilschließzustände und der Ventilöffnungszustände eingerichtet
und darauf abgestimmt sind, derart, dass die Kupplungsverbindung 16 nur geschlossen
bzw. geöffnet werden kann, wenn die Ventil-Schließzustände mittels der Zwangsführungseinrichtungen
6, 7 gesichert sind.
[0029] Wie aus Fig. 1A, 1C, 1D, 1E, 2A und 2C ersichtlich, umfasst die Momenten-Koppelverbindung
17 an dem ersten Absperrelement 42 kuppelseitig im Umfangsabstand von 120° angeordnete
Steckfedern 171, während das Absperrelement 52 kuppelseitig mit korrespondierenden
Verschluss- und Passnuten 172 ausgestattet ist. Die Steckfedern 171 und Nuten 172
bilden eine spielfreie Formschlussverbindung, die die Drehmomente in beide Drehrichtungen
der kuppelseitig aneinandergesteckten Absperrelemente 42, 52 überträgt. In gesteckter
formschlüssiger Verbindung bilden die beiden Absperrelemente 42, 52 den Koppelverbund
170. Für die erfindungsgemäße Koppelverbindung 17 kommt es lediglich darauf an, dass
Drehmomente, mit denen das erste Absperrelement 42 beaufschlagt wird, auf das zweite
Absperrelement 52 übertragen werden, während die beiden Absperrelemente 42, 52 bei
gekuppelten Kupplungshälften 2, 3 gegeneinander sitzen bzw. beim Entkoppeln frei voneinander
trennbar sind. Bei der erfindungsgemäßen Momentenkoppelverbindung kommt es allgemein
auf eine formschlüssige Verbindung an, die die Momentenkopplung von dem antreibenden
Absperrelement 42 auf das abtriebsseitige Absperrelement 52 herstellt. Es kann z.
B. eine wechselseitige Kronenverzahnung ausgebildet sein.
[0030] Die erste Zwangsführungseinrichtung 6 umfasst als Steuermittel eine erste Steuerhülse
61, die zu dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1A bis 2C zudem mit 611 bezeichnet ist.
Die erste Steuerhülse 611 ist ein Lager- und Führungsgehäuse, das das Absperrelement
42, nämlich die erste Ventilhülse 421 umschließt, wobei sie unmittelbar und passgenau
zwischen der ersten Gehäusehülse 21 und dem ersten Absperrelement 42 angeordnet ist.
Die erste Steuerhülse 611 ist mit dem ersten Ventilschaft 411 fest verbunden. Diese
Verbindung kann, wie aus Fig. 1A und 2A ersichtlich, eine Stiftverbindung 48 sein,
die dort im Bereich des leitungsseitigen Endabschnitts der ersten Steuerhülse 611
ausgebildet ist.
[0031] Die erste Steuerhülse 611 umfasst zwei erste Steuerkurven 62. Diese sind, wie insbesondere
aus Fig. 1B und 2B ersichtlich, in Umfangsrichtung in gleichem Abstand aufeinanderfolgend
in je einer Umfangshälfte angeordnet. In Abwicklung betrachtet verlaufen die Steuerkurven
62 mit die Schraub-Rollbewegung bestimmender Steigung schräg zur Hülsenachse. An ihren
Enden weisen sie gerade, zur Hülsenachse senkrechte, kurze Kurvenabschnitte auf. Die
Kurven 62 sind die Wand der ersten Steuerhülse 611 durchbrechende Schlitzkulissen.
Jeder Steuerkurve 62 ist ein sich radial erstreckender zapfenartiger Steuersteg 63
zugeordnet, der an dem ersten Absperrelement 42, also an der ersten Ventilhülse 421
fest ist. Der Steuersteg 63 trägt nach Art eines Kulissensteins ein inneres Führungselement
631, z. B. in Form eines Gleit- oder Rollelements, das in die zugeordnete erste Steuerkurve
62 einfasst. Die erste Steuerhülse 61 sitzt in der ersten Gehäusehülse 21 der Kupplungshälfte
2. Sämtliche Hülsen, nämlich von innen nach außen der erste Ventilschaft 411, die
erste Ventilhülse 421, die erste Steuerhülse 611 und die erste Kupplungsgehäusehülse
21 sind zylinderförmig mit Kreisquerschnitten, und sie befinden sich in koaxialer
Anordnung.
[0032] An jedem Steuersteg 63 ist ein weiteres, äußeres Führungselemente 632 z. B. in Form
eines Gleit- oder Rollelements angeordnet. Dem äußeren Führungselement 632 ist eine
Führungsbahn zugeordnet, die im Ausführungsbeispiel eine Linearkurve 640 ist, die
zur Achse der ersten Kupplungsgehäusehülse 21 parallel ist und durch eine schlitzartige
Durchbrechung in der Wand dieser Hülse gebildet ist. Die erste Kupplungsgehäusehülse
21 ist relativ zu der ersten Steuerhülse 61 um die Kupplungsachse 10 bzw. die Achse
der ersten Kupplungshälfte 2 drehbar. Im Ausführungsbeispiel sind zwischen der ersten
Kupplungsgehäusehülse 21 und der mit dem ersten Ventilschaft 411 festen ersten Steuerhülse
611 Kugellager 18 angeordnet.
[0033] Die Hülse 21 ist Bestandteil einer Betätigungseinrichtung 13. Diese ist mit sämtlichen
Bauteilen aus Fig. 1B, 1C, 2B und 2C ersichtlich. Sie umfasst ein Betätigungselement
130, das in Form der Griffhülse 131 drehfest, im Beispiel durch Stiftverbindung 132
(Fig. 1C, 2C), mit der ersten Gehäusehülse 21 verbunden ist. Die Griffhülse 131 schließt
damit auch als äußere Gehäusehülse die erste Kupplungshälfte 2 nach außen ab. Das
Betätigungselement 130 ist ein Dreh-Antriebselement, das im Zusammenwirken mit dem
äußeren Führungselement 632, also allgemein mit dem radialen Steuersteg 63, und nach
Maßgabe der Antriebsführungsbahn 64 den ausschließlich an der Kupplungshälfte 2 vorgesehenen
Drehantrieb für das nur erste Absperrelement 42 bildet.
[0034] Die zweite Zwangsführungseinrichtung 7 ist Bestandteil der zweiten Kupplungshälfte
3. Sie umfasst eine zweite Steuerhülse 71, die im Ausführungsbeispiel auch mit 711
bezeichnet ist. Sie bildet ein Lager- und Führungsgehäuse, das das zweite Absperrelement
52, nämlich die zweite Ventilhülse 521 umgibt, wobei sie unmittelbar und passgenau
zwischen der zweiten Gehäusehülse 31 und dem zweiten Absperrelement 52 angeordnet
ist. Die zweite Steuerhülse 71 ist fest mit dem zweiten Durchlasselement 51 verbunden,
und zwar im Ausführungsbeispiel mittels Stiftverbindung 58 im leitungsseitigen Endbereich
der Kupplungshälfte 3.
[0035] Die zweite Steuerhülse 71 ist mit Steuerkurven 72 ausgestattet, die den ersten Steuerkurven
62 der ersten Zwangsführungseinrichtung 6 entsprechen. Das heißt, dass die Steuerkurven
62, 72 zur zeit- und ortsgleichen Bewegungsteuerung führungsgleich ausgebildet sind.
Wie aus Fig. 1B und 2B ersichtlich, werden die beiden Steuerkurven 72 durch schlitzartige
Wanddurchbrechungen der zweiten Steuerhülse 71 gebildet, die über den Umfang aufeinanderfolgend
jeweils in einer Umfangshälfte angeordnet und mit schrägem Steuerabschnitt sowie geraden,
kurzen Kurvenenden übereinstimmend und gleich orientiert ausgebildet sind.
[0036] Jeder zweiten Steuerkurve 72 ist ein zapfenartiger Steuersteg 73 zugeordnet, der
an dem zweiten Absperrelement 52, also an der zweiten Ventilhülse 521 fest ist. An
dem Steuersteg 73 ist in Form eines Kulissensteins ein Führungselement 731, zum Beispiel
ein Gleit- oder Rollelement angeordnet, das in die zugehörige zweite Steuerkurve 72
einfasst. Die Steuerhülse 71 ist, wie dies aus Fig. 1B, 1C, 2B und 2C hervorgeht,
unmittelbar zwischen der Gehäusehülse 31 und dem Absperrelement 52 angeordnet. Gleichermaßen
wie die erste Steuerhülse 61 in Verbindung mit dem ersten Durchlasselement 41 ist
die zweite Steuerhülse 71 in Verbindung mit dem zweiten Durchlasselement 51 als feststehende
Anordnung zu betrachten, gegenüber der der Koppelverbund 170 mit Schraub-Rollbewegung
drehbar ist. Sämtliche Hülsen, nämlich von innen nach außen der zweite Ventilschaft
511, die zweite Ventilhülse 521, die zweite Steuerhülse 711 und die zweite Kupplungsgehäusehülse
31 sind zylinderförmig mit Kreisquerschnitten und befinden sich in koaxialer Anordnung.
[0037] Die Kupplungsverbindung 16, die die beiden Kupplungshälften 2, 3 im gekuppelten Zustand
miteinander verbindet, ist gemäß Ausführungsbeispiel im Einzelnen aus Fig. 1A bis
2C ersichtlich.
[0038] Einerseits bildet die erste Steuerhülse 611 das Anschlusskupplungsteil 11, und andererseits
wird das Anschlusskupplungsteil 12 durch die zweite Steuerhülse 711 gebildet. Am kuppelseitigen
Ende der zweiten Steuerhülse 711 ist umlaufend eine Umfangs-Verschlussnut 162 ausgebildet.
In eine stirnseitige Nutwand, die einen Umfangs-Verschlussrand 164 bildet, sind im
Umfangsabstand von 120° Axialnuten bildende Ausnehmungen 165 ausgebildet, wie dies
insbesondere aus Fig. 1B, 1E und 2B ersichtlich ist. Das erste Anschlusskupplungsteil
11 ist kuppelseitig mit einem Stirnrand versehen, der durch achsparallele Steckfedern
gebildete Vorsprünge 163 aufweist, die mit den Ausnehmungen 165 korrespondieren, wie
dies insbesondere aus Fig. 1D, E ersichtlich ist. In der Kupplungsverbindung 16 fassen
die axialen Vorsprünge 163 in die Ausnehmungen 165 formschlüssig ein, so dass die
Anschlusskupplungsteile 11, 12 drehfest miteinander verbunden sind. Die Ventilschäfte
411 und 511 sind so dimensioniert und fest mit den Anschlusskupplungsteilen 11, 12
verbunden, dass die Schaftköpfe bei mittels der Kupplungsverbindung 16 geschlossenen
Kupplungsvorrichtung 1 auf Stoß dichtend aneinandersitzen. In dieser Verschlussposition
wird die Kupplungsverbindung 16 axial durch radiale Verschlusselemente 161 gesichert,
die an der Kupplungshälfte 2 angeordnet sind und in die Ausnehmungen 165 einfassen,
wobei sie den Umfangs-Verschlussrand 164 hinterfassen und gegen diesen in Gleitführung
anliegen. Die Dimensionierung ist derart, dass die Anschlusskupplungsteile 11, 12
bzw. die Ventilschäfte 411, 511 in der Verschlussverbindung 16 gegeneinandergezogen
werden.
[0039] Jedes Verschlusselement 161 ist durch einen Zapfen mit Roll- oder Gleitelement gebildet
und fest an dem Betätigungselement 130 mit radialer Ausrichtung angeordnet, und zwar
gleichermaßen wie die Ausnehmungen 165 im Umfangsabstand von 120°. Die korrespondierende
Verschlussanordnung ist dabei derart, dass die Verschlusselemente 161 zum Schließen
und Öffnen der Kupplungsverbindung 16 in achsparallelen Richtungen fluchtend vor den
Vorsprüngen 163 zu liegen kommen, so dass sie beim Kuppeln bzw. Entkuppeln durch die
Ausnehmungen 165 geführt werden.
[0040] Man erkennt, dass die Verschlusselemente 161, ausgehend von ihren Durchgangspositionen
an den Ausnehmungen 165 durch Drehverstellung des Betätigungselements 130 in der Umfangs-Verschlussnut
162 gefangen sind, so dass sich die Kupplungsverbindung 16 in drehfester und axial
gesicherter Verbindung befindet. Im Ausführungsbeispiel ist der Drehbereich des Betätigungselements
130 120°, nämlich entsprechend der Umfangsteilung für die Verschlusselemente 161,
die Steckfedern 163 und die Ausnehmungen 165. An diese Teilung sind auch die Steuerkurven
62, 72 mit ihren schrägen und kurzen Endabschnitten angepasst. Aus den beschriebenen
Einrichtungen und Anordnungen resultieren die Funktionen und Betriebsweisen der dargestellten
Kupplung.
[0041] Gemäß Fig. 1A bis 1C ist das Betätigungselement 130 in drehfester und gesicherter
Kupplungsverbindung 16 so positioniert, dass die Ventileinrichtungen 5, 6 jeweils
den Strömungsdurchgang sperren. Die Führungselemente 632 befinden sich jeweils in
einem geraden Endabschnitt der beiden ersten Steuerkurven 62. In dieser Position befindet
sich das äußere Führungselement 632 in eingefahrener Endposition in einer die Antriebsbahn
64 bildenden Kulisse 641. Gleichermaßen befinden sich die Führungselemente 731 jeweils
in dem zugehörigen geraden Endabschnitt der zweiten Steuerkurven 72. Die erste Ventilhülse
421 schließt die erste Ventilöffnung 43, und die zweite Ventilhülse 521 schließt die
zweite Ventilöffnung 53. Die Ventilöffnungen 43, 53 sind mittels der Ventilhülsen
421, 521 parallel zur Kupplungsachse 10 und damit zu den Strömungsrichtungen in den
beiden Ventilschäften 411,511 geschlossen. Infolgedessen herrscht beim Öffnen Druckneutralität.
Beim Kuppeln unter Druck werden unerwünschte Volumenänderungen weitgehend vermieden.
[0042] Zum Öffnen der Ventileinrichtungen 4, 5 wird das Betätigungselement 130 um 120° gedreht.
Man erhält die in Fig. 2A bis 2C dargestellten Positionen. Die Führungselemente 631
bzw. 731 gelangen in den zugehörigen Kulissen der Steuerkurven 62, 72 in den anderen
geraden Endabschnitt. Die äußeren Führungselemente 632 werden längs der beiden zugehörigen
Führungsbahnen 64 zur Trennebene 160 hin verschoben. Die Ventilhülsen 421, 521 gelangen
in ihre die Ventilöffnungen 43, 53 öffnenden Positionen, die dann durch den Durchgang
49 verbunden sind.
[0043] Beim Drehen des Betätigungselements 130 um die Kupplungsachse 10 wird unmittelbar
nur die erste Ventilhülse 421 durch Führung der äußeren Führungselemente 632 längs
der Kulissen 641 der Führungsbahnen 64 zum Drehen um die Kupplungsachse 10 getrieben.
Das die erste Ventilhülse 421 beaufschlagende Drehmoment wird mittels der Koppelverbindung
17 auf die zweite Ventilhülse 521 übertragen. Die gleichermaßen vorgesehenen Schrägführungen
der Steuerkurven 62, 72 zwischen den geraden Endabschnitten sorgen dafür, dass sich
die beiden im Koppelverbund 170 befindlichen Ventilhülsen 421, 521 innerhalb der Steuerhülsen
611, 711 schraubend und rollend aus den Schließpositionen in die Öffnungspositionen
der Ventileinrichtungen 4, 5 bewegen.
[0044] Zum Schließen der Ventileinrichtungen 4, 5 und Lösen der Kupplungsverbindung 16 erfolgt
der beschriebene Bewegungsablauf umgekehrt. Infolge der Zwangsführung mittels der
Steuerkurven 72 wird die zweite Ventilhülse 521 aus der in Fig. 2C dargestellten eingefahrenen
Position in die in Fig. 1C dargestellte ausgefahrene Position zurückgeholt, und zwar
ohne dass die zweite Ventilhülse 521 an der Kupplungshälfte 3 von außen getrieben
wird. Auch in dieser Rückholphase kommt es erfindungsgemäß auf die Momentenübertragung
von der ersten Ventilhülse 421 auf die zweite Ventilhülse 521 an.
[0045] Die geraden, zu den Hülsenachsen bzw. zur Kupplungsachse 10 senkrechten Endabschnitte
der Steuerkurven 62, 72 bilden beim Drehen des Betätigungselements 130 jeweils einen
definierten Dreh-Freilauf des Betätigungselements 130 vor Beginn und Ende der Schraub-/Rollbewegung
des Koppelverbundes 170. Damit sind Elemente ausgebildet, mit denen die Öffnungs-
und Schließpositionen der Ventileinrichtungen 4, 5 zum Kuppeln bzw. Entkuppeln der
Kupplungshälften 2, 3 besonders gesichert werden können. Im Ausführungsbeispiel sind
den Endabschnitten der Steuerkurven 62, 72 weiterhin federnde Druckstücke 65, 75 zugeordnet,
die die Absperrelemente 42, 52 in den zugehörigen Endpositionen entriegelbar arretieren.
Die Freilaufsteuerung kann auch allgemein sowie in Abänderung des Ausführungsbeispiels
entfallen.
[0046] Die Ventilhülsen 421, 521 und die Ventilschäfte 411, 511 befinden sich im zylindrischen
Dichtsitz mit Ringdichtungen, nämlich im Ausführungsbeispiel mit O-Ringen 47, 57.
Die erfindungsgemäße Schraub-Rollbewegung wirkt dem Stick-Slip-Effekt entgegen.
[0047] Ein Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3A und 3B verwirklicht die gleichen Bewegungsabläufe,
wie Sie anhand des ersten Ausführungsbeispiels der Fig. 1A bis 2C beschrieben worden
sind. Bauteile, deren Funktionen und Gestaltungen denen des ersten Ausführungsbeispiels
entsprechen, werden daher mit gleichen Bezugszeichen versehen. In der folgenden Beschreibung
werden Unterschiede der konstruktiven Anordnung beschrieben und hervorgehoben.
[0048] Steuerhülsen 612 und 712, die die erste bzw. zweite Steuerhülse 61, 71 bilden, sind
Bestandteile der Absperrelemente 42, 52. Die Steuerkurven 62, 72 sind jeweils in Form
einer Führungsnut in der bereits beschriebenen Gestaltung und Umfangsanordnung am
Außenumfang jeweils des ersten und zweiten Absperrelements 42, 52 ausgebildet. Die
Antriebs-/Führungsbahn 64 ist durch eine eine Linearkurve 640 ausbildende achsparallele
Kulisse 641 gebildet, die in Form einer Nut am Außenumfang des ersten Absperrelements
42 ausgebildet ist.
[0049] In die Nuten der Steuerkurven 62, 72 fassen Führungselemente 631, 731 zapfenartiger
Steuerstege 63, 73 ein, die einerseits an einer Gehäusehülse 22 einer ersten Kupplungshälfte
2 und andererseits an einer Gehäusehülse 32 einer zweiten Kupplungshälfte 3 fest sind.
Die Gehäusehülse 22 ist mittels Stiftverbindung 48 mit einem ersten Durchlasselement
41 fest verbunden. Das zweite Kupplungsgehäuse 32 ist mittels einer Stiftverbindung
58 mit einem zweiten Durchlasselement 51 fest verbunden.
[0050] Ein Betätigungselement 130 in Form einer Griffhülse 131 umgibt das erste Absperrelement
42 und ist an diesem mit Kugellagern 181 um die Hülsenachse bzw. die Kupplungsachse
10 drehbar gelagert.
[0051] Wie im ersten Ausführungsbeispiel, bilden die Durchlasselemente 41, 51 einen ersten
Ventilschaft 411 bzw. einen zweiten Ventilschaft 511. Das erste Absperrelement 42
und das zweite Absperrelement 52 sind in der gleichen Weise wie im ersten Ausführungsbeispiel
durch eine erste Ventilhülse 421 bzw. eine zweite Ventilhülse 521 gebildet. Diese
befinden sich in der oben beschriebenen Momenten-Koppelverbindung 17 mit Steckfedern
171 und Verschlussnuten 172. Mittels der Koppelverbindung 17 und der durch die Steuerhülsen
612, 712 gebildeten ersten Zwangsführungseinrichtung 6 bzw. zweiten Zwangsführungseinrichtung
7 ist der Koppelverbund 170 ausgebildet. Diese erste Ventilhülse 421 ist zugleich
als erste Steuerhülse 612 eingerichtet, und die zweite Ventilhülse 521 bildet zugleich
die zweite Steuerhülse 712.
[0052] Die erste Kupplungsgehäusehülse 22 und die zweite Kupplungsgehäusehülse 32 bilden
Anschlusskupplungsteile 11, 12, die mittels einer Kupplungsverbindung 16 in der gleichen
Weise wie im ersten Ausführungsbeispiel zur drehfesten und axial gesicherten Verbindung
lösbar aneinandergekuppelt sind. An der zweiten Kupplungshälfte 3 ist kuppelseitig
eine Umfangs-Verschlussnut 162 ausgebildet, in die Führungselemente zapfenartiger
Verschlusselemente 161, die an dem Betätigungselement 130 fest sind, einfassen. Steckfedern
163 fassen in Axialnuten bildende Ausnehmungen 165 eines umlaufenden Randes 164 an
der kuppelseitigen Stirnseite der zweiten Kupplungshälfte 3 ein.
[0053] Die beiden Kupplungsgehäusehülsen 22, 32 sind Lager- und Ventilgehäuse der in ihnen
rollbaren Ventilhülsen 421, 521. Schaft und Hülsen jeweils einer Kupplungshälfte 2,
3 weisen kreiszylindrische Querschnitte auf und befinden sich in koaxialer Anordnung.
[0054] In Fig. 3A ist die Kupplungseinrichtung 1 im Zustand mit geschlossenen Ventileinrichtungen
4, 5 dargestellt. In dieser Position befinden sich die Führungselemente der Verschlusselemente
161 vor den in den Ausnehmungen 165 sitzenden Steckfedern 163 im Bereich der Umfangs-Verschlussnut
162.
[0055] Das Betätigungselement 130 ist fest mit zapfenartigen Antriebs-Steuerstegen 133 verbunden.
Die radialen Steuerstege 133 greifen durch Umfangsschlitze 134 hindurch, die in der
Wand der ersten Kupplungsgehäusehülse 22 ausgebildet sind, und fassen mit Führungselementen
in die Kulissen 641 an gegenüberliegenden Umfangsseiten des ersten Absperrelements
42 ein. Über die Steuerstege 133 ist das Betätigungselement 130 drehfest mit dem ersten
Absperrelement 42 verbunden.
[0056] In Fig. 3B befindet sich die Kupplungsvorrichtung 1 im Zustand mit geöffneten Ventileinrichtungen
4, 5. Anhand der Fig. 3A, 3B werden die Positionen und der Bewegungsablauf deutlich.
In Fig. 3A befindet sich das erste Absperrelement 42 in eingefahrener Position, während
das zweite Absperrelement 52 eine ausgefahrene Position einnimmt. In Fig. 3A befindet
sich das erste Absperrelement 42 in der ausgefahrenen Position, während das Absperrelement
52 seine eingefahrene Position einnimmt.
[0057] Um von dem Schließzustand gemäß Fig. 3A in den Öffnungszustand gemäß Fig. 3B zu gelangen,
wird das Betätigungselement 130 in Richtung L gedreht, wobei das erste Absperrelement
42 bzw. die damit ausgebildete Steuerhülse 61 gleichsinnig gedreht werden, so dass
das Führungselement 631 längs der Steuerkurve 62 geführt wird. Dies hat die Schraub-/Rollbewegung
des Koppelverbundes 170 zur Folge, da das Führungselement 731 zugleich in der der
Steuerkurve 62 entsprechenden Steuerkurve 72 geführt wird. Durch umgekehrte Drehbewegung
des Betätigungselements 130 in Richtung R wird das zweite Absperrelement 52 aus der
eingefahrenen Position in Fig. 3B in die ausgefahrene Position in Fig. 3A zurückgeholt.
1. Eine Trockenkupplung bildende Kupplungsvorrichtung (1) zum dichtenden Verbinden von
flüssige oder gasförmige Medien transportierenden Leitungen, umfassend eine erste
Kupplungshälfte (2) und eine zweite Kupplungshälfte (3), die eine Kupplungsachse (10)
bestimmen und jeweils mit einer eine erste bzw. eine zweite Ventileinrichtung (4 bzw.
5) bildenden Ventileinrichtung ausgestattet sind, die zu ihrem Öffnen und Schließen
eine in zugehöriger Kupplungshälfte (2, 3) angeordnete erste bzw. zweite Zwangsführungseinrichtung
(6, 7) umfasst, umfassend eine Betätigungseinrichtung (13) mit einem Betätigungselement
(130), das zum Betätigen der beiden Zwangsführungseinrichtungen (6, 7) drehbewegbar
um die Kupplungsachse (10) angeordnet ist, wobei die erste Ventileinrichtung (4) und
die zweite Ventileinrichtung (5) ein mit erster bzw. zweiter Ventilöffnung (43, 53)
versehenes erstes bzw. zweites Durchlasselement (41, 51) sowie ein erstes Absperrelement
(42) bzw. ein zweites Absperrelement (52) umfassen, die jeweils die erste Ventilöffnung
(43) bzw. die zweite Ventilöffnung (53) schließen bzw. öffnen, wobei die rotatorische
Bewegung des Betätigungselements (130) in axiale Bewegung umgesetzt wird, die in Abhängigkeit
von der Drehrichtung des Betätigungselements (130) in die eine oder die andere Richtung
der Kupplungsachse (10) gerichtet ist und die Schließbewegung bzw. die Öffnungsbewegung
der Absperrelemente (42, 52) bewirkt, und umfassend in drehfester und axial gesicherter
Kupplungsverbindung (16) lösbar verbundene Anschlusskupplungsteile (11, 12), dadurch gekennzeichnet, dass das erste Absperrelement (42) und das zweite Absperrelement (52) mittels einer Drehmomente
übertragenden, durch Formschluss hergestellten Koppelverbindung (17) direkt drehfest
aneinander gekoppelt und in diesem Koppelverbund (170) gemeinsam um die Kupplungsachse
(10) drehbar und in beide Richtungen der Kupplungsachse (10) zum Öffnen und Schließen
der Ventilöffnungen (43, 53) verlagerbar angeordnet sind, wobei die Zwangsführungseinrichtungen
(6, 7) Steuermittel (61, 64, 71) umfassen, die die Drehbewegung des Betätigungselements
(130) in eine Schraub-Rollbewegung der in dem Koppelverbund (170) befindlichen Absperrelemente
(42, 52) richtungsabhängig gegenläufige Bewegungen der Absperrelemente (42, 52) ausschließend
umsetzen, und dass das Betätigungselement (130) mit nur einem der beiden Absperrelemente
(42, 52) zum Umsetzen der Rotationsbewegung des Betätigungselements (130) in die Schraub-Rollbewegung
der im Koppelverbund (170) befindlichen Absperrelemente (42, 52) verbunden ist, wobei,
ausgehend von Ventil-Schließpositionen beider Absperrelemente (42, 52), die Schraub-Rollbewegung
in die eine Achsrichtung zum Öffnen und umgekehrt zum Schließen der Ventileinrichtungen
(4, 5) führt.
2. Kupplungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (130) eine um die Kupplungsachse (10) drehbare Griffhülse
(131) ist, die an einer der beiden Kupplungshälften (2, 3) angeordnet ist.
3. Kupplungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Kupplungshälften (2, 3) durch ein Mutterteil bzw. ein Vaterteil gebildet
sind, wobei das Mutterteil ein erstes Kupplungsgehäuse (21) aufweist, in das ein Bestandteil
des Vaterteils bildendes zweites Kupplungsgehäuse (31) einfasst, und wobei die Betätigungseinrichtung
(13) ausschließlich an dem Mutterteil angeordnet ist.
4. Kupplungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuermittel der ersten und der zweiten Zwangsführungseinrichtung (6, 7) in koaxialer
Anordnung mit der Kupplungsachse (10) eine erste Steuerhülse (61) bzw. eine zweite
Steuerhülse (71) aufweisen, die jeweils an ihrem Umfang mit wenigstens einer ersten
bzw. zweiten Steuerkurve (62, 72) zum Herbeiführen der Schraub-Rollbewegung der Absperrelemente
(42, 52) ausgestattet sind, wobei die Steuerkurven (62, 72) führungsgleich ausgebildet
sind.
5. Kupplungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwangsführungseinrichtungen (6, 7) in die Steuerkurven (62, 72) einfassende Steuerstege
(63, 73) umfassen, die eine Steuerverbindung zwischen den Absperrelementen (42, 52)
und den Anschlusskupplungsteilen (11, 12) herstellen, wobei die Anschlusskupplungsteile
(11, 12) mit den zugehörigen Durchlasselementen (41, 51) fest verbunden sind.
6. Kupplungsvorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerhülsen (611, 711) Bestandteile der Anschlusskupplungsteile (11, 12) sind,
wobei die Steuerhülsen (611, 711) die Absperrelementen (42, 52) umgeben (Fig. 1A-2C).
7. Kupplungsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerhülsen (611, 711) zwischen Gehäusehülsen (21, 31) der Kupplungshälften
(2, 3) und den Absperrelementen (42, 52) angeordnet sind.
8. Kupplungsvorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerhülsen (612, 712) Bestandteile der Absperrelemente (42, 52) sind (Fig.
3A, B).
9. Kupplungsvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlusskupplungsteile (11, 12) durch eine erste Gehäusehülse (22) der ersten
Kupplungshälfte (2) bzw. eine zweite Gehäusehülse (32) der zweiten Kupplungshälfte
(3) gebildet sind.
10. Kupplungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die erste bzw. zweite Ventileinrichtung (4, 5) durch ein erstes bzw. zweites Schaft/Hülsen-Ventil
gebildet sind, das zum Durchströmen von Medium einen hohlen ersten bzw. zweiten Ventilschaft
(411,511), gebildet durch das erste bzw. zweite Durchlasselement (41, 51), sowie zugehörig
eine erste bzw. zweite Ventilhülse (421, 521), gebildet durch das erste bzw. zweite
Absperrelement (42, 52), umfasst, wobei jeweils der Ventilschaft (411, 511) an seinem
leitungsseitigen Ende mit anzuschließender Leitung verbindbar und an seinem kuppelseitigen
anderen Ende endseitig geschlossen und umfangsseitig mit den Ventilöffnungen (43,
53) ausgebildet ist, die in Abhängigkeit von relativer axialer Position von Ventilschaft
(41 1, 511) und Ventilhülse (421, 521) umfangsseitig dichtend geschlossen oder mittels
wenigstens eines an einer der Ventilhülsen (421) ausgebildeten Durchgangs (49) in
abgedichteter Durchströmungsverbindung sind.
11. Kupplungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (130) mit einem radialen Antriebs-Steuerelement (631) verbunden
ist, das in eine Antriebs-Führungsbahn (64) einfasst, die nur in der einen Kupplungshälfte
(2) ausgebildet ist und einen Umfangs-Drehantrieb nur an dem einen der beiden Absperrelemente
(42, 52) bewirkt.
12. Kupplungsvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebs-Führungsbahn (64) eine Linearkurve (640) ist, die zur Kupplungsachse
(10) parallel ist.
13. Kupplungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die die beiden Anschlusskupplungsteile (11, 12) verbindende Kupplungsverbindung (16)
einen Umfangs-Verschlussrand (164) aufweist, der an dem Anschlusskupplungsteil (11)
der von dem Betätigungselement (130) freien Kupplungshälfte (3) ausgebildet ist, dass
das Betätigungselement (130) kuppelseitig mit radialen Verschlusselementen (161) verbunden
ist, die in axial gesicherter Verbindung der beiden Kupplungshälften (2, 3) hinter
den Umfangs-Verschlussrand (164) fassen und daran in Umfangsrichtung bewegbar geführt
sind, und dass das Anschlusskupplungsteil (11) der mit dem Betätigungselement (130)
ausgestatteten Kupplungshälfte (2) kuppelseitige Vorsprünge (163) aufweist, die zur
drehfesten Verbindung in Ausnehmungen (165) des Umfangs-Verschlussrandes (164) einfassen,
wobei die radialen Verschlusselemente (161) mit den Randausnehmungen (165) derart
korrespondieren, dass sie zum Herstellen und Lösen der Kupplungsverbindung (16) durch
die Randausnehmungen (165) hindurchführbar sind.
1. A coupling device (1) forming a dry coupling for the sealed connection of lines transporting
liquid or gaseous media, comprising a first coupling half (2) and a second coupling
half (3), which define a coupling axis (10) and are each equipped with a valve device
forming a first, or respectively a second, valve device (4 or 5), which for the opening
and closing thereof comprise a first, or respectively second, forced guidance device
(6, 7) disposed in the associated coupling half (2, 3), comprising an actuating device
(13) with an actuating element (130), that is disposed so as to rotate about the coupling
axis (10) for actuating the two forced guidance devices (6, 7), wherein the first
valve device (4) and the second valve device (5) comprise a first, or respectively
second, flow-through element (41, 51) provided with a first, or respectively second,
valve opening (43, 53) and a first shut-off element (42), or respectively a second
shut-off element (52) which respectively close or open the first valve opening (43),
or respectively the second valve opening (53), wherein the rotational movement of
the actuating element (130) is converted into an axial movement which is aligned in
one direction or the other of the coupling axis (10) depending on the direction of
rotation of the actuating element (130) and causes the closing movement or opening
movement of the shut-off element (42, 52), and comprising connector coupling parts
(11, 12) connected detachably in a non-rotational and axially secured coupling connection
(16), characterized in that the first shut-off element (42) and the second shut-off element (52) are coupled
together directly and non-rotatably by means of a torque transferring coupling connection
(17), produced by form-locking, and in this coupling interconnection (170) are disposed
rotatable together about the coupling axis (10) and moveable in both directions of
the coupling axis (10) for opening and closing the valve openings (43, 53), wherein
the forced guidance devices (6, 7) comprise control means (61, 64, 71) which depending
on the direction convert the rotational movement of the actuating element (130) into
a screw-roll movement of the shut-off elements (42, 52) in the coupling interconnection
(170), excluding opposing movements of the coupling elements (42, 52), and that the
actuating element (130) is connected only to one of the two shut-off elements (42,
52) for converting the rotational movement of the actuating element (130) into the
screw-roll movement of the shut-off elements (42, 52) being in the coupling interconnection
(170), wherein starting from closed valve positions of the two shut-off elements (42,
52), the screw-roll movement leads in the one axial direction for opening, and in
the other axial direction for closing the valve devices (4, 5).
2. Coupling device according to claim 1, characterized in that the actuating element (130) is a grip sleeve (131) rotatable about the coupling axis
(10) that is disposed on one of the two coupling halves (2, 3).
3. Coupling device according to claim 1 or 2, characterized in that the two coupling halves (2, 3) are formed by a female part and a male part, wherein
the female part has a first coupling housing (21), into which a component of the male
part forming the second coupling housing (31) engages, and wherein the actuating mechanism
(13) is disposed exclusively on the female part.
4. Coupling device according to any one of claims 1 to 3, characterized in that the control means of the first and the second forced guidance device (6, 7), disposed
coaxially with the coupling axis (10), have a first control sleeve (61), or respectively
a second control sleeve (71), which are each equipped on the periphery thereof with
at least a first, or respectively a second control curve (62, 72) for causing the
screw-rolling motion of the shut-off elements (42, 52), wherein the control curves
(62, 72) are formed having the same guidance.
5. Coupling device according to claim 4, characterized in that the forced guidance devices (6, 7) comprise control studs (63, 73) engaging in the
control curves (62, 72), that produce a control connection between the shut-off elements
(42, 52) and the connector coupling parts (11, 12), wherein the connector coupling
parts (11, 12) are securely connected to the associated flow-through elements (41,
51).
6. Coupling device according to claim 4 or 5, characterized in that the control sleeves (611, 711) are components of the connector coupling parts (11,
12), wherein the control sleeves (611, 711) encompass the shut-off elements (42, 52)
(Fig 1A-2C).
7. Coupling device according to claim 6, characterized in that the control sleeves (611, 711) are disposed between housing sleeves (21, 31) of the
coupling halves (2, 3) and the shut-off elements (42, 52).
8. Coupling device according to claim 4 or 5, characterized in that the control sleeves (612, 712) are components of the shut-off elements (42, 52) (Fig.
3A, B).
9. Coupling device according to claim 8, characterized in that the connector coupling parts (11, 12) are formed by a first housing sleeve (22) of
the first coupling half (2), or respectively a second housing half (32) of the second
coupling half (3).
10. Coupling device according to any one of claims 1 to 9, characterized in that the first, and respectively the second, valve device (4, 5) are formed by a first
or respectively second shaft/sleeve valve that for the passage of media comprise a
first, or respectively second, hollow valve shaft (411, 511), formed by the first,
or respectively second, flow-through element (41, 51), and associated a first, or
respectively second, valve sleeve (421, 521) formed by the first, or respectively
second, shut-off element (42, 52), wherein each of the valve shafts (411, 511) can
be connected at the line-side end thereof to the line to be connected, and on the
other coupling-side end thereof is formed closed and on the periphery thereof is formed
with valve openings (43, 53) that depending on the relative axial position of the
valve shafts (411, 511) and the valve sleeve (421, 521) are closed in a sealed manner
on the periphery or are in a sealed pass-through connection by means of at least one
passage (49) formed in one of the valve sleeves (421).
11. Coupling device according to any one of claims 1 to 10, characterized in that the actuating element (130) is connected to a radial drive-control element (631)
that engages in a drive guide track (64), which is formed only in the one coupling
half (2) and produces a peripheral rotary drive only at one of the two shut-off elements
(42, 52).
12. Coupling device according to claim 11, characterized in that the drive guide track (64) is a linear curve (640) that is parallel to the coupling
axis (10).
13. Coupling device according to any one of claims 1 to 12, characterized in that the coupling connection (16) connecting the two connector coupling parts (11, 12)
has a periphery locking edge (164) that is formed on the connector coupling part (11)
of the coupling half (3) that is free of the actuating element (130), that the actuating
element (130) is connected on the coupling-side to radial locking elements (161) that
grasp in the axially secured connection of the two coupling halves (2, 3) behind the
periphery locking edge (164) and are moveably guided thereupon in the peripheral direction,
and that the connector coupling part (11) of the coupling half (2) equipped with the
actuating element (130) has projections (163) on the coupling-side which engage into
recesses (165) of the peripheral locking edge (164) for the non-rotatable connection,
wherein the radial locking elements (161) correspond to the edge recesses (165) such
that they can pass through the edge recesses (165) for producing and releasing the
coupling connection (16).
1. Dispositif (1) d'accouplement formant un raccord sec pour la liaison étanche de conduites
transportant des milieux liquides ou gazeux, comprenant une première moitié (2) de
raccord et une deuxième moitié (3) de raccord, qui définissent un axe (10) d'accouplement
et sont respectivement pourvues d'un mécanisme de soupape formant un premier voire
deuxième mécanisme (4 voire 5) de soupape, lequel comprend un premier voire deuxième
mécanisme (6, 7) de guidage forcé prévu dans la moitié (2, 3) de raccord correspondante
pour son ouverture et sa fermeture, comprenant un mécanisme (13) d'actionnement avec
un élément (130) d'actionnement tournant autour de l'axe (10) d'accouplement pour
actionner les deux mécanismes (6, 7) de guidage forcé, le premier mécanisme (4) de
soupape et le deuxième mécanisme (5) de soupape comprenant un premier voire deuxième
élément (41, 51) d'admission pourvu d'une première voire deuxième ouverture (43, 53)
de soupape et un premier élément (42) d'arrêt voire un deuxième élément (52) d'arrêt,
qui ferme ou ouvre respectivement la première ouverture (43) de soupape voire la deuxième
ouverture (53) de soupape, le mouvement rotatif de l'élément (130) d'actionnement
étant changé en mouvement axial qui, en fonction du sens de rotation de l'élément
(130) d'actionnement, va dans l'une ou l'autre direction de l'axe (10) d'accouplement
et génère le mouvement de fermeture ou le mouvement d'ouverture des éléments d'arrêt
(42, 52), et comprenant des attaches (11, 12) de raccord détachables en accouplement
(16) résistant à la torsion et sécurisé au niveau axial, caractérisé en ce que le premier élément (42) d'arrêt et le deuxième élément (52) d'arrêt sont couplés
directement de manière résistante à la torsion au moyen d'une liaison couplée (17)
transmettant des couples générée par engagement positif et sont prévus pour tourner
ensemble autour de l'axe (10) d'accouplement et être amovibles dans les deux directions
de l'axe (10) d'accouplement pour ouvrir et fermer les ouvertures (43, 53) de soupape
dans ce composé (170) d'accouplement, les mécanismes (6, 7) de guidage forcé comprenant
des moyens (61, 64, 71) de commande qui - exception faite des mouvements opposés des
éléments (42, 52) d'arrêt - transforment le mouvement rotatif de l'élément (130) d'actionnement
en un mouvement de roulis hélicoïdal dépendant de la direction des éléments (42, 52)
d'arrêt présents dans le composé (170) d'accouplement, et en ce que l'élément (130) d'actionnement est uniquement relié à l'un des deux éléments (42,
52) d'arrêt pour changer le mouvement de rotation de l'élément (130) d'actionnement
en le mouvement de roulis hélicoïdal des éléments (42, 52) d'arrêt présents dans le
composé (170) d'accouplement, le mouvement de roulis hélicoïdal dans l'une direction
axiale provoquant - partant des positions de fermeture de soupape des éléments (42,
52) d'arrêt - l'ouverture et, dans le cas contraire, la fermeture des mécanismes (4,
5) de soupape.
2. Dispositif d'accouplement selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément (130) d'actionnement est une douille (131) de préhension prévue pour tourner
autour de l'axe (10) d'accouplement, et disposée sur une des deux moitiés (2, 3) de
raccord.
3. Dispositif d'accouplement selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les deux moitiés (2, 3) de raccord sont formées par une partie femelle voire une
partie mâle, la partie femelle présentant une première coque (21) de raccord dans
laquelle s'engage une deuxième coque (31) de raccord constitutive de la partie mâle,
et le mécanisme (13) d'actionnement se trouvant exclusivement sur la partie femelle.
4. Dispositif d'accouplement selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les moyens de commande des premier et deuxième mécanismes (6, 7) de guidage forcé
présentent une première douille (61) de commande voire une deuxième douille (71) de
commande disposée de manière coaxiale avec l'axe (10) d'accouplement, qui sont respectivement
pourvues d'au moins une première voire deuxième came (62, 72) de commande à leur périphérie
pour générer le mouvement de roulis hélicoïdal des éléments (42, 52) d'arrêt, les
cames (62, 72) de commande étant à guidage similaire.
5. Dispositif d'accouplement selon la revendication 4, caractérisé en ce que les mécanismes (6, 7) de guidage forcé dans les cames (62, 72) de commande présentent
des traverses (63, 73) de commande à engagement, qui assurent une liaison de commande
entre éléments (42, 52) d'arrêt et attaches (11, 12) de raccord, les attaches (11,
12) de raccord étant fixées aux éléments (41, 51) d'admission correspondants.
6. Dispositif d'accouplement selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que les douilles (611, 711) de commande sont constitutives des attaches (11, 12) de raccord,
les douilles (611, 711) de commande entourant les éléments (42, 52) d'arrêt (fig.
1A à 2C).
7. Dispositif d'accouplement selon la revendication 6, caractérisé en ce que les douilles (611, 711) de commande sont situées entre les douilles (21, 31) de coque
des moitiés (2, 3) de raccord et les éléments (42, 52) d'arrêt.
8. Dispositif d'accouplement selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que les douilles (612, 712) de commande sont constitutives des éléments (42, 52) d'arrêt
(fig. 3A, B).
9. Dispositif d'accouplement selon la revendication 8, caractérisé en ce que les attaches (11, 12) de raccord sont formées par une première douille (22) de coque
de la première moitié (2) de raccord voire une deuxième douille (32) de coque de la
deuxième moitié (3) de raccord.
10. Dispositif d'accouplement selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que le premier voire deuxième mécanisme (4, 5) de soupape est constitué par une première
voire deuxième soupape à tige/douille qui, pour laisser passer le milieu, comprend
une première voire deuxième tige (411, 511) de soupape creuse formée par le premier
voire deuxième élément (41, 51) d'admission et une première voire deuxième douille
(421, 521) de soupape correspondante formée par le premier voire deuxième élément
(42, 52) d'arrêt, la tige (411, 511) de soupape étant respectivement raccordable à
son extrémité côté conduite avec la conduite à relier, fermée au bout à son autre
extrémité côté accouplement et formée avec les ouvertures (43, 53) de soupape à sa
périphérie qui, en fonction de la position axiale relative de la tige (411, 511) de
soupape et de la douille (421, 521) de soupape, sont fermées ou mises en liaison de
transit étanche par au moins un passage (49) formé sur une des douilles (421) de soupape.
11. Dispositif d'accouplement selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que l'élément (130) d'actionnement est relié à un élément (631) de commande entraîneur
radial qui s'engage dans une glissière (64) d'entraînement formée uniquement dans
l'une moitié (2) de raccord et génère un entraînement périphérique rotatif uniquement
sur l'un des deux éléments (42, 52) d'arrêt.
12. Dispositif d'accouplement selon la revendication 11, caractérisé en ce que la glissière (64) d'entraînement est une came linéaire (640) parallèle à l'axe (10)
d'accouplement.
13. Dispositif d'accouplement selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que l'accouplement (16) des deux attaches (11, 12) de raccord présente un bord (164)
de fermeture périphérique formé sur l'attache (11) de raccord de la première moitié
(3) de raccord indépendante de l'élément (130) d'actionnement, en ce que l'élément (130) d'actionnement est relié côté accouplement à des éléments (161) de
fermeture radiaux qui assurent la liaison axiale sécurisée des deux moitiés (2, 3)
de raccord derrière le bord (164) de fermeture périphérique et sont prévus mobiles
dans le sens de la circonférence, et en ce que l'attache (11) de raccord de la moitié (2) de raccord pourvue de l'élément (130)
d'actionnement présente côté accouplement des parties saillantes (163) qui s'engagent
dans des creux (165) du bord (164) de fermeture périphérique pour une liaison résistante
à la torsion, les éléments (161) de fermeture radiale correspondant avec les creux
(165) du bord de manière à pouvoir s'insérer dans les creux (165) du bord pour faire
et défaire l'accouplement (16).