(19)
(11) EP 2 350 463 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
24.07.2013  Patentblatt  2013/30

(21) Anmeldenummer: 10709403.9

(22) Anmeldetag:  06.03.2010
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
F15B 15/14(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2010/001404
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2010/108589 (30.09.2010 Gazette  2010/39)

(54)

GEHÄUSEROHR UND DAMIT AUSGESTATTETER LINEARANTRIEB

HOUSING TUBE AND LINEAR DRIVE PROVIDED THEREWITH

TUBE DE CARTER ET ENTRAÎNEMENT LINÉAIRE ÉQUIPÉ DE CE DERNIER


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 25.03.2009 DE 102009014815

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
03.08.2011  Patentblatt  2011/31

(73) Patentinhaber: FESTO AG & Co. KG
73734 Esslingen (DE)

(72) Erfinder:
  • RÖHRIG, Harald
    66583 Spiesen-Elversberg (DE)
  • KEES, Ulrich
    66424 Homburg (DE)

(74) Vertreter: Abel, Martin 
Patentanwälte Magenbauer & Kollegen Plochinger Strasse 109
D-73730 Esslingen
D-73730 Esslingen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 1 978 262
DE-A1- 10 239 519
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Gehäuserohr eines Linearantriebes, dessen Wandung von mehreren axial durchgehenden, in Umfangsrichtung verteilten Gehäusekanälen durchsetzt ist, die gebildet sind von am Innenumfang eines rohrförmigen Außenteils angeordneten Längsvertiefungen, die radial innen von einem von dem Außenteil umschlossenen rohrförmigen Innenteil abgedeckt sind, wobei die die Längsvertiefungen abdeckenden Wandabschnitte des rohrförmigen Innenteils eine konvex gekrümmte Außenkontur aufweisen.

    [0002] Außerdem betrifft die Erfindung einen mit einem solchen Gehäuserohr ausgestatteten fluidbetätigten Linearantrieb, bei dem das rohrförmige Innenteil die Lauffläche für einen Antriebskolben definiert.

    [0003] Ein aus der DE 10 2007 029 628 B3 bekannter, mit einem Gehäuserohr ausgestatteter, als Pneumatikzylinder ausgebildeter Linearantrieb verfügt über ein zweischaliges Gehäuserohr, in dessen Wandung ein oder mehrere Gehäusekanäle zur Unterbringung eines Anbauteils vorgesehen sind. Die Gehäusekanäle setzen sich aus einer am Innenumfang des rohrförmigen Außenteils ausgebildeten Längsvertiefung und dem die Längsvertiefung abdeckenden Wandabschnitt des rohrförmigen Innenteils zusammen. Der die Abdeckfunktion ausübende Wandabschnitt ist nach Art eines Sockels mit einer ebenen Grundfläche ausgebildet und taucht über die gesamte Breite in die zugeordnete Längsvertiefung ein. Die hierzu erforderliche spezifische Gestaltung des Querschnittes des rohrförmigen Innenteils hat relativ hohe Werkzeugkosten zur Folge und resultiert aufgrund der großen Wanddicke in einem hohen Gewicht und Materialbedarf.

    [0004] Ein aus der DE 199 25 600 A1 bekannter Hydraulikzylinder verfügt über ein Gehäuserohr aus zwei koaxial ineinander angeordneten kreiszylindrischen Außen- und Innenteilen. Derartige Querschnittsformen lassen sich sehr kostengünstig realisieren. Zur Ausbildung von Gehäusekanälen in der Zylinderwandung wird allerdings auf eine Vielzahl von leistenförmigen Druckstücken zurückgegriffen, die zwischen das Innenteil und das Außenteil eingesetzt werden müssen, was eine sehr zeitraubende Montage des Hydraulikzylinders zur Folge hat.

    [0005] Bei einem aus der EP 1 402 188 B1 bekannten Arbeitszylinder wird auf ein einteiliges Zylinderrohr zurückgegriffen, an dessen Außenfläche speziell gestaltete, bogenförmig konturierte Zuganker angesetzt werden, die mit internen Längskanälen ausgestattet sind. Auch die DE 198 21 814 B4 und die DE 44 08 639 C2 beschreiben jeweils ein einteiliges Gehäuserohr, an dem allerdings außen Abdeckungen für zur Aufnahme von Sensoren dienende Nuten angebracht sind.

    [0006] Aus der DE 102 39 519 A1 ist ein Linearantrieb bekannt, der ein Gehäuserohr der eingangs genannten Art aufweist. Dieses Gehäuserohr ist durch ein hohles Rohrelement und ein das Rohrelement umschließendes hohles Abdeckelement gebildet, wobei zwischen diesen Elementen kanalartige Freiräume angeordnet sind.

    [0007] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Maßnahmen vorzuschlagen, die eine kostengünstige Herstellung eines gewichtsarmen Gehäuserohres für Linearantriebe ermöglichen. Diese Aufgabe wird bei einem Gehäuserohr der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass am Außenumfang des Innenteils mehrere radial nach außen ragende, sich in Achsrichtung der Längsachse des Gehäuserohrs linear über die gesamte Länge des Innenteils erstreckende rippenförmige Verdrehsicherungsvorsprünge vorhanden sind, die zwischen dem Innenteil und dem Außenteil eine auf Formschluss basierende Verdrehsicherung bewirken.

    [0008] Die Aufgabe wird außerdem durch einen fluidbetätigten Linearantrieb gelöst, dessen Gehäuse ein nach den vorgenannten Spezifikationen aufgebautes Gehäuserohr aufweist.

    [0009] Bedingt durch die konvex gekrümmte Außenkontur der die Längsvertiefungen abdeckenden Wandabschnitte lässt sich das rohrförmige Innenteil sehr kostengünstig mit relativ einfachen Werkzeugen herstellen. Zweckmäßigerweise liegen die konvexen Außenkonturen sämtlicher jeweils eine Längsvertiefung abdeckender Wandabschnitte des Innenteils gemeinsam auf einer imaginären zylindrischen Fläche bzw. Zylinderfläche. Besonders günstig realisieren lässt sich das Gehäuse bei einem Innenteil, dessen Innenumfang zylindrisch konturiert ist, also beispielsweise mit kreisrundem oder elliptischem bzw. ovalem Querschnitt, da man hier die Möglichkeit hat, die die Längsvertiefungen abdeckenden Wandabschnitte zumindest größtenteils mit gleichbleibender Wandstärke auszubilden. Eine besonders vorteilhafte Gestaltung resultiert daraus, dass das Innenteil bezüglich des Außenteils durch direkte Formschlussmaßnahmen verdrehgesichert ist.

    [0010] Der zweischalige Aufbau des Gehäuserohres bietet außerdem die vorteilhafte Möglichkeit, unterschiedliche Materialien sehr einfach miteinander zu kombinieren, um den unterschiedlichsten Anwendungen und Beanspruchung Rechnung tragen zu können.

    [0011] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.

    [0012] Um den Querschnitt der Wandung des Gehäuserohres optimal auszunutzen, können mehrere von abgedeckten Längsvertiefungen gebildete Gehäusekanäle vorhanden sein, die sich in ihrer Querschnittsform voneinander unterscheiden.

    [0013] Unterteilt man den Umfang des Gehäuserohres gedanklich in vier aneinander angrenzende Umfangsabschnitte mit jeweils 90° Umfangserstreckung, ist es von Vorteil, wenn in jedem dieser vier Umfangsabschnitte ein oder mehrere der erfindungsgemäß gebildeten Gehäusekanäle vorhanden sind. Sich diametral gegenüberliegende Wandabschnitte können insbesondere punktsymmetrisch bezüglich der durch das Zentrum des Innenteils verlaufenden Längsachse ausgebildet sein.

    [0014] Die Außenkontur des Gehäuserohres wird zweckmäßigerweise von einer äußeren Hüllwand des rohrförmigen Außenteils gebildet. Mit dieser Hüllwand einstückig verbundene, nach radial innen ragende stegförmige Trennwände können benachbarte Gehäusekanäle voneinander abteilen und können bei entsprechender Gestaltung auch dazu genutzt werden, das Außenteil bezüglich dem Innenteil durch Kontakt mit dessen Außenfläche abzustützen.

    [0015] Einer oder mehrere der von Wandabschnitten des Innenteils abgedeckten Gehäusekanäle können jeweils einen Aufnahmekanal bilden, in dem sich bei einem fertigen Linearantrieb ein Zugankerstab erstreckt, der genutzt wird, um stirnseitig angeordnete Gehäusedeckel mit dem Gehäuserohr axial zu verspannen. Damit der Querschnitt eines solchen Aufnahmekanals zugunsten einer Materialeinsparung relativ groß ausfallen kann, besteht die Möglichkeit, das Außenteil mit mehreren einstückig daran ausgebildeten Abstützrippen zu versehen, die in den Aufnahmekanal hineinragen und an denen sich der Zugankerstab radial abstützen kann. Solche Abstützrippen können bei Bedarf auch zur Verdrehsicherung des Zugankerstabes verwendet werden, so dass stirnseitig Befestigungsschrauben einschraubbar sind, ohne den Zugankerstab anderweitig festzuhalten. Man kann zur Verdrehsicherung aber auch mindestens eine gesonderte, einstückig mit dem Außenteil ausgebildete Verdrehsicherungsrippe vorsehen, die mit dem Zugankerstab radial in Eingriff steht.

    [0016] Unter Umständen kann es zweckmäßig sein, eine Verdrehsicherung zwischen dem Innenteil und dem Außenteil vorzusehen. In Verbindung mit einem im Wesentlichen hohlzylindrisch gestalteten Innenteil können hierzu am Innenteil ein oder mehrere, radial nach außen wegragende rippenförmige Verdrehsicherungsvorsprünge vorhanden sein, die in das Außenteil eingreifen. Es kann insbesondere mindestens ein Paar von in der Umfangsrichtung des Innenteils zueinander beabstandeten Verdrehsicherungsrippen vorhanden sein, wobei die Verdrehsicherungsrippen dieses Paares zum Bezwecken der Verdrehsicherung jeweils in eine der am Außenteil ausgebildeten Längsvertiefungen eingreifen können, um sich an den seitlichen Begrenzungsflächen derselben abzustützen. Die beiden Verdrehsicherungsrippen können in unterschiedliche Längsvertiefungen oder in die gleiche Längsvertiefung eingreifen. Die in der Umfangsrichtung des Innenteils gemessene Breite der Verdrehsicherungsrippen ist kleiner als diejenige der Öffnung der zugeordneten Längsvertiefung, so dass der gewünschte Verdrehsicherungseffekt mit einem Minimum an Material erzielbar ist.

    [0017] Für das Außenteil gilt, dass es außen zweckmäßigerweise im Wesentlichen rechteckig und insbesondere quadratisch konturiert ist, insbesondere mit abgerundeten Ecken. Der vom Innenteil begrenzte Querschnitt ist zweckmäßigerweise rund, insbesondere kreisrund oder auch elliptisch bzw. oval.

    [0018] Außen am Außenteil können eine oder mehrere sich längs erstreckende Verankerungsnuten ausgebildet sein, in denen sich Zusatzteile, insbesondere Sensoren, lösbar fixieren lassen. In Verbindung mit einer konvex gekrümmten Außenkontur des Innenteils ist es hier besonders vorteilhaft, die Verankerungsnuten so anzuordnen, dass ihre Längsmittelebenen zum Zentrum des Innenteils hin ausgerichtet sind. Der Nutgrund kann insbesondere an einem Wandabschnitt des Außenteils vorgesehen sein, der sich direkt am Außenumfang des Innenteils abstützt. Dieser Wandabschnitt kann eine sehr geringe Wandstärke aufweisen, so dass eventuell installierte Sensoren einen möglichst geringen radialen Abstand zur Innenumfangsfläche des Innenteils einnehmen.

    [0019] Bei einer besonders vorteilhaften Materialwahl besteht das Außenteil aus einem Kunststoffmaterial und das Innenteil aus Metall. Eine diesbezüglich vertauschte Materialwahl ist ebenfalls möglich. Es besteht ferner die Möglichkeit, die Innenumfangsfläche des Innenteils ungeachtet der jeweiligen Materialwahl mit einem Nanomaterial zu beschichten, um eine reibungsarme Bewegung des aufgenommenen Antriebskolbens zu gewährleisten. In diesem Fall kann unter Umständen auch auf ein zusätzliches Schmiermittel verzichtet werden.

    [0020] Der mehrschalige Aufbau des Gehäuserohres ermöglicht es im Übrigen auch, unter Beibehaltung ein und desselben Außenteils durch wahlweises Einsetzen unterschiedlich gestalteter Innenteile verschiedene Bauformen von Gehäuserohren zu realisieren, die sich äußerlich nicht voneinander unterscheiden.

    [0021] Prinzipiell wäre es möglich, Außenteil und Innenteil im Rahmen eines Spritzgießverfahrens stoffschlüssig miteinander zu verbinden. Um einfach auf Kundenwünsche hinsichtlich variabler Längenabmessungen reagieren zu können, wird es jedoch als vorteilhafter angesehen, die rohrförmigen Teile jeweils von einem in Meterware vorliegenden Grund-Profilmaterial abzulängen und dann axial ineinander einzustecken.

    [0022] Außenteil und Innenteil werden bei einer Steckmontage insbesondere so aufeinander abgestimmt, dass das Innenteil vom Außenteil mit einer geringfügigen radialen Vorspannung umschlossen ist. Auf diese Weise ergibt sich eine selbsttätig zusammenhaltende Baugruppe, was die Handhabung beim Zusammenbau eines Linearantriebes vereinfacht.

    [0023] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen:
    Fig. 1
    eine perspektivische Gesamtansicht einer bevorzugten Bauform des erfindungsgemäßen Linearantriebes, der mit einer besonders zweckmäßigen Realisierungsform des erfindungsgemäßen Gehäuserohres ausgestattet ist,
    Fig. 2
    einen durch die Längsmittelachse hindurchgehenden Längsschnitt des aus Fig. 2 ersichtlichen Linearantriebes,
    Fig. 3
    einen bezüglich der Längsmittelachse versetzten Längsschnitt des Linearantriebes gemäß Schnittlinie II-II aus Fig. 1 und 2,
    Fig. 4
    eine Stirnansicht des bei dem Linearantrieb gemäß Fig. 1 bis 3 vorhandenen Gehäuserohres in einer Einzeldarstellung mit Blickrichtung entsprechend Schnittlinie IV-IV, ohne die erfindungsgemäßen Verdrehsicherungsvorsprünge,
    Fig. 5
    einen Längenabschnitt des Gehäuserohres in einer perspektivischen Darstellung, und
    Fig. 6
    in einer mit Fig. 4 vergleichbaren Darstellungsweise eine modifizierte Ausführungsform des Gehäuserohres, mit den Verdrehsicherungsvorsprüngen gemäß der Erfindung.


    [0024] Bei dem im Zusammenhang mit dem Ausführungsbeispiel der Figuren 1 bis 5 erläuterten Gehäuserohr liegt in Ermangelung einer auf Formschluss basierenden Verdrehsicherung zwischen dem Außenteil und dem Innenteil kein erfindungsgemäßer Aufbau vor.

    [0025] Der insgesamt mit Bezugsziffer 1 bezeichnete Linearantrieb wird mit einem fluidischen Druckmedium betrieben, bei dem es sich insbesondere um Druckluft handelt. Andere gasförmige Medien oder auch Flüssigkeiten könnten aber ebenfalls zur Betätigung verwendet werden.

    [0026] Der Linearantrieb 1 verfügt über ein Gehäuse 2 mit einer querschnittsmittig verlaufenden Längsachse 3. Das Gehäuse 2 setzt sich zusammen aus einem Gehäuserohr 4 und zwei an den beiden Stirnseiten des Gehäuserohres 4 angeordneten ersten und zweiten Gehäusedeckeln 5, 6. Die Gehäusedeckel 5, 6 sind zweckmäßigerweise an die jeweils zugeordnete, axial orientierte Stirnfläche 7 des Gehäuserohres 4 angesetzt.

    [0027] Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 1 bis 5 sind die Gehäusedeckel 5, 6 durch Zuganker 8 mit dem Gehäuserohr 4 axial verspannt. Exemplarisch sind vier Zuganker 8 vorhanden, von denen in Fig. 4 und 5 allerdings nur zwei Stück abgebildet sind. Die Zuganker 8 sind, im Querschnitt betrachtet, in den vier Ecken eines gedachten Quadrates platziert und folglich mit einem Versatz von jeweils 90° um die Längsachse 3 herum angeordnet. Jeder Zuganker 8 verfügt über einen die Rohrwandung 14 des Gehäuserohres 4 axial durchsetzenden Zugankerstab 12, der an beiden Stirnseiten mit je einer Befestigungsschraube 13 verschraubt ist, die sich mit ihrem Kopf am zugeordneten Gehäusedeckel 5, 6 abstützt. Es könnten auch weniger als vier Zuganker vorhanden sein, beispielsweise nur zwei Stück, die sich dann zweckmäßigerweise bezüglich der Längsachse 3 diametral gegenüberliegen.

    [0028] Vorzugsweise sind die Zugankerstäbe 12 rohrförmig ausgebildet und die Befestigungsschrauben 13 in die hohlen Zugankerstäbe 12 eingeschraubt, insbesondere mittels selbstschneidender Gewinde.

    [0029] Die Fig. 6 illustriert, dass die Rohrwandung 14 des Gehäuserohres 4 auch von Befestigungskanälen 15 durchsetzt sein kann, in die sich die Befestigungsschrauben 13 zum Fixieren der Gehäusedeckel 5, 6 direkt einschrauben lassen, so dass keine Zuganker 8 benötigt werden. Diese Variante kann insbesondere genutzt werden, wenn die die Befestigungskanäle 15 definierenden Abschnitte der Rohrwandung 14 aus Metall bestehen, beispielsweise aus Aluminiummaterial.

    [0030] Das Gehäuserohr 4 ist in seiner Außenkontur prinzipiell beliebig und kann insbesondere auch kreisrund ausgebildet sein. Bevorzugt wird allerdings eine Bauform mit rechteckiger und bevorzugt quadratischer Außenkontur, wie dies beim Ausführungsbeispiel der Fall ist. Die Kanten sind zweckmäßigerweise abgerundet.

    [0031] Das Gehäuserohr 4 begrenzt gemeinsam mit den beiden Gehäusedeckeln 5,6 einen Gehäuseinnenraum 16, in dem ein Antriebskolben 17 in Achsrichtung der Längsachse 3 linear verschiebbar angeordnet ist. Der Gehäuseinnenraum 16 ist radial von einer bevorzugt zylindrischen, am Gehäuserohr 4 angeordneten Lauffläche 18 begrenzt, an der der Antriebskolben 17 gleitverschieblich anliegt.

    [0032] Durch den Antriebskolben 17 wird der Gehäuseinnenraum 16 axial in eine dem ersten Gehäusedeckel 5 zugeordnete erste Arbeitskammer 22 und eine dem zweiten Gehäusedeckel 6 zugeordnete zweite Arbeitskammer 23 unterteilt. Der Antriebskolben 17 trägt zu diesem Zweck im Bereich seines Außenumfanges vorzugsweise eine ringförmige Dichtungsanordnung 24, die an der Lauffläche 18 dynamisch dichtend anliegt.

    [0033] In jede Arbeitskammer 22, 23 mündet ein andererseits zur Außenfläche des Gehäuses 2 ausmündender eigener Steuerkanal 25a, 25b. Über die Steuerkanäle 25a, 25b hinweg können die Arbeitskammern 22, 23 gesteuert mit einem Druckmedium beaufschlagt werden, um die schon erwähnte, durch einen Doppelpfeil angedeutete lineare Hubbewegung 26 des Antriebskolbens 17 hervorzurufen. In diesem Zusammenhang können an die äußeren Mündungen der Steuerkanäle 25a, 25b das Druckmedium zu- und abführende Fluidleitungen angeschlossen werden.

    [0034] Ein mit dem Antriebskolben 17 bewegungsgekoppeltes Abtriebsteil 27 macht die Hubbewegung 26 mit und ermöglicht außerhalb des Gehäuses 2 den Abgriff der Hubbewegung 26. Exemplarisch ist das Abtriebsteil 27 als Kolbenstange 27a ausgebildet, die an dem Antriebskolben 17 befestigt ist und den ersten Gehäusedeckel 5 gleitverschieblich durchsetzt. Eine an dem ersten Gehäusedeckel 5 angeordnete ringförmige Dichtungseinrichtung 28 umschließt die Kolbenstange 27a und verhindert einen Fluidaustritt aus der sich anschließenden ersten Arbeitskammer 22. Eine ebenfalls an dem ersten Gehäusedeckel 5 fixierte Lagerbuchse 32 umschließt die Kolbenstange 27a und sorgt für eine Gleitlagerung derselben. Anstatt als Kolbenstange 27a könnte das Abtriebsteil 27 beispielsweise auch als längsseits neben dem Gehäuserohr 4 angeordneter Schlitten ausgebildet sein, der beispielsweise durch Magnetkraft mit dem Antriebskolben 17 antriebsmäßig verbunden ist.

    [0035] Das Gehäuserohr 4 hat zweckmäßigerweise einen zweischaligen Aufbau. Als äußere Schale fungiert ein rohrförmiges Außenteil 33. Die innere Schale ist von einem bezüglich dem Außenteil 33 gesonderten rohrförmigen Innenteil 34 gebildet, das von dem Außenteil 33 radial außen vollständig umschlossen ist. Vorzugsweise sind die beiden zweckmäßigerweise gleich langen Teile 33, 34 unter geringer radialer Vorspannung ineinander eingesteckt. Es handelt sich insbesondere um eine koaxiale Anordnung von Außenteil 33 und Innenteil 34.

    [0036] Die Wandung 35 des Außenteils 33 und die Wandung 36 des Innenteils 34 bilden gemeinsam die Rohrwandung 14 des Gehäuserohrs 4. Diese ist axial von einer Vielzahl von Hohlräumen durchsetzt, so dass Gehäuserohr 4 trotz hoher Stabilität ein nur geringes Gewicht aufweist. Zumindest einige der Hohlräume sind entlang eines Teils ihres Umfanges von der Wandung 35 und entlang eines anderen Teils ihres Umfanges von der Wandung 36 begrenzt, werden also vom Außenteil 33 und Innenteil 34 gemeinsam definiert.

    [0037] Zumindest einige dieser vorgenannten Hohlräume - im Folgenden als Gehäusekanäle 42 bezeichnet - sind gemeinsam gebildet von je einer am Innenumfang des Außenteils 33 angeordneten Längsvertiefung 43 und einem die nach radial innen gerichtete Vertiefungsöffnung 44 der Längsvertiefung 43 von radial innen her abdeckenden Wandabschnitt 45 der Wandung 36 des Innenteils 34. Die vorgenannten Wandabschnitte 45 seien im Folgenden auch als Abdeck-Wandabschnitte 45 bezeichnet.

    [0038] Aus Fig. 4 bis 6 geht gut hervor, dass die Abdeck-Wandabschnitte 45 eine konvex gekrümmte Außenkontur aufweisen. Jede Vertiefungsöffnung 44 ist also durch einen eine konvex gewölbte Außenfläche aufweisenden Abdeck-Wandabschnitt 45 verschlossen.

    [0039] Die gegenseitige radiale Zentrierung von Außenteil 33 und Innenteil 34 beruht zweckmäßigerweise auf dem Vorhandensein mehrere in der Umfangsrichtung um das Innenteil 34 herum angeordneter, nach radial innen weisender Stützflächen 46, die an der Außenumfangsfläche 47 der Wandung 36 des Innenteils 34 anliegen. Jede Stützfläche 46 ist streifenförmig gestaltet und erstreckt sich über die gesamte Länge des Außenteils 33. Im Querschnitt gemäß Fig. 4 und 6 betrachtet, liegen die Stützflächen 46 bei beiden Ausführungsbeispielen auf einer Kreislinie mit der Längsachse 3 als Zentrum.

    [0040] Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 bis 5 ist die Außenumfangsfläche 47 des Innenteils 34 insgesamt zylindrisch gestaltet und hat in der Umfangsrichtung einen stetigen Verlauf ohne Vorsprünge oder Stufen. Die Innenkontur des Innenteils 34, die die Lauffläche 18 bildet, ist vorzugsweise ebenfalls zylindrisch gestaltet, wobei sich zweckmäßigerweise ringsum die gleiche radiale Wandstärke für die Wandung 36 ergibt.

    [0041] Vorzugsweise ist die Außenkontur und Innenkontur des Innenteils 34 kreisförmig. Andere Formgebungen, beispielsweise elliptisch oder oval sind jedoch ebenfalls möglich. Unkreisförmige Innenkonturen des Innenteils 34 wählt man insbesondere dann, wenn allein durch die Formgebung eine Verdrehsicherung des an der Lauffläche 18 anliegenden Antriebskolbens 17 erwünscht ist.

    [0042] Das Innenteil 34 des Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 6 unterscheidet sich von demjenigen der Fig. 1 bis 5 lediglich darin, dass erfindungsgemäß an seinem Außenumfang mehrere radial nach außen ragende, sich in Achsrichtung der Längsachse 3 linear über die gesamte Länge des Innenteils 34 erstreckende rippenförmige Verdrehsicherungsvorsprünge 48 vorhanden sind. Sie bewirken eine über reibschlüssige Maßnahmen hinausgehende, auf Formschluss basierende Verdrehsicherung zwischen Außenteil 33 und Innenteil 34. Die Verdrehsicherungsvorsprünge 48, die einstückiger Bestandteil der Wandung 36 sind, greifen jeweils ein stückweit radial in eine der Längsvertiefungen 43 ein und stützen sich in der Umfangsrichtung an seitlichen Begrenzungsflächen 52 der Längsvertiefungen 43 ab, die sich an die Vertiefungsöffnungen 44 anschließen.

    [0043] Die Verdrehsicherungsvorsprünge 48 sind einander zweckmäßigerweise paarweise zugeordnet. Exemplarisch sind vier solcher Paare von Verdrehsicherungsvorsprüngen 48 vorhanden. Die Verdrehsicherungsvorsprünge 48 jedes dieser vier Paare greifen bevorzugt in unterschiedliche Längsvertiefungen 43 ein, wobei sie an in einander entgegengesetzte Umfangsrichtungen weisenden Begrenzungsflächen 52 anliegen. Auf diese Weise kann sich das Innenteil 34 weder in der einen noch in der anderen Richtung bezüglich des Außenteil 33 verdrehen.

    [0044] Es wäre ohne weiteres auch möglich, die rippenförmigen Verdrehsicherungsvorsprünge 48 so anzuordnen, dass wenigstens zwei Verdrehsicherungsvorsprünge 48 in ein und dieselbe Längsvertiefung 43 eingreifen und mit den beiden die Längsvertiefung 43 diesseits und jenseits längsseits begrenzenden Begrenzungsflächen 52 kooperieren.

    [0045] Allen rippenförmigen Verdrehsicherungsvorsprüngen 48 ist zweckmäßigerweise gemeinsam, dass ihre in der Umfangsrichtung des Innenteils 34 gemessene Breite wesentlich geringer ist als diejenige der Vertiefungsöffnung 44. Zwischen in Umfangsrichtung aufeinander folgenden Vertiefungsvorsprüngen 48 hat die Außenumfangsfläche 47 eine konvex gekrümmte Kontur. Alle konvexen Außenkonturabschnitte des Innenteils 34 liegen auf einer gemeinsamen imaginären Zylinderfläche.

    [0046] Die Außenkontur des Gehäuserohres 4 wird durch die Kontur der Wandung 35 vorgegeben. Diese ist somit beim Ausführungsbeispiel im Wesentlichen rechteckig und insbesondere quadratisch gestaltet, insbesondere mit abgerundeten Ecken. Rings um das Innenteil 34 herum erstreckt sich eine die Außenkontur des Außenteils 33 bestimmende äußere Hüllwand 53 des Außenteils 33 mit durchweg zweckmäßigerweise zumindest im Wesentlichen gleicher Wandstärke. Von dieser Hüllwand 53 ragen nach innen mehrere einstückig angeformte stegförmige Trennwände 54 weg, an denen zumindest teilweise die Stützflächen 46 angeordnet sind. Zumindest einige der Trennwände 54 trennen in der Umfangsrichtung des Außenteils 33 zueinander benachbarte Gehäusekanäle 42 voneinander ab.

    [0047] Einige weitere der Stützflächen 46 sind bei den Ausführungsbeispielen von im Folgenden als Bodenabschnitte 55 bezeichneten Wandabschnitten der äußeren Hüllwand 53 gebildet, die den Nutgrund sich in Achsrichtung der Längsachse 3 erstreckender Verankerungsnuten 56 definieren, die durch entsprechende Konturierung der äußeren Hüllwand 53 in der Außenkontur des Außenteils 33 ausgebildet sind. Es handelt sich hierbei um hinterschnittene Nuten, die dazu dienen, zur Positionserfassung des Antriebskolbens 17 nutzbare Sensoren oder sonstige Zusatzteile außen am Außenteil 33 zu fixieren. Zweckmäßigerweise trägt der Antriebskolben 17 einen bevorzugt ringförmigen Permanentmagnet 57, auf den die genannten Sensoren ansprechen können. Von besonderem Vorteil ist in diesem Zusammenhang, wenn die Verankerungsnuten 56 so ausgerichtet sind, dass ihre in Fig. 4 und 6 kenntlich gemachten Längsmittelebenen 58 durch das Zentrum des Innenteils 34 hindurchgehen. Die Längsmittelebenen 58 verlaufen also in radialer und axialer Richtung, wobei sie die Längsachse 3 beinhalten.

    [0048] Insbesondere die an den Bodenabschnitte 55 ausgebildeten Stützflächen 46 können entsprechend der gekrümmten Außenkontur des Innenteils 34 konkav gekrümmt sein.

    [0049] Die die Bodenabschnitte 55 beinhaltenden, die Verankerungsnuten 56 definierenden Wandabschnitte der Hüllwand 53 können auch jeweils als Trennwände zwischen in Umfangsrichtung aufeinanderfolgenden Gehäusekanälen 42 fungieren.

    [0050] Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 1 bis 5 bilden mehrere der Gehäusekanäle 42 jeweils einen Aufnahmekanal 62 für einen der schon erwähnten Zugankerstäbe 12. Dabei ist es von Vorteil, wenn der eingesteckte Zugankerstab 12 nicht am Innenteil 34 anliegt und auch nicht mit der Hüllwand 53 in Kontakt steht. Zweckmäßig ist es, wenn in mindestens einen und zweckmäßigerweise in jeden der Aufnahmekanäle 62 mehrere als integrale Bestandteile 35 des Außenteils 33 ausgebildete Abstützrippen 63 hineinragen, die sich zweckmäßigerweise über die gesamte Länge des Außenteils 33 erstrecken und an über den Umfang verteilten Stellen am Außenumfang des Zugankerstabes 12 anliegen, um diesen radial abzustützen und zu fixieren. Exemplarisch sind pro Aufnahmekanal 62 insgesamt vier um 90° versetzt zueinander angeordnete Abstützrippen 63 vorhanden, die um einen Aufnahmebereich 64 des Aufnahmekanals 62 herum angeordnet sind, in den der Zugankerstab 12 einsetzbar ist. Ein derart eingesetzter Zugankerstab 12 wird von den Abstützrippen 63 radial abgestützt und zentriert.

    [0051] Das Ausführungsbeispiel hat noch die Besonderheit, dass die Abstützrippen 63 jeweils eine Doppelfunktion erfüllen und außerdem auch noch als Verdrehsicherungsrippen 65 zur verdrehsicheren Fixierung der zugeordneten Zugankerstäbe 12 fungieren. Die Zugankerstäbe 12 weisen in diesem Zusammenhang am Außenumfang längsverlaufende Verdrehsicherungsnuten 66 auf, in die jeweils eine der Verdrehsicherungsrippen 65 eintaucht.

    [0052] Die Abstützrippen 63 und Verdrehsicherungsrippen 65 könnten auch separat ausgebildet sein.

    [0053] Ist ein Zugankerstab 12 in den Aufnahmebereich 64 eingesetzt, unterteilt er den Aufnahmekanal 62 zusammen mit den Abstützrippen 63 in mehrere um den Zugankerstab 12 herum angeordnete Aufnahmekanal-Teilräume.

    [0054] Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 6 sind die Befestigungskanäle 15 von rohrförmigen Wandabschnitten der Wandung 35 gebildet, die einstückig an Zwischenwänden 67 angeformt sind, die ihrerseits einstückig mit der Hüllwand 53 verbunden sind.

    [0055] Wie sich aus Fig. 4 und 6 ersehen lässt, kann sich die Rohrwandung 14 über vier aneinander angrenzende Umfangsabschnitte mit jeweils 90° Umfangserstreckung um die Längsachse 3 herum erstrecken, wobei in jedem dieser vier Umfangsabschnitte zweckmäßigerweise mehrere vom Innenteil 34 abgedeckte Gehäusekanäle 42 ausgebildet sind.

    [0056] Die Fig. 4 und 6 machen außerdem deutlich, dass die unter Mitwirkung des rohrförmigen Innenteils 34 definierten Gehäusekanäle 42 nicht alle identisch ausgebildet sein müssen, sondern sich in ihrer Querschnittskontur durchaus voneinander unterscheiden können.

    [0057] Unabhängig davon, ob und wie das Innenteil 34 und das Außenteil 33 gegenseitig fixiert sind, besteht der Vorteil der Möglichkeit einer getrennten, voneinander unabhängigen Fertigung vor ihrer Vereinigung zu dem Gehäuserohr 4.

    [0058] Allen Ausführungsbeispielen ist gemeinsam, dass das rohrförmige Innenteil 34 durch das rohrförmige Außenteil 33 optimal radial abgestützt ist. Ein und dasselbe Außenteil 33 kann optional mit Innenteilen 34 aus unterschiedlichen Materialien bestückt werden. Auf Basis des erfindungsgemäßen Prinzips lässt sich ein Baukastensystem für Gehäuserohre realisieren, bei dem unterschiedliche Außenteile 33 und/oder unterschiedliche Innenteile 34 bereitgestellt werden, die nach Bedarf miteinander kombinierbar sind. Allen Bauformen ist ein geringes Gewicht gemeinsam. Die bevorzugte Herstellung von Außenteil 33 und Innenteil 34 erfolgt als Strangpressprofil. Eine Metallausführung eines Außenteils 33 könnte aber durchaus auch aus einem gefalteten Edelstahlblech hergestellt werden.

    [0059] Ein aus Kunststoffmaterial bestehendes Außenteil 33 ermöglicht kostengünstig unterschiedliche Farbgestaltungen. Unterschiedlichste Längenabmessungen lassen sich problemlos durch Absägen von in Meterware vorliegendem Profilmaterial realisieren.

    [0060] Einige oder sämtliche Gehäusekanäle 42 können zur Erhöhung der Stabilität der Gesamtstruktur ausgeschäumt sein. Das Ausschäumen erfolgt zweckmäßigerweise, nachdem das Außenteil 33 und das Innenteil 34 zusammengefügt worden sind.


    Ansprüche

    1. Gehäuserohr eines Linearantriebes (1), dessen Wandung von mehreren axial durchgehenden, in Umfangsrichtung verteilten Gehäusekanälen (42) durchsetzt ist, die gebildet sind von am Innenumfang eines rohrförmigen Außenteils (33) angeordneten Längsvertiefungen (43), die radial innen von einem von dem Außenteil (33) umschlossenen rohrförmigen Innenteil (34) abgedeckt sind, wobei die die Längsvertiefungen (43) abdeckenden Wandabschnitte (45) des rohrförmigen Innenteils (34) eine konvex gekrümmte Außenkontur aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass am Außenumfang des Innenteils (34) mehrere radial nach außen ragende, sich in Achsrichtung der Längsachse (3) des Gehäuserohrs (4) linear über die gesamte Länge des Innenteils (34) erstreckende rippenförmige Verdrehsicherungsvorsprünge (48) vorhanden sind, die zwischen dem Innenteil (34) und dem Außenteil (33) eine auf Formschluss basierende Verdrehsicherung bewirken.
     
    2. Gehäuserohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich mehrere der Gehäusekanäle (42) in ihrer Querschnittsform voneinander unterscheiden.
     
    3. Gehäuserohr nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Wandung des Gehäuserohrs (4) über vier aneinander angrenzende Umfangsabschnitte mit jeweils 90° Umfangserstreckung erstreckt, wobei in jedem dieser vier Umfangsabschnitte mindestens eine und zweckmäßigerweise mehrere der vom Innenteil (34) abgedeckten Gehäusekanäle (42) ausgebildet sind.
     
    4. Gehäuserohr nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das rohrförmige Außenteil (33) eine die Außenkontur des Außenteils (33) definierende äußere Hüllwand (53) aufweist, von der stegförmige Trennwände (54) nach innen ragen, die benachbarte der Gehäusekanäle (42) voneinander abtrennen.
     
    5. Gehäuserohr nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einige der Trennwände (54) nach radial innen weisende Stützflächen (46) aufweisen, an denen sich das rohrförmige Innenteil (34) mit seiner Außenumfangsfläche (47) abstützt.
     
    6. Gehäuserohr nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass einer oder mehrere der Gehäusekanäle (42) als Aufnahmekanal (62) für einen das Gehäuserohr (4) axial durchsetzenden Zugankerstab (12) ausgebildet ist/sind.
     
    7. Gehäuserohr nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in mindestens einen Aufnahmekanal (62) mehrere sich axial erstreckende, an dem Außenteil (33) angeordnete Abstützrippen (63) für einen eingesteckten Zugankerstab (12) hineinragen und/oder dass in mindestens einen Aufnahmekanal (62) mindestens eine an dem Außenteil (33) angeordnete Verdrehsicherungsrippe (65) hineinragt, die ausgebildet ist, um zur Verdrehsicherung eines eingesteckten Zugankerstabes (12) mit einer am Außenumfang desselben ausgebildeten Verdrehsicherungsnut (66) in Eingriff zu gelangen.
     
    8. Gehäuserohr nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die konvex gekrümmten Außenkonturen sämtlicher jeweils eine Längsvertiefung (43) abdeckender Wandabschnitte (45) des rohrförmigen Innenteils (34) auf einer gemeinsamen imaginären Zylinderfläche liegen.
     
    9. Gehäuserohr nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass jeder eine Längsvertiefung (43) abdeckenden Wandabschnitt (45) über seine gesamte Umfangserstreckung hinweg außen konvex gekrümmt ist.
     
    10. Gehäuserohr nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Innenteil (34) an seinem Außenumfang mindestens einen radial abstehenden, in das Außenteil (33) eingreifenden rippenförmigen Verdrehsicherungsvorsprung (48) aufweist.
     
    11. Gehäuserohr nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Innenteil (34) wenigstens ein Paar von in der Umfangsrichtung des Innenteils (34) zueinander beabstandeten Verdrehsicherungsvorsprüngen (48) aufweist, die jeweils in eine der Längsvertiefungen (43) eingreifen, wobei ihre in der Umfangsrichtung gemessene Breite geringer ist, als die Breite der Öffnung (44) der zugeordneten Längsvertiefung (43) und wobei sie an in einander entgegengesetzte Umfangsrichtungen weisenden Begrenzungsflächen (42) des Außenteils (33) anliegen.
     
    12. Gehäuserohr nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Innenteil (34) eine insgesamt zylindrisch gestaltete Außenumfangsfläche (47) aufweist.
     
    13. Gehäuserohr nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Außenteil (33) eine im Wesentlichen rechteckige und insbesondere quadratische Außenkontur aufweist, wobei das Innenteil (34) innen zylindrisch und insbesondere kreiszylindrisch konturiert ist.
     
    14. Gehäuserohr nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Außenteil (33) an seinem Außenumfang mehrere längsverlaufende Verankerungsnuten (56) für Zusatzteile, zweckmäßigerweise Sensoren, aufweist, die so ausgerichtet sind, dass ihre zum Nutgrund rechtwinkeligen Längsmittelebenen (58) mit der das Zentrum des Innenteils (34) beinhaltenden Längsachse (3) des Innenteils (34) zusammenfallen.
     
    15. Gehäuserohr nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Außenteil (33) aus einem Kunststoffmaterial und das Innenteil (34) aus Metall besteht, oder umgekehrt.
     
    16. Gehäuserohr nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Außenteil (33) und das Innenteil (34) koaxial ineinander eingesteckt sind, insbesondere derart, dass das Außenteil (33) durch das Innenteil (34) unter radiale Vorspannung gesetzt ist.
     
    17. Fluidbetätigter Linearantrieb, dessen Gehäuse (2) ein Gehäuserohr (4) mit einem eine Lauffläche (18) für einen Antriebskolben (17) definierenden rohrförmigen Innenteil (34) und einem das Innenteil (34) radial außen umschließenden rohrförmigen Außenteil (33) aufweist, wobei das Gehäuserohr (4) nach einem der Ansprüche 1 bis 16 ausgebildet ist.
     


    Claims

    1. Housing tube of a linear drive (1), through the wall of which pass several housing passages (42) which are axially continuous and distributed in the circumferential direction and which are represented by longitudinal recesses (43) which are arranged on the inner circumference of a tubular outer part (33) and which are covered radially inside by a tubular inner part (34) enclosed by the outer part (33), wherein the wall sections (45) of the tubular inner part (34) which cover the longitudinal recesses (43) have an external contour with a convex curvature, characterised in that on the outer circumference of the inner part (34) there are provided several radially outward-projecting rib-shaped anti-rotation projections (48) which extend in the axial direction of the longitudinal axis (3) of the housing tube (4) in a linear arrangement along the entire length of the inner part (34) and which provide an anti-rotation effect based on positive locking between the inner part (34) and the outer part (33).
     
    2. Housing tube according to claim 1, characterised in that several of the housing passages (42) differ from one another in their cross-sectional form.
     
    3. Housing tube according to claim 1 or 2, characterised in that the wall of the housing tube (4) extends over four adjoining circumferential sections with a circumferential dimension of 90 degrees each, with at least one and expediently more of the housing passages (42) covered by the inner part (34) being formed in each of these four circumferential sections.
     
    4. Housing tube according to any of claims 1 to 3, characterised in that the tubular outer part (33) has an outer covering wall (53) defining the external contour of the outer part (33), with web-shaped dividing walls (54) extending inwards to separate adjacent housing passages (42).
     
    5. Housing tube according to claim 4, characterised in that some of the dividing walls (54) have support surfaces (46) which are oriented radially inwards and on which the tubular inner part (34) is supported with its outer circumferential surface (47).
     
    6. Housing tube according to any of claims 1 to 5, characterised in that one or more of the housing passages (42) is/are designed as a reception passage (62) for a tie rod (12) axially passing through the housing tube (4).
     
    7. Housing tube according to claim 6, characterised in that several axially oriented supporting ribs (63) provided on the outer part (33) for an inserted tie rod (12) project into at least one reception passage (62), and/or in that at least one anti-rotation rib (65) provided on the outer part (33) and designed to secure an inserted tie rod (12) against rotation by engaging with an anti-rotation groove (66) formed on the outer circumference of the latter projects into at least one receiving passage (62).
     
    8. Housing tube according to any of claims 1 to 7, characterised in that the convex external contours of all wall sections (45) of the tubular inner part (34) which cover a longitudinal recess (43) each lie on a common imaginary cylinder surface.
     
    9. Housing tube according to any of claims 1 to 8, characterised in that each wall section (45) which covers a longitudinal recess (43) has a convex external curvature along its entire circumferential dimension.
     
    10. Housing tube according to any of claims 1 to 9, characterised in that the inner part (34) has on its outer circumference at least one radially projecting rib-shaped anti-rotation projection (48) which engages with the outer part (33).
     
    11. Housing tube according to claim 10, characterised in that the inner part (34) has at least one pair of anti-rotation projections (48) spaced in the circumferential direction of the inner part (34) and each engaging with a longitudinal recess (43), wherein their width as measured in the circumferential direction is less than the width of the opening (44) of the associated longitudinal recess (43), and wherein they bear against bounding surfaces (42) of the outer part (33) which are oriented in opposite circumferential directions.
     
    12. Housing tube according to any of claims 1 to 11, characterised in that the inner part (34) has an outer circumferential surface which is cylindrical overall.
     
    13. Housing tube according to any of claims 1 to 12, characterised in that the outer part (33) has a substantially rectangular and in particular square external contour, the inner part (34) having a cylindrical and in particular circular cylindrical internal contour.
     
    14. Housing tube according to any of claims 1 to 13, characterised in that the outer part (33) has on its outer circumference several longitudinally oriented anchoring grooves (56) for auxiliary parts, expediently sensors, which grooves (56) are oriented such that their longitudinal central planes (58) perpendicular to the groove bottom coincide with the longitudinal axis (3) of the inner part (34), which contains the centre of the inner part (34).
     
    15. Housing tube according to any of claims 1 to 14, characterised in that the outer part (33) is made of a plastic material and the inner part (34) is made of metal, or vice versa.
     
    16. Housing tube according to any of claims 1 to 15, characterised in that the outer part (33) and the inner part (34) are coaxially inserted into one another, in particular in such a way that a radial preload is applied to the outer part (33) by the inner part (34).
     
    17. Fluid-actuated linear drive, the housing (2) of which comprises a housing tube (4) with a tubular inner part (34) defining a sliding surface (18) for a drive piston (17) and a tubular outer part (33) radially enclosing the inner part (34) on the outside, the housing tube (4) being designed according to any of claims 1 to 16.
     


    Revendications

    1. Tube de carter d'un entraînement linéaire (1), dont la paroi est traversée par plusieurs canaux de carter (42) continus axialement, répartis dans le sens périphérique, lesquels sont formés par des cavités longitudinales (43) disposées sur la périphérie intérieure d'une partie extérieure (33) tubulaire, lesquelles sont recouvertes radialement à l'intérieur par une partie intérieure (34) tubulaire entourée par la partie extérieure (33), sachant que les sections de paroi (45), recouvrant les cavités longitudinales (43), de la partie intérieure (34) tubulaire présentent un contour extérieur courbé de manière convexe, caractérisé en ce que plusieurs parties faisant saillie empêchant toute rotation (48) présentant une forme de nervure sont présentes sur la périphérie extérieure de la partie intérieure (34), lesquelles font saillie radialement vers l'extérieur, s'étendent dans la direction axiale de l'axe longitudinal (3) du tube de carter (4) de manière linéaire sur toute la longueur de la partie intérieure (34) et entraînent entre la partie intérieure (34) et la partie extérieure (33) un blocage empêchant toute rotation basé sur la complémentarité de forme.
     
    2. Tube de carter selon la revendication 1, caractérisé en ce que plusieurs des canaux de carter (42) se distinguent les uns des autres par la forme de leur section transversale.
     
    3. Tube de carter selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la paroi du tube de carter (4) s'étend sur quatre sections périphériques contiguës les unes des autres avec respectivement une extension périphérique de 90°, sachant qu'au moins un et de manière appropriée plusieurs des canaux de carter (42) recouverts par la partie intérieure (34) sont réalisés dans chacune desdites quatre sections périphériques.
     
    4. Tube de carter selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la partie extérieure (33) tubulaire présente une paroi enveloppante (53) extérieure définissant le contour extérieur de la partie extérieure (33), de laquelle paroi enveloppante font saillie vers l'intérieur des parois de séparation (54) présentant une forme de traverse, lesquelles séparent les uns des autres des canaux de carter (42) voisins.
     
    5. Tube de carter selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'au moins quelques-unes des parois de séparation (54) présentent des surfaces d'appui (46) orientées vers l'intérieur radialement, contre lesquelles s'appuie la partie intérieure (34) tubulaire par sa surface périphérique extérieure (47).
     
    6. Tube de carter selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'un canal de carter ou plusieurs des canaux de carter (42) est réalisé/sont réalisés sous la forme d'un canal de réception (62) pour une barre de tirant d'ancrage (12) traversant axialement le tube de carter (4).
     
    7. Tube de carter selon la revendication 6, caractérisé en ce que plusieurs nervures d'appui (63) pour une barre de tirant d'ancrage (12) enfichée, disposées sur la partie extérieure (33), s'étendant axialement font saillie dans au moins un canal de réception (62), et/ou en ce qu'au moins une nervure empêchant toute rotation (65) disposée au niveau de la partie extérieure (33) fait saillie dans au moins un canal de réception (62), laquelle nervure empêchant toute rotation est réalisée pour venir en prise avec une rainure empêchant toute rotation (66) réalisée au niveau de la périphérie extérieure d'une barre de tirant d'ancrage (12) afin d'empêcher toute rotation de ladite barre de tirant d'ancrage enfichée.
     
    8. Tube de carter selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que les contours extérieurs courbés de manière convexe de toutes les sections de paroi (45), recouvrant respectivement une cavité longitudinale (43), de la partie intérieure (34) tubulaire se trouvent sur une surface cylindrique commune imaginaire.
     
    9. Tube de carter selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que chaque section de paroi (45) recouvrant une cavité longitudinale (43) est courbée de manière convexe à l'extérieur sur toute son extension périphérique.
     
    10. Tube de carter selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que la partie intérieure (34) présente au niveau de sa périphérie extérieure au moins une partie faisant saillie empêchant toute rotation (48) présentant une forme de nervure, faisant saillie radialement, venant en prise avec la partie extérieure (33).
     
    11. Tube de carter selon la revendication 10, caractérisé en ce que la partie intérieure (34) présente au moins une paire de parties faisant saillie empêchant toute rotation (48) espacées l'une de l'autre dans la direction périphérique de la partie intérieure (34), lesquelles viennent en prise respectivement avec une des cavités longitudinales (43), sachant la largeur desdites parties faisant saillie empêchant toute rotation, mesurée dans le sens périphérique, est plus petite que la largeur de l'orifice (44) de la cavité longitudinale (43) associée et sachant que les parties faisant saillie empêchant toute rotation reposent au niveau de surfaces de délimitation (42) de la partie extérieure (33), orientées dans des directions périphériques opposées les unes aux autres.
     
    12. Tube de carter selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que la partie intérieure (34) présente une surface périphérique extérieure (47) configurée sous la forme globalement d'un cylindre.
     
    13. Tube de carter selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que la partie extérieure (33) présente un contour extérieur essentiellement rectangulaire, et en particulier carré, sachant que la partie intérieure (34) présente un contour cylindrique à l'intérieur, en particulier un contour circulaire cylindrique.
     
    14. Tube de carter selon l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que la partie extérieure (33) présente, au niveau de sa périphérie extérieure, plusieurs rainures d'ancrage (56) s'étendant longitudinalement pour des pièces supplémentaires, de manière appropriée pour des capteurs, lesquelles sont orientées de telle manière que leurs plans médians longitudinaux (58) rectangulaires par rapport à la base de rainure coïncident avec l'axe longitudinal (3) de la partie intérieure (34), comportant le centre de la partie intérieure (34).
     
    15. Tube de carter selon l'une quelconque des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que la partie extérieure (33) est constituée d'un matériau en plastique, et en ce que la partie intérieure (34) est constituée d'un métal, ou inversement.
     
    16. Tube de carter selon l'une quelconque des revendications 1 à 15, caractérisé en ce que la partie extérieure (33) et la partie intérieure (34) sont enfichées coaxialement l'une dans l'autre, en particulier de telle manière que la partie extérieure (33) est placée à travers la partie intérieure (34) sous une précontrainte radiale.
     
    17. Entraînement linéaire à actionnement fluidique, dont le carter (2) présente un tube de carter (4) doté d'une partie intérieure (34) tubulaire définissant une surface de roulement (18) pour un piston d'entraînement (17) et d'une partie extérieure (33) tubulaire entourant radialement à l'extérieur la partie intérieure (34), sachant que le tube de carter (4) est réalisé selon l'une quelconque des revendications 1 à 16.
     




    Zeichnung














    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente