[0001] Vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Raucherentwöhnung bestehend aus
einer zylindrischen Hülse, deren Innendurchmesser derart bemessen ist, dass sie formschlüssig
auf eine Zigarette aufsteckbar ist.
[0002] Darüber hinaus betrifft vorliegende Erfindung die Verwendung einer solchen Vorrichtung
als Zigarettenhalter.
[0003] Im Zuge der inzwischen sehr weitreichenden Rauchverbote, insbesondere in öffentlichen
Gebäuden, an Arbeitsplätzen, in Flugzeugen, in Bahnen, in Restaurants und Gastwirtschaften
etc. besteht eine hohe Nachfrage nach Hilfsmitteln zur Raucherentwöhnung, also Mitteln
die einem Raucher das Entwöhnen von der Zigarette erleichtern. Ein weiterer Grund
ist die Erkenntnis, dass das Rauchen für den Raucher stark gesundheitsgefährdende
Risiken beinhaltet und die Umwelt und insbesondere Nichtraucher durch das passive
Mitrauchen stark gesundheitsgefährdet sind.
[0004] Insofern wurden bereits etliche Vorschläge gemacht, die zum einen die schädlichen
Wirkungen des Zigarettenrauchs beseitigen, ohne die Nikotineinwirkung einzuschränken
siehe insbesondere
DE 10 2005 016 415 A1, oder aber einen kompletten Ausstieg aus dem Zigarettenkonsum erleichtern sollen.
[0005] Grundsätzlich liegt den aus dem Stand der Technik bekannten Systemen die Idee zugrunde
unter Vermeidung eines Nikotinentzuges den Raucher soweit von der Zigarette zu entwöhnen,
dass nach einiger Zeit eine vollständige Raucherentwöhnung möglich ist.
[0006] So schlägt beispielsweise die
DE 20 2007 004 678 U1 eine rauchlose Zigarette vor, die einen Depotfilter mit einer definierten Maßbohrung
und einem Mundstückfilter mit formdefinierter Bohrung zur Aufnahme des Depotfilter
aufweist, wobei eine in dem Depotfilter befindliche Nano-Bead-Lösung vorgesehen ist,
an deren Nano-Beads Nikotin und gegebenenfalls Flavourstoffe angelagert sind.
[0007] Eine andere, ähnliche Vorrichtung offenbart die
DE 20 2005 005 506. Hier ist ein Zigaretteninhalator beschrieben zur Inhalation flüchtiger Wirkstoffe,
wobei in eine Zigarettenhülse mit einem auf einer Seite angeordnetem Filter passfähig
ein zylindrischer Körper mit einer durchgängigen axialen Bohrung eingesetzt und innerhalb
der Bohrung ein den Inhalationswirkstoff speicherndes Material angeordnet ist. Der
Inhalator entspricht hier also der Form einer Zigarette und erlaubt die rauchfreie
Inhalation der Nikotinwirkstoffe.
[0008] Eine weitere Vorrichtung zur Entwöhnung offenbart die
US 386,109 B, wobei hier eine Zigarettenspitze für eine Zigarette beschrieben wird, die eine Eingangshülse
zur Aufnahme der Zigarette und ein Mundstück umfasst. In der Wandung der Zigarettenspitze
ist im Bereich des Mundstückes wenigstens eine Durchgangsöffnung vorgesehen, deren
Achse zur Längsachse der Spitze und zum Mundstück hin geneigt ist. Erfindungsgemäß
soll durch die Ausgestaltung der Zigarettenspitze zur Raucherentwöhnung Rauch aus
der Öffnung der Spitze gegen die Nase des Benutzers strömen, was von diesem als unangenehm
empfunden wird.
[0009] Wie sich herausgestellt hat ist die Anwendung der obigen Produkte bei der Raucherentwöhnung
wenig erfolgreich. Dies liegt zum einen daran, dass der Raucher stets das Gefühl hat,
auf eine Zigarette zu verzichten, da die Verwendung der oben beschriebenen Ersatzstoffe
und Ersatzprodukte ihm während der Entwöhnungszeit nicht die gewohnte "Befriedigung"
verschafft. Zum anderen sind die Produkte meist sehr kostenintensiv, was das Gefühl
des Rauchers ein Opfer zu vollbringen verstärkt und ihn so weiter an der Zigarette
hält.
[0010] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es folglich, eine Vorrichtung zur Raucherentwöhnung
darzubieten, die das einfachere und nachhaltige Entwöhnen von Rauchprodukten und insbesondere
von Zigaretten erlaubt.
[0011] Obige Aufgabe wird auf denkbar einfache Weise durch eine Vorrichtung zur Raucherentwöhnung
gemäß Patentanspruch 1 und durch die Verwendung einer solchen Vorrichtung gemäß Patentanspruch
15 gelöst.
[0012] Insbesondere wird diese Aufgabe also durch eine Vorrichtung zur Raucherentwöhnung
gelöst, bestehend aus einer zylindrischen Hülse, deren Innendurchmesser derart bemessen
ist, dass sie formschlüssig und vollständig auf eine Zigarette aufsteckbar ist, so
dass die Zigarette über beide freien Enden der Hülse hervorsteht, und deren Hülsenmantel
eine Stärke S
Q von wenigstens 1mm aufweist. Grundsätzlich kann im Umfang der vorliegenden Erfindung
auch die Hülse in Kombination mit der Zigarette als Vorrichtung zur Raucherentwöhnung
betrachtet werden.
[0013] Ein wesentlicher Punkt der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Raucherentwöhnung ist
also eine Hülse, die vollständig derart auf die Zigarette aufsteckbar bzw. über die
Zigarette überstülpbar ist, dass diese über beide freien Enden der Hülse hervorsteht
und während des Rauchens als Zigarettenhalter auf der Zigarette verbleibt. Bei Gebrauch
wird die erfindungsgemäße Hülse so auf die Zigarette aufgeschoben, dass der Filter
oder ein ähnliches Mundstück der Zigarette einseitig aus der Hülse herausragt, so
dass der Raucher es in den Mund nehmen kann, wobei die Hülse vom Raucher während des
Rauchens zwischen den Fingern gehalten wird; die Hülse dient also u.a. als Zigarettenhalter.
[0014] Aufgrund der Ausbildung der Hülse in der zuvor beschriebenen Art bildet sich während
des Ziehens an der Zigarette aufgrund der Innenseitig an der Hülse entlang streifenden
Luft, im hülseninnenseitig und auf der Zigarette Schwitzwasser, das die Rauchentwicklung
der Zigarette verändert und insbesondere die Inhalationsmenge des Nikotins reduziert.
Obwohl der Raucher weiterhin wie gewohnt eine Zigarette raucht, wird der Nikotinkonsum
reduziert und zudem der Raucher durch die Verwendung der Vorrichtung hinsichtlich
seines Zigarettenkonsums sensibilisiert. Die Folge ist eine sukzessive Raucherentwöhnung.
[0015] Vorzugsweise weist die Außenmantelfläche mittig einen eingefrästen, symmetrischen
Abschnitt mit einem geringeren Durchmesser auf als der Durchmesser der Außenmantelfläche,
wobei vorzugsweise dann auf der Symmetrieachse der Hülse eine in dem eingefrästen
symmetrischen Abschnitt eingefräste Ringnut vorgesehen ist.
[0016] Im Umfang der vorliegenden Erfindung wird unter dem Begriff eingefräst jedes Bearbeiten
der Hülse unter Bildung der jeweiligen eingefrästen Abschnitte bzw. Ringnuten verstanden.
Eingefräsen bedeutet hier also unter anderem auch Einsägen, Einstechen, Abtragen,
Abschneiden, Falzen, Pressen, Tiefziehen, Lasern, Walzen, Erodieren etc.
[0017] Bei obiger Ausführungsform kommt es aufgrund der veränderten Querschnitte der Hülse
über die Zigarettenlänge hinweg zu einer besonders effektiven Schwitzwasserbildung.
[0018] Besonders vorteilhaft ist dabei die Herstellung der Hülse aus einem Metallwerkstoff,
wobei es hier möglich ist die Hülse mittels entsprechender metallverarbeitender Verfahren
insbesondere auszufräsen. Aufgrund des Verhältnisses der unterschiedlichen Wärmeübergangskoeffizienten
der Materialien, die beim Aufschieben der Hülse auf die Zigarette miteinander in Wirkverbindung
stehen, wird die Wirkung der Erfindungsgemäßen Vorrichtung verstärkt. Auch ist es
möglich die Hülse aus einem Mehrschichtmaterial herzustellen, von denen wenigstens
eine Schicht aus einem Metallwerkstoff hergestellt ist. So können beispielsweise eine
Mehrzahl an Sub-Hülsen mit unterschiedlichen Durchmessern passgenau aufeinander geschoben
werden, die dann zusammen die erfindungsgemäße Hülse bilden. Eine Hülse kann dabei
aus einem Metallwerkstoff und eine daran angrenzende, vorzugsweise kleinere Hülse
aus einem Kunststoffmaterial hergestellt sein.
[0019] In der Ringnut sind über deren Umfang vorzugsweise gleichmäßig verteilt vorzugsweise
wenigstens drei Einsatzelemente aus einem anderen Material als dem Material der Hülse
und insbesondere Einsatzelemente aus wenigstens einem Neodym-Magneten eingesetzt.
Hier hat sich eine besonders vorteilhafte Wirkung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
herausgestellt.
[0020] Das Einsatzelement ist vorzugsweise in einer Zwei-Stufen-Bohrung in der Hülse eingesetzt,
die sich in der eingesetzten Ringnut radial von der Außenfläche in Richtung des Innenraums
der Hülse erstreckt, wobei die erste äußere Stufe der Bohrung einen größeren Radius
aufweist als die innere zweite Stufe. In diesem Zusammenhang besonders bevorzugt ist
es, wenn sich die zweite innere Stufe bis zum Innenraum der Hülse erstreckt.
[0021] Vorzugsweise weist die Hülse in ihrem Hülsenmantel wenigstens eine Längsbohrung auf,
die sich parallel zur Haupterstreckungsachse der Hülse erstreckt. Diese Längsbohrung
kann sich teilweise aber auch ganz von einem freien Ende zum anderen freien Ende der
Hülse erstrecken. Insbesondere ist es bevorzugt, die Hülse in ihrem Hülsenmantel mit
wenigstens drei solchen Längsbohrungen auszubilden, die sich, über deren Umfang gleichmäßig
verteilt, parallel zur Haupterstreckungsachse der Hülse erstrecken. Bei drei solchen
Längsbohrungen ergibt sich also eine Verteilung um je 120° versetzt über den Umfang
der Hülse also ein Versatzwinkel von 120°.
[0022] Vorzugsweise weist die Hülse einen Innendurchmesser zwischen 6 mm und 9 mm, insbesondere
7,97 mm auf. Dieser Innendurchmesser hat sich bei der Verwendung von herkömmlichen
Zigaretten als besonders vorteilhaft und effektiv herausgestellt. Bei der Verwendung
mit dünneren Zigaretten, sogenannten "Slim-line"-Zigaretten ist dagegen ein Innendurchmesser
von 4 mm bis 7 mm, insbesondere 5,4 mm vorteilhaft
[0023] Das Verhältnis der Gesamtlänge der Hülse zur Länge des eingefrästen symmetrischen
Abschnitts beträt vorzugsweise im Wesentlichen 3:10, insbesondere beträgt die Gesamtlänge
der Hülse 20 mm und die Länge des eingefrästen symmetrischen Abschnitts 6 mm. Vorzugsweise
beträgt grundsätzlich die Länger der Hülse weniger als 1/3 der Länger der Zigarette,
mit der die Hülse verwendet wird.
[0024] Der Hülsenmantel der Hülse weist im Bereich des eingefrästen symmetrischen Abschnitts
vorzugsweise eine Stärke von 1,6 mm bis 2,0 mm, insbesondere 1,8 mm auf. Bei der aus
dem Stand der Technik bekannten Zigaretten hat sich ein Hülsenmantel mit diesen Abmessungen
als besonders vorteilhaft herausgestellt.
[0025] Vorzugsweise ist der Außendurchmesser des eingefrästen symmetrischen Abschnitts um
0,1 mm bis 0,3 mm, insbesondere 0,2 mm kleiner als der Außendurchmesser der Außenmantelfläche
und der Bodendurchmesser der Ringnut um 0,1 mm bis 0,3 mm, insbesondere 0,2 mm kleiner
als der Außendurchmesser des eingefrästen symmetrischen Abschnittes.
[0026] Vorzugsweise ist an wenigstens einem freien Ende der Hülse ein im Wesentlichen radial
nach außen weisender Wulstrand vorgesehen. Dieser Wulstrand ist vorzugsweise um 1
mm bis 3 mm, insbesondere 2 mm größer als der Außendurchmesser der Außenmantelfläche.
Bei einem bevorzugten Außendurchmesser zwischen 9,21 mm und 11,21 mm, insbesondere
10,21 mm, beträgt folglich der Außendurchmesser des Wulstrandes zwischen 11,21 mm
und 13,21 mm, insbesondere 12,21 mm.
[0027] Hinsichtlich der Geometrie des Wulstrandes hat sich eine Halbkreisgeometrie insbesondere
mit einem Radius von 1 mm als besonders vorteilhaft herausgestellt.
[0028] Weitere Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0029] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen beschrieben, die
durch die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert werden. Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- Eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Raucherentwöhnung
in isometrischer Darstellung;
- Fig. 2
- Eine schematische Darstellung der Ausführungsform gemäß Fig. 1 in einem auf eine Zigarette
aufgeschobenem Zustand;
- Fig. 3
- Einen Längsschnitt durch die Ausführungsform gemäß Fig. 1;
- Fig. 4
- Einen Querschnitt durch die Ausführungsform gemäß Fig. 1;
- Fig. 5
- Eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung im Längsschnitt; und
- Fig. 6
- Eine dritte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung im Längsschnitt.
[0030] Im Folgenden werden für gleiche und gleich wirkende Bauteile dieselben Bezugsziffern
verwendet, wobei zur Unterscheidung bisweilen Hochindizes ihre Anwendung finden.
[0031] Fig. 1 zeigt eine isometrische Darstellung einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zur Raucherentwöhnung.
[0032] Die Vorrichtung besteht aus einer zylindrischen Hülse 2 deren Innendurchmesser d
I derart bemessen ist, dass sie formschlüssig und vollständig auf eine Zigarette 1
(siehe Fig. 2) aufsteckbar ist, so dass die Zigarette 1 über beide freien Enden 22
der Hülse 2 hervorsteht, und deren Hülsenmantel 3 eine Stärke S
Q von wenigstens 1mm aufweist.
[0033] Die Außenmantelfläche 4 der Hülse 2 weist hier zudem mittig einen eingefrästen symmetrischen
Abschnitt 6 mit einem geringeren Durchmesser auf als der Durchmesser der Außenmantelfläche
4. Auf die genauen Durchmesserwerte wird im Folgenden noch detailliert eingegangen.
[0034] Im mittigen Abschnitt und insbesondere auf der Symmetrieachse A
s (siehe insbesondere Fig. 3 und 4) der Hülse 2 ist zudem eine in dem eingefrästen
symmetrischen Abschnitt 6 eingefräste Ringnut 8 vorgesehen, die die Hülse 2 vollständig
umläuft. An seinen freien Enden 22 umfasst die Hülse 2 bei dieser Ausführungsform
zudem jeweils einen Wulstrand 24, der sich radial nach Außen aus der Mantelfläche
4 erstreckt.
[0035] In Fig. 2 ist die in Fig. 1 dargestellte erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung in einem auf eine Zigarette 1 aufgestülpten Zustand dargestellt. Die Hülse
2 ist so ausgebildet, dass sie formschlüssig und vollständig auf die Zigarette aufgeschoben
werden kann und zwar so, dass aus dem einen freien Ende 22 ein Teil und insbesondere
hier der abzubrennende Teil 5 und am anderen freien Ende 22' der Filterteil 7 bzw.
der Teil hervorsteht, über den der Raucher an der Zigarette 1 zieht. Der Raucher (nicht
dargestellt) umfasst dabei die zylindrische Hülse 2 insbesondere im Bereich des symmetrischen
Abschnittes 6. Ist die Zigarette 1 beinahe fertig geraucht, kann er die erfindungsgemäße
Vorrichtung beliebig zum Filter 7 zurück verschieben und kurz vor, nach oder während
dem Ausdrücken von der Zigarette entfernen und wieder verwenden.
[0036] Durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Vorrichtung zur Raucherentwöhnung, insbesondere
der zylindrischen Hülse 2 bildet sich während des Rauchens an der Innenmantelfläche
9 der Hülse 2 und somit direkt an der Zigarette 1 Schwitzwasser, dass die Rauchbarkeit
der Zigarette 1 verschlechtert und insbesondere die Inhalationsfähigkeit des Nikotins
herabsetzt. Insbesondere durch die beschriebene Querschnittsveränderung zwischen der
Außenmantelfläche 4, dem darin eingefrästen mittigen symmetrischen Abschnitt 6 und
der Ringnut 8 kommt es zu einer Einwirkung auf die Zigarette 1, die sukzessive zur
einer Raucherentwöhnung führen wird. Da darüber hinaus der Raucher während des Gebrauchs
der erfindungsgemäßen Vorrichtung hinsichtlich eines jeden Rauchvorganges sensibilisiert
wird, wird die Raucherentwöhnung und der vollständige Ausstieg aus dem Rauchen deutlich
erleichtert.
[0037] In den Fig. 3 und 4 ist die Ausführungsform gemäß den Fig. 1 und 2 in einem Längsschnitt
(Fig. 3) und einem Querschnitt (Fig. 4) dargestellt. Wie dort gezeigt umfasst die
erfindungsgemäße Vorrichtung die Hülse 2 deren Innendurchmesser d
I das Aufschieben auf die Zigarette 1 (siehe Fig. 2) erlaubt.
[0038] Die Hülse 2 umfasst die Außenmantelfläche 4 in die mittig und symmetrisch zur Symmetrieachse
A
s der symmetrische Abschnitt 6 eingefräst oder dergleichen eingearbeitet ist. In der
Symmetrieachse A
s bzw. in der durch diese radial umlaufenden Achsen gebildete Symmetrieebene ist die
Ringnut 8 eingebraucht, die die Hülse 2 ringförmig umläuft. Der Außendurchmesser d
A der Mantelfläche 4 ist dabei geringfügig größer als der Außendurchmesser d
Am des symmetrischen Abschnittes 6 und des Bodendurchmessers d
B der Ringnut 8. Unter Bodendurchmesser d
B wird hier der Durchmesser verstanden, der sich durch die Bodenfläche der Ringnut
8 ausbildet. Erfindungsgemäß ist hier die Ringnut 8 als eine Einkerbung und insbesondere
als eine 45°-Dreickseinkerbung in dem symmetrischen Abstand 6 ausgebildet.
[0039] An den freien Enden 22 der Hülse 2 sind radial nach außen weisende Ringwülste 24
vorgesehen, die bei dieser Ausführungsform im Wesentlichen eine Halbkreisgeometrie
aufweisen.
[0040] Wie insbesondere in Fig. 4 erkennbar sind über den Umfang der Hülse 2 gleichmäßig
im symmetrischen Abschnitt 6 verteilt, Bohrungen 12 vorgesehen, die sich von der Außenseite
der Hülse zum Innenraum 14 erstrecken. In diese drei Bohrungen 12 sind Einsatzelemente
10 eingesetzt, deren Material sich vom Material der Hülse 2 unterscheidet. Insbesondere
sind hier die Einsatzelemente 10 als Neodym-Magneten ausgebildet. Aufgrund der Material-
und Querschnittsveränderung in diesem Bereich wird überraschenderweise eine besonders
starke Schwitzwasserbildung bewirkt.
[0041] Die Bohrungen 12 sind als Zwei-Stufen-Bohrungen ausgeführt, wobei die äußere erste
Stufe 16 einen größeren Bohrungsradius aufweist als die innere zweite Stufe 18. Die
Einsatzelemente sind dabei vorzugsweise lediglich in der äußeren ersten Stufe 16 angeordnet.
[0042] Bei dieser Ausführungsform sind vorzugsweise jedoch nicht zwingend über den Umfang
gleichmäßig verteilte Längsbohrungen 20 vorgesehen, sich im Hülsenmantel 3 parallel
zur Haupterstreckungsachse A
H von einem freien Ende 22 zum anderen freien Ende 22' erstrecken. Die hier vorhandenen
Längsbohrungen 20 sind also durchgehende Längsbohrungen 20 ausgebildet. Erfindungsgemäß
sind sie, wie auch die Zwei-Stufen-Bohrungen 12, ebenfalls gleichmäßig über den Umfang
der Hülse 2 verteilt. Der radiale Versatzwinkel zwischen den Längsbohrungen untereinander
bzw. zwischen den Zwei-Stufen-Bohrungen untereinander beträgt folglich hier 120°.
Die Zwei-Stufen-Bohrungen und die Längsbohrungen sind darüber hinaus vorzugsweise
so angeordnet, dass sie jeweils einen Versatzwinkel von 60° einschließen; die in Fig.
4 dargestellten Bohrungen 12 und 20 sind also jeweils gleichmäßig um 60° versetzt
über den Umfang verteilt.
[0043] Fig. 5 zeigt eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Raucherentwöhnung,
die im Wesentlichen der Ausführungsform gemäß der Fig. 1-4 entspricht, jedoch durch
spezielle Abmessungen gekennzeichnet ist. Die erfindungsgemäße Hülse 2 weist im speziellen
und bei einer Ausführung gemäß der Fig. 1-4 folgende Abmessungen auf:
Gesamtlänge IH der Hülse 2: 20 mm;
Gesamtlänge Im des eingefrästen symmetrischen Abschnittes 6: 6 mm;
Außendurchmesser DA der Hülse 2: 10,21 mm;
Außendurchmesser dAm des eingefrästen symmetrischen Abschnittes 6: 10,1 mm;
Bodendurchmesser dB der Ringnut 6: 9,81 mm;
Außendurchmesser dAw des Wulstrandes: 12,21 mm;
Radius R des Wulstrandes: 1 mm;
Innendurchmesser dI der Hülse: 7,97 mm;
Durchmesser der äußeren ersten Stufe 16 der Zwei-Stufen-Bohrung 12: 1,1 mm;
Tiefe der äußeren ersten Stufe 16: 0,7 mm;
Durchmesser der inneren zweiten Stufe 18 der Zwei-Stufen Bohrung 12: 0,6 mm;
Tiefe der inneren zweiten Stufe 18: 0,1 mm;
Durchmesser der Längsbohrung 20: 0,2 mm;
Abstand der Mittelachse der Längsbohrung 20 zur Haupterstreckungsachse AH der Hülse 2: 4,47 mm;
[0044] In Fig. 6 ist eine dritte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Raucherentwöhnung
dargestellt, die im Wesentlichen den zuvor beschriebenen Ausführungsformen entspricht.
Allerdings weist diese Hülse 2 eine Längsbohrung 20 auf, die sich nur teilweise entlang
des Hülsenmantels 3 der Hülse 2 ausgehend vom freien Ende 22 erstreckt. Auch weist
die Hülse 2 hier lediglich eine einzige Längsbohrung 20 auf.
Bezugszeichenliste
[0045]
1 = Zigarette
2 = Hülse
3 = Hülsenmantel
4 = Außenmantelfläche
5 = abzubrennender Teil
6 = eingefräster symmetrischer Abschnitt
7 = Filterteil
8 = Ringnut
9 = Innenmantelfläche
10 = Einsatzelement
12 = Zwei-Stufen-Bohrung
14 = Innenraum
16 = Erste Stufe
18 = Zweite Stufe
20 = Längsbohrung
22 = freies Ende
24 = Wulstrand
dI = Innendurchmesser
dA = Außendurchmesser der Außenmantelfläche 4
dAm = Außendurchmesser des eingefrästen symmetrischen Abstands 6
dB = Bodendurchmesser der Ringnut 8
dAw = Außendurchmesser des Wulstrandes
SQ = Querschnittsstärke
As = Symmetrieachse
Ah = Haupterstreckungsachse
IH = Länge der Hülse
Im = Länge des eingefrästen symmetrischen Abschnitts 6
1. Vorrichtung zur Raucherentwöhnung bestehend aus einer zylindrischen Hülse (2) deren
Innendurchmesser dI derart bemessen ist, dass sie formschlüssig und vollständig auf eine Zigarette (1)
aufsteckbar ist, so dass die Zigarette (1) über beide freien Enden (22) der Hülse
(2) hervorsteht, und deren Hülsenmantel (3) eine Stärke SQ von wenigstens 1 mm aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Außenmantelfläche (4) der Hülse (2) mittig einen eingefrästen symmetrischen Abschnitt
(6) mit einem geringeren Durchmesser dAm aufweist als der Durchmesser dA der Außenmantelfläche (4), wobei auf der Symmetrieachse As der Hülse (2) eine in dem eingefrästen symmetrischen Abschnitt (6) eingefräste Ringnut
(8) vorgesehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
in der Ringnut (8) über deren Umfang gleichmäßig verteilt wenigstens drei Einsatzelemente
(10) aus einem anderen Werkstoff als dem Werkstoff der Hülse (2) eingesetzt sind.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere einem der Ansprüche
2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens ein Einsatzelement (10) ein Neodymmagnet ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere einem der Ansprüche
2-4,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens ein Einsatzelement (10) in einer 2-Stufen-Bohrung (12) in der Hülse (2)
eingesetzt ist, die sich in der eingefräste Ringnut (8) radial von der Außenmantelfläche
(4) in Richtung des Innenraums (14) der Hülse (2) erstrecken, wobei die erste äußere
Stufe (16) der Bohrung (14) einen größeren Radius aufweist als die innere zweite Stufe
(18).
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
sich die innere zweite Stufe (18) bis zum Innenraum (14) der Hülse (2) erstreckt.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Hülse (2) in ihrem Hülsenmantel (3) wenigstens eine Längsbohrung (20) aufweist,
die sich parallel zur Haupterstreckungsachse AH der Hülse erstreckt.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Hülse (2) in ihrem Hülsenmantel (3) wenigstens drei Längsbohrungen (20) aufweist,
die sich, über den Umfang der Hülse (2) gleichmäßig verteilt, parallel zur Haupterstreckungsachse
AH der Hülse (2) erstrecken.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Hülse (2) einen Innendurchmesser dI zwischen 6 mm und 9 mm, insbesondere 7,97 mm aufweist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verhältnis der Gesamtlänge IH der Hülse (2) zur Länge Im des eingefrästen symmetrische Abschnitts (6) im Wesentlichen 3:10 beträgt, insbesondere
die Gesamtlänge IH der Hülse (2) 20 mm und die Länge Im des eingefrästen symmetrischen Abschnitts (6) 6 mm beträgt.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Hülsenmantel (3) der Hülse (2) im Bereich des eingefrästen symmetrischen Abschnitts
(6) eine Querschnittsstärke SQ von 1,6 mm bis 2,0 mm, insbesondere 1,8 mm aufweist.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Außendurchmesser dAm des eingefrästen symmetrischen Abschnitts (6) um 0,1 mm bis 0,3 mm, insbesondere
0,2 mm kleiner ist als der Außendurchmesser dA der Außenmantelfläche (4) und der Bodendurchmesser dB der Ringnut (8) um 0,1 mm bis 0,3 mm, insbesondere 0,2 mm kleiner ist als der Außendurchmesser
dAm des eingefrästen symmetrischen Abschnitts (6).
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Hülse (2) an wenigstens einem freien Ende (22) einen im Wesentlichen radial nach
außen weisenden Wulstrand (24) aufweist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Hülse (2) aus einem Metallwerkstoff hergestellt ist.
15. Verwendung einer Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche als Zigarettenhalter.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Vorrichtung zur Raucherentwöhnung bestehend aus einer zylindrischen Hülse (2) deren
Innendurchmesser dI derart bemessen ist, dass sie formschlüssig und vollständig auf eine Zigarette (1)
aufsteckbar ist, so dass die Zigarette (1) über beide freien Enden (22) der Hülse
(2) hervorsteht, und deren Hülsenmantel (3) eine Stärke sQ von wenigstens 1 mm aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Außenmantelfläche (4) der Hülse (2) einen eingefrästen symmetrischen Abschnitt
(6) mit einem geringeren Durchmesser dAm aufweist als der Durchmesser dA der Außenmantelfläche (4), wobei auf der Hülse (2) eine in dem eingefrästen symmetrischen
Abschnitt (6) eingefräste Ringnut (8) vorgesehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der eingefräste symmetrische Abschnitt mittig auf der Außenmantelfläche (4) der Hülse
(2) angeordnet ist, wobei die eingefräste Ringnut (8) auf der Symmetrieachse As der Hülse (2) vorgesehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
in der Ringnut (8) über deren Umfang gleichmäßig verteilt wenigstens drei Einsatzelemente
(10) aus einem anderen Werkstoff als dem Werkstoff der Hülse (2) eingesetzt sind.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere einem der Ansprüche
2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens ein Einsatzelement (10) ein Neodymmagnet ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere einem der Ansprüche
2 - 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens ein Einsatzelement (10) in einer 2-Stufen-Bohrung (12) in der Hülse (2)
eingesetzt ist, die sich in der eingefräste Ringnut (8) radial von der Außenmantelfläche
(4) in Richtung des Innenraums (14) der Hülse (2) erstrecken, wobei die erste äußere
Stufe (16) der Bohrung (14) einen größeren Radius aufweist als die innere zweite Stufe
(18).
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
sich die innere zweite Stufe (18) bis zum Innenraum (14) der Hülse (2) erstreckt.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Hülse (2) in ihrem Hülsenmantel (3) wenigstens eine Längsbohrung (20) aufweist,
die sich parallel zur Haupterstreckungsachse AH der Hülse erstreckt.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Hülse (2) in ihrem Hülsenmantel (3) wenigstens drei Längsbohrungen (20) aufweist,
die sich, über den Umfang der Hülse (2) gleichmäßig verteilt, parallel zur Haupterstreckungsachse
AH der Hülse (2) erstrecken.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Hülse (2) einen Innendurchmesser dI zwischen 6 mm und 9 mm, insbesondere 7,97 mm aufweist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verhältnis der Gesamtlänge IH der Hülse (2) zur Länge Im des eingefrästen symmetrische Abschnitts (6) im Wesentlichen 3:10 beträgt, insbesondere
die Gesamtlänge IH der Hülse (2) 20 mm und die Länge Im des eingefrästen symmetrischen Abschnitts (6) 6 mm beträgt.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Hülsenmantel (3) der Hülse (2) im Bereich des eingefrästen symmetrischen Abschnitts
(6) eine Querschnittsstärke sQ von 1,6 mm bis 2,0 mm, insbesondere 1,8 mm aufweist.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Außendurchmesser dAm des eingefrästen symmetrischen Abschnitts (6) um 0,1 mm bis 0,3 mm, insbesondere
0,2 mm kleiner ist als der Außendurchmesser dA der Außenmantelfläche (4) und der Bodendurchmesser dB der Ringnut (8) um 0,1 mm bis 0,3 mm, insbesondere 0,2 mm kleiner ist als der Außendurchmesser
dAm des eingefrästen symmetrischen Abschnitts (6).
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Hülse (2) an wenigstens einem freien Ende (22) einen im Wesentlichen radial nach
außen weisenden Wulstrand (24) aufweist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Hülse (2) aus einem Metallwerkstoff hergestellt ist.
15. Verwendung einer Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche als Zigarettenhalter.