(19)
(11) EP 2 350 249 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
16.04.2014  Patentblatt  2014/16

(21) Anmeldenummer: 09781452.9

(22) Anmeldetag:  04.08.2009
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
C11D 3/20(2006.01)
C11D 3/37(2006.01)
C11D 3/36(2006.01)
C11D 3/386(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2009/060070
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2010/049187 (06.05.2010 Gazette  2010/18)

(54)

MASCHINELLES GESCHIRRSPÜLMITTEL

DISHWASHER DETERGENT

AGENT DE LAVAGE POUR LAVE-VAISSELLE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 31.10.2008 DE 102008054116
18.12.2008 DE 102008062773

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
03.08.2011  Patentblatt  2011/31

(73) Patentinhaber: Henkel AG & Co. KGaA
40589 Düsseldorf (DE)

(72) Erfinder:
  • SENDOR-MÜLLER, Dorota
    40589 Düsseldorf (DE)
  • ZIPFEL, Johannes
    40593 Düsseldorf (DE)
  • KESSLER, Arnd
    40789 Monheim am Rhein (DE)
  • NITSCH, Christian
    40591 Düsseldorf (DE)
  • MÜLLER, Sven
    47051 Duisburg (DE)
  • WICK, Wolfgang
    41542 Dormagen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 530 635
WO-A-95/20030
US-B1- 6 310 023
EP-A- 0 851 024
WO-A-2008/095554
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Anmeldung beschreibt maschinelle Geschirrspülmittel, maschinelle Geschirrspülverfahren unter Einsatz dieser Geschirrspülmittel sowie die Verwendung dieser Geschirrspülmittel zur Verbesserung der Teereinigung beim maschinellen Geschirrspülen.

    [0002] An maschinell gespültes Geschirr werden häufig höhere Anforderungen gestellt als an manuell gespültes Geschirr. So wird auch ein auf den ersten Blick von Speiseresten völlig gereinigtes Geschirr dann als nicht einwandfrei bewertet, wenn es nach dem maschinellen Geschirrspülen noch Verfärbungen aufweist, die beispielsweise auf der Anlagerung pflanzlicher Farbstoffe auf der Geschirroberfläche beruhen.

    [0003] Um fleckenloses Geschirr zu erhalten, werden in maschinellen Geschirrspülmitteln Bleichmittel eingesetzt. Zur Aktivierung dieser Bleichmittel und um beim Reinigen bei Temperaturen von 60 °C und darunter eine verbesserte Bleichwirkung zu erreichen, enthalten maschinelle Geschirrspülmittel in der Regel weiterhin Bleichaktivatoren oder Bleichkatalysatoren, wobei sich insbesondere die Bleichkatalysatoren als besonders wirkungsvoll erwiesen haben.

    [0004] Dem Einsatz dieser Bleichmittel sind aufgrund von Unverträglichkeiten mit anderen wasch- oder reinigungsaktiven Inhaltsstoffen, wie beispielsweise Enzymen, oder aufgrund von Stabilitätsproblemen bei der Lagerung Bleichmittel-haltiger Wasch- und Reinigungsmittel Grenzen gesetzt. Dies gilt insbesondere auch für flüssige Wasch- oder Reinigungsmittel.

    [0005] Eine technische Möglichkeit, die Reinigungsleistung von maschinellen Geschirrspülmitteln, insbesondere Bleichmittel-freien, maschinellen Geschirrspülmitteln zu verbessern, besteht in der Erhöhung der Alkalität dieser Mittel. Während jedoch einerseits mit steigender Alkalität die Reinigungsleistung von maschinellen Geschirrspülmitteln zunimmt, verursachen stark alkalische Reiniger andererseits auch Schäden in der Silikatstruktur von Gläsern und können bei Hautkontakt starke Reizungen auslösen.

    [0006] Als besonders wirkungsvolle Gerüststoffe zur Erhöhung der Alkalität haben sich die Alkalimetallphosphate erwiesen, die aus diesem Grund den Hauptbestandteil der überwiegenden Zahl kommerziell erhältlicher maschineller Geschirrspülmittel bilden.

    [0007] Während die Phosphate im Hinblick auf ihre vorteilhafte Wirkung als Bestandteil maschineller Geschirrspülmittel sehr geschätzt werden, ist ihr Einsatz unter dem Blickwinkel des Umweltschutzes nicht unproblematisch, da ein wesentlicher Teil des Phosphats über das Haushaltsabwasser in die Gewässer gelangt und insbesondere in stehenden Gewässern (Seen, Staustufen) eine bedenkliche Rolle bei deren Überdüngung spielt. Als Folge dieses auch als Eutrophierung bezeichneten Phänomens wurde die Verwendung von Pentanatriumtriphosphat in Textilwaschmitteln in etlichen Ländern, z.B. USA, Kanada, Italien, Schweden, Norwegen, durch gesetzliche Vorschriften beträchtlich reduziert u. in der Schweiz gänzlich untersagt. In Deutschland dürfen Waschmittel seit 1984 höchstens noch 20% dieses Gerüststoffes enthalten.

    [0008] Eine Begrenzung der Alkalität ebenso wie des Phosphatgehalts der maschinellen Geschirrspülmittel ist also aus Sicht des Anwenders und im Hinblick auf eine nachhaltige Produktentwicklung wünschenswert.

    [0009] Dieser Anmeldung lag daher die Aufgabe zugrunde, ein Reinigungsmittel für die Geschirreinigung bereitzustellen, das sich gegenüber herkömmlichen Geschirreinigungsmitteln auch bei Niedrigtemperatur-Reinigungsgängen bzw. bei Reinigungsgängen mit geringem Wasserverbrauch durch eine verbesserte Reinigungsleistung auszeichnet. Insbesondere sollte das Geschirreinigungsmittel trotz Phosphat- und Bleichmittelfreiheit durch eine gute Reinigungsleistung auszeichnen, wobei eine verbesserte Reinigungsleistung, beispielsweise gegenüber bleichbaren Anschmutzungen bevorzugt wäre, ohne gleichzeitig eine erhöhte Schädigung von Glas- oder Keramikoberflächen zu bewirken. Zu den bleichbaren Anschmutzungen zählen dabei beispielsweise Anschmutzungen durch Tee oder pflanzliche Farbstoffe beispielsweise aus Gemüse oder Obst.

    [0010] Überraschenderweise wurde festgestellt, dass die vorgenannte Aufgabe in einer Citrat-basierten, Grundrezeptur durch den Einsatz spezifischer Polymere gelöst werden kann.

    [0011] Ein erster Gegenstand dieser Anmeldung ist ein niederalkalisches, Phosphat- und Bleichmittel-freies maschinelles Geschirrspülmittel mit einem pH-Wert (10%-ige Lösung; 20°C) zwischen 8 und 12, enthaltend:
    1. a) 10 bis 60 Gew.-% Citrat
    2. b) 2,0 bis 30 Gew.-% anionisches Polymer, umfassend ungesättigte Dicarbonsäure(n) B,
    dadurch gekennzeichnet, dass das maschinelle Geschirrspülmittel kein Silikat enthält.

    [0012] Die erfindungsgemäßen maschinellen Geschirrspülmittel sind niederalkalisch. Bevorzugte erfindungsgemäße maschinelle Geschirrspülmittel sind dadurch gekennzeichnet, dass das maschinelle Geschirrspülmittel einen pH-Wert (10%-ige Lösung; 20°C) zwischen 9 und 11,5, vorzugsweise zwischen 9,5 und 11,5, insbesondere zwischen 10,0 und 11,0 aufweist.

    [0013] Ein erster wesentlicher Bestandteil erfindungsgemäßer Mittel ist das Citrat. Die Bezeichnung "Citrat" umfasst dabei ebenso die Citronensäure wie auch deren Salze, insbesondere deren

    [0014] Alkalimetallsalze. Besonders bevorzugte erfindungsgemäße maschinelle Geschirrspülmittel enthalten Citrat, vorzugsweise Natriumcitrat, in Mengen von 12 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise 15 bis 40 Gew.-% und insbesondere 15 bis 30 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht des maschinellen Geschirrspülmittels. Citrat bzw. Citronensäure haben sich gegenüber anderen Gerüststoffen in Kombination mit dem anionischen Copolymer in Bezug auf die Teereinigung als besonders wirksam erwiesen.

    [0015] Einige beispielhafte Rezepturen für bevorzugte erfindungsgemäße maschinelle Geschirrspülmittel können den nachfolgenden Tabelle 1a und 1 b entnommen werden:
    Inhaltsstoff Rezeptur 1a [Gew.-%] Rezeptur 2a [Gew.-%] Rezeptur 3a [Gew.-%] Rezeptur 4a [Gew.-%]
    Citrat 12 bis 50 15 bis 40 12 bis 50 15 bis 40
    Anionisches Copolymer1 2,0 bis 30 2,0 bis 30 2,0 bis 30 2,0 bis 30
    Silikat -- * -- -- --
    Phosphat -- -- -- --
    Bleichmittel -- -- -- --
    Misc Add 100 Add 100 Add 100 Add 100
    pH (10%-ige Lsg.; 20°C) 8 bis 12 8 bis 12 9 bis 11,5  
             
    Inhaltsstoff Rezeptur 1b [Gew.-%] Rezeptur 2b [Gew.-%] Rezeptur 3b [Gew.-%] Rezeptur 4b [Gew.-%]
    Citrat 12 bis 50 15 bis 40 12 bis 50 15 bis 40
    Maleinsäure Homopolymer 2,0 bis 30 2,0 bis 30 2,0 bis 30 2,0 bis 30
    Phosphat -- * -- -- --
    Bleichmittel -- -- -- --
    Misc Add 100 Add 100 Add 100 Add 100
    pH (10%-ige Lsg.; 20°C) 8 bis 12 8 bis 12 9 bis 11,5 9 bis 11,5
    1 anionisches Copolymer, umfassend ungesättigte Monocarbonsäure(n) A und ungesättigte Dicarbonsäure(n) B
    * "--"bedeutet in dieser, wie in allen nachfolgenden Tabellen: die Rezeptur ist frei von diesem Bestandteil


    [0016] Die erfindungsgemäßen maschinellen Geschirrspülmittel können neben den Citraten zusätzliche Gerüststoffe, insbesondere Carbonate oder organische Cobuilder enthalten.

    [0017] Besonders bevorzugt ist der Einsatz von Carbonat(en) und/oder Hydrogencarbonat(en), vorzugsweise Alkalicarbonat(en), besonders bevorzugt Natriumcarbonat, in Mengen von 5 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise von 10 bis 40 Gew.-% und insbesondere von 15 bis 30 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gewicht des maschinellen Geschirrspülmittels.

    [0018] Erfindungsgemäße maschinelle Geschirrspülmittel sind Silikat-frei.

    [0019] Einige beispielhafte Rezepturen für bevorzugte erfindungsgemäße maschinelle Geschirrspülmittel können den nachfolgenden Tabellen 2a und 2b entnommen werden:
    Inhaltsstoff Rezeptur 1a [Gew.-%] Rezeptur 2a [Gew.-%] Rezeptur 3a [Gew.-%] Rezeptur 4a [Gew.-%]
    Citrat 12 bis 50 15 bis 40 12 bis 50 15 bis 40
    Anionisches Copolymer1 2,0 bis 30 2,0 bis 30 2,0 bis 30 2,0 bis 30
    Carbonat 5 bis 50 10 bis 40 5 bis 50 10 bis 40
    Silikat -- -- -- --
    Phosphat -- -- -- --
    Bleichmittel -- -- -- --
    Misc Add 100 Add 100 Add 100 Add 100
    pH (10%-ige Lsg.; 20°C) 8 bis 12 8 bis 12 9 bis 11,5 9 bis 11,5
             
    Inhaltsstoff Rezeptur 1b [Gew.-%] Rezeptur 2b [Gew.-%] Rezeptur 3b [Gew.-%] Rezeptur 4b [Gew.-%]
    Citrat 12 bis 50 15 bis 40 12 bis 50 15 bis 40
    Maleinsäure Homopolymer 2,0 bis 30 2,0 bis 30 2,0 bis 30 2,0 bis 30
    Carbonat 5 bis 50 10 bis 40 5 bis 50 10 bis 40
    Silikat -- -- -- --
    Phosphat -- -- -- --
    Bleichmittel -- -- -- --
    Misc Add 100 Add 100 Add 100 Add 100
    pH (10%-ige Lsg.; 20°C) 8 bis 12 8 bis 12 9 bis 11,5 9 bis 11,5
    1 anionisches Copolymer, umfassend ungesättigte Monocarbonsäure(n) A und ungesättigte Dicarbonsäure(n) B


    [0020] Als organische Cobuilder sind insbesondere Polycarboxylate / Polycarbonsäuren, Dextrine und Phosphonate zu nennen. Diese Stoffklassen werden nachfolgend beschrieben.

    [0021] Brauchbare organische Gerüstsubstanzen sind beispielsweise die in Form der freien Säure und/oder ihrer Natriumsalze einsetzbaren Polycarbonsäuren, wobei unter Polycarbonsäuren solche Carbonsäuren verstanden werden, die mehr als eine Säurefunktion tragen. Beispielsweise sind dies Adipinsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Äpfelsäure, Weinsäure, Maleinsäure, Fumarsäure, Zuckersäuren, Aminocarbonsäuren, Nitrilotriessigsäure (NTA), sofern ein derartiger Einsatz aus ökologischen Gründen nicht zu beanstanden ist, sowie Mischungen aus diesen. Die freien Säuren besitzen neben ihrer Builderwirkung typischerweise auch die Eigenschaft einer Säuerungskomponente und dienen somit auch zur Einstellung eines niedrigeren und milderen pH-Wertes von Wasch- oder Reinigungsmitteln. Insbesondere sind hierbei Bernsteinsäure, Glutarsäure, Adipinsäure, Gluconsäure und beliebige Mischungen aus diesen zu nennen.

    [0022] Die komplexbildenden Phosphonate umfassen neben der 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure eine Reihe unterschiedlicher Verbindungen wie beispielsweise Diethylentriaminpenta(methylenphosphonsäure) (DTPMP). In dieser Anmeldung bevorzugt sind insbesondere Hydroxyalkan- bzw. Aminoalkanphosphonate. Unter den Hydroxyalkanphosphonaten ist das 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonat (HEDP) von besonderer Bedeutung als Cobuilder. Es wird vorzugsweise als Natriumsalz eingesetzt, wobei das Dinatriumsalz neutral und das Tetranatriumsalz alkalisch (pH 9) reagiert. Als Aminoalkanphosphonate kommen vorzugsweise Ethylendiamintetramethylenphosphonat (EDTMP), Diethylentriaminpentamethylenphosphonat (DTPMP) sowie deren höhere Homologe in Frage. Sie werden vorzugsweise in Form der neutral reagierenden Natriumsalze, z. B. als Hexanatriumsalz der EDTMP bzw. als Hepta- und Octa-Natriumsalz der DTPMP, eingesetzt. Als Builder wird dabei aus der Klasse der Phosphonate bevorzugt HEDP verwendet. Die Aminoalkanphosphonate besitzen zudem ein ausgeprägtes Schwermetallbindevermögen. Dementsprechend kann es, insbesondere wenn die Mittel auch Bleiche enthalten, bevorzugt sein, Aminoalkanphosphonate, insbesondere DTPMP, einzusetzen, oder Mischungen aus den genannten Phosphonaten zu verwenden.

    [0023] Ein im Rahmen dieser Anmeldung bevorzugtes maschinelles Geschirrspülmittel enthält ein oder mehrere Phosphonat(e) aus der Gruppe
    1. a) Aminotrimethylenphosphonsäure (ATMP) und/oder deren Salze;
    2. b) Ethylendiamintetra(methylenphosphonsäure) (EDTMP) und/oder deren Salze;
    3. c) Diethylentriaminpenta(methylenphosphonsäure) (DTPMP) und/oder deren Salze;
    4. d) 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure (HEDP) und/oder deren Salze;
    5. e) 2-Phosphonobutan-1,2,4-tricarbonsäure (PBTC) und/oder deren Salze;
    6. f) Hexamethylendiamintetra(methylenphosphonsäure) (HDTMP) und/oder deren Salze;
    7. g) Nitrilotri(methylenphosphonsäure) (NTMP) und/oder deren Salze.


    [0024] Besonders bevorzugt werden maschinelle Geschirrspülmittel, welche als Phosphonate 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure (HEDP) oder Diethylentriaminpenta(methylenphosphonsäure) (DTPMP) enthalten.

    [0025] Selbstverständlich können die erfindungsgemäßen maschinellen Geschirrspülmittel zwei oder mehr unterschiedliche Phosphonate enthalten.

    [0026] Der Gewichtsanteil der Phosphonate am Gesamtgewicht erfindungsgemäßer maschineller Geschirrspülmittel beträgt vorzugsweise 1 bis 8 Gew.-%, vorzugsweise 1,2 bis 6 Gew.-% und insbesondere 1,5 bis 4 Gew.-%.

    [0027] Einige beispielhafte Rezepturen für bevorzugte erfindungsgemäße maschinelle Geschirrspülmittel können den nachfolgenden Tabellen 3a und 3b entnommen werden:
    Inhaltsstoff Rezeptur 1a [Gew.-%] Rezeptur 2a [Gew.-%] Rezeptur 3a [Gew.-%] Rezeptur 4a [Gew.-%]
    Citrat 12 bis 50 15 bis 40 12 bis 50 15 bis 40
    Anionisches Copolymer1 2,0 bis 30 2,0 bis 30 2,0 bis 30 2,0 bis 30
    Carbonat 5 bis 50 10 bis 30 5 bis 50 10 bis 30
    Phosphonat 1 bis 8 1 bis 8 1,2 bis 6 1,2 bis 6
    Silikat -- -- -- --
    Phosphat -- -- -- --
    Bleichmittel -- -- -- --
    Misc Add 100 Add 100 Add 100 Add 100
    pH (10%-ige Lsg.; 20°C) 8 bis 12 8 bis 12 8 bis 12 8 bis 12
             
    Inhaltsstoff Rezeptur 1b [Gew.-%] Rezeptur 2b [Gew.-%] Rezeptur 3b [Gew.-%] Rezeptur 4b [Gew.-%]
    Citrat 12 bis 50 15 bis 40 12 bis 50 15 bis 40
    Maleinsäure Homopolymer 2,0 bis 30 2,0 bis 30 2,0 bis 30 2,0 bis 30
    Carbonat 5 bis 50 10 bis 30 5 bis 50 10 bis 30
    Phosphonat 1 bis 8 1 bis 8 1,2 bis 6 1,2 bis 6
    Silikat -- -- -- --
    Phosphat -- -- -- --
    Bleichmittel -- -- -- --
    Misc Add 100 Add 100 Add 100 Add 100
    pH (10%-ige Lsg.; 20°C) 8 bis 12 8 bis 12 8 bis 12 8 bis 12
    1 anionisches Copolymer, umfassend ungesättigte Monocarbonsäure(n) A und ungesättigte Dicarbonsäure(n) B


    [0028] Ein zweiter wesentlicher Bestandteil erfindungsgemäßer Mittel ist das anionische Polymer b), umfassend ungesättigte Dicarbonsäure(n) B. In einer ersten bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei diesem anionischen Polymer um ein anionisches Copolymer, umfassend ungesättigte Monound Dicarbonsäuren.

    [0029] Ein weiterer bevorzugter Gegenstand dieser Anmeldung ist ein niederalkalisches, Phosphat-, Silikat- und Bleichmittel-freies maschinelles Geschirrspülmittel mit einem pH-Wert (10%-ige Lösung; 20°C) zwischen 8 und 12, enthaltend:
    1. a) 10 bis 60 Gew.-% Citrat
    2. b) 2,0 bis 30 Gew.-% anionisches Copolymer, umfassend
      1. i) ungesättigte Monocarbonsäure(n) A
      2. ii) ungesättigte Dicarbonsäure(n) B.


    [0030] Der Einsatz des anionischen Copolymers b), umfassend ungesättigte Monocarbonsäure(n) A und ungesättigte Dicarbonsäure(n) B hat sich in Bezug auf die mit den erfindungsgemäßen Mitteln erzielte Teereinigung als einfachen Homopolymeren ungesättigter Monocarbonsäuren oder Copolymeren ungesättigter Monocarbonsäuren mit anderen Monomeren als den ungesättigten Dicarbonsäure überlegen erwiesen.

    [0031] Bevorzugte erfindungsgemäße maschinelle Geschirrspülmittel sind dadurch gekennzeichnet, dass das maschinelle Geschirrspülmittel als anionisches Polymer b) ein Copolymer, umfassend
    1. i) 50 bis 90 Gew.-% ungesättigte Monocarbonsäure(n) A
    2. ii) 10 bis 50 Gew.-% ungesättigte Dicarbonsäure(n) B.
    enthält.

    [0032] Geeignet sind insbesondere Copolymere der Acrylsäure oder Methacrylsäure mit Maleinsäure. Als besonders geeignet haben sich Copolymere der Acrylsäure mit Maleinsäure erwiesen, wobei bevorzugte Copolymere 50 bis 90 Gew.-% Acrylsäure und 50 bis 10 Gew.-% Maleinsäure enthalten. Die relative Molekülmasse, bezogen auf freie Säuren, beträgt im allgemeinen 2000 bis 70000 g/mol, vorzugsweise 20000 bis 50000 g/mol und insbesondere 30000 bis 40000 g/mol.

    [0033] Bevorzugte erfindungsgemäße maschinelle Geschirrspülmittel sind dadurch gekennzeichnet, dass das maschinelle Geschirrspülmittel als anionisches Polymer b) ein Copolymer, umfassend
    1. i) 50 bis 90 Gew.-% Acrylsäure
    2. ii) 10 bis 50 Gew.-% Maleinsäure
    enthält.

    [0034] Alternativ zu den zuvor beschriebenen Copolymeren, umfassend ungesättigte Mono- und Dicarbonsäuren können als anionische Polymere b) auch Homopolymere von Dicarbonsäuren eingesetzt werden, wobei Homopolymere der Maleinsäure besonders bevorzugt werden.

    [0035] Ein weiterer bevorzugter Gegenstand dieser Anmeldung ist ein niederalkalisches, Phosphat-, Silikat- und Bleichmittel-freies maschinelles Geschirrspülmittel mit einem pH-Wert (10%-ige Lösung; 20°C) zwischen 8 und 12, enthaltend:
    1. a) 10 bis 60 Gew.-% Citrat
    2. b) 2,0 bis 30 Gew.-% Maleinsäure Homopolymer


    [0036] Die relative Molekülmasse bevorzugter Maleinsäure Homopolymere beträgt, bezogen auf freie Säuren, zwischen 2000 bis 70000 g/mol, vorzugsweise 4000 bis 50000 g/mol und insbesondere 6000 bis 40000 g/mol.

    [0037] Die anionischen Copolymere b) können in den erfindungsgemäßen maschinellen Geschirrspülmittels beispielsweise als Pulver oder als wässrige Lösung eingesetzt werden.

    [0038] Der Gewichtsanteil des anionischen Polymers b) am Gesamtgewicht erfindungsgemäßer maschineller Geschirrspülmittel beträgt vorzugsweise 2,0 bis 20 Gew.-%, bevorzugt 2,5 bis 15 Gew.-% und insbesondere 2,5 bis 10 Gew.-%.

    [0039] Einige beispielhafte Rezepturen für bevorzugte erfindungsgemäße maschinelle Geschirrspülmittel können den nachfolgenden Tabellen 4a bis 4d entnommen werden:
    Inhaltsstoff Rezeptur 1a [Gew.-%] Rezeptur 2a [Gew.-%] Rezeptur 3a [Gew.-%] Rezeptur 4a [Gew.-%]
    Citrat 12 bis 50 15 bis 40 12 bis 50 15 bis 40
    Anionisches Copolymer1 2,0 bis 20 2,0 bis 20 2,5 bis 10 2,5 bis 10
    Carbonat 0 bis 50 0 bis 30 0 bis 30 0 bis 30
    Phosphonat 0 bis 8 0 bis 8 0 bis 8 0 bis 8
    Silikat -- -- -- --
    Phosphat -- -- -- --
    Bleichmittel -- -- -- --
    Misc Add 100 Add 100 Add 100 Add 100
    pH (10%-ige Lsg.; 20°C) 8 bis 12 8 bis 12 8 bis 12 8 bis 12
    Inhaltsstoff Rezeptur 1b [Gew.-%] Rezeptur 2b [Gew.-%] Rezeptur 3b [Gew.-%] Rezeptur 4b [Gew.-%]
    Citrat 12 bis 50 15 bis 40 12 bis 50 15 bis 40
    Anionisches Copolymer1 2,0 bis 20 2,0 bis 20 2,5 bis 10 2,5 bis 10
    Carbonat 5 bis 50 10 bis 30 5 bis 50 10 bis 30
    Phosphonat 1 bis 8 1 bis 8 1,2 bis 6 1,2 bis 6
    Silikat -- -- -- --
    Phosphat -- -- -- --
    Bleichmittel -- -- -- --
    Misc Add 100 Add 100 Add 100 Add 100
    pH (10%-ige Lsg.; 20°C) 8 bis 12 8 bis 12 8 bis 12 8 bis 12
    1 anionisches Polymer b) ein Copolymer, umfassend 50 bis 90 Gew.-% Acrylsäure und 10 bis 50 Gew.-% Maleinsäure
    Inhaltsstoff Rezeptur 1c [Gew.-%] Rezeptur 2c [Gew.-%] Rezeptur 3c [Gew.-%] Rezeptur 4c [Gew.-%]
    Citrat 12 bis 50 15 bis 40 12 bis 50 15 bis 40
    Maleinsäure Homopolymer 2,0 bis 20 2,0 bis 20 2,5 bis 10 2,5 bis 10
    Carbonat 0 bis 50 0 bis 30 0 bis 30 0 bis 30
    Phosphonat 0 bis 8 0 bis 8 0 bis 8 0 bis 8
    Silikat -- -- -- --
    Phosphat -- -- -- --
    Bleichmittel -- -- -- --
    Misc Add 100 Add 100 Add 100 Add 100
    pH (10%-ige Lsg.; 20°C) 8 bis 12 8 bis 12 8 bis 12 8 bis 12
             
    Inhaltsstoff Rezeptur 1d [Gew.-%] Rezeptur 2d [Gew.-%] Rezeptur 3d [Gew.-%] Rezeptur 4d [Gew.-%]
    Citrat 12 bis 50 15 bis 40 12 bis 50 15 bis 40
    Maleinsäure Homopolymer 2,0 bis 20 2,0 bis 20 2,5 bis 10 2,5 bis 10
    Carbonat 5 bis 50 10 bis 30 5 bis 50 10 bis 30
    Phosphonat 1 bis 8 1 bis 8 1,2 bis 6 1,2 bis 6
    Silikat -- -- -- --
    Phosphat -- -- -- --
    Bleichmittel -- -- -- --
    Misc Add 100 Add 100 Add 100 Add 100
    pH (10%-ige Lsg.; 20°C) 8 bis 12 8 bis 12 8 bis 12 8 bis 12


    [0040] Neben den zuvor beschriebenen Inhaltsstoffen können die erfindungsgemäßen Mittel weitere wasch- oder reinigungsaktive Substanzen, vorzugsweise aus der Gruppe der Tenside, Enzyme, organischen Lösungsmittel, der Glaskorrosionsinhibitoren, Korrosionsinhibitoren, Duftstoffe und Parfümträger enthalten. Diese bevorzugten Inhaltsstoffe werden in der Folge näher beschrieben.

    [0041] Als nichtionische Tenside können grundsätzlich alle dem Fachmann bekannten nichtionischen Tenside eingesetzt werden. Als nichtionische Tenside eignen sich beispielsweise Alkylglykoside der allgemeinen Formel RO(G)x, in der R einem primären geradkettigen oder methylverzweigten, insbesondere in 2-Stellung methylverzweigten aliphatischen Rest mit 8 bis 22, vorzugsweise 12 bis 18 C-Atomen entspricht und G das Symbol ist, das für eine Glykoseeinheit mit 5 oder 6 C-Atomen, vorzugsweise für Glucose, steht. Der Oligomerisierungsgrad x, der die Verteilung von Monoglykosiden und Oligoglykosiden angibt, ist eine beliebige Zahl zwischen 1 und 10; vorzugsweise liegt x bei 1,2 bis 1,4.

    [0042] Auch nichtionische Tenside vom Typ der Aminoxide, beispielsweise N-Kokosalkyl-N,N-dimethylaminoxid und N-Talgalkyl-N,N-dihydroxyethylaminoxid, und der Fettsäurealkanolamide können geeignet sein. Die Menge dieser nichtionischen Tenside beträgt vorzugsweise nicht mehr als die der ethoxylierten Fettalkohole, insbesondere nicht mehr als die Hälfte davon.

    [0043] Eine weitere Klasse bevorzugt eingesetzter nichtionischer Tenside, die entweder als alleiniges nichtionisches Tensid oder in Kombination mit anderen nichtionischen Tensiden eingesetzt werden, sind alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte oder ethoxylierte und propoxylierte Fettsäurealkylester, vorzugsweise mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen in der Alkylkette.

    [0044] Als bevorzugte Tenside werden schwachschäumende nichtionische Tenside eingesetzt. Mit besonderem Vorzug enthalten Wasch- oder Reinigungsmittel, insbesondere Reinigungsmittel für das maschinelle Geschirrspülen, nichtionische Tenside aus der Gruppe der alkoxylierten Alkohole. Als nichtionische Tenside werden vorzugsweise alkoxylierte, vorteilhafterweise ethoxylierte, insbesondere primäre Alkohole mit vorzugsweise 8 bis 18 C-Atomen und durchschnittlich 1 bis 12 Mol Ethylenoxid (EO) pro Mol Alkohol eingesetzt, in denen der Alkoholrest linear oder bevorzugt in 2-Stellung methylverzweigt sein kann bzw. lineare und methylverzweigte Reste im Gemisch enthalten kann, so wie sie üblicherweise in Oxoalkoholresten vorliegen. Insbesondere sind jedoch Alkoholethoxylate mit linearen Resten aus Alkoholen nativen Ursprungs mit 12 bis 18 C-Atomen, z.B. aus Kokos-, Palm-, Talgfettoder Oleylalkohol, und durchschnittlich 2 bis 8 Mol EO pro Mol Alkohol bevorzugt. Zu den bevorzugten ethoxylierten Alkoholen gehören beispielsweise C12-14-Alkohole mit 3 EO oder 4 EO, C9-11-Alkohol mit 7 EO, C13-15-Alkohole mit 3 EO, 5 EO, 7 EO oder 8 EO, C12-18-Alkohole mit 3 EO, 5 EO oder 7 EO und Mischungen aus diesen, wie Mischungen aus C12-14-Alkohol mit 3 EO und C12-18-Alkohol mit 5 EO. Die angegebenen Ethoxylierungsgrade stellen statistische Mittelwerte dar, die für ein spezielles Produkt einer ganzen oder einer gebrochenen Zahl entsprechen können. Bevorzugte Alkoholethoxylate weisen eine eingeengte Homologenverteilung auf (narrow range ethoxylates, NRE). Zusätzlich zu diesen nichtionischen Tensiden können auch Fettalkohole mit mehr als 12 EO eingesetzt werden. Beispiele hierfür sind Talgfettalkohol mit 14 EO, 25 EO, 30 EO oder 40 EO.

    [0045] Mit besonderem Vorzug werden daher ethoxylierte Niotenside, die aus C6-20-Monohydroxyalkanolen oder C6-20-Alkylphenolen oder C16-20-Fettalkoholen und mehr als 12 Mol, vorzugsweise mehr als 15 Mol und insbesondere mehr als 20 Mol Ethylenoxid pro Mol Alkohol gewonnen wurden, eingesetzt. Ein besonders bevorzugtes Niotensid wird aus einem geradkettigen Fettalkohol mit 16 bis 20 Kohlenstoffatomen (C16-20-Alkohol), vorzugsweise einem C18-Alkohol und mindestens 12 Mol, vorzugsweise mindestens 15 Mol und insbesondere mindestens 20 Mol Ethylenoxid gewonnen. Hierunter sind die sogenannten "narrow range ethoxylates" besonders bevorzugt.

    [0046] Insbesondere bevorzugt sind nichtionische Tenside, die einen Schmelzpunkt oberhalb Raumtemperatur aufweisen. Nichtionische(s) Tensid(e) mit einem Schmelzpunkt oberhalb von 20°C, vorzugsweise oberhalb von 25°C, besonders bevorzugt zwischen 25 und 60°C und insbesondere zwischen 26,6 und 43,3°C, ist/sind besonders bevorzugt.

    [0047] Niotenside aus der Gruppe der alkoxylierten Alkohole, besonders bevorzugt aus der Gruppe der gemischt alkoxylierten Alkohole und insbesondere aus der Gruppe der EO-AO-EO-Niotenside, werden ebenfalls mit besonderem Vorzug eingesetzt.

    [0048] Das bei Raumtemperatur feste Niotensid besitzt vorzugsweise Propylenoxideinheiten im Molekül. Vorzugsweise machen solche PO-Einheiten bis zu 25 Gew.-%, besonders bevorzugt bis zu 20 Gew.-% und insbesondere bis zu 15 Gew.-% der gesamten Molmasse des nichtionischen Tensids aus. Besonders bevorzugte nichtionische Tenside sind ethoxylierte Monohydroxyalkanole oder Alkylphenole, die zusätzlich Polyoxyethylen-Polyoxypropylen Blockcopolymereinheiten aufweisen. Der Alkohol- bzw. Alkylphenolanteil solcher Niotensidmoleküle macht dabei vorzugsweise mehr als 30 Gew.-%, besonders bevorzugt mehr als 50 Gew.-% und insbesondere mehr als 70 Gew.-% der gesamten Molmasse solcher Niotenside aus. Bevorzugte Mittel sind dadurch gekennzeichnet, dass sie ethoxylierte und propoxylierte Niotenside enthalten, bei denen die Propylenoxideinheiten im Molekül bis zu 25 Gew.-%, bevorzugt bis zu 20 Gew.-% und insbesondere bis zu 15 Gew.-% der gesamten Molmasse des nichtionischen Tensids ausmachen.

    [0049] Bevorzugt einzusetzende Tenside stammen aus den Gruppen der alkoxylierten Niotenside, insbesondere der ethoxylierten primären Alkohole und Mischungen dieser Tenside mit strukturell komplizierter aufgebauten Tensiden wie Polyoxypropylen/Polyoxyethylen/Polyoxypropylen ((PO/EO/PO)-Tenside). Solche (PO/EO/PO)-Niotenside zeichnen sich darüber hinaus durch gute Schaumkontrolle aus.

    [0050] Weitere besonders bevorzugt einzusetzende Niotenside mit Schmelzpunkten oberhalb Raumtemperatur enthalten 40 bis 70% eines Polyoxypropylen/Polyoxyethylen/Polyoxypropylen-Blockpolymerblends, der 75 Gew.-% eines umgekehrten Block-Copolymers von Polyoxyethylen und Polyoxypropylen mit 17 Mol Ethylenoxid und 44 Mol Propylenoxid und 25 Gew.-% eines Block-Copolymers von Polyoxyethylen und Polyoxypropylen, initiiert mit Trimethylolpropan und enthaltend 24 Mol Ethylenoxid und 99 Mol Propylenoxid pro Mol Trimethylolpropan, enthält.

    [0051] Als besonders bevorzugte Niotenside haben sich im Rahmen der vorliegenden Erfindung schwachschäumende Niotenside erwiesen, welche alternierende Ethylenoxid- und Alkylenoxideinheiten aufweisen. Unter diesen sind wiederum Tenside mit EO-AO-EO-AO-Blöcken bevorzugt, wobei jeweils eine bis zehn EO- bzw. AO-Gruppen aneinander gebunden sind, bevor ein Block aus den jeweils anderen Gruppen folgt. Hier sind nichionische Tenside der allgemeinen Formel

    bevorzugt, in der R1 für einen geradkettigen oder verzweigten, gesättigten oder ein- bzw. mehrfach ungesättigten C6-24-Alkyl- oder -Alkenylrest steht; jede Gruppe R2 bzw. R3 unabhängig voneinander ausgewählt ist aus -CH3, -CH2CH3, -CH2CH2-CH3, CH(CH3)2 und die Indizes w, x, y, z unabhängig voneinander für ganze Zahlen von 1 bis 6 stehen.



    [0052] Die bevorzugten Niotenside der vorstehenden Formel lassen sich durch bekannte Methoden aus den entsprechenden Alkoholen R1-OH und Ethylen- bzw. Alkylenoxid herstellen. Der Rest R1 in der vorstehenden Formel kann je nach Herkunft des Alkohols variieren. Werden native Quellen genutzt, weist der Rest R1 eine gerade Anzahl von Kohlenstoffatomen auf und ist in der Regel unverzweigt, wobei die linearen Reste aus Alkoholen nativen Ursprungs mit 12 bis 18 C-Atomen, z.B. aus Kokos-, Palm-, Talgfett- oder Oleylalkohol, bevorzugt sind. Aus synthetischen Quellen zugängliche Alkohole sind beispielsweise die Guerbetalkohole oder in 2-Stellung methylverzweigte bzw. lineare und methylverzweigte Reste im Gemisch, so wie sie üblicherweise in Oxoalkoholresten vorliegen. Unabhängig von der Art des zur Herstellung der in den Mitteln enthaltenen Niotenside eingesetzten Alkohols sind Niotenside bevorzugt, bei denen R1 in der vorstehenden Formel für einen Alkylrest mit 6 bis 24, vorzugsweise 8 bis 20, besonders bevorzugt 9 bis 15 und insbesondere 9 bis 11 Kohlenstoffatomen steht.

    [0053] Als Alkylenoxideinheit, die alternierend zur Ethylenoxideinheit in den bevorzugten Niotensiden enthalten ist, kommt neben Propylenoxid insbesondere Butylenoxid in Betracht. Aber auch weitere Alkylenoxide, bei denen R2 bzw. R3 unabhängig voneinander ausgewählt sind aus -CH2CH2-CH3 bzw. - CH(CH3)2 sind geeignet. Bevorzugt werden Niotenside der vorstehenden Formel eingesetzt, bei denen R2 bzw. R3 für einen Rest -CH3, w und x unabhängig voneinander für Werte von 3 oder 4 und y und z unabhängig voneinander für Werte von 1 oder 2 stehen.

    [0054] Zusammenfassend sind insbesondere nichtionische Tenside bevorzugt, die einen C9-15-Alkylrest mit 1 bis 4 Ethylenoxideinheiten, gefolgt von 1 bis 4 Propylenoxideinheiten, gefolgt von 1 bis 4 Ethylenoxideinheiten, gefolgt von1 bis 4 Propylenoxideinheiten aufweisen. Diese Tenside weisen in wässriger Lösung die erforderliche niedrige Viskosität auf und sind erfindungsgemäß mit besonderem Vorzug einsetzbar.

    [0055] Tenside der allgemeinen Formel R1-CH(OH)CH2O-(AO)w-(A'O)x-(A"O)y-(A"'O)z-R2, in der R1 und R2 unabhängig voneinander für einen geradkettigen oder verzweigten, gesättigten oder ein- bzw. mehrfach ungesättigten C2-40-Alkyl- oder -Alkenylrest steht; A, A', A" und A"' unabhängig voneinander für einen Rest aus der Gruppe -CH2CH2, -CH2CH2-CH2, -CH2-CH(CH3), -CH2-CH2-CH2-CH2, -CH2-CH(CH3)-CH2-, -CH2-CH(CH2-CH3) steht; und w, x, y und z für Werte zwischen 0,5 und 90 stehen, wobei x, y und/oder z auch 0 sein können sind erfindungsgemäß bevorzugt.

    [0056] Bevorzugt werden insbesondere solche endgruppenverschlossene poly(oxyalkylierten) Niotenside, die, gemäß der Formel R1O[CH2CH2O]xCH2CH(OH)R2, neben einem Rest R1, welcher für lineare oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte, aliphatische oder aromatische Kohlenwasserstoffreste mit 2 bis 30 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise mit 4 bis 22 Kohlenstoffatomen steht, weiterhin einen linearen oder verzweigten, gesättigten oder ungesättigten, aliphatischen oder aromatischen Kohlenwasserstoffrest R2 mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen aufweisen, wobei x für Werte zwischen 1 und 90, vorzugsweise für Werte zwischen 30 und 80 und insbesondere für Werte zwischen 30 und 60 steht.

    [0057] Besonders bevorzugt sind Tenside der Formel R1O[CH2CH(CH3)O]x[CH2CH2O]yCH2CH(OH)R2, in der R1 für einen linearen oder verzweigten aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit 4 bis 18 Kohlenstoffatomen oder Mischungen hieraus steht, R2 einen linearen oder verzweigten Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 26 Kohlenstoffatomen oder Mischungen hieraus bezeichnet und x für Werte zwischen 0,5 und 1,5 sowie y für einen Wert von mindestens 15 steht.

    [0058] Besonders bevorzugt werden weiterhin solche endgruppenverschlossene poly(oxyalkylierten) Niotenside der Formel R1O[CH2CH2O]x[CH2CH(R3)O]yCH2CH(OH)R2, in der R1 und R2 unabhängig voneinander für einen linearen oder verzweigten, gesättigten oder ein- bzw. mehrfach ungesättigten Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 26 Kohlenstoffatomen steht, R3 unabhängig voneinander ausgewählt ist aus -CH3, -CH2CH3, -CH2CH2-CH3, -CH(CH3)2, vorzugsweise jedoch für -CH3 steht, und x und y unabhängig voneinander für Werte zwischen 1 und 32 stehen, wobei Niotenside mit R3 = -CH3 und Werten für x von 15 bis 32 und y von 0,5 und 1,5 ganz besonders bevorzugt sind.

    [0059] Durch den Einsatz der zuvor beschriebenen nichtionischen Tenside mit einer freien Hydroxylgruppe an einer der beiden endständigen Alkylreste kann im Vergleich zu herkömmlichen polyalkoxylierten Fettalkoholen ohne freie Hydroxylgruppe die Bildung von Belägen bei der maschinellen Geschirrreinigung deutlich verbessert werden.

    [0060] Weitere bevorzugt einsetzbare Niotenside sind die endgruppenverschlossenen poly(oxyalkylierten) Niotenside der Formel R1O[CH2CH(R3)O]x[CH2]kCH(OH)[CH3]jOR2, in der R1 und R2 für lineare oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte, aliphatische oder aromatische Kohlenwasserstoffreste mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen stehen, R3 für H oder einen Methyl-, Ethyl-, n-Propyl-, iso-Propyl, n-Butyl-, 2-Butyl- oder 2-Methyl-2-Butylrest steht, x für Werte zwischen 1 und 30, k und j für Werte zwischen 1 und 12, vorzugsweise zwischen 1 und 5 stehen. Wenn der Wert x ≥ 2 ist, kann jedes R3 in der oben stehenden Formel R1O[CH2CH(R3)O]x[CH2]kCH(OH)[CH2]jOR2 unterschiedlich sein. R1 und R2 sind vorzugsweise lineare oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte, aliphatische oder aromatische Kohlenwasserstoffreste mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, wobei Reste mit 8 bis 18 C-Atomen besonders bevorzugt sind. Für den Rest R3 sind H, -CH3 oder -CH2CH3 besonders bevorzugt. Besonders bevorzugte Werte für x liegen im Bereich von 1 bis 20, insbesondere von 6 bis 15.

    [0061] Wie vorstehend beschrieben, kann jedes R3 in der oben stehenden Formel unterschiedlich sein, falls x ≥ 2 ist. Hierdurch kann die Alkylenoxideinheit in der eckigen Klammer variiert werden. Steht x beispielsweise für 3, kann der Rest R3 ausgewählt werden, um Ethylenoxid- (R3 = H) oder Propylenoxid- (R3 = CH3) Einheiten zu bilden, die in jedweder Reihenfolge aneinandergefügt sein können, beispielsweise (EO)(PO)(EO), (EO)(EO)(PO), (EO)(EO)(EO), (PO)(EO)(PO), (PO)(PO)(EO) und (PO)(PO)(PO). Der Wert 3 für x ist hierbei beispielhaft gewählt worden und kann durchaus größer sein, wobei die Variationsbreite mit steigenden x-Werten zunimmt und beispielsweise eine große Anzahl (EO)-Gruppen, kombiniert mit einer geringen Anzahl (PO)-Gruppen einschließt, oder umgekehrt.

    [0062] Besonders bevorzugte endgruppenverschlossene poly(oxyalkylierte) Alkohole der obenstehenden Formel weisen Werte von k = 1 und j = 1 auf, so dass sich die vorstehende Formel zu R1O[CH2CH(R3)O]xCH2CH(OH)CH2OR2 vereinfacht. In der letztgenannten Formel sind R1, R2 und R3 wie oben definiert und x steht für Zahlen von 1 bis 30, vorzugsweise von 1 bis 20 und insbesondere von 6 bis 18. Besonders bevorzugt sind Tenside, bei denen die Reste R1 und R2 9 bis 14 C-Atome aufweisen, R3 für H steht und x Werte von 6 bis 15 annimmt.

    [0063] Die angegebenen C-Kettenlängen sowie Ethoxylierungsgrade bzw. Alkoxylierungsgrade der vorgenannten Niotenside stellen statistische Mittelwerte dar, die für ein spezielles Produkt eine ganze oder eine gebrochene Zahl sein können. Aufgrund der Herstellverfahren bestehen Handelsprodukte der genannten Formeln zumeist nicht aus einem individuellen Vertreter, sondern aus Gemischen, wodurch sich sowohl für die C-Kettenlängen als auch für die Ethoxylierungsgrade bzw. Alkoxylierungsgrade Mittelwerte und daraus folgend gebrochene Zahlen ergeben können.

    [0064] Selbstverständlich können die vorgenannten nichtionischen Tenside nicht nur als Einzelsubstanzen, sondern auch als Tensidgemische aus zwei, drei, vier oder mehr Tensiden eingesetzt werden. Als Tensidgemische werden dabei nicht Mischungen nichtionischer Tenside bezeichnet, die in ihrer Gesamtheit unter eine der oben genannten allgemeinen Formeln fallen, sondern vielmehr solche Mischungen, die zwei, drei, vier oder mehr nichtionische Tenside enthalten, die durch unterschiedliche der vorgenannten allgemeinen Formeln beschrieben werden können.

    [0065] Der Gewichtsanteil des nichtionischen Tensids am Gesamtgewicht des erfindungsgemäßen maschinellen Geschirrspülmittels beträgt in einer bevorzugten Ausführungsform zwischen 0,1 und 15 Gew.-%, vorzugsweise zwischen 0,2 und 10 Gew.-%, bevorzugt zwischen 0,5 und 8 Gew.-% und insbesondere zwischen 1,0 und 6 Gew.-%.

    [0066] Einige beispielhafte Rezepturen für bevorzugte erfindungsgemäße maschinelle Geschirrspülmittel können den nachfolgenden Tabellen 5a bis 5d entnommen werden:
    Inhaltsstoff Rezeptur 1a [Gew.-%] Rezeptur 2a [Gew.-%] Rezeptur 3a [Gew.-%] Rezeptur 4a [Gew.-%]
    Citrat 12 bis 50 15 bis 40 12 bis 50 15 bis 40
    Anionisches Copolymer1 2,0 bis 20 2,0 bis 20 2,5 bis 10 2,5 bis 10
    Carbonat 0 bis 50 0 bis 30 0 bis 30 0 bis 30
    Phosphonat 0 bis 8 0 bis 8 0 bis 8 0 bis 8
    Nichtionisches Tensid 0,1 bis 15 0,1 bis 15 0,5 bis 8 0,5 bis 8
    Silikat -- -- -- --
    Phosphat -- -- -- --
    Bleichmittel -- -- -- --
    Misc Add 100 Add 100 Add 100 Add 100
    pH (10%-ige Lsg.; 20°C) 8 bis 12 8 bis 12 8 bis 12 8 bis 12
             
    Inhaltsstoff Rezeptur 1b [Gew.-%] Rezeptur 2b [Gew.-%] Rezeptur 3b [Gew.-%] Rezeptur 4b [Gew.-%]
    Citrat 12 bis 50 15 bis 40 12 bis 50 15 bis 40
    Anionisches Copolymer1 2,0 bis 20 2,0 bis 20 2,5 bis 10 2,5 bis 10
    Carbonat 5 bis 50 10 bis 30 5 bis 50 10 bis 30
    Phosphonat 1 bis 8 1 bis 8 1,2 bis 6 1,2 bis 6
    Nichtionisches Tensid 0,1 bis 15 0,1 bis 15 0,5 bis 8 0,5 bis 8
    Silikat -- -- -- --
    Phosphat -- -- -- --
    Bleichmittel -- -- -- --
    Misc Add 100 Add 100 Add 100 Add 100
    pH (10%-ige Lsg.; 20°C) 8 bis 12 8 bis 12 8 bis 12 8 bis 12
    1 anionisches Polymer b) ein Copolymer, umfassend 50 bis 90 Gew.-% Acrylsäure und 10 bis 50 Gew.-% Maleinsäure
    Inhaltsstoff Rezeptur 1c [Gew.-%] Rezeptur 2c [Gew.-%] Rezeptur 3c [Gew.-%] Rezeptur 4c [Gew.-%]
    Citrat 12 bis 50 15 bis 40 12 bis 50 15 bis 40
    Maleinsäure Homopolymer 2,0 bis 20 2,0 bis 20 2,5 bis 10 2,5 bis 10
    Carbonat 0 bis 50 0 bis 30 0 bis 30 0 bis 30
    Phosphonat 0 bis 8 0 bis 8 0 bis 8 0 bis 8
    Nichtionisches Tensid 0,1 bis 15 0,1 bis 15 0,5 bis 8 0,5 bis 8
    Silikat -- -- -- --
    Phosphat -- -- -- --
    Bleichmittel -- -- -- --
    Misc Add 100 Add 100 Add 100 Add 100
    pH (10%-ige Lsg.; 20°C) 8 bis 12 8 bis 12 8 bis 12 8 bis 12
    Inhaltsstoff Rezeptur 1d [Gew.-%] Rezeptur 2d [Gew.-%] Rezeptur 3d [Gew.-%] Rezeptur 4d [Gew.-%]
    Citrat 12 bis 50 15 bis 40 12 bis 50 15 bis 40
    Maleinsäure Homopolymer 2,0 bis 20 2,0 bis 20 2,5 bis 10 2,5 bis 10
    Carbonat 5 bis 50 10 bis 30 5 bis 50 10 bis 30
    Phosphonat 1 bis 8 1 bis 8 1,2 bis 6 1,2 bis 6
    Nichtionisches Tensid 0,1 bis 15 0,1 bis 15 0,5 bis 8 0,5 bis 8
    Silikat -- -- -- --
    Phosphat -- -- -- --
    Bleichmittel -- -- -- --
    Misc Add 100 Add 100 Add 100 Add 100
    pH (10%-ige Lsg.; 20°C) 8 bis 12 8 bis 12 8 bis 12 8 bis 12


    [0067] Als weiteren Bestandteil können erfindungsgemäße Geschirrspülmittel Enzym(e) enthalten. Hierzu gehören insbesondere Proteasen, Amylasen, Lipasen, Hemicellulasen, Cellulasen, Perhydrolasen oder Oxidoreduktasen, sowie vorzugsweise deren Gemische. Diese Enzyme sind im Prinzip natürlichen Ursprungs; ausgehend von den natürlichen Molekülen stehen für den Einsatz in Wasch- oder Reinigungsmitteln verbesserte Varianten zur Verfügung, die entsprechend bevorzugt eingesetzt werden. Wasch- oder Reinigungsmittel enthalten Enzyme vorzugsweise in Gesamtmengen von 1 x 106 bis 5 Gew.-% bezogen auf aktives Protein. Die Proteinkonzentration kann mit Hilfe bekannter Methoden, zum Beispiel dem BCA-Verfahren oder dem Biuret-Verfahren bestimmt werden.

    [0068] Unter den Proteasen sind solche vom Subtilisin-Typ bevorzugt. Beispiele hierfür sind die Subtilisine BPN' und Carlsberg sowie deren weiterentwickelte Formen, die Protease PB92, die Subtilisine 147 und 309, die Alkalische Protease aus Bacillus lentus, Subtilisin DY und die den Subtilasen, nicht mehr jedoch den Subtilisinen im engeren Sinne zuzuordnenden Enzyme Thermitase, Proteinase K und die Proteasen TW3 und TW7.

    [0069] Beispiele für erfindungsgemäß einsetzbare Amylasen sind die α-Amylasen aus Bacillus licheniformis, aus B. amyloliquefaciens, aus B. stearothermophilus, aus Aspergillus niger und A. oryzae sowie die für den Einsatz in Wasch- und Reinigungsmitteln verbesserten Weiterentwicklungen der vorgenannten Amylasen. Desweiteren sind für diesen Zweck die α-Amylase aus Bacillus sp. A 7-7 (DSM 12368) und die Cyclodextrin-Glucanotransferase (CGTase) aus B. agaradherens (DSM 9948) hervorzuheben.

    [0070] Erfindungsgemäß einsetzbar sind weiterhin Lipasen oder Cutinasen, insbesondere wegen ihrer Triglycerid-spaltenden Aktivitäten, aber auch, um aus geeigneten Vorstufen in situ Persäuren zu erzeugen. Hierzu gehören beispielsweise die ursprünglich aus Humicola lanuginosa (Thermomyces lanuginosus) erhältlichen, beziehungsweise weiterentwickelten Lipasen, insbesondere solche mit dem Aminosäureaustausch D96L.

    [0071] Weiterhin können Enzyme eingesetzt werden, die unter dem Begriff Hemicellulasen zusammengefaßt werden. Hierzu gehören beispielsweise Mannanasen, Xanthanlyasen, Pektinlyasen (=Pektinasen), Pektinesterasen, Pektatlyasen, Xyloglucanasen (=Xylanasen), Pullulanasen und β-Glucanasen.

    [0072] Zur Erhöhung der bleichenden Wirkung können erfindungsgemäß Oxidoreduktasen, beispielsweise Oxidasen, Oxygenasen, Katalasen, Peroxidasen, wie Halo-, Chloro-, Bromo-, Lignin-, Glucose- oder Mangan-peroxidasen, Dioxygenasen oder Laccasen (Phenoloxidasen, Polyphenoloxidasen) eingesetzt werden. Vorteilhafterweise werden zusätzlich vorzugsweise organische, besonders bevorzugt aromatische, mit den Enzymen wechselwirkende Verbindungen zugegeben, um die Aktivität der betreffenden Oxidoreduktasen zu verstärken (Enhancer) oder um bei stark unterschiedlichen Redoxpotentialen zwischen den oxidierenden Enzymen und den Anschmutzungen den Elektronenfluss zu gewährleisten (Mediatoren).

    [0073] Ein Protein und/oder Enzym kann besonders während der Lagerung gegen Schädigungen wie beispielsweise Inaktivierung, Denaturierung oder Zerfall etwa durch physikalische Einflüsse, Oxidation oder proteolytische Spaltung geschützt werden. Bei mikrobieller Gewinnung der Proteine und/oder Enzyme ist eine Inhibierung der Proteolyse besonders bevorzugt, insbesondere wenn auch die Mittel Proteasen enthalten. Wasch- oder Reinigungsmittel können zu diesem Zweck Stabilisatoren enthalten; die Bereitstellung derartiger Mittel stellt eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dar.

    [0074] Wasch- oder reinigungsaktive Proteasen und Amylasen werden in der Regel nicht in Form des reinen Proteins sondern vielmehr in Form stabilisierter, lager- und transportfähiger Zubereitungen bereitgestellt. Zu diesen vorkonfektionierten Zubereitungen zählen beispielsweise die durch Granulation, Extrusion oder Lyophilisierung erhaltenen festen Präparationen oder, insbesondere bei flüssigen oder gelförmigen Mitteln, Lösungen der Enzyme, vorteilhafterweise möglichst konzentriert, wasserarm und/oder mit Stabilisatoren oder weiteren Hilfsmitteln versetzt.

    [0075] Alternativ können die Enzyme sowohl für die feste als auch für die flüssige Darreichungsform verkapselt werden, beispielsweise durch Sprühtrocknung oder Extrusion der Enzymlösung zusammen mit einem vorzugsweise natürlichen Polymer oder in Form von Kapseln, beispielsweise solchen, bei denen die Enzyme wie in einem erstarrten Gel eingeschlossen sind oder in solchen vom Kern-Schale-Typ, bei dem ein enzymhaltiger Kern mit einer Wasser-, Luft- und/oder Chemikalien-undurchlässigen Schutzschicht überzogen ist. In aufgelagerten Schichten können zusätzlich weitere Wirkstoffe, beispielsweise Stabilisatoren, Emulgatoren, Pigmente, Bleich- oder Farbstoffe aufgebracht werden. Derartige Kapseln werden nach an sich bekannten Methoden, beispielsweise durch Schüttel- oder Rollgranulation oder in Fluid-bed-Prozessen aufgebracht. Vorteilhafterweise sind derartige Granulate, beispielsweise durch Aufbringen polymerer Filmbildner, staubarm und aufgrund der Beschichtung lagerstabil.

    [0076] Weiterhin ist es möglich, zwei oder mehrere Enzyme zusammen zu konfektionieren, so dass ein einzelnes Granulat mehrere Enzymaktivitäten aufweist.

    [0077] Ein bevorzugtes erfindungsgemäßes maschinelles Geschirrspülmittel ist dadurch gekennzeichnet, dass das Geschirrspülmittel, bezogen auf sein Gesamtgewicht, Enzym-Zubereitung(en) in Mengen von 0,1 bis 12 Gew.-%, vorzugsweise von 0,2 bis 10 Gew.-% und insbesondere von 0,5 bis 8 Gew.-% enthält.

    [0078] Wie aus der vorherigen Ausführungen ersichtlich, bildet das Enzym-Protein nur einen Bruchteil des Gesamtgewichts üblicher Enzym-Zubereitungen. Erfindungsgemäß bevorzugt eingesetzte Protease- und Amylase-Zubereitungen enthalten zwischen 0,1 und 40 Gew.-%, bevorzugt zwischen 0,2 und 30 Gew.-%, besonders bevorzugt zwischen 0,4 und 20 Gew.-% und insbesondere zwischen 0,8 und 10 Gew.-% des Enzymproteins.

    [0079] Ein besonders bevorzugtes erfindungsgemäßes maschinelles Geschirrspülmittel umfasst
    1. a) 10 bis 40 Gew.-% Citrat
    2. b) 2,0 bis 10 Gew.-% anionisches Copolymer, umfassend
      1. i) Acrylsäure
      2. ii) Maleinsäure
    3. c) 1 bis 8 Gew.-% Phosphonat
    4. d) 0,2 bis 10 Gew.-% nichtionisches Tensid
    5. e) 0,1 bis 8 Gew.-% Enzym-Zubereitung(en)


    [0080] Ein weiteres besonders bevorzugtes erfindungsgemäßes maschinelles Geschirrspülmittel umfasst
    1. a) 10 bis 40 Gew.-% Citrat
    2. b) 2,0 bis 10 Gew.-% Maleinsäure Homopolymer
    3. c) 1 bis 8 Gew.-% Phosphonat
    4. d) 0,2 bis 10 Gew.-% nichtionisches Tensid
    5. e) 0,1 bis 8 Gew.-% Enzym-Zubereitung(en)


    [0081] Einige weitere beispielhafte Rezepturen für bevorzugte erfindungsgemäße maschinelle Geschirrspülmittel können den nachfolgenden Tabellen 6a bis 6d entnommen werden:
    Inhaltsstoff Rezeptur 1a [Gew.-%] Rezeptur 2a [Gew.-%] Rezeptur 3a [Gew.-%] Rezeptur 4a [Gew.-%]
    Citrat 12 bis 50 15 bis 40 12 bis 50 15 bis 40
    Anionisches Copolymer1 2,0 bis 20 2,0 bis 20 2,5 bis 10 2,5 bis 10
    Carbonat 0 bis 50 0 bis 30 0 bis 30 0 bis 30
    Phosphonat 0 bis 8 0 bis 8 0 bis 8 0 bis 8
    Nichtionisches Tensid 0 bis 15 0 bis 15 0 bis 8 0 bis 8
    Enzym-Zubereitung(en) 0,1 bis 12 0,1 bis 12 0,5 bis 8 0,5 bis 8
    Silikat -- -- -- --
    Phosphat -- -- -- --
    Bleichmittel -- -- -- --
    Misc Add 100 Add 100 Add 100 Add 100
    pH (10%-ige Lsg.; 20°C) 8 bis 12 8 bis 12 8 bis 12 8 bis 12
             
    Inhaltsstoff Rezeptur 1b [Gew.-%] Rezeptur 2b [Gew.-%] Rezeptur 3b [Gew.-%] Rezeptur 4b [Gew.-%]
    Citrat 12 bis 50 15 bis 40 12 bis 50 15 bis 40
    Anionisches Copolymer1 2,0 bis 20 2,0 bis 20 2,5 bis 10 2,5 bis 10
    Carbonat 5 bis 50 10 bis 30 5 bis 50 10 bis 30
    Phosphonat 1 bis 8 1 bis 8 1,2 bis 6 1,2 bis 6
    Nichtionisches Tensid 0,1 bis 15 0,1 bis 15 0,5 bis 8 0,5 bis 8
    Enzym-Zubereitung(en) 0,1 bis 12 0,1 bis 12 0,5 bis 8 0,5 bis 8
    Silikat -- -- -- --
    Phosphat -- -- -- --
    Bleichmittel -- -- -- --
    Misc Add 100 Add 100 Add 100 Add 100
    pH (10%-ige Lsg.; 20°C) 8 bis 12 8 bis 12 8 bis 12 8 bis 12
    Inhaltsstoff Rezeptur 1c [Gew.-%] Rezeptur 2c [Gew.-%] Rezeptur 3c [Gew.-%] Rezeptur 4c [Gew.-%]
    Citrat 12 bis 50 15 bis 40 12 bis 50 15 bis 40
    Maleinsäure Homopolymer 2,0 bis 20 2,0 bis 20 2,5 bis 10 2,5 bis 10
    Carbonat 0 bis 50 0 bis 30 0 bis 30 0 bis 30
    Phosphonat 0 bis 8 0 bis 8 0 bis 8 0 bis 8
    Nichtionisches Tensid 0 bis 15 0 bis 15 0 bis 8 0 bis 8
    Enzym-Zubereitung(en) 0,1 bis 12 0,1 bis 12 0,5 bis 8 0,5 bis 8
    Silikat -- -- -- --
    Phosphat -- -- -- --
    Bleichmittel -- -- -- --
    Misc Add 100 Add 100 Add 100 Add 100
    pH (10%-ige Lsg.; 20°C) 8 bis 12 8 bis 12 8 bis 12 8 bis 12
             
    Inhaltsstoff Rezeptur 1d [Gew.-%] Rezeptur 2d [Gew.-%] Rezeptur 3d [Gew.-%] Rezeptur 4d [Gew.-%]
    Citrat 12 bis 50 15 bis 40 12 bis 50 15 bis 40
    Maleinsäure Homopolymer 2,0 bis 20 2,0 bis 20 2,5 bis 10 2,5 bis 10
    Carbonat 5 bis 50 10 bis 30 5 bis 50 10 bis 30
    Phosphonat 1 bis 8 1 bis 8 1,2 bis 6 1,2 bis 6
    Nichtionisches Tensid 0,1 bis 15 0,1 bis 15 0,5 bis 8 0,5 bis 8
    Enzym-Zubereitung(en) 0,1 bis 12 0,1 bis 12 0,5 bis 8 0,5 bis 8
    Silikat -- -- -- --
    Phosphat -- -- -- --
    Bleichmittel -- -- -- --
    Misc Add 100 Add 100 Add 100 Add 100
    pH (10%-ige Lsg.; 20°C) 8 bis 12 8 bis 12 8 bis 12 8 bis 12
    1 anionisches Polymer b) ein Copolymer, umfassend 50 bis 90 Gew.-% Acrylsäure und 10 bis 50 Gew.-% Maleinsäure


    [0082] Es wurde festgestellt, dass sich die Reinigungsleistung erfindungsgemäßer maschineller Geschirrspülmittel durch den Zusatz organischer Lösungsmittel verbessern lässt.

    [0083] Diese organischen Lösungsmittel stammen beispielsweise aus den Gruppen der Mono-Alkohole, Diole, Triole bzw. Polyole, der Ether, Ester und/oder Amide. Besonders bevorzugt sind dabei organische Lösungsmittel, die wasserlöslich sind, wobei "wasserlösliche" Lösungsmittel im Sinne der vorliegenden Anmeldung Lösungsmittel sind, die bei Raumtemperatur mit Wasser vollständig, d.h. ohne Mischungslücke, mischbar sind.

    [0084] Organische Lösungsmittel, die in den erfindungsgemäßen Mitteln eingesetzt werden können, stammen vorzugsweise aus der Gruppe ein- oder mehrwertigen Alkohole, Alkanolamine oder Glykolether, sofern sie im angegebenen Konzentrationsbereich mit Wasser mischbar sind. Vorzugsweise werden die Lösungsmittel ausgewählt aus Ethanol, n- oder i-Propanol, Butanolen, Glykol, Propan- oder Butandiol, Glycerin, Diglykol, Propyl- oder Butyldiglykol, Hexylenglycol, Ethylenglykolmethylether, Ethylenglykolethylether, Ethylenglykolpropylether, Etheylenglykolmono-n-butylether, Diethylenglykolmethylether, Di-ethylenglykolethylether, Propylenglykolmethyl-, -ethyl- oder - propylether, Dipropylenglykolmethyl-, oder -ethylether, Methoxy-, Ethoxy- oder Butoxytriglykol, 1-Butoxyethoxy-2-propanol, 3-Methyl-3-methoxybutanol, Propylen-glykol-t-butylether sowie Mischungen dieser Lösungsmittel.

    [0085] Als besonders wirkungsvoll im Hinblick auf die Reinigungsleistung und hier wiederum hinsichtlich der Reinigungsleistung an bleichbaren Anschmutzungen, insbesondere an Teeanschmutzungen haben sich die organischen Lösungsmittel aus der Gruppe der organischen Amine und/oder der Alkanolamine erwiesen.

    [0086] Als organische Amine werden insbesondere die primären und die sekundären Alkylamine, die Alkylenamine sowie Mischungen dieser organischen Amine bevorzugt. Zur Gruppe der bevorzugten primären Alkylamine zählen Monomethylamin, Monoethylamin, Monopropylamin, Monobutylamin, Monopentylamin und Cyclohexylamin. Zur Gruppe der bevorzugten sekundären Alkylamine zählt insbesondere Dimethylamin.

    [0087] Bevorzugte Alkanolamine sind insbesondere die primären, sekundären und tertiären Alkanolamine sowie deren Mischungen. Besonders bevorzugte primäre Alkanolamine sind Monoethanolamin (2-Aminoethanol, MEA), Monoisopropanolamin, Diethylethanolamin (2-(Diethylamino)-ethanol). Besonders bevorzugte sekundäre Alkanolamine sind Diethanolamin (2,2'-Iminodiethanol, DEA, Bis(2-hydroxyethyl)amin), N-Methyl-Diethanolamin, N-Ethyl-Diethanolamin. Diisopropanolamin und Morpholin. Besonders bevorzugte tertiäre Alkanolamine sind Triethanolamin und Triisopropanolamin.

    [0088] Kombinationsprodukte, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein organisches Lösungsmittel enthalten, wobei es sich bei dem organischen Lösungsmittel um ein organisches Amin und/oder ein Alkanolamin, vorzugsweise um Monoethanolamin handelt, werden erfindungsgemäß besonders bevorzugt.

    [0089] Ein weiterer Gegenstand dieser Anmeldung ist ein erfindungsgemäßes maschinelles Geschirrspülmittel, dadurch gekennzeichnet, dass das maschinelle Geschirrspülmittel, bezogen auf sein Gesamtgewicht, organisches Amin und/oder ein Alkanolamine, vorzugsweise um Ethanolamin, in Mengen von 0,1 bis 15 Gew.-%, vorzugsweise 0,2 bis 10 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,5 bis 8 Gew.-% und insbesondere von 1,0 bis 6 Gew.-% enthält.

    [0090] Diese Lösungsmittel-haltigen maschinellen Geschirrspülmittel liegen vorzugsweise in flüssiger Form vor.

    [0091] Ein besonders bevorzugtes flüssiges erfindungsgemäßes maschinelles Geschirrspülmittel umfasst
    1. a) 10 bis 40 Gew.-% Citrat
    2. b) 2,0 bis 10 Gew.-% anionisches Copolymer, umfassend
      1. i) Acrylsäure
      2. ii) Maleinsäure
    3. c) 1 bis 8 Gew.-% Phosphonat
    4. d) 0,1 bis 6 Gew.% Alkanolamin
    5. e) 0,2 bis 10 Gew.-% nichtionisches Tensid
    6. f) 0,1 bis 8 Gew.-% Enzym-Zubereitung(en)


    [0092] Ein weiteres besonders bevorzugtes flüssiges erfindungsgemäßes maschinelles Geschirrspülmittel umfasst
    1. a) 10 bis 40 Gew.-% Citrat
    2. b) 2,0 bis 10 Gew.-% Maleinsäure Homopolymer
    3. c) 1 bis 8 Gew.-% Phosphonat
    4. d) 0,5 bis 8 Gew.-% organisches Lösungsmittel
    5. e) 0,2 bis 10 Gew.-% nichtionisches Tensid
    6. f) 0,1 bis 8 Gew.-% Enzym-Zubereitung(en)


    [0093] Einige beispielhafte Rezepturen für bevorzugte erfindungsgemäße maschinelle Geschirrspülmittel können den nachfolgenden Tabellen 7a bis 7d entnommen werden:
    Inhaltsstoff Rezeptur 1a [Gew.-%] Rezeptur 2a [Gew.-%] Rezeptur 3a [Gew.-%] Rezeptur 4a [Gew.-%]
    Citrat 12 bis 50 15 bis 40 12 bis 50 15 bis 40
    Anionisches Copolymer1 2,0 bis 20 2,0 bis 20 2,5 bis 10 2,5 bis 10
    Carbonat 0 bis 50 0 bis 30 0 bis 30 0 bis 30
    Phosphonat 0 bis 8 0 bis 8 0 bis 8 0 bis 8
    Nichtionisches Tensid 0 bis 15 0 bis 15 0 bis 8 0 bis 8
    Enzym-Zubereitung(en) 0 bis 12 0 bis 12 0 bis 8 0 bis 8
    Org. Lösungsmittel 0,1 bis 15 0,5 bis 8 0,1 bis 15 0,5 bis 8
    Silikat -- -- -- --
    Phosphat -- -- -- --
    Bleichmittel -- -- -- --
    Misc Add 100 Add 100 Add 100 Add 100
    pH (10%-ige Lsg.; 20°C) 8 bis 12 8 bis 12 8 bis 12 8 bis 12
             
    Inhaltsstoff Rezeptur 1b [Gew.-%] Rezeptur 2b [Gew.-%] Rezeptur 3b [Gew.-%] Rezeptur 4b [Gew.-%]
    Citrat 12 bis 50 15 bis 40 12 bis 50 15 bis 40
    Anionisches Copolymer1 2,0 bis 20 2,0 bis 20 2,5 bis 10 2,5 bis 10
    Carbonat 5 bis 50 10 bis 30 5 bis 50 10 bis 30
    Phosphonat 1 bis 8 1 bis 8 1,2 bis 6 1,2 bis 6
    Nichtionisches Tensid 0,1 bis 15 0,1 bis 15 0,5 bis 8 0,5 bis 8
    Enzym-Zubereitung(en) 0,1 bis 12 0,1 bis 12 0,5 bis 8 0,5 bis 8
    Org. Lösungsmittel 0,1 bis 15 0,5 bis 8 0,1 bis 15 0,5 bis 8
    Silikat -- -- -- --
    Phosphat -- -- -- --
    Bleichmittel -- -- -- --
    Misc Add 100 Add 100 Add 100 Add 100
    pH (10%-ige Lsg.; 20°C) 8 bis 12 8 bis 12 8 bis 12 8 bis 12
    1 anionisches Polymer b) ein Copolymer, umfassend 50 bis 90 Gew.-% Acrylsäure und 10 bis 50 Gew.-% Maleinsäure
    Inhaltsstoff Rezeptur 1c [Gew.-%] Rezeptur 2c [Gew.-%] Rezeptur 3c [Gew.-%] Rezeptur 4c [Gew.-%]
    Citrat 12 bis 50 15 bis 40 12 bis 50 15 bis 40
    Maleinsäure Homopolymer 2,0 bis 20 2,0 bis 20 2,5 bis 10 2,5 bis 10
    Carbonat 0 bis 50 0 bis 30 0 bis 30 0 bis 30
    Phosphonat 0 bis 8 0 bis 8 0 bis 8 0 bis 8
    Nichtionisches Tensid 0 bis 15 0 bis 15 0 bis 8 0 bis 8
    Enzym-Zubereitung(en) 0 bis 12 0 bis 12 0 bis 8 0 bis 8
    Org. Lösungsmittel 0,1 bis 15 0,5 bis 8 0,1 bis 15 0,5 bis 8
    Silikat -- -- -- --
    Phosphat -- -- -- --
    Bleichmittel -- -- -- --
    Misc Add 100 Add 100 Add 100 Add 100
    pH (10%-ige Lsg.; 20°C) 8 bis 12 8 bis 12 8 bis 12 8 bis 12
    Inhaltsstoff Rezeptur 1d [Gew.-%] Rezeptur 2d [Gew.-%] Rezeptur 3d [Gew.-%] Rezeptur 4d [Gew.-%]
    Citrat 12 bis 50 15 bis 40 12 bis 50 15 bis 40
    Maleinsäure Homopolymer 2,0 bis 20 2,0 bis 20 2,5 bis 10 2,5 bis 10
    Carbonat 5 bis 50 10 bis 30 5 bis 50 10 bis 30
    Phosphonat 1 bis 8 1 bis 8 1,2 bis 6 1,2 bis 6
    Nichtionisches Tensid 0,1 bis 15 0,1 bis 15 0,5 bis 8 0,5 bis 8
    Enzym-Zubereitung(en) 0,1 bis 12 0,1 bis 12 0,5 bis 8 0,5 bis 8
    Org. Lösungsmittel 0,1 bis 15 0,5 bis 8 0,1 bis 15 0,5 bis 8
    Silikat -- -- -- --
    Phosphat -- -- -- --
    Bleichmittel -- -- -- --
    Misc Add 100 Add 100 Add 100 Add 100
    pH (10%-ige Lsg.; 20°C) 8 bis12 8 bis 12 8 bis 12 8 bis 12


    [0094] Die erfindungsgemäßen maschinellen Geschirrspülmittel können in den dem Fachmann bekannten Konfektionsformen, also beispielsweise in fester oder flüssiger Form aber auch als Kombination fester und flüssiger Angebotsformen vorliegen.

    [0095] Als feste Angebotsformen eignen sich insbesondere Pulver, Granulate, Extrudate oder Kompaktate, insbesondere Tabletten. Die flüssigen Angebotsformen auf Basis von Wasser und/oder organischen Lösungsmitteln können verdickt, in Form von Gelen vorliegen.

    [0096] Erfindungsgemäße Mittel können als einphasige oder mehrphasige Produkte konfektioniert werden. Bevorzugt werden insbesondere maschinelle Geschirrspülmittel mit einer, zwei, drei oder vier Phasen. Maschinelle Geschirrspülmittel, dadurch gekennzeichnet, dass sie in Form einer vorgefertigten Dosiereinheit mit zwei oder mehr Phasen vorliegen, werden besonders bevorzugt.

    [0097] Die einzelnen Phasen mehrphasiger Mittel können die gleichen oder unterschiedliche Aggregatzustände aufweisen. Bevorzugt werden insbesondere maschinelle Geschirrspülmittel, die mindestens zwei unterschiedliche feste Phasen und/oder mindestens zwei flüssige Phasen und/oder mindestens eine feste und mindestens eine flüssige Phase aufweisen. Besonders bevorzugt werden insbesondere zwei- oder mehrphasige Tabletten, beispielsweise Zweischichttabletten, insbesondere Zweischichttabletten mit Mulde und einem in der Mulde befindlichen Formkörper.

    [0098] Erfindungsgemäße maschinelle Geschirrspülmittel werden vorzugsweise zu Dosiereinheiten vorkonfektioniert. Diese Dosiereinheiten umfassen vorzugsweise die für einen Reinigungsgang notwendige Menge an wasch- oder reinigungsaktiven Substanzen. Bevorzugte Dosiereinheiten weisen ein Gewicht zwischen 12 und 30 g, bevorzugt zwischen 14 und 26 g und insbesondere zwischen 15 und 22 g auf.

    [0099] Das Volumen der vorgenannten Dosiereinheiten sowie deren Raumform sind mit besonderem Vorzug so gewählt, dass eine Dosierbarkeit der vorkonfektionierten Einheiten über die Dosierkammer einer Geschirrspülmaschine gewährleistet ist. Das Volumen der Dosiereinheit beträgt daher bevorzugt zwischen 10 und 35 ml, vorzugsweise zwischen 12 und 30 ml und insbesondere zwischen 15 und 25 ml.

    [0100] Die erfindungsgemäßen maschinellen Geschirrspülmittel, insbesondere die vorgefertigten Dosiereinheiten weisen mit besonderem Vorzug eine wasserlösliche Umhüllung auf.

    [0101] Um den Zerfall vorgefertigter Formkörper zu erleichtern, ist es möglich, Desintegrationshilfsmittel, sogenannte Tablettensprengmittel, in diese Mittel einzuarbeiten, um die Zerfallszeiten zu verkürzen.

    [0102] Diese Stoffe, die auch aufgrund ihrer Wirkung als "Spreng"mittel bezeichnet werden, vergrößern bei Wasserzutritt ihr Volumen, wobei einerseits das Eigenvolumen vergrößert (Quellung), andererseits auch über die Freisetzung von Gasen ein Druck erzeugt werden kann, der die Tablette in kleinere Partikel zertallen lässt. Altbekannte Desintegrationshilfsmittel sind beispielsweise Carbonat/Citronensäure-Systeme, wobei auch andere organische Säuren eingesetzt werden können. Quellende Desintegrationshilfsmittel sind beispielsweise synthetische Polymere wie Polyvinylpyrrolidon (PVP) oder natürliche Polymere bzw. modifizierte Naturstoffe wie Cellulose und Stärke und ihre Derivate, Alginate oder Casein-Derivate.

    [0103] Bevorzugt werden Desintegrationshilfsmittel in Mengen von 0,5 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 3 bis 7 Gew.-% und insbesondere 4 bis 6 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht des desintegrationshilfsmittelhaltigen Mittels, eingesetzt.

    [0104] Als bevorzugte Desintegrationsmittel werden Desintegrationsmittel auf Cellulosebasis eingesetzt, so dass bevorzugte Wasch- oder Reinigungsmittel ein solches Desintegrationsmittel auf Cellulosebasis in Mengen von 0,5 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 3 bis 7 Gew.-% und insbesondere 4 bis 6 Gew.-% enthalten. Die als Desintegrationshilfsmittel eingesetzte Cellulose wird vorzugsweise nicht in feinteiliger Form eingesetzt, sondern vor dem Zumischen zu den zu verpressenden Vorgemischen in eine gröbere Form überführt, beispielsweise granuliert oder kompaktiert. Die Teilchengrößen solcher Desintegrationsmittel liegen zumeist oberhalb 200 µm, vorzugsweise zu mindestens 90 Gew.-% zwischen 300 und 1600 µm und insbesondere zu mindestens 90 Gew.-% zwischen 400 und 1200 µm.

    [0105] Bevorzugte Desintegrationshilfsmittel, vorzugsweise ein Desintegrationshilfsmittel auf Cellulosebasis, vorzugsweise in granularer, cogranulierter oder kompaktierter Form, sind in den desintegrationsmittelhaltigen Mitteln in Mengen von 0,5 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise von 3 bis 7 Gew.-% und insbesondere von 4 bis 6 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht des desintegrationsmittelhaltigen Mittels, enthalten.

    [0106] Erfindungsgemäß bevorzugt können darüber hinaus weiterhin gasentwickelnde Brausesysteme als Tablettendesintegrationshilfsmittel eingesetzt werden. Bevorzugte Brausesysteme bestehen jedoch mindestens zwei Bestandteilen, die miteinander unter Gasbildung reagieren, beispielsweise aus Alkalimetallcarbonat und/oder -hydrogencarbonat sowie einem Acidifizierungsmittel, das geeignet ist, aus den Alkalimetallsalzen in wässriger Lösung Kohlendioxid freizusetzen. Ein Acidifizierungsmittel, das aus den Alkalisalzen in wässriger Lösung Kohlendioxid freisetzen, ist beispielsweise die Citronensäure.

    [0107] Die zuvor beschriebenen Wirkstoffkombinationen eignen sich insbesondere zur Reinigung von Geschirr in maschinellen Geschirrspülverfahren. Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist ein Verfahren zur Reinigung von Geschirr in einer Geschirrspülmaschine, unter Einsatz eines erfindungsgemäßen maschinellen Geschirrspülmittels, wobei die maschinellen Geschirrspülmittel vorzugsweise während des Durchlaufens eines Geschirrspülprogramms, vor Beginn des Hauptspülgangs oder im Verlaufe des Hauptspülgangs in den Innenraum einer Geschirrspülmaschine eindosiert werden. Die Eindosierung bzw. der Eintrag des erfindungsgemäßen Mittels in den Innenraum der Geschirrspülmaschine kann manuell erfolgen, vorzugsweise wird das Mittel jedoch mittels der Dosierkammer der Geschirrspülmaschine in den Innenraum der Geschirrspülmaschine dosiert. Im Verlauf des Reinigungsverfahrens wird vorzugsweise kein zusätzlicher Wasserenthärter und kein zusätzlicher Klarspüler in den Innenraum der Geschirrspülmaschine dosiert. Ein Kit für eine Geschirrspülmaschine, umfassend
    1. a) ein erfindungsgemäßes maschinelles Geschirrspülmittel;
    2. b) eine Anleitung, die den Verbraucher darauf hinweist, das maschinelle Geschirrspülmittel ohne Zusatz eines Klarspülers und/oder eines Enthärtersalzes zu verwenden ist, ist ein weiterer Gegenstand dieser Anmeldung.


    [0108] Die erfindungsgemäßen maschinellen Geschirrspülmittel zeigen ihre vorteilhaften Reinigungs- und Trocknungseigenschaften insbesondere auch in Niedrigtemperatur-Reinigungsverfahren. Bevorzugte Geschirrspülverfahren unter Einsatz erfindungsgemäßer Mittel sind daher dadurch gekennzeichnet, dass die Geschirrspülverfahren bei einer Flottentemperatur unterhalb 60°C, vorzugsweise unterhalb 50°C durchgeführt werden.

    [0109] Wie eingangs beschrieben, zeichnen sich erfindungsgemäße Mittel gegenüber herkömmlichen maschinellen Geschirrspülmitteln durch eine verbesserte Teereinigung aus. Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist daher die Verwendung eines erfindungsgemäßen maschinellen Geschirrspülmittels zur Verbesserung der Teereinigung beim maschinellen Geschirrspülen.

    Beispiele


    I. In einem maschinellen Geschirrspülverfahren wurde angeschmutztes Geschirr in einer Geschirrspülmaschine (Miele G 698) bei einer Wasserhärte von 21°dH und einer Temperatur von 50°C mit 42,5 g ml der in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten maschinellen Geschirrspülmittel gespült.



    [0110] 
    Inhaltsstoff V1 V2 V3 V4 E1 E2 E3
      Angabe in Gew.-%
    Kaliumtripolyphosphat 18 -- -- -- -- -- --
    Silikat   18          
    Natriumcitrat -- -- 18 18 18 18 18
    Acrylsäure Homopolymer -- -- -- 2,0 -- -- --
    Anionisches Copolymer1 -- -- -- -- 2,8 4,5 6,9
    Sulfopolymer2 4,2 -- -- -- -- -- --
    Sulfopolymer3 -- 4,2 4,2 4,2 4,2 4,2 4,2
    Natriumcarbonat 4,0 4,0 4,0 4,0 4,0 4,0 4,0
    HEDP 1,5 1,5 1,5 1,5 1,5 1,5 1,5
    Nichtionisches Tensid 2,0 2,0 2,0 2,0 2,0 2,0 2,0
    Protease-Zubereitung 2,0 2,0 2,0 2,0 2,0 2,0 2,0
    Amylase-Zubereitung 0,8 0,8 0,8 0,8 0,8 0,8 0,8
    Alkanolamin 1,5 1,5 1,5 1,5 1,5 1,5 1,5
    Wasser, Misc Add 100 Add 100 Add 100 Add 100 Add 100 Add 100 Add 100
    pH (10%-ige Lösung, 20°C) 10,3 10,6 10,5 10,4 10,4 10,4 10,3
    1 anionisches Copolymer, umfassend
    1. i) ungesättigte Monocarbonsäure(n) A
    2. ii) ungesättigte Dicarbonsäure(n) B.

    2 Sulfonsäure-haltiges Copolymer, umfassend
    1. i) ungesättigte Carbonsäure(n)
    2. ii) ungesättige Sulfonsäuregruppen-haltige(s) Monomer(e)

    3 hydrophob modifiziertes Sulfonsäure-haltiges Copolymer, umfassend
    1. i) ungesättigte Carbonsäure(n)
    2. ii) ungesättige Sulfonsäuregruppen-haltige(s) Monomer(e)
    3. iii) weitere(s) nichtionogene(s) Monome(e)


    [0111] Die Reinigungsleistung der maschinellen Geschirrspülmittel wurde anhand der IKW Methode beurteilt. Die Ergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle angegeben (Die angegebenen Werte ergeben sich als Mittelwerte aus 3 Versuchen)
    Reinigungsleistung V1 V2 V3 V4 E1 E2 E3
    Tee 3,9 0,2 1,7 0,3 4,1 4,3 4,2
    Stärke 9,1 7,7 9,0 7,7 9,1 9,1 9,4
    Hackfleisch 10,0 9,5 10,0 10,0 10,0 10,0 10,0
    (Bewertungsskala Reinigungsleistung: 10 = keine Verunreinigung bis 0 = starke Verunreinigung)

    II. In einem maschinellen Geschirrspülverfahren wurde angeschmutztes Geschirr in einer Geschirrspülmaschine (Miele G 698) bei einer Wasserhärte von 21°dH und einer Temperatur von 50°C mit 41 g ml der in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten maschinellen Geschirrspülmittel gespült.



    [0112] 
    Inhaltsstoff V1 E1
      Angaben in Gew.-%
    Natriumcitrat 8,0 8,0
    Acrylsäure Homopolymer 12 --
    Maleinsäure Homopolymer -- 12
    Sulfopolymer 9,5 9,5
    Natriumcarbonat 5,0 5,0
    Kaliumhydroxid 9,5 9,5
    HEDP 1,5 1,5
    Nichtionisches Tensid 2,0 2,0
    Protease-Zubereitung 2,4 2,4
    Amylase-Zubereitung 0,6 0,6
    1,2 Propylenglykol 5,6 5,6
    Wasser, Misc Add 100 Add 100
    pH (10%-ige Lösung, 20°C) 10,4 10,4


    [0113] Die Reinigungsleistung der maschinellen Geschirrspülmittel wurde anhand der IKW Methode beurteilt. Die Ergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle angegeben (Die angegebenen Werte ergeben sich als Mittelwerte aus 5 Versuchen)
    Reinigungsleistung V1 E1
    Tee 0,2 2,0
    (Bewertungsskala Reinigungsleistung: 10 = keine Verunreinigung bis 0 = starke Verunreinigung)



    Ansprüche

    1. Niederalkalisches, Phosphat- und Bleichmittel-freies maschinelles Geschirrspülmittel mit einem pH-Wert (10%-ige Lösung; 20°C) zwischen 8 und 12, enthaltend:

    a) 10 bis 60 Gew.-% Citrat

    b) 2,0 bis 30 Gew.-% anionisches Polymer, umfassend ungesättigte Dicarbonsäure(n) B, dadurch gekennzeichnet, dass das maschinelle Geschirrspülmittel kein Silikat enthält.


     
    2. Maschinelles Geschirrspülmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das maschinelle Geschirrspülmittel einen pH-Wert (20°C) zwischen 9 und 11,5, vorzugsweise zwischen 9,5 und 11,5 aufweist.
     
    3. Maschinelles Geschirrspülmittel nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das maschinelle Geschirrspülmittel, bezogen auf sein Gesamtgewicht, 12 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise 15 bis 40 Gew.-% und insbesondere 15 bis 30 Gew.-% Citrat enthält.
     
    4. Maschinelles Geschirrspülmittel nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das maschinelle Geschirrspülmittel als anionisches Polymer b) ein Copolymer, umfassend

    i) ungesättigte Monocarbonsäure(n) A, vorzugsweise 50 bis 90 Gew.-% ungesättigte Monocarbonsäure(n) A, insbesondere Acrylsäure

    ii) ungesättigte Dicarbonsäure(n) B , vorzugsweise 10 bis 50 Gew.-% ungesättigte Dicarbonsäure(n) B, insbesondere Maleinsäure.
    enthält.


     
    5. Maschinelles Geschirrspülmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das maschinelle Geschirrspülmittel als anionisches Polymer b) ein Maleinsäure Homopolymer, vorzugsweise mit einer relative Molekülmasse, bezogen auf freie Säuren, zwischen 2000 bis 70000 g/mol, vorzugsweise 4000 bis 50000 g/mol und insbesondere 6000 bis 40000 g/mol, aufweist
     
    6. Maschinelles Geschirrspülmittel nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das maschinelle Geschirrspülmittel, bezogen auf sein Gesamtgewicht, 2,0 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 2,5 bis 15 Gew.-% und insbesondere 2,5 bis 10 Gew.-% des anionischen Polymers b) enthält.
     
    7. Maschinelles Geschirrspülmittel nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das maschinelle Geschirrspülmittel, bezogen auf sein Gesamtgewicht, organisches Lösungsmittel in Mengen von 0,1 bis 15 Gew.-%, vorzugsweise 0,2 bis 12 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,5 bis 10 Gew.-% und insbesondere von 2,0 bis 8 Gew.-%, vorzugsweise organisches Amin und/oder ein Alkanolamine, vorzugsweise um Ethanolamin, in Mengen von 0,1 bis 15 Gew.-%, vorzugsweise 0,2 bis 10 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,5 bis 8 Gew.-% und insbesondere von 1,0 bis 6 Gew.-% enthält.
     
    8. Maschinelles Geschirrspülmittel nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Geschirrspülmittel, bezogen auf sein Gesamtgewicht, nichtionisches Tensid in Mengen von 0,1 bis 15 Gew.-%, vorzugsweise 0,2 bis 10 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,5 bis 8 Gew.-% und insbesondere von 1,0 bis 6 Gew.-% enthält.
     
    9. Maschinelles Geschirrspülmittel nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Geschirrspülmittel, bezogen auf sein Gesamtgewicht, Enzym-Zubereitungen in Mengen von 0,1 bis 12 Gew.-%, vorzugsweise von 0,2 bis 10 Gew.-% und insbesondere von 0,5 bis 8 Gew.-% enthält.
     
    10. Niederalkalisches maschinelles Geschirrspülmittel nach einem der vorherigen Ansprüche mit einem pH-Wert (10%-ige Lösung; 20°C) zwischen 8 und 12, enthaltend

    a) 10 bis 40 Gew.-% Citrat

    b) 2,0 bis 10 Gew.-% anionisches Copolymer, umfassend

    i) Acrylsäure

    ii) Maleinsäure

    c) 1 bis 8 Gew.-% Phosphonat

    d) 0,2 bis 10 Gew.-% nichtionisches Tensid

    e) 0,1 bis 8 Gew.-% Enzym-Zubereitung(en)


     
    11. Niederalkalisches maschinelles Geschirrspülmittel nach einem der vorherigen Ansprüche mit einem pH-Wert (10%-ige Lösung; 20°C) zwischen 8 und 12, enthaltend

    a) 10 bis 40 Gew.-% Citrat

    b) 2,0 bis 10 Gew.-% Maleinsäure Homopolymer

    c) 1 bis 8 Gew.-% Phosphonat

    d) 0,2 bis 10 Gew.-% nichtionisches Tensid

    e) 0,1 bis 8 Gew.-% Enzym-Zubereitung(en)


     
    12. Verfahren zur Reinigung von Geschirr in einer Geschirrspülmaschine, unter Einsatz eines maschinellen Geschirrspülmittels nach einem der vorherigen Ansprüche.
     
    13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Geschirrspülverfahren bei einer Flottentemperatur unterhalb 60°C durchgeführt wird.
     
    14. Verwendung eines maschinellen Geschirrspülmittels nach einem der vorherigen Ansprüche zur Verbesserung der Teereinigung beim maschinellen Geschirrspülen.
     


    Claims

    1. A low-alkali, phosphate- and bleaching agent-free automatic dishwashing agent with a pH value (10% solution; 20°C) of between 8 and 12, containing:

    a) 10 to 60 wt. % of citrate

    b) 2.0 to 30 wt.% of anionic polymer comprising unsaturated dicarboxylic acid(s) B,
    characterized in that the automatic dishwashing agent contains no silicate.


     
    2. The automatic dishwashing agent according to claim 1, characterized in that the automatic dishwashing agent has a pH value (20°C) of between 9 and 11.5, preferably between 9.5 and 11.5.
     
    3. The automatic dishwashing agent according to any one of the preceding claims, characterized in that the automatic dishwashing agent contains, relative to the total weight thereof, 12 to 50 wt.%, preferably 15 to 40 wt.% and in particular 15 to 30 wt.% of citrate.
     
    4. The automatic dishwashing agent according to any one of the preceding claims, characterized in that the automatic dishwashing agent contains as anionic polymer b) a copolymer comprising

    i) unsaturated monocarboxylic acid(s) A, preferably 50 to 90 wt.% of unsaturated monocarboxylic acid(s) A, in particular acrylic acid

    ii) unsaturated dicarboxylic acid(s) B , preferably 10 to 50 wt.% of unsaturated dicarboxylic acid(s) B, in particular maleic acid.


     
    5. The automatic dishwashing agent according to any one of claims 1 to 3, characterized in that the automatic dishwashing agent contains as anionic polymer b) a maleic acid homopolymer, preferably with a relative molecular mass, relative to free acids, of 2000 to 70000 g/mol, preferably 4000 to 50000 g/mol and in particular 6000 to 40000 g/mol.
     
    6. The automatic dishwashing agent according to any one of the preceding claims, characterized in that the automatic dishwashing agent contains, relative to the total weight thereof, 2.0 to 20 wt.%, preferably 2.5 to 15 wt.% and in particular 2.5 to 10 wt.% of the anionic polymer b).
     
    7. The automatic dishwashing agent according to any one of the preceding claims, characterized in that the automatic dishwashing agent contains, relative to the total weight thereof, organic solvent in quantities of 0.1 to 15 wt.%, preferably 0.2 to 12 wt.%, particularly preferably 0.5 to 10 wt.% and in particular of 2.0 to 8 wt.%, preferably organic amine and/or an alkanolamine, preferably ethanolamine, in quantities of 0.1 to 15 wt.%, preferably 0.2 to 10 wt.%, particularly preferably 0.5 to 8 wt.% and in particular of 1.0 to 6 wt.%.
     
    8. The automatic dishwashing agent according to any one of the preceding claims, characterized in that the dishwashing agent contains, relative to the total weight thereof, nonionic surfactant in quantities of 0.1 to 15 wt.%, preferably 0.2 to 10 wt.%, particularly preferably 0.5 to 8 wt.% and in particular of 1.0 to 6 wt.%.
     
    9. The automatic dishwashing agent according to any one of the preceding claims, characterized in that the dishwashing agent contains, relative to the total weight thereof, enzyme preparations in quantities of 0.1 to 12 wt.%, preferably of 0.2 to 10 wt.% and in particular of 0.5 to 8 wt.%.
     
    10. A low-alkali automatic dishwashing agent according to any one of the preceding claims with a pH value (10% solution; 20°C) of between 8 and 12, containing

    a) 10 to 40 wt.% of citrate

    b) 2.0 to 10 wt.% of anionic copolymer, comprising

    i) acrylic acid

    ii) maleic acid

    c) 1 to 8 wt.% of phosphonate

    d) 0.2 to 10 wt.% of nonionic surfactant

    e) 0.1 to 8 wt.% of enzyme preparation(s)


     
    11. The low-alkali automatic dishwashing agent according to any one of the preceding claims with a pH value (10% solution; 20°C) of between 8 and 12, containing

    a) 10 to 40 wt. % of citrate

    b) 2.0 to 10 wt.% of maleic acid homopolymer

    c) 1 to 8 wt.% of phosphonate

    d) 0.2 to 10 wt.% of nonionic surfactant

    e) 0.1 to 8 wt.% of enzyme preparation(s)


     
    12. A method for cleaning dishes in a dishwashing machine using an automatic dishwashing agent according to any one of the preceding claims.
     
    13. The method according to claim 12, wherein the dishwashing method is carried out at a liquor temperature of below 60°C.
     
    14. Use of an automatic dishwashing agent according to any one of the preceding claims for improving tea cleaning in automatic dishwashing.
     


    Revendications

    1. Agent pour le lavage mécanique de la vaisselle, faiblement alcalin, exempt de phosphate et d'agent de blanchiment, dont la valeur de pH (solution à 10 % ; 20 °C) se situe entre 8 et 12, contenant :

    a) de 10 à 60 % en poids de citrate ;

    b) de 2,0 à 30 % en poids d'un polymère anionique comprenant un ou plusieurs acides dicarboxyliques insaturés B ;
    caractérisé en ce que l'agent pour le lavage mécanique de la vaisselle ne contient aucun silicate.


     
    2. Agent pour le lavage mécanique de la vaisselle selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'agent pour le lavage mécanique de la vaisselle présente une valeur de pH (à 20 °C) entre 9 et 11,5, de préférence entre 9,5 et 11,5.
     
    3. Agent pour le lavage mécanique de la vaisselle selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'agent pour le lavage mécanique de la vaisselle contient, rapporté à son poids total, de 12 à 50 % en poids, de préférence de 15 à 40 % en poids et en particulier de 15 à 30 % en poids de citrate.
     
    4. Agent pour le lavage mécanique de la vaisselle selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'agent pour le lavage mécanique de la vaisselle contient, à titre de polymère anionique b), un copolymère comprenant :

    i) un ou plusieurs acides monocarboxyliques insaturés A, de préférence de 50 à 90 % en poids d'un ou de plusieurs acides monocarboxyliques insaturés A, en particulier d'acide acrylique ;

    ii) un ou plusieurs acides dicarboxyliques insaturés B, de préférence de 10 à 50 % en poids d'un ou de plusieurs acides dicarboxyliques insaturés B, en particulier d'acide maléique.


     
    5. Agent pour le lavage mécanique de la vaisselle selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'agent pour le lavage mécanique de la vaisselle présente, à titre de polymère anionique b), un homopolymère d'acide maléique, de préférence comprenant une masse moléculaire relative, rapportée aux acides libres, entre 2000 et 70.000 g/mol, de préférence de 4000 à 50.000 g/mol et en particulier de 6000 à 40.000 g/mol.
     
    6. Agent pour le lavage mécanique de la vaisselle selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'agent pour le lavage mécanique de la vaisselle contient, rapportés à son poids total, de 2,0 à 20 % en poids, de préférence de 2,5 à 15 % en poids et en particulier de 2,5 à 10 % en poids du polymère anionique b).
     
    7. Agent pour le lavage mécanique de la vaisselle selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'agent pour le lavage mécanique de la vaisselle contient, rapporté à son poids total, un solvant organique dans des quantités de 0,1 à 15 % en poids, de préférence de 0,2 à 12 % en poids, de manière particulièrement préférée de 0,5 à 10 % en poids et en particulier de 2,0 à 8 % en poids, de préférence une amine organique et/ou une alcanolamine, de préférence l'éthanolamine dans des quantités de 0,1 à 15 % en poids, de préférence de 0,2 à 10 % en poids, de manière particulièrement préférée de 0,5 à 8 % en poids et en particulier de 1,0 à 6 % en poids.
     
    8. Agent pour le lavage mécanique de la vaisselle selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'agent pour le lavage de la vaisselle contient, rapporté à son poids total, un agent tensioactif non ionique dans des quantités de 0,1 à 15 % en poids, de préférence de 0,2 à 10 % en poids, de manière particulièrement préférée de 0,5 à 8 % en poids et en particulier de 1,0 à 6 % en poids.
     
    9. Agent pour le lavage mécanique de la vaisselle selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'agent pour le lavage de la vaisselle contient, rapportées à son poids total, des préparations enzymatiques dans des quantités de 0,1 à 12 % en poids, de préférence de 0,2 à 10 % en poids et en particulier de 0,5 à 8 % en poids.
     
    10. Agent faiblement alcalin pour le lavage mécanique de la vaisselle selon l'une quelconque des revendications précédentes, dont la valeur de pH (solution à 10 % ; 20 °C) se situe entre 8 et 12, contenant :

    a) de 10 à 40 % en poids de citrate ;

    b) de 2,0 à 10 % en poids d'un copolymère anionique comprenant

    i) de l'acide acrylique ;

    ii) de l'acide maléique ;

    c) de 1 à 8 % en poids de phosphonate ;

    d) de 0,2 à 10 % en poids d'un agent tensioactif non ionique ;

    e) de 0,1 à 8 % en poids d'une ou de plusieurs préparations enzymatiques.


     
    11. Agent faiblement alcalin pour le lavage mécanique de la vaisselle selon l'une quelconque des revendications précédentes, dont la valeur de pH (solution à 10 % ; 20 °C) se situe entre 8 et 12, contenant :

    a) de 10 à 40 % en poids de citrate ;

    b) de 2,0 à 10 % en poids d'un homopolymère d'acide maléique ;

    c) de 1 à 8 % en poids de phosphonate ;

    d) de 0,2 à 10 % en poids d'un agent tensioactif non ionique ;

    e) de 0,1 à 8 % en poids d'une ou de plusieurs préparations enzymatiques.


     
    12. Procédé pour le lavage de la vaisselle dans un lave-vaisselle, comprenant la mise en oeuvre d'un agent pour le lavage mécanique de la vaisselle selon l'une quelconque des revendications précédentes.
     
    13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que le procédé de lavage de la vaisselle est mis en oeuvre à une température du bain inférieure à 60 °C.
     
    14. Utilisation d'un agent pour le lavage mécanique de la vaisselle selon l'une quelconque des revendications précédentes, pour améliorer le nettoyage des résidus de thé lors du lavage mécanique de la vaisselle.