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(11) |
EP 2 350 441 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.04.2019 Patentblatt 2019/15 |
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Anmeldetag: 16.11.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2009/065210 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2010/060823 (03.06.2010 Gazette 2010/22) |
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LEITSCHAUFEL FÜR EINE GASTURBINE UND ZUGEHÖRIGE GASTURBINE
GUIDE BLADE FOR A GAS TURBINE AND ASSOCIATED GAS TURBINE
AUBE DIRECTRICE POUR UNE TURBINE À GAZ ET TURBINE À GAZ ASSOCIÉE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
26.11.2008 CH 18452008
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.08.2011 Patentblatt 2011/31 |
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Patentinhaber: Ansaldo Energia IP UK Limited |
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London W1G 9DQ (GB) |
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Erfinder: |
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- WARDLE, Brian, Kenneth
CH-5200 Brugg-Lauffohr (CH)
- SAXER, Andre
CH-5507 Mellingen (CH)
- VON ARX, Beat
CH-4632 Trimbach (CH)
- TSYPKAYKINE, Igor
CH-5300 Turgi (CH)
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| (74) |
Vertreter: Bernotti, Andrea et al |
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Studio Torta S.p.A.
Via Viotti, 9 10121 Torino 10121 Torino (IT) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 630 350 EP-A2- 1 128 024 GB-A- 2 408 077 US-A1- 2005 095 129 US-A1- 2005 232 777 US-B1- 6 761 536
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EP-A2- 1 101 898 GB-A- 1 190 771 US-A- 5 358 379 US-A1- 2005 135 936 US-B1- 6 390 775
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Gebiet Gasturbinentechnik. Sie betrifft
eine Leitschaufel für eine Gasturbine gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Stand der Technik
[0003] Fig. 1 zeigt eine Gasturbine 10 mit sequentieller Verbrennung, bei der entlang einer
Achse 19 ein Verdichter 11, eine erste Brennkammer 14, eine Hochdruckturbine (HDT)
15, eine zweite Brennkammer 17 und eine Niederdruckturbine (NDT) 18 angeordnet sind.
Der Verdichter 11 und die beiden Turbinen 15, 18 sind Teil eines Rotors, der um die
Achse 19 dreht. Der Verdichter 11 saugt Luft an und verdichtet sie. Die verdichtete
Luft strömt in ein Plenum ein und strömt von dort in Vormischbrenner, wo diese Luft
mit mindestens einem Brennstoff, mindestens über die Brennstoffzufuhr 12 herangeführten
Brennstoff vermischt wird. Solche Vormischbrenner gehen grundsätzlich aus
EP-A1-0 321 809 oder
EP-A2-0 704 657 hervor.
Die verdichtete Luft strömt in die Vormischbrenner, wo die Vermischung, wie oben ausgeführt,
mit mindestens einem Brennstoff stattfindet. Dieses Brennstoff/LuftGemisch strömt
dann in die erste Brennkammer 14 ein, in welche dieses Gemisch unter Bildung einer
stabilen Flammenfront zur Verbrennung gelangt. Das so entstehende Heissgas wird in
der anschliessenden Hochdruckturbine 15 unter Arbeitsleistung teilweise entspannt
und strömt sodann in die zweite Brennkammer 17 ein, wo eine weitere Brennstoffzufuhr
16 stattfindet. Durch die hohen Temperaturen, welche das in der Hochdruckturbine 15
teilentspannte Heissgas immer noch aufweist, findet in der zweiten Brennkammer 17
eine Verbrennung statt, welche auf Selbstzündung beruht. Das in der zweiten Brennkammer
17 nacherhitzte Heissgas wird dann in einer mehrstufigen Niederdruckturbine 18 entspannt.
[0004] Die Niederdruckturbine 18 umfasst in Strömungsrichtung hintereinander angeordnet
mehrere Reihen von Laufschaufeln und Leitschaufeln, die alternierend angeordnet sind.
Die Leitschaufeln der in Strömungsrichtung dritten Leitschaufelreihe sind in Fig.
1 mit dem Bezugszeichen 20' versehen.
[0005] Bei den hohen Heissgastemperaturen in Gasturbinen der neuen Generationen ist es unabdingbar
geworden, die Leit- und Laufschaufeln der Turbine nachhaltig zu kühlen. Dazu wird
ein gasförmiges Kühlmedium (z.B. verdichtete Luft vom Verdichter der Gasturbine abgezeigt
oder Dampf zugeführt. Bei allen Fällen wird das Kühlmedium durch in der Schaufelgebildete
(häufig in Serpentinen verlaufende) Kühlkanäle geschickt und/oder an verschiedenen
Stellen der Schaufel durch entsprechende Öffnungen (Bohrungen, Schlitze) nach aussen
geleitet, um insbesondere auf der Aussenseite der Schaufel einen kühlenden Film auszubilden
(Filmkühlung). Ein Beispiel für eine derartige gekühlte Schaufel ist in der Druckschrift
US-A-5,813,835 beschrieben und dargestellt.
[0006] Im Rahmen der Schaufelkühlung wird häufig auch die Hinterkante der Schaufel gekühlt,
indem Kühlmedium durch eine auf der Druckseite der Schaufel vor der Hinterkante angeordnete,
im wesentlichen parallel zur Hinterkante verlaufende schlitzförmige Öffnung (Kühlschlitz)
ausgestossen wird und über die Hinterkante und den zwischen Öffnung und Hinterkante
liegenden Bereich der Schaufeloberfläche streicht. Eine solche Kühlung der Hinterkante
ist in Fig. 3 der
US-A-5,813,835 mit den Bezugszeichen 208 und 210 dargestellt.
[0008] Die Leitschaufel 20' gemäss Fig. 1 weist ein sich in radialer Richtung zwischen einem
Schaufelkopf und einer Deckplatte erstreckendes Schaufelblatt auf, wobei sich das
Schaufelblatt quer zur Richtung des Heissgasstromes mit einer Druckseite und einer
Saugseite zwischen einer Vorderkante und einer Hinterkante erstreckt und auf der Druckseite
vor der Hinterkante ein parallel zur Hinterkante verlaufender Kühlschlitz der oben
beschriebenen Art vorgesehen ist, durch welchen ein Kühlmedium über die gesamte Länge
der Leitschaufel aus der Leitschaufel austreten und die Hinterkante der Leitschaufel
kühlen kann.
[0009] Durch den in das Schaufelblatt integrierten, insbesondere gusstechnisch erzeugten
Kühlschlitz muss die Hinterkante der Leitschaufel vergleichsweise dünn ausgeführt
werden. Wenn sich im Betrieb der an den Rotor dichtungsbedingt anstossende Schaufelkopf
der Leitschaufel aufgrund der auftretenden Belastung ausgesetzt wird, werden dadurch
erhebliche mechanische Kräfte auf die Hinterkante des Schaufelblattes ausgeübt, die
aufgrund der geringen Dicke der Hinterkante zu Rissen an der Verbindungsstelle zwischen
Hinterkante und innerer Plattform und damit einer unerwünschten Begrenzung der Lebensdauer
führen kann.
Darstellung der Erfindung
[0010] Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine
Leitschaufel der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der die Nachteile der bisherigen
Lösung vermieden werden, und die sich gesamthaft durch eine aufgrund der dünnen Hinterkante
nicht beeinträchtigte Lebensdauer auszeichnet.
[0011] Die Aufgabe wird durch die Gesamtheit der Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Wesentlich
für die erfindungsgemässe Lösung ist, dass unterhalb der Hinterkante und des Kühlschlitzes
an der inneren Plattform Mittel zum Reduzieren der thermischen Spannungen vorgesehen
sind. Durch diese Mittel wird sichergestellt, dass ohne Änderung der Schaufelgeometrie,
insbesondere ohne Erhöhung der Wand- bzw. Materialstärken, allein durch eine "Entkopplung"
zwischen Schaufelkopf und Schaufelhinterkante, die Lebensdauer der Leitschaufel günstig
beeinflusst werden kann.
[0012] Gemäss der Erfindung umfassen die Mittel zum Reduzieren der thermischen Spannungen
einen durch die innere Plattform verlaufenden Schlitz, der im Wesentlichen parallel
zur Ebene der inneren Plattform orientiert ist und ein Querschnittsprofil von der
Form eines Schlüsselloches aufweist, mit einem Wandabschnitt mit parallelen Seiten
und einem am Boden des Schlitzes angeordneten, runden, insbesondere kreisförmigen,
Endabschnitt.
[0013] Eine andere Ausgestaltung zeichnet sich dadurch aus, dass der Schaufelkopf eine viereckige
Grundfläche aufweist, dass die Hinterkante mit dem davor angeordneten Kühlschlitz
an einer der vier Ecken in den Schaufelkopf einmündet, und dass der Schlitz diese
Ecke schneidet. Vorzugsweise schliesst dabei der Endabschnitt des Schlitzes mit den
Seitenwänden der inneren Plattform einen spitzen Winkel, insbesondere einen solchen
zwischen 30° und 40°, ein.
[0014] Der Schlitz weist im Bereich des Wandabschnitts eine Breite von weniger als 1 mm
auf, und der Endabschnitt ist kreisrund mit einem Radius grösser 1 mm ausgebildet.
Insbesondere weist der Schlitz Bereich des Wandabschnitts eine Breite von etwa 0,4
mm auf, und der Endabschnitt ist kreisrund mit einem Radius von etwa 1,25 mm ausgebildet.
[0015] Gemäss einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird der Kühlschlitz in der Leitschaufel
gusstechnisch hergestellt.
[0016] Die erfindungsgemässe Leitschaufel wird mit Vorteil in einer Gasturbine eingesetzt,
wobei die Leitschaufel in einer Turbine der Gasturbine angeordnet ist.
[0017] Die Gasturbine ist dabei vorzugsweise eine Gasturbine mit sequentieller Verbrennung,
die eine erste Brennkammer mit einer nachgeschalteten Hochdruckturbine und eine zweite
Brennkammer mit einer nachgeschalteten Niederdruckturbine aufweist, wobei die Leitschaufel
in der Niederdruckturbine angeordnet ist. Insbesondere weist die Niederdruckturbine
in Strömungsrichtung hintereinander mehrere Reihen von Leitschaufeln auf, und die
Leitschaufel ist in einer mittleren Leitschaufelreihe angeordnet.
Kurze Erläuterung der Figuren
[0018] Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen im Zusammenhang mit
der Zeichnung näher erläutert werden. Alle für das unmittelbare Verständnis der Erfindung
nicht wesentlichen Elemente sind fortgelassen worden. Gleiche Elemente sind in den
verschiedenen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Die Strömungsrichtung
der Medien ist mit Pfeilen angegeben. Es zeigen:
- Fig. 1
- den prinzipiellen Aufbau einer Gasturbine mit sequentieller Verbrennung nach dem Stand
der Technik;
- Fig. 2
- in einer perspektivischen Seitenansicht eine Leitschaufel für die dritte Leitschaufelreihe
in der Niederdruckturbine einer Gasturbine mit sequentieller Verbrennung nach Fig.
1 gemäss einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
- Fig. 3
- eine andere perspektivische Seitenansicht der Schaufel aus Fig. 2;
- Fig. 4
- in einem Ausschnitt den Blick auf die innere Plattform entgegen der Strömungsrichtung
(IV in Fig. 2);
- Fig. 5
- den Schnitt durch die innere Plattform in der Ebene V-V in Fig. 4, und
- Fig. 5a
- das prinzipielle Querschnittsprofil des Schlitzes in der inneren Plattform.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0019] In Fig. 2 und 3 sind in unterschiedlichen perspektivischen seitlichen Ansichten eine
Leitschaufel für die dritte Leitschaufelreihe in der Niederdruckturbine einer Gasturbine
mit sequentieller Verbrennung nach Fig. 1 gemäss einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Erfindung dargestellt. Die Leitschaufel 20 umfasst ein im Raum gekrümmtes Schaufelblatt
22, dass sich in Längsrichtung (in radialer Richtung der Gasturbine) zwischen einem
Schaufelkopf 23 und einer Deckplatte 21 erstreckt und in Richtung des Heissgasstromes
30 von einer Vorderkante 27 bis zu einer Hinterkante 28 reicht. Zwischen den beiden
Kanten 27 und 28 ist das Schaufelblatt 22 nach aussen durch eine Druckseite 31 (in
Fig. 2 dem Betrachter zugewandt) und eine (gegenüberliegende) Saugseite 32 (in Fig.
3 dem Betrachter zugewandt) begrenzt. Auf der Druckseite 31 ist kurz vor der Hinterkante
28 ein parallel zur Hinterkante 28 verlaufender Kühlschlitz 29 angeordnet, durch welchen
Kühlluft aus dem Schaufelinneren nach aussen tritt und den Schaufelbereich zwischen
Kühlschlitz 29 und Hinterkante 28 und die Hinterkante 28 selbst kühlt. Die Leitschaufel
20 ist mittels der auf der Oberseite der Deckplatte 21 ausgebildeten hakenförmigen
Befestigungselemente 24 und 25 am Turbinengehäuse befestigt, während sie mit dem Schaufelkopf
23 dichtend am Rotor anliegt. In den Seitenflächen der Deckplatte 21 sind Dichtungsnuten
26 angeordnet, die Streifendichtungen zur Abdichtung der Spalte zwischen benachbarten
Leitschaufeln aufnehmen.
[0020] Im Schaufelkopf 23 ist im wesentlichen parallel zur Ebene der Plattform ein Schlitz
33 angeordnet, der in Fig. 4 genauer zu erkennen ist. Der Schlitz 33 hat gemäss Fig.
5a ein Schlüsselloch-artiges Querschnittsprofil mit einem Wandabschnitt 33a (mit parallelen
Seiten bzw. Wänden) der Breite b und einem am Boden des Schlitzes 33 platzierten kreisrunden
Endabschnitt 33b mit dem Radius r. Die Breite b des Wandabschnitts 33a beträgt weniger
als 1 mm, vorzugsweise etwa 0,4 mm, während der Radius r des Endabschnitts 33b grösser
1 mm, vorzugsweise etwa 1,25 mm ist. Ziel bei der Dimensionierung des Schlitzes ist
es, die auf die Hinterkante wirkende mechanische Belastung des sich thermisch verbiegenden
Schaufelkopfes 23 zu verringern, ohne Spannungskonzentrationen am Boden des Schlitzes
33 und grosse Volumina im Schlitz zu erzeugen, die durch Füllung mit Kühlluft zu zusätzlichen
thermischen Spannungen führen könnten.
[0021] Wie aus Fig. 5 zu erkennen ist, hat der Schaufelkopf eine viereckige (insbesondere
rautenförmige) Grundfläche. Die Hinterkante 28 mit dem davor angeordneten Kühlschlitz
29 mündet an einer der vier Ecken (in Fig. 5 unten links) im Schaufelkopf 23 ein.
Der Schlitz 33 schneidet diese Ecke mit einer Tiefe, die einen ausreichenden Abstand
des Schlitzbodens zur Hinterkante gewährleistet, wobei der Endabschnitt 33b des Schlitzes
33 mit den Seitenwänden der inneren Plattform 23 einen spitzen Winkel w, insbesondere
einen solchen zwischen 30° und 40°, einschliesst.
[0022] Wesentlich für die Erfindung in der dargestellten Ausführungsform ist ein Schlitz
durch den Schaufelkopf 23, der den aufgrund thermischer Verbiegung des endseitigen
Teils entstehenden Spannungsfluss verändert und die dünne Hinterkante der Schaufel
mit der druckseitigen Kantenkühlung entlastet. Die Basislinie (Endabschnitt 33b) des
Schlitzes ist nicht senkrecht zur Krümmungslinie der Hinterkante, und schliesst mit
der Seitenfläche des Schaufelkopfes 23 einen spitzen Winkel ein, um die Spannungen
an beiden Enden des Schlitzes, nämlich an der Seitenfläche und an der Rückseite desselben,
auszugleichen. Der Schlitz hat die Querschnittskontur eines "Schlüssellochs", um die
Spannungen am Boden des Schlitzes zu reduzieren und das Gesamtvolumen des Schlitzes
zu minimieren, weil ein grosser mit Kühlluft gefüllter Hohlraum den Temperaturgradienten
und damit die Spannungen an der Hinterkante vergrössern würde.
[0023] Die Erfindung kann bei allen Turbinen-Leitschaufeln eingesetzt werden. Bevorzugt
wird sie bei grossen stationären Gasturbinen mit sequentieller Verbrennung, wie z.B.
der GT24/26 der Anmelderin, in der dritten Leitschaufelreihe der Niederdruckturbine
eingesetzt.
[0024] Durch den die Spannung reduzierenden Schlitz ist es möglich, auch bei Leitschaufeln
mit dünner Hinterkante, wie sie bei druckseitiger Kühlung durch einen integrierten
Kühlschlitz vorliegen, die gewünschte Lebensdauer zu erreichen.
Bezugszeichenliste
[0025]
- 10
- Gasturbine
- 11
- Verdichter
- 12,16
- Brennstoffzufuhr
- 13
- EV-Brenner
- 14,17
- Brennkammer
- 15
- Hochdruckturbine
- 18
- Niederdruckturbine
- 19
- Achse
- 20,20'
- Leitschaufel
- 21
- Deckplatte
- 22
- Schaufelblatt
- 23
- Schaufelkopf (Deckband)
- 24,25
- Befestigungselement (hakenförmig)
- 26
- Dichtungsnut
- 27
- Vorderkante
- 28
- Hinterkante
- 29
- Kühlschlitz
- 30
- Heissgasstrom
- 31
- Druckseite
- 32
- Saugseite
- 33
- Schlitz
- 33a
- Wandabschnitt
- 33b
- Endabschnitt (Bohrung)
- b
- Breite (Schlitz)
- r
- Radius (Endabschnitt)
- w
- Winkel
1. Leitschaufel (20) für eine Gasturbine (10), insbesondere für die Niederdruckturbine
(18) einer Gasturbine (10) mit sequentieller Verbrennung, welche Leitschaufel (20)
ein sich in radialer Richtung zwischen einem Schaufelkopf (23) und einer Deckplatte
(21) erstreckendes Schaufelblatt (22) aufweist, wobei sich das Schaufelblatt (22)
quer zur Richtung des Heissgasstromes (30) zwischen einer Vorderkante (27) und einer
Hinterkante (28) erstreckt und eine Druckseite (31) und eine Saugseite (32) aufweist,
und wobei auf der Druckseite (31) vor der Hinterkante (28) ein parallel zur Hinterkante
(28) verlaufender Kühlschlitz (29) vorgesehen ist, durch welchen ein Kühlmedium über
die gesamte Länge der Leitschaufel (20) aus der Leitschaufel (20) ausströmbar und
so die Hinterkante (28) der Leitschaufel (20) kühlbar ist, wobei unterhalb der Hinterkante
(28) und des Kühlschlitzes (29) an dem Schaufelkopf (23) Mittel (33; 33a, 33b) zum
Reduzieren von thermischen Spannungen vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Reduzieren der thermischen Spannungen einen durch den Schaufelkopf
(23) verlaufenden Schlitz (33; 33a, 33b) umfassen, dass der Schlitz (33; 33a, 33b)
im Wesentlichen parallel zur Ebene des Schaufelkopfes (23) orientiert ist, und dass
der Schlitz (33; 33a, 33b) ein Querschnittsprofil von der Form eines Schlüsselloches
aufweist, mit einem Wandabschnitt (33a) mit parallelen Seiten und einem am Boden des
Schlitzes (33; 33a, 33b) angeordneten, runden, insbesondere kreisförmigen, Endabschnitt
(33b).
2. Leitschaufel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaufelkopf (23) eine viereckige Grundfläche aufweist, dass die Hinterkante
(28) mit dem davor angeordneten Kühlschlitz (29) an einer der vier Ecken in den Schaufelkopf
(23) einmündet, und dass der Schlitz (33; 33a, 33b) diese Ecke schneidet.
3. Leitschaufel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Endabschnitt (33b) des Schlitzes (33, 33a, 33b) mit den Seitenwänden des Schaufelkopfes
(23) einen spitzen Winkel (w) bildet, insbesondere einen solchen zwischen 30° und
40°.
4. Leitschaufel nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitz (33; 33a, 33b) im Bereich des Wandabschnitts (33a) eine Breite (b) von
weniger als 1 mm aufweist, und der Endabschnitt (33b) kreisrund mit einem Radius (r)
grösser 1 mm ausgebildet ist.
5. Leitschaufel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitz (33; 33a, 33b) im Bereich des Wandabschnitts (33a) eine Breite (b) von
etwa 0,4 mm aufweist, und der Endabschnitt (33b) kreisrund mit einem Radius (r) von
etwa 1,25 mm ausgebildet ist.
6. Leitschaufel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlschlitz (29) in der Leitschaufel (20) gusstechnisch hergestellt ist.
7. Gasturbine (10) mit einer Leitschaufel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitschaufel (20) in einer Turbine (15, 18) der Gasturbine (10) angeordnet ist.
8. Gasturbine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Gasturbine (10) eine Gasturbine mit sequentieller Verbrennung ist, die eine erste
Brennkammer (14) mit einer nachgeschalteten Hochdruckturbine (15) und eine zweite
Brennkammer (17) mit einer nachgeschalteten Niederdruckturbine (18) aufweist, und
dass die Leitschaufel (20) in der Niederdruckturbine (18) angeordnet ist.
9. Gasturbine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Niederdruckturbine in Strömungsrichtung hintereinander mehrere Reihen von Leitschaufeln
aufweist, und dass die Leitschaufel (20) in einer mittleren Leitschaufelreihe angeordnet
ist.
1. Guide blade (20) for a gas turbine (10), in particular for the low-pressure turbine
(18) of a gas turbine (10) with sequential combustion,
which guide blade (20) comprises a turbine blade (22) extending in the radial direction
between a blade tip (23) and a cover plate (21),
wherein the turbine blade (22) extends transversely to the direction of the hot gas
stream (30) between a leading edge (27) and a trailing edge (28) and has a pressure
side (31) and a suction side (32), and
wherein a cooling slot (29) is provided on the pressure side (31) in front of the
trailing edge (28) and running parallel to the trailing edge (28), through which slot
a cooling medium can flow out from the guide vane (20) over the entire length of the
guide vane (20) and thus the trailing edge (28) of the guide vane (20) can be cooled,
wherein means (33; 33a, 33b) for reducing thermal stresses are provided on the blade
tip (23) below the trailing edge (28) and the cooling slot (29),
characterised in that the means for reducing thermal stresses comprise a slot (33; 33a, 33b) running through
the blade tip (23),
that the slot (33; 33a, 33b) is oriented substantially parallel to the plane of the
blade tip (23), and
that the slot (33; 33a, 33b) has a cross-sectional profile in the form of a keyhole
with a wall portion (33a) with parallel sides and a round, in particular circular
end portion (33b) arranged at the base of the slot (33; 33a, 33b).
2. Guide blade according to claim 1, characterised in that the blade tip (23) has a quadrangular base area, that the trailing edge (28) with
the cooling slot (29) arranged in front of it opens into the blade tip (23) at one
of the four corners, and that the slot (33; 33a, 33b) intersects this corner.
3. Guide blade according to claim 2, characterised in that the end portion (33b) of the slot (33; 33a, 33b) forms an acute angle (w), in particular
an angle between 30° and 40°, with the side walls of the blade tip (23).
4. Guide blade according to claim 2 or 3, characterised in that in the region of the wall portion (33a), the slot (33; 33a, 33b) has a width (b)
of less than 1 mm, and the end portion (33b) is formed circular with a radius (r)
of more than 1 mm.
5. Guide blade according to claim 4, characterised in that in the region of the wall portion (33a), the slot (33; 33a, 33b) has a width (b)
of around 0.4 mm, and the end portion (33b) is formed circular with a radius (r) of
around 1.25 mm.
6. Guide blade according to any of claims 1 to 5, characterised in that the cooling slot (29) is produced in the guide blade (20) in a casting process.
7. Gas turbine (10) with a guide blade according to any of claims 1 to 6, characterised in that the guide blade (20) is arranged in a turbine (15, 18) of the gas turbine (10).
8. Gas turbine according to claim 7, characterised in that the gas turbine (10) is a gas turbine with sequential combustion which has a first
combustion chamber (14) with a downstream high-pressure turbine (15) and a second
combustion chamber (17) with a downstream low-pressure turbine (18), and that the
guide blade (20) is arranged in the low-pressure turbine (18).
9. Gas turbine according to claim 8, characterised in that the low-pressure turbine comprises several rows of guide blades arranged behind each
other in the flow direction, and that the guide blade (20) is arranged in a middle
guide blade row.
1. Aube directrice (20) pour une turbine à gaz (10), plus particulièrement pour la turbine
à basse pression (18) d'une turbine à gaz (10) à combustion séquentielle, ladite aube
directrice (20) comprenant une pale d'aube (22) s'étendant dans la direction radiale
entre une tête d'aube (23) et une plaque de recouvrement (21), la pale d'aube (22)
s'étendant transversalement par rapport à la direction du flux de gaz chaud (30) entre
une arête avant (27) et une arête arrière (28) et comprenant un côté de pression (31)
et un côté d'aspiration (32) et, sur le côté de pression (31), devant l'arête arrière
(28), une fente de refroidissement (29) s'étendant parallèlement à l'arête arrière
(28) étant prévue, à travers laquelle un fluide de refroidissement peut être évacué
hors de l'aube directrice (20) sur toute la longueur de l'aube directrice (20) et
l'arête arrière (28) de l'aube directrice (20) pouvant être ainsi refroidie, des moyens
(33 ; 33a, 33b) permettant la réduction des contraintes thermiques étant prévus en
dessous de l'arête arrière (28) et de la fente de refroidissement (29), sur la tête
d'aube (23), caractérisée en ce que les moyens pour la réduction des contraintes thermiques comprennent une fente (33
; 33a, 33b) s'étendant à travers la tête d'aube (23), en ce que la fente (33 ; 33a, 33b) est orientée globalement parallèlement par rapport au plan
de la tête d'aube (23) et en ce que la fente (33 ; 33a, 33b) présente un profil de section transversale ayant la forme
d'un trou de serrure, avec une portion de paroi (33a) avec des côtés parallèles et
une portion d'extrémité (33b) ronde, plus particulièrement circulaire, disposée au
fond de la fente (33 ; 33a, 33b).
2. Aube directrice selon la revendication 1, caractérisée en ce que la tête d'aube (23) présente une surface de base quadrangulaire, en ce que l'arête arrière (28) débouche, avec la fente de refroidissement (29) disposée devant
elle, au niveau d'un des quatre angles, dans la tête d'aube (23) et en ce que la fente (33 ; 33a, 33b) coupe cet angle.
3. Aube directrice selon la revendication 2, caractérisée en ce que la portion d'extrémité (33b) de la fente (33, 33a, 33b) forme, avec les parois latérales
de la tête d'aube (23), un angle aigu (w), plus particulièrement un angle mesurant
entre 30° et 40°.
4. Aube directrice selon la revendication 2 ou 3, caractérisée en ce que la fente (33 ; 33a, 33b) présente, au niveau de la portion de paroi (33a) une largeur
(b) inférieure à 1 mm, et en ce que la portion d'extrémité (33b) présente une forme circulaire avec un rayon (r) supérieur
à 1 mm.
5. Aube directrice selon la revendication 4, caractérisée en ce que la fente (33 ; 33a, 33b) présente au niveau de la portion de paroi (33a) une largeur
(b) d'environ 0,4 mm et en ce que la portion d'extrémité (33b) présente une forme circulaire avec un rayon (r) d'environ
1,25 mm.
6. Aube directrice selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que la fente de refroidissement (29) est réalisée par moulage dans l'aube directrice
(20).
7. Turbine à gaz (10) avec une aube directrice selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisée en ce que l'aube directrice (20) est disposée dans une turbine (15, 18) de la turbine à gaz
(10).
8. Turbine à gaz selon la revendication 7, caractérisée en ce que la turbine à gaz (10) est une turbine à gaz à combustion séquentielle, qui comprend
une première chambre de combustion (14) avec une turbine à haute pression (15) branchée
en aval et une deuxième chambre de combustion (17) avec une turbine à basse pression
(18) branchée en aval et en ce que l'aube directrice (20) est disposée dans la turbine à basse pression (18).
9. Turbine à gaz selon la revendication 8, caractérisée en ce que la turbine à basse pression comprend, dans la direction d'écoulement, plusieurs rangées
consécutives d'aubes directrices et en ce que l'aube directrice (20) est disposée dans une rangée centrale d'aubes directrices.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente
In der Beschreibung aufgeführte Nicht-Patentliteratur
- JOOS, F. et al.Field Experience of the Sequential Combustion System for the ABB GT24/GT26 Gasturbine
FamilyIGTI/ASME 98-GT-220, 1998, [0002]