[0001] Die Erfindung betrifft ein Gehäuserohr eines Linearantriebes, dessen Wandung von
mehreren axial durchgehenden, in Umfangsrichtung verteilten Gehäusekanälen durchsetzt
ist, die gebildet sind von am Innenumfang eines rohrförmigen Außenteils angeordneten
Längsvertiefungen, die radial innen von einem von dem Außenteil umschlossenen rohrförmigen
Innenteil abgedeckt sind, wobei die die Längsvertiefungen abdeckenden Wandabschnitte
des rohrförmigen Innenteils eine konvex gekrümmte Außenkontur aufweisen.
[0002] Außerdem betrifft die Erfindung einen mit einem solchen Gehäuserohr ausgestatteten
fluidbetätigten Linearantrieb, bei dem das rohrförmige Innenteil die Lauffläche für
einen Antriebskolben definiert.
[0003] Ein aus der
DE 10 2007 029 628 B3 bekannter, mit einem Gehäuserohr ausgestatteter, als Pneumatikzylinder ausgebildeter
Linearantrieb verfügt über ein zweischaliges Gehäuserohr, in dessen Wandung ein oder
mehrere Gehäusekanäle zur Unterbringung eines Anbauteils vorgesehen sind. Die Gehäusekanäle
setzen sich aus einer am Innenumfang des rohrförmigen Außenteils ausgebildeten Längsvertiefung
und dem die Längsvertiefung abdeckenden Wandabschnitt des rohrförmigen Innenteils
zusammen. Der die Abdeckfunktion ausübende Wandabschnitt ist nach Art eines Sockels
mit einer ebenen Grundfläche ausgebildet und taucht über die gesamte Breite in die
zugeordnete Längsvertiefung ein. Die hierzu erforderliche spezifische Gestaltung des
Querschnittes des rohrförmigen Innenteils hat relativ hohe Werkzeugkosten zur Folge
und resultiert aufgrund der großen Wanddicke in einem hohen Gewicht und Materialbedarf.
[0004] Ein aus der
DE 199 25 600 A1 bekannter Hydraulikzylinder verfügt über ein Gehäuserohr aus zwei koaxial ineinander
angeordneten kreiszylindrischen Außen- und Innenteilen. Derartige Querschnittsformen
lassen sich sehr kostengünstig realisieren. Zur Ausbildung von Gehäusekanälen in der
Zylinderwandung wird allerdings auf eine Vielzahl von leistenförmigen Druckstücken
zurückgegriffen, die zwischen das Innenteil und das Außenteil eingesetzt werden müssen,
was eine sehr zeitraubende Montage des Hydraulikzylinders zur Folge hat.
[0005] Bei einem aus der
EP 1 402 188 B1 bekannten Arbeitszylinder wird auf ein einteiliges Zylinderrohr zurückgegriffen,
an dessen Außenfläche speziell gestaltete, bogenförmig konturierte Zuganker angesetzt
werden, die mit internen Längskanälen ausgestattet sind. Auch die
DE 198 21 814 B4 und die
DE 44 08 639 C2 beschreiben jeweils ein einteiliges Gehäuserohr, an dem allerdings außen Abdeckungen
für zur Aufnahme von Sensoren dienende Nuten angebracht sind.
[0006] Aus der
DE 102 39 519 A1 ist ein Linearantrieb bekannt, der ein Gehäuserohr der eingangs genannten Art aufweist.
Dieses Gehäuserohr ist durch ein hohles Rohrelement und ein das Rohrelement umschließendes
hohles Abdeckelement gebildet, wobei zwischen diesen Elementen kanalartige Freiräume
angeordnet sind.
[0007] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Maßnahmen vorzuschlagen, die eine
kostengünstige Herstellung eines gewichtsarmen Gehäuserohres für Linearantriebe ermöglichen.
Diese Aufgabe wird bei einem Gehäuserohr der eingangs genannten Art dadurch gelöst,
dass am Außenumfang des Innenteils mehrere radial nach außen ragende, sich in Achsrichtung
der Längsachse des Gehäuserohrs linear über die gesamte Länge des Innenteils erstreckende
rippenförmige Verdrehsicherungsvorsprünge vorhanden sind, die zwischen dem Innenteil
und dem Außenteil eine auf Formschluss basierende Verdrehsicherung bewirken.
[0008] Die Aufgabe wird außerdem durch einen fluidbetätigten Linearantrieb gelöst, dessen
Gehäuse ein nach den vorgenannten Spezifikationen aufgebautes Gehäuserohr aufweist.
[0009] Bedingt durch die konvex gekrümmte Außenkontur der die Längsvertiefungen abdeckenden
Wandabschnitte lässt sich das rohrförmige Innenteil sehr kostengünstig mit relativ
einfachen Werkzeugen herstellen. Zweckmäßigerweise liegen die konvexen Außenkonturen
sämtlicher jeweils eine Längsvertiefung abdeckender Wandabschnitte des Innenteils
gemeinsam auf einer imaginären zylindrischen Fläche bzw. Zylinderfläche. Besonders
günstig realisieren lässt sich das Gehäuse bei einem Innenteil, dessen Innenumfang
zylindrisch konturiert ist, also beispielsweise mit kreisrundem oder elliptischem
bzw. ovalem Querschnitt, da man hier die Möglichkeit hat, die die Längsvertiefungen
abdeckenden Wandabschnitte zumindest größtenteils mit gleichbleibender Wandstärke
auszubilden. Eine besonders vorteilhafte Gestaltung resultiert daraus, dass das Innenteil
bezüglich des Außenteils durch direkte Formschlussmaßnahmen verdrehgesichert ist.
[0010] Der zweischalige Aufbau des Gehäuserohres bietet außerdem die vorteilhafte Möglichkeit,
unterschiedliche Materialien sehr einfach miteinander zu kombinieren, um den unterschiedlichsten
Anwendungen und Beanspruchung Rechnung tragen zu können.
[0011] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.
[0012] Um den Querschnitt der Wandung des Gehäuserohres optimal auszunutzen, können mehrere
von abgedeckten Längsvertiefungen gebildete Gehäusekanäle vorhanden sein, die sich
in ihrer Querschnittsform voneinander unterscheiden.
[0013] Unterteilt man den Umfang des Gehäuserohres gedanklich in vier aneinander angrenzende
Umfangsabschnitte mit jeweils 90° Umfangserstreckung, ist es von Vorteil, wenn in
jedem dieser vier Umfangsabschnitte ein oder mehrere der erfindungsgemäß gebildeten
Gehäusekanäle vorhanden sind. Sich diametral gegenüberliegende Wandabschnitte können
insbesondere punktsymmetrisch bezüglich der durch das Zentrum des Innenteils verlaufenden
Längsachse ausgebildet sein.
[0014] Die Außenkontur des Gehäuserohres wird zweckmäßigerweise von einer äußeren Hüllwand
des rohrförmigen Außenteils gebildet. Mit dieser Hüllwand einstückig verbundene, nach
radial innen ragende stegförmige Trennwände können benachbarte Gehäusekanäle voneinander
abteilen und können bei entsprechender Gestaltung auch dazu genutzt werden, das Außenteil
bezüglich dem Innenteil durch Kontakt mit dessen Außenfläche abzustützen.
[0015] Einer oder mehrere der von Wandabschnitten des Innenteils abgedeckten Gehäusekanäle
können jeweils einen Aufnahmekanal bilden, in dem sich bei einem fertigen Linearantrieb
ein Zugankerstab erstreckt, der genutzt wird, um stirnseitig angeordnete Gehäusedeckel
mit dem Gehäuserohr axial zu verspannen. Damit der Querschnitt eines solchen Aufnahmekanals
zugunsten einer Materialeinsparung relativ groß ausfallen kann, besteht die Möglichkeit,
das Außenteil mit mehreren einstückig daran ausgebildeten Abstützrippen zu versehen,
die in den Aufnahmekanal hineinragen und an denen sich der Zugankerstab radial abstützen
kann. Solche Abstützrippen können bei Bedarf auch zur Verdrehsicherung des Zugankerstabes
verwendet werden, so dass stirnseitig Befestigungsschrauben einschraubbar sind, ohne
den Zugankerstab anderweitig festzuhalten. Man kann zur Verdrehsicherung aber auch
mindestens eine gesonderte, einstückig mit dem Außenteil ausgebildete Verdrehsicherungsrippe
vorsehen, die mit dem Zugankerstab radial in Eingriff steht.
[0016] Unter Umständen kann es zweckmäßig sein, eine Verdrehsicherung zwischen dem Innenteil
und dem Außenteil vorzusehen. In Verbindung mit einem im Wesentlichen hohlzylindrisch
gestalteten Innenteil können hierzu am Innenteil ein oder mehrere, radial nach außen
wegragende rippenförmige Verdrehsicherungsvorsprünge vorhanden sein, die in das Außenteil
eingreifen. Es kann insbesondere mindestens ein Paar von in der Umfangsrichtung des
Innenteils zueinander beabstandeten Verdrehsicherungsrippen vorhanden sein, wobei
die Verdrehsicherungsrippen dieses Paares zum Bezwecken der Verdrehsicherung jeweils
in eine der am Außenteil ausgebildeten Längsvertiefungen eingreifen können, um sich
an den seitlichen Begrenzungsflächen derselben abzustützen. Die beiden Verdrehsicherungsrippen
können in unterschiedliche Längsvertiefungen oder in die gleiche Längsvertiefung eingreifen.
Die in der Umfangsrichtung des Innenteils gemessene Breite der Verdrehsicherungsrippen
ist kleiner als diejenige der Öffnung der zugeordneten Längsvertiefung, so dass der
gewünschte Verdrehsicherungseffekt mit einem Minimum an Material erzielbar ist.
[0017] Für das Außenteil gilt, dass es außen zweckmäßigerweise im Wesentlichen rechteckig
und insbesondere quadratisch konturiert ist, insbesondere mit abgerundeten Ecken.
Der vom Innenteil begrenzte Querschnitt ist zweckmäßigerweise rund, insbesondere kreisrund
oder auch elliptisch bzw. oval.
[0018] Außen am Außenteil können eine oder mehrere sich längs erstreckende Verankerungsnuten
ausgebildet sein, in denen sich Zusatzteile, insbesondere Sensoren, lösbar fixieren
lassen. In Verbindung mit einer konvex gekrümmten Außenkontur des Innenteils ist es
hier besonders vorteilhaft, die Verankerungsnuten so anzuordnen, dass ihre Längsmittelebenen
zum Zentrum des Innenteils hin ausgerichtet sind. Der Nutgrund kann insbesondere an
einem Wandabschnitt des Außenteils vorgesehen sein, der sich direkt am Außenumfang
des Innenteils abstützt. Dieser Wandabschnitt kann eine sehr geringe Wandstärke aufweisen,
so dass eventuell installierte Sensoren einen möglichst geringen radialen Abstand
zur Innenumfangsfläche des Innenteils einnehmen.
[0019] Bei einer besonders vorteilhaften Materialwahl besteht das Außenteil aus einem Kunststoffmaterial
und das Innenteil aus Metall. Eine diesbezüglich vertauschte Materialwahl ist ebenfalls
möglich. Es besteht ferner die Möglichkeit, die Innenumfangsfläche des Innenteils
ungeachtet der jeweiligen Materialwahl mit einem Nanomaterial zu beschichten, um eine
reibungsarme Bewegung des aufgenommenen Antriebskolbens zu gewährleisten. In diesem
Fall kann unter Umständen auch auf ein zusätzliches Schmiermittel verzichtet werden.
[0020] Der mehrschalige Aufbau des Gehäuserohres ermöglicht es im Übrigen auch, unter Beibehaltung
ein und desselben Außenteils durch wahlweises Einsetzen unterschiedlich gestalteter
Innenteile verschiedene Bauformen von Gehäuserohren zu realisieren, die sich äußerlich
nicht voneinander unterscheiden.
[0021] Prinzipiell wäre es möglich, Außenteil und Innenteil im Rahmen eines Spritzgießverfahrens
stoffschlüssig miteinander zu verbinden. Um einfach auf Kundenwünsche hinsichtlich
variabler Längenabmessungen reagieren zu können, wird es jedoch als vorteilhafter
angesehen, die rohrförmigen Teile jeweils von einem in Meterware vorliegenden Grund-Profilmaterial
abzulängen und dann axial ineinander einzustecken.
[0022] Außenteil und Innenteil werden bei einer Steckmontage insbesondere so aufeinander
abgestimmt, dass das Innenteil vom Außenteil mit einer geringfügigen radialen Vorspannung
umschlossen ist. Auf diese Weise ergibt sich eine selbsttätig zusammenhaltende Baugruppe,
was die Handhabung beim Zusammenbau eines Linearantriebes vereinfacht.
[0023] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert.
In dieser zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Gesamtansicht einer bevorzugten Bauform des erfindungsgemäßen
Linearantriebes, der mit einer besonders zweckmäßigen Realisierungsform des erfindungsgemäßen
Gehäuserohres ausgestattet ist,
- Fig. 2
- einen durch die Längsmittelachse hindurchgehenden Längsschnitt des aus Fig. 2 ersichtlichen
Linearantriebes,
- Fig. 3
- einen bezüglich der Längsmittelachse versetzten Längsschnitt des Linearantriebes gemäß
Schnittlinie II-II aus Fig. 1 und 2,
- Fig. 4
- eine Stirnansicht des bei dem Linearantrieb gemäß Fig. 1 bis 3 vorhandenen Gehäuserohres
in einer Einzeldarstellung mit Blickrichtung entsprechend Schnittlinie IV-IV, ohne
die erfindungsgemäßen Verdrehsicherungsvorsprünge,
- Fig. 5
- einen Längenabschnitt des Gehäuserohres in einer perspektivischen Darstellung, und
- Fig. 6
- in einer mit Fig. 4 vergleichbaren Darstellungsweise eine modifizierte Ausführungsform
des Gehäuserohres, mit den Verdrehsicherungsvorsprüngen gemäß der Erfindung.
[0024] Bei dem im Zusammenhang mit dem Ausführungsbeispiel der Figuren 1 bis 5 erläuterten
Gehäuserohr liegt in Ermangelung einer auf Formschluss basierenden Verdrehsicherung
zwischen dem Außenteil und dem Innenteil kein erfindungsgemäßer Aufbau vor.
[0025] Der insgesamt mit Bezugsziffer 1 bezeichnete Linearantrieb wird mit einem fluidischen
Druckmedium betrieben, bei dem es sich insbesondere um Druckluft handelt. Andere gasförmige
Medien oder auch Flüssigkeiten könnten aber ebenfalls zur Betätigung verwendet werden.
[0026] Der Linearantrieb 1 verfügt über ein Gehäuse 2 mit einer querschnittsmittig verlaufenden
Längsachse 3. Das Gehäuse 2 setzt sich zusammen aus einem Gehäuserohr 4 und zwei an
den beiden Stirnseiten des Gehäuserohres 4 angeordneten ersten und zweiten Gehäusedeckeln
5, 6. Die Gehäusedeckel 5, 6 sind zweckmäßigerweise an die jeweils zugeordnete, axial
orientierte Stirnfläche 7 des Gehäuserohres 4 angesetzt.
[0027] Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 1 bis 5 sind die Gehäusedeckel 5, 6 durch Zuganker
8 mit dem Gehäuserohr 4 axial verspannt. Exemplarisch sind vier Zuganker 8 vorhanden,
von denen in Fig. 4 und 5 allerdings nur zwei Stück abgebildet sind. Die Zuganker
8 sind, im Querschnitt betrachtet, in den vier Ecken eines gedachten Quadrates platziert
und folglich mit einem Versatz von jeweils 90° um die Längsachse 3 herum angeordnet.
Jeder Zuganker 8 verfügt über einen die Rohrwandung 14 des Gehäuserohres 4 axial durchsetzenden
Zugankerstab 12, der an beiden Stirnseiten mit je einer Befestigungsschraube 13 verschraubt
ist, die sich mit ihrem Kopf am zugeordneten Gehäusedeckel 5, 6 abstützt. Es könnten
auch weniger als vier Zuganker vorhanden sein, beispielsweise nur zwei Stück, die
sich dann zweckmäßigerweise bezüglich der Längsachse 3 diametral gegenüberliegen.
[0028] Vorzugsweise sind die Zugankerstäbe 12 rohrförmig ausgebildet und die Befestigungsschrauben
13 in die hohlen Zugankerstäbe 12 eingeschraubt, insbesondere mittels selbstschneidender
Gewinde.
[0029] Die Fig. 6 illustriert, dass die Rohrwandung 14 des Gehäuserohres 4 auch von Befestigungskanälen
15 durchsetzt sein kann, in die sich die Befestigungsschrauben 13 zum Fixieren der
Gehäusedeckel 5, 6 direkt einschrauben lassen, so dass keine Zuganker 8 benötigt werden.
Diese Variante kann insbesondere genutzt werden, wenn die die Befestigungskanäle 15
definierenden Abschnitte der Rohrwandung 14 aus Metall bestehen, beispielsweise aus
Aluminiummaterial.
[0030] Das Gehäuserohr 4 ist in seiner Außenkontur prinzipiell beliebig und kann insbesondere
auch kreisrund ausgebildet sein. Bevorzugt wird allerdings eine Bauform mit rechteckiger
und bevorzugt quadratischer Außenkontur, wie dies beim Ausführungsbeispiel der Fall
ist. Die Kanten sind zweckmäßigerweise abgerundet.
[0031] Das Gehäuserohr 4 begrenzt gemeinsam mit den beiden Gehäusedeckeln 5,6 einen Gehäuseinnenraum
16, in dem ein Antriebskolben 17 in Achsrichtung der Längsachse 3 linear verschiebbar
angeordnet ist. Der Gehäuseinnenraum 16 ist radial von einer bevorzugt zylindrischen,
am Gehäuserohr 4 angeordneten Lauffläche 18 begrenzt, an der der Antriebskolben 17
gleitverschieblich anliegt.
[0032] Durch den Antriebskolben 17 wird der Gehäuseinnenraum 16 axial in eine dem ersten
Gehäusedeckel 5 zugeordnete erste Arbeitskammer 22 und eine dem zweiten Gehäusedeckel
6 zugeordnete zweite Arbeitskammer 23 unterteilt. Der Antriebskolben 17 trägt zu diesem
Zweck im Bereich seines Außenumfanges vorzugsweise eine ringförmige Dichtungsanordnung
24, die an der Lauffläche 18 dynamisch dichtend anliegt.
[0033] In jede Arbeitskammer 22, 23 mündet ein andererseits zur Außenfläche des Gehäuses
2 ausmündender eigener Steuerkanal 25a, 25b. Über die Steuerkanäle 25a, 25b hinweg
können die Arbeitskammern 22, 23 gesteuert mit einem Druckmedium beaufschlagt werden,
um die schon erwähnte, durch einen Doppelpfeil angedeutete lineare Hubbewegung 26
des Antriebskolbens 17 hervorzurufen. In diesem Zusammenhang können an die äußeren
Mündungen der Steuerkanäle 25a, 25b das Druckmedium zu- und abführende Fluidleitungen
angeschlossen werden.
[0034] Ein mit dem Antriebskolben 17 bewegungsgekoppeltes Abtriebsteil 27 macht die Hubbewegung
26 mit und ermöglicht außerhalb des Gehäuses 2 den Abgriff der Hubbewegung 26. Exemplarisch
ist das Abtriebsteil 27 als Kolbenstange 27a ausgebildet, die an dem Antriebskolben
17 befestigt ist und den ersten Gehäusedeckel 5 gleitverschieblich durchsetzt. Eine
an dem ersten Gehäusedeckel 5 angeordnete ringförmige Dichtungseinrichtung 28 umschließt
die Kolbenstange 27a und verhindert einen Fluidaustritt aus der sich anschließenden
ersten Arbeitskammer 22. Eine ebenfalls an dem ersten Gehäusedeckel 5 fixierte Lagerbuchse
32 umschließt die Kolbenstange 27a und sorgt für eine Gleitlagerung derselben. Anstatt
als Kolbenstange 27a könnte das Abtriebsteil 27 beispielsweise auch als längsseits
neben dem Gehäuserohr 4 angeordneter Schlitten ausgebildet sein, der beispielsweise
durch Magnetkraft mit dem Antriebskolben 17 antriebsmäßig verbunden ist.
[0035] Das Gehäuserohr 4 hat zweckmäßigerweise einen zweischaligen Aufbau. Als äußere Schale
fungiert ein rohrförmiges Außenteil 33. Die innere Schale ist von einem bezüglich
dem Außenteil 33 gesonderten rohrförmigen Innenteil 34 gebildet, das von dem Außenteil
33 radial außen vollständig umschlossen ist. Vorzugsweise sind die beiden zweckmäßigerweise
gleich langen Teile 33, 34 unter geringer radialer Vorspannung ineinander eingesteckt.
Es handelt sich insbesondere um eine koaxiale Anordnung von Außenteil 33 und Innenteil
34.
[0036] Die Wandung 35 des Außenteils 33 und die Wandung 36 des Innenteils 34 bilden gemeinsam
die Rohrwandung 14 des Gehäuserohrs 4. Diese ist axial von einer Vielzahl von Hohlräumen
durchsetzt, so dass Gehäuserohr 4 trotz hoher Stabilität ein nur geringes Gewicht
aufweist. Zumindest einige der Hohlräume sind entlang eines Teils ihres Umfanges von
der Wandung 35 und entlang eines anderen Teils ihres Umfanges von der Wandung 36 begrenzt,
werden also vom Außenteil 33 und Innenteil 34 gemeinsam definiert.
[0037] Zumindest einige dieser vorgenannten Hohlräume - im Folgenden als Gehäusekanäle 42
bezeichnet - sind gemeinsam gebildet von je einer am Innenumfang des Außenteils 33
angeordneten Längsvertiefung 43 und einem die nach radial innen gerichtete Vertiefungsöffnung
44 der Längsvertiefung 43 von radial innen her abdeckenden Wandabschnitt 45 der Wandung
36 des Innenteils 34. Die vorgenannten Wandabschnitte 45 seien im Folgenden auch als
Abdeck-Wandabschnitte 45 bezeichnet.
[0038] Aus Fig. 4 bis 6 geht gut hervor, dass die Abdeck-Wandabschnitte 45 eine konvex gekrümmte
Außenkontur aufweisen. Jede Vertiefungsöffnung 44 ist also durch einen eine konvex
gewölbte Außenfläche aufweisenden Abdeck-Wandabschnitt 45 verschlossen.
[0039] Die gegenseitige radiale Zentrierung von Außenteil 33 und Innenteil 34 beruht zweckmäßigerweise
auf dem Vorhandensein mehrere in der Umfangsrichtung um das Innenteil 34 herum angeordneter,
nach radial innen weisender Stützflächen 46, die an der Außenumfangsfläche 47 der
Wandung 36 des Innenteils 34 anliegen. Jede Stützfläche 46 ist streifenförmig gestaltet
und erstreckt sich über die gesamte Länge des Außenteils 33. Im Querschnitt gemäß
Fig. 4 und 6 betrachtet, liegen die Stützflächen 46 bei beiden Ausführungsbeispielen
auf einer Kreislinie mit der Längsachse 3 als Zentrum.
[0040] Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 bis 5 ist die Außenumfangsfläche 47 des Innenteils
34 insgesamt zylindrisch gestaltet und hat in der Umfangsrichtung einen stetigen Verlauf
ohne Vorsprünge oder Stufen. Die Innenkontur des Innenteils 34, die die Lauffläche
18 bildet, ist vorzugsweise ebenfalls zylindrisch gestaltet, wobei sich zweckmäßigerweise
ringsum die gleiche radiale Wandstärke für die Wandung 36 ergibt.
[0041] Vorzugsweise ist die Außenkontur und Innenkontur des Innenteils 34 kreisförmig. Andere
Formgebungen, beispielsweise elliptisch oder oval sind jedoch ebenfalls möglich. Unkreisförmige
Innenkonturen des Innenteils 34 wählt man insbesondere dann, wenn allein durch die
Formgebung eine Verdrehsicherung des an der Lauffläche 18 anliegenden Antriebskolbens
17 erwünscht ist.
[0042] Das Innenteil 34 des Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 6 unterscheidet sich von demjenigen
der Fig. 1 bis 5 lediglich darin, dass erfindungsgemäß an seinem Außenumfang mehrere
radial nach außen ragende, sich in Achsrichtung der Längsachse 3 linear über die gesamte
Länge des Innenteils 34 erstreckende rippenförmige Verdrehsicherungsvorsprünge 48
vorhanden sind. Sie bewirken eine über reibschlüssige Maßnahmen hinausgehende, auf
Formschluss basierende Verdrehsicherung zwischen Außenteil 33 und Innenteil 34. Die
Verdrehsicherungsvorsprünge 48, die einstückiger Bestandteil der Wandung 36 sind,
greifen jeweils ein stückweit radial in eine der Längsvertiefungen 43 ein und stützen
sich in der Umfangsrichtung an seitlichen Begrenzungsflächen 52 der Längsvertiefungen
43 ab, die sich an die Vertiefungsöffnungen 44 anschließen.
[0043] Die Verdrehsicherungsvorsprünge 48 sind einander zweckmäßigerweise paarweise zugeordnet.
Exemplarisch sind vier solcher Paare von Verdrehsicherungsvorsprüngen 48 vorhanden.
Die Verdrehsicherungsvorsprünge 48 jedes dieser vier Paare greifen bevorzugt in unterschiedliche
Längsvertiefungen 43 ein, wobei sie an in einander entgegengesetzte Umfangsrichtungen
weisenden Begrenzungsflächen 52 anliegen. Auf diese Weise kann sich das Innenteil
34 weder in der einen noch in der anderen Richtung bezüglich des Außenteil 33 verdrehen.
[0044] Es wäre ohne weiteres auch möglich, die rippenförmigen Verdrehsicherungsvorsprünge
48 so anzuordnen, dass wenigstens zwei Verdrehsicherungsvorsprünge 48 in ein und dieselbe
Längsvertiefung 43 eingreifen und mit den beiden die Längsvertiefung 43 diesseits
und jenseits längsseits begrenzenden Begrenzungsflächen 52 kooperieren.
[0045] Allen rippenförmigen Verdrehsicherungsvorsprüngen 48 ist zweckmäßigerweise gemeinsam,
dass ihre in der Umfangsrichtung des Innenteils 34 gemessene Breite wesentlich geringer
ist als diejenige der Vertiefungsöffnung 44. Zwischen in Umfangsrichtung aufeinander
folgenden Vertiefungsvorsprüngen 48 hat die Außenumfangsfläche 47 eine konvex gekrümmte
Kontur. Alle konvexen Außenkonturabschnitte des Innenteils 34 liegen auf einer gemeinsamen
imaginären Zylinderfläche.
[0046] Die Außenkontur des Gehäuserohres 4 wird durch die Kontur der Wandung 35 vorgegeben.
Diese ist somit beim Ausführungsbeispiel im Wesentlichen rechteckig und insbesondere
quadratisch gestaltet, insbesondere mit abgerundeten Ecken. Rings um das Innenteil
34 herum erstreckt sich eine die Außenkontur des Außenteils 33 bestimmende äußere
Hüllwand 53 des Außenteils 33 mit durchweg zweckmäßigerweise zumindest im Wesentlichen
gleicher Wandstärke. Von dieser Hüllwand 53 ragen nach innen mehrere einstückig angeformte
stegförmige Trennwände 54 weg, an denen zumindest teilweise die Stützflächen 46 angeordnet
sind. Zumindest einige der Trennwände 54 trennen in der Umfangsrichtung des Außenteils
33 zueinander benachbarte Gehäusekanäle 42 voneinander ab.
[0047] Einige weitere der Stützflächen 46 sind bei den Ausführungsbeispielen von im Folgenden
als Bodenabschnitte 55 bezeichneten Wandabschnitten der äußeren Hüllwand 53 gebildet,
die den Nutgrund sich in Achsrichtung der Längsachse 3 erstreckender Verankerungsnuten
56 definieren, die durch entsprechende Konturierung der äußeren Hüllwand 53 in der
Außenkontur des Außenteils 33 ausgebildet sind. Es handelt sich hierbei um hinterschnittene
Nuten, die dazu dienen, zur Positionserfassung des Antriebskolbens 17 nutzbare Sensoren
oder sonstige Zusatzteile außen am Außenteil 33 zu fixieren. Zweckmäßigerweise trägt
der Antriebskolben 17 einen bevorzugt ringförmigen Permanentmagnet 57, auf den die
genannten Sensoren ansprechen können. Von besonderem Vorteil ist in diesem Zusammenhang,
wenn die Verankerungsnuten 56 so ausgerichtet sind, dass ihre in Fig. 4 und 6 kenntlich
gemachten Längsmittelebenen 58 durch das Zentrum des Innenteils 34 hindurchgehen.
Die Längsmittelebenen 58 verlaufen also in radialer und axialer Richtung, wobei sie
die Längsachse 3 beinhalten.
[0048] Insbesondere die an den Bodenabschnitte 55 ausgebildeten Stützflächen 46 können entsprechend
der gekrümmten Außenkontur des Innenteils 34 konkav gekrümmt sein.
[0049] Die die Bodenabschnitte 55 beinhaltenden, die Verankerungsnuten 56 definierenden
Wandabschnitte der Hüllwand 53 können auch jeweils als Trennwände zwischen in Umfangsrichtung
aufeinanderfolgenden Gehäusekanälen 42 fungieren.
[0050] Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 1 bis 5 bilden mehrere der Gehäusekanäle 42 jeweils
einen Aufnahmekanal 62 für einen der schon erwähnten Zugankerstäbe 12. Dabei ist es
von Vorteil, wenn der eingesteckte Zugankerstab 12 nicht am Innenteil 34 anliegt und
auch nicht mit der Hüllwand 53 in Kontakt steht. Zweckmäßig ist es, wenn in mindestens
einen und zweckmäßigerweise in jeden der Aufnahmekanäle 62 mehrere als integrale Bestandteile
35 des Außenteils 33 ausgebildete Abstützrippen 63 hineinragen, die sich zweckmäßigerweise
über die gesamte Länge des Außenteils 33 erstrecken und an über den Umfang verteilten
Stellen am Außenumfang des Zugankerstabes 12 anliegen, um diesen radial abzustützen
und zu fixieren. Exemplarisch sind pro Aufnahmekanal 62 insgesamt vier um 90° versetzt
zueinander angeordnete Abstützrippen 63 vorhanden, die um einen Aufnahmebereich 64
des Aufnahmekanals 62 herum angeordnet sind, in den der Zugankerstab 12 einsetzbar
ist. Ein derart eingesetzter Zugankerstab 12 wird von den Abstützrippen 63 radial
abgestützt und zentriert.
[0051] Das Ausführungsbeispiel hat noch die Besonderheit, dass die Abstützrippen 63 jeweils
eine Doppelfunktion erfüllen und außerdem auch noch als Verdrehsicherungsrippen 65
zur verdrehsicheren Fixierung der zugeordneten Zugankerstäbe 12 fungieren. Die Zugankerstäbe
12 weisen in diesem Zusammenhang am Außenumfang längsverlaufende Verdrehsicherungsnuten
66 auf, in die jeweils eine der Verdrehsicherungsrippen 65 eintaucht.
[0052] Die Abstützrippen 63 und Verdrehsicherungsrippen 65 könnten auch separat ausgebildet
sein.
[0053] Ist ein Zugankerstab 12 in den Aufnahmebereich 64 eingesetzt, unterteilt er den Aufnahmekanal
62 zusammen mit den Abstützrippen 63 in mehrere um den Zugankerstab 12 herum angeordnete
Aufnahmekanal-Teilräume.
[0054] Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 6 sind die Befestigungskanäle 15 von rohrförmigen
Wandabschnitten der Wandung 35 gebildet, die einstückig an Zwischenwänden 67 angeformt
sind, die ihrerseits einstückig mit der Hüllwand 53 verbunden sind.
[0055] Wie sich aus Fig. 4 und 6 ersehen lässt, kann sich die Rohrwandung 14 über vier aneinander
angrenzende Umfangsabschnitte mit jeweils 90° Umfangserstreckung um die Längsachse
3 herum erstrecken, wobei in jedem dieser vier Umfangsabschnitte zweckmäßigerweise
mehrere vom Innenteil 34 abgedeckte Gehäusekanäle 42 ausgebildet sind.
[0056] Die Fig. 4 und 6 machen außerdem deutlich, dass die unter Mitwirkung des rohrförmigen
Innenteils 34 definierten Gehäusekanäle 42 nicht alle identisch ausgebildet sein müssen,
sondern sich in ihrer Querschnittskontur durchaus voneinander unterscheiden können.
[0057] Unabhängig davon, ob und wie das Innenteil 34 und das Außenteil 33 gegenseitig fixiert
sind, besteht der Vorteil der Möglichkeit einer getrennten, voneinander unabhängigen
Fertigung vor ihrer Vereinigung zu dem Gehäuserohr 4.
[0058] Allen Ausführungsbeispielen ist gemeinsam, dass das rohrförmige Innenteil 34 durch
das rohrförmige Außenteil 33 optimal radial abgestützt ist. Ein und dasselbe Außenteil
33 kann optional mit Innenteilen 34 aus unterschiedlichen Materialien bestückt werden.
Auf Basis des erfindungsgemäßen Prinzips lässt sich ein Baukastensystem für Gehäuserohre
realisieren, bei dem unterschiedliche Außenteile 33 und/oder unterschiedliche Innenteile
34 bereitgestellt werden, die nach Bedarf miteinander kombinierbar sind. Allen Bauformen
ist ein geringes Gewicht gemeinsam. Die bevorzugte Herstellung von Außenteil 33 und
Innenteil 34 erfolgt als Strangpressprofil. Eine Metallausführung eines Außenteils
33 könnte aber durchaus auch aus einem gefalteten Edelstahlblech hergestellt werden.
[0059] Ein aus Kunststoffmaterial bestehendes Außenteil 33 ermöglicht kostengünstig unterschiedliche
Farbgestaltungen. Unterschiedlichste Längenabmessungen lassen sich problemlos durch
Absägen von in Meterware vorliegendem Profilmaterial realisieren.
[0060] Einige oder sämtliche Gehäusekanäle 42 können zur Erhöhung der Stabilität der Gesamtstruktur
ausgeschäumt sein. Das Ausschäumen erfolgt zweckmäßigerweise, nachdem das Außenteil
33 und das Innenteil 34 zusammengefügt worden sind.
1. Gehäuserohr eines Linearantriebes (1), dessen Wandung von mehreren axial durchgehenden,
in Umfangsrichtung verteilten Gehäusekanälen (42) durchsetzt ist, die gebildet sind
von am Innenumfang eines rohrförmigen Außenteils (33) angeordneten Längsvertiefungen
(43), die radial innen von einem von dem Außenteil (33) umschlossenen rohrförmigen
Innenteil (34) abgedeckt sind, wobei die die Längsvertiefungen (43) abdeckenden Wandabschnitte
(45) des rohrförmigen Innenteils (34) eine konvex gekrümmte Außenkontur aufweisen,
dadurch gekennzeichnet, dass am Außenumfang des Innenteils (34) mehrere radial nach außen ragende, sich in Achsrichtung
der Längsachse (3) des Gehäuserohrs (4) linear über die gesamte Länge des Innenteils
(34) erstreckende rippenförmige Verdrehsicherungsvorsprünge (48) vorhanden sind, die
zwischen dem Innenteil (34) und dem Außenteil (33) eine auf Formschluss basierende
Verdrehsicherung bewirken.
2. Gehäuserohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich mehrere der Gehäusekanäle (42) in ihrer Querschnittsform voneinander unterscheiden.
3. Gehäuserohr nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Wandung des Gehäuserohrs (4) über vier aneinander angrenzende Umfangsabschnitte
mit jeweils 90° Umfangserstreckung erstreckt, wobei in jedem dieser vier Umfangsabschnitte
mindestens eine und zweckmäßigerweise mehrere der vom Innenteil (34) abgedeckten Gehäusekanäle
(42) ausgebildet sind.
4. Gehäuserohr nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das rohrförmige Außenteil (33) eine die Außenkontur des Außenteils (33) definierende
äußere Hüllwand (53) aufweist, von der stegförmige Trennwände (54) nach innen ragen,
die benachbarte der Gehäusekanäle (42) voneinander abtrennen.
5. Gehäuserohr nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einige der Trennwände (54) nach radial innen weisende Stützflächen (46)
aufweisen, an denen sich das rohrförmige Innenteil (34) mit seiner Außenumfangsfläche
(47) abstützt.
6. Gehäuserohr nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass einer oder mehrere der Gehäusekanäle (42) als Aufnahmekanal (62) für einen das Gehäuserohr
(4) axial durchsetzenden Zugankerstab (12) ausgebildet ist/sind.
7. Gehäuserohr nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in mindestens einen Aufnahmekanal (62) mehrere sich axial erstreckende, an dem Außenteil
(33) angeordnete Abstützrippen (63) für einen eingesteckten Zugankerstab (12) hineinragen
und/oder dass in mindestens einen Aufnahmekanal (62) mindestens eine an dem Außenteil
(33) angeordnete Verdrehsicherungsrippe (65) hineinragt, die ausgebildet ist, um zur
Verdrehsicherung eines eingesteckten Zugankerstabes (12) mit einer am Außenumfang
desselben ausgebildeten Verdrehsicherungsnut (66) in Eingriff zu gelangen.
8. Gehäuserohr nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die konvex gekrümmten Außenkonturen sämtlicher jeweils eine Längsvertiefung (43)
abdeckender Wandabschnitte (45) des rohrförmigen Innenteils (34) auf einer gemeinsamen
imaginären Zylinderfläche liegen.
9. Gehäuserohr nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass jeder eine Längsvertiefung (43) abdeckenden Wandabschnitt (45) über seine gesamte
Umfangserstreckung hinweg außen konvex gekrümmt ist.
10. Gehäuserohr nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Innenteil (34) an seinem Außenumfang mindestens einen radial abstehenden, in
das Außenteil (33) eingreifenden rippenförmigen Verdrehsicherungsvorsprung (48) aufweist.
11. Gehäuserohr nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Innenteil (34) wenigstens ein Paar von in der Umfangsrichtung des Innenteils
(34) zueinander beabstandeten Verdrehsicherungsvorsprüngen (48) aufweist, die jeweils
in eine der Längsvertiefungen (43) eingreifen, wobei ihre in der Umfangsrichtung gemessene
Breite geringer ist, als die Breite der Öffnung (44) der zugeordneten Längsvertiefung
(43) und wobei sie an in einander entgegengesetzte Umfangsrichtungen weisenden Begrenzungsflächen
(42) des Außenteils (33) anliegen.
12. Gehäuserohr nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Innenteil (34) eine insgesamt zylindrisch gestaltete Außenumfangsfläche (47)
aufweist.
13. Gehäuserohr nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Außenteil (33) eine im Wesentlichen rechteckige und insbesondere quadratische
Außenkontur aufweist, wobei das Innenteil (34) innen zylindrisch und insbesondere
kreiszylindrisch konturiert ist.
14. Gehäuserohr nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Außenteil (33) an seinem Außenumfang mehrere längsverlaufende Verankerungsnuten
(56) für Zusatzteile, zweckmäßigerweise Sensoren, aufweist, die so ausgerichtet sind,
dass ihre zum Nutgrund rechtwinkeligen Längsmittelebenen (58) mit der das Zentrum
des Innenteils (34) beinhaltenden Längsachse (3) des Innenteils (34) zusammenfallen.
15. Gehäuserohr nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Außenteil (33) aus einem Kunststoffmaterial und das Innenteil (34) aus Metall
besteht, oder umgekehrt.
16. Gehäuserohr nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Außenteil (33) und das Innenteil (34) koaxial ineinander eingesteckt sind, insbesondere
derart, dass das Außenteil (33) durch das Innenteil (34) unter radiale Vorspannung
gesetzt ist.
17. Fluidbetätigter Linearantrieb, dessen Gehäuse (2) ein Gehäuserohr (4) mit einem eine
Lauffläche (18) für einen Antriebskolben (17) definierenden rohrförmigen Innenteil
(34) und einem das Innenteil (34) radial außen umschließenden rohrförmigen Außenteil
(33) aufweist, wobei das Gehäuserohr (4) nach einem der Ansprüche 1 bis 16 ausgebildet
ist.
1. Housing tube of a linear drive (1), through the wall of which pass several housing
passages (42) which are axially continuous and distributed in the circumferential
direction and which are represented by longitudinal recesses (43) which are arranged
on the inner circumference of a tubular outer part (33) and which are covered radially
inside by a tubular inner part (34) enclosed by the outer part (33), wherein the wall
sections (45) of the tubular inner part (34) which cover the longitudinal recesses
(43) have an external contour with a convex curvature, characterised in that on the outer circumference of the inner part (34) there are provided several radially
outward-projecting rib-shaped anti-rotation projections (48) which extend in the axial
direction of the longitudinal axis (3) of the housing tube (4) in a linear arrangement
along the entire length of the inner part (34) and which provide an anti-rotation
effect based on positive locking between the inner part (34) and the outer part (33).
2. Housing tube according to claim 1, characterised in that several of the housing passages (42) differ from one another in their cross-sectional
form.
3. Housing tube according to claim 1 or 2, characterised in that the wall of the housing tube (4) extends over four adjoining circumferential sections
with a circumferential dimension of 90 degrees each, with at least one and expediently
more of the housing passages (42) covered by the inner part (34) being formed in each
of these four circumferential sections.
4. Housing tube according to any of claims 1 to 3, characterised in that the tubular outer part (33) has an outer covering wall (53) defining the external
contour of the outer part (33), with web-shaped dividing walls (54) extending inwards
to separate adjacent housing passages (42).
5. Housing tube according to claim 4, characterised in that some of the dividing walls (54) have support surfaces (46) which are oriented radially
inwards and on which the tubular inner part (34) is supported with its outer circumferential
surface (47).
6. Housing tube according to any of claims 1 to 5, characterised in that one or more of the housing passages (42) is/are designed as a reception passage (62)
for a tie rod (12) axially passing through the housing tube (4).
7. Housing tube according to claim 6, characterised in that several axially oriented supporting ribs (63) provided on the outer part (33) for
an inserted tie rod (12) project into at least one reception passage (62), and/or
in that at least one anti-rotation rib (65) provided on the outer part (33) and designed
to secure an inserted tie rod (12) against rotation by engaging with an anti-rotation
groove (66) formed on the outer circumference of the latter projects into at least
one receiving passage (62).
8. Housing tube according to any of claims 1 to 7, characterised in that the convex external contours of all wall sections (45) of the tubular inner part
(34) which cover a longitudinal recess (43) each lie on a common imaginary cylinder
surface.
9. Housing tube according to any of claims 1 to 8, characterised in that each wall section (45) which covers a longitudinal recess (43) has a convex external
curvature along its entire circumferential dimension.
10. Housing tube according to any of claims 1 to 9, characterised in that the inner part (34) has on its outer circumference at least one radially projecting
rib-shaped anti-rotation projection (48) which engages with the outer part (33).
11. Housing tube according to claim 10, characterised in that the inner part (34) has at least one pair of anti-rotation projections (48) spaced
in the circumferential direction of the inner part (34) and each engaging with a longitudinal
recess (43), wherein their width as measured in the circumferential direction is less
than the width of the opening (44) of the associated longitudinal recess (43), and
wherein they bear against bounding surfaces (42) of the outer part (33) which are
oriented in opposite circumferential directions.
12. Housing tube according to any of claims 1 to 11, characterised in that the inner part (34) has an outer circumferential surface which is cylindrical overall.
13. Housing tube according to any of claims 1 to 12, characterised in that the outer part (33) has a substantially rectangular and in particular square external
contour, the inner part (34) having a cylindrical and in particular circular cylindrical
internal contour.
14. Housing tube according to any of claims 1 to 13, characterised in that the outer part (33) has on its outer circumference several longitudinally oriented
anchoring grooves (56) for auxiliary parts, expediently sensors, which grooves (56)
are oriented such that their longitudinal central planes (58) perpendicular to the
groove bottom coincide with the longitudinal axis (3) of the inner part (34), which
contains the centre of the inner part (34).
15. Housing tube according to any of claims 1 to 14, characterised in that the outer part (33) is made of a plastic material and the inner part (34) is made
of metal, or vice versa.
16. Housing tube according to any of claims 1 to 15, characterised in that the outer part (33) and the inner part (34) are coaxially inserted into one another,
in particular in such a way that a radial preload is applied to the outer part (33)
by the inner part (34).
17. Fluid-actuated linear drive, the housing (2) of which comprises a housing tube (4)
with a tubular inner part (34) defining a sliding surface (18) for a drive piston
(17) and a tubular outer part (33) radially enclosing the inner part (34) on the outside,
the housing tube (4) being designed according to any of claims 1 to 16.
1. Tube de carter d'un entraînement linéaire (1), dont la paroi est traversée par plusieurs
canaux de carter (42) continus axialement, répartis dans le sens périphérique, lesquels
sont formés par des cavités longitudinales (43) disposées sur la périphérie intérieure
d'une partie extérieure (33) tubulaire, lesquelles sont recouvertes radialement à
l'intérieur par une partie intérieure (34) tubulaire entourée par la partie extérieure
(33), sachant que les sections de paroi (45), recouvrant les cavités longitudinales
(43), de la partie intérieure (34) tubulaire présentent un contour extérieur courbé
de manière convexe, caractérisé en ce que plusieurs parties faisant saillie empêchant toute rotation (48) présentant une forme
de nervure sont présentes sur la périphérie extérieure de la partie intérieure (34),
lesquelles font saillie radialement vers l'extérieur, s'étendent dans la direction
axiale de l'axe longitudinal (3) du tube de carter (4) de manière linéaire sur toute
la longueur de la partie intérieure (34) et entraînent entre la partie intérieure
(34) et la partie extérieure (33) un blocage empêchant toute rotation basé sur la
complémentarité de forme.
2. Tube de carter selon la revendication 1, caractérisé en ce que plusieurs des canaux de carter (42) se distinguent les uns des autres par la forme
de leur section transversale.
3. Tube de carter selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la paroi du tube de carter (4) s'étend sur quatre sections périphériques contiguës
les unes des autres avec respectivement une extension périphérique de 90°, sachant
qu'au moins un et de manière appropriée plusieurs des canaux de carter (42) recouverts
par la partie intérieure (34) sont réalisés dans chacune desdites quatre sections
périphériques.
4. Tube de carter selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la partie extérieure (33) tubulaire présente une paroi enveloppante (53) extérieure
définissant le contour extérieur de la partie extérieure (33), de laquelle paroi enveloppante
font saillie vers l'intérieur des parois de séparation (54) présentant une forme de
traverse, lesquelles séparent les uns des autres des canaux de carter (42) voisins.
5. Tube de carter selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'au moins quelques-unes des parois de séparation (54) présentent des surfaces d'appui
(46) orientées vers l'intérieur radialement, contre lesquelles s'appuie la partie
intérieure (34) tubulaire par sa surface périphérique extérieure (47).
6. Tube de carter selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'un canal de carter ou plusieurs des canaux de carter (42) est réalisé/sont réalisés
sous la forme d'un canal de réception (62) pour une barre de tirant d'ancrage (12)
traversant axialement le tube de carter (4).
7. Tube de carter selon la revendication 6, caractérisé en ce que plusieurs nervures d'appui (63) pour une barre de tirant d'ancrage (12) enfichée,
disposées sur la partie extérieure (33), s'étendant axialement font saillie dans au
moins un canal de réception (62), et/ou en ce qu'au moins une nervure empêchant toute rotation (65) disposée au niveau de la partie
extérieure (33) fait saillie dans au moins un canal de réception (62), laquelle nervure
empêchant toute rotation est réalisée pour venir en prise avec une rainure empêchant
toute rotation (66) réalisée au niveau de la périphérie extérieure d'une barre de
tirant d'ancrage (12) afin d'empêcher toute rotation de ladite barre de tirant d'ancrage
enfichée.
8. Tube de carter selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que les contours extérieurs courbés de manière convexe de toutes les sections de paroi
(45), recouvrant respectivement une cavité longitudinale (43), de la partie intérieure
(34) tubulaire se trouvent sur une surface cylindrique commune imaginaire.
9. Tube de carter selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que chaque section de paroi (45) recouvrant une cavité longitudinale (43) est courbée
de manière convexe à l'extérieur sur toute son extension périphérique.
10. Tube de carter selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que la partie intérieure (34) présente au niveau de sa périphérie extérieure au moins
une partie faisant saillie empêchant toute rotation (48) présentant une forme de nervure,
faisant saillie radialement, venant en prise avec la partie extérieure (33).
11. Tube de carter selon la revendication 10, caractérisé en ce que la partie intérieure (34) présente au moins une paire de parties faisant saillie
empêchant toute rotation (48) espacées l'une de l'autre dans la direction périphérique
de la partie intérieure (34), lesquelles viennent en prise respectivement avec une
des cavités longitudinales (43), sachant la largeur desdites parties faisant saillie
empêchant toute rotation, mesurée dans le sens périphérique, est plus petite que la
largeur de l'orifice (44) de la cavité longitudinale (43) associée et sachant que
les parties faisant saillie empêchant toute rotation reposent au niveau de surfaces
de délimitation (42) de la partie extérieure (33), orientées dans des directions périphériques
opposées les unes aux autres.
12. Tube de carter selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que la partie intérieure (34) présente une surface périphérique extérieure (47) configurée
sous la forme globalement d'un cylindre.
13. Tube de carter selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que la partie extérieure (33) présente un contour extérieur essentiellement rectangulaire,
et en particulier carré, sachant que la partie intérieure (34) présente un contour
cylindrique à l'intérieur, en particulier un contour circulaire cylindrique.
14. Tube de carter selon l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que la partie extérieure (33) présente, au niveau de sa périphérie extérieure, plusieurs
rainures d'ancrage (56) s'étendant longitudinalement pour des pièces supplémentaires,
de manière appropriée pour des capteurs, lesquelles sont orientées de telle manière
que leurs plans médians longitudinaux (58) rectangulaires par rapport à la base de
rainure coïncident avec l'axe longitudinal (3) de la partie intérieure (34), comportant
le centre de la partie intérieure (34).
15. Tube de carter selon l'une quelconque des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que la partie extérieure (33) est constituée d'un matériau en plastique, et en ce que la partie intérieure (34) est constituée d'un métal, ou inversement.
16. Tube de carter selon l'une quelconque des revendications 1 à 15, caractérisé en ce que la partie extérieure (33) et la partie intérieure (34) sont enfichées coaxialement
l'une dans l'autre, en particulier de telle manière que la partie extérieure (33)
est placée à travers la partie intérieure (34) sous une précontrainte radiale.
17. Entraînement linéaire à actionnement fluidique, dont le carter (2) présente un tube
de carter (4) doté d'une partie intérieure (34) tubulaire définissant une surface
de roulement (18) pour un piston d'entraînement (17) et d'une partie extérieure (33)
tubulaire entourant radialement à l'extérieur la partie intérieure (34), sachant que
le tube de carter (4) est réalisé selon l'une quelconque des revendications 1 à 16.